Bücher mit dem Tag "tagträume"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tagträume" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Das Antiquariat der Träume (ISBN: 9783423219310)
    Lars Simon

    Das Antiquariat der Träume

     (100)
    Aktuelle Rezension von: kabrakiel

    Johan Andersson betreibt ein Antiquariat mit einem Literaturcafé auf dem Lande. Nach einem Fährunglück hat er seine Arbeit in einem renomierten Verlag aufgegeben und sich aufs Land zurückgezogen. Bei dem Schiffsunglück hat er Lina verloren. Die Frau, die trotz ihrer kurzen Bekanntschaft, die Liebe seines Lebens ist. Er kann die Hoffnung nicht aufgeben, dass sie das Unglück doch überlebt hat und nicht in der Ostsee ertrunken ist und so durchkämmt er ganz Schweden nach einer Lina Berglund, von der sich keine Spur findet. Zweifel kommen auf, ob es sie überhaupt gegeben hat? Oder ob sie ihn vielleicht belogen hat? Trotz gewisser Zweifel, kann er nicht aufgeben. Unterstützung, aber auch Hinderung, erfährt er durch seine literarischen Lieblingsfiguren, die er seit dem Unglück sehen kann und mit denen er rege Gespräche führt. William von Baskerville, Sherlock Holmes und Pippi Langstrumpf sind so mit von der Partie und das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland. Dann ist da noch die Geschichte mit einem geheiminsvollen Buch, das eigentlich auf dem Grund der Ostsee liegen sollte, aber doch wieder auftaucht.

    Soviel zum Inhalt. Die Idee ist auch wirklich gut und hat mich sehr angesprochen. Streckenweise nahm mich die Geschichte auch gefangen, aber eben nur streckenweise. Leider ist das Bedauern darüber, wieivel der Autor an Möglichkeiten verschenkt hat größer als die Freude an diesem Buch. Weder der Protagonist noch die literarischen Figuren kommen richtig zum Glänzen. Es gibt immer mal ein Aufflackern von Witz und Originalität, doch da wäre wahrlich mehr drinnen gewesen. Leider ist die Geschichte auch, bis auf wenige Ausnahmen recht vorhersehbar. Besonders der Stockholmbesuch hätte deutlich mehr Sorgfalt und Feinarbeit vertragen können. Schade drum.

  2. Cover des Buches Die Seiten der Welt – Nachtland (ISBN: 9783596198535)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt – Nachtland

     (647)
    Aktuelle Rezension von: BiblioJess

    Furia wird zur Bibliomantin ausgebildet – das kommt gerade recht, denn noch immer wird die bibliomantische Welt von den tyrannischen Drei Häusern regiert und Furia will als Teil des Widerstandes etwas dagegen unternehmen. Auf der Suche nach einer Lösung dringen sie in verborgene Refugien, ins Zentrum der Macht und stoßen dort auf ein großes Geheimnis.


    Auch Band 2 der Seiten der Welt Trilogie konnte mich überzeugen. Hier war ich auch schneller drin und hab die Charaktere lieb gewonnen, beides für mich noch Verbesserungen zum ersten Band.

    Ich war erst skeptisch, wie es nach dem Ende von Band 1 weitergehen soll, aber es war definitiv gelungen, ist direkt wieder actionreich gestartet, mit vielen Gefahren, aber auch spannenden Geheimnissen und neuen Erkenntnissen. Ich liebe es, wie nach und nach mehr über die Welt der Bibliomantik aufgedeckt wird. So wird mir einiges klarer, gleichzeitig wurde ich aber auch einige Male ziemlich überrascht, denn das Schöne ist, dass es hier immer unvorhersehbar bleibt – nicht zuletzt, weil es eine Story ist, die man nicht gefühlt schon 100 Mal so oder so ähnlich gelesen hat.

    Allgemein finde ich das, was hinter der Bibliomantik steckt, sehr spannend – erstmal ist es für uns Büchernarren super cool, dass es das Thema des Buches ist. Und die Welt, wie sie überhaupt entstanden ist, wie sie funktioniert, ist klasse. Aber auch menschliche und gesellschaftliche Fragen spielen hier eine Rolle, und das gefällt mir total gut. Zum Beispiel geht es um die (fehlende) Gleichberechtigung von Menschen/Bibliomanten und Exlibri. Und dann kommen auch noch die Tintlinge ins Spiel und machen das Ganze nicht einfacher.

