Bücher mit dem Tag "syrien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "syrien" gekennzeichnet haben.

314 Bücher

  1. Cover des Buches Erbarmen (ISBN: 9783423212625)
    Jussi Adler-Olsen

    Erbarmen

     (4.176)
    Aktuelle Rezension von: ViBre

    Meinung

     

    „Erbarmen“ ist der erste Band der Carl-Morck-Reihe von Jussi Adler-Olsen. Obwohl die Reihe so bekannt ist, hatte ich sie bis jetzt nicht gelesen. Aber nachdem die Bücher nun neue Cover bekommen haben, konnte auch ich nicht mehr nein sagen.
    Ich bin gut in den Thriller reingekommen und war direkt von dem spannenden und flüssigen Schreibstil begeistert.
    Der Autor konnte mich direkt in seinen Bann ziehen und der Spannungsbogen war ab dem ersten Kapitel vorhanden und hat zum Glück auch nicht nachgelassen.
    Da ich nur so durch die Seiten geflogen bin, wollte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.
    Ebenfalls haben mir die beiden Erzählweisen gefallen. Einmal liest man aus der Sicht der Politikerin Merete, welcher in der Vergangenheit ist und einmal in der Gegenwart von Carl.
    Auch wenn mir ein wenig die Gänsehautmomente, oder Thriller Elemente gefehlt haben, hatte ich das Buch in kürzester Zeit beendet.
    Auch der Protagonist Carl hat mich überzeugen können.
    Ein super Typ mit guten Charakterzügen und doch ehr einfach gestrickt.
    Er hat mir irgendwie gefallen, auch wenn er etwas unnahbar war. Aber ich werde ihn sicherlich in den weiteren Bänden besser kennenlernen.

    Fazit:

     

    Ein gelungener Auftakt. Sehr spannend und vielversprechend.

    Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.

  2. Cover des Buches PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen (ISBN: 9783955206789)
    Matthias Jösch

    PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Uwes-Leselounge

    Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen. 

    Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?

    Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...

    Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.

    Ich kann das Buch nur empfehlen!

  3. Cover des Buches Zorn und Morgenröte (ISBN: 9783846600641)
    Renée Ahdieh

    Zorn und Morgenröte

     (921)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Chalid ist ein gefürchteter Kalif. Jeden Tag sucht sich der junge Herrscher eine Braut zu heiraten, jeden Morgen wird sie direkt nach der Hochzeitsnacht hingerichtet. Auch Shahrzads beste Freundin gehört zu den Opfern und nun will Shahrzad nur noch eins: Rache. Also meldet sie sich freiwillig als Braut mit dem Ziel, zu überleben und den Kalifen umzubringen. Während der Morgenröte beginnt sie eine Geschichte zu erzählen, die ihr einen Tag Aufschub gewährt. Und während weiterer Tage und Nächte des Geschichtenerzählens muss Shahrzad bald erkennen, das Chalid nicht der Tyrann ist, den ihn alle halten.

     

    So bezaubernd und interessant der Klapptext auch klang, so sehr hat mich das Buch aber auch gleichermaßen mit eintausend Fragezeichen zurückgelassen, weil ich die ganzen Geschehnisse und Handlungen so schwer zu verstehen fand.

    Shahrzad geht als freiwillige Braut zu Chalid, um ihre beste Freundin zu rächen und riskiert dabei auch, selbst umgebracht zu werden – so weit so gut. Ihr gesamter Plan beruht auf dem Grundgerüst, dass Chalid darauf hofft, dass sie die Geschichte weitererzählt und sie weiter am leben lässt. Gewagt, aber okay, manchmal muss man Risiken eingehen (wobei das ja schon wirklich ein großes Risiko war).

    Aber alles weitere rast auf einmal in einem wahnsinnigen Tempo an einem vorbei. Shahrzad lebt sich relativ schnell im Palast und ihrer Rolle als Kalifin ein, auch das Verhältnis zwischen ihr und Chalid scheint sich innerhalb eines Wimpernschlages zu entwickeln und so richtig konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, auf welcher Grundlage diese Beziehung zustande kommt.

     

    Währenddessen gibt es auch immer wieder Kapitel aus der Sicht von Tarik, einem Jugendfreund von Shahrzad, der es sich zum Ziel gesetzt hat, sie zu retten und dabei mal offenbar das ganze Königreich stürzen will. Die Schritte, die er dabei in die Wege leitet, fand ich ziemlich verwirrend und sie beruhen in gewisser Weise offenbar – wenn ich mich nicht verlesen habe – darauf, einige abtrünnige Leute auf seine Seite zu ziehen und Shahrzads Vater dazu zu bringen, irgendeine Form von Magie auszuüben. Ob ich das so richtig verstanden habe? Ich weiß es nicht um ehrlich zu sein. Alles geht in einem unglaublich schnellen Tempo voran und man hat nie so richtig Zeit, das Gelesene sacken zu lassen und zu verarbeiten.

     

    Der Schreibstil ist sehr bildlich und poetisch gehalten, die Beschreibungen erinnern an ein Setting aus 1001 Nacht und ich hatte ein paar mal kurz den Eindruck, dass man sich auch inhaltlich ein wenig daran orientiert hat.

    Das Buch endet mit einem Cliffhänger, der einen als Leser zwar überrascht aber jetzt aber auch nicht wirklich umhaut.

     

    Insgesamt kann ich daher nur sagen, dass mich das Buch jetzt nicht unbedingt wirklich überzeugt. Da ich aber den zweiten Band schon hier liegen habe, werde ich dem jetzt auch nochmal eine Chance geben. Vielleicht wird’s ja besser.

  4. Cover des Buches Sprichst du Schokolade? (ISBN: 9783845827353)
    Cas Lester

    Sprichst du Schokolade?

     (83)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    Handlung: "Sprichst du Schokolade" ist eine Geschichte über eine besondere Freundschaft, die Grenzen wie Sprache, Kultur und Herkunft überwindet. Die Autorin vereint dabei auf warmherzige Art und Weise schwierige Themen wie Verlust, Legasthenie, Flucht, Integration oder Identität und baut diese kindgerecht in eine zuckersüße Story ein, die beim Lesen auf der Zunge zergeht wie Schokoladen-Lokum. Dadurch, dass die Zielgruppe auf Mädchen ab 10 Jahren angelegt ist, lässt die Tiefe der Auseinandersetzung mit den Themen natürlich zu wünschen übrig. Aufgrund der tollen Message, die dazu anregt, einfach aufeinander zuzugehen und Barrieren zu überwinden, würde ich die Geschichte aber dennoch als ansprechend für jüngere und ältere LeserInnen einstufen.


