Bücher mit dem Tag "sudan"

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62 Bücher

  1. Cover des Buches Schwarzweiß (ISBN: 9783802595332)
    Antonia Fennek

    Schwarzweiß

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Dies ist die zentrale Frage dieser Geschichte und sie begleitet den Leser von Anfang bis Ende. Zu Beginn der Geschichte scheint sie nur so dahin gestellt zu sein, am Ende jedoch wird klar, wie die Protagonisten darin involviert sind. 

    Es ist ein ganz normaler Morgen im Maßregelvollzug in Hamburg. Regina Bogner ist Ärztin für Psychologie in dieser Einrichtung, in die Straftäter eingeliefert werden, wenn sie als psychisch krank gelten. An diesem Morgen wird Niklas Rösch eingeliefert werden, der einen unfassbar grausamen Mord begangen hat. 

    Bereits bei ihrem ersten Aufeinandertreffen wird klar, dass Rösch ein nicht ganz einfacher Fall werden würde. 

    Ich mag Regina Bogner. Sie ist eine toughe, resolute Frau, die ihr Handwerk versteht und bereits von Anfang an Zweifel an der Diagnose Schizophrenie bei Rösch hat. Niemand glaubt ihr, es will nicht einmal jemand ihre Einwände hören oder die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass sie Recht haben könnte. Chefarzt Dr. Löhner tut gerade so, als würde sie maßlos übertreiben und Oberarzt Dr. Mark Birkholz ist ein Feigling, der seiner Karriere zuliebe lieber dem Chefarzt nach dem Munde redet. So steht Regina allein mit ihrer Annahme da. Dennoch versucht sie immer wieder zu intervenieren und Löhners Entscheidungen in Zweifel zu ziehen, womit sie sich dessen Unmut zuzieht. Als Löhner eine Fehlentscheidung trifft, sorgt er dafür, dass Rösch fliehen kann und weiteres Unheil anrichtet. 

    Regina ist geprägt durch ihre Erfahrungen in Afrika, wo sie bereits als Ärztin in einem Krankenhaus gearbeitet hat und mitansehen musste, wie geliebte Menschen in den politischen Unruhen einfach dahin gemetzelt wurden. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen werden im Buch immer wieder thematisiert, nicht zuletzt weil sie ihr Verhalten maßgeblich beeinflussen. Regina handelt lieber als zu reden und das macht sie so überaus sympathisch. Besonders als ihre Tochter Anabel Ziel eines Angriffs durch Rösch wird, gibt es für Regina kein Halten mehr. Sie kann und will der deutschen Polizei nicht ausschließlich vertrauen, sie kann und will die Hände nicht in den Schoß legen und so beginnt die Jagd quer durch Hamburg. 

    Unterstützung findet sie hierbei durch Kashka - den südsudanesischen Botschafter in Deutschland. Er ist ein großer, schwarzer Mann mit vielen Geheimnissen. Auf mich wirkt er anfänglich völlig undurchsichtig, aber keineswegs unsympathisch. Er strahlt eher wissende Ruhe aus. Zunächst steht hier die Frage, welchen persönlichen Grund er haben mag, Regina zu unterstützen und warum er soviel über Rösch weiß. Aber sowohl der Leser als auch Regina bleiben erst einmal im Dunkeln, allerdings hat Kashka Möglichkeiten Informationen zu beschaffen, die Regina verschlossen bleiben. Er verrät jedoch auch nicht, welche Möglichkeiten das sind. Damit bekommt er einen etwas zwielichtigen Touch. Dennoch möchte man ihm vertrauen. Es geht mir ein bisschen wie Regina, die zwar nicht genau weiß, ob es gut ist, ihm ihr Vertrauen zu schenken, es aber dennoch tut. 

    Und Rösch? Rösch ist ein Mörder, das steht außer Frage. Und er ist auch irgendwie unangenehm, er ist jemand, mit dem man sich nicht länger als nötig umgeben möchte. Allerdings wirkt er nicht wirklich so, als müsse man ihn verabscheuen. In mir hat die Autorin mit dieser Figur ein ambivalentes Gefühl ausgelöst. Insbesondere als Regina beginnt in Röschs Vergangenheit und seiner Kindheit zu recherchieren, wird dieses Gefühl der Ambivalenz noch verstärkt. Der gewalttätige Mörder wird nämlich plötzlich zu einem Menschen, den man vielleicht sogar verstehen kann. Man will es nicht, aber trotzdem ist es nicht mehr so leicht ihn einfach nur als Mörder zu sehen. Diese Entwicklung fasziniert mich enorm, denn normalerweise weiß man wer der Gute und wer der Böse, wer Opfer und wer Täter ist. 

    Die Autorin kreiert in diesem Roman vielschichtige Charaktere, die man nicht einfach in eine Schublade stecken kann. Sie entwickeln sich im Laufe der Zeit und man bekommt ein gewisses Verständnis für die Protagonisten. Sogar Dr. Birkholz kann zeigen, dass mehr als ein Feigling in ihm steckt. Antonia Fennek versteht es die Menschen hinter den ersten Eindrücken zu zeigen. Sie erzählt, wie die Menschen zu dem wurden, was sie heute sind, ganz nach dem Grundsatz, dass alles eine Ursache hat. Dadurch erreicht sie aus meiner Sicht, dass ihre Geschichte plastisch und realistisch wird, denn niemand ist nur gut oder nur schlecht.

    Der Schreibstil ist wunderbar leicht zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Ich mag die Konflikte der Protagonisten mit sich selbst und mit anderen, denn eben diese machen die Story lebendig und absolut authentisch. Es gibt keine Längen. Im Gegenteil man möchte eigentlich noch viel mehr erfahren. In einem sehr interessanten Nachwort und einem Glossar erklärt die Autorin dann auch einige Unterschiede zwischen dem Maßregelvollzug und der geschlossenen Allgemeinpsychiatrie und zu anderen psychologischen Begrifflichkeiten. Sie gewährt so Einblicke in einen Lebensbereich, den die meisten ihrer Leser hoffentlich nie kennenlernen werden.

    Leider gibt es dieses Buch und auch dessen Nachfolger “Geschwärzt” nur noch als e-book. Das jedoch sollte Leser von guten Thrillern nicht davon abhalten, sie zu lesen. Und wer die historischen Romane von Melanie Metzenthin mag, der sollte hier ebenfalls einen Blick riskieren. Denn Antonia Fennek ist niemand geringeres als Melanie Metzenthin, die unter diesem Namen Thriller schreibt. 

    Fazit:

    Ein rundherum gelungener Thriller, der einem beim Lesen eine Gänsehaut über den Rücken jagt, wenn man über die Grausamkeiten des Niklas Rösch nachdenkt. Es ist eine Geschichte, die eben nicht in schwarz und weiß einteilt, sondern dem Leser zeigt, dass es so viele Aspekte mehr gibt. Authentische Figuren, persönliche Schicksale und ein Fall, der einem schlaflose Nächte bereiten kann. Am Ende finden alle Fäden zusammen und die Frage, was in Nyala geschah wird eindrucksvoll aufgeklärt. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung. 5 Sterne. 



