Bücher mit dem Tag "täuschung"
212 Bücher
- George R. R. Martin
Game of Thrones
(5.525)Aktuelle Rezension von: Roxy31Das Lied von Feuer und Eis – Die Herren von Winterfell von George R. R. Martin
Es gibt Fantasyromane und dann gibt es Geschichten, die eine ganze Welt erschaffen. Die Herren von Winterfell ist für mich genau so ein Buch. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, nicht einfach nur eine Geschichte zu lesen, sondern in eine lebendige Welt einzutauchen, in der jede Entscheidung Konsequenzen hat und jede Figur ihre ganz eigene Geschichte mitbringt.
Obwohl ich die Fernsehserie bereits kannte, war das Lesen des ersten Bandes noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis. Das Buch bietet so viele zusätzliche Details, Gedanken und Hintergründe, dass sich selbst bekannte Ereignisse wieder neu anfühlen.
📚 Worum geht es?
Im Mittelpunkt stehen die mächtigen Adelshäuser von Westeros, allen voran das Haus Stark aus Winterfell. Als Lord Eddard Stark die Bitte seines alten Freundes, König Robert Baratheon, annimmt und als neue rechte Hand des Königs nach Königsmund reist, beginnt eine Kette von Ereignissen, die das Schicksal des gesamten Reiches verändern wird.
Während im Süden politische Intrigen gesponnen werden, erwacht im Norden eine uralte Bedrohung jenseits der Mauer. Gleichzeitig kämpfen Mitglieder der Familie Stark an ganz unterschiedlichen Orten um ihren Platz in einer Welt, in der Macht, Loyalität und Verrat oft nur einen schmalen Grat voneinander entfernt sind.
Schon im ersten Band wird deutlich, dass niemand vor den Folgen seiner Entscheidungen sicher ist.
✍️ Schreibstil und Atmosphäre
George R. R. Martin schreibt detailreich und mit einer unglaublichen Liebe zum Weltenbau. Anfangs braucht die Geschichte etwas Zeit, um alle Figuren, Orte und Zusammenhänge einzuführen. Hat man sich jedoch darauf eingelassen, entwickelt sich ein Lesefluss, der einen kaum noch loslässt.
Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre. Winterfell, die Weite des Nordens, die prachtvollen Hallen von Königsmund und die eisige Mauer wirken so lebendig beschrieben, dass ich vieles direkt vor meinem inneren Auge sehen konnte.
Die wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass man die Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln erlebt. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild der Welt und ihrer Konflikte.
👥 Figuren und Entwicklung
Die Figuren sind für mich die größte Stärke dieses Buches. Jede einzelne besitzt eine eigene Persönlichkeit, eigene Ziele und nachvollziehbare Beweggründe.
Eddard Stark beeindruckt durch seine Ehre und seinen festen moralischen Kompass. Gleichzeitig merkt man schnell, dass genau diese Eigenschaften in einer Welt voller Intrigen nicht nur Stärke, sondern auch Schwäche sein können.
Auch Catelyn, Jon Schnee, Arya, Sansa, Bran, Robb und Daenerys erhalten bereits im ersten Band erstaunlich viel Tiefe. Jeder von ihnen erlebt eine eigene Entwicklung und genau das macht die Geschichte so spannend.
Besonders gefallen hat mir, dass es keine eindeutig guten oder bösen Figuren gibt. Fast jeder handelt aus seiner eigenen Sicht nachvollziehbar und genau diese moralischen Grauzonen machen den Roman so faszinierend.
⚔️ Spannung und Themen
Dieses Buch lebt nicht von ununterbrochener Action, sondern von politischen Machtspielen, überraschenden Wendungen und der ständigen Unsicherheit darüber, wem man vertrauen kann.
Neben den Intrigen behandelt George R. R. Martin Themen wie Familie, Loyalität, Verantwortung, Macht, Ehre und den Preis persönlicher Entscheidungen. Gerade diese Mischung verleiht der Geschichte eine außergewöhnliche Tiefe.
Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass jede noch so kleine Handlung später eine wichtige Bedeutung bekommt. Genau das macht den Roman so fesselnd.
📌 Stärken
Eine außergewöhnlich detaillierte und glaubwürdige Fantasywelt
Vielschichtige und hervorragend ausgearbeitete Figuren
Spannende politische Intrigen und überraschende Wendungen
Ein bildhafter und atmosphärischer Schreibstil
Eine Geschichte, die ständig neugierig auf das nächste Kapitel macht
⚠️ Kleine Schwächen
Der Einstieg ist durch die vielen Figuren und Orte anspruchsvoll
Man sollte sich Zeit nehmen, um alle Zusammenhänge zu erfassen
Wer schnelle Action erwartet, braucht etwas Geduld
🧠 Mein Gesamteindruck
Die Herren von Winterfell hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Obwohl die Geschichte sehr umfangreich ist, hatte ich nie das Gefühl, dass Details überflüssig wären. Im Gegenteil. Sie machen diese Welt erst so lebendig und glaubwürdig.
Besonders beeindruckt haben mich die Figuren. Jeder Charakter fühlt sich wie ein echter Mensch an, mit Stärken, Schwächen und nachvollziehbaren Entscheidungen. Genau dadurch fiebert man mit jedem Einzelnen mit.
Für mich ist dieser erste Band ein grandioser Auftakt einer der beeindruckendsten Fantasyreihen überhaupt. Er verbindet politische Intrigen, emotionale Momente und eine faszinierende Welt zu einem Leseerlebnis, das noch lange nach der letzten Seite nachhallt.
