Bücher mit dem Tag "südtirol"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "südtirol" gekennzeichnet haben.

201 Bücher

  1. Cover des Buches Ich bleibe hier (ISBN: 9783257071214)
    Marco Balzano

    Ich bleibe hier

     (197)
    Aktuelle Rezension von: SusanneEichholz

    Aus der Perspektive der Lehrerin Trina werden die Geschehnisse in ihrem Dorf am Reschensee erzählt, wobei der Scherpunkt in der Zeit zwischen 1939 und 1943 liegt, als die Einwohner sich zwischen der Auswanderung nach Deutschland und dem Leben als Bürger zweiter Klasse in Italien entscheiden müssen. Trina bleibt und das auch, als nach der Härte des Krieges mit Flucht, Versteck in den Bergen und Hunger die Bauarbeiten für einen Stausee beginnen, dem das Dorf weichen soll und der irgendwann tatsächlich nur noch ein Stück des Kirchturms übriglassen wird.

    In sehr schlichter, entwaffnend ehrlicher Sprache spricht Balzano oft ganz große Themen wie Verantwortung und Machtmissbrauch sowie Sprache als einziges Mittel zum Widerstand an. Trinas Schilderungen erinnern dabei an den Stil in Robert Seethalers Ein ganzes Leben. In ihrem unbeugsamen Willen, der sie mit ihrem Mann Erich verbindet, bleibt Trina als deutlich stärkere Protagonistin jedoch viel nachdrücklicher in Erinnerung als Seethalers Bergbauer. Allein schon deshalb kann ich diesen facettenreichen Roman empfehlen, der besonders geschichtsinteressierte Leser und Italienreisende fesseln wird.

  2. Cover des Buches Für einen Sommer und immer (ISBN: 9783863960810)
    Julie Leuze

    Für einen Sommer und immer

     (116)
    Aktuelle Rezension von: schneefloecke
    Kurzmeinung: Mein absolutes Lieblingsbuch

    Inhalt: Für die Karriere stellt Annika alles andere hinten an. Vor allem ihre Gefühle und sich selbst. Als sie von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, reist sie vollkommen überfordert nach Südtirol in die Dolomiten. Dort kommt sie nicht nur dem charmanten Bergführer Samuel mit den tollen Locken, sondern auch sich selbst und ihren Träumen um einiges näher. 

    Meine Meinung: Ich bin absolut verliebt in dieses Buch. In die Charaktere, in die Handlung, in das Setting und vor allem in den Schreibstil von Julie Leuze. Dieses Buch ist bereits das Zweite, welches ich zum zweiten Mal von der Autorin gelesen habe und ihr Schreibstil ist einfach so flüssig, mitreißend und angenehm, dass es mir schwer fällt das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. 
    Annikas Entwicklung im Laufe des Buches ist wunderbar mit anzusehen und es ist wunderbar mit Samuel und ihr einen Teil der Dolomiten zu erkunden. Nicht nur ihre Beziehung mit Samuel, sondern auch die zu ihrer Mutter und ihrer besten Freundin Helene, so wie die Beziehung zu ihrem Job war interessant mitzuverfolgen. 

    Ich freue mich bereits darauf, dieses Buch zum dritten Mal zu lesen und kann es jedem nur wärmstens empfehlen. 


  3. Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783810500090)
    Romina Casagrande

    Als wir uns die Welt versprachen

     (154)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    "Als wir uns die Welt versprachen" hat mich, als ich es in den Vorschauen gesehen habe, sofort angesprochen. Das Thema der Schwabenkinder und Südtirol sind zwei Themen, die mich interessieren. Leider hat der Roman von Romina Casagrande meine Erwartungen so gar nicht erfüllt.

    Die Geschichte basiert auf zwei Zeitebenen, wobei der Gegenwartsstrang dominiert. Genau mit diesem hatte ich aber arge Probleme. Die über neunzig jährige Edna lebt mit ihrem Papagei Emil in einem Dorf in Südtirol, dem heutigen Italien. Wie die meisten Menschen in ihrem Alter ist sie deutschstämmig und wurde in ihrer Kindheit als billige Arbeitskraft über die Berge nach Schwaben geschickt. Die Eltern der Bergbauernkinder konnten sich oftmals ein zusätzliches Kind gar nicht mehr leisten und haben ihre Kinder an reiche Bauern verkauft, in der Hoffnung, dass es ihnen dort besser geht. Auch Edna erlitt dieses Schicksal und erlebte eine schlimme Zeit, wo sie oftmals schlechter als die Hoftiere behandelt wurde. Ihr einziger Freund war damals Jacob mit dem sie die Flucht vom Hof vorbereitete. Doch dann kam der Krieg dazwischen....

    Als Edna in einer deutschen Zeitschrift das Foto von Jacob sieht, beschließt sie ihn aufzusuchen. Vergessen hat sie den Jungen von damals nie und so sieht sie die Entdeckung als Zeichen des Schicksals an. Anhand einer alten Karte möchte sie dieselbe Strecke, die sie vor 75 Jahren schon einmal gegangen ist, nochmals gehen....quer über die Alpen bis nach Ravensburg, wo Jacob heute lebt. Denn Edna muss noch ein Versprechen einlösen...

    Romina Casagrande erzählt abwechselnd in zwei Zeitsträngen. Die Erzählung über die Erlebnisse der Schwabenkinder war herzzerreißend, der Gegenwartsstrang hingegen völlig unglaubwürdig. Die Reise über die Alpen, die die über neunzig Jährige zu Fuß (!) unternimmt, hätte sie schon nach den ersten 50 Kilometern nicht mehr erlebt. Mit einem kleinen Rucksack und einer schweren Kiste, wo sie ihren Papagei untergebracht hat, wandert sie über die Berge und gerät nicht nur an lauter Gutmenschen, sondern verliert ihre Geldbörse, kämpft gegen die Naturgewalten und wehrt sich gegen Raubvögel, die ihren Emil schaden wollen. Völlig durchnässt läuft sie zwei Tage und Nächte in den Bergen herum....da wären wohl auch schon Jüngere an einer schweren Erkältung oder Lungenentzündung gestorben. Edna aber bleibt frisch und munter. Die bereits vorhandenen körperlichen Beschwerden in ihrem Alter werden ausgeblendet und lassen oftmals jeden fitten Alpinisten vor Neid erblassen. Ihre Naivität und Planlosigkeit passt außerdem so überhaupt nicht zu ihrem Alter. Als Figur blieb mir Edna völlig fremd.
    Ihr merkt schon ich bin mit der Geschichte im Gegenwartsstrang überhaupt nicht klar gekommen und konnte nur immer wieder den Kopf schütteln. Schade um die eigentliche ernste Thematik, die die Autorin mit der Geschichte um die Schwabenkinder schreiben wollte. Sie verliert sich völlig in der klamaukhaft geschriebenen Gegenwart, statt die Vergangenheit in den Vordergrund zu stellen. Diese erzählt sie berührend und voller Emotionen. Zusätzlich verliert sich die Autorin in Details und unwichtigen Nebenhandlungen.

