Bücher mit dem Tag "suche nach der wahrheit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "suche nach der wahrheit" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (ISBN: 9783492307543)
    Joël Dicker

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

     (824)
    Aktuelle Rezension von: JennysWorldofBooks

    ⭐️ Meinung:


    Dieser Roman verspricht ein absolutes Lesevergnügen. Ich habe zuvor noch nie etwas über den Autor Joel Dicker gehört und den Roman tatsächlich nur auf Empfehlung einer Freundin gelesen.


    Ich selbst liebe dicke Wälzer und dieses Buch mit über 700 Seiten zählt definitiv zu dieser Kategorie. Und jede dieser Seiten hat es in sich ! Im positiven Sinn!

    Der Fall um Harry Quebert ist spannend, mysteriös und dramatisch. Von allem etwas . 

    Durch die ganzen Rezensionsexemplare, musste ich dieses Buch immer wieder unterbrechen, aber ich bin jedes Mal wieder gut reingekommen .

    Der Schreibstil ist fesselnd, detailliert und leicht. 

    Mit jedem neuen Kapitel, wächst die Neugier, wie es weitergeht und wie die ganzen Vermutungen, die Irrungen und Wirrungen aufgelöst werden.


    Das Ende wartet mit einer Überraschung und interessanten Wendung auf . 


    Er lässt die Charaktere für sich sprechen. Fand man den einen noch sympathisch, hegte ich später wieder Missfallen gegenüber demjenigen, da wieder eine Wahrheit mehr ans Licht gekommen ist . Es bleibt bis zur letzten Seite spannend. Dieses Entwirren der verschiedenen „Fäden“, der Weg zur Wahrheit und das „Stolpern“ über neue Wendungen machen das Leseerlebnis zu einem fesselnden Vergnügen.

    Es fiel mir richtig schwer, dass Buch aus der Hand zu legen, weil es beendet war. Danach habe ich erstmal eine Lesepause gebraucht, da mich das Buch noch länger positiv beschäftigt hat.


    Es ist eine absolute Leseempfehlung von mir .

  2. Cover des Buches Die Königliche (ISBN: 9783551313195)
    Kristin Cashore

    Die Königliche

     (678)
    Aktuelle Rezension von: leonietimm_

    In meinen Augen ist die Königliche der zweitstärkste Teil der Trilogie. Ich konnte Bitterblue sehr gut verstehen, was ihre Gedanken und ihr Handeln anging. Die Spannung war von Anfang an da, wenn auch nicht unbedingt wahrnehmbar. Der Schreibstil war flüssig zu lesen und hat mich gut durch das Buch geleitet. Die Geschichte ist liebevoll ausgearbeitet und hat auch einen nachvollziehbaren Gedanken dahinter. Das Ende hat mich persönlich überrascht und geschockt, da am Ende des Buches alle Geheimnisse aufgedeckt werden, die Jahre zurückreichen. Mit dem Ende an sich bin ich zufrieden, hätte allerdings ein kleines Detail gerne anders gehabt, was ich nicht nennen kann ohne zu spoilern. Die Königliche hat mich in den Bann gerissen und in eine andere Welt entführt und mich begeistert zurückgelassen.

  3. Cover des Buches Die Spuren meiner Mutter (ISBN: 9783570102367)
    Jodi Picoult

    Die Spuren meiner Mutter

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Ich mag sehr gerne die Romane der Autorin. Sie schreibt immer über gesellschaftskritische Themen, jedoch hat mich dieses Buch leider enttäuscht. Ich konnte mit dem Thema, die Gabe eines Mediums, nicht viel anfangen. Jedoch war die Rahmengeschichte sehr interessant. Elefanten spielen hier eine große Rolle und darüber wurde super recherchiert. Es war sehr lehrreich. Der Schluss hat mir dann leider nicht so gefallen und war ein bisschen verschleiert. 

  4. Cover des Buches Glennkill (ISBN: 9783442478088)
    Leonie Swann

    Glennkill

     (3.653)
    Aktuelle Rezension von: yezz

    Ich bin eigentlich kein großer Krimi-Fan. Aber ein Krimi aus der Sichtweise eines Schafs klang so skurril, dass ich es einfach lesen musste. 

    Nun schreibe ich diese Rezension ein paar Jahre, nachdem ich das Buch gelesen habe. Allerdings kann ich mich daran erinnern, wie humorvoll aber auch liebevoll in der Schreibweise ich es fand.

    Es braucht ein wenig, ins Buch reinzukommen, danach hatte es mich dann aber gepackt. Es ist mit Sicherheit nicht das spannendste Buch, aber perfekt wenn man mal was anderes und etwas Zerstreuung sucht. 

  5. Cover des Buches Der Freund der Toten (ISBN: 9783832164652)
    Jess Kidd

    Der Freund der Toten

     (158)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Erneut mischt die Autorin mystische Elemente mit skurrilen Protagonisten und einem düsteren Mordplot. Wir lernen das Leben in einer kleinen Gemeinde kennen und erleben die Suche nach einem Mörder auf urkomische und originelle Weise. Dennoch bleibt diese Lektüre von Anfang bis Ende aufwühlend und spannend. 

  6. Cover des Buches Der Insektensammler (ISBN: 9783570068250)
    Jeffery Deaver

    Der Insektensammler

     (254)
    Aktuelle Rezension von: NataschaWahl81
    Ein Buch, welches ich auf einem Flohmarkt erstanden hatte und auch hier, mir der Schriftsteller mal wieder gänzlich unbekannt gewesen war und das, wo der ehemalige Rechtsanwalt laut Wikipedia zu einem der besten Autoren von psychologisch-intelligenten Thrillern gehört. 

    Die Verfilmung seines Romanes: Der Knochenjäger allerdings, kannte ich! :D 

    "The empty Chair" oder auch "Der Insektensammler" (Beide Titel passen sehr gut, wobei ich den im  Original noch einen Tick cleverer finde), ist das 3. Werk einer 14 - bändigen Reihe.  

    Das Buch geht sofort spannend los, und zwar mit dieser Art von Spannung, wo es einem selbst gruselt und vor Nervenkitzel kalt den Rücken hinunterläuft. 

    Da der Roman im Jahre 2000 herauskam, läuft die Ermittlungsarbeit noch ein wenig altmodischer als heute  ab und auch der Schreibstil ist ein anderer, jedoch würde ich sagen typisch "amerikanisch!"

    Zwischendurch nerven die ganzen technischen Begriffe und das Palaver über irgendwelche Gesteins- und Sandproben, aber was die für Deaver typischen Überraschungen und Wendungen angeht, ja ... da hat Wikipedia nicht übertrieben! Immer wenn man denkt "Ende gut, alles gut!", kommt die nächste Falltür und mischt die Karten der Charaktere neu. Nichtsdestotrotz war es mir gerade zum Ende hin ein Quäntchen "too much." 

