Bücher mit dem Tag "südfrankreich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "südfrankreich" gekennzeichnet haben.

270 Bücher

  1. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783802599453)
    Simona Ahrnstedt

    Die Erbin

     (425)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Natalia De la Grip hat sich trotz ihrer Privilegien ihren Erfolg als angesehene Unternehmensberaterin hart erarbeiten müssen. Als sie unterwartet von David Hammar – Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber – zum Lunch eingeladen wird, stellt sich trotz ihres Misstrauens eine überwaltigende Anziehungskraft zu dem jungen Schweden ein. Doch Natalia ist nur eine Spielfigur in Davids perfidem Plan, eine Rechnung mit ihrer Familie zu begleichen.


    Soviel zum Inhalt des Buches. Es klang wirklich spannend, obwohl ich mir zunächst gedacht hatte "Och nee, nicht schon wieder eine Liebesgeschichte über zwei reiche Menschen, die sich irgendwie finden" (mal ehrlich, warum sind es immer reiche Menschen? Warum nicht mal ganz normale, durchschnittliche Bürger?). Aber ich wollte dem Buch trotzdem eine Chance geben.


    Ich fand den Einstieg ins Buch sehr schwierig, irgendwie habe ich lange gebraucht, bevor ich mich in der Story zurechtgefunden habe. Aber selbst dann bin ich nicht richtig dringewesen, denn die Perspektiven der Charaktere wechsel immer wieder und das oftmals von einem zum nächsten Absatz, sodass es einen unvorbereitet trifft.


    Generell waren die meisten Charaktere auch allesamt irgendwie unsympathisch.

    Die Familie de la Grip war - selbst für eine Adelsfamilie - ein wenig zu überspitzt dargestellt. Dort wurde ja kaum eine Aussage getroffen, die nicht in irgendeiner Form frauenfeindlich, rassistisch oder von oben herab getroffen war. Und dann dieses ständige... Winseln nach Bestätigung, anders kann ich es gar nicht beschreiben.

    Natalie und David waren für mich beide einfach wandelnde Klischees. Diese beiden Charaktere, die immer so missverstanden von allen sind, sich so differenzieren, sich im Grunde genommen total unterscheiden, so attraktiv sind und natürlich sofort einen Draht zueinander haben und und und... Ich könnte hier endlos weitermachen.

    Natalie war mir definitiv oftmals zu ruhig (ich hätte mir gewünscht, dass sie wenigstens einmal den Mund aufmacht und jemanden anbrüllt) und David dagegen zu ungestüm, immer darauf bedacht irgendetwas oder irgendwen anderes als Begründung für seine Handlungen zu nutzen. Gut, ich fand seine Beweggründe für manche Sachen durchaus nachvollziehbar aber irgendwann ist er doch übers Ziel hinausgeschossen.


    Was den Input angeht, wurde es irgendwann auch zuviel des Guten. Es passiert plötzlich soviel, jeder Person passieren zig Sachen, sodass man den Überblick verliert, einige wichtige Themen werden einfach unter den Teppich gekehrt, weil sie ja schon "Jahre zurückliegen" und mittendrin dann auch noch ganz viel wirtschaftliches Fachgesimpel, das viele, die keine oder nur wenig Ahnung von Aktien, der Börse und Co. haben, nicht im geringsten verstehen würden.


    Insgesamt kann ich also nur sagen, die Idee war gut, aber die Umsetzung war weniger zufriedenstellend. Ich weiß noch nicht, ob ich mir die weiteren Teile anschaue.

  2. Cover des Buches Das Lavendelzimmer (ISBN: 9783426509777)
    Nina George

    Das Lavendelzimmer

     (517)
    Aktuelle Rezension von: EvaMinna

    Die Idee einer Bücherapotheke ist genial, die Worte fließen und das sprachliche Niveau ist ansprechend. Leider empfand ich die Geschichte als allzu pathetisch, da die Protagonisten, allen voran Monsieur Perdu, konstruiert wirkten. Diese überzeichneten Charaktere verhinderten, dass mich "Das Lavendelzimmer" wirklich für sich einzunehmen vermochte.

  3. Cover des Buches Der Lavendelgarten (ISBN: 9783442477975)
    Lucinda Riley

    Der Lavendelgarten

     (798)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Diesen Roman habe ich mit Begeisterung vor einigen Jahren gelesen. Nun wurde es Zeit ihn nochmal zu lesen. Dies mache ich sehr gerne bei Romanen, die mir sehr gut gefallen.

    Ich beschränke mich auf meine Meinung, da die Handlung bereits ausführlich beschrieben wurde. 

    Mir hat dieser Roman immer noch gut gefallen und empfinde es als einer der besten Romane von Lucinda Riley. 

    Noch immer konnte mich der Vergangenheitsstrang sehr fesseln. Der Gegrnwartsstrang fand ich etwas schwächer und klischeehafter. Daher vergebe ich 4 Sterne und empfehle das Buch gerne weiter. 


  4. Cover des Buches Was bleibt, wenn du gehst (ISBN: 9783499268526)
    Amy Silver

    Was bleibt, wenn du gehst

     (216)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick

    „Was bleibt, wenn du gehst“ lag eine gefühlte Ewigkeit auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Dank einer Challenge wurde es nun endlich gelesen und wieder habe ich ein kleines Wohlfühlbuch entdeckt.

     

    Ich habe bereits zwei andere Bücher von Amy Silver gelesen, dieses hier hat mir allerdings bisher am besten gefallen. Die Autorin schreibt sehr nah an der Realität und wartet im richtigen Moment mit den großen Emotionen auf.

     

    Ich habe tatsächlich angefangen, diese Geschichte als Hörbuch zu hören. Nach ungefähr anderthalb Stunden Hörzeit ist mir beim Durchblättern des Buches aufgefallen, dass die Kürzungen im Hörbuch doch immens sind.

    Die Geschichte beinhaltet einige Seiten, welche in Briefform geschrieben sind und diese kommen im Hörbuch überhaupt nicht zur Geltung.

    Also habe ich doch zum Buch gegriffen und habe die Geschichte nochmal von Seite 1 an lesend genossen.

     

    Freundschaft.

    Wer kann noch sagen, dass er nach Jahren noch eine innige Freundschaft zu seinen Schulfreunden pflegt?

    Im Buch ist von so einer Freundschaft die Rede.

