Bücher mit dem Tag "südtirol"
152 Bücher
- Marco Balzano
Ich bleibe hier
(280)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannEs gibt Regionen in Europa, die haben eine besonders dramatische, eine besonders leidvolle Geschichte. Süd-Tirol oder Alto Adige Sudtirolo (ital.) gehört sicher dazu. Die alternative Namensgebung verweist schon auf das politische, teils kriegerische Hin und Her in dieser inzwischen (1972) autonomen Provinz Italiens. Und zwischen den Mühlsteinen widerstreitender „Interessen“ reibt sich die Bevölkerung auf. Und nicht nur einmal stellt sich ihnen die Frage: Bleiben oder Fortgehen, Verharren oder Neuanfang?
„Bis zum Marsch auf Bozen [1922] verlief das Leben in den Grenztälern im Rhythmus des Jahreszeiten. Es schien, als käme die Geschichte nicht bis hier herauf.“ Doch dann sind es gleich zwei Großereignisse, die die Bevölkerung in der Nordostecke Südtirols nachhaltig beeinflussen: der Zweite Weltkrieg (den Faschisten Mussolinis trotzen oder dem „Gröfaz“ hinterherlaufen?) sowie ein gewaltiges Staudammprojekt (mit Umsiedlungen). In einer anrührenden Geschichte werden die daraus entstehenden Konflikte im Großen wie die persönlichen Kämpfe innerhalb einer Familie geschildert. Und über dieser ohnehin am Existenzminimum lebenden Familie schwebt, meist unausgesprochen, die Sehnsucht nach der in jungen Jahren fortgegangenen der Tochter (erzwungen oder freiwillig?).
Diese Sehnsucht bildet sich auch in der Erzählweise (Ich-Erzählerin) der Geschichte ab, die auch als eine Art Berichterstattung der Mutter an die Tochter gelesen werden kann – inklusive der immer wieder anbrandenden Gefühle: „Die wenigen Fotos, die ich noch [von dir] habe, hole ich nur selten hervor, mit der Zeit ist man nah am Wasser gebaut. Und ich hasse es zu weinen […], weil es mich nicht tröstet.“
In diesem Roman wird nicht nur eine bewegende Geschichte erzählt, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte sichtbar gemacht – sowie eine, trotz aller Unbilden des Lebens, aufmunternde Lebenshaltung der Erzählerin: „Die einzige Möglichkeit weiterzuleben ist vielleicht, sich zu verändern und nicht zu erstarren.“
(9.4.2022)
- Romina Casagrande
Als wir uns die Welt versprachen
(174)Aktuelle Rezension von: Nika488Berührende Geschichte mit Längen und wenig Tiefe
Als wir uns die Welt versprachen ist eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Schuld und die lange Reise einer alten Frau, die mit ihrer Vergangenheit Frieden schließen will. Die Idee, eine fast 90-jährige Edna auf eine abenteuerliche Reise über die Alpen zu schicken, ist originell und hat viel Potenzial – besonders, weil sie ein kaum bekanntes Stück europäischer Geschichte in den Mittelpunkt stellt: das Schicksal der sogenannten "Schwabenkinder".
Der Schreibstil ist poetisch, teilweise sehr bildhaft, und Ednas treuer Begleiter, der Papagei Emil, bringt eine besondere Note in die Handlung. Auch die Rückblenden in die Kindheit und Jugend sind emotional und gut nachvollziehbar.
Allerdings verliert sich die Geschichte stellenweise in Wiederholungen und philosophischen Gedankenschleifen. Die Handlung entwickelt sich nur langsam, einige Nebenfiguren bleiben blass, und manche Wendungen wirken konstruiert. Die emotionale Tiefe, die das Thema eigentlich verdient, wird dadurch stellenweise abgeschwächt.
Fazit: Eine rührende Geschichte mit geschichtlichem Hintergrund und schönen Momenten, der jedoch etwas mehr Dynamik und Tiefe gutgetan hätten. Empfehlenswert für Leser*innen, die ruhig erzählte Romane mit historischen Elementen mögen.
