Bücher mit dem Tag "st.petersburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "st.petersburg" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Der Winterpalast (ISBN: 9783458359708)
    Eva Stachniak

    Der Winterpalast

     (274)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Eine Geschichte des Aufstiegs Katharina der Großen. 

    Ein Meisterwerk voller Intrigen, Prunk und großen Gefühlen. Das waren meine Erwartungen an diesen historischen Roman.


    Eine Buchbindertochter die einen steinigen Weg in das Innere des Palastes gehen muss. Etwas Glück und gute Beziehungen machen sie zu einer Zunge...

    Warwara ist als Prota eine gute Wahl, um die Gepflogenheiten am Hofe darzustellen. Man blickt durch ihre Augen und fühlt sich schon von Anfang an in sie hinein. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen sind oft gut nachvollziehbar.

    Insbesondere was es bedeutet eine Frau zu sein, während es doch den Männern vorbehalten bleibt die wichtigen Rollen zu spielen. Denn schnell wird Warwara, als auch dem Leser klar: Es ist leicht austauschbar zu sein. Und als Frau hat man nicht den selben Stand, wie ein Mann. Ganz gleich, dass das Oberhaupt nunmal eine Frau (Kaiserin Elizabeth) ist. 

    Genau deswegen freut, trauert und ärgert man sich oft mit Warwara mit. 

    Als Prota ist sie gut gelungen, sie ist schlau, schlagfertig und eine gute Freundin. 

    Fraglich ist jedoch, dass gerade eine solch kluge Frau am Ende erst merkt, wie austauschbar sie ist und nicht im geringsten das, was sie denkt zu sein. Entgegen ihrer Gerissenheit ist so dich kindlich naiv was eine Sache angeht und dies hat mich bis zum Schluss ganz arg gestört und das Ende der Story für mich leider zerstört, da ich doch mehr erwartet hatte... 


    Durch den flüssigen aber doch etwas gehobeneren Schreibstil erhält man einen Eindruck der Stärke und des Stolzes des früheren Russland. Die Beschreibungen der Personen und Räumlichkeiten sind äußerst anschauungsvoll. Man bekommt das Gefühl durch den Winterpalast zu wandern, was ich persönlich an Büchern sehr zu schätzen weiß, denn darin liegt wohl auch ein gewisser Zauber. 

    Die anderen Charaktere werden ebenfalls gut beschrieben und es fällt bei dem einen oder anderen leicht ihn zu lieben oder aber auch zu hassen. 


    Was für mich etwas zu kurz kam war tatsächlich der Hauptgrund, weshalb ich das Buch überhaupt gelesen habe: Katharina die Große. 

    War der Anfang vielversprechend, so wurde ich doch mehr und mehr enttäuscht. 

    Natürlich war bereits zu Beginn klar, dass sie nicht die Prota sein wird, dennoch wäre etwas mehr Nähe und mehr ihres eigentlichen Aufstiegs mitsamt einer spürbaren charakterlich Entwicklung schön gewesen. Auf den ersten 400 Seiten hatte ich das Gefühl, sie ist ein verschüchtertes, aber strebsames Mädchen, was sich versucht zu integrieren und dennoch nicht zu sehr aufzufallen. Danach kommt für circa 50 Seiten ein Aufbäumen, was jedoch leicht unübersichtlich und nicht gut durchdacht schien und danach war sie einfach nur unsympathisch. Nicht das, was der Klappen Text genau erwarten lies. 


    Schlussendlich ein nettes Buch zur Unterhaltung zwischendurch, solange man ein wenig Interesse an russischer Geschichte und Kultur hat, ansonsten aber auch nicht schlimm, wenn man es nicht vorhat zu lesen. 


  2. Cover des Buches Stadt der Diebe (ISBN: 9783453407152)
    David Benioff

    Stadt der Diebe

     (619)
    Aktuelle Rezension von: iGirl

    Lew und Kolja sind nicht einfach so Freunde, nein, die Freundschaft entsteht heraus aus der Angst vor ihrer eigenen Hinrichtung. Der Plünderer Lew und der Deserteur Kolja erhalten die Chance zu überleben, wenn sie dem Chef des Geheimdienstes eine schier unmögliche Aufgabe erfüllen: 1942, mitten im belagerten Leningrad, das von Hunger und Tod gebeutelt ist, sollen sie ihm ein Dutzend Eier für die Hochzeitsfeier seiner Tochter auftreiben. Lew ist kein Kämpfer, sondern eher intellektuell geprägt, wohingegen Kolja mit seiner soldatischer Vergangenheit, hinter jedem Mädchenrock her und ein wahrhaft unerschrockenes Organisationstalent ist. Die Aussicht auf das Überleben schweißt die beiden jungen Männer zusammen und sie gehen auf ihre schier unlösbare, grausame Mission.

    Fast unmöglich scheint es, dass, neben all dem kriegsbedingten Irrsinn, den Grausamkeiten, dem ständigen Hunger und der Hoffnungslosigkeit, Raum bleibt für Ironie und Komik. Und doch gelingt es dem Autor, David Benioff, eine bildgewaltige, lebendige Geschichte, aus der Ich-Perspektive Lews, zu erzählen, die von witzigen Dialogen durchzogen ist. An vielen Stellen schien es mir, als Lesende, fast rücksichtslos, anhand des allgegenwärtigen Grauens zu lachen - und doch macht der subtile Humor den Horror und die Exzesse des Krieges erträglich und es gelingt die Hoffnung auf ein gutes Ende aufrecht zu erhalten, was wahrlich nicht leicht gemacht wird. Geschildert anhand von winzigen Ereignissen schwebt über allem die Basis des Menschseins: die Menschlichkeit, die Freundschaft, die Gemeinsamkeit, die Hilfsbereitschaft und auch ein wenig die Liebe. Und dennoch bleibt es uns, als Lesende, nicht erspart, verfolgt von Angst, gemeinsam mit den Protagonisten, durch diese rasende Geschichte gejagt zu werden. Zeit zum Verharren, Verschnaufen bleibt nicht.

