Bücher mit dem Tag "tabus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tabus" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499012426)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

    (11.882)
    Aktuelle Rezension von: Magische_Buchwelt

    Meine Meinung:

    "Ein ganzes halbes Jahr" ist für mich eine der bewegensten Liebesgeschichten überhaupt. Eine Geschichte über Liebe und Hoffnung.

    Manchmal ändert ein Schicksalsschlag alles.

    Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.

    Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

    Lou und Will haben mein Herz erobert beide sind authentisch gezeichnet, so dass man sich gut identifizieren und ihre Gefühle nachvollziehen konnte. Während Lou eine Lebensfreude pur ist Will auf Grund eines Unfalls verständlicher weiße oft depressiv. Beide machen im Verlauf eine große Charakterliche Entwicklung. Lou gewinnt an Stärke und Selbstbewusstsein, und Will sieht dass Leben Überraschungen bereit hält, wenn man es am wenigsten erwartet.

    Ich fande die Reise  die die beiden gemeinsam erleben wunderschön.

    Die Autorin hat hier eine gelungene Balance zwischen Dramatik und einem zarten Humor gefunden, der die Handlung immer wieder Leichtigkeit verlieh.Tortz Wendungen, gab es Zwischenzeitlich dennoch einige Längen. Ich habe bis zum  mit den beiden mitgeliefert,  gelacht und geweint.

    Das Ende hat mich wirklich traurig gemacht.

  2. Cover des Buches Unorthodox (ISBN: 9783442770205)
    Deborah Feldman

    Unorthodox

    (289)
    Aktuelle Rezension von: reading_josephine

    Zugegeben, auf dieses Buch wäre ich wahrscheinlich (auch wegen seines unspektakulären Covers) nicht selbst gekommen. But never judge a book by its cover! Und zum Glück gibt es die Bookstagram Gemeinde, die immer wieder solche Perlen ausgräbt 😊.

    Autobiographien sind ja oft so eine Sache, aber der Autorin gelingt es von Anfang an, die Lesenden mit auf ihren Lebensweg zu nehmen. Tatsächlich war mir nicht bewusst, dass in Williamsburg eine solch große Gemeinde der ultra-orthodoxen Juden lebt, ja dies quasi deren eigener Stadtteil ist, obwohl ich New York mittlerweile ganz gut kenne. In der Stadt habe ich sie immer mal wieder gesehen, ohne jedoch viel über ihre Lebensweise und die extreme Auslebung ihres Glaubens zu wissen. Umso interessanter und teilweise wirklich bedrückend fand ich deshalb die Schilderung von Deborah Feldman über ihre strenge Erziehung und die Regeln, denen sie sich über 20 Jahre lang in ihrer jüdischen Gemeinde unterwerfen musste. Es liegt mir fern, diese Religion zu verurteilen, es kann doch jeder selbst entscheiden, wie und was er oder sie glauben möchte. Sobald es aber in Zwänge und vor allem in Unterdrückung der Frau und ihren Rechten endet, darf aus meiner Sicht auch Kritik an patriarchalisch geprägten Glaubensrichtungen erlaubt sein. Vor allem die Praktiken zur Säuberung der "unreinen" Frau haben mich mehr als schockiert zurückgelassen.

    Umso erstaunlicher ist es, dass Feldman sich ihren starken Charakter nie hat zerstören lassen und es ihr letztendlich quasi alleine gelang, aus dieser Welt auszubrechen und ihren eigenen Weg zu gehen.

    Ein bisschen schade fand ich, dass man nichts mehr über ihr Leben direkt nach der Flucht und ihren weiteren Weg in die Freiheit erfährt.
    Diesen Erzählstrang hat die 2020 erschienene, gleichnamige Netflix-Serie aufgegriffen, deren Handlung allerdings frei erfunden wurde. Trotzdem werde ich sie mir jetzt im Anschluss an das Buch anschauen. Und wenn man mehr über das echte Leben der Autorin erfahren will, kann man ihr bei Insta folgen 😉.