  2. Cover des Buches Léon und Louise (ISBN: 9783423253635)
    Alex Capus

    Léon und Louise

     (562)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Die Lebensgeschichte und Liebesgeschichte von Leon Le Gall, geboren um die Jahrhundertwende in Frankreich, spielt natürlich im 20. Jahrhundert, passt aber streckenweise so gut wie lange kein anderes Buch in unsere Zeit. Das Leben und Lieben Leons, der sich mit 17 in die gleichaltrige Louise verliebt, eine Liebe, die bis an ihr Lebensende hält und dennoch immer starken Widerständen ausgesetzt ist, ist geprägt durch die beiden Weltkriege. Vor allem die Zeit des zweiten Weltkriegs, Leon lebt als Polizeichemiker in Paris, einer besetzten Stadt in der alles gelähmt ist, aber weiterläuft. Zum ersten Mal hab ich bemerkt, dass unsere Corona-Situation, vor allem mit der Ungewissheit, wie lange sie noch anhalten wird, sehr nah an dem Kriegsszenario ist. Täglich sterben hunderte Menschen, das öffentliche Leben ist wie betäubt und trotzdem machen alle irgendwie weiter. Das ist nur ein Aspekt des insgesamt auch tollen Buches, hat mich aber sehr beeindruckt.

  3. Cover des Buches Never - deutsche Ausgabe (ISBN: 9783785727775)
    Ken Follett

    Never - deutsche Ausgabe

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Girdie

    Der Roman „Never – Die letzte Entscheidung“ von Ken Follett ist ein Thriller rund um Geheimdienste und die Erhaltung des Weltfriedens mit einem dystopischen Hintergrund. Wie die Steinchen auf dem Cover können kleine Störungen im Weltgeschehen die Eintracht wie im Dominoeffekt zum Umkippen bringen. Es würde dazu führen, dass die US-amerikanische Präsidentin Green die schwierigste Entscheidung in ihrer beruflichen Laufbahn eventuell zu treffen hätte. „Never“ hat sie damit gerechnet, niemals rechnet irgendjemand damit, dass es dazu kommen kann. Ken Follett beschreibt spannend eine Möglichkeit, die Steine zum Umfallen zu bringen.

    Die Geschichte spielt an mehreren Handlungsschauplätzen in einer nahen Zukunft. Während Präsidentin Pauline Green ihren täglichen Geschäften zur Lenkung des Staates nachkommt, bahnt sich in ihrer Familie eine Krise an die damit beginnt, dass die Klassenlehrerin ihrer 14-jährigen Tochter sie zu einem Gespräch über deren Betragen in die Schule gebeten hat.

    Im gleichen Zeitraum ist die US-amerikanische Geheimdienstagentin Tamara Levit im Tschad damit beauftragt, einen Terroristen zu finden. Sie arbeitet eng mit dem im Libanon geborenen und ebenfalls für die CIA arbeitenden Abdul John Haddad zusammen, der sich im Rahmen seines Auftrags auf eine gefährliche Reise bis zur Nordküste Afrikas begibt, bei der Drogen geschmuggelt werden.

    Im fernen China sind die Aktivitäten der CIA nicht unerkannt geblieben. Chang Kai ist der Vizeminister für Internationale Information und dem Sicherheitsminister unterstellt. Er ist für die Lösung von Problemen zwischen China und anderen Staaten zuständig. Das Land gerät aufgrund seiner Waffengeschäfte mit einem afrikanischen Land in das Visier der Spionageabwehr der USA.

    Ken Follett beginnt den Roman mit der Erzählung über einen gewöhnlichen Alltag im Leben der Präsidentin der USA und diversen Geheimdienstlern. Er vermittelte mir damit ein Gefühl, dass es zwar viel Unrecht und Leid auf der Erde gibt, aber aufrichtige Menschen damit beschäftigt sind, alles ins Lot zu bringen und dabei nach einer vorrangig friedlichen Lösung suchen. Weiter führt der Autor aber die Möglichkeit an, dass sich aus dem Kleinen heraus nach und nach eine ständig steigende Gefahr entwickelt.

    Detailliert vermittelt der Autor ein Bild von den einzelnen Tätigkeiten im Beruf der Protagonisten. Er bindet jedoch auch das Privatleben von Pauline, Tamara, Abdul und Kai während der Zunahme der politischen Gefahr mit ein und lässt mich als Leserin daran teilhaben. Dadurch bringt er den Lesenden sehr nah an seine Figuren ran. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Handlungsplätze und ausführlicher Beschreibungen konnte ich mehr über die verschiedenen Kulturen erfahren.

    Soweit sie für das Verständnis des Romans benötigt werden, erklärt Ken Follett die Strukturen der einzelnen Länder und den Machtaufbau der Geheimdienste. Dabei stellte ich fest, dass man auf einer unteren Ebene zwar einiges bewirken kann, aber der Verdienst oft einer oberen Position zugeordnet wird.

    Der Autor gestaltet Szenen lebendig und lässt seine Figuren glaubhaft handeln. In seinen historischen Romanen hat er häufig über Ränke und Intrigen an Königshöfen geschrieben und zeigt nun, dass auch die Gegenwart voller Machenschaften und Hinterhältigkeit in der Gesellschaft ist. Die Politik muss darauf reagieren, damit der Staat einerseits nicht als leicht einnehmbar gilt und andererseits die eigene Bevölkerung nicht in Gefahr gebracht wird.

    Zu Beginn war die Spannungskurve noch ansteigend, flachte dann aber aufgrund der kleinteiligen Darstellung des Taktierens der Staaten und der ausführlichen Darstellung des Tags der Protagonisten im Mittelteil ab um dann in einem furiosen Finale zu enden. Neben der großen Weltpolitik bindet der Autor auch mehrere Liebesgeschichten ein, mal im Verborgenen blühend, mal kräftig und innig.

    Der Roman „Never – Die letzte Entscheidung“ von Ken Follett bietet Lesenden, die Politthriller mögen, beste Unterhaltung. Der Autor verdeutlicht in einem realistisch vorstellbaren und beunruhigenden Szenario wie kleine Probleme, die irgendwo auf der Welt von der dort herrschenden Regierung als störend angesehen werden zu einem international bedeutenden Affront führen können, der den Frieden in Frage stellt. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

  4. Cover des Buches Paganinis Fluch (ISBN: 9783404178810)
    Lars Kepler

    Paganinis Fluch

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Paganinis Fluch" war mein erster Thriller von Lars Kepler und ist der zweite Teil rund um den Ermittler Joona Linna. 

    Dieser sieht sich in diesem Band zum einen vermeintlichen Selbstmord von Carl Palmcrona konfrontiert, der in der Waffenkontrollbehörde tätig war. Gleichzeitig wird auf einem Boot die Leiche einer jungen Frau entdeckt, bei der er es sich um Viola Fernandez handelt. Erst mit der Zeit wird Joona klar, dass diese beiden Fälle auf eine bestimmte Art und Weise miteinander in Verbindung stehen.....