    Mein Fazit: Ich hätte etwas verpasst, wenn ich dieses rastlose Buch nicht gelesen hätte!

  3. Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)
    Sven Michaelsen

    Schuld und Sühne

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Hier haben wir mal wieder ein Exemplar der 99 Bücher, die man gelesen haben sollte (ich arbeite mich seit einiger Zeit durch dieses Rubbelposter). Und ja, es hatte natürlich keiner gesagt, dass es einfach wird. Aber im Vergleich zu anderen Klassikern konnte mich "Schuld und Sühne" mit seinem moralisch- psychologischen Ansatz irgendwie so gar nicht packen. Es ist wahrscheinlich ein Frevel, aber für mich war das nichtssagend.

  4. Cover des Buches Das Haus zur besonderen Verwendung (ISBN: 9783492272650)
    John Boyne

    Das Haus zur besonderen Verwendung

     (169)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Mit gerade einmal siebzehn Jahren, wird der junge Georgi, nach einem Zwischenfall in seinem Heimatdorf, an den Hof des Zaren nach Sankt Petersburg gerufen. Er soll als Leibwächter des einzigen Sohnes des Zares dienen. Georgi trifft hier auch die schöne Anastasia und die beiden verlieben sich ineinander. Noch ahnen die beiden nicht, das diese Liebe auf eine harte Probe gestellt wird und welches Schicksal die beiden erwartet...

    Mit diesem Buch beweist John Boyne einmal mehr, dass er ein wunderbarer Autor ist. Der historische Roman, der das Leben der letzten Zarenfamilie aus der Sicht eines jungen Leibwächters beschreibt, kann mit viel Liebe zum Detail, Gefühl und wunderbarer Wortwahl punkten. 

    Auch die Charakterdarstellung der verschiedenen Personen ist ihm wieder wunderbar gelungen, sodass man schnell in die Geschichte eintauchen kann und gebannt den Ereignissen folgt, die hier beschrieben werden. 
    Jeder seiner Protagonisten ist mit viel Liebe gestaltet und wirkt rasch sympathisch, da viele Emotionen mit in die Beschreibung eingeflossen sind. Man möchte zusammen mit dem Protagonisten lachen, weinen und leiden. 

    Dieser fesselnde und schöne Erzählstil setzt sich auch bei den Landschaftsbeschreibungen fort. Die Örtlichkeiten sind detailliert und ansprechend zu Papier gebracht worden, sodass die Umgebung wunderbar bildhaft wirkt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. 

    Meine Bewertung fällt daher wie zu erwarten sehr gut aus. Ich bin wieder einmal begeistert, von dem eingängigen, fesselnden Schreibstil des Autors, den man schnell lesen kann, ohne den Zugang zur Handlung zu verlieren. 
    "Das Haus zu besonderen Verwendung" ist für mich eine Empfehlung wert!


  5. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

     (1.049)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein opulentes Stück Weltliteratur, das Leo Tolstoi mit seiner „Anna Karenina“ geschaffen hat. Und trotz der vielen Seiten, mit denen dieser Roman aufwartet, las er sich doch recht zügig.

    Streng genommen sollte das Buch nicht nur Anna Karenina heißen, geht es doch um zwei verschiedene Frauen, zwischen deren Leben die Handlung hin und herspringt. Kitty heißt das andere junge Mädchen, deren Leben und Leiden der Leser begleitet.

    Als Anna Karenina Alexej Wronskij kennenlernt, ist es um beide geschehen. Sie wird zur bekanntesten Ehebrecherin in der Weltliteratur. Doch das Leben ist nicht leicht im Russland der Zarenzeit. Frauen sind ohne ihre Männer nichts, haben keine Rechte und quasi keine Daseinsberechtigung. Sie erhalten „Taschengeld“ von ihren Ehemännern, um sich oder ihren Kindern etwas kaufen zu können. Auch haben sie keinerlei Rechte auf ihre eigenen Kinder, wenn es zum Ehebruch kommt. Und so leidet Anna einerseits unter dem Fehlen ihres Sohnes, andererseits unter ihrem verlorenen Leben. Doch solange Wronskij da ist, ist alles gut.

    Kitty hingegen lehnt den Heiratsantrag eines ihr lieben Menschen ab, da ihre Mutter eine bessere Partie vorgesehen hat, aus der dann jedoch nichts wird. Die Depression, in die das junge Mädchen stürzt, begleitet sie dann ihr weiteres Leben. Doch vielleicht ist noch eine Änderung der Lebensumstände möglich.

    Ein großes Werk, das wirklich nur ein paar kleinere Szenen hat, auf die man getrost verzichten könnte. Das Leben zur Zarenzeit wird wirklich sehr gut dargestellt und das Leben der Frauen authentisch erzählt.

    Mir tun sie vor allem Leid. Sie sind nichts, sie haben nichts und müssen es dann auch noch über sich ergehen lassen, dass das Fremdgehen ihrer Männer Normalität ist. Ich bin froh, selbst nicht in dieser Zeit in diesem Land leben zu müssen.

    Was ich als Manko herausstelle, sind die ganzen gefühlsduseligen und hysterischen Frauen. Klar, Tolstoi war ein Mann, aber offenbar stand seine Meinung über Frauen auch nicht gerade hoch im Kurs. Immer wieder schreiben, heulen und ewige Tränen. Als Alternative geht nur der Glanz in jedermanns Augen... Das fand ich etwas nervig, zumal Tolstoi dies inflationär eingesetzt hat. Und das, obwohl es fast nur prächtige und vorzügliche Menschen in diesem Roman gab.

