Bücher mit dem Tag "südpol"
25 Bücher
- Stefan Zweig
Sternstunden der Menschheit
(211)Aktuelle Rezension von: Timo_JancaManch ausgewähltes Ereignis mag bekannt sein, jedoch versteht es Stefan Zweig die Geschichten emotional und mit tiefer Anteilnahme zu begleiten. Ihn interessieren die persönlichen Beweggründe und was die Betroffenen in der Stunde des Schicksals empfunden haben. Detailverliebte Beschreibungen und dramatische Sprache lassen u.a. die Entdeckung zweier Ozeane oder eine Episode aus Goethes Leben vor dem geistigen Auge lebendig entstehen.
- Thomas Glavinic
Der Jonas-Komplex
(41)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchDie Handlung klingt ja ganz interessant. Doch mit zunehmendem Lesen der insgesamt ca. 750 Seiten fragte ich mich, ob nun endlich mal was interessantes passiert. Leider nicht. Was der Autor mit seinem Werk mitteilen will blieb mir ebenfalls bis zum Schluss ein Rätsel.
Vielleicht konnte ich einfach nur keinen Zugang zu dem Werk finden.
- Erling Kagge
Stille
(88)Aktuelle Rezension von: vobabooksErling Kogge teilt in diesem Buch seine 33 Antworten darauf, was Stille ist. Hierfür betrachtet er beispielsweise sein eigenes Leben, die Gesellschaft, philosophische Überlegungen etc.
Ich habe das Lesen des Büchleins als sehr angenehm und beruhigend empfunden. Die Gedankengänge fand ich sehr interessant, ich habe es echt im Lesefluss durchgelesen. Und mich gefragt: Was bedeutet Stille für mich?
Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen und habe direkt nach anderen Büchern des Autors geguckt.
- Vashti Hardy
Das Wolkenschiff - Aufbruch nach Südpolaris
(90)Aktuelle Rezension von: AleshaneeKinderbücher lese ich ja super selten - aber um die englische Sprache besser zu lernen bieten sich diese perfekt für mich an und ich merke, dass mir diese Art von phantastischen Abenteuern absolut gefällt! Nachdem ich schon die Entdecker Reihe von Alex Bell gelesen habe - geht es hier mit den Brightstorm Zwillingen ebenfalls auf eine Reise.
Arthur und Maudie erwarten eigentlich die Rückkehr ihres Vaters, doch dieser scheint auf der letzten Fahrt mit dem Luftschiff unter mysteriösen Umständen verschollen und wird auch noch eines schweren Diebstahls bezichtigt. Durch diese Umstände müssen die Zwillinge einen harten Schlag einstecken, bis sich plötzlich eine unerwartete Möglichkeit ergibt. Eine neue Expedition, ein Wettrennen nach Südpolaris ist angesetzt und die beiden wollen diese Chance unbedingt nutzen, um die Ungewissheit über den Verbleib ihres Vaters aufzudecken.
"Remember what Dad said? Don´t call it a dream, call it a plan. There´s always a way, Maud, there has to be."
Zitat Seite 35
Es geht zwar hier in der Geschichte um beide Geschwister, aber Arthur ist mehr im Fokus. Er leidet sehr unter dem Verlust des Vaters und vor allem auch die schlimmen Verleumdungen auf seiner letzten Reise. Arthur hat nur einen Arm - sein zweiter wird durch eine künstliche Apparatur ersetzt, die etwas ungelenk in der Handhabung ist, mit der er aber recht gut zurecht kommt.
Richtung Steampunk geht das natürlich, aber recht viel mehr in dieser Richtung konnte ich nicht entdecken, außer den typischen Luftschiffen natürlich. Maudie ist für ihr Alter sehr versiert in technischen Fragen und vielleicht hab ich hier auch das ein oder andere Detail überlesen oder den englischen Begriff nicht verstanden, wenn es um die Maschinen ging - aber einen leichten Flair aus dem Genre trägt die Geschichte schon in sich.
Nach vielen aufregenden Ereignissen beginnt dann der Wettlauf zum südlichsten Punkt, den noch niemand entdeckt hat! Auf dem Weg dorthin erleben die Zwillinge schon einige Abenteuer und je näher sie ihrem Ziel kommen, entdecken sie immer mehr interessante Hinweise.
Sehr interessant fand ich auch die "sapient animals", also die "weisen Tiere", die so intelligent sind, als würden sie die Menschen verstehen. Vielleicht kommt daher auch der Vergleich mit Pullmans "His dark materials" Trilogie, wobei ich das hier nicht damit vergleichen würde.
Es gibt einige tragische, traurige Momente, bei denen der Autor aber nicht verweilt, sondern die Handlung konstant weitertreibt. So bleiben die Kinder und auch ich beim Lesen immer in Aktion und Erwartung der nächsten Überraschung!
But no matter how hopeless it became, he said there was a bright light he held inside; his determination to never give up.
