Bücher mit dem Tag "strafkolonie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "strafkolonie" gekennzeichnet haben.

19 Bücher

  1. Cover des Buches Light & Darkness (ISBN: 9783551315946)
    Laura Kneidl

    Light & Darkness

     (875)
    Aktuelle Rezension von: Hufflepuffreader

    An sich hat mir das Buch gut gefallen. Ich fand die Grundidee spannend und auch die Protagonistin war mal etwas anderes zu den immer so toughen Protagonistinnen, die mitlerweile die Jugendbuchszene dominieren.

    Es ist low fantasy, also es geht nur um das Wohl der Protagonisten, dabei hätte man aus der Story noch so viel mehr rausholen können. Dieses ganze System ist so komplex und man kann irgendwie beide Seiten verstehen, also sowohl die Befürworter, als auch die Gegner. Leider wurde mir auf die Problematik des Systems viel zu wenig eingegangen. Hätte ich es nicht besser gewusst hätte ich gedacht es wäre der Auftakt einer Reihe, denn das Ende ist nicht wirklich zufriedenstellend. Auch bei den Nebencharakteren hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, besonders hätte ich gerne mehr über Kane erfahren, der durch seinen interessanten Charakter mein Lieblingscharakter war.

    Alles in allem hätte man viel mehr herausholen können und ich finde es schade nichts mehr aus dieser Welt lesen zu können.

  2. Cover des Buches Das Hurenschiff (ISBN: 9783426513835)
    Martina Sahler

    Das Hurenschiff

     (118)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Im Genre historische Romane bin ich nicht so oft unterwegs und auch die Autorin kannte ich bisher noch nicht, daher war ich sehr neugierig, was mich erwartet. 

    Enttäuscht wurde ich nicht, das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. 

    Das Cover spricht mich schon sehr an.Vorallem das Schiff gefällt mir sehr. 

    Molly,Hannah und die anderen Frauen auf der "Lady Juliana" wurden gut beschrieben und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und an ihrem Schicksal auf der Überfahrt teilgenommen.

    Auch der Schreibstil sagte mir zu.

    Nun bin ich auf den Folgeband gespannt 

  3. Cover des Buches Die Hureninsel (ISBN: 9783426517543)
    Martina Sahler

    Die Hureninsel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Nachdem ich "Das Hurenschiff" regelrecht verschlungen habe, wollte ich gerne wissen,wie es mit Molly,Hannah und den anderen weitergeht.

    Die liebgewonnen Protagonisten sind in der Strafkolonie nach einer langen und schweren Überfahrt angekommen und stehen nun weiteren Problemen und Schwierigkeiten gegenüber, bevor sie ihr Glück finden.

    Gerne hätte ich noch mehr über ihr Leben erfahren, aber dennoch war es gut beschrieben und erklärt.

    Mir hat die Geschichte sehr gefallen 

  4. Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492259750)
    Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit

     (433)
    Aktuelle Rezension von: suse9

    Ich kann kein Buch lesen, das „Die Entdeckung der Langsamkeit“ heißt. Für mich zählen Bewegung, Tatendrang, Emotionalität. Gefühle kann ich nie zurückhalten. Sie sprudeln aus mir heraus, meine Reaktionen sind immer unmittelbar. Deshalb ist der Roman von Sten Nadolny nichts für mich, wenn da nicht, ja wenn nicht dieses Cover mit dem tollen Bild von Turner gewesen wäre und wenn man mir das Buch nicht ans Herz gelegt hätte.   

     

    Im Mittelpunkt steht Entdecker John Franklin und sein Kampf gegen die Schnelligkeit. Der Roman beschreibt sein Leben und wie er es schafft, sich mit seiner Langsamkeit in einer ungeduldigen Welt zu behaupten. Mir hat er unglaublich gut gefallen. Die Worte Nadolnys haben mich komplett verzaubert. Einige Formulierungen versetzten mich in Erstaunen. Oft blätterte ich zurück und wiederholte ein paar Seiten, nur um noch einmal den Gedanken folgen zu können.

     

    Johns Traum ist die Seefahrt und nach einigen Anstrengungen erfüllt er ihn sich. Anfangs muss er mit der Kriegsmarine vorlieb nehmen und erlebt dort den Schrecken von Seeschlachten. Ich habe schon einige gute Bücher aus dieser Zeit gelesen, die das Leben auf einem Schiff und die Gefechte zum Thema hatten. Nadolny lässt uns an der Seite John Franklins einen vollkommen anderen Blickwinkel einnehmen, der fasziniert. Auf jegliche Effekthascherei wird verzichtet und lässt dadurch Grausamkeiten noch mehr zu Tage treten.