    Dennoch: eine gute Geschichte, die man vielleicht einfach einmal im Leben lesen haben sollte. Ich werde Tolstoi auf jeden Fall noch mindestens ein Buch geben.

  6. Cover des Buches Fandorin (ISBN: 9783866152434)
    Boris Akunin

    Fandorin

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Russland 1876 Erast Fandorin beginnt seine Ermittlerkarriere eigentlich recht ruhig als Schriftführer. Bald schon erkennen seine Vorgesetzten das ermittlerische Talent in ihm und er darf sich in der Sache eines merkwürdigen Selbstmordes umhören. Bald schon befindet er sich mitten in der Welt des Verbrechens... 

    Meine Meinung: Ich habe ein bisschen gebraucht um mich zurecht zu finden, natürlich bin ich auch immer wieder über die russischen Namen gestolpert. Die ganze Ermittlung gestaltet sich am Anfang sehr ruhig und nimmt erst langsam Fahrt auf. Sehr schnell überschlagen sich dann aber die Ereignisse und ich hatte oft Mühe den Gedankengängen des Fandorin zu folgen bzw. diese nachzuvollziehen. Die Informationen für den Leser hätten ruhig umfangereicher und detailliertet sein können. Das Buch war auch eher Spionageroman als Krimi (den ich mir eigentlich erwartet hatte). Es gab sehr viele Wendungen, was der Spannung zwar zuträglich war, die Geschichte aber dann doch sehr unglaubwürdig wirken ließen. 

    Fandorin als junger Ermittler hat mir gut gefallen - eindeutig ein Pluspunkt. Schlau, mutig, einfallsreich und doch vor der ein oder anderen Dummheit nicht gefeiht, blieb er mir in guter Erinnerung. Andere Personen wurden zwar beschrieben, bekamen aber kaum Tiefe und blieben oft nur Klischeè - schade. Etwas enttäuscht war ich auch von der Auflösung des Falls... 

    Eindeutig angesprochen hat mich das Cover (16. Auflage 2021, Aufbau Taschenbuch), passend zum Inhalt und ein wahrer Blickfang. 

    Fazit: Für mich kein Muss - ich hatte mehr erwartet. 

  7. Cover des Buches Der Mann aus St. Petersburg (ISBN: 9783404105311)
    Ken Follett

    Der Mann aus St. Petersburg

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Molks
    Wieder ein Spionage-Thriller von Follett, der mal wieder richtig gut ist. Follett verbindet eine spannende Geschichte mit fundiertem Hintergrundwissen zu einem spannenden Roman, den man nur unschwer aus den Händen legen kann.
  8. Cover des Buches Chaos (ISBN: 9783644043817)
    David Mitchell

    Chaos

     (61)
    Aktuelle Rezension von: MariaAlexandra
    Wenn ich Chaos damals gelesen hätte, als der Episodenroman schienen ist, hätte ich mich gefragt, was nach so einem grandiosen Debüt noch kommen soll. Die Ideen, die der Autor aufgreift, sind bemerkenswert frisch, philosophisch und erzählerisch grandios ausgearbeitet. Unter anderem spielen mit: ein U-Bahn-Terrorist, ein Finanztyp, der einen Geist sieht, eine alte Frau, die die Wirren der Kulturrevolution in China durchlebt und mit einem Baum redet (der auch noch antwortet), eine russische Kunstdiebin, eine KI – und ein bisschen Quantenphysik ist auch dabei. Es ist schon ein kleines Wunder, dies alles logisch, nachvollziehbar und intelligent unter einen Hut zu bringen.
    Besonders die Charakterzeichung der Kunstdiebin hat mich nachhaltig beeindruckt. Nachdem auch dieses Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt wird, ist so etwas ja wirklich schwer – am Anfang glaubt man ihr alles, was sie über sich selbst erzählt und dann blättert so langsam der Lack ... So meint man am Ende des Kapitels die Protagonistin besser zu kennen als sie sich selbst.
    Und wenn man vorher schon den Wolkenatlas gelesen hat, dann trifft man wieder auf „alte Bekannte“. Chaos scheint ein „Spin-off“ zum Wolkenatlas zu sein.
    Mitchell ist damit wirklich ein Weltenerschaffer, der den Leser in ein durchaus mögliches und keineswegs absurdes Paralleluniversum mitnimmt. Und gerade bei Chaos fühle ich mich deswegen an Haruki Murakami erinnert – nur eben auf „Britisch“. Ich bin absolut entzückt!
  9. Cover des Buches Wo bitte geht's zum Meer? (ISBN: 9783453285439)
    Bettina Querfurth

    Wo bitte geht's zum Meer?

     (12)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Was für ein schönes Buch ! Ich kann mich zwar immer noch nicht dazu entschliessen, eine Kreuzfahrt zu buchen, aber so langsam nähere ich mich dem Thema doch…..

    Die Autorin schreibt hier über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Kreuzfahrt-Schiffen und mit den unterschiedlichsten Begleitern. Das ist wirklich sehr unterhaltsam und für so jemanden wie mich sowieso auch interessant. Denn – wenn….dann werde ich sicher auf das eine oder andere von diesem Buch zurückgreifen; als blutiger Neuling ist es immer gut, gewisse Tipps und Tricks von anderen zu übernehmen.

    Leicht und locker und wirklich angenehm zu lesen; dieses Buch kann ich wirklich  empfehlen.

