Bücher mit dem Tag "tabubruch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tabubruch" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Light & Darkness (ISBN: 9783551315946)
    Laura Kneidl

    Light & Darkness

     (888)
    Aktuelle Rezension von: LynnEvaCarter

    Als ich das Buch fertig gelesen habe, hätte ich es gerne noch mal gelesen! Es ist jedenfalls eine meiner Lieblingsbücher und ich kann es immer wieder weiterempfehlen. Leider gibt es keinen zweiten Band. Ich habe nachdem ich den ersten fertig glesen habe nach einem zweiten gesucht, doch es gibt keinen.

    Ein gelungenes Buch von Laura Kneidel!

  2. Cover des Buches Die Toten Hosen (ISBN: 9783498073794)
    Philipp Oehmke

    Die Toten Hosen

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Radermacher

    Locker geschrieben und amüsant, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Sprachliche Feinheiten habe ich nicht erwartet, ebenso wenig Tiefgang. Dennoch gab es einige emotionale Kapitel, die auch zum Nachdenken anregten. Insbesondere die Schilderung des Todesfalles auf dem "1.000 Konzert" und der Reisen in die DDR und hinter den eisernen Vorhang.

  3. Cover des Buches Macht und Rebel (ISBN: 9783641122126)
    Matias Faldbakken

    Macht und Rebel

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Macht und Rebel sind zwei Männer, die eines gemeinsam haben, sie begehren junge Mädchen, oder auch pre-teens. Durch Zufall führt sie das Problem-Kind-Schwesternpaar Thong und Thong Jr. zusammen. Aus Rebels Hass auf seinen Arbeitgeber und Markenpirat Fatty wird schnell der Plan diesen sozial zu zerstören, nebenbei will Macht auch noch den Ruf der Firma T.S.I.V.A.G. aufpolieren, die als judenfeindlich verschrien ist.

    Ist dieses Buch nun genial oder geschmacklos?! Ich bin da hin und her gerissen. Denn eines ist klar, wenn ein Roman zu meiner “Lesen ist hardcore!” Aktion passt, wie die Faust aufs Auge, dann ist es genau dieser hier. Ich scheine kein so glückliches Händchen gehabt zu haben, bei der Buchauswahl bisher. Zwei mal hintereinander habe ich nun aus Versehen zu einem Buch gegriffen, das sexuelle Perversion zelebriert und bei dem mir gegen Ende hin nur noch übel wurde.

    Wer darüber nachdenkt Faldbakken zu lesen, sollte erst einmal zu YouTube rüber schlendern und sich ein paar Interviews mit dem Herrn bildender Künstler goes Schriftsteller anschauen. So kriegt man vor dem Lesen nämlich die, meiner Meinung nach höchst wichtige Info, dass seine Romane alle mit einem Augenzwinkern verfasst sind – auch wenn das oft nicht auffällt. Matias Faldbakken will provozieren und das tut er in diesem Roman zu genüge.

    Während Palahniuk den Leser schokiert indem er sich seitenlang über Masturbationsverletzungen auslässt, geht Faldbakken gleich zu Beginn seines Romans in die vollen. Auf der ersten Seite nämlich kauft Hauptfigur Rebel eine Salatgurke, und Du ahnst es schon, diese Gurke wird nie zu Salat verarbeitet werden. An dieser Stelle werden wohl die meisten das Buch weg legen und das sicher zu recht. Denn auf den folgenden Seiten und in den folgenden Kapiteln vergrault der Autor den Leser mit angewandter Pädophilie und Nazismus in Form von Hitler-Reden und Nazi-Symbolen.

    Starker Tobak erstmal, und ich weiß genau Faldbakken meint das nicht ernst. Ich weiß genau, dass es symbolisch gemeint ist und der Autor in Wirklichkeit eine bitterböse Satire auf die Skandinavische Unternehmenspolitik verfasst hat. Ich weiß das alles, aber Spaß das Buch zu lesen macht es trotzdem keinen. Denn es gibt Dinge, über die kann ich einfach nicht lachen. Ein ganz minimaler Kritikpunkt im Angesicht der kontroversen Buchthemen wäre da die etwas öde Handlung. Faldbakken provoziert zwar viel, aber es geht größtenteils doch um Markenpiraterie und Unternehmenspolitik und das langweilte mich oft so sehr, dass ich lieber was anderes gelesen habe.