    Als Deutschlehrer würde ich jetzt sagen: Thema verfehlt und nicht genügend. Als Leserin sage ich ...schade um den guten Plot und die Erzählung in der Vergangenheit, die mich überzeugen konnte. Leider muss ich aber das Gesamtwerk betrachten und gebe daher 2 Sterne (für die Geschichte in der Vergangenheit und den flüssigen Schreibstil)...das war's aber auch schon.

    Fazit:
    Das war leider gar nicht meins! Eine völlig an den Haaren herbei gezogene Geschichte in der Gegenwart, die den berührenden Vergangenheitsstrang über das Leiden der Schwabenkinder völlig ruiniert. Schade um die eigentliche ernste Thematik, die die Autorin schreiben wollte. Leider total am Thema vorbei! Ich gebe hier keine Leseempfehlung!

  4. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.529)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Der erste Teil, Gut gegen Nordwind, hat mich absolut begeistert. Die Idee einen Roman im E-Mail Format zu schreiben, finde ich toll. Zwei Fremde lernen sich per Zufall „kennen“, beginnen sich regelmäßig E-Mails zu schreiben und kommen sich so näher. Oft geht es nicht mal um eine romantische Beziehung, sondern einfach um Freundschaft. Ich war sofort im Schreibstil drin und hatte von beiden Protagonisten ein gutes Bild im Kopf. Vor allem Leo habe ich schnell ins Herz geschlossen, er ist mir von Seite zu Seite sympathischer geworden. Emmi ist mir zwar nicht unsympathisch, aber manchmal habe ich ihre Reaktionen nicht verstanden bzw fand sie eher kindisch. Die Gefühle der beiden kommen auf jeden Fall toll rüber und man kann sich gut in ihren Austausch fallen lassen.
    Das Ende war spannend und ein absoluter Cliffhanger (einer der fiesesten, die ich kenne!), weswegen ich mir keine fünf Minuten, nachdem ich das Buch beendet hatte, den zweiten Teil bestellt hatte.

  5. Cover des Buches Der Tod so kalt (ISBN: 9783421047595)
    Luca D'Andrea

    Der Tod so kalt

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Nach einem tragischen Unfall in den Bergen befindet sich Jeremiah Salinger auf dem Wege der Genesung. Der Unfall ist bei seiner Arbeit als Dokumentarfilmer geschehen, worauf er seiner Familie versprochen hat für mindestens ein Jahr kein neues Projekt anzufangen. Als er nun vom Bletterbach-Massaker aus dem Jahre 1985 erfährt, bei dem drei jungen Menschen ermordet wurden, kann er nicht mehr davonlassen und fängt trotz Versprechungen wieder an zu recherchieren.
    Schon das aufwendige Cover macht einen guten Eindruck, ebenso wie die Zeichnungen der Berge in der Innenhülle. Das immer wiederkehrende Kreuz in der Gebirgswelt wirkt sehr eindringlich und gibt die Richtung des Romans an. Die Handlung kommt nur ein wenig schwerfällig in Gang hat mich alsdann jedoch gefesselt und unterhalten. Das Buch ist eher ein Krimi und zum Thriller fehlt nach meiner Meinung doch einiges, dennoch bietet er einiges an Spannung an. Vor allem der Schreibstil hat mir gefallen, denn dieser ist flüssig und führt den Leser durch das Buch ohne Langeweile oder anderen Schwächen. Selbst etwas blutigere Szenen werden stilvoll umschrieben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, zeigen aber ihre Wirkung. Der Protagonist Jeremiah Salinger wird anschaulich dargestellt, was vor allem durch die Ich-Erzählung des Buches gelingt. So ist es möglich sich mit dem Protagonisten anzufreunden und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Fazit: Lesenswerter Roman der sich mit der Bergwelt ebenso wie mit den Morden befasst.

  6. Cover des Buches Nachts am Brenner (ISBN: 9783462050080)
    Lenz Koppelstätter

    Nachts am Brenner

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Der dritte Fall ist der bisher persönlichste für Commissario Grauner aus Südtirol.

    Als Kulisse dient der Brennerpass samt den zugehörigen Ortschaften, der Brennerautobahn und dem italienisch-österreichischen Grenzgebiet.

    Das erste im Buch erwähnte Verbrechen ist die brutale Hinrichtung eines hochbetagten Einheimischen. Bei der Erforschung dessen Lebensgeschichte dreht Grauner das Rad der Zeit immer weiter zurück, bis in das Jahr 1946…  In jenem Jahr nämlich geschahen ebenfalls geheimnisumwitterte Dinge rund um den Brenner. Als Grauner schließlich ein Koffer in die Hände fällt, der im Zusammenhang mit dem Mord an Grauners Eltern steht, sind da viele Spekulationen über einen möglichen Tathergang zu berichten und die dritte Krimi-Ebene ist eröffnet.

    Nicht nur Grauner ist verwirrt: Welche Stränge gehören denn nun wirklich zusammen, welche sind willkürlich aneinandergereiht?

    Als dann noch das Klarissenkloster ins Spiel kommt und Saltapepe nachts eine ungewöhnliche Entdeckung macht, sind so viele Nebenschauplätze eröffnet, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht…

    Fast 300 Seiten lang stochern die Ermittler in den wenigen Fundstücken, die sie entlang des Weges  finden konnten, immer wieder reiht sich ein anderes Indiz ein und widerlegt die vorherige Theorie,  neue Verdächtige kommen und gehen.

    Gut, dass am Ende der Fall mit allen losen Strängen noch einmal rekapituliert wird!

    Die ganz besondere Stärke des Buchs liegt (wieder) darin, ein Lokalkolorit zu schaffen, das ungeheuer plastisch wirkt, das authentische Protagonisten zeigt und menschelnde Ernittler. Das Rauschen der Autobahn habe ich im Ohr wie auch das Dunkel einer Augustnacht in den Bergen. Die Autobahn spielt mit, ebenso wie die kommerziellen Einrichtungen, die es tatsächlich auf der Höhe des Brennerpasses gibt.

