Bücher mit dem Tag "stream of consciousness"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "stream of consciousness" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches your name. (ISBN: 9783770496778)
    Makoto Shinkai

    your name.

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Jess_Silent

    Ich liebe das Buch. Es hat einen zum Nachdenken verdonnert. Es ist keine richtige Romanze, wo viel über liebe geschrieben wird oder sonst irgendwas. Aber es hat mich auf eine seltsame Art berührt. Ich habe auch den Film davon geschaut und ich muss sagen, das beide Varianten ( Buch oder Film) sehr schön sind und ans Herz gehen.
    Ich kann das Buch sehr weiterempfehlen, da es auch mal eine völlig andere Art von Romanze ist.

  2. Cover des Buches The Catcher in the Rye (ISBN: 9780316769174)
    J. D. Salinger

    The Catcher in the Rye

     (451)
    Aktuelle Rezension von: lulu_liest

    Der im Jahre 1946 16-jährige Holden Caulfield lädt den Leser ein mit ihm 3 Tage seines Lebens auf den Straßen von New York City zu verbringen.


    Die im Buch vermittelte Stimmung rund um den Protagonisten sowie das Setting muten ziemlich düster an und entsprechen nicht unbedingt dem Bild, das man sich normalerweise von einem Teenager  ausmalen würde, außerdem fällt relativ schnell auf dass Caulfield sich eines sehr derben Wortschatzes bedient. 


    Die Handlung haut mich nicht unbedingt vom Hocker, dennoch finde ich, dass der Fänger im Roggen zu den Büchern gehört, die man im Laufe des Lebens mal gelesen haben sollte - ein echter Klassiker eben.

  3. Cover des Buches Im dunklen, dunklen Wald (ISBN: 9783423217279)
    Ruth Ware

    Im dunklen, dunklen Wald

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Inkedbooknerd

    Spannender Thriller, leider eine naive Hauptprotagonistin. Dennoch sehr fesselnd daß es das ganze schon wieder entschädigt. War sehr unterhaltsam und spannend. 


    Die Autorin Nora wird eines Tages überraschend zum Junggesellenabschied ihrer ehemals besten Freundin Claire eingeladen. Seit 10 Jahren haben die beiden keinen Kontakt mehr.... Nicht ohne Grund! Und Nora ist im Zwieschpalt mit sich selber, ob sie der Einladung folgen soll . Doch Claire war ihre beste Freundin von Kindheit an und schließlich willigt sie ein, was tut man nicht alles wenn die ehemals Beste Freundin heiratet.... 

    Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Man lernt Nora kennen und ich hab sie sofort gemocht und wie sie aus Ihrer Sicht die Geschichte erzählt.... Denn Nora ist im Krankenhaus, verletzt und ohne jegliche Erinnerungen aufgewacht. Plötzlich muss sie der Polizei Rede und Antwort stellen, dabei war sie doch gerade erst auf einem Junggesellenabschied.... Was ist passiert!?! 

    Man erfährt durch Nora's Gedanken Welt wie sie die Einladung bekommen hat und ihr schließlich folgt, in einem Wald der abgelegen ist und in dem ein gläsernes, modernes Haus steht. Dort findet der Junggesellenabschied statt von ihrer ehemaligen besten Freundin Claire. Eingeladen wurde Nora eher widerwillig durch eine von Claire's Freundinnen, denn schließlich soll dies eine Überraschung sein und Claire weiss noch gar nichts von ihrem Glück. Man erfährt was die Freundschaft der beiden ausgemacht und verbunden hat und ganz erlich, schon bei dem Erhalt der Einladung hatte ich ein flaues Gefühl... Man denkt nur, sei froh Nora das du dieses Mädchen los bist, aber wiederum kann man auch nachvollziehen, daß Nora dem Wunsch von Claire's Freundin nachkommt. Doch schon beim zusammen treffen mit der Clique von Claire wird einem wieder unbehaglich und dann noch dieses gläserne Haus mitten im Wald.... 

    Die Geschichte ist spannend und hält für Nora wie für den Leser einige Überraschungen bereit. Der Junggesellenabschied ist eher im Hintergrund denn er gestaltet sich nicht gerade wie ein üblicher Junggesellenabschied sondern eher aus Geheimnissen einer kleinen, bunt gemischten Truppe, die als Freundinnen zusammen so gar nicht zusammen passen. Auf die einzelnen Personen wird nicht groß eingegangen, dennoch kann man sich schon nach kurzer Zeit ein Bild von ihnen machen... Oder auch nicht 😉denn ich hab manchmal wirklich schon an mir selber gezweifelt wem ich glauben soll und wer mir sympathisch erscheint. Die Geschichte spielt sich ab aus Nora's Sicht des erlebten und Erinnerungen der Vergangenheit, wie sie Claire kennenlernte und Nina, auch einem Mädchen aus der Clique. Ihrer Jugend und Schulzeit, vielen Geheimnissen die die Truppe bis zuletzt noch begleiten mögen. 

    Für mich war es ein gelungener Thriller der Lust auf mehr von der Autorin macht. Spannend Vorallem zum Schluss hin und teilweise mit einigen Gaensehaut Momenten. Bis zum Schluss weiss man nicht wirklich wer Freund und Feind ist, obwohl man immer wieder denkt es zu wissen und wird dann eines besseren belehrt. 