    Sechs Freunde, darunter Jen, Conor, Dan, Andrew, Natalie und Lilah, verbindet ihr halbes Leben und das Haus in Frankreich miteinander, in dem sie diesen besonderen Sommer verbracht haben.

     

    Etliche Jahre und nach einem Schicksalsschlag, welcher die Freundschaft auf die Probe gestellt hat, kontaktiert Jen alle genannten Personen und führt sie im Ferienhaus in Frankreich wieder zusammen. Es ist Winter. Es schneit. Und die Freunde werden mit sich, vielen unausgesprochenen Worten und Geheimnissen konfrontiert. Es geht um Schuld, unverarbeitete Trauer und unerfüllte Liebe.

     

    Liebe.

    Ein großes Wort. Das Buch beinhaltet so einige Liebesgeschichten.

    Gewollte, wie ungewollte. Glückliche, wie unglückliche.

    Und dabei ist es zu keiner Zeit langweilig, denn die Autorin greift hier vor allem Themen auf, welche aus dem wahren Leben stammen. 

    Streitpunkte, Krisenzeiten, geheime Gefühle und natürlich auch die wahre Liebe.

    Ich finde, dass sich jeder Leser hier in irgendeinem Charakter wiederfinden kann. 

    Man spürt beim Lesen, dass kein Leben perfekt ist und jeder mit bestimmten Situationen zu kämpfen hat. 

     

    Emotionen

    Um dieses Thema blieb es zunächst sehr still. 

    Die Autorin arbeitet sich nach und nach an die verschiedenen Geheimnisse der Figuren heran. Bringt uns deren einzelne Geschichten näher und zeigt uns die individuellen Charakterentwicklungen über die Jahre auf.

    Dann aber punktet Amy Silver mit der perfekt gesetzten Wende.

    Die letzten 50 Seiten habe ich tatsächlich mit einem oder auch zwei Taschentüchern in der Hand gelesen. Hier hat mich die Autorin total erwischt und es so traurig es auch war, so schön waren diese letzten Buchseiten.

     

    Mit dem lockeren Schreibstil der Autorin kam ich wieder sehr gut zurecht.

    Ich habe mich in diesem Buch vor allem wohlgefühlt und konnte mich am Ende tatsächlich in fast jeden Charakter hinein fühlen.

     

     Mein Fazit

    Was ein Glück, dieses Buch nun endlich gelesen zu haben.

    Ein Buch, welches ich absolut zur richtigen Zeit in die Hände genommen habe.

    Das es sogar ein 5 Sterne Buch wird, damit hätte ich zu Beginn nicht gerechnet, aber die Figuren und ihre Geschichten, wird mir noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Absolut Leseempfehlung.

     

  5. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

     (641)
    Aktuelle Rezension von: sunny_sun

    Simon Beckett verfügt über einen klaren, verständlichen und geradlinigen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. 

    Auf eine ganz eigene Art und Weise wurde das ganze Buch über eine super spannende Atmosphäre erzeugt. Die längeren Kapitel sind gut zu lesen. 

    Besonders Beginn und Ende sind sehr gut gelungen. Man ist sofort mittendrin in der Story. 

    Der Hof und die Atmosphäre werden absolut grandios beschrieben, ich habe mich gefühlt als wäre ich mittendrin. Man kann die unerträgliche Hitze des französischen Sommers förmlich durch die Buchseiten auf der Haut spüren, ebenso wie die Feindseligkeit der Dorfbewohner und das spricht absolut Bände über die Erzählkunst des Autors.

    Nach jedem Kapitel in der Gegenwart (Frankreich) folgt meist ein kurzes Kapitel aus der Vergangenheit (London), der Erzählstrang in den Zwischenkapiteln wird immer mehr enthüllt. Außerdem wecken die Rückblenden in die Vergangenheit des Protagonisten die Neugier, wie die Ereignisse in London mit dem Geschehen auf dem Hof zusammenhängen. 

    Dadurch, dass das Buch aus Sicht des Ich-Erzählers geschrieben ist, erfährt man zunächst nicht viel über ihn und man weiß lange Zeit auch nicht seinen Namen. 

    Leider sehr wenige Thriller-Elemente, auf atemlosen Nervenkitzel wartet man bei diesem Buch leider etwas vergeblich. 

    Das Ende (die letzten 100 Seiten) ist allerdings fesselnd und schockierend, hier hätte ich gerne noch weitergelesen und es hätte gerne detaillierter sein dürfen. An mancher Stelle war es dafür etwas langatmiger, aber nie langweilig. 

    Das Buch erhält 4,5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟⭐️, da es super Unterhaltung war.

  6. Cover des Buches Der Schock (ISBN: 9783548285245)
    Marc Raabe

    Der Schock

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 400 Seiten

    Verlag: Ullstein Taschenbuch (10. Juni 2013)

    ISBN-13: 978-3548285245

    Preis: 9,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Super spannend, aber nicht immer glaubwürdig


    Inhalt:

    Bei einem Urlaub an der Côte d’Azur verschwindet Laura spurlos. Nur ihr Handy ist noch im Wagen, darauf ein unheimlicher Film. Jan lässt sich durch eine SMS von Laura, wonach sie einfach eine Auszeit braucht, nicht beruhigen. Er sucht nach Laura und ahnt nicht, mit welcher Bösartigkeit er es zu tun bekommt. 


    Meine Meinung:

    Ich mag den Schreibstil von Marc Raabe sehr. Er fesselt mich in der Regel von der ersten Seite an, so auch hier. Die Ereignisse sind gleich zu Anfang super spannend und mysteriös. Allerdings konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, warum Jan auf eigene Faust ermittelt und sich nicht an die Polizei wendet.


    Für zart besaitete Leser*innen ist dieser Thriller eher weniger geeignet. Es werden brutale und blutige Szenen detailliert beschrieben, und davon gibt es nicht gerade wenige. Die psychischen Abgründe, die sich hier auftun, sind enorm. 


    Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, Jans, Lauras, der des Täters. So weiß man als LeserIn immer ein bisschen mehr als die ProtagonistInnen. Der Spannung tut dies keinen Abbruch, im Gegenteil! Dadurch dass man manchmal schon weiß, was auf die Figuren an Schlimmem zukommt, steigt der Adrenalinspiegel umso mehr.


    Immer wieder sorgt der Autor für kleine Überraschungen, mit denen ich nie gerechnet hätte und die der Handlung eine neue Dimension geben. 


