Bücher mit dem Tag "südafrika"
183 Bücher
- Jonas Jonasson
Die Analphabetin, die rechnen konnte
(733)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannZunächst ein großes Kompliment an die Übersetzerin. Es war sicher nicht einfach, diesen spielerischen Umgang mit Sprache, diese teils aberwitzigen und skurrilen Vorgänge, so zu übertragen, dass diese auch im Deutschen ihre gewünschte Wirkung entfalten. Es ist ein Genuss, diesen teils versteckten oder hintersinnig eingestreuten realen Bezügen in einer ansonsten doch sehr abgedrehten Story zu folgen.
Die Geschichte entfaltete ihren Reiz auch dadurch, dass die historischen Personen beim Namen genannt werden und das politische Geschehen in eine Lebenswirklichkeit hineingezogen wird, die die Distanz zu diesen Geschehnissen nicht nur verringert, sondern tatsächlich auch menschlicher und damit verstehbarer machen – unabhängig davon, ob sie sich so oder so oder auch ganz anders abgespielt haben. Diese indirekten Anspielungen fordern geradezu nach Weiterdenken heraus. Es fällt leicht mit der „guten Seite“ zu sympathisieren (wer möchte nicht gerne, trotz aller Hindernisse, so souverän durchs Leben gehen?), wobei die „böse Seite“ durchaus auch ihren Charme hat. Es gibt also ausreichend Raum, bei guter Unterhaltung, die eigenen Gedanken spazieren zu führen.
Da das Elend dieser Welt im Moment zuzunehmen scheint, kommt eine solche Geschichte gerade recht. Nicht als „Erlösungsgeschichte“, sondern als augenzwinkernder Hinweis: Nimm das Leben wie es kommt und mache das dir Mögliche daraus.
(19.11.2018)
- Lucinda Riley
Die Sonnenschwester
(411)Aktuelle Rezension von: naeviaIm 6. Band der Reihe, geht es um Elektra, die Jüngste von Pa Salts Töchtern. Sie lebt ihn New York als Supermodel, hat ihr Leben aber nicht im Griff. Durch eine Entzug, kommt ihr Leben wieder in die Reihe und sie beginnt sich mit sich selbst und ihrem Umfeld auseinanderzusetzen.
In der zweiten Zeitschiene geht es um Cecily, einer jungen Dame aus New York, die kurz vor dem zweiten Weltkrieg zu ihrer Tante nach Kenia geht.
Wie die Geschichten zusammenhängen wird nach und nach im Buch aufgeklärt.
Wie in den anderen Bänden auch, wird auch hier viel Wert auf Details gelegt und auch gesellschaftliche Probleme aufgezeigt und beleuchtet.
Was jedoch den Lesefluss gestört hat, dass es ein paar „lose Ends“ gab. Dinge, die nicht aufgeklärt wurden, oder im weiteren Verlauf nicht wieder drauf eingegangen wurde. So wurde die Geschichte teilweise unnötig in die Länge gezogen.
- Nelson Mandela
Der lange Weg zur Freiheit
(111)Aktuelle Rezension von: FabianoDer lange Weg zur Freiheit ist eine beeindruckende Autobiografie, die weit über Politik hinausgeht. Besonders fasziniert hat mich, mit welcher Stärke, Geduld und Menschlichkeit Nelson Mandela seinen Weg beschreibt. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Hoffnung, Versöhnung und Durchhaltevermögen selbst unter den schwierigsten Bedingungen sein können. Eine inspirierende Lebensgeschichte, die zum Nachdenken anregt und lange in Erinnerung bleibt.
- Trevor Noah
Born A Crime: Stories from a South African Childhood
(52)Aktuelle Rezension von: LesenMitHerzFür mich definitiv ein Buch das berührt, zum nachdenken anregt und mitfühlen lässt. Gerade, da es nach einer wahren Geschichte erzählt wird. Sehr schön geschrieben, und der Humor kommt dabei auch nicht zu kurz. Ein tolles Buch für alle, die auch ein bisschen über Südafrika und über die Apartheit lernen möchten.
- Ethan Cross
Spectrum
(296)Aktuelle Rezension von: blue-jenAugust Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank - das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur - und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.
Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr schwer, da die Geschichte aus mehreren Sichtweisen erzählt wird und es sehr lange braucht bis man weiß wie diese zusammenhängen. Zusätzlich sind es einige Protagonisten, bei denen man nie genau weiß wie wichtig sie sind und ob Sie wieder auftauchen, daher fand ich das Buch anfangs eher zäh als spannend.
Erst ab etwa der Hälfte fand ich das Buch dann gut, wobei schon hier absehbar war in welche Richtung es lief, aber das tat der Spannung keinen Abbruch. Die drei Hauptprotagonisten auf der Ermittlerseite gefielen mir auch sehr gut, Burke, Carter und Nic. alle drei sehr verschieden und doch haben sie ein sehr gutes team gebildet.