    Der Erzählstil ist – wie immer – wunderbar und niemals platt. Ein wenig Durchhaltevermögen ist im Mittelteil gefragt, hier kommt die Spannung etwas zu kurz.

    Wieder ein Roman wie ein Kurzurlaub in Südtirol – geschrieben von einem echten Kenner.

    Klare Leseempfehlung für Südtirol-Fans und Freunde des gepflegten Regionalkrimis.

  7. Cover des Buches Das dunkle Dorf (ISBN: 9783462053043)
    Lenz Koppelstätter

    Das dunkle Dorf

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    In Wolkenstein wird ein Gemeindepolizist getötet und in der leeren dritten Etage der Villa Wolkenstein aufgefunden. Es ist Hochsaison und freie Zimmer kaum zu finden. Eine gesamte Etage unbelegt, da werden Grauner und Saltapepe hellhörig. Grauner hat aber noch andere Sorgen. Seine Tochter Sara ist verschwunden und in ihrem Zimmer findet Alba, Saras Mutter, die neue gefährliche synthetische Droge Carfentanyl. 

    Relativ schnell steht fest, dass der Tote und die Drogen zusammenhängen. 

    Saltapepe, der sich mit seiner Kollegin im Hotel einquartiert um verdeckt zu ermitteln, muss unerwartet untertauchen. Die Camorra hat ihn nicht vergessen und sein Leben ist in tödlicher Gefahr.

    Meine persönlichen Eindrücke

    Es ist der 6. Fall mit Commissario Grauner und Ispettore Saltapepe. Außerordentliche Umstände lassen das Team diesmal nicht zusammen ermitteln: Saltapepe muss untertauchen und Grauner seine Tochter retten. 

    Der Krimi war sehr spannend zu lesen. Gekonnt baut Koppelstätter eine, wenn auch für Südtirol ungewöhnliche Mafiastory auf, die ich als Leserin besorgt gebannt mitverfolge. Erst am Ende klärt sich alles auf und ein kleiner Einblick in die Welt der neapolitanischen Camorra gewährt. Zwar ist der alte Grauner nicht zurück, den ich in den ersten drei Büchern „Der Tote am Gletscher“, „Nachts am Brenner“ und „Die Stille der Lärchen“ lieben gelernt habe, aber der tolle Krimistil von Koppelstätter ist wieder da. 

    Fazit

    Wenn auch der Fall für Südtirol sehr ungewöhnlich ist, kann Lenz Koppelstätter damit an seine ersten drei Bücher der Buchreihe anschließen, die ich immer noch für die besten halte. 4,5 Sterne

  8. Cover des Buches Die Stille der Lärchen (ISBN: 9783462047349)
    Lenz Koppelstätter

    Die Stille der Lärchen

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

     Ein weiterer Südtirol-Krimi aus der Feder von Lenz Koppelstätter liegt hier mit „Die Stille der Lärchen“ vor.

    Das Cover zeigt eine traumhafte Kulisse, die den Hintergrund für den gewaltsamen Tod der 17-jährigen Marie bildet. Nahe bei den Urlärchen, einem bekannten Naturdenkmal im Ultental, liegt die erschossene Schülerin.

    Das Dorf meint den Täter rasch zu kennen, ein anderer legt jedoch ein Geständnis ab.

    Commissario Grauner und Saltapepe suchen lange nach einem Motiv und stoßen auf Schweigen im Dorf, ein verfallenes Heilbad sowie literarische Rätsel.

     

    Mir hat auch dieser Krimi gut gefallen. Wieder versteht es der ortskundige Autor, die Atmosphäre Südtirols einzufangen und die Leser in das hintere Ultental mitzunehmen. Beigefügtes Kartenmaterial bildet eine gelungene Ergänzung zum Text. Die beiden unterschiedlichen Ermittler stellen ein gutes Team dar. Die persönlichen Nebenschauplätze von Grauner und Saltapepe halten sich in einem angemessenem Umfang. Das im ersten Band der Reihe erwähnte Geheimnis aus der Vergangenheit von Grauner wird etwas erhellt, ist aber noch nicht zu Ende erzählt.

     

    Der Krimi bleibt bis zum Schluss rätselhaft, eine echte Chance, mitzuraten hat der Leser nicht, da unerwartete Wendungen immer wieder eingearbeitet sind.

     

    Nach gut 300 Seiten ist die Lösung gefunden, es bleibt der Eindruck eines soliden und sehr stimmungsvollen Krimis. Gerne mehr aus der Reihe!

  9. Cover des Buches bleiben (ISBN: 9783426281321)
    Judith W. Taschler

    bleiben

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra-H
    Eine aus der Perspektive der vier Beteiligten erzählte Geschichte. Wobei jeder der vier Erzähler sein Wort an einen  dem Leser nicht bekannten Gesprächspartner richtet, der als "Fragensteller" fungiert. Das wirkt künstlich und erzwungen. Auch die Geschichte selbst ist nicht unbedingt fesselnd und schleppt sich dahin. Die Sprache ist gut, was mich dazu bewegt, einen Stern zum Minimum hinzuzufügen
  10. Cover des Buches Der Tote am Gletscher (ISBN: 9783462047288)
    Lenz Koppelstätter

    Der Tote am Gletscher

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Ein neues Ermittler-Duo wird in die Südtiroler Landschaft geschickt: Johann Grauner, gebürtig aus Südtirol und neben der Tätigkeit als Commissario auch als Milchbauer tätig, arbeitet zusammen mit Claudio Saltapepe, einem aus Neapel stammenden Ermittler, der mit der Sprache, dem Essen und den Bergen in Südtirol hadert. Ein vielversprechendes, sympathisches Duo, das kurz vor Weihnachten mit einem Mord mitten im Gletschergebiet konfrontiert wird. Der Pistenarbeiter Toni findet den Toten nahezu an der gleichen Stelle, wo seinerzeit „Ötzi“ aus dem Eis befreit wurde. Und auch der neuzeitliche Tote kam durch einen Pfeil ums Leben…

    Der Mordfall führt die Polizisten tief in das Schnalstal mit seinen bodenständigen, teils verschlossenen Bewohnern, die sich in einem Mikrokosmos bewegen. Neben dem Bürgermeister gibt es einen undurchsichtigen Liftanlagen-Bauer und die gesamte Stammtischrunde, die zu den Verdächtigen zählen können.

