Bücher mit dem Tag "süden"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "süden" gekennzeichnet haben.

87 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 01 (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 01

     (5.375)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Der Tod ist grausam endgültig, während das Leben voller Möglichkeiten bleibt."


    "Die Herren von Winterfell" ist der Auftakt zum umfangreichen High-Fantasy-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" vom amerikanischen Autor George R. R. Martin. Obwohl die Bücher schon etwas älter sind, erfreuen sie sich noch immer auf Grund der erfolgreichen HBO-Serie "Game of Thrones" großer Beliebtheit. Nachdem das Ende der Serie nun schon einige Zeit her ist, und ich Anfang Herbst immer in düsterer Fantasy-Stimmung bin, widme ich mich nun den Büchern. Band 1 unterscheidet sich noch nicht wirklich von der Serie, weil der Auftakt trotz der vielen Seiten rein zum Kennenlernen dieser umfangreich ausgearbeiteten High-Fantasy-Welt und dessen zahlreichen Haupt-Charakteren dient.

    Inhalt: Im Königreich Westeros herrscht seit 7 Jahren Sommer und nach einer langen Sommerzeit folgt bekanntlich ein um so härterer Winter. Doch der nächste Winter wird Jahrzehnte andauern, dessen ist sich Eddard Stark, der Lord von Winterfell, im Norden Westeros, sicher. Die Anzeichen dafür sind erkennbar. Der Winter naht und mit ihm seine Schrecken.
    Während sich der Norden für den Winter rüstet und bereit macht, kümmert sich der Süden und die Königsstadt von Westeros wie gewohnt um Macht, Wohlstand und Intrigen.

    Cover: Das Cover des Taschenbuchs ist für mich sehr ansprechend, vor allem durch das schlichte aber doch prägende Design. Der Hintergrund ist in Pergament-Optik gestaltet. Im Vordergrund das Wappen der Starks mit Leitspruch. Durch die Drachen und Ritterrüstung erkennt man sofort, dass es sich nicht um einen historischen Roman handelt, sondern um ein Fantasy-Werk mit mittelalterlichem Setting. Der Buchrücken gefällt mir besonders gut, weil dort die Nummer des Bandes, in diesem Fall die 1, noch einmal extra detailliert herausgearbeitet wurde.
    Die Inhaltangabe auf der Hinterseite fehlt, was mir weniger gut gefällt. Da "Game of Thrones" mittlerweile aber so ziemlich jedem ein Begriff ist, weiß vermutlich auch der Großteil worum es geht. Ansonsten findet sich eine kurze Inhaltsangabe im Inneren der Klappenbroschur.
    Zu Beginn und am Ende findet sich eine schön illustrierte und sehr detailreiche Karte von Westeros. Auf der ersten Seite findet sich der Norden und auf der Letzten der Süden. Am Ende des Buches befindet sich auch ein Glossar, mit allen wichtigen Persönlichkeiten und Anmerkungen und Beschreibungen zu allen Häusern von Westeros. Wenn man noch gar keine Ahnung von "Game of Thrones" hat, rettet die Karte und das Glossar vermutlich Leben und ist wirklich hilfreich. Bei all den Namen und Orten, kommt man ansonsten sehr schnell durcheinander.

    Meine Meinung: Ich habe die Serie "Game of Thrones" bereits gesehen und geliebt und da das Ende der Serie schon einige Zeit her ist und ich in düsterer Fantasy-Herbst-Stimmung bin, habe ich beschlossen mich nun den Büchern zu widmen. Der Schreibstil von George R. R. Martin ist perfekt für düstere High-Fantasy und anders als ich es von anderen Autoren kenne. Er legt irrsinnig viel Wert darauf, einzigartige und unglaublich detailliert ausgearbeitete Charaktere zu erschaffen. Ich habe bisher noch kein Fantasy-Werk gelesen, in denen es so viele Protagonisten gibt. Und jeder dieser Protagonisten hat eine eigene Persönlichkeit, manche sympathisch, andere weniger, aber trotzdem einzigartig und umfassend gestaltet. Ich werde jetzt nicht alle Charaktere vorstellen, dann würde diese Rezension vermutlich den Rahmen sprengen. 😅 Da ich die Serie bereits kenne, habe ich schon meine Lieblingscharaktere und so mancher Plottwist konnte mich leider nicht mehr überraschen, aber ich bin sehr gut darin, Bücher und dessen Verfilmung trennen zu können. Es hat mich daher etwas überrascht, dass sich Tyrion trotzdem zu meinem Lieblingscharakter des Buches entwickelt hat. Ich hätte eher angenommen, dass seine Persönlichkeit erst im Laufe der Geschichte zu strahlen beginnt, aber falsch gedacht. Tyrion ist von Anfang an ein unglaublicher Charakter und nicht ohne Grund gehört er zu meinen absoluten Lieblingscharakteren überhaupt. Trotz seiner mangelnden Erscheinung hat er das Köpfchen eines Riesen und das Herz eines Helden.
    Während mir einige Charaktere sofort ans Herz gewachsen sind, konnten mich Andere noch nicht wirklich überzeugen, so zum Beispiel Sansa Stark, die älteste Tochter des Lords von Winterfell, und Catelyn Stark, die Lady von Winterfell, war mir sogar sehr unsympathisch, obwohl ich sie in der Serie eigentlich mochte. Der Charakter und die Persönlichkeit von Daenaeys wirkt im Buch sehr viel realer und naher als in der Serie. Ich konnte sie sehr viel besser verstehen und habe den Anfang von ihrer Geschichte vom unschuldigen und unwissenden Kind zu einer selbstbewussten jungen Frau sehr gerne verfolgt.

    Das Buch lässt sich schnell und zügig lesen, ist einfach geschrieben, auch wenn man für die Einführung in diese fantastische Welt, mit seinen Legenden und Geschichten und seinen Machtspielchen und Intrigen, viel Aufmerksamkeit benötigt. Da sich der Autor für das Kennenlernen der Charaktere und der Welt sehr viel Zeit gelassen hat, geht die Story trotz der 570 Seiten noch nicht wirklich voran. Da der Verlauf der Story noch nicht so viel Fahrt aufnimmt, hat das Buch gewisse Längen. Das Eintauchen in diese fantastische High-Fantasy-Welt macht das aber wett und da ich ja weiß, dass die Story noch sehr spannend wird, gibt es da so einiges auf das ich mich noch freuen kann. Einige Andeutungen im Buch schüren dabei meine Vorfreude. Ich bin schon sehr gespannt, ab wann und wie stark die Bücher von der Serie abweichen. Bisher unterscheidet sich das Buch noch nicht so stark von der Verfilmung, außer in der äußerlichen Darstellung einiger Charaktere. Das Buch ist bisher auch bei Weitem nicht so blutrünstig und brutal. Durch das mittelalterliche Setting ist ein bisschen Blut und Grausamkeit ja auch vonnöten, um überzeugend zu sein.

