Bücher mit dem Tag "sünde"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sünde" gekennzeichnet haben.

201 Bücher

  1. Cover des Buches Smoke (ISBN: 9783570585689)
    Dan Vyleta

    Smoke

     (180)
    Aktuelle Rezension von: MinaRico

    Das faszinierende viktorianische England, u.a. London, ist Schauplatz dieses Romans. Wer sich ein wenig mit dem England/London dieser Zeit auskennt, wird wissen, dass es zu dieser Zeit dort sehr dreckig war. In erster Linie aufgrund der Industrialisierung und mangelnder hygienischer Zustände.

    In dieser Geschichte rauchen allerdings keine Schlote, sondern die Menschen. Dann nämlich, wenn sie schlechte Dinge denken, tun oder sich aufregen.

    Die besser Betuchten achten sorgfältig darauf, nicht zu rauchen. Oder zumindest versuchen sie, es zu vertuschen. Dies gelingt ihnen allerdings nicht immer. 

    Charlie und Thomas zum Beispiel, die in einem Internat leben. 

    Eines Tages entdeckt Charlie bei einem Internatsausflug nach London einen Mann, der nicht raucht. Was ist sein Geheimnis?

    Charlie und Thomas wollen der Sache auf den Grund gehen und werden immer tiefer in den Sog des Rauchs reingezogen,

    Da ich ein großer England , insbesondere London-Fan bin, war klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Das viktorianische London hatte immer schon eine magische Anziehungskraft auf mich.

    Die Geschichte zog mich auch recht schnell in ihren Bann. 

    Der Autor schildert die Vorkommnisse sehr detailliert und glaubwürdig. 

    Er schreibt aus den unterschiedlichen Sichtweisen der jeweiligen Protagonisten, was durchaus interessant ist, da recht viele vorkommen. 

    Jedoch musste ich manches mal überlegen, wer da jetzt grade "spricht".

    Das letzte Drittel, was sich leider sehr hinzog, hat mich dann nicht mehr so gefesselt. 

    Manche Handlungen der Protagonisten konnte ich nicht mehr nachvollziehen und am Ende des Romans hatte ich das Gefühl, die Geschichte, vor allem die um den Rauch, wurde nicht wirklich aufgeklärt.

    "Smoke" startet richtig gut, nimmt aber dann leider zunehmend ab und am Ende ist man ratlos. Sehr schade...

     

  2. Cover des Buches House of Night - Erwählt (ISBN: 9783404160334)
    P.C. Cast

    House of Night - Erwählt

     (2.108)
    Aktuelle Rezension von: Izi_bell

    Nach dem Zoey herausgefunden hat das ihre beste Freundin Stevie Rae noch am leben ist setzt sie alles auf eine Karte zum sie zu retten,  jedoch geht sie dabei durch tausend Turbulenzen. Erst verliert sie ihre Unschuld an einen Widerling der sie nur ausgenutzt hat um aus ihr Informationen zu saugen, dann wird Aphrodite plötzlich zu ihrer einzigen Freundin den Erik und all ihre anderen freunde wenden sich von ihr ab. Und zum Höhepunkt weil das ja nicht schon genug Kaos ist will Nepheret  auch noch einen krieg anzetteln.


    Man muss es der Autorin echt lassen sie versteht sich darauf so viel Spannung und Content wie nur geht in in  dünnes Buch zu bringen. 

    Und das ist glaub auch der Grund warum ich ihre Bücher so mag es gibt wirklich keine Lücken der Spannung und das lässt einen das Buch einfach nur in sich aufsaugen.

    Die House of Night Reihe ist für alle eine Empfehlung !  

  3. Cover des Buches Im Herzen die Rache (ISBN: 9783785573778)
    Elizabeth Miles

    Im Herzen die Rache

     (476)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks

    Zum Cover: Dazu kann ich nur sagen, dass ich die Art der Gestaltung wahnsinnig ästhetisch finde. Das Model wirkt wie in einer alten Fotografie eines rumreichen Künstlers, auch wenn  die Geschichte mit dieser Art von Wirkung so gar nichts zu tun hat und demnach auch nicht mit dem Cover mithalten kann. Dennoch muss ich sagen, dass das deutsche Cover hierbei dem englischen echt voraus ist. Wenn ich nur das englische Cover gesehen hätte, hätte ich das Buch erst gar nicht in die Hand genommen. Wäre vielleicht besser gewesen, aber naja?


    Zum Inhalt: Es ist Winter in Ascension, einer Kleinstadt in Maine. Die Seen sind zu Eis erstarrt, der makellose Schnee fällt in dicken Flocken vom Himmel. Aber der friedliche Schein trügt – denn in Ascension haben Fehler tödliche Folgen. Drei geheimnisvolle Mädchen sind in die Stadt gekommen, um darüber zu urteilen, wer für seine Taten büßen muss. Und die Wahl ist auf Em und Chase gefallen. ~
    Emily ist glücklich. Zach, in den sie seit Monaten verliebt ist, zeigt endlich Zuneigung zu ihr. Doch Em weiß: Wenn sie etwas mit ihm anfängt, gibt es kein Zurück mehr. Denn Zach ist bereits mit Gabby zusammen – Ems bester Freundin.
     Chase hat nicht nur Probleme zu Hause, auch seine Freunde lassen ihn links liegen. Aber es ist etwas anderes, was ihm den Schlaf raubt. Chase hat etwas unfassbar Grausames getan. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es ans Licht kommen wird.