    Ganz im Stil eines klassischen Krimis werden über lange Strecken immer wieder Tatverdächtige aufgebaut. Meist löst sich der Verdacht dann doch in Luft auf und die Ermittlungen beginnen von vorn. Erzählt ist das Buch dabei in einer flüssigen, dialogreichen Sprache, die auch den Dialekt berücksichtigt.

    Hervorzuheben ist das ganz besondere Lokalkolorit. Lenz Koppelstätter stammt aus Südtirol und seine exakte Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und der Bewohner fließen ebenso informativ wie gekonnt in den Text ein. So gewinnt man während der Lektüre einen realistischen Eindruck des winterlichen Südtirol und kann sich auf den Flügeln des Papiers ins den Urlaub versetzen.

    Der Autor hat ganz bewusst mit „Der Tote am Gletscher“ den Beginn einer Krimi-Reihe markiert. Seine Ermittler hüten noch so manches private Geheimnis, hier ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Die Vorfreude auf weitere Bände steigt!

    Ich bewerte mit 4,5 Sternen und gebe eine klare Leseempfehlung für alle Liebhaber des Regionalkrimis.

  11. Cover des Buches Am Rand (ISBN: 9783552057692)
    Hans Platzgumer

    Am Rand

     (33)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Das Buch ist im Ich-Erzähler geschrieben und im Prinzip wie ein langer Brief über sein Leben, indem sich der Protagonist gelegentlich auch direkt an dem Leser richtet.


    Ich fand den Stil sowohl angenehm zu lesen, als auch besonders – es fanden sich ein paar sehr schöne Sätze darin, die regelrecht nachklingen.


    Ich muss sagen, dass ich den Anfang, als er über seine Kindheit und den ersten Toten den er gesehen hat berichtet, ich das noch nicht so mitreißend fand. Das änderte sich dann jedoch recht schnell.


    Wie gesagt berichtet er von seinem Leben, von den Menschen darin und von seinen Toten.

    Es war wirklich großartig, wie Personen und dessen Wesen beschrieben wurden.

    Die Distanz zu seiner Mutter, die selbstgefällige Härte seiner Großvaters, die Liebe zur sich immer im unsteten Fluss befindenen Elena, der Trägheit verachtene Guido.

    Auch zu sehen, wie deren Leben verlaufen und sich die Beziehung zu dem Protagonisten entwickelt, fand ich sehr interessant.


    Ich war tatsächlich überrascht, wie viel Raum für den Wunsch nach Schreiben eingeräumt wurde – sich der Kunst des Schreibens zu widmen, was jedoch immer brotlos blieb.


    Es wird ein Leben beschrieben und ist trotz den ganzen Schicksalen und Tragödien, weder anklagend, noch rechtfertigend. Das fand ich ziemlich beeindruckend.


    Das Thema Moral – also ob der Protagonist nicht nur aus technischer Sicht ein Mörder ist, sondern auch aus moralischer – das schwang in der Tat mit, nahm aber doch nicht so viel Raum ein wie ich erwartet hatte.


    Viel mehr verfolgte man den Moment des Entkoppelt sein – den Moment, wenn die Menschlichkeit aussetzt und eine andere Seite übernimmt, um zu funktionieren.

    Das fand ich wirklich sehr spannend.


    Fazit

    Auch wenn es nicht exakt das war, was ich erwartet hatte, hat es mich positiv überrascht und ich empfand es als sehr mitreißend und irgendwie ergreifend.

  12. Cover des Buches Commissario Pavarotti spielt mit dem Tod (ISBN: 9783954518081)
    Elisabeth Florin

    Commissario Pavarotti spielt mit dem Tod

     (24)
    Aktuelle Rezension von: BuecherboteRB

    Der Autorin gelingt es, eine Stimmung zu wecken, in der man sich die ganze Geschichte ohne einen einzigen Sonnenstrahl vorstellt. Diese Stimmung überträgt sie auf die Figuren, keine davon scheint ein Leben zu haben (oder gehabt zu haben), in dem die hellen Momente mehr als nur eine Randnotiz sind. Auch mit Hilfe dieser gebrochenen Personen legt Elisabeth Florin viele falsche Spuren. Der Kriminalfall, um den es im Kern geht, ist spannend geschildert, beim ganzen Drumherum wäre weniger jedoch mehr gewesen. Die beiden grundlegenden Elemente - ein Dorf, das schweigt, und ein Ermittler, der kaum mit sich selbst, geschweige denn mit dem Rest der Welt zurechtkommt - sind hier gemeinsam verwendet zu viel. So bleibt es für mich ein gutes Buch, aber kein sehr gutes.

  13. Cover des Buches Feuertaufe. Lorenz Lovis ermittelt (ISBN: 9783710402142)
    Heidi Troi

    Feuertaufe. Lorenz Lovis ermittelt

     (41)
    Aktuelle Rezension von: AmSee

    Es dauert eine Weile bis aus dem Polizisten ohne Ambitionen ein Teilzeit-Bauer und Privatdetektiv wird. Lorenz Lovis lebt sich wieder auf dem stark verschuldeten Erbhof seines Großonkels und im Dorf ein, was sehr anschaulich und witzig erzählt wird. Fast meint man selbst am Stammtisch zu sitzen und dabei erfährt man so einiges. Seine beiden ersten Fälle als Privatdetektiv führen Lovis direkt in eine Mordermittlung. Bei der Lösung der Rätsel hilft Lovis seine Henne Alma, die so wunderschöne blaue Eier legt. 

    Ein Regionalkrimi aus Südtirol - mit allen Zutaten, die es für eine gute Geschichte braucht.  Ich freue mich schon auf die nächsten Ermittlungen von Lorenz Lovis, dem Südtiroler Matula!

  14. Cover des Buches Commissario Pavarotti probt die Liebe (ISBN: 9783740807818)
    Elisabeth Florin

    Commissario Pavarotti probt die Liebe

     (25)
    Aktuelle Rezension von: janaka

    *Klappentext (übernommen)*

    Um seine große Liebe Lissie zurückzugewinnen, willigt Commissario Pavarotti ein, ihr bei der Suche nach ihrem Vater zu helfen, der vor dreißig Jahren verschwand. Die Spur führt zurück in das Meran der achtziger Jahre, als Italien die letzte Welle der Terroranschläge in Südtirol mit allen Mitteln niederzwingen wollte. Doch was ist damals wirklich geschehen? Pavarotti und Lissie müssen erfahren, dass es Menschen gibt, die alles dafür tun, die Wahrheit unter Verschluss zu halten.

