Bücher mit dem Tag "südsee"
36 Bücher
- Diana Gabaldon
Outlander - Ferne Ufer
(1.149)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterVor Jahren habe ich angefangen die Reihe zu lesen. Dann fing ich an die Serie zu schauen und konnte mich nicht satt sehen. Da Bücher aber viel mehr zu bieten haben, habe ich mir den dritten Band zur Brust genommen und mich in die über 1000 Seiten gestürzt. Ich habe es keine Sekunde bereut.
Die Geschichte hat mich wieder von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Die Protagonisten waren für mich wie alte Freunde die man wieder sah und mit denen man erneut Abenteuer erleben durfte. Band 3 ist genauso gewaltig und facettenreich wie die Vorgänger.
Die Charaktere waren wieder sehr gut ausgearbeitet und auch die Dialoge zwischen den Protagonisten rundeten das ganze ab. Der Schreibstil ist sehr detailliert und eine Passagen werden dadurch in die Länge gezogen.
Zum Ende hin wurde es ein wenig abenteuerlich und es zog sich etwas in die Länge. Dennoch konnte mich das Buch wieder fesseln und die über 1000 Seiten konnten mich nicht verschrecken.
- Christian Kracht
Imperium
(169)Aktuelle Rezension von: Lorenz1984Die Art wie Herr Kracht Romane schreibt, ist eine ganz besondere.
Vorallem in diesem Roman aber, unterscheidet sich die Schreibweise von seinen anderen Werken wie Eurotrash oder Faserland.
Denn der Wahnwitz, die Brillanz der Worte, und die Beschreibung der Ereignisse, ist in so einer unglaublich fantastisch, wunderbar signifikanten Art beschrieben, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Nämlich eine unbarmherzige Ironie, die mir alle paar Sätze ein Schmunzeln in Gesicht zaubert.
Andere Personen würden wohl abschrecken vor Sätzen, die eine halbe Seite lang sind, aber das nehme ich bei diesem Genuß liebend gerne in Kauf.
"Die Toten" von Kracht war mein Einstieg in die Sucht namens Christian Kracht, und ich hab tatsächlich mittlerweile 90% seiner Werke gelesen.
- Lucy Clarke
Das Haus, das in den Wellen verschwand
(250)Aktuelle Rezension von: buecher_t1naIch habe einige Bücher von Lucy Clarke günstig auf dem Flohmarkt bekommen. Dieses Exemplar hat sogar die Tropfen als Farbschnitt.
Zuvor hatte ich "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" gelesen, somit ist dies mein zweites Buch von Lucy Clarke.
Zum Inhalt/Klappentext möchte ich nicht mehr viel sagen, einige andere Rezensionen hier auf Lovelybooks fassen das schon gut zusammen. :)
Somit zu meiner Meinung:
Das Thema war sehr interessant, jedoch für mich auch irgendwie anstrengend. Ich habe das Buch jedoch nicht abgebrochen, weil ich schon irgendwo wissen wollte, was jetzt passiert ist.
Das Buch wird aus Lanas Sicht in zwei Zeitebenen erzählt: "Damals" - hier geht es um das Leben auf der Jacht und im "Jetzt", ca. 8 Monate nach dem sie die Jacht verlassen hat. In beiden Zeitebenen gibt es jedoch zwischen drinnen Flashbacks, die sogar noch vor dem Ganzen in England spielen. Sorry, das hat mich schon gleich genervt.
Die Kapitel sind natürlich spannend gestaltet, teilweise ja immer von Jetzt zu Damals mit einem Cliffhanger, dass man natürlich wissen will, wie es weitergeht. Und man wusste ja, dass irgendwas schlimmes auf der Jacht passiert ist. Es hat sich dorthin aber gezogen!
Um ehrlich zu sein, kann ich mir das selber gar nicht vorstellen, mit Leuten auf einer Jacht rumzuschippern. Für ein Buch kann es aber natürlich super als Setting sein. Du bist mit mehreren Menschen, die du gerade erst kennen gelernt hast unterwegs. Es gibt keine richtige Rückzugs-Möglichkeit und auch das Meer kann tückisch sein - so wie auch Menschen.
Es hat mich aber super gestört, dass gefühlt jeder seine eigenen Geheimnisse hatte und dann einzelne Grüppchen in jeglicher Konstellation auch noch Geheimnisse hatte und keiner hat es geschafft mal mit der Wahrheit raus zu rücken. Und Lana, die das alles merkt und dem Ganzen auf den Grund gehen will, wird auch noch dargestellt, als wenn sie verrückt wäre.
Ich kam und komme damit immer noch nicht klar. Im Allgemeinen bin ich auch kein Fan von dem Thema (oder ist das auch schon langsam ein Trope) "Missverständnis" / "unklare Kommunikation". Es hätten dennoch einige Themen aus dem Weg geräumt und geklärt werden können, die gar nicht so schlimm waren ( Affäre Shell & Heinrich), weil das mit der eigentlichen Katastrophe gar nichts zu tun hatte. Es hätte zwar gegen Aarons Regel verstoßen, aber egal. Lana hätte nicht allen und jeden mit der Katastrophe verdächtigt.
Diese Lügen waren für mich echt schlimm. 😅
Klar, war das Buch irgendwo spannend, ich habe es auch relativ schnell gelesen und hätte es nicht abgebrochen. Aber "Der Sommer, als es zu schneien begann" fand ich einen Ticken besser. Vielleicht auch, weil es dort nur um eine Person ging, die gelogen hat.