    Ich möchte auch nochmal drauf hinweisen, dass Furia und ihre Freunde zwar schon passend ihrem Alter entsprechend gezeichnet sind (Teenager), aber sich gleichzeitig überhaupt nicht so „pubertierend“ verhalten und durch die Lasten, die sie tragen, teilweise ziemlich reif sind bzw. denken. Dazu kommt ja auch, dass wir ebenso viele Erwachsene begleiten. Deshalb ist es zwar eine Jugendreihe, aber man kann sie auch sehr gut lesen, wenn man älter ist.


    Ich habe Band 2 und 3 direkt hintereinander gelesen, weshalb ich gar nicht mehr so gut auseinanderhalten kann, was noch alles in diesem Band passiert ist. Aber das spricht für die Reihe, denn ich wollte schnell weiterlesen.
    Dieses Buch endet auf jeden Fall mit einer Art Cliffhanger, wobei Kai Meyer das in dieser Reihe immer mit einem „Nachspiel“ noch etwas abmildert. Ich kann es wieder sehr empfehlen und gebe 4,5 Sterne.

  3. Cover des Buches Julie weiß, wo die Liebe wohnt (ISBN: 9783442479009)
    Gilles Legardinier

    Julie weiß, wo die Liebe wohnt

     (135)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    steht Julie vor ihrer Tür und guckt durch den Spion, wie er wohl aussehen mag, hängt Julie mit der Hand in seinem Briefkasten fest, fängt sie an, zu joggen und ihren Job in der Bank an den Nagel zu hängen...und schlittert von einer kleinen Katastrophe in die nächste, nur um diesen Mann mit dem interessanten Namen am Türschild näher kennen zu lernen. Was ihr auch gelingt. Witzig, spannend, aber auch zuweilen traurig ist diese Geschichte...

    Ich habe es trotzdem genossen. Irgendwie hatte ich die letzte Zeit keinen wirklichen Glücksgriff mit einem Buch und war voll in der Leseflaute. 

    Ich bedanke mich bei Julie. 😂

  4. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

     (1.357)
    Aktuelle Rezension von: Xander-77

    Es gibt Bücher, die würde man gerne gut finden wollen, weil sehr viele andere  Leser sie gut finden und als großartig bewerten, dieses ist so eines, in meinen Augen.

    Leider habe ich keinen Zugang zu diesem Buch gefunden. Ich fand es furchtbar langatmig und langweilig und "Ein fesselndes Abenteuer" (Spiegel) konnte ich beim allerbesten Willen nicht ausmachen.

    Trotzdem habe ich mich bis zum Schluss durchgekämpft, fast schon gequält, immer in der Hoffnung, es könnte noch die Erleuchtung für mich kommen, sie kam aber nicht.

    Aufgrund einiger philosophischer Gedanken im Buch, die mir durchaus gefallen haben, würde ich eigentlich 1,5 von 5 Sternen geben, Tendenz aber eher Richtung 1/5.

    Aktuell ist es für  mich schwer vorstellbar, ein weiteres Buch des Autors zu lesen.

  5. Cover des Buches Fuchs 8 (ISBN: 9783630876207)
    George Saunders

    Fuchs 8

     (93)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Auch auf die Gefahr hin jetzt vielleicht den einen oder anderen zu verletzen, aber ich kann mich der Begeisterung um dieses schmale Büchlein absolut nicht anschließen.

    Ja, es ist nett gedacht und nett gemacht. Ein Fuchs spricht und schreibt „männschisch“, weil er die Menschen zunächst bewundert. Doch dann lernt er deren Grausamkeit kennen und (ja und?) der Leser erfährt, was er vorher schon ahnte: Der Fuchs ist in Wahrheit menschlicher als der Mensch, weil er in Einklang mit der Natur lebt und das Leben aller Geschöpfte respektiert.

    Der naiv-liebevolle Ton des naturnahen Fuchs-Erzählers kontrastiert mit den grausamen Fakten, die er beschreibt. Der Naive, scheinbar Unwissende, erweist sich also als der wahrhaft Weise.

    „Warum hat der Schöpfer so ein krosen Feler gemacht, das die Kruppe, die so vil kann, so böse ist?“, fragt sich der Fuchs, aber im Grunde richtet Autor Saunders diese Frage natürlich uns, die Leser. Eine Antwort hat er auch parat, wieder aus dem Mund seinen tierischen Helden:

    „Wollt ir Mänschen mal ein guten Rad von ein Fuks, der nur ein Fuks is? Weil ich weis jezz, ir Mänschen habt oire Geschichten gern mit ein Heppi Ent? Wenn ir wollt, das oire Geschichten ein Heppi Ent haben, seit einfach mal ein bisschen netter.“

    Trotz der netten sprachlichen Verpackung und der liebevollen Gestaltung ist mir persönlich das alles dann doch zu schlicht. Nichts gegen große Wahrheiten und wichtige Botschaften. Für die braucht es bekanntermaßen tatsächlich nur wenige Worte. Aber hier kam es mir eher so vor, als ob die Öko-Botschaft dem Verkauf ihrer netten Verpackung als Alibi dient. Diese besteht aus 56 Seiten in einem hübschen Einband und kostet 12 Euro.

