Bücher mit dem Tag "tagebuch"
540 Bücher
- Rebecca Yarros
Iron Flame – Flammengeküsst
(1.360)Aktuelle Rezension von: MelinarAuch der zweite Band hat mir wieder mega gut gefallen. Obwohl das Buch wirklich ein ordentlicher Brocken ist, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und wollte eigentlich ständig wissen, wie es weitergeht. An ein paar Stellen hätte man die Geschichte meiner Meinung nach etwas kürzen können, aber insgesamt hat mich die Länge tatsächlich weniger gestört, als ich vorher gedacht hätte.
Violet mag ich als Charakter weiterhin richtig gerne. Ich finde ihre Entwicklung spannend und sie ist für mich einfach eine starke Hauptfigur, ohne dass sie dadurch langweilig oder perfekt wirkt. Auch Xaden hat es mir wieder angetan. Die Dynamik zwischen den beiden gehört für mich definitiv zu den Dingen, die die Reihe so fesselnd machen.
Zur Handlung möchte ich gar nicht zu viel sagen, weil man bei diesem Buch wirklich möglichst wenig wissen sollte. Es gab einige Momente, bei denen ich einfach weiterlesen musste, weil ich unbedingt wissen wollte, was als Nächstes passiert.
Auch optisch kann ich wieder nur sagen: wunderschön. Das Cover gefällt mir richtig gut und der Farbschnitt passt perfekt dazu. Insgesamt für mich wieder ein richtig tolles Buch und ich freue mich definitiv auf den nächsten Band.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter 2)
(11.574)Aktuelle Rezension von: Welpemax„Die Kammer des Schreckens“ ist ein gelungener zweiter Band, der die Welt von Harry Potter spürbar erweitert und dabei den Ton des ersten Buches beibehält. Mit 3,5 Sternen fällt die Bewertung etwas zurück gegenüber Band 1 mit 4 Sternen, was vor allem daran liegt, dass der erste Teil noch stärker vom Staunen über die neue Zauberwelt lebt. Hier ist vieles bereits vertrauter, dadurch wirkt der Überraschungseffekt etwas kleiner — aber die Geschichte bleibt spannend und atmosphärisch dicht.
Harry steht wieder im Mittelpunkt als neugieriger, mutiger und manchmal etwas zu leichtsinniger Held. Gerade das macht ihn nahbar: Er will unbedingt herausfinden, was hinter den seltsamen Ereignissen an der Schule steckt, und wächst dabei weiter über sich hinaus. Ron bringt wie gewohnt Humor und Loyalität in die Geschichte, ist aber nicht nur der lustige Begleiter, sondern auch ein echter Freund, auf den man sich verlassen kann. Hermine bekommt ebenfalls mehr Raum und zeigt erneut, wie wichtig Wissen, Klugheit und Hartnäckigkeit sind. Sie ist oft der rationalste Kopf der Gruppe und wirkt dadurch besonders stark.
Snape bleibt eine der interessantesten Figuren: streng, scharfzüngig und undurchsichtig. Selbst wenn er nicht immer im Vordergrund steht, sorgt seine Präsenz für eine ständige Spannung. Draco trägt mit seiner arroganten, provokanten Art weiterhin zur Reibung bei und erfüllt gut die Rolle des Gegenspielers im Schulalltag. Dobby bringt dagegen eine ganz andere Note in die Geschichte: tragisch, eigenwillig und zugleich irgendwie liebenswert. Er sorgt für viele der ungewöhnlichen und auch ernsten Momente des Bandes und bleibt als Figur im Gedächtnis. Gilderoy Lockhart wiederum ist eine herrlich überzeichnete Erscheinung — selbstverliebt, eitel und komisch, aber auch wichtig für die Dynamik der Handlung. Er lockert die Geschichte auf und sorgt gleichzeitig dafür, dass hinter seinem glänzenden Auftreten schnell mehr Schein als Sein sichtbar wird.
Der Inhalt ist insgesamt klassisch aufgebaut: ein neues Schuljahr, merkwürdige Vorfälle, Gerüchte, Angst und das langsame Zusammensetzen der Hinweise. Ohne zu viel zu verraten, lebt die Geschichte stark von der Frage, was wirklich hinter den Ereignissen steckt und welche Rolle alte Geschichten und Vorurteile dabei spielen. Gerade das macht den Band spannend: Er ist nicht nur ein Abenteuer, sondern erzählt auch von Freundschaft, Mut und dem Umgang mit Angst.