    Ich muss sagen, dass ich mir von Band 1 ein bisschen mehr erhofft habe, aber ich verstehe, dass das bei so einem umfangreichen Epos mit so vielen einzigartigen Charakteren kaum möglich gewesen wäre. Dann wäre diese fantastische Geschichte vermutlich nur halb so episch. Der Autor hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass man diese umfangreiche Geschichte aus mehreren Blickwinkeln und Perspektiven betrachten kann und hat wunderbar detaillierte Charaktere geschaffen, die man nicht so schnell wieder vergessen wird.

    George R. R. Martin hat mit "Lied von Eis und Feuer" wirklich ein Meisterwerk geschaffen und auch wenn er sich jetzt auf seinen Lorbeeren ausruht, hat er für diese ideenreiche und einzigartige Welt wirklich Hochachtung und Anerkennung verdient. Wer braucht schon einen Ritter in glänzender Rüstung, wenn man stattdessen Drachen haben kann?! 😉

  2. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 02 (ISBN: 9783442267811)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 02

     (1.930)
    Aktuelle Rezension von: JeyeL

    Denn zweiten Teil fand ich jetzt interessanter als den ersten Teil.

    Wenn man sich an die vielen Charaktere gewöhnt hat, dann macht das Lesen gleich viel mehr Spaß. Der Autor hat einen flüssigen Schreibstiel und beschreibt alles sehr Detailliert, was mir sehr gefällt.

    Wer das Setting mag und wenn der Krieg nicht stört findet an dem Buch seine Freude.    

  3. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.544)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Auch der dritte Teil von der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" oder "Game of Thrones" geht genauso sagenhaft weiter wie die Teile vor ihm. Jeder Charakter bestreitet seinen Weg weiter, mehr oder weniger erfolgreich. Dabei wird keiner zu kurz behandelt. 

    Mittlerweile fiebere ich sogar richtig mit den Ereignissen mit. 

    Die Buchreihe nimmt mich gefangen in seiner Welt und lässt mich so schnell nicht wieder los. Trotz seiner länger lässt es sich insgesamt gut lesen. Manche Kapitel zehren ein wenig aber auch die gehören einfach dazu. 

    Ich bin gespannt darauf, wie es weiter geht. 

  4. Cover des Buches Tintenwelt 1. Tintenherz (ISBN: 9783841500120)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 1. Tintenherz

     (10.622)
    Aktuelle Rezension von: JeyeL

    Ich konnte mich mit der Geschichte nicht Identifizieren. Die Autorin konnte mich nicht abholen. Der schreibstill ist flüssig und verständlich. Lediglich die Story ist langweilig. (Vielleicht lag es auch daran das ich die ganze Zeit an den Film denken musste, obwohl das Buch viel besser ist als der Film) 


  5. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

     (7.177)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Nach dem Tod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter kehrt David Hunter dem illustren Dasein als berühmtester Gerichtsmediziner Englands den Rücken und wird Assistent eines Landarztes. Eines Tages finden zwei Jungen beim Spielen in dem beschaulichen Örtchen in Devonshire die Leiche einer Frau. Hunter gerät als Fremder im Dorf und Freund der toten Außenseiterin unter Tatverdacht. Als sich herausstellt, daß er ein Forensik-Experte ist, drängt ihn die Polizei zur Mithilfe. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, da bereits eine zweite Frau verschwunden ist.

  6. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.121)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Der Titel verspricht einen positiven Inhalt, auch der Klappentext des Buches lässt eher an einen Aufbruch in der neuen Welt Anfangs des 20. Jahrhunderts glauben. Es werden mehrere Personen, teilweise in verschiedenen Jahrzehnten, zwischen welchen hin- und hergesprungen wird, beschrieben. Alles befremdlich, beängstigend, Vergewaltigungen, unpersönlicher Sex, Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Psychopathie, Erniedrigung. Ich habe es nach fast 300 Seiten abgebrochen und kann es nicht empfehlen. Zwei Sterne nur deswegen, weil es ja nach 300 Seiten eventuell doch noch ein gutes Buch werden kann. Meines Erachtens muss ein Buch allerdings nach spätestens 40 Seiten inhaltlich auf eine klare Linie kommen, mittel derer ich es beurteilen kann.

  7. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (940)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Bei Büchern ist es oft ähnlich wie bei Menschen: Da gibt es wen, den kennt vage schon seit langem, aber es ergab sich nie ein näheres Kennenlernen. Wenn es doch geschieht, erkennt man mitunter, dass man seit Jahren eine wunderbare Begegnung versäumt hat.

    So ging es mit mit Harper Lee und „Wer die Nachtigall stört“. ‚Amerikanischer moderner Klassiker, nett zu lesen und wohl auch lohnend‘, das wusste ich. Aber näher bin ich dem Buch nie gekommen und selbst die oskarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 1962 war an mir vorbeigegangen, obwohl ich das Kino der sechziger Jahre sehr schätze und ebenso Gregory Peck.

    Und dann war neulich meine Bettlektüre zu Ende und ich war zu faul einen anderen lieben Band im Bücherbord auszusuchen. Zufällig lag Harper Lee gerade herum und ich war nun einfach neugierig. Und dann? Den Anfang fand ich ein wenig harzig. Die Erlebnisse des altklugen Wildfangs, der sechsjährigen Jean Louise Finch, genannt Scout, fand ich nett, aber mehr auch nicht. Ich las, wie sie sich von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt fühlt, über ihre Schulweg- und Schulhofabenteuer, die sich immer wieder um Arthur „Boo“ Ridley drehen, den geheimnisvollen Nachbarn, der die Menschen scheut und seit vielen Jahren nie das Haus verließ. Für die Kinder wurde er so zu einer Art Sagen-und Schreckgestalt. Scout und ihr älterer Bruder Jem versuchen in immer neuen Anläufen ihn aus dem Haus zu locken. Alles las sich angenehm und die Figuren waren stets plastisch und lebendig gezeichnet, doch wohin wollte die Geschichte?

    Erzählerisch bricht das Buch mit sehr vielen Regeln, die ein Autor besser beachten sollte. Vor allem in der Erzählstruktur. Scout stellt dem Leser eine Unmenge Figuren vor, doch der Leser bleibt alleingelassen mit der Frage, warum er dies gezeigt bekommt. Die eher anekdotische Handlung meandert zwischen dem Finchschen Anwesen und dem Postamt hin und her, schweift ab in die Tiefen in die Familengeschichte um dann scheinbar Volten drehend wieder zum geheimnisvollen Boo Ridley zurückzukehren. Scout ist zwar hinreißend, doch auch die beste Protagonistin braucht eine Thema, dem sie folgen kann, um ihre Geschichte zu erzählen.

