Bücher mit dem Tag "sühne"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sühne" gekennzeichnet haben.

184 Bücher

  1. Cover des Buches Die Arena (ISBN: 9783453435230)
    Stephen King

    Die Arena

     (1.159)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    Plötzlich stülpt sich eine unsichtbare Kuppel über die Kleinstadt Chester's Mill. Auf einmal sind die Einwohner völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Als dann auch noch die Vorräte knapp werden, beginnt ein harter Kampf ums Überleben.

    Ich brauchte kurz um in diesen Wälzer reinzukommen und um die Figuren alle kennenzulernen. Aber als ich mit diesen erst mal warm geworden bin, konnte ich kaum noch aufhören.
    Rusty war meine absolute Lieblingsfigur. Was ich an Kings Schreibstil auch Besonders finde, ist wie er sich in die Tiere reinversetzen kann. Einfach super ab und an alles aus deren Sicht zu lesen.

    4 Sterne kann ich für einen tollen King vergeben. Mir war nur die Ungerechtigkeit, die er aufgezeigt hat einen Hauch zuviel. Die hat mir so manchmal schlechte Laune bereitet.
    Aber an sich ein toller King mit einen gewohnt wundervollen Schreibstil. Auch die Charaktere werden mir wie immer im Gedächtnis bleiben.

  2. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783426510179)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (2.797)
    Aktuelle Rezension von: Stayystrong

    Meine Meinung

    Nach dem Heimweg, wollte ich unbedingt noch ein Buch von Sebastian Fitzek lesen.Durch ein Buddy Read ist die Wahl auf Passagier 23 gefallen.Der Einstieg in das Buch war so gestaltet, dass man als Leser genauso im Dunkeln tappt wie Martin Schwartz.Während dem Lesen,  ermittelt man sogesehen mit ihm gemeinsam.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen,die Kapitel sind kurz gehalten, was ich angenehmer finde, die Spannung wurde immer Weiter gesteigert.Zu Beginn, dachte ich ehrlich gesagt,das die alte Dame sich wichtig machen möchte und ihn deshalb auf das Schiff gerufen hat, aber die Geschichte ist so geschickt verstrickt, das am Ende alle Personen auf eine Art und Weise zusammenhängen, auch wenn sie selbst den Grund da für nicht kennen.Ein paar Charaktere habe ich absolut falsch eingeschätzt.Dafür liebe ich den Schreibstil von Sebastian Fitzek,man ist sich so sicher Wer hinter dem Verschwinden der Passagiere steckt, aberes ist komplett anders.Die "Rückkehr" des kleinen Mädchen ist sehr mysteriös und ich konnte bis kurz vor dem Ende nicht erraten, was ihr passiert ist und wo sie solange war.Geschweige denn, welche Rolle ihr Verschwinden wirklich spielt.      


    Bewertung


    Auf manchen Seiten,musste ich kurz Pause machen, da die Handlung so intensiv war.Die Plottwist, haben mich teilweise komplett umgehauen, da ich in manchen Szenen dachte, noch mehr kann kann jetzt nicht mehr passieren und dann kam doch noch mal etwas.Die Geschichte hat mich komplett überrascht, da ich mit einem typischen Schiffsdrama gerechnet habe,aber das war es nicht, das Buch war von der ersten bis zur aller letzten Seite (ja auch nach der Danksagung, solltest du noch weiter lesen) spannend, da soviele Dinge gleichzeitig passiert, manchmal ist es kurz verwirrend, aber ich konnte gut nach vollziehen um wen es im entsprechenden Kapitel gerade geht. Die Auflösung, hat mich absoulte überrascht,da ich damit nicht gerechnet habe.Man wurde auf soviele "falsche" Fährten geführt, dass man das tatsächliche Ende nicht vermutet.Ein mehr als gelungener Thriller mit vielen guten Plottwist. Dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne, solangsam, werde ich ein Richtiger Fitzek Fan.  

  3. Cover des Buches Erbarmen (ISBN: 9783423212625)
    Jussi Adler-Olsen

    Erbarmen

     (4.069)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Sehr, sehr spannend, interessante Charaktere, flüssige Sprache, überraschende Wendungen. Also alles, was ein guter Thriller braucht. Anfangs habe ich mich nicht so recht rangetraut, weil ich nicht lesen will, wie die Opfer leiden und der Titel war schon abstoßend, aber ich bereue es nicht. Die Story, jemanden in einem Betongefängnis über Monate gefangen zu halten, war doch zu unrealistisch um bei mir Abscheu auszulösen. Ich arbeite ja mit traumatisierten Opfern und bin daher etwas empfindlich. Aber das Groteske der Situation tat dem Buch keinen Abbruch. Es war im Kontext stimmig und ich habe das Buch regelrecht verschlungen. 

    Carl Mørck, bei einem Einsatz selbst traumatisiert und auch vorher schon etwas verschroben, wird in den Keller der Polizei verbannt um dort eine eigens für ihn gegründetes  Sonderdezernat zu leiten. Als ein Mann Betrieb sozusagen. Da er aber dort auch selbst putzen und Kaffee kochen soll, verlangt er einen Assistenten und bekommt  Hafez el-Assad, der sich äußerst engagiert zeigt und dem Carls schroffes Verhalten und dessen Eigentümlichkeiten nicht aufzufallen scheinen. Carl soll sich alten unaufgeklärten Fällen widmen, hat aber keinen Bock dazu. Notgedrungen greift er sich dann doch eines Tages eine der Akten und legt los, wobei eigentlich sein Assistent die treibende Kraft ist. Eine Parallelgeschichte, die 5 Jahre zuvor spielt, macht das Ganze richtig spannend und das Buch entwickelt sich zu einem wahren Pageturner, der die Abgründe der Menschlichen Seele offenbart.