Zitat 224
Soweit ich es beurteilen kann, fand ich den Schreibstil klasse. Der Autor hat die Figuren sehr gut eingefangen und oft immer wieder für eine besondere Atmosphäre zwischen ihnen gesorgt. Ebenso die Beschreibungen der Stadt Lontown (was natürlich sofort an London erinnert), die vielen Gegenden auf der Reise und schließlich der eisige Süden mit all seinen Gefahren! Es gibt auch einige interessante Tiere, wie schon oben erwähnt, die auch eine wichtige Rolle spielen und mir hier besonders gut gefallen haben!
Es geht um die Familie, um Verlust, aber auch darum, etwas hinter sich zu lassen und neues zu versuchen. Freundschaften, Vertrauen und die innere Mitte finden.
Ein wirklich abwechslungsreiches und spannendes Abenteuer! Auch wenn schon recht bald klar war, wem hier nicht zu trauen ist, blieb es durchweg unterhaltsam und mit viel Liebe zum Detail erzählt. Nach einem bitter süßen Ende bin ich jetzt gespannt, wie es in der Fortsetzung weitergeht!
"Control is an illusion. We never know what life will throw at us. You are the master of your destiny, Arthur, and you can still do those things -..."
Zitat Seite 212 - Edgar Allan Poe
Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym
(12)Aktuelle Rezension von: bookswithjacki3,5 Sterne. Zu diesem Werk lässt sich wirklich viel sagen! Es ist Poes einziger Roman, der m.M.n. einen sehr interessanten Aufbau hat und durch Vor- und Nachwort perfekt eingeleitet bzw. beendet wird. Es gibt Ausgaben mit passenden Zeichnungen, die man sich auf jeden Fall anschauen sollte. Ich mag seinen Schreibstil gerne, wobei ich seine Kurzgeschichten insgesamt gelungender finde. Der Anfang war für mich sehr spannend, auch wenn ich das Thema Seereisen nicht gerade ansprechend finde. Dann lässt die Spannnung jedoch stark nach, um zum Ende hin wieder an Fahrt aufzunehmen. Dass in älteren Werken oft Begrifflichkeiten verwendet werden, die nicht mehr zeitgemäß sind, muss ich glaube ich nicht erwähnen. Dennoch würde es mich freuen, wenn man vorab darauf hinweist, das gewisse Worte heute als rassistisch gelten - das einmal am Rande. Ich habe lange an diesem Buch gesessen, auch wenn es relativ kurz ist. Ich habe die Zeit benötigt, weil die Spannnung - wie gesagt - zwischendurch abflacht, aber auch, weil die Sprache natürlich nicht die Einfachste ist. Wenn man sich darauf einlässt, kann man aufjedenfall schöne Stunden mit dem Buch verbringen. Und einmal zum Horror-Faktor: Nicht ganz so schaurig wie seine anderen Geschichten, aber der Anfang hat es in sich: Auf engstem Raum eingeschlossen sein, ohne Gewissheit, je wieder herauszukommen, erinnert stark ans "lebendig begraben sein" und hat für mich einen großen Gruselfaktor!
- Isabelle Autissier
Herz auf Eis
(210)Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemausHERZ AUF EIS
Isabelle Autissier
ET: 15.10.18
#backlist #12für2026Louise und Ludovic sind voller Euphorie: Für ihr Sabbatjahr haben sie sich ein Segelboot gekauft und wollen bis Kap Hoorn segeln. Erst dort möchten sie entscheiden, ob sie ihre Reise verlängern oder nach Frankreich zurückkehren. Seit fünf Jahren sind sie ein Paar, nun auch ein Team, das Freiheit über Sicherheit stellt. Die Handys sind unterwegs verloren gegangen, einen Tracker – als ständige Verbindung zur Familie – lehnten sie bewusst ab. Und nur wegen des Verzichts auf das GPS können sie jetzt überhaupt die verbotene Insel Stormness im Südatlantik ansteuern, ein streng geschütztes Naturschutzgebiet.
Doch während einer Erkundungsfahrt mit dem Dingi zieht ein heftiger Sturm auf. Auflandiger Wind macht eine Rückkehr zum Boot unmöglich. Nach mehreren vergeblichen Versuchen geben sie auf, ziehen das Beiboot an Land und finden Unterschlupf in einer verlassenen Unterkunft ehemaliger Walfänger. Als der Sturm am nächsten Morgen abzieht, ist ihr Segelboot verschwunden – und mit ihm jede Verbindung zur Außenwelt.
Was für ein spannender Roman, der viel zu lange auf meinem SuB gelegen hat. Isabelle Autissier erzählt mit großer atmosphärischer Dichte: Man schmeckt das Pinguinfleisch, spürt die eisige Kälte und teilt Louises körperliche wie seelische Grenzerfahrungen. Ich habe mit ihr gefiebert und mich gemeinsam mit ihr vor Gerüchen und Entbehrungen geekelt. Lediglich das Ende empfand ich als etwas zu ausgedehnt.