  10. Cover des Buches Russische Liebe (ISBN: 9783899410983)
    Brenda Joyce

    Russische Liebe

     (15)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill
    „Russische Liebe“ ist eine typische Historien-Romanze. Da gibt es ein einfaches, charmantes und noch dazu intelligentes Mädchen, das sich leidenschaftlich in einen verwegenen, gutaussehenden Fürsten verliebt. Natürlich darf auch die wunderschöne, aber durchtriebene Widersacherin nicht fehlen sowie etliche mehr oder weniger dramatische Irrungen und Wirrungen. Die historische Komponente spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Und der Schluss ist auch schon irgendwie vorprogrammiert. Doch auch wenn man inhaltlich nicht allzu viel (neues) erwarten kann, ist das Buch ganz nett zu lesen. Denn Joyce weiß, wie man Stimmung schafft. Man beginnt irgendwann regelrecht mit den Protagonisten mit zu fiebern, hasst oder liebt sie. Und Joyce beschreibt die Charaktere und Szenen so lebendig, dass man sie wirklich bildlich vor Augen hat. Der Schreibstil ist ganz angenehm, allerdings haben sich die Protagonisten für meinen Geschmack etwas zu oft „wie Ertrinkende aneinander geklammert“ und auch für „Er umfing ihren Mund mit seinen Lippen“ hätte sich die Autorin vielleicht mal eine andere Variante einfallen lassen können. Der Aufbau des Romans hat ebenso einige Schwachstellen. So ging mir gerade im Mittelteil dieses ständige „Wir lieben uns so, aber wir dürfen nicht zusammen sein“ ein wenig auf die Nerven, am Schluss überschlagen sich die Ereignisse dafür regelrecht. Summa summarum: Man darf bei dem Buch nicht allzu viel erwarten, es ist aber durchaus nicht schlecht geschrieben und bietet ganz gute Unterhaltung. Es ist ein bisschen so, wie wenn man eine Telenovela schauen würde.
  11. Cover des Buches Die Wunder des Himmels (ISBN: 9783404263127)
    Alexandra Jones

    Die Wunder des Himmels

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Henriette
    Irene, ein 15-jähriges Mädchen aus London, ist eine Träumerin. Sie möchte gern Schmuck herstellen. Doch dies scheint unmöglich, denn es ist Anfang des 20. Jahrhunderts, ihre Eltern sind arm und sie hat noch sieben Geschwister. Bis zu dem Tag als sie Lady Catherine kennenlernt. Irene hat Glück und kann ihre Ausbildung beginnen. Sie lernt in St. Petersburg, Moskau und Paris bei angesehenen bekannten Schmuckherstellern. Und muss leider auch den Krieg durchleben fern der Heimat und der Familie. Das Schicksal meint es oft gut mit ihr, aber auch Schicksalsschläge muss sie hinnehmen. Ich muss gestehen, dass ich mir andere Vorstellung von dem Buch gemacht habe. Erwartet hatte ich eine romantische Liebesgeschichte mit dem Hintergrund, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Weg macht. Ich wurde insofern enttäuscht, da es sehr viele Hintergrundinformationen über den Krieg und politische Entwicklungen in Russland und England gab. Das hat das Buch für mich teilweise zäh und langweilig wirken lassen. Es fehlte mir oft ein wenig mehr Einfühlungsvermögen, Gefühle. Der Schreibstil an sich war sehr leicht zu lesen, doch hat mich die Geschichte nicht wirklich gefesselt. Das Thema war sicherlich sehr interessant, doch wurde es nicht ausreichend genutzt, zumindest in meinem Sinne. Mein Fazit für dieses Buch ist, dass ich es nicht noch einmal lese würde und werde.
  12. Cover des Buches Sturmwolken am Horizont (ISBN: 9783957346810)
    Elisabeth Büchle

    Sturmwolken am Horizont

     (66)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    St. Petersburg im Juli 1914: Anki van Campen hat sich in den jungen Arzt Robert Busch verliebt. Doch ihre zarte Romanze wird vom Beginn des Ersten Weltkriegs überschattet. In Berlin werden unterdessen die Lebensmittel knapp, die jüngeren Meindorff-Männer sind an der Front, der alte Patriarch krank. Demy van Campen versucht, gemeinsam mit den Angestellten den Haushalt zusammenzuhalten. Bald beginnt sie, heimatlose Kinder und andere Kriegsopfer aufzunehmen. Noch glauben alle, der Krieg sei bis Weihnachten vorbei. Doch das soll sich als bitterer Irrtum erweisen...

    Meine Meinung
    Allein dieser Fakt ist bei Reihen sehr selten, umso mehr freut es mich. Denn für viele Autoren ist es sehr schwer den ersten Band einer Reihe zu toppen. Egal ob hinsichtlich der Geschichte oder der Charaktere. Es ist eine Aufgabe, die Elisabeth Büchle allerdings gemeistert hat. Dieses Band und allgemein dieses Buch wird in Erinnerung bleiben und bekommt aufgrund seiner Optik einen ganz besonderen Platz im Bücherparadies.

    Nachdem der erste Band der Reihe im Jahre 1908 endete, finden wir die Charaktere im Jahr 1914 wieder. Traten im ersten Band Settings wie Berlin, Deutsch-Südwestafrika und ein bisschen St. Petersburg in Erscheinung, halten wir uns als Leser in Band 2 vor allem in Berlin und St. Petersburg auf.
    Persönlich hohe Ansprüche an die Geschichte hatte ich bei dem russischen Part der Geschichte. Ich liebe die russische Geschichte und das Land an sich, welches einfach diese gewissen Eigenarten hat, welche in der Literatur besonders gut dargestellt werden können. Anki van Campens Leben als Kindermädchen bei einer adligen Familie war sehr schön zu lesen. Ebenso wie die verschiedenen Situationen mit dem berüchtigten Rasputin, als auch die beginnende Romanze mit dem Arzt Robert Busch. Anki und Robert konnten sich in diesem Band zu meinen absoluten Lieblingen herausarbeiten. Sympathie pur und ich freue mich riesig auf ein Wiedersehen mit ihnen im dritten Band der Reihe.