  3. Cover des Buches Sternenfunken (ISBN: 9783734103407)
    Nora Roberts

    Sternenfunken

    (88)
    Aktuelle Rezension von: liebesleser

    Ich bin durch Zufall auf diesen Roman gestoßen und wusste zunächst nicht, dass er der zweite Teil einer Trilogie ist. Für das Verständnis war das kein Problem, da die Vorgeschichte immer wieder mit zahlreichen Erklärungen aufgegriffen wird – mehr als nötig gewesen wären, um der Handlung folgen zu können: wenn sie schon einen Nichtleser des ersten Teils irgendwann zu stören beginnen, muss jemand, der den ersten Teil kennt, doch ziemlich genervt davon sein. Zumal nicht nur Geschehnisse des ersten Teils oft wiedergekaut werden – auch innerhalb dieses Buches gibt es viele Wiederholungen. Gefühle und Eigenschaften der Hauptpersonen werden wieder und wieder geschildert, banale Tätigkeiten wie Kochen, Essen, Trinken, Abwaschen, Trainieren machen mindestens ein Drittel des Buches aus, viele (die meisten?) Dialoge sind belanglose Plaudereien oder gegenseitige Lobhudeleien und ab und zu ein schwülstiges Liebesbekenntnis.

    Obwohl hier sechs Superhelden die Welt gegen das ultimative Böse retten müssen, kommt wenig Spannung auf. Die direkten Kämpfe machen einen verschwindend geringen Teil der Erzählung aus, dazwischen wird wieder gechillt und geliebt. Die Liebesgeschichte zwischen Annika und Sawyer hat ihre süßen, romantischen Momente, und hier scheinen am ehesten noch die Stärken der Autorin durch: die Verträumtheit und liebevolle Schwärmerei Annikas, der bärbeißige Sawyer mit dem weichen Herzen… In einem anderen Setting hätte eine schöne Story daraus werden können - junges Paar im Liebesurlaub erlebt ein emotionales Abenteuer – aber hier wirkte alles etwas fehl am Platze.

    Fazit: junge, starke, schöne Übermenschen, die sich in einem schicken Feriendomizil auf ihren Einsatz vorbereiten, der dann kurz und heftig ausfällt, oder kurz gesagt: Quasi-Avengers im Wellnessurlaub mit kleinen, ekligen Unterbrechungen – Fortsetzung folgt, aber ohne mich.

  4. Cover des Buches Wendekreis des Krebses (ISBN: 9783644005853)
    Henry Miller

    Wendekreis des Krebses

    (117)
    Aktuelle Rezension von: buchwanderer
    „…denn die Tragödie unserer Welt besteht gerade darin, daß nichts mehr imstande ist, sie aus ihrer Lethargie aufzuscheuchen.“ (S.8)

    Zum Inhalt:

    Zusammen mit „Wendekreis des Steinbocks“ – erschienen 1939 – stellt der Roman „Wendekreis des Krebses“ ein autobiografisches Versatzstück im Schaffen Henry Millers dar. Der Text beschreibt die Suche Millers nach seinem ganz persönlichen künstlerischen Ich in einem moralisch als verrucht zu bezeichnenden Umfeld, das ihm jedoch keineswegs die enge Freundschaft seiner ebenfalls in Paris lebenden, ähnlich gesinnten Landsleute versagt, ja sie vielmehr sogar fördert. Obwohl die Begrifflichkeit der „Biografie“ eine logische zeitliche Abfolge unterstellen ließe, so wird der Leser diese hier vermissen – oder dies als erfrischend anders empfinden. Anaïs Nin bringt es in ihrem Vorwort von 1934 prägnant auf den Punkt: „Das Buch wird allein durch Fluß und Wechsel der Ereignisse auf seiner eigenen Achse gehalten. Gerade weil es keinen Mittelpunkt gibt, ist auch keine Rede von Heldentum oder Kampf, da auch keine Rede von Willen ist, sondern nur von Hingabe an das Strömen.“ (S.7). Millers Sinn dafür, einer pragmatischen Weltsicht eine gewisse, ihm eigene Art der Komik abzugewinnen, finden sich in mehr oder weniger subtilen Wendungen, Schilderungen seiner Wegbegleiter und -begleiterinnen, sowie in der nahezu fatalistischen, jedoch keinesfalls in Selbstmitleid sich suhlenden, Sicht der Vergänglichkeit von Leben, Liebe, Wertesystemen und politischen, moralischen und wirtschaftlichen Ansichten. Ein Buch über die Suche nach dem „Zustand des Mit-sich-selbst-einig-Seins“1).