Eventuell war ich einfach mit der Gruppe an Menschen auf der "Blue" überfordert. - Alexandra Fischer
Der Traum vom Horizont
(68)Aktuelle Rezension von: Renate1964Um sich vor dem Vater und Bruder zu beweisen, wandert Karl von Bahlow mit seiner Frau Rosa und den Töchtern Grethe, Helene und Martha 1909 nach Samoa aus.
Das Buch ist ganz toll. Die Charaktere sind vielschichtig, die Geschichte gut recherchiert, die Landschaft wunderschön beschrieben. Die Handlung ist nicht vorhersehbar
- Claudia Zentgraf
Eine Reise um die Welt
(26)Aktuelle Rezension von: SelinavoGeorg Foster hat es geschafft! Er darf als Leichtmatrose mit zu James Cook aufs Schiff und die Welt bereisen! Schnell freundet er sich mit Henry an, der noch in London Zeuge eines Diebstahls wird. Nach und nach wird den beiden Jungs bewusst, dass sich der Täter auf dem Schiff befindet. Sie wollen die Tat unbedingt aufdecken, was sich als nicht so einfach herausstellt...
Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Es kam überhaupt keine Spannung auf und es war sehr langatmig geschrieben. Ich hatte auch Probleme damit, mir die Charaktere zu merken, da ich überhaupt keine Symphathien entwickeln konnte. Insgesamt verlief die Geschichte in meinen Augen gradlinig - ohne Höhen und Tiefen.
Allerdings hat mir die Beschreibung der Orte, zu denen gereist wurde, sehr gefallen. Die Kultur sowie die Orte an sich konnte ich mir sehr gut vor Augen führen.
Auch das Cover gefällt mir sehr gut und wirkt mitreißend. Es wirkt dynamisch mit dem Schiff im Meer und schreit nach Abenteuer.
Da ich dieses Abenteuer mit dem Buch leider dann doch nicht so erleben durfte, vergebe ich hier nur 2 Sterne. - Regina Gärtner
Unter dem Südseemond
(113)Aktuelle Rezension von: cybergirllDie Zwillingsschwestern Alma und Käthe leben mit Mathilde und Fritz bei ihrem Vater und ihrer Tante Heidi. Ihre Mutter lebt nicht mehr.
Alma wird von ihrem Vater gedrängt den viel älteren Geschäftsmann Hermann zu heiraten.
Alma begleitet ihren Mann in die deutsche Südsee-Kolonie Samoa.
Auf der Überfahrt lernt Alma den Seemann Joshua Fitzgerald kennen und verliebt sich in ihn. Sie darf ihre Gefühle nicht zulassen, sie ist schließlich mit Hermann verheiratet.
In Samoa muss Alma sich an ein neues Umfeld und an die exotischen Einwohner gewöhnen.
„Unter dem Südseemond“ ist der 1. Band der Südsee-Saga von Regina Gärtner und bereits 2013 erschienen.
Mittlerweile feiert die Autorin unter ihrem Pseudonym Hanna Caspian große Erfolge.
Jetzt wurde der Historische Roman unter dem Namen Hanna Caspian neu veröffentlicht.
Im Mittelpunkt steht Alma. Für Alma ist nichts wichtiger als die Familie.
Für Alma ist es wichtig, dass es ihren Liebsten gut geht, dafür stellt sie sich immer in den Hintergrund, sogar ihre Liebe.
Sie wurde nach dem Tod der Mutter sehr streng von ihrem Vater erzogen.
Der Vater veranlasst auch, dass Alma den Geschäftsmann Hermann Stieglitz heiratet und mit ihm nach Samoa geht.
Ich habe Alma sehr schnell ins Herz geschlossen.
Sie hat eine große Entwicklung durchlebt. Ist vom jungen Mädchen zur Frau geworden.
Ihre Zwillingsschwester Käthe ist das genaue Gegenteil.
Sie ist immer darauf bedacht im Vordergrund zu stehen.
Sie ist voller Neid und schürt oft Missgunst.
Als sie zu Alma in die Südsee kommt bringt sie Alma’s Leben total durcheinander.
Hanna Caspian erzählt die Geschichte auf eine sehr schöne Art.
Nicht die Liebesgeschichte steht im Vordergrund sondern Alma die, die Leser*innen begleiten. Man erlebt mit wie Alma sich in die fremde und exotische Welt einleben muss. Wie sie immer erwachsener und stärker wird.
Nebenbei bekommt man ganz viele historisch Fakten mit auf den Weg, schön und unterhaltsam verpackt in dieser fesselnden Geschichte.
Die Autorin beschreibt die Südsee und speziell Samoa so bildhaft. Ich habe richtig Fernweh bekommen.
„Unter dem Südseemond“ ist eine fesselnde und spannende Geschichte aus den Anfangsjahren der Autorin.
Man spürt beim lesen aber das ganz viel Hanna Caspian in dem Roman steckt.
Den 2. Band „Der Glanz von Südseemuscheln“ habe ich bereits angefangen. - Morton Rhue
Creature - Gefahr aus der Tiefe
(51)Aktuelle Rezension von: Hellena92Ismael weiß, dass er von der Erde verschwinden muss. Die Natur ist komplett zerstört, durch die dicke Smogwolke dringt schon lange kein Sonnenlicht mehr und die Luft reicht kaum zum Atmen. Als ihm ein Job auf dem fernen Planeten Cretacea angeboten wird, ergreift er die Chance und heuert dort auf einem Walfangschiff an. Doch seine Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige blutrünstige Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert. Für Ismael und den Rest der Besatzung geht es ums nackte Überleben …
Mein Fazit:
Mir fehlte ernsthaft die Spannung. Ja, es war spannend, bzw. die Spannung wirkte sehr künstlich und konnte mich nicht abholen, Die Charaktere waren mir zu blass, der Sprecher ganz ok, aber alles in allem, war es nicht meins.
