Bücher mit dem Tag "süditalien"

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55 Bücher

  1. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.123)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Der Titel verspricht einen positiven Inhalt, auch der Klappentext des Buches lässt eher an einen Aufbruch in der neuen Welt Anfangs des 20. Jahrhunderts glauben. Es werden mehrere Personen, teilweise in verschiedenen Jahrzehnten, zwischen welchen hin- und hergesprungen wird, beschrieben. Alles befremdlich, beängstigend, Vergewaltigungen, unpersönlicher Sex, Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Psychopathie, Erniedrigung. Ich habe es nach fast 300 Seiten abgebrochen und kann es nicht empfehlen. Zwei Sterne nur deswegen, weil es ja nach 300 Seiten eventuell doch noch ein gutes Buch werden kann. Meines Erachtens muss ein Buch allerdings nach spätestens 40 Seiten inhaltlich auf eine klare Linie kommen, mittel derer ich es beurteilen kann.

  2. Cover des Buches Brausepulverherz (ISBN: 9783596035465)
    Leonie Lastella

    Brausepulverherz

     (221)
    Aktuelle Rezension von: xshirleyx

    "Brausepulverherz" von Leonie Lastella ist ein Buch, das perfekt im Sommer gelesen werden kann. Ich hatte mir eine leichte Liebesgeschichte mit viel Gefühl gewünscht, doch leider konnte das in meinen Augen nicht umgesetzt werden. 

    Das Cover versprüht Sonnenschein, Urlaub und Entspannung! Ich finde es ansprechend und schön. Es hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. Der Schreibstil von Leonie Lastella ist angenehm. Da ich das Buch als Hörbuch gehört habe, kann ich den Schreibstil der Autorin nicht näher beschreiben. Zusammenfassend hat mir der Erzählstil sehr gut gefallen. Auch die Hörbuchsprecherin hat zur Geschichte gepasst, wobei sie manchmal älter geklungen hat, als ich mir die Protagonistin vorgestellt habe.

    Die Charaktere sind mir insgesamt zu oberflächlich geblieben. Protagonistin Jiara habe ich weniger kennenlernen können, da sie oft nur über ihr Leben gejammert hat. Sie hat auch nichts getan, um etwas zu ändern. Sie hat bewusst ihren Freund ausgenutzt und hatte plötzlich nur Herzaugen für Milo, ihren Love Interest. Ab dem Moment, als sie ihrem Freund die Wahrheit hätte sagen können und ihn Absicht weiter belügt, hatte ich kein Interesse mehr sie zu verstehen oder kennenzulernen. Milo soll den typischen Bad Boy darstellen, welcher eine schlimme Vergangenheit hat. Auch sein Charakter hat mich nicht überzeugen können, da mir sein Verhalten zu widersprüchlich war. 

    Die Handlung beginnt eigentlich nichtssagend. Im Vordergrund steht hauptsächlich das Kennenlernen und die Beziehung von Jiara und Milo. Das hat mich gar nicht so sehr gestört, da ich mir eine leichte Lektüre erhofft hatte, aber ab irgendeinem Moment wurde mir die Geschichte zu langatmig. Es gab keine Wendepunkte oder Wow-Momente. Die Handlung hatte keinen roten Faden, weshalb ich das Buch ungefähr nach der Hälfte abgebrochen habe. 

    "Brausepulverherz" hat einen sehr schönen Titel, von dem ich mir kribbeln im Bauch erhofft hatte. Sehr schade, dass mich die Geschichte nicht überzeugen konnte. Für mich persönlich kein Wohlfühlbuch und kaum mitreißend. Lediglich für Zwischendurch würde ich es vielleicht weiterempfehlen...

  3. Cover des Buches Ein Sommer wie Limoneneis (ISBN: 9783426521427)
    Marie Matisek

    Ein Sommer wie Limoneneis

     (77)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Amalfi, Band 1: Bei Marco läuft es gut, sehr gut. Er ist ein erfolgreicher Immobilienanwalt in München, hat Frau und Kinder, ein schönes Haus. Doch es ist eben doch nicht alles gut: Er arbeitet so viel, dass er Frau und Kinder kaum sieht. Auch gesundheitlich geht es ihm nicht gut. Eine überraschende Beförderung, ein Burnout und Geli, die die Scheidung verlangt, lassen sein Kartenhaus zusammenfallen. Er fährt zu seinem Vater Raffaele nach Amalfi, den er schon viel zu lange nicht mehr besucht hat. Marco erfährt, dass er sich ein Bein gebrochen hat und auf Marcos Hilfe bei der Zitronenernte angewiesen ist. Aber die Zitronen haben ihn noch nie interessiert…

    Erster Eindruck: Das Cover mit überwiegend Zitronen passt gut zu einem Sommerroman, nur irritiert mich, dass das Buch dann „Limoneneis“ im Titel hat. Aber Freund Google hat mich belehrt, dass in manchen Ländern die Zitrone immer noch Limone genannt wird. Aha, wieder etwas gelernt!

