Bücher mit dem Tag "südpol"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "südpol" gekennzeichnet haben.

68 Bücher

  1. Cover des Buches Stille (ISBN: 9783458177241)
    Erling Kagge

    Stille

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Micha835

    Die Aufmachung des Buches macht neugierig auf mehr. Wenn man dann beginnt ist es eine langsame Einführung und dann folgen die Geschichten aus dem Alltag und die Erlebnisse des Autors teilweise unterlegt mit tollen Bildern. Umso mehr man liest umso mehr wird man gefesselt weiter zu lesen. Man schafft es das Buch innerhalb von einem Tag durchzulesen. Viel Wahrheit drin versteckt und man sollte sich dann Gedanken über alle Dinge machen welche man im Leben verwendet und ob dies sinnvoll ist oder nicht. Man sollte wie es der Autor auch mehrfach schreibt mehr an sich denken und mehr einfach die Stille geniessen und mit wenig zufrieden sein denn dann lernt man es auch das Stille das Schönste und Beste im Leben ist.

  2. Cover des Buches Meteor (ISBN: 9783404175048)
    Dan Brown

    Meteor

     (1.773)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Eines vorweg: Ich bin kein Fan von Brown-Büchern, da ich zwei Bücher mit dem Protagonisten Robert Langdon gelesen habe, von Browns ausschweifendem Schreibstil genervt war und das Gefühl hatte, nun alle Bücher von Brown zu kennen. Daher habe ich beschlossen, keine Bücher mehr von dem Autor zu lesen. Bei Meteor habe ich eine Ausnahme gemacht, da ich gerne Bücher lese, die in der Arktis spielen und Wissenschaftsthriller gerne mag. Das Buch hat mir viel besser gefallen als die Langdon-Geschichten, denn dieser ist in diesem Buch zum Glück nicht dabei gewesen.

    Die Geschichte dreht sich hier nicht voranging um die Wissenschaft, wie ich erwartet habe, sondern fast ausschließlich um Politik. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven der verschiedenen Akteure wie dem Präsidenten, seinem Konkurrenten im Wahlkampf und Rachel erzählt. Hauptsächlich befindet sich der Leser in Rachels Perspektive. Leider bleiben die Charaktere bis auf sie sehr blass. Zu Beginn reist die sympathische Rachel in die Arktis, um den sensationellen Fund erfolgreich zu präsentieren. Nach und nach kommen Hinweise auf, dass wohl nicht alles so sein könnte, wie es scheint. Es gibt Intrigen, unfairen Wahlkampf und harte Politik. 

    Browns Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und nicht immer ganz zu verstehen. Er schreibt sehr kompliziert und hochgestochen. In normalen Situationsbeschreibungen kommen auch Wörter vor, die man bzw. ich zumindest noch nie gehört habe und mir auch nichts darunter vorstellen kann. Teilweise hatte ich den Verdacht, der Übersetzer hätte sie erfunden. Aber nein, das ist wohl beabsichtigt. Statt einfach „kehlig“ zu verwenden, schreibt er „guttural“ und „nachgerade“ statt „allmählich“.

    Ein Thriller ist Meteor für mich nicht. Zwar kommt mal ein wenig Spannung auf, aber halten kann sie sich nicht. Richtig spannend wird es erst gegen Ende.

    Fazit:

    Insgesamt habe ich Rachel gerne begleitet. Allerdings dreht es sich hier eher um Politik als Wissenschaft und richtig spannend wird es erst zum Schluss.

  3. Cover des Buches Herz auf Eis (ISBN: 9783442487745)
    Isabelle Autissier

    Herz auf Eis

     (169)
    Aktuelle Rezension von: cyranelli

    Ein schiffbrüchiges Paar auf einer kargen Insel - das Thema ist nicht neu, aber von Isabelle Autissier auf eine Art und Weise aufgearbeitet, das ich so noch nicht gelesen habe. Sie ist Seglerin und weiß, wovon sie schreibt, denn sie war des öfteren der Einsamkeit und den Naturgewalten ausgeliefert. Die Verzweiflung der Protagonisten angesichts der scheinbar aussichtlosen Situation, der aufeinander aufkeimende Hass, die Schuldzuweisungen in der kompletten Einöde und den gefährlichen Wetterkapriolen bereiten dem drohenden Unhappy-End den Boden.

    Ohne Pathos und Kitsch beschreibt Isabelle Autissier den Überlebenskampf der jungen Frau Louise, die am Ende sogar die Schuld am Tod ihres Gefährten Ludovic auf sich lädt, dem sie nicht mehr helfen konnte, weil sie ihr eigenes Leben retten musste. Die Folgen hierfür in der "Welt nach ihrer Rückkehr" zu schultern lässt sie fast zerbrechen, sie hüllt sich in Schweigen und zieht sich zurück. Diese Situation ist von Isabelle Autissier grandios, da aben schmucklos, herausgearbeitet worden.

    Etwas stutzig gemacht hat mich die Zeitenfolge, es scheint unglaublich, dass sich die ganzen Ereignisse in nur einem Jahr abgespielt haben sollen, das scheint aufgrund der Zeitspannen, die sich das Paar auf der Insel aufhält, kaum möglich.






  4. Cover des Buches Eisiges Blut (ISBN: 9783596185191)
    Robert Masello

    Eisiges Blut

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Dieses Buch lag ewig auf meinem SUB, da ich ein großer Thriller Fan bin, und absolut von Cover und Klappentext geblendet war. Als ich dann hier bei lovelybooks mehr über dieses Buch las, stellte es sich als Spannungsgeschichte mit ziemlich viel paranormalen Einschlägen heraus, weshalb ich ganz lange die Finger davon gelassen hab. 