    Grosses Kino, ich hab so mitgefiebert und wollte mit der Polizei und Nora zusammen wissen wer der Täter ist oder ob sie womöglich selber für das Drama im gläsernen Haus verantwortlich ist. Vorallem die Geheimnisse und Aufdeckungen haben mir so besonders gut gefallen. 

    Bewertung : 5 von 5 Sterne 

  4. Cover des Buches Sterben (ISBN: 9783442749577)
    Karl Ove Knausgård

    Sterben

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Belka

    Wer in Knausgårds Literatur einen Handlungsstrang sucht, der sucht diesen vergebens. Wer aber in seiner Literatur das Leben sucht, der findet einen ganzen Kosmos!!!
    Allein der essayistische Einstieg über den Umgang des modernen Menschen mit dem Tod. Der Hammer!!!!
    Radikal subjektive Literatur! Ich steh' da voll drauf.
    Absolute Empfehlung!!!

  5. Cover des Buches Mrs. Dalloway (ISBN: 9783649636229)
    Virginia Woolf

    Mrs. Dalloway

     (221)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Handlung gibt es zunächst keine. Ein beliebiger Junitag, nach dem ersten Weltkrieg in London und die Menschen verbringen ihr ziemlich alltägliches Leben mit ziemlich alltäglichen Dingen.

    Die Handlung wird zudem im Bewusstseinsstrom der Hauptpersonen dargestellt, was ziemlich abrupte Gedankensprünge bedeutet, und dass man sich die Handlung ziemlich zusammenpuzzeln muss .

    Puzzeln muss man auch, wegen der vielen Motive, die sich in ganz anderen Zusammenhängen wiederholen - Hunde, Busfahrten, Wälder, ein Hauch aus der Vorzeit und als unübersehbares Leitmotiv die Glocke von Big Ben. Diese Motive verbinden Personen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben und schaffen so etwas wie ein unsichtbares komplisiertes Netz.

    Neben der Gegenwartshandlung gibt es noch die Erinnerung an die Jugend der wichtigsten Personen, die gemeinsam voll Überschwang und Enthusiasmus ihr Leben begannen. Diese Erinnerungen werden noch weniger Linear erzählt, sie werden in den Gedankenströmen verschiedner Persone in Bruchstücken geschildert.Jetzt sind die Hauptpersonen über 50, älter, kränker und müssen sich damit abfinden, dass die meisten Träume sich nicht erfüllt haben. Aber diese Erinnerungen sind für Mrs. Dalloway so strahlend, dass sie den Alltag für Augenblicke verzaubern können.

    Es ist ein anstrengendes Buch, aber mir macht es Spaß, korrespondierende Themen zu finden und Bücher, die man nicht ganz versteht, liefern viel mehr Stoff zum Nachdenken


  6. Cover des Buches Layers (ISBN: 9783785587294)
    Ursula Poznanski

    Layers

     (628)
    Aktuelle Rezension von: Clove67

    Während ich von Poznanskis Büchern normalerweise begeistert bin und mir jede Neuerscheinung kaufe, ohne auch nur die Beschreibung zu lesen, war "Layers" leider eher eine Enttäuschung. Das Buch hat Potenzial, keine Frage, meines Erachtens nach wurde dieses jedoch nicht ausgeschöpft.

    Der Einstieg hatte mich total gefesselt. Dorian soll jemanden umgebracht haben und sich nicht daran erinnern können? Und plötzlich taucht ein Fremder auf und will ihm ohne Fragen zu stellen helfen? Klingt schon verdächtig... Bereits hier hatte ich so meine Vermutungen, die sich am Ende auch bestätigt haben, so dass die finale Enthüllung schließlich eher mau statt wow war.

    In der Villa Bornheims, für den der hilfsbereite Fremde arbeitet, geht es nicht minder mysteriös zu. Leute verschwinden, von denen man es nie gedacht hätte, die Farben der Kleidung scheinen eine Rolle zu spielen und dann sind da noch die seltsamen Aufträge, die die Jugendlichen quasi als Gegenleistung für ihre "Rettung" erledigen müssen. Und keiner hinterfragt all das? Nur weil man sich eventuell zum Dank verpflichtet fühlt, muss man doch nicht alle seine Zweifel über Bord werfen....

    Ab dem Zeitpunkt, als Dorian schließlich einen Auftrag nicht erledigen kann und gejagt wird, zieht sich die Story sehr in die Länge. Es ist ein ständiger Wechsel aus fast erwischt werden, wieder fliehen und Bruchstücke an Informationen sammeln. Alles, während er schwarz fährt und natürlich nie kontrolliert wird. Versteht mich nicht falsch, eine gewisse Grundspannung war da, die mich auch immer zum Weiterlesen motiviert hat, aber man hätte das Ganze auch einkürzen können. So war es statt eines Spannungsbogens lediglich eine Spannungsgerade.

    Auch der Showdown hat mich nicht vom Hocker reißen können. Plötzlich ging alles Knall auf Fall, aber so chaotisch und abstrus, dass es mich nicht hat packen können. Die Enthüllungen der ganzen Rätsel, die sich im Laufe der Geschichte angesammelt hatten, waren für den Aufwand einfach zu schlicht und simpel. Da habe ich mir viel mehr erhofft. Auch konnte ich mir zu vielen Punkten bereits meinen Part denken, so dass es keinen großen Plottwist gab.

    An und für sich hat mich das Buch ganz gut unterhalten, die Idee dahinter bzw. der zentrale Kern war überaus faszinierend und hat mich an die anderen Poznanski-Bücher erinnert. Es gab immer wieder spannendere Momente, die jedoch schnell und fortlaufend von langatmigen Passagen übertönt wurden. Hier hätte man mehr draus machen können. Ich vergebe 3/5 Sterne.