    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: einerseits ab 1990, in Marcos Kindheit/Jugendzeit, andererseits in der Gegenwart. Es ist schön zu lesen, wie Marco aufgewachsen ist und auch, welche Freunde er hat. Und da ist natürlich auch Lisabetta, das Mädchen seiner Träume.
    Eine Beförderung wider Willen – das ist auch interessant, oder? Der Chef der Anwaltskanzlei musste einen neuen Partner bekanntgeben und das wurde eben Marco. Damit verbunden ist eine einmalige finanzielle Einlage von 50‘000 Euro. Oha! Dabei wollte Marco doch gar nicht Partner werden, vor allem nicht bei dem Chef. Wie soll er das seiner Frau Geli erklären? Vorderhand kann er ihr jedoch gar nichts erklären, denn sie hat ihn verlassen und ist weggefahren – wie ihr Brief ihm verrät. Wie kann es sein, dass er nicht gemerkt hat, dass sie so unglücklich ist? Oder hat er seine Arbeit vorgeschoben, um nicht darüber nachzudenken? Nach weiteren unvorhergesehenen Komplikationen fährt Marco nach Italien – er muss sich unbedingt bewusst werden, wie es weitergehen soll. Dass jedoch auch in Italien grosse Herausforderungen auf ihn warten, hätte er nicht gedacht. Er trifft auf seine alten Freunde und auch auf Lisabetta…

    Es war für mich nicht glaubwürdig, dass jemand, dem ein Burnout diagnostiziert wurde, dennoch so viel Energie aufbringt, um nach Italien zu fahren, zu arbeiten. Ein Burnout ist nicht nur ein kleiner Schnupfen, der nach ein paar Tagen auskuriert ist. Nun denn, wenn ich diesen Fakt beiseite lasse und auch denjenigen, dass es zu viel Fügung in zu kurzer Zeit war, hat mir die Geschichte gut gefallen.

  4. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518469309)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

     (579)
    Aktuelle Rezension von: Nikola-Marie

    Neapel vergessen - das geht scheinbar nicht. Auch den beiden genialen Freundinnen gelingt es nicht, dem Dreck, der Schönheit, der Engstirnigkeit, der Lebenslust, der Primitivität und der Kultur ihrer Geburtsstadt zu entkommen.

    Ein unglaublich gut geschriebenes Buch, wie auch die drei Folgebände. Der Leser wird augenblicklich in die Geschichte hineingezogen, wird zum Beobachter, Vertrauten und Freund der beiden großartigen Hauptcharaktere Lila & Lenu. Das einzige Problem dabei ist, dass sich nach dem letzten Teil die Frage auftut: Und was mache ich jetzt?

  5. Cover des Buches Maria, ihm schmeckt's nicht! (ISBN: 9783548283388)
    Jan Weiler

    Maria, ihm schmeckt's nicht!

     (1.137)
    Aktuelle Rezension von: MoniqueH

    Jan Weiler schreibt Geschichten die teils basiert sind auf sein eigenes Leben. Dieses Buch beschreibt den Anfangsjahren in seine Beziehung, später Hochzeit und die ersten Lebensjahre. Wichtig ist dabei das er eine Frau geheiratet hat die eine italienische Vater hat. Vieles in dieses Buch dreht um den Vater. Der ist originell und sich selbst. Jeder muss sich ihm anpassen ob er will oder nicht es passiert einfach. Jan kommt dadurch in viele komisch und unmögliche Situationen und erzählt es so als ob man selbst daneben sitzt.

    Lachen vorprogrammiert.

  6. Cover des Buches Der Schwur des Normannen (ISBN: 9783426516409)
    Ulf Schiewe

    Der Schwur des Normannen

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine ganz persönliche Meinung:

    Nachdem ich schon die beiden ersten Bände der "Normannen-Sage" geniessen durfte hatte ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht!

    Erneut gelingt es dem Autor historische mit fiktiven Ereignissen und Personen zu einem eindrucksvollen Gesamtbild zu verquicken. 

    Dem Buch fehlt es weder an Spannung und Tempo; lediglich im ersten Drittel kam es zu einigen Längen, die aber im letzten Drittel furios ausgeglichen wurden. Sowohl die historisch belegten als auch die fiktiven Protagonisten sind äusserst lebendig und liebevoll gezeichnet.

    Es ist nicht zwingend erforderlich die Vorgängerbände vorab zu lesen, aber aus meiner Sicht dringend zu empfehlen. Nur so kann man die Entwicklung der Geschehnisse und insbesondere der Protagonisten nachvollziehen und richtig würdigen.

    Ich freue mich sehr auf den vierten Band!
  7. Cover des Buches Zwischen dir und mir das Meer (ISBN: 9783499274213)
    Katharina Herzog

    Zwischen dir und mir das Meer

     (216)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Zum Plot: Lena und Zoe haben ihre Mutter verloren, als sie noch sehr klein waren. In ihrer Familie weiß niemand viel über die Herkunft der Frau, die einst aus Italien nach Deutschland kam. Als eines Tages aber Mattheo mit den unglaublich schönen Augen auf der Insel Amrum auftaucht und Fotos ihrer Mutter dort lässt, ist es Zeit, diesem Rätsel auf den Grund zu gehen.

    Fazit: Ich denke, Katharina Herzog kann gar keine schlechten Bücher schreiben. Auch dieses hat sich leicht und angenehm weggelesen. Es hat mich zwar nicht zu Tränen gerührt oder mich begeistert durch die Gegend hüpfen lassen, aber es war einfach gut. Ich liebe außerdem die Farbkombination von gelb und lila im Cover!

    Empfehlung: Wieder einmal etwas für ruhige Lesestunden, einen leichten Sommertag oder auch eine Bahnfahrt. Ein schöner Roman für die wärmeren Monate oder wenn man von eben diesen träumen mag! 

  8. Cover des Buches Erdbeeren im Sommer (ISBN: 9781542045582)
    Anja Saskia Beyer

    Erdbeeren im Sommer

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Gumpiii

    Wieder ein tolles buch beendet.
    Die sprünge zwischen vergangenheit und dem jetzt sind toll gelungen.