    Auch wenn die Titel plakativ grausam sind, werde ich die Reihe weiterlesen, denn die Bücher sind echt gut. Und ich möchte wissen, wie es mit dem ungleichen Duo im Keller der Kopenhagener Polizei weiter geht. 

  4. Cover des Buches Der Augenjäger (ISBN: 9783426503737)
    Sebastian Fitzek

    Der Augenjäger

     (2.043)
    Aktuelle Rezension von: Fire

     

  5. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (699)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Nun also Murakamis Epos um Aomame und Tengo, um das parallele Jahr 1Q84, was zeitgleich zu 1984 stattfindet, um die „Puppe aus Luft“ und um all die anderen Dinge in Murakamis Fantasiewelt. Für mich gibt es zwei Arten von Murakamis Werken, die etwas realistischeren und die etwas fantasievolleren. Letztere gehören eigentlich nicht so zu meinen Favoriten und zu Letzteren gehört auch 1Q84. Trotzdem hab ich diese gut 1.000 Seiten immer gern gelesen und war auch, auch trotz größerer Pausen, immer nah dran und gut dabei. Trotzdem bleibt bei „diesen“ Murakamis immer ein bisschen eine Ebene, die mich nicht erreicht. Teil drei des Epos werde ich mir aber trotzdem besorgen.

  6. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.492)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Nach der erfolgreichen Rettung im ersten Teil und den vielen positiven Schlagzeilen in allen Zeitungen, soll Carl Mörck einer norwegischen Delegation Fragen zum Sonderdezernat Q geben, doch alles scheint irgendwie schief zu laufen. Er bekommt eine Assistentin , die er nicht will. Doch der Dickkopf Rose scheint sich nicht verschrecken zu lassen. Assad ist begeistert, wird er doch morgens mit allen möglichen Komplimenten im Dienst begrüßt.

    Als Assad darauf besteht einen alten Fall zu lösen, lässt sich Carl nur schwer darauf ein, doch etwas ist merkwürdig. Der Fall galt als abgeschlossen und keiner weiß eigentlich wie die Akte in den Keller zu den Drei gekommen ist. Als Mörck sich daraufhin natürlich erst Recht in den Fall verbeißt, stellt er fest, dass der bestrafte Täter vielleicht die Schuld bewusst auf sich genommen hat, da die damalige Elite Uni Mannschaft, die heute alle wohlhabende und berühmte Persönlichkeiten in Dänemark sind, anscheinend mehr Dreck am Stecken haben als bisher bekannt. Obwohl sogar die Polizeipräsidentin ihn blockieren will und er kurz vor der Suspendierung steht, ist es natürlich unmöglich einfach aufzuhören und die Ermittlungen gehen erst so richtig los....

    Mit Rose bekommt das ganze nochmal einen Schwung und einen weiteren Charakterkopf, welcher der Handlung richtig gut tut. Schon relativ früh kennt man die Bösen, doch in dem Fall gelingt es gut, alles in Frage zu stellen und dabei hilft auch ein ehemaliges Mitglied der Gang, die ein besonderes Interesse am Tod Ihrer ehemaligen Mitschüler hat. Gelungen geschrieben , tolle Charaktere und ein Mörck der trotz seiner wenig charmanten Art, einfach überzeugend ist.

    Auch wenn ich ein Spätleser dieser Reihe bin, ist der 3. Teil schon besorgt und es ist schön, wenn man sich auf etwas freuen kann, was zwar noch auf einem Riesen Stapel liegt aber ganz sicher nicht enttäuschen wird, so wie dieser 2. Teil. Natürlich 5 Sterne und eine klare Empfehlung an alle, welche bislang noch nichts mit dieser Reihe anfangen konnten.

  7. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492242585)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (883)
    Aktuelle Rezension von: ElfiJ

    Ein wunderbares Buch über eine mutige und starke Frau.

    Ich habe diese Geschichte geliebt, mit der Protagonistin gelacht, geweint und ihr das größte Glück gewünscht. 

    Was will man mehr?

  8. Cover des Buches Splitter (ISBN: 9783426503720)
    Sebastian Fitzek

    Splitter

     (2.188)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Sebastian Fitzeks Romane nehmen ihren Anfang oft mit der Frage „Was wäre, wenn…?“. „Splitter“ entstand, weil er sich fragte, was wäre, wenn wir unsere negativen Erinnerungen aus unserem Gedächtnis löschen könnten. Diese Idee ist gar nicht so futuristisch, denn in den letzten 10, 15 Jahren verzeichnete die neurologische Forschung erstaunliche Fortschritte. Ein Team am MIT entdeckte, dass sich Erlebnisse tiefer ins Nervengewebe des Hirns einbrennen, je traumatischer und schmerzhafter sie sind, weshalb angenommen wird, dass diese besonders starken Verbindungen irgendwann gezielt mit einem pharmakologischen Wirkstoff aufgelöst werden können. Substanzen, die eine vollständige Amnesie auslösen, gibt es bereits. Das Thema ist wirklich spannend; ich verstehe, dass Fitzek daraus einen Thriller konzipierte, obwohl in „Splitter“ natürlich so einiges schiefläuft…

    Eine einzige Sekunde zerstörte Marc Lucas‘ Leben. Eine einzige Sekunde, in der der Reifen platze und Marc das Auto frontal gegen einen Baum lenkte. Er erwachte im Krankenhaus – verletzt, aber am Leben. Seine schwangere Frau Sandra und ihr ungeborenes Kind überlebten den Unfall nicht. Sechs Wochen sind seither vergangen. Unter normalen Umständen würde Marc nie in das Auto eines Fremden steigen. Unglücklicherweise ist Normalität ein Luxus, auf den er keinen Anspruch mehr hat. Der Fremde stellt sich als Professor Bleibtreu vor, der experimentelle Forschung zum menschlichen Gedächtnis betreibt. Der Professor unterbreitet ihm einen verlockenden Vorschlag: Er bietet Marc an, ihn von den traumatischen Erinnerungen an den Unfall zu erlösen. Trotz anfänglicher Skepsis kann Marc der Aussicht auf Vergessen nicht widerstehen und willigt ein. Doch statt eines Neustarts erlebt Marc verstörende Episoden, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen. Verwirrende, schmerzhafte Bilder verfolgen ihn, bis er nicht mehr weiß, was echt und was eingebildet ist. Wird er verrückt – oder versucht sein Gedächtnis, ihm die Wahrheit zu zeigen?