    Fazit:

    Millers Text „schlug die entscheidende Bresche in eine Mauer von Heuchelei und Prüderie.“, so der Klappentext und es handelt sich dabei um den sozialverträglichen Hauch eines Beschreibungversuches, mit welch ausdrucksgewaltiger, brachialer Erzählgewalt der Autor mit Tabus bricht. Ein Leben auf der scharfen Schneide zwischen künstlerischer Freiheit, der Suche nach dem nächsten Essen, der Negation bourgeoiser Normen und Rituale, der kompromisslosen Verwirklichung eigener künstlerischer Vision und die Kollision all dieser menschlichen Eisberge im sozialen Malstrom des Paris nach der Jahrhundertwende. Als eine „exstatische Befreiung“1) von den einschränkenden Normen des New Yorks der zwanziger Jahre bezeichnet es Jörg Drews. Es ist kein geschliffen feines Changieren, vielmehr ein rüder Bruch, der in jedem Absatz erneut kristallisiert, den Leser oft vor den Kopf stößt, aber auch gleichzeitig nicht aus seinem Bann entlässt. Ein Buch das definitiv Lust auf mehr Henry Miller macht.

    Zum Buch:

    Der rororo-Verlag liefert mit dieser Ausgabe von Henry Millers Klassiker einen kompakten Taschenbuchrahmen in solider Verarbeitung, dessen griffiger Bedruckstoff in Kombination mit einer stabilen Verleimung einen sehr positiven haptischen Gesamteindruck hinterlässt. Gesetzt aus der Aldus® in sehr kleiner Type, wirkt der Text ausgesprochen kompakt, ja beinahe gedrängt, was sich überdies ausgezeichnet mit dem Inhalt verträgt. Generell werden typografische Akzente, wenn überhaupt, nur sehr verhalten eingesetzt, was jedoch keineswegs störend wirkt. Als einziger Minuspunkt wäre die Wahl des Bedruckmaterials, welches leicht zum Vergilben neigt, zu erwähnen.

    1)  Kindlers Literatur Lexikon Bd.11, S. 703
  5. Cover des Buches Zweckfreie Kuchenanwendungen (ISBN: 9783520625014)
    Yeoh Jo-Ann

    Zweckfreie Kuchenanwendungen

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Hornita

    Der 35jährige Lehrer Sukhin trifft eines Tages zufällig seine Jugendfreundin X wieder, die sich aus ihrem alten Leben gelöst hat und auf der Straße lebt. Er taucht nach und nach in ihr Leben und Denken ein und mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sein Alltag, der extrem strukturiert ist, wird hervorragend beschrieben, ebenso wie die Beziehung zu seinen Eltern und seinem Freund bzw. Kollegen. Der Kontrast zu Xs Leben ist riesig und es ist eine Freude zu lesen, wie sich durch diesen Kontakt sein Leben auflockert und seine klaren Grenzen verliert. Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist glaubwürdig, regt zum Denken an und ich fand es besonders gelungen, dass die Geschichte trotz ihrer Tiefgründigkeit sehr humorvoll ist und einige witzige Passagen hat. Man könnte das Buch auch philosophisch nennen. Am Ende gibt es ein Glossar mit Erklärungen zu typischen Gerichten, Personen, Festen, historischen Dingen, durch die man Singapur besser kennen lernen kann. Ein tolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

  6. Cover des Buches Darüber spricht man nicht (ISBN: 9783426277515)
    Dr. med. Yael Adler

    Darüber spricht man nicht

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Liden

    Leseempfehlung

    Datum: 25.08.2025

    Ich habe für dieses Buch ewig gebraucht, was schonmal kein so gutes Zeichen ist. Die Punkte waren wirklich interessant (medizinisch gesehen und auch von der Vielfalt!) und so sympathisch ich die Ärztin auch finde, es wurde mir zu viel schwadroniert, ich mag dieses „Um den heißen Brei“ Gerede nicht. Das hat mir leider den Lesespaß gekostet.