⭐ Fazit und Bewertung
5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
Das Lied von Feuer und Eis – Die Herren von Winterfell ist ein beeindruckender Auftakt einer epischen Fantasyreihe. George R. R. Martin erschafft eine Welt voller faszinierender Figuren, politischer Intrigen und überraschender Wendungen, die einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Wer Fantasy mit Tiefgang, komplexen Charakteren und einer außergewöhnlich lebendigen Welt liebt, sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Für mich war es ein absolutes Highlight und ein perfekter Einstieg in eine der größten Fantasygeschichten unserer Zeit.
- George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 02
(2.033)Aktuelle Rezension von: buchgestapelWorum geht’s?
Auch wenn ein verheerender Krieg aufzuziehen droht, glaubt Eddard Stark noch immer daran, dass sich alles zum Guten wenden wird. Nachdem dann auch noch König Robert stirbt, droht das gesamte Reich unterzugehen – wenn es nicht eine Chance gäbe, die rebellierenden Völker wieder zu vereinen.
Meine Meinung
Band eins der Reihe konnte mich auf jeden Fall überzeugen, auch wenn die vorherrschende Gewalt natürlich ein Punkt war, der nicht unbedingt jeden ansprechen wird und auch mich nicht immer begeistert hat. Nichtsdestotrotz war ich schon sehr gespannt darauf, wie es mit Familie Stark, ihren Anhängern und ihren Feinden weitergeht, deswegen konnte ich Band zwei dann auch nicht wirklich lange im Regal liegen lassen.
Die wechselnden Perspektiven haben mir auch hier wieder gut gefallen, primär weil die Handlung an unterschiedlichen Orten nun insgesamt an Fahrt aufgenommen hat und es somit kaum Momente gab, die sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen haben. Da ich mich mittlerweile auch wesentlich besser innerhalb des Settings zurechtgefunden habe, habe ich mich gleichzeitig auch wesentlich leichter damit getan, der eigentlichen Geschichte zu folgen und war wesentlich weniger darauf angewiesen, mir die Karten und die Anhänge anzuschauen.
Auch die Figuren selbst fand ich mittlerweile wesentlich interessanter, da man bei den meisten schon die ein oder andere Motivation erkennen konnte und es somit wesentlich spannender war, ihr Handeln und ihre Interaktion mit anderen Charakteren zu beobachten. Da man zumindest den Großteil der Figuren schon einen Augenblick lang begleitet hat, war die Charakterentwicklung hier dann auch wesentlich interessanter, als das zu Beginn für mich der Fall war.
Überzeugen konnte mich auch das Tempo der Geschichte, da der durchaus monumentale Charakter zwar konstant geblieben ist, ich mich beim Lesen aber trotzdem nicht gelangweilt habe. Teilweise war ich sogar sehr positiv überrascht davon, wie kurz mir das Buch insgesamt vorgekommen ist. Die Gesamtseitenlänge war nichtsdestotrotz nötig, um die Handlung insgesamt im Buch unterzubringen – auch wenn ich persönlich sehr froh darüber bin, dass die Bände in der deutschen Übersetzung nicht ganz so lang sind wie in der Originalfassung bzw. auf zwei Bücher aufgeteilt wurden.
Fazit
Bisher konnte mich diese Reihe auf jeden Fall überzeugen, auch wenn ich persönlich kein allzu großer Fan der vorherrschenden Gewalt in dieser Geschichte bin. Die zahlreichen Figuren, ihre Ränkespiele und Motivationen untereinander fand ich aber wirklich spannend zu verfolgen, weshalb ich jetzt schon sehr gespannt auf Band drei der Reihe bin.
Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.
- Dan Brown
Inferno - Filmbuchausgabe
(1.534)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband. - Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn
(8.344)Aktuelle Rezension von: SarahsclUff, diese Trilogie hat mir wirklich das Herz gebrochen. Obwohl ich die Filme bereits vorher gesehen habe, waren die Bücher noch einmal eine ganz andere Erfahrung. Besonders Katniss’ Gedanken und Gefühle kamen im Buch viel stärker zur Geltung – ihre Wut, ihre Zweifel und ihre inneren Konflikte waren förmlich spürbar.
Der Einstieg und einige Passagen bis etwa zur Mitte haben sich für mich etwas gezogen. Erst als die Geschichte Richtung Kapitol ging, nahm sie wieder richtig an Fahrt auf. Da ich die Filme bereits kannte, wusste ich zwar, wie die Handlung ausgeht, aber die Bücher haben mir einen viel intensiveren Einblick in die Charaktere und die Welt ermöglicht.
Insgesamt ist es ein gelungener Abschluss der Trilogie, auch wenn mir die ersten beiden Bände persönlich noch etwas besser gefallen haben. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Geschichten aus dieser Welt.
Trotz der kleinen Längen kann ich die Bücher absolut empfehlen – auch wenn man die Filme bereits kennt. Die Bücher schaffen es, den Charakteren noch mehr Tiefe zu geben und die Geschichte auf eine ganz andere Weise erlebbar zu machen. 🔥
„Wenn wir brennen, brennt ihr mit uns!“ 🥀
- George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 03
(1.622)Aktuelle Rezension von: buchgestapelWorum geht’s?
In Westeros ziehen dunkle Zeiten auf, als nach dem Tod von König Robert die Frage um seine Nachfolge geklärt werden soll. Vier Könige sind dabei drei zu viel – und so muss Robb Stark nicht nur alles dafür tun, um als König des Nordens zu bestehen, sondern auch seine Familie beschützen, die in den Händen der Lennisters alles andere als sicher ist.
Meine Meinung
So lange wie ich diese Reihe vor mir hergeschoben habe, mit umso mehr Begeisterung arbeite ich mich aktuell durch die Bände. Auch Band drei hat mich wieder gut unterhalten, wobei ich noch immer ein paar Probleme dabei habe, die zahlreichen Nebenfiguren und Schauplätze sauber auseinanderzuhalten.