    Was für ein Fehler, denn jetzt nachdem ich es gelesen habe, bin ich sehr begeistert. Alles in allem könnte es ein langes Drehbuch für eine Akte X Folge sein... Ich liebe Akte X!
    Derjenige, der für Covergestaltung und Klappentext verantwortlich war, muss seine Arbeit in einem Zustand der geistigen Umnachtung ausgeführt haben, denn beides passt hier einfach überhaupt nicht zum Inhalt. Was sich der Fischerverlag dabei gedacht hat... wäre es mein Buch, ich wäre stinkend sauer. 

    Ich bin sehr begeistert davon, wie die Geschichte mit realen und gut recherchierten Fakten ergänzt wird. Noch dazu unterstützt durch literarische Einschübe entsprechend der damaligen Zeit. Beispielsweise die Erlebnisse von Floreance Nightingale oder die Schlacht der 600. 
    Die Art, wie der Bogen zwischen den Zeiten gespannt würde gefiel mir auch sehr. 

    Beide männlichen Protagonisten sind gut charakterisiert und authentisch und sympathisch dargestellt. Man kann ihre Denkweisen und Handlungen nachvollziehen. 
    Auch alle weiteren Figuren sind super eingeführt und mit der richtigen Mischung aus Schubladendenken und Individualität beschrieben. 

    Der Spannungsbogen wurde stetig aufgebaut, riss zu meiner Zeit ab und gipfelte in einem sehr spannenden Finale. 
    Einige schrieben hier schon, dass die Geschichte zu lange gebraucht habe,  um in Fahrt zu kommen. Das find ich hat nicht. Ich würde es als sehr gelungenen Storyaufbau beschreiben. 

    Natürlich könnte man sich jetzt um Glaubwürdigkeit und Realitätsnähe sorgen ... aber warum sollte man?!? Es ist ein Thriller mit Science-Fiction/ Paranormal Einschlägen, da kann man etwas Realitätsverlust verkraften. In jedem Fall finde ich es sehr einzigartig und empfehlenswert. 
    Wenn man es schafft sich auf dieses abgedrehte Thrillerformat einzulassen, erwartet einen ein super Buch!
  5. Cover des Buches Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym (ISBN: 9783868203035)
    Edgar Allan Poe

    Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym

     (8)
    Aktuelle Rezension von: -Anett-
    Dieses Jahr will ich unbedingt mehr Klassiker lesen. Und wer darf natürlich dabei gar nicht fehlen? Genau: Edgar Allen Poe. Der Meister der Kurzgeschichten. Aber diesmal soll es keine Kurzgeschichte sein, sondern ein kleiner und feiner Roman.

    Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym (The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket) ist der einzige Roman des Autors. Der Autor beschreibt darin das Leben des Arthur Gordon Pym von der Insel Nantucket. Pym ist ein Abenteurer und macht sich auf eine Seereise die sein Leben komplett verändert.

    Pym erlebt auf eben dieser Reise jede Menge Abenteuer von Schiffbruch und Meuterei bis hin zu Kanabalismus und Unglaublichen. Poe verwebt hier realistisches, als auch phantastisches gut miteinander. Und wenn ich von einigen Logikfehlern absehe (was passierte z.Bsp. Mit dem Hund?), fühlte ich mich gut unterhalten.

    Der Schreibstil ist sehr sachlich, enge Bindungen zu den Protagonisten werden (meinerseits) nicht aufgebaut, aber das habe ich auch nicht erwartet bei Poe.
    Der Autor zaubert eine irrationale, finstere Spannung, und es gibt immer wieder den Wechsel zwischen Gefahr und Rettung.

    Das der Schluss denkbar überraschend kommt ist wohl mitllerweile kein Geheimnis mehr, aber eben dieser machte das Werk zu dem, was es ist: Rätselhaft!
    Außerdem fand ich hier auch das Nachwort von Jörg Drews sehr interessant und spannend. So haben sich andere Autoren von dem mysteriösen Schluss des Buches angezogen gefühlt und so schrieb C.A. Drake und Jules Verne Bücher in Andeutung des Poe-Romans.
    Und auch in der Erzählung „Schiffbruch mit Tiger“ griff Yann Martel einige Motive aus dem Buch auf.

  6. Cover des Buches Mein Leben als Pinguin (ISBN: 9783548610269)
    Katarina Mazetti

    Mein Leben als Pinguin

     (75)
    Aktuelle Rezension von: mysticcat
    Inhaltsangabe des Verlags:
    Wilma aus Stockholm, Lehrerin und tapfere Optimistin mit Unterbiss, hat es nicht leicht im Leben. Deshalb erfüllt sie sich ihren großen Traum: Eine Reise in die Antarktis, zu den Pinguinen. Doch am Flughafen in Paris geht wieder mal fast alles schief: Erst in letzter Minute stolpert sie buchstäblich ins Gate und Tomas direkt in die Arme. Der wurde vor kurzem von seiner Frau verlassen und vermisst seine Kinder. Traurig sucht er die Einsamkeit - doch da hat er nicht mit Wilma gerechnet. An Bord der MS Orlowskij entdecken sie, dass man zusammen weniger allein ist - denn stehen Pinguine nicht immer ganz eng beieinander im eisigen Wind am Ende der Welt?

    Die Stimmen des Hörbuches:

    Brigitte Janner, Anne Weber und Stephan Schad lassen die Protagonisten zum Leben erwachen und erzählen jeweils Kapitel aus ihrer Sicht. Da die Stimmen sehr gut zu den Personen und auch zum Alter passen, wird hier viel Abwechslung und Emotion geboten.

