Bücher mit dem Tag "strafe"
154 Bücher
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.133)Aktuelle Rezension von: NessajaPassagier 23
Es ist bekannt, dass eine Kreuzfahrt ein beliebtes Selbstmordszenario ist. Immer wieder verschwinden Passagiere. Für sie gibt es sogar einen Namen. Aber schwieriger für das Kreuzfahrtunternehmen ist es noch, wenn so ein Passagier 23 plötzlich wieder auftaucht….
Geschrieben wurde das Buch von Sebastian Fitzek, Deutschlands erfolgreichstem Autor im Genre Psychothriller. Das ist das zweite Buch, das ich von ihm gelesen habe. Mein Debüt war das Kalendermädchen.
Erschienen ist das Buch bei Knaur. Es umfasst 426 Seiten und ist eingeteilt in 76 kurze Kapitel.
Also, ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin froh, dass ich keine Kreuzfahrt gebucht habe. Zur Einstimmung auf einen solchen Urlaub ist das Buch eher ungeeignet. Wie bei dem Kalendermädchen hat mir auch hier wieder die klare schnörkellose Erzählweise sehr gut gefallen. Ich fand das Buch sehr unanstrengend zu lesen. Auch hier war ich wieder gefesselt und schnell durch, weil ich es kaum aus der Hand legen wollte. Das Setting war natürlich ein ganz anderes, aber nicht weniger überzeugend beschrieben. Die kurzen Kapitel finde ich einfach perfekt.
Das wird ganz sicher nicht mein letzter Fitzek gewesen sein. Er kann es einfach !
- J. S. Wonda
Very Bad Kings
(762)Aktuelle Rezension von: kidcat283Mabel bekommt die Chance, an so einer richtig krassen Elite-Uni zu studieren. Alles voller reicher Leute, Regeln und komischer Vibes. Und sie? Passt da halt null rein. Schon am Anfang merkt man, dass sie da nicht wirklich willkommen ist und dass da irgendwas ganz gewaltig nicht stimmt. Dann trifft sie auf diese ‚Kings‘, die irgendwie das Sagen haben, und plötzlich wird alles so ein Mix aus Anziehung, Machtspielchen und unterschwelliger Spannung. Und Mabel? Die lässt sich halt nicht einschüchtern und genau das macht alles nur noch interessanter…
Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch war wie bei jedem etwas schwierig. Doch hier wird man irgendwie am Anfang gleich mit dem Ende konfrontiert, das ziemlich grausam zu sein scheint. Das ist klar zu erkennen und als dieses Kapitel beendet war fing es beim Anfang an. Wir lernen die Protagonistin Mable kennen. Woher kommt sie, wie ist sie so drauf und man merkt gleich, dass sie eine Kämpferin ist, die sich nichts gefallen lässt. Niemand weiß wie sie aufgewachsen ist, in welchen Verhältnissen, also wird sie schon mit ein paar reichen, eingebildeten und hochnäsigen Weibern die dort studieren fertig.
Das Setting ist die Kingston Uni, die allen Studierenden eine Zukunft verspricht die finanziell ohne Sorgen zu sein scheint, wenn man denn den Abschluss irgendwann schafft.
Eine kleine Hürde muss man scheinbar überwinden. Und diese sind die Kings. Fünf Studenten die meinen sie können über das ganze Gelände bestimmen. Und irgendwie sind es die Jungs die eine enorme Anziehungskraft auf die weiblichen Studenten ausüben und sie wissen, dass sie anziehend sind und nutzen es aus. Die Frauen knien sich schon vor sie wenn sie noch gar nichts gesagt haben. Auch Mable bleibt von dieser Anziehungskraft nicht verschont.
Da es Band 1 ist, lernen wir alles noch sehr ausführlich kennen, das heißt für mich, dass ich irgendwie ganz lange nicht verstanden habe was da abgeht, aber es war auch nicht langweilig. Das ist eigenartig. Ich hatte den Eindruck, irgendwie passiert da nichts von Bedeutung, obwohl im Hintergrund alles lief. Und natürlich ist das Buch sehr spicy, mit Macht und Kontrolle, Unterwürfigkeit, aber jetzt nichts Verwerfliches. Es hielt sich alles noch in Grenzen.
Ich fand das Buch echt gut und es ist der Beginn einer langen Reise. Also habe ich so im Gefühl. Und ich bin wirklich neugierig wie es weitergeht. Ich gebe hier 5 Sterne.
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.737)Aktuelle Rezension von: Hari_T_
Ich gebe es offen zu: Als ich zu Gone Girl von Gillian Flynn griff, erwartete ich zunächst einen eher klischeehaften „Frauenroman“ – viel Beziehung, viel Drama, aber wenig Tiefe. Doch was ich bekam, war das genaue Gegenteil.