    Ein dritter Handlungsstrang bezieht sich auf die Schwester der getöteten Frau, einer Person, die sich stark gegen Waffenexporte demonstriert,die mit ihrem Freund auf der Flucht vor dem Mörder ist. Sie ahnen nicht, dass sie einen schwerwiegenden Fehler begangen haben....

    Der Schreibstil von Lars Kepler hat mir gut gefallen, er wechselt regelmäßig zwischen den Stories um die Ermittlungsarbeit und die Flucht von Penelopé Fernandez und ihrem Freund. 

    Zentrales Thema dieses Thrillers/Krimis sind illegale Waffenexporte, sowie auch Manipulation und Erpressung der Funktionäre. um die eigenen Interessen erreichen zu können. Genauso geht es aber auch um Musik und die Hintergrundgeschichte von Niccolo Paganini. 

    Auch, wenn die Fortschritte in den beiden Fällen nur stückchenweise erfolgen, so legt der Thriller insbesondere dem letzten Drittel nochmal rasant an Fahrt zu. Insgesamt werden die Ereignisse durchaus spannend wiedergegeben und der Showdown ist besonders actionreich! 

    Mit den beiden Hauptermitteln, Joona und Saga Bauer, die vom Staatsschutz kommt und ihn unterstützt, kann man sich gut identifizieren. Auch, wenn beide zu Beginn ein bisschen eigenwillig wirken, so entwickelt sich mit dem Lauf der Handlung doch eine Beziehung bzw. ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden. Der große Rest der Ermittlungsteams erscheint ebenfalls sympathisch! 

    Insgesamt meines Erachtens durchaus eine Empfehlung für diejenigen, die Freude an actionreichen und spannenden Thrillern haben, sowie sich für politische Entwicklungen und das Thema der Waffenlobby interessieren. Gerade heutzutage spielt dies ja immer mehr eine Rolle. Ich werde die Reihe gerne weiter verfolgen und freue mich auf mehr von Lars Kepler und rund um Joona Linna und sein Team. 

  5. Cover des Buches Elfenbeinkrieg (ISBN: 9783746740423)
    André Milewski

    Elfenbeinkrieg

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Jeanette_Lube

    "Eine schonungslose Reise ins dunkle Herz von Afrika."
    Im Hamburger Hafen werden grausam zugerichtete Tote gefunden. Es gibt einen leeren Container, der geschmuggeltes Elfenbein enthielt. Es geht um dubiose Waffengeschäfte. Lukas Horn, Ex-Elitesoldat und BKA-Beamter, übernimmt den Fall und muss schnell feststellen, dass dieser internationale Ausmaße hat. Die Spuren führen Lukas Horn von Hamburg nach Khartum in den Sudan, wo er schnell auf die Abschussliste der Drahtzieher hinter den schmutzigen Geschäften gerät. Er ist komplett auf sich allein gestellt und nimmt den aussichtslosen, brutalen Kampf auf...
    Der Schreibstil des Autoren André Milewski hat mich auch mit diesem Thriller wieder überzeugt. Ich war sofort in der Handlung des Geschehens und konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Was für eine Brutalität die Täter hier an den Tag legen, ist der Wahnsinn! Es geht nur um Profit ohne Rücksicht auf Verluste. Ich habe mit Lukas Horn mitgefiebert, als er in den Sudan reist und hinter die Machenschaften und den Drahtzieher dieser Aktionen kommt, obwohl, die wahren profitgierigen Männer wird man wohl nie richtig zu fassen bekommen. Ein rasanter Thriller, der mich ziemlich mitgenommen hat. Wie kann man nur die Elefanten, also überhaupt Lebewesen töten, nur um Geld damit zu machen?! Es handelt sich hier um einen aufregenden, fesselnden, spannenden und packenden Thriller, der wirklich nichts für schwache Nerven ist. Haltet euch fest und macht euch auf etwas gefasst! Ich hatte Gänsehautmomente und mein Herz klopfte bis zum Anschlag. Ich empfehle euch dieses Buch gern weiter. Ich hatte aufregende Lesestunden, die mich nicht mehr losgelassen haben. Dieser Thriller garantiert tolle Lessemomente mit Gänsehautmomenten!

  6. Cover des Buches Die siebte Plage (ISBN: 9783734105661)
    James Rollins

    Die siebte Plage

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Eine lebende Mumie, die ägyptischen Plagen und ein uraltes Geheimnis im Wüstensand: Die Sigma Force steht vor ihrer bislang größten Herausforderung.

    Harold McCabe war ein renommierter Archäologe, bis er unter mysteriösen Umständen starb. McCabe erforschte die zehn biblischen Plagen, und seit seinem Tod häufen sich die Hinweise, dass sich die Geschichte wiederholt. Doch bevor Painter Crowe, Direktor der Sigma Force, nachforschen kann, vernichtet eine Gruppe von geheimnisvollen Attentätern alle Beweise. Was hat McCabe entdeckt? Und wieso hat er in seinen Notizen »Die siebte Plage« hervorgehoben? Die Suche nach Antworten führt die Agenten der Sigma Force in die Wüste des Sudan - zu einer Pyramide unter dem Sand ...

  7. Cover des Buches Der Weizen gedeiht im Süden (ISBN: 9783862827367)
    Erik D. Schulz

    Der Weizen gedeiht im Süden

     (15)
    Aktuelle Rezension von: BellBel

    Die Welt ist am Ende und die Menschheit dem Tode geweiht. Die nördliche Hemisphäre wurde durch einen Atomkrieg schwer getroffen und versinkt im atomaren Winter. Nur Dr. Oliver Bertram, zusammen mit seiner Tochter und einigen wenigen Überlebenden, gelang die Flucht in einen hochtechnisierten Bunker in der Schweiz. Während noch zu Beginn die Hoffnung auf ein (Über)Leben real scheint, treibt ein Mörder in der Gruppe sein Unwesen, während die Getreidepest letztlich alle Grundlagen der Gruppe zerstört. Von Angst aber auch Hoffnung getrieben, dass Afrika von den Auswirkungen des Krieges größtenteils verschont blieb, bricht Betram mit einer kleinen Gruppe in Richtung Süden auf. Vor ihnen liegt die Reise durch einen zerstörten Kontinent mit ungeahnten Gefahren…

    Die aktuelle Pandemie ist in aller Munde und so scheint es schon fast naheliegend, dass man die jetzige Situation ein wenig versucht in Relation zur Dystopie zu bringen, die Erik Schulz hier entworfen hat. Schnell jedoch merkt man, wie schnell man mit derlei Vergleichen an seine Grenzen stößt. Obgleich sich auch hierzulande eine Art Lagerkoller und damit verbundene Verschwörungstheorien ausbreiten, ist Schulz Beschreibung noch wahnhafter und erschreckender hinsichtlich der menschlichen Abgründe, die er skizziert. Bei der Lektüre des Romans, der sich in drei Teile aufteilt – den Bunker, die Reise über die Alpen und das Kapitel, welches dem Buch gleichzeitig den Namen gab – schwingt eine bedrückende Atmosphäre mit, die man vermutlich am ehesten mit dem Wort „authentisch“ beschreiben kann. Maßgeblich kann hierfür genannt werden, dass Schulz, der als Allgemeinmediziner in Berlin tätig ist, sich in mehreren Anti-Atomwaffen Organisationen engagiert und seine Erfahrungen und Ängste niedergeschrieben zu haben scheint.