Mit dem Schreibstil komme ich mittlerweile sehr gut zurecht und lese ihn tatsächlich auch gerne, was es leicht macht, recht schnell voranzukommen. Auch der Handlungsbogen konnte mich hier recht schnell packen, da die häufigen Perspektiv- und Ortswechsel eine hohe Dynamik mit sich bringen und praktisch keine unnötigen Längen zulassen.
Schwierig wurde es für mich daher tatsächlich nur bei den Allianzen, Intrigen und taktischen Schachzügen, da ich noch immer ein relativ großes Problem mit den Namen der zahlreichen Nebenfiguren habe und mich nicht so leicht mit der Orientierung tue. In Hinblick auf das Geschehen ist zwar bisher noch nicht weltbewegend viel passiert, Tempo und Ereignisse haben mich aber trotzdem auf keinen Fall gelangweilt und machen neugierig darauf, was mit Familie Stark und ihren Gegenspielern noch so alles passieren wird.
Fazit
Auch wenn ich mich bei den ganzen Namen ehrlicherweise noch immer ein bisschen orientierungslos fühle, hatte ich auch hier wieder viel Freude beim Lesen. Für das Setting und den Handlungsbogen lohnen sich die kleinen Unsicherheiten daher in meinen Augen auf jeden Fall, auch wenn man so wirklich aufpassen muss, um der Geschichte folgen zu können.
Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.842)Aktuelle Rezension von: KeksTrommelEmmas Leben wird durch eine Vergewaltigung geprägt. Sie verlässt seit dem das Haus nicht mehr. Doch dann soll sie ein Paket annehmen, für einen Nachbarn, den sie nicht kennt.
Das Cover meines Buches war wie ein Paket mit aufgedruckten Sticker, den man dafür ausfüllt. Das fand ich ebenso passend für das Buch wie den Titel.
Emma ist eine Person, die man im Laufe des Buches immer weniger versteht. Sie ist sichtlich verwirrt und man kann nicht unterscheiden, wie viel Wahrheit ist und was nur in ihrem Kopf passiert.
Das Buch war sehr spannend. Es war flüssig zu lesen. Hier und da war es mir aber zu durcheinander und schwerer zu lesen. Es sind zu viele Dinge auf einmal passiert. Dazu die Verwirrtheit. Das hat es nicht leicht gemacht.
Dennoch kann ich das Buch weiter empfehlen.
- Stephanie Garber
Caraval
(1.194)Aktuelle Rezension von: JemasijaFast zwei Jahre lag das Buch auf meinem SuB, bevor ich endlich danach gegriffen habe. Der Anfang hat mir auch gut gefallen und ich kam schnell in die Geschichte rund um Scarlett, ihre Schwester und Caraval rein. Die Idee hinter dem Spiel klang spannend und ich war neugierig, was Scarlett dort erwartet.
Leider hat mich das Buch im weiteren Verlauf immer mehr verloren. Der Schreibstil war mir viel zu detailreich. Es gibt sehr viele Beschreibungen, Vergleiche und Metaphern, wodurch sich für mich selbst einfache Szenen unnötig in die Länge gezogen haben. Statt mich tiefer in die Welt eintauchen zu lassen, hat genau das meinen Lesefluss gebremst und ich fand das Buch mit der Zeit immer langweiliger.
Auch Caraval selbst konnte mich nicht fesseln. Eigentlich bietet die Idee mit dem geheimnisvollen Spiel, den Hinweisen und der Frage, was real ist und was nicht, viel Potenzial. Beim Lesen hatte ich aber irgendwann das Gefühl, dass sich vieles wiederholt und ich habe immer weniger Interesse daran gehabt, wie das Spiel ausgeht. Auch zu den Charakteren konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen.
Nach fast zwei Jahren auf dem SuB bin ich froh, dem Buch eine Chance gegeben zu haben, aber für mich war es leider nichts. Der Einstieg hat mir noch Hoffnung gemacht, danach musste ich mich immer mehr durch die Seiten kämpfen. Die Reihe werde ich deshalb nicht fortsetzen.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Halbblutprinz (Harry Potter 6)
(9.690)Aktuelle Rezension von: Bigsale3Harry Potter ist mein absolutes Lieblingsbuch und ich empfehle es dringend weiter. Und der sechste Band, der Halbblutprinz ist ein Meisterwerk und es lohnt sich das Buch zu lesen!
Harry kehrt für sein sechstes Schuljahr nach Hogwarts zurück und noch mehr Ruhm und Ansehen erwarten ihn dort. Er ist berühmter denn je. Doch Voldemort ist auf freiem Fuss und deshalb kann er seine Schulzeit gar nicht geniessen. Ein spannendes tragisches Jahr erwartet ihn! Er erfährt vieles über Tom Riddles (Voldemort) Vergangenheit, vielleicht sogar mehr als er wissen wollte... Und was heckt Draco Malfoy eigentlich aus?
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.741)Aktuelle Rezension von: Hari_T_
Ich gebe es offen zu: Als ich zu Gone Girl von Gillian Flynn griff, erwartete ich zunächst einen eher klischeehaften „Frauenroman“ – viel Beziehung, viel Drama, aber wenig Tiefe. Doch was ich bekam, war das genaue Gegenteil.
Schon nach den ersten Kapiteln wird klar, dass dieser Roman ein raffiniert konstruierter Psychothriller ist, der mit Erwartungen spielt und sie gezielt zerstört. Die Geschichte um das Verschwinden von Amy Dunne und die zunehmende Verdächtigung ihres Ehemanns Nick entwickelt sich zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint.
Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Perspektivwechsel, Tagebucheinträge und gezielte Wendepunkte sorgen dafür, dass man als Leser ständig hinterfragt, wem man eigentlich glauben kann. Flynn versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und gleichzeitig tief in die Abgründe einer Beziehung einzutauchen.
Was als vermeintlich „toxischer Beziehungsroman“ beginnt, entpuppt sich als kluge Analyse von Manipulation, Medienwirkung und Identität. Die Figuren sind alles andere als sympathisch – und genau das macht sie so faszinierend. Man liest nicht, weil man sie mag, sondern weil man wissen muss, wie weit sie noch gehen werden.
Fazit: Gone Girl ist kein seichter Liebesroman, sondern ein düsteres, intelligentes und packendes Werk, das lange nachwirkt. Wer sich darauf einlässt, wird überrascht – und vielleicht auch ein wenig verstört.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.605)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Unbekannte haben im Internet eine Jagd-Lotterie ins Leben gerufen. Jeder kann für eine Gebühr von 10 € den Namen einer Person einreichen, der man den Tod wünscht. Am 08.08. wird dann um 20:08 Uhr ein Name ausgelost und die betreffende Person bis zum nächsten Morgen als vogelfrei erklärt. Wem es gelingt diese Person zu töten dem winkt eine Fangprämie in Höhe von 10 Mio. €. Für Ben beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod als er erfährt, dass er ausgelost worden ist. In der ebenfalls nominierten Arezu findet Ben eine Verbündete...
Meine Meinung:
Ich mag den Film „The Purge“ und habe mich daher auf dieses Buch gefreut, das ihn als Inspirationsquelle genutzt hat. Was ich toll finde ist die Tatsache, dass dem Buch zwar die gleiche Idee zugrunde liegt, aber gleichzeitig jede Menge neue Einfälle eingebracht wurden. Das Buch ist keinesfalls eine blasse Kopie des Films und punktet mit vielen überraschenden Wendungen.
Das Erzähltempo ist hoch und das Buch ist ein richtiger Pageturner in dem viel passiert, weshalb man es in kürzester Zeit gelesen hat. Man fiebert sehr mit Ben mit (und auch mit Arezu) und hofft, dass er heil davonkommt. Die Spannung wird über das ganze Buch hinweg aufrechterhalten, weil Bens Leben immer wieder in höchster Gefahr ist. Außerdem stellen sich folgende Fragen, die einem mit Interesse dabeibleiben lassen: Wer hasst Ben so sehr, dass er ihn zur Jagd-Lotterie angemeldet hat? Wer hat die Jagd-Lotterie ins Leben gerufen? Wird es gelingen den Drahtziehern der Jagd-Lotterie auf die Spur zu kommen und ihnen das Handwerk zu legen?
Sehr gut hat mir die Idee gefallen, dass der Handlungsschauplatz anders als in „The Purge“ kein von einem Unrechtsregime regiertes Land ist und sich das Geschehen nicht in der Zukunft, sondern sich stattdessen im Deutschland der Gegenwart abspielt. Das macht alles noch bedrückender und man wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Dieser Thriller punktet nicht „nur“ mit spannenden Entwicklungen und Action, sondern es geht nebenbei auch um ein ernstes und aktuelles Thema. Es geht darum wie schnell sich Fake News verbreiten und wie schwer sie sich eindämmen lassen. Das wird sehr eindrücklich beschrieben. Die Falschmeldung, dass die Jagd-Lotterie von der Bundesregierung genehmigt wurde wird zwar glücklicherweise nicht von allen Menschen geglaubt, aber selbst wenn statistisch betrachtet nur 5 % der Bevölkerung extrem für Fake News anfällig sind wären das in einem Land wie Deutschland immer noch vier Millionen Menschen vor denen Ben sich in Acht nehmen muss. Einmal in der Welt können Fake News ein Eigenleben entwickeln:
„Eine Lüge, ein Gerücht, die sensationelle Falschmeldung. All das verbreitete sich wie eine Epidemie, steckt die Menschen an und springt von Empfänger zu Empfänger. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Erkrankten, deren Seeleninfiziert sind, ihre Krankheit nur selten wahrnehmen. Aber der Like unter dem peinlichen Kinderfoto, mit dem der Klassennerd gemobbt wird, kann noch tödlicher sein als Ebola. Wenn auch nicht für den, der sich von dem Hass im Netz anstecken lässt. Aber für den, der die Zielscheibe ist.“ (S. 168/169)
Außerdem wird aufgezeigt wie aus einer Ansammlung von Individuen ein aggressiver Mob werden kann und auch das ist ziemlich erschreckend und stimmt nachdenklich.
Warum habe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne vergeben?
Leider hatte dieses Buch für mich neben den genannten Stärken auch einige entscheidende Schwächen. Ich konnte nur bedingt nachvollziehen, dass Ben am Anfang nicht direkt zur Polizei gegangen ist als er erfahren hat, dass er von der Jagd-Lotterie als Opfer ausgelost wurde. Aber das allein hätte ich noch verzeihen können, da es nun einmal die Voraussetzung für den folgenden Wettlauf auf Leben und Tod gewesen ist. Leider gab es dann im weiteren Verlauf aber noch so einige weitere Aspekte, die mich ein bisschen gestört haben und die ich nicht so ganz überzeugend fand…
Einige Dinge waren mir zu konstruiert. Bestes Beispiel ist die Auflösung des Rätsels wer denn nun eigentlich den armen Ben für die AchtNacht nominiert hatte. Das war sehr überraschend und einfallsreich, aber ich fand es nicht zu 100% glaubwürdig, dass Ben das erst zu einem so späten Zeitpunkt herausfindet. Für die, die es genauer wissen wollen (ACHTUNG SPOILER): Ben wir plötzlich von der Erinnerung eingeholt, dass er sich selbst nominiert hat, weil er Schuldgefühle bzgl. des Autounfalls hat. Daran hat er sich zuvor nicht erinnert, weil er an dem besagten Abend sehr betrunken gewesen ist und einen Filmriss hatte.