  7. Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596521494)
    Alfred Döblin

    Berlin Alexanderplatz

     (280)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Mir hat der Schreibstil an und für sich sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn dieser etwas umschreibend ist und man ein tolles Bild der Handlung und des Handlungsortes suggeriert bekommt. Allerdings nahm die oben bereits angesprochene Reizüberflutung zu drastische Ausmaße an, sodass ich das Buch nicht mehr genießen konnte. Man erlebt zwar hautnah die Erlebnisse einer Großstadt, aber Spannung kommt in der Geschichte gar nicht auf. Das Potential wird durch die ständige Erwähnung von banalen Nebensächlichkeiten komplett unterdrückt. Insofern war die Geschichte zäh und anstrengend zu lesen. Da stellt sich dann aber für jeden die Frage, ob man für den wohl beispiellosesten deutschen Großstadtroman und Döblins wunderbaren Schreibstil absolute Langeweile in Kauf nehmen will.

  8. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9780330372480)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Patrick Bateman is a successfull business man in a prospering company central New York. He's clothed in designer wardrobe from head to toe and is not the least shy to say so that even his underwear cost 60$ a piece. He's a hunter: During the day he competes with his colleagues for the most prestige clients, who's got the most elegants business cards and who has the biggest knowledge about proper attire and labels, in the evening he's in search for the best hardbody model-like companion for dinner in the best and hottest restaurants in the city. No dinner cost under 400$. He attends the hippest clubs with his colleagues and enjoy some lines of cocaine, typical evening routine for Bateman. During the night his greatest hunts occure, he's living his fantasies about killing homeless people and torturing prostitutes and escorts before murdering them.
    It's the story of a most peculiar and odd American Dream where men only differ in the labels they wear and otherwise try to be are so much alike, nearly equal that they wish to outstand and be something singular in a most strange way.

    Reading American Psycho was a very controversial task for me. On the one hand it was interesting to discover the nature of this character Bateman, on the other hand it was a bit of a pain in the ass to read for pages and pages to go on about his morning routine in the shower about how many different washes, gels, creams and other beauty products he uses or reading about a debate what to properly wear to a lunch business meating but I guess it's a neccessity in order to create the picture of a character so occupied with things that secretly bore him so much to death that he developed killing fantasies of the most perverse kind. Actually Bateman as a character is not that important, the name could be randomized with all his other office colleagues since they don't differ so much from each other. Reading about his torturing methods is not for the soft-hearted people, because other than just following whats current at the moment in fashion, beauty, nightlife he's very creative when it comes to dismember bodies.

  9. Cover des Buches Sansibar oder der letzte Grund (ISBN: 9783257600551)
    Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

     (323)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Also ich habe tatsächlich dieses Buch freiwillig gelesen und es war keine Schullektüre für mich. Um ehrlich zu sein, habe ich jedoch das Buch nur gekauft weil es 1. so schön aussieht und 2. runtergeschrieben auf 3 Euro war, da musste ich einfach zupacken. Anfangs habe ich wirklich nichts gecheckt, doch mit der Zeit bin ich reingekommen und ich fand es wirklich schön zum Lesen. Vorallem "der Junge" empfand ich als eine schöne Figur und ich konnte ihn mir bildlich vorstellen. Auch ansonsten gefiel mir die Geschichte, sie ist aber eigentlich so langweilig und es passiert fast nichts, trotzdem lies ich gerne weiter. Ich hatte auch meine Zeiten, wo ich nicht mehr lesen wollte und auch einfach keine Zeit hatte und es für eine längere Zeit weggelegt habe. Ich hätte mir gewünscht dass zwischen Judith und Gregor etwas mehr passiert wäre und dass er mit ihr mitgegangen wäre, das war wirklich sad. Das mit Knudsen und dem Jungen jedoch war sooo süss und herzerwärmend. Helanders Ende war Heldenhaft und Bewundernswert. Wieso das Buch "Sansibar oder der letzte Grund" heisst verstehe ich bis jetzt immernoch nicht ganz, aber irgendwie ist es egal. Das mit dem Klosterschüler, diese Figur, dass verstand ich auch bis am Schluss nicht. Ich musste dann im Internet rechachieren und dann konnte ich plötzlich alle Puzzleteile zusammensetzen. Ich würde es kein 2. mal lesen, aber die Erfahrung war es wert. Mein Ziel beim Lesen lag leider fertig zu lesen und nicht zu wünschen das es weiter geht...

  10. Cover des Buches Zum Leuchtturm (ISBN: 9783596906284)
    Virginia Woolf

    Zum Leuchtturm

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Miremel

    Die Handlung des Buches ist besonders, denn es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen, stattdessen werden die inneren Vorgänge der Figuren und deren Beziehung zueinander beschrieben.

    Trotz der wenigen Handlung die sich außerhalb der Figuren abspielt, war das Buch sehr spannend zu lesen, denn die Innenwelt der Figuren ist sehr lebendig beschrieben und es ist einfach sich in deren Gefühle hineinzuversetzen.

    Am Anfang ist es mir etwas schwer gefallen mich mit dem Schreibstil von Woolf anzufreunden, doch nach einigen Seiten und etwas Eingewöhnung, war es wirklich leicht in einen Lesefluss zu kommen.

