Bücher mit dem Tag "südkorea"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "südkorea" gekennzeichnet haben.

86 Bücher

  1. Cover des Buches Frau Komachi empfiehlt ein Buch (ISBN: 9783499010330)
    Michiko Aoyama

    Frau Komachi empfiehlt ein Buch

    (230)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte_09

    Für mich war es die erste Begegnung mit den Büchern von Michiko Aoyama, die mir sehr ans Herz gelegt wurde und die ich bei den „Jingle Books“ im Rowohlt Verlag als sehr interessante Person kennenlernen konnte.

    Ja, das Buch ist eine sehr fein gezeichnete Geschichte, die zeigt wie wichtig der Austausch mit Menschen ist und dass es manchmal Menschen gibt, die ein fast unheimliches Gespür für die Bedürfnisse anderer haben.

    Allerdings habe ich mir schwer getan mit dem japanischen Alltag, der das Buch trägt und daher war es für mich kein so großer Lesegenuss wie sicher für viele, die zu der japanischen Kultur und Lebensweise einen Bezug haben. Für diejenigen ist das Buch in jedem Fall eine Leseempfehlung.

  2. Cover des Buches Der goldene Faden (ISBN: 9783546101745)
    Han Kang

    Der goldene Faden

    (630)
    Aktuelle Rezension von: Jordanbaker

    Han Kangs Die Vegetarierin ist ein Roman, der mich auf eine intensive Reise mitgenommen hat – leider endet diese Reise für meinen Geschmack zu unspektakulär.

    Der Aufbau des Buches ist außergewöhnlich gelungen. In drei Teilen, jeweils aus einer anderen Perspektive erzählt, nähert sich die Autorin der Hauptfigur Yeong-hye, die nach einem brutalen Traum beschließt, kein Fleisch mehr zu essen: eine Entscheidung, die in ihrem familiären und gesellschaftlichen Umfeld auf radikale Ablehnung stößt. Die Steigerung von psychologischem Druck, körperlicher Gewalt und innerer Zerrissenheit ist meisterhaft inszeniert. Jeder Teil verdichtet die Verzweiflung und treibt die Handlung unerbittlich voran.

    Doch dann kommt das Ende. Nach all der Intensität und den vielschichtigen Entwicklungen wirkt der Schluss für mich viel zu banal, einfach und fast lieblos. Die Ambivalenz, die den Roman bis dahin ausgezeichnet hat, verpufft. Ich hätte mir mehr Offenheit oder einen stärkeren Abschluss gewünscht, der der Komplexität des Vorangegangenen gerecht wird.

    Insgesamt ein literarisch hochwertiges, oft verstörendes Buch, das mich bis kurz vor dem Ziel begeistert hat. Wer auf verstörende Psychodramatik steht, wird viel darin finden: aber wer einen runden Abschluss braucht, könnte enttäuscht werden.

  3. Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462007541)
    Cho Nam-Joo

    Kim Jiyoung, geboren 1982

    (490)
    Aktuelle Rezension von: Sunflower550

    Wenn ich kurz beschreiben müsste, worum es geht: Um Sexismus und.. nun ja, Sexismus eben. Obwohl misogyne Strukturen in Korea zweifellos von großer Relevanz sind, empfand ich die stetige thematische  Wiederholung und den sehr nüchternen Schreibstil irgendwann als ermüdend und sehr vorhersehbar. Die einzelnen Situationen, die der Protagonistin widerfahren sind, mögen interessant sein., doch wirklich viel Raum für Wendungen oder Spannung bleibt da nicht. Ja, das Buch hat definitiv Passagen, die tief unter die Haut gehen. Es zeigt, wie Frauen unter patriarchalen Strukturen leiden und ich bin mir sicher, dass sich viele Frauen in vielen Teilen der Erde auch heute noch in diesem Leid wiederfinden. Auch stelle ich mir auch vor, wie sich Männer der Lektüre annehmen und Einblicke in einen Alltag als Frau erhalten können und Empathie empfinden können. Leider wurde der Schreibstil durch seine Monotonie dann doch zunehmend anstrengend und der Umstand, dass es sich inhaltlich ständig wiederholt, macht es nicht besser. Trotz des überschaubaren Umfangs musste ich mich regelrecht durchbeißen. Wie hier viele geschrieben haben, ist es eher wie ein Sachbuch geschrieben. Ich hatte  angenommen, es würde nahbarer oder aus einer Innen- Perspektive geschrieben und mich daher abholen, doch stattdessen verursachte dieser Schreibstil  eine gewisse Distanz. Schade. Ich habe den Eindruck, das Buch weiß nicht so recht, ob es ein Roman oder ein Sachbuch sein möchte. War leider nicht so fesselnd, wie ich mir gewünscht hätte.

  4. Cover des Buches Ein einfaches Leben (ISBN: 9783423147507)
    Min Jin Lee

    Ein einfaches Leben

    (90)
    Aktuelle Rezension von: Moonshine117

    ... von Min Jin Lee ist ein emotionaler Familienroman, den ich sicher noch einmal lesen werde. Die Charaktere und die berührende Geschichte machen das Buch zu etwas Besonderem. Zudem bietet es spannende Einblicke in die koreanische Kultur. Der Familienepos ist tiefgründig, bewegend und eindrucksvoll.

