Bücher mit dem Tag "summer"
55 Bücher
- Cecelia Ahern
Flawed – Wie perfekt willst du sein?
(1.197)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Celestine führt ein gutes Leben. Ihre Familie gilt als perfekt. Sie gilt als perfekt. Niemand hat etwas auszustehen. Nicht wie die Menschen, die von der Gilde als „fehlerhaft“ beurteilt und ebenso gebrandmarkt und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden. Celestine hat eine große Zukunft vor sich und ist glücklich verliebt in Art – den Sohn des obersten Richters der Gilde. Doch dann passiert eines Morgens im Bus etwas, dass Celestines Leben vollkommen aus der Bahn wirft und plötzlich gilt sie selbst als „fehlerhaft“.
Meine Meinung:
Eine Dystopie, die so absurd erscheinen mag beim Lesen und dennoch – wenn man die täglichen Nachrichten liest und hört – in vielen Dingen eine erschreckende Parallele zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung – nicht nur in unserem Land – geworden ist.
Menschen, die nicht den Grundsätzen der Gilde entsprechen und moralisch einwandfreie Menschen sind – wobei die moralischen und ethischen Grundsätze praktischerweise direkt von der Gilde definiert werden – werden als fehlerhafte Menschen gebrandmarkt. An der Schläfe, der rechten Hand, am Brustkorb oder auf der Zunge. Je nach ihrem Vergehen.
Da ist z.B. die junge Frau, die ihre schwerkranke Mutter zum geplanten Suizid ins Ausland begleitet hat und dadurch „fehlerhaft“ wurde.
Das Leben als „fehlerhafter Mensch“ ist schlimm. Nur Grundnahrungsmittel, Ausgangssperre, schlechte Arbeitsbedingungen, ständige Überwachung und viele Repressalien mehr bestimmen den Alltag einer fehlerhaften Person.
Das Celestine eine fehlerhafte Person werden könnte, erscheint ihr vollkommen absurd, doch dann – eines morgens auf dem Weg zu Schule – droht ein fehlerhafter älterer Herr im Bus zu kollabieren. Niemand hilft ihm. Nicht fehlerhaften Menschen ist nämlich das Helfen von fehlerhaften Menschen untersagt. Sonst werden sie selbst zu fehlerhaften Menschen verurteilt.
Celestine kann nicht einfach zusehen, wie der Mann vor ihren Augen stirbt. Egal, ob das erlaubt ist oder nicht. Also greift sie ein. Als Einzige. Alle schauen zu und nehmen in Kauf, dass der Mann vor ihren Augen sterben könnte.
Sie wird verhaftet. Richter Crevan bietet ihr einen Ausweg an. Das Einzige, was sie dafür tun muss, ist zu behaupten, dass sie nicht geholfen hat, sondern nur ihre Mitmenschen vor dem fehlerhaften Mann beschützen wollte und der fehlerhafte Mann selbst an der Situation schuld ist. Dann würde alles wieder gut werden.
Doch das wäre gelogen. Das wird ihr sehr schnell klar. Und Celestine – trotz großer Angst vor dem Leben als Fehlerhafte – stellt plötzlich das gesamte Regime in Frage und kann es nicht mit ihren eigenen ethischen Grundsätzen vereinbaren, zu lügen.
Was dann geschieht? Das verrate ich Euch nicht. Nur so viel: Celestine wird zum Aushängeschild einer Revolution, die längst überfällig ist. Eine Revolution, in der die Menschen, die unterdrückt werden, die nicht dem gesellschaftlichen Standard entsprechen, aufbegehren. Einer Revolution gegen eine Gesellschaft, in der die Menschen mit Angst und Drohungen stillgehalten werden, damit die Machthaber ihre Macht behalten und ausbauen können.
Menschen, die Sachverhalte und Situationen hinterfragen, sind für Diktatoren und ähnliche Konstrukte sehr gefährlich. Also müssen sie klein gehalten werden. Das geschieht am besten, in dem man Angst schürt. Immer wieder. In dem man Exempel statuiert.
Doch Celestine ist nicht allein. Das wird ihr allmählich bewusst – als sie sich auf die Suche nach Informationen begibt. Ihr Tun ist gefährlich, doch sie kann nicht mehr zurück. Fehlerhaft ist sie sowieso. Dann kann sie auch dafür kämpfen, dass sich etwas ändert. Denn viel schlimmer kann es nicht mehr werden…
Die Geschichte geht unter die Haut und oftmals bin ich beim Lesen unfassbar wütend geworden. Auf Menschen, die ein System ungefragt kaufen. Die sich einreden lassen, dass ethische Grundsätze „fehlerhaft“ sind. Die Menschen vorverurteilen und sie auf unaussprechliche Art und Weise aus der Gesellschaft ausschließen. Weil sie nicht ins Bild passen. Weil sie anders sind. Sich anders entschieden haben.
Schon immer werden Menschen, die nicht „perfekt“ in unsere Gesellschaft passen, diskriminiert und ausgegrenzt. Ob damals zu Zeiten der Sklaverei, der Apartheit, des zweiten Weltkriegs. Sei es bei Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit LGBTQ-Hintergrund. Menschen, die Bürgergeld beziehen oder aus anderen Gründen nicht in die Gesellschaft passen. Die Liste ist noch lange nicht am Ende.
Das bringt mich zu folgender Frage: wer definiert denn, wer in einer Gesellschaft überhaupt perfekt ist und dazugehören darf? Und wer nicht? Wer entscheidet das?
Das muss aufhören. Jeder Mensch ist wertvoll. Einzigartig. Und auf seine Weise perfekt.
Denn – um Margot Friedländer zu zitieren: „Es gibt kein jüdisches, kein muslemisches und kein christliches Blut. Es gibt nur menschliches Blut. Drum sei Mensch!“
Meine Rezension findet Ijr auch auf www.buchspinat.de - Estelle Maskame
DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben
(1.200)Aktuelle Rezension von: Janchen_MaerchendracheEine Liebesgeschichte zwischen Stiefgeschwistern, die ansich eine gute Mischung aus kribbeligen Gefühlen und einem gut gewählten Handlungsort war, aber für mich ging es nach dem 1. Band nicht mehr weiter, weil die Liebesgeschichte der zwei über mehrere Bände hinweg zu kämpfen hatte und das entsprach einfach nicht meinem Geschmack, wurde alles zu sehr in die Länge gezogen, meiner Meinung nach.
- Tami Fischer
Burning Bridges
(921)Aktuelle Rezension von: IvyUIn Burning Bridges geht es um Ella, die nach einem Betrug am Boden liegt und plötzlich auf Ches trifft. Er wirkt geheimnisvoll, schweigsam und gefährlich. Erst rettet er sie, dann verschwindet er, und doch lässt er sie nicht los. Aus den zufälligen Begegnungen wächst eine Verbindung, die durch Geheimnisse und alte Wunden ständig auf die Probe gestellt wird.
Ella handelt oft impulsiv, sie ist verletzlich, aber auch stark genug, immer wieder aufzustehen. Ches hat eine dunkle Vergangenheit, die ihn misstrauisch und verschlossen macht, aber gerade das macht ihn interessant. Die Chemie zwischen den beiden ist intensiv, voller Zweifel und Anziehung.
Der Schreibstil liest sich leicht und gefühlvoll, die Dialoge tragen viel Emotion. Zwischendurch verliert die Handlung etwas Tempo, manche Wendungen sind vorhersehbar, doch das Buch fesselt trotzdem. Das Ende löst die wichtigsten Konflikte und gibt den Figuren eine glaubwürdige Perspektive. Insgesamt ein schöner Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht.