Moby Dick ist spannender, Dystopie ist auch immer spannend, aber die Kombi der beiden unter diesem Titel ist leider nicht wirklich gelungen. Schade
- Ole R. Börgdahl
Fälschung
(41)Aktuelle Rezension von: biancaneve66Wer ist das kleine Mädchen mit dem Sonnenhut und wer hat sie auf dem Gemälde verewigt? Bevor das Kunst- und Auktionshaus Blammer in München das Werk versteigern kann, braucht es einen Herkunftsnachweis. Rechtsanwalt Georg Staffa recherchiert daraufhin in den verschiedensten Winkeln der Welt, stößt auf unterschiedliche Menschen, deren Schicksale und – auch auf die Spur des Gemäldes?
Das schlichte Cover mit zwei Pinseln und gedeckten Ölfarben bereitet einen noch nicht ganz darauf vor, was einen mit „Fälschung“ erwartet. Die Sprache ist einfach und sehr fließend. Die unterschiedlich langen Kapitel tragen aussagekräftige Titel, die einen auf den kommenden Inhalt einstimmen. Der Autor beschreibt sehr detailliert, egal, ob es sich um den Tagesablauf der Protagonisten, die verschiedenen Handlungsorte, die betreffenden Kunstepochen oder die naturwissenschaftlichen Untersuchungen zur Echtheit eines Gemäldes beziehen.
Die Handlung spielt 1998, zu einer Zeit, in der es zwar schon Internet gab, aber noch nicht viele Digitalisierungen – und außerdem nicht immer und überall Zugriff auf das weltweite Netz, wie wir es heute gewohnt sind. Die Schnitzeljagd führt den Protagonisten daher persönlich an die unterschiedlichen Handlungsorte. Eine Zusammenfassung des Erlebten, der Ergebnisse aus den Recherchen, wird immer wieder in Gesprächen oder E-Mails wiederholt. Dennoch wird die Geschichte durch das mehrmalige Aufgreifen der Fakten nicht langweilig, sondern gewinnt durch diese genauen Beschreibungen viel an Authentizität und Nachvollziehbarkeit. Und, sie lässt den Leser schnell vorankommen, was sich bezahlt macht. Letztendlich gibt es nämlich ein sehr überraschendes Ende mit phantastischer Auflösung.
- Jennifer Wolf
Das Lied der Sonne
(156)Aktuelle Rezension von: BuchstabenschlossLanea liebt ihr Leben so wie es ist. Sie begrüßt jeden Morgen die Sonne und das Meer. Sie lebt ein unbeschwertes Leben. Eines Tages wird verkündet, dass der König eine Braut sucht und dass jedes Land eine Anwärterin schicken soll. Da die Reise für ihr Volk risikoreich ist, entscheidet sich der Häuptling statt seiner einzigen Tochter Lanea als seine Tochter auszugeben und zum König zu schicken. Die Reise zum Schloss ist abenteuerlich und Lanea geht davon aus, dass sie in wenigen Tagen wieder zu Hause sein wird, doch Prinz Aaren ist ganz anders als erwartet und ihre Mutter offenbart ihr ein lang gehütetes Geheimnis. Und als wenn das noch nicht ausreicht um Lanea aus dem Gleichgewicht zu bringen, lauern unzählige Intrigen und Verschwörungen um sie herum.
Das Cover gefällt mir mit der Blume sehr gut. Es ist schlicht, aber ansprechend. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Autorin schreibt sehr bildlich, sodass das Setting vor den Augen aufgeht. Zudem hat sie ein Gespür dafür Emotionen gut zu beschreiben, sodass man mit den Charakteren mitfühlt.
Lanea ist eine junge Frau, die ihr Leben liebt und genießt. Sie hat feste Rituale und genießt die Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden. Sie lebt fernab von Machenschaften oder Intrigen und wird somit mit einer Welt konfrontiert, die sie so noch nicht kennenlernen musste. Aaren ist ein Prinz, dessen Erwachsenwerden von seinem Vater streng kontrolliert wurde. Seine Kindheit ist einsam und eintönig, dennoch ist er ein herzlicher und offener Mensch, der vorurteilsfrei versucht seinen Platz zu finden.
Die Charaktere haben mir alle auf ihre Art und Weise gut gefallen. Lediglich Laneas Mutter ging mir immer mal wieder auf die Nerven. Sie konnte sich nie äußern und hat aus allem ein riesiges Geheimnis gemacht. Sie hat sich für mich zu oft rausgeredet und nie wirklich Stellung bezogen. Lanea und Aaren waren mir Beide sehr sympathisch. Sie vertreten die richtigen Werte und wollen die Menschen gleich behandeln. Sie wollen eine Welt in Harmonie und Frieden.
Auch wenn mir Laneas offene, vorurteilsfreie und freundliche Art gefällt, so finde ich dennoch, dass sie ohne Misstrauen zu schnell Freundschaften geschlossen hat und das obwohl ihre Mutter ihr gesagt hat, dass sie vorsichtig sein soll und dass nicht jeder am Hof es mit ihr gut meint. Ihr Volk hat sie letztendlich vor dem König und so weiter gewarnt und dennoch schließt sie Aaren so schnell in ihr Herz. Das lief ein wenig zu glatt ab. Da hätte man definitiv noch was rausholen können.