Zudem gibt es den einen oder anderen Handlungsstrang, der zwar für zusätzliche Spannung sorgt, aber zugleich auch dafür sorgt, dass die Geschichte insgesamt dann doch etwas zu überladen und übertrieben daherkommt. Die beklemmende Szene mit der Prostituierten und der Handlungsstrang rund um den Gewaltexzesse fürs Darknet filmenden Dash waren mir ein bisschen zu viel. Für mich waren das etwas zu gewollt wirkende Versuche noch mehr aufsehenerregende Szenen in die auch so schon spannende Handlung einzubauen.
Ich finde außerdem, dass es besser gewesen wäre, wenn der Autounfall, den Ben verursacht hat eine andere Ursache gehabt hätte. ACHTUNG SPOILER: Ben hat das Lenkrad verrissen, weil seine Tochter während der Fahrt von einem weiteren Mitfahrer begrapscht wurde. Da Bens Tochter später nur vage Erinnerungen an die Sekunden vor dem Unfall hat weiß sie nur noch, dass sie angefasst wurde, aber nicht mehr von wem. Deshalb verdächtigen einige Leute Ben statt des eigentlichen Täters und Ben kann seine Unschuld nicht beweisen, weil sich seine Tochter sich nicht erinnert und somit nur Bens Aussage gegen die des Täters steht. Dieses Drama war mir zu bedrückend und mir wäre es lieber gewesen, wenn man das aus dem Buch gestrichen hätte. Eine andere Unfallursache hätte ich besser gefunden. Es war einfach schrecklich wie Ben zu Unrecht verdächtigt wurde seine Tochter angefasst zu haben und keine Möglichkeit hatte die Zweifel an seiner Unschuld auszuräumen.
Vor allem aber hatte ich mit dem Ende Probleme. Es werden zwar alle offenen Fragen beantwortet, aber auch hier wirkte einiges auf mich zu konstruiert und zu erzwungen. So erfährt man beispielsweise, dass Arezu unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, aber wie sich diese Erkrankung bei ihr zeigt war mir etwas zu klischeehaft und kam mir nur bedingt authentisch vor. Außerdem finde ich es gar nicht gut, dass Ben am Ende seinen eigenen Tod vortäuschen muss, weil die Öffentlichkeit ihn des Mordes, Totschlags und sexuellen Missbrauchs für schuldig hält. Er ist zwar unschuldig, aber er wird das nie beweisen können und will seine Tochter durch seinen vorgetäuschten Tod schützen. Seine Tochter hat aber wirklich schon genug mitgemacht und ich finde es trotz Bens guter Absicht nicht in Ordnung, dass er sie in dem Glauben lässt er sei gestorben. Zu allem Überfluss ist Ben außerdem am Ende querschnittsgelähmt. All das zusammen hat dafür gesorgt, dass ich das Ende insgesamt zu deprimierend und hoffnungslos fand. Die Ungerechtigkeit unter der Ben zu leiden hat ist einfach nur furchtbar und nicht so leicht auszuhalten. Vor allem aus diesem Grund würde ich das Buch kein zweites Mal lesen.
Fazit:
Das Buch ist ein Pageturner, den man in kürzester Zeit gelesen hat. Ich fand zwar einige Dinge etwas übertrieben und einiges war mir zu konstruiert bzw. wirkte mir etwas zu gewollt, aber ich hatte nichtsdestotrotz eine gute Zeit mit dem Buch und habe es insgesamt gerne gelesen. Aufgrund der bereits erläuterten Schwachstellen, die das Buch meiner Meinung nach hat, würde ich es aber nicht noch einmal lesen. Vor allem mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden.
Ich werde trotzdem noch anderen Büchern des Autors eine Chance geben, weil ich u. a. auch schon „Mimik“ von ihm gelesen habe und das war für mich ein 5-Sterne-Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
- Sebastian Fitzek
Das Joshua-Profil
(1.440)Aktuelle Rezension von: Alina35Das Joshua‑Profil ist ein rasanter Thriller, der von der ersten Seite an fesselt. Die Idee eines Systems, das zukünftige Straftaten vorhersagt, ist packend umgesetzt, und die Handlung bleibt durchweg spannend. Einige Wendungen wirken etwas konstruiert, insgesamt ist die Geschichte aber klug aufgebaut und hält die Spannung bis zum Schluss.
- Charlotte Brontë
Jane Eyre
(1.418)Aktuelle Rezension von: Wolf-MacbethIch habe den Roman nach ungefähr einem Drittel abgebrochen.
Der erste Teil – von Janes Kindheit bis zu ihrem Abschied aus Lowood – gehört für mich zum Besten, was ich bisher gelesen habe. Er hat mich tief berührt und zum Nachdenken gebracht. Im Mittelpunkt steht für mich nicht die Handlung selbst, sondern das, was Charlotte Brontë über den Menschen sichtbar macht: Wer darf sprechen? Wer hat überhaupt eine Stimme? Was bedeuten Macht und Ohnmacht, Würde und Demütigung, Gerechtigkeit und Heuchelei, Mitgefühl und Freundschaft? Genau darin lag für mich die große Stärke des Romans.