Die Gegenseite war für mich doch recht undurchsichtig, gerade was die Motive anging, aber auch hier waren es sehr unterschiedliche Charaktere die gut harmoniert haben.
Insgesamt war es ein gutes Buch, das anfangs etwas braucht, leider auch mit einem für mich offenen Ende.
Daher insgesamt nur 3,5 Sterne
- Ashlee Vance
Elon Musk
(53)Aktuelle Rezension von: Stef1985In Ashlee Vances Biografie "Elon Musk" tauchen Leser tief in das faszinierende Leben des visionären Unternehmers ein. Vance erzählt dabei nicht nur Musk's persönliche Geschichte, sondern widmet sich ausführlich den Unternehmen, die seinen Weg geprägt haben. Manchen fehlt dabei der persönliche Bezug, doch wenn man sich Musk als Menschen vorstellt, dann ist klar, dass sein Leben durch Arbeit und seine Firmen geprägt ist.
Die Biografie beginnt mit Musks Kindheit in Südafrika und führt durch seine unternehmerischen Meilensteine wie Zip2 und PayPal bis zu den jüngsten Erfolgen mit SpaceX und Tesla. Vance bietet eine packende Erzählung, die nicht nur die Höhepunkte, sondern auch die Tiefpunkte und persönlichen Herausforderungen des Unternehmers beleuchtet.
Die modern gestaltete Erzählweise hat mir gefallen, insbesondere der Fokus auf die unternehmerischen Aspekte von Musks Leben. Die Darstellung von Musks Persönlichkeit ist realistisch, inklusive seiner Ecken und Kanten. Die Schilderung der Technologieprojekte ist beeindruckend, vor allem die Einblicke in Musks unerschütterlichen Glauben an die Verwirklichung seiner Visionen.
Die Handlung ist fesselnd, vor allem wenn es um die Gründung und Entwicklung seiner Unternehmen geht. Die persönlichen Herausforderungen und Rückschläge verleihen der Biografie eine emotionale Tiefe. Die Charaktere, allen voran Elon Musk selbst, werden lebendig und greifbar dargestellt. Man kann ihre Motive nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer konventionell oder leicht verständlich sind. Sicherlich ist man nicht mit allem einverstanden, doch es ist bewundernswert alles für seine eigenen Visionen zu tun und daran zu glauben.
Ich habe viel über Musks Herangehensweise an unternehmerische Risiken und Innovationen gelernt. Sein Durchhaltevermögen und seine Bereitschaft, sich den größten Herausforderungen zu stellen, haben mich inspiriert.
Ich würde "Elon Musk" all jenen empfehlen, die nicht nur an der Person Musk interessiert sind, sondern auch an den technologischen Entwicklungen, die er vorangetrieben hat. Für Unternehmer, Tech-Enthusiasten und alle, die nach Inspiration durch eine beeindruckende Lebensgeschichte suchen, ist dieses Buch definitiv lesenswert.
- Tess Gerritsen
Der Schneeleopard
(365)Aktuelle Rezension von: Jenny_SieberDieser Roman der Autorin ist anders wie die bisherigen Bücher. Hier geht es in Natur von Botswana wo die Anzahl der Teilnehmer immer weniger werden. Der Szenenwechsel zwischen Botswana und Boston gelingt hervorragend. Dadurch bleibt das Buch bis zum Schluss fesselnd. Die Autorin ist bekannt für ihre spannungsgeladenen Inhalte und diesen wird auch dieses Buch wieder gerecht.
- Jo Watson
Kopf aus, Herz an
(158)Aktuelle Rezension von: Hortensia13Lilly kann es nicht fassen. Praktisch vor dem Traualter lässt sie ihr Verlobter sitzen. Spontan entscheidet sie sich die gebuchte Hochzeitsreise nach Thailand alleine anzutreten. Dabei lernt sie Damien kennen. Unglückliche Umstände ketten sie aneinander, wobei Lilly alles andere als einen unnützen Mann an ihrer Seite braucht. Und dazu noch so einen in Schwarz gekleideten und mit Tattoos garnierten Gruftie. Doch Damien zeigt ihr eine spontane Welt, die für Lilly bisher unvorstellbar gewesen ist. Kann sie über ihren Schatten springen?
Dieses Buch ist der erste Band der Destination-Love-Reihe der südafrikanischen Autorin Jo Watson. Ich habe mich schon lange nicht so beim Lesen amüsiert. Lilly ist gefühlt die Schwester von Bridget Jones und versprüht durch ihre Tollpatschigkeit einen herzerwärmenden Charme. Ich freue mich sehr, dass es noch einen Band über ihre Freundin Annie gibt.
Mein Fazit: Eine herzerwärmende, wirklich amüsante Liebesgeschichte, die eine absolute Leseempfehlung verdient. 5 Sterne.
- Gesa Neitzel
Frühstück mit Elefanten
(167)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch habe dieses Buch damals in einer Bibliothek entdeckt, als es mir persönlich nicht gut ging – und es war genau der Anker, den ich brauchte. Gesas mutiger Schritt von Berlin in den afrikanischen Busch hat mich tief berührt und inspiriert.