Schon nach den ersten Kapiteln wird klar, dass dieser Roman ein raffiniert konstruierter Psychothriller ist, der mit Erwartungen spielt und sie gezielt zerstört. Die Geschichte um das Verschwinden von Amy Dunne und die zunehmende Verdächtigung ihres Ehemanns Nick entwickelt sich zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint.
Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Perspektivwechsel, Tagebucheinträge und gezielte Wendepunkte sorgen dafür, dass man als Leser ständig hinterfragt, wem man eigentlich glauben kann. Flynn versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und gleichzeitig tief in die Abgründe einer Beziehung einzutauchen.
Was als vermeintlich „toxischer Beziehungsroman“ beginnt, entpuppt sich als kluge Analyse von Manipulation, Medienwirkung und Identität. Die Figuren sind alles andere als sympathisch – und genau das macht sie so faszinierend. Man liest nicht, weil man sie mag, sondern weil man wissen muss, wie weit sie noch gehen werden.
Fazit: Gone Girl ist kein seichter Liebesroman, sondern ein düsteres, intelligentes und packendes Werk, das lange nachwirkt. Wer sich darauf einlässt, wird überrascht – und vielleicht auch ein wenig verstört.
- Cecelia Ahern
Flawed – Wie perfekt willst du sein?
(1.199)Aktuelle Rezension von: Books_of_sanMir hat der erste Teil dieser Dystopie sehr gefallen und ich freue mich auf Band zwei. Das System, welches hier geschildert wurde, ist gut durchdacht und die ganzen politischen Intrigen machen es umso spannender und unvorhersehbarer. Man hat jeden wegen irgendetwas im Verdacht und fragt sich welche Überraschung nun als nächstes folgt. Absolute Leseempfehlung!
- Sebastian Fitzek
Der Augenjäger
(2.241)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchAls ich schließlich zu „Der Augenjäger“ gegriffen habe, hat mich Sebastian Fitzek wieder völlig kalt erwischt. Während ich anfangs skeptisch war, ob die Geschichte nach dem „Augensammler“ überhaupt noch an Intensität gewinnen kann, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Besonders die Rückkehr der blinden Ermittlerin Alina Gregoriev hat mich sofort wieder gepackt, da ihre Perspektive den Horror auf eine ganz subtile, fast körperliche Art greifbar macht.
Ich fand es faszinierend und gleichzeitig absolut verstörend, wie das Motiv der Augen diesmal auf die Spitze getrieben wird. Die Vorstellung, dass jemand die Lider seiner Opfer entfernt, damit sie den Horror ununterbrochen mit ansehen müssen, hat mir mehr als nur eine schlaflose Nacht bereitet. Die Handlung ist so rasant konstruiert, dass ich mich ständig dabei ertappt habe, wie ich meine eigenen Theorien über den Täter über den Haufen werfen musste. Für mich war dieses Buch ein absoluter Adrenalinkick, der mir gezeigt hat, dass die dunkelsten Abgründe oft dort lauern, wo man sie am wenigsten vermutet.
- Sebastian Fitzek
Playlist
(813)Aktuelle Rezension von: Kathi2108Ein solider Fitzek , fand ich spannend bis zum Schluss . Die Story war an der einen oder anderen Stelle etwas an den Haaren herbei gezogen , aber im Grunde trotzdem fesselnd . Konnte es kaum weglegen . Die Playlist hab ich mir mal stellenweise angehört , war jetzt aber nicht so mein Geschmack .
Man muss auch nicht zwingend die Vorgänger gelesen haben . - Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.239)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Schuld und Sühne
(495)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingSchreibstil:
Der Schreibstil sowie die Übersetzung sind gelungen. So lässt sich dieses doch recht umfangreiche Werk schnell und flüssig lesen. Der Bildhafte Stil lässt den Leser in das St. Petersburg des 19. Jahrhunderts eintauchen und die düstere Stadt erfahren.Charaktere:
Rodion ist ein sehr düsterer und teilweise verwirrter Charakter. So schmeißt er, als hochbegabter, sein Studium und versucht sich so durchzubringen. Auch den Mord scheint er, eine sehr lange Zeit, nicht zu bereuen. Er empfindet sich als Übermensch und rechtfertigt seinen Mord mit, wie er findet, guten Gründen.Die anderen Charaktere sind alle auf ihre Art einzigartig und doch gleich. Jeder ist auf seinen Vorteil bedacht und es herrscht wenig Mitgefühl.
Das ganze Buch über musste ich mich fast auf jeder Seite fragen, wie ich die Charaktere einordnen kann. Sie sind liebenswürdig und doch teilweise sehr egoistisch.Kurz: Dostojewski schafft es einen sehr tiefen Einblick in die menschliche Psyche und die Gedanken zu zeichnen und die Charaktere interessant aufleben zu lassen.
