Bücher mit dem Tag "stimmungen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "stimmungen" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Mit Blick aufs Meer (ISBN: 9783442747009)
    Elizabeth Strout

    Mit Blick aufs Meer

    (207)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Sie war Mathe-Lehrerin in einer amerikanischen Kleinstadt und lebt dort in einem selbstgebauten Haus mit ihrem Mann Henry. Von ihrem erwachsenen Sohn Christopher hat sie sich entfremdet. Der Roman ist aus episodenhaften Geschichten von ihr und ihrer Familie oder von Menschen, die mit ihr in irgendeiner Form in Beziehung stehen, zusammengesetzt.

    So ist ein Kaleidoskop unterschiedlicher Geschehnisse im Laufe der Jahre in dem fiktiven Ort Crosby (Maine) entstanden. Doch diese werden so lebendig geschildert, dass man sich als Gast an diesem Ort am Meer fühlt – so, als ob man im Diner der Erzählung am Nachbartisch lauscht.

    Es sind alltägliche Geschichten, dramatische und auch einige, die sich mit den Beschwernissen des Alters beschäftigen. Obwohl Olive eine Nervensäge sein kann, hält sie doch als zentrale Person das Ganze zusammen. So wartet man gespannt darauf, welche Beziehung sie zu den Menschen der nächsten Episode wohl hat und wann sie leibhaftig auftaucht.

    Die Autorin schreibt mit viel Menschlichkeit und niemals belehrend über das, was Leben heißen und welche Schlüsse man als Leser daraus ziehen kann.

    Fazit: Olive Kitteridge: Das anstrengende, aber herzliche Zentrum eines Kleinstadt-Romans


  2. Cover des Buches Funkenflug (ISBN: 9783746638034)
    Hauke Friederichs

    Funkenflug

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Die letzten 31 Tage vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges werden chronologisch in 31 Kapiteln anschaulich aus den Blickwinkeln der verschiedensten Protagonisten nacherzählt. Zwischen dem 1. August und 31. August 1939 hatten die Diplomaten Europas alle Hände voll zu tun, um nichts unversucht zu lassen, der Welt den Frieden zu erhalten. Neville Henderson für die Briten, Agnia Maiski für die Russen, Birger Dahlerus, eigentlich schwedischer Geschäftsmann, als privater Diplomat und einer Art Vertrautem von Hermann Göring. Sie reisten unermüdlich von A nach B und wieder zurück um Angebote zu vermitteln und hatten im Grunde doch nie eine Chance. Damit der Krieg kommen konnte, haben die Deutschen mit ihren perfiden Betrügereien am Ende selbst gesorgt.

    Und dann kommt Kapitel Nr. 32 - der 1. September 1939 . . .

    Zwischen den politischen Vorgängen, bekommen wir immer kurze Sequenzen in das Leben: Thomas und Katia Mann sowie ihre Kinder Klaus, Golo und Erika sind über die Welt verstreut, betrachten erschüttert, was in Deutschland geschieht und bangen um die jüdischen (Groß-)Eltern. Sophie Scholl verbringt einen letzten unbeschwerten Sommer mit ihrem Freund Fritz Hartnagel. Ernst von Weizsäcker, Staatssekretär von Außenminister Ribbentrop und Vater von Richard von Weizsäcker versucht aus seiner hohen Position heraus, zusammen mit einigen hochrangigen Militärs, Hitler vom Schlimmsten abzuhalten - während Unity Mitford, Cousine von Winston Churchills Ehefrau, als passionierte Verehrerin "des Führers" alles tut, um möglichst viel Zeit in seiner Nähe zu verbringen.  

    Wir bekommen einen Einblick in die Propagandamaschinerie von Goebbels und begleiten den noch jungen John F. Kennedy auf seiner Europareise.

    Dies ist nur ein Bruchteil der "zu Wort kommenden" Personen. Diese Masse an Menschen und Vorgängen hätte in einem heillosen Durcheinander enden können. Doch der Autor hat es geschafft mit seiner klaren Struktur ein sehr gut lesbares Buch über den Beginn des Grauens abzuliefern. Es hat keine Längen, ist kein angestaubtes trockenes Geschichtsbuch sondern abwechslungsreich und zugleich lehrreich.

    Kenner des Themas werden vieles davon vielleicht schon wissen. Mir haben die 376 Seiten viele neue Einblicke und Zusammenhänge geliefert, sodass ich am Ende sehr viel schlauer bin als zuvor.


  3. Cover des Buches Für immer und ewig (ISBN: 9783257600872)
    Doris Dörrie

    Für immer und ewig

    (17)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Das Buch beginnt, indem wir Fanny und ihre Freundin Antonia kennenlernen und dabei sind, wie sie erste sexuelle Erfahrungen machen. Dann folgt eine kurze Episode in einem Juwelierladen aus Sicht der Verkäuferin und man erfährt erst in einem weiteren Kapitel, dass die Kundin Antonia war. Dann begleiten wir eine junge Frau in einem Indianergebiet, und später wird klar, dass es sich um Fannys Schwester handelt. Als nächstes folgt ein Kapitel, aus Sicht der Indianerin, der Fannys Schwester zuvor begegnet ist.