    Das menschliche Gedächtnis ist ein mysteriöser Ort, über den wir noch immer viel zu wenig wissen, trotz aller Fortschritte, die die Wissenschaft vorweisen kann. Wir sind dem Rätsel, wie unser Gedächtnis funktioniert, auf der Spur, aber noch weit entfernt von einer Lösung. Sebastian Fitzeks Thriller „Splitter“ profitiert davon, dass viele Fragen auf diesem Gebiet bisher unbeantwortet sind. Obwohl die meisten Leser_innen wahrscheinlich nicht auf dem neusten Stand der Forschung sind, wirkt das Szenario, in das er seinen Protagonisten Marc Lucas hineinschleudert, plausibel und führt unweigerlich dazu, dass man sich auf Fitzeks Gedankenspiel einlässt. Würde ich meine negativen Erinnerungen löschen lassen, wenn es möglich wäre? Persönlich kann ich diese Frage verneinen, weil ich davon überzeugt bin, dass auch schmerzhafte Erlebnisse zur Ausbildung meiner Identität beitrugen, auf die ich nicht verzichten möchte. Dennoch kann ich nachvollziehen, dass Marc sich anders entscheidet, womit er eine Kette von Ereignissen auslöst, die Fitzek als Autor sicher einiges abverlangte. Es ist beeindruckend, dass er sich in der erratischen Handlung von „Splitter“ niemals verzettelt. Trotz der vielen perfiden Manöver, die seine Leser_innen absichtlich irritieren, erschüttern und durcheinanderbringen sollen, verliert er die paradoxe Logik, die alle Episoden miteinander verbindet, nie aus den Augen. Ich rechne ihm das hoch an, muss allerdings zugeben, dass ich mich etwas zu lange hingehalten fühlte. Marcs Geschichte gestaltet sich zunehmend verwirrend, präsentiert stetig neue Puzzleteile, die nicht zueinander passen wollen und ist nicht darauf ausgelegt, dass das Publikum dieses Puzzle eigenständig zusammensetzt. Fitzek versucht zu vermeiden, dass jemand das Rätsel vor seiner schockierenden Auflösung knackt. Es frustrierte mich, dass ich deshalb keine Vermutungen entwickeln konnte, was vor sich geht, was wiederum darin resultierte, dass ich ungeduldig wurde und mir nicht mehr die Zeit nahm, den Verlauf der Handlung zu reflektieren. Ich fieberte der großen Enthüllung entgegen, der Weg dorthin erschien mir zweitrangig. Zwar lädt „Splitter“ dazu ein, sich mitreißen zu lassen, doch mein mangelndes Interesse an den Stationen, die Marc durchläuft, war bestimmt kein gewünschter Nebeneffekt. Leider kann ich ebenfalls nicht behaupten, dass mich die schlussendliche Erklärung, was mit Marc geschieht und warum, wirklich überzeugte. Meiner Meinung nach schießt Fitzek zugunsten der Dramatik übers Ziel hinaus, denn ich zweifelte an der Glaubwürdigkeit des Verhaltens der involvierten Figuren. Sie überschreiten Grenzen, die die meisten Menschen vermutlich nicht mal gedanklich verletzen würden. Unabhängig der Umstände konnte ich mir schwer vorstellen, dass sie so weit gehen würden. Ich glaubte Fitzek einfach nicht und das bedeutet, dass er seinen Auftrag als Autor in meinem Fall nicht erfüllte.

    „Splitter“ ist ein flotter Thriller, der die Leser_innen mit einem bizarren Verwirrspiel in Atem hält, bis sie nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht. Nachdem meine letzte Erfahrung mit Sebastian Fitzek in dem politisch angehauchten „Amokspiel“ eher negativ ausfiel, freut es mich, dass er sich in diesem Buch wieder darauf besinnt, was er kann: psychische Achterbahnfahrten, die die Grenzen zwischen Realität und Wahn aufweichen. Ich denke, hätte er mir in „Splitter“ ermöglicht, selbst auf dem Rätsel von Marcs Geschichte herumzudenken, hätte sich dieser Effekt sogar noch intensiver bemerkbar gemacht. Bedauerlicherweise beansprucht Fitzek die finale Auflösung ganz für sich, wodurch die Lektüre für mich nicht so befriedigend war, wie sie hätte sein können und darüber hinaus von den unrealistischen Bedingungen dieser Auflösung überschattet wurde. Dass ganz normale Menschen zu solch eiskalter Skrupellosigkeit fähig sein sollen – davon konnte Fitzek mich nicht überzeugen.

  9. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.911)
    Aktuelle Rezension von: Schneewittchen95

    In "Drachenläufer" geht es um zwei Jungs im Afghanistan vor den Kriegen, die aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, aber wie Brüder aufwachsen. Eines Tages passiert etwas, das alles ändert. Der eine ist das Opfer, der andere belädt sich mit Schuld - eine Schuld, die erst Jahrzehnte später beglichen wird, indem der mittlerweile erwachsene Protagonist nach Afghanistan zurück reist und mit Erschrecken feststellt, was Krieg und Ungerechtigkeit in seinem Land angestellt haben.

