Bücher mit dem Tag "strange"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "strange" gekennzeichnet haben.

57 Bücher

  1. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: 9783596169221)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

     (1.231)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Geschichte des kleinen Oskars auf der Suche nach Antworten hat mich sehr mitgenommen. Ich musste immer wieder innehalten und nachdenken. Nichts zum eben mal durchlesen. Sehr bewegend und emotional.

  2. Cover des Buches Kafka am Strand (ISBN: 9783442740437)
    Haruki Murakami

    Kafka am Strand

     (1.061)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Für mich ist „Kafka am Strand“ sicherlich eines DER Bücher.

    Murakami breitet seine surreale und kafkaeske Welt so dicht und verwoben aus wie das allenfalls noch in „Die Aufziehvogel-Chroniken“ und „1Q84“ geschieht. 

    Mehrere Handlungsstänge, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben (und jeweils für sich schon „verrückt“ genug sind), werden kunstvoll verwoben.

    Wie immer bei Murakami kann man das Ganze entnervt nach wenigen Seiten (oder einigen Kapiteln) in die Ecke pfeffern, oder aber man lässt sich drauf ein und erlebt ein (wie ich finde) sehr sensibel gezeichnetes Werk. Natürlich sind sprechende Katzen (oder gar Kühlschränke mit Katzenköpfen), regnende Meeresbewohner oder UFO-ähnliche Geschehnisse nicht jedermanns Sache, ist aber letztlich auch egal, weil Murakami das in der Summe total kunstvoll kombiniert und atmosphärisch verwebt. 

    Und so ist -wie eigentlich so oft bei Murakami- das Thema „Einsamkeit“ / „Suche“ / „Sehnsucht nach Ankommen“ vorherrschend. 

    Für mich persönlich -wie gesagt- eines DER Bücher. Möglicherweise sogar DAS Buch.

  3. Cover des Buches Jonathan Strange & Mr. Norrell (ISBN: 9783827005229)
    Susanna Clarke

    Jonathan Strange & Mr. Norrell

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Ja, es ist sehr lang. Ja, es hat langatmige Passagen. Ja, am Anfang passiert lange herzlich wenig. Und trotzdem habe ich zu keinem Zeitpunkt bereut, dieses Buch in die Hand genommen zu haben, denn Susanna Clarke schlägt hier einen großen Bogen von alter englischer Literatur a la Dickens und Austen zur modernen Fantasy, unterlegt mit herrlicher Ironie. Das Ende ist etwas unbefriedigend dafür, dass die Konfrontation auf 1000 Seiten vorbereitet wurde, aber die poetische Schönheit des Schreibstils und die einzigartige Herangehensweise an das Thema lassen für mich keine niedrigere Wertung zu: intelligent, originell, absolut lesenswert.

  4. Cover des Buches Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte (ISBN: 9783846600856)
    Laini Taylor

    Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte

     (259)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    Wow, diese Geschichte ist im wahrsten Sinne des Wortes traumhaft! Wer sich auf die Reise mit Lazlo Strange begibt lässt sich auf Fantasy ein, die ihresgleichen sucht. 

    Laini Taylor verpackt eine so simple Botschaft in eine höchst poetische Story, die einen staunend und hoffnungsvoll zurücklässt.

  5. Cover des Buches Fight Club (ISBN: 9783442542109)
    Chuck Palahniuk

    Fight Club

     (429)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Klopotek

    Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ever, ever!

    Viele werden den Film kennen. Ich werde im Text ein paar Zitate aus dem Film verwenden, der sehr nah am Roman gehalten Ist Chuck Pahlaniuk schafft es fast immer eine Welt zu erschaffen, die, wenn auch noch so abstrus, während des Lesens real erscheint.

    "Fight Club" ist kein Roman über einen Kampf-Club, wie oft beschrieben. Viel mehr geht es um den gesellschaftlichen Kampf, den Wunsch der Beste zu sein, indem man sich mit Konsumgüter brüstet, sich selbst verliert. "Du bist nicht dein Job! Du bist nicht das Geld auf deinem Konto! Nicht das Auto, das du fährst! Nicht der Inhalt deiner Brieftasche! [...] Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt." Gesellschaftskritisch, populistisch und teilweise auch kafkaesk "Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. Wir sind die Zweitgeborenen [...] Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten."

    Am Ende gibt es einen mega überraschenden Twist, der dennoch total schlüssig ist alles ergibt einen Sinn, erscheint es noch so abgedreht. “Ganz unten zu sein ist kein Wochenendausflug. Kein gottverdammtes Seminar. Hör auf alles kontrollieren zu wollen und lass los! LASS LOS!”

    Wenn ihr bis jetzt nicht darüber nachgedacht habt, was es bedeutet in einer kapitalistischen Konsumgesellschaft - sorry, wenn das zu marxistischen klingt - zu leben, wie dies unser ganzes Leben beeinflusst, werdet ihr es nach der Lektüre dieses herausragenden Romans tun. 

  6. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.205)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich lese selten lustige Bücher und schaue ungern Komödien; mich kann man nur mit intelligentem Wortwitz und dem Spiel mit der Sprache aus der Reserve locken. Und das ist Sven Regener mit diesem Buch gelungen. "Herr Lehmann" ist herrlich witzig, häufig "um die Ecke gedacht" und voller Sätze, die so klug konstruiert sind, dass es Spaß macht, sie mehrmals zu lesen. Es handelt sich insgesamt eher um einen Lebensausschnitt, der dargestellt wird; große Entwicklungen und Ereignisse darf man als Leser also nicht erwarten. Vielmehr stellt Regener den Alltag seines Protagonisten dar, dessen Suche nach Sinn und Ziel, seine "Abnabelung" vom Elternhaus usw. Ich finde, dies alles las sich wirklich flüssig und ich habe Lust bekommen, mehr von Regener zu lesen.