    Meine Meinung: Abgesehen einmal davon, dass ich kaum eine Sympathieperson in diesem Buch gefunden habe, finde ich die Geschichte rund um das Buch nicht schlecht. Es hat durchaus seinen Reiz und seine Spannung gehabt, auch wenn mich diese nicht sonderlich von sich überzeugen konnte, könnte ich mir vorstellen, dass das Buch durchaus seine Fans hat, nur eben nicht mich.

    An sich ist diese Geschichte ein typisches High-School-Teeny-Drama und wenn man so etwas mag, wird man der Geschichte auch etwas abgewinnen können. Es ist nicht sehr ausschweifend erzählt und dennoch durchlebt man jeden Tag mit Chase und Em. Einmal eben die Sicht aus der reichen Welt und einmal aus der eher armen Bevölkerung, was definitiv das Interesse in mir geweckt hat, auch wenn das nicht lange blieb. Ich hatte tatsächlich etwas emotionale und sentimentale Geschichte alá „Life is Strange“ erwartet. Ein Fehler, wie ich nur zu sehr anmerke. Das Kleinstadtgefüge war schön mitzuerleben und hatte seinen Flair und Ästhetik, doch so richtiges Interesse für die Geschichte, die Charaktere oder die Handlung, in der es vor allem um einen Selbstmordfall ging, blieben für mich bis über die Hälfte des Buches eher zäh beschrieben. Womit ich zum Besten des Buches komme: Das Ende. Dieses hat nochmal den Kick rausgerissen und mir gezeigt: „Hey, vielleicht hat die Autorin ja doch eine interessante Geschichte geschaffen?“ – Und auch wenn diese nicht für mich ist und ich die Reihe, zumindest in nächster Zeit nicht weiterverfolgen werde, bereue ich es nicht den ersten Band der Furien-Trilogie gelesen zu haben. Muss man halt wirklich mögen und für sich ausprobieren, etwas anderes kann ich nun nicht mehr groß sagen.


    Fazit: Ihr seht also, ich bin zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Zum einen mochte ich die Atmosphäre und das ästhetische in der Geschichte. Zum anderen versprach die Handlung für mich nichts, dass mich so richtig unterhielt. Das ist schade, denn ich hätte dem Buch wirklich gerne mehr Aufmerksamkeit gegönnt. So sage ich schließlich aber nur, dass man es nicht gelesen haben muss, es einen aber nicht umbringt, wenn man es trotzdem  tut. Deshalb 2,5 Sterne von mir daher für „Im Herzen die Rache“ von Elizabeth Miles.

  4. Cover des Buches Die Säulen der Erde (ISBN: 9783404171651)
    Ken Follett

    Die Säulen der Erde

     (6.120)
    Aktuelle Rezension von: mailastra

    Eine toller Handlungsstrang, der über mehrere Jahrzehnte reicht. Der Bau von Kathedralen ist sehr detailliert und genau beschrieben. Man lernt noch neben dem Genuss von einer epischen Handlung!
    Ken Follett gelingt es nie ein Tief in einer ewig langen Handlung zu erreichen. Super gut! Kann ich nur jedem ans Herz legen, der nicht reißerische und galoppierende Stories mag, sondern gediegene, weitläufige, epochale Geschichten.

  5. Cover des Buches Monsters of Verity (Band 1) - Dieses wilde, wilde Lied (ISBN: 9783785588635)
    Victoria Schwab

    Monsters of Verity (Band 1) - Dieses wilde, wilde Lied

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    Verity City hat zwei Seiten. Eine helle und vermeidlich sichere und eine dunkle, gefährliche Seite. Es ist eine Stadt der Monster und der Kämpfe, beherrscht von einem Mann, dessen Macht willkürlich und unermesslich erscheint. Wer genug bezahlt, steht unter seinem Schutz. Zurzeit gibt es einen Waffenstillstand, aber er ist brüchig und nicht jeder möchte den Frieden aufrechterhalten. August und Kate sind in dieser Welt eigentlich Feinde, doch als sie gemeinsam fliehen müssen, erkennen sie, dass die Welt nicht nur schwarz und weiß ist, nicht einfach in Gut und Böse aufgeteilt werden kann und dass die Grenzen immer mehr verschwimmen.

    Was für eine faszinierende Idee! Monster entstehen in der Folge von Gewalttaten. Und je schlimmer die Tat, desto furchterregender die Monster. Die Welt, die die Autorin aufgebaut hat, hat mich echt begeistert.

    Der Schreibstil der Autorin gefällt mir immer sehr gut, so auch dieses Mal. Die Atmosphäre war düster und man wurde schnell in die Geschichte hineingezogen. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Kate und August erzählt, die erst mit ihren eigenen Erzählsträngen beginnen und dann geschickt ineinander verwoben werden.

    Leider konnte ich mit den beiden Hauptfiguren nicht so viel anfangen. Ich weiß nicht genau, woran es lag. Es hat irgendwas gefehlt. Im Vergleich zu ihren anderen Büchern, waren diese Charaktere weniger gut ausgearbeitet und ich hab einfach keine Connection zu ihnen gekriegt.

    Kate ist engstirnig, tut so, als sei sie stark und sie hatte einfach keine Wärme, war eiskalt und eigentlich handelte sie nur aus dem einen Motiv heraus: ihrem Vater zu gefallen. Ich fand sie nicht echt mit ihrer vorgespielten Coolness und ihrer „Mir-ist-alle-egal“-Einstellung. Sie ist eigentlich eine gewissenlose Kriminelle, der niemand etwas anhaben kann, weil sie einen einflussreichen Vater hat, dessen Liebe und Anerkennung sie sich so dringend wünscht.