- Alana Falk
Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss
(412)Aktuelle Rezension von: F__RldAchtung, könnte Spoiler enthalten!
Bitte nur lesen wenn man Gewalt und Missbrauch aushalten kann!!!
Es ist ein sehr gelungenes Buch, welches sich gut und schnell lesen lässt.Es geht um Erin welche mit Hades einen Packt geschlossen hat um ihre Schwester, Jenna, davor zu retten ins Reich der Toten zu müssen. Sie ist gestorben, als ihr geldsüchtiger Mann ihr Motorrad sabotiert hat, um sie zu töten. Summer, Erin’s kleine Schwester rannte weg, weil Jennas Mann Kenneth sie vergewaltigt hat und sie es nicht mehr ertragen konnte.
Nach ihrem Tod sah sie wortwörtlich schwarz vor Augen, zu diesem Zeitpunkt überredet Hades sie zu einem Packt, der besagt, dass sie ihm jede Woche die Seele eines Mannes bringen muss, doch sie ist jetzt eine Rachegöttin und kann sich so als Rachegöttin an Kenneth rächen.
Doch dann trifft sie Arden, er ist anders als alle anderen Jungs und scheint sie zu verstehen. Sie versucht im zu vermitteln, dass sie verflucht ist.Doch dann stellt sich Arden als Sohn Hades heraus. Allerdings ist er super nett, da er sich vorher seine dunkle Seite von einem Raben ausreißen lassen, doch das weiß er alles nicht mehr. Dann küsst Erin ihn und seine Erinnerungen kommen zurück.
Er erpresst sie ihrer kleinen Schwester etwas anzutun, und so erneuert sie ihren Packt, und wird zum Unterpfand. Summer ist außer Gefahr, doch Erin schwört sich, sich endlich aus dem Packt zu befreien…
- Petra Hülsmann
Glück ist, wenn man trotzdem liebt
(713)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover ist ein echter Hingucker und spiegelt die Stimmung der Geschichte perfekt wider.
Isabelle erinnert stark an Sheldon: Sie hat feste Rituale und genaue Abläufe, die man besser nicht durcheinanderbringt. Jeder Tag ist klar durchgeplant – bis jemand kommt, der ihr geordnetes Leben durcheinanderwirbelt. Mehr will ich gar nicht verraten.
Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und füllen die Geschichte mit Leben. Der humorvolle Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch das Setting passt wunderbar und rundet das Gesamtbild stimmig ab.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- André Aciman
Call Me By Your Name
(116)Aktuelle Rezension von: Jona_WeberAndré Acimans Roman 'Call me by your name' ist viel besser als der Film, obwohl ich auch den Film sehr mochte und erst durch den Film auch auf das Buch aufmerksam geworden bin. Wie er in dem Roman den Sommer beschreibt, in dem der 17-jährige Elio sich in den ein paar Jahre älteren Praktikanten seines Vaters verliebt, die Entstehung einer Affäre zwischen den beiden, die über Leidenschaft weit hinausgeht, das ist echt meisterhaft geschrieben und erzählt und geht wirklich ans Herz. Dringende Leseempfehlung!
- Nina Blazon
Ascheherz
(688)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Diese Geschichte braucht viel Zeit, um sich zu entwickeln, zu wachsen und sich zu vertiefen. Was das Geschehen mit der Zeit schafft, nämlich zu gefallen, bekommen die Charaktere aber für mich nicht hin. Sie haben es bis zum Ende nicht geschafft mir in irgendeiner Form ans Herz zu wachsen. Sie sind schlichtweg da, mehr aber auch nicht... austauschbar.
Der Schreibstil ist flüssig und Bildgewaltig, aber neigt auch dazu, zu ausführlich zu werden. Dadurch wird es relativ häufig langatmig, bis hin zu langweilig.
Lange habe ich mich gefragt, wohin das ganze führen soll was da passiert. Besonders der Anfang kam mir oft etwas wirr vor und im Verlauf gibt es Wendungen, die ein dickes Fragezeichen hinterlassen haben. Aber durchhalten hat sich hier gelohnt. Denn zum Ende hin werden alle, vorher noch komischen, Punkte zu einem großen Ganzen zusammengefügt und ergeben plötzlich Sinn.
Das Buch ist trotz seine langen Leitung insgesamt nicht schlecht, aber man muss bis zum letzten Drittel durchhalten um zu verstehen warum alles so passiert wie es passiert. Es ist ganz anders aufgebaut wie alles was ich bisher gelesen habe und das macht es irgendwie schwer dran zu bleiben. Während dann alles endlich aufgeklärt wird, nimmt gleichzeitig die Liebesgeschichte sehr viel Raum ein, was für mich nicht nötig gewesen wäre, aber okay ist. Von mir gibt es 3,5 Sterne
- Truman Capote
Frühstück bei Tiffany
(661)Aktuelle Rezension von: Renate1964Im Mittelpunkt der kurzen Erzählung von aTruman Capote steht das Partygirl Holly Golightly. Sie lernen wir aus Sicht eines namenlosen Ich- Erzählers kennen. Trotz aller reichen Verehrer und länger Nächte ist sie auf der Suche nach sich selbst, nach ihrer Heimat, wo sie keine Angst mehr hat. Auch der Erzähler liebt sie und beschreibt sie sensibel
- Elsie Silver
Flawless
(256)Aktuelle Rezension von: DjTigerbabyEinfach alles hat gepasst - das Setting - die Geschichte - die Romance - der Sexapeal … einfach alles! HOT HOT HOT!!!! Eine rührende Geschichte die einfach Lust auf mehr macht! Flüssiger Schreibstil! Ich freue mich schon auf Teil 2 und 3 und 4 ….
Ein Roman zum Wohlfühlen auf der Couch mit einem gute Tee
- Elle Kennedy
The Chase – Gegensätze ziehen sich an
(188)Aktuelle Rezension von: Silja199Ich mochte das Buch, die Charakter, die Settings und den Schreibstil eigentlich ganz gerne.
Aber manchmal wurden mir die Charakter ein bisschen unsympathisch da sie sich nicht ausgesprochen haben, Sachen gesagt haben die sie nicht so meinten, beide vom anderen erwartet haben das die andere Person den ersten Schritt macht und dass sie sich einfach öfters nicht aussprechen konnten weil sie beide zu stur waren oder zu viel Angst hatten.
Es gab aber auch Stellen bei denen ich mir dachte:
- Wow wunderschön geschrieben.
- Das nenne ich mal ein Zitat.
- Awwwww
Jedoch aber auch Stellen bei denen ich mir dachte:
- Redet endlich miteinander.
- Sag doch endlich was.
- Dein Ernst?????
Trotz all dieser Stellen habe ich weiter gelesen und es am Ende nicht bereut. Das Buch ist gut und eine Leseempfehlung. Vor allem für den Winter, wahrscheinlich am besten für den Januar oder Februar. Es war auf jeden Fall ein gutes Buch für das Jahres Ende da es einfach und entspannend war zum lesen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher aber wahrscheinlich werde ich die anderen 3 Bände auch noch lesen.
Ich gebe dem Buch eine 4.5/ 5 ⭐Sterne.