    Meine Meinung:
    Die Charaktere sind jeweils sehr schrullig, aber Liebenswert. Wilma unterrichtet Mathematik und Physik an einer konfessionellen Schule und bietet mir daher, schon rein beruflich, eine tolle Projektionsfigur. Ihre offene Art und optimistische Lebenseinstellung haben sie auch für mich vom Fleck weg sympathisch gemacht.
    Thomas ist der Stereotyp des arbeitenden Mannes einer "Nur-Hausfrau", die sich wegen ihrer unterschiedlichen Erfahrungswelten auseinander leben. Für die Beziehung wäre wichtig, dass beide die Mühen und Anstrengungen des jeweils anderen hätten sehen können und ab und zu ein Wechsel der Rollen (zumindest im Urlaub) stattfindet. Entsprechend unwissend sieht er auch die Trennung und kann es nicht verstehen.
    Alba ist eine ältere Dame, die vor Jahren eine tolle Affäre mit dem Schiffsarzt Sven hatte, auf den sie sich schon gefreut hat. Da sie vor hat, mal sehr alt zu werden, nutzt sie den Herbst ihres Lebens für Reisen an schöne Orte, die sie noch mal sehen möchte.
    Ich finde es großartig, wie die drei Charaktere miteinander verkettet sind - denn auch die so optimistische Wilma reist nicht grundlos alleine um die Welt. Neben der tiefgründigen Geschichte und dem spanenden Beziehungsgeflecht gibt es noch imposante Eindrücke der Flora und Fauna. Wen es interessiert, der wandelt auch auf Charles Darwins Spuren und wird ans Ende der Welt mitgenommen.

    Fazit: Toller und gefühlvoller Liebes-Reise-Drama-Roman als gradios vertontes Hörbuch. Ich konnte es nicht zur Seite legen.
  7. Cover des Buches Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt (ISBN: 9783551316950)
    Nicholas Gannon

    Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Archer langweilt sich ziemlich zu Tode... Seit seine Großeltern in der Antarktis auf einem Eisberg als verschollen gemeldet wurden, darf Archer das Haus ausschließlich zur Schule noch verlassen. Seine Mutter ist in dieser Hinsicht strikt und erlaubt kein ungebotenes Verhalten. Eingesperrt in das Haus, in dem seine Großeltern vor seiner Geburt gewohnt haben, bleiben ihm nur die vielen ausgestopften Tiere und Bücher als Gesellschaft. Doch trotz des Zaubers vergangener Abenteuer, der dem Hause innewohnt, sehnt sich Archer danach wie seine Großeltern auf Entdeckungstour zu gehen. Der einzige Lichtblick, den Archer ab und zu erhält, sind die seltenen Pakete, die seine Großeltern heimlich vor dem Haus der Helmsleys für den Jungen ablegen.
    Archers Leben ändert sich, als der Nachbarsjunge Oliver in sein Leben tritt. Beide Jungs wohnen im höchsten Stock ihrer jeweiligen Behausungen, und so besuchen sie sich gegenseitig über eine schmale Verbindung zwischen den Häusern. Eigentlich möchte Oliver gar kein Forscher sein und gefährliche Dinge erleben sondern nur einen Freund haben, aber gezogen von der Abenteuerlust seines neuen Freundes lässt er sich auf die Ideen von Archer ein. Jedoch, ein richtiges Abenteuer erleben sie trotzdem nicht. Das soll sich ändern, als Adelaide – frisch aus Frankreich ins Nachbarhaus eingezogen – in ihr Leben tritt. Ihr Holzbein erklärt sie in der Schule mit einem Krokodilangriff, weil sie über die wahren Begebenheiten nicht sprechen möchte. Archer ist fasziniert von ihrer Geschichte, ganz glauben kann er ihr sie allerdings nicht, und auch Oliver hegt seine Zweifel. Trotz der Eifersucht, dass Adelaide angeblich schon so viele Abenteuer erlebt haben soll, freunden sich die drei an, und als Archer einen Plan ausheckt in der Antarktis nach seinen Großeltern zu suchen, erscheint ihm Adelaides Erfahrung im Abenteuer erleben mehr als geeignet.
    Die drei erleben einige Abenteuer, mit denen sie nicht gerechnet hätten, und natürlich alles andere als geplant.

    Mit diesem Buch darf man keinen Abenteuerroman erwarten. So eingesperrt wie Archer häufig ist, so wenig Abenteuer erlebt man mit ihm zusammen. Vielfach wird eher über all die Dinge erzählt, die man mal erleben könnte. Es ist eine unscheinbare und stille Geschichte, die eher vom Träumen handelt und von der Sehnsucht, dabei jedoch mit stellenweise pfiffigem Wortwitz und Situationskomik aufwartet. Auf ein großartiges Abenteuer wartet der Leser lange, hier ist der Weg das Ziel. Dafür erlebt man mit, wie drei isolierte junge Menschen zueinander finden und eine feine Freundschaft entwickeln.
    Nicholas Gannon hat nicht nur den Roman geschrieben, er hat seine Geschichte um auch zarte und stimmige Illustrationen erweitert, denen eine ganz besondere Ruhe innewohnt, wie ich finde. Mir hat dieser Abenteuerroman ohne opulente Abenteuer dennoch sehr gut gefallen, da mir die Charaktere ans Herz gewachsen sind und mich die Zeichnungen unglaublich angesprochen haben.

  8. Cover des Buches 635 Tage im Eis (ISBN: 9783442150427)
    Alfred Lansing

    635 Tage im Eis

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Grandiose belletristische Darstellung einer missglückten Polarexpedition. Dem Autor gelingt es durch Zitate aus den Tagebüchern der Besatzung den Leser so nah wie möglich am Geschehen teilhaben zu lassen. Diese bis zum Ende hin immer packender werdende Abenteuergeschichte ist das reinste Lesevergnügen. Einfach Toll.