    August ist ein bisschen das Gegenteil von Kate. Er ist ein „Monster“ und trägt aber so viel mehr „Menschliches“ in sich als die meisten Menschen in dieser Geschichte. Das ist wohl auch eine der Botschaften. Die Autorin beschäftigt sich mit Ethik und Moral, mit der Frage nach Gut und Böse und danach, was einen menschlich macht. Wäre August nicht so eine blasse Figur, hätte ich ihn vermutlich richtig gerne gemocht. Aber was Kate zu viel hatte, war bei August irgendwie zu wenig.

    Die Dynamik zwischen den Charakteren hat mir allerdings sehr gut gefallen. Es findet eine echte Entwicklung auf beiden Seiten in verschiedene Richtungen statt. Und die obligatorische Romanze bleibt aus. Es war spannend zu beobachten, was sich aus der Feindschaft der beiden entwickelte.

    Die Handlung brauchte mal wieder ewig, bis sie an Fahrt aufnahm. Insgesamt ging es nur schleppend voran und es passierte so lange und so oft einfach nichts. Erst nach hinten raus wurde es spannend und ich konnte erst im letzten Drittel wirklich mitfiebern. Rückblickend war der lange Aufbau der Geschichte dann schlüssig und auch notwendig, ein bisschen aufregender hätte er aber schon gestaltet werden können.

    Meine Erwartungen an das Buch waren sehr hoch, denn ich liebe die Bücher der Autorin. Dieses Werk kam meines Erachtens nicht an Schwabs andere Bücher heran. Die Idee und das World-Building haben mir richtig gut gefallen. Es fehlte aber ein bisschen an Tiefgang und Charme, was die Geschichten der Autorin sonst so außergewöhnlich macht. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich noch nicht.

  6. Cover des Buches A Long Way Down (ISBN: 9783426615362)
    Nick Hornby

    A Long Way Down

     (2.395)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Ich hatte von Anfang an Schwierigkeiten mich in das Buch hineinzufinden. Die Dialoge fand ich sehr langweilig und eintönig, die Charaktere haben mir ebenfalls nicht gefallen und waren sehr überzogen.
    Sehr schade!

  7. Cover des Buches Todsünde (ISBN: 9783442364596)
    Tess Gerritsen

    Todsünde

     (983)
    Aktuelle Rezension von: colour_hunter_books

    𝙸𝚗𝚑𝚊𝚕𝚝:
    In einem kleinen Kloster finden Nonnen zwei ihrer Genossinnen brutal erschlagen auf. Eine von den Toden, ist die junge Novizin , Camille Maginnes. Anhand der Autopsie stellt Isles fest : die junge Frau muss vor ihrem Tod ein Kind auf die Welt gebracht haben. Doch von diesem fehlt jegliche Spur. Parallel zu diesem Fall findet die Polizei eine weitere Frauenleiche - auf das schlimmste entstellt. Beide Fälle scheinen zusammenzuhängen.

    𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
    Hier wird es jetzt persönlich. In dieser Geschichte erfahren wir viel über unsere beiden Frauen der Gerechtigkeit. Sie gewähren uns einen Einblick in ihr Privat- sowie Gefühlsleben. Der persönliche Teil zieht sich durch die gesamte Geschichte,bleibt mal am Rand und verschmilzt im nächsten Moment wieder mit der Story.
    Die Haupthandlung an sich hat mir gut gefallen. Die Kirche, die für Schutz und Liebe steht wird zu einem Tatort. Und natürlich stehen ihre Vertreter auch hier wieder mal im Schussfeld der Kritik. Doch erfüllen diese Menschen die Voraussetzung, derart brutale und abstoßende Taten zu begehen ?

  8. Cover des Buches Hope & Despair - Hoffnungsschatten (ISBN: 9783551300607)
    Carina Mueller

    Hope & Despair - Hoffnungsschatten

     (194)
    Aktuelle Rezension von: Book_love

    Klischees gibt es in dem Buch genug, keine Frage, aber manchmal braucht es Klischees um eine gute Geschichte zu werden. Genau das Vorhersehbare und die Klischees steigern das Lesevergnügen. Ich weiß wo es hin geht, ich weiß was mich erwartet. In manchen stressigen Lebensphasen braucht man genau so ein Buch. Ich brauche das Wissen, dass die Liebe siegt, dass es ein Happy End geben wird und dass zuvor ein überspitztes Drama herrscht. Das ist okay. Das ist mehr als okay. Das ist genau das, was man manchmal braucht.

    Die Grundidee wiederum finde ich sehr originell. Einem „Menschen“ eine Hauptemotion/ Charaktereigenschaft zu zusprechen, empfinde ich als spannendes Gedankenspiel. Auch jetzt nach dem zweiten Mal Lesen kann ich das Buch zufrieden schließen.

    Für mich ist die Geschichte der beiden Protagonisten Hope und Despair ein Buch für Zwischendurch. Ich lese ihre Geschichte dann wenn ich sie brauche, wenn ich eine kleine Auszeit haben möchte und die Welt einfach einmal in schwarz und weiß sehen möchte, in einfach, in einem Leben voller Klischees.

    Die Erzählweise der Autorin ist flüssig und es dauert keine zwei Tage, dann ist das Buch ausgelesen. Für mich sehr angenehm. Ich kann die Außenwelt für eine Weile vergessen und mit den beiden mit fiebern.

    Über die Charaktere möchte ich gar nicht viel mehr erzählen. Sie sind weniger originell, aber dafür für den Leser von der ersten Seite an ein schätzbar. Die besten Voraussetzungen für ein Buch bei dem ich keinen tieferen Sinn erwarte außer Unterhaltung. Und Unterhaltung habe ich bekommen.