    Nachdem ich Dir dieses Buch nun über viele Absätze madig gemacht habe muss ich noch kurz eine Lanze brechen für den dritten Roman der Skandinavische Misanthropie Trilogie Unfun. Das ist ein Buch in dem deutlich wird, dass Faldbakken scherzt, ein Buch das einen linearen Plot hat und für die extremere Leserin ein wahres Vergnügen sein kann. “Macht und Rebel” gibt das nicht her, ich werde es nie wieder lesen wollen und Du solltest es Dir auch ersparen – extreme Literatur mit Schockeffekt in allen Ehren, aber dieses Buch geht für mich einen Schritt zu weit.

    Bei Buchthemen wie Pädophilie und Nazismus, und das keinesfalls kritisch betrachtend, würde ich niemandem empfehlen diesen Roman zu lesen. ‘Tongue-in-cheek’ hat seine Grenzen, in “Macht und Rebel” sind diese erreicht.

  4. Cover des Buches Portnoys Beschwerden (ISBN: 9783446249820)
    Philip Roth

    Portnoys Beschwerden

     (62)
    Aktuelle Rezension von: LarissaMaria

    Ich wusste ja worauf ich mich einlasse. Im Prinzip zumindest. Zwangsstörung meets Promiskuität.

    Nicht selten wurde Philip Roth dafür kritisiert, dass seine Charaktere zu getrieben sind, es ginge nur um Sex und Selbstmitleid,
    Die geteilten Meinungen, welche über ihn kursieren, haben mein Interesse geweckt. Ich wollte mir selbst ein Bild machen.

    Ich lernte also Alexander Portnoy kennen; einen jüdischen Amerikaner, der beim Psychiater sitzt und sein Leid klagt.
    Das würde das ganze Buch eigentlich schon in einem Satz zusammenfassen.

    Der Monolog, aus dem das Buch besteht, veranschaulicht seinen Werdegang, schildert eine Existenz ohne besondere Sternstunden, ohne besonderen Glanz.

    Seine Kindheit mit der Glucken-Mama und dem Waschlappen-Vater, seine Jugend, das Erwachen seiner Sexualität welche gleich in zwanghafte Sphären abdriftet, seine Unfähigkeit eine gute Beziehung zu führen… es ist eine endlose Misere.

    Ich war während des Lesens ständig hin und her gerissen; zwischen Abscheu vor dem Protagonisten und Bewunderung für die Fähigkeit von Roth, dessen verrückte Gedankensprünge so anschaulich darzustellen.

    Daher machte das Lesen irgendwie Spaß. Großteils war ich einfach nur genervt von Portnoys Veranschaulichungen, seinen Anschuldigungen, seiner Unfähigkeit zu erkennen, dass man an seinen Fehlern arbeiten kann...  aber genau das hat eine eigene Art von Spannung erzeugt.

    Ich bin nicht restlos begeistert, aber besonders die Pointe am Schluss hat mich nochmals laut auflachen lassen.

    Also der Gesamteindruck war nicht schlecht.

  5. Cover des Buches Der Liebhaber (ISBN: 9783518737699)
    Marguerite Duras

    Der Liebhaber

     (185)
    Aktuelle Rezension von: das_lesewesen

    "Ich bin die Bevorzugte seines Lebens“. 

    #derliebhaber war Marguerite Duras großer Durchbruch, ihr bewegender autobiografischer Erfolg. Die Handlung spielt um 1930, als die fünfzehnjährige Lehrerstochter auf einer Fähre über den Mekong einen 35-Jährigen Chinesen kennenlernt. Sie verliebt sich und entdeckt ihre „sinnliche Genussfähigkeit“. Was bleibt ist eine ekstatische Romanze. Zwischen Liebe und Prostitution. Und eine bizarre familiäre Situation.

    Duras erzählt durchaus distanziert, beinahe kühl. Doch jederzeit authentisch, ergreifend, tabulos. Die Grenzen zwischen Erlebtem und Realität kaum zu erkennen. Aber gekennzeichnet durch Glaubwürdigkeit. Ein knisterndes Leseerlebnis. [Unbezahlte Werbung]

    Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei 😊

    https://www.instagram.com/das_lese_wesen/

    Liebe Grüße,

    das_lese_wesen

  6. Cover des Buches Feuchtgebiete (ISBN: 9783832164225)
    Charlotte Roche

    Feuchtgebiete

     (2.315)
    Aktuelle Rezension von: Jans_Buchblog

    Ich weiß, das Buch "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche ist umstritten, aber ich war neugierig und habe es gelesen. Und ja, ich fand es teilweise auch eklig, aber  ich habe auch viel gelacht und fand es witzig.
    Die Autorin schreibt unverblümt, was sie denkt. Leichter Stoff, ich fand es unterhaltsam, aber ist definitiv Geschmackssache.
    Ich kann nachvollziehen, wenn es viele abscheulich finden.