    Fast hätte ich das Buch wieder weggelegt. Und doch war da etwas, was mich zum weiterlesen bewog: Der Schauplatz Maycomb. Harper Lee zeichnet sehr genau ein Bild dieser fiktiven Kleinstadt in Alabama zur Zeit der Depression, führt das typische Personal vor Augen, bigotte Damenkränzchen, unverbiegbare Farmer an der Armutsgrenze, die dennoch stolz und aufrecht nie etwas schuldig bleiben wollen und ihre Schulden mit Eiern oder einem Ferkel bezahlen, verschlagene Rednecks, weißes Prekariat am Rande der Gesellschaft und die Parallelgesellschaft der Farbigen. Seit meiner Jugend kenne ich dank Tom Sawyer, die Waltons. Durch sie und viele andere Quellen war ich vertraut mit diesen Versatzstücken, doch Harper Lee hat sie, das merkte ich erst auf den zweiten Blick, zu einem dichten und lebendigen Mikrokosmos verwoben. Vor allem aber, das ist ihre große Stärke, blickt sie immer wieder genau in die Seelen der Figuren, belässt es nie beim Anschein, der vertrauten Oberfläche, dem Klischee. Das erzählende Kind begegnet allen Menschen unvoreingenommen und lotet so die Charaktere aus, immer wieder auch mit Hilfe ihre verwitweten Vaters, Atticus Finch, einem alternden Anwalt in der Gemeinde. Er glaubt an Freiheit und die Gleichheit vor dem Gesetz und lebt dies auch vor. Seinen Kindern ist er Vertrauter und Vorbild und vor allem Freund, der sie auch als Gesprächspartner ernst nimmt. Ansonsten lässt er ihnen sehr viel Freiheiten. Weit mehr, als Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die mit Strenge und Liebe die eigentliche Erziehungsarbeit übernimmt.

    Ein Weilchen lag das Buch mit einem Lesezeichen in der Mitte neben meiner Bettstatt unberührt. Ich fand den Ruf, den es genießt, eher rätselhaft. Doch dann las ich weiter und endlich schälten sich aus den vielen, vielen Themen im Buch drei heraus, die sich in der zweiten Hälfte immer dichter verwoben: Rassismus, Gerechtigkeit und vor allem die Menschlichkeit in ihren guten und schlechten Ausprägungen.

    Als Atticus einen Schwarzen als Pflichtverteidiger vertritt, der beschuldigt wird, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben, ein Vorwurf, der in Alabama in dieser Zeit beinahe automatisch zur Verurteilung führt, und er dieses Mandat auch noch sehr ernst nimmt, kommt es zu verdeckten und offenen Anfeindungen gegen diese „Niggerfreunde“. Atticus gelingt der Ritt auf der Rasierklinge, gelassen den gehässigen Klatsch zu überhören und sich dennoch sich dem Unrecht, notfalls auch dem Lynchmob entgegenzustellen, mit nichts weiter bewaffnet als aufrichtiger Überzeugung und Manieren. Er lehrt er seine Kinder, die Menschen zu verstehen, sich in die anderen hineinzuversetzen und niemanden zu verurteilen, nicht einmal die Bekannten und Nachbarn, die den Angeklagten lynchen wollten. Denn manchmal, so lehrt er sie, sind auch vernünftige Menschen verblendet. Dann stünde irgendetwas zwischen ihnen und ihrer Vernunft, ein Vorurteil, eine Angst oder sonst ein Gefühl.

    So wird über niemandem der Stab gebrochen, denn man muss ja auch in Zukunft friedlich zusammenleben. Dennoch werden im Roman die Schwächen und Unzulänglichkeiten und das Unrecht nie ausgeblendet, verleugnet und auch nicht beschönigt, denn der Angeklagte muss sterben, auch wenn Atticus im zentralen Prozess seine Unschuld offen zu Tage fördern kann. War sein Einsatz umsonst? So sieht es sein Sohn, und doch hat sich manches geändert, wenn auch einstweilen nur in den Köpfen. Aber genau da, in den Köpfen der Menschen, muss wohl alle gesellschaftliche Veränderung beginnen.

    So birgt das Buch gewaltigen gesellschaftspolitischer Sprengstoff, liebenswürdig verpackt in rosa Seidenpapier mit Schleifchen. Im seinem Kern ist es hochexplosiv und gerade heute so hochaktuell wie vor sechzig Jahren, als es erschien – in Amerika ebenso wie bei uns und vielleicht überall, wo Menschen mit Vorurteilen die Gesellschaft gestalten.

    Wie konnte ich dieses Buch nur übersehen? Es hielt mich bis drei Uhr wach, und nun, da ich das Werk als ganzes kenne, bin ich begeistert. Ich glaube, es verdient ein Plätzchen bei meinen Lieblingsbüchern.