- Emma Sternberg
Liebe und Marillenknödel
(95)Aktuelle Rezension von: sandra_liest123Es ist ein ganz nett zu lesender Wohlfühlroman nach Schema F: Junge Frau in Lebenskrise (hier ist es die 33-jährigen Hamburgerin Sophie) macht unter schwierigen Umständen einen Neuanfang in einer Pension in den Südtiroler Alpen, muss ein paar Hürden meistern, um die Küche dort zum Laufen zu bringen … und findet am Ende natürlich die große Liebe. Die Story ist vorhersehbar und erfüllt das, was ich von leichter Kost erwarte.
Im Vergleich zu ähnlichen Romanen hat mich hier jedoch etwas enttäuscht, dass ich die Bergidylle und auch die Küchengenüsse nicht so richtig spüren konnte. Stattdessen ist mir die Protagonistin Sophie mit ihrer weltfremden Art doch etwas auf die Nerven gegangen (ich fand sie zu naiv und unreif). Ich bin mit ihr leider nicht warm geworden.
Stilistisch fand ich den Roman solide bis unterdurchschnittlich (meine Originalausgabe von 2012 enthielt ein paar Rechtschreibfehler), einige Stellen fand ich sprachlich zu flapsig. Außerdem macht die Autorin zu viele Vergleiche. Der Humor kam mir zu platt und gewollt vor, ich konnte leider nur selten schmunzeln.
Die Handlung ist sehr konstruiert und hat für meinen Geschmack auch ein paar Längen, einiges wird zu oft wiederholt.
Kurz gesagt: Kann man nett zur Entspannung zwischendurch lesen. Aber es gibt in diesem Genre deutlich bessere Bücher, zum Beispiel von Kristina Günak (Bauernhofidylle in Norddeutschland: Die Liebe kommt auf Zehenspitzen), Angelika Schwarzhuber (Landleben in Bayern: Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück) oder Sophie Kinsella.
- Lotta Lubkoll
Wandern, Glück und lange Ohren
(32)Aktuelle Rezension von: FineAndersLotta Lubkoll erzählt, wie sie mit Esel Jonny von München aus ans Mittelmeer wandert. Es ist eine sehr ungewöhnliche Reise, ich konnte gut mitfühlen und habe Jonny mit in mein Herz geschlossen. So richtige Spannung kam natürlich nicht auf, aber das war hier nicht wichtig. Es geht ums Hier und Jetzt, den Moment, und das beschreibt Lotta sehr schön. Ich mag auch die kleinen Zeichnungen am Anfang jedes Kapitels und die Fotos von der Reise sind natürlich auch mega klasse.
- Heidi Troi
Schreib mir einen Brief (Das kleine Berghotel am Wasserfall 2)
(59)Aktuelle Rezension von: NewBookLover24»Schreib mir einen Brief« ist der zweite Teil von Heidi Trois Reihe »Das kleine Berghotel am Wasserfall«. Da die Geschichte aber auch alleine wunderschön zu lesen ist, würde ich Band 1 eher für den Winter empfehlen und Band 2 für den Sommer.
Die Geschichte spielt in den malerischen Bergen Südtirols, sodass es einem Urlaub gleichkommt. Sina und Jason haben sich in einem Forum (als "Bunny" und "Blackpanther") kennengelernt und sind Brieffreunde. Während beide mit ihrem Leben unzufrieden sind, fliehen sie in diesen anonymen Austausch und teilen ihre tiefsten Gedanken miteinander. Ein persönliches Treffen ist jedoch für beide ausgeschlossen.
Es muss also Fügung sein, dass beide gleichzeitig im abgelegenen Hotel "Liebelei" landen.Die inneren Konflikte der Protagonisten werden sehr schön dargestellt, denn Sina hat große Selbstzweifel aufgrund ihren Narben und Jason kämpft mit den Vorurteilen seiner Hautfarbe. Es ist wirklich schön eine Geschichte über Charaktere mit Ecken und Kanten zu lesen, da niemand von uns perfekt ist! <3
Ich kann euch also nur empfehlen, euch selbst eine kleine Auszeit zu nehmen und in die märchenhafte Welt einzutauchen, denn vielleicht erfüllt der magische Wasserfall auch euch einen Wunsch...