Fazit:
Schuld und Sühne ist ein sehr lesenswerter Klassiker der tief in die menschlichen Abgründe blicken lässt. Ich gebe 4 Sterne für ein sehr interessantes Werk, welches teilweise durch lange Monologe einschläfernd wirkte. Trotzdem waren diese nötig um die Hintergründe und Personen verstehen zu können.Im Nachwort wird noch einiges zu Dostojewski selbst erwähnt. Diesen Teil fand ich besonders interessant, da hier auch ein kleiner Zusammenhang zwischen ihm und der Geschichte „Schuld und Sühne“ hergestellt werden kann.
- Freida McFadden
Wenn sie wüsste
(1.148)Aktuelle Rezension von: GeerthiEndlich weiss ich, wovon alle auf TikTok reden! Freida McFaddens Auftakt ihrer ’The Housemaid’-Reihe hat den Hype absolut verdient. Ich habe mit diesem Buch «Wenn sie wüsste» nicht nur eine neue Lieblingsautorin gefunden, sondern auch eine schlaflose Nacht verbracht. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen.
Die Story ist ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel. Millie ist verzweifelt auf Jobsuche und landet schliesslich als Haushaltshilfe bei der wohlhabenden Nina Winchester und ihrem Mann Andrew. Sie bekommt einen Job inklusive Kost und Unterkunft im Dachgeschoss. Für Millie ist es ein Segen. Denn alles ist besser als weiterhin im Auto zu schlafen und sich auf Raststätten zu waschen.
Doch kaum eingezogen, zerplatzt die Idylle. Das schicke Haus wird zum goldenen Käfig. Nina entpuppt sich als launisches Rätsel und auch Tochter Cece macht Millie das Leben schwer. Man spürt förmlich, dass hinter den glänzenden Fassaden dieses Haushalts etwas Dunkles lauert. Doch was steckt dahinter?
Was Freida McFadden hier abliefert, ist Thriller-Kunst auf höchstem Niveau. Ihr Schreibstil ist direkt, flüssig und so packend, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Und die Plottwists? Absolut genial!!! Jedes Mal, wenn ich dachte, ich hätte die Wahrheit durchschaut, hat die Autorin alles wieder auf den Kopf gestellt.
Ein absolutes Muss für jeden Thriller-Fan! Wer auf psychologische Spannung und unvorhersehbare Wendungen steht, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Für mich verdient dieses Buch die vollen 5 Sterne! ⭐⭐⭐⭐⭐
- Victor Hugo
Der Glöckner von Notre-Dame
(320)Aktuelle Rezension von: LesenmachtgluecklichDie Geschichte des Glöckner von Notre Dame ist so beeindruckend, dass sie von vielen adaptiert wurde und viele Bücher und Filme über das Leben des Quasimodi existieren. Wenn man die heiligen Mauern von Notre Dame betritt denkt man unweigerlich an diesen armen Glöckner, der niemandem etwas zu Leide getan hat und dennoch nur einmal im Jahr den Glockenturm verlassen darf. Doch dies ist nur einer der vielen Handlungsstränge in diesem viel umfangreichern Werk.
- Alexandra Christo
Elian und Lira – Das wilde Herz der See
(378)Aktuelle Rezension von: CoffeeToGoInhalt
Lira ist die Tochter der Meereskönigin und raubt jedes Jahr einem Prinzen das Herz. Nach einem schweren Fehler, verwandelt ihre Mutter sie in einen Menschen mit dem Ziel, das Herz von Prinz Elian zu stehlen.
Doch an Land angekommen erfährt Lira, dass die Welt keineswegs nur schwarz und weiß ist. Entgegen aller Erwartungen entdeckt sie ihr eigenes Herz und verliebt sich in Elian. Aber hat die Liebe zwischen einem Menschen und einer Sirene überhaupt eine Zukunft?
Eigene Meinung
Die Idee hatte viel Potential, was nicht zufriedenstellend ausgeschöpft wurde.
Die Handlung verlief mir zu viel an Land. Viel lieber hätte ich mehr Zeit im Meer und vor allem bei den Sirenen verbracht. Ich mochte Lira in ihrer Menschengestalt nicht ganz so gerne, nur leider ist sie die meiste Zeit im Buch ein Mensch.
Auch der Funke zwischen Elian und Lira ist bei mir nicht übergesprungen. Bei mir kamen erst Emotionen hoch, als der Showdown war. Da habe ich die Romanze der beiden richtig gefühlt und war unglaublich begeistert! Leider viel zu spät.
Die Nebencharaktere bleiben recht blass, obwohl zwei von ihnen viel sagen. Die anderen kommen eher sporadisch vor, dabei fand ich, dass die Sirenen unglaublich viel Potential für mehr Raum in der Geschichte gehabt hätten.
Das Ende war mir zu schnell und zu übertrieben. Es hatte den Anschein, als wenn das Buch schnell beendet werden sollte. Schade, ich hätte mir noch einen anständigen und vor allem passenden Epilog gewünscht.
Fazit
Mich konnte die Geschichte und vor allem die Romanze leider nicht packen. Außerdem kommen mir die Sirenen, für ein Buch über Piraten und Sirenen, viel zu wenig vor.