Insgesamt ist „Die Kammer des Schreckens“ ein unterhaltsamer, gut gebauter Fortsetzungsband, der die Figuren vertieft und die Welt weiter ausbaut. Nicht ganz so frisch und überwältigend wie Band 1, aber immer noch sehr lesenswert und für Fans der Reihe absolut lohnend.
- Anne Frank
Tagebuch
(2.729)Aktuelle Rezension von: AukjeAnne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.
Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.041)Aktuelle Rezension von: reading_moments_with_nadia❕ Triggerwarnung
Häusliche und körperliche Gewalt, emotionaler Missbrauch, traumatische Erlebnisse
Da ich zuerst den Film gesehen habe, wusste ich bereits, dass mich hier keine klassische Liebesgeschichte erwartet. Der Film hat mir schon sehr gut gefallen, das Buch hat mich aber noch einmal auf eine ganz andere Weise erreicht.
Lily ist mit häuslicher Gewalt aufgewachsen und musste schon als Kind miterleben, wie ihr Vater ihre Mutter misshandelt. Lange konnte sie nicht verstehen, warum ihre Mutter bei ihm geblieben ist. Gerade dieser Aspekt bekommt im Laufe der Geschichte noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Das Buch zeigt für mich sehr eindrücklich, wie komplex eine gewalttätige Beziehung für die betroffene Person sein kann und warum es eben nicht so einfach ist, diese zu verlassen, wie es von außen vielleicht manchmal erscheint.
Beim Lesen wird man immer wieder mit moralischen Fragen konfrontiert. Ich konnte gut nachvollziehen, warum Lily sich in Ryle verliebt und was sie in ihm gesehen hat. Als außenstehende Person denkt man später vielleicht an manchen Stellen, dass man selbst anders gehandelt oder andere Entscheidungen getroffen hätte. Aber genau das hat die Geschichte für mich so realistisch gemacht. Wenn man selbst emotional in einer Situation steckt und Gefühle für einen Menschen hat, handelt man nicht immer rational. Liebe, Hoffnung und die eigene Vergangenheit spielen dabei eine große Rolle.
Über Ryles Vergangenheit erfährt man einiges und versteht dadurch besser, was ihn geprägt hat und woher seine unkontrollierbare Wut kommt. Seine Geschichte ist tragisch und hat mir geholfen, ihn als Figur besser zu verstehen. Sein Verhalten gegenüber Lily wird dadurch für mich aber weder entschuldigt noch verharmlost.
Atlas habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich mochte die Geschichte zwischen ihm und Lily und fand es schön zu erfahren, wie ihre Verbindung entstanden ist und was sie miteinander verbindet. Für mich strahlt Atlas unglaublich viel Wärme aus und genau das habe ich in seiner Verbindung zu Lily immer wieder gespürt.
Dieses Buch hat unglaublich viele Gefühle in mir ausgelöst. Ich konnte mich so sehr in Lily und ihre Gefühlswelt hineinversetzen, dass ich die Geschichte nicht einfach nur gelesen, sondern wirklich gefühlt habe. Ihre Gedanken, ihre inneren Konflikte und auch ihre Entscheidungen waren für mich sehr greifbar.
Neben den schweren Themen mochte ich Lilys Traum vom eigenen Blumenladen sehr. Vor allem die Idee, daraus keinen gewöhnlichen Blumenladen zu machen, sondern mit außergewöhnlichen Arrangements etwas ganz Eigenes zu schaffen, hat für mich wunderbar zu Lily und zur Geschichte gepasst.
Im Vergleich zum Film empfand ich die Darstellung der Gewalt im Buch noch einmal als wesentlich intensiver. Man ist viel näher an Lily und bekommt ihre Gedanken und Gefühle unmittelbar mit. Für mich wurde viel deutlicher, wie viel Aggression und unkontrollierbare Wut Ryle in sich trägt und welches Ausmaß seine Gewalt tatsächlich annimmt. Dadurch konnte ich noch besser verstehen, was in Lily vorgeht und in welchem inneren Konflikt sie sich befindet.
Colleen Hoovers Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich war sofort in der Geschichte und konnte das Buch trotz der schweren Thematik sehr flüssig lesen.
Sehr getroffen hat mich das Nachwort. Zu erfahren, dass Colleen Hoover selbst als Kind häusliche Gewalt innerhalb ihrer Familie miterlebt hat und ihre eigenen Erfahrungen sie zu dieser Geschichte inspiriert haben, hat dem Buch für mich im Nachhinein noch einmal eine andere Bedeutung gegeben. Es macht einem bewusst, dass solche Geschichten nicht nur in Büchern stattfinden und häusliche Gewalt wahrscheinlich viel häufiger vorkommt, als man von außen überhaupt mitbekommt.