    Schreibstil: Cas Lester hat 51 sehr kurze Kapitel gewählt, um die Geschichte von Josie und Nadima zu erzählen. Dabei trifft sie sehr genau den Ton ihrer jungen Protagonisten, und beschreibt deren Gedanken, Gefühle und Befürchtungen sehr einfühlsam. Zwar kann man an der Art, wie die Autorin die Mädchen all ihre Probleme pädagogisch wertvoll lösen lässt, eine starke Pädagogisierung ankreiden, ich halte die Handlung aber dennoch für sehr realistisch, aktuell und nicht weit hergeholt. Sehr ansprechend ist auch der spritzige Humor, mit dem die Autorin ihre Heldinnen in das ein oder andere Fettnäpfchen treten lässt.


    Figuren: Erzählt wird die Geschichte von der 12jährigen Josephine, die mit ihrer temperamentvollen, ungestümen Art manchmal über das Ziel hinausschießt und des Öfteren in der Schule in Schwierigkeiten gerät. Durch ihre ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ihre Offenherzigkeit wächst sie einem aber sofort ans Herz und bietet eine gute Identifikationsfigur für junge Leserinnen. Gut gefallen hat mir auch die Darstellung ihrer Legasthenie, die sie mit verschiedenen Strategien zu verbergen versucht, die aber schlichtweg einfach zu ihr gehört. Auch Nadima hat eine sehr einnehmende Art und auch wenn sie selbst nicht besonders viel von sich erzählt, hat mich ihre Geschichte sehr bewegt. Das heimliche Highlight der Geschichte waren für mich aber Josies Brüder Matt, Nick und Dan, die den Laden bei ihr Zuhause ordentlich aufmischen und für den ein oder anderen Lacher sorgen.


    Gestaltung: Zum Schluss meiner kurzen Rezension will ich noch einige Worte zur Gestaltung sagen. Das Cover wird von einer wunderschönen Coverillustration von Kate Forrester geschmückt und auch im Buch selbst finden sich einige kleine Zeichnungen. Zusammen mit der sehr großen Schrift wird das Schriftbild dadurch aufgelockert, sodass auch junge LeserInnen die Geschichte zügig durchlesen können. Positiv hervorheben möchte ich auch die drei Koch- und Backrezepte, die im Buch vorkommen und am Ende mit Zutaten und Tipps für die Zubereitung angefügt sind. Hier hat der Verlag wirklich einen guten Job geleistet.



    Die Zitate:

    "Da standen wir und futterten die Süßigkeiten, die wir uns gegenseitig geschenkt hatten, und in diesem Moment wusste ich, dass wir Freundinnen werden würden, auch wenn keine von uns ein Wort von dem verstand, was die andere sagte."
    "Und sie fing an zu erzählen, wie es gewesen war, in Syrien mitten im Krieg zu leben. Der Krieg, den wir nur aus den Nachrichten kennen, während wir sicher in unseren Wohnzimmern sitzen. Der Krieg, der Hunderte von Meilen entfernt ist und uns nichts ausmacht. Der Krieg, der viele Menschen getötet hat - Mütter und Väter, Brüder und Schwestern, Tanten und Onkels, Cousins und Kleinkinder und Babys. Der Krieg, der uns nicht mehr schockiert. Genau der."
    "Wenn man ihre Familie beobachtete, wie sie feierten und lachten und dabei so glücklich aussahen, hätte man nie erraten, was sie durchgemacht haben. Nicht nur zu Hause in Syrien, sondern auch auf der erschreckenden Reise, zu der sie aufgebrochen waren, um hierher zu kommen. Ganz zu schweigen davon, dass sie ein neues Leben beginnen mussten in einem Land, in dem sie niemanden kannten und dessen Sprache sie nicht sprachen. Mir wurde bewusst, wie stark sie alle waren. Ich war stolz auf Nadima und stolz darauf, ihre Freundin zu sein."
    "In meiner Klasse haben sich in der siebten Klasse sämtliche Mädchen untereinander zerstritten", sagte Matt. "Niemand hat mehr mit irgendjemandem gesprochen, und man brauchte einen Bachelor in Diplomatie, um die Pause zu überstehen. Ich glaube, sie haben erst in der Zehnten wieder miteinander geredet." "Das muss eine herrliche Ruhe gewesen sein", sagte Dan. "Himmlisch", meinte Matt grinsend. "Mädchen!" Nick verdrehte die Augen. "Die giftigste Lebensform auf dem Planeten Erde."


    Das Urteil:

    "Sprichst du Schokolade" ist eine zuckersüße, herzerwärmende Geschichte über Freundschaft, Identität und Integration, die sich dafür stark macht, Grenzen zu überwinden und aufeinander zuzugehen. Von mir gibt´s eine klare Leseempfehlungen für LeserInnen allen Alters!

  5. Cover des Buches Auf der Flucht (ISBN: 9783218009898)
    Karim El-Gawhary

    Auf der Flucht

     (36)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    Inhalt:
    Karim El-Gawhary und Mathilde Schwabeneder haben für ihr Buch verschiedene Fluchtgeschichten zusammengetragen und erzählen in 'Auf der Flucht' von der politischen Situation in und Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Sudan, Gambia, Somalia und Nigeria. Dabei erklären sie Hintergründe, sprechen die Folgen von Krieg und Bürgerkrieg an (vor allem in Bezug auf Syrien) und vermitteln Wissen über Schlepper (Organisationen, Strategien etc.).

    Mein Eindruck:
    Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich letztes Jahr eine Diskussionsrunde verfolgt, an der unter anderem Karim El-Gawhary teilnahm. Schon bei diesem Gespräch war ich beeindruckt von seiner Art zu erzählen, bewegt von seinen Schilderungen und gespannt auf sein Buch. Nun habe ich 'Auf der Flucht' gelesen und bin sehr begeistert von seinen und Mathilde Schwabeneders Reportagen.