Es ist kein schlechtes Buch, mich konnte es jedoch nicht komplett überzeugen.
- Ferdinand von Schirach
Verbrechen
(775)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowSchirach braucht keine Spannung im herkömmlichen Sinne. Er braucht nur einen Fall und die Stille danach. „Verbrechen" ist kein Thriller – es ist ein Buch über die erschreckende Normalität des Außergewöhnlichen. Jede Geschichte endet dort, wo die meisten Autoren erst anfangen würden. Das ist seine Stärke.
- Karin Slaughter
Gottlos
(1.091)Aktuelle Rezension von: coffee2goDer fünfte Teil der Serie liest sich besonders düster und macht auf die Problematiken von Machtmissbrauch und den Einfluss von religiösem Fanatismus aufmerksam. Im Vergleich zu den vorigen Teilen finde ich die ausgewählte Thematik diesmal noch intensiver und ernster, sodass auch ein sehr hoher psychologischer Spannungsbogen aufgebaut wird und dieser auch im Verlauf der Handlungsstränge gut aufrechterhalten werden kann. Man kann als Leser*in die Beeinflussung durch die religiöse Gemeinschaft und den Missbrauch, der in diesem Fall damit einhergeht, spüren. Gerade für junge Mädchen ist es schwierig, sich diesem Machtmissbrauch zu widersetzen und aus der Dynamik auszubrechen. Auch für Sara und Lena ist es nicht einfach, da sie neben dem komplexen Ermittlungsfall auch mit ihren persönlichen Problemen kämpfen. Ich freue mich schon auf den folgenden Teil.
- Kathinka Engel
Finde mich. Jetzt
(511)Aktuelle Rezension von: M_MIch bin so froh, dass ich "Finde mich. Jetzt." von Kathinka Engel gelesen habe. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Ich finde ihre Schreibstil sehr einfühlsam und gefühlvoll. Ich konnte mich richtig in die Protagonisten hineinversetzen. Besonders da man die Chance hat in beide Gefühlswelten hinein zu blicken.
Ich muss auch sagen, dass das Buch anders ist als andere. Tamsin ist offen und herzlich und versucht sich selbst zu finden. Ich mochte ihre Art nicht aufzugeben und immer auf andere Leute zu zugehen, um diese nicht aufzugeben.
Rhys ist misstrauisch, verschlossen und vorsichtig im sozialen Umgang. Er wirkt authentischer dadurch, dass er eine gewisse Verletzlichkeit zeigt und seine ganze Entwicklung im Buch.
Auch das Tempo fand ich gut, mein einziges Problem war das sich zum Ende hin alles überschlagen hat, aber auch zu Überraschungen geführt hat, was widerrum gut war.
Das Buch ist eine klare Leseempfehlung. Man trifft auf authentische Figuren und glaubwürdige Entwicklungen. Ich bin gespannt auf den nächsten Band.
- Amy Ewing
Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel
(782)Aktuelle Rezension von: ApplesreadingMit Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel schließt Amy Ewing ihre dystopische Trilogie ab und liefert ein Finale, das an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten ist. Violet steht vor ihrer bisher größten Herausforderung: Sie soll eine zentrale Rolle im Widerstand gegen den Adel spielen, ist jedoch hin- und hergerissen, da ihre Schwester Hazel in den Fängen der Herzogin vom See gefangen gehalten wird. Der innere Konflikt Violets und die komplexen moralischen Entscheidungen geben der Geschichte eine faszinierende emotionale Tiefe.
Der Schreibstil bleibt, wie bereits in den Vorgängern, anspruchsvoll. Für Leser, die bereits mit Band 1 und 2 zu kämpfen hatten, könnte dies eine zusätzliche Herausforderung darstellen.
Nichtsdestotrotz überzeugt der Roman durch die starken Themen: Rebellion, die Kraft der Gemeinschaft und die Frage, wie viel man bereit ist, für seine Überzeugungen und die Familie zu opfern. Der Abschluss bietet Wendungen und einen emotionalen Höhepunkt, der Fans der Reihe zufriedenstellen dürfte.
Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel ist ein komplexes, emotional aufgeladenes Finale mit vielschichtigen Charakteren und einem dramatischen Abschluss. Der anspruchsvolle Schreibstil mag nicht für jeden Leser leicht zugänglich sein, doch die fesselnde Handlung belohnt die Mühe. - Stuart Turton
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
(385)Aktuelle Rezension von: Lilli33Viel zu verworren
Inhalt:
Familie Hardcastle hat zu einem Ball nach Blackheath geladen. Der Abend endet in einer Katastrophe, den die Tochter des Hauses, Evelyn kommt zu Tode. Aiden Bishop soll den Mord aufklären. Dazu wacht er immer wieder in einem anderen Körper auf und erlebt denselben Tag mit anderen Augen.