- Christina Lauren
The Paradise Problem – Wenn das Herz den perfekten Plan durchkreuzt
(92)Aktuelle Rezension von: Meisje25Ich habe diesen Roman gelesen als ich mit einer Erkältung auf dem Sofa lag. Dafür war er genau richtig. Die Story ist keine Überraschung. Reicher Typ braucht Vorzeigefrau für eine Familienhochzeit. Das "arme" Mädchen hatte er schon vor 5 Jahren geheiratet und sie weiß es nicht mal, dass sie noch verheiratet ist. Nunja, die Familie auf der Hochzeit ist toxisch, aber die zwei verlieben sich trotzdem. Natürlich gibt es ein Happy End, aber die Story an sich ist sehr flach. Außerdem, ich weiß nicht, ob das mittlerweile schon Ironie ist, aber dass sich jede Hauptcharakterin in den Rom-Coms erstmal am ganzen Körper wachsen lassen muss... welchen Infowert hat das für die Story? Das sie nur so begehrenswert ist?
- Elsie Silver
Heartless
(156)Aktuelle Rezension von: everylittlewordElsie Silver hat hier ein wunderbares Buch gezaubert, welches ich nicht aus der Hand legen konnte. Ab Seite eins sind wir mitten im Geschehen, spüren das Knistern und Funken. Für mich hatte die flüssig geschriebene und doch etwas vorhersehbare Geschichte einen großen Suchtfaktor!
Heartless vereint alles was das Herz begehrt und noch vieles mehr. Eine absolut witzige und aufbrausende Nanny trifft auf einen mürrischen Single Dad. Dazwischen turnt der zuckersüße Sohn Luke herum, der beide aus ihrer Komfortzone holt.
Die Charakterentwicklung von beiden ist unglaublich. Wilma lernt es sich nicht immer hinter Witzen zu verstecken und findet nach einer rastlosen Zeit endlich ihr Zuhause. Cade schafft es wieder Vertrauen zu fassen und bekommt sein zauberhaftes Lächeln zurück.
Ich habe häufig verzückt geseufzt, es ja gab viele hach-Momente 💕 ganz viel Liebe für dieses Buch!
- Truman Capote
Sommerdiebe
(162)Aktuelle Rezension von: Sanne54Grady ist eine gerade 18-jährige junge Frau, deren vermögende Eltern die Stadtwohnung in New York über den Sommer verlassen möchten und per Schiff nach Europa reisen, wo sie in Frankreich (Cannes) ein Haus besitzen. Es ist die Zeit kurz nach dem 2.Weltkrieg. Für die junge Grady öffnet sich das Zeitfenster eines Sommers, in dem sie sich - mehr oder weniger unbeobachtet als Erwachsene ausprobieren kann fernab der Konventionen ihres "Standes", der z.B. in Form des Debütantinnen-Balls am Ende dieses Sommers anberaumt ist und mit dem ihre Eltern sie in die gehobene Gesellschaft einführen wollen. Vor Augen hat sie auch das Beispiel ihrer 8 Jahre älteren Schwester Apple, die bereits eine Familie hat, mit der sie in East Hampton wohnt. Und dann ist da noch ihr alter Freund Peter, Sohn einer seit ewigen Zeiten befreundeten Familie, dem man auch das abgebrochene Jura-Studium nicht zu krumm nimmt, der als "Aufpasser" eingesetzt wird. Peter ist, wie er sich eingestehen muss, in Grady verliebt und sicherlich wäre das eine Partie, die sich ihre Eltern gut vorstellen könnten.
Grady möchte ihre Eltern auch deshalb nicht nach Europa begleiten, da sie vor kurzem eine Affäre mit dem ganz umstandesgemäßen jüdischen Parkplatzwächter Clyde begonnen hat. Durch ihn lernt sie eine ganz andere "gesellschaftliche Seite" der Metropole New York kennen inklusive seiner Familie in Brooklyn und seinen Freunden, trifft sich mit ihm erst heimlich und probiert dann immer mehr aus, was einer Beziehung oder Ehe nahekommt - und wird dann nicht nur von ihm schwanger, sondern heiratet ihn auch heimlich und Hals über Kopf.Begeistert haben mich an diesem Roman vor allem wie gut Capote es schafft, die Stimmung diesen Sommers zu transportieren. Die erdrückende Hitze, dennoch die Leichtigkeit und Freiheit, die die junge Frau verspüren muss, wenn sie sich frei von gesellschaftlichen Konventionen bewegen und leben kann. Es ist eine kleine Zeitreise und eine Art Coming-of-Age im Schnelldurchlauf, denn die Zeit, die Grady bleibt, bis ihr altes Leben in Form ihrer Eltern zurück kommt, ist natürlich begrenzt. Grady ist eine moderne und sehr attraktive Frau, auffallend (kurze rote Haare, grüne Augen) und von starkem Charakter. Das Gefühl, endlich mal eine "sturmfreie Zeit" zu haben, ist wahrscheinlich auch keinem Leser fremd, genauso wie die Wirrungen, die Verliebtheit in jungen Jahren mit sich bringt. So trennen sich die Wege des jungen Paars nachdem es Stress wegen der heimlichen Hochzeit gab, eine kurze Weile, während Grady Peters Verliebtheit zu spüren beginnt usw. Schließlich quartiert sie sich bei ihrer älteren Schwester ein und bemerkt dann, dass sie schwanger ist. Apple erfährt, dass die kleine Schwester außerdem heimlich geheiratet hat.
Was mich zum Abzug eines Sternes veranlasst hat, ist lediglich, dass mir das Buch am Ende zu schnell und abrupt endete. Hier wäre noch viel Potential gewesen. Allerdings ist es natürlich auch so, dass Capote dieses Buch niemals veröffentlichte und es nach seinem Tod erst entdeckt und publiziert wurde, daher ist natürlich klar, dass es irgendwie unfertig wirkt. 4,5 Sterne wäre also wahrscheinlich passender.
- Vivien Summer
Spark
(281)Aktuelle Rezension von: Book_QueenSpark" Band Eins der Elite Reihe von Vivien Summer. Die Reihe stand wirklich schon Ewigkeiten auf meiner Wunschliste und auf gefühlt jeden Wunschzettel, der für Weihnachten oder Geburtstag geschrieben wurde und trotzdem hab ich sie mir erst letztes Jahr im Herbst geholt.
Natürlich lag es dann auch etwas länger auf dem Sub, aber als ich jetzt total im Lesefluss war und nach einem guten und nicht zu dicken Buch geschaut habe - kam mir Spark in den Sinn. Also hab ich losgeht und kann nur sagen:
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, man stolpert über keinen Satz und hat keine Probleme voran zu kommen - er ist zwar einfach gehalten, aber hat mich trotzdem vollends abgeholt und um den Finger gewickelt. Gerade die Dialoge waren zum schmunzeln & einfach nur toll! 😍
Die Handlung und Geschichte war auch genau mein Ding und wirklich cool. Das Konzept mit der Elite und der dystopischen Welt war für mich eine sehr angenehme Abwechslung zu meinen High Fantasy Büchern. Es war spannend und interessant mehr über die verschiedenen Elementen zu erfahren - sowas liebe ich ja eh total - und die Konstruktion dahinter immer mehr und besser kennenzulernen... An einigen Stellen musste ich an "Die Bestimmung" und "Avatar - Herr der Elemente" denken, es war eine tolle Mischung - eine schöne Umsetzung.