     

    Der Leser folgt dem Polarforscher durch alle Bereiche seines Lebens, die Forschungsreisen, privaten Gedanken und Gefühle sowie verschiedene Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten. Viel habe ich während des Lesens nachgeschlagen, interessante Dinge erfahren. Dabei kam niemals Langeweile auf, obwohl mich die Wissenschaft nicht vordergründig bewegt. Am Ende des Romans erhielt ich allerdings den Eindruck, dass Sten Nadolny selbst die Langsamkeit ein bisschen verlor. Die letzte Etappe im Leben John Franklins wirkte auf mich nur angerissen, fast schon gehetzt. Das mildert meine Begeisterung für den Roman aber nicht.

  5. Cover des Buches Koala (ISBN: 9783442749089)
    Lukas Bärfuss

    Koala

     (52)
    Aktuelle Rezension von: KINSKINSKI

    Ein Roman über Suizid und darüber, wie Intoleranz zu Verständnis wird. Indirekt lehrt Bärfuss das heikle Thema Suizid und führt den Leser dabei dennoch nicht belehrend an die Impulse und versteckten Anzeichen heran. Hier muss man allerdings vorsichtig sein, denn Anzeichen gibt es im geplanten Fall selten. Bei all dem spart Bärfuss die Arroganz einer (Auf)Lösung aus.

    Historische Berichterstattung über Australien wechselt im Roman mit Gegenwartsszenarien, was für mich gut funktioniert hat. Einzig ein zu langer Mittelteil, der die Hauptfigur neben sich herschiebt, hat mir nicht so ganz gefallen.

  6. Cover des Buches Die Verwandlung der Welt (ISBN: 9783406614811)
    Jürgen Osterhammel

    Die Verwandlung der Welt

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    Jürgen Osterhammels Buch "Verwandlung der Welt" unternimmt den Versuch, das in jüngster Zeit in der Geschichtswissenschaft diskutierte Konzept der Welt- bzw. Globalgeschichte von der Theorie akademischer Debatten in die Praxis der Geschichtsschreibung zu überführen. Dieser Versuch erfolgt am Beispiel des 19. Jahrhunderts. Jenseits nationalstaatlicher Blickverengungen und einer einseitigen Bevorzugung des Westens (Europa, USA) eröffnet Osterhammel auf 1.300 Seiten ein gewaltiges historisches Panorama des Zeitalters zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg. Alle Kontinente und Kulturkreise werden berücksichtigt, schwerpunktmäßig werden indes nur Europa, die USA, China, Japan und Indien behandelt. Rußland, Lateinamerika und das Osmanische Reich tauchen gelegentlich auf; die arabische Welt und Afrika kommen am kürzesten weg. Alle Bereiche menschlicher Existenz werden in der einen oder anderen Weise thematisiert, von der Politik- und Wirtschafts- bis hin zur Sozial- und Kulturgeschichte. Es kann sich im Folgenden nicht darum handeln, detailliert auf den Inhalt des Buches einzugehen. Vielmehr soll es hier um einige allgemeine Beobachtungen gehen, die sich während der Lektüre ergeben, und vor allem um die Frage, ob das Buch dem selbstgestellten Anspruch der "Historischen Bibliothek der Gerda-Henkel-Stiftung" gerecht wird, eine "große Leserschaft" anzusprechen.

    Osterhammels enzyklopädischer Ansatz hat gravierende Nachteile. Manche Kapitel sind von stark aufzählendem Charakter und konfrontieren den Leser mit einer sehr dichten Faktenfülle, was bei der Lektüre mitunter rasch ermüdet. Über weite Strecken wirkt das Buch wie ein in Prosaform überführter Zettelkasten. Osterhammel hat sich unzweifelhaft großes Wissen angeeignet, aber müssen dem Publikum wirklich alle Lesefrüchte mitgeteilt werden? Ist wirklich alles gleichermaßen wichtig? Erweist sich die Könnerschaft eines Autors nicht auch im Auswählen und Weglassen, im Abwägen des Wichtigen und weniger Wichtigen? Müssen die Oper und der Walfang unbedingt in ein und demselben Buch behandelt werden, nur weil beide im 19. Jahrhundert eine Blüte erlebten? Einmal mehr drängt sich der Verdacht auf, daß deutsche Lektoren den Gebrauch des Rotstifts verlernt haben, vor allem wenn ihnen Manuskripte von Historikern vorliegen, die sich bereits einen Namen gemacht haben. Streichungen und Kürzungen sind dann offensichtlich nicht mehr zumutbar. Deutsche Lektoren sollten sich ihre britischen Kollegen zum Vorbild nehmen, die viel beherzter in Manuskripte eingreifen - zum Nutzen der Bücher und vor allem der Leser. Ein Buch ist kein Gemischtwarenladen und sollte deshalb nicht mit tausenderlei Dingen vollgestopft werden.