    Die Lektüre ist in der vergangenen Erzählerperspektive aus der Sicht der beiden Protagonisten und der des Opfers geschrieben worden. 

    Irgendwie seltsam fand ich die Liebesgeschichte der beiden Hauptakteure, die ich denen zu keinem Zeitpunkt abgenommen habe, aber vielleicht fehlt mir auch einfach das Vorwissen der vorherigen zwei Romane?! 

    Alles in allem ein Pageturner, den ich guten Gewissens empfehlen kann! 

     

  7. Cover des Buches Purple Sky - Bittersüßes Spiel (ISBN: B01LSCDXPC)
    Lucia Vaughan

    Purple Sky - Bittersüßes Spiel

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Monika81
    Ein wundervolles Buch. Das Cover ist super schön und absolut passend. Den Schreibstil find ich super toll hab das Buch verschlungen genau wie die abderen zwei.
    Die Story ist grandios, es geht um Liebe, Angst und Geheimnisse. Es wird nicht langweilig es ist eine klare lese Empfehlung von mir 💖
    Klappentext:
    Zane McNamara hat das, wovon viele nur träumen: Eine glänzende Karriere, Geld im Überfluss und ein blendendes Aussehen. Doch hinter der schillernden Fassade lauern Dämonen, die ihn seit einem schweren Unfall verfolgen.
    Nie hätte er geglaubt, sich wieder einer Frau öffnen zu können, bis er der reizvollen Trish begegnet. Die charismatische Krankenschwester mit den türkisblauen Augen geht ihm sofort unter die Haut.
    Gleichzeitig ist sie ihm ein einziges Rätsel. Was steckt hinter ihrer Panikattacke, über die sie partout nicht sprechen will, und warum ist sie mit einem Mann liiert, den sie offenkundig nicht liebt?
    Als Trish nur knapp einer Entführung entgeht und um ihr Leben fürchten muss, legt Zane sich mit einem der mächtigsten Männer von Baltimore an – wohlwissend, auf welch gefährliches Terrain er sich begibt.
  8. Cover des Buches Und die Erde wird zittern (ISBN: 9783806235746)
    Douglas Smith

    Und die Erde wird zittern

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    "Dienstag. Ein kalter, windiger Tag. Ich war den ganzen Vormittag beschäftigt. Mittagessen mit Fürst Orlow und Resin. Ging spazieren. Um 4 Uhr fuhren wir nach Sergejewka. Tee mit Miliza und Stana. Wir lernten einen Mann Gottes kennen, Grigori aus dem Gouvernement Tobolsk."

    Mit diesen lapidaren Worten hielt Zar Nikolaus II. am 1. November 1905 in seinem Tagebuch die erste Begegnung mit dem sibirischen Bauern Grigori Rasputin (1869-1916) fest. Wie sehr das Treffen ihr Leben prägen und verändern sollte, ahnten der Zar und seine Gemahlin Alexandra an jenem Tag nicht. Rasputin gehört zu den berühmtesten – oder wohl eher berüchtigtsten – Figuren der russischen Geschichte. Über Rasputin dürfte ähnlich viel geschrieben worden sein wie über Peter den Großen, Katharina die Große, Lenin und Stalin. Bis heute wird dem Mann aus Sibirien eine erhebliche Mitschuld am Niedergang der Romanow-Monarchie und am Zusammenbruch des Zarenreiches zugeschrieben. Kaum eine andere Gestalt hat im vorrevolutionären Russland derart viel Hass auf sich gezogen wie Rasputin. In den Augen seiner Zeitgenossen war der Sibirier ein religiöser Fanatiker und Sektierer; ein Hochstapler und Scharlatan, der sich als Wunderheiler ausgab; ein reaktionärer Einflüsterer, der die Politik des Zaren verhängnisvoll beeinflusste; ein unersättlicher Lustmolch und Frauenschänder; ein Landesverräter und Spion im Sold der Deutschen. Wie Douglas Smith in der Einleitung seines Buches hervorhebt, wurde über kaum eine andere Figur der russischen Geschichte so viel Unsinn verbreitet wie über Rasputin. Smith hat es sich zum Ziel gesetzt, den Wust von Gerüchten und Legenden beiseite zu schieben, der das Rasputin-Bild bis heute prägt.

    Smith ist nicht der erste Autor, der das gängige Zerrbild von Rasputin durch ein realistisches Porträt ersetzen möchte. Alle anderen Versuche aus jüngerer Zeit, ein an überprüfbaren Fakten orientiertes Bild von Rasputin zu entwerfen, übertrifft Smith durch die ungeheure Breite und Tiefe seiner Darstellung. Mit seiner Biographie leistet er mehr, als nur Rasputins Lebensweg zu rekonstruieren, von den obskuren Anfängen in Sibirien bis zum gewaltsamen Tod im Dezember 1916. Smith bietet ein beeindruckendes Panorama der russischen Gesellschaft am Vorabend des Ersten Weltkrieges und der Revolution. Rasputin lebte in einem Land, das aus den Fugen zu geraten drohte. Die Abneigung, die er auf sich zog, kaum dass er zum Vertrauten der Zarenfamilie aufgestiegen war, ist nur vor dem Hintergrund der Krise verständlich, in der sich das späte Zarenreich befand. Das Verhältnis zwischen der Krone und den gebildeten Ständen war nachhaltig gestört und von wechselseitigem Misstrauen geprägt. In der Presse regte sich immer wieder Kritik am Zaren und an der ominösen "Hofpartei", die angeblich den Gang der hohen Politik bestimmte. Im Regierungsapparat, aber auch in der Leitung der Orthodoxen Kirche waren Machtkämpfe und Intrigen an der Tagesordnung. Rasputin betrat ein Minenfeld, als er 1905 nach Petersburg kam. Ehe er sich versah, wurde er in die Konflikte und Spannungen hineingezogen, die das politische, gesellschaftliche und religiöse Leben Russlands bestimmten.