  11. Cover des Buches Schall und Wahn (ISBN: 9783499271335)
    William Faulkner

    Schall und Wahn

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    William Faulkner steht gleich auf mehreren meiner Listen, also wurde es höchste Zeit, endlich mal sein berühmtestes Werk zu lesen. Und wenn es nach mir geht, dürfen es ruhig noch mehr werden. Denn zumindest "Schall und Wahn" hat mich tief beeindruckt.

    Eindrücke hinterlässt vor allem der erste Teil, der auch definitiv der schwerste zu lesen ist. Aber dieser dauert auch "nur" ca. 70 Seiten. Verrät aber in seiner speziellen Art bereits die gesamte Geschichte. Nur dass hier die Sichtweise derart spektakulär ist, dass man kaum versteht, was passiert. Genau deshalb hat mir dieser Part aber auch so gut gefallen; die Perspektive ist sehr gut gewählt und passt auch als Einführung in die Handlung.

    Danach erleben wir den Untergang der Familie noch aus zwei weiteren Perspektiven. Alle drei Figuren sind sehr unterschiedlich und deshalb auch die verschiedene Reaktion auf die Vorkommnisse. Dabei sticht heraus, dass eigentlich kein Charakter wirklich sympathisch scheint (Benjy ausgenommen). Nur Dilsey bringt Herz und Wärme in diese dem Untergang geweihte Familie. Doch das Schicksal kann auch sie nicht aufhalten.

    "Schall und Wahn" ist kein Wohlfühlbuch und keine Familiengeschichte mit Blümchen auf dem Cover. Es ist ein wütendes Buch, ein trauriges und verzweifeltes. Der Schimmel sitzt so tief, dass man zu diesem Zeitpunkt gar nichts mehr dagegen unternehmen kann. Das Verhalten der Figuren kann man analysieren, aber es wird schwer, wenn man sich mit Schuldzuweisungen versuchen will.

    Es ist auf einer tieferen Ebene eher verstörend, wahrscheinlich auf der Ebene des "Wahns". Persönlich finde ich jedoch genau das spannend und packend. Die Untiefen der Psychologie, die Dinge, die man im hintersten Eckchen des Schrankes versteckt. Faulkner lotet genau diese dunklen Ecken aus und zerrt sie so gut es geht ans Licht.
  12. Cover des Buches Shakespeare and Company (ISBN: 9783518373231)
    Sylvia Beach

    Shakespeare and Company

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Bücher, die Geschichten über Bücher, Buchläden oder Schriftsteller erzählen, gehören zu meinen Favoriten. Da war es nur eine Frage der Zeit bis auch Sylvia Beachs Buch bei mir landet. Das Buch erschien zum ersten Mal 1961. Dies muss man im Hinterkopf haben, wenn man das Buch liest. 

    Für mich hat Sylvia Beach einen eher emotionslosen Erzählstil und auf mich wirkte es auch etwas wie das Abarbeiten von Daten, Fakten und Schriftstellern. Große und kleine (Autoren-)Namen werden reichlich erwähnt und ihre gemeinsame Geschichten erzählt, jedoch wirkte alles etwas unterkühlt und distanziert, so dass ich nur schwer in diese Geschichte abtauchen konnte. 

     Trotzdem haben mir die Einblicke in das Leben nach dem ersten Weltkrieg in Paris sehr gut gefallen. Sylvia Beach berichtet von den Anfangsschwierigkeiten, den großen und kleinen Sorgen der Schriftsteller (besonders James Joyce) und ihren Ambitionen ihren Buchladen am Leben zu erhalten. Sie unterstützte zahlreiche AutorInnen und erlebte während des Zweiten Weltkrieges eine schwere Zeit für sich und den Buchladen und als Verlegerin.

    Für Literaturliebhaber ist es eine interessante Geschichte, die jedoch sprachlich nicht zu den großen Highlights gehört.

