Bücher mit dem Tag "stockholm"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "stockholm" gekennzeichnet haben.

322 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.843)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit gelesen und ich erinnere mich noch heute explizit an so manch eine Szene direkt ohne noch einmal das Buch dafür lesen zu müssen. Solch einen großen Eindruck hat das Werk auf mich gemacht.

    Zudem habe ich wirklich mehrfach laut Auflachen müssen - etwas peinlich, wenn man in der Bahn hockt...aber mir war es egal. Unterhaltung für mich, komische Unterhaltung für die Passagiere. 

    Fazit: Für jeden, der gern lacht sehr, zu empfehlen, falls man es bisher nicht geschafft hat das Buch zu lesen. 

  2. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783802599453)
    Simona Ahrnstedt

    Die Erbin

     (425)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Natalia De la Grip hat sich trotz ihrer Privilegien ihren Erfolg als angesehene Unternehmensberaterin hart erarbeiten müssen. Als sie unterwartet von David Hammar – Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber – zum Lunch eingeladen wird, stellt sich trotz ihres Misstrauens eine überwaltigende Anziehungskraft zu dem jungen Schweden ein. Doch Natalia ist nur eine Spielfigur in Davids perfidem Plan, eine Rechnung mit ihrer Familie zu begleichen.


    Soviel zum Inhalt des Buches. Es klang wirklich spannend, obwohl ich mir zunächst gedacht hatte "Och nee, nicht schon wieder eine Liebesgeschichte über zwei reiche Menschen, die sich irgendwie finden" (mal ehrlich, warum sind es immer reiche Menschen? Warum nicht mal ganz normale, durchschnittliche Bürger?). Aber ich wollte dem Buch trotzdem eine Chance geben.


    Ich fand den Einstieg ins Buch sehr schwierig, irgendwie habe ich lange gebraucht, bevor ich mich in der Story zurechtgefunden habe. Aber selbst dann bin ich nicht richtig dringewesen, denn die Perspektiven der Charaktere wechsel immer wieder und das oftmals von einem zum nächsten Absatz, sodass es einen unvorbereitet trifft.


    Generell waren die meisten Charaktere auch allesamt irgendwie unsympathisch.

    Die Familie de la Grip war - selbst für eine Adelsfamilie - ein wenig zu überspitzt dargestellt. Dort wurde ja kaum eine Aussage getroffen, die nicht in irgendeiner Form frauenfeindlich, rassistisch oder von oben herab getroffen war. Und dann dieses ständige... Winseln nach Bestätigung, anders kann ich es gar nicht beschreiben.

    Natalie und David waren für mich beide einfach wandelnde Klischees. Diese beiden Charaktere, die immer so missverstanden von allen sind, sich so differenzieren, sich im Grunde genommen total unterscheiden, so attraktiv sind und natürlich sofort einen Draht zueinander haben und und und... Ich könnte hier endlos weitermachen.

    Natalie war mir definitiv oftmals zu ruhig (ich hätte mir gewünscht, dass sie wenigstens einmal den Mund aufmacht und jemanden anbrüllt) und David dagegen zu ungestüm, immer darauf bedacht irgendetwas oder irgendwen anderes als Begründung für seine Handlungen zu nutzen. Gut, ich fand seine Beweggründe für manche Sachen durchaus nachvollziehbar aber irgendwann ist er doch übers Ziel hinausgeschossen.


    Was den Input angeht, wurde es irgendwann auch zuviel des Guten. Es passiert plötzlich soviel, jeder Person passieren zig Sachen, sodass man den Überblick verliert, einige wichtige Themen werden einfach unter den Teppich gekehrt, weil sie ja schon "Jahre zurückliegen" und mittendrin dann auch noch ganz viel wirtschaftliches Fachgesimpel, das viele, die keine oder nur wenig Ahnung von Aktien, der Börse und Co. haben, nicht im geringsten verstehen würden.


    Insgesamt kann ich also nur sagen, die Idee war gut, aber die Umsetzung war weniger zufriedenstellend. Ich weiß noch nicht, ob ich mir die weiteren Teile anschaue.

  3. Cover des Buches Verschwörung (ISBN: 9783453269620)
    David Lagercrantz

    Verschwörung

     (264)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich habe mich sehr gefreut, dass die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson durch David Lagercrantz fortgesetzt werden sollte und war gespannt, ob dieser das Niveau halten und trotzdem seinen eigenen Stil einbringen kann. "Verschwörung" hat mir dann auch wirklich gut gefallen: Ich fand die Geschichte spannend und gut fortgesetzt, das Agieren der Protagonisten schlüssig zu ihrem Verhalten in den ersten drei Bänden und auch den Hauptstrang rund um ein Kind mit mathematischer Inselbegabung sehr lesenswert (und das, obwohl Zahlen sonst nicht so mein "Ding" sind).