- Ann W. Rea
Magisches Mondlicht: Ambrosia Enzianblau
(21)Aktuelle Rezension von: AnnJulie_SinnDer Roman "Magisches Mondlicht" hat mich s. berührt. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich konnte mit ihnen mitfühlen. Die Autorin nimmt die Leserinnen und Leser mit in eine Welt voller Mystik und Magie. Ich gebe dem Roman meine absolute Leseempfehlung - für alle die Südtirol & seine Bergwelt lieben ....
- Kristina Moninger
In Love at Last
(53)Aktuelle Rezension von: jasi26Diese Reihe hat mich wirklich überrascht. Was zunächst wie eine klassische New-Adult-Geschichte wirkt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Tieferem. Freundschaft, Liebe, Geheimnisse und Verlust greifen hier so intensiv ineinander, dass man die Bücher kaum aus der Hand legen kann.
Besonders berührt hat mich die Dynamik zwischen den Charakteren, ihre Geschichten fühlen sich echt, verletzlich und manchmal auch schmerzhaft ehrlich an. Mit jeder Seite wächst die Spannung, weil man unbedingt verstehen möchte, was hinter all den Andeutungen und Ereignissen steckt.
Für mich ist diese Reihe eine emotionale Mischung aus Herzklopfen, Spannung und Momenten, die noch lange nach dem Lesen nachhallen.
- Elisabeth Florin
Merano fatale
(40)Aktuelle Rezension von: Rainer58Ispettore Emmenegger von der Meraner Mordkommision, meistens nur „Emmi“ genannt, bekommt auf einen Schlag viele Probleme: Ein Kurgast wird ermordet aufgefunden und sein Chef Branga steckt in Schwierigkeiten, aber das größte Problem ist, dass seine Freundin und Kollegin Eva Marthaler mit ihm auf dem Sommerfest ihrer Familie tanzen möchte. Tanzen! Eine Art der Körperbetätigung, die ihm überhaupt nicht liegt, viel lieber möchte er mit Eva eine Bergtour machen. Bei den Ermittlungen gerät Emmi in die Welt der Schönen, Reichen und ganz schön reichen. Als dann noch seine Schwiegermutter in spe den Mord gesteht, wird es für ihn persönlich knifflig…
Der Roman von Elisabeth Florin präsentiert nicht nur die Schönheiten (nein, es sind nicht die Damen gemeint…) von Meran und seiner Umgebung, sondern auch spezielle Nebenfiguren wie Paul Tschugg, den jungen Schauspieler, dem sich Emmi angenommen hat, und seine Motorradkumpel „Dude“ und „Hellboy“. Auch bietet der Roman witzige sowie nachdenkliche Momente und hält den Spannungsbogen bis zum überraschenden Schluss hoch. Die finale Lösung hätte Hercule Poirot nicht besser als Emmi präsentieren können.
Ich habe die Protagonisten auf alle Fälle ins Herz geschlossen und muss unbedingt den nächsten Band lesen.
- Luca D'Andrea
In Zeiten des Todes
(87)Aktuelle Rezension von: Wiebke-iMord an einer Prostituierten, bald wird klar es ist ein Serienmörder. Und die Polizei tappt im Dunkeln.
Ich gebe nicht schnell auf, aber das hat hier wirklich keinen Sinn mehr. Es ist absolut anstrengend und quälend geschrieben.
600 Seiten, 300 habe ich gelesen und meiner Meinung nach hätte es mindestens um die Hälfte gekürzt sein können. Denn auch inhaltlich passiert nichts und macht auch nichts mit dem Leser. Keine Spannung, kein Thrill, keine Empathie.. nada, nichts, zero!
Zeitverschwendung
- Luca D'Andrea
Der Tod so kalt
(86)Aktuelle Rezension von: seelenseitenIch habe das Buch kurz vor meinem Urlaub beendet und bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, wie ich es fand.
Auf der einen Seite herrscht über die gesamte Handlung hinweg eine unglaublich düstere Atmosphäre – etwas, das ich in Thrillern gern habe, weil es brenzlige Situationen und Plottwists noch ernster wirken lässt und ab und an auch für eine Gänsehaut gut ist.
Darin versteht sich der Autor meisterlich.
Auch die Grundidee des Thrillers finde ich wirklich ansprechend.