  7. Cover des Buches Girl in a Strange Land (ISBN: 9783785589281)
    Karl Olsberg

    Girl in a Strange Land

     (21)
    Aktuelle Rezension von: juniverse

    Sophia lebt im Stillachtal, dem Tal der Erweckten. Dorthin ist ihre Gemeinde vor 34 Jahren Satans Mächten entflohen. Einzig die umliegenden Berge und ihr Glauben schützen die Bewohner davor, wie der Rest der Menschheit, zu Verlorenen zu werden. Das zumindest wird Sophia in der Schule beigebracht. Doch als sie den jungen Mirko kennenlernt, wird ihre bisherige Weltanschauung auf den Kopf und sie vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Denn eines Nachts flieht Mirko aus dem sicheren Tal in die verlorene Welt. Und Sophia beschließt, ihm zu folgen…  

    Girl in a strange land“ ist der zweite Teil einer Trilogie von Karl Olsberg.

    Das Dorf, in dem Sophia aufwächst, hat der Technologie abgeschworen und den Kontakt zur Außenwelt abgebrochen. Sie versorgen sich selbst und leben zwischen Feldern, Weiden und Ställen. In dieser Idylle hat die Kirche das Sagen und jeder, der ihr nicht gehorcht, wird bestraft oder verbannt. Die fromme Sophia merkt mit der Zeit, wie absurd die ganzen Vorschriften doch eigentlich sind und macht sich auf den Weg, die Wahrheit herauszufinden. 

    Obwohl ich ja schon ungefähr wissen konnte, was mich erwartet, war es zu Anfang schwierig, in die neue Welt hineinzufinden, da sie sich so stark vom ersten Setting unterscheidet. Doch nach einiger Zeit merkt man, dass sie die beiden Kulturen zwar nach außen hin das genaue Gegenteil voneinander sind, aber die Strukturen sich stark ähneln. 

    Auch dieses Buch hat wieder einen philosophischen Ansatz, diesmal geht es jedoch weniger um die Definition der Selbst, sondern um den Glauben an Gott und Religion. Wichtige Themen, die sehr aktuell sind. 

    Ich finde das Thema sehr gut umgesetzt und Sophias Gedankengänge nachvollziehbar. Sie bleibt zu jeder Zeit sich selbst treu und das macht sie zu einem sehr interessanten Charakter. 

    Während der erste Teil der Trilogie stark an Matrix und Inception erinnerte, ist der zweite Teil eine Mischung aus Erebos und Ready Player One, beides Bücher die ich sehr schätze.

    Mir ist zum ersten Mal aufgefallen, das Karl Olsbergs Bücher, zumindest die beiden, die ich von ihm schon gelesen habe, von ihrer Erzählweise und Komposition wie ein Film aufgebaut sind. Man könnte die Handlung direkt aus dem Buch heraus abdrehen und hätte einen Kinofilm, dem es weder an Spannung noch an Tiefe fehlt. 

    Diese Geschichte und diese Welt haben noch viel mehr Potenzial, als der Autor ausgeschöpft hat. Doch beinahe stur lässt er den einfachen und vorhersehbaren Handlungsstrang links liegen und verfolgt seine ganz eigene Vorstellung. Olsberg lässt vieles ungesagt und bleibt ganz nah bei seiner Protagonistin. Auch das Happy End ist nicht ganz so happy, wie es vielleicht in einem anderen Buch gewesen wäre. Doch gerade das macht diese Geschichte so unvorhersehbar und authentisch

    Ich verstehe diese Trilogie als Warnung an die Menschen, es bloß nicht so weit kommen zu lassen. Diesen Teil finde ich zwar nicht ganz so eindrucksvoll wie den Ersten, es handelt sich aber trotzdem um ein tolles, lesenswertes Buch. 

  8. Cover des Buches Riesen sind nur große Menschen (ISBN: 9783946120292)
    Frauchiger René

    Riesen sind nur große Menschen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: nonostar

    Achilles hat ein Gefühl. Für Bälle. Und andere Sachen. Eigentlich für alles was man werfen kann. Und er ist LkW-Fahrer. Dabei trifft er Lulu und traut sich irgendwann, sie endlich zum Essen einzuladen. Aber Lulu kommt nicht, denn sie wurde entführt. Irgendwo gibt es auch noch Marja. Und Paul. Und Jacquette. Aber was das alles jetzt mit Pizza, Riesen und der Grenzwacht zu tun hat, das liest man besser selbst.

    René Frauchinger hat hier ein rasantes Abenteuer geschaffen, das ziemlich abstrus, skurril , außergewöhnlich und manchmal auch verwirrend ist. Aber es macht Spaß! Anfangs brauchte ich zwar ein bisschen, bis ich mich an das ziemlich wirre und ungewöhnliche Setting gewöhnt hatte, aber dann liest man umso lieber weiter. Und wenn man mal unter die Oberfläche schaut, ist auch gar nicht mehr alles so witzig sondern tatsächlich ziemlich ernst und real.