  7. Cover des Buches Dunkle Geheimnisse (ISBN: 9783741869563)
    A. Kaiden

    Dunkle Geheimnisse

    (11)
    Aktuelle Rezension von: SunshineBaby5

    Vanny wird von ihren Eltern in den Sommerferien zu ihrem skurrilen Onkel abgeschoben. Dieser ist ein Eigenbrödler und redet kaum ein Wort mit ihr. Schon bald nimmt sie seltsame Dinge wahr und möchte dem auf die Spur gehen, wodurch sie sich nach und nach in Gefahr begibt.

    Die Idee zur Geschichte und auch den Aufbau in einzelnen Tagen hat mir gut gefallen. Auch die Charaktere fand ich gut und passend ausgewählt. Durch das ganze Buch hinweg gab es für mich jedoch immer wieder Stellen, die mich überhaupt nicht überzeugt haben. Mehrere Beispiele zu nennen, ohne zu spoilern wäre hier schwierig. Ein Beispiel: Vanny fragt sich tagelang wo ihr Onkel denn bloß schläft. Er hat ihr aber von Tag eins verboten ins obere Geschoss zu gehen, wo er sich ständig aufhält (also wo wird er wohl schlafen...). Um es zu umschreiben: ständig verhalten sich die Protagonisten absolut unauthentisch und dämlich möchte man fast sagen. Meiner Meinung nach hätte man das deutlich besser lösen können. Insgesamt also 3 Sterne.

  8. Cover des Buches Der Schlüssel (ISBN: 9783036961590)
    Junichiro Tanizaki

    Der Schlüssel

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Zwei langjährig verheiratete Eheleute liefern sich in diesem Buch einen Schlagabtausch aus Tagebucheinträgen. Der Ehemann führt seit Jahren schon Tagebuch und vermutet, dass seine Gattin es heimlich liest. Seit dem Neujahrstag jedoch schreibt er seine geheimsten sexuellen Sehnsüchte in seinem Tagebuch nieder, erstmals lässt er den Schlüssel zu dem Tagebuch offen liegen als latente Aufforderung, dass die Frau seine Gedanken lesen solle. Nun fängt auch erstmals die Frau an Tagebuch zu schreiben, beteuert in ihren Abschriften allerdings, dass sie das Tagebuch entgegen der Vermutung ihres Mannes noch nie gelesen haben wolle, obgleich sie um die Gelegenheit weiß.
    Die Eheleute beginnen ein Spiel umeinander, das auch Außenstehende in ihre Lustbarkeiten involviert und sie mehr von den moralischen Vorstellungen entfernt wie ein Mann und seine Frau zu sein haben.

    Das war eine ungewöhnliche Leseerfahrung für mich, abwechselnd diese Tagebucheinträge zu lesen und dabei nicht zu wissen, ob die jeweiligen Eintragenden, der Mann oder die Frau, in ehrlicher Weise ihren Tagebüchern die persönlichsten Gedanken anvertrauen oder ob sie ein Spiel miteinander treiben, um sich gegenseitig aufzustacheln.
    Die Perversion, über die man sich zum Erscheinen 1956 in diesem Werk von Jun'ichirō Tanizaki empört hat, haben heute definitiv ihre Brisanz verloren, und doch habe ich auch in der Jetzt-Zeit die Übergriffigkeit durchaus wahrgenommen und die Manipulation der Eheleute.
    Ein überaus interessantes Stück japanischer Literatur!

  9. Cover des Buches Was wir lieben (ISBN: 9783453273610)
    Lucy-Anne Holmes

    Was wir lieben

    (32)
    Aktuelle Rezension von: dasbuchzuhause

    Lucy-Anne Holmes hat von 51 Frauen Antworten zum Thema Sex bekommen. Woran denken sie? Was erfüllt sie? Was nicht? Was hat dazu geführt, dass sie so empfinden? Es ist eine Sammlung von 51 ganz persönlichen Antworten zum Thema Sex. Der Begriff Frauen* umfasst heterosexuelle, bisexuelle und lesbische Frauen, aber auch pansexuelle und trans Frauen in diesem Buch. Auch gibt es Beiträge nicht-binärer Menschen.