    Eine klare Leseempfehlung von mir!

  5. Cover des Buches Blue Seoul Nights (ISBN: 9783736316577)
    Kara Atkin

    Blue Seoul Nights

    (196)
    Aktuelle Rezension von: shinryus

    Als Korea-Fan bin ich lange Zeit um das Buch geschlichen, bis ich es endlich gekauft habe. Es stand danach mindestens genau so lange in meinem Regal, bis ich es endlich gelesen habe.

    Blue Seoul Nights handelt um Jade Hall, die nach dem Tod ihres Vaters einen Neuanfang in Seoul, Südkorea wagt und kurze Zeit später den charmanten Hyun-Joon kennenlernt und wieder Farben in ihrem Leben findet. Die rosarote Brille hält jedoch nur bedingt lange an und die beiden finden sich allzu bald in der harten Realität wieder.

    Die Story war sehr einfach und schnell zu lesen und ich mochte, dass nicht alles in Jades und Hyun-Joons Welt blumig und perfekt lief, sondern die beiden mit harten Wahrheiten konfrontiert wurden. Vor allem das Ende empfand ich als echt und bittersüß.

    Da das Buch damals als "Korea-Roman" geworben wurde, hätte ich mir gewünscht mehr Einblicke in die Stadt, das Land und die Gesellschaft zu erhalten. Das kam mir an der Stelle zu kurz und meine Vorstellungskraft funktionierte lediglich dank meiner eigenen Interessen an der Thematik. Auch Jades Freundeskreis, der anfangs noch in der Handlung stattgefunden hat, wurde mir etwas zu schnell ausradiert, sobald Jade und Hyun-Joon näher zueinander kamen.

    Hyun-Joons veränderter Charakter im letzten Viertel des Buches bleibt für mich ein großes Fragezeichen. Vielleicht ist das aber der Vorgeschmack auf Band 2 (auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt nicht sagen kann, dass ich diesen unbedingt lesen möchte).

    Trotz seiner Makel war Blue Soul Nights ein schönes Romance Buch und keine verschwendete Zeit.

  6. Cover des Buches Frau Yeoms kleiner Laden der großen Hoffnungen (ISBN: 9783446284081)
    Kim Ho-yeon

    Frau Yeoms kleiner Laden der großen Hoffnungen

    (56)
    Aktuelle Rezension von: nessabo

    Ich habe schon einige Werke dieser Art gelesen und fand die qualitativen Unterschiede schon deutlich. Bei einigen der neueren Bücher ging es mir einfach oft zu sehr in eine spirituelle Richtung, die Figurentiefe und authentische Menschlichkeit vermissen ließ. Doch nicht so hier - Kim Ho-yeon hat einen geschickt konstruierten Roman geschrieben, der mich besonders durch seinen feinen Humor und die profilreichen Figuren beeindruckt hat.

    Besonders positiv bewerte ich die zentrale Figur Dok-go, da er als ehemaliger Obdachloser eine Gesellschaftsgruppe in den Fokus nimmt, die literarisch so ungefähr nie eine Rolle spielt. Ob die daran anknüpfende Inspirationsgeschichte den eigenen Geschmack trifft, muss jede Person für sich entscheiden. Ich bin da auch schnell abgeneigt, wenn es mir zu platt ist. Hier war das für mich nicht der Fall, denn auch wenn Dok-go sicherlich als Aufhänger für Inspiration dient, speist sich diese aus reiner Freundlichkeit und einem echten Schicksal, ohne dass er dabei wie ein Engel wirkt.

    Weiter gefestigt wird meine positive Bewertung durch die vielen Nebenfiguren, die jeweils ein eigenes Kapitel bekommen. Mir ist es in südkoreanischer, vietnamesischer oder japanischer Literatur oft begegnet, dass die Figuren sehr höflich und dadurch glatt wirken, was meinen Geschmack nicht so gut trifft. Ich mag kantige Charaktere, die verschiedene Emotionen nicht nur erleben, sondern auch zeigen. Und das hat Ho-yeon hier ganz lobenswert geschafft. Begeistert hat mich dabei besonders die Nebenfigur der Autorin, die der Handlung eine kurze Meta-Ebene hinzufügt.

    Dok-go selbst bekommt im letzten Kapitel noch einmal Raum und wir dürfen seine Vorgeschichte erfahren. Diese zeigt vor allem: Obdachlosigkeit kann alle treffen. Für diesen politischen Grundton, die angenehme Situationskomik, die charakterstarken Figuren und die humanistische Moral behalte ich die Geschichte in bester Erinnerung. Sie mag keine literarische Höchstleistung sein, aber in der Sparte warmherziger Inspirationsromane ist es wirklich einer der besten.

  7. Cover des Buches Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten (ISBN: 9783844537093)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten

    (29)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti

    Zuerst muss ich sagen, dass Dieter Hallervorden die beste Wahl als Sprecher ist. Hätte mir keinen anderen dafür vorstellen können. 