  13. Cover des Buches Ulysses (ISBN: 9781840226355)
    James Joyce

    Ulysses

     (23)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb
    Vorab Warnung vor der kindle Ausgabe, die hat eine Macke. Zitate und Gedichte fehlen, möglicherweise ein OCR Fehler. Man sollte das ebook daher unbedingt direkt beim Gutenbergprojekt herunterladen, da ist es soweit fehlerfrei auch wenn da ab und an eine 1 statt eines I steht und umgekehrt. [url]http://www.gutenberg.org/ebooks/4300[/url] -------------- Ulysses, das wohl am meisten ungelesen Buch der Welt. Schon zur Zeit seines Erscheinens spateten sich die Geister an diesem Werk. Kein Verlag wollte es veröffentlichen, bis Joyce eine Gönnerin fand, die extra für dieses Buch einen Verlag gründete. Kurt Tucholsky meinte "'Hier ist entweder ein Mord geschehen oder eine Leiche fotografiert".' Obwohl nicht ganz klar ist, ob er das Buch an sich, oder nur die Übersetzung meinte. Auch Virginia Woolf empfand das Buch als '"queasy undergraduate scratching his pimples'." Um was nun geht es in Ulysses. Für gewöhnlich liest man in den üblichen Interpretationen etwas von Odysseus Saga, sieht detaillierte Stadtpläne, muss sich anhören, wer gerade Odysseus ist und dass sich Joyce nur locker an die Odyssee hält, blablabla. Genau DAS wollte Joyce nicht, denn Joyce hat die Kapitelüberschriften, die sich auf die Odyssee beziehen alle gestrichen, bevor er das Buch veröffentlichte. Joyce veröffentlichte das Buch mit nur drei Unterteilungen I, II und III, genau um zu verhindern, dass sich die Leser an der Odyssee aufhängen und permanent nach Parallelen suchen, denn dieses Buch ist mehr als eine moderne Odyssee, diese gibt nur ein wenig Rahmen, mehr nicht. Leider haben die meisten modernen Ausgaben diese Kapitelüberschriften wieder übernommen und ergehen sich in Odysseeparallelen. === Was wollte Joyce? === '"Ich möchte ein Abbild von Dublin erschaffen, so vollständig, daß, wenn die Stadt eines Tages plötzlich vom Erdboden verschwände, sie aus meinem Buch heraus vollständig wieder aufgebaut werden könnte.'" '"Ich habe so viele Rätsel und Geheimnisse hineingesteckt, dass es die Professoren Jahrhunderte lang in Streit darüber halten wird, was ich wohl gemeint habe, und nur so sichert man sich seine Unsterblichkeit.'" === Worum geht es letztendlich in diesem Buch? === Das Buch erzählt die Geschichte einiger, auf vielfältige Weise miteinander verbundener Menschen, deren Wege sich mehrfach kreuzen und beeinflussen. Allen voran von: Stephen Daedalus: Stephen Deadalus kennt man bereits aus Portrait of the Artist as a Young Man (Bildnis des Künstlers als junger Mann). In Ulysses erfährt man, wie es mit ihm weitergeht. Stephen musste aus Paris nach Hause zurückkehren, weil seine Mutter im Sterben lag. Selber Atheist weigerte er sich den letzten Wunsch seiner Mutter zu erfüllen: Niederzuknien und für sie zu beten. Vielleicht meidet er auch aus diesen Schuldgefühlen heraus seine Familie und wohnt mit dem Medizinstudenten Buck Mulligan im Martello Tower von Sandycove und verdient sich was als Aushilfslehrer dazu. Leopold Bloom: 40 Jahre alt, eigentlich Halbjude, andererseits drei Mal christlich getauft und letztendlich Atheist oder zumindest Agnostiker. Dennoch wird er permanent mit den Vorurteilen gegen Juden konfrontiert. Seit 16 Jahren verheiratet mit der Halbjüdin Molly. Eine Tochter, 15 Jahre alt. Der einzige Sohn starb wenige Tage nach der Geburt. Seitdem krieselt es in der Ehe der beiden. Leopold findet seine Frau seit dem Tode des Sohnes irgendwie ... eigentlich weiß er das selber nicht. Er liebt sie noch, er bringt ihr das Frühstück ans Bett, sie begleitet ihn die ganze Zeit in seinen Gedanken. Immer überlegt er, was er ihr schönes kaufen könnte, was er ihr mitbringen könnte, um ihr eine Freude zu machen, dabei will sie nur eines: S*X. Den holt sich Bloom jedoch bei diversen Affären oder Prostituierten. Er hat dabei meist immer die gleiche Masche: Erst mit Briefen und Aufmerksamkeit erobern und einlullen, dann seinen Spaß haben und sich eine neue Liebschaft suchen. Selbst die Hausangestellte war vor ihm nicht sicher, daher haben er und Molly derzeitig keine. Molly Bloom: Leoplods Ehefrau. 31 Jahre alt, Sängerin, etwas mollig. Sie braucht jedes Frühjahr einen neuen Mann, S x ist ihr wichtig, sehr wichtig und im letzten Kapitel redet sie in Gedanken Klartext, so modern, dass man glaubt, eine Episode Sx and the City zu sehen. Da geht es wirklich ab, mal doggy style, mal' ===Der erste Eindruck, den ich von diesem Buch hatte war, === dass jedes Buch ein schwerer Brocken wird, wenn man 1. Jegliche Beschreibungen streicht (vor allem wo und wann sich der Leser befindet). 2. Jegliche Kapitelunterteilungen streicht. 3. Nicht gescheit formatiert und inneren Monolog kursiv druckt, Beschreibungen normal Druckt und direkte Rede in Anführungszeichen verbannt. Das Buch wirkt zunächst einfach nur grausam unformatiert. Erst nach und nach wurde mir klar, dass es all das nicht braucht, um eine Geschichte zu erzählen. Während der Lektüre begann ich den Alltag genauer zu betrachten, meinen Gedankenfluss, die alltäglichen Gespräche und siehe da' Joyce beschreibt das alles korrekt. Alltäglich Gespräche sind tatsächlich so Sprunghaft, so chaotisch, so unzusammenhängend. Die Grenzen zwischen innerem Monolog und dem, was man ausspricht sind fließend. Die Beschreibungen der Umgebung, die eigene Wahrnehmung sind immer im eigenen inneren Monolog beinhaltet. Man sieht also die Welt durch Blooms Augen. Als Frau geht man in einigen dieser Kapitel durch Dublin und schaut durch die Augen eines Mannes. Was betrachtet er und warum? Er schaut Frauen nach, er schaut, wie sie sich die Strumpfhose richten, er ärgert sich, wenn eine Straßenbahn ihm den Blick auf eine entblößte Wade versperrt. Diese männliche Sichtweise der Welt ist für Frauen erstaunlich aufschlussreicht, denn ich glaube nicht, dass sich die Männer seit 1904 wirklich viel verändert haben. ===Anstrengend ist, === dass jedes der Kapitel in einem anderen Stil geschrieben ist und dieser Schreistil zum einen auf die Spitze getrieben wird und zum anderen auch noch durch den Kakao gezogen wird. Besonders gelungen ist das in dem Kapitel, in dem ein junges Mädchen am Strand über ihre zukünftige große Liebe im Groschenheftstil sinniert, Bloom zu einem mysteriösen Unbekannten, Held ihrer Träume stilisiert, mit ihm über große Distanz hin spielt, in sexuell reizt '. Und dann kommt seine Sichtweise und bringt den Leser wieder auf den Boden der Tatsachen und die ist, milde ausgedrückt, ernüchternd. ===Warum war das Buch damals, als es erschien, so ein Skandal?=== Weil es zu modern war und teils noch ist. Weil es gotteslästerlich ist. Weil es teils antisemitisch ist. Weil es die Welt beschreibt, wie sie war und ist. Da geht man eben aufs Klo, da wischt man sich den Hintern ab, da furzt man, da popelt man eben in der Nase, wenn man kein Taschentuch hat und legt die Popel auf einem Felsen zum Trocknen aus. Dazu ist das Buch noch voller Anspielungen sehr eindeutiger Art in teils alltäglichen Situationen. Ich kenne keinen anderen Autor, der die Eucharistie mit der Fellatio gleichstellt, bei der geschluckt aber nicht gekaut wird'. Bei dem das Zapfen eines Bieres zum Streicheln des männlichen Fortpflanzungsorganes wird. Das Extrem bildet dann 15. Kapitel ' Circe, das schon fast in eine albtraumartige SM Welt abgleitet mit diversen erniedrigenden Praktiken, die mir teilweise selbst heute noch etwas extrem erscheinen. ===Nun werden sich wohl einige Fragen. Ja und? Um was geht es denn nun in diesem Buch?=== Was passiert? Wer Handlung erwartet, wird enttäuscht sein und sollte das Buch nicht lesen. Hier geht es hauptsächlich um Sprache, um eine wortgewaltige Beschreibung der Welt, teils mit Lauten, teils durch experimentelle Stilmittel. Stephen Daedalus frühstückt, geht seinem Job als Aushilfslehrer nach, geht an den Strand, in die Bib, ins Bordell und zu Bloom nach Hause. Leopold Bloom, geht Einkaufen, frühstückt (Niere), geht zum Drogeristen einkaufen, ins öffentliche Bad, auf eine Beerdigung, kurz in die Zeitungsredaktion, Mittagessen, arbeitet ein bischen, isst wieder und schreibt einen Brief, geht ins Bordell, in ein Cafe mit Stephen Deadalus, nimmt Stephen auf einen Kakao mit heim, geht schlafen. Molly Bloom frühstückt, hat Spass mit nem Liebhaber und tut nicht so wirklich viel. ===Fazit:=== Ein Meisterwerk, auf das man sich bewusst einlassen muss, dem man sich öffnen muss, das noch heute polarisiert. Nur selten habe ich ein derartiges Flow Erlebnis gehabt wie beim lesen des 11. Kapitels '- Sirenen. Dieser Roman ist ein sinnliches Erlebnis, das hätte ich nicht erwartet. Ich hatte eher Angst ihn überhaupt anzufangen, denn die meisten, die ich auf dieses Buch ansprach meinten nur, dass sie nach wenigen Kapitel angebrochen hätten, es würde sich nicht einmal zum Grillanzünden eigenen, weil es so langatmig wäre, dass es den Kohlen den Sauerstoff zum Brennen nehmen würde. Ich bin dennoch froh, dass ich den Mut hatte, das Buch zu lesen und ich werde es in einigen Jahren erneut lesen, denn mit jeder neuen Erfahrung, die man selber macht, wird man dieses Buch anders lesen. Meisterlich.
  14. Cover des Buches On the Road (ISBN: 9780140274158)
    Jack Kerouac