    Der andere große Part nimmt Anki’s kleine Schwester Demi ein, welcher bereits im ersten Band eine entscheidende Rolle zugeschrieben wurde. Auch ihr Werdegang ist spannend zu verfolgen und an ihr hat man die Weiterentwicklung, das Älterwerden am meisten gemerkt. Die erwachsene Demi konnte mich deutlich mehr von sich überzeugen, als die jugendliche aus dem ersten Band. Ihre Anliegen und Ängste in Berlin sind ganz anderer Natur, als die ihrer großen Schwester Anki.

    Die Autorin konnte mir diese Geschichte vor allem aufgrund der vielen kleinen Highlights zu einem ganz besonderen Buch machen. Im Buch angekommen war ich beim ersten Flug in den Wolken mit Demi und Philippe. Viele historische Hintergründe fand ich sehr gut beleuchtet und es gab diese Momente, die einem nahegingen. Wie ahnungslos die Menschen damals waren. Ahnten sie doch, dass der Krieg nur ein paar Wochen, maximal ein paar Monate ging. Doch wie wir heute wissen, kam alles anders. Daraus resultierend konnte Elisabeth Büchle auch die Themen Verlust, Kampf und Mut in ihrem Roman sehr gut darstellen.

    Bei Buchreihen treten vor allem nach dem ersten Band viele Fragen auf, so war es auch hier. In diesem Band beantwortet uns die Autorin schon einiges Offenstehendes, aber die Reihe ist noch nicht vorbei. Da kommt noch was.

    Vom Schreibstil bin ich wie auch schon beim ersten fasziniert. Büchle schafft es mich mitzunehmen, mir bestimmte Dinge vor Augen zu führen. Und auch wenn diese in diesem Buch viel Leid und Schrecken mit sich bringen, so ist es für mich doch ein positiver Punkt. Auch emotional konnte sie mich berühren und vereinzelt ein paar Tränchen hervorlocken.
    ____________________________________________________________

    Klingt doch bisher perfekt oder?
    Die folgenden Punkte sollen keine Kritik sein, da entscheidet meiner Meinung nach der Lesegeschmack eines jeden Einzelnen.
    Aufgrund der Vielfalt an Charakteren im ersten Band möchte die Autorin natürlich niemanden aus der Reihe verlieren bzw. vernachlässigen. So bringt sie alle mal um mal wieder in die Geschichte ein. Im Großen und Ganzen war es mir allerdings zu viel. Vielen Charakteren begegneten wir wieder, erfuhren in welcher Situation sie sich befinden und als man neugierig wurde, verlief sich die Geschichte wieder. Ich denke bei einer Familien-Saga kann man nicht an allen Ecken und Enden gleich auf sein.

    Mein Fazit
    Ein zweiter Teil einer Reihe, der mich total in seinen Bann ziehen konnte.
    Die Autorin nimmt den Leser mit in eine andere Zeit und ich habe unheimlich gern in der Geschichte verweilt und freue mich riesig auf den dritten und letzten Band der Reihe.

  13. Cover des Buches Mein russisches Abenteuer (DuMont Reiseabenteuer) (ISBN: 9783770184651)
    Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer (DuMont Reiseabenteuer)

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „Weit hinter Moskau liegt das echte, das »russische« Russland

    Fast ein Jahr lang reist Jens Mühling durch Russland und porträtiert aus ganz persönlicher Perspektive eine Gesellschaft, deren Lebensgewohnheiten, Widersprüche, Absurditäten und Reize hierzulande nach wie vor wenigen vertraut sind. Auf seiner Reise erlebt er unglaubliche Begegnungen: Eine Einsiedlerin in der Taiga, die erst als Erwachsene erfahren hat, dass es jenseits der Wälder eine Welt gibt. Ein Mathematiker, der tausend Jahre der russischen Geschichte für erfunden hält. Ein Priester, der in der atomar verseuchten Sperrzone von Tschernobyl predigt. Ihre Lebensgeschichten fügen sich zu einem faszinierenden Porträt der russischen Seele.“



    Das Buch von Jens Mühling ist ein echter Bestseller mir über 25.000 verkauften Exemplaren und hier mit dieser Neuauflage dürfen wir Leser wieder abtauchen. Ich war und bin ein großer Fan russischer Literatur, russischer Reportagen (gerade von Gerd Ruge), egal ob mit politischen Hintergrund oder einfach nur der Natur wegen - Russland ist ein höchst interessantes Land. Mühling geht in diesem Buch auf äußerst viele Themen ein, die Einem nunmal beschäftigen. Die Geschichte mit der Einsiedlerin kenne ich schon sehr lange und ihre Geschichte verfolge ich seit Jahren. Mühling nimmt das alles hier nochmal auf und beschreibt das sehr gefühlvoll und spannend. Ja, auch das ist Russland. Aber das ist nur eine von ganz vielen Geschichten hier. Jens Mühling will dem Leser auf ganz ruhige und auch sachliche Weise die Vielfältigkeit Russlands näher bringen. Bei mir hat er es geschafft. Sein Buch liest sich spannend, amüsant, geheimnisvoll und auch irgendwie aufklärend. Ich vergebe hier sehr gern 5 von 5 Sterne und dazu eine Leseempfehlung!