    Die Story ist wie im ersten Teil wieder total skurril. Manchmal ist es etwas zuviel Verrücktheiten, aber ich denke das soll so sein. Trotz allem sind einige Themen etwas sozialkritisch, aber gut verpackt, dass es trotzdem noch lustig bleibt. 

    Für alle die ist verrückt mögen ist das hier perfekt. 

  8. Cover des Buches Menschenwerk (ISBN: 9783746635187)
    Han Kang

    Menschenwerk

    (130)
    Aktuelle Rezension von: aaalxxaaa

    Menschenwerk von Han Kang ist ein eindringlicher Roman, der sich mit der historischen Tragödie des Gwangju-Aufstands 1980 in Südkorea auseinandersetzt. Die Autorin schildert die Gewalt, die Unterdrückung und das menschliche Leid auf eine schonungslose, zugleich poetische Weise. Im Zentrum stehen Menschen, deren Leben durch die Ereignisse zerstört werden und die dennoch versuchen, ihre Würde und Menschlichkeit zu bewahren. Kang gelingt es, politische und historische Realität mit tiefem Mitgefühl und psychologischer Genauigkeit zu verbinden, sodass die Figuren und ihre Schicksale lange im Gedächtnis bleiben.

    Ich fand das Buch sehr bewegend und kraftvoll. Han Kangs Sprache ist zwar oft schmerzlich, aber genau das macht die Geschichte so eindrücklich. Es ist ein Werk, das nachdenklich stimmt, Empathie weckt und die Grausamkeit der Geschichte auf sehr persönliche Weise erfahrbar macht. Für mich war es eine intensive, aber lohnende Lektüre, die ich sehr empfehle.

  9. Cover des Buches Griechischstunden (ISBN: 9783746641928)
    Han Kang

    Griechischstunden

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Miriam310

    Also als jemand der deutsch spricht und ein Familien Mitglied mit einer langsam schlimmer werdenden Augenkrankheit hat mit der ich mich aber nicht allein unterhalten kann weil wir nicht die gleiche Sprache sprechen, fand ich die premisse echt interessant. Also sprachlich fand ich es echt gut gemacht, vorallem im Hörbuch. Von 2 personen gesprochen und am Ende wechselnd die sich innerhalb des Kapitels häufig, die beiden perspektiven sind unterschiedlich geschrieben, einmal in der ich und der dritten person, aber am ende ändert sich auch das, so als ob die beiden Charaktere sich beeinflussen auch in ihrer inneren Sprache. Auch wie die beiden sich am ende dann verstehen vorallem mit dem koreanischen schriftsystem fand ich echt gut gemacht.

    Aber ich hab mir schwer getan mehr als nur das oberflächliche zu verstehen. Ich kann sagen was passiert ist, kann sagen dass das alles eien Bedeutung hat, aber ich kann nicht sagen welche. Ich hab auf einen ahah moment gewartet nachdem es mehr tieferen Sinn für mich macht. Aslo ich bin mir sicher wenn man das begleitet als Lektüre liest und alles ausdisskutiert mit verschiedenen Ideen wär das besser als nur so alleine. Die Träume am Ende waren einfach nur verwirrend. Ich weiß ich verpass was, komm nicht genau auf den Punkt, zumindest nicht alleine. Einen Vortrag oder eine Analyse von dem Buch würd ich lesen.

  10. Cover des Buches Yu-jins Bücherküche der großen Träume (ISBN: 9783423221467)
    Jee-Hye Kim

    Yu-jins Bücherküche der großen Träume

    (26)
    Aktuelle Rezension von: parden

    ENTSCHLEUNIGEND...

    Jahrelang war die Arbeit Yu-jins Lebensmittelpunkt. Ein spontaner Impuls führt sie in das kleine Dorf Soyangri, wo Pflaumenblüten duften, und nachts ein atemberaubender Sternenhimmel erstrahlt. Verzaubert von der Schönheit der Landschaft, lässt Yu-jin ihr Leben in Seoul hinter sich und eröffnet am Fuße eines Berges die »Bücherküche« – ein Buchcafé mit Pension. Mit inspirierenden Buchempfehlungen, liebevoll zubereiteten Speisen und berührenden Begegnungen wird die Bücherküche zu einem Ort des Trostes und der Hoffnung. Ein Ort der Ruhe, wenn man im Leben stolpert. Ein geheimes Versteck, in dem man zwischen Buchseiten und Blütenduft wieder zu sich selbst findet. (Verlagsbeschreibung)


    "Sie entschied sich für "Bücherküche" in der Hoffnung, dass es ein Ort werden würde, an dem sie Leuten Bücher empfehlen könnte, genau wie jemand Speisen empfahl, die dem Geschmack jeder Person entsprachen, und wo die Besucher beim Lesen ihren Geist entspannen konnten, genau wie beim Genuss von gutem Essen."