Fazit:
Ein tiefgründiger, melancholischer Roman über Isolation, Abhängigkeit, dem Drang zu Überleben und die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen, der starke Bilder hinterlässt und lange nachwirkt.
4½/5
- Eva Eich
Escape Room Adventskalender. Die Weihnachtsfalle
(24)Aktuelle Rezension von: Sabsiiii22Ein Adventkalender der etwas anderen Art:
Milas Freunde sind auf einmal verschwunden! Ihre einzige Spur: ein mysteriöser Brief, den sie in einem Geheimversteck findet. Folge Mila bei ihrer unglaublichen Reise zu Elfen und Wichteln. Löse die Rätsel und hilf Max und den anderen, der Weihnachtsfalle zu entkommen!
Mit täglich neuen Rätseln wird die Wartezeit aufs Christkind spielerisch verkürzt und gleichzeitig werden die grauen Zellen auch noch ordentlich beansprucht. Für Fans von Escape Rooms ist dieses Buch eine perfekt umgesetzte Idee, die nicht nur Kinder Freude bereiten wird :)
- Barbara Schaefer
Winter
(19)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?
Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.
》EIGENE MEINUNG:
Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!
Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.
Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)
》FAZIT:
Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.
- Sarah Airriess
Die schlimmste Reise der Welt - Die Graphic Novel
(22)Aktuelle Rezension von: buchgestapelMeine Meinung
Da ich Graphic Novels tatsächlich erst in diesem Jahr für mich entdeckt habe, lasse ich mich immer noch gerne von neuen Konzepten überraschen. Den Reisebericht zu Scotts Terra-Nova-Expedition als Comic zu adaptieren fand ich daher sehr interessant, und auch wenn die Fortsetzung noch lange auf sich warten lässt, bin ich jetzt schon sehr gespannt auf Teil zwei dieser Geschichte.
Was mir direkt sehr positiv aufgefallen ist, war der Illustrationsstil von Sarah Airriess. Ich persönlich habe ihren Bezug zu Disney durchaus erkennen können, was aber trotz aller thematischen Unterschiede irgendwie auch schon wieder zu dieser Geschichte gepasst hat.
Wirklich gelungen fand ich auch, dass es hier einen Anhang mit Erläuterungen zur Geschichte und den Illustrationen sowie ein Personenregister gab. Schon aus wissenschaftlichem Interesse mag ich sowas immer sehr gerne, und ganz besonders hier hat mir diese kleine Stütze dabei geholfen, mich zumindest ein bisschen im Figurendschungel zurecht zu finden.
Schwierigkeiten hatte ich bei diesem Buch nämlich tatsächlich nur mit den Figuren, die leider nicht wirklich gut zur Geltung gekommen sind. Bei der Menge an Charakteren und Namen habe ich einfach irgendwann den Überblick verloren, vor allem weil irgendwie niemand besonders viel emotionale Tiefe verliehen bekommen hat. In einer Graphic Novel lässt die Umsetzung das zwar nicht in dem Maß zu, wie es in einem klassischen Buch der Fall sein kann, wenn aber weder die besonders schönen, noch die besonders schweren Situationen innerhalb der Figurengruppe greifbar erzählt werden, mindert das meine Begeisterung beim Lesen schon ein wenig.
Fazit
Wer sich für neue Ideen und eine interessante Umsetzung eines der bekanntesten Reiseberichte interessiert, dem kann ich dieses Buch definitiv ans Herz legen. Die Illustrationen sind wirklich gelungen, und auch wenn die Charaktere mich nicht unbedingt vom Hocker gerissen haben, freue ich mich doch auf das noch in weiter Ferne liegende Erscheinen von Band zwei.
Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.
- Klemens Pütz
Unverfrorene Freunde
(68)Aktuelle Rezension von: Caillean79Ich hatte gerade mal das Vorwort gelesen, da wusste ich schon: dieses Buch und ich – das wird was! Die unterhaltsame Art, in der Klemens Pütz und Dunja Batarilo vom Leben und Wirken eines Pinguinforschers erzählen, lässt einen sofort Sympathie empfinden. Ich habe mich dadurch schnell auf das Buch und seine Geschichten einlassen können.
Ich habe unheimlich viel über Pinguine in ihren ganz unterschiedlichen Arten und Lebensräumen gelernt, ich habe ihnen quasi beim Brüten zugeschaut, mit ihnen Krill gejagt und die putzigen Küken beim Erwachsenwerden beobachtet. Ich habe aber auch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich erfahren habe, welchem Wandel ihr Lebensraum unterworfen ist – und wie katastrophal sich das auswirken könnte.