Leider bringt dies dem Thriller gar nichts, wenn die eigentlichen Geschehnisse nicht mindestens genauso eine Wirkung haben. Und die hatten sie leider auf mich nicht.
Manchmal habe ich mich beim Lesen erwischt, wie ich gedanklich abgedriftet bin, weil es stellenweise wirklich langweilig wurde.
In solchen Momenten hatte ich den Eindruck, dass der Informationsfokus mehr auf den nebensächlichen Themen lag.
Die Haupthandlung kam mir dann immer komplett unwichtig und oberflächlich vor. Rückblickend ist dies etwas zu häufig passiert.
Mich konnte dieser Thriller einfach nicht packen und zum Dranbleiben motivieren, weshalb ich auch länger als vier Wochen daran gelesen habe. - Max Oban
Blutroter Wein: Ein Krimi aus Südtirol
(1)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmIn "Blutroter Wein" entführt uns der Autor auf eine sinnenfrohe Reise durch die malerischen Landschaften Südtirols, gespickt mit kulinarischen Genüssen und einem Hauch von Kriminalität. Der Protagonist, Tiberio Tanner, ein Detektiv mit einem ausgeprägten Hang zum Wein, findet sich unerwartet inmitten eines Kriminalfalles wieder, als er neben seinem eigenen Rebstock eine Leiche entdeckt. Von diesem Moment an begleiten wir Tiberio auf seiner eher unkonventionellen Suche nach Antworten, die durch eine Vielzahl von nichtssagenden Gesprächen und dem ein oder anderen Glas Wein gekennzeichnet ist.
Das Buch bietet eine angenehme Einführung in das Krimi-Genre für Leser, die es gerne entspannt und gemütlich angehen. Es ist eher unblutig und lädt dazu ein, sich in die beschauliche Atmosphäre der Südtiroler Weinregion zu vertiefen. Dabei werden nicht nur die landschaftlichen Schönheiten, sondern auch die kulinarischen Höhepunkte der Gegend liebevoll beschrieben, was einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
Jedoch, trotz der pittoresken Kulisse und der lockeren Erzählweise, bleibt die Krimihandlung etwas flach und vorhersehbar. Der Protagonist wirkt mit seinen altmodischen Ermittlungsmethoden und seiner Trunksucht eher wie ein Relikt vergangener Zeiten als ein zeitgemäßer Detektiv. Die Spannungskurve erreicht selten Höhepunkte, und erfahrene Krimilesenden werden möglicherweise frühzeitig den Täter entlarven können.
"Blutroter Wein" mag daher weniger als packender Kriminalroman, sondern eher als eine entspannende Lektüre für Liebhaber von Cosy-Crime und Feinschmeckern betrachtet werden. Es ist eine Einladung zu einem genussvollen Spaziergang durch die Weinberge Südtirols, begleitet von einem Hauch von Mysterium und einer Prise Humor. Wer jedoch nach einem nervenzerreißenden Thriller sucht, könnte hier enttäuscht werden.
- Ralph Neubauer
Liebe macht zornesblind
(20)Aktuelle Rezension von: Diana182Das Cover ist recht dunkel gehalten. Im Vordergrund liegt eine Rose, aus der Blut zu laufen scheint. Zusammen mit diesem Gesamtbild wird deutlich, dass es sich hier um einen Krimi handeln könnte.
Davon neugierig geworden wollte ich schnell mehr erfahren.
Die Buchbeschreibung ist ebenfalls anregend formuliert und unterstreicht diesen ersten Eindruck.
Bei diesem Buch handelt es sich bereits um die Fortsetzung einer Krimireihe. Jedoch habe ich den ersten Teil bisher auch noch nicht gelesen, habe hier aber keine Defizite in Form von fehlenden Vorkenntnissen feststellen können.
Der Einstig gelang recht unproblematisch. Man lernt auch hier die einzelnen Figuren kennen, welche charakterlich tief gezeichnet wurden. Sie wirken menschlich und authentisch und manche schließt man sehr schnell ins Herz und begleitet sie so sehr gern durch die vorliegende Geschichte.