    Das Buch ist in einen einleitenden Teil, das Kapitel Loslassen, das Kapitel Tabu, das Kapitel Fake und das Kapitel Vorspiel unterteilt. Jede der persönlichen Geschichten ist mit einer besonderen Illustration versehen. Es sind ganz unterschiedliche Künstler, die diese Illustrationen angefertigt haben.

    Nach dem ersten Teil („Tabu“ und „Loslassen“) war ich ein wenig lost. Mir fehlte eine Einleitung, ein paar moderierende Sätze, um in das Buch und seinen Sinn hineinzufinden. Die Illustrationen verdeutlichen jeweils die einzelnen Geschichten der Frauen* und es gibt besondere Sätze aus den Berichten, die als Zitat hervorgehoben werden. Die anderen Abschnitte „Fake“ und „Vorspiel“ gingen in dem Stil weiter, allerdings habe ich sie anders gelesen.

    Ich habe mich mehr darauf eingelassen und jede Geschichte für sich gelesen, auch gar nicht unter den jeweiligen Schlagworten. Die Frauen* berichten vom Einfluss der Erziehung, Religion und Kultur auf ihre Sexualität. Auch Missbrauch kam immer wieder vor in diesen Berichten und das ging schon ans Eingemachte. Es macht mich immer wieder fassungslos, wie häufig es dies gibt und wie vielen es als Kind zugefügt wird. Umso mehr zolle ich den Menschen, die dies sichtbar machen Respekt.


    Gut hat mir der sehr offene Umgang mit den genannten Themen gefallen und auch die teilweise selbstkritische und selbstbewusste Art derjenigen, die ihre Erfahrung geteilt haben. Die weibliche Sichtweise auf Pornos ist auf jeden Fall interessant und wie die Erziehung zum „du musst gefallen“ auch oftmals das Sexleben beeinflussen kann. Sex nachdem ein Kind da ist, wurde auch thematisiert und auch wie unterschiedlich die Menschen damit umgehen.

    Die Illustrationen helfen in der Tat noch einmal mehr über das Geschriebene nachzudenken, allerdings wäre mir insgesamt ein wenig Moderation lieb gewesen. Eventuell angereichert mit Statistiken z. B. zu bestimmten kulturellen Themen. Insgesamt ist es ein interessantes Thema und durchaus lesenswert, allerdings mit den genannten Abstrichen.

  10. Cover des Buches Skandalös: Sie treiben es einfach überall! (ISBN: B019CG2B40)
  11. Cover des Buches De bello phallico (ISBN: 9788872834374)
    Miriam Pobitzer

    De bello phallico

    (1)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Erst durch die Betrachtung der Geschichte auch mit weiblichen Augen wird klar, dass die gesellschaftlichen Unterscheidungen zwischen Frau und Mann und die unterschiedliche Geschlechterbewertung nicht von ungefähr kommen, sondern eine lange dynamische Entwicklung haben.*


    Die kulturelle Entwicklung der Sexualität im Spiegel der Gesellschaft wird hier mit Fokus auf die weibliche Sexualität betrachtet. Von der „Lust“ der Frühgeschichte über die „Last“ und den „Frust“ der patriarchalisch geprägten mitunter von asexuellen Frauen denkenden Phasen hin zum „Leben“ und der wünschenswerten „Lebenslust“ ziehen die Kapitel einen Faden durch die Geschichte.