    Ich habe lange gebraucht, um in dieses Buch herein zu finden. Erst habe ich es angefangen, dann wieder abgebrochen. Später wurde ich dann aufgrund einer Leserunde "gezwungen", es wieder in die Hand zu nehmen. Schwer getan habe ich mich wahrscheinlich, weil der Roman über einige Längen verfügt. Auf der anderen Seite könnte das auch eine der Stärken sein - die Leser bekommen ein detailliertes Bild vom Leben in Afghanistan. Die Kultur wird wunderbar beschrieben. Ich konnte viel lernen.

    Der Autor eröffnet viele Themen. Es geht um das Verhältnis von Kindern zu ihren Eltern, Tod, Missbrauch, Gewalt und veraltete Gesellschafts- und Geschlechternormen. Das ist viel und an manchen Stellen ist dieses Buch schwer zu ertragen.
    Dennoch hinterlässt es mich mit einem guten Gefühl und mit dem Wissen, dass es mich einiges lehren konnte.
    Ich gebe diesem Buch 4 Sterne, weil es sich um hochwertige und lehrreiche Unterhaltung handelt, die ans Herz geht. Einen Stern Abzug gebe ich, aufgrund der Längen und dem wirklich spät fahrtaufnehmenden Spannungsaufbau.

  10. Cover des Buches Im Herzen die Rache (ISBN: 9783785573778)
    Elizabeth Miles

    Im Herzen die Rache

     (475)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks

    Zum Cover: Dazu kann ich nur sagen, dass ich die Art der Gestaltung wahnsinnig ästhetisch finde. Das Model wirkt wie in einer alten Fotografie eines rumreichen Künstlers, auch wenn  die Geschichte mit dieser Art von Wirkung so gar nichts zu tun hat und demnach auch nicht mit dem Cover mithalten kann. Dennoch muss ich sagen, dass das deutsche Cover hierbei dem englischen echt voraus ist. Wenn ich nur das englische Cover gesehen hätte, hätte ich das Buch erst gar nicht in die Hand genommen. Wäre vielleicht besser gewesen, aber naja?


    Zum Inhalt: Es ist Winter in Ascension, einer Kleinstadt in Maine. Die Seen sind zu Eis erstarrt, der makellose Schnee fällt in dicken Flocken vom Himmel. Aber der friedliche Schein trügt – denn in Ascension haben Fehler tödliche Folgen. Drei geheimnisvolle Mädchen sind in die Stadt gekommen, um darüber zu urteilen, wer für seine Taten büßen muss. Und die Wahl ist auf Em und Chase gefallen. ~
    Emily ist glücklich. Zach, in den sie seit Monaten verliebt ist, zeigt endlich Zuneigung zu ihr. Doch Em weiß: Wenn sie etwas mit ihm anfängt, gibt es kein Zurück mehr. Denn Zach ist bereits mit Gabby zusammen – Ems bester Freundin.
     Chase hat nicht nur Probleme zu Hause, auch seine Freunde lassen ihn links liegen. Aber es ist etwas anderes, was ihm den Schlaf raubt. Chase hat etwas unfassbar Grausames getan. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es ans Licht kommen wird.


    Meine Meinung: Abgesehen einmal davon, dass ich kaum eine Sympathieperson in diesem Buch gefunden habe, finde ich die Geschichte rund um das Buch nicht schlecht. Es hat durchaus seinen Reiz und seine Spannung gehabt, auch wenn mich diese nicht sonderlich von sich überzeugen konnte, könnte ich mir vorstellen, dass das Buch durchaus seine Fans hat, nur eben nicht mich.

    An sich ist diese Geschichte ein typisches High-School-Teeny-Drama und wenn man so etwas mag, wird man der Geschichte auch etwas abgewinnen können. Es ist nicht sehr ausschweifend erzählt und dennoch durchlebt man jeden Tag mit Chase und Em. Einmal eben die Sicht aus der reichen Welt und einmal aus der eher armen Bevölkerung, was definitiv das Interesse in mir geweckt hat, auch wenn das nicht lange blieb. Ich hatte tatsächlich etwas emotionale und sentimentale Geschichte alá „Life is Strange“ erwartet. Ein Fehler, wie ich nur zu sehr anmerke. Das Kleinstadtgefüge war schön mitzuerleben und hatte seinen Flair und Ästhetik, doch so richtiges Interesse für die Geschichte, die Charaktere oder die Handlung, in der es vor allem um einen Selbstmordfall ging, blieben für mich bis über die Hälfte des Buches eher zäh beschrieben. Womit ich zum Besten des Buches komme: Das Ende. Dieses hat nochmal den Kick rausgerissen und mir gezeigt: „Hey, vielleicht hat die Autorin ja doch eine interessante Geschichte geschaffen?“ – Und auch wenn diese nicht für mich ist und ich die Reihe, zumindest in nächster Zeit nicht weiterverfolgen werde, bereue ich es nicht den ersten Band der Furien-Trilogie gelesen zu haben. Muss man halt wirklich mögen und für sich ausprobieren, etwas anderes kann ich nun nicht mehr groß sagen.


    Fazit: Ihr seht also, ich bin zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Zum einen mochte ich die Atmosphäre und das ästhetische in der Geschichte. Zum anderen versprach die Handlung für mich nichts, dass mich so richtig unterhielt. Das ist schade, denn ich hätte dem Buch wirklich gerne mehr Aufmerksamkeit gegönnt. So sage ich schließlich aber nur, dass man es nicht gelesen haben muss, es einen aber nicht umbringt, wenn man es trotzdem  tut. Deshalb 2,5 Sterne von mir daher für „Im Herzen die Rache“ von Elizabeth Miles.