    Das Buch ist sehr informativ und von der ersten Seite an bewegend. Die Einblicke in die politische Situation in verschiedenen afrikanischen und (vorder-) asiatischen Ländern waren sehr gut auf den Punkt gebracht, so dass ein Leser, der sich noch nicht mit der jeweiligen Region befasst hat, einen guten Überblick zu Geschichte, Politik und Leben im Land erhält.

    Die Reportagen sind detailreich geschrieben und fangen die jeweilige Stimmung im Land gut ein, informieren und bewegen den Leser durch die vielen persönlichen Schicksale, die näher beschrieben werden.

    Gefallen hat mir auch, dass die Autoren oft ihre Gedanken und Gefühle schildern sowie zeigen, wie man als Journalist mit Schilderungen extremer Gewalt und Traumatisierung umgehen kann (oder wie man bisweilen trotz jahrzehntelanger Erfahrungen nicht ohne Weiteres damit umgehen kann).

    Sehr gelungen fand ich auch den Lichtblick am Ende des Buches: die scheinbar endlose Hilfsbereitschaft der Einwohner des oberösterreichischen Dorfes Großraming.

    Mein Resümee:
    'Auf der Flucht' sollte jeder lesen, der mehr über Flüchtlinge, Schlepper und die politische Situation in verschiedenen Ländern wissen möchte. Vor allem sollte das Buch von denjenigen gelesen werden, die nicht verstehen, wieso Menschen ihre Heimat verlassen und nach Europa/Deutschland kommen, um ein neues Leben in Sicherheit und mit einer Aussicht auf eine positive Zukunftsperspektive zu beginnen.
  6. Cover des Buches Blutportale (ISBN: 9783426523407)
    Markus Heitz

    Blutportale

     (342)
    Aktuelle Rezension von: Magnus_Bane

    Das Buch ist wirklich großartig. Es gibt Magie, Action und jede Menge Gemetzel, aber nicht völlig zusammenhanglos. Spätestens am Ende versteht man wie alles zusammenhängt. Da kam dann auch noch eine Wendung, die ich niemals erwartet hätte. 

    Der Schreibstil ist flüssig, und lässt sich gut weglesen. Markus Heitz ist zurecht einer der bekanntesten Schriftsteller Deutschlands.

  7. Cover des Buches Das Geheimnis von Sittaford (ISBN: 9783104021751)
    Agatha Christie

    Das Geheimnis von Sittaford

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein ganz typischer Agatha-Christie-Krimi. Es ermitteln weder Miss Marple noch Hercule Poirot, ein übersinnliches Phänomen gibt Rätsel auf und eine scharfsinnige junge Frau will ihren Verlobten aus dem Gefängnis retten.

    Am Anfang steht wie so oft ein Mord: Captain Trevelyan, ein geiziger, alternder Junggeselle, wird tot aufgefunden. Die erbenden Verwandten scheinen allesamt ein Motiv zu haben – und fast alle zudem ein Alibi. Und dann ist da noch der merkwürdige Umstand, dass der Captain sein Herrenhaus im abgeschiedenen Sittaford während des Winters an eine Witwe und ihre Tochter vermietet und sich für kleines Geld in der nächstgelegenen Kleinstadt einquartiert hat.
    Inspektor Narracott versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Parallel ziehen Emily Trefusis, Verlobte des Hauptverdächtigen, und Charles Enderby, ein ambitionierter Journalist, Erkundigungen ein. Da die Anzahl von Dorfbewohnern und Familienmitgliedern nicht ganz klein ist, lässt sich dabei nur schwer miträtseln – ich hatte permanent den Eindruck, mindestens ein Drittel der Nebenfiguren nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.

    Als solide Krimiunterhaltung geht „Das Geheimnis von Sittaford“ schon durch, aber ganz zufrieden war ich mit dem Leseerlebnis dennoch nicht. Freundschaftliche Beziehungen schildert Christie routiniert, aber ihre Liebespaare wirken meist etwas hölzern (was natürlich auch der Zeit geschuldet sein kann – dieser Krimi ist zum Beispiel von 1931). Oft treten sie erst zum Finale in Erscheinung, hier ist die verliebte Emily jedoch Hauptfigur. Doch so oft sie auch über ihren Verlobten spricht – was sie an ihm findet, bleibt ihr Geheimnis.
    Die Auflösung war mal wieder unvorhersehbar, aber in sich logisch. Die große Anzahl von Nebenschauplätzen und falschen Fährten war mir allerdings etwas viel und ich vermisste die üblichen Ermittler. „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein schlechter Krimi, aber von der Queen of Crime gibt es doch viele bessere.

  8. Cover des Buches Während die Welt schlief (ISBN: 9783453427808)
    Susan Abulhawa

    Während die Welt schlief

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Manoik

    Die Art Gefühle und Empfindungen zu übermitteln beherrscht die Autorin hervorragend. Plötzlich erscheinen weder das Land noch die Leute als weit entfernte Fremde. Man erkennt Gemeinsamkeiten, trotz verschiedener Kulturen. Sorgen, Gedanken, Ängste. Gefühle die über jede Grenze hinwegreichen und geradezu ident erscheinen, unabhängig von Herkunft oder Religion. 

    Außerdem ist es oft schwer die Ungerechtigkeit, rohe Brutalität und Hoffnungslosigkeit, die mit Kriegen einhergehen, überbaupt zu begreifen. Die Autorin bringt Ansätze dieser Gefühle berührend nahe. 

  9. Cover des Buches Bring Down the Stars (ISBN: 9783736311282)
    Emma Scott

    Bring Down the Stars

     (679)
    Aktuelle Rezension von: ghaniyebooks

    𝓐𝓷𝓭 𝓲𝓷 𝓽𝓱𝓮 𝓯𝓪𝓭𝓲𝓷𝓰 𝓮𝓬𝓱𝓸

    𝓝𝓸𝓽𝓱𝓲𝓷𝓰 𝓻𝓮𝓶𝓪𝓲𝓷𝓼 𝓫𝓾𝓽 𝓽𝓱𝓮 𝓽𝓻𝓾𝓽𝓱

    𝓸𝓯 𝓶𝓮

    𝓽𝓱𝓪𝓽 𝓲𝓼 𝓽𝓱𝓮 𝓵𝓸𝓿𝓮

    𝓸𝓯 𝔂𝓸𝓾

    ~Ausschnitt, Westons Gedicht 'Bring Down The Stars' 

    .