    Entgegen meinen Erwartungen bietet der Roman keine durchgehende Handlung, sondern eine Ansammlung einzelner Geschichten, die einen Einblick in das Schicksal verschiedener Personen gewähren. Die Bücherküche bietet den Rahmen, der diese episodenhaften Erzählungen zusammenhält, lässt aber gerade Yu-jin, die dieses Buchcafé mit Pension gegründet hat, meistens recht außen vor. Das fand ich etwas schade, und durch den stetigen Wechsel der Charaktere blieben diese insgesamt auch alle eher flach. Auch wenn man so einen interessanten Einblick in verschiedene Aspekte des Lebens in Südkorea erhält, blieben mir die einzelnen Schicksale doch zu sehr an der Oberfläche, ein emotionales Mitschwingen blieb aus.

    Ein entschleunigtes Lesen habe ich erlebt. Ich bin den Momentaufnahmen der Personen nicht ungern gefolgt, die eine Pause vom (meist stressigen) Alltag brauchen und Zeit benötigen, um sich wieder auf sich zu besinnen oder auch um zu einer Entscheidung zu gelangen. Bücher spielen hier natürlich immer eine Rolle, aber auch sorgfältig und liebevoll zubereitetes Essen und oftmals auch kleine Gesten oder Gespräche, die für einen Denkanstoß sorgen. Die Atmosphäre des Ortes hat mir sehr gefallen - die Bücherküche in ihrer ruhigen Umgebung in den Bergen in Soyangri würde mir sicherlich auch guttun. 

    Womit ich etwas gehadert habe, sind einige schräge Bilder, wobei ich nicht weiß, was davon der Übersetzung geschuldet ist. "Die feuchte, warme Luft (...) schwebte umher wie ein tieffliegender Heißluftballon" oder "Palmen, die sich humorvoll in den Himmel reckten" oder auch "flauschige Wolken so weich wie Hotelbettwäsche" sind jedenfalls Formulierungen, die ich zumindest ungewöhnlich finde. 

    Mit den Namen tat ich mich auch etwas schwer, aber das kann man einem südkoreanischen Buch wohl kaum vorwerfen. Vielleicht hätte ein Personenverzeichnis geholfen, die Namen/Personen besser wiederzuerkennen, wenn sie im Verlauf wieder auftauchen.

    Alles in allem eine sanfte, sehr langsame Erzählung mit viel atmosphärischer Landschafts- und Stimmungsbeschreibung - lässt einen auch beim Lesen zur Ruhe kommen.


    © Parden

  11. Cover des Buches Die Plotter (ISBN: 9783958902329)
    Un-su Kim

    Die Plotter

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Oliver_Stark

    Ein kleiner Thriller...


    Ok, so klein ist der jetzt auch nicht... eher groß... aber, ja, was kann man darüber sagen?... es ist schwierig... sehr sogar... aber wir versuchen das ganze mal...


    Der Anfang der Story ist noch recht gut... man kommt gut rein und es macht auch Spaß... aber dann nimmt die Fahrt rasant ab... keine Spannung mehr, kein Thriller mehr... es ist eigentlich nur noch ein Roman... und das ist schade... dazu zweifelt der Killer an sich selbst und seine Fähigkeiten...


    Ok, als normaler Roman kann man es lesen... wer aber ein Thriller erwartet hier, der wird enttäuscht... für mich war es eher mittelmäßig... schade...

  12. Cover des Buches Wo ich wohne, ist der Mond ganz nah (ISBN: 9783462008098)
    Cho Nam-Joo

    Wo ich wohne, ist der Mond ganz nah

    (57)
    Aktuelle Rezension von: tameelius

    Ich habe das Buch etwa bis zur Hälfte gelesen und dann abgebrochen, weil ich einfach keinen Zugang gefunden habe. Und ich hatte es bereits schon mal angefangen zu lesen, monatelabg beiseite gelegt und gedacht, dass ich einfach eine Leseflaute hatte. Turns out: it's not me, it's the book 🥲


    Die Geschichte um Mani, die mit Mitte 30 arbeitslos bei ihren Eltern lebt und deren Kindheitstraum von einer Karriere in der Sportgymnastik früh zerplatzt ist, hat für mich keinen Spannungsbogen aufgebaut. Stattdessen reihen sich Alltagsszenen, Erinnerungen und Beobachtungen aneinander, die zwar gesellschaftliche Probleme andeuten, aber ohne wirkliche Entwicklung oder Dynamik bleiben.


    Mani bleibt lange passiv, sie verharrt in ihrer Situation und handelt kaum. Das mag bewusst so angelegt sein, aber es hat es mir schwer gemacht, mit ihr mitzufühlen oder mich von der Handlung tragen zu lassen. Auch der Handlungsstrang um die mögliche Sanierung des Viertels deutete sich zwar an, aber hat mich wirklich sehr gelangweilt.


    Am Ende hatte ich eher das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Für Leser:innen, die eine dichte Handlung, klare Figurenentwicklung oder eine zugespitzte Gesellschaftskritik erwarten, ist das Buch vermutlich frustrierend. Mir persönlich fehlte genau das, deshalb nur zwei Sterne.