  9. Cover des Buches Das Schwert des Normannen (ISBN: 9783426513163)
    Ulf Schiewe

    Das Schwert des Normannen

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Scilla

    Nach der Lektüre dieses Buches wurde mir wieder bewusst, warum ich bereits seit Jahrzehnten seltenst aktuelle historische Romane lese.
    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Augenfälligste ist die Verehrung des jungen "Helden" Gilbert, die er dem realen Protagonisten Robert Hauteville entgegen bringt. Der nämlich meuchelt auf den ersten Seite dessen Mutter und nimmt das Kind Gilbert mit, das in der Folge bei den Hauteville als Schweineknecht aufwächst. Bis es erwachsen wird, den Mörder seiner Mutter dauerhaft anhimmelt und ihn nach Italia begleitet.
    Das ist nicht mal für mittelalterliche Verhältnisse realistisch.
    Nun ist es aber möglich, dass Robert Hauteville ein so charismatischer Bursche war, dass man ihm selbst das durchgehen ließe.
    Das ist, wenn man alle Sekundärliteratur und zahlreiche Quellen gelesen hat, sogar sehr wahrscheinlich. Aber dann gelingt es Herrn Schiewe nicht, Robert so darzustellen. Der Mann bleibt blass. Und definitiv nicht er selbst. Der Robert Hauteville, der hier vorgestellt wird, würde sich selbst nicht erkennen.
    Aber egal --das zu bemerken bedürfte schon einer intensiven Beschäftigung mit der Geschichte des 11 Jahrhunderts in der der gesamten Region des Mezzogiorno, Byzanz und Sizilien. Vor allem wäre es notwendig, sich von dem zu befreien, was man, als Laie an absonderlichen Vorstellungen bspw. über den Christglauben in Mittelalter hat.
    Gut, hier stieß ich auf oberflächliche Charaktere.
    Und leider auch noch auf einen naiven Erzählton. Gilbert, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist nicht eben die hellste Kerze auf der Torte. Das ist geschickt gemacht, weil so nicht auffällt, wo sich der Autor selbst unsicher ist. 

    Ich beende das hier, weil ich nicht imstande war, das Buch bis zur letzten Seite zu lesen.


  10. Cover des Buches Fünf Viertelstunden bis zum Meer (ISBN: 9783442714193)
    Ernest van der Kwast

    Fünf Viertelstunden bis zum Meer

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Booklove91

    Inhalt:

    Juli 1945, ein heißer Sommertag am Strand von San Cataldo,am östlichen Ufer von Italiens Absatz:

    Fasziniert beobachten die Brüder Ezio und Alberto die Mädchen am Strand, die in hochgeschlossenen Badeanzügen vorbeistolzieren. Bis die 20-jährige Giovanna Berlucchi aus der Brandung auftaucht - in einem Zweiteiler. So etwas haben die Jungen noch nie gesehen.

    Ezio verliebt sich leidenschaftlich in die stolze donna Pugliese, und im Laufe dieses Sommers, in dem der Zweiteiler nicht die einzige Offenbarung bleibt, wird er ihr zwei Heiratsanträge machen. Doch Giovanna liebt das Meer und ihre Freiheit, sie hat die »Lunge eines Delfins« und kann länger tauchen als ihre vier Schwestern zusammen: Auf beide Anträge antwortet sie, indem sie zum

    Meer läuft und in den Wellen verschwindet. Aus Schmach und Kummer flieht Ezio soweit er kann, vom Süden in den Norden Italiens. Dort wird er Apfelpflücker, und in den kalten Südtiroler Wintern melkt er Kühe - doch nie vergisst er Giovanna und den

    gemeinsam verbrachten Sommer. Über sechs Jahrzehnte sehnt er sich nach seiner ersten undeinzigen großen Liebe. Da trifft ein Brief von ihr ein.

    Meine Meinung:

    Ein gigantischer Bestseller-Roman aus den Niederlanden. Ich habe das dünne Buch innerhalb weniger Stunden regelrecht verschlungen (< 100 Seiten).

    Das Buch ist so wunderschön erzählt und sehr rührend beschrieben - im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

    Eine Liebe, die nie vergeht. 60 Jahre sind ins Land gezogen, bis sie sich wieder sehen. Zwei Menschen, geplagt von Erinnerungen und Schicksalsschlägen. Eine Sehnsucht, die nie endet und ein Brief der alles ändert.

    "Ich möchte dich bitten, all die Jahre, die wir nicht miteinander geteilt haben, zu vergessen." (ZITAT)

    "Dann kam die Sehnsucht. Die Sehnsucht, die allmählich wächst, wenn sie nicht gestillt wird, die immer stärker wird, solange Fragen bleiben. Die Sehnsucht, die endlich aus dem tiefen Brunnen der Vergangenheit emporgestiegen war." (ZITAT)

    Ich denke das Buch soll verpasste Chancen darstellen, die man sich nie wirklich ganz verzeiht und dass das Leben zwar weiter geht, aber nicht so wie man es sich gewünscht hätte.

    Man denkt darüber nach, was wäre gewesen wenn..... Wie wäre es z.B. Ezio und Giovanna auf einem gemeinsamen Lebensweg ergangen, wenn ihre Antwort „Ja“ gewesen wäre.....

  11. Cover des Buches Der Duft von Erde und Zitronen (ISBN: 9783442746958)
    Margherita Oggero

    Der Duft von Erde und Zitronen

     (117)
    Aktuelle Rezension von: DarthEni
    Wenn ich eines der wichtigsten Themen benennen müsste, die in diesem Buch behandelt werden, dann würde ich das Wort "Schuld" einwerfen.