Mir hat gefallen, dass Klemens Pütz die Dinge nicht nur von einem Moralapostel-Standpunkt aus betrachtet. Natürlich grämen ihn Plastikinseln im Ozean, Überfischung und der Klimawandel – aber er weiß, dass er als Einzelner hier wenig ausrichten kann. Deshalb versucht er, im Rahmen seiner Möglichkeiten Gutes für die Tiere zu tun bzw. zu erreichen – und freut sich auch über kleine Erfolge. Das hat ihn mir sehr sympathisch gemacht.
Bei mir selbst hat das Buch einen großen Eindruck hinterlassen. Ich bin mir nun viel bewusster darüber, wie schädlich auch kleine Umweltsünden für das große Gefüge der Tier- und Pflanzenwelt sein können. Ich habe mir – ähnlich wie Klemens Pütz – schon überlegt, mit welchen Kleinigkeiten ich im Alltag dazu beitragen kann, dass die Bedingungen für Pinguine und auch andere gefährdete Tierarten besser werden oder zumindest nicht schlechter. Und ich denke, wenn ein Buch das bei einem Leser erreicht – ein Nachdenken und vielleicht sogar ein Umdenken – dann hat es seinen Zweck wirklich bestens erfüllt.
Mein Wissen wurde erweitert und mein Gewissen nachhaltig berührt. Danke, Klemens Pütz, für dieses Buch (auch im Namen deiner Schützlinge, der Pinguine)! Ich hoffe, dass es noch viele, viele Leser finden wird.
- Tony Riches
Terra Nova: Antarctic Voyager
(1)Aktuelle Rezension von: histerikerEin sehr kurzes Buch über das ich beim Stöbern auf Amazon gestolpert bin. Es geht um das Schiff und weniger um die Scotts Expedition zum Südpol, wobei man auch darüber einiges erfährt. Als Einführung in das Thema sicher geeignet, wer mehr über die Expedition oder Scott selber wissen will, muss noch nach anderen Büchern suchen.
Was mir wirklich gefallen hat, war der Anhang und das sind die Briefe von einem Mitglied der Schiffscrew komplett abgedruckt. Man findet Zitate aus den Briefen schon im Text selber, aber die ganze Länge der Texte hinterlässt doch einen anderen Eindruck. Es war wirklich interessant seine Beobachtungen unzensiert und ohne Kommentare zu lesen.
Für die Kürze des Buches fand ich es inormativ und gut zu lesen. - Nadine Reitz
Die Nacht vor Ostern
(6)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeIch habe eine Schwäche für schöne Kinderbücher, und so fiel mir auch direkt dieses Buch ins Auge. Die Geschichte ist relativ kurz und schnell erzählt, aber sie ist auch wunderschön illustriert mit Liebe zum Detail. Ideal zum Vorlesen und gemeinsam lesen mit den Kindern. Und natürlich passt sie perfekt in die Osterzeit!
- Johanna Lindemann
Die Pinguine finden ihr Glück
(1)Aktuelle Rezension von: sommerleseJohanna Lindemann erzählt in ihrem Buch "Die Pinguine finden ihr Glück" eine Geschichte für die Kleinen ab 4 Jahren. Die Illustrationen stammen von Lucie Göpfert, das großformatige Buch erscheint im Pattloch Verlag als Imprint von Droemer Knaur.
Die Pinguine am Südpol langweilen sich, dort ist nichts los außer Eis und Schnee. Also versuchen sie ihr Glück in der Ferne und ziehen los, um endlich mal etwas zu erleben.
Dieses Bilderbuch zeigt auf amüsante Weise, wie die Pinguine auf Unternehmungssuche losziehen. Erst einmal fällt auf, wie sie sich fast wie ein Ei dem anderen gleichen, doch auf den zweiten Blick entdeckt man kleine Unterschiede, genau wie in ihren Charakteren. Für Kinder bedeutet das Betrachten der Bilder auch das Entdecken der Individualität, die nicht immer im Äußeren offensichtlich wird. Die Charakterzüge sind es, die eine Persönlichkeit ausmachen.
Ich habe das Buch mit einer kleinen Nachbarin angeschaut und wir waren beide von den liebenswürdigen Pinguinen ganz angetan. Die Zeichnungen von Lucie Göpfert sind etwas abstrakt, farblich schön und richtig gelungen, es gibt bei jedem Betrachten neue Kleinigkeiten zu entdecken.
Die Aussage des Buches ist die Frage nach Mut, Persönlichkeit und Zufriedenheit.
Es gehört immer Mut dazu, Neues zu entdecken und seine eigenen Ziele zu verfolgen. Und so folgen die Pinguine ihren Vorlieben und landen in Paris, Hollywood oder auch London und verwirklichen ihre Träume und Fähigkeiten. Es läuft nicht für alle erfolgreich, was für den Betrachter durchaus amüsant zu entdecken ist.
Doch irgendwann bekommen die Pinguine Heimweh und wollen nur noch zurück an den Südpol.