    Dystopien der Postapokalypse gibt es in der weiten Literaturlandschaft zuhauf. Sei es nun in Form einer Jugendliebe am Rande der menschlichen Existenz, wie in Gudrun Pausewangs Roman „Die Wolke“ (1987) oder deutlich bedrückender in „Die Straße“ (2006) von Cormac McCarthy. Allen diesen Romanen ist die Schwere des Themas zu eigen, der Erik Schulz in seinem neuesten Werk auf nicht minder erschreckende Weise Ausdruck verleiht. Der Roman erhält eine unbedingte Leseempfehlung, verbunden mit der Hoffnung, dass die Zeilen die nötige Kraft besitzen zu belehren und wenn nötig zu bekehren.

  8. Cover des Buches Der Traum von Olympia (ISBN: 9783551736390)
    Reinhard Kleist

    Der Traum von Olympia

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Es sind Zahlen. Sehr abstrakte Zahlen, wenn über Flüchtlinge berichtet wird, die den Weg über das Mittelmeer nicht geschafft haben. Zahlen berühren uns nicht. Mit ihnen verbindet sich nichts. Man nimmt sie zur Kenntnis, hat vielleicht ein Bedauern im Herzen, aber dann sind sie auch schon wieder vergessen. Es ist ähnlich mit der Corona-Krise, in der die täglichen Zahlen der am Virus Verstorbenen gleichsam abstrakt sind.

    Ein Schicksal

    Wie sehr ändert sich das Bild, wenn ein Schicksal herausgepickt und einer Zahl ein Gesicht verliehen wird. Plötzlich wird einem bewusst, dass sich hinter jeder Zahl ein tragischer Verlust verbirgt. So erging es Reinhard Kleist mit Samia Yusuf Omar, der das bekannte Gesicht verwendet bzw. verwenden durfte, um auf die Zustände der Flüchtlinge aufmerksam zu machen. Dafür erzählt er einfach nur ihre Geschichte, beginnend mit ihrer Teilnahme an den olympischen Spielen in Peking und endend mit ihrer Flucht in Richtung Europa.

    In seinem Vorwort erzählt der Autor und Zeichner ein wenig zur Entstehungsgeschichte dieser Graphic Novel und ich als Leser erhalte einen ersten Vorgeschmack auf das, was kommt. Denn das wesentliche Merkmal dieses Buch liegt darin, dass ich weiß, wie es endet und auch eine grobe Idee davon habe, was Menschen antreibt, ihr Land zu verlassen. Es gibt keine spannenden Wendungen in der Erzählung und auch keinen Cliffhanger am Ende des Buchs. Dennoch berührt das Buch, denn Kleist erzählt einfach nur ihre Geschichte.

    Wie eine junge Sportlerin von ihrem direkten Umfeld bewundert und angespornt wird, sie aber sehr viele Steine in den Weg geworfen bekommt. Wie sie davon träumt, auch bei den nächsten olympischen Spielen teilzunehmen und alles daran setzt, dieses Ziel zu erreichen. Objektiv wird kaum einer bei einer solchen Erzählung bleiben können, aber Kleist erzählt ihre Geschichte erstaunlich wertfrei. Natürlich berührt das Schicksal, wie sie durch dick und dünn gehen musste, nur um am Ende ihr Leben im Mittelmeer zu verlieren.

    Gezeichnet ist das Buch durchgehend in Schwarz-Weiß, was ich persönlich für sehr passend empfunden habe. Zudem sind die Zeichnungen nicht skizzenhaft, sondern präsentieren sich mit sicherem Strich. Andere Graphic Novels des Künstlers sehen zuweilen arg anders aus. Mir persönlich gefällt der vorliegende Stil deutlich besser.

    Fazit

    Wie sinnlos sind diese Tode. Die Botschaft, die Reinhardt Kleist mit dieser Graphic Novel sendet, ist klar. Die Geschichte von Samia Yusuf Omar führt auch sieben Jahre nach Veröffentlichung des Buchs vor Augen, wie wenig sich an der Politik geändert hat, um solche Schicksalsschläge zu verhindern. Ich kann diese Graphic Novel in jeglicher Hinsicht wärmstens empfehlen.

  9. Cover des Buches All dies ist nie geschehen (ISBN: 9783896676344)
    Olivier Norek

    All dies ist nie geschehen

     (7)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Dieses Buch ist ein Tipp. "All dies ist nie geschehen" ist ein differenzierter Blick auf den Dschungel von Calais, auf seine Bewohner und ihre Unterschiede, auf die exekutive Gewalt und ihre Probleme und Sichtweisen, auf Flüchtlings- und Hilfsorganisationen und ihr Handeln, auf die Wirtschaft der EU und ihre Bedeutung für die EU und die Auswirkungen auf die Flüchtlinge, auf die französischen Bewohner von Calais und ihre Sichtweisen zu dem Dschungel und ebenso auf den französischen Staat und seinen Umgang mit dem Thema Flüchtlinge und hier speziell mit dem Dschungel von Calais. Wobei diese differenzierte Betrachtung des Themas durchaus auch auf andere Staaten der EU und ihre Flüchtlingsproblematik angewendet werden könnte. "All dies ist nie geschehen" ist auch ein Blick auf die Flüchtlinge und etwaige Fluchtursachen, etwas, was auch genauer und differenziert betrachtet werden sollte. Denn was treibt Menschen wohl auf einen Weg, der ihren Tod bedeuten kann? Ich kann mir nicht helfen, aber wirtschaftliche Gründe sehe ich hier nicht als vordergründig, auch wenn es viele Menschen in europäischen Landen gibt, die genau das tun. Leider! "All dies ist nie geschehen" ist allerdings ebenso ein Blick auf den Menschen, auf seine positiven, wie auch negativen Seiten und auch durch diesen Blick ist dieses Buch so einschlagend für mich. "All dies ist nie geschehen" ist insgesamt eine wirklich interessante, spannende und wendungsreiche Geschichte, sehr differenziert und ebenso sehr ergreifend/dunkel/düster/bedrückend. Gut gemacht, Olivier Norek!!! Man merkt ihm seine Erfahrungen an, hat er doch für Pharmaciens sans frontiéres und als Police Lieutenant in Seine-Saint-Denis gearbeitet. Gerade diese beiden Informationen  machen dieses Buch noch interessanter! Sprechen sie doch für ein Wissen Noreks, quasi aus erster Hand und das verleiht dem Buch noch mehr Wichtigkeit. Olivier Norek hat ein interessantes, wie auch ein sehr aufwühlendes Buch geschrieben!