Die Idee der Geschichte hat mir wirklich sehr gefallen. Das Potential wurde jedoch aus meiner Sicht nicht ganz ausgeschöpft. Gerade zu Beginn der Geschichte wird viel Zeit investiert das Land mit seinem Elend und seinen Problemen zu zeigen. Doch zum Schluss hin ging alles auf einmal. Der Anfang ist somit sehr langatmig und langgezogen, wohingegen das Ende in einem Wimpernschlag abgehandelt wurde. Da hat aus meiner Sicht die Proportion der Geschichte nicht ganz gepasst. Das gleiche gilt für diverse Szenen. Einige sind sehr sprunghaft, wohingegen andere Szenen sehr zäh waren.
Und daraus resultierte dann für mich, dass kein richtiger Spannungsbogen vorhanden war. Viele interessante Schritte in der Geschichte rückten in den Hintergrund wie zum Beispiel das Königreich selber. Der Fokus lag für mich zu sehr auf der Liebesgeschichte. Mir hat ein wenig die Veränderung im Land gefehlt, die Lanea und Aaren bezwecken wollen.
Insgesamt hat mir das Buch aber ganz gut gefallen. Die Grundidee ist schön, lediglich die Umsetzung ist nicht ganz gelungen für meinen Geschmack. Die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil ist angenehm und das Setting traumhaft.
- Umberto Eco
Die Insel des vorigen Tages: Roman
(107)Aktuelle Rezension von: DorGerDieses Buch konnte ich nicht aus der Hand legen, Umberto Eco at its best. Hierin geht es um Mut, Verzweiflung, Lebenfreude, Ohnmacht und Freundschaft, jede Menge Nautik und Astronomie. Unglaublich einfühlsam und rührend umgesetzt.
Zum Glück hab ich es als Buch gelesen, Tränen am E-Reader trocknen schlecht.
- Anne Hahn
Das Herz des Aals
(3)Aktuelle Rezension von: histerikerInhalt:
Ein Haus in Berlin mit seinen Bewohnern im 21. Jahrhundert; eine Reise ins Ozeanien am Anfang des 20. Jahrhunderts; eine Zirkusvorstellung im Jahr 1916. Diese drei Ebenen werden in diesem Buch dargestellt.
Bewertung:
Die historischen Ebenen fand ich sehr interessant und gut geschrieben. Deren Erzählung war gradlinig und die Charaktere interessant. Da ich keine Ahnung über diese Ereignisse hatte, hat es mich wirklich fasziniert und ich habe aus diesen Teilen ziemlich viel mitgenommen.
Dagegen hat mich die Gegenswartsebene oft mehr als verwirrt hintergelassen. Zwei Drittel des Buches war mir dieser Teil ziemlich unverständlich und ich hätte das Buch fast abgebrochen. Im letzten Teil des Buches kam dann Licht ins Dunkel und die Geschichte ergab Sinn. Ich kann es nicht genau greifen, woran diese Verwirrheit lag, aber am Ende sind mir doch die Charaktere ans Herz gewachsen. Ich werde wahrscheinlich mit dem Hintergrundswissen, das ich jetzt habe, diesen Teil nochmal lesen müssen, dann kann ich es mir vorstellen, dass ich es mehr genießen kann. - Erich Kästner
Der 35. Mai
(97)Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_ZamonienInhalt:
Konrad muss einen Aufsatz über die Südsee schreiben.
Wie soll er das nur anstellen? Wenn man noch nie dort war und keine Ahnung hat, wie es in der Südsee aussieht!
Zum Glück weiß sein verrückter Onkel, der Apotheker Ringelhuth, für jedes Problem eine passende Lösung.
Kurzerhand nimmt der Onkel seinen Neffen mit auf eine abenteuerliche Reise in die Südsee ... hoch zu Ross auf einem rollschuhfahrenden, sprechenden Zirkuspferd.
Alles Humbug?
Nicht am 35. Mai! Denn an diesem Tag sind allerhand kuriose Dinge möglich.
Altersempfehlung:
ab 10 Jahre
Illustrationen:
Insgesamt hat Isabel Kreitz vier Erich Kästner Geschichten als Comic umgesetzt.
Ausgezeichnet wurde sie - wohlverdient - mit dem Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin sowie für "Der 35. Mai".
Ursprünglich wurden die Geschichten von Erich Kästner illustriert von Walter Trier.
Isabel Kreitz bleibt nahe an den lieb gewonnenen, schwarz-weißen Originalzeichnungen,nimmt einige Szenen nahezu identisch auf und verleiht den Bildern behutsam einen individuellen Strich.
Eine kleine (zusätzliche) Hommage ist in den regenbogenbunten Bildern zu finden.
Beim Betrachten der wunderschönen und intensiven Buntstiftzeichnungen fühlt man sich, als wäre man selbst mittendrin im Abenteuer.
Timing und Panel-Gestaltung sind ausgefuchst und lassen die Phantasiewelten lebendig werden.
Die abschließenden Zeichnungen runden die Erzählung perfekt ab: Ringelhuth schaut beim schlafenden Konrad vorbei und hält den Aufsatz über die Südsee in Händen. Beim Lesen kann man ihm dann über die Schulter schauen und das Abenteuer ein zweites Mal aus der persönlichen Sicht des Jungen erleben.