Für Kinder ist das ein ausgesprochenes Mutmach-Buch, das ihnen klar macht, wie wichtig das Zuhause ist, auch wenn man sich zwischendurch mal zu einem kleinen Abenteuer in die Ferne aufmacht.
- Nicholas Gannon
Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt
(69)Aktuelle Rezension von: PaperboatArcher langweilt sich ziemlich zu Tode... Seit seine Großeltern in der Antarktis auf einem Eisberg als verschollen gemeldet wurden, darf Archer das Haus ausschließlich zur Schule noch verlassen. Seine Mutter ist in dieser Hinsicht strikt und erlaubt kein ungebotenes Verhalten. Eingesperrt in das Haus, in dem seine Großeltern vor seiner Geburt gewohnt haben, bleiben ihm nur die vielen ausgestopften Tiere und Bücher als Gesellschaft. Doch trotz des Zaubers vergangener Abenteuer, der dem Hause innewohnt, sehnt sich Archer danach wie seine Großeltern auf Entdeckungstour zu gehen. Der einzige Lichtblick, den Archer ab und zu erhält, sind die seltenen Pakete, die seine Großeltern heimlich vor dem Haus der Helmsleys für den Jungen ablegen.
Archers Leben ändert sich, als der Nachbarsjunge Oliver in sein Leben tritt. Beide Jungs wohnen im höchsten Stock ihrer jeweiligen Behausungen, und so besuchen sie sich gegenseitig über eine schmale Verbindung zwischen den Häusern. Eigentlich möchte Oliver gar kein Forscher sein und gefährliche Dinge erleben sondern nur einen Freund haben, aber gezogen von der Abenteuerlust seines neuen Freundes lässt er sich auf die Ideen von Archer ein. Jedoch, ein richtiges Abenteuer erleben sie trotzdem nicht. Das soll sich ändern, als Adelaide – frisch aus Frankreich ins Nachbarhaus eingezogen – in ihr Leben tritt. Ihr Holzbein erklärt sie in der Schule mit einem Krokodilangriff, weil sie über die wahren Begebenheiten nicht sprechen möchte. Archer ist fasziniert von ihrer Geschichte, ganz glauben kann er ihr sie allerdings nicht, und auch Oliver hegt seine Zweifel. Trotz der Eifersucht, dass Adelaide angeblich schon so viele Abenteuer erlebt haben soll, freunden sich die drei an, und als Archer einen Plan ausheckt in der Antarktis nach seinen Großeltern zu suchen, erscheint ihm Adelaides Erfahrung im Abenteuer erleben mehr als geeignet.
Die drei erleben einige Abenteuer, mit denen sie nicht gerechnet hätten, und natürlich alles andere als geplant.Mit diesem Buch darf man keinen Abenteuerroman erwarten. So eingesperrt wie Archer häufig ist, so wenig Abenteuer erlebt man mit ihm zusammen. Vielfach wird eher über all die Dinge erzählt, die man mal erleben könnte. Es ist eine unscheinbare und stille Geschichte, die eher vom Träumen handelt und von der Sehnsucht, dabei jedoch mit stellenweise pfiffigem Wortwitz und Situationskomik aufwartet. Auf ein großartiges Abenteuer wartet der Leser lange, hier ist der Weg das Ziel. Dafür erlebt man mit, wie drei isolierte junge Menschen zueinander finden und eine feine Freundschaft entwickeln.
Nicholas Gannon hat nicht nur den Roman geschrieben, er hat seine Geschichte um auch zarte und stimmige Illustrationen erweitert, denen eine ganz besondere Ruhe innewohnt, wie ich finde. Mir hat dieser Abenteuerroman ohne opulente Abenteuer dennoch sehr gut gefallen, da mir die Charaktere ans Herz gewachsen sind und mich die Zeichnungen unglaublich angesprochen haben. - Ute Krause
Hilfe für die Weihnachtsmänner
(9)Aktuelle Rezension von: LeosUniversumInhalt:
Seit überall in den Zeitungen geschrieben steht, dass es den Weihnachtsmann überhaupt nicht gibt, schreiben die Kinder auch keine Wunschzettel mehr. Aus Frust und Protest fliegen die Weihnachtsmänner in die Südsee. Der kleine Anton aber ist traurig, als er erfährt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht geben soll. Doch zufällig fällt ihm eine Postkarte in die Hände, auf der steht, dass sich die Weihnachtsmänner in der Südsee aufhalten. Kurzerhand beschließt er, zum Hafen zu fahren, mit einem Schiff in die Südsee zu schippern und die Weihnachtsmänner zurückzuholen. Ob es ihm gelingen wird?