Der Schreibstil des Autors ist sehr bildlich und flüssig. Man gleitet nur so durch die einzelnen Seiten und hat dabei stets Bilder vor den inneren Augen. Die einzelnen Schauplätze konnte ich mir sehr gut vorstellen, auch wenn ich selbst noch nicht in der Region war.
Die Geschichte ist sehr spannend und mitreißend aufgebaut. Einmal mit dem lesen begonnen, mag man das Buch nur ungern aus den Händen legen. Es kommt zu vielen unerwarteten Wendungen und Überraschungen, welche die Spannung noch zusätzlich anfachen.
Mein Fazit:
Ein lesenswerter, spannender Regionalroman aus Südtirol, welcher Krimifans sehr gut unterhalten dürfte!
- Lenz Koppelstätter
Die Stille der Lärchen
(91)Aktuelle Rezension von: babsi-1997Die Stille der Lärchen ist mein erstes Buch von Lenz Koppelstätter.
In einem kleinen Dorf im Südtiroler Ultental wird ein ermordetes Mädchen aufgefunden. Der Fall scheint geklärt - es gibt einen geständigen Täter. Doch die Dorfbewohner verdächtigen den Sohn des Geständigen. Er soll vom Teufel besessen sein.
Commissario Grauner zweifelt an der Schuld von Vater oder Sohn und ermittelt in alle Richtungen weiter. Könnte der Mord mit dem Mord an einem anderen Mädchen vor vielen Jahren zusammenhängen?
Die Sprache des Autors hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend erzählt und man kann die Gefühle der Figuren nachvollziehen.
Sehr schöner Wohlfühlkrimi für ein paar spannende Lesestunden!
- Anna Thaler
Das Land, von dem wir träumen
(128)Aktuelle Rezension von: marieke3110So viele Gefühle in einem Buch... ich habe mich einfach so wohlgefühlt.
Die Zeit nach dem Krieg, die Kulisse, die stärke einer Frau, die Liebe zur Heimat und Familie mit all ihren Schwierigkeiten und den großen Veränderungen, das Happy End... ich bin begeistert und freue mich auf den zweiten Teil der Reihe:).
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(8)Aktuelle Rezension von: FrechdachsNEIN VIEL BESSER - IRAN - NORWEGEN - MOSAMBIK - KONGO - RUANDA - UGANDA - AFGHANISTAN - PYRENÄEN - ETC.
Bei mir war es dann mal wieder soweit - vor lauter Fernweh und zuhause auf der Couch rumhocken hatte ich das Buch The Travel Episodes: Neue Geschichten für Abenteurer, Glücksritter und Tagträumer als mein Leseziel auserkoren und wurde alles in allem soviel lässt sich jetzt bereits sagen nicht enttäuscht.
Das Buch gliedert sich nach einem kurzen Vorwort von Andreas Altmann und von Johannes Klaus in die folgenden drei Kapitel:
- Geschichten für Abenteurer
- Geschichten für Glücksritter
- Geschichten für Tagträumer
Es hält insgesamt 27 kurzweilig zu lesende und unterhaltende Episoden unterschiedlichster Autoren/Reisender bereit.
Die Geschichten selbst entführen den Leser in vielerlei Länder abseits der bekannten und ausgetretenen Touristenpfade.
Jede einzelne Geschichte ist meiner Meinung nach lesenswert - wenn auch die Schreibstile der Verfasser sowie die Seitenumfänge der Berichte und damit auch die Detailliertheit doch sehr unterschiedlich ausfallen. Aber gerade das macht diese Sammlung verschiedener Reiseepisoden für mich aus. Das Buch zaubert einem auch an verregneten Tagen ein Schmunzeln und Lächeln ins Gesicht und man kann sich einfach mal in entfernte Gefilde wegträumen und den Alltagsstress hinter sich lassen.