    On the Road

     (61)
    Aktuelle Rezension von: mona_lisas_laecheln
    Dieses Buch hat einen sehr hohen persönlichen Stellenwert für mich! Es war das Abschiedsgeschenk einer sehr guten Freundin mit den Worten, dass "On the Road" sie damals dazu inspirierte sch auf einen Roadtrip durch die USA zu begeben (wo wir uns letzten Endes auch kennen gelernt haben).

    Das Buch ist eine Ich-Erzählung aus der Sicht von Sal Paradise. Sal ist Schriftsteller in New York und beschreibt in dem Buch hauptsächlich seine unzähligen Reisen durch die USA und später sogar nach Mexiko. Allem voran aber erzählt Sal von seinem besten Freund Dean und dessen Rastlosigkeit, seinen Frauengeschichten und seiner schlichten Verrücktheit, die bis zum Ende hin immer mehr ansteigt. 

    Laut Buchrücken beinhaltet "On the Road" eine treffende Beschreibung der "Broken Generation" in den 40er Jahren der USA. Das Buch ist zum einen wirklich eine Reisebeschreibung, sie erzählt von allen möglichen Orten in den USA, den bekannten und den zuvor nie gehörten. Jedoch muss der Leser sich zum anderen auch mit dieser Generation auseinandersetzten, der es an Beständigkeit fehlt, die Regeln bricht und Spaß haben will, aber auch verzweifelt nach einem "höheren Sinn" des Lebens sucht und irgendwo verloren ist. 