  11. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 3257230451)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

     (1.711)
    Aktuelle Rezension von: Bellearielle

    Ich musste das Buch bzw. das Stück damals in der Schule lesen und war schon vorab genervt und abgeneigt - aber bereits nach der ersten Szene hatte mich die schrullige Kleinstadt und ihre Bewohner in den Bann gezogen!

    Die Dialoge, Handlung und die ganze Moral sind witzig, schlau, schlagfertig und präzise.

    Dieses Werk steht in meinem Bücherregal und ich lese es immer und immer wieder!

  12. Cover des Buches Wir sind das Feuer (ISBN: 9783453423848)
    Sophie Bichon

    Wir sind das Feuer

     (201)
    Aktuelle Rezension von: CrazycolorTiger

    Wir sind das Feuer ist der erste Band der Dilogie und hat mir definitiv den Atem geraubt. Der Schreibstil ist wunderschön und extrem poetisch. Es werden immer wieder bedeutungsvolle Begriffe, wie Weltschmerz, eingeführt. Diese Begriffe haben mich sehr berührt und noch gleich mehr in die Geschichte gezogen. Ausserdem sind die Kapitelwechsel etwas ganz besonderes. Die Perspektive wird mitten im Satz gewechselt und im neuen Kapitel weitergeführt. Das sorgt für Spannung, aber auch Einblick in beide Protagonisten. Louisa und Paul sind der absolute Traum! Obwohl Paul sich gerne als Badboy ausgibt, stimmt das nicht wirklich. Er ist einfach extrem süss und auch Louisa und ihre Wortlisten sind einfach nur wow. Ausserdem ist der Freundeskreis von ihnen der Wahnsinn. Als ich das Buch gelesen habe, konnte ich nur daran denken, dass ich das mit meinen Freunden auch haben möchte. Zufällig bei jemanden auftauchen und eine spontan Party im Garten feiern oder einen Ausflug zusammen zu unternehmen. Vor allem jetzt, in der Coronazeit, hatte ich noch gleich grössere Sehnsucht nach so einer Clique. Das Buch setzt sich nicht nur mit Liebe auseinander, sondern auch mit Freundschaft.

    Das Ende habe ich jedoch bereits recht früh vorausahnen können, für mich war es irgendwie klar, dass so geschehen ist und dennoch hat es mich leider doch überrascht. Ich hatte so gehofft, dass ich falsch liege. Die Geschichte ist zwischendurch ein bisschen in die Länge gezogen, aber nicht so, dass es gross stören würde. 

    Wie ihr seht, hat mich dieses Buch wirklich fasziniert und begeistert. Ich freue mich so auf Band 2.

  13. Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)
    Sven Michaelsen

    Schuld und Sühne

     (476)
    Aktuelle Rezension von: Hazel93

    Ich bin gerade einfach nur dankbar dieses Buch beendet zu haben. Das war ja noch anstrengender und langweiliger als "Der Zauberberg" - dass das noch zu übertreffen ist, hätte ich nicht gedacht. Allein bei dem Gedanken weiterzulesen, habe ich mich schlecht gefühlt, aber tapfer die ersten 400 Seiten durchgehalten in der Hoffnung noch eine Erleuchtung zu haben, warum dieses Buch so gelobt wird. Aber es ist einfach nur anstrengend, es gibt tausend unbedeutende Handlungsstränge und auf die tiefgründige Message wartet man vergeblich. Und diese seitenlangen Monologe, so redet doch kein Mensch! 

    Die generelle Thematik des Buches finde ich wirklich spannend: ein Mann begeht einen Mord. Was hat ihn dazu gebracht? Was macht das aus ihm? Aber dafür muss man dieses Buch nicht lesen. Dennoch muss ich Dostojewski zugute halten, dass er Partei für die unterste Schicht einer Gesellschaft ergreift und als Protagonistin beispielsweise eine Prostituierte wählt. Er prangert die Missstände in der russischen Gesellschaft an, die Menschen zu Verbrechen verleiten. Das ist wirklich positiv an "Schuld und Sühne" ebenso wie dass er nicht mit erhobenem Zeigefinger und übertriebener Moral über Raskolnikow urteilt. Obwohl das Ende wirklich furchtbar rührselig ist und die Sprache mir gegraust hat: "aber auf diesen blassen, kranken Gesichtern strahlte schon die Morgenröte einer neuen Zukunft, einer völligen Wiedergeburt zu neuem Leben. Die Liebe war es, die diese Wiedergeburt bewirkt hatte; dem Herzen des einen entsprudelten unerschöpfliche Quellen des Lebens für das Herz des anderen." Dabei liebe ich Dostojewskis Sprache doch eigentlich! "Weiße Nächte ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Aber hier hat er einfach maßlos übertrieben. 

    Ich weiß, das Buch ist alt. Es ist ein Klassiker. Man sollte es verehren. Aber man sollte auch den Mut haben, es aus heutiger Sicht zu betrachten und wenn man nicht gerade Literatur studiert, sehe ich wirklich keinen Sinn darin, wertvolle Zeit damit zu vergeuden, wo es doch so viele andere, wunderbare, spannende und sozialkritische Bücher gibt. Punkt.
     
  14. Cover des Buches Schneewittchen muss sterben (ISBN: B004WSO6A6)
    Nele Neuhaus

    Schneewittchen muss sterben

     (1.779)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wow, was für ein spannendes Buch ! 

    Nach 10 Jahren Haft kehrt Tobias in sein Heimatdorf zurück. Ihm wurden damals die Morde an zwei Mädchen zur Last gelegt. Das Dorf versucht ihn zu vertreiben mit allen Mitteln. Als die Polizei wegen einer anderen Sache ermittelt, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens und ein massives Lügengeflecht. Was genau ist damals geschehen und wer lügt warum.