Das Cover könnte zunächst eine leichte Liebesgeschichte vermuten lassen, doch genau das ist dieses Buch für mich nicht. Es ist tiefgründig, emotional und behandelt sehr schwierige Themen. Für mich ist es aber nicht nur eine Geschichte über häusliche Gewalt. Es geht auch um Selbstliebe, Mut und die Stärke, für sich selbst einzustehen.
Eine Geschichte, die ich nicht nur gelesen, sondern wirklich gefühlt habe und die ich von Herzen weiterempfehlen kann. Für mich ganz klare 5 von 5 ⭐! 🤍
- Bram Stoker
Dracula
(1.182)Aktuelle Rezension von: MetalfischchenHandlung:
Der junge englische Gentleman Jonathan Harker besucht den Grafen Dracula in dessen Schloss in Rumänien, um vermeintlich harmlose Immobilien-Geschäfte zu besprechen. Jonathan merkt bald, dass es im Schloss nicht mit rechten Dingen zugeht und versucht zu fliehen. Währenddessen wartet Mina, Jonathans Verlobte, langsam verzweifelnd auf Jonathan und erlebt dabei selbst Rätselhaftes.
Ich habe angenommen, die Handlung würde hauptsächlich auf Draculas Schloss stattfinden, aber das stimmt nicht. Verschiedene britische Orte, darunter ein Irrenhaus und ein Hafen, werden zu weiteren Orten des Geschehens. Wir lesen die Handlung als Briefe, Tagebuch- und Logbucheinträge. Jonathan und Mina sind nur zwei von mehreren Hauptcharakteren. Schon früh im Buch verlassen wir Rumänien, denn Graf Dracula sucht neue Jagdgründe. Dabei trifft er auf seinen Hauptgegner, den Doktor und Vampirjäger Van Helsing, und ein Katz-Maus-Spiel beginnt.
Meinung:
Briefromane waren damals üblich, leider bin ich kein Fan davon, es herrscht immer eine gewisse Distanz zum Geschehen.
Diese Distanz macht, dass ich mich eher wie eine Forscherin fühle als wie jemand, der sich aktiv gruselt, auch wenn das Beschriebene das Zeug dazu hätte, wenn nur ein bisschen mehr Atmosphäre vorhanden wäre.
Weil Stokers Dracula nun mal so einflussreich ist wie es ist, habe ich als Leserin unwillkürlich eine Bingo-Karte ausgefüllt im Geist: «Da ist also der Knoblauch! Dort der Spiegel! Da der Pfahl!»
Die Stoker-Version eines Vampirs hat sich bis heute ziemlich gut gehalten. Man kann Twilight und Co. belächeln, aber gebildet, reich, geheimnistuerisch, verführerisch und moralisch ambivalent sind Attribute, die sich gehalten haben und die im Allgemeinen bis heute nicht gross von Stokers Vorlage abweichen.
Leider nicht zeitlos sind Stokers Versuche, die Sichtweise von Frauen darzustellen: «Alle wollen mich heiraten, ich will ja so gerne die perfekte Ehefrau sein, ich glaube ich weine jetzt ein bisschen. Schon tapfer von mir als zarter Frau, nicht ständig in Ohnmacht zu fallen», so liest sich das, unübertrieben. Bei diesen Passagen muss man die Zähne zusammenbeissen vor lauter Fremdscham. Auch die Männer werden in lächerliche Geschlechterrollen-Korsetts gezwängt und es gibt viele Monologe, warum es bspw. ausnahmsweise in Ordnung ist, dass ein männlicher Protagonist weint, oder warum sich ein echter Kerl nur so darum reisst, ehrenhaft im Kampf zu sterben. Das haben andere zeitgenössische SchriftstellerInnen besser gemacht. Wer hier einen "so-war-das-damals-halt"-Freipass vergeben will, hat einfach zu wenige Klassiker gelesen.
Alles in Allem fand ich den eher dicken Band spannend, und wer sich als Horror-Fan fühlt, kommt fast nicht drumherum, diesen Grossvater der Grusel-Popkultur «zu Bildungszwecken» zu lesen, auch wenn die Gänsehaut ausgeblieben ist.
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(907)Aktuelle Rezension von: Barbara_LandwehrIch habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.
Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.
Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.
Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.
Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.
Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?
Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.
Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.
Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.