  6. Cover des Buches Englischer Harem (ISBN: 9783257239409)
    Anthony McCarten

    Englischer Harem

     (282)
    Aktuelle Rezension von: j_XuPa

    Das Buch verlief anders als ich es beim Kauf erwartet hatte. Die Polygamie spielt eine eher untergeordnete Rolle in dem Buch, was ich zu Nächst enttäuschend fand. 

    Jedoch regt das Buch auf so viele unterschiedliche Weisen zum nachdenken und hinterfragen der eigenen Standpunkte an, dass ich ihm das am Ende sehr zufrieden bin. Über Heimat, über Familie, Liebe und Glauben. Der Autor ermöglicht einen faszinierenden Blick auf die Gesellschaft und ihre Vorurteile und Starrheit in verschiedenen Modellen. Dabei kommen sowohl sozialisierte als auch persönliche Probleme zur Sprache. Über Liebe, Freundschaft, Rassismus, Trauer, Monogamie, Gemeinschaft, Neid, Unwissenheit und Vorurteile. Über die Angst nichts zu tun und die Angst etwas zu tun. 


    Der Autor verbindet hier simplere und ungewöhnliche Charaktere auf eine wundervolle Weise, die den Teil von mir anspricht der sich zu anderen abgrenzt und dabei mit Witz und Gefühl auf die Unsinnigkeit der Vorurteile der Gesellschaft hinweist. 

    Alles in Allem bin ich mit den Charakteren, der Handlung sehr zufrieden. 

    Die Beleuchtung der hintergründigen Themen ist in Teilen sehr differenziert. Jedoch konnte mich der Stil des Autors nur teilweise so fesseln, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Kann mich nicht ganz zu 5 Sternen durchringen, daher 4!

    Trotzdem hat es mir sehr gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen!

  7. Cover des Buches Spinner (ISBN: 9783257609288)
    Benedict Wells

    Spinner

     (307)
    Aktuelle Rezension von: LarryCoconarry

    "Spinner" war für mich der zweite Roman von Benedict Wells. Nach "Das Ende der Einsamkeit" bin ich mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, die dann auch nicht enttäuscht worden.

    Das Buch erzählt die Gesichte von Jesper, der nach dem Abitur nach Berlin zieht, um sein altes Leben hinter sich zu lassen.

    Eingeholt von der Vergangenheit und konfrontiert mit Lebensentscheidungen, irrt der junge Mann durch Berlin auf der Suche nach Spaß, Freundschaft, der richtigen Frau und der Zukunft. Ein sehr lesenswerter Roman, der die Herausforderungen des Erwachsenwerdens treffen beschreibt. 

  8. Cover des Buches Weihnachtswunderträume: Cornwall-Liebesroman (ISBN: B07XLNNJ5H)
    Cara Lindon

    Weihnachtswunderträume: Cornwall-Liebesroman

     (22)
    Aktuelle Rezension von: SanNit

    Mit dieser Geschichte hat die Autorin für mich alles richtig gemacht.
    Die verträumte Gemma, die verlernt hat, für sich selbst zu leben und Ryan der nach einem großen Scheitern zu unbedarft ist, haben mir super gut gefallen. Die Geschichte hatte für mich durch den grummeligen Mr. Bennett das gewisse Etwas. Auch wenn es manchmal ein wenig zu große Sprünge von einem Kapitel zum anderen waren, konnte mich diese Geschichte begeistern. Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt. Vielleicht gerade, weil ich auch ein kleiner Weihnachtsmuffel bin und am Ende trotzdem in die richtige Stimmung kam.
    Mir hat es gefallen und ich hatte sehr schöne Lesestunden.

  9. Cover des Buches Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns (ISBN: B0013T1GH8)
    Helen Fielding

    Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

     (804)
    Aktuelle Rezension von: Kirasbooks

    Klappentext: Bridget  58 Kilos (gut); Alkoholeinheiten 0 (hervorragend); Zigaretten 5 (locker im grünen Bereich); an Mark Darcys Haus vorbeigefahren: 2-mal (s.g.); Mark Darcys Namen im Telefonbuch nachgeschlagen um zu sehen, ob er noch existiert: 18-mal (s.g.); Anrufe von Mark Darcy: 0 (tragisch). 