    Ich mochte den Schreibstil sehr, er forderte mich manchmal, die Zusammenhänge alle zu sehen, aber es lohnt sich. Den Aufbau und die Erzählweise habe ich in dieser Form auch noch nirgends gesehen, aber genau davon lebt auch diese Erzählung irgendwie. Also lest alle dieses Buch. Das übrigens auch abseits vom Inhaltlichen ganz großartig gestaltet ist!

  9. Cover des Buches Das Liebesleben der Hyäne (ISBN: 9783423211062)
    Charles Bukowski

    Das Liebesleben der Hyäne

     (129)
    Aktuelle Rezension von: TerenceHorn
    Henry Chinaski hat Erfolg bei den Frauen. Es läuft, wenn man so will und die Damen lieben ihn. Mit viel Witz erzählt Charles Bukowski über den Wahnsinn der Beziehungen zwischen Mann und Frau und gerade wie er es erzählt mach ihn so besonders. Hart und unbarmherzig ehrlich, der Meister eben.
  10. Cover des Buches Im Rausch der Stille (ISBN: 9783596165575)
    Albert Sánchez Piñol

    Im Rausch der Stille

     (148)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Wir ähneln denen, die wir hassen, mehr als wir denken. Und deshalb glauben wir, dass wir denen, die wir lieben, nie ganz nah sind. ...<<
    "Im Rausch der Stille" von Albert Sanchez Pinol war für mich wenn ich ehrlich bin ein totaler Cover-Kauf und der Titel des Buches hat sich quasi in mein Herz katapultiert!
    Ja, was soll ich sagen... das Buch war so ganz anders als erwartet! ich hatte hier eine feinfühlige sanfte Geschichte erwartet und es kam sowas von anders!!!
    Die Geschichte, die den Leser hier erwartet ist geprägt von der rauen See, der Düsternis und Einsamkeit. Gleichzeitig stehen phantastische Elemente hier sehr im Vordergrund, die das Ganze noch ein wenig unheimlicher gestalten, was mir persönlich gut gefallen hat! Der Schreibstil des Autors hat mir zu Beginn sehr gefallen, da der Autor so einen poetischen Hauch mit fließen lies. Leider hat er das mit teilweisen vulgären Szenen und Bildern für mich total kaputt gemacht... Die Idee und die Tiefe der Geschichte, die Umgebung und Düsternis haben mir sehr gefallen, leider haben die Hormonausbrüche des Autors (kam mir zumindest so vor) leider alles echt zerstört, daher gibt's von mir nur 3/5✨

  11. Cover des Buches Ich hab die Unschuld kotzen sehen (ISBN: 9783937536590)
    Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen

     (278)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    "Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern. Ich sammle sie auf. Errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte. Kann man wohnen drin. Oder weiträumig umfahren." So begrüßt einen dieses Stück Literatur, bevor es einen hinabreißt in die Abgründe einer Welt, die in uns etwas zum Klingen bringt, denn sie ist uns sehr vertraut. Es ist unsere Welt! Wenn man Bernemanns Buch liest, kommt es einem vor, als hätte man uns endlich die rosa Brille abgenommen, ja vom Kopf geprügelt. In einer poetischen Klarheit zelebriert er ein Massaker des Leben, dass fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen.


    Cover:

    An sich wirkt das Cover im Gegensatz zum Inhalt eher harmlos. zu sehen ist auf weißem, schlichten Grund eine blonde Puppe, welche erst nach genauerem Hinsehen ein bisschen abgewrackt wirkt. Erst der Titel lässt den Betrachter stutzen, besonders weil das Wort "Kotzen" farbig hervorgehoben ist. Spätestens jetzt ist man neugierig oder eben abgeschreckt, wenn man sich den Inhalt oder die ersten Seiten durchliest. Trotzdem passt das Cover durchaus zu dem Klientel, welches der Autor hier bedient und ist für jenes Klientel sicher auch ein absoluter Blickfang.


    Eigener Eindruck:

    Er sitzt auf seinem Sofa mit seiner Freundin. Sie haben wieder zu viel getrunken und die Wut kommt in ihm auf. Er will sie zerstören. Er hasst sie. Und so verteilt sich ihre Hirnmasse auf den Fliesen, was wenig später den Kommissar auf den Plan ruft. Doch auch er hat ein Geheimnis, was wiederum den Auftragskiller auftauchen lässt. Als dieser nicht wieder auftaucht ist seine Freundin und Prostituierte mit den Nerven am Ende... und so zieht sich der rote Faden immer mehr durch die kurzen Episoden der Geschichte.


    "Ich habe die Unschuld kotzen sehen" ist ein Buch, welches mich hat ein paar mal den Atem anhalten lassen. Das Buch ist wirklich sehr anschaulich geschrieben und allein durch die Handlungskette einfach nur genial. Zwei Protagonisten geben sich jeweils immer die Klinke in die Hand. Sei es nun durch eine zufällige Begegnung oder durch mehr Kontakt. So treffen wir auf einen jungen Bengel der mit seiner Freundin kein Kind will. Sie hat die Idee das Kind mit einer Stricknadel zu beseitigen, doch das geht schief und so macht er nichts mehr aus seinem Leben, ganz zum Leidwesen seiner Mutter, die sich nun fortan um ihn kümmern muss und so weiter. Dirk Bernemann beschreibt die Geschichten so detailliert, dass man das Gefühl hat direkt neben den Protagonisten zu stehen. Man fühlt mit ihnen. Angst, Kummer, Verwirrung, Wut, Ekel, Verzweiflung. Es ist von jeder Emotion etwas dabei und obwohl die Geschichten bisweilen sehr morbide und dunkel sind, machen sie einfach Spaß. Das Buch ist in meinen Augen ein kleines Kunstwerk für sich, denn es behandelt menschliche Abgründe und regt zum nachdenken an. Wirklich gut gemacht.