- Cody McFadyen
Der Todeskünstler
(2.139)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannBand 2 der "Smoky Barrett"-Reihe übertrifft seinen Vorgänger in so ziemlich allem. Er ist noch blutiger, noch brutaler und noch gewalttätiger und bedient dabei mindestens genauso viele Klischees wie der erste Teil der Reihe. Dennoch ist auch "Der Todeskünstler" unheimlich spannend und fesselt den Leser bis zur letzten Seite.
- Lucinda Riley
Das Orchideenhaus
(2.827)Aktuelle Rezension von: dodo2025Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, es sind mir zu viele Personen drin vorgekommen und es zog sich so in die Länge. Der Schreibstil ist nach wie vor gut von Lucinda Riley, aber das Buch mit der Geschichte hat mich nicht gekriegt. Der Anfang war noch interessant und spannend, aber das gab sich schnell, leider.
- Paula Hawkins
The Girl on the Train (English Edition)
(736)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRachel fährt jeden Tag mit dem Zug. Sie lebt in London und im Zug kann sie gut nach draußen sehen und fährt an schönen Häusern, tollen Gärten und glücklichen Paaren und Familien vorbei. Aber dann beobachtet sie etwas komisches. Ein Paar scheint Probleme zu haben und eine schöne Frau steht mit einem anderen Mann auf dem Balkon. Was geht hier vor sich? Was passiert in der vermeindlichen Idylle? Rachel ist alarmiert und fängt an Nachforschungen anzustellen und kommt doch etwas ganz furchtbarem auf die Spur, nämlich sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Das Buch packt einen von der ersten Seite an und jede weitere Angabe würde das Lesevergnügen und den Spannungsbogen vermiesen.
- Sarah A. Parker
When The Moon Hatched
(415)Aktuelle Rezension von: Jus-TinaDie Geschichte fängt ruhig an – ohne viel Spannung oder Action, was das Interesse anfangs etwas in Grenzen hält. Doch nach und nach nimmt die Handlung an Fahrt auf. Die Puzzleteile fügen sich zusammen, ergeben einen tieferen Sinn und münden schließlich in explosive Action. Die Erzählung entfaltet sich in ihrer vollen, schonungslosen Pracht, sodass man den Schmerz, die Gewalt und das Blut förmlich riechen kann. Gekrönt wird dieses düstere Spektakel von einer emotionalen Liebesgeschichte. Es war zwar interessant und spannend, aber die Geschichte hat mich nicht komplett überzeugt oder richtig mitgerissen – obwohl das Interesse und die Neugier, wie es weitergeht, durchaus da sind.
- Tahereh Mafi
Unravel Me
(1.000)Aktuelle Rezension von: AnuuschaNach „Shatter Me“ war für mich ziemlich schnell klar, dass ich mit der Reihe weitermachen muss. Und obwohl Fantasy eigentlich immer noch nicht wirklich mein Genre ist, hat mich „Unravel Me“ wieder komplett in diese Welt gezogen.
Ich liebe einfach, wie bildlich und gleichzeitig emotional die Geschichte geschrieben ist. Ich kann mir die Situationen richtig vorstellen und habe überhaupt nicht das Gefühl, mich durch eine komplizierte Fantasywelt kämpfen zu müssen. Stattdessen bin ich einfach mittendrin und möchte ständig wissen, was als Nächstes passiert.
Besonders die Charaktere haben es mir mittlerweile richtig angetan. Man lernt sie immer besser kennen und merkt gleichzeitig, dass längst nicht alles so ist, wie es zunächst scheint. Genau diese Unsicherheit darüber, wem man vertrauen kann und was hinter bestimmten Handlungen steckt, macht die Geschichte für mich so spannend.
Auch emotional hat dieser Teil nochmal einiges draufgelegt. Die Beziehungen zwischen den Charakteren werden intensiver, komplizierter und teilweise auch ziemlich chaotisch. Ich habe so oft mitgefiebert und mir meine eigenen Gedanken darüber gemacht, wie sich alles noch entwickeln könnte.
Was ich weiterhin besonders finde, ist der Schreibstil von Tahereh Mafi. Man merkt für mich einfach, wie viel Gefühl in dieser Geschichte und ihren Charakteren steckt. Dadurch fühlt sich die ganze Welt so lebendig an und ich verliere mich beim Lesen total darin.
„Unravel Me“ hat mich auf jeden Fall wieder darin bestätigt, dass es sich gelohnt hat, endlich mit dieser Reihe anzufangen. Mittlerweile bin ich so sehr in der Geschichte drin, dass es gar keine Frage mehr ist, ob ich weiterlesen werde. Ich muss einfach wissen, was noch alles passiert.