Meinung:
Ich liebe die Vorweihnachtszeit und dazu gehören natürlich auch zahlreiche Weihnachtsbücher. Zufällig habe ich dieses Buch entdeckt und war sofort entzückt. Das liebevoll gestaltete Cover und die lustigen Weihnachtsmänner haben mich auf den ersten Blick verzaubert. Die wunderschönen Bilder der Autorin machen nicht nur Kindern Freude. Es gibt so viele Kleinigkeiten zu entdecken und es sind die zahlreichen Details, die mich zum Schmunzeln bringen. Der Schreibstil der Autorin ist kindgerecht und leicht verständlich. Welches Kind könnte sich denn nicht in Anton versetzen? Ich wäre gerne die Heldin des Weihnachtsfestes, die allen zeigt, dass es den Weihnachtsmann tatsächlich gibt.
Fazit:
Mit dem Vorlesebuch „Hilfe für die Weihnachtsmänner“ von Ute Krause werden nicht nur Kinder ab 4 Jahren, sondern auch die Erwachsenen ihre wahre Freude haben. Die Geschichte ist herzallerliebst und die Illustrationen sind einfach zauberhaft. Mit diesem Buch macht das Warten auf Weihnachten sehr viel Spaß und deshalb gibt es weihnachtliche 5 von 5 Sternchen. - Ingo Siegner
Alles klar! Der kleine Drache Kokosnuss erforscht das ewige Eis
(3)Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_ZamonienInhalt:
Der kleine Drache Kokosnuss, Stachelschwein Matilda und Fressdrache Oskar besuchen ihren Freund, den Eisbären Björn.
Er berichtet, dass seine Eisscholle immer kleiner wird.
Woran liegt das? Wie können ihm die drei helfen?
Am Bord des Forschungsschiffes "Polarstern" reisen die Freunde zuerst in die Arktis und später in die Antarktis.
Hierbei finden sie neue Freunde und Antworten auf viele Fragen:
- Ist das ewige Eis tatsächlich ewig?
- Welche Tiere leben in der Arktis und welche in der Antarktis?
- Was erforschen die Menschen dort seit Jahrzehnten? Wie sieht so eine Forschungsstation aus?
- Welche Auswirkungen hat der Klimawandel?
Altersempfehlung:
ab 5 Jahre zum Vorlesen bzw. für geübte Erstleser
Illustrationen:
Im Innern des Buches werden die Sachtexte von zahlreichen kleinen und größeren Illustrationen begleitet. Die vielen Zeichnungen lockern das Gelesene sehr gut auf.
Kokosnuss, sein Fressdrachenfreund Oskar und auch das Stachelschwein Matilda gefallen uns zeichnerisch sehr gut. Auch Eisbär Björn ist sehr sympathisch gestaltet.
Die vielen Bewohner der Arktis und Antarktis sind mit kleinen Zeichnungen vertreten: naturnah und detailliert.
Selbstverständlich dürfen auch Landkarten usw. nicht fehlen.
Mein Eindruck:
Die Bände der Sach-Abenteuer-Reihe "Alles klar! Der kleine Drache Kokosnuss erforscht ..." können unabhängig voneinander und auch getrennt von den "normalen" Geschichten gelesen werden. In den meisten tauchen zwar alte Bekannte auf, aber Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Jedes Kapitel umfasst zwei Seiten, so dass Stück für Stück selbst gelesen werden kann. Das Abenteuer ist gut strukturiert, lehrreich und informativ und dennoch spannend zu lesen.
Ergänzt durch die vielen farbigen Illustrationen ist es auch für jüngere Leser nicht zu umfangreich. Verteilt auf mehrere Abschnitte, kann es auch zum abendlichen Vorlesen genutzt werden.
Per Abenteuer wird spielerisch durch eine Vielzahl an Infos geführt.
Die Charaktere wachsen dem Leser schnell ans Herz, denn Kokosnuss und seine Freunde bilden ein tolles Team. Noch dazu sind sie wissbegierig, hilfsbereit und immer offen für neue Abenteuer.
Durch die nebenbei in die Geschichte eingeflochten Informationen ist das Büchlein lehrreich und unterhaltsam zugleich. Wenngleich das Abenteuer einige Längen aufweist.
Wichtige Begriffe und Fremdwörter sind fett gedruckt und werden statt in einem separaten Glossar unmittelbar im Fließtext näher erläutert. In den Fußnoten finden sich weiterführende Infos.
Zentrale Themen sind (bedrohte) Lebensräume durch klimatische Veränderungen und wissenschaftliche Entdeckungen.
Selbst für Erwachsene gibt es hier und da noch etwas Neues zu erfahren.
Der Nordpol - das ewige Eis - ist eine der unwirtlichsten Gegenden der Erde.
"Wir Inuit nennen den Nordpol qimmersoriartorfissuaq. Das heißt: Ort, an dem man seine Hunde essen muss. Denn da leben nicht einmal die Tiere, die man jagen könnte!"
(Yona, vgl. S. 35)4 von 5 Pinguine für dieses eisige Abenteuer!
Wir freuen uns auf weitere spannende Sachbuch-Abenteuer mit Kokosnuss, Oskar und Matilda und können die "Alles klar!"-Reihe sehr empfehlen.