    Konsequent gibt Smith jenen Quellen den Vorzug, die zu Rasputins Lebzeiten entstanden sind, nicht erst nach seinem Tod. Für die Biographie hat Smith umfangreiche Aktenbestände aus russischen, europäischen und amerikanischen Archiven ausgewertet. Skeptisch betrachtet er die Memoiren von Zeitgenossen, die erst nach Rasputins Tod verfasst wurden. Nach dem Ende der Romanow-Monarchie waren der Diffamierung und Dämonisierung des Sibiriers keinerlei Grenzen mehr gesetzt. Viel zu lange, so Smith, haben fragwürdige und problematische Quellen, die aus der Zeit nach Rasputins Tod stammen, das Rasputin-Bild bestimmt. Für die Biographie hat Smith außerdem die zeitgenössische russische Presse und die Korrespondenzen zahlreicher Persönlichkeiten ausgewertet. Es liegt auf der Hand, dass sich eine Rasputin-Biographie nicht damit begnügen kann, die gesicherten Fakten über Rasputins Leben zusammenzufassen. Smith schildert das Leben seines Protagonisten, und zugleich analysiert er, welches Bild sich die russische Gesellschaft von dem Emporkömmling Rasputin zusammenphantasierte. Was hat Rasputin tatsächlich getan, und was wurde ihm von der Öffentlichkeit angedichtet und unterstellt? Smiths Bemühungen laufen auf die Demontage eines zählebigen Mythos hinaus, auf die Widerlegung oder zumindest Abschwächung vieler Legenden, die seit über hundert Jahren im Umlauf sind. Smith geht dabei allerdings nicht so weit wie manche russische Autoren der Gegenwart, die den negativen Rasputin-Mythos in sein Gegenteil verkehren und Rasputin zum Unschuldslamm und Märtyrer stilisieren.

    Über Rasputins Leben bis zum Alter von etwa 30 Jahren ist so gut wie nichts bekannt. Rasputin erhielt keine Schulbildung; er lernte erst als Erwachsener Lesen und Schreiben. Kurz vor der Jahrhundertwende hatte er ein religiöses Erweckungserlebnis. Obgleich Ehemann und Vater, begann er ein neues Leben als Pilger und religiöser Wanderer (strannik). In seinem sibirischen Heimatdorf Pokrowskoje und später in Petersburg gewann er als spiritueller Mentor viele Anhänger und Verehrer. Anders als oft behauptet, trat Rasputin nicht als Wunderheiler und Hypnotiseur auf. Bald nach seiner Ankunft in Petersburg (1905) wurde er dem Zarenpaar vorgestellt. Auch Nikolaus und Alexandra lernten Rasputin als geistlichen Beistand schätzen, wie Tagebuchnotizen und Briefe belegen. Die Bluterkrankheit des Thronfolgers Alexej spielte eine geringere Rolle als traditionell angenommen. Die Begegnungen und Gespräche mit Rasputin hatten auf das Zarenpaar eine tröstende und aufbauende Wirkung. Besonders die Zarin konnte mit "Vater Grigori" ihre inbrünstige Religiosität ausleben. Sie war überzeugt, dass Rasputins Gebete segensreich für ihre Familie waren. Rasputin hatte kein Interesse an Theologie. Der christliche Glaube war für ihn eine Sache des Herzens, nicht des Verstandes. Mit dieser Haltung traf er den Nerv der Zarin und seiner mehrheitlich weiblichen Anhängerschaft. Rasputin zog Menschen an, die mit der in pompöser Routine erstarrten Amtskirche unzufrieden waren und sich nach emotional intensiven Glaubenserlebnissen sehnten. Smith zitiert aus Briefen, die Rasputin an die Zarenfamilie schrieb, und aus einigen Interviews, die er russischen Zeitungen gab. Diese Quellen zeigen Rasputin als Mann von schlichtem Gemüt. Seine Denk- und Ausdrucksweise war naiv und schwärmerisch.

    Wie Smith mehrfach betont, hielt sich Rasputin nie dauerhaft am Zarenhof auf. Erst 1914 nahm er sich eine eigene Wohnung in der Hauptstadt. Er kehrte immer wieder für längere Zeit in seine sibirische Heimat zurück. Oft vergingen mehrere Monate zwischen seinen Begegnungen mit Nikolaus und Alexandra. Und doch wurde die Öffentlichkeit schon bald nach Rasputins Ankunft in Petersburg argwöhnisch. Was hatte dieser ungehobelte und schmutzige Bauer im Palast zu suchen? Wie konnte es sein, dass er mit der Zarenfamilie auf vertrautem Fuße stand? Höflinge und Minister, Kirchenleute und Journalisten stellten die abenteuerlichsten Vermutungen über Rasputin und seine Rolle im Umfeld des Herrscherpaares an. Die Presse inszenierte im Lauf der Jahre mehrere Kampagnen gegen den Sibirier. Kleinere, an sich harmlose Skandale, an denen Rasputin beteiligt war, wurden von den Medien gezielt ausgeschlachtet und aufgebauscht, um Rasputin in Verruf zu bringen (Kap. 40 und 45). Auch das Parlament, die Duma, debattierte mehrfach erregt über die Frage: Wer ist dieser Rasputin, und was führt er im Schilde? Es gab etliche Gründe, warum die Spekulationen aus dem Ruder liefen und die Anfeindungen von Jahr zu Jahr bösartiger wurden. Die selbstgewählte Abschottung des Zarenpaares führte zwangsläufig zur Entstehung von Gerüchten. Mit ihrer hartnäckigen Weigerung, Rasputin fallenzulassen und wegzuschicken, fachten Nikolaus und Alexandra den Zorn all derer an, denen der Sibirier ein Dorn im Auge war. Allzu bereitwillig glaubte die Öffentlichkeit, der Thron werde von "dunklen Kräften" kontrolliert. Irgendjemand musste ja schuld daran sein, dass die Kluft zwischen Krone und Gesellschaft immer tiefer wurde. Im Ersten Weltkrieg führte die allgegenwärtige Spionage- und Verschwörungsmanie dazu, dass Rasputin und die Zarin verdächtigt wurden, im Auftrag der Deutschen die russischen Kriegsanstrengungen zu sabotieren. Auch das spannungs- und widerspruchsreiche kulturelle Klima des russischen Fin de siècle, der Zusammenprall von Aufklärung und Obskurantismus, wurde Rasputin zum Verhängnis. Scharlatane aller Art hatten um die Jahrhundertwende Hochkonjunktur in Russland, Wahrsager und Hypnotiseure, Gurus und selbsternannte Wunderheiler. In den Augen kritischer Zeitgenossen stand Rasputin stellvertretend für alle irrationalen und "mittelalterlichen" Kräfte, die Russland daran hinderten, endlich in der Moderne anzukommen (Kap. 11).

    Doch damit nicht genug: Aus Sicht der russischen Gesellschaft verkörperte Rasputin den Archetyp des "bösen Ratgebers", der einen willensschwachen Herrscher nach Belieben manipuliert. Aber war der Mann aus Sibirien wirklich die Graue Eminenz hinter dem Thron? Wie Smith herausarbeitet, kann überhaupt keine Rede davon sein, dass Rasputin systematisch Einfluss auf die Staatsgeschäfte genommen hätte. Einem gänzlich ungebildeten Mann wie Rasputin fehlten alle Voraussetzungen für eine ernst zu nehmende politische Betätigung. Rasputin, zeitlebens auffallend unehrgeizig, besaß kein wie auch immer geartetes politisches Programm, und er war auch nicht das Haupt einer Gruppe oder Clique, die nach der Macht im Staate strebte. Seine Möglichkeiten, auf die Regierung und die Kirchenleitung einzuwirken, waren nicht zuletzt deshalb sehr begrenzt, weil seriöse Politiker und Kirchenführer von Anfang nichts mit ihm zu tun haben wollten. An mehreren Beispielen zeigt Smith, dass der Zar Rasputins gelegentliche Vorschläge in Sach- und Personalfragen ignorierte. Rasputin hob sich noch in anderer Hinsicht von fürstlichen Günstlingen früherer Jahrhunderte ab: Er strebte nicht nach Ämtern und Titeln, und er nutzte seine Stellung nicht, um ein riesiges Vermögen zusammenzuraffen. Geld interessierte ihn nicht. Die Besitztümer, die er seiner Familie hinterließ, hatten einen Wert von gerade einmal 23.500 Rubeln (Kap. 74). Rasputins angebliches Millionenvermögen existierte nur in der Phantasie seiner Feinde.