  4. Cover des Buches After Work (ISBN: 9783736305595)
    Simona Ahrnstedt

    After Work

     (287)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Vom Klappentext ausgehend erwartet man eine genretypische Liebesgeschichte. Doch es soll anders kommen, denn die Autorin stellt mal kein dummes Size-Zero-Frauchen in den Mittelpunkt, sondern eine intelligente Frau, die etwas mehr Pfunde mit sich herumträgt. Allerdings passt das Cover dann nicht völlig zu Lexia, da es wieder dem „Standard“ entspricht, und macht es schwer, sie sich vorzustellen - ist sie nur etwas molliger oder adipös?

    Lexia weiß in vielerlei Hinsicht, was sie möchte und setzt sich dafür ein, insbesondere hat sie sich dem Trend Body Positivity verschrieben. Allerdings hadert sie an vielen Stellen wiederum mit ihrem Gewicht, bringt es so auch zu oft als Thema, und macht ihre Stärken durch Selbstzweifel und Lamentieren kaputt. Auch dass sie sich nicht von der Clique, die sie seit Jahren mobbt, trennt und ihnen z. B. auf Social Media entfolgt, macht sie für mich zu widersprüchlich und schwer greifbar.

    Ähnlich geht es mir mit Adam. Er entspricht dem Klischee, sexy Aussehen, erfolgreich, ein Macher, dem die Welt zu Füßen liegt. Zwar bekommt auch er eine düstere Vergangenheit verpasst, die vermutlich erklären soll, weshalb seine Stimmungen so schnell wechseln von warmherzig und fürsorglich zu eiskalt und arrogant. Doch fehlt mir dabei die Verbindung und Entwicklung von dem unsicheren kleinen Jungen, der noch in ihm zu stecken scheint, und dem geradlinigen Erfolgsmenschen, als der er jetzt rüberkommt. „Denn er hatte eine Schwäche für Kurven“ – nur seltsam, dass seine Ex ein Model war/ist, ist auch so ein Widerspruch.

    Eigentlich eine schöne Geschichte, die aus neutraler Sicht abwechselnd in den Perspektiven von Lexia und Adam erzählt wird und sich gut und flüssig lesen lässt. Das Beschäftigen mit aktuellen Themen wie Mobbing, Body Positivity, Sexismus oder überholten Rollenbildern kommt in solchen Romanen so gut wie nie vor, was definitiv ein Positivum ist, selbst wenn sie oft nur oberflächlich angerissen werden. Aber gerade diese Botschaften hätten am Ende auch dezenter rübergebracht werden können, denn das Finale fand ich too much.

    Ebenso gibt es Abzug für die vielen Wiederholungen gleicher Gedanken, oder wer wie aussieht oder wer wem verfallen ist. Dadurch hätten locker einige Seiten eingespart werden können.
    So kann ich mich gerade noch zu 4* durchringen.

  5. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof (ISBN: 9783548289960)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof

     (298)
    Aktuelle Rezension von: leonielinder

    Die Kulisse dieses Romans verdient sicherlich einen Pluspunkt: ein Gutshaus in Schweden - wunderschön!

    Wäre dieses Buch 300 statt 700 Seiten lang, dann hätte ich es vermutlich sehr gemocht. Die Grundstory war wirklich gut. ABER: die Protagonistin stellt sich selbst immer unendlich viele unnötige Fragen und es gibt Wiederholungen ohne Ende. Die Plottwists sind absolut vorhersehbar und wirken sehr gestellt. Deshalb habe ich mich leider nur gelangweilt und muss das Buch als Flop betiteln. 

  6. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.186)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  7. Cover des Buches Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind (ISBN: 9783570585627)
    Jonas Jonasson

    Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

     (184)
    Aktuelle Rezension von: NoraMariposa

    Die anderen beiden Romane des Autors habe ich bereits für einigen Jahren verschlungen und auch dieser Roman hat mich - nach ein paar Anlaufschwierigkeiten - wieder sehr zum Schmunzeln gebracht. Der Schreibstil des Autors ist besonders: der Humor und Witz des Erzählers, der alle Ereignisse trocken kommentiert ist herausragend. 

    In diesem Roman nimmt uns der Autor mit auf einen Roadtrip mit ganz besonderen Figuren: Einem Mörder, einer ehemaligen Pfarrerin und einem Rezeptionisten, der bisher noch nicht so genau wusste, was er mit seinem Leben eigentlich anfangen sollen. Das ungewöhnliche Trio erlebt einige Abenteuer und die Pfarrerin lässt sich gewitzt immer neue Ideen einfallen, um an Geld zu kommen. 