    Rezension von www.perspektivwechsel.webador.de

  8. Cover des Buches Die Flammen der Dämmerung (ISBN: 9783453524743)
    Peter V. Brett

    Die Flammen der Dämmerung

     (397)
    Aktuelle Rezension von: Maylaa

    Nachdem ich die ersten beiden Bücher regelrecht verschlungen habe, war ich richtig enttäuscht von Band 3. Zwischendurch war ich wirklich versucht, es abzubrechen und jetzt am Ende bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich die Reihe weiterlesen will. Vorsicht Spoiler! ;)
    Negativ:
    Während ich Jardir's Rückblick im letzten Buch sehr spannend fand und mir der Charakter seitdem auch mehr ans Herz gewachsen ist, fand ich Inevera's Geschichte nun einfach überflüssig. In ihrer Story gab es nichts, was einen irgendwie überrascht hätte, auch wenn man ein bisschen mehr über ihre Motivation erfährt, warum sie Jardir zum Erlöser machen will. Wobei ihre Motive auch nicht wirklich tiefgründig sind, was schade ist, da ich Inevera sehr interessant fand, da sie immer etwas mysteriöses, geheimnisvolle hatte. Bis Band 3 jedenfalls, denn nun wissen wir quasi alles von der Frau.
    Aber nicht nur das - die ganze Story entwickelt sich quasi bis zum Ende nicht weiter, die Charakter verhalten sich komisch und die Bewohner aus dem Tal sagen nur noch "Ay" anstatt "Ja". Sogar bei der Hochzeit von Arlen und Renna kann diese nur mit "Ay" antworten. Ist das überhaupt rechtsgültig? :D
    Außerdem hat mich Rojer extrem genervt, den ich eigentlich von den drei "Nordlingen" am liebsten mochte, da er nie ein Blatt vor den Mund genommen hat und Leesha auch mal seine Meinung sagen konnte. Abgesehen von seinem musikalischen Talent ist seine Entwicklung nun irgendwie stehen geblieben und er verhält sich nun hauptsächlich unreif und respektlos. Ich verstehe auch nicht ganz, wie Jardir seine Töchter an diesen Hampelmann gibt. Ja, er hat hat einzigartige Fähigkeiten mit seiner Fiedel, aber, aber... Und dann lässt er die Prinzessinnen auch noch im Gasthaus wohnen. Er verhält sich ihnen gegenüber unmöglich, teilweise respektlos und "zwingt" sie sozusagen, bei seiner Show mitzumachen. Nach so einer Demütigung hätte ich es verstanden, wenn die beiden Frauen ihm das so richtig heimgezahlt hätten (und damit meine ich etwas schlimmeres als dieses Abhörgerät in seiner Fiedel) und ich hatte eigentlich sogar mit einer Racheaktion gerechnet.
    Die allnächtlichen Dämonenkämpfe an sich haben auch ihren Reiz verloren, da man die Horclinge nun immer leichter niedermachen kann - es ist fast schon ein unfairer Kampf. Mal abgesehen natürlich von den Horcling-Prinzen.
    Es gibt noch andere Dinge, die ich erwähnen könnte, z.B, dass ich zwischendurch das Gefühl hatte plötzlich in einem Erotik-Fantasy-Buch gefangen zu sein; aber am meisten gestört haben mich die erwähnten Punkte.
    Positiv:
    Gegen Ende hin (die letzten 200 Seiten) kam dann doch Spannung auf, da die Handlung plötzlich eingesetzt hat, während sie vorher quasi stehen geblieben war. Gut gefallen haben mir auch die Abschnitte mit Abban's Sicht der Dinge und was er so ausheckt...
    Auch dass die Krasianerinnen nun langsam anfangen, sich zu emanzipieren, finde ich eine gute Entwicklung. Das sind auch die Gründe, weshalb ich das Buch nicht ganz abwerte und der Reihe vielleicht doch noch eine letzte Chance gebe. 

  9. Cover des Buches Wild Hearts (ISBN: 9783736308312)
    T. M. Frazier

    Wild Hearts

     (246)
    Aktuelle Rezension von: MissBookkiss

    Daten zum Buch:

    • Titel: Wild Hearts - Kein Blick zurück
    • Autor: T. M. Frazier
    • Verlag: LYX
    • Originaltitel: The Outskirts
    • Format: als Taschenbuch gelesen
    • Sprache: auf Deutsch gelesen
    • Preis: [D] 12,90 €
    • Erscheinungsjahr: 2019 (in Deutschland)
    • Seitenanzahl: 304
    • ISBN: 978-3-7363-0831-2
    • Genre: Roman
    • Altersfreigabe: ab 16 Jahre
    • Buchreihe: Outskirts
      >>> Band 1 - Wild Hearts - Kein Blick zurück
      >>> Band 2 - Wild Souls - Mit dir für immer


    Die Buchrückseite:

    Ein alter Camper und ein Stück Land im Nirgendwo von Florida ist alles, was Sawyer Dixon nach dem Tod ihrer Mutter geblieben ist. Weit weg von ihrer Vergangenheit will sie einen Neuanfang wagen. Doch sie hat nicht mit ihrem Nachbarn Finn gerechnet. Der gut aussehende Einzelgänger ist wenig begeistert davon, dass Sawyer vor seiner Haustür campt - und Gefühle in ihm weckt, die er seit Jahren tief in seinem Herzen verschlossen hält!


    Die Autorin:

    Als T. M. Frazier ihr erstes Buch veröffentlichte, hätte sie nie gedacht, dass es auch jemand lesen würde. Heute ist sie eine erfolgreiche USA-Today-Bestseller-Autorin, deren Bücher in mehrere Sprachen übersetzt wurden und überall auf der Welt verkauft werden. Sie lebt mit ihrer Familie in Florida.


    Inhalt:

    Ein kleiner Wohnwagen und ein Stück Land im Nirgendwo von Florida ist alles, was Sawyer Dixon nach dem Tod ihrer Mutter geblieben ist. Sie bricht auf ins Ungewisse und will Tausende Kilometer von ihrem alten Leben entfernt einen Neuanfang wagen. Doch der gestaltet sich schwieriger als gedacht: Auf den letzten Metern gibt nicht nur ihr Auto den Geist auf, ihr Grundstück ist auch noch völlig unbewohnbar. Sawyer campt kurzerhand auf dem angrenzenden Gelände, doch sie hat nicht mit Finn Hollis gerechnet, dem Besitzer des Nachbargrundstücks. Der verschlossene (und furchtbar attraktive) Einzelgänger ist wenig begeistert davon, dass Sawyer direkt vor seiner Haustür wohnt, schließlich hält er seit Jahren sehr erfolgreich all seine Mitmenschen auf Abstand. Er gibt Sawyer mehr als deutlich zu verstehen, dass sie so schnell wie möglich wieder verschwinden soll! Doch wenn Sawyer sich eins geschworen hat, dann, dass sie für ihr Glück kämpfen wird - auch wenn das bedeutet, herauszufinden, was sich hinter den Gefühlen verbirgt, die Finn bei jeder Begegnung in ihr hervorruft ...


    Die ersten Sätze:

    Die Geräusche um dich herum verraten viel über dein Leben. Es ist verdammt beängstigend, wie schnell sie sich verändern können, ohne jede Vorwarnung.
    Heute sind es die Schreie der jubelnden Menge beim Spiel der lokalen Mannschaft. Das Klirren von Bierflaschen. Das erotische Lachen einer Frau.
    Morgen ist es das Geräusch eines Radios, das hastig ausgeschaltet wird.
    Keuchen.
    Schreie, auf die das Schlimmste überhaupt folgt.
    Stille.


    Meine Meinung:

    "Wild Hearts - Kein Blick zurück" war ein Buch, das einen von Anfang an einfach mitnahm; eine Geschichte über Leben, Liebe und Geheimnisse. Allein Sawyers Geschichte war eine, bei der man mitfiebern wollte, ein Mädchen, das sich selbst und ihr eigenes Leben findet. Sie erlebt alles, was das Leben zu bieten hat und lebt es durch ihre Augen.

    Allgemein war jeder Charakter super besonders in der Geschichte. Finn, Sawyer, Miller, Josh, Critter, und auch alle anderen. Sie alle spielten eine besondere Rolle und brachten einen immer wieder mit ihrem ganz eigenen Charme zum Lachen.