Fazit:
Eine gelungene Mischung aus Abenteuer und Sachwissen.
Eine spannende Geschichte mit vielen kindgerechten Informationen, kurzweilig gestaltet mit zahlreichen farbenfrohen Illustrationen.
...
Rezensiertes Buch: "Alles klar! Der kleine Drache Kokosnuss erforscht das ewige Eis" von 2023
- Markus Topf
Das Geheimnis der Eissphinx (Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg 5)
(1)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstPhileas Fogg ist wenig begeistert als er in seinem Club von Edgar Alan Poe angesprochen wird. Nach dem Kampf gegen Robur wollte Fogg sich erholen und nicht zum Südpol aufbrechen, um dem geheimnisvollen Verschwinden von Arthur Gordon Pym nachzugehen. Eine Verkettung verhängnisvoller Umstände führt dazu, dass er sich trotzdem mit seiner Frau Aouda und seinem Diener Passepartout auf dem Weg ins ewige Eis befindet.
Vernes „Eissphinx“ und Poes „Arthur Gordon Pym“ standen hier Pate und wieder gelingt es den Machern der Hörspielreihe alles in einen völlig neuen Kontext zu bringen und zu einem spannenden neuen Abenteuer zu verweben. Es kommt zu eine überraschenden Wiedersehen und der Verdacht verdichtet sich, dass mit dem Sieg über Robur der Kampf noch lange nicht vorbei ist.
Manchmal sind die gestelzten Dialoge, die die englische Steifheit und Förmlichkeit von Phileas Fogg verdeutlichen sollen, etwas anstrengend. Wenn jeder Ausruf Aoudas lautet „Phileas, mein Liebster“ und von Passepartout stets als „der treue Diener Passepartout“ die Rede ist, verdreht man doch irgendwann die Augen. Sonst bleibt diese Hörspielserie ein gelungenes, gewaltiges Crossover der Abenteuerromane und Klassiker der Weltliteratur. Man rechne immer damit, einem Charakter zu begegnen, den man aus einem völlig anderen Kontext kennt – und wenn man ihn nicht kennt, lohnt sich die Recherche, denn dann ist einem ein spannendes Buch entgangen.
- Andreas Völlinger
Leos wilde Abenteuer – Dino-Alarm
(36)Aktuelle Rezension von: Anja_SteinvorthInhalt: Leo soll in der Schule ein Referat über sein Lieblingstier halten. Kein Problem, wäre sein Lieblingstier nicht ausgerechnet ein Apatosaurus. Diesen in freier Wildbahn zu beobachten, ist unmöglich. Zum Glück hat Leo Tante Agnetha, die eine schrullige, aber geniale Erfinderin ist und eine Zeitmaschine besitzt. Gemeinsam reisen sie in die Jurazeit, doch die Rückkehr verläuft alles andere als geplant. Plötzlich steht ein echter Dinosaurier mitten im Garten.
Bewertung: Diese Geschichte macht großen Spaß und hat uns beim Lesen immer wieder zum Lachen gebracht. Leo ist ein aufgeweckter, neugieriger Junge mit einer ordentlichen Portion Abenteuerlust. Seine Tante Agnetha ist eine liebenswerte, chaotische Erfinderin, wie man sie sich nur wünschen kann. Zusammen stürzen sie sich in ein wildes Abenteuer, das voller Überraschungen steckt.
Der Text ist flüssig und kindgerecht geschrieben. Die liebevoll gestalteten, detailreichen Illustrationen ergänzen die Handlung perfekt. Spannung, Humor und Wissen werden auf wunderbare Weise miteinander verknüpft. Für uns ist das Buch ein echtes Highlight.
Fazit: Ein Abenteuer mit viel Herz, Witz und Spannung. Absolut empfehlenswert für kleine Dino-Fans und große Abenteurer.
- Diana Preston
In den eisigen Tod
(9)Aktuelle Rezension von: MartinAAnhand zahlreicher Originalquellen wie des später bei dem Toten gefundenen Tagebuchs von Scott, schildert Diana Preston in IN DEN EISIGEN TOD die gescheiterte Expedition, die zu den großen Tragödien in der Geschichte der Entdeckungen zählt. Preston überzeugt dadurch, dass es ihr eindrucksvoll gelingt, die Teilnehmer der Expedition und ihre Angehörigen (vor allem Scotts Frau) lebendig werden zu lassen. Auch wenn es sich "nur" um die Schilderung von Fakten handelt (und man so die Spannung eines Romans nicht erwarten darf) schafft sie eine mitreißende Atmosphäre, die dafür sorgt, dass der Leser sich fast wie ein Teilnehmer der Expedition vorkommt und die Mitglieder als Kameraden sehen kann. IN DEN EISIGEN TOD ist ein tatsächlich spannender Bericht, der auch weniger bekannte Aspekte der Südpolreise betrachtet und auch den Charakter Robert Falcon Scotts näher beleuchtet.