    Was bleibt vom Rasputin-Mythos? Hatte Rasputin am Ende eine saubere Weste? Wurde ihm von seinen Kritikern durchweg Unrecht getan? Smith stellt klar, dass manche Vorwürfe berechtigt waren. Ähnlich wie die Zarin und andere konservativ gesinnte Personen bestärkte Rasputin Nikolaus II., an der Autokratie als Herrschaftsform festzuhalten und eine Parlamentarisierung des politischen Systems nicht zuzulassen. Das ist jedoch keine Überraschung. Denn warum hätte ausgerechnet ein sibirischer Bauer als Verfechter des Parlamentarismus auftreten sollen? Auch der Vorwurf sexueller Promiskuität lässt sich nur zum Teil entkräften. Rasputin, daran lässt Smith keinen Zweifel, war ein zwanghafter Fummler und Grabscher. Er konnte seine Hände nicht von den Frauen lassen, die in seinen Dunstkreis gerieten. Liebhaber der Zarin und Vater des Thronfolgers war er aber nicht. Im Krieg hatte Rasputin tatsächlich Anteil an etlichen fatalen Personalentscheidungen des Zaren. Dennoch gelangt Smith zu dem Schluss, dass nicht Rasputins Aktivitäten zu dem rapiden Ansehensverlust führten, den die Monarchie in den letzten Jahren ihres Bestehens erlitt. Ausschlaggebend war vielmehr die grotesk verzerrte Wahrnehmung Rasputins in der russischen Gesellschaft. Dem Sibirier wurden finstere Absichten unterstellt, die er nicht hatte, und ihm wurde ein Einfluss zugeschrieben, den er nicht besaß. Nach den militärischen Rückschlägen der Jahre 1915 und 1916 wurde Rasputin die Schuld an allem angelastet, was in Russland im Argen lag. Seine Mörder rechtfertigten ihre Tat damit, sie hätten die Monarchie und das Reich retten wollen. Doch kaum drei Monate nach Rasputins Tod brach das alte Russland wie ein Kartenhaus zusammen.

    An Douglas Smiths Buch wird künftig niemand vorbeikommen, der sich mit dem Untergang der Romanow-Monarchie beschäftigt. Fachhistoriker und historisch interessierte Laien können die Biographie gleichermaßen mit großem Gewinn lesen. Warum nur vier Sterne? Das Buch zeigt anschaulich, wohin es führt, wenn ein Autor zu viel über sein Thema weiß und der Versuchung nachgibt, sein gesamtes Wissen vor dem Leser auszubreiten. Über weite Strecken ist die Fülle und Dichte der vermittelten Informationen schlichtweg erdrückend. Die Erzählung wird umso minutiöser und detailreicher, je mehr sich Smith auf Rasputins Ende zubewegt. Auf die Jahre 1914 bis 1916 entfällt die Hälfte der 74 Kapitel. Es kommen Hunderte und Aberhunderte von Personen vor. Selbst unwichtige Nebenfiguren werden von Smith mit vollem Namen eingeführt, etwa die Polizisten, die Rasputin im Auftrag des Innenministeriums überwachten, oder die Prostituierten, mit denen Rasputin in Petersburg Umgang hatte. In diesem Gewimmel der Personen und Namen geht rasch jeglicher Überblick verloren. Für Leser, die mit der Geschichte des späten Zarenreiches nicht oder nur flüchtig vertraut sind, ist die Lektüre kein Spaziergang. Ohnedies braucht man gutes Sitzfleisch und Durchhaltevermögen, um den 800-seitigen Text zu bewältigen. Es handelt sich um ein anspruchsvolles Buch, das sich nicht als Gelegenheits- oder Unterhaltungslektüre eignet. 

    (Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im Oktober 2017 bei Amazon gepostet)

  9. Cover des Buches Forgotten (ISBN: 9783547711820)
    Cat Patrick

    Forgotten

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    London lebt mit ihrer Mutter zusammen, sie kann sich nicht an die Vergangenheit erinnern, jede Nacht wird ihr Gedächtnis gelöscht, dafür sieht sie die Zukunft, kann diese aber nicht immer deuten…

    Das Buch ist aus Londons Sicht geschrieben, leider hat die Protagonistin nicht sehr viel tiefe und man kann sich über den Charakter kein richtiges Bild machen. Sie versucht herauszufinden wer sie ist, was geschehen ist und weswegen sie in die Zukunft blicken kann. Ihr Handeln ist teilweise fraglich und diese Notizzettel verwirrend. 

    Die Grundidee hat sich sehr spannend angehört ich habe dieses Buch schon seit Ewigkeiten auf den SUB und dachte ich schau mal rein. Die Schreibweise ist sehr fliesend und das Buch lässt sich gut lesen. Zu Beginn zieht sich das Buch, man kommt irgendwie nicht vom Fleck und die Tage drehen sich im Kreis, spannend wird’s dann zum letzten Drittel des Buches als ein wenig aufgelöst wird, doch irgendwie bleibt noch einiges offen und fehlt meiner Meinung nach… Als hätte man keine Lust mehr gehabt das Buch zu beenden. Evtl. wollte die Autorin Raum für Interpretationen oder so etwas lassen… Für mich ein Mittelmässige Buch aus dem man mehr hätte machen können…

    Für die, die eine ruhigere Jugendgeschichte möchten mit offenem Ende für Interpretationen 😉