  14. Cover des Buches Licht und Schatten (ISBN: 9783407812834)
    Zoran Drvenkar

    Licht und Schatten

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Elchi130

    Die Welt befindet sich im Kampf zwischen Gut und Böse. 1704 wird das Mädchen Vida geboren. Lange hat die Welt auf sie gewartet und ihre Ankunft heiß ersehnt. Denn Vida soll auf der Seite des Guten das Böse besiegen. Doch das Böse versucht, dies mit allen Mitteln zu verhindern.

    In „Licht und Schatten“ erschafft der Autor eine Welt, die zum Teil sehr an unsere Welt in der Vergangenheit angelehnt ist. Doch ergänzt er dies durch eine eigene Schöpfungsgeschichte und fantastische Elemente. Die Wendungen, die die Erzählung genommen hat, waren für mich nicht vorhersehbar, sondern immer wieder überraschend.

    Bereits auf den ersten Seiten war ich einfach begeistert vom Schreibstil des Autoren Zoran Drvenkar. Dieser Schreibstil zeichnet sich durch eine sehr wortreiche Sprache und einen auktorialen Erzähler aus. Beides vermittelte mir Tiefe. Dazu kommt, dass der Erzählstil mich teilweise an Märchen erinnert hat.

    Doch leider mochte ich das Buch inhaltlich nicht. Die Geschichte war langatmig und umständlich entwickelt. Nur selten wurde es einmal spannend. Schnell bin ich an den Punkt gekommen, dass ich mich nur noch durch die Erzählung gequält habe. Immer in der Hoffnung, dass die Geschichte doch noch fesselnder wird. Leider war das nicht der Fall. Im Gegenteil, wenn ich gewusst hätte, wie das Buch endet, hätte ich die vielen Stunden, die ich mit diesem Buch verbracht habe, lieber in unterhaltsamere Lektüre investiert.

    Schade, dass ein Autor, der stilistisch super schreiben kann, sein Talent nutzt, um eine gute Idee langweilig umzusetzen.

  15. Cover des Buches Mein Radweg nach St. Petersburg (ISBN: 9783741838934)
    Udo Zimmermann

    Mein Radweg nach St. Petersburg

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Sonne63
    Inhalt (Klappentext):
    Der Traum einer großen Radtour ist für Udo Zimmermann wahr geworden. An einem schönen Sommertag startet er in aller Frühe mit seinem vollgepackten Fahrrad zu einer Tour über 4000 Kilometer quer durch Deutschland, Polen und die baltischen Länder ins russische St. Petersburg. Die Spannung ist riesig. Was werden die folgenden zehn Wochen bringen? Werden die angeschlagenen Knie, das schon etwas betagte Fahrrad die Strecke durchhalten? Durch völlig unbekannte Landschaften führt die Route. Den unterschiedlichsten Menschen begegnet er. Zahlreiche Erlebnisse werden zu Erfahrungen und regen zum Nachdenken an. Gleichzeitig erscheint das langsam näher kommende Russland immer geheimnisvoller...

    Meinung:
    Dieses Buch entdeckte ich mehr oder weniger durch Zufall. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut, es gelesen zu haben. Ganz im Gegenteil. Der Autor erzählt von seiner Reise, seinen Eindrücken, seinen Begegnungen. Teilweise sah er sich mit Problemen konfrontiert, doch er fand immer eine Lösung. Menschen unterschiedlichster Kulturen kreuzten seinen Weg. Trotz mancher Sprachschwierigkeiten lernte er liebenswerte Leute kennen.

    Sehr ansprechend auch die Ausführungen zur Landschaft der verschiedenen Länder. Obwohl er seine Eindrücke in Form eines Reisetagebuches, sehr sachlich und kurzgehalten, schildert, reicht das vollkommen aus, um die zugehörigen Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Am liebsten wäre ich so manches Mal selbst dort gewesen, um diese Schönheit der Natur, diese Ruhe zu spüren und zu genießen.
    Natürlich musste der Autor auch Dinge erleben, die nicht ganz so positiv waren. Doch die erwähnt er nur am Rande. Für ihn zählt eher das Positive, das bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

    Sein Fazit: Ein tolles Erlebnis, das zeigt, dass die Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen doch auch sehr viel gemeinsam haben.

    Mein Fazit:
    Ein wirklich gut gelungener Bericht, der nicht nur Land und Leute skizziert, sondern den Leser auch einmal innehalten lässt, um sich ein klein wenig bewusst zu machen, was im Leben wirklich wichtig ist. Sehr empfehlenswert.
  16. Cover des Buches DuMont Bildatlas St. Petersburg (ISBN: 9783616012698)
    Lothar Deeg

    DuMont Bildatlas St. Petersburg

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Sogar Papageien überleben uns (ISBN: 9783442743650)
    Olga Martynova

    Sogar Papageien überleben uns

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Himmel über fremdem Land (ISBN: 9783957346803)
    Elisabeth Büchle

    Himmel über fremdem Land

     (89)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    Am Vorabend des Ersten Weltkrieges geht die Niederländerin Tilla van Campen eine arrangierte Ehe mit einem Berliner Industriellen ein. Ihre 13-jährige Schwester Demy begleitet sie nur widerwillig in die Großstadt. Für das lebhafte Mädchen ist der steife Lebensstil der Familie Meindorff und die strenge Erziehung durch eine Gouvernante die reinste Folter.

    Die Kluft zwischen Arm und Reich und die Standesdünkel vertragen sich nicht mit Demys ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, und immer wieder eckt sie an. Nur Hannes, der sympathische jüngste Sohn des Hauses, scheint ihr wohlgesonnen. Doch dann beginnt sich die politische Lage in Berlin zuzuspitzen...