Ein Abenteuer mit tödlichem Ausgang und auch wenn es über hundert Jahre her ist verliert dieses Drama nichts von seiner Faszination.
- Christian Jostmann
Das Eis und der Tod
(4)Aktuelle Rezension von: BibliomaniaDie Geschichte von Robert Falcon Scott und Roald Amundsen kennt mittlerweile wohl jeder. Der Brite und der Norweger, die sich ein Rennen zum Südpol geliefert und das die Norweger für sich entschieden haben. Auch dass es ein anstrengender Wettkampf war, voller Kälte, mit vielen Verlusten und immer wieder Hoffnungslosigkeit. Der Autor Christian Jostmann hat uns noch einmal an dieser historischen Sternstunde teilhaben lassen und erzählt noch viel mehr als nur über dieses Rennen.
Das Interesse für die Arktis hat schon viel früher begonnen. Schon ab 1772 haben britische Kriegsschiffe das südlichste Land umrundet, 1823 wurden die ersten südlichsten Robben, die sogenannten Weddell-Robben, entdeckt. Jostmann beschreibt nach und nach das vorsichtige Näherkommen und Entdecken der unwirtlichsten Gegend der Welt. Der erste große Schock und gleichzeitig die Neugier brachte die Große Barriere, eine Eiswand, die sich kilometerweit erstreckte und das Fußfassen auf dieser Region erheblich beschwerte. 18.41 setzte der erste Mensch seinen Fuß auf den Südpol. Und seitdem ging es immer weiter vorwärts mit der Entdeckung, Vermessung und Testungen dieses Gebietes. Die Polarforschung entwickelte sich einen enormen Schritt nach vorn.
Jostmann erzählt die Geschichte der Entdeckung des Südpols und beschreibt nicht nur die Expeditionen selbst, sondern kreiert einen spannenden Roman, der den Leser sofort bannt. Warum war die Fram, ein berühmtes Expeditionsschiff, so gut ausgerüstet und geeignet für den Südpol? Woraus besteht der Proviant eines Polarforschers? Welche Tiere sind am besten an diese Gegend angepasst? Diese und viele weitere Fragen werden durch dieses tolle Buch beantwortet. Nahezu ein Krimi, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte! Ich freue mich bereits auf „Magellan“, ein weiterer Entdeckungsreisender, über den Christian Jostmann ein Buch geschrieben hat.
- Susanne Gernhäuser
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 73 - Tiere der Welt
(27)Aktuelle Rezension von: holdesschafDie meisten Bände aus der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum? junior" gefallen uns super und sind genau richtig für meine 2-jährige Tochter, die sich gerade für so ziemlich alles interessiert und neugierig blättert. Mit steigendem Alter hört sie auch gern beim Vorlesen des Textes zu. In diesem 73. Band der Reihe geht es um ein Thema, das alle Kinder spannend finden: Die Tiere der Welt. Hier geht es vor allem um Tiere, die nicht in unserer Region heimisch sind. Anhand von Fragen, wie Kinder sie stellen könnten, werden verschiedene Regionen der Erde erkundet und auf richtig großen Illustrationen eine Vielzahl an Tieren gezeigt. Bei jedem Tier steht auch gleich der Name dabei. Im Text werden einzelne herausgegriffen und ihr Verhalten, ihr Aussehen, ihr Lebensraum oder ihre Kinderstube näher erklärt. Der Text bleibt kindgerecht und hat so keine zu hohe Informationsdichte, damit die Kleinsten nicht überfordert werden. Es macht richtig Spaß die beschriebenen Szenen dann auch auf den Bilder zu suchen und anzusehen. So verstehen Kinder den Text gleich noch viel besser und der Wortschatz wird nach un nach erweitert. Bald kennen die Kinder nicht nur die verschiedenen Regionen wie Regenwald (Südamerika), Arktis, Antarktis, afrikanische Savanne, den Norden, den Pazifik, die australische Steppe und die Regenwälder Asiens, sondern auch die unterschiedlichsten Tiere, die dort leben.
Das Buch bietet große Anreize zur Beschäftigung. Da sind natürlich auf der einen Seite die bekannten und beliebten Klappen, unter denen sich immer wieder interessante Veränderungen und lustige Details verstecken, auf der andern Seite gibt es Fragen im Text, die die Kinder zur näheren Beschäftigung mit den Seiten und zum genauen Hinsehen bei den Bildern einladen. Besonders gut gefallen mir die Fehlerbilder auf der letzten Seite, die das Gelesene noch einmal rekapitulieren. Es ist interessant, wie viel sich gerade die Kleinsten schon merken können. Meine einzige klitzekleine Kritik ist, dass sich auf den Bildern manchmal unnatürlich viele Tiere befinden. Das ist eben nicht ganz realitätsnah, dafür aber ein wuseliger Spaß für die Kids. Daher 4,5 Sterne