Es ist kein typischer Ratgeber, aber Gesas ehrlicher und bildhafter Schreibstil gibt einem das Gefühl, selbst mit ihr im Zelt zu liegen und den Löwen zu lauschen. Sie zeigt uns, dass man seine Instinkte wiederfinden kann, wenn man nur laut genug auf sein Herz hört. Seit diesem Buch lese ich absolut alles von ihr (auch unter ihrem Pseudonym Gisele Stein!) und wurde nie enttäuscht.
Mein Fazit: Ein lebensveränderndes Buch für alle, die das Gefühl haben, festzustecken und nach dem „echten Leben“ suchen. Danke, Gesa!
- Jodi Picoult
Die Spuren meiner Mutter
(133)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Die 13jährige Jenna Metcalf fahndet bereits seit Jahren nach ihrer Mutter Alice. Vor zehn Jahren wurde im Elefanten-Reservat in Boone, New Hampshire, eine Frau tot aufgefunden und Alice verschwand in der gleichen Nacht spurlos. Der Tod der Frau wurde als Unfalltod deklariert und zu den Akten gelegt.
Jenna sucht das Medium Serenity auf, in der Hoffnung, diese könne ihr sagen, ob ihre Mutter überhaupt noch lebt. Doch Serenity hat ihre Geisterführer verloren und seither tappt sie im Dunkeln.
Dann ist da noch Virgil, ein abgewrackter Ex-Polizist, dessen bester Freund Jack Daniels heißt. Der Todesfall im Reservat hat auch ihn nie ganz losgelassen und so lässt er sich eher widerwillig in die Ermittlungen ziehen, die Jenna und Serenity bereits anstellen.
Die Spuren führen sie immer wieder zum Tatort und schließlich nach Tennessee, wo ein ehemaliger Angestellter – und Alice‘ Geliebter – noch arbeiten soll. Aber der Wahrheit kommen sie nur durch einen Zufall auf die Spur …
Mein Fazit:
Ein Buch mit überraschenden Wendungen!
Dabei gleicht es einer Liebeserklärung an die sanftesten Dickhäuter, die auf der Erde wohnen, nämlich den Elefanten. Sie sind den Menschen ähnlicher, als man denkt, das wird mit diesem Buch klar. Hauptsächlich geht es um Trauer. Wie sehr sich dieses Thema wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht, wird zum Ende deutlich – mehr als deutlich.
Alice ist Forscherin und hat in Afrika die Dickhäuter studiert, als sie Thomas kennen lernt. Eine folgenschwere Nacht unterm afrikanischen Himmel führt sie schließlich nach New Hampshire, wo er ein Reservat für misshandelte Elefanten mit drei Angestellten leitet. Was er ihr jedoch verschweigt: Er leidet an der Bipolar II-Störung. Diese Krankheit belastet die junge Familie immer wieder aufs Neue, denn er ist dann zuweilen auch aggressiv.
Jenna, die bei ihrer Großmutter aufwächst und kaum soziale Kontakte in der Schule hat, durchkämt tagtäglich das Internet nach vermissten Personen. Sie kennt nahezu alle Portale zu diesem Thema, denn sie kann einfach nicht glauben, dass ihre Mutter sie zurück lassen konnte. An der Theorie stimmt etwas nicht und sie sucht die Wahrsagerin Serenity und den alkoholkranken Ex-Polizisten Virgil auf, um endlich die Wahrheit über ihre Mutter heraus zu finden.
Und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, die eigentlich direkt vor ihren Augen lag und doch sich so verschleiert hat, dass man da einfach nicht drauf kommt.
Die vier Hauptfiguren –Jenna, Alice, Serenity und Virgil- haben so ihre Probleme mit der Gesellschaft. Irgendwie haben sie alle so ihren eigenen Zwist und wirken daher als verschrobene Charaktere. Allerdings macht sie das auch liebenswert. Ihre Geschichten haben sie zu Figuren mit Ecken und Kanten gemacht und machten sie für mich emotional sehr greifbar. Die Geschichten über die afrikanischen Elefanten waren oftmals sehr bewegend und brachten mir die Dickhäuter näher. Natürlich durften auch die Geschichten der Wilderer nicht fehlen, was mich teilweise auch fassungslos zurück ließ.
Manchmal schien es, dass die Autorin irgendwie abschweifte. Während des Lesens hatte ich das eine oder andere Mal das Gefühl. Aber das änderte sich schlagartig, als die Auflösung des Falls näher rückte. Was vorher vielleicht überflüssig erschien, wurde nun ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Das Ende war sehr bewegend und berührte mich ganz tief im Herzen.
Zwischendurch kommt schon das Gefühl auf, dass die Autorin etwas abschweifte. Andersherum hat sie sehr viel Energie in die emotionale Entwicklung ihrer Figuren investiert und somit wieder ein vielschichtiges Drama geschrieben, dass ich es nur mit fünf Sternen bewerten kann.