Das Buch selbst bietet sehr gut die Gelegenheit in die Reisewelten der Autoren ein- und abzutauchen und so wähnt man sich allein mit elf Huskies in der Wildnis Alaskas, 4.200 km unterwegs auf dem Amazonas, auf den Spuren der Berber in Marokko, im Angesicht mit Gorillas im Kongo, mit den "blauen Großraumnussschalen" namens pangas auf dem Weg zum paradiesischen Ziel "Little Corn", auf der Suche nach den letzten Berggorillas der Erde in Ruanda (Mrrrrmh-mrrrrrmh), mit Schmugglern und Drogendealern auf "Du und Du" im Iran, mit einer sechsköpfigen Familie auf Weltreise unterwegs, beim Sightseeing in Kabul, bei einer Wanderung quer durch die Pyrenäen, im skurrilsten "Museum" bzw. in der skurrilsten Sammlung von Helsinki - dem "Götan Maailma" um nur einige enthaltene Geschichten herauszugreifen.
Die einzelnen Episoden geben mal mehr und auch mal weniger ausführlich die individuellen Eindrücke der Reisenden im jeweiligen - mitunter wirklich exotischen - "Touristenziel" wieder. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Reisenden bewusst die ausgetrampelten Touristenpfade verlassen und erst dadurch die richtige Würze besser gesagt die gewisse Spannung und Lebendigkeit für den Leser ins erlebte Geschehen kommt.
Am Ende des Buches werden die im Buch enthaltenen Autoren im kurzen Abriss vorgestellt.
Das Buch kommt im handlichen Taschenbuchformat und umfasst 352 Seiten (inkl. einigen farbigen und s/w-Fotos).
Das Buch ist für fernwehgeplagte, abenteurerlustige und auch -hungrige Zeitgenossen sehr zu empfehlen. Das Buch darf allerdings nicht mit klassischer Reiseliteratur wie beispielsweise den üblichen Reiseführern verwechselt werden, da hier wirklich die persönlichen Eindrücke auf sehr individuellen Reisen im Vordergrund stehen. - Noa C. Walker
Die Farben meines Herzens
(32)Aktuelle Rezension von: Nika488Noa C Walker - Die Farbe meines Herzens
Klappentext
Kann das Bild einer gemeinsamen Liebe je vollendet werden?
Die Landschaft um Meran am Fuße der Südtiroler Berge könnte als Kulisse für eine junge Liebe nicht romantischer sein. Der Forstwirt Mika, voller Tatendrang und Lebensmut, begegnet der sanften und liebenswerten Filomena, die zurückgezogen an einem einsamen, paradiesischen Ort lebt. Wie zwei Farben eines Aquarells beginnen sich die Leben der beiden zu berühren und ineinander zu fließen.
Doch es liegen dunkle Schatten auf Filomenas verletzter Seele, die die Liebe der beiden zu verhindern drohen. Welches Geheimnis zwingt Filomena in den Schutz der Einsamkeit, und wie kann Mika helfen, dass aus Filomena wieder die selbstbewusste und fröhliche Frau wird, die sie früher gewesen ist?
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Mein Fazit
Ich habe beim ersten Blick auf das Cover gedacht, cool da hat man direkt Bezug zum Titel genommen und die Farbe wieder gespiegelt. Grundsätzlich hat auch jeder Farbe im Herzen nur manchmal geht sie einem verloren oder man vergisst es. Wer nicht den Klappentext liest erwartet jetzt auf den ersten Blick eine lockere Handlung. Aber die Zusammenfassung zeigt, im Buch wird es nicht immer farbenfroh ablaufen.
Mir persönlich hat der Schreibstil in sich ganz gut gefallen, nur zog es sich an einigen Stellen schon,so das ich gedacht habe, ein weniger mehr Melancholie hätte es für mich auch getan. Ein bisschen weniger Details drum herum.
Teilweise empfand ich die Phobien von Filomena als sehr erdrückend. Sie haben mich stimmungstechnisch sehr nach unten gezogen. Das ist etwas was ich grundsätzlich nicht als schlimm empfinde, weil es einfach zu manchen Szenen passt. Aber wenn mich der Großteil des Buches so mit der Schwere belastet, verliere ich leider schnell den Willen des weiter lesens.
Grundsätzlich kann ich verstehen, wie schwer es Filomena fällt, aber teilweise dachte ich mir ist es für mich leicht überzogen wie sie reagiert.
Es ist ein Buch, was wieder zeigt, dass ein starker Mann die arme Frau rettet und ins Leben zurück hilft. Für mich leider schon etwas zu ausgeschlachtet.