    Fazit:

    Empfehlenswert für ThrillerleserInnen, die es gerne etwas brutaler mögen.


    ★★★★☆


  7. Cover des Buches Die Entscheidung (ISBN: 9783734105227)
    Charlotte Link

    Die Entscheidung

     (277)
    Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibro

    Inhalt:

    Simon möchte Weihnachten mit seinen Kindern an der Südküste Frankreichs verbringen, doch diese springen kurzfristig ab und lassen ihren Vater im Stich. Auch seine neue Freundin hat genug von Simon und gibt ihm kurzerhand telefonisch den Laufpass. Allein und traurig wandert Simon durch den Regen - und trifft dort auf die hilfesuchende Nathalie. Aus Mitleid nimmt er die junge Frau mit in seine Ferienwohnung, nicht ahnend, in welche Gefahren er sich damit selbst bringt...

    Meine Meinung:

    Charlotte Link schafft es gekonnt, die Lesenden an das Buch zu fesseln. Es ist ein flüssiger Schreibstil, geschrieben aus verschiedenen Perspektiven und Orten. Dadurch entsteht ständig ein Informationsdefizit für jeden Handlungsstrang. Nach und nach finden die Fäden zueinander. Dadurch gestaltet sich das Buch insgesamt spannend und man will immer wissen, wie es weitergeht. Es war mir insgesamt recht schnell klar, worum es in der Geschichte insgesamt geht: Sehr zu Anfang ergibt sich eine Szene in Bulgarien, in der ein junges Mädchen ein Angebot auf eine vielversprechende Zukunft im Westen gemacht wird. Weitere Informationsfetzen von anderen Schauplätzen ließen relativ schnell klar werden, mit welchen Gefahren sich Simon und Nathalie konfrontiert sehen... Dennoch war die Geschichte an sich spannend erzählt und konnte mich gut unterhalten.

    Leider konnte ich mich insgesamt nicht so gut mit den Charakteren anfreunden. Simon ist ein Ja-Sager, Nathalie ein naives, verliebtes Mädchen, das einer Illusion hinterherrennt... da hielt sich bei mir der Sympathielevel leider eher gering. Trotzdem tolle Story.

  8. Cover des Buches Dreimal schwarzer Kater (ISBN: 9783548286143)
    Philippe Georget

    Dreimal schwarzer Kater

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Auftritt Gilles Sebag: Er arbeitet ohne große Motivation als Polizist im ruhigen Perpignan. Es ist Hochsommer, viele sind schon in den Ferien und das einzige, was derzeit wichtig ist: das kühle Glas Wein nach Feierabend. Doch dann verschwinden Menschen und es wird eine Leiche gefunden. Plötzlich muss Gilles seine ganzen Kräfte mobilisieren und hat kaum noch Zeit für seine eigentlichen Freuden: seine Familie.

    Was ich an Gilles Sebag wirklich gut finde: er ist kein Polizist wie so viele andere. Er ist kein Misanthrop, er hat eine funktionierende Familie und Kinder, er ist ein netter Mensch. Die Beschreibungen von Südfrankreich sind natürlich auch wieder sehr schön und lassen absolutes Urlaubsfeeling aufkommen. Immer wieder wechselt die Perspektive hin zu Mörder, was die Geschichte doch recht interessant macht, auch ein Spannungsbogen ist erkennbar. Gilles stellt sich trotz seiner mäßigen Ambitionen auf einen höheren Posten, dennoch als wirklich guter Polizist heraus und schafft es trotzdem für seine Familie da zu sein, die ihn allerdings nach und nach verlässt. Seine Kinder fahren mit Freunden in Camps und in den Urlaub, seine Frau macht mit ihren Freundinnen eine Kreuzfahrt. Und Gilles befürchtet, dass Claire ihm entgleitet.

    Ein gelungener Auftakt, zu dem es bisher noch 2 weitere Fälle gibt. Ich freue mich schon, einen weiteren Fall mit einem Polizisten zu lesen, der mehr Mensch geblieben ist als so viele andere Kriminaler in diversen Geschichten.

  9. Cover des Buches Rendezvous im Café de Flore (ISBN: 9783746632711)
    Caroline Bernard

    Rendezvous im Café de Flore

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    Caroline Bernard führt uns direkt zweimal nach Paris. Beim ersten Mal entdecken wir Paris mit Vianne, einem fünfzehnjährigen Mädchen, das am liebsten Botanikerin im Jardin de Plants in Paris würde, aber leider bei streng konservativen Eltern zur Zeit der Belle Epoque aufwächst. Zusammen mit Marléne entdecken wir Paris in der heutigen Zeit, sie ist mit Jean-Louis verheiratet und feiert in Paris den zehnten Hochzeitstag, einer nicht glücklichen Ehe.

    Im Wechsel zwischen Vianne und Marléne lernen wir Paris kennen und Caroline Bernard gelingt es das Flair von Paris mit ihrem Schreibstil einzufangen. Das Flair der Belle Epoque und auch das Flair des heutigen Paris.

    Lernen wir mit Vianne zunächst das Paris der ausgehenden zwanziger Jahre kennen und ihre Entbehrungsreiche Zeit nach ihrem Weggehen von der heimatlichen Provinz im Süden Frankreichs. Vianne findet in Clothilde schnell eine Freundin und gemeinsam arbeiten sie als Wäscherinnen in Paris. Eine harte Arbeit, die ihr aber ihre Existenz in Paris sichert. Auf ihren Streifzügen begleiten wir sie durch Paris entlang der Seine, dem Montmatre, der Sacre Coeur und natürlich in den Jardin des Plantes. Der Ort an dem Vianne am liebsten arbeiten würde.
    Beim Fest der Wäscherinnen lernt sie den jungen englischen Maler David Scott kennen und lieben. Er ist aus gutem Haus, einziger Sohn eines Fabrikbesitzers und versucht sich im Paris der 20er Jahre als Maler. Neben Größen wie Picasso, Matisse und Chagall hat er es schwer. Wie Künstler so sind ist er auch exzentrisch, das tut allerdings Viannes Liebe keinen Abbruch und manchmal habe ich mir so gedacht, dass sie ihn ändern will, was ihr allerdings nicht gelingt.
    Durch David Scott lernt sie auch den künftigen Direktor des Jardin de Plantes kennen und vielleicht erfüllt sich ja ihr Lebenstraum von der Arbeit als Botanikerin.