    Meine Meinung
    Gleich zu Beginn möchte ich einen Fehler im Klappentext aufdecken. Wie alle wissen, begann der erste Weltkrieg im Juli 1914. Der erste Band der Reihe nimmt uns allerdings mit in die Zeit des Jahres 1908 und endet auch in diesem Jahr.
    Wer also im ersten Band schon auf Kriegsgeschehen hofft, der wird von diesem irreführenden Klappentext enttäuscht.

    In diesem Buch treffen vor allem die Charaktere der niederländischen Familie van Campen und der deutschen Familie Meindorff aufeinander. Wie bereits im Klappentext beschrieben, treffen hier hinsichtlich des gesellschaftlichen Standes zwei Welten aufeinander. Daher soll die älteste Tochter der van Campens, Tilla, in die reiche Familie in Deutschland einheiraten. Aufgrund der Persönlichkeit Tilla’s wäre dies auch kein Problem, würde sie nicht darauf bestehen ihre 13-jährige Schwester Demy mitzunehmen. Hingegen ihrer großen Schwester missfallen Demy Dinge wie Prunk, Steifheit und Unechtsein. Aber Demy muss sich ihrem Schicksal fügen, ihre Heimat verlassen und sich mit Berlin arrangieren.

    In Berlin angekommen, wird dem Leser sehr schnell klar, dass Demy eine große Rolle im Buch einnehmen wird und viele Hindernisse und Probleme auf sie warten, denn Demy ist anders, als es von ihr gewünscht ist: tollpatschig, ein Freigeist und meiner Meinung nach mit 13 Jahren noch ein Kind.
    Die bestehenden Probleme macht sie sich allerdings nicht nur selbst, sondern aufgrund verschiedener Beziehungsverwicklungen rast sie von einer Situation in die nächste. Ob es ihre neue Freundin Lieselotte ist, die an der politischen Situation etwas verändern möchte oder Hannes, der jüngere Sohn der Meindorffs, der sich im Verlauf der Geschichte gegen seine Familie auflehnt.

    Für alle Reiseliebhaber verbleiben wir in diesem ersten Band der Reihe nicht nur in Berlin, sondern machen kurze, für mich persönlich zu kurze Ausflüge nach St. Petersburg und etwas länger verweilt man in Deutsch-Südwestafrika. In St. Petersburg treffen wir auf Anki, die dritte van Campen Schwester, welche meiner Meinung nach erst in den Folgebänden eine größere Rolle spielen wird. Und in Afrika begleiten wir den Pflegesohn der Familie Meindorff, welcher dort als Soldat stationiert ist. Afrika als Setting ist für mich neu, aber ich mochte die Parts sehr. Das Feeling und Themen wie Diamanten waren doch sehr spannend und interessant zu verfolgen.

    Ihr seht also, Band 1 der Reihe hat sehr viel zu erzählen und Elisabeth Büchle erzählt diesen Beginn einer Geschichte mit tollen Worten. Das Buch endet nicht unbedingt mit einem fiesen Cliffhanger, aber man durch die vielen entstandenen Verstrickungen möchte man einfach schnellstmöglich wissen, wie es mit dieser Geschichte weitergeht.

    Von Band 2 erhoffe ich mir ein wenig mehr von meinem Lieblingssetting St. Petersburg und dem dort lebenden Charakter Anki, als auch weitere interessante Charaktere, die außerhalb der beiden Hauptfamilien stehen.
    ____________________________________________________________

    Als Kritik möchte ich es nicht unbedingt anbringen, aber als Begründung, dass dieses Buch mich nicht mit einem Wow-Effekt zurücklässt.
    Zum einen hätte ich nicht so ausschweifende Parts von Hannes benötigt, da aktuell noch zu viele Themenstränge nebeneinander herlaufen, die alle einer gleichen Intensität nachgehen. Demy und ihre Zeit in Berlin ist spannend und gehört häufig erwähnt und auch Philippes Zeit in Deutsch-Südwestafrika spielt eine entscheidende Rolle, aber wenn jedem Charakter eine große Rolle beigemessen wird, kann es schnell zu überhäuft wirken.
    Zu dem ist mir noch nicht ganz klar, warum die Autorin die dritte Schwestern Anki bereits im ersten Band erwähnt, die Geschichte in St. Petersburg hat so nicht wirklich einen Faden.

    Mein Fazit
    Ein Roman über die Liebe, das Leben und das schwierige Drumherum zu einer sehr interessanten Zeit. Elisabeth Büchle erschafft hier wortwörtlich eine Familien-Saga, die man weiterverfolgen möchte.
  19. Cover des Buches Das Wunder von St. Petersburg (ISBN: 9783492246750)
    Maria Blumencron

    Das Wunder von St. Petersburg

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Lena.Lu
    Das Buch habe wir kürzlich als Lektüre in Deutsch gelesen. Anfangs war ich nur mäßig begeistert, da mich die Geschichte inhaltlich wenig angesprochen hat- bis zum Prolog: Wie im weiteren >Verlauf des Buches immer wieder beschrieben, halndelt auch der Prolog von "Finx Lux", der Fantasiewelt, die sich die 5-jährige Alja, Tochter von Anna Timonia ausdenkt, um dem harten Alltag bestehend aus dem kargen Leben in einer Kommunalwohnung und chronischem Hunger zu entfliehen. Zwischenduch wird immer wieder die Perspektive gewechselt und von der Kindheit der Mutter berichtet, die es ihrerseits ebenfalls schwer hatte, denn die ist als Heimkind aufgewachsen, da ihre alkoholabhängige Mutter von der Miliz, der russischen Polizei, bereits wegen Prostitution verhaftet worden war- damals war Anna 3 Jahre alt. Nach und nach wird die Vergangenheit der Mutter aufgerollt und der Leser versteht ihr Verhalten und wie es dazu gekommen ist, da so eine talentiete Musikerin heute verarmt als Putzfrau arbeitet. Das Buch ist besonders bewegend geschrieben, weil man sich ständig vor Augen führt, dass dies eine wahre Geschichte (!) ist. im Nachwort wird die Entstehung der Geschichte nocheinmal detailliert beschrieben. Ein sehr emotionales, trauriges aber auch durch die Kinderfantasien schönes Buch.
  20. Cover des Buches Hoffnung eines neuen Tages (ISBN: 9783957346827)
    Elisabeth Büchle