    Aufbauend auf gute Argumente erschien mir das erste Kapitel „Lust“ - das frühe Kulturen bis hin zu den alten Griechen betrachtet – sehr enthusiastisch beschrieben was die Auslebung weiblicher Sexualität betrifft. Mir waren die Interpretationen der Kultgegenstände (von denen einige abgebildet sind) jedenfalls zu einseitig und positiv, auch wenn ich viele der zugrunde liegenden Argumente nachvollziehen konnte. Dadurch bildete diese Einleitung einen großen Kontrast zu den nachfolgenden Kapiteln „Last“ und „Frust“ die einen Ausschnitt der Entwicklung der Sexualität betrachten. Hier werden Moralvorstellungen, Gesetze und Einstellungen in Verbindung mit neuen Gesellschaftsstrukturen gestellt. Besonders interessant fand ich die Beschreibungen und Behandlungsmethoden der Frauenkrankheit Hysterie. Die positiver eingestellten Kapitel, die das Umdenken kritisch betrachten schließen das Buch ab.


    Ich hatte mir einen umfassenderen Einblick in die Kulturgeschichte der Sexualität erwartet, hier aber den reinen Blickwinkel der weiblichen Sexualität gefunden. Dabei wurde viel auf Interpretationen gesetzt, die ich nicht immer so annehmen konnte, wie sie vorgestellt wurden. Besonders auch die Einstellung zur heutigen Gesellschaft und weiblichen Sexualität hat sich doch von meiner Meinung unterschieden und ich fand sie nicht immer der Realität einer Gleichstellung zwischen Männern und Frauen entsprechend.


    Fazit: Einige Informationen fand ich interessant – als Ganzes waren aber sehr viel Interpretationen und wenige Fakten in die Arbeit eingebaut. Manchen davon konnte ich nicht zustimmen. Wobei mich der Gedanke jahrhundertealte Tabus anzugehen angesprochen hat.

  12. Cover des Buches Das erste Mal: zu dritt!: 22 erotische Kurzgeschichten im Dreierpack (ISBN: 9783798608689)
  13. Cover des Buches Pause vom Leben (ISBN: 9783964434982)
    Sabine Wittmann

    Pause vom Leben

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Hannah_88
    Ich habe dieses Buch mit Freude gelesen. 

    Den Inhalt finde ich vielschichtig. Für mich hat die Geschichte verschiedene Aspekte:

    Ein Märchen: Die Heldin, die in eine andere Welt eintaucht, dort neue Erfahrungen macht, Schätze findet, die sie in ihr Leben zurückbringt. 

    Gleichzeitig ist es auch ein Lehrbuch/Leitfaden: „wie lerne ich Sexualität und Beziehung? Liebe fängt bei mir selber an“. Mich haben Fionas Erfahrungen immer wieder sehr an meine eigenen Erfahrungen erinnert.

    Was mir sehr gefällt ist die Sprache. Sie ist sehr sinnlich und greifbar, ich dachte immer wieder beim Lesen: wow, gelungen ausgedrückt. Gut auch, und wie offen Sexualität beschrieben wird. Es gefällt mir auch dass die Dinge beim Namen  genannt   werden, zB. von Schwanz und Möse, dann aber auch wieder feinere, sinnliche Namen gewählt wurden, je nach Situation und Stimmung, die beschrieben wurden.

    Mir gefällt auch die Ich-Form, das macht es sehr persönlich und die Gedankenebene, die kursiv geschrieben ist.
  14. Cover des Buches Erotik & Leidenschaft & Begierde (ISBN: 9783738067095)
    Jason Lawrence

    Erotik & Leidenschaft & Begierde

    (1)
    Aktuelle Rezension von: ScheckTina
    Bei dieser Rezension halte ich mich kurz. Das Buch heißt: EROTIK, LEIDENSCHAFT, BEGIERDE. Leider kommt nichts von diesen Gefühlen rüber. Es wird alles ohne Gefühl beschrieben. Da habe ich mehr erwartet. Sorry
  15. Cover des Buches Die Ödipusfalle (ISBN: 9783946307167)
    Andreas Mäckler