Meine Meinung:
Ich bin wirklich froh, dass dies nicht das erste Buch von Stuart Turton war, das ich gelesen habe. Denn sonst hätte ich garantiert kein weiteres in die Hand genommen, was sehr schade gewesen wäre, denn die später erschienen haben mir durchaus gut gefallen.
Die Idee dieses Romans ist zwar nicht schlecht, aber die Umsetzung konnte mich gar nicht begeistern. Die Handlung ist viel zu verworren, um ihr entspannt folgen zu können.
Dadurch dass immer wieder derselbe Tag beschrieben ist mit denselben Ereignissen, nur eben aus einer anderen Perspektive, kommt schnell Langeweile auf und es zieht sich wie Kaugummi. Erst im letzten Drittel (von immerhin gut 600 Seiten) werden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt und es kommt Spannung auf.
Mehr als einmal war ich kurz davor abzubrechen. Ich habe mich zum Durchhalten gezwungen, aber jetzt bin ich froh, dass ich es geschafft habe.
★★☆☆☆
- Deborah Harkness
The Book of Life - Das Buch der Nacht
(339)Aktuelle Rezension von: Simply_Another_BookaholicNach ihrer gefährlichen Zeitreise ins London der elisabethanischen Ära kehren Diana Bishop und Matthew Clairmont in die Gegenwart zurück. Doch anstatt zur Ruhe zu kommen, werden sie sofort mit neuen Gefahren und alten Feinden konfrontiert. In Sept-Tours, dem Stammsitz von Matthews Familie, finden sie zwar Verbündete und vertraute Gesichter wieder, müssen jedoch auch einen schmerzhaften Verlust verkraften, der vor allem Diana tief erschüttert.
Während im Hintergrund dunkle Mächte agieren, schafft es Autorin Deborah Harkness es immer deutlicher zu machen, dass das Rätsel um das geheimnisvolle Manuskript Ashmole 782 noch längst nicht vollständig gelöst ist. Um die Zukunft der magischen Welt zu sichern, müssen Diana und Matthew die fehlenden Seiten finden und deren wahre Bedeutung entschlüsseln. Dabei geraten sie in einen gefährlichen Strudel aus Intrigen, Machtkämpfen und uralten Geheimnissen.
Ich habe "The Book of Life" als emotionalen Band erlebt. Die Handlung ist spannend, vielschichtig und bringt zahlreiche Entwicklungen mit sich. Besonders gefallen hat mir, wie die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwoben und viele Fragen endlich klarer werden.
Die Charakterentwicklung von Diana und Matthew wirkt authentisch und tiefgehend, ihre Beziehung gewinnt spürbar an Reife. Gleichzeitig bleibt die Geschichte voller Dynamik, Magie und überraschender Wendungen.
Für mich ist dieses Buch ein starkes Bindeglied innerhalb der Reihe, das neugierig auf alles macht, was noch folgen wird.
- J.R.Ward
Bourbon Kings
(419)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover passt zur Geschichte und ist heiß.
Denver Clan und Dallas lässt grüßen.
Die Geschichte ist krass, damit habe ich eindeutig nicht gerechnet. Es ist wirklich alles dabei: Lust, Leidenschaft, Liebe, Intrigen, Machenschaften und Zusammenhalt.
In dieser Geschichte geht es hauptsächlich um Lane und Lizzie, wobei auch die anderen Charaktere nicht zu kurz kommen. Man muss sie alle einfach mögen.
Der Schreibstil ist locker und spannend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Und das Setting ist toll beschrieben.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- M. L. Rio
If We Were Villains (English Edition)
(100)Aktuelle Rezension von: AlexandraThalassaIch habe das Buch so geliebt, weil Shakespeares Stücke und Zitate so gut mit der Handlung verwebt waren. Ich liebe dieses Dark Academia Setting und die Atmosphäre war so lebhaft beschrieben. Die Protagonisten waren teilweise unsympathisch, einer besonders, aber man hat trotzdem so mitgefiebert. :)
Wem empfehle ich das Buch?
Allen, die keine Angst vor Shakespeare haben und vielleicht schon ein bisschen die Stücke kennen. Ansonsten allen, die totalen Nerds bei einem Mord zuschauen wollen.
- Elizabeth Miles
Im Herzen die Rache
(488)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraJeder Leser, der ein Lieblingsgenre hat, kennt wohl das Gefühl, eine Geschichte so oder ganz ähnlich bereits gelesen zu haben. Gerade bei meinem Favoriten, der Jugendliteratur, scheint einiges oft einfach nach Schema F zu verlaufen. Doch „Im Herzen die Rache“ von Elizabeth Miles aus dem Jahr 2013 verspricht sich vom uniformierten Genre abzuheben. Der Jugendroman ist der Auftakt der sogenannten „Furien-Trilogie“ und baut in fast 400 Seiten Elemente aus der griechischen Mythologie, Urban-Fantasy, Thriller und Romance mit ein.