- Nicholas Sparks
Wie ein einziger Tag
(2.467)Aktuelle Rezension von: SacuraNoah und Allie hatten in ihrer Jugend einen Sommer gemeinsam, den sie nie vergessen werden. Kur vor ihrer Hochzeit beschließt Allie an diesen Ort zurückzukehren und Noah zu besuchen. Als sich die beiden wiedersehen ist es, als wäre zwischen ihnen keine Zeit vergangen. Gemeinsam verbringen sie zwei wundervolle Tage, die Allie Zweifel an ihrem aktuellen Leben kommen lassen. Ist es zu spät, um das Leben nochmal umzukrempeln?
Die Geschichte wird quasi in zwei Abschnitten erzählt. Dem oben beschriebenen Abschnitt und dem Abschnitt des alten Ehepaars, das jeden Tag die Geschichte von damals lies, um gegen Allies Alzheimererkrankung anzukämpfen. Nach dem romantischen, lebensbejahenden Teil, empfand ich das als harten Themenumschwung. Beide sind schwer vom Alter gezeichnet und er kämpft jeden Tag darum, ob Allie ihn erkennen wird oder nicht, was die Erwartung eines Happy Ends stark dämpft. Auch wenn dieseltest des Buches einen die gesunden Jahre deutlich stärker wertschätzen lässt, empfand ich es dennoch als harte Kost.
Insgesamt war das Buch gut lesbar, aber es hat einen nicht stark hineingezogen. - Astrid Lindgren
Die Menschheit hat den Verstand verloren
(97)Aktuelle Rezension von: TanteEviIn ihrem Buch "Die Menschheit hat den Verstand verloren" gibt Astrid Lindgren tiefe Einblicke in die Geschichte des zweiten Weltkriegs. Durch ihre Tagebuchaufzeichnungen erlebt man die Ereignisse aus ihrer persönliches Perspektive und bekommt einen starken Eindruck davon, wie sehr der Krieg das alltägliche Leben der Menschen beeinflusst hat, die nicht direkt an der Front waren.
Astrid Lindgren schreibt sehr sachlich über die politischen Ereignisse und die Entwicklung des Krieges. Auf der anderen Seite merkt man aber immer wieder, wie empathisch sie ist und sie sehr mit den Menschen und ihrem Leid mitfühlt. Sie macht immer wieder deutlich wie sehr sie sich nach Frieden sehnt.
Beeindruckend finde ich auch, wie bewusst Lindgren versucht, ihren Kindern trotz der schwierigen Zeit eine möglichst schöne und unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Gleichzeitig ist ihr bewusst, dass sie und ihre Familien in Schweden in einer vergleichsweise glücklichen Situation leben, da Schweden weitgehend vom Krieg verschont bleibt. Diese Dankbarkeit und das Mitgefühl für die Menschen, die wesentlich stärker unter dem Krieg leiden, macht sie immer wieder deutlich.
Insgesamt ist diese Buch eine sehr persönliches und bewegendes Buch. Es vermittelt nicht nur historische Informationen und zeigt auch, wie Krieg wahrgenommen wird, wenn dieser zwar nicht das eigene Leben zerstört, aber trotzdem immer allgegenwärtig ist.
- Fernando Pessoa
Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares
(88)Aktuelle Rezension von: Edith_HornauerPessoa, ein Verwandlungskünstler. Drei gleich er! Doch seine Sprache ist immer atemberaubend - fünf Sterne unbedingt auch für dieses Buch! - Jojo Moyes
Ein Bild von dir
(841)Aktuelle Rezension von: AlinchenWährend der 1. Weltkrieg tobt, versucht Sophie im besetzten Frankreich stark zu sein. Für ihre Schwester Hélène und deren Kinder, ihren Bruder Aurélien und für Édouard, ihren Mann und ihre große Liebe, der als Maler arbeitet, aber von der französischen Armee eingezogen wurde und nun für das Land kämpft. Zusammen mit ihrer Schwester betreibt sie ein Café, das dazugehörige Hotel musste mangels Gäste geschlossen werden. Als die Deutschen regelmäßig zum Essen kommen und die Schwestern zum Kochen genötigt werden, entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen Sophie und dem neuen Kommandanten. Dieser ist beeindruckt von dem Gemälde, das einst Édouard von seiner Frau malte. Sophie hofft auf einen Deal.