    Wer sind die Protagonisten? Einmal die syrische Familie Sarkis, Adam Sarkis, der Vater, arbeitet gegen Assad im Untergrund. Die Situation wird für ihn brenzlich und deswegen schickt er seine Frau Nora und seine Tochter Maya auf den Weg zum Dschungel von Calais. Adam kommt dann etwas später nach und will sich in Calais wieder mit seiner Familie vereinigen. Und dann die französischen Millers, Bastien Miller, ein Kommissar, lässt sich aus Sorge um seine Frau Manon nach Calais versetzen, mit dabei ist noch ihre Tochter Jade. Adam, der seine Familie in Calais nicht gleich findet, kümmert sich erst einmal um ein sudanesisches Kind und dies ist etwas, was die Millers bald auch tun und diese, ihre Menschlichkeit trägt Früchte. 

  10. Cover des Buches Bakhita (ISBN: 9783455009491)
    Véronique Olmi

    Bakhita

     (2)
    Aktuelle Rezension von: summerfeeling9

    In dem Buch geht es um das Leben eines Mädchens, welches im Jahr 1869 im Sudan geboren und mit 7 Jahren Sklavenhändlern in die Hände gefallen ist. Ihren richtigen Namen weiß sie nicht mehr, sie wird von den Händlern Bakhita genannt, die Glückliche. In sehr poetischen und fesselnden Worten erzählt Véronique Olmi ihre Geschichte, die sehr ans Herz geht. Ihre Kindheit als Sklavin und die Einblicke in die Sklaverei von damals sind dramatisch und man fühlt richtig die Schmerzen, die Verzweiflung, die Angst und Aussichtslosigkeit von Bakitha und den andren Sklaven und man glaubt kaum, dass diese grausame Sklaverei wirklich Realität war und Menschen soviel Leid angetan werden konnte. Nach einigen Herren und Verkäufen, wo sie verprügelt, ausgepeitscht, gedemütigt und sogar durch Tätowierungen entstellt worden war, wurde sie zu ihrem "Glück" an den italienischen Konsul Callisto Legnani verkauft, den sie anflehte sie mit nach Italien zu nehmen. 

    Dort nahm ihr Leben eine Wendung. Zuerst fand sie ihre Erfüllung mit der Betreuung der kleinen Mimmina, dem Kind von Maria Michieli, an die sie in Italien geschenkt wurde. Durch eine Fügung fand sie zum christlichen Glauben und ihre Liebe zu Gott. Am 29.11.1889 wurde sie frei gesprochen. Sie wurde getauft und war eine der ersten farbigen Nonnen. Obwohl sie auch in Italien mit Vorurteilen zu kämpfen hatte, ging sie ganz im Dienste der Kirche auf. Als erste Afrikanerin wurde sie von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen. Sie starb am 8. Februar 1947 als Madre Gioseffa Margherita Fortunata Maria Bakitha im Alter von 78 Jahren. Sie war ihr Leben lang eine Frau, wie sie ihre Mutter immer beschrieben hat, sanft und gut.

    Mich hat das Buch gefesselt und die Geschichte hat mich sehr berührt, vor allem der erste Teil über die Sklaverei. Auch sprachlich ist das Buch ein Meisterwerk, manche Passagen habe ich öfters gelesen um diese Macht der Wörter auf mich wirken zu lassen. Ein Buch, das man gelesen haben sollte.

  11. Cover des Buches Der 13. Apostel (ISBN: 9783426633496)
    Wilton Barnhardt

    Der 13. Apostel

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Voigt

    Habe selten so ein amüsantes Buch gelesen, dieses so oft, dass das Exemplar ziemlich zerfleddert ist. Nett sind die Stellen, wo der Professor Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißt, um seinen Suff zu rechtfertigen. Oder Situationshumor: „Wir werden verfolgt“; „Von wem?“; „Dem Mann im geschmackl osen Anzug“; „Sie müssen genauer werden, wir sind in Italien, Lucy“ Köstlicher, wenngleich simpler Humor.

  12. Cover des Buches Das Leben ist ein wildes Tier (ISBN: 9783785724408)
    Carsten Stormer

    Das Leben ist ein wildes Tier

     (7)
    Aktuelle Rezension von: SelmaNentwig

    Der junge Carsten Stormer will nicht fürs Rumsitzen bezahlt werden. Er bezeichnet seine Zeit im Büro als Dunkelkammer seines Lebens. Indirekt zollt er damit auch denen Respekt, die jeden Tag fleißig einer „vernünftigen“ Arbeit nachgehen. Auch das sind in gewisser Weise Helden! Ihm bleibt das verwehrt. Die Routine des Alltags füllt die Zeit schon lange nicht mehr aus. Selbst ein intensives Partyleben bietet kaum Ersatz für Abenteuer. Es zieht ihn hinaus in die Welt. Irgendwas (aus dem Privileg der Muße geboren) treibt ihn an. Neugier und die Lust auf Herausforderung bekommt eine riskante Eigendynamik. Er träumt davon in den Krieg zu ziehen. Nein, er will nicht mit Sturmgewehren schießen, sondern mit seiner Kamera. Fotos. Jedoch keinesfalls als Paparazzi. Er sucht Grenzerfahrungen. Sucht die Gefahr und die Gefahr wird zur Sucht. Das Adrenalin. Echte Feuerproben. Was er findet ist schwer zu dosieren. Eine Überdosis von allem. Kaum Platz für Ironie. Keine Stellen zum Lachen. Pure Realität. Orte, die in Reiseprospekten nicht vorkommen. Sperrgebiete.
    Ich zähle beileibe nicht zu den Menschen, die allen Bergsteigern wild applaudieren, nur weil sie um jeden Preis irgendwo hochjagen müssen. Sie tragen manchmal nicht nur das Risiko für sich selbst, sondern bringen zuweilen auch andere in Gefahr. Leichtsinn und Mut sind zwei Paar Schuhe. Doch ein Krieg ist kein Berg. Reporter wie Stormer sind wichtig. Seine Worte allein werden keine Gerechtigkeit bringen. Ihm geht es darum den Opfern des Krieges ein Gesicht und eine Stimme zu verleihen. Es geht um die Wahrheit, bei all den Lügen da draußen. Mit wachen, klugen Augen berichtet er in seinem Buch von berührenden Schicksalen, die in der pauschalen Fülle der Nachrichten untergehen. Dabei fällt es ihm zunehmend schwer journalistisch neutral zu bleiben, bei so viel Leid. Irgendwo hatte ich gelesen: Nicht nur das Leben ist ein wildes Tier, sondern auch der Mensch. Stormer wird Zeuge.
    Jedes Foto könnte sein letztes sein. Es gibt keine Auftraggeber. Dennoch zieht es ihn immer wieder in die Krisengebiete dieser Welt. Ohne kugelsichere Weste. Die Verlockung ist groß. Warum? Damit die Welt Notiz nimmt. Damit er Spuren hinterlässt. Vielleicht. Aber, machen wir uns nichts vor: Menschen wir Stormer sieht man selten im eigenen Schrebergarten Zwetschgendatschi essen und Sonnenblumen pflücken. Die Eingliederung in das normale Leben fällt schwer. Er braucht eine andere Umlaufbahn. Bleibt ihm zu wünschen, dass er als Journalist niemals resigniert und auch sein privates Glück findet. Ich empfehle dieses Buch, weil es nicht umständlich versucht mir die Welt zu erklären. Es hat meine Wahrnehmung verändert. Danke dafür. 