    Ganz England ist von glücklichen Paaren bewohnt. Ganz England? Nein. In London kämpfen unbeugsame Singles täglich um das große Glück. Allen voran Bridge Jones, die bewehrte mit zahllosen Ratgebern wie "Männer sind anders" oder "Endlich Wunschgewicht" ihr Leben zu meistern versucht. Trotz immer neuer Rückschläge im Beruf und Liebesleben ist sie nicht unterzukriegen, dafür sorgen schon ihre Freundinnen Jude und Shazzer sowie ausreichende Mengen Chardonnay und Zigaretten. Nicht zu vergessen Bridgets Mutter, die stets nur das Beste für ihre Tochter will...

    Meine Meinung: Wirklich lustiges Buch was man gerne am Wochenende liest. Macht einem echt eine bessere Laune. Werde mir die weiteren Teile durchlesen. 

  10. Cover des Buches Allerliebste Schwester (ISBN: 9783453435667)
    Wiebke Lorenz

    Allerliebste Schwester

     (157)
    Aktuelle Rezension von: JenniS

    Wirklich bewerten kann ich dieses Buch nicht, da es mich viel zu verwirrt zurückgelassen hat und ich auch aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskam.

    Ich möchte ungerne Spoilern, aber ich bin mir nicht sicher… deswegen hier der Hinweis: es könnte Spoiler geben!
    Der Schreibstil der Autorin ist gut, allerdings bummelt die Geschichte nur so vor sich hin und wenn dann doch mal etwas passiert denkt man sich nur „what?!“… Mit der verlorenen Schwester zu reden, damit kann ich leben. Auch vielleicht noch, dass man ständig von ihr begleitet wird und sie sieht. Aber das man deren Mann heiratet und ihr komplettes Leben gefühlt übernimmt, das ist einfach nur absurd. Auch das das gesamte Umfeld das einfach so akzeptiert kann ich mir nur sehr schwer vorstellen..

    Die Charaktere waren auch auf eine Art und Weise unnahbar.

    Wäre es mein erstes Buch der Autorin gewesen, würde ich vermutlich in der Zukunft einen großen Bogen um ihre Bücher machen. Zum Glück war ich von „einer wird sterben“ ziemlich begeistert.

  11. Cover des Buches Mariana (ISBN: 9783492248099)
    Susanna Kearsley

    Mariana

     (156)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Ich bin froh, dass meine Tante mit dieses Buch ans Herz gelegt hat, denn ich hätte mir es nie selbst ausgesucht!

    Die Handlung ist wirklich toll: sehr idyllisch und atmosphärisch gestaltet, aber nicht kitschig. Sehr gefühlvoll, aber nicht gefühlsduselig, und der mystische Aspekt ist interessant sowie wendungsreich...

    Die Figuren sind liebenswert und ihre Beziehungen zueinander sind ereignisreich bzw. amüsant, und am Ende überraschend...

    Die Beschreibungen der Gegebenheiten/Settings waren mir manchmal ein klein wenig zu ausladend, aber bei "dieser Art Bücher" gehört das wohl einfach dazu. Ich habe zugegebenermaßen einfach keinen Sinn für Details wie "Eichenholz oder Walnussholz" - mir ist egal woraus Möbel, Wandvertäfelungen etc. sind ;-)

  12. Cover des Buches Vergeltung (Kurzgeschichte, Krimi) (Die booksnacks Kurzgeschichten-Reihe) (ISBN: 9783960872184)
    Rainer Güllich

    Vergeltung (Kurzgeschichte, Krimi) (Die booksnacks Kurzgeschichten-Reihe)

     (18)
    Aktuelle Rezension von: parden

    ENDLICH FREI?

    Jahrelang von einem Mann ausgenutzt und verhöhnt, fasst eine Frau einen alles verändernden Plan: Niemals wieder will sie sich demütigen und auf ihre Gutmütigkeit oder ihr Geld reduzieren lassen. Es gibt nur einen Weg in die Freiheit: Vergeltung! 

    Marianne betreibt seit einigen Jahren einen kleinen Kiosk und scheut andere Menschen eher. Dennoch hat sie sich auf eine Beziehung mit einem deutlich jüngeren Mann eingelassen, dem sie offenbar hörig ist. Anders ist es jedenfalls wohl kaum zu erklären, dass er sie derart herablassend behandeln und finanziell ausnutzen kann. 

    Doch auch für Marianne kommt der Zeitpunkt, da ihr alles zu viel wird. Weil sie sich nicht zutraut, sich auf übliche Weise von ihrem Liebhaber zu trennen, plant sie schließlich den perfekten Mord. Glaubt sie...