  7. Cover des Buches Schweinerei (ISBN: 9783596137183)
    Marie Darrieussecq

    Schweinerei

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eigentlich sind hier die Männer die Schweine: Die Ich-Erzählerin ist verzweifelt auf Arbeitssuche in Paris und wird von dem Generaldirektor einer Parfumkette zur Hälfte des Mindestlohns eingestellt, nachdem dieser sie beim Vorstellungsgespräch mißbraucht hat und sie das in ihrer Naivität hingenommen hat. Die Parfumfiliale, in der sie arbeitet, verfügt über einen Massagesalon im hinteren Bereich, wo Kunden beiderlei Geschlechts befriedigt werden, was auch zu den Pflichten der Parfumverkäuferinnen gehört. Nachdem die Protagonistin aufs Schlimmste mißbraucht wurde und gezüchtigt wurde, verwandelt sie sich als Reaktion auf die rücksichtslose und sexuell übersteuerte Gesellschaft zum Schwein, ohne daß sie zunächst beschreiben könnte, was ihr passiert. Das alles ist aber nur Vorbote einer Revolution in Frankreich, wodurch das Land in ein Terrorregime verwandelt wird, der Eiffelturm umfällt usw. Ein hochintelligentes Buch, dabei bitterböse. Für Houllebecq-Fans (aber auch für alle anderen) sehr zu empfehlen!
  8. Cover des Buches Die Reise (ISBN: 9783293305106)
    Mahmud Doulatabadi

    Die Reise

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Almut_Scheller_Mahmoud


    Mahmud Doulatabadi ist ein vielseitiger Mensch: er ist Schriftsteller, Schauspieler und Bib- liothekar. Und er ist Iraner. Aufgewachsen in einer einfachen Familie, aber mit den Poemen von Ferdausi, Saadi und Hafiz (erstauntlich wieviele einfache Iraner ihre Dichter rezitieren können, ähnlich wie die Russen. Und die Deutschen?) Er war u.a. Schafhirte und Friseur. Und er war zu Schahs Zeiten im Gefängnis. 

    So viele Lebensfacetten prädestinieren einen Menschen nicht unbedingt zum Schriftsteller, bei Doulatabadi aber fließen all diese Erfahrungen in sein Werk ein und machen ihn zum größten zeitgenössischen Epiker seines Landes. 

    Dieses kleine vorliegende Buch atmet Ausweglosigkeit und Trostlosigkeit, zeigt das Leben in einer iranischen Provinz, abseits der Metropolen und der klassischen Wallfahrts-Szenarien. Die Religion spielt nur am Rande eine Rolle. 

    Es zeigt das einfache Leben und die Welt der einfachen Menschen, eine düstere Welt, der einer der Protagonisten, Marhab, immer wieder aufs Neue entfliehen will. Er zieht von einer Arbeit zur anderen, er fühlt sich nicht zum Dienstboten und Befehlsempfänger geeignet, rastlos zieht er von Ort zu Ort. 

    Bis er in einem Dorf Chatun sieht, die mit ihrer Mutter Bibi und ihrer Tochter Chawar in einem einsamen, abgelegenen Haus in der Nähe der Bahngleise lebt. Ihr Mann Mochtar ist nach Kuweit gegangen, um Geld zu verdienen, nachdem er seine Arbeit als Schmied für Dreschflegel und Handpflüge verloren hatte. Die technische Moderne hatte mit Traktoren Einzug in das Dorf gehalten. 

    204 Tage war Mochtar bereits fort, die kleine 4-jährige Chawar hatte für jeden Tag einen Strich an die Wand gemalt, ohne dass sie bisher ein Lebenszeichen erhalten hatten, als der Gendarm mit einer Nachricht kam. Einer traurigen Nachricht, der Nachricht, dass ihr Mann ertrunken sei. Trauer und Wehklagen, aber das Leben ging weiter. 

    Und das Leben bescherte ihr Marhab, der,s eit er sie gesehen hatte, immer um ihr Haus herumschlich. Es war ihm eine Gewohnheit geworden und wenn er sie nicht sah, fehlte ihm etwas. Bei einer Veranstaltung sprachen sie miteinander und er begleitete sie heim. Und sie fühlte sich geschmeichelt, seine Herzensperson zu sein. So entwickelte sich eine Liebesbeziehung, obwohl Chatun doch eine ehrbare Frau war. Er besuchte die kleine Familie regelmäßig, schlief in dem Zimmer, das vorher das Ehegemach gewesen war. Chatun blühte auf, gurrte und sah nur Marhab. Alles andere zählte nicht. Wenn er nicht anwesend war, übernahm ihre schlechte Laune das Zepter. Bis er eines Tages nicht mehr auftauchte, sie ihn erfolglos suchte, im Teehaus, bei seinem Freund Ali.
    Marhab fühlte sich gefesselt, die drei Frauen wie ein Klotz an seinem Bein. Ihre Abhängigkeit von ihm machte ihm angst und er fühlte sich in seiner Freiheit beschnitten. Eine Verantwortung bis an sein Lebensende? Aber er hatte immerhin den Anstand, sich von Chatun zu verabschieden 