Der Bruch kommt für mich mit Janes Ankunft in Thornfield Hall als Gouvernante. Ab diesem Punkt verliert der Roman seinen literarischen Reiz. Die Handlung wirkt auf mich zunehmend vorhersehbar, klischeehaft, konventionell und formelhaft. Das vertraute Muster des älteren, wohlhabenden Aristokraten und der jungen, unerfahrenen Gouvernante bestimmt für mich die Geschichte immer stärker. Hinzu kommen weitere Figuren und Konstellationen, die ich als stereotype Rollen dieser romantischen Erzähltradition empfunden habe.
Ich werfe Charlotte Brontë selbstverständlich nicht vor, dass spätere Romane und Hollywoodfilme ähnliche Geschichten erzählt haben. Mein Eindruck ist vielmehr, dass dieses romantische Erzählmuster bereits hier weitgehend konventionell angelegt ist und bis heute immer wieder aufgegriffen wurde. Für mich fehlte ab Thornfield die gedankliche Tiefe und Eigenständigkeit, die den ersten Teil so außergewöhnlich gemacht hatten.
Vielleicht habe ich den Roman zu früh abgebrochen. Das kann ich nicht ausschließen. Doch nach etwa einem Drittel konnte ich mich für die weitere Entwicklung der Geschichte einfach nicht mehr interessieren.
Selten hat mich ein Roman so gespalten zurückgelassen: Zunächst las ich etwas vom Besten, das ich bisher gelesen habe. Danach folgte für mich einer der enttäuschendsten Leseeindrücke überhaupt.
- Neal Shusterman
Scythe – Die Hüter des Todes
(1.245)Aktuelle Rezension von: sozicu“Scythe” stellt einen wirklich vor ein moralisches Dilemma. Die Menschheit hat die Unsterblichkeit erreicht, dich der Planet und seine Ressourcen sind endlich. Um gegen Überbevölkerung anzukommen gibt es die Scythe, die Menschen nachlesen (also töten).
In dem Buch lernen wir die Welt kennen und das Wesen der Scythe. Es werden direkt und indirekt moralische Fragen gestellt.
Mir hat das Buch gefallen, die Idee um diese Welt und wie sie funktioniert ist echt gruselig und doch spannend.
Der Plot wurde im Mittelteil etwas zäh, doch nahm am Ende richtig Fahrt auf.
Politik kommt ebenfalls nicht zu kurz.
Ich kann “Scythe” allen Dystopie-Fans nur empfehlen.
- Aldous Huxley
Schöne neue Welt
(1.218)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosBrave New World ist erschreckender als 1984, weil niemand zwingt. Die Menschen wählen ihre eigene Konditionierung, weil sie sich dabei gut fühlen. Huxley beschreibt eine Gesellschaft, in der Identität von Geburt an zugewiesen wird und niemand protestiert, weil der Protest selbst weggezüchtet wurde. Die Frage, die das Buch stellt und nie beantwortet: Was ist Freiheit wert, wenn man gelernt hat, sie nicht zu vermissen?
- Christelle Dabos
Die Spiegelreisende 1 − Die Verlobten des Winters
(745)Aktuelle Rezension von: Sara1Die beschriebene Welt ist ein tollen Konzept. Die Hauptfigur Ophelia lernt man im Laufe des Buches immer besser kennen und auch lieben. Sie wird wie der Leser auch in die neue Welt den Pol geworfen und muss sich darin zurecht finden. Die Handlung nimmt nach der Hälfte immer mehr Fahrt auf und es kommt zu Wendungen mit welchen man nicht rechnet. Insgesamt ist das Buch toll geschrieben und man kann es nicht weglegen wenn man mit dem lesen begonnen hat.
- Ursula Poznanski
Layers
(686)Aktuelle Rezension von: Nadine21Dorian ist obdachlos, seit er bei seinem Vater abgehauen ist. Eines Morgens erwacht er neben einem anderen Obdachlosen, der offenbar ermordet wurde? Dorian kann sich an nichts erinnern. Könnte er der Mörder sein? In seiner Not erscheint ihm Hilfe in Form eines Wohltäters, der obdachlose Jugendliche aufnimmt und ihnen in seiner Villa ein Dach über den Kopf bietet. Doch warum macht er das? Und warum müssen die Jugendlichen Flyer und andere Sachen verteilen?
Für mich ein solider Roman von Ursula Posznanski, aber nicht ihr bester. Die Spannung und die Frage nach dem Warum war immer da, aber im Mittelteil hat für mich die Handlung etwas nachgelassen. Es gab viele Wiederholungen und die Geschichte rund um die Villa war auch etwas undurchsichtig.
Das Ende fand ich dann zwar logisch, aber irgendwie auch unrealistisch. Es kam auf jeden Fall alles viel zu schnell und war dadurch etwas ruckelig.
Insgesamt aber ein gutes Jugendbuch der Autorin. Von mir eine bedingte Leseempfehlung. Vielleicht eher für Leser, die schon ein paar Bücher der Autorin kennen.
- Taylor Jenkins Reid
Die sieben Männer der Evelyn Hugo
(832)Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel⭐⭐⭐⭐☆ | 4/5 Sterne
Die sieben Männer der Evelyn Hugo war für mich ein Buch, durch das ich unglaublich gut durchgekommen bin. Nach dem riesigen Hype der letzten Jahre war ich sehr gespannt auf die Geschichte – auch wenn ich im Nachhinein sagen muss, dass ich den Hype persönlich nicht ganz nachvollziehen konnte.
Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Besonders das Leben von Evelyn zu verfolgen war spannend und emotional. Mit jeder Seite erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, ihre Entscheidungen und die Menschen, die sie geprägt haben. Dabei war die Geschichte ganz anders, als ich sie mir im Vorfeld vorgestellt hatte – und genau das hat für einige Überraschungen gesorgt.