Neunzig Jahre später ist eben dieses Gemälde Livs kostbarster Besitz. Ihr Mann David schenkte es ihr einst auf ihrer Hochzeitsreise. Vier Jahre zuvor starb ihr Mann und Liv trauert noch immer. Doch langsam scheint ihr Leben wieder bergauf zu gehen. Durch Zufall trifft sie eine ehemalige Kommilitonin wieder, die spontan bei ihr einzieht. Außerdem lernt sie mit Paul einen neuen Mann kennen und sie fühlt sich zu ihm hingezogen.
Auch Paul mag Liv. Es scheint alles recht einfach zu sein, bis er in ihrem Schlafzimmer das Gemälde sieht. Denn Paul arbeitet für eine Firma, die sich darauf spezialisiert hat, Kunstwerke an diejenigen rückzuerstatten, die zu Kriegszeiten Opfer von Kunstraub oder erzwungenen Verkäufen wurden. Die Erben von Édouard fordern das Bild ein! Es scheint auf den ersten Blick ein klarer Fall zu sein, doch Liv weigert sich! David hat das Bild nicht geklaut! Und sie will es auf gar keinen Fall wieder hergeben! Ein Streit beginnt...
Ich liebe Bücher, die auf zwei Zeitebenen spielen! Und ich liebe die (meisten) Bücher von Jojo Moyes! Und hier kommt beides zusammen. Wie wunderbar! Ich bin nur so durch das Buch gerauscht. Wobei mir die Geschichte in der Vergangenheit (wie meistens) noch mehr gegeben hat. In solchen Episoden lernt man immer so viel. Aber auch die Gegenwart wurde im Laufe des Buchs immer spannender! Ich möchte das Buch ohne Einschränkungen jedem empfehlen!
Ich habe erst mitten im Lesen erfahren, dass dies ein 2. Band ist. Das hat dem ganzen aber keinen Abbruch getan, sondern das Buch kann auch sehr gut alleine gelesen werden!
- Joanne K. Rowling
Harry Potter and the Chamber of Secrets
(1.051)Aktuelle Rezension von: Jule_EigenerDer zweite Teil verzaubert ebenso wie der erste. Auch wen man selbst keine 12 Jahre mehr ist kann man doch sehr gut mit Harry mitfühlen. Die Geschichte ist wieder unglaublich spannend, selbst wenn man sie gefühlt in und auswendig kennt.
Ein Re-read das sich mehr als lohnt, wenn man sich mal wieder eine Auszeit von der Realität und etwas mehr Magie in seinem Leben wünscht.
- S.J. Watson
Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
(1.668)Aktuelle Rezension von: Kim_x_berlyInsgesamt hat mir die Story gut gefallen. Man findet sich gut in die Geschichte ein und schafft es schnell mit der Protagonisten mit zu fühlen, weil man mit ihr zusammen im Dunklen tappt. Sogar die Selbstzweifel der Protagonisten übertragen sich auf den Leser, sodass man seine ursprünglichen Annahmen häufig hinterfragt, obwohl man sich sicher ist, dass man weiß, was richtig ist. Leider ist das Buch im Mittelteil etwas zäh, weil sich die Situation, dem Setting geschuldet, sehr ähneln. Daher nur vier von fünf Sternen. Dennoch bringt dieses Buch ordentlich Spannung und eine gute Story mit. Durch die überschaubare Seitenanzahl, kann man auch über den teilweise etwas zähen Mittelteil hinweg sehen. Wer klassische Thriller mag, ist bei diesem Buch richtig.
- Ava Reed
Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen
(638)Aktuelle Rezension von: lxna2002Ava Reed hat in diesem Buch sehr echt und eindrucksvoll dargestellt, wie sich Depressionen und Ängste anfühlen. Auch der Prozess zur Diagnose, Rückschritte und Klinikaufenthalte sind sehr authentisch beschrieben. Als Betroffene fühle ich mich durch dieses Buch sehr gut repräsentiert und nicht mehr alleine. Es gibt mir Hoffnung auf Heilung.
Ich werde es jedem in meinem Umfeld empfehlen, damit sie sich ein Bild von diesen Krankheiten machen können.
- Colleen Hoover
Never Never
(444)Aktuelle Rezension von: ChroniKWalkerNever Never ist für mich ein perfektes Buch für zwischendurch oder um nach einer Leseflaute wieder ins Lesen hineinzufinden. Der Schreibstil ist sehr einfach, flüssig und leicht zu verfolgen.
Obwohl in der Geschichte insgesamt gar nicht so viel passiert, bleibt sie durchgehend spannend und ist an vielen Stellen auch überraschend humorvoll.