    Doch es gab noch einen anderen Beobachter des Hauses, einen Beobachter mit Krücken. Jeden Abend stand er seit 13 Tagen bei den Schienen und beobachtete das Haus. Voller Zweifel, die ihn wie Gift zerfraßen. War das sein Haus? Gingen dort Männer ein und aus? 

    Mochtar traf auf Marhab in der Teestube und erzählte von Kuweit, seinem Unfall, seinem Unglück. Sie waren zu 70 auf einem Boot, als dieses beschossen wurde. Einige ertranken, einige wurden erschossen. Er selbst wachte erst im Krankenhaus wieder auf, mit nur noch einem Bein. Was sollte er noch dort im fremden Land?`Was konnte er noch arbeiten dort im fremden Land? Da gab es nur Schwarzarbeit, Schmuggelgeschäfte und Erniedrigungen.
    Aber wie sollte er zu Frau und Kind zurückkehren? So wie er war, als Invalide? Untauglich? „Denn bei uns hängen Freundlichkeit und Liebe vom Geldbeutel ab.“ 

    Mahmud Doulatabadi Die Reise 

    Marhab wollte fort, nichts als fort, noch seinen Zug erreichen. Der Zug pfiff. Dem Pfiff folgte das Kreischen der Bremsen. Marhab sah auf und zwischen den Gleisen eine Leiche, zerquetsch wie Hackfleisch und er sah die Krücken. Er blieb allein in Einsamkeit und Schweigen, in endlosen Augenblicken. Er nahm die Krücke auf und lehnte sich in sie und blicke auf das dunkle einsame Haus. Finsternis legte sich auf ihn. 

    Was will uns Doulatabadi mit diesem kleinen Roman ohne Happy End mitteilen?
    Natürlich schreibt er über gesellschaftliche Zwänge, über die Ehrbarkeit und die Stärke der Frauen, über die Armut, die Menschen zu erniedrigten Emigranten macht. Er schreibt über Sehnsüchte und Träume „Ich kann nicht morgens bis abends Knecht sein und mich für ein Stück Brot verkaufen. Ich möchte wegfliegen wie ein Kondor. Ständig bin ich auf der Suche.“ Was sucht Marhab, wovor flieht Marhab? Was ist Freiheit? Ist es das ständige Unterwegssein — heute hier, morgen dort – ohne feste Bindungen? 

    Der originale Buchtitel „Safar“ bedeutet „Reise“. Aber in diesem Fall so gar nicht in Einklang zu bringen mit unserem eingedeutschten „Safari“, was wir ja meist mit Jagd nach Glück verbinden – Jagd-, Entdecker- und Abenteuerglück. Aber vielleicht ist es auch hier eine Jagd nach Glück. Nach dem Glück des Ankommens, des Zuhauseseins, der Geborgenheit? 

    Für mich beschreibt Doulatabadi diese „Safari“ in kurzen und knappen Worten, ohne dramatische Effekthascherei, fast trocken und unbeteiligt. Als Außenstehender und doch fühle ich eine tiefes Mitfühlen, eine tiefe Empathie mit seinen Figuren. Die gewiss nicht einfach nur aus dem Hirn eines Romanciers entsprungen sind, sondern lebensnahe Pendants haben. 

    Für diese Lebensnähe ist Doulatabadi zu danken 

  9. Cover des Buches Neu-Erscheinung (ISBN: 9783596511624)
    Michael Gantenberg

    Neu-Erscheinung

     (86)
    Aktuelle Rezension von: PrinzessinMurks
    Hübsche kleine Story um einen westfälischen Lokalredakteur, der unter weiblichem Pseudonym einen religiös fragwürdigen Fortsetzungsroman schreibt. Gleichberechtigung, eingefahrene Beziehungskisten, Frauenquoten, Lokalpolitik, Redaktionsalltag und ein bisschen Lebensglück-Westentaschenphilosophie - ganz unterhaltsam aber vom Niveau her genau da, wo sich die Story zu 50% abspielt: auf Seite 2 des Provinz-Lokalteils der Westfälischen Rundschau.
  10. Cover des Buches Semele, Zeus und Hera (ISBN: 9783268000463)
    Hans Jellouschek

    Semele, Zeus und Hera

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Give me Friction, Baby! (ISBN: 9783934896666)
    Uta Heuser

    Give me Friction, Baby!