  9. Cover des Buches Der Jonas-Komplex (ISBN: 9783100024640)
    Thomas Glavinic

    Der Jonas-Komplex

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Duffy

    Ein Wiener Schriftsteller mit ausschweifendem Lebenswandel zwischen Koks und Alkohol, ein Abenteurer, eigentlich der geborene Solist, dessen Persönlichkeit aber von Marie durch einen gemeinsamen Trip zum Südpol entscheidend verändert wird und ein 13jähriger Heranwachsender aus der Provinz mit unklarer Bezugspersonenbindung, der sich mit Schach aus der realen Welt rettet und von der Liebe träumt, das sind die Hauptfiguren, die dieses 750 Seiten Epos dominieren. Dazu kommen noch jede Menge illustrer und interessanter Nebenfiguren, ein pralles Sujet für einen Roman und den Leser.
    Glavinic hat mehr als einmal bewiesen, dass er ein großartiger Erzähler ist, dass er mit traumwandlerischer Sicherheit den richtigen Ton für seine Figuren findet und dass er Spannung aufbauen kann. Das gelingt ihm auch hier, doch durch die schnellen Wechsel der jeweiligen Figuren und auch der vielen Orte verlangt er seinen Lesern einiges an Aufmerksamkeit ab. Manches Mal wäre man gerne etwas länger an einem Strang geblieben und das Ganze hat eigentlich keine Spitze zum Ende zu, sondern bleibt auf einem Level, was nicht schlecht ist, aber was natürlich die Struktur eines Buches von dieser Länge aushebeln kann. Das passiert zwar nicht, denn Glavinic bleibt immer im Rahmen und behält die Übersicht, doch die stringenten Parallelbewegungen sind nicht immer auch optimal.
    Was auffällt, sind einzelne Gedanken, die man sich am liebsten herausschreiben würde. Ganz besonders seien die Fünf-Sterne-Denkmodelle über Demokratie und Terrorismus (S.454 und S.676) erwähnt, die trotz ihrer Kürze und Einfachheit besser sind als vieles, was in den letzten Jahren dazu herumgeschwafelt wurde.
    Im Vergleich mit seinen anderen Büchern fällt dieses hier wegen der Inhaltsfülle ab. Seinem Stil bleibt der Autor treu und das ist auch gut so. Vielleicht wären sogar drei Bücher besser gewesen, als aus diesem Stoff ein so umfangreiches zu machen.
    Mit dem tränenden Auge des Fans kann man hier nur drei gute Sternchen geben. Wenn es die Bewertung geben würde, dann dreieinhalb. In jedem Fall muss das jeder für sich entscheiden, verlorene Zeit, dieses Buch zu lesen, braucht aber niemand befürchten.
  10. Cover des Buches Ghosthunter (ISBN: 9783785562628)
    Derek Meister

    Ghosthunter

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Viele spannende Vorfälle auf unterschiedlichen Kontinenten mit interessanten Darstellern. Das Buch nahm mich schnell gefangen, der Aufbau der Spannung zieht an und bleibt lange erhalten. Die unterschiedlichen Protagonisten erzählen aus Ihrer Sicht, der Szenenwechsel macht Lust auf mehr, ab und an war s mir zu technisch ( muß zu meiner Schande auch gestehen Physik war nie eines meiner Lieblingsfächer ) aber es war gut verständlich. Da viele Fragen offen blieben was bei der Menge an Mitspieler nicht verwunderlich ist überlege ich mir die nächsten beiden Bände auf die Liste zu setzen.
  11. Cover des Buches Der eiskalte Himmel (ISBN: 9783596030569)
    Mirko Bonné

    Der eiskalte Himmel

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Heinrich_Stefan_Noelke
    Ich kenne Shackletons Geschichte in mehreren Versionen, doch dies ist mit Abstand die beste, spannendste und ergreifendste von allen. Auch die glaubhafteste. All das könnten die Maenner so erlebt haben. Man ist ganz dicht bei ihnen. Der fiktive Zugang ist absolut gelungen. Mirko Bonné muss unendlich viel recherchiert haben. Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.
  12. Cover des Buches Sub Terra (ISBN: 9783442378241)
    James Rollins

    Sub Terra

     (76)
    Aktuelle Rezension von: PeWa
    Eine Geschichte über Menschen in einem Höhlensystem und dann auch noch eine Bedrohung? Hmmm, das klingt nicht wirklich neu, aber zumindest interessant.
    So waren meine Gedanken, als ich die Kurzbeschreibung zu diesem Buch lass. Da mich aber das Thema Höhle und Schrecken in gewisser Weise sehr interessiert, musste ich es aber einfach lesen und ich habe es nicht bereut.

    Die Geschichte beginnt recht gemütlich mit der Vorstellung der verschiedenen Personen und dem Projekt in der Antarktis auf Höhlenexpedition zu gehen. Die Hintergründe dieser Expedition werden nur langsam aufgeklärt, dafür geht die Action in diesem Buch sehr schnell los.