Mein Eindruck:
Die Charaktere sind so vielfältig und phantasievoll angelegt wie die Handlung.
Heimlicher Liebling ist Negro Kaballo - ehemaliges Zirkuspferd mit einer Rollschuhnummer im Zirkus Sarasani - das unglaublich höflich und zuvorkommend ist. Selbstverständlich spiegeln Konrad und sein Onkel dieses Verhalten wider.
Mit reichlich Tempo wird die Reise des Trios erzählt.
Logik und Rationalität sollte man direkt am Eingang abgegeben, d. h. bevor man durch die Türen des geschnitzten Schrankes aus dem 15. Jahrhundert geht und plötzlich in einer Blumenwiese geradezu versinkt als wäre man eine Ameise.
Es folgt eine Absurdität nach der anderen: "Schlaraffenland: Eintritt frei, Kinder die Hälfte" (vgl. S. 22)
Völlig verrückt und dabei unfassbar phantasievoll!
Bereits die Reise zur Südsee ist herrlich unterhaltsam gestaltet. Die amüsanten Dialoge und kleinen, liebenswerten Sticheleien lockern das Abenteuer zusätzlich auf.
Zwischen den Zeilen ist Platz für zeitlose Gesellschaftskritik, beispielsweise in der Art, dass Kinder das Verhalten Erwachsener ihnen gegenüber kritisieren, aber auch, dass man sich - egal was andere denken - seine Phantasie und Flausen im Kopf auch bis in's hohe Alter bewahren sollte.
Immer wenn man denkt, noch skurriler kann es nicht mehr werden, wird man eines Besseren belehrt: plötzlich sitzt man neben Julius Cäsar und Napoleon und schaut sich im Colosseum ein Tennisspiel an.
So unkonventionell wie Onkel und Neffe zur Südsee gelangt sind, so ungewöhnlich - geradezu magisch - ist auch die Rückreise.
"Die Wunder werden nur vollbracht von dem, der sich nicht wundert."
(Häuptlicng Rabenaas, vgl. S. 93)Ein unterhaltsames Lesevergnügen für Jung und Junggebliebene.
Fazit:
Amüsant und vollkommen absurd!
Ein phantasievolles und schräges Abenteuer, eindrucksvoll umgesetzt als Comic.
...
Rezensiertes Buch: "Der 35. Mai - als Comic" aus dem Jahr 2018
- Iny Lorentz
Die Perlenprinzessin. Kannibalen
(20)Aktuelle Rezension von: anne_foxDie Familien-Saga um die Perlenprinzessin geht in die geht mit Band 2 weiter.. Hier überschlagen sich die Ereignisse. Ruth und Hinrich landen auf einer kleine Südseeinsel bei einem indigene Volk das Kannibalismus betreibt. Hinrich ein Priester will dieses Volk zu Christen bekehren. Die Beiden werden zwar gut angenommen und besonders Ruth fügt sich schnell in das Dorfleben ein, aber sie zu bekehren wie Hinrich glaubt kann nicht gelingen. Doch sie erlangen große Ehre da die Beiden vor allen Dingen Ruth sie vor Feinden beschützen und zu einer großen Kämpferin wird. Ruth und Hinrich erleben hier große Abenteuer, aber auch der andere Erzählstrang über die Familie in Hamburg und Lucky Jim machen den Roman zu einem gelungen Epos.
Fazit
Nach dem sehr schleppenden und langatmigen Auftakt der Perlenprinzessin Band 1 die Rivalen,
geht es in Band 2 Kannibalen voll zur Sache. Ein spannendes Ereignis jagt das Nächste. Der Roman fesselt von der ersten Seite an und lässt einen wegen der spektakulären und dramatischen Handlung nicht mehr los.
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(5)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Mögen sie euch an ferne Orte entführen. Mögen sie euch Lebensweisen näherbringen, die ihr so nie für möglich gehalten hättet. Mögen sie euch inspirieren und zum Staunen bringen. Und Mut machen, euch selbst und die Welt kennenzulernen.‘ (Seite 15)
Bei ‚The Travel Episodes. Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt‘ handelt es sich um den dritten Teil der von Johannes Klaus herausgegebenen Reisegeschichten.
Der Leser wird auch diesmal an exotische sowie an ganz gewöhnliche Orte mitgenommen, an denen die Autoren ganz besondere Geschichten erlebt haben.
Gegliedert ist der dritte Band in ‚Das Glück des Fremdseins‘, wo der Leser unter anderem die Südsee, Russland und Syrien virtuell bereist, ‚Aus Angst wird Mut‘, wo einen die Autoren mit nach Wales, Kroatien, die Mecklenburgische Seenplatte, an die Elfenbeinküste etc. mitnehmen, sowie ‚Allein ist nicht einsam‘, wo man Geschichten aus und über Peru, Myanmar, Finnland u.v.a. folgen kann.
Ich kenne Band 1 und Band 2 der Travel Episodes und finde den dritten Band im Vergleich etwas schwächer. Einige der Autoren kannte ich zudem schon, so dass die Geschichten nicht wirklich neu für mich waren.
Viele der Geschichten schaffen es jedoch, den Leser vor Ort zu versetzen, lassen ihn beim Lesen träumen, Abenteuer vom heimischen Sofa aus erleben, besondere Fleckchen der Erde entdecken, exotische Speisen kosten und/oder aufatmen, weil der Autor seine aufregende Tour unbeschadet überstanden hat.