     

    *Meine Meinung*

    "Commissario Pavarotti probt die Liebe" von Elisabeth Florin ist bereits der 5. Band von Commissario Pavarotti und seiner Truppe und immer noch kein bisschen langweilig. Dies ist wohl der persönlichste Fall von Pavarotti und seiner großen Liebe Lissie. Der Schreibstil der Autorin ist spannend und fesselnd, an manchen Stellen sogar schon explosiv. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Mir gefallen die Rückblenden, was ist damals wirklich passiert? Warum musste Lissies Vater verschwinden? Geheimnisse werden gelöst und neue tauchen auf. Kaum meint man, zu verstehen, was geschehen ist, zack baut die Autorin eine Wendung ein, schlüssig, aber unvorhergesehen. So etwas liebe ich...

     

    Die Charaktere entwickeln sich weiter, besonders über Ispettore Emmenegger erfahren wir pikante Details aus seiner Vergangenheit. Sein Werdegang macht ihn mir noch sympathischer. Aus einem Bad Boy wird ein Guter... Aber nicht immer ist klar ersichtlich, wer zu den Guten gehört. Das hat die Autorin hier geschickt beschrieben. Auch gefällt mir die langsame Wiederannäherung von Pavarotti und Lissie, wobei sie manchmal auch wie Feuer und Eis sind. Ich liebe die beiden einfach.

    Um Pavarotti habe ich mir etwas Sogen gemacht, er scheint krank zu sein. Doch wie schwer, ist nicht klar ersichtlich... Findet es am besten selbst heraus...

     

    Der Fall ist sehr spannend und geheimnisvoll, nach und nach kommen die Tatsachen ans Licht. Die Autorin konstruiert sehr gekonnt eine fiktive Geschichte um reale Wahrheiten. So eine Mischung finde ich richtig gut.

     

    *Fazit*

    Wieder ein spannender und fesselnder Fall mit Commissario Pavarotti und seinen Leuten, diesmal ein sehr persönlicher. Der Krimi hat mir eine extrem gute Lesezeit beschert. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter. Wer geschichtliches gepaart mit einem Kriminalfall mag, ist hier genau richtig.

    Von mir gibt es 5 Sterne. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.

  15. Cover des Buches Bewährungsprobe. Lorenz Lovis ermittelt (ISBN: 9783710402159)
    Heidi Troi

    Bewährungsprobe. Lorenz Lovis ermittelt

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Leider, ich muß leider sagen, habe ich den ersten Teil des Privatdetektives Lorenz Lovis nicht gelesen. Aber auch bei dem zweiten Buch bin ich relativ schnell hineingekommen. Lovis hat den heruntergewirtschafteten Hof von seinem Onkel geerbt aber gleichzeitig ist er auch noch Privatdetektiv. Am Perwanger Hof werden die Pferde vergiftet und Lovis soll nun den Täter finden. Hier lernt er auch die giftsprühende Jasmin Oberegger kennen, die sich von dem Schönling Liam belästigt fühlt und ihn auch in Verdacht hat, Sie will er Pferd bei Lovis unterstellen, was ihm gerade recht ist, da er ständig in Geldnöten ist. Aber auch Liam will nun bei ihm einstellen. Doch dann wird auf Lovis WeInberg die Obereggerin ermordet aufgefunden. Sofort kommt Lovis Knecht Paul in Verdacht, da er in dieser Nacht stutzbetrunken war. Und dann zeigt auch Lovis Pony Vergiftungserscheinungen. Und zur gleichen Zeit macht eine deutsche Familie bei Lovis Urlaub auf dem Bauernhof. Hanne, die Frau aus Deutschland liebt Krimi über alles und will mit ermitteln. Außerdem sind ihre beiden Kinder die größten Nervensägen, die ihre Finger überall haben. Und Liam ist ausgerechnet der Ex-Lover von Lovis Mitbewohnerin Angelika, auf die Lovis ein Auge geworden hat. Jedenfalls ergeben sich in diesem Buch so viele negativen Ereignisse, dass man selbst Mitleid mit Lovis hat. Zumal auch die italienische Polizei nicht die schnellste in ihren Ermittlungen ist und Lovis Verdachtsmomente als falsch abtun. Hier handelt es sich um einen wunderbaren Cosy-Krimi. Die Figuren sind so exakt und lebensnah dargestellt, dass man sich von allen ein genaues Bild machen kann. Ich hatte so einige Verdächtige im Visier und war mehr als überrascht, als mit der wahre Mörder präsentiert wurde. Lovis ist ein Mensch mit vielen Schwächen und Ecken und Kanten. Aber ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen. Auch die Südtiroler Landschaft wird hier traumhaft beschrieben und auch das Cover ist sehr interessant. Sehr exquisit ist der rote Seitenschnitt.

  16. Cover des Buches Fünf Viertelstunden bis zum Meer (ISBN: 9783442714193)
    Ernest van der Kwast

    Fünf Viertelstunden bis zum Meer

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Booklove91

    Inhalt:

    Juli 1945, ein heißer Sommertag am Strand von San Cataldo,am östlichen Ufer von Italiens Absatz:

    Fasziniert beobachten die Brüder Ezio und Alberto die Mädchen am Strand, die in hochgeschlossenen Badeanzügen vorbeistolzieren. Bis die 20-jährige Giovanna Berlucchi aus der Brandung auftaucht - in einem Zweiteiler. So etwas haben die Jungen noch nie gesehen.

    Ezio verliebt sich leidenschaftlich in die stolze donna Pugliese, und im Laufe dieses Sommers, in dem der Zweiteiler nicht die einzige Offenbarung bleibt, wird er ihr zwei Heiratsanträge machen. Doch Giovanna liebt das Meer und ihre Freiheit, sie hat die »Lunge eines Delfins« und kann länger tauchen als ihre vier Schwestern zusammen: Auf beide Anträge antwortet sie, indem sie zum

    Meer läuft und in den Wellen verschwindet. Aus Schmach und Kummer flieht Ezio soweit er kann, vom Süden in den Norden Italiens. Dort wird er Apfelpflücker, und in den kalten Südtiroler Wintern melkt er Kühe - doch nie vergisst er Giovanna und den

    gemeinsam verbrachten Sommer. Über sechs Jahrzehnte sehnt er sich nach seiner ersten undeinzigen großen Liebe. Da trifft ein Brief von ihr ein.