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Kinsey (ISBN: 9783453600171)
    Bill Condon

    Kinsey

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch zu der Filmbiographie um den viel zu unbekannten Sexualrevolutionär Kinsey: Ob man ihn wirklich als "zweiten Darwin" bezeichnen kann, sei dahingestellt, auf jeden Fall hat Professor K. das Leben aller Menschen verändert, indem er den Schleier gelüftet hat, der von Moralpredigern auf die Sexualität gelegt wurde. Endlich erkannte man, daß es nicht "nur" hetero- oder " nur" homosexuelle Menschen gab, sondern daß die menschliche Sexualität so vielgestaltig war wie die Menschen selbst und daß eine Kriminalisierung von bestimmten Handlungsweisen als verboten oder krankhaft nichts an deren Natürlichkeit änderte. Das Buch bietet hingegen nur einen kurzen Einblick auf eine vielschichtige Persönlichkeit, ansonsten sind nur Urteile Dritter vorhanden.
  13. Cover des Buches Unalaska (ISBN: 9783833303609)
    Cindy Dyson

    Unalaska

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Ay73

    Brandy, folgt ihrem Freund Thad, einem Hochseefischer auf die Insel Unalaska in Alaska. Die Insel ist rau, grob und unbestimmt.. für eine Lebens-lustige Person wie Brandy nicht geeignet. Brandy die immer nur von Ort zu Ort zieht, und dabei immer ihren männlichen Partnern folgt, wird das erste Mal, wenige Wochen alleine auf dieser Insel verbringen. Gleich am Anfang bekommt sie einen Job in einer Bar als Kellnerin. Sie lernt eine Aleutin kennen, mit der sie gemeinsam gleich mal kokst.

    In Rückblenden erzählen immer wieder Frauen ihre Geschichte um die Ur-Einwohner von Unalaska, den Aleuten. Wie die Frauen die Traditionen brechen um überleben zu können und somit ihr Wissen immer weiter an die weibliche Generationen weitergeben.

    Ein sehr schönes und auch bewegendes Buch. Was die Aleutin mitmachen mussten, ob Russen oder Amerikaner. Wie stark die Frauen sind und zusammen halten und wie Brandy in dieser rauen Landschaft erwachsen wird. Sehr empfehlenswert.

  14. Cover des Buches Lieber nackt als gar keine Masche (ISBN: 9783453603103)
    Micaela Schäfer

    Lieber nackt als gar keine Masche

     (4)
    Aktuelle Rezension von: KittyCatZombie
    Vielleicht bin ich zu keiner objektiven Kritik fähig, da ich Micaela Schäfer irgendwie gruselig finde. Trotzdem oder gerade deswegen konnte ich es mir nicht nehmen lassen ihr Buch zu lesen. Hoffte ich doch, vielleicht doch etwas Tiefe oder interessantes an ihrer Person zu finden. Natürlich habe ich ihr irgendwie damit Geld in den Rachen geschmissen. Aber nun gut, kommen wir zu dem Buch:
    Frau Schäfer hat ihre "Biographie" natürlich nicht selbst geschrieben, sondern eine Ghostwriterin engagiert. Bei dem Schreibstil dieses Buches, fragte ich mich aber unwillkürlich immer wieder, ob die Autorin vielleicht nur irgendeine Praktikantin des Verlages war. Jeder zweite Satz ist eine Metapher und keine davon ist wirklich witzig oder macht wirklich Sinn. Im grunde nerven sie nur und nehmen einem die letzte Lesefreude.
    Zum Inhalt:
    Michi erzählt von ihrer Kindheit an von ihrem traurigen Leben. Wie sie in einem Haus ohne Aufzug in der sechsten Etage aufwuchs, in einer kleinen Wohnung mit ihrer Mutter. Ihr vater hat die Familie verlassen und interessiert sie nicht. Arme Michi war immer ein Außenseiter und sooooo schüchtern und hässlich (denn Schönheit ist auf dieser Welt natürlich ALLES, ne?!). Die ganzen tollen Mädchen hatten keinen Bock auf sie, wobei ich mich frage, ob das nicht eher an ihrer Art lag, denn an ihrem Aussehen?! Michi entschied dann ganz früh, sie wolle Model und/oder famous a possible werden. Nachdem sie dann im Teenageralter bereits ihr Aussehen durch SchönheitsOps gepimt hatte (weitere sollten folgen), startete Madam von und zu Nacktschnecke dann auch mehr oder weniger durch. Ob nun als Penthouse-Model, Miss Irgendwas Kandidatin, Reality Show Teilnehmerin oder Bettgespielin irgendeines Promis. Nichts klappte so recht. Immer wurde sie ausgenutzt (ooooh Taschentücher bitte), anstatt auszunutzen, wie es ihr Plan war. Also musste was neues daher. Germanys next Nackedei.
    Sehr nervig an diesem Buch waren immer wieder die Listen von Tipps (ala so und so viele no gos beim Sex usw.), die sie uns Lesern geben wollte. Ich fand ihre Masche vorher schon unehrlich, wobei sie sich selbst immer als absolut ehrlich verkaufen will. Ich mein sie will eine sogenannte Erotikperfomance Künstelerin sein und verkauft ihr Image als Sexbombe, offenherzig und frei. Das Buch vermittelt aber den (bei mir bereits vorhandenen Eindruck), dass sie nur zwangsgetört, verklemmt und frigide ist. Zwar hatte sie einen Haufen Männer, jedoch nie einen Orgasmus beim Sex.  Laut eigener Aussage in dem Buch sollte frau auch immer schön passiv sein dürfen und der Mann müsse der aktive sein und sich nehmen was er will. Das mag ja ab und an ok sein, aber erweckt doch den Eindruck von: Hey ich seh gut aus, ich leg mich mal hin, mach du mal. Da denke ich eher an eine verklemmte Hausfrau. Nur immer Nacktsein heißt doch nicht Offenheit oder sexuell befreit sein.