    Ich habe es noch im März beendet, weiß nur nicht ganz, was ich davon halten soll..

    Auf einer Seite mag ich die Schreibweise, die Gedichte, die Charaktere (am meisten Wes😍 Ich mag ihn sogar lieber als die Protagonisten oder die anderen Charaktere😂) und die Geschichte selbst. Aber auf der anderen Seite bin ich traurig darüber, das mich das Buch nicht auf der ersten Seite gefangen hat (was mir bis jetzt noch nie geschehen ist, aber es gibt für alles ein erstes Mal🙈) 

    .

    Aber ein großer Pluspunkt geht an die Schreibweise von Emma Scott 💕 Zu erst war es ein bisschen seltsam, weil der Schreibstil anders war, als ich erwartet habe, aber ich bin durch die Seiten geflogen wie ein junger Vogel, der gerade gelernt hat zu fliegen und weil es so einfach ist, weiterhin mit den Flügeln schlägt.

    .

    Es ist ein Buch, was zwar kein Platz bei meinen Lieblingen finden wird, aber ein Buch, was ich spontan immer wieder lesen könnte. Auch wenn ich viele Tränen vergossen habe🤧 (Am meisten am Ende! Susanna Schober weiß Bescheid!)

    Übrigens habe ich sofort nachdem ich mit 'Bring Down The Stars' fertig war, 'Light Up The Sky' angefangen! Bis jetzt versenken mich die Zeilen in Tränen und Schmerz, aber ich hoffe auf ein Happyend!🥺

    .

    Ich wünsche euch noch einen schönen Tag💕

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    @ghaniyebooks 

    ~


  10. Cover des Buches Opfer 2117 (ISBN: 9783423219648)
    Jussi Adler-Olsen

    Opfer 2117

     (200)
    Aktuelle Rezension von: Langeweile

    Klappentext :

    Das Bild einer ertrunkenen Frau am Strand von Zypern geht um die Welt. Sie ist eine der zahlreichen Bootsflüchtlinge aus dem Nahen Osten. Assad  stellt entsetzt fest, dass er die Frau gut kannte. Mit einem Schlag kehren die Gespenster aus seiner Vergangenheit zurück.


    Ich kenne schon einige Bücher dieser Reihe und habe Assad, obwohl  er eigentlich immer eine untergeordnete Rolle spielte, in mein Herz geschlossen. In diesem Teil nun steht er im Fokus.Es ist schon erstaunlich,dass seine Kollegen,trotzdem sie schon lange mit ihm zusammenarbeiten,so gut wie nichts über ihn und sein bisheriges Leben wissen.Das ändert sich in diesem Buch grundlegend.

    Eingebettet in die sehr persönliche Geschichte von Assad hat sich der Autor einem Thema gewidmet ,was seit einigen Jahren,in unterschiedlichem Ausmaß unser Leben bestimmt.Not und Elend der Flüchtlinge,ihre Beweggründe und die unkalkulierten Risiken werden aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

    Auch die im zweiten Erzählstrang  dominierende Persönlichkeit, ist gut gezeichnet und wirft ein deutliches Licht auf unsere Gesellschaft.Das Buch begann etwas zähflüssig, entwickelte dann aber einen solchen Sog, den man sich kaum entziehen konnte, so dass ich das Buch in kurzer Zeit beendet habe. Von mir eine Lese Empfehlung, verbunden mit fünf Sternen.

  11. Cover des Buches Halbmond über Heinde (ISBN: 9783347261914)
    Sarina Hayat

    Halbmond über Heinde

     (23)
    Aktuelle Rezension von: AnjaKoenig

    ein interessantes und informatives buch über syrien, den krieg, die flucht, das ankommen und wahrnehmen aus sicht einer jugendlichen die in deutschland eine neue heimat findet. ein hintergrund, wie er ähnlich immer wieder vorkommen kann, eine geschichte die zum nachdenken anregen kann und ein buch, das ein thema aufgreift, über das es sich lohnt zu lesen und in der schule zu diskussionen führen kann, die wertvolle impulse und hinweise geben können.

  12. Cover des Buches Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten (ISBN: 9783423627467)
    Benno Köpfer

    Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten

     (11)
    Aktuelle Rezension von: lesebiene27

    Inhalt:

    Der 16-jährige Kadir ist ein begnadeter Fußball-Spieler im Hamburger Fußballverein. Doch ausgerechnet zum wichtigsten Spiel der Saison erscheint er nicht und bleibt auch danach verschwunden. Mark, sein bester Freund und ebenfalls Fußballer, macht sich große Sorgen und beginnt mit Kadirs Schwester nach dem Jungen zu suchen. Allerdings werden nach und nach Stimmen laut, dass sich der Deutschtürke als IS-Kämpfer in Syrien befinden soll. Ob da was dran ist und Kadir sich im Laufe der Zeit von Familie und Freunden unbemerkt radikalisiert hat, um nun als Märtyrer zu sterben?


    Meine Meinung:

    Die Radikalisierung Kadirs und sein weiterer Verlauf zum IS-Kämpfer werden im Rückblick erzählt und durch eine Rahmenhandlung in Hamburg ergänzt. Dabei greifen die Autoren Benno Köpfer und Peter Mathews immer wieder auf Zitate aus dem Koran und der Hadithe zurück, die als Fundament für die Glaubenseinstellung der IS-Kämpfer dienen soll.

    Der Schreibstil des Buches ist trotz des komplexen Themas entsprechend eines Jugendbuches einfach gehalten und gut verständlich. Allerdings werden immer mal wieder arabische Begriffe verwendet, die in einem Glossar im Anhang erläutert werden. Mir persönlich ist dieses erst nach Beendigung des Buches aufgefallen, sodass ich die vielen fremden Wörter anfänglich noch nachgeschlagen habe. Wenn man das Glossar zuvor bemerkt oder sich an den Fachwörtern nicht stört, wirkt die Verwendung dieser jedoch realistisch.