    Deshalb gebe ich dem Buch drei Sterne. Drei Sterne bedeutet für mich, dass es meine Erwartungen an die Geschichte erfüllt hat.

  9. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.568)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    vermutlich bin ich eine Ketzerin, wenn ich sage, dass in diesem Fall der Film noch besser war als das Buch. Warum? Die architektonischen Beschreibungen und philosophischen Einschübe im Buch waren mir doch zu viel - aber trotzdem ist dies einer der besten Klosterkrimis aller Zeiten. Sehr zu empfehlen.

  10. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.927)
    Aktuelle Rezension von: Malka_Draper

    An einem eiskalten Wintertag des Jahres 1975 wurde ich – im Alter von zwölf Jahren – zu dem, der ich heute bin.

    S. 7 (Erster Satz)


    Khaled Hosseini führt uns in das Afghanistan der Vergangenheit. Amir reist mit uns zu seinen frühen Erinnerungen an seine Heimatstadt Kabul in den 70er Jahren. Er erzählt von seinem besten Freund Hassan, von seiner eigenen Flucht und beschwerlichen Reise in die USA und den schwierigen Start im neuen Land, der neuen Kultur mit einem Vater, dessen Herz an der Heimat hängt. Amir lässt und teilhaben an seinen schönsten und schlimmsten Erinnerungen, aber auch seinen größten und schrecklichsten Entscheidungen.


    Für dich – tausendmal!

    S.75


    Das Buch entspricht eigentlich nicht meinem regulären Genre und hätte ich vermutlich nicht in die Hand genommen, hätte ich den Autor nicht gekannt.

    Ich habe bewusst zu dem Buch gegriffen: Gerade durch die aktuelle Situation und schrecklichen Fernsehbilder. Weil Afghanistan und seine Kultur so fern wirken, aber durch dieses Buch menschlich so nah! Der Schreibstil, der bewusst aus einer autobiografischen Perspektive erzählt, und der nicht chronologische Verlauf der Geschichte waren erst einmal ungewohnt für mich. Insbesondere die Ich-Perspektive hat die Geschichte aber authentischer und realer werde lassen, weshalb sie auch an manchen Stellen vor geschilderter Grausamkeit kaum auszuhalten war.

    Durch die langsame Entwicklung der Geschichte und den biografischen Stil hatte das Buch auch seine Längen. Es wurden teils viele Worte für nicht sehr viele Ereignisse verloren, denn wie im Leben gibt es mal spannendere und weniger spannendere Phasen. Doch Hosseini hat es geschafft, eine authentische Lebensgeschichte zu entwerfen, die man nicht unterbrechen möchte. Man hat das Gefühl, in einen Dialog mit dem Erzähler zu treten, der so viel erlebt hat und erleben musste, so viel gefühlt hat und fühlen musste, dass man sich selbst klein fühlt und zurücknimmt. Man kann nur mit großen Augen und weitem Herzen der Geschichte lauschen und sie vollends aufnehmen.

    Denn es ist eine unglaublich wichtige Geschichte, die hier entworfen wird. Eine Geschichte von Entscheidungen, Handlungen und Worten, die man zeitlebens bereut, eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Versöhnung. Eine Erzählung über das Vergessen-Wollen, aber nicht Vergessen-Können und die schwierige Herausforderung, sich selbst zu vergeben. Gleichzeitig werden wichtige Fragen über Heimat(losigkeit), Kultur und Flucht aufgeworfen und in einer besonderen Weise thematisiert, ohne sie zu lösen.

    Am Ende des Tages sind wir alle Menschen, die das Leben vieler anderer prägen, verändern und beeinflussen. Die Fragen, die wir uns aber stellen sollten, sind: Wer möchte ich sein? Und wie möchte ich sein?

  11. Cover des Buches Der Sohn (ISBN: 9783548287782)
    Jo Nesbø

    Der Sohn

     (309)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Er sitzt seit 12 Jahren im Gefängnis. Seit sein Vater sich umgebracht hat, ist ihm das egal. Doch dann erfährt er, dass das eine Lüge ist und sein Vater kein korrupter Polizist war. Dafür aber viele andere Menschen. Und er kann sich rächen.


    Dieses Buch hat mir auf anhieb gefallen. Nicht nur die Idee konnte mich direkt fesseln, sondern auch alles andere. Man taucht einfach in diesen Fall ein. Dabei ist die Handlung komplex und es wird auf keinen Fall langweilig. Ein spannender Moment jagt den anderen und ich war die ganze Zeit am miträtseln. Aber das beste waren die Personen. Sie sind so toll gestaltet, dass man besonders die Hauptfiguren gernhaben muss. Aber der Autor hat es geschafft, sogar Mitgefühl und Sympathie für Mörder und Drogensüchtige zu erzeugen, was sehr zur Spannung beiträgt, weil man für verschiedene Seiten hofft.

    Die Geschichte ist aber auch sehr berührend und tiefgründig und bringt manchmal auch zum Nachdenken. Und das Ende hat es richtig in sich.


    Alles in allem konnte mich das Buch richtig begeistern. Ich liebe so gut wie alle Bücher des Autors und dieses kann locker mit der Harry Hole Reihe mithalten. Hier ist einfach alles was ein gutes Buch braucht enthalten und ich liebe es!