    Kurzum: Das Buch ist viel zu lang und viel zu umfangreich. Es behandelt so viele Themen und Aspekte, es eröffnet so viele faszinierende Perspektiven und gibt so viele Anregungen zum Nachdenken, daß eine einmalige Lektüre gar nicht ausreicht. Wer am Ende des Buches angekommen ist, hat vergessen, was er 1.000 Seiten zuvor gelesen hat. Um es vollauf würdigen und seinen Inhalt durchdringen zu können, müßte man das Buch mindestens zweimal lesen und dabei jedes Kapitel mit dem Bleistift in der Hand durcharbeiten. Aber welcher Leser hat heutzutage genug Zeit, um ein solches Mammutwerk mehrfach zu lesen und gründlich durchzuarbeiten? Unser aller Lebens- und Lesezeit ist begrenzt. Andere Bücher wollen auch gelesen werden. Das sollten jene Historiker bedenken, die das Publikum mit "Ziegelsteinen" von mehr als 1.000 Seiten Umfang beglücken (der gleiche Hang zu Gigantomanie und ungezügelter Weitschweifigkeit ist u.a. bei H.A. Winklers "Geschichte des Westens", Wolfram Pytas "Hindenburg" oder auch den Himmler- und Goebbels-Biographien von Longerich zu beobachten).

    Wie bei so vielen deutschen Historikern ist auch bei Osterhammel unklar, für welches Publikum er eigentlich schreibt. Wäre das Buch in einem Wissenschaftsverlag erschienen, würde sich diese Frage nicht stellen. Es ist aber in einem der bekanntesten deutschen Publikumsverlage erschienen. Einleitung und Nachwort geben jedoch keinerlei Hinweis auf das anvisierte Publikum. Studierende und historisch interessierte Laien dürften von den ständigen Sprüngen von Kontinent zu Kontinent und von Land zu Land bald überfordert sein. Mal geht es um das Osmanische Reich, ein paar Zeilen weiter aber um Japan und auf der nächsten Seite um die USA. Osterhammel bietet wenig ereignisgeschichtliche Kontextualisierung, setzt also ein immenses Vor- und Hintergrundwissen voraus. Für den durchschnittlichen Leser dürfte die Geschichte Lateinamerikas, Chinas oder Japans im 19. Jahrhundert jedoch eine Terra incognita sein. Wer hat hierzulande je vom Taiping-Aufstand gehört, der China um 1850 erschütterte? Wer kennt sich mit der schrittweisen Kolonisierung Indiens durch die Briten aus? Es ist schon schwierig genug, die Geschichte der europäischen Staaten und Rußlands im 19. Jahrhundert zu überblicken. Osterhammel stellt dies nicht in Rechnung. Er sah bei der Niederschrift offenbar einen universell gebildeten Leser vor sich, den es in der Realität natürlich nicht gibt. Bei der Vergegenwärtigung historischer Schauplätze in Ost und West schießt der Autor gelegentlich übers Ziel hinaus. Welchen Sinn hat es, die französische Kolonialarchitektur im vietnamesischen Hanoi zu beschreiben, die kaum ein Deutscher je mit eigenen Augen gesehen hat? Ohne Bildmaterial sind solche Beschreibungen nutzlos.

    Das gesamte Buch ist nicht narrativ angelegt, sondern streng analytisch und problembezogen. Es präsentiert keine Geschichte, wenn man unter Geschichte eine Erzählung versteht, die sich durch die Einheit von Schauplatz, Zeit und Akteuren auszeichnet. Es ist ein typisches "Wissenschaftlerbuch", d.h. es holt den Leser nicht dort ab, wo er steht, sondern thront auf einem hohen Podest, zu dem der Leser sich emporzustrecken hat. Wie jedes "Wissenschaftlerbuch" behandelt auch Osterhammels Buch vieles, das allenfalls für Fachhistoriker, kaum aber für das nichtakademische Publikum von Interesse ist. Das Werden und Vergehen von Imperien, die Entstehung von Nationalstaaten, interkulturelle Transfers, Kolonialismus und Zivilisierungsmissionen, Migration, die Frontier-Problematik, das Konzept der Proto-Industrialisierung - all das sind Dinge, die innerhalb der Geschichtswissenschaft debattiert werden, aber wohl kaum von Laien. Was für das nichtakademische Publikum interessant sein könnte, darüber denken deutsche Historiker generell zu wenig nach. Periodisierungs- und Definitionsfragen, wie sie Osterhammel aufwirft (Wie ordnet man das 19. Jahrhundert in die Neuzeit ein? Was ist eine Revolution? Was ist ein Imperium? Was ist Bürgertum? usw.), vermögen Fachleute zu erregen, sind für Laien aber ohne Belang.