    Das Buch zeigt eine Frau, die ihre Existenz einzig dadurch noch rechtfertigen und ertragen kann, indem sie sich Bestätigung von Außen holt und das geht in ihrem Fall nur durch daherreden und dabei nackt sein. Ich finde es fast traurig und ein wenig tut mir die Dame auch leid.

    Wer ab und an mal in seichte Gewässer vordringen möchte und sich gerne fremdschämt und mit doofsinnigen, statt tiefsinnigen Geschichten maltretiert, dem sei dieses Buch empfohlen.

    Drei Sterne sind es geworden, weil zumindest der Versuch etwas interessantes von sich preiszugeben unternommen wurde und ich generell jedem Autor zumindest den Respekt von drei Sternen für die Arbeit die er hatte zollen will. Also in dem Fall der Ghostwriterin.

    So long...
  15. Cover des Buches Angst vorm Fliegen (ISBN: 9783548286754)
    Erica Jong

    Angst vorm Fliegen

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Hamlets_Erbin

    "Warum ändert die Tatsache, dass ich etwas weiß, niemals etwas?" (S.379)

    Inhalt: Isadora Wing fliegt mit ihrem zweiten Mann Bennett zu einem Psychoanalytiker-Kongress nach Wien. Kaum dort angekommen, lernt sie den englischen Psychologen Adrian Goodlove kennen, der verspricht, ihr zu ihrem wahren Selbst zu verhelfen. Zwischen Goodlove und ihrem Mann hin und her gerissen, versucht Isadora, herauszufinden, was sie will. Letztlich entscheidet sie sich, mit Adrian durch halb Europa zu reisen. Währenddessen erinnert sie sich an ihre Vergangenheit - an ihre Familie und an die Männer, die ihr Leben prägten.

    Meinung: Was ist eine Frau? Was kann sie sein? Was soll sie sein? Wie kann sie sich gegenüber den Anforderungen, die durch Familie und Gesellschaft an sie gestellt werden, behaupten, und herausfinden, WER sie eigentlich sein will? All diese Fragen wirft Erica Jong in ihrem Roman auf und bringt so die ganze Ambivalenz des Frauseins auf den Punkt. Eindeutige Antworten gibt sie nicht. Aber eine Literatur, die die richtigen/wichtigen Fragen stellt, dazu noch mit Humor und Intelligenz arbeitet, statt mit Larmoyanz und Sentimentalitäten, hat ihre Aufgabe ja bereits erfüllt.

    "Mit einer stummen Frau ist es nicht schwer, ein Intellektueller zu sein." (S.461)

  16. Cover des Buches Blasses Blut (ISBN: B007D8HM76)
    Boris Maggioni

    Blasses Blut

     (12)
    Aktuelle Rezension von: BuechermonsterBlog

    Dass das Leben eines Bestatters durchaus interessant sein kann, hat nicht zuletzt die populäre amerikanische Fernsehserie “Six Feet Under” unter Beweis bestellt. Auch die Hauptfigur der Thrillerkomödie “Blasses Blut” von Boris Maggioni verdient sein Geld mit dem Tod anderer Menschen – und einem makabren, aber äußerst lukrativen Nebengeschäft.