Der Anfang fiel mir sehr schwer, da ich etwas brauchte um Filomena zu verstehen und mich zumindest teilweise in sie hin versetzen zu können. Leider konnte ich deshalb keine gute Bindung zu ihr aufbauen, da irgendwo sofort ein negativaspekt in mir war ihr gegenüber.
Obwohl das Buch ab der Hälfte wirklich besser wird.
Es ist einfach nicht mein Buch, aber ich kann mir schon vorstellen, dass dieses Werk andere überzeugen kann.
Von mir leider nur 2 von 5 Sterne, da ich mich mehr gequält habe, als das es ein Genuss war.
- Max Oban
Blutroter Wein
(12)Aktuelle Rezension von: AClemensMax Oban erzählt in seinem Regionalkrimi "Blutroter Wein" die zähe Ermittlungsarbeit des Detektivs Tiberio Tanner, der ausgerechnet an seinem gerade gewonnenen Weinstock einen ermordeten Journalsiten vorfindet. Dieser hatte sehr kritisch über ein Golfplatzprojekt zweier Weinhändler berichtet und hatte ein Foto einer geheimnisvollen Höhle mit Widmung bei sich. Während der Ermittlungen zu diesem Mordfall stösst Tanner auf weitere Verdächtige und Leichen, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Mord an dem Journalsiten stehen.
Was verbirgt sich um das Geheimnis der Höhle? Warum musste der Journalist Delago sterben?
Alle Zutaten für einen spannenden Kriminalfall sind perfekt vorhanden. Doch Max Oban beschreibt lieber ausgiebig die wunderschöne Südtiroler Landschaft und zudem die ausgezeichneten Gaststätten, ihre wunderbar mundenden Speisen und Getränke. Hier wird dann auch der Titel des Krimis wieder aufgegriffen, wobei eigentlich das Blut an dem Weinstock gemeint ist und nicht die Mengen an Rot- und Weißwein, die Tanner bei seinen Ermittlungen zu sich nimmt. Und genau hier zerfällt dann der Spannungsbogen in seine Einzelteile. Dabei gesellen sich zu dem Mord noch sehr interessante weitere Nebenschauplätze, die der Spannung durchaus hätten zuträglich sein können. Leider gelingt dieses in meinen Augen jedoch gar nicht.
Mein Fazit:
Eine durchaus schöne kurzweilige Lektüre für alle die Südtirol in ihr Herz geschlossen haben und sich an viele wunderschöne Plätze zurückerinnern möchten. Krimiliebhaber, die atemberaubende Spannung und den entsprechenden Nervenkitzel bevorzugen, kommen hier nicht auf ihre Kosten.
- Erik Durschmied
Totentanz am Col di Lana
(6)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDie Welt steht in Flammen, Österreich und Deutschland haben all ihre Soldaten in Frankreich und Russland stehen, als Italien gegen sie in den Krieg eintritt. Die Dolomiten werden zum neuen Kriegsschauplatz. Der ganze Wahnsinn dieser Zeit wird in den unmöglichsten Stellungen ausgefochten und von unfähigen Strategen bis zum Irrsinn gelenkt. Durschmied hat einen Roman geschrieben, der durchmischt von wahren Begebenheiten bis ins Mark trifft. Der Col di Lana wird zu einem Symbol des Freiheitskampfes und gleichzeitig ein Fanal des Untergangs. Wer dieses Buch gelesen hat, möchte daran glauben, dass die Menschheit dazugelernt hat...
- Judith W. Taschler
bleiben
(68)Aktuelle Rezension von: _liesmich_Welch wunderbares Buch meiner anscheinender Lieblingsautorin! So eine berührende Geschichte, die unter die Haut geht. Vier Anfang 20er lernen sich in einem Nachtzug nach Rom kennen. Danach gehen sie wieder getrennte Wege (nicht alle!) Ihre unterschiedlichen Leben führen sie 20 Jahre später durch einen Zufall (Gemälde der Chello Spielerin) zusammen. Nach und nach erfährt der Leser als Ansprechpartner der Hauptfiguren Details über jeden Einzelnen. Lesen!