    In diesem Stil ist das Buch aufgebaut und das macht den besonderen Reiz aus. Es ist spannend zu raten, aus welcher Sicht jetzt erzählt wird, denn manchmal wird es erst in späteren Kapiteln deutlich. Auch fragt man sich, ob die ein oder andere Figur nochmal auftaucht oder man durch die anderen Figuren etwas darüber erfährt, wie es mit ihnen weitergegangen ist, denn die Kapitel sind schon miteinander verbunden und zeitlich aufeinander aufgebaut.

    Auch sprachlich ist dies Buch sehr lesenswert, denn ich mag den Stil der Autorin, wie sie Dinge beschreibt. z.B. : "Das rosa Neonlicht strömte herein wie dicke Puddingsoße. " (S.108). Auch beschreibt sie nüchtern Situationen, Gefühle und vor allem Stimmungen, die man selbst schon kennengelernt hat. Manchmal ist sie dabei sehr pragmatisch. z.B. "...die Kellnerin knallte Charlotte einen Teller mit Pfannkuchen ... auf den Tisch und wünschte ihr viel Spaß damit. Charlotte aß alle drei, weil sie nicht wußte, was sie sonst tun sollte."(S.118) Oft ist die Gedankenwelt der Figuren erschreckend, aber doch vertraut. Es ist, als habe die Autorin die Menschen und ihre Abgründe genau studiert und weiß, wie sie "ticken". Sehr aufschlussreich fand ich wie Beziehungen mal aus Sicht der Frau, dann aus Sicht des Mannes geschildert werden. Jetzt ist mir klar, warum manches nicht funktionieren kann oder manche Menschen einfach nicht zusammen passen.

    Manche Gefühle sind mir sehr vertraut, aber ich hätte sie nicht so gut in Worte fassen können, wie Doris Dörrie das schafft. Wenn ich ein letztes Mal zitieren darf : "...aber vielleicht kennen Sie das Gefühl, wenn man allein im Auto nachts durch die Gegend fährt und im Radio kommt ein Song ... und mit einem Mal zerreißt es einen fast vor Sehnsucht. Vor Sehnsucht wonach zum Teufel ? Das ist es ja eben, das weiß man nicht so genau, vor Sehnsucht nach allem auf einmal, nach einem zuhause und einem Zigeunerleben, nach Familie und Einsamkeit, nach Leidenschaft und ruhiger Liebe, nach..." es folgen noch weitere Dinge, die einander ausschließen. S. 212.

    Mir hat  - vom ersten Kapitel abgesehen (die Party im Keller, die ich sehr befremdlich fand) - das Buch viel Spaß gemacht, obwohl ich ja sonst hauptsächlich Krimis lese. Es ist ein Lesegenuss und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

  4. Cover des Buches Ich bin jetzt ... glücklich, wütend, stark (ISBN: 9783551170552)
    Constanze von Kitzing

    Ich bin jetzt ... glücklich, wütend, stark

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Buchzwergerl

    Constanze von Kitzing ist ein Garant für gute klischeefreie und diverse Kinderbücher.

    Wir haben mittlerweile das ganze Sortiment dieser Reihe zuhause und lieben jedes einzelne von ihr! Deswegen widmen wir ihr auch diesen heutige  Tag!


    Inhalt des Buches:

    Zahlreiche Kinder verschiedenen Alters beschreiben ihre aktuelle Gefühlslage oder eine Eigenschaft, die gerade zu Tage tritt mit wenigen Worten. „Ich bin stark“. Blättert man um, kann der*die Leser*in entdecken, warum das abgebildete Kind gerade mutig, traurig, wütend oder auch schlau, fleißig, ordentlich oder wild ist…


    Gedanken zum Buch:

    Als Psychologin bin ich immer wieder auf der Suche nach Büchern, die den Kindern helfen, Gefühle verstehen, ausdrücken und damit umgehen zu lernen. Dieses Buch für die Allerkleinsten finde ich sehr gelungen, denn auch ohne vielen Worten zeigt es eindrücklich auf, was diese Gefühl oder diese Eigenschaft ausmacht.

    Ich mag es, das auf dem jeweilig ersten Bild ein Kind ganz neutral mit dem Gefühl oder der Eigenschaft abgebildet ist und das 

    zweite dazugehörige (und oft nicht so erwartete) Bild ohne Worte bleibt. Hier kann man je nach Alter des Kindes selbst Worte dazu finden oder das Kind sprechen lassen. 

    Meine 15 Jahre alte Babylöwin liebt dieses Buch und bringt es mir mindestens 2x am Tag, damit wir es gemeinsam durchschauen. Wir alle haben unsere favorisierenden Kinder in diesem Buch. Während meine Tochter immer zum „ordentlichen Mädchen“ mit Brille blättert und dann begeistert: „Da iss!“ ruft, liebt mein Sohn das wilde Kind im Tigerkostüm und ich finde das schlaue Mädchen besonders schlau ;) und Papa favorisiert den starken Buben, der das Baby hochhebt. 

    In diesem Büchlein wird Klischeefreiheit und Diversität ganz selbstverständlich dargestellt, genauso, wie es auch tagtäglich von uns allen gelebt werden sollte! Genau aus diesem Grund durften alle Bücher dieser Reihe von Constanze von Kitzing bei uns einziehen und das Kita-Wimmelbuch wird zudem an unseren Kindergarten zu Weihnachten geschenkt! 


    Fazit: ein gelungenes Buch, um über Gefühle oder Persönlichkeitseigenschaften zu sprechen, Empathie zu entwickeln und Diversität als selbstverständlich aufzuzeigen!

  5. Cover des Buches Mood Hacks (ISBN: 9783423351690)

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