Die sechzehnjährige Emily Winters wohnt mit ihren Eltern in Ascension, einer Kleinstadt im Bundesstaat Maine. Sie ist eine gute und beliebte Schülerin, genauso wie ihre beste Freundin Gabby Dove. Außerdem funkt es gerade zwischen ihr und ihrem Schwarm Zach McCord gewaltig. Es könnte also alles perfekt sein, gäbe es da nicht ein Problem: Zach ist bereits mit Gabby zusammen.
Überhaupt nicht perfekt läuft es bei Chase Singer. Er kommt aus armen Verhältnissen und muss darum kämpfen die Anerkennung seiner Mitschüler zu bewahren. Doch etwas anderes belastet ihn: Er hat einem Mitmenschen unglaublich schreckliche Dinge angetan.
Drei Rachegöttinnen namens Ty, Ali und Meg kommen nach Ascension, um dessen grausamste Bewohner zu bestrafen. Ihre Opfer sind Emily und Chase.Schon in der griechischen Mythologie fanden die Rachegöttinnen, die sogenannten Erinnyen, ihren Ursprung und wurden literarisch immer wieder aufgegriffen, unter anderem auch von Goethe. „Im Herzen die Rache“ besteht aus drei Akten. Dies ist eine Anlehnung an das Drama, die literarische Gattung, die ebenfalls im antiken Griechenland entstanden ist. Nach einem fesselnden Prolog beginnt der erste Akt, in dem die Protagonisten Emily und Chase im Präteritum abwechselnd vorgestellt werden. Der personale Erzähler springt nach einem Kapitel wieder zum jeweils anderen Charakter. Der Leser erhält einen ersten Eindruck der beiden, die außer ihrer Freundschaft zu Zach und ihrem Streben nach Beliebtheit an der Ascension Highschool nicht viel gemeinsam haben. Im zweiten Akt wird der Leser weiter in die Geschichte hineingezogen. Die Masken fallen, die Fassaden bröckeln und es wird schnell deutlich, dass der schöne Schein einiges vertuschen soll. Auch die Protagonisten machen hier keine Ausnahme.
Emily, kurz Em, kommt aus einem reichen Elternhaus. Ihre Eltern sind Ärzte und sie ist ein Einzelkind, das finanziell verwöhnt wird. Dafür fühlt sie sich von ihnen allerdings emotional nicht beachtet genug. Sie lebt den typischen American Lifestyle zusammen mit ihrer besten Freundin Gabby: Shoppen, auf Partys gehen und ihre Mitschüler daten, wobei Gabby dies bis auf den letzten Punkt noch exzessiver auslebt. Doch genau wie dieser Lebensstil, entpuppt sich auch die Freundschaft schnell als oberflächlich. Emily ist schon zu Beginn des Jungendbuches sehr in Zach verliebt, der ihr schon häufiger durch Flirts Hoffnungen gemacht hat. Als Gabby dann in den Urlaub nach Mallorca fliegt, nutzt sie die Gelegenheit und verführt Zach. Sympathiepunkte konnte sie damit nicht bei mir sammeln. Emily beweist, was für eine miserable Freundin sie ist und auch wenn sie gelegentlich das schlechte Gewissen plagt, zieht sie ihr Vorhaben durch. Obwohl sie das typische Lästermaul ist, zeigt sie zwischendurch immer wieder Intelligenz und Mitgefühl für ihre Schulkameraden und demonstriert, dass sie das Potenzial empathisch zu sein, durchaus besitzt.
Chase dagegen wohnt mit seiner verwitweten Mutter in einer Wohnwagensiedlung am Stadtrand. Er schämt sich so sehr für seine sozialen Verhältnisse, dass er diese um jeden Preis vertuschen will, indem er für Markenkleidung spart und niemanden zu sich nach Hause lässt. Nichts ist ihm wichtiger als von seinem Umfeld respektiert und gemocht zu werden, was einerseits seine Charakterlosigkeit zeigt, andererseits aber auch die mangelnde Zuwendung in seiner Kindheit. Mädchen müssen in seinen Augen vor allem gut aussehen und nett lächeln, damit er sie stolz seiner Footballmannschaft vorführen kann. Auch er ist also alles andere als ein Sympathieträger. Trotzdem hat es mir wahnsinnig gut gefallen, dass Miles Figuren mit solchem Tiefgang entwickelt hat. Sie folgen nicht dem typischen Schwarzweiß-Schema, das in so vielen Jugendbüchern umgesetzt wird, sondern wirken zwar nicht liebenswürdig, aber menschlich. Mein absoluter Lieblingscharakter ist JD Fount, Emilys bester Freund.Dass ich die Protagonisten nicht wirklich ins Herz schließen konnte, sorgte jedoch dafür, dass sich mein Mitleid mit den Opfern der Furien in Grenzen hielt, sondern ich eher mit den außergewöhnlichen Antagonistinnen sympathisierte. Hießen sie im antiken Griechenland Tisiphone, Alekto und Megaira, nennen sie sich hier Ty, Ali und Meg. Tisiphone ist die Göttin der Rache, wodurch sich auch der Buchtitel ableiten lässt. Alle drei sind wunderschöne junge Frauen, die eine knisternde Aura umgibt, sodass sie als nicht von dieser Welt erscheinen und Menschen schnell in ihren Bann ziehen.