- Viola Eigenbrodt
Marmor, Wein und Bienengift: Ein Krimi aus Südtirol
(12)Aktuelle Rezension von: Angela_JWir dürfen nach Südtirol reisen und dort an einem spannenden Fall teilhaben.
Eine erfolgreiche Paralympics Teilnehmerin wird tot im Steinbruch gefunden. Die Ermittler tappen komplett im Dunkeln, der Fall ist dubios und es tauchen immer wieder neue Ungereimtheiten auf. Wer hätte einen Grund die beliebte Rollstuhlfahrerin zu ermorden? Und welche Rolle spielt das Bienengift?
Ob Hias mit seinen neu gewonnenen Erkenntnissen als Fallanalytiker einbringen kann?
Welche skurrilen Situationen die Ermittler erleben, müsst ihr selbst lesen.
Die Autorin hat für mich einen ganz besonderen Schreibstil, ihre Krimis sind durch Spannung und einem speziellen Humor geprägt. Sie führt ihre Leser immer wieder auf falsche Fährten, so dass der Fall bis zum Ende mysteriös ist.
Ihre Charaktere sind so unterschiedlich und haben alle ihre Eigenarten, gerade das macht es authentisch.
Südtirol wird so gut beschrieben, dass das Kopfkino permanent läuft.
"Behindert ist man nicht, behindert wird man."
Ein Sinnspruch der Behindertenbewegung Seite 4
Für mich war es ein Lesegenuss in die Köpfe und Gedanken der verschiedenen Figuren einzutauchen.
Es gibt die absolute Leseempfehlung von mir, es war mir eine Freude diesen Krimi zu lesen.
- Lenz Koppelstätter
Der Tote am Gletscher
(10)Aktuelle Rezension von: EvelineaMit sehr starken Südtirol Einschlag und einem eigenbrötlerischem und wortkargen Kommissar Grauner und seinem jungen Kollegen, der nicht freiwillig in Südtirol ist. Hat mir gut gefallen.
Auch die Lesung von Markus Völlenklee fand ich sehr gut und seine Stimmer sehr passend.
- Christiane Omasreiter
Die Bildermacherin
(40)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzerr e z e n s i o n:
h a n d l u n g:
Motive gibt es viele ... aber nur einen Täter. Der Restaurator und Sportler Valentin Nothdurfter bricht während der Siegerehrung eines Berglaufs in den Pfunderer Bergen plötzlich zusammen. Bald steht fest, dass er mit einem Smoothie vergiftet wurde. Die Fotografin Amalia Engl, die das Ereignis hautnah miterlebte, kann es nicht sein lassen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, nicht ohne dabei selbst in Gefahr zu geraten. Motive findet sie reichlich im ehrgeizigen Liebes- und Wettkampfleben des Toten, eine Spur ist sogar eng mit Ereignissen während des Tiroler Volksaufstandes 1809 verknüpft.
m e i n u n g:
Wow, als ich dieses tolle Buch las, kam es mir so real vor, als wäre ich selbst die Detektivin, die gerne diesen Fall gelöst hätte.
Die Spannung blieb bis zum Ende dieses Buches auf keinen Fall aus, daher hätte ich das Buch immer gerne weitergelesen.
Die Protagonisten waren auch alle sehr lieb, wobei es manchmal zu heiklen Situationen kam, aber dies ist normal und sehr real dargestellt worden.
Alles in einem ein wahnsinnig tolles Buch, ich würde gerne noch mehr der Autoren lesen. 🖤
Vielen Dank an lovelybooks, Christiane Omasreiter und Kathrin Scheck für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. 🖤
- Rita Falk
Apfelstrudel-Alibi
(80)Aktuelle Rezension von: Marcel0901Die Patentochter des Staatsanwalts ist in Italien verunglückt. Ein Unfall?? Mortschek glaubt nicht daran und setzt einen Besten Mann darauf an. Eberhofer.... Und diese holt sich Unterstützung vom Birkenberger.
Während Eberhofer nach Italien reist, ermittelt der Birkenberger Undercover. Und die Susi, die führt nun als Bürgermeisterin die Gemeinde.
Drei Handlungsstränge, die immer wieder ineinander finden. Humorvoll und liebenswert, aber nicht durchgehend spannend.