- Deon Meyer
Fever
(62)Aktuelle Rezension von: itwt69Die Geschichte eines tödlichen Corona-Virus, geschrieben im Jahr 2016: Erschreckend aktuell, nachdem sich der Verdacht, das SARS-CoV-2 in einem chinesischen Labor entwichenen ist, erhärtet hat. Ein mitreißender Roman, der bis zum Schluss extrem spannend bleibt, vor allem die neue Gemeinschaft von "Amanzi" und die Bedrohungen vor dem Tier im Menschen. Das Ende allerdings wird nicht jedermanns Geschmack sein, auch ich bin ein wenig enttäuscht, dennoch 5 Sterne
- Nicholas Sparks
Wo wir uns finden
(167)Aktuelle Rezension von: elycalxaHope steht vor dem Scheidepunkt ihres Lebens und trifft in North Carolina auf Tru. Tru hat eine geheimnisvolle Vergangenheit. Ihre Begegnung ist zufällig, doch die Verbindung zwischen den beiden ist tiefgreifend. Doch am Ende entscheiden sich beide für ihre jeweiligen Verpflichtungen. Erst Jahre später sollen sie sich wieder treffen.
Wer die Romane von Nicholas Sparks kennt, kennt auch seine bildhaften Erzählstil, der einen sofort in die Geschichte abtauchen lässt.
Ein großes Thema Schicksal, verlorene Zeit und richtige Entscheidungen werden behandelt, ohne kitschig zu wirken.
Auch die Protagonisten allen voran Tru und Hope sind sofort sehr authentisch für den Leser greifbar.
Ein toller Roman und eine absolute Leseempfehlung.
- Jan Stocklassa
Stieg Larssons Erbe
(68)Aktuelle Rezension von: trinity_41Jan Stocklassa recherchiert in 2013 in diversen Archiven und stößt dabei auf interessante Fakten zu Stieg Larsson. Letzterer hatte sich intensiv mit dem 1986 verübten Mord am damaligen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme beschäftigt. Leider konnte der Fall damals trotz großer Bemühungen nicht aufgeklärt werden.
Jan Stocklassa beschließt, auf Basis der Ergebnisse von Larsson noch einmal Alles neu aufzurollen und zu rekonstruieren. Die folgende Story ist True Crime vom Feinsten. Die Spuren, die Stocklassa wieder aufnimmt, führen ihn bis nach Südafrika. Es tauchen neue Verdächtige und damit neue Mutmaßungen auf, er ermittelt im Namen von Stieg Larsson weiter, der in 2004 leider viel zu früh verstorben ist.
Alles in Allem präsentiert sich hier eine True Crime-Story nach meinem Geschmack: packend, spannend und authentisch.
Fazit: 5 Sterne! - Tan Twan Eng
Das Haus der Türen
(129)Aktuelle Rezension von: FinkenzonkIch habe ein schlechtes Gewissen, nur zwei Sternen zu vergeben. Schließlich schreit der Roman mit jeder Faser seiner Seiten: Hier kommt große Literatur! Angesiedelt in Malaysias Kolonialzeit handelt die Geschichte des gefeierten Autors Tan Twan Eng von sexueller Selbstbestimmung, versteckter Homosexualität und Frauen im Patriachat. Die Handlung läuft virtuos verschachtelt auf verschiedenen Zeitebenen, und es gibt viele intellektuelle Easter-Eggs (in welchem Buch hat Somerset Maugham das Schicksal der Hauptfigur verarbeitet?), die Literatur-Connaisseurs vermutlich aufjauchzen lassen.
Ich habe mich über das Buch geärgert, weil ich finde, dass hier großes Potenzial verschenkt wurde. "Das Haus der Türen" kratzt nur an der Oberfläche, kommt elegant und risikolos und mit langweiligen - weil nicht lebensechten - Dialogen daher. Auf mich wirkt es genau wie das Milieu, in dem es spielt: spießig. - Deon Meyer
Sieben Tage
(59)Aktuelle Rezension von: Mary2„Sieben Tage“ ist der dritte Band der Reihe um Ermittler Bennie Griessel aus Kapstadt.
Der authentische Kaptein mit Ecken und Kanten, der jahrelang an der Flasche hing, muss den Mord an einer jungen Anwältin aufklären, während gleichzeitig ein Heckenschütze jeden Tag auf einen Polizisten schießt. Sieben Tage Zeit hat Griessel, um diesen Erpresser zu stoppen, der in mysteriösen e-mails seine Taten erklärt.
Ob und wie diese beiden Fälle zusammenhängen, bleibt lange unklar. Die gesamte Polizei von Kapstadt ist in Aufruhr, weil Kollegen betroffen sind. Die Erwartungen an Bennie Griessel sind enorm, er arbeitet rund um die Uhr und gelangt doch immer wieder in Sackgassen. Die überraschende Auflösung ist das Ergebnis akribischer Ermittlungsarbeit im Team – hier glänzt nicht Bennie Griessel, sondern die Polizei.