  8. Cover des Buches Aschenputtel (ISBN: 9783442375806)
    Kristina Ohlsson

    Aschenputtel

     (316)
    Aktuelle Rezension von: Xenia-Lynn

    ➾𝕽𝖊𝖟𝖊𝖓𝖘𝖎𝖔𝖓 

    „Aschenputtel“ von Kristina Ohlsson habe ich durch Empfehlungen und guten Rezensionen angefangen zu lesen. Nicht zuletzt auch, weil ich das Märchen mit dem gleichen Namen früher sehr gerne gemocht habe. Kleiner Spoiler, damit hat es fast überhaupt nichts zu tun.

    Aufgrund der Bewertung hinten auf dem Buch hatte ich ziemlich hohe Erwartungen. Verständlich, wenn behauptet wird, dass man gleich mit dem ersten Kapitel wüsste, woran man war. Dennoch haben mich die ersten 100 Seiten irgendwie enttäuscht. Ja, ich wusste, worum es in dem Fall geht, aber weder die Kindesentführung, noch die Anfänge der Ermittlungen haben mit nicht mitgerissen. Es war, grob gesagt, langweilig und schleppend. Es braucht lange, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und ich musste es mehrmals zur Seite legen und zu meinem anderen Buch greifen.  Aber irgendwann war dann dieser Schalter umgelegt ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Alles nahm Fahrt auf und ich kam dem Täter nach und nach immer näher. Zu mindest, dachte ich das. Durch ein paar Plottwists konnte ich meine gesamten Ermittlungen über den Haufen werfen. Aber das war nicht schlimm, es war sogar ziemlich gut und spannend! Innerhalb der nächsten 3 Tage hatte ich das Buch dann auch durch und war irgendwie ziemlich erleichtert danach…

    Was die Figuren angeht, bin ich mehr als zufrieden. Jeder hatte so seine eigenen Macken und war sauber konstruiert. Sie wirkten alle so menschlich und nicht bloß wie Figuren irgendeiner x-beliebigen Handlung. Besonders Frederika konnte ich nachvollziehen. Sich auf einen neuen Beruf einzustellen und muss schwierig sein. Besonders dann, wenn man vorher Beruf und Privatleben trennen musste, was in der Polizeiarbeit scheinbar genau andersherum funktioniert. Umso mehr hat es mich dann gefreut, als sie begonnen hat in ihrem Job aufzugehen und Feuer für den Fall gefangen hat.

    𝕱𝖆𝖟𝖎𝖙

    Es ist schwer in das Buch hineinzukommen und nicht am Anfang schon zu kapitulieren. Wenn man dann die ersten 100 bis 150 Seiten gelesen hat, hat sich das aber gelohnt und man will das Buch nicht mehr zur Seite legen, ehe man den Täter gefasst hat. Von mir bekommt „Aschenputtel“ 3,5 von 5 Sternen!

  9. Cover des Buches Glücksmädchen (ISBN: 9783548288444)
    Mikaela Bley

    Glücksmädchen

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Rotelfe

    Die Geschichte um die kleine achtjährige Lycke, die spurlos verschwindet und um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die über den Fall berichten soll und von einem schweren Schicksalsschlag aus ihrer Vergangenheit geprägt ist, versprach zunächst wirklich interessant zu werden...

    Leider weckt "Psychothriller" hier die falschen Erwartungen. Wer hier einen nervenaufreibenden schwedischen Thriller a la Stieg Larsson erwartet, der wird maßlos enttäuscht werden. Anstatt auf der Spannung liegt der Fokus der Geschichte viel eher auf Familiendrama, Liebe, Trennung... und ist sich da auch bei Klischees nicht zu schade: Klischees werden in dem Buch maßenhaft bedient. 

    Die Charaktere sind sehr flach und es fehlt der Zugang zu ihnen. Über die verschwundene Lycke beispielsweise erfährt man immer mal wieder ein paar Fakten nebenher, aber diese vereinzelten Fakten sind so nüchtern und sorgen daher nicht für eine Bindung zu ihr. Ähnlich ergeht es mir mit den anderen Charakteren. Sie wirken so stumpf und an manchen Stellen wirkt ihr Handeln und Denken nicht nachvollziehbar.

    Mich hat es gestört, dass die (und das ist mein persönlicher Geschmack) uninteressante Nebengeschichte zwischen Ellen und Jimmy manchmal sehr arg im Fokus liegt und viel Raum einnimmt. Die Stellen hätte ich beim Lesen gerne manchmal einfach übersprungen. 

    Viele "Twists" in der Geschichte sind sehr vorhersehbar, andere wiederum tauchen aus dem Nichts auf und sind nicht wirklich logisch oder gut durchdacht... eher so "gewollt und nicht gekonnt"-überraschend. 

    Die Atmosphäre in der Geschichte konnte mich leider nicht greifen. Zu keiner Zeit habe ich wirklich Spannung, Trauer oder Rührung gespührt. Selbst bei den vermeintlich "spannenden" Szenen wurde überhaupt keine Spannung erzeugt... Der Schreibstil der Autorin ist zudem sehr sehr seicht. Man merkt, dass es ihr Erstlingswerk ist.