    Eine absolute Leseempfehlung meinerseits!


    5 von 5 Sterne.



    • Taschenbuch: 256 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (Oktober 2008)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453675606
    • ISBN-13: 978-3453675605
    • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2 x 18,5 cm
  12. Cover des Buches Emily the Strange - Die verschwundenen Tage (ISBN: 9783570400890)
    Rob Reger

    Emily the Strange - Die verschwundenen Tage

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    Ein Mädchen wacht eines Tages im Städtchen Blackrock auf und hat Amnesie. Die grundlegenden Dinge des Lebens weiß sie noch ("Katzen fliegen nicht") doch selbst ihre eigene Identität ist ihr schleierhaft.

    Auf der Suche nach sich und ihrer Vergangenheit begegnet sie allerlei interessanten Menschen, mit denen sie mehr oder weniger lang zusammen Zeit verbringt. Ihre wahren Freunde jedoch sind vier streunende Katzen, die ihr rätselhafterweise nicht von der Seite weichen.



    Wer auf ein einfühlsames "Mädchen- findet- zu- sich- selbst- zurück" Werk hofft, ist hier eindeutig falsch. Im Comichaften, unvollständigen- Satzbau- Stil geschrieben, ist das Buch einerseits nichts für Kinder, die der deutschen Sprache noch nicht 100 % mächtig sind, andererseits macht das den Charme von Emilys trockenem Humor aus ("nie ist eine Amnesie- Klinik in der Nähe, wenn man eine braucht").

    Ein kurzweiliger Spaß, der interessante Wendungen und gut versteckte humoristische Einlagen bietet. Besonders fällt auch die schöne Gestaltung des Buches auf, Emily versieht ihr Tagebuch mit detailgenauen Zeichnungen und auch das Cover ist mit ausgeprägtem Glanzlack versehen. Wer Emily schon kennt, weiß, was ihn erwartet und kommt auf seine Kosten. Hatte man bisher keinen Kontakt zu diesem "dunklen" Wesen, ist das Buch eine spaßige Einführung, da man Stück für Stück - zusammen mit Emilys Gedächtnis- in Emilys Universum eingeführt wird.
  13. Cover des Buches Das Ende der Unschuld (ISBN: 9783462045390)
    Megan Abbott

    Das Ende der Unschuld

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Splitterherz

    Wenn ich jetzt an Evie denke, schlüpft sie durch die Schatten. Große, dunkle, gehetzte, blutunterlaufene Augen. Sie rennt über das Fußballfeld, das Gesicht gerötet, die glatten schwarzen Haare kleben ihr auf dem Rücken. Sie rennt so schnell, der Atem sticht ihr in der Brust von der Anstrengung, noch schneller zu rennen, schneller auf den Rasen einzutrommeln, ihre Beine immer noch schneller zu bewegen, als könnte sie etwas durchbrechen, etwas, das niemand sonst gesehen hat.

    [S. 12]


    Erster Satz:

    Aus dem Augenwinkel: sie, lichtgestreift.


                                                                        Inhalt:

    Lizzie und Evie sind beste Freundinnen, unzertrennlich, seit die Beiden denken können. Sie teilen alles miteinander, jedes Geheimnis, jede Erinnerung. Dies ändert sich jedoch schlagartig im dreizehnten Sommer ihr Lebens. Auf einmal scheint Evie vor Lizzie Geheimnisse zu haben. Doch bevor Lizzie die Veränderungen hinterfragen kann, ist Evie plötzlich spurlos verschwunden und die ganze Kleinstadt in großer Sorge. Lizzie ist die einzige Zeugin. Doch kann das junge Mädchen die Augen öffnen und endlich der Wahrheit ins Gesicht blicken? Die Zeit rennt und das Leben ihrer besten Freundin hängt von den Informationen ab, die sich irgendwo im kleinen Kopf von Lizzie, vor der Welt verstecken. 

    Idee/ Umsetzung:


    Eigentlich wollte ich nur „schauen“. Doch wie das bei mir so ist, sobald ich den ersten Schritt in eine Buchhandlung setze, sind alle guten Vorsätze vergessen und ich gefangen in einer magischen Welt, die ich nur durch einen Buchkauf verlassen kann. Ich stöberte also und stöberte und eigentlich hatte ich schon ein Buch in der Hand, doch dann sprang mir dieses Werk: „Das Ende der Unschuld“ ins Auge. Schnell nahm ich es in die Hand, strich über die Seiten, las den Rückentext und verliebte mich in die ersten, geschriebenen Worte. Schlicht: Ein Spontaneinkauf.