    Die erste Hälfte des Booksnacks - eine Kurzgeschichte mit nur wenigen Seiten - hat mir gut gefallen. Dort wird durchaus Spannung aufgebaut, und ganz nebenbei erfährt man so einiges aus Mariannes Leben. Doch nach dem Mord gibt es plötzlich einen Perspektivwechsel hin zu den ermittelnden Polizeibeamten, was für mich ein deutlicher und letztlich auch unkittbarer Bruch war.

    Ab da geriet die Erzählung nämlich eher langatmig denn spannend, und auch das Ende konnte mich weder überraschen noch überzeugen. Für mich wurde das Potenzial der Geschichte, das sich bis zur Mitte hin andeutete, bei weitem nicht ausgeschöpft. 

    Alles in allem überwiegt bei mir daher leider die Enttäsuchung, was ich sehr bedauerlich finde...


    © Parden

  13. Cover des Buches Brandmal (ISBN: 9783404163021)
    Craig Russell

    Brandmal

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Captured_Inside_Books

    Zum Inhalt:

    In dem dritten Fall von Jan Fabel färbt ein Serienmörder seinen Opfer die Haare rot und hinterlässt den gefärbten Skalp, aber keine verwertbaren Spuren. Der Fall stellt Jan Fabel und sein Team vor einige Herausforderungen, da scheinbar nichts die Opfer miteinander verbindet und es auch sonst kaum Anhaltspunkte gibt. Als sie der Lösung endlich näher kommen, gelangt Jan Fabel in eine gefährliche Situation.


    Meine Meinung:

    Nachdem mir der zweite Band um einiges besser gefallen hat als der Auftaktband, habe ich mich dazu entschieden, die Reihe weiterzuverfolgen.

    Das Cover finde ich ganz in Ordnung. Mir gefällt der Kontrast von der hellen Hand und dem schwarzen Hintergrund. Allerdings finde ich es nicht ganz so passend zur Geschichte.

    Der Schreibstil ist weiterhin nicht meins. Ich habe deshalb den Titel auch ziemlich nach hinten geschoben. Ich wusste einfach, dass ich wieder sehr lange für das Buch brauchen würde und meine Probleme haben werde.

    Meine Meinung zu Jan Fabel hat sich nicht geändert. Ich mag ihn weiterhin und finde es toll, dass man so einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt bekommt. Er ist auch hier sehr realistisch dargestellt und unterscheidet sich dadurch von einigen anderen Ermittlern.

    “Brandmal“ war für mich leider wieder schlechter als der zweite Teil. Da ich mit dem Schreibstil schon nicht so gut klarkomme, muss die Story das für mich wieder wettmachen. In diesem Fall konnte sie mich aber leider nicht wirklich überzeugen.

    Es wurde wieder sehr politisch und der Fall an sich konnte mich auch nicht begeistern. Die Idee mit dem Skalp und dem Färben ist zwar was Neues, aber trotzdem ist bei mir kein großes Interesse aufgekommen. Das lag unter anderem daran, dass wieder sehr viel vom eigentlich Thema abgelenkt wurde. Es gab häufiger Zeitsprünge in die Vergangenheit, es wurde viel über Politik und Archäologie und andere Dinge geschrieben. Auch wenn ich einiges davon für sich spannend finde, hat es meiner Meinung nach in dieser Geschichte zu viel Raum eingenommen und so den Fokus von dem Fall weggenommen.

    Trotzdem war der Thriller an sich nicht schlecht. Wie auch schon bei den vorherigen Bänden gefällt mir das Setting sehr gut und man merkt deutlich, dass Craig Russell gut und viel recherchiert hat.

    Auch wenn ich lange nicht wusste, wer der Täter letztendlich war, hat mich die Auflösung nicht wirklich überrascht. Aber es gibt einen Aspekt, den ich daran mega gut finde.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich die Reihe weiterlesen soll oder nicht. Da ich aber nur sehr ungern Reihen abbreche, werde ich wohl erstmal weitermachen.


    Fazit:

    “Brandmal“ hat mir leider wieder nicht so gut gefallen. Der Schreibstil macht mir immer noch große Probleme und die Story war dieses Mal auch nicht meins. Allerdings gefällt mir das Setting und die Charaktere immer noch.