    Aber ich möchte nicht nur nörgeln: bis zum Schluss war ich immerhin gespannt, was nun hinter dem Fall Lycke steckt und von der Auflösung war ich auch einigermaßen überrascht. Das möchte ich nicht leugnen. Sehr positiv sind mir auch die vereinzelten Versuche in der Geschichte aufgefallen, auf gesellschaftliche Probleme hinzudeuten.  

    Das Buch kann ich allen denjenigen nahelegen, die gerne durch seichte Lektüre stöbern und Interesse an Themen, wie Scheidungskonflikten, allgemein Familiendramen und Liebeskummer haben... für Thrillerfans ist dieses Buch eher nicht das Gelbeste vom Ei...













  10. Cover des Buches Krähenmädchen (ISBN: 9783442484942)
    Erik Axl Sund

    Krähenmädchen

     (837)
    Aktuelle Rezension von: Lesekerstin

    Von der Idee und dem Hintergrund der Geschichte finde ich es schon interessant, allerdings hab ich mich trotzdem durch das Buch gequält. Ich weiß nicht ob es am Schreibstil lag oder woran es lag... zum Schluss bin ich nur noch über die Seiten geflogen um das Ende zu lesen... leider hat es mich nicht gepackt... so das ich die anderen beiden Bände wohl nicht mehr lesen werde, schade!

  11. Cover des Buches Die Toten, die niemand vermisst (ISBN: 9783499266614)
    Michael Hjorth

    Die Toten, die niemand vermisst

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Als eine Wanderin auf einer Tour abstürzt entdeckt diese an der Absturzstelle eine menschliche Hand. Als die Polizei das Gelände erkundet kommen sechs Leichen zum Vorschein. Zur Unterstützung wird das Team um Sebastian Bergmann aus Stockholm dem Fall zugeordnet. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und Probleme belasten das Ermittlerteam, allen voran die persönlichen Probleme von Sebastian Bergmann. Alle Erkenntnisse zu den Toten kommen nur sehr sporadisch, da diese scheinbar niemand vermisste. Als das Team dann endlich erste Erfolge verbuchen konnte schaltet sich der schwedische Geheimdienst in den Fall ein und es scheint, dass alles vertuscht werden soll. Sebastian Bergmann und sein Team ermitteln jedoch weiter und es gelingt die Aufdeckung und Lösung des Falls.

     

    Das Autorenduo schafft einen weiteren, spannenden Fall um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann. Gekonnt wird eine spannende Handlung erzählt, die dieses Mal jedoch nicht ganz überzeugt, da zu viele Geheimnisse eingewoben werden. Dies setzt sich auch bei der Lösung des Falls fort, die nicht überzeugend gelingt. Für mich daher nur ein durchschnittlicher Skandinavien-Krimi.

  12. Cover des Buches Nur noch ein bisschen Glück (ISBN: 9783864931505)
    Simona Ahrnstedt

    Nur noch ein bisschen Glück

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Susanna_Schober

    Als Stella - ein Großstadtmädchen, im kleinen Örtchen Laholm landet, ist sie erstmals erschlagen von der Stille um sich herum. So schnell wie nur möglich will sie das Haus, das sie geerbt hat verkaufen und wieder abhauen. Dabei hat sie aber die Rechnung ohne ihren 'Nachbarn' gemacht, der ihr nach und nach immer mehr und mehr unter die Haut geht ...

    'Nur noch ein bisschen Glück' war für mich ein süßer Roman für zwischendurch. Weder gab es großes Drama, noch war es irgendwie großartig spannend. Dennoch war die Geschichte eine Schöne und so habe ich sie mir bis Schluss (Hörbuch) angehört. Es ist eben ein Liebesroman, der mit einem niedlichen Happy End endet. (Sorry für den Spoiler.)

    Ich hätte mir vielleicht etwas mehr Spannung gewünscht, etwas mehr 'Nervenkitzel'. Aber auch so bereue ich die Zeit nicht, die ich mit diesem Roman verbracht habe :)

  13. Cover des Buches Tausendschön (ISBN: 9783442375813)
    Kristina Ohlsson

    Tausendschön

     (146)
    Aktuelle Rezension von: glueckswinkel

    Der Einstieg war eher langsam. Aber zum Glück hab ich durchgezogen, denn das Buch hat mich am Ende doch überrascht.

    Es sind so viele Fäden, die augenscheinlich zusammenhängen. Es geht um Flüchtlingsschmuggel, um eine Kirchengemeinde, Nazis und zerrüttete Familien.

    Aber all diese Dinge fließen so gleichmäßig an das Buch, gekonnt und nicht zu aufgesetzt.