    Habe selten ein so packendes Buch gelesen, mit wirklich immer neuen überraschenden Wendungen, temporeich, authentischen Figuren und einer Handlung, bei der sich wahre Abgründe der menschlichen Seele auftun. Das Privatleben der Ermittler wurde auch nicht übermäßig ausgewalzt, sondern war OK. Ich hatte schon zwei Bücher der Autorin gelesen, die ich als eher zäh und langatmig empfand. Um so überraschter war ich von diesem Pageturner. Sogar, wenn ich arbeiten war, hat es mich nicht losgelassen und ich habe mich danach gesehnt, endlich weiterlesen zu können. Das habe ich selten bei einem Buch. Ein richtig spannender Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

  15. Cover des Buches Maschinen wie ich (ISBN: 9783257070682)
    Ian McEwan

    Maschinen wie ich

     (84)
    Aktuelle Rezension von: GAIA

    Ab wann ist ein Bewusstsein dem der Menschen ebenbürtig oder gar überlegen? Wer darf eigentlich Gefühle empfinden, nur Menschen oder auch Maschinen mit künstlicher (emotionaler) Intelligenz?

    In diesem Roman verbindet McEwan den Plot einer relativ durchschnittlichen Dreiecksbeziehung mit dem viel diskutierten Thema der Künstlichen Intelligenz. Das ganze packt er in eine alternative Realität, in der vieles bekannt, aber doch ein kleines bisschen anders verlaufen ist, als bei uns. Die Geschichte spielt Anfang der 1980er Jahre in Großbritannien und mit der Möglichkeit, dass der Falkland-Krieg von der agentinischen Militärjunta gewonnen wurde, Margret Thatcher nicht ganz so lange an der Macht war und generell der Neoliberalismus eine nicht ganz so rosige Zeit hatte.

    Ganz grundsätzlich ist der Roman durchaus solide geschrieben und konstruiert, nur hat McEwan einfach zu viel hineingepackt in diese 400 Seiten. Neben dem besagten Plot um eine Dreiecksbeziehung inklusive Maschinenmensch, handelt der Autor auch noch komplette politische Systeme der Alternativwelt ab und erklärt populärwissenschaftlich die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Gerade die politischen und geschichtlichen Betrachtungen sind für Nicht-Briten eher undurchsichtig und wenig relevant. Die Erläuterungen zu den wissenschaftlichen Entwicklungen sind durchaus interessant und leicht verständlich beschrieben. Nur: Der Roman funktioniert als Roman einfach mit diesen drei Ebenen nicht sonderlich gut. Die herausragende Recherchearbeit zur Wissenschaft wird durch den mauen Plot eher geschmälert, sodass man McEwan wünscht, dass er darüber lieber in einem eigenständigen Essay geschrieben hätte. Oder er hätte die Alternativhistorie nicht so stark ausgebaut und sich mehr auf seine Figuren konzentriert. Diese bleiben eher lieb-, farb- und emotionslos.

    Insgesamt kann ich nach dieser mittelmäßigen Lektüre nur eine Leseempfehlung für Personen aussprechen, die noch nicht sehr bewandert im Bereich der KI-Forschung sind und eine leicht verständliche Zusammenfassung bekommen möchten. Alle anderen werden keinen großen Gewinn aus diesem überladenen Roman ziehen können.

  16. Cover des Buches Feuertaufe (ISBN: 9783423262484)
    Andrzej Sapkowski

    Feuertaufe

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Ist besser und es gibt etwas mehr Handlung als im zweiten Teil, aber phasenweise ist es immer noch sehr zäh.

     Der Anfang des Buches war sehr anstrengend. In Form von Rückblenden wird man auf den aktuellsten Stand des Geschehens gebracht. Das gefällt mir persönlich nicht, da es durch die Rückblende weiter weg wirkt und den Geschehnissen somit die Spannung genommen wird. Nach den ersten 60 Seiten oder so hat sich das dann aber zum Glück gelegt, ich kam langsam rein und die Geschichte hat mir an sich gefallen. Inzwischen bereiten mir die ganzen Namen, Königreiche und Co. auch nicht mehr so viele Schwierigkeiten wie am Anfang und man versteht langsam die Zusammenhänge.
    Allerdings befinden sie sich das ganze Buch über auf der Reise, es geht fast ausschließlich um Geralt & Co., Ciri kommt gar nicht vor und nach 2/3 des Buches fand ich es daher wieder recht langweilig. Es fühlt sich an als wäre man auf einem sehr langen Weg und würde dem Ziel nicht näher kommen.
    Den Schreibstil finde ich teils recht anstrengend, da er irgendwie fast bildungssprachlich klingt und auch in diesem Buch gab es wieder einige unnötige Gespräche, die sich sehr in die Länge gezogen haben.


    Trotzdem fand ich es etwas spannender als den letzten Teil und es gab etwas mehr Handlung. Ich glaube mir fällt das Lesen auch so schwer, da ich zu den Figuren noch keine wirkliche Bindung aufbauen konnte - woran genau das liegt, kann ich allerdings nicht sagen.


  17. Cover des Buches Tödliche Wut (ISBN: 9783596196128)
    Linda Castillo

    Tödliche Wut

     (305)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    Es war schön, die ganzen Charaktere wiedersehen zu können. Für mich ist das beinah schon wie nach Hause kommen.
    Ich liebe Kate als Figur und an John habe ich wahrlich einen Narren gefressen.

    Bis kurz vor Ende glaubte ich, das ich 3 - 3.5 Sterne vergeben kann, da die Geschichte manchmal ein wenig vor sich hin plätscherte. Der letzte Fall war definitiv rasanter erzählt. Zumindest glaubte ich das - denn dann kam das Ende! Was hat es mich weggerissen. Sogar so sehr, dass ich gleich weiterhören muss. Einfach gradios!