Zu den Protagonisten muss ich vorweg sagen: Sie sind jung und handeln dadurch in manchen Momenten vielleicht etwas zu impulsiv, naiv oder heftig, aber das ist okay - zu mindestens empfinde ich es als nicht schlimm, sondern als realistisch. Malia ist mir sofort sympathisch gewesen, sie hat eine lockere lustige Art, die es einfach macht sie zu mögen. Chris hingegen ist mir ein Rätsel, welches ich wirklich oft genug nicht mag... aber dann gibt es da dieses Knistern zwischen ihm und Malia... ❤️🔥
- Elsie Silver
Powerless
(115)Aktuelle Rezension von: Chianti_ClassicoJasper Gervais und Sloane Winthrop kennen sich seit achtzehn Jahren und sind beste Freunde, doch Sloane ist seit genauso langer Zeit in Jasper verliebt.
Sie hat sich damit abgefunden, dass er ihre Gefühle nicht erwidert und steht kurz vor der Hochzeit mit einem Mann, den sie nicht liebt, als Sloane erfährt, dass ihr Verlobter sie betrogen hat und ausgerechnet mit Jasper von ihrer eigenen Hochzeit flieht.
Die gemeinsame Zeit, die sich danach miteinander verbringen, sorgt dafür, dass Gefühle an die Oberfläche kommen, die die beiden schon lange verdrängen, doch finden sie wirklich zueinander?
"Powerless" von Elsie Silver ist der dritte Band der Chestnut Springs Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der achtundzwanzig Jahre alten Sloane Winthrop und des sechs Jahre älteren Jasper Gervais erzählt wird.
Sloane ist die Cousine der Eaton-Brüder und verbrachte ihre Sommer auf der Wishing Well Ranch, wo sie vor achtzehn Jahren Jasper kennenlernte. Jasper, der von seiner eigenen Familie verstoßen und von Harvey Eaton und seinen Kindern aufgenommen wurde.
Sloane ist seit Jahren in Jasper verliebt, der ihre Gefühle jedoch bisher nicht erwidert hat, sodass sie nicht länger auf etwas warten wollte, was wahrscheinlich nie passieren würde und hat zugestimmt, Sterling Woodcook zu heiraten, um ihren Vater bei seinen Geschäften zu unterstützen.
Sie liebt Sterling nicht und findet zum Glück direkt vor der Hochzeit heraus, dass er sie betrogen hat, woraufhin Sloane die Hochzeit absagt und mit Jasper flieht.
Sloane ist Balletttänzerin und stammt aus gutem Hause. Sie fügt sich den Wünschen ihrer Eltern, ist eine loyale und warmherzig Freundin. Doch Sloane macht eine starke Entwicklung durch, findet ihre eigene Stimme und beginnt diese zu nutzen, lässt sich nicht länger vorschreiben, was sie zu tun hat, was ich sehr mochte!
Jasper wuchs in einem Trailerpark auf, bevor ein Unglück geschah, das seine Familie auseinandergerissen hat. Er wurde von den Eatons aufgezogen und ist mittlerweile Profi-Eishockeyspieler.
Er ist ruhig, sensibel und in sich gekehrt,versteckt sich unter seiner Schirmmütze und schottet sich ab.
Auch Jasper macht eine tolle Entwicklung durch, denn er kommt im Laufe der Handlung stärker aus sich heraus und kämpft endlich um die Dinge, die ihn glücklich machen.
Ich mochte schon die ersten beiden Bände der Reihe echt gerne, aber der dritte Band hat mir besonders gut gefallen und ist mein bisher liebster Band der Chestnut Springs Reihe geworden!
Ich mochte es, dass Sloane und Jasper schon lange enge Freunde sind, sie kannten sich in- und auswendig und besonders Sloane war immer für Jasper da, wenn ihn seine dunkle Vergangenheit belastet hat.
Nun verbringen die beiden intensiv Zeit miteinander und endlich begreift auch Jasper, dass er in Sloane mehr sieht als nur eine Freundin. Sie machen einen kleinen Roadtrip durch Kanada, was mir sehr gut gefallen hat und ich mochte es, wie aus ihnen langsam mehr wurde!
Ich mochte es auch, dass die beiden nichts überstürzt und auch manches hinterfragt haben.
Auch die Nebencharaktere mochte ich wieder sehr gerne, denn wir haben Summer, Rhett, Willa und Cade wiedergesehen und auch mehr von Violet, Harvey und Winter gesehen und Winters Geschichte wurde schon etwas angeteasert, auf die ich mich sehr freue. Nur von Beau hätte ich gerne mehr gehört und gesehen, aber auch er darf seine Geschichte ja noch erzählen und auf die bin ich sehr gespannt!
Fazit:
"Powerless" von Elsie Silver ist ein großartiger dritter Band der Chestnut Springs Reihe, den ich noch mal stärker fand als die vorherigen Bände!
Jasper und Sloane waren intensiv, auch weil die beiden sich schon so lange kannten und auch ihre dunkelsten Gedanken miteinander teilen konnten. Ich fand die Entwicklung der beiden jeweils sehr stark und mochte es auch sehr zu verfolgen, wie sie zueinandergefunden haben!
Dieser Band ist mein bisher liebster Band der Reihe geworden und ich vergebe starke vier Kleeblätter! - Anna Helford
Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
(161)Aktuelle Rezension von: Vanessax1
Obwohl sich die Story wirklich gut anhörte, muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht wirklich überzeugen konnte. ☹️
Irgendwie haben die Charaktere mich nicht wirklich umgehauen und der Story hat das gewisse Etwas gefehlt, besonders da nicht alle Entscheidungen der Charaktere wirklich zu 100% schlüssig waren. Tatsächlich haben mich die zwei verschiedenen Storylines in diesem Buch - obwohl ich sowas normalerweise immer sehr gerne mag - irgendwie überfordert. Die Storyline rund um Daphne hat mich sehr viel mehr interessiert als die um Spring. Da hätte ich es bevorzugt, wenn wir uns auf eine der beiden Protagonistinnen hätten konzentrieren können.
Trotz, dass mir Daphnes Story insgesamt besser gefallen hat, fand ich alle Geschehnisse rund um Ethans Familie und seine Mutter am besten. Hierfür gibt es von mir ein großes Lob, denn das Stück Mystery und Suspense, welches wir hier bekommen haben hat mir richtig gut gefallen!!
Vielleicht war ich einfach nicht in der richtigen Stimmung für dieses Buch? Wer weiß. Denn es gab durchaus ein paar Dinge die mir ziemlich gut gefallen haben, andere dafür leider gar nicht. Ich denke, es war mir teilweise einfach zu viel los in diesem Buch und ich konnte mich dabei nicht zu 100% in die Story einfühlen. Allerdings würde ich nicht sagen, dass dieses Buch schlecht war. Vielleicht war es einfach nur nicht für mich und das ist ja auch ok. 😊
- Julianna Grohe
Räuberherz
(278)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraAnfang des Jahres habe ich mit „Mondprinzessin“ von Ava Reed meinen ersten Roman aus dem Drachenmond Verlag gelesen. Mit „Räuberherz“ von Julianna Grohe ist es dieses Jahr schon das dritte Werk aus dem Kleinverlag. Inzwischen ist der Hype zwar ein wenig abgeklungen, so steht in meiner Stammbuchhandlung nur noch ein Roman des Verlags regulär aus. Als die Verkaufszahlen 2018 ihren bisherigen Höhenpunkt erreicht hatten und der Drachenmond Verlag einen Umsatz von knapp 1 Millionen Euro erzielte, habe ich mich damals für zwei Bücher entschieden, die beide ein absoluter Coverkauf waren. Eines davon war „Räuberherz“. Es erschien 2017 und ist der Romantasy zuzuordnen.