    Spntaneinkäufe sind durchaus gefährlich. Denn entweder sind sie der totale Flopp, oder der Star des Monats. In diesem Fall hatte ich das richtige Händchen und so stürzte ich mich also, noch auf dem Weg nach hause, in dieses dramatische, traurige und sehr bewegende Abenteuer von Lizzie und Evie. Die Idee von Megan Abbott hat durchaus Potential, aber auch einen bitteren Beigeschmack. Sehr realistisch und voller Gefühl, erschafft Frau Abbott eine Geschichte voller Facetten und Abgründen. So stürzt sich der Leser Hals über Kopf in das Leben zweier dreizehnjähriger Mädchen, die auf dem Weg sind, erwachsen zu werden. Die Umsetzung ist sehr realistisch und so war ich positiv überrascht, dass die Autorin es geschafft hat, das Leben von jungen Mädchen und ihre Gedanken, so gut einzufangen. Man steht mit Evie und Lizzie an der Schwelle und noch ist unklar, was uns jenseits erwarte.

    Schreibstil:

    Frau Abbotts Schreibe ist einfach umwerfend und magisch. Ich habe mich direkt in ihren Schreibstil verliebt und konnte mich so im Strom der Geschichte treiben lassen, ohne mich an jeglichem Geäst zu verfangen. Sehr malerisch, baut die Autorin eine Welt voller Farben auf, obwohl die Handlung im Kontrast dazu steht.

    Charaktere:

    Die Figuren sind facettenreich und unterschiedlich und geben der Geschichte so zusätzliche Tiefe und Farbe. Dabei ist besonders die dreizehnjährige Lizzie, realistisch beschrieben. Lizzie ist auf dem Weg erwachsen zu werden, aber doch noch ein Kind. Sie ist unentschieden, sucht sich selbst, hält an naiven Denkweisen fest und weiß eigentlich selbst nicht so genau, was sie will. Als ihre beste Freundin dann verschwindet, fühlt sich das junge Mädchen einsam. Sie steht vor einer Klippe, mit tausend verschiedenen Gefühlen un weiß nicht was sie glauben, was sie denken soll. Es ist also nicht verwunderlich, dass Lizzie hin und her gerissen ist und der grausamen Welt noch nicht in die Augen blicken will. Doch das schlimme am Erwachsen werden ist, dass die Monster nie verschwinden.

    Frau Abbott ist die Darstellung ihrer Figuren auf einer sehr glaubwürdigen Ebene gelungen und gerade dadurch, wird auch das Geschehen so greifbar, so real, dass wir uns vor dem Ende der Geschichte mehr und mehr fürchten.

    Cover/ Innengestaltung:

    Das Titelbild gefällt mir sehr gut. Die Farbgebung und das Motiv passen zum Inhalt. Jedoch finde ich das Model auf dem Cover etwas zu alt. Selbst mit ganz viel Fantasie, könnte ich mir nicht vorstellen, dass dieses Mädchen ein dreizehnjähriger Teenager ist. Nummern, leiten im Inneren, die einzelnen Kapitel ein. 

    Fazit:

    Unsere Welt ist voller Farben, doch leider nicht immer, nicht überall. Egal in welchem Land wir sind, egal in welcher Stadt, es gibt mal graue, mal schwarze Flecken, die das Gesamtbild verschmutzen und der Welt ihre Unschuld nehmen. Grausamkeit und Kriminalität gibt es überall und wir können noch so naiv sein, Fakt ist, dass wenn wir unsere Augen verschließen, verschwinden diese Flecken nicht. „Das Ende der Unschuld“, umreißt dieses Gebilde sehr gut. Das Zusammenspiel von Charakteren, die auf dem Weg in die Welt der Erwachsenen,sind, eines Verbrechen und des kläglichen Versuches, seine Erinnerungen an ein Leben ohne Risse zu bewahren, geben dieser Geschichte ihren Reiz. Mir hat an der einen oder anderen Stelle ein Spannungsbogen gefehlt, aber eventuell hätte dieses Buch dadurch seinen besonderen Reiz verloren. Den Reiz der Realität. Denn Megan Abbott, hat hier ein sehr reelles Geschehen auf Papier verewigt und genau jenes zeichnet jede Seite dieses Werkes aus.

    Wer auf der Suche nach einer bewegenden und reellen Geschichte ist, die sich langsam entwickelt und tief unter die Haut geht, der sollte sich „Das Ende der Unschuld“, nicht entgehen lassen.

  14. Cover des Buches Die Nacht, als Gwen Stacy starb (ISBN: 9783839001622)
    Sarah Bruni

    Die Nacht, als Gwen Stacy starb

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Annesia
    Als ich das Buch zum ersten Mal in die Hand nahm und den Klappentext gelesen habe war ich mir sicher: das ist etwas ganz besonderes! Ein Buch in dem es um einen Comichelden geht! Das kann nur super sein.
    Nun ja, das war es letztendlich auch nur... es war nicht ganz so besonders wie ich erwartet hatte. Klar, Spiderman spielte eine große Rolle in dem Buch und auch die Gegebenheiten, wie sie in den originalen Comics vorkommen, aber doch empfand ich die Geschichte irgendwann als etwas gewöhnlich. Man hätte die ganze Comicsache auch weglassen können und hätte dann doch eine ganz passable Geschichte gehabt.
    Nein, Sheila Gower fühlt sich nicht so richtig wohl in ihrer verschlafenen Heimatstadt irgendwo in Iowa. Sie ist siebzehn, vertraut sich am liebsten einem ausgestopften Kojoten im Museum für Naturkunde an und hört französische Sprachkassetten, um eines Tages aus der verschlafenen Kleinstadt nach Paris zu entfliehen. Als ihr Peter Parker (ja, so wie Spidermans Alter Ego) anbietet, ihr ödes Leben unter dem Vorwand einer vorgetäuschten Entführung hinter sich zu lassen, greift Sheila zu. Die beiden begeben sich auf einen skurrilen und romantischen Roadtrip und erleben die tragische Geschichte von Spiderman und seiner ersten Liebe Gwen Stacy nach. Doch was als unschuldiges Spiel beginnt, wird zu einem Pfad voller unvorhergesehener Gefahren.
    Von der Leseart her war es super, die Verflechtungen des Handlungsstrangs gut durchdacht und toll geschrieben. Ein super Leseerlebnis, trotz der nicht ganz so besonderen Besonderheit.
    Aber trotzdem würde ich es jederzeit weiterempfehlen!
  15. Cover des Buches Pandora im Kongo (ISBN: 9783596174249)
    Albert Sánchez Piñol