    Das Buch schafft es, einen bis zur letzten Seite zu fesseln, und selbst danach will - nein - BRAUCHT man noch mehr. Besonders nach diesem Ende - diesem gemeinen Cliffhanger, verdammt. Wer also am Ende des Buches sich nicht mit einem "What the f*ck"-Moment quälen möchte, dem empfehle ich am besten gleich noch Band 2 zu kaufen.


    Fazit:

    Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Vom Winde verweht (ISBN: 9783548269337)
    Margaret Mitchell

    Vom Winde verweht

     (743)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichen_

    Vom Winde verweht.

    Ein Klassiker der Weltliteratur, den man unbedingt gelesen haben sollte.

    Viele kritisieren den Roman, weil er die Sklavenhaltung in den Südstaaten verherrlicht. Dies mag ich nicht zu beurteilen, vielleicht sollte man den Roman in seinen sozialen Kontext stellen. Doch für mich persönlich ist „Vom Winde verweht“  eine Familiengeschichte und vor allem eine großartige Liebesgeschichte bei  der ich jedes Mal mitfiebere ob Scarlett und Rhett es wohl endlich schaffen so richtig zusammen zu kommen. Ich könnte jedes Mal wieder verrückt werden, wenn Rhett und Scarlett mal wieder nicht miteinander reden oder voreinander weglaufen, und doch muss ich den Roman immer wieder lesen.

  11. Cover des Buches Aller Anfang ist Hölle (ISBN: 9783596188598)
    Jana Oliver

    Aller Anfang ist Hölle

     (729)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren - nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.


    Konnte mich leider nicht packen. Ich werde diese Reihe nicht fortsetzen.

  12. Cover des Buches Opfermond - Ein Fantasy-Thriller (ISBN: 9783945493366)
    Elea Brandt

    Opfermond - Ein Fantasy-Thriller

     (33)
    Aktuelle Rezension von: DerufinDenthorHeller

    Elea Brandt hat ein solides Roman-Debüt vorgelegt, das sich sehr flüssig lesen lässt. Das Cover, der Buchsatz und der Schreibstil haben mich sehr überzeugt. 

    Die Handlung ist klassisch aufgebaut und mit den beiden Hauptcharakteren kann man sich als Leser*in sehr gut identifizieren.

    Einziger Kritikpunkt ist das doch sehr kurz gestaltete Ende, das einen mit einem doch traurigen Gefühl zurücklässt. Die Spannungskurve flacht zum Ende hin doch leider sehr ab. An dieser Stelle wäre ein wenig mehr möglich gewesen.

    Trotzdem gehört "Opfermond" vom Schreibstil betrachtet zu einem der besseren Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Eine klare Kaufempfehlung für jeden, der junge Autor*innen untertützen mag.

  13. Cover des Buches Die Straße (ISBN: 9783499246005)
    Cormac McCarthy

    Die Straße

     (664)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Warum tut man sich das an, solch ein Buch zu lesen? Natürlich zum einen, weil es mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und in unterschiedlichen Medien positiv rezensiert wurde und zum anderen, wenn man ein Liebhaber dystopischer Literatur ist.

    Mr. McCarthy mutet seinen Lesern nicht nur ein postapokalyptisches Szenario zu, er zeichnet eine Welt, die dem Ende bereits so nahe ist, dass selbst die Hoffnung gestorben zu sein scheint. In dieser düster, düsteren Welt aus Asche und Müll hausen Kannibalen, die sogar ihr eigenes Neugeborenes fressen. Kann noch Schrecklicheres dargestellt werden? Nein!

    Aber aus den Dialogen von Vater und Sohn, die sich in dieser bitterkalten bleigrauen Welt gen Süden schleppen, erfährt der Leser, dass es neben den Bösen auch die Guten geben muss.

    In karger Sprache schildert der Autor den leidvollen Weg. Der Vater ist in seiner Aufgabe verhaftet, das Leben seines Sohnes unter allen Umständen zu schützen und dabei doch noch zu den Guten zu gehören. Denn dieser Wunsch, der vom Jungen ausgeht, ein wenig Menschlichkeit zu bewahren und anderen gegenüber zu zeigen, das ist das einzige flackernde Licht in dieser untergegangenen Welt. Die Hoffnung ist doch noch nicht tot!

    Die bleigraue Trostlosigkeit wird in sparsamer Handlung beschrieben. Wenige dann aber wirklich schockierende Ereignissen sind eingeschaltet.

    Es ist ein Buch, welches die Post-Postapokalypse so konsequent darstellt, wie keines vor ihm. Es schildert eine Welt, in der niemand sein möchte und aus der niemand abtreten will.

    Not for the faint-hearted!  

    Eine vollständige Inhaltsangabe findet sich in Wikipedia.

  14. Cover des Buches Tintenherz (ISBN: 9783895929311)
    Cornelia Funke

    Tintenherz

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Meggie lebt allein mit ihrem Vater Mo, der Buchbinder ist. Doch er ist nicht nur Buchbinder, sondern kann Dinge und Lebewesen aus Büchern herauslesen. Diese Gabe hat allerdings seinen Preis. 

    Ein Traum eines jeden Buchliebhabers wird in diesem Roman war und die Protagonisten teilen mit den Rezipienten die Leidenschaft für verschiedene literarische Werke. Ein spannendes Abenteuer, was sich an manchen Stellen etwas zieht. 

    Ich bin neugierig auf die weiteren Teile. 

  15. Cover des Buches Das Limonenhaus (ISBN: 9783453354289)
    Stefanie Gerstenberger

    Das Limonenhaus

     (94)
    Aktuelle Rezension von: parden
    ABENTEUER IN SIZILIEN...

    Ein Haus voller Trauer und Zitronenduft birgt ein altes Geheimnis…

    Nach dem Tod ihres Bruders und seiner Frau will Lella deren Tochter Matilde zu sich nach Köln holen. Doch der sizilianische Clan ihrer Schwägerin verweigert ihr das Mädchen, denn eine alte Fehde steht zwischen den beiden Familien. Verzweifelt versucht Lella, die Hintergründe dieses Streits aufzudecken, immer in der Hoffnung, ihren Anspruch auf Matilde doch noch durchsetzen zu können. Im Limonenhaus, dem Haus ihrer Mutter, findet sie in einer alten Familienbibel einige lose Tagebuchseiten. Sie ahnt zunächst nicht, dass diese der Schlüssel sind zu jenem Ereignis, das seine dunklen Schatten bis in die Gegenwart wirft…

    Lella sitzt im Flugzeug auf dem Weg nach Sizilien zur Beerdigung ihrer Schwägerin. Neben ihr ein junger Mann, der sich ebenfalls nach Sizilien begibt - er allerdings, um die Spuren der Kindheit seiner Verlobten zu verfolgen. Beide sind einander sympathisch, doch am Flughafen verlieren sie sich aus den Augen. Zunächst. Sie haben jedoch ihre Koffer vertauscht, so dass sie sich auf die Suche nacheinander begeben. Und so beginnen sich ihrer beiden Geschichten miteinander zu verquicken.