  13. Cover des Buches Our Hearts at Dawn (Seoul Dreams 2) (ISBN: 9783551304636)
    Janine Ukena

    Our Hearts at Dawn (Seoul Dreams 2)

    (29)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Arias Beziehung zu KPop-Star Min-ho ist öffentlich geworden und alle Augen sind auf sie gerichtet. Min-ho muss bezüglich seiner Karriere Entscheidungen treffen, während Aria auf einmal ihrem Exfreund gegenüber steht.
    .
    Das Ende des ersten Teils war ja wirklich fies, umso glücklicher bin ich jetzt aber mit dieser Fortsetzung. Aria und Min-ho sind genauso sympathisch wie im ersten Teil der Reihe, aber man merkt jetzt, dass sie sich auch mit den Schattenseiten ihrer Beziehung auseinandersetzen müssen. Durch die Zeit nach dem Unfall und die Ruhe, die sie haben, entwickeln die beiden sich charakterlich weiter. Man lernt jetzt auch die anderen Bandmitglieder kennen und genau wie Aria und Min-ho sind sie sehr realistisch geschrieben. Genauso ist es bei Arias Exfreund, der mir ein wahnsinnig schlechtes Gefühl vermittelt hat. Umso großartiger war die Lovestory von Aria und Min-ho, auch wenn es einige Tiefen gibt, glauben die beiden an sich und ihre Beziehung. Der Schreibstil war ebenfalls wieder wunderschön.

  14. Cover des Buches Deine kalten Hände (ISBN: 9783746637310)
    Han Kang

    Deine kalten Hände

    (108)
    Aktuelle Rezension von: Msche

    Dies ist für mich das schwächste Buch der Autorin und irgendwie habe ich den Sinn wohl nicht rausgefunden. Das ist sehr schade, denn eigentlich mag ich den Stil. Und die 2 anderen Bücher haben mir gut gefallen. Hier habe ich die Idee nicht nachvollziehen können und nur das Ende war irgendwie etwas witzig/skurril.

  15. Cover des Buches Ich will sterben, aber Tteokbokki essen will ich auch (ISBN: 9783499012723)
    Baek Sehee

    Ich will sterben, aber Tteokbokki essen will ich auch

    (39)
    Aktuelle Rezension von: MEva

    Ich habe dieses Buch in deutscher Übersetzung gelesen. Es ist glaube ich stets sehr verantwortungsvoll ein Buch zu übersetzen - vor allem wenn es um die feinen Zwischentöne einer Therapiesitzung geht. Für mich hat es den Eindruck gemacht als würde der Therapeut die Protagonistin erst wenig ernstnehmen, sie dann aber nach einiger Zeit für ihre Denkweise fast schon verurteilen. Wäre dies meine Therapieerfahrung wäre ich vermutlich frustriert. Tatsächlich hat mich der Umgang mit Alkohol im dem Buch auch beunruhigt - vor allem weil Tabletten verschrieben wurden. Ich will ehrlich sein - ich wusste gar nichts über den Inhalt des Buches als ich anfing zu lesen. Ich mochte das Cover und fand den Titel dramatisch-komisch. Nie hätte ich gedacht dass Baek Sehee tatsächlich sterben würde.

  16. Cover des Buches Unmöglicher Abschied (ISBN: 9783746643489)
    Han Kang

    Unmöglicher Abschied

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Schulbibliothek-Latina-AHF

    Begeben wir uns nun nach Korea: Han Kangs „Unmöglicher Abschied“. Es ist ein Buch, dass wir im Bluesky Buchclub lasen. Han Kang hat 2024 den Literatur Nobelpreis erhalten. Es war sehr einfach zu lesen, sehe ich vom wirren 1. Kapitel ab. Die einsame Gyeongha wird von ihrer Freundin Inseon, die im Krankenhaus liegt, beauftragt, nach ihrem Vogel, den sonst niemand füttern kann, in ihrem Haus auf der weit im Meer liegenden Insel Jeju zu schauen. Mitten in einem Schneesturm erreicht Gyeongha das Haus nur mit Mühen und der Leser taucht ab in eine Traumzeit, in der Erinnerungen an die furchtbaren Massaker an der Zivilbevölkerung der Insel Jeju noch vor Ausbruch des Koreakrieges (1950 bis 1953) eine Rolle spielen. Sinnbildlich dafür steht das einsame Haus in den Bergen, nur noch von Inseon bewohnt, einst Teil eines Dorfes, das vergessen und noch in kaum zu erahnenden Ruinen auf der anderen Seite des Baches wüst liegt.

  17. Cover des Buches Das glückliche Leben (ISBN: 9783462007923)
    David Foenkinos

    Das glückliche Leben

    (157)
    Aktuelle Rezension von: ricks

    Ein komisches Konzept: Menschen sollen ihre eigene Beerdigung vortäuschen um dann glücklicher zu sein? Klingt paradox, klappt aber: Der Protagonist Éric macht auf einer Geschäftsreise nach Seoul eine lebensverändernde Erfahrung - er geht auf seine eigene Beerdigung. Was makaber klingt, funktioniert als ein augenöffnendes Ritual.