    Ein anderes Bild von Paris begegnen wir zusammen mit Marléne, die in einer unglücklichen Ehe mit Jean-Louis gefangen ist, und ihren zehnten Hochzeitstag in Paris verbringt. Sie hat dort schon an der Sorbonne studiert, aber ihr Studium nicht beendet, da ihre Mutter krank wurde. Wieder zu Hause in Südfrankreich lernt sie nach einer unglücklichen Liebe Jean-Louis kennen und bleibt schließlich dort. Gefangen in einem Beruf, den sie nicht liebt, in einer Ehe, in denen sich beide nichts mehr zu sagen, denn zu unterschiedlich sind ihre Wesen und mit sich hadernd über ihr Leben und den verpassten Chancen reisen sie nach Paris in die Stadt der Liebe. Was ein Neuanfang für ihre Ehe werden soll, endet in einem Desaster. Zumindest was die Ehe betrifft, aber nicht was Marlénes Leben angeht.
    Nach einem heftigen Streit am Hochzeitstag gehen sie just an dem Tag getrennte Wege, während Jean-Louis mit einer sehr guten Bekannten auf der Oldtimerautomesse weilt, geht Marléne ins Museum d’Orsay. Dort entdeckt sie sich auf einem Gemälde wieder. Sprachlos und überrascht betrachtet sie es und kommt zu der Erkenntnis, dass es eine Verwandte von ihr sein muss. Aber wer? Denn eine weibliche Verwandte von ihr hat nie in Paris gelebt? Oder gibt es in ihrer Familie ein Geheimnis? Zusammen mit dem Auktionator Etienne, der sie auf die gemeinsame Unverwechselbarkeit zwischen der Frau auf dem Gemälde und ihr anspricht, macht sie sich auf die Suche nach der unbekannten Frau.

    Caroline Bernards “Rendezvous im Café de Flore” lebt von der Lebendigkeit der Charaktere und dem Flair von Paris. Sie hat es ohne weiteres geschafft mich sowohl ins Paris der Belle Epoque mit seinen Künstlern in Montmartre und Montparnasse zu entführen als auch in das Paris der Jetztzeit. Ich habe das Gefühl an der Seine entlang zu spazieren, mit Marléne und Etienne auf den Spuren ihrer Ahnin zu wandeln, in einer Boulangerie ein Baguette zu kaufen oder auf den Blumenmärkten um die Sacre Coeur den Duft der Vielzahl von Blumen zu riechen. Ebenso bildhaft kann ich mir den Jardin des Plantes und das Café de Flore vorstellen. Caroline Bernard beschreibt Paris so bildhaft als wäre ich da und ich habe immer wieder das Gefühl auf der Pontes des Arts zu stehen und die Liebesschlösser an dem Geländer zu betrachten oder mit Vianne und David in den Bars von Paris unterwegs zu sein.

    Neben dem ganzen Flair besticht der teilhistorische Roman auch durch seien Charaktere. Vor allem Vianne und Marléne waren mir von der ersten Zeile an sympathisch. Zwei tolle Frauen.
    Vianne ist mutig und neugierig. Sie sieht es nicht ein, dass Leben ihrer Mutter führen zu sollen, nur weil sie ein Mädchen ist. Sie will in die Welt hinaus und wagt schon im Teenageralter den Absprung nach Paris. So kämpferisch wie sie ist, hat sie aber auch die Fähigkeit sich auf andere einzulassen. Zu Beginn ihrer Beziehung zu David ist sie noch verunsichert und zurückhaltend, das ich auf ihr jugendliches Alter schiebe. So tough wie sie ist, nimmt sie sich im Hinblick auf David sehr zurück und stellt ihre Interessen hintenan. Womit sie auch oft hadert.
    David ist exzentrisch und eigenbrötlerisch. Seine Malerei steht für ihn an erster Stelle und danach kommt lange Zeit nichts. Erst dann Vianne, dennoch ist er in der Lage zu lieben, was manchmal etwas eigenartig und befremdlich rüber kommt. Vor allen dann, wenn er erst Vianne wegstößt und danach ängstlich kauernd vor ihr sitzt, aus Angst das sie ihn verlassen könnte.

    Marléne ist ein bisschen wie Vianne, aber im Gegensatz zu ihr lebt sie ihre Träume und Sehnsüchte nicht. Harmonie geht ihr über alles und vor allen vor ihren eigenen Wünschen. So lässt sie sich viel von ihrem Mann Jean-Louis gefallen, der sie lieblos behandelt und erst in Paris und durch das Gemälde findet sie den Mut ihre Wünsche zu realisieren.
    Jean-Louis, oh ja Jean-Louis, selten war mir ein Charakter so zu Wider, wie dieser. Ein Ekelpaket höchster Güte. Marléne ist seine Frau und hat sich so zu benehmen, wie es für ihn angenehm ist. Was er sagt und tut ist Gesetz. Er verhält sich lieblos ihr gegenüber, macht ihr Paris mies, verunglimpft sie am Telefon und benimmt sich egal in welcher Situation wie ein Kotzbrocken. Bis zum Ende habe ich keine einzige gute Seite an ihm gefunden.
    Ganz der Gegenpart dazu ist Etienne. Er ist ein weltoffener, romantischer und vielseitig interessierter Mann. Mit ihm kann Marléne reden und er tut ihr gut.

    Der Großteil von  “Rendezvous im Café de Flore” erzählt von den beiden Liebesgeschichten, die mehr als nur den Rahmen des Buches ausmachen. Ein kleiner Teil erzählt aber auch von Frankreich im Zweiten Weltkrieg  von der Résistance. Auch der historische Teil ist sehr gut dargestellt und oft lief mir ein Schauder über den Rücken.

    Fazit

    “Rendezvous im Café de Flore” ist ein wundervoller kurzweiliger Roman über Paris. Mit jeder Zeile habe ich gemerkt wie sehr Caroline Bernard die Stadt verehrt und ihr Roman ist eine Hommage an diese wundervolle Stadt. Eingebettet in einem historischen Hintergrund hat sie die Lebensgeschichte von zwei Frauen, die sich nie begegnet sind, aber so unheimlich viel gemeinsam haben. Ein wundervoller Roman über Paris, die Liebe und die Selbstbestimmung. Absolut lesenswert!