  18. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

     (1.320)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Harold bekommt einen Brief einer früheren Arbeitskollegin, zu der er seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Sie liegt im Sterben und verabschiedet sich von ihm. Harold schreibt ihr zurück, doch statt den Brief in den Briefkasten zu werfen, läuft er weiter, 87 Tage lang. Um Queenie zu retten, die im Hospiz auf ihn wartet.. 

    Eine schöne, leichte Geschichte denkt man. Doch das ist es bei Rachel Joyce nie! Die Geschichte von Harolds und Maureens Ehe und von Queenies und Harolds Freundschaft ist vielseitiger als man zunächst annimmt. Tiefsinnig und bedeutsam. Nach und nach offenbaren sich die Zusammenhänge und man erfährt, was vor 20 Jahren tatsächlich passiert ist. 

    Es ist ein wirklich wunderbares Buch, und wie gesagt bin ich überrascht von seiner Tiefe und begeistert davon, wie die Autorin jeden einzelnen Charakter gezeichnet hat. 

    Ich bin selbst mehrmals gepilgert und habe ähnliches erlebt wie Harold. Auch das fand ich beim Lesen schön. Vieles kam mir vertraut vor und die bildhafte Sprache ließen mich tatsächlich mich Harold noch einmal mitgehen. Ich habe auch eine Zeit lang in der Palliativpflege gearbeitet, auch dieser Teil war sehr gelungen. Ich habe ich das eine oder andere Tränchen verdrückt, denn es kam einfach nah "an mich ran" und das spricht sehr für das Buch und Rachel Joyce im Besonderen. 

  19. Cover des Buches Die Vergessenen (ISBN: 9783328100898)
    Ellen Sandberg

    Die Vergessenen

     (247)
    Aktuelle Rezension von: BonnieParker

    Der Klappentext erweckte mein Neugier und ich mag Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen. Ich hatte von der Autorin schon vieles in den sozialen Medien gesehen und viele Leser waren begeistert. Also erwartete ich etwas großes. Aber ein klein wenig wurde ich enttäuscht.
    Das fing auch gleich auf den ersten Seiten an, als verschiedene Szenen geschildert wurden, viele Namen ins Spiel kamen und irgendwie gefühlt nichts vorwärts ging. Ich gebe zu ich war am Anfang schon etwas verwirrt wer nun wohin gehört und was mir die Autorin nun eigentlich mitteilen will. Gefühlt nach 100 Seiten hatte sich das Chaos etwas gelichtet und eine Struktur und ein roter Faden wurde erkennbar. Die darauf folgenden 300 Seiten waren wirklich fesselnd und mitreißend. Gegen Ende wandelte sich das Lesevergnügen dann in Unglaube und Kopfschütteln. 

    Bitte nicht falsch verstehen, es ist wichtig, dass es solche Bücher gibt, die uns immer wieder auf das Thema aufmerksam machen und dafür sorgen, dass diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät. Und die Autorin hat hier auch ein interessantes Thema in den Mittelpunkt gerückt, aber Kathrins Verhalten machte mich echt wütend. Sie riskiert 1944 ihr Leben, um dann in den Jahren danach so zu handeln? Auch die andere Hauptprotagonistin verhielt sich am Ende total idiotisch. Ich kann darauf nicht näher eingehen sonst würde ich von der Handlung zu viel verraten. Aber es gab da Szenen, die mich wütend machten und den Kopf schütteln ließen. 

    Hinzu kommt, dass Manolis seine eigene manchmal merkwürdig vermittelte Geschichte mitbringt. Diese beschäftigt und beeinflusst ihn auf vielerlei Arten und wurde mir dann zu viel des Guten. 

    Das sind die Punkte, die mich wirklich störten und ich kann daher leider den Roman nicht so bewerten, wie ich es aufgrund des Themas vielleicht gerne tun würde. 

    Es wird für mich denke ich nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, aber ich hatte mir eindeutig mehr erhofft. Ein wichtiges Thema welches unbedingt Aufmerksamkeit verdient und jeder sieht die Dinge ja auch anders, was zahlreiche sehr positive Bewertungen beweisen. 

  20. Cover des Buches Das Rachespiel (ISBN: 9783596196944)
    Arno Strobel

    Das Rachespiel

     (404)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Frank erhält eines Tages ein mysteriöser Chip und wird aufgefordert bei einem fragwürdigen Spiel teilzunehmen, zuerst denkt er dies sei ein Witz. Als jedoch ein Name aus der Vergangenheit auftaucht und die Mitschüler seine einst guten Freunde aus Kinderzeiten sind, fängt ein Rachespiel an, in dem es um mehr geht als das eigene Leben. 

    Es war mein erstes Buch von dem Autor, ich bin begeistert und frage mich wieso ich diesen so lange auf dem SUB habe liegen lassen, ich habe das Buch im nu durchgesuchtet. Es war stets spannend und man will unbedingt wissen was in der Vergangenheit passiert ist, dass die vier jetzt dies erleben müssen. 

    Die Schreibweise war sehr fliessend und angenehm. Das Buch spielt im Jetzt und wechselt viel in die Vergangenheit, somit bekommt man mit was passiert ist. Es wird ein klares Bild der vier Charaktere vermittelt und es wurde spannend gestaltet wie die vier nun aufeinander reagieren und sich entwickelt haben. Auch das immer diese Gewisse Hintergedanken da sind, da man ja sein Mitspieler nur aus Kindertagen kennt und dann 30 Jahre nichts mit ihnen zu tun hatte, und nun mit ihnen ein Psychospiel spielen muss um zu überleben. 