    Pandora im Kongo

     (85)
    Aktuelle Rezension von: KasiaJaeckel
    Heute nehme ich mir endlich die Zeit und erzähle Euch über Thomas Thomson und sein literarisches Abenteuer im Kongo. Zunächst – wenn Ihr keine Lust zum Rumklicken habt, fasse ich den Akteur und den Start von Piñols Handlung nochmal zusammen:

    Unser Held mit dem klangvollen Namen Thomas Thomson ist ein brotloser Schriftsteller im Jahre 1914. Über eine unterhaltsame Schicksalsverwicklung – beginnend in London der damaligen Zeit – kommt er mit einem Mordfall in Kontakt, der ihn zumindest schriftstellerisch auf eine Reise in den Kongo schickt. Ein Anwalt ersucht ihn durch die Umsetzung der Ereignisse um den Mord an zwei Adelsnachkommen in Form eines Buches für einen wohlwollenden Blick gegenüber dem Angeklagten zu sorgen. Wie er den Auftrag umsetzt, sich in die Geschichte hineinsaugen lässt und ob er auch tatsächlich selbst in den Kongo fährt, bleibt am Anfang des Buches und auch in allen Ankündigungen ein kleines Geheimnis…ich habe mich entschieden zu der Frage ein Mäntelchen des Schweigens auszubreiten, möchte jedoch anklingen lassen, dass die Geschichte eine fast utopische Wandlung erfährt.

    Laß uns spielen, oder: Eine unvergessliche Spannungskurve

    Ihr kennt das sicherlich alle, es gibt gute Bücher, erfreuliche Bücher, lehrreiche Bücher, schlechte Bücher und Bücher, die man nie wieder aus dem eigenen Buchgedächtnis streichen wird. „Pandora im Kongo“ zählt für mich zu dieser letzten Sorte. Der spielerische Schreibstil und der nicht endend wollende Wortschatz des Autors lassen mich den Hut ziehen. Trotz teilweise langer und auch zuweilen verschachtelter Sätze fiel mir das Lesen niemals schwer.

    Mit jeder Seite versank ich tiefer im Jahr 1914 und tiefer in dem heißen, wilden Urwald des Kongo. Die Umgebung entstand mühelos vor meinem inneren Auge und die einzeln beschriebenen Grausamkeiten der beiden Adelssöhne, sprich der to-be-Leichen, jagten mir Schauer den Rücken runter. Auf diese Weise dem vermeintlichen Täter zuhörend, schlüpfte ich automatisch in die Rolle von Thomas Thomson. Ich konnte seine widersprüchlichen Gefühle der Geschichte gegenüber, seine Mühen an dem eigenen Buch und seine Verzweiflung, je mehr er dem Angeklagten Glauben schenkte, selbst nachspüren.

    Um Euch noch einen Vergleich ob meiner Begeisterung zukommen zu lassen: Daß ich einem Erzählstrang mit solch einer Atemlosigkeit gefolgt bin, ist mir zuletzt im Fall der „Stadt der Diebe“ von David Benioff (Meistererzähler und Produzent von Game of Thrones) widerfahren und auch davor eher selten.

    Zum Ende des Buchs sei gesagt, dass man um jeden Preis bis zum allerletzten Buchstaben lesen muss. Die Wendungen hören nicht eher auf und auch der Emotionsregen für den Leser nicht.

    Ich werde mir so schnell wie möglich die beiden weiteren Büchern des Autors besorgen und hoffentlich mit vergleichbarer Begeisterung verschlingen können. Mit „Im Rausch der Stille“ gelang Albert Sánchez Piñol bereits 2003 der internationale Durchbruch. Ferner ist auf Deutsch auch „Der Untergang Barcelonas“ erschienen. Alle drei im Fischer-Verlag.