    Imma, ein 13-jähriges Mädchen, wohnt bei ihrer Tante, mit der sie sich allerdings nicht gerade blendend versteht. Die Wohnung darf Imma aus Sicherheitsgründen nicht verlassen. Während das Leben - ihr eigenes Leben - an ihr vorbeizieht, sieht sie aus dem Fenster und fantasiert sich die Lebensgeschichten der fremden Passanten zusammen. Warum Imma in diese Lage gekommen ist, wird dem Leser nach und nach anhand von Rückblenden geschildert. Das ist besonders deshalb interessant, weil nicht nur ein einziges Ereignis zu dieser Situation geführt hat. Nein, hier spielen viele Faktoren eine Rolle und es ist unglaublich spannend, diese Kette der Ereignisse zu verfolgen.

    Die vielen verschiedenen Personen sind mal mehr, mal weniger gut ausgearbeitet. Doch gerade mit der Protagonistin kann man sehr gut mitfiebern und hofft für sie, dass sie sich den Wunsch nach Freiheit eines Tages erfüllen kann.

    Dennoch muss ich zugeben, dass das Buch auch einige langatmige Passagen enthält. Diese sind aber selten und der bildhafte Schreibstil lässt diese schnell in Vergessenheit geraten. Das Ende ist leider vorhersehbar und hat mich etwas enttäuscht. Dennoch lohnt es sich, das Buch zu lesen!
  12. Cover des Buches Lichtertod (ISBN: 9783442485109)
    Iris Mueller

    Lichtertod

     (14)
    Aktuelle Rezension von: schacla
    Inhalt:
    Salerno strahlt wieder in einem ganz besonderen Glanz, denn es ist die Vorweihnachtszeit.

    Die Tage werden kürzer und die wunderschönen Weihnachtslichter verzaubern wie jedes Jahr die bezaubernde Hafenstadt an der Amalfiküste. Doch der Zauber wird schnell gestört, als die Aufmerksamkeit nicht mehr den schönen Lichtern gehört, sondern einem abgetrennten Kopf der kunstvoll drapiert an einer Hauswand baumelt. In kurzer Zeit ist dies bereits der zweite mysteriöse Mord um den sich die frisch gebackene Hauptkommissarin Patrizia Vespa kümmern muss. Schon schnell muss sie erkennen, dass sie sich in mitten eines blutigen Rachefeldzugs befindet, denn der nächste Tote lässt nicht lange auf sich warten.

    Meine Meinung:
    Ach ganz ehrlich, ich hatte so meine kleine Mühe damit. Der Schreibstil von Iris Mueller war leider nicht ganz meines, Sie schreibt zwar schön, aber auch extrem detailreich. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen detailreiche Beschreibungen, aber mir war es einfach zu extrem, ganz besonders was die Landschaften angeht. Es klingt zwar hart, aber ich muss nicht jeden Baum kommentiert haben, doch genau so kam es mir vor. Diese Tatsache störte mich leider stark im lese Fluss. Alles war schön fliessend geschrieben, doch kam eine neue Landschaft wurde es echt zäh bis die Geschichte wieder an Fahrt gewann.

    Die Hauptprotagonistin Patritzia, jedoch auch die anderen Protagonisten, fand ich durchweg sehr sympathisch und liebeswert. Auch dem Mörder konnte ich eine gewisse Sympathie nicht abschreiben. Womit ich jedoch wiederum ein grosses Problem hatte war die Art der Ermittlung. Mein Gott so grosse Tomaten kann man doch gar nicht auf den Augen haben, ich musste es mir echt verkneifen vor Verzweiflung in ein Kissen zu beissen. Ich regte mich ständig darüber auf, wie man die Augen vor dem offensichtlichem verschlossen hatte und man erst einiges später merke wie dumm man doch war.
    Ich fand das so wahnsinnig schade, ich fand die Idee und den Krimi so genial und interessant, es war sogar in gewisser Hinsicht mega spannend, doch ich hab mich einfach zu sehr genervt. Daher konnte ich diesem Buch leider nur 3 Sterne geben, was einfach so schade ist, da man dieses tolle Potenzial einfach nicht ausgeschöpft hat.

    Mein Fazit: Eine tolle, spannende Geschichte, bei der ich über die Polizisten leider nur den Kopf schütteln konnte. Wer darüber hinweg sehen kann und auch gerne detailreiche Landschaftserklärungen hat, wird diese Geschichte super finden.
  13. Cover des Buches Leonardos Zeichen (ISBN: B00O4BFD12)
    Jo Berger

    Leonardos Zeichen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Buchmaedels
    "Leonardos Zeichen" von Jo Berger hat mir Amazon anhand meiner bisherigen Käufe empfohlen. Schon ein kleines bisschen erschreckend, wie die Maschinerie meine Vorlieben kennt. *zähneknirsch*
    Also Klappentext gelesen und dann heruntergeladen. JA ich wollte gleich anfangen zu lesen.