    Hoffnung eines neuen Tages

     (54)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    Während der Erste Weltkrieg seinen unheilvollen Lauf nimmt, versucht die junge Demy in Berlin weiter unermüdlich, sich und ihre Schützlinge durch die schwere Zeit zu bringen. Als sie unter der Last zusammenbricht, steht ihr Philippe Meindorff unverhofft zur Seite. Doch dann erhält die Familie eine niederschmetternde Nachricht, die alles erneut ins Wanken bringt...

    Anki und Robert geraten in Petrograd in die Unruhen der Februarrevolution und müssen mit den vier Fürstenkindern fliehen. Bei dem fast aussichtslosen Versuch, nach Berlin zu entkommen, wird die Schicksalsgemeinschaft auseinandergerissen. Wird das nahe Kriegsende alle wieder zusammenführen?

    Meine Meinung
    Nachdem St. Petersburg und die Geschichte um Anki und Robert im zweiten Band der Reihe einen großen Part eingenommen hatten, tritt im dritten Band wieder Berlin mehr in den Mittelpunkt. Dort verfolgen wir die Geschichte der jungen Demy weiter. Ihr Charakter ist kaum noch mit der kleinen Demy zu vergleichen, welche wir im ersten Band der Reihe kennengelernt haben. Mit jedem Band wächst sie über ihre Mittel, Möglichkeiten und auch Kräfte hinaus. Doch irgendwann erreicht jeder seine Grenze. So geschieht es ihr gleich zu Beginn des finalen Bandes, dass sie schwer erkrankt und das Haus mit den vielen Seelen, welche Demy bei sich aufgenommen hat, ohne sie zurechtkommen muss.
    An ihrer Seite steht Philippe Meindorff. Habe ich mir ja im zweiten Band schon mehr erhofft bei den beiden, kam es nicht dazu. Demy blockt eventuelle Zuneigung immer wieder ab, aber ich mag Philippe seine Hartnäckigkeit und es war schön zu verfolgen, dass er Demy in dieser schwierigen Zeit unterstützt und ihr aufzeigt, dass das Leben auch ohne ihre guten Taten weitergeht.

    Bisher haben wir das Kriegsgeschehen aus der Sicht von Hannes Meindorff betrachten können, welcher sich vor allem an der französischen und belgischen Front beweist. Im finalen Band tritt seine Ehefrau Edith ein wenig in den Vordergrund. Sie hat sich als Krankenschwester gemeldet und versucht mit allen Mitteln den verwundeten Soldaten zu helfen, wo sie nur kann. Das Schicksal will es so, dass sie dort auf einen Bekannten ihres Schwagers Philippe trifft. Dieser benötigt dringend Hilfe. Und sie erfährt Dinge, die ihr Leben komplett verändern werden.

    Anki, ihr geliebter Robert und die vier Chabenski-Töchter versuchen unterdessen einen Weg aus Petrograd zu finden. Die Gefahr, dass der Feind die vier Kinder als Adlige erkennt, ist einfach zu groß.

    Aber Gefahr lauert auch in Berlin. Philippes langjähriger Feind Karl Roth kann immer noch nicht von ihm lassen. Zu groß ist sein Rachedurst. Er will Philippe treffen und er weiß auch schon genau wie.

    Für mich der wohl spannendste Part war, ob die Autorin hier alle Erzählstränge im finalen Band vereint. Nachdem sich die verschiedenen Familien im ersten Band aufgrund kriegsferner Gründe verzweigten, wäre eine Zusammenführung zum Kriegsende doch ein toller Abschluss für die Meindorff-Saga.
    Wie die Autorin diese Reihe dann zu einem Abschluss bringt, stimmt mich glücklich. Anfänglich hätte ich es nicht gedacht, aber die Autorin schrieb hier eine Geschichte, an die und deren Charaktere ich mich noch lange erinnern werde.

    Ein großes Lob kann ich auch im dritten Band der Reihe wieder aussprechen, weil sich das Buch durch den sehr flüssigen Schreibstil sehr angenehm lesen lässt und als Geschichtsliebhaberin merke und liebe ich die sehr gute Recherche über die Zeit und die Zustände des 1. Weltkrieges.

    Mein Fazit
    Wer interessiert ist an faszinierenden Charakteren, die sich in einer Geschichte mit jedem Band weiterentwickeln, und verschiedenen Einblicken in die Zeit des 1. Weltkrieges, der sollte unbedingt zu der „Meindorff-Saga“ von Elisabeth Büchle greifen. Denn diese Reihe ist nicht nur optisch ein Genuss.

  21. Cover des Buches Im Spiegel des Vergessens (ISBN: 9783293404557)
    Juri Rytchëu

    Im Spiegel des Vergessens

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Der Favorit der Zarin (ISBN: 9783442458035)
    Boris Akunin

    Der Favorit der Zarin

     (9)
    Aktuelle Rezension von: greteb
    Man liest in zwei Zeiten und wartet mit Spannung auf die Zusammenführung. Es macht auf jeden Fall Spaß.
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