  10. Cover des Buches Sullivans Gesetz (ISBN: 9783453430068)
    Nancy Taylor Rosenberg

    Sullivans Gesetz

     (11)
    Aktuelle Rezension von: BTOYA
    Bewährungshelferin Carolyn Sullivan ist nicht begeistert, als ihr der Fall des schizophrenen Daniel Metroix übertragen wird. Er wurde für schuldig befunden, einen Mitschüler getötet zu haben, indem er ihn vor ein Auto stieß. Schnell fallen Carolyn verschiedene Unstimmigkeiten in seinem Verfahren auf: Metroix' psychische Erkrankung wurde im Prozess nicht angesprochen, außerdem hätte der junge Mann wegen guter Führung eigentlich wesentlich früher freikommen müssen. Als sie entdeckt, daß ihr Klient während der Haft einige geniale Erfindungen gemacht hat, vermutet sie, daß sich jemand an diesen Innovationen bereichert und deswegen die Wahrheit vertuscht. Doch die Abgründe hinter dem Fall sind viel tiefer - und bringen Carolyn in tödliche Gefahr... Nancy Taylor Rosenberg: wurde in Dallas, Texas geboren. Nach einem Studium der Kriminologie und war sie vierzehn Jahre lang als Polizistin für das Dallas Police Department, die New Mexico Police und das Police Department von Ventura, Kalifornien, tätig. Seit 1991 ist sie als freie Schriftstellerin tätig. Mit ihrem Erstling "Mildernde Umstände" (1993) gelang ihr sofort der Sprung auf die Bestsellerliste der New York Times. Seither hat sie sich mit zahlreichen Romanen als Autorin spannender Justizthriller etabliert. Nancy Taylor Rosenberg lebt in Los Angeles.
  11. Cover des Buches Und hinter dir die Finsternis (ISBN: 9783641100629)
    Mary Higgins Clark

    Und hinter dir die Finsternis

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Mit Freude hatte ich dieses Buch begonnen. Dann kam ich eine Weile nicht dazu, es weiter zu lesen. Auf den ersten Seite nach Abbruch hatte ich kurz gebraucht, um wieder hineinzufinden. Der Schreibstil ist flüssig und lässt die Leser in einer Welt entführen. Dieses Buch war nicht mein ersten der Autorin. Aber ich bin absolut nicht warm geworden, obwohl die Figuren authentisch sind und die Sichtweise für guten Lesefluss sorgen sollte.

    Dennoch vergebe ich hier 3 von 5 Sternen. Nicht ihr bester Krimi, aber es werden noch einige Folgen.

  12. Cover des Buches Die Hexe von Portobello (ISBN: 9783257057379)
    Paulo Coelho

    Die Hexe von Portobello

     (298)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Bevor wir uns den tatsächlichen Bewertungskriterien widmen, möchte ich einmal anmerken, wie schön ich die Diogenes Bücher und besonders dieses hier finde. Obwohl sich die Diogenes Bücher in ihrem Aussehen offensichtlich stark ähneln, haben alle ihre eigenen Charme. Die Bücher sehen aus als würde in ihnen die Welt erklärt und das von sehr weisen Menschen. Steckt hinter der Hülle denn auch was?


    "Wer weiß, vielleicht hat sie den Tod 

    gesucht wie ein Schiffbrüchiger eine Insel."


    In "Die Hexe von Portobello" steht die junge Frau Athena im Vordergrund. Sie wurde von sehr christlichen Eltern adoptiert und ist nun auf der Suche nach sich selbst. Athena ist eine begeisterte Tänzerin und durch ihre Tanzschritte scheint sich eine höhere Macht in ihr zu zeigen. 


    Das Buch ist im Dezember auf meine Weihnachtswunschliste gewandert aus verschiedenen Gründen. 1. Ich schleiche schon lange um die Diogenes Bücher herum und würde gerne wenigstens eins davon mal gelesen haben. 2. Verschiedene Leute in meinem Umkreis haben "Der Alchimist" gelesen und waren davon absolut begeistert. 3. Ich mag Hexen. Ja, das ist ein Grund. Ich mag Geschichten über interessante, starke Frauen und so ist "Die Hexe von Portobello" auf meine Wunschliste gewandert. 


    Mein erster Eindruck war nicht unbedingt positiv. Ich war von der Strukturierung des Buches sehr überrascht, weil mich das mehr an einen Sachtext und nicht an eine fiktive Geschichte erinnert hat und war seltsamerweise davon überzeugt, dass mir das Buch nicht gefallen wird. Aber ich wollte dem Ganzen eine Chance geben. 


    "Unsere Zeit auf dieser Erde ist heilig, und wir müssen sie in jedem Augenblick feiern."


    Schnell hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und an die seltsame Strukturierung habe ich mich gewöhnt. Und wie ich von der Geschichte mitgezogen wurde! Ich habe alles um mich herum vergessen und konnte mir die verschiedenen Kulissen so gut vorstellen, als wäre ich tatsächlich da. Selten werde ich von einem Buch so eingenommen und ich liebe es mehr als alles andere. 


    Der Schreibstil war sehr esoterisch und Coelho wirft mit sinnlichen Sätzen um sich. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für viele to much ist. Mir hat das sehr gut gefallen, weil durch diese übertriebene Einstellung meine negativen Gedanken übertrumpft wurden und ich viel für mein persönliches Leben mitnehmen konnte. 


    Für Coelhos Bücher musst du definitiv offen für Wunder sein. Jeder, der in seiner eigenen negativen Welt gefangen und die Gesellschaft für das wahre Leben hält, wird nichts mit seinen Büchern anfangen können. Wenn du dich aber für andere Ansichten interessierst, auch wenn sie erstmal merkwürdig sind, und du dich sowie andere Welten besser kennen lernen möchtest, kann ich dir "Die Hexe von Portobello" sehr ans Herz legen. 


    Coelho thematisiert in seinem Buch vor allem wie schwer es sein kann seinen eigenen Weg zu gehen. Er verdeutlicht, dass du immer deiner eigenen Stimme folgen musst, denn auch wenn es erstmal nur regnet und alles furchtbar ist, am Ende wird es sich auszahlen. Falls du also vor schwierigen Entscheidungen in deinem Leben stehst, wird dir das Buch eventuell dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. 


    Tschüssele,

    Alina


  13. Cover des Buches Crisis (ISBN: 9783442368600)
    Robin Cook

    Crisis

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Fiona89
    Ich habe mich selten so gelangweilt. Durch eine Anspielung ganz zu Anfang, weiß der findige Leser schon, was passieren wird, es dauert aber bis kurz vor Schluss bis das eintritt worauf man die ganze Zeit wartet. Unerträglich in die Länge gezogen (sollte wohl so etwas wie einen Spannungsbogen erzeugen) und mit einem abstrusen Ende.
  14. Cover des Buches Die Vergessenen (ISBN: 9783738082500)
    Ivy Owens

    Die Vergessenen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Haeviness
    Ivy Owens nimmt uns mit in eine Welt, in der niemand freiwillig würde leben wollen. Alles wird von der Regierung bestimmt, die Gesellschaft ist aufgeteilt und wer sich nicht strikt an die Anweisungen von oben hält, muss die harten Konsequenzen tragen.


    Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Man ist gleich mitten im Geschehen. Die Stimmung ist jetzt schon bedrückend und eine Besserung ist nicht in Sicht. Die Regierung hat die volle Kontrolle über alle Bewohner des Ellerboe Crest. Dies wird auch durch dessen Aufteilung klar. Die Bezirke Blue, Green, Black und White tragen zur Dynamik der Geschichte bei. Sie sind detailliert beschrieben, um sich ein genaues Bild davon zu machen. Das White wird jedoch nur kurz erwähnt und nicht weiter behandelt. Ich hoffe, im zweiten Teil gibt es dazu mehr Informationen.


    Neyla, die eine Blue ist, wird in ihrer Trauer von Liam, der ein Green ist, gerettet. Von ihm erfährt sie auch, dass nichts wirklich so ist wie es scheint und die Regierung ein dunkles Geheimnis hat, von dem nur wenige wissen. Nach dem Tod von Nathan - der mich überrascht hat, da ich die Kurzbeschreibung nicht mehr im Kopf hatte - und dem tragischen Schicksal ihrer Eltern, beginnt Neyla die Suche nach der Wahrheit. 


    Neyla als sture, eigenständige und kraftvolle Protagonistin hat mir sehr gefallen. Auch Liam weiß, was er will und versucht alles, um sein Ziel zu erreichen. Dabei geraten die beiden sehr oft aneinander, was der Geschichte zugutekommt. Bruna war mir durch ihre Unselbstständigkeit und ihrem kindlichen Verhalten recht unsympathisch. Patrick ist mein heimlicher Favorit, da er jedoch eine Nebenrolle spielt und man nicht viel über ihn erfährt, wirkt er sehr geheimnisvoll. Ich bin gespannt, was wir im zweiten Teil über ihn erfahren werden.

    "In der Zukunft, man weiß nicht wo, werden wir uns wiedersehen."



    Das Zitat fand ich bei der ersten Nennung schon rührend, dass es dann im Epilog eine entscheidende Rolle spielt, habe ich zu der Zeit natürlich noch nicht geahnt. 


    Das Ende kam für mich sehr plötzlich. Alles ging ganz schnell und zurück bleiben tausende Fragen, die in der Fortsetzung hoffentlich beantwortet werden. Ich bin gespannt.


    Während des gesamten Buches dachte ich mir immer wieder: "Das ist ja wie bei Panem", "So war das bei Die Bestimmung auch", "Das erinnert mich an Day und June aus Legend". "So ähnlich war das bei Die Auswahl auch"... Ich weiß nicht, ob die Autorin die Bücher kennt bzw. gelesen hat. Ich möchte ihr keinesfalls unterstellen, dass die Parallelen dazu beabsichtigt sind. Ich kenne und liebe diese Bücher allerdings, daher fiel es mir etwas schwer, Neyla und Liam als etwas Eigenes anzusehen und mit dem Vergleichen aufzuhören.


    Schlussendlich fand ich die Geschichte sehr gelungen. Die düstere Stimmung wurde gut vermittelt, ich hatte die ganze Zeit Sorge Neyla und Liam werden erwischt. Ein großes Lob auch an das Lektorat, es waren nur sehr wenig Fehler zu finden.


    Ich empfehle dieses Buch allen, die die oben genannten Bücher mögen oder die einfach mal wieder Lust auf eine bedrückende Dystopie mit starken Charakteren haben.

  15. Cover des Buches Das fünfte Flugzeug (ISBN: 9783462039368)
    John S. Cooper

    Das fünfte Flugzeug

     (41)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Was mit vier Flugzeugen am 11. September 2001 geschah, muß man wohl niemanden erklären.
    Was aber, wenn der Pilot einer fünften Maschine auftaucht und eine verdammt interessante Geschichte zu erzählen hat?

    Max Fuller, ehemaliger Erfolgsjournalist, wird von diesem ominösen Piloten kontaktiert. Natürlich hat an diesem Kontakt nicht jeder Interesse.

    Und so findet sich Fuller in einem Chaos von Killern und Agenten wieder. Ihm bleibt nur die Möglichkeit, tatsächlich zu recherchieren, ob und warum es eine fünfte Maschine zu 9/11 gab ...

    Eines vorweg: an die ganzen Verschwörungstheorien zum 11. September glaube ich nicht. Mit diesem Hintergedanken habe ich mich über die Zeilen hergemacht und las ein witziges Kokettieren mit diesen Theorien.

    Ein Lesespaß im klassischen Sinne.

    Viel mehr Interesse als die Story verdient die Geschichte zum Buch. Googelt man sich so ein bißchen durch die Gegend, stellt man fest, daß KiWi sich einen Spaß daraus macht, das Buch unter falscher Flagge zu verkaufen.

    Der Verlag räumt ein, daß "John S. Cooper" ein Pseudonym ist. Wer dahinter steckt, wurde jedoch noch nicht offenbart.

    Auch soll das Buch aus dem Amerikanischen übersetzt sein. In den USA ist jedoch nie ein Buch mit dem Titel "The Fifth Plane" erschienen. Auch der "Übersetzer" trat bisher nie in Erscheinung.

    Aber letztendlich paßt das alles herrlich ins Thema ...
  16. Cover des Buches Blackout (ISBN: 9783426638965)
    Gregg Hurwitz

    Blackout

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Christel_Scheja

    Der amerikanische Autor Gregg Hurrwitz wuchs in der Nähe von San Franscisco auf und studierte später Englische Literatur und Psychologie in Harvard und Oxford/England. Das waren ideale Grundlagen für seine spätere Karriere als Thrillerautor, um Motive und Seelenwelt seiner Helden zu gestalten.

    „Blackout“ ist sein neuster Roman. Vielleicht schwingen sogar autobiographische Züge oder zumindest eigene Erfahrungen mit, da sein Held ebenfalls Krimiautor ist.

     

    Nur kurz währt die Freude darüber, dass Drew nach einen epileptischen Anfall nur überlebt hat, weil die Ärzte in einer Notoperation gleich seinen Hirntumor entfernt hat, denn die Polizei verhaftet ihn kurz darauf wegen Mordes an seiner Ex-Freundin Geneviéve, da man ihn blutverschmiert neben ihrer Leiche und noch mit dem Tranchiermesser in der Hand gefunden hat.

    Drew glaubt nicht recht zu hören. Aufgrund der erdrückenden Indizienbeweise wird er erst einmal schuldig gesprochen, kann aber in der Berufung seine Freilassung erwirken, weil seine Anwälte auf Unzurechnungsfähigkeit wegen seinem Tumor plädierten . 

    Das ist für Drew keine große Erleichterung, denn er kann immer noch nicht glauben, dass er Geneviéve ermordet hat. So macht er sich auf eigene Faust daran, heraus zu finden, was in der Nacht wirklich passiert ist, dabei die Kontakte nutzend, die er sich durch seine schriftstellerische Tätigkeit aufgebaut hat, denn er will sein Leben lang nicht unbedingt wie ein Aussätziger und Gebrandmarkter behandelt werden.