    Allgemein gehalten wirkt das Buch auf mich authentisch, aktuell und gut recherchiert. Dies zeigt sich nicht nur in den Gedanken Kadirs, sondern auch in der Erzählung, was der Jugendliche in Syrien als Glaubenskämpfer erlebt. Dies hat mir persönlich gut gefallen – auch wenn das Buch dadurch einige Längen bekommt. Besonders interessant fand ich jedoch die verschiedenen Vorurteile, die die Autoren in ihrem Werk mit präzisen Gegenargumenten und Tatsachen aus der Welt schaffen wollen.

    Ebenfalls gut ausgearbeitet sind die verschiedenen Einstellungen der Angehörigen Kadirs, nachdem er verschwunden ist. Die meisten von ihnen scheinen den Ernst der Lage nicht zu verstehen und nicht glauben zu wollen, dass Kadir nun Menschen („Ungläubige“) töten möchte um ins Paradies zu gelangen. Genau dies macht das Buch so authentisch, da man sich als Leser gut in die Situation hineinversetzen kann.


    Fazit:

    „Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten“ ist ein sehr interessantes Buch, das zwar keinerlei Spannung besitzt, aber dennoch gekonnt auf sich aufmerksam macht. Von mir bekommt das Werk von Benno Köpfer und Peter Mathews 4 von 5 Lesesternen, da sie auf eine anschauliche und sehr interessante Art ein Thema aufarbeiten, das aktueller nicht sein könnte. Insbesondere auf die Situation, dass Jugendliche zu IS-Kämpfern werden, wird gut eingegangen.
  13. Cover des Buches Mord im Orientexpress (ISBN: 9783455001914)
    Agatha Christie

    Mord im Orientexpress

     (821)
    Aktuelle Rezension von: Grimnir

    Agatha Christie schafft es schon auf den ersten Seiten die besondere Atmosphäre der damaligen Zeit und der Institution "Orient Express" heraufzubeschwören. Ihr weltberühmter Detektiv Hercule Poirot wächst dem Leser sofort durch seinen scharfen Verstand, seine kleinen Eigenheiten und seinen Esprit ans Herz. Der Mord im Orient Express macht Lust auf mehr!

  14. Cover des Buches Hinterhofleben (ISBN: 9783863270469)
    Maik Siegel

    Hinterhofleben

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Buchsensibel

    Was passiert mit einer Hausgemeinschaft, wenn auf einmal statt Mülltrennung Weltpolitik diskutiert wird? Die Linde im Hinterhof grünt gerade erst, als die Bewohner der Nummer 68 im Prenzlauer Berg entscheiden, dem syrischen Kriegsflüchtling Samih Unterschlupf zu bieten.“

     

    Jedoch geht jeder mit seinen eigenen Erwartungen an die neue Situation heran.

    Dies führt nicht nur untereinander zu Spannungen, sondern macht es auch Samih nicht einfach, sich zuhause zu fühlen.

     

    Dieses Buch gleicht einem dramatischen Theaterstück, das verschiedenste Positionen der Flüchtlingsdebatte in den einzelnen Bewohnern karikiert. Da sind die, welche offen ihre Ablehnung oder Skepsis äußern, die welche zwar nach außen hin Offenheit vorgeben, hinter verschlossenen Türen aber anders denken. Die, welche Samih wie jeden anderen behandeln, aber dabei seine schrecklichen Erlebnisse lieber ausklammern und tabuisieren. Die, die ihr eigenes Selbstwertgefühl aufpeppen, indem sie darin eine Aufgabe sehen, die ein Stück weit auch idealisieren oder romantisieren.

    Die, die mit Neugierde herangehen und ein neues Abenteuer wittern. Und die, die spotten und belächeln.

    Niemand kann ganz unvoreingenommen an die Sache herangehen. Und so nimmt das Drama seinen Lauf, bis es sich letztendlich zuspitzt zum unweigerlichen Ende.

     

    Ich fand Hinterhofleben gerade deshalb so besonders, weil es die einzelnen Facetten wirklich sehr gut herausarbeitet. Wenn man glaubt, man kenne die Positionen, die es bei dieser Frage gibt, wird man eines Bessern belehrt: denn auf den ersten Blick ist es gar nicht so leicht, zu erkennen, wer nun „dafür“ und wer „dagegen“ ist. Und so entpuppt sich mancher sonst so spöttische Bewohner plötzlich als jemand Weitsichtiges, und andere wiederum als gar nicht so offen, wie vermutet – oder zumindest nur so lange, wie es die eigene Komfortzone nicht antastet.

     

    Samih hält jedem Bewohner einen Spiegel vor. Dabei steht Samih stellvertretend für das Wort „Flüchtling“. Denn dieses Wort kreist eigentlich über allem. Und so entstehen ganz schnell auch Schubladen und ein jeder kategorisiert seine eigenen Vorstellungen, wie ein Flüchtling ist oder zu sein hat.

     

    Diese nicht immer ganz reflektierten Vorannahmen, die oftmals auf einem diffusen Gefühlsgemisch beruhen, beeinflussen wiederum den Umgang und die Art und Weise, wie auf „Flüchtlinge“ zugegangen wird. Doch genau dadurch, wird vergessen dass es eben nicht „den Flüchtling“ gibt. Dass es „nur“ Menschen gibt. Menschen mit einer Geschichte, Menschen mit Stärken und Schwächen, Menschen, die lieben und die leiden und das (Über-)Leben irgendwie meistern (müssen).

    Nur ganz wenigen Bewohnern fällt es leicht, sich selbst zurückzunehmen. Nur wenige fragen wirklich nach der Geschichte von Samih – fragen ihn selbst. Zu groß ist die Scheu davor mit eigenen Gefühlen konfrontiert zu werden. Trotzdem: jeder hat etwas zu sagen, ohne jemals direkten Kontakt gesucht zu haben. Es wird argumentiert und sich verlassen auf Gehörtes, auf Zeitungs- und Fernsehberichte, auf Gerüchte – und die Meinung scheint gerechtfertigt. Doch wenn es darum geht, wirklich einen Kontakt herzustellen, dann verstummen die Worte ganz schnell. Dann setzt sich Ignoranz durch. Und so zeigt sich die Geschichte analog zu unserer Gesellschaft.