    Es geht um Anna und Leonardo. Er ist Halbitaliener und sie eine Deutsche. Beide haben sich in Köln kennen- und lieben gelernt. Leonardo zieht zurück nach Italien genauer nach Kalabrien und Anna folgt ihm. Sie hat sich von ihrem Freund Marc getrennt, der nach alten Regeln seines Vaters seine Beziehungen und seine Arbeit „pflegt“. Er ist zu seinen Mitarbeitern von oben herab und gnadenlos. Genauso ist er zu Anna. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit macht er sie runter und klein, weißt sie auf ihre kleinen Unzulänglichkeiten und Problemzonen hin. Sie erwacht als sie Leonardo trifft und auf einmal wird sie selbstbewußt und befreit sich. Leonardo überrascht sie mit einem kleinen Schild über der Eingangstür seines Elternhauses / ihres neuen gemeinsamen Zuhauses. Dieses Schild bewirkt mit Magie, dass sich nicht nur Annas und Leonardos Leben ändert, sondern auch von so manchem Anderen, der ihr Haus durch diese Tür betritt. Sogar ihr Ex Marc wird einsichtig. Anna fühlt sich sichtlich wohl hier und blüht richtiggehend auf. Sie geht aus sich heraus und offen auf die Leute zu. Das hätte sie sich früher mit Marc an ihrer Seite nie getraut.

    Diese Geschichte ist in meinen Augen ein modernes Märchen. So viele schöne romantische Auswirkungen kann es im realen Leben gar nicht geben. Daher kann es nur ein Märchen sein. Es ist so richtig himmlisch. Die Landschaft, der kleine verschlafene Ort mit seinen schrulligen und liebenswerten Menschen und das Meer. Eine richtig schöne Sommerlektüre für den nächsten Urlaub. Ich war kurz davor zu schauen, ob es diesen Ort Strongoli wirklich gibt und ob man da Urlaub machen kann. Die Autorin hat es mit ihren bildhaften Beschreibungen und genau richtig gesetzten Akzenten verstanden mich an die italienische Küste zu entführen. Ich konnte mich von der ersten Seite an in Anna hineinversetzen, mit ihr mitfühlen und ihr Gefühl des Angekommen-Seins nachempfinden. Wie sie ihr neues Leben auf den eigenen Füßen einfach in Angriff nimmt und auf einmal doch noch erwachsen wird und sich auch nicht mehr zurückschupsen läßt. Sie steht auf einmal ganz gerade für das ein, was sie will und was sie eben nicht mehr will. Die netten kleinen Geschichten am „Rande“, die Annas und Leonardos Neuanfang so überraschend gestalten sind meistens witzig und so unvorhersehbar.

    Fazit: Der Schreibstil ist wirklich toll zu lesen, flüssig, schlüssig, nicht zu übertrieben oder zu realistisch. Es hat genau die richtige Mischung, die ein Liebesroman für mich haben muß zum Träumen in fiktive Welten. Ich war richtig ein bisschen traurig, dass es schon zu Ende war.

    gepostet von Anja <3
  14. Cover des Buches Antonio im Wunderland (ISBN: 9783499332562)
    Jan Weiler

    Antonio im Wunderland

     (433)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Der zweite Teil von Weilers Familiengeschichten, diesmal aufgeteilt zwischen einem Familien-Italien-Urlaub mit Jan und alleman, bei dem sich eine Scherbe im Fuß nach tetanus-Spritze als Glücksfall gestaltet (man hat endlich seine Ruhe und wird von Nonna Anna umsorgt), natürlich nur mit mitgebrachter Matratze, und einem New-York-Trip mit Toni und Benno Tiggelkamp, die schon den Check-in am Düsseldorfer Flughafen aufmischen und später zu diversen Verhaftungen im Big apple sorgen. Nur die Robert-de-Niro-Passage kann man kaum glauben, ist dies wirklich passiert? Oder geht hier die Pretty-woman-Phantasie mit dem Autor durch? Sehr mysteriös, wohlwahr, und nur einfach schön mit der Onkelwerdung am Ende des Buchs.

  15. Cover des Buches Splitterherz – Dornenkuss (ISBN: 9783839001615)
    Bettina Belitz

    Splitterherz – Dornenkuss

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Joules81

    Nachdem ich das 1. Buch solala fand und das 2. ganz schrecklich, habe ich mir eine Leseprobe des 3. Buches heruntergeladen und mich schnell dazu entschieden, mir das nicht antun zu wollen. Die Figur Ellie, die schon immer sehr unter ihrer ach so jämmerlichen und kräftezehrenden Existenz gelitten hatte, mutiert hier scheinbar total zu einer leidenden und depressiv verstimmten Sterbenskranken. Ein Kapitel lang, sinniert sie über ihre Leiden, dann seitenlanges Gewäsch über Wolken, Wind und Sonne, dann wieder über das böse Wetter welches nur so schlecht ist, um sie leiden zu lassen und nochmal über Wolken, Wind und Sonne...dann wieder über ihre Leiden, übers schwach sein und nichts gönnt ihr die nötige Erholung. Man bekommt das Gefühl, einen Einblick in eine Palliativstation zu bekommen. Warum ist sie so depressiv und warum leidet sie so? Was soll das? Ist Ellie ein Teenager oder eine 90jährige? Diese Romanfigur ist ein absoluter Witz: wie kann man eine Hauptperson nur so total unsympathisch, faul, kränklich, depressiv und lächerlich darstellen? Sie hat auch scheinbar nichts zu tun und irgendwie keinen Sinn in ihrem Leben. Keine Freunde, keine Hobbies, keine Interessen. Sie ist nur auf sich fixiert und alles ist ja so schlimm...voller Selbstmitleid. Ein gelungener Jugendroman ist das meiner Meinung nach nicht, eher eine Anleitung dazu, wie man besser nicht sein sollte!

  16. Cover des Buches Das Sandkorn (ISBN: 9783257243253)
    Christoph Poschenrieder

    Das Sandkorn

     (32)
    Aktuelle Rezension von: parden
    DAS DRITTE GESCHLECHT...