Manche der Geschichten sind einfach von Grund auf spannend (z.B. die Reise von Dominik Mohr nach Syrien vor dem Krieg), andere sind hervorragend, mit großer Spannung oder viel Witz erzählt (z.B. die Kreuzfahrt von Philipp Laage oder die Indien-Reise von Oleander Auffahrt), wieder andere fand ich persönlich kaum interessant (z.B. die Ruhrpott-Geschichte von Karin Lochner). Alles in allem ist aber für jeden etwas dabei, weil die Geschichten so heterogen geschrieben sind und vollkommen unterschiedliche Orte und Reisearten behandeln. - Christoph Maria Herbst
Ein Traum von einem Schiff
(87)Aktuelle Rezension von: DuffyDas ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Verlag mit einem bekannten Namen ein paar Euros macht. Nehmen wir einfach mal den äußerst talentierten Schauspieler Herbst, der sich ja auch als Humorist einen guten Ruf erspielt hat und lassen den ein Protokoll seiner Traumschiffreise schreiben. Es ist anzunehmen, dass man ihn nicht mit vorgehaltener Waffe zwingen musste, denn man merkt, dass ihm das wohl auch ansatzweise Spaß gemacht hat. Herbst versucht so manches Mal in Bandwurmsätzen viel von seiner Komik auf engstem Raum unterzubringen, doch leider scheitert er, denn er kann es einfach nicht, liest sich zu bemüht und konstruiert, scheitert am Anspruch, so etwas wie einen eigenen Stil zu entwickeln. Er ist eben Schauspieler, ein begnadeter Sprecher (das Hörbuch dürfte sicher interessanter sein) und hat als Komiker einen Status erreicht, den er selbst mit diesem Buch nicht demontieren kann. Da will man ihm gönnerhaft zurufen: "Schuster, bleib' bei Deinem Leisten", doch das wird er selbst herausgefunden haben. Ach ja, der Inhalt: Ein paar Gimmicks auf der Kreuzfahrt, Unwohlsein, bisschen Saufen, bisschen Leute-niedermachen, na, alles was Stromberg besser kann, aber Herbst ist ja nicht Sromberg, gibt sich aber Mühe, ein wenig wie Stromberg zu klingen und ... Ach, das Ganze ist zu belanglos, um sich darüber auszulassen, kurz vor dem Ärgerlichen, aber doch nicht ganz so schlimm und machen wir mal das, was das Beste ist: Decken wir den Mantel des Schweigens darüber. - Anselm Oelze
Wallace
(44)Aktuelle Rezension von: EmiliDas Thema des Romans von Anselm Oelze klang vielversprechend. Es sollte doch das Leben des Naturforschers Alfred Russel Wallace dem Leser näherbringen. Als Zeitgenosse von Charles Darwin arbeitete er an der Erforschung der Arten. Im Buch werden zahlreich seine Reisen und die Suche nach verschiedenen Tierarten beleuchtet. Hier sei gesagt, wer die Beschreibungen der Natur mag, würde vermutlich auf seine Kosten kommen.
Auf Reisen verfasste Wallace seine Einsichten in Bezug auf die Entwicklung der Arten und sendete diesen Brief an Charles Darwin, der kurze Zeit darauf seine Erkenntnisse zu der Evolutionstheorie veröffentlichte.
So weit, so gut: Der Roman hätte unglaublich spannend werden können. Doch ich empfand es nicht so, ich finde, dass der Roman misslungen ist. Der sperrige Erzählstil fern von Emotionen und nennenswerten Höhepunkten hat mir nicht zugesagt. Unheimlich gestört hat mich auch, dass die Charaktere des Romans eindeutig blass blieben. Der Autor nennt den Naturforscher Wallace nicht einmal beim Namen: Der bleibt im Laufe der Geschichte - "der bärtige Engländer". Kleinigkeit, doch es hat mir nicht gefallen und ließ auch die Hauptfigur des Romans mir nicht näher kommen. So schuf der Autor im Verlauf des Romans immer eine gewisse Distanz zu den Protagonisten und der Handlung. Den Grund dafür war für mich nicht ersichtlich.
Ich bin von dem Roman enttäuscht, und blieb mit dem Gefühl zurück, dass man aus der Thematik viel mehr machen könnte.
Für dieses mittelprächtiges Vergnügen gibt es von mir 3 Sterne.
- Anna Fischer
Herz trifft Prinz
(48)Aktuelle Rezension von: ray_reads_booksMich hat die Geschichte gut unterhalten. Das Cover ist super passend und im angenehmen blau gehalten.
Auch der Schreibstil war sehr ausschweifend, aber man kam gut voran. Generell fand ich, dass die Geschichte an manchen Stellen zu umschweifend und detailliert war und man so eher von der Kernhandlung abgeschweift ist. Anderseits kommt so aber gut rüber, dass sich die Autorin wirklich mit ihrem Buch auseinander gesetzt hat und so Themen wie Nachhaltigkeit, Fairness, Kapitalismus und Umgang mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten gut rüberbringt.
Auch gefallen hat mir Jamal. Er war einfach ein echter Traumprinz in den man sich einfach verlieben musste, so gütig und zuvorkommend wie er war.
Da fand ich Ellen wiederum an manchen Stellen einfach nicht gut genug für ihn, so wie sie ihn belog. Auch dass sie scheinbar nicht mit Geld umzugehen weiß, war irgendwie nichts was ich nachvollziehen könnte.