  12. Cover des Buches Melmoth (ISBN: 9783847906643)
    Sarah Perry

    Melmoth

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Helen ist eher der Einzelgängertyp. In Karel und seiner Frau hat aber auch sie Freunde. Karel ist es auch der sie in die Geschichte mit Melmoth hineinzieht, nachdem er von seinem verstorbenen Bibliotheksfreund J.A.Hofmann ein Manuskript "erbt".
    Und damit beginnt für Helen eine Zeit des Gefühls verfolgt zu werden, auf der Suche nach Melmoth.

    Ich habe mir das Buch aus dem Prämienshop geholt, da mich der Klappentext direkt neugierig gemacht hat und es so viele gute Rezensionen bekam.
    Als es bei mir ankam habe ich mich sofort in das wunderschöne Cover verliebt.
    Leider muss ich sagen das dies aber auch das einzige blieb in was ich mich verliebt habe.
    Mit der Geschichte wurde ich leider gar nicht wirklich warm. Es war mir sehr düster und auch tragisch.
    Viele verschiedene Menschen werden hier mit ihrem Leben und ihren eventuellen Sünden beschrieben.
    Da wird vieles angesprochen was den Menschen ausmacht. Neid, Gier, Mißgunst,... Und über allem schwebt Melmoth die über die Welt wandelt um nach den Menschen zu suchen die sie erretten könnte.

    Ich habe mich ehrlich durch das Buch durchgekämpft. Immer wieder kamen Passagen die mich wieder schneller lesen ließen so dass ich dachte: Ja, jetzt habe ich es geschafft, jetzt wird es interessant. Aber leider waren es nur kleine Strohfeuer und ich kam bis zum Schluss nicht wirklich mit der Geschichte klar.

    Helen war mir nicht recht greifbar. Die Menschen um sie herum waren viele, die aber nicht wirklich mit ihr zu tun hatten, aber auch zur Geschichte beitrugen.
    Viel düsteres, harte Zeiten, Jammertäler und ergreifende Geschichten wechselten sich hier ab und ich kam leider nie wirklich richtig rein und könnte nicht genau sagen was mir das Buch nun vielleicht an Inhalt weitergeben wollte. Es war mir vielleicht einfach zu künstlerisch und ich fühlte mich wie bei Hurz von Hape Kerkeling. Ich habe es dann wohl leider einfach nicht verstanden.

  13. Cover des Buches Gottlos (ISBN: 9783734102110)
    Karin Slaughter

    Gottlos

     (1.054)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Kinderärztin Sara und ihr geschiedener Mann (bald wieder Ehemann), der zugleich Ermittler ist, stolpern im Wald über ein Stahlrohr, das aus dem Boden hervorsteht. Sie finden die Leiche einer jungen Frau, die lebendig begraben wurde.

    Das Buch ist sehr komplex ein seinen Handlungssträngen, die Szenen teilweise sehr langatmig dargestellt, aber nicht alle, es störte mich nur circa drei bis vier Mal, am meisten leider bei der finalen Szene, die anfangs einfach atemberaubend war, dann dadurch für mich an Spannung verlor.

    Einige lose Enden sind übrig geblieben, eine Wendung zum Schluss erscheint mir zu einfach und hat im Nachhinein den Lese"spaß" getrübt. 

    Trotzdem ein gelungener Thriller mit einem christlich-amerikanischen Plot.

  14. Cover des Buches Die Sünde der Engel (ISBN: 9783442372911)
    Charlotte Link

    Die Sünde der Engel

     (425)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Ich habe mich wirklich unglaublich gequält beim Lesen dieses Buches. 

    Es war einfach so unglaublich SCHLECHT, dass ich gar nicht so richtig weiß, wo ich anfangen soll.

    Vielleicht damit, dass die Charaktere alle langweilig, flach, blass und völlig stereotyp sind. Die Storyline lebt alleine davon, dass alle immer "irgendwie so ein Gefühl" haben, das nervt einfach nur noch, weil sich die Autorin es damit echt supereinfach gemacht hat und gar nichts wirklich Sinn macht. Das hat mich beim Lesen sogar schon richtig aufgeregt.

    Die Geschichte dümpelt langweilig vor sich hin, bis sie in einem völlig abstrusen und sehr vorhersehbaren und fast schon lächerlichen Ende gipfelt. Die Charaktere, vor allem Janet, sind einfach nur unsympathisch und teilweise dumm wie Brot.

    Abgerundet wird das von einem absolut hölzernen und nur schwer zu ertragenen 0815 Schreibstil, den man vielleicht aus schlechten Fanfictions kennt. Der Funke springt einfach zu keinem Zeitpunkt über.

    Nie wieder werde ich ein Buch dieser Autorin anfassen, das war verschwendete Lebenszeit.

  15. Cover des Buches Das Bernstein-Teleskop (ISBN: 9783551583420)
    Philip Pullman

    Das Bernstein-Teleskop

     (877)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Ich bin sprachlos!

    Wie auch bei den anderen beiden Teilen zuvor fiel es mir am Anfang etwas schwer, mich in die Geschichte und Pullmans Schreibstil einzufinden, sodass der Anfang wieder etwas zäh war. Als das geschehen war, war ich ich wieder wie gefangen zwischen den Seiten des Buches und vor allem etwa ab der Hälfte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
    Es ist so unfassbar und bewunderswert, was Pullman mit diesen Büchern für ein Universum geschaffen hat, das so komplex und am Ende eigentlich doch ganz einfach ist.
    Es ist beeidruckend, wie es ihm gelingt, die Geschichte wie von selbst verschiedenste Richtungen annehmen zu lassen, ohne dass dem Leser irgendetwas konstruiert vorkommt. Auch wie die Charaktere immer wieder zueinander finden wirkt vollkommen ungezwungen und als ob es das Leichteste auf der Welt wäre.
    Die vielschichten, vielseitigen und teilweise so grundverschiedenen Charaktere machen einen großen Charme des Buches aus. Manche kann man nur ins Herz schließen und bei anderen bleibt bleibt bis ans Ende (und ein klein wenig auch noch darüber hinaus) offen, was nun eigentlich ihre Absichten und Gedanken waren.