    Doch dann kommt er selbst durch unerklärliche Vorfälle in seinem Haus ins Zweifeln. Gehen die Blackouts in seinem Bewusstsein weiter, obwohl der Tumor entnommen wurde? Denn warum kann er sich nicht erinnern, wann und wo er sich in den Fuß geschnitten hat, und weshalb verschwindet das Filetiermesser spurlos aus seiner Küche und wird später bei einer grausam zugerichteten Toten wieder gefunden?

    Während einige übereifrige Ermittler der Polizei ihn wieder ins Visier nehmen, und hoffen ihn endlich für die Taten, die er vermutlich begangen hat, wegsperren zu können, beginnt auch Drew zu überlegen, ob er sich in der Nacht, wenn sein Bewusstsein durch den Schlaf eingelullt ist, nicht vielleicht doch in einen unberechenbaren Killer verwandelt...

     

    Durch die strikte Erzählung aus der Ich-Perspektive in „Blackout“ ist der Leser natürlich nur so schlau wie der Held selbst und weiß letztendlich nicht viel mehr als dieser selbst. Allein durch genaue Beobachtung kann er vielleicht Rückschlüsse ziehen, auf die Drew noch nicht kommt, aber der Autor sorgt schon dafür, dass er dabei auf falsche Fährten gerät und durch zwar mögliche, aber nachher doch nicht zutreffende Mutmaßungen abgelenkt wird.

    Dementsprechend spannend bleibt die am Ende doch recht überschaubare Geschichte, die sich nach und nach enthüllt, dabei aber logisch und nachvollziehbar bleibt. Damit garantiert Greg Hurrwitz ein paar angenehme und kurzweilige Lesestunden, in denen der Leser miträtseln darf.

    Die Leichtigkeit des Stoffes wird auch durch den immer wieder mitschwingenden Sarkasmus des Helden betont, der sich oft genug fragt, ob er da nicht in einen seiner eigenen Kriminalfälle geraten ist. Doch leider kann er die Wirklichkeit nicht ganz so beeinflussen wie seine Erzählungen und muss sich manchmal unangenehmen Wahrheiten und Erkenntnissen wie Verrat und Selbstzweifeln stellen.

     

    „Blackout“ bietet damit vielleicht keine spektakuläre aber eine dennoch spannende Geschichte, die von Anfang bis Ende durch ihren lockeren Stil und den abwechslungsreichen Inhalt zu unterhalten weiß. 

  17. Cover des Buches Das dritte Geheimnis (ISBN: 9783404159574)
    Luis M Rocha

    Das dritte Geheimnis

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Rhiannon83
    "Der Papst des Lächelns - Johannes Paul 1." In der Vergangenheit habe ich meine Mutter oft über diesen Papst erzählen hören, da mein Bruder in dem Dreipäpstejahr zur Welt kam - 1978. Nie wurde mit Sicherheit geklärt ob dieses Papst eines natürlichen Todes starb oder doch ... viele Verschwörungstheorien ranken sich um seinen Tod. Luis M. Rocha schrieb ein Buch darüber ... und bei Bini bin auf jenes dritte Geheimnis gestossen. Meine Erwartungen wurden jedoch in keiner Weise auch nur annähernd erfüllt, im Gegenteil sie wurden gar enttäuscht. Die Idee hinter dem ganzen Buch ist nicht schlecht, dennoch sehr schlecht umgesetzt. Es ist zwar recht flüssig zu lesen, aber die Charaktere sind seicht ohne jeden Tiefgang in ihren PErsönlichkeiten. Man konnte sich einfach mit keinem von ihnen identifizieren ... Die zahlreichen Verschwörungstheorien etc. waren einfach "too much". Ein interessantes Thema um einen ungewöhnlich kurzes Pontifikat wurde so zerkaut und widergekäuert, dass am Ende nicht viel davon übrig war das man "gut" nennen konnte. Meine Enpfehlung: Lasst die Finger davon, wenn nicht gerade euer Leben davon abhängt!
  18. Cover des Buches Glister (ISBN: 9783813503494)
    John Burnside

    Glister

     (27)
    Aktuelle Rezension von: AnnaChi

    Ein kleiner Ort, gelegen im Irgendwo. Der Boden ist vergiftet durch die ehemalige Chemiefabrik, die stillgelegt worden ist, aber auch die Körper und Seelen der Menschen, die dort leben. Auf einmal verschwinden Jungen - ihren Familien wird vorgegaukelt, sie wären einfach abgehauen. Keiner fragt, was tatsächlich geschehen ist. Der Polizist, der den ersten der verschwundenen Jungen an einem Baum erhängt gefunden hat, ist nur eine Marionette des eigentlichen Machthabers in der Stadt und schweigt aus Angst. Aber schließlich machen sich die Jugendlichen des Ortes auf den Weg, das Schicksal ihrer Altersgenossen zu erforschen ...

    Trotz aller Tristesse bewirkt die Geschichte eine Faszination, der man sich nur schwerlich entziehen kann. Ich habe mich ein wenig gefühlt wie jemand, der im Alptraum eines anderen spazieren geht. Vieles bleibt auch nach dem Ende der Lektüre mysteriös, besonders der rätselhafte Schluss.

  19. Cover des Buches Im Tal des Schneeleoparden (ISBN: 9783426506592)
    Steffanie Burow

    Im Tal des Schneeleoparden

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zum Inhalt brauche ich ja nichts weiter zu schreiben. Ich hätte dieses Buch wahrscheinlich niemals gelesen, wenn ich es nicht geschenkt bekommen hätte. Anfangs war ich sehr skeptisch, da mich Indien, Nepal und der Himalaja gar nicht interessieren. Aber ich habe es dann einfach mal zur Probe angefangen. Schon nach ein paar Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Am meisten hat mich die Person der Tara fasziniert, was für eine mutige Frau doch in der "unscheinbaren" Bäuerin steckt. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, spannend, sehr gut geschrieben!!!
  20. Cover des Buches Alles (ISBN: 9783946086567)
    Moritz Hildt

    Alles

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Ich nehme an, es ist auch meine Geschichte. Und doch verstehe ich meine Rolle darin am wenigsten. Vielleicht geht einem das immer so, wenn man aufs eigene Leben blickt.“ (Zitat Seite 9)

     

    Inhalt

    Seit vier Jahren lebt Lukas Seeger schon auf dieser Halbinsel in der Ostsee. Seiner Frau Helen gehört das Café Strandflucht und sie betreiben es gemeinsam. Vor vielen Jahren fuhren Lukas und Helen im selben Bus in die Stadt zur Schule, dann trennen sich ihre Wege. Siebzehn Jahre später begegnen sie sich in genau diesem Bus Nummer 364 wieder. Helen hatte in den USA gelebt, ist nun zurückgekehrt und Witwe. Ein halbes Jahr später sind sie verheiratet und genießen ihr ruhiges Inselleben im Ablauf der Jahreszeiten. Bis eines Abends im Oktober ein Mann im Café sitzt und ihr ganzes Leben aus den Fugen gerät.