  10. Cover des Buches Madame le Commissaire und die tote Nonne (ISBN: 9783426521977)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die tote Nonne

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Ein schöner Ausflug in einen botanischen Garten an der provenzalischen Küste bringt Madame le Commissaire Isabelle Bonnet keine Entspannung, sondern einen neuen Fall. Eine junge Nonne ist die Klippe herumtergestürzt, doch Isabell glaubt nicht an einen Unfall, wie ihre Polizeikollegen. Sie nimmt die Ermittlungen auf und endet schlussendlich in einem Kloster. Findet sie den Mörder mit einer göttlichen Fügung?

    Der fünfte Fall von Madame le Commisaire Isabelle Bonnet ist wie gewohnt flüssig geschrieben und versetzt den Leser wiederum in das savoir vivre der Provence. In der Geschichte wird zudem Isabelle mit ihrer Spezialeinheit-Vergangenheit selbst in den Vordergrund gestellt. Sie hat einiges zu überdenken. Das fand ich schön, so kam man ihr näher als bislang schon. Nach dem Ende bin ich nun gespannt, wie es mit ihr weitergehen wird, der nächste Band wartet schon auf mich.

    Mein Fazit: Die Reihe geht weiter in einer provenzalischen Wohlfühlatmosphäre und mit einer nachdenklichen Protagonistin. 4 Sterne.

  11. Cover des Buches In tiefen Schluchten (ISBN: 9783462050424)
    Anne Chaplet

    In tiefen Schluchten

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Tine13

    Die 42-jährige ehemalige Anwältin Victoria Godon, genannt Tori, lebt nach dem frühen Tod ihres Mannes, in einem kleinen Dorf inmitten der Cevennen. Mit ihrem Mann kehrte sie zu dessen Wurzeln zurück, seine Familie waren Hugenotten die Jahrhunderte zuvor aus der Gegend vertrieben worden sind. Nun versucht Tori allein zurechtzukommen und ihren Platz in der Dorfgemeinschaft zu finden. 

    Ein holländischer Feriengast ihrer Freundin Eva verschwindet spurlos. Eva bittet Tori um Hilfe, aber als diese sich umhört, stößt sie auf eine Mauer der Ignoranz. Keiner scheint sich für den verschwundenen Mann zu interessieren, der auf einer speziellen Suche gewesen zu sein schien. Doch wonach!? Ist er etwa in einer der unzähligen Höhlen der Region verschwunden…..


    „In tiefen Schluchten“, ist ein sehr interessanter Kriminalroman, in dem die Autorin Anne Chaplet, den Leser tief in die Geschichte der Landschaft des Vivarais, am Fuße der Cevennen eintauchen lässt. Eine uralte faszinierende Vergangenheit wird dort lebendig, besonders ins Licht gerückt, durch den spektakulären Höhlenfund der weltweit bekannten „Chauvet-Höhle“ im Jahre 1994. 

    Es scheinen dort immer noch viele Geheimnisse verborgen zu sein, die Menschen sind eigen und es mag nicht gerade leicht sein dort integriert zu werden. 

    Diese Situation, in der die Hauptprotagonistin Tori steckt, wird von der Autorin sehr gut beschrieben. Toris Leben im Dorf, ihre Gefühle und Gedanken sind unglaublich gut dargestellt und nachzufühlen. Der Leser begleitet Tori durch die Geschichte, als stünde er daneben. Ihr Alltagsleben, ihre Bekannten, ihre Nachbarn und Freunde lernen wir kennen. Auch ihre vorsichtige Suche nach dem Geheimnis, das sich da vor Ort verbirgt ist spürbar, man hat die Ereignisse bei der Lektüre fast visuell vor Augen. Durch diese lebendige Art des Erzählens, bekomme ich sofort Lust in diese Ecke Frankreichs zu reisen, um mir selbst ein Bild zu machen. Der Spannungsaufbau beginnt langsam und bedacht, steigt aber kontinuierlich an und wird zunehmend fesselnder. Der Roman ist  auch Vergangenheitsbewältigung der besonderen Art, denn auch die Bewältigung des 2. Weltkrieges ist Thema.


    Mein Fazit:

    Die Lektüre war für mich ein Vergnügen und ein großartiges Erlebnis. Das Kennenlernen dieser interessanten Gegend, dazu die Suche nach den verborgenen Geheimnissen aus Vergangenheit und Gegenwart, mit all seinen geschichtlichen Hintergründen war für mich eine perfekte Kombination. Vielleicht ein wenig mehr Roman als Krimi, aber es ist einfach faszinierend wie viel Information hier spannend verpackt wurden, das ist einfach toll gemacht:) Prima Auftakt für eine Serie, habe mir schon den nächsten Teil auf meine Wunschliste gesetzt!



  12. Cover des Buches Ein Wort, um dich zu retten (ISBN: 9783866124837)
    Guillaume Musso

    Ein Wort, um dich zu retten

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Schmoekerente

    Nachdem ich schon so viel possitives über die Bücher des Autors gehört und gelesen habe hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Erwartet hatte ich nach dem Klappentext einen Krimi. Aber damit hat der Inhalt gar nichts zu tun. Die Handlung tröpfelt so vor sich hin. Mitreisen konnte mich die Geschichte nicht. Die Charaktere sind alle sehr oberflächlich beschrieben und austauschbar. Verwirrend war auch der ständige Wechsel des Erzählers. Da die Figuren keinen wirklichen Charakter hatten wusste man teilweise gar nicht aus wessen Sicht nun geschrieben wird. Das Ende war unerwartet und tatsächlich spannend. Das betraf aber leider nur die letzten 30 Seiten. 

    Was mir gut gefallen hat waren die Zitate berühmter Schriftsteller am Anfang jeden Kapitels. 

    Es wird aber mein erster und letzter Musso bleiben. 

  13. Cover des Buches Der fremde Gast (ISBN: 9783442379279)
    Charlotte Link

    Der fremde Gast

     (543)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Rebecca Brandt wird von einem Bekannten in ihrem Haus in Südfrankreich besucht. Dieser bringt zwei trampende Studenten mit. In Deutschland wird ein grausames Verbrechen begangen. Im Laufe der Geschichte werden die Zusammenhänge zwischen den Personen aufgedeckt.

    Der Kriminalroman ist, wie man es von Charlotte Link gewohnt ist sehr spannend und voller unerwarteter Wendungen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Autorin versteht es Spannung aufzubauen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Für mich war die Geschichte in sich schlüssig und nachvollziehbar, wenn auch überhaupt nicht vorhersehbar.