  14. Cover des Buches Lichtgespenster (ISBN: 9783740712396)
    Claudia Täubner

    Lichtgespenster

     (9)
    Aktuelle Rezension von: BiancaRitter

    Ein wunderbares Buch, das mir geholfen hat, mich auf eine neue Weise kennenzulernen und den Kontakt zu mir über meine Träume zu verstärken. Interessanterweise konnte ich allein durch das Lesen des Buches  mich morgens immer deutlicher an meine Träume erinnern. Sehr geholfen hat mir bei der Verarbeitung mein Ritual, jeden Morgen 3 Seiten zu schreiben, das ich mir aus dem Buch „Der Weg des Künstlers“ angeeignet hatte. Das war eine wunderbare Kombi. Obwohl ich zugeben muss, dass ich häufig meine Träume, wirr und grotesk, nicht verstanden habe, hat das Bewusstwerden dessen trotzdem etwas verändert.

    „Lichtgespenster“ ist leicht und angenehm zu lesen. Ich konnte mich gut hineinversetzen und mit der Hauptfigur mitfühlen. Durch die vielen Beispiele aus der persönlichen Lebensgeschichte verwoben mit den Traumerfahrungen fühlt es sich mehr wie eine Geschichte als wie ein klassisches Sachbuch an und ich fand es spannend, die Entwicklung Schritt für Schritt mitzuerleben und zu erkennen, wie unser Innerstes versucht uns im Leben stets zu helfen, zu warnen  und den Weg zu weisen. Alles, was wir lernen müssen ist uns zu lauschen und uns zu vertrauen. So verzweifelt wir doch manchmal im Außen nach Antworten suchen, tragen wir doch alles, was wir brauchen längst in uns.

    Danke liebe Claudia Täubner!

  15. Cover des Buches Insel des Sturms (ISBN: 9783734109430)
    Nora Roberts

    Insel des Sturms

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Insel des Sturms

    Von Nora Roberts, 416 Seiten Erschienen im Blanvalet

    Das Cover mit dem Haus an der Stürmischen See passt wunderbar zur Geschichte.

    Jude macht sich von den USA auf nach Irland in das Haus wo ihre Grossmutter aufgewachsen ist. Sie möchte zur Ruhe kommen und über ihr Leben nachdenken. Das sie sich aber ihn Aidan den Pup Besitzer vom Dorf verliebt das hätte Jude nicht gedacht. Und das im Haus auch noch ein Geist Wohnt auch nicht. Eine Tolle Geschichte über Liebe, Leidenschaft und Mystik und einen neu Anfang in einem anderen Land.

    Von mir 5 von 5 Punkten  

  16. Cover des Buches Verschmähte Träume (ISBN: 9783944354132)
    Mina Urban

    Verschmähte Träume

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Sabine ist tagein und tagaus eine vorbildliche Hausfrau und Mutter. Doch plötzlich, als ihr Mann mit 6 Dosen Linsensuppe zu Hause aufkreuzt und damit ihren ganzen Essensplan durcheinanderbringt, merkt sie, dass sie seit langem nur noch eine Rolle spielt, die sich ständig wiederholt. Dazu ist sie sexuell unzufrieden, denn ihr Mann hat schon lange das Interesse an ihr verloren. Durch diese Bagatelle stellt Sabine nun ihr ganzes Eheleben in Frage und merkt endlich, dass sie selbst auch noch ein Leben hat und nicht nur die Familienmitglieder. Sie befiehlt sich, wieder mehr an ihre Bedürfnisse zu denken und genießt schließlich ihre freie Zeit. Sie trifft sich mit Freundinnen und lässt den sehnsüchtigen Phantasien ihren Willen. Die Veränderung in ihrem Leben bringt ein erstaunliches Fazit.
    Sabines Problem kennen sicher viele Frauen. Sie vergessen ihr eigenes Ich, um nur noch für das Glück und die Versorgung der anderen da zu sein. Dabei bleiben sie selbst auf der Strecke und werden immer unzufriedener. Sabine flüchtet sich in Träumereien mit anderen Männern und ersucht auch deren Aufmerksamkeit. Dass dies auf diesem Wege nicht funktioniert, stellt sie erst viel später fest, nämlich dann, als sie langsam begreift, sich erst einmal selbst lieben zu müssen. Sabines Weg dorthin ist schwer. Immer wieder plagen sie Selbstzweifel, und so freut und leidet man mit ihr und wünscht ihr einen erstrebenswerten Ausgang. Über das Thema kann man viel Grübeln und Vergleiche ziehen oder sich einfach nur gut unterhalten lassen. Die 23 Kapitel lassen sich Dank der großen Schrift schnell lesen.
  17. Cover des Buches Madame Bovary (ISBN: 9783150206454)
    Gustave Flaubert