  13. Cover des Buches Jenseits des Nils (ISBN: 9783732558858)
    Nicole C. Vosseler

    Jenseits des Nils

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Schatzfrau37
    Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit gelesen und gebe zu dass ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte in die Geschichte hinein zu kommen was sich aber nach wenigen Seiten relativ schnell gelegt hat. Ein schöner, spannender, fesselnder Roman der die militärlaufbahn einiger junger Männer im Sudan, Afrika, Arabien und Ägypten beschreibt. Einige finden sogar ihre große liebe . Für mich ein absolut schönes Buch was mich persönlich sehr begeistert hat und was ich sicher einmal wieder lesen werde. Es ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen! Mir persönlich hat das Buch richtig gut gefallen.
  14. Cover des Buches Black Mamba Boy (ISBN: 9783423145350)
    Nadifa Mohamed

    Black Mamba Boy

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Aqua__
    Das Leben ist erbarmunglos. So denke ich zumindestens, nachdem ich dieses Buch gelesen habe. Der kleine Jama ist gerade einmal 11 Jahren alt.
    Über hunderte von Kilometern, will er sich auf den Weg in den Sudan machen, in einer Zeit in der sein Volk versklavt wird. In den 30er Jahren, in der das Buch spielt, haben die weißen die Kolonialherrschaft an sich gerissen und unterdrücken die Einheimischen in Afrika.
    Auf seinem Weg erlebt er so manches Abenteuer. Jama bekommt hilfe, aber ebenso stellen sich ihm Andere in den Weg.
    Das besondere ist, das Nadafi Mohammed hier die Geschichte ihres Vaters erzählt und uns dadurch in eine ander Welt eintauchen lässt.
  15. Cover des Buches Reisen im Sudan (ISBN: 9783426036549)
    Alfred E. Brehm

    Reisen im Sudan

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Samtpfote
    Beschreibung:
    Brehms Tierleben ist auch heute noch jedem ein Begriff - dass der Begründer eines der prominentesten zoologischen Nachschlagewerke die Tiere auch in freier Wildbahn studierte, wissen hingegen nur wenige. Die Faszination für die Zoologie gab Brehms Vater, selbst ein bekannter Ornithologe, an seinen Sohn weiter. Im Jahr 1847 bricht Alfred Brehm sein Architekturstudium ab, um den Vogelkundler Baron Johann Wilhelm von Müller auf eine Forschungsreise nach Afrika zu begleiten. Während der fünfjährigen Expedition reist er von Kairo, über Karthum bis nach Kurdufan durch Savanne und Urwälder und teilt mit gefährlichen Leoparden, Elefanten, wilden Löwen und Büffelherden einen Lebensraum. Die Ausbeute dieses Abenteuers ist ein sehr lebendiger, detaillierter und bisweilen äußerst humorvoller Bericht über die faszinierende Tierwelt Afrikas und die Menschen dieser Region.

    Inhalt:
    Alfred Brehm wagt eine lange und gefährliche Reise durch Afrika und berichtet sehr genau von seinen Erlebnissen und Erkenntnissen. Dabei fällt auf, dass er nicht immer nur wissenschaftlich ans Werk geht, sondern auch eine sehr grosse Verbundenheit mit Land und Leuten durchsickern lässt.
    Verschiedene Kulturen und Traditionen werden beschrieben und erklärt, die Tiere und Menschen, die er unterwegs antrifft werden genau skizziert und so wird ein Blick auf Afrika ermöglicht, wie wir ihn heute nicht mehr kennen.
    Natürlich erfahren wir auch etwas über die unschönen Seiten, wie die Sklaverei, die schrecklich blutigen Sklavenjagden und die Unterteilung der Menschen in reich, arm und wertlos.
    Seine zwei Reisen in den Sudan sind beschwerlich und das Schicksal legt ihm einige Steine in den Weg. So ertrinkt zum Beispiel sein engster Vertrauter und Bruder beim Baden im Nil. Dieses Ereignis lässt ihn einige Tage lang hadern, ist aber nicht die einzige Schwierigkeit, die ihm begegnet. Immer wieder plagen ihn Geldsorgen und er muss auf seiner ganzen Reise Abschied von einigen lieb gewonnenen Reisegefährten nehmen. Von einigen für immer.

    Meine Meinung:
    Diese Ausgabe des Buches war für mich schrecklich zu lesen. Die Seiten waren sehr dicht beschrieben und die Buchstaben so klein, dass ich andauernd das Gefühl hatte, gar nicht vom Fleck zu kommen. Die Fussnoten - von denen es einige gab - waren in noch kleinerer Schrift verfasst und machten es mir nicht gerade leichter.
    Vom Inhalt her hat mir Brehms Bericht sehr gefallen. Man muss halt einfach berücksichtigen, dass hier ein sehr gebildeter Mann schreibt, der sich teilweise auch wissenschaftlich mit dem auseinander setzt, was er sieht, weshalb der Bericht nicht in erster Linie unterhaltsam sondern eher informativ gestaltet ist. Die ganzen Abenteuer, welche Brehm erlebt, sind aber so exotisch und aus heutiger Sicht unvorstellbar, dass sie eine starke Faszination auf den Leser ausüben. Ich gehe davon aus, dass Brehm es sehr genau mit der Wahrheit genommen hat, kann aber trotzdem fast nicht glauben, dass er alle diese geschilderten Erfahrungen alle auch wirklich gemacht hat.
    Nach der Lektüre bin ich aber sehr froh, dass sich in Afrika seit Brehms Reise einiges geändert hat. Vor allem in Bezug auf seine Erfahrungen mit der Sklaverei muss ich zugeben, dass ich mir (vielleicht zum Glück) gar nicht vorstellen kann, wie grausam Menschen miteinander umgehen können.
    Abschliessend will ich aber anmerken, dass Brehm ein wirklich beeindruckender Erfahrungsbericht aus damals noch nicht so bereisten Gebieten gelungen ist, welcher die Schönheit der Landschaften und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt sehr genau schildert und ausreichend würdigt.

    Fazit:
    Ein beeindruckender Resebericht aus längst vergangener Zeit und damals noch fast unberührten Ländern.

    Zusätzliche Infos:
    Autor: Alfred Brehm
    Fester Einband: 412 Seiten
    Verlag: Horst Edmann Verlag
    Sprache: Deutsch
    Bestellnummer: 02397 8
  16. Cover des Buches The Hot Zone (ISBN: 9780552143035)
    Richard Preston

    The Hot Zone

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    „The Hot Zone“ has to be the most terrifying book I have ever read in my entire life. Forget all the horror novels out there and just read the first few chapters of this book about the origins of Ebola and what this virus does to the human body. It scared the bejesus out of me and I simply have the desire to never, ever get infected with Ebola. And by the way: I will never travel to Africa. Just as a precaution.