    Das Buch ist aus verschiedenen Ansichten geschrieben, wobei einige Passagen natürlich wieder spannender gehalten werden als andere.

    Wie genau die Fäden zusammenhängen und wer hier wirklich wen täuscht, war am Ende wirklich sehr verblüffend. Diese ganze geplante Rache, diese ganze Wut, die in einer einzigen Person steckt, war sehr bedrückend.

  14. Cover des Buches Das Antiquariat der Träume (ISBN: 9783423219310)
    Lars Simon

    Das Antiquariat der Träume

     (99)
    Aktuelle Rezension von: kabrakiel

    Johan Andersson betreibt ein Antiquariat mit einem Literaturcafé auf dem Lande. Nach einem Fährunglück hat er seine Arbeit in einem renomierten Verlag aufgegeben und sich aufs Land zurückgezogen. Bei dem Schiffsunglück hat er Lina verloren. Die Frau, die trotz ihrer kurzen Bekanntschaft, die Liebe seines Lebens ist. Er kann die Hoffnung nicht aufgeben, dass sie das Unglück doch überlebt hat und nicht in der Ostsee ertrunken ist und so durchkämmt er ganz Schweden nach einer Lina Berglund, von der sich keine Spur findet. Zweifel kommen auf, ob es sie überhaupt gegeben hat? Oder ob sie ihn vielleicht belogen hat? Trotz gewisser Zweifel, kann er nicht aufgeben. Unterstützung, aber auch Hinderung, erfährt er durch seine literarischen Lieblingsfiguren, die er seit dem Unglück sehen kann und mit denen er rege Gespräche führt. William von Baskerville, Sherlock Holmes und Pippi Langstrumpf sind so mit von der Partie und das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland. Dann ist da noch die Geschichte mit einem geheiminsvollen Buch, das eigentlich auf dem Grund der Ostsee liegen sollte, aber doch wieder auftaucht.

    Soviel zum Inhalt. Die Idee ist auch wirklich gut und hat mich sehr angesprochen. Streckenweise nahm mich die Geschichte auch gefangen, aber eben nur streckenweise. Leider ist das Bedauern darüber, wieivel der Autor an Möglichkeiten verschenkt hat größer als die Freude an diesem Buch. Weder der Protagonist noch die literarischen Figuren kommen richtig zum Glänzen. Es gibt immer mal ein Aufflackern von Witz und Originalität, doch da wäre wahrlich mehr drinnen gewesen. Leider ist die Geschichte auch, bis auf wenige Ausnahmen recht vorhersehbar. Besonders der Stockholmbesuch hätte deutlich mehr Sorgfalt und Feinarbeit vertragen können. Schade drum.

  15. Cover des Buches Die Frauen, die er kannte (ISBN: 9783499256714)
    Michael Hjorth

    Die Frauen, die er kannte

     (411)
    Aktuelle Rezension von: glueckswinkel
    Im zweiten Band der Sebastian Bergmann Reihe dreht sich alles um ihn. Besser gesagt um Frauen, mit denen Sebastian ein Verhältnis hatte und da er kein Kind von Traurigkeit ist, ist das leider eine ganze Menge.

    Las ob das nicht schon schlimm genug ist, mach sich noch irgendein Wahnsinniger daran, seine Verflossenen brutal zu ermorden.
    Da Sebastian erst wieder zu spät in die Ermittlungen hineingerät, ist es fast schon zu spät.
    Nur Sebastian sieht die Verbindung zu dem Serienmörder Hinde, dieser sitzt dank ihm lebenslänglich hinter Gittern. 

    Obwohl Sebastian mit unter, der unsympathischste Charakter ist, den ich je begleiten durfte, versucht er einige Frauen zu kontaktieren und zu warnen, leider hat er dabei nur mäßigen Erfolg.

    Es beginnt ein perfides Katz und Maus Spiel.
    Spannung erhält das Buch durch den Täter, da dieser Sebastian schon einige Monate lang verfolgt.

    Mir hat hier definitiv noch das gewisse Etwas gefehlt.
    Ich bin auf den nächsten band gespannt. Billy hat nämlich eine Entdeckung gemacht, die eigentlich klar sein sollte. So als Polizist... Aber mal sehen, wie lange er braucht, um drauf zukommen.


  16. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.532)
    Aktuelle Rezension von: SonjaDeborahEisele

    Gute Geschichte!

  17. Cover des Buches Das Mädchen, das verstummte (ISBN: 9783499266621)
    Michael Hjorth

    Das Mädchen, das verstummte

     (229)
    Aktuelle Rezension von: mapefue

    Vier Tote, davon zwei Kinder, faustgroße Einschusslöcher – so beginnen skandinavische Krimis, nicht alle, aber viele.
     Die fünfte Person, die 10jährige Nicole, die im Haus die Tat mitbekommen hat und wahrscheinlich den Täter gesehen hat, ist verschwunden.