Ansonsten waren die Nebencharakter rundherum sehr nett und witzig. Es tat gut von so vielen Leben und verschiedenen Menschen zu lesen.
Alles in allem würde ich diese süße Lovestory jedem empfehlen, der sich durch den Klappentext angesprochen fühlt, denn es lohnt sich.
- Nils Straatmann
Wo die Kartoffeln auf Bäumen wachsen
(3)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Nils Straatmann will unbedingt einmal im Leben in die Fußstapfen seines Großvaters, einem großen Seemann, treten und beschließt, auf einem Schiff in der Karibik anzuheuern. Mit notdürftig gepacktem Rucksack und ohne irgendeiner Boots-Erfahrung macht er sich auf nach Panama um dort an Board der Stahlratte zu gehen. Mit Lale als Kapitän und einer wechselnden Boardcrew fährt er die Küste entlang nach Kolumbien und verfrachtet Rucksacktouristen von einer zur anderen Insel.
Eine beeindruckende Lebenserfahrung, die einem aufzeigen, das man wenn man will, wirklich alles lernen kann.
Mit einer Art Tagebuch schildert uns Nils seine Erfahrungen mit den Einwohnern, Crewmitgliedern und seiner Art, sich mit der Stahlratte anzufreunden. Es ist daraus ein beeindruckendes Bootstagebuch geworden mit den Fazit, dass wo ein Wille, da auch ein Seeweg.
- Michel Bussi
Beim Leben meiner Tochter
(87)Aktuelle Rezension von: MiamouNach „Das Mädchen mit den blauen Augen“ war „Beim Leben meiner Tochter“ nun der zweite Roman, den ich von Michel Bussi gelesen habe. Und obwohl das Lesen des ersteren schon etwas her ist, konnte ich mich bei Bussi gleich wieder finden…er hat einen enormen Wiedererkennungswert in seinem Schreibstil und natürlich auch wie er seine Geschichte aufbaut.
Worum geht’s? Die Familie Ballion macht Urlaub auf der Insel La Reunion, als plötzlich die Mutter, Liane, auf spurlose Weise verschwindet. Der Vater Martial und die Tochter Sopha sind plötzlich auf sich allein gestellt und finden ich in einer Verfolgungsjagd wieder. Denn sehr schnell wir Marital als Mörder von Liane dargestellt und obwohl er immer wieder beteuert, es nicht gewesen zu sein, spricht das Beweismaterial ganz anders. Als die Polizei dann unerwartet auf eine Geschichte aus der Vergangenheit stößt, werden die Karten nochmal neu gemischt.
Bussi fackelt nicht lange herum und lässt den Leser gleich von der ersten Zeile weg in die Handlung hineinstürzen. Der verzweifelte Marital sucht seine Frau auf dem Hotelzimmer und kann sie nirgends finden. Als die Polizei, die nach einer Vermisstenanzeige, das Zimmer auf den Kopf stellt und dabei Blutspuren findet, wird es für Martial eng. Er flüchtet, gemeinsam mit seiner Tochter und versucht auf der kleinen Insel unterzutauchen. Dies gelingt ihn zunächst erstaunlich gut, aber nur deswegen, weil sich die Polizei zunächst uneinig ist, wie sie arbeiten soll. So plätschert die Handlung in der ersten Hälfte des Buches ein wenig dahin. Sie läuft nach einem gewissen Schema ab: Marital flüchtet mit seiner Tochter von einem Ort zum nächsten und die Polizei sucht ihn, ohne in Frage zu stellen, ob ihr Verdacht gerechtfertigt ist. Die beiden ermittelnden Beamten könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Aja ist sehr aktiv und sehr auf ihre Karriere bedacht, während ihr Kollege Christos eher eine ruhige Kugel schiebt. Er ist dann aber derjenige, der Licht in die ganzen Ermittlungen bringt und nachzuforschen beginnt, was in der Vergangenheit passiert ist und ob Martial wirklich so ein kaltblütiger Mörder ist, wie von allen zunächst angenommen wird.
Der Zeitrahmen der Handlung beschränkt sich auf zwei Tage, die es aber in sich haben. Es wird entführt, getötet und geflüchtet. Dabei erzählt Bussi die Geschichte in parallelen Handlungssträngen und springt auf in den Erzählformen hin und her. Zum einem gibt es diesen auktorialen Erzähler, dann gibt es aber immer wieder Auszüge, die aus der Sicht der 6 – jährigen Sopha erzählt werden. Zwischendurch gibt es ein Kapitel das abwechselnd in der Ich – Perspektive von Martial und dessen Exfrau erzählt werden. Speziell Sophas Sicht ist nicht immer ganz stimmig, da eine sechsjährige wohl kaum so analysiert denken wird, schon gar nicht, wenn sie sich in der Ausnahmesituation einer Flucht befindet. Während des Lesens war sie also vor meinem Auge immer älter, als sie nun tatsächlich war. Auch zu den vielen anderen handelnden Personen konnte ich leider nicht wirklich in Beziehung treten. Besonders die Polizisten wirkten sehr schablonenhaft und da man bei Marital bis zu den letzten Kapiteln nicht wusste, ob er nun schuldig ist oder nicht konnte man auch mit ihm nicht wirklich Mitleid empfinden.