    I have to admit, I really liked the first few chapters. They were fast-paced, full of action and suspense and, as mentioned before, horrifying. But as soon as the story takes place in Reston, Virginia, this book couldn´t hold my interest. And I had quite some issues with this book: 

    1. The scientific content of the story is pretty outdated. Numerous times the author makes references to the HIV-virus and that this virus will be the fate of human existence and the human population will be diminished by it. This book just doesn´t age very well.
    2. To read this book is like reading a tabloid newspaper with a lot of lurid headlines. A lot of bad things are happening and even though they might have happened that way, I didn´t enjoy the way Richard Preston is describing it. 
    3. Apparently the US Army has some pretty stupid scientist on their payroll. I´m not a specialist on viruses and bacteria, but I definitely wouldn´t smell at a flask, which contains highly contagious material that could be lethal.

    This book is an ok read and the sense of horror, that this book gives you, is quite exceptional. But you will not miss out on anything, if you are not reading “The Hot Zone”.

  17. Cover des Buches Der Mahdi (ISBN: 9783780217172)
    Karl May

    Der Mahdi

     (25)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    2.Teil der spannenden Orienttrilogie über den Sklavenhandel, mit geschichtlichtem Hintergrund. Spannend, witzig und humoristisch führt uns Karl May durch die Wüste
  18. Cover des Buches Sklavin (ISBN: 9783426426609)
    Mende Nazer

    Sklavin

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Jacqueline___

    Das es heute noch Sklaverei gibt ist erschreckend. Die Autorin beschreibt ihren Leidensweg sehr detailliert und man schüttelt beim Lesen nur noch den Kopf. Wie kann so etwas möglich sein? Furchtbar, erschreckend und absolut unfassbar das es so etwas  gibt. 

  19. Cover des Buches Im Sudan (ISBN: 9783780215185)
    Karl May

    Im Sudan

     (29)
    Aktuelle Rezension von: funne
    Das Abenteuer unserer Helden in Afrika geht weiter. Diesmal befinden sie sich im Sudan – auf der Suche nach Ibn Asl, dem hinterlistigsten aller Sklavenhändler…
    Meine Meinung: Von vornherein kann ich gleich sagen, dass ich Karl Mays Bücher liebe. Bisher habe ich nur „Winnetou I“ und „Am Rio de la Plata“ und eben dieses hier gelesen, doch ich bin sicher, dass mir auch alle anderen super gefallen werden. Teilweise ist es zugegeben geradezu langweilig, es tauchen immer die gleichen Aspekte (Sklaven befreien, anschleichen, beobachten…) auf und die Ich-Person ist mir sehr unsympathisch, beziehungsweise sehr unauthentisch und zwiespältig, was seine Persönlichkeit angeht. Doch ich liebe einfach diese Schreibweise. Man kann eigentlich gar nicht wirklich sagen, dass Mays Bücher spannend sind, oder aufregend oder so. Sie sind monoton, teilweise langweilig und immer das gleiche. Aber sie spielen immer an einem anderen Ort, es kommen immer neue und andere Personen vor und es macht mir einfach Spaß, die Bücher dieses Mannes zu lesen. Noch dazu dass sie mittlerweile einen gewissen Sammlerwert haben. Mich stört zwar ein wenig die Geschichte, die in Kurdistan spielt und das halbe Buch einnimmt und eigentlich nur eine Erinnerung der Hauptperson ist. Kurdistan und der Sudan, das ist ein großer Unterschied. Außerdem habe ich das Buch „Durchs wilde Kurdistan“ und ich hoffe sehr, dass dort nicht dieselbe Geschichte drinsteht… Kein besonders herausstehendes Werk Karl Mays, aber immer noch ein Genuss für Fans wie mich!
  20. Cover des Buches Nomadenkind (ISBN: 9783596176243)
    Alek Wek

    Nomadenkind

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Moni 3007
    Ihr Weg in die Freiheit war mühevoll und steinig. Die erst 12-jährige Alek Wek muss Familie und Freunde verlassen, um vor den Kriegswirren im Sudan zu fliehen. Sie wird Zeugin von Tod und Verwüstungen. Sudan gehört dem Volk der Dinka. Sie geht zu ihrer Schwester in London wo sie die School of Fashion besucht. 2 Jahre später kann sie in London ihre Mutter und drei ihrer Geschwister wiedersehen. Ihr Vater ist an Armut wegen einer kaputten und verletzten Hüfte im Sudan gestorben. Nach den schwierigen Anfängen in London etabliert sie sich als Topmodel und wird das Gesicht Afrikas. Als Kind litt sie furchtbar an einer sehr hartnäckigen Schuppenflechte. Sie stellt auch Handtaschen unter dem Label "Wek 1933" her und hat auch mit u.a. Karl Lagerfeld zusammengearbeitet. Aleks Weks Geschichte ist die einer selbstbewussten, sympatischen Frau, die sich nicht hat unterkriegen lassen. Das Buch hat 237 Seiten, die ich mit sehr grosser Interesse gelesen habe. Die Bürgerkriegszeiten im Sudan waren sehr beklemmend zu lesen. Ich habe das Buch auf einem Krabbeltisch gefunden und war ganz froh darüber.
  21. Cover des Buches Schwarze Schwestern (ISBN: 9783608501094)
    Chika Unigwe

    Schwarze Schwestern

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Die Menschen kannten die Risiken und gingen sie ein, weil sie wussten, dass sich der Einsatz, waren sie erst einmal am Ziel, lohnen würde.‘ (Seite 80)

    Sisi, Ama, Joyce und Efe kamen alle über den Menschenhändler Dele von Nigeria nach Europa. Sie leben in Antwerpen, verkaufen sich in den Schaufenstern des Rotlichtmilieus an unzählige Männer, um ihre Schulden bei Dele zu begleichen, und träumen von einem Leben nach der Prostitution.

    Als Sisi, die in Lagos Wirtschaftswissenschaften studiert und trotz guter Ausbildung keine Chance auf einen Job hatte, ermordet wird, erzählen sich die anderen drei Frauen von ihrem jeweiligen Leben: Efe berichtet vom 45-jährigen Titus, der die damals 16-Jährige für Sex bezahlte und sitzen ließ, als sie von ihm schwanger wurde. Ama wurde ab dem 8. Lebensjahr drei Jahre lang von ihrem strengen, religiösen Vater vergewaltigt. Und Joyce, die ursprünglich aus dem Sudan stammt, wo ihre Eltern und ihr Bruder von Soldaten niedergemetzelt wurden und sie selbst von mehreren Männern vergewaltigt wurde, verliebt sich eines Tages in einen Mann, der sie mit nach Nigeria nimmt.

    Der Einstieg fiel mir nicht so leicht wie erhofft, ich habe nicht direkt in die Geschichte gefunden, musste mich erst orientieren und einlesen. Doch schon bald war ich restlos begeistert von diesem großartigen Roman, der von vier verschiedenen Frauenleben erzählt und Korruption, Armut, Gewalt, Arbeitslosigkeit, Menschenhandel, Prostitution, soziale Ungerechtigkeit und die traditionelle Rolle der Frau thematisiert.

    Chika Unigwe zeigt viele Facetten des Lebens in Nigeria, aber meist sind dies negative Seiten des Landes, in dem eine Frau nur wenig zählt und verschachert wird, wo man Menschen mit Träumen eine einfache Alternative, dem Elend zu entfliehen, vorgaukelt, und in dem Frauen den Weg der Prostitution wählen, weil sie sonst kaum eine andere Wahl haben.