    Das Buch unterteilt sich in 5 große Abschnitte die zusätzlich in 37 Kapitel, plus Epilog unterteilen.
    Der Leser kommt schnell in die Geschichte rein, da der Schreibstil recht einfach zu lesen ist. Die Personen sind, ich würde sagen aus unterhaltungstechnischen Gründen, einfach gestrickt, nicht zu tiefgründig, aber dennoch greifbar. Dafür hat es das Setting in sich. Der Autor beschreibt die Umgebung und das was die Protagonisten darin vorfinden wunderbar. Er hat sich wirklich einen Kopf über das 'Was', 'Wo' und 'Warum' gemacht. Die Höhlenumgebung ist zwar völlig fiktiv, aber sie macht, im Bereich der Geschichte einen authentischen Eindruck.
    Die Geschichte selbst ist auch gut geschrieben. Die Spannung schießt recht schnell nach oben und ich habe mich zu diesem Zeitpunkt bereits gefragt was denn da noch kommen soll, wenn es bereits jetzt schon mit der Action anfängt und ich noch so viele Seiten vor mir habe. Aber der Autor macht nicht den Fehler einfach nur den Überlebenskampf und Flucht vor einer Gefahr zu behandeln. Nein, das Geschehen nimmt doch reichlich viele Wendungen und anderweitige Gefahren mit, dass einfach keine Langeweile aufkommen will.

    Fazit:
    Sub Terra ist eine gelungene und spannende Erzählung, die sich hervorragend ließt, wahnsinnig gut unterhält und in der, wenn denn die eigentliche Expedition erst einmal los geht, keine Langeweile mehr aufkommt. Man wird von einer Bedrohung zur nächsten geworfen. Mich haben einige Stellen irgendwie an die 'Reise zum Mittelpunkt der Erde' erinnert.
    Vom Unterhaltuns- und Spannungswert, sowie was den Einfallsreichtum des Autors angeht ist es ein glattes fünf Sterne Buch für mich. Sicherlich ist es keine dramatisch tiefgründige Story, aber das wäre hier auch etwas fehl am Platz.
  13. Cover des Buches Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer (ISBN: 9783958554764)
    Jules Verne

    Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen
    Inhalt: Jules Vernes berühmter Klassiker - ein Meisterwerk der phantastischen Literatur.
    In seinem erstmals 1870 erschienenen Roman nimmt Verne die technische Entwicklung des Unterseeboots vorweg und entwickelt eine abenteuerliche Geschichte um eine gefährliche Expedition ins Ungewisse. Die Jagd nach einem vermeintlichen »Meeresungeheuer« beginnt.

    Bei diesem Buch handelt es sich wohl um einen DER Klassiker der Literaturgeschichte. Die Handlung ist schnell erzählt; ein Forscher und zwei weitere seiner Reisegefährten gehen bei der Jagd nach einem Meeresungeheuer über Bord und werden von selbigem gerettet. Nur das es sich um kein Monster sondern ein Uboot handelt, welches von dem heute berühmten Kaptain Nemo befehligt wird.

    Für die Zeit der Veröffentlichung war diese Idee mehr als phantastisch und das komplette Werk ist fachlich sehr gut ausgearbeitet (Zahlen, Fakten, Namen und Klassifizierungen von Meereslebewesen). Leider fehlte für mich völlig der Zugang zu den einzelnen Charakteren. Sie blieben für mich alle unzugänglich und blass. Des weiteren gab es komplette Kapitel die nur mit ellenlangen Zahlen und Abmessungen gefüllt waren. Die wundervollen Beschreibungen der Unterwasserspaziergänge und der Meereswelt kamen für mich viel zu kurz.

  14. Cover des Buches 20.000 Meilen unter dem Meer (ISBN: 9783898139052)
    Jules Verne

    20.000 Meilen unter dem Meer

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Inhalt (LB): "Auf der Such nach einem Seeungeheuer, das die Weltmeere durchstreift und Schiffe scheinbar mühelos versenkt, treffen Professor Arronax, sein Diener Conseil und der Kanadier Ned aufeinander und eine fantastische Reise in die Tiefen des Meeres beginnt."

    Cover: Dieses Cover meiner Version ist passend zu dem Titel und Inhalt gestaltet und gibt somit gleich Aufschluss über die Grundidee. Auch wirkt es etwas düster durch das dunkle Blau.

    Sprecher: Da es sich um ein Hörspiel handelt, gibt es mehrere Sprecher. Dies macht es leichter die Charaktere auseinander zu halten. Ich fand die Sprecher angenehm und habe hier gerne zugehört.

    Meinung: Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Arronax ist mir sympathisch und ich habe ihn hier gerne begleitet. Auch habe ich immer gerne mehr über Nemo und sein Werk erfahren. Das Abenteuer hat Spaß gemacht. Es war unterhaltend, spannend, interessant und kurzweilig. Ich kann diesen Klassiker nur weiterempfehlen und werde gerne wieder ein Buch des Autors lesen/hören.

  15. Cover des Buches Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym / Die Eissphinx (ISBN: 9783404157884)
    Jules Verne

    Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym / Die Eissphinx

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ferrante
    "The Narrative of Arthur Gordon Pym" ist Poes einziger kurzer Roman. Um nichts vorweg zu nehmen, verrate ich nicht viel über die Handlung, außer, dass der Protagonist sich als blinder Passagier auf ein Schiff schleicht und auf der Fahrt Extremsituationen ausgesetzt wird, die ihn schließlich zum phantastischen Ende des Romans am Südpol führen. Über diesen Roman kann man geteilter Meinung sein - ein grandioser, sehr spannender Fehlschlag eines Autors, der mit dieser längeren Textform nicht zurecht kam und nicht wusste, wie er den Text beenden sollte (der Schluss ist recht merkwürdig), oder ein grandioser, erzählerischer Witz kann er sein. Neben H. P. Lovecraft wurde Jules Verne zu einer Fortsetzung des Romans inspiriert. Ein Schiff segelt Pym nach zum Südpol, um ihn und die Mannschaft des verloren gegangenen Schiffs zu finden. Der Roman beginnt sehr atmosphärisch, ist aber schlussendlich erstaunlich handlungsarm und nüchtern. Es kommen keine phantastischen oder utopischen Elemente vor, sondern nur Extremsituationen, denen die Segler durch die Naturgewalten ausgesetzt werden, und natürlich auch menschliche Verwicklungen wie eine Meuterei. Allerdings werden alle Fragen, die Poe offen ließ, geklärt, wenn auch auf eine sehr nüchterne Weise. Dass der Roman trotzdem spannend ist, muss man der Erzählkraft von Verne zugute halten. Ein offener Punkt dieser Ausgabe ist die Qualität der Übersetzungen. Bei beiden Übersetzungen handelt es sich um überarbeitete Fassungen von alten Übersetzungen von 1922 und 1898. Wenn man allerdings eine Übersetzung überarbeitet, ohne einen Rückbezug zum Original durchzuführen, entfernt man sich doch leicht weit von ihm. Auch was die Komplettheit der Übersetzungen anbelangt, erfährt man nichts. Dennoch lesen sie sich sehr gut, ohne den Charme der alten Sprache eingebüßt zu haben.
  16. Cover des Buches Ice Station (ISBN: 9783548285931)
    Matthew Reilly

    Ice Station

     (86)
    Aktuelle Rezension von: MellieJo
    Rezension von Melanie zu Ice Station ( ein Scarecrow -Thriller, Band 1) von @Matthew Reilly 


    5 von 5 🌟 atemberaubend spannend. Was ist, wenn der Feind im eigenen Bett dich verrät? 


    Inhalt 
    Eine Forschungsstation irgendwo im blendend weissen Nichts der Antarktis. Es sollte ein Routine-Taucht werden. Doch das Team von US-Wissenschaftlern macht eine unglaubliche Entdeckung: tief unten, mitten in einer Svmchicht aus über 100 Millionen Jahre altem Eis, liegt ein riesiges Objekt aus Metall. Ein Raumschiff? 
    Aber dann gibt es plötzlich Probleme. Das Letzte, was die Kameraden in der Ice Station von ihren Männern hören, sind hilflose Schreie.
    Ein Elitetrupp der US -Marines unter der Führung des charismatischen Leutnants Shane Schofield wird entsandt, um den rätselhaften Vorgang aufzuklären. Ein verschworener Haufen, knallhart. Ihrem Lieutnant würden sie bis in die Hölle folgen. Und genau dorthin wird er sie führen....


    Ich habe dieses Buch vor über zehn Jahren bereits gelesen. Und da ich vor kurzem ja 'Der große Zoo von China' bereits von Matthew Reilly gelesen und gesuchtet habe musste ich dieses Werk unbedingt noch einmal lesen. 


    Matthew schafft es eine einzigartige Atmosphäre zu erschaffen die jedem Action - Thriller den Rang ablaufen lässt. Man ist in dieser Geschichte. Sie ist wie alles was ich von ihm kenne hervorragend recherchiert.
    Man fühlt absolut mit den Protagonisten. Ihre Verzweiflung, Wut und Hilflosigkeit. Ich hätte manchmal am Liebsten in das Buch gegriffen und zu gehauen so hat man mitgefiebert.  


    Die militärischen Zusammenhänge und die "Kooperation" mit "Verbündeten" ist klasse herausgearbeitet, und macht Angst wie weit manche gehen, und wie abgebrüht manche Menschen sind. Im Laufe der Geschichte sass ich oft da, und dachte: ne, das darf doch nicht wahr sein, das kann er nicht machen! Es dann aber Kopfschüttelnd hinnehmen musste.


    Das Cover mit dem Eisberg passt hervorragend zur Geschichte. 


    Die Protagonisten allen voran Shane 'Vogelscheuche' Schofield ist eine phantastische Heldenfigur. Absolut ehrlich, unerschrocken und charismatisch. Man muss ihn und seine kompromisslosigkeit ist erforderlich und macht ihn nur noch sympathischer. 


    Wendy ist eine süsse Pelzrobbe, welche nicht nur intelligent ist sondern auch zuckersüß. 


    Sarah Hensleigh eine der Wissenschaftlerinnen auf der Ice Station ist intelligent, attraktiv und ehrgeizig. Ich mOchse sie von Anfang an nicht. Ich weiss aber nicht warum.


    Eine von Herzen kommende Leseempfehlung! Es ist soooo ein tolles Buch!


    Fakten 
    656 Seiten
    Ebook 8,99 €
    Buch 9,99 € (16,90 DM)




    Erschienen im @Ullstein Verlag 


    Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier :
    https://www.amazon.de/gp/aw/d/3548285937/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1507889222&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=ice+station+reilly&dpPl=1&dpID=51lh2nej9AL&ref=plSrch


    Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
    http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

  17. Cover des Buches Welt in Angst (ISBN: 9783941378551)
    Michael Crichton

    Welt in Angst

     (117)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf
    Meiner Ansicht nach ist "Welt in Angst" das meisten verkannte Buch von Michael Crichton. Jahrelang stand es ungelesen auf meiner Leseliste abgeschreckt durch die vielen negativen und durchwachsenen Kritiken.

    Crichton beleuchtet das Thema "Erderwärmung und Klimawandel" in diesem Buch von unterschiedlichen Blickwinkeln. Besonders stark stellt er die Fragen nach dem objektiven wissenschaftlichen Beweis in den Vordergrund. Zum Zeitpunkt als das Buch geschrieben wurde, waren eindeutige wissenschaftliche Beweise noch nicht gegeben - ob wir heute wirklich weiter sind, möchte ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall werde ich in Zukunft Argumente und Gegenargumente noch sorgfältiger abwägen.