    Meine Meinung:

    Ein gigantischer Bestseller-Roman aus den Niederlanden. Ich habe das dünne Buch innerhalb weniger Stunden regelrecht verschlungen (< 100 Seiten).

    Das Buch ist so wunderschön erzählt und sehr rührend beschrieben - im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

    Eine Liebe, die nie vergeht. 60 Jahre sind ins Land gezogen, bis sie sich wieder sehen. Zwei Menschen, geplagt von Erinnerungen und Schicksalsschlägen. Eine Sehnsucht, die nie endet und ein Brief der alles ändert.

    "Ich möchte dich bitten, all die Jahre, die wir nicht miteinander geteilt haben, zu vergessen." (ZITAT)

    "Dann kam die Sehnsucht. Die Sehnsucht, die allmählich wächst, wenn sie nicht gestillt wird, die immer stärker wird, solange Fragen bleiben. Die Sehnsucht, die endlich aus dem tiefen Brunnen der Vergangenheit emporgestiegen war." (ZITAT)

    Ich denke das Buch soll verpasste Chancen darstellen, die man sich nie wirklich ganz verzeiht und dass das Leben zwar weiter geht, aber nicht so wie man es sich gewünscht hätte.

    Man denkt darüber nach, was wäre gewesen wenn..... Wie wäre es z.B. Ezio und Giovanna auf einem gemeinsamen Lebensweg ergangen, wenn ihre Antwort „Ja“ gewesen wäre.....

  17. Cover des Buches Magisches Mondlicht: Ambrosia Enzianblau (ISBN: B078MTQDM5)
    Ann W. Rea

    Magisches Mondlicht: Ambrosia Enzianblau

     (22)
    Aktuelle Rezension von: AnnJulie_Sinn

    Der Roman "Magisches Mondlicht" hat mich s. berührt. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich konnte mit ihnen mitfühlen. Die Autorin nimmt die Leserinnen und Leser mit in eine Welt voller Mystik und Magie. Ich gebe dem Roman meine absolute Leseempfehlung - für alle die Südtirol & seine Bergwelt lieben ....

  18. Cover des Buches Die Bildermacherin und der böse Wolf (ISBN: 9788868393847)
    Christiane Omasreiter

    Die Bildermacherin und der böse Wolf

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Jeanette_Lube

    Dieses Buch erschien 2019 in der Athesia Buch GmbH und beinhaltet 336 Seiten.

    „Die Wölfe sind zurück! Ganz Südtirol ist in Aufruhr.“

    Amalia ist Fotografin und kehrt in ihr Heimatdorf Pfunders ins Pustertal zurück. Sie entdeckt auf einer Skitour die zerfleischte Leiche einer Biologin, die sich vehement für den Schutz des Wolfes ausgesprochen hatte. Nun brodelt es in der Dorfgemeinschaft: Waren es etwa die Wölfe? Amalia beginnt, sich im Dorf umzuhören und stößt dabei auf Feindseligkeiten, Liebschaften und dunkle Familiengeheimnisse, die die Ereignisse in einem neuen Licht erscheinen lassen. Außerdem lenkt sie sie sich von ihrem eigenen turbulenten Liebesleben ab.

    Dies ist nun schon das zweite Buch, welches ich von den beiden Autorinnen Christiane Omasreiter und Kathrin Scheck gelesen habe. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Amalia hatte ich ja schon im ersten Teil „Die Bildermacherin“ kennengelernt, wo sie mir schon sehr sympathisch erschien und mir auch sehr ans Herz gewachsen ist. Nun hat sie es also doch gewagt, und ist direkt von Berlin nach Südtirol, in ihre eigentliche Heimat, gezogen. Leider hat ihr Freund Felix nicht so lange auf sie gewartet und tröstet sich schon mit einer anderen Frau, wer hätte das gedacht!!! Amalia kann es einfach nicht lassen, immer wieder als Hobbyermittlerin loszuziehen. Und sie hat eigentlich auch gar keine Zeit für Felix. Aber egal ist es ihr doch nicht, was er da so treibt. Ich mag Amalia und habe mich köstlich amüsiert über die eigenartigen, teilweise sehr kauzigen Dorfbewohner. Ja, jeder hat hier irgendetwas zu verbergen. Ich hatte wirklich tolle Lesestunden und von der ersten Seite an hat mich die Handlung der Geschichte in ihren Bann gezogen. Oje, wenn ich dort wäre und wüsste, dass es da im Wald Wölfe gibt, würde ich mich nicht in diesen trauen. Natürlich sind es die Wölfe auf jeden Fall wert, geschützt zu werden. Mal sehen, was ihr zu diesem Buch sagen werdet! Ich hatte eine spannende, fesselnde, aufregende und packende Zeit und war am Ende dann doch etwas verwirrt, denn mit diesem Ende hatte ich dann doch nicht gerechnet! Ein toller Krimi, der euch tolle Lesemomente verspricht. Lernt Amalia kennen und begleitet sie auf ihren privaten Ermittlungen! Da braucht man nicht unbedingt die Polizei! Ich empfehle euch dieses Buch sehr gern weiter. Ein gut ausgeklügelter Krimi mit interessanten Menschen und einer wunderbaren Landschaft! Die Autorinnen haben mich fasziniert und begeistert und auf jeden Fall überzeugt! 

  19. Cover des Buches Commissario Pavarotti kam nie nach Rom (ISBN: 9783740803162)
    Elisabeth Florin

    Commissario Pavarotti kam nie nach Rom

     (21)
    Aktuelle Rezension von: janaka
    *Inhalt*
    Schriftstellerin Anna Santer und ihr Mann Lex werden in ihrem Hotel in Meran tot aufgefunden. Es sieht wie eine Hinrichtung aus. Commissario Pavarotti und Ispettore Emmenegger stehen vor einem großen Rätsel. Wem galt der Anschlag? Lex, der sich in der Finanzwelt einen Namen gemacht hat oder seiner Frau Anne, die über die Rattenlinien aus dem 2. Weltkrieg recherchiert hat und darüber ein Buch schreiben möchte. Im Laufe der Ermittlungen taucht Lissie von Spiegel auf, sie war mit Anna Santer befreundet. Doch sie unterstützt nicht die beiden, sondern versucht das Verbrechen allein aufzuklären.