    Ich wünsche Euch weiterhin eine belesene Zeit und vielleicht ja auch viel Spaß mit Thomas Thomson im Kongo…
    Eure Kasia
  16. Cover des Buches An Inspector Calls (ISBN: 9783150092187)
    J. B. Priestley

    An Inspector Calls

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Fern
    Es scheint ein mehr oder weniger gemütlicher Abend für die Familie Birling und ihren Gast Gerald Croft zu werden, bis plötzlich ein Inspektor an ihre Tür anklopft. Er solle den Selbstmord einer jungen Frau namens Eva Smith untersuchen und herausfinden, was sie soweit brachte. Auf den ersten Blick scheint Eva Smith nur eine weitere ehemalige Angstellte von Mr Birling zu sein, doch schon bald zeigt sich, dass alle tiefer in die Sache involviert sind, als ihnen lieb ist und dass so mancher ein Geheimnis zu verbergen hat. Das Theaterstück lässt sich leicht lesen, da es erstens immer am selben Ort spielt und zweitens immer dieselben Figuren vorkommen. Die Sprache ist ebenfalls leicht verständlich und J.B. Priestley gelingt es eine beklemmende Stimmung durch die Dialoge zu erzielen.
  17. Cover des Buches Fool on the Hill (ISBN: 9783423195171)
    Matt Ruff

    Fool on the Hill

     (380)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Ich mag Matt Ruff eigentlich sehr und ich habe viel Gutes über seinen Erstling gehört, aber, aber, aber... So witzig, wie ich einige Figuren auch finde, hat mich die zerstückelte Schreibweise und die fehlende Identifikation bald sehr müde gemacht und wenn ich beim Lesen anfange, über ein anderes Buch nachzudenken und wie sich das wohl liest, dann stimmt etwas nicht und ist das stärkste Anzeichen dafür, dass ich nicht bei der Sache bin. 

    Ich kam hier auch nicht an Ruffs Schreibweise heran und einzig um das Schicksal zweier Figuren zu verfolgen waren mir noch zu viele Seiten übrig. Dieses Buch fühlt sich auch nicht so an, als müsste ich es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal in die Hand nehmen. Ich bin mir auch unsicher, wem ich es empfehlen soll, weil es sich für mich völlig anders las als alles, das später von Ruff kam, eher wie ein Versuch, ein Märchen, eine Idee, die durchaus gute Ansätze zeigt, aber letztendlich nicht trägt, jedenfalls für mich. 


  18. Cover des Buches Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt (ISBN: 9783453602205)
    Katja Berlin

    Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt

     (70)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    Dieses Buch hat vermutlich jede*r schon mal in der Buchhandlung liegen sehen. Da ich die Autorin Katja Berlin und ihre Torten der Wahrheit klasse finde, möchte ich mal ihr Buch „Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt“ vorstellen, auch, wenn es schon etwas älter ist.

    Diese Diagramme ertappen uns. Oder drücken Sie nicht auch wild auf den Knopf, wenn er Aufzug nicht kommt? Oder sagen: „Ich muss pinkeln“, wenn der Kinofilm vorbei ist? Aus Männersicht kaufen Frauen ausschließlich Schnickschnack und Schuhe. Aus Frauensicht kaufen Frauen zur Hälfte Lebensmittel, dann kommen Geschenke für die Familie, Toilettenpapier, Waschpulver, Schocken für ihn, Unterhosen für ihn – und dann ist da noch ein Mini-kleines Stück, das man nicht mal mehr als Stück einer echten Torte abschneiden könnte für Schuhe. 

    Was an unserer Welt schiefläuft

    Als Tortendiagramm sieht diese Wahrheit aber viel witziger aus. Es wäre aber zu einfach „Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt“ oder andere Bücher von Katja Berlin und Peter Grünlich einfach nur in die Kategorie „Humor“ und witziger Zeitvertreib einzuordnen. Natürlich musste ich viel lachen, wenn es um den Einsatz von Laserpointern geht oder das unbeständige Wetter im Herbst. Die Satire ist oftmals neben allem Witz auch eine treffende Kritik an dem, was in unserer Welt schiefläuft. Das nette Tortendiagramm über die unterschiedliche Sicht auf den Einkauf der Frauen verweist auf das Ungleichgewicht bei der Care-Arbeit, das Frauen leider noch einen Großteil dieser Alltagsarbeiten übernehmen und das dies in Partnerschaften oftmals dann nicht nicht einmal gesehen wird.

    (Auf ihrer Homepage schreibt Katja Berlin übrigens, dass sie bei Smalltalk-Gesprächen ständig von Männern gefragt würde, ob sie davon leben könnte. Hier beschreibt sie das sehr pointiert: Mit Männern reden)

    Eine Afrika-Karte zeigt die arrogante Ignoranz, die wir Europäer bei unserem Bild über diesen Kontinent an den Tag legen. Eine Torte über die Dinge, über die wir uns ärgern, wie sehr wir die wirklich schlimmen Dinge verdrängen, um uns dann an nerviger Internetwerbung zu stören. Ganz nach einem Zitat von Ludwig Feuerbach: "Die echten Schriftsteller sind Gewissensbisse der Menschheit."

    Schnelle Grafiken

    Natürlich sind manche Grafiken noch besser als andere, einige interessieren mich mehr als andere, und insgesamt hat man das Buch aufgrund der Form doch schnell durchgeblättert. Aber insgesamt blättere „Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt“ immer wieder sehr gerne durch. Daher runde ich mit 4,5 Sternen auf 5 auf.

    Lese- und Guck-Empfehlung

    Wer sich gerne selbst reflektiert und dabei auch über die Welt im Allgemeinen nachdenken möchte, sollte Katja Berlins „Torten der Wahrheit“ lesen – und auch dieses Buch.