    Fazit: Für Fachhistoriker, die das nötige Rüstzeug mitbringen, um den Inhalt des Buches angemessen verarbeiten zu können, ist Osterhammels Werk eine unerschöpfliche Fundgrube an erhellenden Einsichten und anregenden Interpretationen. Dem auf Europa spezialisierten Fachmann bietet das Buch eine großartige Erweiterung des Horizonts. Die meisten deutschen Historiker blicken noch immer zu wenig über den europäischen bzw. westlichen Tellerrand hinaus. Wer das Buch bewältigt hat, wird die Welt des 19. Jahrhunderts fortan mit anderen Augen betrachten und die zum Klischee gewordene Dichotomie vom fortschrittlichen Westen und dem rückständigen "Rest" überdenken. Ob hingegen historisch interessierte Laien Freude an diesem Buch haben, muß bezweifelt werden. Es ist eben kein "Lesebuch", kein Buch, das einen roten Faden und einen Spannungsbogen besitzt und eine in sich geschlossene Geschichte erzählt. Letztlich ist das Buch doch zu wissenschaftlich, um einen breiten Leserkreis jenseits der Fachwelt ansprechen und unterhalten zu können. Daran ändert leider auch Osterhammels angenehm einfacher und gut lesbarer Schreibstil nichts. 

    (Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im März 2013 bei Amazon gepostet)

  7. Cover des Buches Papillon (ISBN: 9783596212453)
    Henri Charrière

    Papillon

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Lynn11

    Auch wenn diese Geschichte im autobiographischen Schreibstil verfasst wurde, so mag ich doch sehr daran zweifeln, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Die Story ähnelt einem Abenteuerroman, in welchem sich die Szenerie einige male wiederholt. Für mein Empfinden etwas zu platt, zu künstlich und zu oberflächlich. Ja, als Klassiker sollte man das Buch einmal in seinem Leben gelesen haben. Gehört zu den Abenteuerromanen: Tarzan, Mobby Dick, Robinson Crusoe u.a.

  8. Cover des Buches Das Lied der roten Erde (ISBN: 9783548282145)
    Inez Corbi

    Das Lied der roten Erde

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Wie soll ich 456 Seiten voller Romantik, Dramatik und Abenteuer in ein paar Zeilen beschreiben? Ich habe es versucht und hoffe Sie auf den Geschmack bringen zu können!

     

     

    Australien Sage Von Dublin nach Australien

     

     

    Die Junge Irin Moira wird von ihren Eltern zur Heirat gezwungen. Ihren zukünftigen Mann ein Arzt geht mit Moira nach Australien wo er in einem Straflager arbeitet. Auf der Schiffsreise dorthin sieht Moira zum ersten Mal Duncan, der als Rebell zu sieben Jahre Verbannung verurteil wurde. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Als Duncan Moira auch noch vor einer Vergewaltigung rettet ist es um die beiden geschehen. Eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Doch haben die zwei eine Chance?

     

     

    Spannend, fassettenreich und trotz der über 400 Seiten schnell ausgelesen!

     

     

    Ein Buch der besonderen Art. Spannend, einfühlend, romantisch und tragisch. Hätte nie gedacht, dass mich ein historischer Roman so begeistern kann. Die Autorin Inez Corbi hat ja schon zahlreiche historische Roman geschrieben. Dies ist mein erster von ihr aber sicher nicht mein letzter!

     

     

     

    Fazit: Das Lied der roten Erde ist ein spannender Roman der in Australien um 1800  spielt. Ich war total in diese Welt versunken und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Er liest sich sehr flüssig, ist unterhaltsam und fesselt bis zum Schluss. Ein Buch dass Sie auf jeden Fall lesen sollten! Für Leser von Historischen Genre oder Fans von Sarah Lark.