Thematisch spielt das „Black Economic Empowerment Program BEE“ eine Rolle, das Geschäft rund um südafrikanische Minen und die Mafia, die ihre Fühler bis nach Kapstadt ausstreckt.
Ganz nebenbei kann der Leser viel über Land und Leute, Sprache und Apartheid lernen. Auch private Aspekte kommen immer wieder vor: Bennie hat seine Alkoholprobleme zunächst einmal in den Griff bekommen, seine Ehe dagegen ist endgültig gescheitert, eine neue Liebe bahnt sich an. Außerdem nimmt er behutsam wieder Kontakt zu seinen erwachsenen Kindern auf. Hier ist eindeutig die Fortsetzung der Vorgänger-Bände zu erkennen, die Geschichte ist aber noch lange nicht zu Ende erzählt.
Insgesamt ein Lesevergnügen von Anfang bis zum Ende, auch wenn mitunter die Vielzahl an Personen etwas verwirrt und das Tempo erst im letzten Drittel richtig anzieht.
Dieser Thriller besticht nämlich gleich durch mehrere Aspekte:
- Ein spannender und lange völlig rätselhafter Fall ist gekonnt erzählt.
- Der Ermittler ist eine sympathische und vor allem authentische Persönlichkeit, dem man auch gerne nach Feierabend bei seinen privaten Erlebnissen folgt.
- Und schließlich gelingt es dem Autor, die südafrikanische Kulisse plastisch zu beschreiben. Im Kopf war ich wirklich am Kap und habe Land und Leute kennengelernt.
Dafür gibt es die volle Leseempfehlung von mir – und natürlich verfolge ich die Reihe weiter.
- Aspen Sawyer
Cowboys der Savanne / Blood Rose
(16)Aktuelle Rezension von: austrianbookie99Cover:
Aussagekräftig und heiß sowie dunkel wirkt auf mich das Cover.
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Schreibstil:
Aspen's Schreibstil ist gut, flüssig und angenehm zu lesen.
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Meine Meinung:
Liza Marie Clark ist die große Schwester von Claire. Sie ist ziemlich nervös und hat große Bedenken, da sich Claire seit mehren Monaten nicht mehr meldet und reist ihrer Schwester hinterher & zwar nach Afrika.
Auf einer Landstraße kommt sie den Weg ab und schubst den Wagen von Adam Morgan von der Fahrbahn. Höchstverletzt, eher mehr sein Ego verdonnert er sie als Gegenleistung, dass sie bei ihm arbeitet.
Nach und nach erzählt sie ihm von ihrer vermissten Schwester. Er erwärmt sich ihrer und versucht ihr zu helfen?
Können sie es schaffen, Liza's kleinere Schwester zu finden?
Was haben die Morde in der Umgebung damit zu tun und der Fall den Morgan bearbeitet?
Und was passiert noch so Arges!?
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Liza - attraktiv, eigenständig, abenteuerlustig und lebensfroh.
Adam - muskulös, durchtrainiert, dunkelhäutig und dunkles Haar
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Fazit: Die Morgan-Brüder gehen in die zweite Runde mit Adam. Höchst heiß, ein wenig verlogen und kaltblütig ist die Story.
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🌟 4 /5 Sternen - Sarah Lark
Die Tränen der Maori-Göttin
(104)Aktuelle Rezension von: AlinchenKevin Drury, Sohn von Michael und Lizzie, sieht gut aus und ist erfolgreicher Arzt. Auch über mangelndes Interesse von weiblichen Bekanntschaften kann er sich überhaupt nicht beklagen! Kurz bevor das Buch beginnt hat er die wunderschöne, exotische Juliett LaBree kennen gelernt. Heiraten möchte er sie jedoch nicht, sondern sieht in ihr vor allem ein Spiel. Doch Juliett ist mittellos und ist bereit, schwanger zu werden (obwohl ein Kind nicht unbedingt in ihrem Lebensplan auftaucht), um Kevin an sich zu binden. Als sie tatsächlich schwanger wird, bekommt Kevin Panik und meldet sich als Stabsarzt für den Krieg, den England gegen die Buren in Südafrika begonnen hat.
Zur selben Zeit beginnen Kevins Nichte Atamarie und deren beste Freundin Roberta ihr Studium. Roberta wird Lehrerin, Atamarie wagt es, sich als einzige Frau für Ingenieurwissenschaften einzuschreiben. Denn ihr Traum ist es, zu fliegen!
Auf einer Exkursion begegnet sie Richard Pearse (eine reale Person), in den sie sich verliebt. Stundenlang können die beiden über technische Einzelheiten reden, aber Atamarie weiß nicht, ob Richards Interesse über die Wissenschaft hinaus geht.