    „Dass sie nichts gesehen hatte, musste nicht bedeuten, dass sie IHN nicht gesehen hatte,“ denkt der Mörder.

    Amüsant, aber mit der Häufung enervierend, die kleinen Animositäten zwischen den Mitgliedern der Reichsmordkommission, deren persönlichen Befindlichkeiten und einem paranoiden Sadisten mit Freude am Töten. Es sind auch bei der Polizei nicht alle normal.

    Da ist er wieder, der Konflikt zwischen Vanja und ihrer Mutter und ihrem Ziehvater Valdemar und die selbstzerstörerische Fixierung von Valdemar auf Vanja; man hat ihr den leiblichen Vater verschwiegen. Auch Sebastian hat einen starken Fokus auf Vanja. 

    Verstehe die Aufregung der Kollegen von Sebastian nicht über die Vielzahl seiner sexuellen Kontakte mit Frauen. Schließlich waren sie alle volljährig und im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte und jeder Geschlechtsverkehr ging im Rahmen des Einwilligungsgesetzes zur Zustimmung beim Sex vor sich: „…bei dem beide Partner ausdrücklich und klar erkennbar dem Geschlechtsverkehr zustimmen müssen …“, zumindest ist uns nichts Gegenteiliges bekannt.

    Mit Billy haben die Autoren einen ganz besonders unsympathischen Charakter geschaffen. Er hat nicht nur eine sadistische Freude am Töten, gleich ob es Katzen oder Menschen sind, spioniert den eigenen Kollegen nach; dieser Psychopath bringt es nicht fertig, sich von My zu trennen, dafür steht er auf seine Kollegin Jennifer mehr als auf seine Braut.

    Etwas viel sentimentales Rumgesülze von Sebastian mit seiner Ersatzfamilie, irgendwie müssen die fast 600 Seiten zusammenkommen.

    Ja, ja eine Krimihandlung gibt es auch noch mit Einblick in die schwedische Politik: Was macht ein Bergbauunternehmen, wenn es eine Mine ausbeuten will, dafür fünf Grundstücke braucht und nur vier Eigentümer verkaufen? Nicht dass sie jetzt glauben das Unternehmen schickt einen Killer los, nein wir sind in Schweden. Es wartet, den „Geld korrumpiert.“ Warum der Titel „Das Mädchen, das verstummte“? Weil das Mädchen nicht spricht, sondern nur zeichnet und dafür braucht man den Psychologen Sebastian.

    Ich habe alle 6 Bände der Sebastian Bergman-Reihe gelesen, zwar nicht der Reihe nach und war am Anfang begeistert, doch dieser Band hat mich genervt.

  18. Cover des Buches Der Mörder und das Mädchen (ISBN: 9783352008931)
    Sofie Sarenbrant

    Der Mörder und das Mädchen

     (102)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Cornelia freut sich, noch einen Tag, dann kann sie dem Martyrium ein Ende setzten. In einem Tag zieht sie mit Astrid, ihrer sechsjährigen Tochter aus dem Haus aus, sie hofft, nie wieder etwas von ihrem gewalttätigen Mann zu sehen oder zu hören. Am morgen jedoch finden sie Hans tot auf. Emma Sköld, hochschwanger und sehr ehrgeizig übernimmt den Fall... 

    Ein gut geschriebener Krimi (für Thriller hat es mir schlicht zu wenig Spannung drin). Sehr viel Emotion, Ermittlung und kaum Spannungsbogen machen es ab und an mühsam, weiter zu lesen. Der Suchtfaktor fehlt einfach.

    Fazit: Ein guter erst-Krimi der Autorin. Ab und an fehlte mir einfach der hohe Spannungsbogen. Es ist ein solides Werk, das mich nicht ganz umhauen konnte, auch das Ende etwas zu offen - jedoch ein gutes erstlingswerk das Potential für mehr hat...

  19. Cover des Buches Die Springflut (ISBN: 9783442748204)
    Cilla Börjlind

    Die Springflut

     (188)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    In einer vorherigen Rezension steht: "Schreiben können sie ja. Aber erzählen?" Ich kann mich diesem Urteil nur anschließen. Das Autorenduo  gehört laut Zusatz zum Klappentext zu den berühmtesten von Schweden; Schwerpunkt bisher: Drehbücher. Ich wurde während des Lesens das Gefühl nicht los, dass die beiden vorrangig auf spektakuläre Bilder setzen, weniger auf die glaubhafte (!) Ausschmückung der Charaktere. 