    Die erwachsenen Charaktere hätten meiner Meinung noch ein wenig mehr tiefe vertragen, der Fokus wurde mehr auf die Kinder, das Geschehnis und das Spiel selbst gelegt. Für mich war relativ schnell klar wer falsch spielt, trotzdem war es mega spannend und ich war sehr gespannt auf die Auflösung. 

    Für alle, die wie ich selbst selten zu diesem Genre greifen und ein spannender Psychothriller suchen, ich werde bestimmt noch ein Buch von ihm lesen.

  21. Cover des Buches Schuld (ISBN: 9783442714971)
    Ferdinand von Schirach

    Schuld

     (487)
    Aktuelle Rezension von: Buecherunserleben

    Ferdinand von Schirach ist Strafverteidiger und erzählt in 15 Kurzgeschichten von seinen Fällen und setzt sich mit der frage auseinander: Wie sind Menschen zu solch schrecklichen Taten fähig?

    Auch ich musste mir während des Lesens diese Frage stellen und das Buch nach fast jeder Geschichten erstmal zur Seite legen. Diese Menschen, über die er schreibt haben schreckliches und unverzeihliches erlebt oder begangen. Die Kurzgeschichten sind sehr sachlich und minimalistisch, ohne viele Beschreibungen geschrieben. Doch grade Schirchas typische stumpfe Schreibweise macht dieses Buch zu etwas besonderem. Wer Krimis und/oder gerne über reale Ereignisse liest, sollte „Schuld“ auf jeden Fall mal zur Hand nehmen. Ich bin immer noch überrascht und geschockt, wie wenige der Straftäter die in diesem Buch vorkommen wirklich eine Strafe bekommen haben...😬👀📖

  22. Cover des Buches Sorry (ISBN: 9783548281834)
    Zoran Drvenkar

    Sorry

     (452)
    Aktuelle Rezension von: Saskia_N
    Normalerweise mag ich keine Bücher, die aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben sind, weil ich oft das Gefühl habe, ich lese drei oder sogar fünf Bücher anstatt nur eines. Bei „Sorry“ hatte ich deshalb auch so meine Anfangsschwierigkeiten. Aber nachdem mir „Still“ sehr gut gefallen hat, kämpfte ich mich durch. Ich fand, dass die Geschichte einige Zeit brauchte, um endlich Fahrt aufzunehmen, aber als dann die ersten Ereignisse auf die Freunde einprasselten, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und was hinter dem ganzen steckt. Das nämlich hat der Autor sehr gekonnt verschleiert und jedes Mal, wenn ich dachte, ich weiß wer der Bösewicht ist, hat sich das Blatt wieder gewendet. Zum Ende hin war ich teilweise richtig geschockt von dem, was der Autor einem zumutet. Aber nicht im negativen Sinne. Auch wenn der Thriller kein direkter Pageturner ist, so fühlte ich mich dennoch sehr gut unterhalten und bin beeindruckt, wie durchdacht und raffiniert verwebt die Geschichte ist.
  23. Cover des Buches Morbus Dei: Die Ankunft (ISBN: 9783709974643)
    Matthias Bauer

    Morbus Dei: Die Ankunft

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Christin87
    Im Jahre 1703 irrt der Deserteur Johann List schwer verletzt und hungernd durch das tief verschneite Tirol, auf der Suche nach Hilfe und einer warmen Unterkunft. Mit letzten Kräften, als er die Hoffnung bereits aufgegeben hat, erreicht er ein einsames Bergdorf und bricht vor der ersten erreichten Tür zusammen. Als er Tage später benommen erwacht, spürt er als erstes, dass in diesem Dorf etwas nicht stimmt. Und tatsächlich sind die zutiefst abergläubigen Bewohner von Angst geprägt. Angst vor vermeintlich in den Bergen, am Rande ihres Dorfes, lebenden Gestalten ohne Haare, mit pergamentartiger Haut und schwarz hindurchleuchtetenden Adern: den Ausgestoßenen.
    Johann verdingt sich als Knecht in diesem Dorf, findet seine Liebe und muss einen Kampf ausfechten, den er sich nie hätte vorstellen können.

    "Morbis Dei - Die Ankunft" ist ein sehr gut geschriebenes Buch, dass uns mitnimmt, in eine zurückliegende Welt voller EInsamkeit, Gehorsam und (Aber-)glauben, gespickt mit einer tollen Portion Mystik und der Moral, das man im Leben alles vergeldet bekommt - im Guten wie im Schlechten.
    Das die Autoren auch Drehbücher schreiben merkt man, denn die Figuren, die Sympathischen wie auch die Unsympathischen, sind toll ausgearbeitet und bilden im Kopf reale, starke Bilder, sodass man sich in jeden Handlungsstrang erstklassig einfühlen kann.
    Das Finale der Geschichte ist teils däftig, aber passend und gut konstruiert.

    Mein einziger Kritikpunkt: Zu oft wurden Sätze mitdrin mit einem Gedankenstrich unterbrochen, um nach einem Gedankensprung an anderer Stelle wieder anzusetzen. Das empfand ich beim Lesen manchmal als störend.

    Mit seiner düsteren Grundstimmung, die mich in Ansätzen ein bisschen an "Der Name der Rose" erinnert hat, obwohl die Handlung nur ganz am Rande mit Mönchen zu tun hat, liest es sich wahrscheinlich in einer kalten Winterwoche noch besser als im Sommer. Auf alle Fälle ist es aber empfehlenswert und vielversprechend für die Folgebände.
  24. Cover des Buches Abgründe (ISBN: 9783941139220)
    Nadine d'Arachart und Sarah Wedler

    Abgründe

     (41)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti

    Die Geschichte war ganz ok, nicht mehr und nicht weniger. 

    Ich wusste die meiste Zeit nicht so wirklich was ich von dem Polizisten halten sollte. Mal war er sympatisch, meist aber eher nicht.  Schade eigentlich. 

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