Roberta hingegen kann Kevin Drury nicht vergessen, für den sie seit ihrer Kindheit schwärmt. Sie entschließt sich, nach ihrem Studium, ebnfalls nach Südafrika zu gehen, um Kevins Herz zu erobern. Doch in der Zwischenzeit hat dieser im Krieg die Burin Doortje kennen gelernt. Und gegen besseren Willen hat er sich in die Feindin verliebt...
Wer schon häufiger Romane von Sarah Lark gelesen hat, weiß, dass ihre Bücher (so wie auch dieses) aus Perspektiven der verschiedenen Protagonisten erzählt wird. Vieles geschieht parallel, aber ich hatte nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Da ich bereits die ersten beiden Teile der Trilogie gelesen hatte, kannte ich auch viele der Figuren und die komplizierten Verwandschaftsverhältnisse. Ansonsten ist aber auch ein Stammbaum vorne im Buch eingezeichnet.
Das Buch hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen! Die Figuren sind sehr authentisch und die Seiten fliegen nur so dahin. Dabei wird, wie so häufig, auch von schlechten Lebensbedingungen wie im Krieg und im Konzentrationslager geschrieben. Von dem Burenkrieg hatte ich vorher noch nicht gehört und habe viel gelernt. Gleichzeitig ist das Buch aber nie belehrend, sondern zeigt ganz wunderbar eine andere Zeit. Klare Leseempfehlung!
- Arun Gandhi
Wut ist ein Geschenk. Das Vermächtnis meines Großvaters Mahatma Gandhi
(13)Aktuelle Rezension von: black_horseArun Ghandi ist ein Enkel des berühmten Mahatma Ghandi, der sich schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit gewaltfreiem Widerstand gegen Kriege, soziale Ungerechtigkeiten und (Rassen-)Hass einsetzte.
In diesem Buch berichtet er über seine Erinnerungen an seinen Großvater, dessen Überzeugungen und Lehren, die ihn in seiner persönlichen Entwicklung geprägt haben.
Sehr persönlich und doch absolut allgemeingültig überträgt er Ghandis Werte in die heutige Zeit von Smartphone und Trump. Denn sie sind genauso aktuell wie eh und je.
Wie kann man Wut sinnvoll kanalisieren? Warum neiden wir? Warum ist gewaltfreie Kindererziehung so wichtig? Wie zeigt man Liebe statt Hass oder Angst?
Es hat mich sehr beeindruckt und mitgenommen, an dieser engen Beziehung zwischen Großvater und Enkel teilzuhaben und den so wichtigen Erkenntnissen Ghandis zu lauschen. Es gab so viele bemerkenswerte, wichtige Sätze, die leider im Hörbuchformat ganz schnell verklungen sind. Ich werde auf jeden Fall das Buch kaufen, um Details nochmal nachzulesen.
Ein großartiges Buch, das ein Appell an alle Menschen ist, friedlicher, gewaltfrei und füreinander offen zusammenzuleben und Wut sinnvoll zu nutzen. Es sollte Pflichtlektüre in Schulen werden, das ist anschauliche politische Bildung!
- Deon Meyer
Icarus
(47)Aktuelle Rezension von: Pashtun Valley Leader CommanderEs Tage und es gibt richtige "Scheisstage". Richtige Scheisstage können auch eine Situation beinhalten in der Du die Wohnung Deines Kollegen betrittst und Du dessen Hirn und das seiner Kernfamilie über die Wände verteilt vorfindest.
Möglicherweise gehört eine solche Situation zum Berufsbild eines Polizisten. Geht dieser professionell mit einer solchen Situation um ist dies der pschischen Gesundheit des Kollegen zuträglich hat aber Null literarischen Output.
Sie sind eind Marke in der zeitgenössischen Kriminalliteratur im Zeitalter der mit Atomsprengköpfen bewehrten Psychopathen. Während die Gründe für das Handeln der Psychos in Leitungsfunktion häufig im Dunkeln verborgen bleiben lassen sich die Parameter eines postfaktischen Ermittlers schnell benennen.
Er ist ein fraktale Persönlichkeit, die in der Regel an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Das Paarungsverhalten hat eine manifeste Orientierung, was aber keinerlei Aussagekraft hinsichtlich der Aktfrequenz hat.
Sie sind nicht mehr knackig jung, haben den Zenith des Lebens überschritten und scheitern an der Frage, ob sie noch einmal richtig Party machen sollen oder geläutert langweilig sozialverträglich zum Altruisten mutieren, der sein Handeln zur Gänze moralisch gestaltet und auf das Wohlergehen seines Umfeldes fixiert ist.
Die schlimmsten Dinge im Leben sind Mutti/Papi/die böse Grundschullehrerin oder der Gruppenleiter der Selbsthilfegruppe, die im Zusammenhang mit Dosierungsschwierigkeiten beliebiger psychoaktiver Substanzen aufgesucht werden. Die für die legalen Suchtmittel gibt es mit und ohne Kräutertee, mit und ohne Anrufung eines höheren Wesens und über allem thront der Gruppenverantwortliche, der für das Funktionieren der Selbsthilfestruktur verantwortlich ist.