    So beginnt das Buch mit einer spektakulären Szene: eine Schwangere wird in Sand eingegraben und von der herannahenden Springflut ertränkt, und das am einsamen Strand einer abgelegenen Insel. Nur ein kleiner Junge ist Zeuge dieser Szene. Der Fall wird nicht aufgeklärt. 23 Jahre später wagt sich eine Polizeischülerin an diesen "Cold Case" heran, trifft bewusst oder zufällig auf allerlei merkwürdige und relevante Persönlichkeiten und führt die Ermittler mit Hilfe eines obdachlosen Ex-Polizisten zum Mörder. Zufällig, rein zufällig, offenbart sich für die Polizeischülerin dann noch ein tiefgreifender, persönlicher Zusammenhang zu diesem nun aufgeklärten Fall.


    Ich habe drei Bände der Krimi-Reihe um die Polizeianwärterin Olivia geschenkt bekommen; dies war der erste.  Leider las er sich zäh wie Kaugummi; ich habe gut einen Monat für dieses Buch gebraucht und erst das letzte Zehntel des Buches war für mich spannend. Die Vielzahl der eingeführten Personen war teilweise verwirrend, genauso wie die diversen Handlungsstränge. Plausibel und nachvollziehbar war das alles nicht immer. Ohne 1001 Zufälle wäre sowieso keine Geschichte zu Stande gekommen. Das traurigste an diesem Buch war jedoch leider, dass kein einziger Charakter wirklich sympathisch war, am allerwenigsten die selbstherrliche, schroffe Olivia.


    Zuletzt möchte ich noch feststellen, dass der grausame Tod der Katze für die Geschichte völlig irrelevant und auch unnötig ist. Irgendwer von den beiden Autoren hat sich da schriftstellerisch wohl gerne ausgetobt.

    Ich kann nur hoffen, dass die anderen beiden Bände etwas schwungvoller und realitätsnäher sind.

  20. Cover des Buches Papierjunge (ISBN: 9783809026402)
    Kristina Ohlsson

    Papierjunge

     (100)
    Aktuelle Rezension von: katy_and_her_books

    Mein zweites Buch dieser Autorin und auch dieses Mal gelungen. Ich fand das Nuch spannend und gut aufgebaut. Die Ermittlungen laufen in verschiedene Richtungen und enthüllen nach und nach immer mehr Geheimnisse. Und nicht aufmale davon wäre man Von Anfang an gekommen. Mir hat es gut gefallen und ich werde bestimmt auch wieder ein Buch dieser Autorin lesen.

    euch ganz viel Spaß.


    Eure Katy

  21. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.296)
    Aktuelle Rezension von: juliakerscher

    In Vergebung wird die Geschichte, die im zweiten Teil begonnen hat, fortgesetzt. Der erste Teil ist ziemlich langsam, was aber nicht schlecht sein muss. Es kommt ganz darauf an, was der Leser bevorzugt. Für meinen Geschmack war es manchmal ein bisschen langatmig, aber nicht so sehr, dass es mich groß gestört hätte. 

    Ein toller Abschluss der Trilogie! 


  22. Cover des Buches Die Menschen, die es nicht verdienen (ISBN: 9783499271083)
    Michael Hjorth

    Die Menschen, die es nicht verdienen

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Dieses ist nun der 5. Teil der sebastian Bergmann Reihe. Der Fall, den die Reichsmordabteilung diesmal aufzuklären hat, hat mir sehr gut gefallen. Der Serientäter wurde gut dargestellt und zwischen ihm und Sebastian Bergmann beginnt ein Katz und Maus Spiel. Das Ende war sehr dramatisch und leider hört das Buch auch wieder mit einem Cliffhänger auf. Sebastian Bergmann ist immer noch ein Scheusal, jedoch finde ich ihn auch faszienierend. Auch von den anderen Reichsmordkommissaren erfahren wir viel privates, was viele Wendungen mit sich bringt. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil.

  23. Cover des Buches Die Engelmacherin (ISBN: 9783471350843)
    Camilla Läckberg

    Die Engelmacherin

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Perserkatze

    Im alten Schulhaus auf der Insel Valö wird ein Mordanschlag auf die junge Ebba Stark verübt. Kommissar Patrik Hedström vernimmt die verstörte Frau, die gerade erst nach Fjällbacka zurückgekehrt ist, um den tragischen Tod ihres kleinen Sohnes zu verkraften. Die Schriftstellerin Erika Falk, Patricks Frau vermutet einen Zusammenhang zwischen den Anschlag auf Ebba und der Geschichte ihrer Eltern. Die Elvanders verschwanden Ostern 1974 ohne jede Spur. Sollten diese unerklärte Fall der Grund für den Mordversuch gewesen sein?

     

    Die Geschichte spielt Teils in der Vergangenheit teils in der Gegenwart. Nach und nach erfährt der Leser die Zusammenhänge die durch die laufenden Cliffhanger begleitet werden. Es bleibt einem sozusagen nichts anderes übrig als weiter zu lesen, dass mir um ehrlich zu sein echt schwergefallen ist obwohl ich die Bücher der Autorin wirklich gerne lese.