    Die Ödipusfalle

    (9)
    Aktuelle Rezension von: rewareni

    Alexander, Mitte 30, hat ein großes Problem. Er liebt zwar Frauen, aber die sollten älter sein als er, selbst wenn sie seine Mutter sein könnten. Deshalb ist er froh, als er Edith kennen lernt, die fast 20 Jahre älter ist als er. Ab sofort ist sie sein Objekt der Begierde und er tut alles, damit sie ihn endlich erhört. Doch Edith hat ein Problem mit dem großen Altersunterschied und einige unglückliche  Beziehungen haben sie vorsichtig werden lassen, was Männer betrifft. Alexander versucht alles, um Ediths Herz zu gewinnen und als sie sich endlich einmal auf ihn einlässt, schwebt er auf Wolke 7. Doch er hätte nie damit gerechnet, dass es ihm Edith so schwer machen würde und es ist ein ständiges auf und ab mit ihr. Oft meldet sie sich tagelang nicht bei ihm und dann sind die Nächte mit ihr wieder eine Erfüllung. Doch sein manchmal ungestümes Bedrängen missfällt Edith und selbst als er es schafft, dass sie eine gemeinsame Wohnung finden, entwickelt sich die Beziehung nicht so, wie es Alexander gerne hätte.

    ,,Die Ödipusfalle´´ von Andreas Mäckler, beschreibt humorvoll und mit einen Augenzwinkern zu lesende Geschichte des Protagonisten Alexander, der nur dann glücklich ist, wenn seine Geliebte um einiges älter ist als er. Der Autor lässt dabei auch Beispiele von berühmten Frauen einfließen, die kein Problem damit haben und ihre junge Liebe genießen. Anders ist hier Edith, die mit dem Umwerben so ganz und gar nicht klar kommt und sich ob des ungestümen Verhaltens bedrängt und auch eingeengt fühlt. Ich habe mich mit der Figur ein wenig schwer getan, weil sie immer wieder je nach Lust und Laune ihren Geliebten erhört hat oder sich dann tagelang wieder nicht gemeldet hat. Dass es das gesamte Buch über ein ständiges hin und her mit der Beziehung war, wo Alexander wie ein tapsiger, kleiner Hund hinter ihr herhechelt, war mir mit der Zeit zu viel. Da es auch ein Roman ist, der künstlerisch angehaucht ist, findet man immer wieder kleine Anekdoten oder Zitate von Künstlern wie Salvador Dali oder Otto Piene. Das Thema junger Mann und ältere Frau wird durch viele Ängste und Bedenken von Seiten Ediths beleuchtet und zeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, sich darauf einzulassen. Alexander hingegen würde alles für sie tun und kann ihre Sorgen und Unsicherheiten weder verstehen, noch will er sie akzeptieren. Das Ende war dann doch überraschend. Womit ich nicht ganz klar gekommen bin war, dass es bei der direkten Rede keine Satzzeichen gegeben hat und sich dadurch ein Satz nahtlos an den anderen angeschlossen hat. Das Cover mit den beiden gemalten Figuren bei denen man an eine Oma denkt, die ihren Enkel umarmt, lässt schon erahnen, dass es sich um einen ironischen Roman handeln wird. Eine nette Geschichte, wo ich aber mit den Protagonisten nicht ganz klar gekommen bin.


  16. Cover des Buches Sex Story (ISBN: 9783442757442)
    Philippe Brenot

    Sex Story

    (38)
    Aktuelle Rezension von: le_petit_renard

    In diesem Buch werden alle Fakten der Geschichte der Sexualität in einer Art Comic gezeigt. Beschrieben werden Praktiken, Herausforderungen rund um das Thema - insbesondere die Rolle der Frau und auch die Homosexualität werden veranschaulicht. Ein interessantes und lehrreiches Buch, aber eben keine Standardlektüre. Die Comiczeichnungen sind lustig gemacht und stellen auf anschauliche Weise das Wissen dar. Die Zeichnungen selbst sind sehr gelungen und bietet sicherlich Inspiration für das ein oder andere Künstlerherz. Dabei sind die Zeichnungen nicht anstößig - was doch eine Kunst bei dem Thema an sich ist. Insgesamt fand ich die Idee des Buches nett, mal was anderes - aber für 5 Sterne hat es mich nicht ganz überzeugt. Daher sehr gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich in der Geschichte zu Sexualität weiterbilden wollen.

  17. Cover des Buches Aus dem Tagebuch eines Tauentzien-Girls (ISBN: 9783946896340)
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