Bussi baut die Handlung speziell in der zweiten Hälfte des Buches (wo es dann erst so richtig losgeht) sehr komplex auf. Immer wieder wirft er neue Momente hinein, die im Grunde alles auf den Kopf stellen. Trotzdem bleibt dieses Alles sehr undurchschaubar. Bis zum Ende weiß man nicht so recht, wo das Ganze hingehen soll. Meine Empfehlung ist daher, sollte man sich entscheiden, dieses Buch zu lesen, dass man es möglichst zeitnah tut. Die Ermittlungen und deren Ergebnisse werden dann durchaus komplex mit vielen losen Enden, die sich erst in den letzten Kapiteln zu einem Ganzen zusammensetzen. Meiner Meinung nach hätte Bussi da schon um einiges früher damit beginnen können, damit in der zweiten Hälfte des Romans nicht dieser Eindruck des Gedrängten entsteht.
Alles in Allem würde ich sagen, dass man das Buch ruhig lesen kann, allerdings mit dem notwendigen Durchhaltevermögen, da sich für mich erst nach der ersten Hälfte des Buches wirklich Spannung aufbaute, dann aber so gewaltig, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass Michel Bussi es um Einiges besser kann, weswegen ich mich auf weitere Roman von ihm freue. - Dennis Gastmann
Atlas der unentdeckten Länder
(43)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchIch hatte noch nie davon gehört.
Es geht los mit Pitcairn, eine Insel mitten im Nichts, die nicht mit dem Flugzeug und nicht mit dem Hubschrauber zu erreichen ist sondern nur mit einem Schiff und das auch nur alle drei Monate. Dort wohnen die Nachfolger der Überlebenden der Meuterei auf der Bounty und zwar insgesamt nur knapp 50 Personen. Wie in jedem Kapitel erfährt der Leser viel über die Hintergründe und die Geschichte des Landes bzw. der Insel. Aber vor allem macht der Leser eines: herzhaft lachen.
- Lucy Clarke
Das Haus, das in den Wellen verschwand
(24)Aktuelle Rezension von: TWDFanSTInhalt
Langsam und Kitty waren das große Abenteuer: Sie lassen ihr altes Leben hinter sich und gehen auf Weltreise. Auf den Philippinen begegnete sie einer Gruppe Globetrotter, die nach Neuseeland segeln will. Die beiden werden Teil der Crew. Vor der wunderschönen Kulisse der Südsee entdecken sie leider auch die Schattenseiten des beengten Zusammenseins. Als dann auch noch ein Crewmitglied spurlos verschwindet, wird alles noch dramatischer...
Bewertung
Die Grundidee von "Das Haus, das in den Wellen verschwand" ist spannend. Eine dramatische Geschichte vor traumhaft schöner Kulisse und ein Handlungsort, von dem man nicht entkommen kann. Die Umsetzung ist allerdings ein anderes Thema. Gerade in der Hörbuchform stört mich das Hin- und Herspringen in der Zeit doch sehr. Am meisten hatte ich jedoch meine Probleme mit den Charakteren. Irgendwie hat mein Herz für keinen von ihnen geschlagen. Da kann die Grundidee dann noch so spannend sein, mein Interesse wird dadurch eher gemindert, weshalb es nur zwei Sterne sind.
- Susanne Mathies
Das Auge der Ahnen
(9)Aktuelle Rezension von: Diana182Das Cover zeigt rote Holzskulpturen vor einem dunklen Hintergrund. So ganz konnte ich dem Titelbild leider nichts abgewinnen und empfinde es auch nach dem lesen nicht wirklich ansprechend.
Dennoch machte mich die Buchbeschreibung neugierig und ich wollte mehr über die enthaltene Geschichte erfahren.
Der Einstig in das Buch viel mir eigentlich nicht sonderlich schwer. Es beginnt direkt spannend los und zeigte viel Potential für die enthaltene Geschichte auf.
Auch der Schreibstil ist flüssig und detailliert, so dass man eigentlich ziemlich schnell durch die Seiten gleitet.
Doch leider muss ich gestehen, dass ich irgendwann etwas den Überblick verloren habe um was es hier schlussendlich geht und wer welche Rolle und Handlung innehat.
Hin und wieder musste ich ein paar Lesepausen einlegen, weil ich an manchen Passagen einfach erst einmal nicht weiterkam und meine Gedanken sortieren musste. So habe ich zwar über mehrere Wochen hinweg bis zum Ende hin weiter gelesen, doch konnte mich auch die hier dargestellte Auflösung des Falles nur bedingt zufrieden stellen.
Dass stimmige Gesamtbild zeigte sich mir am Ende leider nicht. - Liza Marklund
Die Perlenfarm
(83)Aktuelle Rezension von: kunterbunt79Irgendwie habe ich mir von diesem Buch mehr erwartet und tat mich zu Beginn sehr schwer bei den ersten 50 Seiten. Aber ich beende nur selten ein Buch und so las ich weiter. Stück für Stück wurde es besser und die Geschichte ist okay. Es wäre aber kein Buch, welches ich meiner Freundin als Buch, dass sie unbedingt lesen muss, empfehlen würde. Die Story an sich ist mir doch ein wenig arg weit her geholt, wenngleich der Schreibstil schon doch flüssig zu lesen ist. Es ist kein Buch das mich von Beginn gefesselt hat und das war auch gegen Ende des Buches leider so.
Die einzelnen Charakteren waren für mich nicht ganz so greifbar und teilweise arg oberflächlich, was mich dazu brachte, dass ich mich in keine einzige Person rein versetzen konnte.