Evelyn ist eine vielschichtige Figur mit Stärken und Schwächen, was sie sehr authentisch wirken lässt. Auch wenn mich das Buch nicht ganz so umgehauen hat wie viele andere Leserinnen und Leser, habe ich die Geschichte gerne gelesen und kann verstehen, warum sie so viele Menschen berührt hat.
Für mich war es ein gutes Buch mit einer besonderen Geschichte, das ich gerne gelesen habe – auch wenn es für mich kein absolutes Highlight war.
- Vincent Kliesch
Auris
(804)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
In Auris begleitet man die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, die sich auf Fälle spezialisiert hat, bei denen es um mögliche Justizirrtümer geht. Als sie auf den Fall des verurteilten Phonetikers Matthias Hegel stößt, wird sie sofort misstrauisch.
Hegel, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten selbst kleinste Nuancen in Stimmen und Geräuschen analysieren kann, sitzt wegen Mordes im Gefängnis, obwohl vieles darauf hindeutet, dass mehr hinter dem Fall steckt.
Während Jula beginnt, tiefer zu recherchieren, gerät sie immer weiter in ein Netz aus Geheimnissen, Gefahren und Ungereimtheiten. Dabei wird schnell klar, dass dieser Fall weit größer ist, als er zunächst scheint.
Eigene Meinung:
Die Grundidee des Buches hat mich sofort begeistert. Das Thema rund um forensische Phonetik ist unglaublich spannend und für mich etwas Neues gewesen. Ich fand es faszinierend, was man allein durch Stimmen, Sprachmuster oder Hintergrundgeräusche alles herausfinden kann. Genau dieser Aspekt hebt das Buch für mich von vielen anderen Thrillern ab.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass dieser Bereich noch etwas stärker im Fokus steht. Die Ansätze waren sehr interessant, aber an manchen Stellen hätte ich gerne noch mehr Einblicke in diese besondere Fähigkeit bekommen.
Der Fall selbst war durchgehend spannend aufgebaut und hat mich zum Miträtseln eingeladen. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und habe das Buch wirklich schnell durchgelesen.
Jula fand ich als Protagonistin sehr gelungen. Sie ist sympathisch, mutig und bringt durch ihre Vergangenheit eine emotionale Tiefe mit. Ihr Weg zur True-Crime-Podcasterin und ihre Motivation fand ich nachvollziehbar. Besonders spannend fand ich, wie ihr persönliches Schicksal immer wieder mitschwingt.
Auch die Dynamik zwischen ihr und Matthias Hegel hat mir gut gefallen. Hegel bleibt lange rätselhaft und sorgt dafür, dass man sich ständig fragt, was wirklich hinter ihm steckt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Kapitel sind kurz gehalten und sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Gerade die vielen kleinen Cliffhanger am Kapitelende tragen dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Das Ende hat viele Fragen offen gelassen und sorgt definitiv dafür, dass man direkt zum nächsten Band greifen möchte.
Fazit:
Ein spannender Thriller mit einer außergewöhnlichen und sehr interessanten Thematik, die definitiv im Gedächtnis bleibt. Auch wenn mir stellenweise noch das gewisse Etwas und etwas mehr Tiefe im Bereich der Phonetik gefehlt haben, konnte mich die Geschichte gut unterhalten. Das offene Ende sorgt für große Neugier auf die Fortsetzung.
- Ransom Riggs
Die Stadt der besonderen Kinder
(609)Aktuelle Rezension von: SmultronaJacob und die besonderen Kinder von Miss Peregrine haben es aus der Zeitschleife von der Insel geschafft und sind nun auf dem Festland. Dort versuchen sie nicht nur dem Krieg zu entkommen, sondern weiterhin auch den Hollows. Außerdem brauchen sie dringend Hilfe für Miss Peregrine.
Der zweite Teil verbirgt einige spannende Wendungen und Abwechslungen. Er steht dem ersten Teil in nichts nach.
- Mhairi McFarlane
Vielleicht mag ich dich morgen
(735)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover ist modern, verspielt und transportiert sofort die leichte Romantik und den britischen Charme, der auch die Geschichte prägt – ein echter Hingucker, der perfekt zum Ton des Romans passt.
Die Protagonistin ist herrlich authentisch, schlagfertig und emotional greifbar, während der männliche Gegenpart mit Tiefe, Wärme und genau der richtigen Portion Zurückhaltung überzeugt; ihre Dynamik wirkt natürlich und entwickelt sich glaubwürdig und berührend.
Die Nebenfiguren sind liebevoll ausgearbeitet, bringen Humor, Konflikte und Herz in die Geschichte und geben der Handlung zusätzliche Tiefe, ohne jemals von der Hauptstory abzulenken.
Mhairi McFarlanes humorvoller, kluger Schreibstil trifft auf ein lebendiges, britisches Setting, das der Geschichte Charme, Wärme und emotionale Erdung verleiht.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- Stephanie Garber
Legendary
(479)Aktuelle Rezension von: EllisbookshelfGott ich liebe diese Reihe! Tella ist wirklich wirklich bad a** und ich mag total, dass sie nicht fehlerfrei ist, sondern man einige ihrer Entscheidungen als LeserIn auch ehrlich kritisch sehen kann. Das macht sie unfassbar menschlich und sympathisch. Wie auch schon bei Caraval, bin ich ein großer großer Fan des Schreibstils und der whimsical Magie in diesem Buch. Caraval an sich ist so magisch… ich wünschte ich könnte noch die Bücher zu allen Caravals davor lesen. Ich würde aber eher ungerne mitmachen wollen und wenn dann nur als eine von Legends Schauspielerinnen. Oh und ich wurde leider gespoilert wer Legend ist, aber es hat das Buch wirklich nicht weniger spannend gemacht und das will was heißen, da das schon einer der Hauptplottwists war. Und ich habe jetzt leider persönlichen Beef mit Scarletts und Tellas Mutter. Ich kann mich gar nicht entscheiden ob ich sie oder deren Vater weniger mag. Außerdem habe ich mich gefreut und war auch ehrlich überrascht, dass wir Jacks schon in der Caraval Reihe kennenlernen.