     

     

  9. Cover des Buches Goulds Buch der Fische (ISBN: 9783833300912)
    Richard Flanagan

    Goulds Buch der Fische

     (15)
    Aktuelle Rezension von: CarosLiteraturWelt

    Ein Universum des Schreckens, die Unendlichkeit der Liebe oder einfach die tasmanische Gefängnisinsel Sarah Island. Sind Sie reif für die Insel?

     

    Nun, die Insel ist reif für Sie. Seien Sie Gast. Richard Flanagans "Roman in zwölf Fischen" ist ein Buch über alles, was die Welt an Themen zu bieten hat. Das Schöne daran: Man liest es in drei Tagen durch. Und Sie wissen ja, was man über Gäste und Fische sagt. Also nichts wie rein ins Abenteuer, in den Strudel des Schreckens, wo Liebe nicht sicher, aber die einzige Chance ist.

     

    William Buelow Gould hat einen Auftrag

    Eine Strafkolonie am äußersten Ende der Welt vor der tasmanischen Küste im 19. Jahrhundert. Fälscher und Dieb William Buelow Gould wartet in einer Zelle auf seine Hinrichtung. Er klaubt alles zusammen, was er als Tinte verwenden kann - Blut, Spucke, gemahlene Seeigelstachel – und schreibt auf gehortetem Papier seine Erinnerungen auf.

     

    Er erzählt von der Gründung und dem Niedergang der Strafkolonie Sarah Island, von Folter, Massenmord und Vergewaltigung, von Demütigung und Exekution, Zivilisation, Wahn, Sinnlichkeit, Kunst und dem ganzen Etcetera. Das, obwohl sein Auftrag lautete, alle Fischarten Tasmaniens zu malen. Doch seine Fische verwandeln sich zu Geschichte.

     

    Fisch wird Mensch, Mensch wird Fisch und alles von vorn

    Viele Jahre später wird sein Buch gefunden von Sit Hammet, dem fiktiven Autor und Herausgeber des Romans. Er verliert sich darin, seine Gedanken werden beherrscht, es offenbaren sich immer neue Geschichten daraus. Meint er, alle Magie erfasst zu haben, fällt ihm ein weiteres ungelesenes Blatt zu. Bis Hammet das Buch eines Tages auf einen Kneipentresen legt, sich dieses in eine Pfütze verwandelt und weggewischt wird. "Das Buch der Fische" mit seinen Myriaden Wundern und seiner fürchterlichen Erzählung, die sich unaufhörlich entfaltete und fortschrieb, war weg. Ich hatte etwas Grundlegendes verloren und mir dafür eine sonderbare Infektion zugezogen: die schreckliche Ansteckung unerwiderter Liebe."

     

    Verzweifelt versucht er sich an einer Rekonstruktion und erkennt beim Schreiben, "dass wir mehr sind, als wird sind, dass wir eine Seele haben". Hammet entdeckt den Fisch in sich. Am Ende glotzt ihn aus einem Aquarium ein Fisch an, saugt sich durch die Augen in seine Seele. Er wird Fisch, der Fisch wird Mensch. Dieser hieß William Buelow Gould. Eine unendliche Geschichte, ein Spiel, in dem sich Autor und Erzähler, Fakten und Fiktion verwischen.

     

    Ausgezeichnet mit Commonwealth-Literaturpreis

    "Goulds Buch der Fische" ist der dritte Roman des australischen Schriftstellers Richard Flanagan und erhielt den wichtigen Commonwealth-Literaturpreis. Das Buch wurde in verschiedenen Farben und mit aufwändiger Gestaltung gedruckt und birgt ein erschütterndes Erlebnis durch und durch. Es ist ein blutiges, barbarisches, pervertiertes Epos aus der Welt des erwachenden und unsicheren Industriezeitalters. Es ist eine Geschichte moralischer Verwilderung und wissenschaftlicher Lüge. Und eine über Menschen, die noch in der größten Erniedrigung von Schönheit zu träumen wagen.

     

     

  10. Cover des Buches Scatterheart - Verbannt in die Ferne (ISBN: 9783570280171)
    Lili Wilkinson

    Scatterheart - Verbannt in die Ferne

     (175)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi
    "Östlich der Sonne und westlich des Mondes" heißt ein norwegisches Märchen. Dort begegnet einem armen Bauern ein weißer Bär und fragt, ob dieser ihm seine jüngste Tochter gäbe. Im Gegenzug dafür erhielte der Mann Reichtum. Die Tochter geht mit dem Bären, lebt in einem Schloss, hat alles was das Herz begehrt und langweilt sich, ist unzufrieden, ein Scatterheart. Der weiße Bär lässt Scatterheart gehen, als er merkt, wie unglücklich sie ist. Allerdings findet sie den Weg zurück nach Hause nicht mehr und irrt durch die Welt, bis sie letztendlich wieder bei dem weißen Bären landet...