    Das es schon vor dem Auftreten des Menschen starke Schwankungen des Weltklimas ist unbestritten. Auch die mittelalterliche Warmzeit und die folgende "kleine Eiszeit" sind belegt. In welchem Maße ist die aktuell prognostizierte Erderwärmung auf uns Menschen und in welchem auf "natürliche" Veränderungen zurückzuführen? Auch wenn es auf diese Frage keine eindeutige Antwort geben mag, wir Menschen müssen versuchen unseren Einfluss zurückzufahren.

    Des Weiteren beschäftigt sich Crichton mit den Auswirkungen von menschlichen Naturschutzmaßnahmen am Beispiel des Yellowstone National Parks. Sein Urteil ist vernichtend.

    Er wirft außerdem die Frage auf, ob es nach dem Ende des kalten Krieges eine neue Bedrohung brauchte um die Mächtigen an der Macht zu halten. 

    Der im Nachwort anstellte Vergleich zwischen Eugenik und Umweltschutz ist in meinen Augen allerdings ziemlich gewagt.

    Zum Inhalt habe andere schon viel geschrieben. Die Story ist nicht ausgewogen und einige Personen sind nicht wirklich glaubwürdig. In dieser Hinsicht keinesfalls sein bester Roman. 

    Fünf Sterne gibt es von mir, weil es ein Buch zum Nachdenken ist. Davon gibt es viel zu wenige. Auch wenn ich die Positionen des Autor mit Skepsis betrachte, ich finde es gut, wenn populäre Thema kontrovers behandelt werden und jeder sich seine Meinung bilden kann.
  18. Cover des Buches Winter (ISBN: 9783841905734)
    Barbara Schaefer

    Winter

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?

    Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!

     

    Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.

     

    Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!

     

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)

     

     

    FAZIT:

    Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.

  19. Cover des Buches Antarctica (ISBN: 9783734103926)
    Steve Berry

    Antarctica

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista
    Der Vater von Cotton Malone ist vor Jahrzehnten in einem U-Boot zu Tode gekommen. Jetzt endlich bekommt der Ex-Bundesagent ein Dokument in die Hände, das die Umstände des Todes näher aufdecken. War doch das U-Boot mit seiner Besatzung auf einer geheimen Mission in der Antarktis. Malone macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis. Unter anderem führt ihn dies nach Aachen und zum Grab Karl des Großen. So legt sich Malone nicht nur mit den hochkarätigen amerikanischen Offizieren an, er tritt auch noch den ein oder anderen kräftig auf die Füße. Und wollen die Schwestern, aus einer deutschen Familie, ihm auch wirklich helfen?

    „Antarctica“ ist ein Thriller aus der Feder des Autors Steve Berry.

    Es ist der erste Roman, den ich von dem Autor lese. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, auch wenn das ein oder andere Mal die Übersetzung etwas seltsam war. Manchmal hatte die Geschichte ihre Längen und mit einem leichten Abfall der Spannung zu kämpfen. Ich hätte den Roman auch eher in Richtung Mystery anstatt Thriller angesiedelt. Bei Thriller denke ich immer an Mega-Spannung, Aktion, viel Blut und Mord.

    Die Verbindungen zu der Vergangenheit fand ich ganz gut gelungen. Ebenso die mystischen Bezüge zu dem Ganzen.

    Die Verteilung von Gut und Böse war schon extrem. Es gab entweder vollkommen Gut oder absolut Böse. Ich bin nicht so unbedingt die Verfechterin von Ur-Gut und Ur-Böse. Vor allem, wenn ich die Beweggründe nicht so recht verstehe. So haben manche Figuren für mich auch recht unverständlich gehandelt.

    Die Preis Leistung ist hier allerdings sehr angenehm. Man erhält für das Geld ein langes Lesevergnügen.

    Was ich sehr positiv erwähnen möchte, sind die Bilder die im Buch zu finden sind. Es sind zwar nicht viele, helfen allerdings sehr gut bei der Vorstellung der Gegenstände oder Abbildungen. Auch das Cover finde ich sehr ansprechend und gelungen.
  20. Cover des Buches Mit der Endurance ins ewige Eis (ISBN: 9783492405973)
    Ernest Shackleton

    Mit der Endurance ins ewige Eis

     (13)
    Aktuelle Rezension von: bond

  21. Cover des Buches Scott and Amundsen (ISBN: 9780349113951)
    Roland Huntford

    Scott and Amundsen

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Hilfe für die Weihnachtsmänner (ISBN: 9783570177068)
    Ute Krause

    Hilfe für die Weihnachtsmänner

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Rheinmaingirl

    In der Zeitung wird verbreitet, dass es keine Weihnachtsmänner mehr gibt und die Kinder schreiben keine Wunschzettel. Hierdurch fühlen sich die Weihnachtsmänner arbeitslos und fliegen in die Südsee. Der kleine Junge Anton glaub trotz Nachricht in der Zeitung an den Weihnachtsmann und bekommt durch eine Postkarte mit, dass Sie in der Südsee sind. Er möchte daher in die Südsee und die Weihnachtsmänner zurückholen. Klappt das wie gewünscht oder hat Anton sich zu viel vorgenommen?

    Das Cover mit den Weihnachtsmännern ist liebevoll gestaltet und im Bilderbuch gibt es viele weitere Zeichnungen mit Details, die Kinder entdecken können und auch Erwachsene noch. Der Schreibstil ist einfach und auch für jüngere Kinder zum Vorlesen geeignet.

    Insgesamt ein tolles Buch zum Vorlesen, dass auch den Vorlesern Freude bereitet und die Weihnachtszeit versüßen kann.