    Paul Neumann ist Bestatter und hat sich in jahrelanger Arbeit sein eigenes Beerdigungsinstitut aufgebaut. Eigentlich ein zukunftssicherer Job, denn gestorben wird schließlich immer, doch auch das Bestattungsgeschäft bleibt von der Wirtschaftskrise nicht verschont. Wollten Hinterbliebene für ihre verstorbenen Familienangehörigen vor ein paar Jahren noch den edelsten Sarg und die schönste Trauerfeier, so sitzt das Geld heute bei Pauls Kunden nicht mehr so locker. Zudem gibt es im Internet massenhaft preiswerte All-Inclusive-Angebote, sodass Neumann seit geraumer Zeit angestrengt nach alternativen Einkommensquellen sucht.

    Ein skrupelloser Bestatter mit fragwürdigen Nebengeschäften

    Eher zufällig läuft ihm dann eines Tages ein verschrobener Kunde über den Weg, der gerade seine nicht einmal halb so alte Geliebte verloren hat und sie vor der Beerdigung unbedingt noch einmal sehen möchte – und noch ein wenig mehr. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Der Mann will noch ein letztes Mal mit ihr Sex haben – dass die tote (!) Frau eiskalt und die Totenstarre voll ausgeprägt ist, scheint ihn dabei nicht zu stören. Da der Kunde für seinen ungewöhnlichen Wunsch eine Menge Geld auf den Tisch legt, erkennt der clevere (und skrupellose) Bestatter schnell das Potenzial dieser Geschäftsidee. Er gründet Deutschlands erstes Toten-Bordell, die Gestörten rennen ihm die Bude ein und Paul ist seine finanziellen Sorgen auf einen Schlag los. Dummerweise muss er mit seinem illegalen und geschmacklosen Nebengeschäft im Verborgenen agieren und die nächtlichen Aktivitäten in seinem Beerdigungsinstitut geheim halten – was sich vor allem gegenüber seiner nervigen Lebensgefährtin Tanja und deren attraktiver Freundin Wiebke als ziemlich schwierig herausstellt.

    Provokant und geschmacklos

    Eines muss man dem Autor lassen: Boris Maggioni kennt offenbar keine Hemmungen und liefert mit seinem Roman “Blasses Blut” eine 200 Seiten lange Provokation der heftigsten Sorte. Nekrophilie wird als salonfähig dargestellt, Rücksicht auf moralische Grenzen oder die Gefühle Hinterbliebener spielen in der absurden Geschichte nahezu keine Rolle. Wen sollte es auch stören? Die Toten sind schließlich tot und die Angehörigen bekommen von der unfreiwilligen Prostitution ihrer geliebten Verstorbenen eh nichts mit – so ist zumindest die Denkweise der Hauptfigur. Der Roman ist dabei klar als Satire ausgelegt, doch ob man so eine geschmacklose Thematik lustig findet oder sich entsetzt abwendet, muss jeder für sich selbst entscheiden (dazu nur so viel: hätte ich vorher den Klappentext des ehemaligen Gratis-eBooks etwas aufmerksamer gelesen, hätte ich mir die Lektüre vermutlich geschenkt…).

    Weder lustig noch spannend

    Der Tabubruch an sich ist auch nicht das große Problem des Buches, viel schlimmer ist die wirklich haarsträubende Geschichte, die unglaubwürdiger kaum sein könnte. Maggioni vermischt von Anfang an das Nebengeschäft seiner Hauptfigur mit deren Privatleben und stößt Neumann so in ein kompliziertes Beziehungschaos. Hier ist dem Autor keine Idee zu dämlich und so gibt es einen wilden Mix aus Dreiecksbeziehung, Mordkomplott, schmerzhaften Selbstversuchen und vielen weiteren Hirnrissigkeiten. Der Humor Maggionis ist dabei komplett an mir vorbeigegangen und hat bei mir nicht mal zu einem müden Lächeln gereicht, doch auch das kann man mit viel gutem Willen noch als Geschmackssache durchgehen lassen. Der Thrilleranteil des Buches versagt aber unabhängig von persönlichen Präferenzen des Lesers, denn jeder Ansatz von Spannung wird durch eine Reihe völlig unsinniger Wendungen immer wieder im Keim erstickt. Da steckt der Protagonist zum Beispiel wiederholt in einer scheinbar ausweglosen Situation und dem Autor fällt nichts besseres ein, als sich die Geschehnisse im Nachhinein mehrfach so zu drehen, dass alles in einem ganz anderen Licht erscheint. Dass die Logik dabei komplett auf der Strecke bleibt, scheint bei der Entstehung des Buches niemanden gestört zu haben…