    Eingebettet in dieses Märchen ist die Geschichte der 14jährigen Hannah, die 1814 in London lebt und ein behütetes Leben führt, bis sie feststellt, dass ihr Vater offenbar ein berüchtigter Spieler war, der sie alleine gelassen hat um seinen Schuldnern zu entgehen. Hannah ist mittellos und hilflos. Durch ein Missverständnis landet sie auch noch im Gefängnis und wird nach Australien deportiert. Thomas, ihr ehemaliger Hauslehrer, hatte angeboten, sie zu heiraten. Aber Hannah fand es nicht angemessen, unter ihrem Stand zu heiraten...

    Es ist sehr faszinierend, wie hier eine "reale" Geschichte mit einem Märchen verknüpft wird. Hannah und Scatterheart werden gemeinsam erwachsen, durchleiden Schreckliches und verabschieden sich von Standesdünkel und Vorurteilen.
    Der Schreibstil ist schön und liest sich leicht. Die Seiten fliegen nur so dahin. Vielleicht hat es ein paar Längen im Mittelteil. Hannahs Seereise ist wirklich lang und qualvoll.
    Am Ende findet Hannah sich und auch etwas Glück, sofern man als Sträfling in Australien eben glücklich werden kann. Das Leben ist eben kein Märchen.
  11. Cover des Buches In der Strafkolonie (ISBN: 9783745084474)
    Franz Kafka

    In der Strafkolonie

     (64)
    Aktuelle Rezension von: deadlypoppy
    Kafkas "In der Strafkolonie" ist meine neue Lieblingserzählung. Darin erzählt Kafka auf eindringliche und markerschütternde Weise von einem Macht- und Bestrafungsapparat. Wenn ihr auf Horrorliteratur steht, aber die Klassiker à la King bereits auswendig kennt, greift doch mal zu dieser Erzählung.
  12. Cover des Buches Der Heizer /Das Urteil /In der Strafkolonie (ISBN: 9783872911872)
    Franz Kafka