Die 16-jährige Ella Bowen lebt alleine in einem verlassenen Haus in Brookville im US-Bundesstaat Pennsylvania. Vor ihrem spielsüchtigen und aggressiven Vater ist sie geflohen, zur Schule geht sie aber weiterhin. Dort versucht sie verzweifelt sich nichts anmerken zu lassen. In der Nacht von Halloween bricht plötzlich ein hünenhafter Mann in das verlassene Haus ein und entführt Ella. Als sie aufwacht, findet sie sich in einer alten umzäunten Villa wieder, aus der es keinen Ausweg gibt. Der Hausherr Crys verlangt von ihr in Zukunft seine Haushälterin zu sein, und das bedeutet: putzen, kochen, waschen. Sollte Ella sich fügen, erwartet sie ein Leben in Sicherheit. Sollte sie sich weigern, erwartet sie der Tod.
„Das Mädchen, das er ausgewählt hatte, stapfte in der Dämmerung mit gesenktem Kopf die Straße entlang, die Kapuze der schwarzen Jacke tief ins Gesicht gezogen.“, ist der erste Satz des Prologs, welcher aus der personalen Erzählperspektive im Präteritum vom männlichen Protagonisten Crys geschildert wird. Erst ab dem ersten Kapitel „Gothic Girl“ wechselt die Erzählperspektive zu Ella, die man aus der Ich-Perspektive verfolgt. Das Romantasy-Buch besteht aus annähernd 400 Seiten, einem Prolog, 29 Kapiteln und einem Epilog. Dass das Werk aus 29 Kapiteln besteht, ist auf den ersten Blick leider nicht leicht zu erkennen, da die Kapitel zwar Titel, aber keine Nummerierung haben. Kein Problem, dann schaut man halt einfach ins Inhaltsverzeichnis und zählt die Kapitel ab. Jedoch sucht man auch ein Inhaltsverzeichnis hier völlig vergebens, weshalb ich das Buch durchblättern musste, um die Kapitel durchzuzählen. So umständlich war es selten, die Anzahl der Kapitel herauszufinden. Doch das war nur das erste verwirrte Kopfschütteln einer langen Periode.
Kommen wir aber zuerst einmal zur Protagonistin Ella Bowen. Zu Beginn der Geschichte ist sie ein 16-jähriges Mädchen, das sich selbst als eher pummelig bezeichnet. Sie hat kastanienbraune Haare, die sie aber bevorzugt schwarz tönt. An ihrem Gesicht sollen vor allem ihre kleine Nase, Sommersprossen und zu ihrem Leidwesen Pickel besonders auffällig sein. Wie der Name des ersten Kapitels „Gothic Girl“ schon andeutet, hat Ella einen sehr klaren Kleidungsstil mit einer dominierenden Farbe: schwarz. Schwarze Haare, schwarze Pullover mit Emo-Sprüchen wie „Darkness is my illumination“, zu Deutsch „Dunkelheit ist meine Erleuchtung“ und obendrein schwarzer Lippenstift. Nur das Gesicht schminkt sie sich ungesund weiß. Wenig überraschend, dass sie damit das Mobbingopfer ihrer Klasse ist, was durch die mangelnde Körperhygiene, da im maroden Haus keine Möglichkeit zum Duschen besteht, noch verstärkt wird. Auch wenn Ella dies verletzt und sie am liebsten in Ruhe gelassen wird, reagiert sie auf Anfeindungen doch erstaunlich bissig, was aber nicht unverständlich ist. Sie wirkt stets wie ein in die Ecke gedrängter Hund, der aus Notwehr zuschnappt. Trotz ihres sozial schwierigen Umfelds liegt ihr ein guter Schulabschluss sehr am Herzen. Sie ist fleißig und träumt von einem Stipendium, um Medizin studieren zu können, was zu ihrer sonst so misanthropischen und einzelgängerischen Haltung augenscheinlich nicht passen will. Außerdem liest sie leidenschaftlich gerne. Insgesamt ist Ella, bis auf ihre passiv aggressive Art, die sich aber mit der Zeit auswächst, ein angenehmer Charakter mit ausreichend Tiefgang. Das war also nicht das Problem, das ich mit diesem Buch hatte.
Womit ich vielmehr ein Problem hatte, war der männliche Protagonist Crys und Ellas Verhältnis zu ihm. In einem Romantasy-Roman nehme ich wohl nicht zu viel vorweg, wenn ich sage, dass sich zwischen den beiden Hauptfiguren eine Liebesgeschichte entwickelt. Crys entführt Ella, um sie als Haussklavin zu halten. Dabei wird sie verhältnismäßig gut behandelt. Sie hat ein eigenes Zimmer mit Bad, genügend Freizeit, darf sich fast auf dem gesamten Gelände aufhalten und hat Zugang zur Bibliothek, was ihr besonders zusagt, übrigens eine weitere Parallele zu „Die Schöne und das Biest“. Genauso wie Crys‘ Spitzname für Ella, der Bella lautet, wie eine Mischung aus Belle und Cinderella. Dass sich ein Mädchen in ihren Entführer verliebt, klingt schon unangenehm nach Stockholm-Syndrom. Verschlimmert wird dies aber, wenn man sich genau anschaut, warum sich Ella in Crys verliebt. Dafür gibt es nämlich nur einen Grund: er ist verdammt sexy und reich. An dieser Stellen werfe ich mal meine ‚Lieblingsphrasen‘ ein: „Automatisch fiel mein Blick auf seine muskulösen Arme und die breiten Brustpartien“ oder auf sein „anbetungswürdiges Sixpack“. Sie fragt sich Dinge wie „Wie kann jemand so abgrundtief Schlechtes so perfekt aussehen?“ oder „Wie es wohl war, von ihm geküsst zu werden?“. „Reich und schön. […] Einmal mehr erlag ich seiner unwiderstehlichen Anziehungskraft.“ Beim Anblick seiner Freunde denkt sie: „Das waren nicht nur irgendwelche Männer. Das waren Prachtstücke!“ Damit bekommt Ella den nun von mir eingeführten Titel „Miss feuchtes Höschen 2021“ verliehen. Ihre Begegnungen mit Crys bestehen immer nur aus Anschmachten und Geiern. Viel mehr hat Crys auch nicht zu bieten, denn er behandelt Ella anfangs wie Dreck. Er beleidigt oder bedroht sie mit Sätzen wie „,Schwing dein fettes Hinterteil endlich hierher‘“, „,Wenn auch nur ein winzig kleines bisschen Hoffnung bestände, dass du mal dein Hirn einsetzt, würde ich dich windelweich prügeln.‘“, oder „,Vielleicht werde ich dich einmal ficken.‘“ Zu allem Überfluss ist er ihr gegenüber wiederholt gewalttätig: „Keinen Wimpernschlag später hatte er meine Kehle gepackt und drückte mich gegen die Wand“, oder „Er schüttelte mich, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen“, oder auch „Mit einer Hand packte er die Haare in meinem Nacken und riss sie nach hinten, sodass mein Schädel schmerzhaft gegen die Wand stieß“. Das ist aber nicht weiter schlimm, schließlich zirkuliert das Blut bei Ella vorwiegend zwischen den Beinen, sodass sie die Vorfälle wohl wieder gekonnt vergisst: „doch er hatte mir nie wehgetan!“ Bei so viel Blödsinn fehlen mir jetzt die Worte.