  19. Cover des Buches Stadtgeschichten (ISBN: 9783644511217)
    Armistead Maupin

    Stadtgeschichten

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    1976. Mary Ann Singleton möchte endlich aus Cleveland ausbrechen und nach San Francisco ziehen. Sie hat Glück und findet relativ schnell eine Wohnung bei der geheimnisvollen und etwas skurrilen Mrs. Madrigal in der Barbary Lane 28. Dank ihrer neuen Nachbarin Mona gelangt sie auch an einen Job als Sekretärin in einer Werbeagentur. Sie geht eine Affäre mit dem Sohn des Firmeninhabers ein, der wiederum mit einer Society Lady verheiratet ist und noch nicht weiß, dass sein Vater Geheimnisse hütet, mit dem wiederum auch Mrs. Madrigal zu tun hat. Sie freundet sich mit dem Schürzenjäger Brian an, der unter ihr wohnt und lernt Norman kennen, der im Dachgeschoss lebt und sich als Vitamin Präparate Vertreter ausgibt, in Wahrheit aber Mrs. Madrigal ausspioniert und eine dunkle Seite hat. Auch Monas Freund Michael, der sich noch nicht traut seinen Eltern mitzuteilen, dass er homosexuell ist, zählt schnell zu ihren besten Freunden. Die Kapitel wechseln zwischen diesen und noch ein paar mehr Figuren immer wieder ab und erzählen uns die Geschichte der verschiedenen Bewohner der Barbary Lane 28📖 


    Ich wollte gedanklich gerne wieder nach San Francisco reisen und wenn man nach entsprechenden Büchern sucht, führt einfach kein Weg an Armistead Maupins Klassiker Stadtgeschichten vorbei. Das ist der erste Band von insgesamt 9, die zwischen 1978 und 2014 geschrieben und von sehr vielen Menschen verschlungen wurden. Mir hat die Zeitreise sehr gefallen und ich bekam in etwa ein Gefühl, wie es damals dort wohl war. Die Figuren waren mir fast alle sehr sympathisch und am liebsten würde man am Ende auch in die Barbary Lane 28 mit einziehen, obwohl es diese so gar nicht gibt☺Auf irgendeine Weise waren alle Charaktere miteinander verbunden, was es interessant machte und mich am Ball bleiben ließ. Vorallem am Schluss wurde es noch einmal spannend. Dadurch jedoch, dass es gleichzeitig um so viele Personen ging, blieb die Tiefe der Charakter etwas auf der Strecke. Trotzdem hab ich mich gut unterhalten gefühlt und es ließ sich, vor allem bei den heißeren Temperaturen in letzter Zeit, leicht weglesen. (4/5)⭐🙂

  20. Cover des Buches Verdammt heiß (ISBN: 9783789130434)
    Åsa Anderberg Strollo

    Verdammt heiß

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Isika0510

    Viele einzelne Geschichten, die unabhängig zueinander stehen. Insgesamt fand ich das Buch gut und es war flüssig zu lesen

  21. Cover des Buches Choke (ISBN: 9780099422686)
    Chuck Palahniuk

    Choke

     (15)
    Aktuelle Rezension von: ichundelaine
    Usually, I really enjoy Palahniuks novels ever since Fight Club, however, this one is not one of his strongest. Disgusting sex-scenes and descriptions of the distribution of body-fluids as well as very descriptive pornographic content might be as off-putting as the weirdly pitiful protagonist. One can almost smell all the farts, the sweat and the unhealthy pallor of the characters.

    Victor is an only-child and his mother is something else: a burning fighter against the establishment, a senseless aggravator of public nuisance, driven by the wish to be alive and to gain freedom. But these days are over and she now ekes out her living at a nursing home, bed-ridden and with Alzheimer's.

    In order to pay for the nursing home bills, Victor not only works at bleek Colonial Town but also feints his choking-to-death every other night at a number of different restaurants. When he is not at the nursing home, at a restaurant or writing thank you letters to his "rescuers", he attends meetings for sexaholics and gets down and dirty, every time he has the chance to. But with his mother's live and sanity going down the drain he discovers things about his past that are about to change his entire life.

    Unfortunately this books couldn't really grab my attention, it was more like a movie you "watch" while cleaning the house. I probably wouldn't recommend it.


  22. Cover des Buches Short Cuts (ISBN: 9783150090794)
    Raymond Carver

    Short Cuts

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Robert Altmann hat 1993 einen Film nach Geschichten von Raymond Carver gedreht. Dabei hat er nicht die Stories von Carver verändert, sondern sie in einen Kontext gestellt. Das ist quasi das Buch zum Film, beinhaltet die Stories von Carver, die dem Film zugrunde liegen und ein Vorwort des Regisseurs. Es ist ein idealer Einstieg für den Carver-Novizen. Der Autor, der als unumstrittener König der Kurzgeschichte gilt, ist früh mit 50 Jahren verstorben und hat der Nachwelt ein überschaubares Werk hinterlassen. Die hier verwendeten Geschichten sind ein Querschnitt dessen, was den Autoren Carver ausmachte und warum seine Form, wie er Kurzgeschichten schreibt, mit diesen Szenenein- und Ausstiegen, den knappen Beschreibungen, den alltäglichen und doch skurilen Situationen, überall als das Nonplusultra dieser Disziplin gilt. Erhellend für den Neuling und sowieso immer lesbar für den Liebhaber.
  23. Cover des Buches Dark Tower (ISBN: 9780785149316)
    Stephen King

    Dark Tower

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Persche
    Naja nicht mehr so genial wie die Vorgängerwerke des Zyklus aber auch auf jeden fall auch kein schlechtes Buch
  24. Cover des Buches Crimson Fire (ISBN: B00JD5B6A6)
    W.J. May

    Crimson Fire

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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