- Genevieve Cogman
Die unsichtbare Bibliothek
(452)Aktuelle Rezension von: Daniela_BeilnerTitel und Cover haben mich sofort angesprochen und auch der Klappentext klang vielversprechend - daher habe ich zugeschlagen und wurde nicht enttäuscht
Die Grundidee einer Bibliothek in der seltene Bücher gesammelt werden, die in den unterschiedlichsten Welten beschafft werden, war für mich sehr interessant und auch einmal etwas neues. Es dauerte etwas bis ich mit den Figuren warm geworden bin und ich mir einen Überblick über die Magie und die Welten verschafft habe, da irgendwie nicht allzu viel erklärt wird und man die Infos quasi nur nebenbei bekommt, aber ich bin trotzdem relativ schnell ins Lesen gekommen und finde vor allem Kai als Protagonisten sehr interessant und bin schon gespannt was wir noch alles in den weiteren Bänden über ihn erfahren werden. Auch alle anderen Personen scheinen das eine oder andere Geheimnis zu haben und da es sich um eine längere Reihe handelt bin ich schon gespannt was hier noch alles auf mich zukommt und wie viele fremde Welten ich noch gemeinsam mit Irene und Kai besuchen werde. Auch den Gegenspieler finde ich sehr interessant und hoffe ich erfahre noch mehr über seine Beweggründe
Da ich ja auch sehr gerne Krimis und Thriller lese war dieser Genre-Mix für mich sehr gelungen und ich freue mich schon auf die nächsten Teile der Reihe - Teil 2 habe ich mir gleich nach dem beenden von diesem Buch besorgt
- Lily S. Morgan
How To Catch A Magical Light (New York Magics 1)
(161)Aktuelle Rezension von: Ninchen24Arlyn Dorell ist die beste Diebin New Yorks – und das aus gutem Grund: Als Irrlicht kann sie sich unsichtbar machen. Zusammen mit ihrer menschlichen Mitbewohnerin und einer Hexe lebt sie in der magischen Bibliothek Libby, von wo aus sie ihre Aufträge plant. Doch als jemand ihre wahre Identität entdeckt und sie erpresst, bleibt ihr keine Wahl: Sie muss sich als Agentin beim Magical Bureau of Investigation bewerben, um ein wertvolles Artefakt zu stehlen. Ausgerechnet dort trifft sie auf Special Agent Marlon Heaton – den Dämon, der sie seit Jahren jagt und ihr gefährlich nahekommt.
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Besonders interessant fand ich die Idee, dass Menschen und magische Wesen gemeinsam in einer Welt leben und dass selbst unter den magischen Wesen Herkunft und Stärke über Ansehen und Macht entscheiden. Das führt zu Konflikten und Aufständen bei den „niedrigeren“ Wesen und verleiht der Geschichte eine spannende Dynamik.
Die magischen Wesen sind faszinierend, hätten aber noch stärker genutzt werden können. Oft werden ihre Besonderheiten nur beschrieben, ohne dass sie die Handlung maßgeblich beeinflussen. Für mich blieb zum Beispiel unklar, warum Arlyn sich als Irrlicht unsichtbar machen kann – auch wenn ich es sehr passend finde, dass sie diese Fähigkeit für ihre Arbeit als Diebin einsetzt.
Arlyn selbst ist eine sympathische, lebendige Protagonistin. Ich mochte ihre quirlige Art, ihren Job und ihre Freunde sehr. Besonders gefallen hat mir die lebendige Bibliothek „Libby“, die fast wie ein fühlendes Wesen beschrieben wird – als Bücherliebhaberin hätte ich so eine Bibliothek selbst gerne. Marlon ist ihr Gegenpol: grummelig, verschlossen und auf sich allein gestellt. Er taut nur langsam auf, doch das Zusammenspiel mit Arlyn funktioniert sehr gut. Sie bringt Farbe in seine graue Detektivarbeit und lässt sich von ihm nicht beirren. Etwas unpassend fand ich nur, dass Arlyn sich von Anfang an zu ihm hingezogen fühlt – glaubwürdiger wäre es gewesen, wenn sich ihre Gefühle erst im Laufe der Geschichte entwickelt hätten.
Mir sind zudem einige Grammatik- und Rechtschreibfehler aufgefallen. Sie sind zwar nicht gravierend, treten aber öfter auf und stören gelegentlich den Lesefluss.Insgesamt ist es ein schönes, kurzweiliges Buch mit einer wendungsreichen Handlung, sympathischen Figuren und einem gelungenen Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.
- Freida McFadden
Sie kann dich hören
(668)Aktuelle Rezension von: Bella_507Hier finde ich das Freida auch gut geschrieben hat, doch ich habe schnell bemerkt, dass es sich jetzt um einen anderen Sachverhalt handelt als in ersten Buch. Was nicht schlimm ist. So sah ich beim Lesen weitere Spannungsmomente und ich wurde nicht enttäuscht als ich begriff, dass ich Recht hatte mit meiner Vermutung was die Frau des Hauses angeht. Mir hatten da schon viele andere Kompomenten gefehlt. Alles in allem ist Sie kann dich hören gut umgesetzt worden und man bekommt mehr von Milly zu lesen, wie man es sich gewünscht hat.