    Auch sprachlich ist “Blasses Blut” alles andere als ein literarischer Leckerbissen. Satzgebilde der simpelsten Sorte reihen sich lieblos aneinander, zudem hat sich der Autor für seine Leser noch ein ganz besonderes “Bonbon” ausgedacht: Maggioni ist offenbar ein ausgesprochener Anapher-Fetischist und “beeindruckt” ständig mit Passagen, bei denen vier, fünf oder sechs Sätze hintereinander mit den gleichen Wörtern anfangen. Das kann man als originellen Erzählstil auslegen, ich fand es jedoch einfach nur nervig. Genauso wie die unübersichtliche Darstellung von Dialogen: An- und Abführungen mag der Autor offenbar nicht sonderlich und verzichtet durchgehend auf deren Verwendung, sodass man bei Gesprächen mit mehreren Beteiligten kaum die einzelnen Personen unterscheiden kann. Gleiches gilt übrigens auch für Gedanken der Hauptfigur, die in dem Roman als Ich-Erzähler auftritt. Man kann es dem Leser auch unnötig schwer machen…

    Fazit:
    Haarsträubende Bestatterstory, die mit viel Sex und makrabrer Thematik punkten will, dabei aber dank unglaubwürdiger und selten dämlicher Wendungen auf ganzer Linie versagt. Sprachlich passt sich das Buch leider dem Inhalt an, sodass außer der versuchten Provokation nicht viel hängen bleibt (2/10).

  17. Cover des Buches Harn aber herzlich (ISBN: 9783492307598)
    Jule Gölsdorf

    Harn aber herzlich

     (6)
    Aktuelle Rezension von: lesebiene27

    Klappentext:

    Ständig schickt uns der Körper ein unmissverständliches Signal: Die Blase drückt! Aber was passiert, wenn wir es ignorieren? Kann die Blase wirklich platzen? Warum ist Trinken überhaupt so wichtig? Und nein, Alkohol ist damit nicht gemeint! 'Harn aber herzlich' gibt Antworten auf viele skurrile Fragen rund um das Stille Örtchen und die dringenden Bedürfnisse. Wussten Sie zum Beispiel, wo die schönste Toilette der Welt steht? Warum lässt man sich sprichwörtlich nicht gern ans Bein pinkeln, hat aber bedenkenlos vor Lachen Pipi in den Augen? Profitieren Sie von diesem ultimativen Klo-Buch samt der exklusiven TOP-Liste '33 places to pee before you die'!

     

    Meine Meinung:

    Dieses Buch ist nicht nur so interessant wie es klingt, es ist auch noch unglaublich informativ und witzig. Der Leser bekommt auf 308 Seiten in 45 Kapiteln alles erzählt, was man über den Urin und den damit verbundenen Tätigkeiten wissen muss - oder auch nicht.

    Der Schreibstil ist dabei grandios, denn er sprüht vor Leben. Das führt dazu, dass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr beiseitegelegt hätte, weil es so unterhaltsam war.

    Wer denkt, dass eine solche Thematik trocken ist und wenig Spaß bietet, dem wiederspricht dieses Buch. Den Autoren Jule Gölsdorf und Tim Boltz ist es mit diesem Werk gelungen, kurz und knackig Tatsachen auf den Punkt zu bringen und dem Leser auf eine sehr angenehme und ausgesprochen unterhaltsame Art Wissenschaften zu erläutert.

    Enthalten sind Kapitel in unterschiedlicher Länge mit den unterschiedlichsten Bearbeitungsarten. So gibt es die Liste „33 places to pee before you die“ oder die über die „Top 10 der Pinkel-Skandale“. Aber auch Fakten über Kläranlagen, Blasenentzündung, den Harndrang und die neusten (halb-)wissenschaftlichen Methoden mit dem Urin haben ihren Weg in das Buch gefunden. Ferner finden sich auch Selbstversuche der beiden Autoren wieder, bei denen sie ihre eigenen Grenzen überschreiten.

    Die Sammlung von Geschichten über den Harn wirken auf mich gut recherchiert. Auch habe ich beim Lesen so manches dazugelernt. Dabei wurde für mich Bekanntes und Neues in einem wunderbaren Verhältnis miteinander verknüpft.


    Fazit:

    Den Autoren dieses Buches ist es gelungen ein Tabu-Thema aufschlussreich und lustig zu verpacken und dem Leser die Scham vor den Gesprächen darüber zu nehmen. Daher möchte ich diesem gelungenen Werk 5 von 5 Sternen vergeben und eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen.

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