    Fazit:
    Eine großartige Buchreihe, die ich nur weiterempfehlen kann. Die Welt, die Charaktere, Die Geschichte - das alles und noch viel mehr zieht den Leser unfassbar in den Bann und lässt ihn alles um sich herum vergessen!

  16. Cover des Buches Sündenkammer: Thriller (ISBN: 9783944676227)
    Catherine Shepherd

    Sündenkammer: Thriller

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Ramona_H

    Wie bisher jedes Buch das ich von Catherine Shepherd gelesen habe, ist auch dieses richtig super. Ich kam sofort wieder gut ins Buch rein. 

    Ich finde in der alten Zeit Bastian Mühlenberg einfach klasse. Genauso finde ich in der Gegenwart Oliver Bergmann und seine Freundin Emily einfach klasse. 

    In Zons im Mittelalter sterben junge Novizen des Franziskanerklosters auf unerklärliche Weise. Als Bastian Mühlenberg nach kurzer Nachforschung dies herausfindet, stoßen seine Ermittlungen auf Gegenwehr in den Klostermauern.  

    In der Gegenwart hat es Oliver Bergmann mit einem brutalen Mörder zu tun, der junge Frauen auf einem Scheiterhaufen verbrennt. In Verdacht gerät ein Sektenführer, der sich und seine Untertanen in schwarz kleidet und verschiedene Ritual durchführt. Welche Gründe hat der Mörder, die Frauen umzubringen? 

    Es ist wieder sehr spannend wie Catherine Shepherd wieder eine Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit schlägt. Am Ende wird dem Leser wieder der Zusammenhang klar. 

    Ein super spannender Thriller, der mich wie immer nicht losgelassen.hat. Sehr empfehlenswert.  

  17. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.680)
    Aktuelle Rezension von: Lisaleseratte

    Im Buch der Vorleser geht es um die geheime leidenschaftliche Affäre zwischen dem 15-jährigen Michael und um eine viel ältere Frau namens Hanna. Bevor sie miteinander schlafen, muss er ihr vorlesen. Eines Tages gehen beide eigene Wege und keiner ahnt wann und wo sie sich wieder treffen, denn Hanna hat einige tiefe Geheimnisse.

    Das Buch thematisiert eine außergewöhnliche Liebesbeziehung, Analphabetismus, sowie ein historisches Verbrechen in der Kriegszeit.

    Die Geschichte wurde in der Ich-Erzählung verfasst, somit erhält man keinen konkreten Einblick in die weibliche Protagonistinnen Rolle,  jedoch empfinde ich dieses Buch als sehr ergreifend und besonders. Das Buch ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, da dieses Buch den Leser zum Nachdenken anregt, da viele offene Fragen verbleiben. Ich denke soll auch der Sinn dieses Buches sein. Das Ende ist sehr überraschend.

  18. Cover des Buches Saint – Ein Mann, eine Sünde (ISBN: 9783736304567)
    Katy Evans

    Saint – Ein Mann, eine Sünde

     (96)
    Aktuelle Rezension von: railantahelena

    Sie nennen ihn "Saint". Doch er ist alles andere als ein Heiliger ...

    Die Journalistin Rachel Livingston bekommt endlich ihre Chance, eine ganz große Story zu landen: Sie soll einen Enthüllungsbericht über Malcolm Saint schreiben. Saint ist mysteriös, privilegiert - eine Legende in den High-Society-Kreisen Chicagos. Doch obwohl die Presse jeden seiner Schritte verfolgt: Den wahren Malcolm Saint kennt niemand. Noch nicht. Denn genau dieses Geheimnis will Rachel lüften. Aber kann sie dem reichen Playboy so nahekommen, ohne ihm selbst zu verfallen?

    Sexy, mitreißend und romantisch: New-York-Times- und USA-Today-Bestseller-Autorin Katy Evans schafft mit ihrer "Saint"-Reihe die perfekte Mischung


    diese Geschichte ist Unterhaltsam und sexy ist zu Empfehlen

  19. Cover des Buches Von dieser Welt (ISBN: 9783423281539)
    James Baldwin

    Von dieser Welt

     (62)
    Aktuelle Rezension von: People-abroad

     Man spürt, wie sie kämpfen und versuchen sich zu ducken gegen den Rassismus und gegen die Demütigungen und Aussichtslosigkeit. Ein fesselndes Buch.

  20. Cover des Buches Ostfriesensünde (ISBN: 9783596513031)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesensünde

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm_Lara

    Zum vierten Mal ermittelt Ann-Kathrin Klaasen in diesem Buch.

    Irgend jemand scheint junge Frauen einzumauern um sie jämmerlich hinter einer Wand sterben zu lassen. Warum? Wer ist der ‚Maurer‘? Was will er bezwecken? Die extra eingerichtete SOKO will unbedingt die mittlerweile nicht mehr unbekannte Ann-Kathrin Klaasen für sich gewinnen.
     Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise zum Tod von Ann-Kathrins Vater plötzlich, und die Kommissarin kann gar nicht anders als diesen Hinweisen zu folgen… auch wenn sie immer weniger mag was sie da herausfinden soll. Wird sie endlich die Mörder ihres Vaters ihrer gerechten Strafe zuführen können?