    Die Lektüre war für mich teilweise etwas langwierig, was aber an der Schreibweise des Buches liegt. Jack Kerouac schildert die Ereignisse fast schon etwas zu sachlich, Spannungsaufbau- und abbau gibt es eigentlich nicht. Dieser Schreibstil macht das Buch aber auch aus, da es die Form eines Tagebuches/Reiseberichtes annimmt. Außerdem steckt das Buch wirklich voller nicht enden wollender Verrücktheiten und die Charaktere sind allesamt irgendwo verloren. Es war für mich definitiv mal eine andere, aber durchaus positive Leseerfahrung, Meine Freundin hat das Buch mit den Worten "This book is crazy, but it's classic" zusammengefasst - was meiner Meinung nach die beste Beschreibung ist.
  15. Cover des Buches Ulysses (ISBN: 9783518470060)
    Nicolas Mahler

    Ulysses

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    [kein Rezensionsexemplar]

    Dieses Buch war ein Geschenk meiner Eltern. An "Ulysses" habe ich mich davor nie herangetraut, weil ich Angst hatte, dass ich nicht mitkommen würde.

    Nun, ich kann nicht beurteilen, wie originalgetreu dieses Graphic Novel ist. Ich kenne ja das Original nicht und selbst wenn, wäre ein Vergleich schwer, da dieses Buch mit wenig Text auskommt. Auf vielen Seiten ist nur ein Satz. Der Autor hat die Frage nach der Originaltreue auch selbst am Ende des Buches reflektiert: Der Tag ist derselbe, der Handlungsort ist nicht Dublin, sondern Wien. Der Nachname des Protagonisten ist anders und der Name der Zeitung, für die er arbeitet. Außerdem werden mehrere Bücher zitiert, die am Ende brav aufgelistet werden.

    Die Bilder sind einfach gehalten und ohne viele Details. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase hielt ich das für passend. Schön finde ich, dass die Bilder scheinbar nicht recycelt wurden. Das hätte ich nämlich fast verstanden, immerhin dauern manche Szenen teils mehrere Seiten lang. Da sprechen also die gleichen Figuren miteinander und der Ort bleibt gleich. Trotzdem konnte ich immer irgendein kleines Detail finden, das mir zeigte, dass da nicht einfach Copy und Paste verwendet wurde. Eine Nase, die ein bisschen anders aussieht, ein Blatt Papier, bei dem die Linien anders sind oder ein Haus, bei dem man unterschiedlich viel von der Fassade sieht.

    Die meiste Zeit habe ich mit den Zeitungsinseraten verbracht. Natürlich wollte ich die alle lesen! Wenn ich diese alte Schrift schon lesen kann, dann will ich dieses Wissen auch nutzen. Spannend finde ich, dass diese Inserate echt sind – sie stammen aus dem Neuigkeits-Welt-Blatt vom 16. Juni 1904.

    Mein Fazit? Ein toller Einstieg in diesen großen Klassiker. Bei einem Graphic Novel ist die Hemmschwelle geringer als beim "echten" Klassiker. Gleichzeitig macht dieses Buch Lust auf mehr. Ich möchte jetzt auf jeden Fall den Originaltext lesen - und gerne auch noch mehr von Mahler!

  16. Cover des Buches Die Wellen (ISBN: 9783104904924)
    Virginia Woolf

    Die Wellen

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Wellen brechen sich ein letztes Mal und das war das Ende, der Tod. Ein Sog, ein Rausch, Wellen, die aus einem Meer kommen und zu einem Meer werden. Sechs Personen, Bernard, Louis, Perceivel, Rhonda, Susan und Jinny und ein Leben, das begleitet wird, das auseinanderstrebt und durch das Brechen der Wellen wieder eins wird. Pathetische Ode an was? An die Koexistenz, an das, was uns zu dem macht, was wir sind. Das Zusammenführen der Leben, die schon immer wie ein Organismus, ein Leben waren, wird genial durch die Sprache und das Schriftbild ausgedrückt. Einziger Kritikpunkt: Woolf hätte Platon weniger lesen und besser verstehen sollen, um den Unterschied von Sein und Dasein zu verinnerlichen.
  17. Cover des Buches The Waves (ISBN: 9781614274544)
    Virginia Woolf

    The Waves

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Ein Porträt des Künstlers als junger Mann (ISBN: 9783518013502)
    James Joyce

    Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    So ganz weiß ich immer noch nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll. Auf der einen Seite gab es immer wieder Passagen, die ich in das Gesamtgeschehen einfach nicht einordnen konnte, auf der anderen Seite gefällt mir der Schreibstil sehr gut, der sich zugegebenermaßen nicht ganz einfach liest. Ein Beispiel: "Die flinke Dezemberdämmerung war ihrem trüben Tag clownesk hinterdrein gestolpert gekommen und, wie er so durchs Fensterquadrat des Schulzimmers starrte, spürte er, daß sein Bauch sein Essen heischte. Er hoffte, daß es Stew zum Dinner gäbe, Steckrüben und Karotten und Quetschkartoffeln und fette Hammelstücke, die in einer festen gepfefferten mehlgedickten Sauce ausgeschöpft würden. Stopfs in dich rein, riet ihm sein Bauch." Insgesamt hat der Handlung etwas die Spannung gefehlt, so dass ich auch nicht immer den unbedingten Drang verspürt habe, weiterzulesen. Daher für mich Durchschnitt: 3 Sterne.
  19. Cover des Buches ...: gap (gp), subst. (ISBN: 9783944596105)
    Tobias Hofferbert

    ...: gap (gp), subst.