    Jacob Tolmeyn begegnet dem Leser das erste Mal am 06. Juni 1915, als er, immer wieder innehaltend, durch die Straßen Berlins streift und dabei eine ganze Anzahl kleiner Säckchen Sand ausleert, Worte dazu murmelnd. Ein Verhalten, das nicht lange unbeachtet bleibt; bald schon folgt ihm ein ganzer Trupp Neugieriger, die sein Treiben gespannt beobachten. Grund genug, um einen Polizisten in den unruhigen Zeiten des Ersten Weltkriegs misstrauisch werden zu lassen. Und so wird der junge Mann verhaftet und aufs Polizeirevier gebracht. Kommissar Treptow übernimmt das Verhör Tolmeyns, das fortan als Rahmenhandlung zu einer ganz anderen Geschichte dient, die im Verlaufe der Befragung zutage tritt: der Rückblende in das Jahr 1914, kurz vor und nach Ausbruch des Krieges.

    Der Leser begleitet den Kunsthistoriker Jacob Tolmeyn nach Rom, genauer ins dortige Königlich Preußische Historische Institut, wo er alte Dokumente sichten und auswerten muss. Es überrascht ihn, als er plötzlich den Auftrag erhält, nach Südiatlien zu reisen, um der anstehenden Räumung der Krypta des Doms zu Andria beizuwohnen, wo die Gräber der Gemahlinnen von Friedrich II. vermutet werden, von Federico secondo, dem Stauferkaiser. Im Autrag von Wilhelm II., des letzten Deutschen Kaisers und Königs von Preußen, ergeben sich im Anschluss noch weitere Forschungsreisen nach Südiatalien, die Jacob Tolmeyn in Begleitung seines Schweizer Kollgen Beat Imboden absolviert.


    " °Matera (...) it eine alte malrische Bergstadt von 17081 Einwohnern.° - 'Herrgott noch mal', sagt er, 'wenn es der verdammte Baedeker doch wengistens einmal richtig hinbekäme. M a l e r i s c h? Nur wenn einer wie Hieronymus Bosch malt." (S. 307)


    Unter der apulischen Sonne, bei der Vermessung der staufischen Kastelle, stoßen sie auf Legenden und Vermutungen, viel Sand und Staub, eine große Hitze, primitive Unterkünfte, Landadel, Armut und eine Vielzahl steinerner Zeichen einstiger Macht, angenagt vom Zahn der Zeit, überlagert von Bautätigkeiten späterer Erpochen. Bei der letzten Forschungsreise wird den beiden Kunsthistorikern zudem eine Begeleitung aus dem italienischen Kriegspresseamt mitgeschickt, eine junge Frau zu ihrer Überraschung, Letizia. Jeder der drei hat jedoch seine ganz eigenen Themen, die im Verlaufe der Erzählung immer deutlicher zutage treten - alle sind auf ihre Art auf der Suche nach einem Leben, das nicht von Vorurteilen bestimmt ist..


    "Die beiden anderen können gut miteinander. Das sieht sogar Tolmeyn (...) Die Drei ist doch eine vermaledeite Zahl, denkt er, vor allem die Zwei in der Drei, die die einsame Eins macht." (S. 319)


    Die 'einsame Eins' in dieser Rechnung ist er selbst, Tolmeyn, der eifersüchtig reagiert darauf, dass sich sein Kollege Beat so gut mit Letizia versteht. Doch versucht er unbedingt, diese Eifersucht zu verbergen, denn nicht Letizia ist es, an der er heimlich selbst Interesse hat, sondern Beat, sein männlicher Kollege. Homosexualität - in Deutschland zu dieser Zeit streng verboten und per Paragraph 175 auch gesetzlich unter Strafe gestellt. Der Hauptgrund, weshalb Tolmeyn eine gutdotierte Stellung in Berlin aufgab und nach Rom ging, aus Furcht, erpressbar zu sein, als 'Freundling' oder Anhänger des 'Dritten Geschlechts' geoutet zu werden. Ein Leben und Lieben in Verborgenen, immer in der Furcht vor der Entdeckung. Und nun sitzt er in einem Berliner Verhörraum und läuft Gefahr, dass sein gut gehütetes Geheimnis gelüftet wird.

    Kaleidoskopartig erzählt der Autor scheinbar von leichter Hand geschrieben - und doch ist jedes einzelne Wort wohlgesetzt - von Geschehnissen kurz vor Beginn sowie kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Eine Vielfalt von Themen steht hier gleichberechtigt nebeneinander, man bekommt ein eindringliches Bild vermittelt von den Zuständen zu dieser Zeit. Poschenrieder gelingt es, einen historischen Roman, einen Kriminalroman, einen Roman über gesellschaftliche (In-)Toleranz, aber auch über die Liebe zu schreiben und bei all dem auch eine (Anti-)Kriegsgeschichte zu erzählen. Selbst nahezu beiläufig Erzähltes entwickelt sich hier zu einem interessanten Thema, wie z.B. der kleine Einblick in die Geschichte der Fotografie. Dabei wirkt das Buch keineswegs überfrachtet, die Elemente und Zeitebenen greifen gekonnt und passend ineinander wie das feingewirkte Innenleben einer komplexen Uhr - und der Schreibstil ist so leicht wie passend, authentisch zum gewählten Zeitalter, und dabei kein bisschen übertrieben.