    Leider war ich von der Darstellung der einzelnen Charaktere sehr enttäuscht. Fast alle Frauen wurden als schwach dargestellt und haben sich von ihren Männern abhängig gemacht. Jede der dargestellten Beziehungen wies die gleichen schrägen Machtverhältnisse aus. Eine Notwendigkeit alle Beziehungen auf diese Weise auszugestalten bestand meiner Meinung nach nicht. Aus diesem Grund gab es für mich einen faden Beigeschmack. 

    Der Kriminalroman ist angenehm zu lesen und wirklich fesselnd. Aus der feministischen Perspektive gibt es allerdings ein paar Kritikpunkte. Ob man während dem Lesen darüber hinwegsehen kann, oder das als nicht problematisch ansieht, ist eine persönliche Entscheidung.

  14. Cover des Buches Kreuzschnitt (ISBN: 9783426306048)
    Øistein Borge

    Kreuzschnitt

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Kreuzschnitt" von Oistein Borge ist der erste Teil einer Krimi-Serie rund um dem Ermittler Bogart Bull, der in Norwegen seinem Job nachgeht,. Nachdem dieser vor kurzem sowohl Frau, als auch seine Tochter bei einem Autounfall verloren hat, ist dieser aber verzweifelt bis depressiv...... Bogart kennt den Verantwortlichen für diesen Unfall selbst durch seine Arbeit, aber auch, dass dieser schwer behindert ist, scheint ihn nicht zufrieden zu stellen.....

    Als in Frankreich der schwerreiche norwegische Unternehmer ins einer Villa ermordet wird, wird Bull abkommandiert und ermittelt in der Folge mit den französischen Behörden in diesem Verbrechen.... Auffällig ist, dass nichts gestohlen wurde, sondern nur ein Bild von Edward Munch mitgenommen wurde..... Lange bleib es nicht bei nur diesem einen Opfer, in der Familie kommt es zu einem weiteren Todesfall..... Sind das Zufallsopfer, oder steckt ein persönliches Motiv hinter diesen Taten? 

    Die Hauptgeschichte fand ich wirklich kreativ, es geht u.a. um die die 1940er Jahre und die Konflikte zwischen den französischen Widerstandskämpfern und Nationalsozialisten.... Dieser Handlungsstrang wird vor allem in der Vergangenheit erzählt und gegen Ende hin schlüssig mit der Gegenwart verknüpft..... Bull als Charakter fand ich durchaus sympathisch und auch der französische Ermittler Moulin hat mir sehr gefallen. 

    Kurz vor dem Ende wartet "Kreuzschnitt" auch nochmal mit einer überraschenden Wendung auf, die ich durchaus gelungen fand... Allerdings war mir die Entlarvung des Täters ein wenig zu abstrakt und manche Längen führen zu diesem einen Punkt Abzug.... Dennoch wirklich eine originelle Geschichte, die für mich dennoch nicht ganz an den 3. Teil heranreicht.... Teil 2 steht noch auf der Leseliste....  Gute 4 Sterne von mir! 

  15. Cover des Buches Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer (ISBN: 9783426513842)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

     (96)
    Aktuelle Rezension von: JochenBender

    Ein Buch für Südfrankreich-Fans, voller Klischees und trotzdem saumäßig wohltuend zu lesen. Leider las ich den zweiten Band zuerst, wusste also schon einiges. Trotzdem war überzeugt mich das Buch, zumal hier der Fall komplex war und raffiniert bis zum stimmigen Ende erzählt wurde. Vielen Dank für die gute Unterhaltung, ich werde noch weitere Bücher der Reihe lesen.

  16. Cover des Buches Gefährlicher Lavendel (ISBN: 9783548289069)
    Remy Eyssen

    Gefährlicher Lavendel

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Carolin81

    Auch der 3. Krimi um Rechtsmediziner Leon Ritter ist wieder extrem spannend. Die Ereignisse im beschaulichen Provence-Städtchen Le Lavandou überschlagen sich, es gibt drei Leichen und einen Vermissten. Leon hat einen Verdacht, wer der Mörder sein könnte, aber Polizeichef, Staatsanwältin und die meisten Polizisten sind da ganz anderer Meinung. Sie wollen den Fall möglichst schnell und ohne Skandale lösen. Leon hingegen möchte die Wahrheit herausfinden und ermittelt daher wieder einmal auf eigene Faust.

    Beim Showdown während eines extrem starken Gewitters, muss Leon innerhalb von Sekunden eine Entscheidung treffen und verfolgt die Verdächtige auf eigene Faust. Schafft er es, sie zu einem Geständnis zu überreden? Oder liegt er mit seinen Vermutungen dieses Mal komplett falsch und verfolgt nicht die Richtige? Ein sehr spannendes Ende! 

    Der Krimi ist wie schon die Vorgänger extrem spannend geschrieben und man fliegt nur so durch die Seiten. Und die wundervolle Kullisse in der Provence und die sympathischen Protagonisten und Nebenfiguren sorgen dafür, dass man ein paar sehr angenehme Lesestunden verbringt.

  17. Cover des Buches Schwarzer Lavendel (ISBN: 9783548287010)
    Remy Eyssen

    Schwarzer Lavendel

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Buchliebe4

    Schwarzer Lavendel von Remy Eyssen

    Band 2 der Leon Ritter Reihe

     

    Kriminalroman

     

    464 Seiten

     

    Ullstein Buchverlage

     

     


    Klappentext:

     

    In der Provence ticken die Uhren anders. Daran gewöhnt sich der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter nur langsam. Dabei beginnt rund um das Städtchen Le Lavandou gerade die Weinlese und zu seiner eigenen Überraschung wird Ritter selbst Besitzer eines kleinen Weinbergs. Aber die Freude darüber währt nur kurz, denn statt edler Reben wird auf dem Grundstück eine mumifizierte Frauenleiche entdeckt. Der detailversessene Ritter erkennt schnell: Die Tote wurde professionell einbalsamiert. Als eine weitere junge Frau als vermisst gemeldet wird, findet Ritter heraus, dass beide Frauen für die Weinernte in die Provence kamen. Macht jemand Jagd auf die jungen Frauen? Um Antworten auf seine Fragen zu bekommen, muss Leon erst weit in die Vergangenheit zurückgehen


     

     

    Handlung:

     

    Dr. Leon Ritter hat sich gut in seiner neuen Heimat in Südfrankreich eingelebt und wohnt immer noch bei der Kommissarin Isabella und ihrer Tochter und fühlt sich pudelwohl.