Charlie und Silas verlieren beide ihr Gedächtnis und setzen alles daran herauszufinden, warum das passiert ist und wie sie ihre Erinnerungen zurückbekommen können. Dabei entwickelt sich bei einem von ihnen nach und nach der Wunsch, lieber neu anzufangen, als der Vergangenheit hinterherzulaufen.
Besonders spannend fand ich, dass man die Vergangenheit der beiden nur nach und nach erfährt. Mit jeder Seite werden kleine Puzzleteile enthüllt, sodass ich ständig weiterlesen wollte, um endlich zu verstehen, was hinter allem steckt.
Das Ende war für mich ein echter „What the f…?“-Moment. Kaum glaubt man, Antworten zu bekommen, tauchen direkt noch mehr Fragen auf.
Tropes: Second Chance Romance, Romance Suspense, Forbidden Love
Spice Level: 🌶️ (1/5)
- Leisa Rayven
Bad Romeo - Wohin du auch gehst
(720)Aktuelle Rezension von: booklover98Mittlerweile ist es glaub ich 10 Jahre her, dass ich diese Reihe zum ersten Mal gelesen habe. Ich komme immer wieder zurück und lasse mich von Cassie und Ethan überzeugen. Die Geschichte hat einen ganz besonderen Stellenwert für mich, auch wenn ich heute, so viele Jahre später, etwas anders einordnen würde. Die Chemie zwischen den Protagonisten ist alles verzehrend und auf emotionaler Ebene spielen wir hier die volle Bandbreite. Klare Empfehlung!
- Andreas Eschbach
NSA - Nationales Sicherheits-Amt
(369)Aktuelle Rezension von: BuecherhexeNSA - Andreas Eschbach
Andreas Eschbachs Roman NSA basiert auf einer ebenso faszinierenden wie beunruhigenden Grundidee: Was wäre geschehen, wenn dem nationalsozialistischen Deutschland bereits die technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters zur Verfügung gestanden hätten? Konkret entwirft Eschbach eine Welt, in der Computer, soziale Netzwerke und allgegenwärtige elektronische Überwachung schon während des Dritten Reiches existieren. Diese Prämisse macht NSA zunächst zu einem äußerst spannenden und beklemmenden Werk der Alternative History.
Besonders zu Beginn überzeugt der Roman durch seine konsequente Ausarbeitung des Szenarios. Eschbach gelingt es eindrucksvoll, die Mechanismen moderner digitaler Überwachung mit den totalitären Strukturen des NS-Staates zu verknüpfen. Die Vorstellung, dass Gestapo und SS nicht mehr mühsam Akten durchsuchen müssten, sondern per Mausklick auf umfassende Datensätze zugreifen könnten, entfaltet eine enorme Wirkung. Gerade weil viele der geschilderten Technologien heutigen Lesern vertraut sind, wirkt die dargestellte Dystopie erschreckend plausibel.
Auch die Figurenzeichnung ist zunächst gelungen. Die Protagonistin Helene Bodenkamp, eine talentierte Programmiererin, steht exemplarisch für Menschen, die sich in autoritären Systemen arrangieren, ohne deren Konsequenzen vollständig zu überblicken. Ihre Entwicklung verdeutlicht, wie technische Expertise und politische Verantwortung miteinander verknüpft sind – oder eben nicht. Eschbach stellt damit wichtige Fragen nach der moralischen Verantwortung von Informatikern und Technikern, die auch für die Gegenwart hochaktuell bleiben.
Dennoch weist der Roman gerade aus Sicht der Alternative History für mich erhebliche Schwächen auf. Zwar ist die Ausgangsidee originell, doch erscheint die technische Entwicklung häufig zu wenig historisch eingebettet. Die digitale Revolution wird nahezu vollständig in die 1930er- und 1940er-Jahre transplantiert, ohne dass die tiefgreifenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Voraussetzungen ausreichend berücksichtigt werden. Dadurch entsteht stellenweise der Eindruck, dass weniger eine alternative historische Entwicklung beschrieben wird als vielmehr die heutige Gegenwart mit NS-Symbolik überzogen wird. Das eigentliche Potenzial alternativer Geschichtsschreibung – nämlich nachvollziehbar zu zeigen, wie sich historische Prozesse unter veränderten Bedingungen entwickeln könnten – wird nur teilweise ausgeschöpft.
Hinzu kommt, dass der Roman im letzten Drittel zunehmend an Plausibilität verliert. Während die Handlung anfangs noch von ihrer beklemmenden Realitätsnähe lebt, steigert sich die Geschichte gegen Ende immer stärker in spektakuläre und teilweise abstrus wirkende Wendungen. Die Ereignisse überschlagen sich, Zufälle häufen sich, und einige Entwicklungen erscheinen eher konstruiert als organisch aus dem zuvor etablierten Szenario hervorgegangen. Dadurch büßt die Geschichte einen Teil jener Glaubwürdigkeit ein, die ihre größte Stärke ausmacht.