    Das Buch ist in drei Teilen geschrieben, was mir gut gefallen hat. Nicht nur Éric kommt zu Wort, sondern wir erfahren auch, wie sein Handeln das Leben anderer beeinflusst.

    Ein Roman über den Schmetterlingseffekt, dass wenn etwas irgendwann in der Vergangenheit passiert, es uns genau dahin führt, wo wir hingehören <3

  18. Cover des Buches XOXO – Der Rhythmus unseres Lebens (ISBN: 9783987430732)
    Axie Oh

    XOXO – Der Rhythmus unseres Lebens

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Rainbow_Dash

    Schon nach den ersten Seiten von XOXO war mir klar, dass Axie Oh eine Geschichte erzählen möchte, die sich wie ein warmer Sommerabend anfühlt: leicht, musikalisch, romantisch und voller jugendlicher Sehnsucht. Das Buch lädt dazu ein, sich in die Straßen Seouls zu träumen, in die Welt des K‑Pop einzutauchen und eine Liebesgeschichte zu verfolgen, die zwar nicht neu ist, aber mit viel Herz erzählt wird. Gleichzeitig hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass unter der Oberfläche noch mehr Potenzial geschlummert hätte – und genau daraus ergibt sich für mich die Bewertung von 3,5 Sternen.

    Im Mittelpunkt steht Jenny, eine talentierte Cellistin, die zwischen Pflichtbewusstsein und eigenen Träumen hin‑ und hergerissen ist. Ihre Figur wirkt von Anfang an authentisch, weil sie weder übertrieben dramatisch noch unrealistisch perfekt dargestellt wird. Ich mochte besonders, wie sie sich langsam öffnet, Risiken eingeht und lernt, dass ihr Leben nicht nur aus Erwartungen anderer bestehen muss. Ihre Entwicklung ist eher sanft als spektakulär, aber sie fühlt sich ehrlich an. Jaewoo hingegen bleibt ein wenig geheimnisvoll – ein Idol, das zwischen Karrierezwängen und echten Gefühlen steht. Seine ruhige Art und seine Zurückhaltung passen gut zu Jenny, doch ich hätte mir an manchen Stellen mehr Einblick in seine Gedankenwelt gewünscht, um seine inneren Konflikte noch besser zu verstehen. Die Nebenfiguren bringen Schwung, Humor und Wärme in die Geschichte, bleiben aber eher Begleiter als voll ausgearbeitete Persönlichkeiten.

    Die Handlung folgt einem vertrauten YA‑Romantikbogen: zufällige Begegnung, Wiedersehen, verbotene Gefühle, Hindernisse, süße Momente, Konflikte und eine versöhnliche Auflösung. Das ist nicht neu, aber angenehm erzählt. Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre der Musikschule und die kleinen, alltäglichen Szenen, die Jenny und Jaewoo einander näherbringen. Gleichzeitig lösen sich manche Konflikte sehr schnell, und im Mittelteil wirkt die Geschichte stellenweise etwas zu glatt und vorhersehbar. Emotional hat mich das Buch berührt, aber eher sanft als intensiv. Die Chemie zwischen den beiden ist spürbar, doch ich hätte mir an manchen Stellen mehr Tiefe und innere Spannung gewünscht, vor allem im Hinblick auf die schwierige Balance zwischen Liebe und Karriere in der K‑Pop‑Industrie.

    XOXO ist ein charmantes, atmosphärisches Wohlfühlbuch, das vor allem durch sein Setting, seine musikalische Note und die sanfte Liebesgeschichte überzeugt. Es ist perfekt für Leser:innen, die leichte Romantik, K‑Pop‑Vibes und Coming‑of‑Age‑Elemente mögen. Auch wenn nicht alle Figuren und Konflikte die Tiefe erreichen, die ich mir gewünscht hätte, hat mich das Buch gut unterhalten und mit einem warmen Gefühl zurückgelassen. Für mich ist es eine runde, angenehme Lektüre – aber keine, die lange nachhallt.

  19. Cover des Buches Golden Seoul Days (ISBN: 9783736316799)
    Kara Atkin

    Golden Seoul Days

    (101)
    Aktuelle Rezension von: bookswithjacki

    Das Setting gefällt mir nach wie vor unglaublich hat - allerdings konnte dieser Band leider nicht mit dem ersten Buch mithalten. Es sind viele schwere Themen, nur wenig Romantik, und z.T. machen Dinge weniger Sinn (z.B. dass manche Figuren erst ab Hälfte des Buches am Rande auftauchen, die für den gesamten ersten Band relevant waren). Das fand ich total schade!

  20. Cover des Buches Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed (ISBN: 9783757701383)
    Thea Hong

    Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed

    (97)
    Aktuelle Rezension von: AnimantCrumb

    „Prinzessin der tausend Diebe“ von Thea Hong hat mich auf eine ganz leise, aber unglaublich intensive Weise berührt. Es ist eines dieser Bücher, die einen erst sanft in ihre Welt ziehen – und einen dann emotional völlig überwältigt zurücklassen. Ich habe definitiv mehr als nur ein paar Tränen verdrückt.