    Langsam kommt er innerlich auch zur Ruhe, denn der Tod seiner Frau bei einem Flugzeugabsturz lastete doch lange Zeit auf ihn, Dazu trägt auch Isabelle sehr teil.

    Seine betagte, aber noch rüstige  Tante möchte ihren Neffen auf einmal ein altes Weingut schenken, für welches sie keine Verwendung mehr hat. Aber die Freude über das Haus und Land wehrt nicht lange, denn dort wird eine mumifizierte Frauenleiche gefunden.

    Dr. Ritter ist sofort in seinem Element und erkennt recht schnell, das die Frau absichtlich mumifiziert worden ist. Und dann meldet eine junge Deutsche ihre Zwillingsschwester als vermisst und Dr. Leon Ritter begibt sich auf Spurensuche…..

     


    Meinung:

     

    Über eine LP bin ich auf den Autor aufmerksam geworden und habe mir sofort Band 1 der Reihe besorgt, der mir außerordentlich gut gefallen hat.

    Da war es natürlich ein Muss, das ich die tolle Reihe rund um den sympathischen Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter weiter verfolge.

     

    Und auch der zweite Teil der Reihe hat mir viele schöne und spannende Lesestunden beschert.

     

    Der Schreibstil des Autors ließ sich flüssig und fließend lesen und verfolgen.

    Die meisten Hauptcharaktere kannte ich aus dem ersten Band und es war total angenehm und leicht dem Geschehen mit Bildern zu folgen.

     

    Die Spannung kam ebenso nicht zu kurz und hat man einmal angefangen zu lesen, kann man sich dem Buch und seiner spannenden Geschichte einfach nicht mehr entziehen.

    Gänsehautmomente und ein Ende, wie ich es so nie vermutet hätte.

     

    Der Spannungsfaktor hat in dem Buch eine große Rolle und wird konstant gehalten, bzw. gekonnt gesteigert.

    Durch Dr. Ritter bekommt man einen ganz tollen und tiefen Einblick in die Arbeit eines Rechtsmediziners und der Leser darf ganz genau mitverfolgen, mit welchem Engagement und mit welchen Feingefühl der Arzt, seine Arbeit ausübt.

     

    Trotz das manche Szenen Gänsehautschauer verursachten lockerten der Umgang mit Isabelle und ihrer tollen Tochter Lilou herrlich schmunzelnd die Stimmung auf. Ganz großartig umgesetzt.

     

    Und nicht zu vergessen, das es dem Autor mehr als gelungen ist, mich mit nach Südfrankreich zu entführen, mitsamt den Lavendelduft und des roten Weinaromas, welches ich dabei in der Nase von träumen hatte.

     

    Ich habe hier die nächsten Teile der Reihe schon liegen und freue mich ungemein darauf, die Geschichte rund um die sympathischen Hauptcharaktere weiter zu verfolgen.

     

    Fazit:

     

    Natürlich 5 Sterne für den zweiten Band der Leon Ritter Reihe und die Vorfreude auf die folgenden Bände

     

  18. Cover des Buches Die Frauen von der Purpurküste – Isabelles Geheimnis (ISBN: 9783548062150)
    Silke Ziegler

    Die Frauen von der Purpurküste – Isabelles Geheimnis

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Luchadora40

    Amelie hat durch einen Unfall ihren Mann und auch ihren Sohn verloren. Seit drei Jahren hat sie keine Gefühle mehr und kann ihrem Beruf als Autorin nicht mehr nachgehen. Sie vergräbt sich daheim und isoliert sich fast vollständig in ihrer Wohnung. Ihre Eltern schlagen ihr vor für eine Zeit in die Heimat ihres Vater zu fahren. Nach Südfrankreich an die Purpurküste. In den Ort Colliuere. Zuerst möchte sie überhaupt nicht da hin. Aber dann entschließt sie sich doch da hin zu fahren. Dort angekommen stellt sie fest das sie in dem Haus von ihrem Vater nicht alleine ist, sondern ihre Tante es vermietet hat. Nach und nach kann sie sich damit arrangieren. Ein Besuch bei ihrer Oma im Altersheim verändert ihre Denkweise und sie findet nach und nach in ihr Leben zurück. 

    Mich hat das Buch persönlich angesprochen von der ersten Seite an. Die Gefühlswelt von Amelie wird sehr realistisch dargestellt. Auch die Entwicklung die sie aufgrund des Tagebuchs ihrer Oma macht ist für mich sehr nachvollziehbar. Gerade das Zusammenspiel von der Zeit der Besetzung von Frankreich im zweiten Weltkrieg und Amelies Gefühlswelt ist sehr gut gelungen. Ich empfand es an keiner Stelle langatmig. Der Schreibstil war sehr flüssig und ich konnte richtig abtauchen in die Welt der vierziger Jahre. Die doch sehr bewegend geschildert wurden. Und auf der anderen Seite die Gegenwart und wie Amelie Schritt für Schritt wieder in ihr Leben zurück fand. Auch mir hat es geholfen einige Dinge zu überdenken und zu ändern. 

    Ich würde das Buch jedem empfehlen der einen lieben Menschen verloren hat und das Gefühl hat er weiß nicht mehr was er denken und fühlen soll. Und der sich die Frage stellt was richtig und falsch ist und wie er da raus kommt. Aber auch den jenigen die Bücher mit Famiiengeheimnisse- und Schicksale  gerne lesen.



  19. Cover des Buches Asche und Phönix (ISBN: 9783551313560)
    Kai Meyer

    Asche und Phönix

     (588)
    Aktuelle Rezension von: Violet Baudelaire

    Ash ist eine Taschendiebin und als sie das Hotelzimmer des Superstars Parker Cale hatte sie nicht erwartet, dass er dort auftaucht. Vorallem da er sich gerade von seinem Vater, seinem Ruhm und seiner Rolle "Phoenix Hawthorne" losgesagt hat. Diese Aktion weckt eine dunkle Macht welche ihn und nun auch Ash von London bis nach Frankreich bis ans Mittelmeer verfolgt. Den der Preis für den Ruhm hoch und fordert nun seinen Tribut ein.

    Ein richtig gutes Buch, welches einen nicht mehr loslässt. Zwei sehr gute Hauptpersonen, wobei ich finde, dass über Ash weniger erzählt wurde als über Parker. Auch das Ende war wirklich mehr als spektakulär.