Daher mein Fazit: trotz des anfänglichen spannenden Buchs, habe ich die letzten Seiten möglichst schnell hinter mich gebracht - 3 Sterne
- Ava Reed
Die Stille meiner Worte
(781)Aktuelle Rezension von: SophieRunnerIch habe vor etwas mehr als einem Jahr schonmal ein Buch von Ava REed gelesen, welches mir sehr gefiel. Viele haben mir gesagt, dass dieses iht Lieblingsbuch der Autorin ist. Ich finde den Schreibstil sehr angenehm, das Buch ist flüssig und ich konnte es in kurzer Zeit verschlingen. Ich finde s mega toll, wie Hannahs Trauma aufgearbeitet wird, vorallem weil es wichtige Themen anspricht. Und Levi ist sowieso eine Green Flag auf zwei Beinen.
Zudem finde ich das Setting im Camp richtig toll und liebe es, wie die Lehrpersonen mit den Kindern (und Mo) umgehen 🥰
Tolles Buch
- Eva Völler
Time School - Auf ewig dein
(381)Aktuelle Rezension von: spozal89Ich kannte die Zeitenzauber-Reihe von Eva Völler zuvor noch nicht und hatte hier und da Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Es hat mich Anfangs auch ein wenig an die Rubin-Reihe erinnert. Als ich dann aber weiter gelesen habe, hat es mir immer besser gefallen. Tolle Charaktere, spannende Storygestaltung und wirklich cool, der Mix aus Vergangenheit und Gegenwart. Für Fans von Zeitreisegeschichten genau das Richtige Buch.
- Wolfgang Herrndorf
Arbeit und Struktur
(143)Aktuelle Rezension von: downey_jr"Arbeit und Struktur" ist das als Buch veröffentlichte Blog des 2013 verstorbenen Autos Wolfgang Herrndorf, welchen er ab Beginn seiner Krebsdiagnose bis kurz vor seinem Tod führte.
Solch ein Dokument zu bewerten, ist natürlich sehr schwierig, da dies ein wirklich sehr persönliches Tagebuch eines Menschen ist. Es ist andererseits aber auch großartige Literatur. Man sieht hier das Talent des Autors - und man nimmt nachträglich noch an seinem verbleibenden Leben und seinen Gedanken teil. Das war sehr bewegend zu lesen, teils sehr schmerzlich und kaum auszuhalten, aber auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert. Ein wichtiges Zeitdokument, das ich sicher noch öfter in die Hand nehmen werde.
"Ich fange an, mich vorsichtshalber auf drei Monate runterzurechnen. Könnte man leben, wenn man nur noch drei Monate hat? Nur noch einen Monat?
Ich werde noch ein Buch schreiben, sage ich mir, egal wie lange ich noch habe. Wenn ich noch einen Monat habe, schreibe ich eben jeden Tag ein Kapitel. Wenn ich drei Monate habe, wird es ordentlich durchgearbeitet. Ein ein Jahr ist purer Luxus."
"Und wenn mein Entschluss, was ich machen wollte, nicht schon vorher festgestanden hätte, dann hätte er nach diesem Telefonat festgestanden: Arbeit. Arbeit und Struktur. Sonderbares Gefühl, mit einem gänzlich Fremden zu telefonieren und sich darüber zu unterhalten, wie man heimlich unter der Bettdecke weint. Rufen Sie mich nächstes Jahr wieder an. Ja, mach ich."
"Und immer wieder vergesse ich die Sache mit dem Tod. Man sollte meinen, man vergesse das nicht, aber ich vergesse es, wenn es mir wieder einfällt, muss ich jedes mal lachen, ein Witz, den ich mir alle zehn Minuten neu erzählen kann und dessen Pointe immer wieder überraschend ist. Denn es geht mir ja gut."
"Die Krebskur nach Rudolf Breuss richtig gemacht! Wenn das Lächeln meine Seele streichelt
Was ich mir wünsche ist ein Clown
Ich mal mir ein Tor zum Himmel
Fliege nicht eher als bis dir Federn gewachsen sind
Wie ein Schiff im Sturm
Morgen bin ich wieder da
Und trotzdem mal ich mir ein Lächeln ins Gesicht
Arbeit und Struktur"