    Madame Bovary

     (582)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Der Schreibstil ist für einen Klassiker einfach zu lesen, sodass man sich schnell in die Geschichte einfinden kann. Und auch so ist die Handlung nicht schwer zu verstehen. Dennoch muss ich zugeben, dass der Autor dazu neigt abzuschweifen oder einzelne Momente unnötig in die Länge zu ziehen, was das Buch etwas verlängert, obwohl die eigentliche Geschichte ziemlich schnell erzählt wäre. Hierbei geht es letztlich um eine Frau, die vor Langeweile depressiv wird und dann nicht treu bleiben kann. Ehrlich gesagt fand ich, was das angeht, die Protagonistin ziemlich unsympathisch. Sie ist naiv, egoistisch und benimmt sich wie ein dummes Kind und oft musste ich einfach den Kopf über sie schütteln.

    Letztlich habe ich das Buch dennoch bis zum Ende gelesen, weil die steigende Spannung doch interessant war. Irgendwo ist es auch interessant zu sehen, wie das Leben der Frauen damals war. Trotzdem finde ich die Reaktion der Protagonistin überdramatisch und konnte ihr Verhalten deswegen nicht nachvollziehen. Für Leser, die gerne Klassiker lesen würde ich das Buch aber trotzdem empfehlen, da es gut zu lesen ist.

  18. Cover des Buches Sachsenmorde (ISBN: 9783958487000)
    Andreas M. Sturm

    Sachsenmorde

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Das ging seit Abschluss ihrer Vorbereitungsphase jetzt schon mehrere Jahre so. Vier Opfer pro Saison waren drin, also in etwa eins pro Monat. Viel mehr schaffte sie nicht und wollte es auch gar nicht. Der zeitliche Aufwand wäre zu groß gewesen und alles Regelmäßige war ihr ohnehin suspekt.«

     

    Ich mag Regionalkrimis (bzw. -thriller) und dieses Buch bietet dem Leser gleich dreizehn kurze Thriller, die jeweils in einer anderen Region Sachsens spielen. Schon an dieser Stelle habe ich was gelernt, denn diese dreizehn Regionen hätte ich zuvor nicht so einfach aufzählen können. An regionalen Dingen gibt es Beschreibungen von Landschaften, Städten oder Sehenswürdigkeiten, außerdem werden immer wieder politische Themen aufgebracht, die Gegenwart und die Vergangenheit betreffend. Dabei kommen natürlich auch ganz spezifische DDR-Themen zur Sprache.

     

    Ähnlich abwechslungsreich sind auch die Thriller selbst, von den klassischen Motiven bis hin zu wirklich ungewöhnlichen oder bizarren Fällen ist alles dabei. Das gefiel mir sehr!

     

    Bei Sammlungen von Geschichten ist es häufig so, dass mich nicht alle gleichermaßen ansprechen. In diesem speziellen Fall kommt noch hinzu, dass jede Geschichte von einem anderen Autor verfasst wurde, wobei ich auf einige gestoßen bin, die mir von ihrer Art zu erzählen her sehr gefielen.

     

    Zu den Fällen, die mir gefielen, habe ich mir Notizen gemacht wie: „Spannend. Gut geschrieben. Realistisch. Gruselig. Psychologisches Verwirrspiel. Lange war ich auf der falschen Fährte. Was für ein Schluss! Genial! Dieser Schluss kam unerwartet. Interessant. Fesselnder geschichtlicher Hintergrund.“

     

    Ich habe mir angewöhnt, bei Büchern dieser Art jede Geschichte einzeln zu bewerten und dann einen Durchschnitt zu berechnen. Ich vergab hier für vier Geschichten jeweils 5 Sterne, einmal 4,5 Sterne, viermal 4 Sterne, zweimal 3 Sterne und je einmal 2,5 und 2 Sterne. Das ergibt einen Schnitt von 3,9, folglich eine Gesamtwertung von 4 Sternen.

     

    Fazit: Eine mörderische Reise kreuz und quer durch Sachsen in dreizehn abwechslungsreichen Kurz-Thrillern.

  19. Cover des Buches In Boston? (ISBN: 9783257239683)
    Russell H. Greenan

    In Boston?

     (13)
    Aktuelle Rezension von: YukBook

    Alfred Omega besitzt eine besondere Gabe. Er kann auf Knopfdruck in Tagträume verfallen, die ihn in verschiedenste Epochen und Orte katapultieren. Täglich verbringt er zwei Stunden im Bostoner Public Garden und erlebt Abenteuer im Mittelalter oder am anderen Ende der Welt. Aber er besitzt noch ein weiteres Talent: Er ist ein begnadeter Maler, der sich dem Stil der Renaissance verschrieben hat.