    *Meine Meinung*
    "Commissario Pavarotti kam nie nach Rom" von Elisabeth Florin ist bereits der vierte Band um den sympathische Inspector aus Meran. Der Schreibstil der Autorin ist spannend und fesselnd, schnell hat Elisabeth Florin mich in ihre Welt hineingezogen. Diesmal gehen die Ermittlungen in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Viele Flüchtlingen kamen nach Meran, um von dort aus nach Südamerika zu fiehen. Unter ihnen waren aber auch einige Nazis, die sich mit Hilfe von falschen Papiere die Ausreise ermöglicht haben und sich somit einer Verhaftung und Verurteilung zu entziehen.

    Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig, diesmal bilden die drei Hauptprotagonisten kein Team, irgendwie agiert jeder für sich allein. Und ihr Verhalten weckt nicht nur Sympathien in mir, manchmal könnte ich sie alle drei schütteln. Die Spannungen zwischen Lissie und Luciano sind förmlich spürbar, aber die Hoffnung, dass die beiden sich wieder zusammenraufen, besteht weiterhin. Auch die Zusammenarbeit von Pavarotti und Emmenegger ist von diversen Spannungen geprägt. Emmenegger muss sehr unter den Launen von Pavarotti leiden und vermisst den nötigen Respekt ihm gegenüber. Die Nebencharaktere sind auch gut ausgearbeitet.

    Die bildhafte Sprache macht es mir möglich, mir all die Handlungsorte gut vorzustellen. Mit den raffiniert eingefädelten Wendungen bringt mich die Autorin immer wieder auf falsche Fährten. Sie lässt auch den Täter zu Wort kommen, ohne zu verraten, wer er ist. Das ist ein kluger Schachzug, es erhöht die Spannung.

    *Fazit*
    Insgesamt hat mir dieser Krimi wieder richtig gut gefallen, spannend, fesselnd und mit einer interessanten Geschichte. Es bringt Spaß, mit den dreien auf Ermittlungsjagd zu gehen.
    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
  20. Cover des Buches Die Eismacher (ISBN: 9783442717453)
    Ernest van der Kwast

    Die Eismacher

     (113)
    Aktuelle Rezension von: VanCa

    Worum geht es?
    Das Buch erzählt von einer Familie die sich seit Generationen der Eisherstellung widmet. Es geht um das Familienleben, um die Übernahme des Betriebs und den Sohn der dies verweigert um seiner Berufung zu folgen. Der andere Sohn bleibt allein zurück um die Tradition fortzuführen und hegt über Jahre einen Groll gegen seinen älteren Bruder, bis dieser ihm plötzlich helfen soll.

    Persönliche Meinung:
    Der Schreibstil hat mir außerordentlich gut gefallen.
    Die Herstellung des Eis ist detailreich beschrieben und durchweg im ganzen Buch ein Thema. Der Fokus der Familiengeschichte liegt auf dieser Tradition und das wird konsequent im Vordergrund gehalten. Das hat mir wirklich gut gefallen.
    Die Personen hingegen fand ich weniger ausgereift. Giovanni erzählt aus der Ich-Perspektive. Jedoch konnte ich nicht einmal ihn richtig greifen. Die Personen haben teilweise auch einen unsympathischen Charakter, sodass ich von ihnen eigentlich gar nicht mehr lesen wollte.
    Die Familie von Giovanni hat eine interessante Beziehung. Der Umgang der Familie untereinander war ein großes Thema und meiner Meinung nach wurde diesem Thema mehr Aufmerksamkeit gewidmet als der Abmachung der beiden Brüder. Ich hatte mich vom Klappentext her eher auf eine Haupthandlung mit den beiden Brüdern eingestellt. In gewisser Weise war dies auch ein Thema aber das eigentlich Angekündigte (Klappentext: Bis eines Tages sein Bruder Luca ein höchst ungewöhnliches Anliegen hat …) kam erst relativ spät, für mich persönlich zu spät. Ich hätte gern mehr über diesen Teil der Story erfahren. Daher gibt es von mir 3 Sterne.

  21. Cover des Buches Eva schläft (ISBN: 9783803128058)
    Francesca Melandri

    Eva schläft

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Caroas

    Südtirol von 1919 bis 1992, erzählt von Eva. 

    Man erfährt hier wie sich Südtirol durch einen politischen Schachzug an Italien eingliedern musste. Den Versuchen aus ihnen reine Italiener zu machen und die Entwicklung von den ersten Freiheitskämpfen bis zur BAS. Auch die Entwicklung von einfachen Bauern bis zum vom Tourismus lebenden Land.

     

    Melandri erzählt das alles eingebettet in einer Familiengeschichte. Sie erzählt durch Eva in der Ichform aus der Gegenwart Geschichten aus der Vergangenheit. Eva die in „Schande“ geboren wurde, ihre Mutter dir es als ledige alleinstehende Frau nicht leicht hatte. Sie hat sich um Eva gekümmert, musste sie aber während der Arbeitsmonate bei Bekannten auf deren Hof unterbringen. Sie erzählt von Liebe und engstirnigen Menschen, von Verlust, Ängsten und Hoffnungen.

     

    Fazit, ein sehr gut geschriebener Roman der das Leben wiederspiegelt, der einen in eine Zeit der Heimatlosigkeit, des Verrates und der Sehnsucht nach Geborgenheit zurückversetzt. Der eine harte Zeit und den Wandel der Menschen wiederspiegelt.

    Auch wenn Eva eine fiktive Figur ist, all das ist geschehen und Eva und ihre Familie könnten tatsächlich gelebt haben. 