    Der Heizer /Das Urteil /In der Strafkolonie

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Heike110566
    Dieses Büchlein enthält drei Erzählungen Kafkas (1883-1924). 1. "Der Heizer" Franz Kafka begann 1912 mit der Arbeit an dem Roman "Der Verschollene", der aber bis zum Tode des Autors unvollendet blieb und als Fragment von Max Brod, gegen den Willen Kafkas, als "Amerika" herausgegeben wurde. "Der Heizer" ist das erste Kapitel des Romans, das Kafka als selbständige Erzählung im Jahre 1913 veröffentlichte. Der 16-jährige Karl Roßmann wurde von seinen Eltern nach Amerika abgeschoben, weil daheim eines der Dienstmädchen von ihm ein Kind bekam. Lediglich mit dem was er auf seinen Leib trägt, einem Koffer mit einem geflickten Anzug, einem Hemd und einer Veroneser Salami darin, einem Regenschirm sowie etwas Geld ausgestattet, landet er, zusammen mit vielen Auswanderern im Hafen von New York. Bei der Ankunft stellt er fest, dass er seinen Regenschirm vergessen hat und bittet naiverweise einen Mitreisenden, den er aber nur flüchtig kennt, auf seinen Koffer aufzupassen. Er verirrt sich aber auf den Schiff und hat so Schirm und Koffer schon bei der Ankunft verloren. Auf seinem Irrweg begegnet er den Schiffsheizer, der gerade entlassen wurde und über diese ihm angetane Ungerechtigkeit sich echauffiert. Karl will ihm helfen. Gemeinsam gehen sie ins Bureau, wo sie dem Kapitan, dem Oberkassier, dem anwesenden Senator Jakob und anderen von der Sache berichten. Allerdings: Der Heizer, der "überhaupt langsam in seinen Bewegungen" (S. 8) war, kann Schubal, seinem Vorgesetzten, nichts konkretes vorwerfen. Die Offiziere fühlen sich genervt. Der Senator beginnt sich aber für Karl zu interessieren ... 2. "Das Urteil" Die Erzählung "Das Urteil" erschien 1913 zum ersten Mal in dem von Max Brod herausgegebenen "Jahrbuch der Dichtkunst Arkadia" und als seperater Druck, auf Kafkas Wunsch, 1916 innert der Buchreihe "Der jüngste Tag". Georg Bendemann ist ein junger, aufstrebender, erfolgreicher Kaufmann. Seine Geschäfte laufen sehr gut. Das Familienunternehmen, dass er seit dem Tod der Mutter führt, schreibt gute Zahlen. Und auch privat scheint das Glück ihm hold zu sein. Hat er sich doch kürzlich mit der aus wohlhabenen Hause stammenden Frieda Brandenfeld verlobt. Alles scheint zu passen. - An einem Sonntag aber schreibt Georg einen Brief an seinen Freund in Petersburg. Und er steht vor der Frage, ob er diesen Freund wie immer in den letzten drei Jahren einen nichtssagenden Brief mit nichtssagenden Inhalt schreibt oder ob er von den Erfolgen und Veränderungen in seinem Leben berichtet. Er tut diesmal letzteres und sucht danach seinen Vater in dessen kleinem Zimmer auf und erzählt seinen Entschluss. Sein Vater bezweifelt, dass Georg einen Freund in Petersburg habe. Georg denkt, dass sein Vater sich nur an ihn nicht erinnern könne und erzählt von dessen letzten Besuch bei ihnen. Aber der Vater wusste wer gemeint war. Er stellte nicht in Frage, dass es jemanden in Petersburg gibt, den Georg "Freund" nennt; er stellte in Frage, dass Georg diesen Menschen seinen Freund nennt, diesen Menschen, den er jahrelang vernachlässigt und belogen hat. Genau wie Georg jahrelang seinen Vater vernachlässigt und sich selbst belogen hat. Und alles nur des eigenen Erfolges wegen. --- Nun bekommt er die Quittung von seinem Vater, des Vaters Urteil ... Desweiteren ist als dritte, ebenso spannende und interessante Erzählung "In der Strafkolonie" in diesem Büchlein enthalten. Kafka besticht durch eine herausragende Erzählweise und macht die Lektüre dieser Erzählung zu einem Lesegenuss
  13. Cover des Buches Papillon. (ISBN: 9783217001220)
    Henri Charrière

    Papillon.

     (15)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Der Mond am anderen Ende der Welt (ISBN: 9783426509005)
    Barbara Bickmore

    Der Mond am anderen Ende der Welt

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein wunderschöner Australien-Schmöker, den ich kaum aus der Hand legen mochte. Allen, die auch gerne Sarah Lark, Lesley Pearse und Jennifer Donnelly lesen, kann ich diesen Roman nur empfehlen!
  15. Cover des Buches In einem weiten Land (ISBN: 9783442204410)
    Johanna Nicholls

    In einem weiten Land

     (11)
    Aktuelle Rezension von: leliicupcake

    Mir hat das Buch an sich wirklich sehr gut gefallen. Die Handlung fand ich sehr ansprechend, die Charaktere waren mir allesamt auf ihre Art und Weise sympathisch und auch die Verbildlichung der australischen Landschaft und Lebensumständen im 19. Jahrhundert haben mich wirklich sehr angesprochen.
    Dennoch muss ich mich den anderen Rezensionen leider anschließen, so gut mir das Buch auch gefallen hat, war die Handlung einfach zu langatmig. Die Handlung hat sich viel zu lange in sich selbst verstrickt, die Protagonisten konnten nicht immer ihr wahres Potential zeigen und das Ende war zwar voraussehbar, dennoch wurden die Gefühle der Hauptcharaktere nicht adäquat beschrieben und deshalb fand ich es auch irritierend, dass es schlussendlich doch so geendet ist, wie ich es anfangs noch vermutet hatte.
    Hätte sich die Handlung nicht so gezogen, hätte das Buch definitiv fünf Sterne von mir bekommen können.  

  16. Cover des Buches Das Urteil und andere Erzählungen (ISBN: 9783518188361)
    Franz Kafka

    Das Urteil und andere Erzählungen

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    So viele Klassiker im Moment! Woran kann das nur liegen? Mal ganz sicher nicht an der Fernlehre der Uni, für die ich jetzt gefühlt zehn mal so viele Klassiker wie sonst lesen muss. Oder darf. Ist Ansichtssache. Ich lese die Klassiker ja gerne und als Literaturwissenschaftlerin sollte man ja alles gelesen haben, was nur irgendwie geht. Verstehe ich und an meinem Studium gefällt mir ja genau deswegen so gut. Aber dann gibt es Texte, bei denen ich mir nur denke: "Was zur Hölle! Ist das euer Ernst?" "Das Urteil" war so eine Kurzgeschichte.