  20. Cover des Buches Die Honigtöchter (ISBN: 9783734102776)
    Cristina Caboni

    Die Honigtöchter

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Anfangs war ich begeistert, dann aber wurde die GEschichte unglaublich zäh. in die Figuren kann ich mich nicht hineinversetzen. Sie sind "etwas ganz Besonderes" - nun ja, normaler und dafür greifbarer wäre mir lieber gewesen und eine Geschichte, bei der etwas passiert und bei der ich weiß, was die Frau will.

  21. Cover des Buches Die Dienstagsfrauen (ISBN: 9783462043754)
    Monika Peetz

    Die Dienstagsfrauen

     (420)
    Aktuelle Rezension von: sunplantsky

    „Die Dienstagsfrauen“ von Monika Peetz handelt von 5 Freundinnen mittleren Alters, die zusammen den Jakobsweg begehen wollen, um den letzten Weg des verstorbenen Ehemannes zu beenden. Dabei lüften sich Geheimnisse und die Standhaftigkeit ihrer Freundschaft in Frage gestellt.

    Die 5 Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Nach und nach lernt der Leser sie näher kennen und auch ihre Probleme, die sie während des Weges zu bewältigen lernen. Dadurch können viele Leserinnen sich mit ihnen identifizieren. Teils zieht sich die Handlung in die Länge. Dennoch kann das Buch mit einer sehr unerwarteten Wendung punkten. Ihre Freundschaft wird im Laufe der Geschichte auf eine sehr harte Probe gestellt, die allerdings wunderbar gelöst wird und zeigt, zu was Freundschaft zustande ist. Dennoch handelt es sich hier um einen Roman, den man nicht zwingend gelesen haben muss.

  22. Cover des Buches Dunkles Lavandou (ISBN: 9783548291277)
    Remy Eyssen

    Dunkles Lavandou

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Carolin81

    Ein neuer Fall für den Gerichtsmediziner Leon Ritter an der Cote d'Azur.

    Nachts fällt eine junge Frau von der Autobahnbrücke direkt vor einen LKW und wird von ihm quasi zermalmt. Leon obduziert die Leiche und sein anfänglicher Verdacht, dass die Frau schon tot war, als sie von der Brücke stürzte, wird bestätigt. 

    Haben sie es mit einem Serienmörger zu tun fragen sich Leon und die Polizistin Isabelle wenige Tage später als eine 2. junge Frau tot aufgefunden wird? Beide Frauen sind vor ihrem Tod gefoltert worden. Doch wer tut so etwas und warum? In Leon beginnt ein schrecklicher Verdacht zu reifen. Und die Zeit läuft ihnen davon, denn es werden weitere Frauen vermisst. 

    Und neben der Arbeit macht Leon sich Sorgen um Isabelle, die krank zu sein scheint. 

    Ein sehr spannender Krimi aus Südfrankreich mit schönen Landschaftsbeschreibungen! Er lässt sich auch unabhängig von der Serie lesen. 

  23. Cover des Buches So, und jetzt kommst du (ISBN: 9783608503692)
    Arno Frank

    So, und jetzt kommst du

     (82)
    Aktuelle Rezension von: thorstendoerp

    Mit "So, und jetzt kommst du" legt Arno Frank einen Roman hin, der einen mit dem ersten Satz auf die Reise nimmt.


    Es ist nicht nur die Geschichte, die einen sofort in den Bann zieht, sondern auch die Art und Weise, wie der Autor Worte und Sätze zu Bildern umwandelt: der Roman ist dabei wie eine liebevolle Umarmung. Schöner und eindringlicher kann man Buchstaben kaum aneinander setzen...

  24. Cover des Buches Winteraustern (ISBN: 9783455000788)
    Alexander Oetker

    Winteraustern

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Frenzchen

    Das Aquitaine im Winter. Die Touristen sind fort, es kehrt Ruhe ein, die Franzosen geniessen jetzt vor Weihnachten die Ruhe und ihren Landstrich. Da werden zwei Austernfischer tot aufgefunden. Luc Verlain, der zufällig beim Auffinden der Leichen dabei war, beginnt zu ermitteln. Und Verdächtige gibt es genug.

    Es ist inzwischen der dritte Krimi um Luc Verlain, der in der Region Aquitaine in Frankreich spielt. Alexander Oetker hat seine Figuren weiter entwickelt. Luc ist immer noch hin- und hergerissen zwischen seiner großen Liebe Paris und seinem Heimatort, an der er (vorübergehend) zurückgekehrt ist, um bei seinem todkranken Vater zu sein. Alexander Oetker spielt hier mit der Zerissenheit Lucs, dazu kommt noch eine neue Liebe und die alte wiederentdeckte Liebe zu seiner Heimat.

    Alexander Oetker beschreibt die Region, die Landschaft detailreich und mit viel Liebe, ebenso die kulinarischen Genüsse. Er schafft eine schöne Atmosphäre, so dass man sich die Region gut vorstellen kann. Das macht aus dem Krimi einen Fall, der nicht so schnell vorankommt, und der somit auch nicht super spannend ist. Es macht aber Spaß, ihn zu lesen. Der Fall wird realitätsnah beschrieben, mit Bezug auf aktuelle Probleme wie den Klimawandel, die Globalisierung, die Umweltverschmutzung. Man lernt viel über die Austernzüchterei. 

    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, jeder hat seine Ecken und Kanten und Geheimnisse. Es ist nicht notwendig, die vorherigen Bände zu lesen, es ist jedoch von Vorteil. Lucs Privatleben, das neben dem Fall eine große Rolle spielt, ist verworren. Er scheint teilweise nicht zu wissen, was er jetzt will. Und ein Geheimnis, von dem er selber offenbar nichts weiß, deutet schon auf einen nächsten Fall hin. 

    Wenn man die vorherigen Bände kennt, erkennt man, dass sich handwerklich etwas getan hat. Der Krimi liest sich leichter, runder. Alexander Oetker wird von Buch zu Buch besser. Allerdings weniger gefallen hat mir, dass die vielen anscheinend für einen Frankreich-Krimi typischen französischen Wörter und Redewendungen nichts in deutsche übertragen wurden. Warum muss da stehen ‚Sohn eines ostréiculteur‘ und nicht ‚Sohn eines Austernfischers‘? Und das zieht sich durch das ganze Buch.


    Wer einen ruhigen Krimi mit viel Lokalkolorit in Frankreich mag, der wird sich hier wohlfühlen.

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