    Ich finde das Fazit hier sehr gelungen, der Dialog auf beiden Seiten lässt zu wünschen übrig. Bei den Befürwortern und bei denen, die ablehnen. (Und vergessen wird dabei oftmals, dass es auch noch eine dritte Stimme gibt: nämlich die, über die wir reden, ohne sie dabei mit einzubeziehen. Die ihren Teil dazu beitragen möchte, wenn man sie denn liesse.)

    Es sind oftmals die eigenen Ängste und Nöte, die behindern. Und daher bleiben Geschichten oftmals ungehört. Oft wird den eigenen Ängsten zu wenig ins Auge gesehen, stattdessen diese lieber im Außen bekämpft – oder kompensiert – in beiden Fällen verdrängt. Wo ignoriert wird, kann nicht gelöst werden. Wo verdrängt wird, kann nicht gesehen werden. Wo weggesehen wird, kann auch kein Verständnis aufgebracht werden – nicht für die Sehnsüchte, aber auch nicht für die Ängste der anderen Positionen. Egal, welcher Art diese sind.

     

    Maik Siegel hat wirklich sehr differenziert, manchmal komisch und trotzdem sehr ernsthaft einzelne Facetten der „Flüchtlingsthematik“ herausgearbeitet, seine Geschichte ist lebendig, ein Spiegel für die Gesellschaft, für den Leser und sehr einfühlsam geschrieben.

    So bleibt am Ende auch die wichtigste Botschaft des Buchs haften: „Hör den Menschen zu!“

  15. Cover des Buches Norahib bikom heißt willkommen (ISBN: 9783959100489)
    Bettina Schuler

    Norahib bikom heißt willkommen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: zuppi

    Bettina ist eine Frau, wie viele andere-mit Job, Mann und Kindern. Und doch ist sie besonders: Sie will die Flüchtlingskrise nicht nur mit Abstand kommentieren, sondern selbst helfen.
    Sie überwindet die bürokratischen Hürden, die der Staat stellt und hilft, so gut sie kann mit ihrem Yogaunterricht. Dass dadurch eine wahre, tiefe Freundschaft entsteht hat sie zu Beginn selbst nicht erwartet. Und so ist Bettina mittendrin. Involviert in die Gefühle und Probleme der Geflüchteten. Ihr Einsatz scheint unermüdlich und dabei geht sie an ihre Grenzen. Und über die Grenzen ihres eigenen Denkens hinaus. Sie versucht für alle Seiten etwas Verständnis aufzubringen: Für die Geflüchteten, die in ein fremdes Land kommen und Unterstützung brauchen, für die Menschen hier, die nicht so Recht wissen, wie sie die Lage einschätzen sollen und für die Menschen, die scheinbar kein Verständnis für die Lage der hier ankommenden Menschen und somit schlichtweg Angst haben.

    Vielleicht will uns Bettina gerade das zeigen: Es muss nicht immer der unermüdliche Einsatz sein, der uns selbst überfordert. Es ist wichtig, dass jeder von uns sich mit der Situation auseinandersetzt und nicht nur Dogmen übernimmt. Dass sich jeder ein eigenes Bild machen muss und dass das nicht nur vor dem Fernseher geht.
    Es soll uns nicht zeigen, dass es mit "Flüchtlinge aufnehmen" allein getan ist. Sondern wie viel Arbeit dahintersteht und wie viele Hürden und Probleme es mit sich bringt.
    Bettina will uns vielmehr zeigen, dass jeder etwas tun kann, egal ob der Einsatz in einer Unterkunft, Suppe ausschenken oder gebrauchte Kleidung und Alltagsgegenstände schenken.

    Die Flüchtlingskrise hat an Aktualität nicht verloren und auch wenn die Medien momentan nichts darüber berichten, dann brauchen Menschen die hier ankommen Hilfe und dann gibt es aber auch Deutsche denen gezeigt werden muss, was sie selbst tun können bzw. das von den Geflüchteten keine Gefahr ausgeht.

    Wir alle sollten uns mit der Problematik auseinandersetzten und versuchen unser Möglichstes zu tun, wie es in unserer Macht liegt. Und dieses Buch hilft, den richtigen Weg für sich selbst mit dieser politischen und sozialen Situation zu finden.
    Es ist unbedingt lesenswert!

  16. Cover des Buches Kompass (ISBN: 9783492312349)
    Mathias Énard

    Kompass

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Insiderwitz

    Was sich nach einer interessanten Geschichte über einen Mann angehört hatte, dessen Leben stark mit dem Orient verbunden ist, ließt sich in Wahrheit mehr wie ein "Who's Who der Orientliebhaber". Anstatt sich komplett auf die Lebensgeschichte von Franz Richter zu konzentrieren, besteht fast ein Großteil des Buches aus Erzählungen über berühmte Leute, die dieses Gebiet mochten, oder aus anderweitigen Anekdoten über den Orient während Episoden aus seinem Leben immer wieder kurz eingestreut werden- es scheint schon fast so, als ob sich Franz mit den Taten anderer Menschen mehr identifiziert als mit seinem eigenen Leben... 


    Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass der Autor nicht ganz wusste, ob das Buch jetzt ein Sachbuch oder ein Roman werden wollte, was auch erklären würde, warum ständig zwischen Wahrheit und Fiktion gewechselt wurde- allerdings schafft es das Buch weder, ein gutes Sachbuch oder ein guter Roman zu sein. Für ein Sachbuch ist das Buch zu schlecht in Unterthemen gekliedert und für einen Roman konzentriert es sich zu wenig auf die Geschichte des Hauptcharakteres. Spaß hat es deshalb nicht wirklich gemacht, das Buch zu lesen- nur mit Mühe konnte ich mich durch das Buch quälen und hätte es mehrmals fast abgebrochen.