    Es haben einfach zu viele unterschiedliche Personen am Lösung des Falls gearbeitet und zu viele haben ein Geheimnis und versuchen es zu bewahren. Immer wieder kommen Kapitel die nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben und Figuren deren Handlungen für mich keinen Sinn ergeben und total unverständlich waren. Zum Schluss wird der Fall zwar gelöst aber wer hinter diesen Anschlägen steckt und der Grund dafür hat mich überrascht und hätte ich so nicht erwartet.

    Ein für sich ist die Geschichte nicht schlecht wenn man sie nach den Sprachlichen Gegebenheiten beurteilt. Sie ist fließend und teilweise herrscht in Kapiteln die sich in der Vergangenheit abspielen eine derbe und harte Ausdruckweise die jedoch für diese Zeit absolut passend ist. Doch trotz dieser positiven Aspekte hat mich die Geschichte einfach nicht überzeugt. Deswegen leider nur 3 Sterne.

  24. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Ein paar Worte der Einleitung... 

    Ich finde es immer etwas schwierig, Bücher zu bewerten, die als solche nie geplant waren. Bücher, die im Grunde Quellen darstellen. Bücher, die eigene Gedanken wiederspiegeln. Bücher, die bestimmte Ereignisse dokumentieren. Bücher, also Tagebücher, deren Inhalt nicht für eine breite Öffentlichkeit gedacht war. Tagebücher spiegeln unsere Gedanken, innersten Ängste, unsere Freude, unseren Zwiespalt wieder und zeigen ein sehr persönliches Bild von einer Person, die man vermeintlich zu kennen scheint, die sich aber in solchen persönlichen Aufzeichnungen, durchaus anders darstellt, als man vermutet. 

    Das führt mich zu Astrid Lindgrens Tagebüchern aus den Kriegsjahren 1939 bis 1945. Wir lernen eine Lindgren kennen, die noch keine Autorin ist. Eine junge Frau mit Kindern, einem Ehemann, die sich durch die Kriegsjahre schlägt und so genau - wie es für sie möglich war - versucht zu verstehen, zu begreifen und zu dokumentieren. Wir lesen von den uns allseits bekannten Kriegsereignissen: dem Überfall auf Polen, den Russlandfeldzug, Mussolini Treiben in Italien, Rommels Kampagne in Afrika, den (manchmal längst vergessenen) Akteuren anderer Länder und von noch viel mehr. Lindgrens Tagebuch besticht zunächst durch eine gewisse Distanz zu diesen Ereignissen - was nicht verwundert - denn Schweden war nun einmal nie in den Krieg direkt involviert. Daher betrachtet Lindgren zwar genau, doch manchmal auch etwas unkritisch, ohne aber jemals ihr privilegiertes Leben in Stockholm zu vergessen.

    Besonders was die Rolle Russlands und Deutschlands angeht, ist sie stets zerrissen. Denn die Angst vor dem bolschewistischen Übergriff wiegt beinahe schwerer als jene vor den Nationalsozialisten und Schergen Hitlers. Das mutet aus heutiger Sicht merkwürdig an, war aber eben europäische Realität jener Zeit. Auch spannend und leider mal wieder bestätigt, wird klar, dass die Vernichtung der Juden und die Existenz von Konzentrationslagern eben kein Geheimnis war. Da Zeitungen immer wieder davon berichteten und Lindgren dieses in ihren Aufzeichnungen auch dokumentiert. Hinzu kommt dass sie einen anderen Zugriff auf Informationen hatte, weil sie in einer Briefkontrollstelle arbeitete und Briefe fremder Menschen lesen konnte, die nochmal ein sehr eindringliches Bild des Krieges zeichnen. Das nimmt Lindgren über die Jahre auch zunehmend mit. 

    Daneben werden aber auch persönliche Probleme deutlicher - die zwar selten direkt benannt werden - aber dennoch einen Blick auf den Mensch Lindgren erhaschen lassen.

    Einzige Kritik, sofern man ein Tagebuch kritisieren kann, ist der Aufbau. Mit Faksimiles wurden einige Seiten aus den Originaltagebücher wiedergegeben, deren Transkription und Übersetzung auf den folgenden Seiten erfolgte und für die es wiederum Querverweise im eigentliche Tagebuchtext gibt. Das ist zwar verständlich, doch ich fand den Aufbau etwas unsäglich, da man immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen wurde. Eine fortlaufende Reihung mit Faksimiles oder ein originalgetreue Nachbildung des Tagebuchs wären da sicher praktischer gewesen. Dafür gibt es einen Stern Abzug.

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, lest dieses und andere Tagebücher jener Zeit, um nicht zu vergessen.

    Fazit: Lesenswert!


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