    Der Roman ist nicht immer leicht zu lesen und teilweise brutal, z.B. wenn die Gewalt der Soldaten explizit geschildert wird. Er ermöglicht es dem Leser jedoch, ganz tief in das Wesen dieses Landes einzutauchen, die Träume und Sehnsüchte der vier Frauen zu erfahren, die stellvertretend für so viele nigerianische Frauen stehen, ihre Traumata und ihren Alltag kennenzulernen und ihren Kampf ums Überleben zu verfolgen.

    Eines meiner Lieblingsbücher 2021!

  22. Cover des Buches Sklavin (ISBN: 9783785713761)
    Mende Nazer

    Sklavin

     (3)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    Eine menschliche und politische Tragödie Sklavenhaltung, heute? Im 21. Jahrhundert? Nein, Kopfschütteln, es ist nicht vorstellbar, dass es so etwas noch geben kann. Doch genau davon erzählt Mende Nazer in ihrem erschütternden (Hör-)Buch "Sklavin". Die Ausdrucksweise ist recht einfach, aber das trägt nur dazu bei, dass sich der Hörer/Leser in jeder Situation genau in Mende hinein versetzen kann. Ob sie nun von einem gemütlichem Familienabend in vertrauter Atmosphäre berichtet oder ihre Todesangst und ihren Ekel schildert, als sie von dem Araber verschleppt wird - man hat jedes Mal das Gefühl, die Geschehnisse aus ihrer Sicht mitzuerleben. Am Ende hat man das Gefühl, Mende habe einem ihre Geschichte in einem ganz persönlichen Brief mitgeteilt. Man wird mit unmenschlicher Intoleranz, Macht, Habgier, Ignoranz und Gewalt konfrontiert, unter der tausende afrikanische Mädchen zu leiden haben, denen nicht nur ihre Kindheit und Jugend, sondern ihr ganzes Leben genommen wird. Den Autor Damien Lewis, britischer Journalist und ein Kenner der Verhältnisse im Sudan, hat Mende bei ihrer Flucht kennen gelernt. Er hat mit ihr zusammen diesen erschütternden Bericht über ihr Leben aufgeschrieben. Dennenesch Zoude liest mit sehr viel Einfühlvermögen die Geschichte von Mende Nazer. "Sklavin" ist ein (Hör-)Buch, das einen zu Tränen rührt angesichts der unglaublichen Qualen und Schmerzen, die einem Menschen zugefügt werden, wobei jegliches Selbstwertgefühl, jede Identität mit Füßen getreten wird.
  23. Cover des Buches Der Übersetzer (ISBN: 9783896673763)
    Daoud Hari

    Der Übersetzer

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Halima (ISBN: 9783426274507)
    Halima Bashir

    Halima

     (6)
    Aktuelle Rezension von: monja1995
    Klappentext:

    „Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schreckliche Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar gewesen wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat.“

    Im Jahr 2005 gelingt der jungen Ärztin Halima Bashir die Flucht aus dem Sudan. In einem der grausamsten Kriege unserer Zeit erlebte sie Leiden und Tod unzähliger Menschen, wurde Zeugin und schließlich auch Opfer von Folter und brutalem Missbrauch – denn sie hat es gewagt, sich aufzulehnen gegen den Terror.

    Mein Umriss:

    Halima gibt Einblick in ihre unbeschwerte Kindheit, die sie in einem Dorf in der Provinz Darfur im Sudan verbringt. Wohlbehütet in eine liebevolle Familie eingebettet erlebt sie diese Kindheit behütet durch Großmutter, Mutter und Vater. Der Vater erkennt sehr früh, dass aus Halima irgendwann eine kluge Frau werden wird und läßt sie in der nächsten Stadt zur Schule gehen. Schnell bemerkt Halima, dass es nicht überall ruhig und unbeschwert wie auf dem Land ist. Sie wird von Mitschülern arabischer Abstammung herablassend behandelt. Sie nutzen jede Gelegenheit, Halima etwas anzutun. Halima jedoch hat den Stolz der Afrikaner in sich und wehrt sich. Dafür wird sie mit Schlägen durch die Schulleiterin und anderen Strafen durch die Lehrerinnen bestraft. Da diese Frauen ebenfalls arabischer Abstammung sind, denken diese, bessere Menschen zu sein und sehen Schwarzafrikaner als Sklaven. Halina schafft es trotzdem in der Schule hervorragende Leistungen zu erzielen und nach dem Schulabschluß einen Studienplatz zu bekommen, um ihrem Traum Ärztin zu werden endlich Wirklichkeit werden zu lassen.
    An der Universität geht es ähnlich weiter, wie zuvor in der Schule. Die Araber denken, sie wären etwas besseres und versuchen ihre schwarzafrikanischen Kommilitonen zu unterdrücken. Die lassen sich das aber nicht gefallen.
    Halima schafft ihren Abschluß und kehrt als Frau Doktor Halima Bashir in ihr Dorf zurück. Bald bekommt sie eine Anstellung in einem Krankenhaus. Den Arabern ist jedoch ein Dorn im Auge, dass sie auch im Bürgerkrieg verwundete Schwarzafrikaner respektvoll und nach allen ihr gebotenen Möglichkeiten behandelt. Für Halima sind alle Menschen gleich.
    Sie wird jedoch in ein Provinzkrankenhaus versetzt, wo sie schnell feststellen muss, dass ihr auch hier genauestens über die Schulter geblickt wird. Sie wird verhaftet und erleidet schlimmste Folter und Mehrfachvergewaltigungen. Da flieht sie zurück in ihr Heimatdorf. Doch auch dort überschlagen sich die Ereignisse und sie muss wieder fliehen…….

    Mein Eindruck:

    Halima Bashir erzählt in einer eher einfachen Sprache, wie sie ihre Kindheit und Jugend im Sudan erlebte. Sie malt diese Erinnerungen nicht nur rosarot, sondern erzählt auch von den schwierigen Verhältnissen im Dorf, wo die Frauen teilweise stundenlang laufen müssen, um Brennholz, Kräuter usw. zu sammeln und wie schwierig es war, in die nächste Stadt zu kommen, wo Verwandte lebten. Ebenso geht sie auf die Hürden ein, die Eltern nehmen müssen, um ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Und vor allem zeigt Halima, wie eng die Familienbande in ihrer Heimat sind. Dies tritt besonders aus ihrer Geschichte hervor, als sie Vergleiche mit ihren Mitmenschen in Großbritannien zieht. Schonungslos und offen erzählt sie auch über ihre Verschleppung, die Folter und die Vergewaltigungen, so dass einem beim Lesen Tränen in die Augen steigen. Man erlebt als Leser fast körperlich ihre Ängste mit, als sie auf der Flucht ist. Ebenso empfindet man die Rückschläge, die sie in Großbritannien immer wieder einstecken muss.

    Mein Fazit:

    Ein Buch für jeden der die Augen vor den Begebenheiten in Afrika nicht verschließen wollen und können

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