  17. Cover des Buches 16 Uhr 50 ab Paddington (ISBN: 9783455650068)
    Agatha Christie

    16 Uhr 50 ab Paddington

     (301)
    Aktuelle Rezension von: BirteHi

    Die gute alte Jane Marple bekommt kurz vor Weihnachten Besuch von ihrer alten Freundin Elspeth McGillicuddy. Diese erzählt ihr, dass sie auf dem Weg von London nach St. Mary Mead einen Mord beobachtet hätte. Dieser ereilte sich in einem Zug, der neben dem ihren in die gleiche Richtung fuhr. Ein Mann habe eine blonde Frau im hellen Pelz erwürgt. Doch anders, als der Zugschaffner und der Bahnhofsvorsteher, glaubt Miss Marple ihrer Freundin. Als nach einigen Tagen immer noch keine Leiche aufgetaucht ist, beginnt Miss Marple auf eigene Faust zu ermitteln. Leider ist sie nicht mehr fit genug, um die Leiche selbst zu suchen, und so engagiert sie die tüchtige Haushaltskraft Lucy Eyelesbarrow, sie bei der Suche nach der Leiche zu unterstützen. 

    Ob sie die Leiche finden, wer die Tote ist und warum sie sterben musste, dass verrate ich nicht ;-)

    Es ist ein klassischer englischer Krimi. Abwechslungsreich und voller verdächtiger. Spannend bis zur Auflösung am Schluss, wie es für die Krimis von Christie üblich ist.

  18. Cover des Buches Ich bin das Mädchen aus Aleppo (ISBN: 9783785726174)
    Bana Alabed

    Ich bin das Mädchen aus Aleppo

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 208 Seiten

    Verlag: Lübbe (26. Januar 2018)

    ISBN-13: 978-3785726174

    Originaltitel: Dear World

    Übersetzung: Katharina Förs, Heide Horn und Christa Prummer-Lehmair

    als E-Book lieferbar


    Bewegend und erschütternd


    Das Buch beginnt mit der Geburt von Bana, erzählt von ihrer Mutter, die sich dabei an Bana richtet. Die Freude ist groß, als es mit dem Nachwuchs endlich klappt. Die Eltern nennen das Kind Bana, was auf Arabisch Baum bedeutet, weil sie sich wünschen, dass ihre Tochter zu einem starken, aufrechten Menschen heranwächst. Und dieser Wunsch erfüllt sich. Bereits im Alter von sieben Jahren versucht Bana einiges zu bewirken. Nach endlos erscheinenden Monaten des syrischen Bürgerkriegs mit vielen Entbehrungen und Verlusten von Freunden und Verwandten wendet Bana sich auf Twitter an den Rest der Welt und bittet um Hilfe für die syrische Bevölkerung, um ein Ende des Krieges.


    In diesem Buch erzählt sie uns, wie sie den Alltag im Krieg erlebt hat, wie sie sich dabei fühlte, welche Ängste und welche Hoffnungen sie hatte. Ein Kapitel ging mir besonders an die Nieren. Darin beschreibt Bana die unterschiedlichen Pfeiftöne von verschiedenen Bomben. Was ist das für eine Welt, in der Kinder nicht unbeschwert spielen und lernen können, sondern sich damit befassen müssen, welche Art Bombe gerade im Anmarsch ist, um zu entscheiden, wohin man sich flüchten sollte, um den Angriff einigermaßen sicher überstehen zu können?


    Mögen vielleicht die exakten Formulierungen auch nicht aus der Feder einer Siebenjährigen stammen, so wirkt die Erzählung doch sehr realistisch, eben wie durch die Augen eines Kindes. Abgerundet wird das Buch durch etliche Fotos, die Bana und ihre Familie oder das vom Krieg zerstörte Aleppo zeigen. 


    Ich kann nur hoffen, dass viele Menschen dieses Buch lesen und Banas Gedanken ernst nehmen. Dann können wir die Welt ein gutes Stück besser machen.


    ★★★★★


  19. Cover des Buches Sami und der Wunsch nach Freiheit (ISBN: 9783869742908)
    Rafik Schami

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

     (18)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Die Geschichte von Sami wird von Scharif erzählt, der selbst vom Leben in Syrien berichtet. So berichtet er von Samis Kindheit in Damaskus, wie er selbst im Laufe seines Lebens die unterschiedlichsten Narben bekam – und welche einzelne Geschichte jeweils dahinter steckt. Auch erfährt man einiges über das familiäre Zusammenleben dort und die spätere Flucht.

    Von Rafik Schami habe ich schon verschiedene Geschichten bzw. Erzählungen gehört, bislang waren dies auch welche, die er dann selbst gelesen hat, zumindest soweit ich mich erinnern kann. Von daher war es nun mal etwas anderes, dass die Geschichte nicht von ihm selbst erzählt bzw. eben vorgelesen wird.  

    Die Geschichte, die Scharif von bzw. über Sami erzählt, ist schon durchaus speziell und anders, das sollte man vorab vielleicht auch wissen. Es wird eine abwechslungsreiche und turbulente Geschichte erzählt, die durchaus mitreißend ist. Dennoch ist sie auch sehr speziell was die Kindheit in Syrien anbelangt, die doch anders ist als eine Kindheit in Deutschland.  

    Bei der Lesung wechseln sich die beiden Sprecher immer wieder ab, ihre Stimmen haben mir für diese Erzählung gut gefallen. Sie sind gut verständlich, angenehm im Klang und wirklich harmonisch. Ich hatte hier keine Probleme beim Zuhören. Inhaltlich ist es mir ein wenig schwergefallen bei der Geschichte zu bleiben, weil sie für mich persönlich nicht so packend war, vielleicht weil ich etwas anderes erwartet hatte, mir ein bisschen schwer damit getan habe.  

    Die Geschichte, die Rafik Schami über Scharif und folglich auch Sami erzählt, ist keine ausgedachte Geschichte, sondern beschreibt tatsächlich erlebtes, was Rafik Schami dann weitererzählt wurde. Man merkt, wie er gekonnt die verschiedenen Erlebnisse miteinander verknüpft und auch aufzeigt, welche Narben dadurch hinterlassen werden können – und wie diese prägen. Für mich war es so, dass ich mir einfach ein wenig schwergetan habe mit diesem Hörbuch. Es war nicht so, dass es nicht interessant war, ganz im Gegenteil, denn mir war es wichtig, etwas Neues zu erfahren, vor allem weil es sich ja um eine echte Geschichte dabei handelt. Dennoch hat es mich nicht gepackt. Folglich bin ich hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen und vergebe hier 3 von 5 Sternen.  