    Was ein kitschiger Roman hätte werden können, entwickelt sich allmählich aber zu etwas ganz anderem. Lella möchte nach der Beerdigung das nun verwaiste Kind ihrer Schwägerin und ihres Bruders mit nach Deutschland nehmen, doch Teresa, die sizilianische Großmutter, würde es niemals zulassen, dass Matilde anderswo aufwächst als bei ihr. Ein verrückter Plan entsteht in Lellas Kopf, in dem Phil, ihre attraktive Reisebekanntschaft, auch eine gewichtige Rolle einnimmt...

    Eine Flucht, eine Entführung, ein altes Familiengeheimnis, ein noch älteres Haus am Meer - und das ganze Flair Siziliens, die Mentalität der Menschen dort, seine Landschaft, seine Speisen, seine Vielfalt, sein Licht, seine Luft, dazu noch ein Schuss Romantik: dies ist die Mischung aus dem dieser Roman besteht. Vor der wundervollen Kulisse Siziliens spielt eine feine, zarte Geschichte, die mich bezaubert hat. Eingesponnen in eine bildhafte Sprache ließ ich mich von Kapitel zu Kapitel treiben, neugierig auf den Fortgang der Geschichte, gegen Ende auch von der zunehmenden Spannung gebannt. Dabei empfand ich auch den langen Mittelteil der Erzählung auf Salina, einer Nachbarinsel Siziliens, weder als störend noch als langatmig.

    Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Lella und Phil, und auch hier zeigt sich die Kunst der Autorin, alle Stränge miteinander zu verweben. Jedes Detail scheint an seinem richtigen Platz zu stehen, ergänzt die Geschichte zur rechten Zeit, nichts scheint überflüssig, nichts bleibt ungesagt.

    Ein rundum angenehmes Lesevergnügen, eine schöne und ruhige Geschichte, die das Flair Siziliens ins heimische Wohnzimmer zaubert.

    Empfehlenswert!


    © Parden
  16. Cover des Buches Der Duft von Erde und Zitronen (ISBN: 9783442746958)
    Margherita Oggero

    Der Duft von Erde und Zitronen

     (117)
    Aktuelle Rezension von: DarthEni
    Wenn ich eines der wichtigsten Themen benennen müsste, die in diesem Buch behandelt werden, dann würde ich das Wort "Schuld" einwerfen.

    Imma, ein 13-jähriges Mädchen, wohnt bei ihrer Tante, mit der sie sich allerdings nicht gerade blendend versteht. Die Wohnung darf Imma aus Sicherheitsgründen nicht verlassen. Während das Leben - ihr eigenes Leben - an ihr vorbeizieht, sieht sie aus dem Fenster und fantasiert sich die Lebensgeschichten der fremden Passanten zusammen. Warum Imma in diese Lage gekommen ist, wird dem Leser nach und nach anhand von Rückblenden geschildert. Das ist besonders deshalb interessant, weil nicht nur ein einziges Ereignis zu dieser Situation geführt hat. Nein, hier spielen viele Faktoren eine Rolle und es ist unglaublich spannend, diese Kette der Ereignisse zu verfolgen.

    Die vielen verschiedenen Personen sind mal mehr, mal weniger gut ausgearbeitet. Doch gerade mit der Protagonistin kann man sehr gut mitfiebern und hofft für sie, dass sie sich den Wunsch nach Freiheit eines Tages erfüllen kann.

    Dennoch muss ich zugeben, dass das Buch auch einige langatmige Passagen enthält. Diese sind aber selten und der bildhafte Schreibstil lässt diese schnell in Vergessenheit geraten. Das Ende ist leider vorhersehbar und hat mich etwas enttäuscht. Dennoch lohnt es sich, das Buch zu lesen!
  17. Cover des Buches Mitten in der Nacht (ISBN: 9783734105425)
    Nora Roberts

    Mitten in der Nacht

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Liebesromane waren noch nie so mein Ding. Trotzdem versuche ich mich hin und wieder an einem – ihr kennt ja den Spruch mit dem blinden Huhn … Eine Büchernärrin empfahl mir, etwas von J.D. Robb zu lesen, das ist ein Pseudonym der bekannten Autorin Nora Roberts. Die Bücher unter Pseudonym seien besser. Trotzdem griff ich erst mal zu einem Roman unter ihrem eigenen Namen, nämlich zu „Mitten in der Nacht“.

    Hätte ich geahnt, dass Roberts unter ihrem Pseudonym J.D. Robb in die Krimirichtung geht, hätte ich wohl auf meine Bekannte gehört und „Mitten in der Nacht“ nicht gelesen. Andererseits schnuppere ich immer mal wieder gerne in Genres, die sonst nicht so mein Fall sind. Manchmal ändert sich der eigene Geschmack ja auch. Und die Thematik mit dem „Geisterhaus“ und einer dunklen Vergangenheit hat mich ziemlich neugierig gemacht.

    Aber es passiert einfach nichts. Nichts! Einige der aufregendsten Ereignisse sind der Besuch von Angelinas zwielichtiger Mutter und der Kauf einer antiken Uhr, die mit dem Haus in Verbindung steht. Nicht zu vergessen die Einkäufe, die Declan für sein neues Zuhause tätigt. Oder die Renovierungsarbeiten, die er durchführt. Nicht zu vergessen die zwei, drei erotischen Szenen zwischen Declan und Angelina. Aber ganz ehrlich? Kaum eins dieser Ereignisse ist spannend oder bringt tatsächlich neuen Verve in die Story.

    Und gerade das, worauf ich mich am meisten gefreut hatte, wurde zwar ständig erwähnt, aber völlig ohne jede Spannung abgenudelt. Das schreckliche Verbrechen, das sich einst in Manet Hall ereignet hatte, wird gleich im ersten Kapitel verraten. Es folgen ein paar Spukhaus-typische Szenen mit zuschlagenden Türen und ähnlichem, Schlafwandlereien und ausufernde Diskussionen über das Thema – aber aufregend ist anders.