    Klaus-Peter Wolf wartet mal wieder mit einem eigentlich sehr schönen Krimi in Ostfriesland auf. Die Sprache ist typisch für ihn, relativ einfach gehalten, aber nie völlig unpassend oder zu einfach.


    Sehr schön ist auch dieses Mal wieder der Blick in den Kopf des Täters – oder in diesem Fall sogar in die Köpfe der Täter. Immer eine schöne Abwechslung mal zu sehen, was so passiert während die Polizei noch im dunklen tappt.


    Leider habe ich dieses Mal aber wesentlich mehr zu meckern als sonst, denn dieses Mal werden hier irgendwie glatt zwei Fälle in einem abgehandelt – und leider fühlt es sich teilweise nicht nach viel mehr als schnellem abhandeln an. Mal wieder drängt sich Ann-Kathrin mit ihrem privaten Kreuzzug stark ins Rampenlicht, handelt unüberlegt und sicher nicht korrekt. Dabei verdrängt sie den eigentlich sehr interessanten Fall des ‚Maurers‘ irgendwie sehr. Die extra gebildete SOKO bringt eigentlich neue Charaktere in die alt bekannten Teams ein, die sicher für viel Abwechselung hätten sorgen können – wenn man ihnen denn die Chance dazu gegeben hätte! So ist es leider irgendwie mal wieder viel das gleiche und mal wieder geht es irgendwie vor allem um Ann-Kathrins Vater. Davon habe ich mittlerweile aber wirklich genug gehört.


    Beide Handlungsstränge hätten ganz sicher nicht wenig Potential, da will ich gar nichts gegen sagen, aber so ist irgendwie bei beiden viel verschenkt worden. Schon vorher war das Drama um den toten Vater und den damaligen Banküberfall immer wieder stark im Fokus der Handlung wo er gar nichts zu suchen hatte, aber dieses Mal wird es wirklich extrem. Ich denke mit langsamerem Aufbau und längerem hinarbeiten hätte das sicher eine Spannende Geschichte werden können – mit einen eigenen Buch, in dem am besten das ganze Team endgültig diesem speziellen Fall nachgeht. In diesem Buch hätte es um den ‚Maurer‘ gehen sollen. So hatte ich das Gefühl das beides zu kurz gekommen ist!


    Die Charaktere scheinen sich nicht zu sehr zu entwickeln. Rupert ist vor allem anstrengend und Ann-Kathrin ist auch nicht so ganz sauber. Man hört irgendwie immer wieder das selbe. Liegt das nur daran, dass ich diese Bücher so schnell nacheinander lese, oder ist das tatsächlich ein grundsätzliches Problem? Ganz sicher bin ich mir nicht. Ich verstehe auch, dass dies Bücher für Leute verständlich sein sollen, die die anderen Teile der Reihe nicht kennen, daher habe ich nicht einmal etwas dagegen Hintergründe und Erklärungen zu Charakteren immer mal wieder zu lese, das ist völlig in Ordnung, aber es sollte halt auch immer mal was neues dabei rüber kommen.


    Es ist auf jeden Fall mehr ein Krimi für zwischendurch, nichts mit richtig viel Tiefgang, aber das ist ja auch nicht unüblich für diese Bücher und auch nicht schlecht.


    Trotzdem mag ich das nordener Urlaubsgefühl das hier aufkommt, und beide Handlungen bieten eigentlich viele Möglichkeiten. Es wird zum Ende auf jeden Fall in beiden Fällen spannend, es ist auch nicht schlecht geschrieben. Leider wird hier einiges Potential verschenkt, hier und da hätte es mehr Tiefgang geben können.
     Ich habe aber die Hoffnung, dass es dafür jetzt in Zukunft besser werden könnte. Vielleicht ein bisschen weniger Ann-Kathrin privat in Alleingängen und mehr Fokus auf Ermittlungsarbeiten. Mal sehen!


    Dieses Mal nur 3/5 Sternen von mir. Leider halt dieses Mal nicht so recht überzeugend, nicht ganz das Niveau welches ich erwartet hatte.

  21. Cover des Buches Der Fremde (ISBN: 9783499253089)
    Albert Camus

    Der Fremde

     (563)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    "Der Fremde" des französischen Nobelpreisträgers Albert Camus erschien 1942 und wurde als Meisterwerk berühmt. Die Erzählung entstand parallel zu einer philosophischen Abhandlung des Schriftstellers über das Absurde.

    Die Geschichte handelt von einem jungen Franzosen, Meursault, dessen Antriebslosigkeit keine Grenzen kennt. In seinem Persönlichkeitsprofil könnten fast autistische Züge vermutet werden. Sein Verhalten führt zu einem Mord, den er aus Notwehr begeht. Das richterliche Urteil führt aufgrund mehrerer sinnloser Schüsse, die er zusätzlich abgibt, seiner fehlenden Reue und der kompletten Gefühl- und Gottlosigkeit zur Todesstrafe. Selbst der Geistliche, der ihn am Abend vor seiner Hinrichtung aufsucht, wird Zeuge einer schockierenden Gleichgültigkeit gegenüber der Welt.

    Die schlichte Sachlichkeit und Intelligenz, seine ruhige und pflichtbewusste Art machen aus dem Protagonisten trotz allem einen Menschen, den man eigentlich ganz gern hat. Darin liegt das Absurde der Geschichte.