     

    Thema und Genre

    In diesem Roman geht es um Beziehungen, Entscheidungen und ihre Folgen und die Suche nach der Wahrheit. Ein Thema ist die philosophische Frage, wie gut man einen Menschen kennen kann, den man zu kennen glaubt und ob die intensive Suche nach Antworten immer der einzig mögliche Weg ist.

     

    Charaktere

    Lukas Seeger ist glücklich und zufrieden mit der täglichen Routine seines Lebens an der Ostsee, bis ihn die Ereignisse und seine hartnäckige Suche nach der Wahrheit auf eine abenteuerliche Reise führen. Früher hatte sein Vater manchmal zu ihm gesagt: „Lukas. Das, was du tust, hat oft mehr Folgen, als du für möglich hältst.“ (Zitat Seite 199). Er hatte nie verstanden, was sein Vater ihm damit sagen wollte, doch in den Sümpfen des Bayou Teche erinnert er sich plötzlich an diesen Satz.  

     

    Handlung und Schreibstil

    Lukas schildert die Geschichte und seine Abenteuer chronologisch als Ich-Erzähler. Er erzählt sie rückblickend und wundert sich noch immer über seine Rolle in dieser Geschichte. Die einzelnen Mosaikteilchen dieser Suche nach Antworten, in der ein Detail zum nächsten führt, aber auch zu Überraschungen und immer neuen Fragen, machen die Handlung spannend und neugierig folgen wir Lukas auf seinem Weg. Die lebendigen, intensiven Beschreibungen der Natur, Landschaften und Örtlichkeiten spiegeln die langen USA-Aufenthalte des Autors wider. So kann man nur schreiben, wenn man tatsächlich dort gewesen ist.

     

    Fazit

    Ein interessanter Roman, eine spannende, abenteuerliche Spurensuche durch die Sümpfe des Bayou Teche und den Canyonlands-Nationalpark in Utah, mit poetischen Naturschilderungen und der nachdenklichen Frage, wie gut wir einen Menschen kennen, den wir genau zu kennen glauben.

     

  21. Cover des Buches Die Richter des Königs (ISBN: 9783868002218)
    Sandra Lessmann

    Die Richter des Königs

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    langweilig und mir zu "einfach", zu "flach" geschrieben, wobei mich die Namen verwirrt haben: Die Autorin verwendet mal die Vor- mal die Familiennamen, was ich immer nicht so gut finde, wenn ich eine Geschichte kennen lernen will.
  22. Cover des Buches Blutorangen Liebesduett (ISBN: 9781541203891)
    Frieda Lamberti

    Blutorangen Liebesduett

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Aglaya
    Die Kundendienst-Mitarbeiterin Bente trauert um ihre Schwester, die sich vor kurzem von einem Hochhaus gestürzt hat. Während sie nach Hinweisen auf die Hintergründe der Tat sucht, lernt sie ihren Chef Anton kennen und lieben. Doch steht er wirklich auf ihrer Seite?

    Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Bente erzählt. Trotz der Perspektivenwahl erfährt der Leser nicht besonders viel über sie. Mich hätte beispielsweise interessiert, wie es dazu kam, dass sie schon seit Jahren im Callcenter arbeitet, in einem Job, den normalerweise kaum jemand länger als ein paar Monate bis wenige Jahre aushält. Auch was sie an Anton, ihrem Chef findet, wurde mit während der Lektüre nicht wirklich klar. Der war mir nämlich schon bald ziemlich unsympathisch, mit seiner besitzergreifenden, bestimmenden Art.

    Die Handlung setzt sich aus zwei miteinander verflochtenen Strängen zusammen. Da ist einerseits die Liebesgeschichte um Anton, andererseits der Tod von Bentes Schwester, der einen Krimiaspekt in das Buch hineinbringt. Der Schwerpunkt liegt aber klar auf der Liebe. Weder der Liebesroman- noch der Krimiteil sind übermässig spannend oder mitreissend, aber durchaus unterhaltsam. Ich habe das kurze Buch auf dem Flug in den Urlaub gelesen, und dafür eignet es sich ideal, als lockere Unterhaltung für zwischendurch.

    "Blutorangen Liebesduett" ist der erste Teil einer Trilogie. Da der nächste Band "Blutorangen Liebesterzett" heisst, ahne ich jetzt schon, dass Antons Bruder Lennard im zweiten Teil eine etwas grössere Rolle einnehmen wird.

    Mein Fazit
    Lockere Unterhaltung für zwischendurch.
  23. Cover des Buches Die Tote am Herrschinger Ufer (ISBN: 9783898413862)
    Irmgard Hierdeis

    Die Tote am Herrschinger Ufer

     (1)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707
    Brunos Frau Irene ist vor 3 Jahren verstorben, die Kinder Martina und Christoph leben mit ihren Familien ihre eigenen Leben. Bruno hat sich sein Leben mit waschen, einkaufen, kochen und putzen neu und sehr gut  eingerichtet. Ihm fehlt nur manchmal etwas Gesellschaft. Im vergangenen Jahr ist zweimal eine junge Frau, die es sich an seinem Badesteg gemütlich gemacht hatte, zum Frühstück vorbei gekommen. Dann liest er mit Entsetzen in der Zeitung, dass genau diese junge Frau am Herrschinger Ufer tot aufgefunden wurde. Und der Sohn eines mit ihm sehr eng befreundeten Ehepaares scheint mit dieser Sache zutun zu haben...

    Irmgard Hierdeis nimmt mich mit auf dem Weg rund um den wunderschönen Ammersee. Die Beschreibungen der Landschaft machen richtig Lust, diese Gegend auch einmal zu besuchen, vor allem im Sommer. Die Hauptpersonen der Geschichte kommen allesamt sehr sympathisch und authentisch rüber. Es gibt allerdings auch einige Gestalten, mit denen ich mich nicht so anfreunden kann. Aber ich muss ja auch nicht alle mögen.
    Bruno´s Gedanken, wenn er an seiner Abhandlung über das Glück schreibt, sind schon sehr philosophisch und haben mich angeregt, mal über meine Betrachtung von Glück nachzudenken.

    Die Geschichte selbst ist gut nachzuvollziehen, wobei mir aber gerade der Schluss doch etwas herbeigezerrt vorkommt. Plötzlich kommt eine Sekte in Chile ins Spiel. Die Story hätte ruhig am Ammersee bleiben können.

    Insgesamt hat mich dieser kriminalistische Roman verbunden mit vielen kleinen Glücksmomenten gut unterhalten.
  24. Cover des Buches Das Gift der Wahrheit (ISBN: 9783502510505)
    Helen Wilhelm

    Das Gift der Wahrheit

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