Auch ich wurde in den Bann von Miles‘ Schreibstil gezogen. „Im Herzen die Rache“ spielt im tiefsten Winter. Der Schnee liegt zentimeterhoch und die Sonne scheint täglich nur wenige Stunden. Zwar merkt man an der einfachen Sprache deutlich, dass die Zielgruppe jugendlich ist, jedoch gelingt der Autorin es wunderbar die trügerische Idylle und finstere Bedrohung Ascensions atmosphärisch zu vermitteln. Auch das Tempo ist perfekt gewählt. Ich hatte nie das Gefühl Längen zu erleben oder zu sehr durch die Geschichte gehetzt zu werden.
Der dritte Akt bildet, wie bei Dramen so üblich, den Höhepunkt der Geschichte. Er beginnt mit einem Schockmoment und ab diesem Zeitpunkt wirkt die Kleinstadt noch finsterer und gefährlicher als zuvor. Das Ende ist so spannend, wie es für mich in diesem Jahr noch kein anderes Jugendbuch war. Einige Fragen werden beantwortet, manche dagegen offen gelassen, die mich förmlich dazu zwingen die Fortsetzung zu lesen. Gerade das letzte Kapitel, Nummer 26, hat mich extrem in seinen Bann gezogen und ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht.
„Im Herzen die Rache“ hat meine Aufmerksamkeit wegen seines Covers auf sich gezogen, aber auch der Inhalt konnte mich sehr überzeugen. Miles ist es tatsächlich gelungen, ein düsteres und bedrohliches Jugendbuch zu schaffen, das sich in zahlreichen Punkten von der einheitlichen Masse distanziert, wodurch es deutlich unvorhersehbarer wird. Einziges Manko ist, dass das Mitfiebern aufgrund von mangelnder Sympathie, vor allem mit Chase, fehlte und man das Geschehen teilweise eher als neutraler Beobachter verfolgt. Trotzdem kann ich den Auftakt der Furien-Trilogie allen empfehlen, die keine Lust mehr auf die standardisierte Jugendliteratur haben und offen für Neues sind. Ich gebe „Im Herzen die Rache“ vier von fünf Federn.
- Jodi Picoult
Neunzehn Minuten
(955)Aktuelle Rezension von: Katrin1Als ich das Buch beendet hatte, musste ich googeln nach der wahren Geschichte, die hinter diesem Buch steckt. Mit Erstaunen stellte ich fest - es gibt keine. Es ist tatsächlich nur eine Geschichte in einem Buch. Tatsächlich hat es sich so gelesen, als wenn es diese Menschen gegeben hätte und ein Überlebender dieses Buch geschrieben hätte. So autentisch geschrieben, dass man absolut mitfühlen kann.
- Ferdinand von von Schirach
Strafe
(236)Aktuelle Rezension von: jacky_liestStrafe ist weit mehr als ein Werk über Straftaten, sondern eröffnet für alle ein Fenster zum Gerichtshof, das für die Mehrheit verschlossen bleibt. Schirach erzählt auf wenigen Seiten und mit juristisch-narrativer Distanz zwölf Geschichten über Menschen, Erfahrungen, Gefühle und Abgründe. Die Erzählungen sind kurz, aber keineswegs kurzweilig. Der literarische Kniff von Schirach ist hierbei, dass er auf wenigen Seiten existentielle Fragen sowie Emotionen anhand der Einzelschicksale aufwirft und erzählt. Im Vordergrund steht hier nicht das Fragen nach der Schuld oder die Suche nach schuldigen Personen, sondern der Blick auf Lebensrealitäten und menschliche Vorgänge, die alle von uns (mehr oder minder) betreffen oder betreffen werden.
Mittels seiner gewohnt ruhigen und distanzierten Erzählweise kann auch dieses Werk wieder glänzen und führt die Rezipient:innen (scheinbar) neutral in die menschliche Erfahrungswelt ein. Die Schilderungen mögen zwar neutral sein, aber die Subjektivität der Erfahrungen und Emotionen führen ständig zu einem selbst zurück.
Schirach erzählt hier mehr als Einzelschicksale und öffnet in seinem Werk wieder den kritischen Diskurs des Justizsystems. Angeklagte sind hier nicht die Menschen, sondern das System in dem sie leben und selbst aufrechterhalten - nach der Manier: das Gesetz ist hart, aber es ist das Gesetz. Besonders das juristische Setting und der juristische Blick eröffnen ein Fenster für alle, die nicht hinter die Fassade blicken können.
Fazit: Strafe ist ein weiteres gelungenes Werk von Schirach, das tiefer reicht als der Umfang vermuten lässt. Hier werden Blickwinkel und Diskurse auf nur wenigen Seiten eröffnet, die aber lange nachwirken werden.