  20. Cover des Buches Allein unter Juden (ISBN: 9783518466841)
    Tuvia Tenenbom

    Allein unter Juden

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Neuneuneugierig
    "Bitterböse", sehr authentisch (zumindest scheint es so, wenn man sich über #tuviatenenbom informiert) und ganz anders. Und nein, ich habe ich sein früheres Werk nicht gelesen. Doch scheint er vielen, viel zu ehrlich, als dass man es ertragen könnte. Das Buch teilt und vereint einen. Man diskutiert und argumentiert mit ihm. Stimmt ihm zu und ist wütend. Doch nach der Lektüre versteht man vieles doch einfach besser auch wenn man das vielleicht nicht immer zugeben möchte. Die Geschichte und Meinungs-Impfung ist schon sehr tief in uns verwurzelt. 
    .
    Ein halbes Jahr Israel Aufenthalt, mal als Jude, ganz oft als Österreicher und manchmal als Araber. Tuvia Tetenbom dort aufgewachsen, dann ausgewandert in die USA, studierter Künstler und Rabbiner besucht sein Heimatland und blickt "hinter die Kulissen". 
  21. Cover des Buches Ein Schritt ins Leere (ISBN: 9783104021935)
    Agatha Christie

    Ein Schritt ins Leere

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Daniel89
    Worum geht es in "Ein Schritt ins Leere";

    Bobby Jones geht mit einem Freund Golfen und hört einen Schrei, ein Mann fiel einen ungesicherten Graben herunter und liegt nun im Sterben. Bobby klettert hinab und die letzten Worte des Unbekannten sind "Warum haben sie nicht Evans gefragt?“. Er fragt einen anderen Golfer, ob der bei dem sterbenden bleiben würde und eilt Hilfe zu holen.
    Als er zurück kommt, ist der Mann Tod aber etwas stimmt nicht. Irgendwas an dem Mann hat sich verändert und so beginnt Bobby mithilfe einer Freundin über das Gesagte nachzudenken und was sich an dem Toten verändert hat.


    Meine Meinung;

    Ich fand den Aufbau des Buches recht eigenartig. Was genau wäre gespoilert.
    Miss Christie versucht zwar den Leser in die Irre zu führen aber wenn man 2 Minuten nachdenkt, stößt einen bestimmt etwas auf.
    Über ihren Schreibstil muss ich sicher nichts mehr sagen.
  22. Cover des Buches Der Schwimmer (ISBN: 9783499268885)
    Joakim Zander

    Der Schwimmer

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Der Klappentext dieses Buches hat mir leider falsche Hoffnungen gemacht. Ich habe einen Agententhriller erwartet, aber einen Polit-/Wirtschaftsthriller bekommen. Diese Art von Buch ist nicht mein Fall, daher werde ich auch nicht weiter auf das Buch eingehen. Wer gerne einen Polit-/Wirtschaftsthriller liest, für den ist dieses Buch, meines Erachtens, gut geeignet.

    Trotz allem ist der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Auch die 3 Handlungsstränge, die in verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten spielen sind super ausgearbeitet und haben die Spannung aufgebaut.

  23. Cover des Buches Das fehlende Glied in der Kette (ISBN: 9783455008838)
    Agatha Christie

    Das fehlende Glied in der Kette

     (227)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Kosa

    Sie hatte eine faszinierende Art und Weise, ihre Geschichten zu entwerfen. "Das fehlende Glied in der Kette" ist eine brillante Kombination aus psychologischer Analyse und Verbrechen, und ich mochte besonders die analytische und brillante Persönlichkeit von Poirot und den Kontrast zum oft ahnungslosen Hastings. Es ist erstaunlich, wie sich die Puzzelstücke am Ende perfekt und logisch zusammenfügen. Christie verstand es meisterhaft, verschlungene Handlungsstränge zu spinnen, die einen immer zu wieder fesseln und in ihren Bann ziehen!

  24. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

     (333)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich muss schon sagen, dass ich ein wenig traurig darüber bin, dass ich meine geliebten Finnegans / Bristows und Baxters gehen lassen muss, aber ich kann ja immer wieder zu ihnen zurückkehren, das beruhigt mich dann doch ein bisschen. Für mich war der Abschluss der Trilogie definitiv der beste Teil der Trilogie und es ärgert mich immer noch, dass am Ende diese eine Sache passiert ist bzw. nicht passiert ist, die mich dann so gestört hat, dass ich am Ende einfach keine 5 Sterne vergeben konnte.

    In diesem Band geht es um Seamie, den jüngsten der Finnegans, und Willa , die man bereits im Vorgänger kennengelernt hat und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass sie mir so sehr ans Herz wachsen würden.

    Zum Schreibstil brauche ich nach drei dicken Büchern, glaube ich, nicht mehr allzu viel sagen. Die Frau hat’s drauf und man kann trotz der Seitenzahl einfach nur so durch die Kapitel fliegen. Ich mag die Kombination aus Spannung, Emotionen (positiven wie negativen) und Herzklopfen.

    Nachdem ich den zweiten Band so geliebt habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Seamie oder Willa so gern haben könnte wie Sid und India, weil ich mich mit Letzterer auch so gut identifizieren konnte. Willa und ich könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch habe ich so sehr mit ihr mitgefiebert und vor allem mit ihr mitgelitten. Auch Seamie mochte ich gern, ich hatte nur manchmal etwas Probleme, ihn mit dem kleinen Jungen aus »Die Teerose« zusammenzubringen.

    Das ganze Buch war einfach spannend, wir befinden uns auf drei unterschiedlichen Kontinenten und das vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, wodurch man ganz viele Perspektiven eröffnet bekommt und auch viele Dinge erfährt, die man mit dieser Zeit nicht unbedingt in erster Linie erfährt, die aber trotzdem enorm wichtig waren.

    Fazit: Ein würdiger Abschluss für eine super Trilogie mit wundervollen Charakteren, die mir viele tolle Lesestunden bereitet hat.

    Bewertung Band 3: 4,5/5
    Bewertung gesamte Trilogie: 4,5/5

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