Um das Ganze kurz auf den Punkt zu bringen: Crys ist ein unausstehliches Ekelpaket, häusliche Gewalt wird nahezu verherrlicht und die Beziehung der beiden beginnt unfassbar toxisch, auch wenn dies im Verlauf abflacht. Mit gesundem Menschenverstand hätte sich keine Frau der Welt in ihn verliebt, ganz unabhängig davon, was für ein heißer Kerl er ist. Ella und Crys haben überhaupt keine Chemie, die über die stumpfe Erotik hinausgeht. Wer also nach einer tiefgreifenden Romanze sucht, sucht hier vergebens. Dies ist auch eines der Hauptprobleme an „Räuberherz“: Es wird als Märchenadaption von „Die Schöne und das Biest“ verkauft, entpuppt sich dann jedoch als ,Das sabbernde Mauerblümchen und der sexy Bad Guy‘. Die Moral aus dem ursprünglichen Märchen geht dabei verloren, nämlich dass man wahre Schönheit im Inneren eines Menschen findet, und sich nicht von der Optik täuschen lassen sollte.
Leider war es das noch nicht mit Problemen, die das Buch zu bieten hat. Es gibt auch noch ein paar inhaltliche Fehler, die erneut für verwirrtes Kopfschütteln gesorgt haben. Da wäre beispielsweise das Kapitel „Das Geheimnis der Tiere“, in dem Ella feststellt: „Morgen musste der erste Advent sein. Advent.“ Ja. Advent, Advent, die Autorin pennt, spielt das Buch doch irgendwo in den USA, wo Ella auch aufgewachsen ist. Natürlich gibt es in den USA auch die Vorweihnachtszeit, in der Plätzchen gebacken und das Haus geschmückt werden. Das Konzept des Advents mit den vier Sonntagen und Kerzenkranz gibt es dort jedoch nicht. Nur Familien mit deutschen Wurzeln, die Traditionen bewusst weiterleben, feiern den Advent, wie wir ihn verstehen. Hinweise auf deutsche Wurzeln bietet der Nachname Bowen jedoch eher nicht. Solche Fehler resultieren daraus, dass man als deutsche Autorin den Handlungsort in die USA verlegt, um einen möglichst schicken internationalen Flair zu generieren, um dann gedankenverloren deutsche Konventionen und Gepflogenheiten mit einzubinden. Aber auch der Satz „Diese leuchtenden eisblauen Pupillen waren wirklich faszinierend.“, hat mich ordentlich zum Lachen gebracht. Das geiernde Anschmachten um Crys und seine blauen Augen, die mehrfach Erwähnung finden, ist insofern witzig, dass auch jeder Arzt blaue Pupillen äußerst faszinierend fände, weil sie nämlich kein Mensch der Welt besitzt. Was eigentlich gemeint ist, ist die Iris, die bei jedem Menschen eine individuelle Farbe hat. Die Pupille dagegen ist das Loch, durch das das Licht auf die Netzhaut fällt, und die ist bei jedem schwarz, oder bei Blitzlichtfotos rot. Die Verwechslung zwischen Iris und Pupille ist übrigens ein Fehler, den ich auch schon bei „Clockwork Prince“ von Cassandra Clare entdeckt habe.
Nachdem ich mir vor lauter Kopfschütteln schon fast den Hals gebrochen habe, möchte ich aber noch einmal kurz betonen, was mir an „Räuberherz“ gefallen hat. Einerseits wären da Arthur und James, die Haustiere, die man gewissermaßen als Sidekicks bezeichnen kann. Andererseits mochte ich den Schreibstil, der locker und flüssig war, zumindest abseits von den uninspiriert kitschigen Schwärmereien. Gepaart mit dem gut gewählten Tempo und den düsteren Geheimnissen der Villa sorgte er für einen Spannungsbogen, durch den ich das Buch, trotz Schwächen, recht zügig beendet habe. Die Sprache dagegen war manchmal derb, plump und vulgär, weshalb diese weniger punkten konnte.
Das Ende hat „Räuberherz“ dann sozusagen den Todesstoß versetzt. Es ist zwar durchaus spannend. Nicht alle Figuren überleben das brutale und actionreiche Finale. Jedoch entbehrt die Art und Weise, wie Konflikte gelöst werden jeder Logik. Um nicht zu spoilern, bleibe ich gezielt vage, aber die Argumente für spezielle Ausnahmefälle sind mehr als löchrig, und werfen Zweifelsfälle und neue Gegenfragen auf, auf die im Epilog maximal noch rosa Zuckerguss gegeben wird.
Wenn einem eine Märchenadaption versprochen wird, welcher die absolute Quintessenz fehlt, wird man wohl grundsätzlich eher enttäuscht sein. Ohnehin verspricht der Klappentext der Leserschaft eine ganz andere Geschichte, als sich letztendlich herausCRYStallisiert. Sorry, der musste sein! „Räuberherz“ von Julianna Grohe konnte in den meisten Punkten leider nicht überzeugen. Vor allem der Romantisierung einer toxischen und gewalttätigen Beziehung, die nur auf oberflächlichen Schwärmereien mit Einbezug von Sabber basiert, mangelt es völlig an Charme. Aber auch die inhaltlichen Fehler und das schlecht zusammengezimmerte Ende tragen ordentlich zu einer ernüchternden Wertung bei. Hinzu kommen, zugegebenermaßen, ein paar Kleinigkeiten wie die plumpen Schimpfworte. Da können der solide Spannungsbogen, eine meist angenehme Protagonistin und die Sidekicks nur noch Schadensbegrenzung leisten. Deswegen kann ich dem Romantasy-Werk aus dem Jahr 2017 nur zwei von fünf Federn geben. Man sollte ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen. Das gilt, wie hier erkennbar, in beide Richtungen. Vorerst werde ich wohl keine Bücher von Grohe mehr lesen.
- Sophie Cousens
Alles beginnt mit dir und mir
(54)Aktuelle Rezension von: kisacaeinsteinIch mag die Bücher der Autorin sehr. Und das ist erst das zweite Buch, das ich von ihr lese.
Die Geschichte ist romantisch, aber auch sehr humorvoll geschrieben. An einigen Stellen musste ich herzhaft lachen. Ich hab die Protagonist:innen und Nebencharaktere sehr gemocht. Definitiv lese ich noch weitere Bücher der Autorin. - Kristin Harmel
Heute fängt der Himmel an
(95)Aktuelle Rezension von: blaues-herzblattDas war nicht mein erstes Buch der Autorin Kristin Harmel und daher war ich wie erwartet wieder sehr begeistert von der Art und Weise wie die Autorin es immer wieder schafft historische Ereignisse, verschiedene Zeitebenen und Liebes- sowie Lebensgeschichten so stimmig miteinander zu verbinden.
Eine junge Journalistin stößt, kurz nach dem Tod ihrer Großmutter, auf ein geheimnisvolles Bild und weitere Nachforschungen befördern lang verborgene Geschichten zu Tage.
Es gibt zwei Zeitebenen, zum einen eine aktuelle, in welcher der Leser Emily begleitet, die mehr über das Bild herausfinden will, auf der anderen Seite eine Perspektive, die in der Vergangenheit liegt und die eine Liebesgeschichte beleuchtet. Diese beiden Sichtweisen ergänzen sich wunderbar und interagieren auf eine liebevolle Art miteinander.