     (1)
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  20. Cover des Buches Freier Fall (ISBN: 9783596250462)
    William Golding

    Freier Fall

     (1)
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  21. Cover des Buches Mrs Dalloway (The Penguin English Library) (ISBN: 9780241341117)
    Virginia Woolf

    Mrs Dalloway (The Penguin English Library)

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    In Virginia Woolfs experimentellem Roman „Mrs Dalloway“ begleitet der Leser mehrere Charaktere, die auf die eine oder andere Weise mit der Politikergattin Clarissa Dalloway in Verbindung stehen, die eine Party am Abend vorbereitet.

    Allen voran sind dies Peter Walsh, der aus Indien zurückgekehrt ist und immer noch an die Zurückweisung durch Clarissa denkt, sowie der Weltkriegsveteran Septimus, der unter PTSB leidet und an seiner Situation verzweifelt.


    Die Autorin beschreibt die Handlung als Gedankenstrom der verschiedenen Charaktere (Stream of consciousness). Das ist nicht leicht zu lesen, es gilt die Konzentration zu bewahren, was mir aber nicht immer gelang. Ab circa der Hälfte des Buches hatte ich mich gedanklich dann besser eingefunden und konnte besser folgen. Der große Respekt vor den Werken der Autorin ist bei mir noch nicht gewichen, ich traue mir aber zu, einen weiteren Roman von ihr zu lesen.


    Mrs Dalloway bietet einen Einblick in die britische Nachkriegsgesellschaft. Der Roman setzt die Upper Class, vertreten durch die Dalloways und ihre Kontakte, sowie das Mittelklasse-Paar Septimus und Rezia in Kontrast. Auch die Möglichkeiten der Gegenwart sowie die vermeintlich verpassten Chancen der Vergangenheit werden thematisiert. Insgesamt gefielen mir die zahlreichen Aspekte des Romans, wenn ich auch nicht alle beim Lesen erfasst haben mag. Ich bin mir sicher, dass „Mrs Dalloway“ viel Diskussionsstoff liefert, aber mit dem Interpretieren tue ich mich schwer. Daher war es eine Bereicherung für mich, diesen Klassiker in einer Leserunde zu lesen und mich mit anderen darüber auszutauschen.

  22. Cover des Buches Fränki (ISBN: 9783897055483)
    Bernd Imgrund

    Fränki

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Kattro

    Gleich vornweg: Ich habe nur etwa 50 Seiten gelesen. Danach konnte ich den, im echten Leben schon schwer erträglichen, betont coolen jugendlichen Sprach-, bzw. Schreibstil nicht mehr ertragen. Auch, dass es auf diesen ersten Seiten (oberflächlich betrachtet) eigentlich nur um die Überlegung, geh ich endlich zum Klo oder nicht, dreht, ist der Leselust nicht gerade zuträglich.
    Sicher lesenswert für alle, die gern Psychogramme von frustrierten 30Jährigen anfertigen und auch in ihrer Sprache jung bleiben wollen.

  23. Cover des Buches Al faro / To the Lighthouse (ISBN: 9788426418548)
    Virginia Woolf

    Al faro / To the Lighthouse

     (40)
    Aktuelle Rezension von: miss_mesmerized
    A summer house in the Hebrides. Mrs Ramsey is taking care of her family, although she sometimes wonders if this is really the life she has dreamt of. So does her husband. Even though the house is full of people, apart from the eight children there are numerous friends, many of them feel lonely and misunderstood. Even when they are together at the large dinner table. Ten years later, Mrs Ramsey is dead and the summer house forgotten. The war has left people with other thoughts. But now the family wants to go back to the residence which does not look as inviting as it did many years before. Yet, finally, they will be able to go to the lighthouse, since this time, the weather will be fine.

    Virginia Woolf’s novel is not easy to access. We have three sections which could hardly differ more than they do. In the first part, we get a lot of insight in the characters’ thoughts and their feelings. Their emotional states are closely observed and it leaves you with an uneasy feeling since all of them are not able to express what they really think and want to say. They hide behind facades. In the second part, the point of view shifts; nature becomes much more present with its forces and what it dies to the house. It is only the servants that we meet and their thoughts on the family. Finally, the original task of going to the lighthouse becomes the big event in the last part. Unfinished tasks are now completed, even though the family is not complete anymore. Their lives have changed, time and the war have left scars.

    As it is a classic, much has been said about the novel. The different approaches to life that the characters take and most of all its transience. The force of nature and opposed to it the attempt of seizing and getting hold of it with art. And of course the lighthouse as a guiding light, which the characters always see, want to go to and have to wait until the moment has finally come. Much of this is pretty obvious, but what I found much more impressive than the motives and metaphors was Virginia Woolf’s power of language and most of all, her capacity of creating an atmosphere. Sometimes dark, often moody, you cannot withdraw from what she creates and thus you become a part of the novel.
  24. Cover des Buches Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (ISBN: 9783946619697)
    Rainer Maria Rilke

    Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rilke und ich, wir werden keine Freunde. Anlässlich der 120-Jahre Challenge habe ich diesen einzigen Roman Rilkes gelesen und muss gestehen, ich kann damit nicht viel anfangen. Die Handlung tritt hinter die Eindrücke und Wahrnehmungen des jungen dänischen Adligen zurück, dessen Jugend in einigen Rückblenden eingestreut wird. Dies alles geschieht in eine schwülstigen Sprache, die den Zugang auf das Werk eher verstellt.

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