    Ein vielschichtiger, spannender, anspruchsvoller Roman mit einem erzählerischen Sog von der ersten Seite an bis zum überraschenden Ende, ein fein geknüpfter Webteppich aus Geschichte und Geschichten voller schöner Bilder, dabei auch ein unaufdringlicher Appell zu mehr Menschlichkeit und Toleranz. Mit diesem Roman hat mich Christoph Poschenrieder sehr beeindruckt, und sicher wird es noch weitere Bücher von ihm geben, die den Weg zu mir finden.

    Von mir eine ganz eindeutige Leseempfehlung!


    © Parden
  17. Cover des Buches Oma packt aus (ISBN: 9783442380725)
    Brigitte Kanitz

    Oma packt aus

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Tata87

    Als ich dieses Buch zu lesen begonnen habe hat es ein paar Seiten gedauert bis ich in die Story, den Schreibstil und die Charaktere hinein fand. 
    Aber dann! 
    Man muss sich etwas darauf einlassen und sich Gedanklich von einem "normal geschriebenen" Roman der eine Geschichte erzählt, verabschieden. 

    Die Charaktere sind alle auf ihre Art witzig und liebenswert. 
    Nele der kleine Tollpatsch spielt hierbei die Hauptrolle und entdeckt nach und nach ein Geheimnis nach dem nächsten. Ihr Freund glänzt dauernd nur durch Abwesenheit und macht sie dadurch nicht unbedingt glücklicher. 
    Die Großmutter Grete ist auf ihre Art witzig und wirklich sehr liebenswert, sie zauberte mir beim Lesen doch das Ein oder andere Lächeln ins Gesicht wenn sie sich mit ihrer Schwester bekriegte oder auch über den Hund Rüdiger herzog. 
    Rüdiger ist ein absoluter Traum von Hund. Ihn würde ich sofort adoptieren und bei mir aufnehmen den Süßen. 
    Neles Eltern sind ebenso etwas ganz besonderes wie der Rest der Familie und als Irene auftaucht kann man fühlen wie sehr sie Nele lieben und alles für sie tun würden. 

    Als sie alle dann nach Italien fahren, kommt die Geschichte erst so richtig in Fahrt und es kann wirklich herzhaft gelacht werden. 

    Eine wirklich witzige Geschichte über die Höhen und Tiefen in einer Familie und die Überraschungen des Lebens die man mit ein bisschen Zusammenhalt sehr gut, witzig und einfach lösen kann. :-D 

    Von mir gibt´s 4 von 5 Sternen, weil ich doch am Anfang etwas gebraucht habe um in diese Geschichte zu finden und mit dem Schreibstil klar zu kommen. 
  18. Cover des Buches Aller Anfang ist Apulien (ISBN: 9783462044973)
    Kirsten Wulf

    Aller Anfang ist Apulien

     (54)
    Aktuelle Rezension von: black_snapper
    Mir wurde eine Liebesgeschichte versprochen. Ich habe schöne kitschige herzerfüllende Belletristik erwartet. Stattdessen wird diese Liebesgeschichte mit Geschichten zum Menschenhandel und Schutzgelderpressung gespickt. Och nee. Entweder oder, aber nicht beides, bitte. Die Biografie der Autorin gibt doch Stoff für 3 Bücher her. Warum hat sie also alles in eins gepackt? Dennoch 4 Sterne, weil es sich gut liest.
  19. Cover des Buches In ihrer dunkelsten Stunde (ISBN: 9783442473557)
    Gianrico Carofiglio

    In ihrer dunkelsten Stunde

     (31)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Da der Polt relativ dünn ist, wurde der Roman immer wieder durch Erinnerungen , Assoziationen des Ich-Erzählers um etliche Seiten erweitert. Diese Zwischengeschichten waren ja nicht schlecht, der Autor kann sehr gut Gefühle, Stimmungen beschreiben. Aber sie haben die Spannung der Ermittlung immer wieder unterbrochen und eigentlich genervt.
  20. Cover des Buches Der Metzger kommt ins Paradies (ISBN: 9783426304143)
    Thomas Raab

    Der Metzger kommt ins Paradies

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    …zumindest wenn es nach seiner Partnerin Danjela Djurkovic geht. Kurz entschlossen entführt sie ihn gegen seinen Willen an die obere Adria. Doch wer den schrulligen Restaurator Willibald Adrian Metzger (von allen nur der Metzger genannt) bereits kennt, weiß dass dieser Zwangsurlaub erholungstechnisch zum Scheitern verurteilt ist.

    Grantig und unzufrieden mit der Gesamtsituation muss sich der Metzger erst mal mit schreienden Kindern, Liegestuhllabyrinthen und einer übermotivierten Danjela auseinandersetzen, bevor endlich seine Spürnase zum Einsatz und ein ausgebuddelter toter Hund zum Vorschein kommt. Und – wie könnte es anders sein – der tote Hund bleibt nicht die einzige Leiche. Mit enormer Beobachtungsgabe und seinem berühmt-berüchtigten Spürsinn rasselt er natürlich in einen Kriminalfall, der seinen Urlaub ganz schnell annehmbar macht.

    Der Autor Thomas Raab hat mit seiner Metzger-Reihe eine Krimiserie geschaffen, die an Originalität kaum zu überbieten ist. Die Wortakrobatik des Autors fesselt den Leser und treibt die Spannung voran. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und tragen mit ihren Eigenheiten zum Gelingen des Krimis bei. Der bissige Humor des Autors, gewürzt mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Gesellschaftskritik machen die Bücher zu einem besonderen Leseerlebnis.

    Für Kenner der Metzger-Reihe ein Muss.