    Wären da nicht die Dialoge, ich weiß nicht, ob ich nicht sogar abgebrochen hätte. Denn wenn mir etwas an „Mitten in der Nacht“ gut gefallen hat, waren es die Dialoge, egal ob zwischen Declan und Angelina, Declan und seinem besten Freund Remy oder zwischen anderen Charakteren. Authentisch, unterhaltsam und mit einem Spritzer Humor unterhalten sich die Figuren in Roberts’ Roman. Es fallen so gut wie keine platten Phrasen und die Charaktere bekommen dadurch eine Tiefe, die ich nicht erwartet hätte.

    Und auch die Liebesgeschichte zwischen Declan und Angelina ist in Ordnung. Auch wenn Declan viel zu perfekt beschrieben wird (gutaussehend, reich, intelligent, charmant, tiefgründig und was weiß ich noch alles, ganz abgesehen davon, dass er große Teile des Hauses problemlos selbst renovieren kann), war mir Angelina ziemlich sympathisch. Sie hat Temperament und ihren eigenen Kopf.

  18. Cover des Buches Wintergeister (ISBN: 9783426507759)
    Kate Mosse

    Wintergeister

     (92)
    Aktuelle Rezension von: calimero8169

    Inhalt

    Der junge Engländer, der endlich vergessen will. Eine Reise, die ihm eine einzigartige Begegnung beschert. Eine Begegnung die so tief ist, dass sie ihn wieder an das Leben und die Liebe glauben lässt - und ein Jahrhunderte alter Brief, der von diesem Zusammentreffen zeugt.

    Eindruck

    Aus dem Brief:
    Wir sind, wer wir sind, wegen derjenigen, die wir beschließen zu lieben, und wegen
    der jenigen, die uns lieben. 


    Prima
    Im Jahre des Herrn 1329

    "Wintergeister" - eine mystische und sehr melancholische Reise durch Verlust, Trauer, Schmerz und Liebe. Eine magische - aber keinesfalls kitschige - Reise durch Raum und Zeit, die den Leser mitnimmt aus den 30er Jahren zurück zum Anfang des 14. Jahr-hunderts, zu den letzten Tagen der letzten Katharergemeinden.
    Diese Geschichte ist so voller Verzweiflung und Schmerz, aber auch Hoffnung und Liebe, dass sie mich hineingezogen hat in einen magischen Traum, aus dem ich nicht mehr aufwachen mochte und der mein Gefühl, dass es auf der Welt - egal ob in ferner Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft - diese eine Seele gibt, die mir verwandt ist. Man muss nur die Brücke finden,
    über die eine Kommunikation möglich ist. 

    Fazit

    Ein tiefgründiges Buch, für alle die fühlen, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als wir rational erklären können und die sich fallen lassen können in das Mysterium Psyche.
  19. Cover des Buches Die Erfindung des Abschieds (ISBN: 9783426511749)
    Friedrich Ani

    Die Erfindung des Abschieds

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Ich hatte mich nie mit diesem Autor befasst und hatte sein letztes Buch zur Rezension da und war begeistert. Also schauen wir einfach was der alles in seinem Leben schon angestellt hat.1998 schuf Ani mit Tabor Süden einen speziellen Ermittler der Münchner Polizei der sich auf vermisste Personen spezialisiert hat. Süden ist alles andere als normal und das  macht den Reiz dieser Serie aus, deren Anfangsband " Die Erfindung des Abschieds " zu seiner Zeit schon sehr gelungen und fernab jeglichen Mainstreams ist.

    Raphael Vogel ist 9 Jahre alt und verbringt seine ganze Zeit mit seinem Großvater und seiner Modelleisenbahn. Als der Großvater stirbt, ist die Welt von Raphael, wie er sie kennt und liebt, beendet und er möchte von zu Hause abhauen. Seine Eltern, beide getrennt und jeder mit seinen eigenen Problemen behaftet, setzen die Polizei ein um Raphael zu finden. Das Dezernat 11 der Münchner Polizei gibt alles, doch Raphael bleibt verschwunden....

    Auch wenn der erste Band bereits 1998 erschienen ist, liest er sich überhaupt nicht altbacken. Ani hat einen sehr besonderen Stil, seine Akteure zur Geltung zu kommen. Keiner ist Perfekt und blitzartig hat sich der Leser an die Kommissare und an die immer etwas düstere Stimmung gewöhnt. 460 Seiten, die einfach verflogen sind und ein Gefühl, immer weiter lesen zu wollen.

    Das Thema ist auch heute noch sehr aktuell und unter Mißhandlung leidende Kinder sind noch immer nicht so selten. Doch was den Unterschied macht, ist der Auftritt eines sehr exzentrisch, teilweise sehr egoistischen Menschen, der ein sehr starkes Gefühl für menschliche Stimmungen und Gefühle erkennt und viel Geduld mitbringt.

    Obwohl selbst von zweifeln und fast schon einer Art Todessehnsuch beseelt, ist er einer der besten Polizisten die verschwundene Menschen aufspüren können.

    Für mich eine klare Empfehlung an alle Krimifans, die mit dieser Serie vielleicht einsteigen wollen um einen ungewöhnlichen Schreibstil und auch einen ungewöhnlichen Ermittler als gute Abwechslung des Altbekannten verstehen. Auch heute noch für mich 5 Sterne !


  20. Cover des Buches Slow Burn - Verhängnisvolle Begierde (ISBN: 9783736300248)
    Maya Banks

    Slow Burn - Verhängnisvolle Begierde

     (12)
    Aktuelle Rezension von: RAMOBA79
    Inhalt:
    Als Kind wurde Arial von ihren wahren Eltern verlassen und stattdessen von einem reichen Ehepaar aufgenommen und großgezogen. Ihre Adoptiveltern haben sie stets von der Welt abgeschirmt, denn Ari besitzt eine außergewöhnliche Gabe: telekinetische Kräfte. Doch nun hat es jemand auf Aris Leben abgesehen, und der Einzige, der sie beschützen kann, ist der Bodyguard Beau Devereaux. Was für Beau zunächst nur ein Job ist, wird schon bald sehr persönlich, als er sich in seine schöne Klientin verliebt. Er hat keine Ahnung, wer Ari bedroht, aber er weiß, dass er ohne Zögern sein Leben für sie geben würde.

    Das Buch ist gut, flüssig und sehr spannend geschrieben, so dass es schnell zu lesen ist und freude auf mehr macht.
    Nachdem Ari entführt wurde, setzt Beau alles daran, sie zu finden.
    Ari kann durch ihre Kräfte ihre Eltern schützen und fast alle Entführer unschädlich machen. Wird aber kurz vor Rettung angeschossen, sodass unklar ist ob sie überlebt....
  21. Cover des Buches Der Flug der Störche (ISBN: 9783404139019)
    Jean-Christophe Grangé

    Der Flug der Störche

     (113)
    Aktuelle Rezension von: RapsUndRuebe

    Inhalt:
    Der Inhalt lässt sich über den Klappentext oder andere Rezensionen herausfinden.