    Sora & Ran sind beeindruckend komplexe Figur – scharfsinnig, einfallsreich und von einer stillen Stärke getragen. Gleichzeitig tragen beide emotionale Wunden mit sich, die ihr Handeln immer wieder beeinflussen. Besonders Soras tiefe Bindung zur Familie macht sie so unglaublich greifbar: Man spürt in jeder Entscheidung, wie sehr sie liebt, zweifelt und hofft. Genau diese Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit macht sie so authentisch.

    Was dieses Buch für mich so besonders gemacht hat, ist die eindringliche Darstellung von Familie. Es geht nicht nur um Zusammenhalt, sondern auch um die schwierigen Seiten: Vertrauen, das auf die Probe gestellt wird, Opfer, die gebracht werden müssen, und die Frage, was Familie wirklich bedeutet. Diese Themen sind so feinfühlig und ehrlich umgesetzt, dass sie mich tief bewegt haben.

    Die Geschichte lebt von ihren ruhigen, emotionalen Momenten, die lange nachhallen. Sie ist nicht nur spannend, sondern vor allem zutiefst menschlich. Genau das hat mich so gefesselt und berührt.

    „Prinzessin der tausend Diebe“ ist für mich eine Geschichte, die unter die Haut geht – intensiv, gefühlvoll und voller Bedeutung. Ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern wirklich erlebt.

  21. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783839821725)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Yeong-Hye verändert ihr Leben, sie möchte keine tierischen Produkte mehr essen (hier hätte der Titel "Die Vegetarierin" besser gepasst) und diese Verhaltensweise verändert ihr Leben und das ihrer Familie und Angehörigen ...

    Meinung: Ich werde spoilern!
    Der Einstieg ins Buch ist interessant, hier kommt der Ehemann von Yeong-Hye zu Wort und erzählt von seinem Leben und das seiner Frau, wie sie sich verändert hat und wie dies ihr und sein Leben beeinflusst. Dieser Teil macht Lust auf mehr und ist sehr gut und "belanglos" gelesen, was perfekt zum Typ passt. Im zweiten Teil wird es dann abstrus, denn hier kommt der Schwager zu Wort und was er mit seiner Schwägerin anstellt und anstellen möchte. Sagen wir es so, es ist ein sehr bildlicher Softporno, der nicht immer nachvollziehbar ist - aber jeder hat ja seinen Fetisch. Gelesen wurde dieser Teil etwas zu distanziert, was die Faszination auch etwas reduzierte. Im dritten Teil kommt die Schwester von Yeong-Hye zu Wort und erzählt vom Verlauf und der Vergangenheit der Mädchen. Dieser Teil ist wieder glaubhafter, aber verstörend. Letzten Endes hat der Titel wenig mit dem Inhalt zu tun und auch der Klappentext lässt etwas anderes vermuten, als der Inhalt schließlich hergibt. Dass das Buch den Nobelpreis für Literatur 2024 erhalten hat, kommt wohl daher, dass Yeong-Hye selbst gar nicht zu Wort kommt und die Geschichte, um sie herum erzählt wird, obwohl sie die Person ist, um die es geht. Dies schafft eine Distanz zu einer sehr speziellen Protagonistin. Einzig in sehr gewaltvollen Szenen ihrer Kindheit kommt Yeong-Hye zu Wort und sie beschreibt bestialische Tierquälerei bis ins Detail, mit dem Fazit, dass es sie nicht im Geringsten gestört hat... Es ist definitiv ein Buch, bei dem man sich selbst mehr hinterfragen sollte als die Charaktere. Was deutet man aus dem, was man liest und wie möchte oder würde man selbst damit umgehen?

    Cover:
    Das Cover wirkt, obwohl es mit Blumen dekoriert ist, dunkel und herabziehend. Theoretisch passend.

    Fazit:
    Ein Buch was ich tatsächlich nicht gelesen hätte, aber zum Hören war es ok (stellenweise ging es dann auch in doppelter Geschwindigkeit). Die Handlung ist stellenweise widersprüchlich und die Charaktere scheinen nicht zu leben, sondern agieren nach gesellschaftlichen Erwartungen. Als Hörbuch fand ich es angenehm und gerade weil mich Anfang und Ende angesprochen habe, vergebe ich noch 3 Sterne. Eine Empfehlung gebe ich nur eingeschränkt. Man muss sich auf den Stil einlassen und zwischen den Zeilen lesen.

  22. Cover des Buches Der Himmel über den Alpen (ISBN: 9783740819408)
    Monika Mansour

    Der Himmel über den Alpen

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Maja_Blum

    Als Berner Oberländerin war ich sehr auf die Darstellung der Region gespannt und wurde gefesselt. War sehr schön so detailiert zu lesen. 

    Sunshin ist manchmal etwas anstrengend, aber perfekt wie sie ist. 

    Tony überraschte mich. Ich hatte Ihn anders eingeschätzt. 

    Durch die Hochs und Tiefs, sowie meiner Heimat liebe ich das Buch. Die Liebesgeschichte ist sehr spannent geschrieben. 

    Wirklich ein tolles Werk von Monika Mansour.