  21. Cover des Buches Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land (ISBN: 9783442473847)
    Gianrico Carofiglio

    Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Carofiglios Romane mit und über Avvocato Guerrieri gehören zu meinen liebsten Krimis. Wer genug hat von Donna Leon, aber noch immer an Italien und Kriminalromanen hängt, der sollte sich mal diese Reihe zu Gemüte führen. "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" ist jedoch ein für sich stehendes Buch, das ich aber auch unbedingt lesen wollte, da Carofiglio es ausgezeichnet versteht, einen völlig mit seinen Geschichten zu bannen.

    Und einen zu fesseln, das schafft Carofiglio auch hier. Zwar bewegt sich dieses Buch nicht ganz auf der qualitativen Höhe der Guerrieri-Reihe, aber dennoch bin ich froh, auch dieses Werk gelesen zu haben. Denn es wirft einige Fragen auf, die uns auch im Alltag begegnen. Die Faszination des Verbotenen, Menschen, die einen zu starken Einfluss auf uns ausüben, und die Frage nach Recht und Ordnung. Dies tritt vor allem auf den letzten Seiten stark zum Vorschein.

    Carofiglio erzählt diese Geschichte gewohnt ruhig und bedacht. Teilweise scheint es, als würde er zögern, um auch ja stets die richtigen Worte zu finden. So entsteht eine dichte Atmosphäre, in der sich Girgio bewegt und es zieht ihn immer tiefer in diesen Nebel. Leider sorgt diese vorsichtige Ausdrucksweise auch dafür, dass man das Erzählte rasch wieder vergisst. Das Buch hat jedoch grosses Re-Read-Potential, vor allem, wenn man auch den Schluss kennt. Von daher lohnt es sich, nach einiger Zeit noch einmal nach "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" zu greifen.
  22. Cover des Buches Damals, am Meer (ISBN: 9783746628981)
    Marco Balzano

    Damals, am Meer

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Leonardo, der Großvater, ist noch Analphabet, Kommunist, war Pfirsich- und Olivenbauer ohne eigenes Land in einem Dorf namens Barletta in Apulien und wurde mit dem Wirtschaftswunder als Arbeiter nach Mailand verschlagen. Apulien ist für ihn nach wie vor Heimat, der Ort, an dem die Familie noch den Zusammenhalt hatte, den sie in Mailand nach und nach verloren hat.

    Für Riccardo, den Sohn, ist Barletta Geburtsort und das Dorf seiner Jugend. Er ist Chemotechniker und in Mailand zu Hause, ohne Sehnsucht nach dem Meer.

    Der Enkel, Nicola, arbeitsloser Lehrer, kennt Apulien nur noch als Urlaubsort. Für ihn ist Mailand Heimat, er ist Stadtmensch durch und durch.

    Widerwillig machen sich die drei auf die Reise nach Barletta, um die längst völlig verwahrloste Wohnung der Familie, die keiner mehr nutzen will, zu verkaufen. Jeder hängt seinen eigenen Gedanken und Gefühlen nach und trotzdem nähern sie sich erstmals wieder einander an.

    Der Erstling des Italieners Marco Balzano ist ein kleines Buch der leisen Töne und der schöne Sätze, die man beim Lesen am liebsten anstreichen möchte.

    Trotz des interessanten Themas bin ich mit dem Roman leider nie richtig warm geworden.
  23. Cover des Buches Arrivederci, Roma! (ISBN: 9783548281438)
    Stefan Ulrich

    Arrivederci, Roma!

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    SZ-Mann Stefan Ulrich berichtet in seinem zweiten Buch von seiner Zeit als Auslandskorrespondent in Italien, von seiner sympathischen famiglia und von den Beneidungen seiner Kollegen in München, die meinen, Ulrich müßte im Paradies leben. Denkste! Er sieht auch die Schattenseiten der Stadt und ist dabei, die Faszination für diese einmalige Stadt zu verlieren, die ihn bei früheren Romreisen immer in ihren Bann geschlagen hat. Von den komischen Seiten des Lebens als "Halbrömer" berichtet er ebenso wie von ernsthaften Themen wie dem schrecklichen Erdbeben in L`Aquila, das Hunderte von Menschenleben kostete. Trotz allem bleibt Ulrich ein Glückspilz, der ein wunderbares Leben in einer atemberaubenden Stadt führen durfte!
  24. Cover des Buches Das Leben wartet nicht (ISBN: 9783257244281)
    Marco Balzano

    Das Leben wartet nicht

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra-H

    Zunächst muss ich sagen, dass ich diesen Roman auf Italienisch gelesen habe, weshalb ich nicht weiß, ob die ganze Bandbreite seiner Qualität auch in der deutschen Fassung zum Tragen kommt. Allerdings schließe ich aus anderen sehr positiven Rezensione, dass die Übersetzung gelungen sein muss.
    Die Geschichte eines Mannes, der in den Sechzigerjahren wie viele andere „Terroni“ in jungen Jahren in Italiens Norden geschickt wird, um der Armut seines sizilianischen Lebens entfliehen zu können (oder besser: um nicht länger als zusätzlicher Esser zur Last zu fallen) und sich trotz seines Bemühens nicht wirklich zurechtfindet, ist zutiefst berührend, ohne dass dabei nur einen Moment lang mit Sentimentalitäten gearbeitet wird. Im Gegenteil. Balzano lässt lediglich die Umstände für sich sprechen und bedient sich dabei einer klaren, schnörkellosen Sprache.
    Die sich über Jahrzehnte erstreckende Geschichte ist voller Tragik, aber ohne jedes Pathos, was sie für mich um so intensiver gemacht hat.
    Was mir selten passiert: Ich habe die letzten Sätze des Romans mit Tränen in den Augen gelesen. 


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