    Ich lese Kafka sehr gerne. Er hat einen spannenden Stil, der mich einfach fesselt. Und seine Bücher sind immer faszinierend, weil sie einfach so...kafkaesk sind! Irgendwie gruselig, immer schräg und nie weiß man, ob jetzt gerade wirklich alles so gemeint ist, wie man es verstanden hat. Kleiner Spoiler: Nein ist es nicht.

    "Brief an den Vater" hab ich ja auch schon gelesen und auf diesem Blog rezensiert. Da wurde ja schon ziemlich klar, dass die Beziehung zwischen Kafka und seinem Vater nicht gerade ideal war. Gesund ist was anderes. Das zeigt sich auch hier wieder. Natürlich sind das nicht wirklich Kafka und sein Vater, sondern fiktive Figuren, von denen man nicht sagen kann, ob die jetzt ein Vorbild haben. Aber wenn man nebenher den "Brief an den Vater" liest und den Lektüreschlüssel und dazu noch Kafkas Tagebuch... Also das kann mir keiner erzählen, dass die Figuren nicht an die Realität angelehnt sind! Da sind die real existierenden Menschen, also Kafka und sein Vater, zumindest Vorbilder für die Figuren gewesen!

    Viel mehr kann ich zu dieser Kurzgeschichte eigentlich gar nicht sagen. Das ist das Problem mit Kurzgeschichten. Die haben ja nur so um die 20 Seiten - was soll man da groß darüber schreiben. Natürlich könnte ich hier den Inhalt detailgetreu wiedergeben oder euch verraten, was ich am Mittwoch in meinem Referat über Kafas "Urteil" und die Psychoanalyse gesagt hätte, wenn der Server der Fernlehre nicht zusammengestürzt wäre. Aber erstens wären meine Referatspartnerinnen wohl nicht wirklich begeistert, wenn unser Referat plötzlich im Internet landet und zweitens müsste ich dafür zuerst erklären, was die Psychoanalyse denn eigentlich ist und wie zur Hölle das mit der Literatur zusammenhängt. Vielleicht erkläre ich euch das ja sogar irgendwann auf meinem Blog. Aber heute nicht.

    Zusammenfassend kann man über diese Kurzgeschichte sagen, dass sie einfach typisch für Kafka ist. Ich mag "Die Verwandlung" lieber, aber das ist wohl Geschmackssache. Auf Goodreads habe ich die Geschichte als "Achterbahn" beschrieben und das trifft es, denke ich, ziemlich gut. Die Geschichte ist verwirrend und schräg, so wie es für Kafka halt typisch ist. Meiner Meinung nach, macht aber genau das die Geschichte so lesenswert. Also blättert sie doch einfach mal durch, ist ja echt nicht so lang!

  17. Cover des Buches Im Tal der Lügen (ISBN: 9783426407295)
    Ricarda Martin

    Im Tal der Lügen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: -sabine-
    Wahrlich eine große Frauensaga! In einem flüssigen und eindrücklichen Schreibstil erzählt Ricarda Martin die Geschichte von Lorna Dowling, die als unschuldige Mörderin im 19. Jh. Nach Tasmanien deportiert wird. Die Umstände bis zur Verurteilung, die Beziehung zwischen den besten Freundinnen Cathy und Lorna, die lange Zeit der Gefangenschaft und was Cathy danach mit ihrem Leben macht – all das ist so mitreißend und spannend geschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Charaktere sind so wunderbar gezeichnet, die Landschaften bildreich und detailliert, so dass ich mich als Teil der Geschichte gefühlt habe. Lediglich die Naivität und Opferbereitschaft der Protagonistin fand ich etwas anstrengend – aber darüber konnte ich bei dem sonst fantastischen und überragenden Roman hinwegsehen!
  18. Cover des Buches Das trotzige Leben der Mary Bryant (ISBN: 9783596316267)
    Judith Cook

    Das trotzige Leben der Mary Bryant

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Katrin1966
    Ist nicht wie ein Roman geschrieben, eher wie eine Biografie. Aber total interessant. Konnte es nicht mehr weglegen.
  19. Cover des Buches Lebenslänglich (ISBN: 9783353004482)
    Marcus Clarke

    Lebenslänglich

     (14)
    Aktuelle Rezension von: mywishcraft
    Ein wunderbarer historischer Roman über die Geschichte Tasmaniens.
  20. Zeige:
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