  23. Cover des Buches Ein einziger Tag für die Liebe (ISBN: 9783841505231)
    Nicola Yoon

    Ein einziger Tag für die Liebe

    (42)
    Aktuelle Rezension von: Kat593

    Nicola Yoon ist einfach unvorhersehbar. Sie beschreibt  hier keine Typische Liebesgeschichte wo man das Happy End schon voraus ahnen kann, den so einfach macht sie es einem nicht. Mehr als nur eine Liebesgeschichte, sie bezieht auch viele Nebenfiguren ein, die die Geschichte erheblich beeinflussen und bezieht auch Altagsrassismus sowie kulturelle Vorurteile mit ein. Ich fühlte mich die ganze Zeit wie in einem Film. 

  24. Cover des Buches Kim und Struppi (ISBN: 9783548376004)
    Christian Eisert

    Kim und Struppi

    (58)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    auf folgendes Buch wurde ich durch eine Rezension bei der Verbraucherplattform Ciao.de aufmerksam:

    Kim & Struppi – Ferien in Nordkorea

    von

    Christian Eisert.

    Das Buch wurde dort sehr positiv und ansprechend vorgestellt, so dass ich es unbedingt lesen musste.

    Es ist jetzt nicht so, dass ich Ferien in Nordkorea machen will. Nein, Nordkorea ist eines der Länder, in denen ich nicht gewesen sein muss. Aber darüber lesen kann ich ja.

     

     

    Eine Reise durch Nordkorea – darum geht es in dem Buch:

    Christian Eisert und seine Bekannte Thanh machen eine Urlaubsreise nach Nordkorea. Sie dürfen nicht angeben, dass sie Journalisten sind, sonst würden sie das Einreisevisum nicht bekommen. Also gibt Christian an, dass er Lehrer für Dramatik sei. Thanh ist als „Sandra Schäfer“ unterwegs und als Dolmetscherin.

    In Nordkorea bekommen sie zwei Reiseleiter zur Seite gestellt, die sehr gut deutsch sprechen. Herr Chung und Herr Rym. Diese Herren können ihnen viel zu ihrem Land sagen – und sie sagen das, was sie sagen dürfen. So ist beispielsweise Rauchen überall erlaubt.

    In einem Bus bringt der Fahrer Herr Pak Christian und Thanh sowie Chung und Rym an viele Orte in Nordkorea. Beispielsweise zum großen Triumphbogen in Pjöngjang oder zu einem Museum, in dem viele Geschenke, die die Staatschefs Nordkoreas aus anderen Ländern bekommen haben. Auch der „ausländische Buchshop“ wird angesteuert. Hier findet man viele Veröffentlichungen der Staatschefs Kim in vielen Sprachen. Aber auch Postkarten und Fotobücher.

    Es ist wichtig, dass auch Touristen den verstorbenen und lebenden Führern Nordkoreas Respekt zollen. So wird es beispielsweise gern gesehen, wenn man sich vor Bildern dieser Führer verneigt und auch im Gästehaus kund tut, dass eine Sehenswürdigkeit besonders gut ist, weil einer der Führer diese irgendwie beeinflusst hat.

    Nordkorea ist nicht billig (für vier Tassen Tee zahlen die Reisenden beispielsweise einmal acht Euro) – vor allem muss man wissen, dass man sich kein Geld aus einer Bank mit einer Geldkarte holen kann. Man muss das Geld, das man in Nordkorea ausgeben will, bereits bei sich haben. Man kann an einigen Orten mit dem Euro bezahlen.

    Christian und Thanh reisen durch Nordkorea, sehen viel und erleben viel. Sie sind immer darauf bedacht, nichts falsch zu machen. Denn man weiß ja nicht, ob es irgendwo Abhöranlagen gibt.

     

    Meine Meinung:

    Das Buch hat mich sofort mitgerissen. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen – ich fühlte mich beim Lesen oft so, als wäre ich selbst in Nordkorea (um wenig später erleichtert festzustellen, dass ich es nicht war). Es gibt viele Dialoge und gute Landschafts- und Situationsbeschreibungen. Auch lässt der Autor immer wieder historische Informationen mit einfließen. So wusste ich beispielsweise nie genau, wie der Koreakrieg ablief und warum er überhaupt passierte. Das Buch hat mir hier wertvolle Informationen gegeben.

    Man leidet und denkt mit den Reisenden mit – und man wundert sich oft. Warum haben beispielsweise viele Hochhäuser in Nordkorea keine Heizung und keine Aufzüge?

    Dass Menschen, die in Nordkorea eine Bibel besitzen, das mit dem Leben bezahlen müssen, wusste ich bereits. Dabei war Pjöngjang einst eine Stadt, in der es viele Christen gab.

    Herr Eisert kann solche Informationen sachlich erzählen – lässt aber auch humorvolle Momente in dem Buch zu, wenn es um das geht, was Thanh und er während ihrer Reise erleben. Und genau das macht dieses Buch gut und leicht lesbar.

    Ich vergebe fünf Bewertungssterne und empfehle dieses Buch weiter.

     

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