  22. Cover des Buches Sehnsucht Italien (ISBN: 9783844525557)
    Andreas Pehl

    Sehnsucht Italien

     (14)
    Aktuelle Rezension von: EvelynM
    Die akustische Reise „Sehnsucht Italien“ führt den Hörer von Venetien im Norden über Florenz, Rom und Neapel bis weit in den Süden auf die Insel Sizilien, begleitet von Hintergrundgeräuschen, Musik oder den Stimmen von Italiener/innen, garniert mit Kochrezepten und kleinen Anekdoten. Abseits der Tourismusströme kann man sowohl in die italienische Kultur als auch die kulinarischen Genüsse den herrlichen Landes eintauchen. Die ganz unterschiedliche Gestaltung der Geschichten und Stimmen machen das Hören sehr abwechslungsreich und besonders interessant. Der Hörer sollte die Reise allerdings in kleinen Abschnitten genießen, um sich die Landschaft, die Menschen, die Städte und Dörfer und auch die Gerüche vergegenwärtigen zu können. Zudem schweifen die Gedanken sonst gerne ab und man überhört die eine oder andere Begebenheit. Durch „Sehnsucht Italien“ werden vergangene Epochen lebendig, Geschichte neu entdeckt und das dolce vita kommt auch nicht zu kurz. Ich bin begeistert von dem ausführlichen Bericht über das „Casa Verdi“ – die Idee, einen Altersruhesitz für Künstler (Sänger/innen, Musiker/innen, Komponisten) zu schaffen, finde ich wunderbar. So bleibt nicht nur das Andenken an Verdi erhalten, sondern die „pensionierten“ Künstler/innen können ihren Erfahrungsschatz auch an die Studierenden weitergeben. Bei der Reportage über Friaul und Piemont ist mir das Wasser im Munde zusammengelaufen, als ich von den vielen Leckereien und nicht zuletzt vom Wein hörte. Mit den Geschichten um Don Camillo und Peppone von Guareschi bin ich aufgewachsen. Als Kind habe ich diese alten Schwarzweißfilme gerne gesehen und über die ständigen Streitereien zwischen den beiden Italienern herzhaft gelacht - ist mir doch durch meine italienische Verwandtschaft das Temperament der Südländer wohl bekannt. Ich möchte nicht alle Geschichten und Stationen vorwegnehmen und schließe nun mit meiner Meinung zum Hörbuch ab. Das Hörbuch „Sehnsucht Italien“ ist mein erster akustischer Reise- und Geschichtsführer überhaupt und hat mir sehr gut gefallen. Ich bin überrascht, dass es möglich ist, nur durch das Hören einen Eindruck von einem „fremden“ Land zu bekommen. Gut, ich war schon in Venedig und Florenz, in Südtirol habe ich bereits als Kind so manchen Berg erklommen und ich bin im Lago Maggiore geschwommen und habe den Gardasee entdeckt – doch das sind nur Bruchstücke dieses wunderbaren, abwechslungsreichen Landes. Mit geschlossenen Augen habe ich den teils spannenden und mir völlig unbekannten Themen gelauscht. Die kleine Broschüre und die Landkarte runden den Hörgenuss wunderbar ab. Die nummerierte Landkarte hilft, die Orientierung nicht zu verlieren und sich in den Regionen zurechtzufinden. Zum Schluss ist sie da: die Sehnsucht nach Italien!
  23. Cover des Buches Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx (ISBN: 9783954414154)
    Klaus-Peter Walter

    Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx

     (11)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Es hätte schlimmer kommen können. Anstatt einen banalen Marx-Gedenk-Roman zu schreiben oder eine nachträgliche Apologie zu den Thesen des Sozialismus-Erfinders vorzulegen, lässt Krimi-Experte Klaus-Peter Walter seinen Holmes erst einmal als gründlichen Skeptiker der Arbeiterbewegung auftreten. Entsprechend Überzeugungskraft braucht es vonseiten Friedrich Engels', der sich wie alle anderen Klienten auch Holmes deduktiven Methoden stellen muss.

    Die Gefahr einer romantischen Verklärung von Karl Marx und seinen Zeitgenossen besteht also weniger, der Autor widersteht sogar (entgegen dem Wunsch des Verlegers, wie das Nachwort belegt) der Versuchung, unbedingt eine Begegnung von Holmes und Marx zu erzwingen und so ein ungleiches Duell dieser zwei gegensätzlichen Denker zu provozieren. Die Episoden rund um Sisi passen dagegen nicht immer zu der ansonsten stilvoll erzählten Geschichte, bei der immerhin während der Ermittlungen in England echtes Holmes-Feeling aufkommt. Nur wenn Walter zu lange im historischen Lokalkolorit der k.u.k.-Monarchie schwelgt, fragt man sich zu Recht, wo die Geschichte eigentlich hin will.

    Holmes' Begegnung mit dem Detektiv Dagobert Trostler ist ein nettes Gimmick für Fans fast vergessener Krimi-Klassiker. Dessen von Balduin Groller verfasste Abenteuer brachten dem Ermittler den Beinamen "österreichischer Sherlock Holmes" ein, hier schließt sich also gewissermaßen ein Kreis. Ach ja, da war ja auch noch Karl Marx. Diesen Faden nimmt der Autor nach ein paar Exkursen doch wieder auf, um die Ermittlungen schließlich in einem einigermaßen actionreichen Finale münden zu lassen, bei dem ausgerechnet Sisi die entscheidende Rolle spielt.

    Ist das noch ein "echter" Holmes? Bei Pastiches ist die Frage ohnehin schwer zu beantworten. Dieser Roman enthält viele gute Ideen, will am Ende aber zu viel. Der eigentliche Fall gerät zugunsten zeitgeschichtlicher Details und literarischer Exkurse immer wieder aus dem Fokus, auch wenn der Epilog alles so sinn- und stilvoll abschließt, wie die Geschichte begonnen hat.

  24. Cover des Buches Das Böse, es bleibt (ISBN: 9783328104261)
    Luca D'Andrea

    Das Böse, es bleibt

     (35)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Die junge Marlene flieht im Winter 1974 vor ihrem Mann. Zuvor hat sie aus seinem Tresor blaue Saphire entwendet. Denn sie möchte ihrem ungeborenen Kind, das sie jetzt schon liebevoll Klaus nennt, eine Zukunft mit seinem kriminellen Vater ersparen. Im beginnenden Schneesturm verliert sie die Orientierung und kommt mit ihrem Wagen von der Straße ab. Sie erwacht Tage später auf einem einsamen Erbhof des Bauern Simon Keller. Nach und nach erzählen sich die Beiden ihre Lebensgeschichte und der verschrobenen Alte verspricht ihr und dem Kind zu helfen. Auch Marlenes Mann, den alle nur hochachtungsvoll Herr Wegener nennen, war in der Zwischenzeit nicht untätig, denn er hat mithilfe des "Konsortiums" einen Killer auf sie angesetzt.
    Alle Figuren in diesem Krimi erzählen nach und nach ihre Lebensgeschichte. Diese sind allesamt grausam und skurril. So richtig fesselnd und spannend fand ich aber keine. Es fiel mir schwer zu folgen, dass der Bauer die Sau in seinem Stall für die Wiedergeburt seiner ermordeten Schwester hält. Fast alle Protagonisten hören irgendwelche Stimmen in ihren Köpfen, die ihnen Bosheiten einflüstern. Positiv fand ich, dass es trotzdem bis zum Schluss spannend bleibt. Leider hält dieser zweite Roman von Luca D'Andrea nicht mit seinem Erstling "Der Tod so kalt" mit, der spannender und mit einem humorvollen Hauptdarsteller gesegnet war.

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