- Friedrich Dürrenmatt
Der Richter und sein Henker / Der Verdacht
(1.289)Aktuelle Rezension von: Lassmallesen_chrisEin Krimi, der eigentlich alles mitbringt. Eine interessante Handlung um einen ermordeten Polizisten, ein eigenwilliger Ermittler und in der zweiten Hälfte einige Plot-Twists sowie ein großer Knall am Ende, auf den es im Verlauf der Handlung aber schon den einen oder anderen Hinweis gibt. Sprachlich ist das Buch natürlich nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, ließ sich aber trotzdem gut lesen. Mich persönlich regte Kommissar Bärlach im Handlungsverlauf auf, weil er sich mehrmals selbst verschuldet in Todesnähe begab und er mehr durch Glück als durch Geschick am Leben blieb. Wer lässt bitteschön freiwillig seine Haustür offen stehen??? Dazu geriet mir Bärlach teilweise zu sehr ins Philosophieren. Das schmälerte ein wenig meinen Lesespaß. Außerdem blieb auf nur 117 Seiten natürlich auch das eine oder andere an der Oberfläche, wo ich mir mehr Tiefgang gewünscht hätte. Dennoch zurecht ein Klassiker.
- James Patterson
Die 4. Frau - Women's Murder Club -
(202)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Lindsay Boxer erschießt bei einem Einsatz in Notwehr zwei Kinder und muss sich vor Gericht verantworten. Um eine Auszeit zu nehmen und der Presse zu entfliehen, zieht sie vorübergehend nach Half Moon Bay in das Haus ihrer Schwester und wird dort hineingezogen in Ermittlungen, die sie zu John Doe Nr. 24 und 10 Jahre zurück in ihre berufliche Vergangenheit führen.
Meine Meinung:
Mit „Die 4. Frau“ übertrifft James Patterson sich selbst! Er erzählt teilweise in Ich-Form aus Sicht von Lindsay Boxer, sodass man bei den Ermittlungen hautnah dabei ist. Teils aus der Sicht des Täters, was das Ganze noch spannender macht. Und wir erleben mit Lindsay gemeinsam ein Gerichtsverfahren, das sie ihre Karriere kosten könnte.
Lindsay, Claire und Cindy vom sog. „Women’s Murder Club“ ermitteln wieder. Wobei diesmal eher Lindsay ermittelt und wir von Claire und Cindy eher am Rande hören. Lindsay wird mir immer sympathischer! Sie ist einfach eine geniale Powerfrau, ein echtes Idol. Und ihre Beziehung zu Joe Molinari, den wir im letzten Teil kennenlernen durften, verfestigt sich und wird ernster. Und auch ihr Hund, der Border Collie Martha, spielt in diesem Teil eine wichtige Rolle. Und wir lernen Yuki kennen, die Lindsay als Anwältin vor Gericht zur Seite steht und am Ende den leeren Platz von Jill in der Runde des Women’s Murder Club einnimmt. Sie ist kein Ersatz für die einmalige Jill, aber sicher eine würdige Nachfolgerin!
Das Buch hat mich besonders mitgerissen. Sehr interessant fand ich die Szenen vor Gericht. Das Verfahren an sich, das Auftreten der Anwälte. Dieser Teil war anders, aber dennoch spannend und mitreißend – vielleicht, weil ich Lindsay inzwischen ins Herz geschlossen habe und von diesem Gerichtsfall alles für sie abhing. Mehr will ich dazu nicht sagen, um nicht zu spoilern. Und auch der Fall, der sie diesmal beschäftigt. Angefangen mit dem Schusswechsel mit den zwei Kids, bis hin zu den Taten in Half Moon Bay. Ich hatte am Anfang schon den Mörder in Verdacht, der Autor hat es jedoch geschafft, mich zu verunsichern und auf ganz andere Spuren zu lenken. Die Tatorte, das Vorgehen des/der Täter/s – einmalig dargestellt von Thriller-Legende Patterson. Von den spannenden Szenen zu Beginn des Buches bis zum fulminanten Showdown am Ende wieder ein durch und durch gelungenes Buch – und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil der Thriller-Serie!
Fazit:
James Patterson übertrifft sich mit „Die 4. Frau“ nochmals selbst. Besonders der Teil mit dem Gerichtsprozess hat mich gefesselt – aber auch die Taten und Morde, mit denen Lindsay Boxer diesmal in Berührung kam. Das Urteil im Gerichtsprozess empfand ich als besonders emotional. Aber auch die Taten danach – noch nie waren die Verbrechen, mit denen Lindsay zu tun hatte, so persönlich. Das Buch ist einfach einmalig, rasant, spannend, von der ersten Seite bis zum grandiosen Showdown am Ende!
5 Punkte für diesen sehr persönlichen Fall und den unglaublich emotionalen Gerichtsprozess!