Ich habe alles daran geliebt und bin nur so durch die Seiten geflogen um an Emilys Seite zu erfahren, was es mit dem Bild auf sich hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Figuren lebendig erzählt und die historischen Ereignisse sehr interessant und immer wieder lehrreich in die Geschichte eingeflochten. Auch hier konnte ich viele Fakten mitnehmen, die mir vorher nicht geläufig waren und mich zu Beginn sehr geschockt haben.
Für mich eine wundervoll tiefgründige Geschichte, die ich nur wärmstens empfehlen kann und die ein Bewusstsein für die Tragweite vergangener Ereignisse schafft und wie sehr diese noch Jahrzehnte später aktuell bleiben und sich weiter einschreiben.
- Sara Raasch
Snow Like Ashes
(28)Aktuelle Rezension von: EmkeysevenINAHLT
Angra, der König von Spring, hat vor Jahren seine Macht genutzt, um das Königreich Winter anzugreifen. Sehr viele sind gestorben. Der Rest ist eingesperrt und muss für Spring arbeiten. Nur 25 sind damals entkommen, von denen nach sechzehn Jahren nur noch acht übrig sind.
Sie sind die letzte Hoffnung von Winter.
Eine der Überlebenden ist Meira, die nur zu gern für Winter kämpfen würde und heimlich in Mather verliebt ist, den Erben von Winter. Mather ist der Sohn von der verstorbenen Königin von Winter, doch da er nicht weiblich ist, kann er das Conduit des Reiches, die Magie, auf die nur Frauen der königlichen Linie zugreifen können, nicht benutzen und ist somit nutzlos.
Zudem hat Angra das Medaillon, das das Conduit darstellte, zerstört und versteckt.
Immer wieder versuchen Sir und andere der acht Verbliebenen - abgesehen von Meira, die nie mitdarf - die beiden Medaillon-Hälften zu finden und zu vereinen. Sie erfahren von der Position einer Hälfte und Meira schafft es, Sir davon zu überzeugen, dass sie bereit ist. Endlich kann sie wirklich für ihr Land kämpfen, für ihr Land und für ihren König, mit dem sie niemals zusammen sein kann.
Doch dieser Ausflug hat seine Konsequenzen und Meira wird in einen Strudel aus böser Magie und Intrigen gezogen...
MEINUNG
Cover
Dieses runde Ding auf dem habe ich erst verstanden, als ich nachgesehen habe, was ein Chakram ist. Es wurde im Buch immer und immer wieder erwähnt, denn es ist Meiras Lieblingswaffe, die sie am Liebsten immer mit sich rumträgt. Das ist clever gewählt, da es ja zwei Löcher hat, wo die beiden Jahreszeiten-Königreiche, die in diesem Band eine Rolle spielen, abgebildet sind. Ich mag das Cover wirklich sehr ^^
Protagonisten Meira ist sehr mutig und zielstrebig, und ich fand sie wirklich ziemlich sympathisch. sie setzt sich oft durch und reagiert meist schlagfertig auf neue Situationen. Das aber oft sehr unbedacht, womit sie sich immer wieder in Gefahr bringt. Sie ist auch sehr clever, aber meistens handelt sie einfach zu impulsiv. Ihr liegt viel an Winter und an ihren Freunden. Sie fasst schnell Vertrauen, was gefährlich ist, wenn man einen so starken Feind hat. Sie ist loyal und tut alles, um ihre Lieben zu beschützen, auch wenn es sie selbst in Gefahr bringt.
Mather ist nicht annähernd so präsent wie Meira, spielt aber eine größere Rolle (klar, er ist der König) und taucht auch öfter auf. Er ist eigentlich ziemlich durchschnittlich, für einen Buchcharakter jedenfalls. Er ist nett, er macht sich Sorgen ohne Ende, schließlich ist sein Königreich zerstört worden, und er kann nichts tun. Er wirkte durch seine Hoffnungslosigkeit noch machtloser und schwächer als er sein sollte. Auch wenn er das Conduit nicht nutzen kann, kann er König werden. Und zudem ist er die einzige Hoffnung von Winter, er sollte zumindest so tun, als sei er stark.
Die "Liebesgeschichte" zwischen den beiden fand ich ehrlich gesagt ziemlich langweilig. Es kann einfach nicht sein, denn er ist der König und sie ist ihm nicht würdig und so weiter. Das kannte man ja noch gar nicht.
Andere Charaktere Es gab einige Charaktere, da man in diesem Buch relativ viel unterwegs war und es überall andere Leute gab. In Rania Plains nördlich der Jahreszeiten-Königreiche waren sie am Anfang, dort ist das Camp der überlebenden Winterianer gewesen. Auch in Spring war man natürlich und im Mittelteil noch nördlicher als Rania Plains in Cordell, das zu den Rhythm-Königreichen zählt.
In Cordell traf man zum Beispiel Prinz Theron (warum man den traf, will ich nicht sagen, um nicht zu spoilern). Den mochte ich schon, denn er war sympathisch und schlau, und eigentlich, wenn ich darüber nachdenke, hat Mather eigentlich keine Eigenschaft, die ihn mir unsympathischer macht als den anderen Prinzen, aber Theron mochte ich trotzdem lieber ^^
In Spring lernte man Nessa kennen, die durch ihre Hoffnung so naiv wirkt, dadurch hat man Mitleid mit ihr und mag sie einfach.
Handlung
Ich glaube, das mit den Jahreszeiten-Königreichen habe ich nicht ganz verstanden. In Winter ist immer Winter, aber in den anderen Dreien, Spring, Autumn und Summer, folgen die vier Jahreszeiten ganz normal aufeinander? Ich meine, es hätte eine Zeile in diesem Buch gegeben, in der das gesagt wurde. Aber vielleicht verwechsele ich auch etwas, und es waren eigentlich die Rhythm--Königreiche gemeint? Ich weiß es nicht. Und ich denke auch nicht, dass ich diese Zeile finden könnte, wenn ich sie suchen würde.
Ansonsten fand ich das Buch ziemlich spannend. Ich konnte eigentlich nichts vorhersehen und dadurch wurde ich immer wieder überrascht ^^ Dazu waren die Ideen wirklich gut, und die Geheimnisse, die die Autorin für sich behielt, waren gut gewählt, also kamen die Wendungen ziemlich überraschend, aber nicht aus der Luft gegriffen und seltsam, sondern waren gut eingebaut.
FAZIT:
Insgesamt gefiel mir Snow Like Ashes wirklich gut, es war spannend, hatte eine starke und heldenhafte Protagonistin und das offene Ende mit bösem Cliffhanger macht sehr neugierig auf Band zwei! - Cressida McLaughlin
Wenn die Liebe Anker wirft
(33)Aktuelle Rezension von: LesemoneDie Geschichte an sich hat mir gut gefallen, die Autorin hat ein sehr schönes Setting gewählt. Auch Summers Bedenken und Ängste, das Bootscafe ihrer Mutter zu übernehmen und zurück nach Willowbeck zu ziehen, waren verständlich und man konnte sich in ihre Situation gut hineindenken. Auch das Flair am Wasser mit den Booten kam gut rüber. Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Bei mir kam jedoch das Gefühl auf, dass die Autorin so viele Ideen hatte, was alles in das Buch rein muss, dass sie sich wohl nicht entscheiden konnte und alles in einer Geschichte verarbeitet hat. Es passiert hier so wahnsinnig viel, dass man teilweise gar nicht mehr mitkommt. Das hätte das Buch überhaupt nicht nötig gehabt. Der Eindruck wurde noch verstärkt, da die Zwischenkapitel mit Band 1, Band 2 usw. betitelt waren. Waren das mal kleinere Bücher die in einem zusammengefasst wurden? An sich hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen, auch die Freundschaft zwischen Mason und Summer war schön gestaltet, aber hier wäre etwas weniger mehr gewesen! - Sabine Schulter
Pro und Contra. Mein Licht in deiner Dunkelheit
(57)Aktuelle Rezension von: Nora4Die Grundidee ist top und auch etwas neues, denke ich. Zumindest habe ich bis jetzt noch kein ähnliches Buch gesehen oder gelesen, was mit mangelndem Storm oder so zu tun hat. Ein wirklich spannendes Konzept, das auch sehr gut umgesetzt wurde. Die Erklärungen waren simpel erzählt und machten doch genug Sinn und die Storyline war spannend erzählt.