    Stil:
    Leicht zu lesen. Detailiert, aber nicht langatmig. Sehr spannend. Man will nicht mehr zu lesen aufhören.

    Fazit:
    Kleine Reise durch Europa und Afrika. Man erfährt sehr viel spannendes über die "Roma's", über Israel und Zentralafrika. Hinter der eigentlichen Geschichte mit den Störchen, verbirgt sich ein viel grösseres Geheimnis um einen sadistischen, brutalen Herz-Chirurg, der Herzen stiehlt und diese seinen Opfern auf perfideste Art bei lebendigem Leib entfernt.

    Sehr spannend, unbedingt empfehlenswert.

  22. Cover des Buches Magdalenas Garten (ISBN: 9783453354296)
    Stefanie Gerstenberger

    Magdalenas Garten

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Als Reisebegleiterin kehrt Magdalena immer wieder auf die Insel Elba zurück. Mit einem alten Foto bewaffnet macht sie sich dort auf die Suche nach ihrem Vater. Sie will endlich Klarheit. Wer ist der Mann auf dem Foto? Warum hat er ihre Mutter verlassen? Auf Elba begegnet Magdalena nicht nur ihrer eigenen Vergangenheit, sondern lernt auch Matteo und Nina kennen, die ihre eigene Geschichte gefangen hält.

    Meine Meinung: Mit der detaillierten Beschreibung von Elba nimmt uns die Autorin mit auf eine Reise mit ungewissem Ausgang. Die malerische Landschaft sorgt für Urlaubsfeeling. Eher unaufgeregt wird Magdalenas Geschichte erzählt. Sie kommt mit einem überschaubaren Personenkreis aus (was mir sehr gut gefallen hat) und hält die ein oder andere Überraschung bereit. Magdalena als Protagonistin weckt unterschiedliche Gefühle in mir. Sie reagiert oft impulsiv und für mich wenig nachvollziehbar, während sie ein anderes Mal ein vernünftige Entscheidung trifft. Matteo ist brummig und sehr verschlossen und, dass mit Nina etwas nicht stimmt ist von Anfang an offensichtlich. Es gibt in diesem Buch also viele Geheimnisse, die ergründet werden können. Zum Ende hin zieht die Autorin mit dem Tempo noch einmal an. Für mich war nicht jede "Lösung" nachvollziehbar, aber allgemein ist es ein rundes "Happy End". 


    Mein Fazit: Wer Familiengeschichten mit viel Drama mag ist hier sicher richtig, mich konnte es nicht vollständig überzeugen.



  23. Cover des Buches Das Gesetz (ISBN: 9783453436152)
    John Grisham

    Das Gesetz

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Mellchen
    Beim Kauf des Buches war mir nicht klar, daß es sich um Kurzgeschichten handelt.
    Aber wie alles von John Grisham lesen diese sich zügig, und immer hat es etwas mit dem Gesetz oder mit Anwälten zu tun. Es soll hier keine spannenden Geschichten geben, sondern es soll gezeigt werden, in welchen Situationen man mit dem Gesetz in Konflikt geraten kann oder wie man Gesetze aushebeln kann wenn man einen gewieften Anwalt beschäftigt.
    Folgende Kurzgeschichten sind vertreten:
    1. Blutsbrüder
    2. Raymonds Heimkehr
    3. Die Fischakten
    4. Das Casino
    5. Michael
    6. Alte Freunde
    7. Ein Ort zum Sterben

    Vielleicht nicht das ideale Buch für Grisham-Einsteiger, denn hier erfährt man nicht was dieser Autor wirklich kann.
  24. Cover des Buches Dhampir 03 (ISBN: 9783802584916)
    Barb u. J.C. Hendee

    Dhampir 03

     (48)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *„Du hast gesehen, was sich in dem Raum befand“, sagte sie und wandte sich wie in Scham von ihm ab. „Was bin ich?“*


    Dhampir 3


    Magiere will mehr über ihre Vergangenheit erfahren. Zusammen mit Leesil, Chap und der Weisen Whinn zieht es sie in ihr Heimatdorf – nichts ahnend, dass Welstil und der entkommene Edle Tote Chane ihnen folgen. In ihrer Heimat entdeckt sie einen düsteren Ort, der ihre Geburt blutiger und geheimnisvoller erscheinen lässt, als sie bisher annahm.



    Die Geschichte schließt nahtlos an das Ende des zweiten Bandes an, die Ereignisse der letzten Bände werden allerdings immer mal wieder zusammengefasst, sodass man auch mit diesem Band in die Reihe einsteigen könnte.


    Während ich von den Vorgängerbänden bereits den Wechsel zwischen Magiere, Leesil und den Edlen Toten gewohnt war, hat sich ihnen hier auch der Feenhund Chap angeschlossen. Seine Abschnitte offenbaren seine wahre Natur. Obwohl bisher immer wieder angedeutet wurde, dass sein Verstand nicht dem eines Hundes entspricht, war ich doch davon überrascht. Zwar wird noch nicht alles um ihn aufgedeckt, seine wahre Natur aber auch seine Aufgabe werden immer nur angedeutet, sodass er immer noch geheimnisvoll bleibt.


    Welstiel offenbart einen Teil seiner Vergangenheit, aus der ich meinen bisherigen Verdacht, dass er mehr mit Magieres Leben zu tun hat, als sie ahnt, bestätigen konnte. Seine Natur und seine Pläne für Magiere bleiben aber noch soweit im Dunkeln, dass es spannend bleibt.


    Besonders gespannt war ich auf die neue Beziehung zwischen Leesil und Magiere. Am Ende des zweiten Bandes wurde die Annäherung der Beiden bereits angedeutet. Hier war ich davon überrascht, dass daraus keine große Sache gemacht wird, sondern sie wie eine Nebensächlichkeit in die Geschichte gearbeitet wurde.


    Der Weg in Magieres Vergangenheit bringt die Gruppe zwar auch in die Nähe einiger dunkler Geschöpfe. Der Kampf gegen diese nimmt die Geschichte nicht so sehr in Beschlag, wie es in den letzten beiden Bänden der Fall war. An mancher Stelle kamen sie mir wie kleine Ausflüge auf dem Weg zur Lüftung des Geheimnisses um Magiere zu sein.


    Fazit: Ein etwas anderer Band, als ich das bisher gewohnt war. Die Geschichte konzentriert sich mehr auf Magiere und ihre Vergangenheit, offenbart so manches Geheimnis, lässt aber immer noch vieles offen.

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