Legale Suchtmittel langweilig, einschläfernd....illegale Suchtmittel? Hier haben die Gruppeneinen höheren Unterhaltungswert, trifft der geneigte Besucher doch mitunter ungeplant auf die eine oder andere verhaltenskreative Person.
Es ist ein Annäherungsprozess zwischen dem Leser und Bernie Grissel. Er ist Alki, er trennt sich vn seiner Frau, hat ein diffziles Verhältnis zu seinen Kindern uns steckt in einer beruflichen Umbruchssituation, da der Polzeiapparat Südafrikas mit dem Ende der Aparthheit zur Bühne positiver Diskriminierung geworden ist. Will sagen, auf Leitungsfunktionen bei der Kripo werden so lange lesbische farbige Behinderte gehoben, bis ihr Anteil dem Bevölkerungsanteil entspricht.
Für Bernie beinhaltet dies Arbeiten in einem lebendigen interkulturellem Kontext. Der Leser nimmt vorsichtig Witterung auf und kann für sich selbst entscheiden, ob er mit einem alternden Komissar zurecht kommt, der sein Leben auf den Kopf stellt um zumindest im Binnenverhältnis mit seinem Sohn die Kurve zu kriegen.
Der fünfte Band ist die Quadratur des Kreises. Trockener Alki ermittelt im Milieu der südafrikanischen Weingüter. Ein Mordopfer betreibt eine Agentur für Cyberalibis und wird tot an einem Strand begraben aufgefunden.
Bwernie fängt das Saufen wieder an, hat also eine nasse Phase ud seine neue Partnerin (mit dem selben Problem) hält zu ihm und geht gleichzeitig auf Distanz. Ob die Beziehung sich als tragfähig erweist, warten wir den sechsten Band der Reihe ab.
Die Services wurden auch von den Spitzen der Gesellschaft in Anspruch genomen. Als ein Insider anfängt Zahlungsdetails ins Netz zu stellen und er eine oder andere fundamentalistische Pfarrer in Schwierigkeiten gerät wird die ganze Sache zu einer Ermittlung im öffentlichen Scheinwerferlicht....
Der Plot ist herrlich... Hat er doch nur sehr wenig mit Cybersex zu tun... - Charlie Human
Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town
(56)Aktuelle Rezension von: theatermenschMan muss sich am Anfang etwas rein lesen und mit den Charakteren warm werden. Baxter ist nicht gerade sympathisch, aber nach einer Zeit findet man gut rein und die abgedrehten Charaktere werden sympathisch. Der Schreibstil ist gut, die Geschichte genial. Sie lässt sich leicht und gut lesen.Werde auf jeden fall noch die beiden anderen Bände lesen. - Verena Lueken
Anderswo
(4)Aktuelle Rezension von: reneeIn diesem Buch von Verena Lueken blickt die sehr autark lebende B. auf ihr Leben und das Leben der anderen Mitglieder ihrer Familie. Trotz dieser Autarkie blitzen in den Blicken zurück auch einige erlittene Traumata durch. Und immer mehr stellt sich die Ahnung her, dass das autarke Leben eine Folge dieser Traumata ist. Dieses rastlose, sehr wechselnde Leben von B. und auch eine gewisse Bindungsangst haben Gründe, solch ein Leben ist definitiv kein Leben, was ich mir wünschen würde. Und man begreift als empathische Leserin, dass dieses Erlebte deutliche Spuren hinterlassen hat und B.'s Leben definiert/dominiert.
Durch die Beerdigung des Vaters einer Freundin wieder sehr an ihren eigenen Vater erinnert, versucht sie einiges an dessen Vergangenheit wieder aufzudröseln. Und begibt sich deswegen auf Spurensuche.
Und sie begreift, das in ihrer Familie durch historische Begebenheiten und althergebrachte Rollenbilder viele Bindungen gelöst wurden und dieses Handeln generationenübergreifende Folgen hat. Und bedauert zunehmend das zwischen Vater und Tochter vieles ungesagt blieb, was aber leider nicht mehr verändert werden kann. Irgendwann ist es zu spät, etwas was wir alle im Kopf haben sollten. Sie versucht deswegen auf einem besonderen Weg wieder Nähe zum Verstorbenen zu schaffen.
Eine nicht einfache, aber sehr eindringliche Schreibe, die sehr nachdenklich macht. Trotzdem ein Buch für das man bereit sein sollte. - Henning Mankell
Die weiße Löwin
(582)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderEine Immobilienmaklerin verschwindet. Alles ist seltsam, denn die beliebte Frau, hatte keine Geheimnisse. Zur gleichen Zeit lernen wir einen Attentäter kennen, der auf eine große he angesetzt wird. Er soll in Südafrika jemanden ermorden. Wen, dass bekommt er erst kurz davor gesagt. Er vermutet schon jemanden, und wir als Leser natürlich auch. Kommissar Wallander findet in Schweden bei seinen Ermittlungen Spuren von einem möglichen großen Attentat in Südafrika und es betrifft nun nicht mehr nur die Familie der Frau, sondern womöglich ein ganzes Volk und die Zeit drängt und dann wird seine Tochter entführt... Was sehr spannend beginnt, wird immer wieder total verworren und es scheint so, als ob Mankell mit Gewalt kritische Töne und brisante Themen einfließen lassen wollte. Das macht leider den Spannungsbogen kaputt und wirkt zum großen Teil sehr aufgesetzt. Es gibt so viele starke Momente in dem Buch und immer wieder wird man gefesselt, aber dann kommt wieder etwas krampfhaft etwas kritisches. Sehr schade, denn es hätte auch so ein großer und brisanter Thriller werden können.