    Der lakonische Schreibstil hat mich angesprochen und macht den kurzen Essay zu einer leicht zu lesenden Lektüre.

  22. Cover des Buches Absolution (ISBN: 9783906829135)
    Jasmin Romana Welsch

    Absolution

     (100)
    Aktuelle Rezension von: LilaLullaby

    Dieses Buch war zwar unterhaltsam und witzig, aber irgendwie war das Ganze zu unrund. Es fehlte mir etwas. Die Handlung hätte etwas mehr Tiefgang und Details verdient. Teilweise waren die Sprünge und Szenenwechsel zu abrupt. Die Spannung nahm zum Glück ab Mitte des Buches Fahrt auf.

    Wie sich der Charakter der Hauptfigur im Verlauf entwickelt, war interessant. Anfangs fand ich ihn sehr schwierig und negativ eingestellt, fast schon depressiv. Was im Nachhinein gesehen später Sinn ergibt, wenn man seine Geschichte und sein Schicksal kennt. Die Wendung am Schluss war unerwartet, aber gut. Am besten fand ich seinen Humor und den Sarkasmus. Bei manchen Dialogen und Szenen musste ich schon lachen.

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Schwer getan hab ich mich nur damit, dass einiges "zwischen den Zeilen" steht und man sich einige Zusammenhänge in der Handlung selbst erschließen muss. Da sehe ich für weitere Storys der Sixten-Bande noch Luft nach oben. 

    4 von 5 Sternen und ich bin gespannt, ob und wie es weitergeht.

  23. Cover des Buches Das Handwerk des Teufels (ISBN: 9783453436923)
    Donald Ray Pollock

    Das Handwerk des Teufels

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Charlea

    Das Jahr hat literarisch interessant begonnen - mit dem "Handwerk des Teufels" - einer Empfehlung meiner Freundin. Sie hatte erst kurz vorher den Film gesehen und sich dann das Buch geholt. Nachdem sie es dann in einer Nacht durchgeschmökert hatte, hatte ich es mir dann kurzerhand auch bestellt und gelesen.


    Zunächst einmal mag ich die gnadenlos kalte, nüchterne Sprache des Autors und hatte das Gefühl, dass ich nur ein wenig in meinem Gedächtnis graben muss, um mich andere ebenfalls amerikanische Autoren zu erinnern. Ist das ein typisch amerikanisches Buch? Nun, zumindest werde ich diesen Gedanken mal weiterverfolgen.


    Ich würde nicht behaupten, dass es nur einen oder zwei Protagonisten gibt. Mit Knockemstiff als Zentrum werden verschiedene Lebenswege betrachtet, die entweder ihren Anfang, eine Station oder ihre Ende dort finden. Der Titel "Das Handwerk des Teufels" (engl. The devil all the time) ist dabei sehr interessant und auch durchaus treffend, erklärt sich aber erst beim bzw. nach dem Auslesend es Buches.

    Kurzerhand habe ich mir auch schon die beiden anderen Bände, die ebenfalls zur Knockemstiff-Trilogie gehören, bestellt und denke, dass ich sie ebenso schnell durchschmökern werde.

  24. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.547)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ohne Frage ist dieses Buch ein Klassiker. Eine schöne Geschichte vom Waisenmädchen Jane, das eine schwere Kindheit und Jugend hinter sich bringt und sich eigentlich nur eins wünscht - geliebt zu werden. Es geht um Sehnsucht und Selbstverwirklichung der jungen Frau im 19. Jahrhundert.

    In dem knapp 180 Jahre alten Buch passiert auf 600 Seiten an sich nicht viel und das wenige möchte ich zukünftigen Lesern nicht vorweg nehmen. Wirklich spannend zu lesen ist das Buch erst etwa ab der Hälfte.

    Ich muss zugeben, es hat mich nicht von den Socken gehauen. Die Sprache ist poetisch, anrührend, bildhaft ausgeschmückt, aber leider ohne besondere Raffinesse, wenn auch die Gedanken und gesellschaftliche Normen, die junge Frauen in dieser Zeit umgetrieben haben, gut zur Sprache gebracht werden. Die Form des Tagebuchs, die direkte Ansprache des Lesers fand ich dafür jedoch unpassend, denn die Darstellungen wären viel zu detailliert, Wort für Wort die Dialoge und die Umgebung bis ins Kleinste beschrieben. Es erschien mir nicht ganz rund. 

    Und dann diese Männer.

    In dem ganzen Buch kommen fast ausschließlich anstrengende, wenn nicht sogar verhaltensauffällige männliche Figuren vor. Und zwar nicht auf die Weise, dass ich dachte "das ist ja höchst interessant" sondern eher "du liebes Lieschen, tut das denn Not, sich so aufzuplustern?" Schmalztriefend, pathetisch, theatralisch... Das hat mir fast den Humor und Wortwitz der männlichen Hauptperson verleidet, die eigentlich echt toll ist! Ursprüngliche Dialoge, die in einen seitenlangen Monolog des Gegenüber ausarten, da hab ich teilweise augenrollend weitergeblättert. 

    Die absolute Stärke des Romans und das schriftstellerische Können von Charlotte Bronte liegt meiner Ansicht nach in den Zeichnungen der Charaktere, Aussehen, Wesenszüge und wie Janes Bezug und Gefühl zu ihnen ist. Die Hauptfigur Jane ist eine der stärksten und eindrucksvollsten Frauenfiguren, die mir zwischen zwei Buchdeckeln bislang begegnet sind, sie strahlt eine unglaubliche Präsenz aus.

    Alles in allem kein schlechtes Buch, aber auch kein Highlight. 

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