Der sowohl grösste Pluspunkt für mich aber auch gleichzeitig die grösste Schwäche des Ganzen, ist, dass das Buch ein Einzelband ist.
Erst mal ein Kompliment an die Autorin eine komplette Welt in ein Buch zu packen. Das kriegt nicht jeder hin (gerade bei Dystopien, ich kenne dort wirklich nicht so viele Einzelbände).
Jedoch ging trotz des guten Gesamtpackets für mich einiges an Details verloren, die definitiv ausgebaut hätten werden können. Es wurde dadurch nicht unverständlich aber gefehlt hat mir trotzdem etwas: Dazu zählen die genauere Erklärung, was Thor und Kotou denn nun genau machen. Der eine ist Stromschmuggler und der andere ein Spieler, aber viel mehr wird auch nicht erklärt. Die Vergangenheit von Summer und Kayden ist ebenfalls nicht sehr gut aufgebaut und wird auch erst sehr spät erzählt. Generell frage ich mich wie auch ihr Freundeskreis an solche Leute geriet, wie Thor zum Beispiel. Nicht alle wurden doch einfach von ihren Eltern ausgesetzt?
Das Ende ist zwar abgeschlossen und für mich auch zufriedenstellend, aber dann ebenfalls etwas zu kurz ausgebaut. Es wird nur noch im Epilog erzählt, was passiert, nachdem sie die Kristalle gefunden haben und davon der Öffentlichkeit berichteten.
Die Charaktere sind an sich gut ausgebaut, auch wenn hier wie vorher schon erwähnt, ihre Vorgeschichte ziemlich ausgelassen wird. Einzig Summer fand ich etwas nervig zwischendurch (und etwas seltener auch Glenn). Summer bezeichnet sich selbst sogar als weinerlich, aber sie ist wirklich manchmal etwas zu weinerlich, was etwas störend war. Gut, ich sollte vielleicht nicht zu viel bewerten, vielleicht wäre ich auch so, wenn ich mein Leben lang Schmerzen gelitten hätte, aber sogar zusammen mit Kayden war sie noch manchmal noch so. Ich finde es zwar klasse, dass Charaktere Fehler haben, denn das gehört ja auch zu einem guten Charakter dazu, aber man kann ja versuchen, diese zu verbessern.
Zusammenfassend kann ich jedoch sagen, dass es definitiv kein schlechtes Buch ist. Es gibt einige Aspekte, die etwas Verbesserung benötigt hätten, aber das schadet den Gesamteindruck zum Glück nicht so sehr, womit das Buch immer noch eine klare Empfehlung bleibt. Ich gebe dem Buch deshalb vier wohlverdiente Sterne.
- Stephanie Perkins
Lola and the Boy Next Door
(78)Aktuelle Rezension von: heart-for-booksKlappentext
Lolas Leben ist nicht nur außergewöhnlich, sondern auch ziemlich toll: Sie lebt mit ihren zwei Vätern in San Francisco, zieht jeden Tag ein anderes ausgeflipptes Outfit an und hat einen coolen Rockmusiker als Freund! Doch als auf einmal ihre ehemaligen Nachbarn nach zwei Jahren Abwesenheit wieder in das Haus nebenan ziehen, steht ihre Welt Kopf. Denn nicht nur hat ihr Calliope damals die Freundschaft gekündigt, sondern vor allem ist deren Zwillingsbruder Cricket der Junge, der Lola vor zwei Jahren das Herz gebrochen hat …
Meinung
Lola and the Boy Next Door ist eine gute Weiterführung von Anna and the French Kiss und meiner Meinung nach weit authentischer als sein Vorgänger. Lola liebt es sich zu verkleiden. Sie wirkt sehr natürlich, denn sie hat auch einige Probleme, wie ihre komplizierten Väter und eine psychisch labile Mutter. Sie ist mit einem älteren Musiker zusammen, der sie nicht gerade gut behandelt und sie nicht unbedingt ernst nimmt.
Als Lola noch ein Kind war, war sie gut mit ihren Nachbarzwillingen befreundet. Als Calliope anfängt Eiskunst zu laufen, ist sie Lolas größtes Vorbild. Cricket war einfach immer der süße Junge von nebenan, der immer hilfsbereit und freundlich zu ihrer Seite steht. Das ändert sich aber schnell, als Calliope nichts mehr mit Lola zu tun haben möchte, denn auch ihr Zwillingsbruder muss mitmachen. Als sie älter werden wird Calliope immer besser in ihrem Sport und immer wichtiger für ihre Familie. Cricket bekommt nicht die Beachtung die er verdient und freundet sich wieder mit Lola an. Lola verliebt sich in ihn und er verletzt sie. (-so viel zur Vorgeschichte. Im Buch wird sie genauer erläutert)
Hier übertreibt Lola meiner Meinung nach sehr. Sie weint und erzählt ihrer Freundin, Cricket hätte ihr das Herz gebrochen. Die Geschichte fängt also an einem überspitzten Punkt an und baut darauf auf. Das hätte auch anders gehen können!
Auch Anna und Etienne kommen wieder vor, was mich sehr begeistert hat! Beide wirken auch mich jedoch etwas verändert vom Charakter, was jedoch nicht wirklich problematisch ist, da die Hauptcharaktere ja Lola und Cricket sind.
Insgesamt mag ich viele Personen aus dem Buch nicht, wie Lolas älteren Freund oder die Familie von Cricket. Alles ist, wie schon vorher erwähnt, sehr übertrieben dargestellt.
Die ganze Liebesgeschichte zieht sich auch sehr in die Länge und da sich ja schnell vermuten lässt, wie das Buch ausgeht etwas langweilig. Interessant ist aber über ein Mädchen zu lesen, dass ihren eigenen Kopf und eigene Interessen hat. Auch dass sie zwei Väter hat begeistert mich und der Schauplatz der Geschichte ist sehr schön.
Insgesamt kann ich wieder nur allen empfehlen das Buch zu lesen, die Lust haben auf eine leichte und nette Geschichte, die einen trotzdem fesseln kann. Meiner Meinung nach das perfekte Buch für den Sommer! Man kann es übrigens auch gut lesen, ohne vorher Anna and the French Kiss gelesen zu haben! - Kody Keplinger
Lemon Summer
(93)Aktuelle Rezension von: conziiiiiiiIch habe das Buch in einem Atemzug durchgelesen und wurde zu Tränen gerührt. Für mich hat das Buch einen tollen, klaren und lockeren Schreibstil und ist sehr emotional. Ich habe mitgefiebert und -gelitten. Kody Keplingers Bücher haben mich bisher noch nie enttäuscht. Ich kann es jedem klar empfehlen.