- Malla Nunn
Ein schöner Ort zum Sterben
(24)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Es war nach sechs Uhr morgens«, antwortete der schwarze Polizist.
»Die wissen einfach, wie spät es ist«, half Hansie eilfertig aus. »Uhren wie unsereiner brauchen die nicht.«Südafrika 1952. Die neuen Apartheid-Gesetze sind in Kraft, jegliche Kontakte zu Angehörigen anderer Rassen sind zu meiden. Als in einer ländlichen Gegend der dortige Captain der Polizei, ein Bure, erschossen aufgefunden wird, wird Detective Sergeant Emmanuel Cooper, ein Engländer aus Johannisburg, zu den Ermittlungen gerufen. In einem Klima voller Unsicherheit und Angst, gegenseitiger Vorurteile und weißer Arroganz beginnt er seine Arbeit, fast völlig auf sich allein gestellt.
Schnell wird ihm ein Tatverdächtiger präsentiert, der den ehrbaren Captain ermordet haben soll. Doch Emmanuel kommen Zweifel, dass die Weste des Opfers tatsächlich so blütenrein war, wie allgemein dargestellt. Er beginnt tiefer zu graben und gerät schon bald in große Gefahr, denn sein Ansatz passt der parallel ermittelnden Geheimpolizei überhaupt nicht…
Dieses Buch hat mich gleichzeitig gefesselt und abgestoßen, fasziniert und schockiert. Vorurteile ärgern mich generell, aber solche, die auf Rassenzugehörigkeiten beruhen, stoßen mich richtig ab. Furchtbar, wie sich Menschen anderen überlegen fühlen und das nur aufgrund ihrer Herkunft! Sie haben nichts dazu getan, besser oder schlechter, klüger oder dümmer zu sein, sie wurden lediglich geboren. Was für eine unglaubliche Anmaßung! Entsprechend war ich weite Teile des Buchs schlicht wütend. Dazu kam die ungeheure Brutalität der Geheimpolizei, unmenschlich und durch nichts zu rechtfertigen.
Der Krimi selbst war spannend und wurde ordentlich aufgelöst. Neben Emmanuel als positivem, wenn auch innerlich zerrissenem Protagonisten, gab es weitere Charaktere, die meine Sympathie hatten, zum Beispiel Constable Samuel Shabalala, ein Zulu oder Daniel Zweigman, ein alter Jude. Was mir zudem zusagte, waren die Beschreibungen der atemberaubend schönen Natur. Dazwischen empfand ich die Lektüre aufgrund der intensiven Schilderungen manchmal als belastend.
Fazit: Ein spannender Krimi, eingebettet in eine intensive Beschreibung der südafrikanischen Gesellschaft und der wunderschönen Natur.
»Was blieb einem schon übrig, als wieder aufzustehen und erneut gegen die ganze Welt anzutreten?«
- Richard Mason
Die geheimen Talente des Piet Barol
(32)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderPiet Barol ist jung, wunderschön, gebildet, charmant und er weiß, wie er Männern wie Frauen den Kopf verdrehen kann. Um seinen tristen Leben mit seinem Vater und der kleinen Wohnung zu entfliehen bewirbt er sich bei der Familie Vermeulen-Sickerts. Die reiche Hoteliers Familie liegt ihm bald zu Füßen. Eigentlich soll er sich um den zehn jährigen Sohn Egbert aus seine Lethargie holen, denn der Junge war seit zwei Jahren nicht mehr draußen und zieht sich immer mehr in seine Welt zurück. Maarten ist der Hausherr und beeindruckt von dem jungen Mann und fördert dessen Geschäfte, während seine Gattin Jacobina ganz andere Verlangen hat. Auch die beiden Töchter sind jede auf ihre Weiße von ihm fasziniert. Piet Barol beginnt ein Spiel um Vertrauen, Macht, Leidenschaft und Geschäften und verändert damit nicht nur sein Leben und seine Perspektive für immer.
Richard Mason ist ein spannender, sinnlicher, tiefgründiger und hoch intelligenter Roman gelungen. Mit seinem vierten Roman (Der Liebesbeweis, Die unsichtbare Vierte, Minutenwalzer) begibt er sich wieder in ein anderes Genre und fasziniert auf seine ganz eigene Art und Weiße.