  23. Cover des Buches Der weiße Kontinent (ISBN: 9783453150287)
    Alan Gurney

    Der weiße Kontinent

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Das National Geographic Lexikon der 100 bedeutendsten Entdecker (ISBN: 9783934385986)
    Hans J Löwer

    Das National Geographic Lexikon der 100 bedeutendsten Entdecker

     (3)
    Aktuelle Rezension von: metalmel
    Ein schönes Buch. Eignet sich hervorragend zum schmökern oder um zumindest in der Phantasie auf Abenteuerreise zu gehen. Die 100 bedeutendsten Entdecker sind von National Geographic zusammengestellt worden und werden mit viel Bildmaterial vorgestellt. Dazu gibt es ein großes Poster, auf denen die einzelnen Reisen dargestellt sind. Viele der Entdecker kenne ich nicht, aber von einigen anderen habe ich schon etwas gelesen. Natürlich kenne ich den Wettstreit zwischen Amundsen und Scott. Amundsen erreicht als erster den Südpol, Scott vier Wochen später. Völlig demoralisiert sterben Scott und seine Gefährten auf dem Rückweg. Amundsen hingegen wird nach seiner Rückkehr als Nationalheld gefeiert. Er hatte zuvor schon die Nordwestpassage gefunden und sich einiges bei den Inuit abgeschaut. Er ließ sich zeigen, wie sie ihre Iglus bauen und wie sie sich kleiden. Er lernte von ihnen, mit seinen Kräften zu haushalten und nicht zu hetzen. Nicht zuletzt deshalb erreicht er als Erster am 14. Dezember 1911 den südlichsten Punkt der Erde. In den 20er Jahren wendet er sich mehr der Luftfahrt zu und beteiligt sich 1928 an der Suche nach einem verschollenen Forscher. Er startet mit 2 französischen Piloten, kehrt aber nicht mehr zurück. In der Barentssee werden nur noch die Reste des Flugzeugs gefunden. Oder Mungo Park. Der ist schon nicht mehr so bekannt, aber wer „Wassermusik“ von T.C. Boyle gelesen hat, der weiß, dass er ein Afrikaforscher war. Zunächst studierte er Medizin und reiste 1792 als Hilfsarzt auf einem Schiff nach Sumatra. Durch seine Publikation über unbekannte Fische erhält er 1795 den Auftrag nach Afrika zu reisen und dort die Nigerfrage zu lösen. Er reist den Gambia 150 Kilometer hoch, doch das Klima macht ihm zu schaffen. Er erkrankt an Malaria. Nach seiner Genesung macht er sich wieder auf den Weg. Je weiter er nach Norden vordringt, desto feindlicher werden die Stämme. Er wird überfallen und gefangengenommen. Schließlich flieht er ohne alles, er hat keine Vorräte und ist 1000 Kilometer von der Küste entfernt, aber er kehrt nicht um, er sucht weiter den Niger und erreicht ihn 1796 als erster Europäer. 1797 kehrt er nach England zurück. 1805 unternimmt er erneut eine Expedition nach Afrika, um zu erkunden wohin der Niger fließt. Aber auf seiner Reise verschwinden er und seine Männer spurlos. Auch drei Frauen finden sich unter den bedeutendsten Entdeckern. Das ist nicht viel, aber zu der großen Entdeckerzeit waren Frauen eben noch zu Hause für die Familien da und reisten nicht umher. Die beeindruckendste unter ihnen war für mich Alexandrine Tinné. Sie erbt mit 21 Jahren das Vermögen ihres Vaters. Und sie weiß was sie mit dem Geld tun möchte: Sie will die weißen Flecken auf der Landkarte Afrikas erkunden, die Quellen des Nil finden und gegen die Sklaverei kämpfen. 1861 zieht sie mit ihrer Mutter nach Kairo und kauft erstmal 100 Sklaven frei. Danach bereitet sie ihre Expedition vor. Sie mietet einen Dampfer, 3 kleinere Beiboote, heuert 500 Träger und 65 Soldaten an, kauft eine Tonne Glasmurmeln und 12000 bemalte Muscheln als Zahlungsmittel, 30 Maultiere, 4 Kamele und 1 Reitpferd. Auf dem Dampfer gibt es ein Klavier, auf dem sie Chopin und Beethoven spielt. Sie und ihre Mutter sind immer tadellos viktorianisch gekleidet und haben Zofen bei sich. So kämpfen sie sich den Nil hoch. Aber sie beherrscht das Forscherhandwerk, sie kann mit dem Sextanten ihre Position bestimmen, mit Hilfe des Wassersiedepunkts die Höhe über dem Meeresspiegel ermitteln und Karten anfertigen. 1862 kehrt sie nach Kairo zurück, denn ihre Mutter und die Zofen sind an Malaria gestorben. 1867 wendet sie sich Nordafrika zu, sie will herausfinden, ob es eine Verbindung zwischen dem Tschadsee und dem Nil gibt. Nach 2 Jahren Vorbereitung bricht sie auf. Sie hat Eisentonnen herstellen lassen, um darin Wasser zu transportieren. Und das wird ihr zum Verhängnis: Am 01. August 1869 kommt es in der Oase Wadi Aber Jong zu einem Streit, da die Kameltreiber glauben, in den mitgebrachten Eisentonnen seien Perlen und Gold. Sie töten Tinné und sind enttäuscht, als nur Wasser aus den Tonnen fließt. Irgendwie haben sehr viele Entdecker kein sehr schönes Ende gehabt – sie werden ermordet, verschwinden spurlos, stürzen mit Flugzeugen ab oder sterben an seltenen Krankheiten. Aber sie hatten ein aufregendes Leben.

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