    Trotzdem kann er genauso wenig wie seine Kollegen und Freunde Leo Kerner und Benjamin Littleboy von seiner Kunst leben. An Selbstbewusstsein mangelt es ihm dennoch nicht. Er ist von seiner Genialität überzeugt und wagt es sogar, sich mit Gott zu messen. Als er den Kunsthändler Victor Darius kennenlernt, scheint sich das Blatt zum Positiven zu wenden. Auch privat hat er Grund zu Freude: Er verliebt sich in die Galeristin Veronika und heiratet sie. Beide Begegnungen haben jedoch fatale Folgen und verwickeln ihn in Kunstskandale, Täuschungen, Intrigen und Morde.

    Dieser Roman lässt sich keinem einzelnen Genre zuordnen. In erster Linie geht es darum, wie man sich eine Künstlerexistenz aufbaut und mit den seelischen und finanziellen Nöten und Qualen umgeht, die so manchen sogar in den Tod treiben. Die Gefühle, die ein Künstler gegenüber seinen Werken hat, beleuchtet Greenan ebenso eindrucksvoll wie die Ausbeutungen, Täuschungen und Betrügereien im Kunsthandel. Nach der Lektüre kann man sich nur noch kopfschüttelnd den Romantitel ins Gedächtnis rufen und sich fragen: „Ist das alles wirklich passiert in Boston?“

  20. Cover des Buches Der andere Garten (ISBN: 9783908778295)
    Francis Wyndham

    Der andere Garten

     (21)
    Aktuelle Rezension von: wattwurm18
    Mir hat diese Geschichte gut gefallen, auch wenn der andere Garten nur kurz erwähnt wird. Aber die Geschichte des Ich-Erzählers und seiner Freundin ist anrührend.
  21. Cover des Buches Cleo (ISBN: 9783865692597)
    Sassafras De Bruyn

    Cleo

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Eine gefühlvolle, traumhafte Geschichte über ein Mädchen, das gar nicht so allein ist, wie es denkt
    Für Kinder ab 4 Jahren
    Cleo ist auf den ersten Blick ein trauriges Kind und so fühlt sie sich auch. In der Schule steht sie abseits von den anderen. Ihre Welt scheint grau und trübe. Sie mag das tägliche Einerlei an Pflichten nicht. Sie mag weder ihre Schuhe binden noch die Haare kämmen. Sie mag nicht rechnen, schreiben, lesen, nicht zuhören aber auch nicht schlafen. Alles was so täglich passiert und passieren muss ist ihr ein Graus, doch eines steht für sie fest, irgendwann wird sie aus diesem Korsett entfliehen. Weit weg an einen Ort an dem ihr keine Vorschriften gemacht werden. Der Betrachter mag erschreckt sein über das recht duster wirkende Bild das diese Geschichte einführt blickten wir doch gerade noch auf das fröhlich, freche, farbige Cover haben wir nun das Gefühl in einem grauen, tristen Kasernen zu stehen. So stellen wir uns Schule heute nicht mehr vor und ein Schulkindleben auch nicht. Eindrucksvoll illustriert Sassafras De Bruyn Cleos dustere Gefühlswelt. Dabei spielt sie geschickt mit Schatten, die gleichzeitig geheimnisvoll wirken. Cleo zeichnet sie als einzige etwas farbiger. Das Mädchen sieht verloren aus mit ihren dünnen Beinchen dem großen rundem Kopf und der viel zu großen Brille. Genau so fühl sich unsere Protagonistin und bemerkt in ihrer eingeigelten Traurigkeit noch nicht einmal das sie beobachtet wird. Uns, als außenstehende Betrachter, fällt ein Kind auf, das in ihre Richtung blickt. Auch er ist nur  schwarz gezeichnet wirkt aus der beobachtenden Perspektive fast größer wie Cleo. So duster wie der Schulhof , so duster auch ihr Schulweg, den sie mit hängendem Kopf abläuft. In Gedanken immer nur eins die Flucht aus dem Alltag. Sie scheint auf Gott und die Welt böse zu sein nur ihren Kater Amadeus den würde sie mit nehmen, denn der ist ihr bester Freund. In Gedanken plant sie ihren Ausbruch. Es ist phantastisch wie die Illustratorin diese Stimmung einfängt und transportiert. Wir empfinden unwillkürlich mit, werden ruhig und auch etwas traurig. Und sie nimmt uns mit in Cleos bunte Tagträume in denen alles so passiert wie sie es sich wünscht. In ihnen ist die Welt bunt und aufregend und niemand macht ihr Vorschriften. So baut sie sich- in ihrem Traum- ein Boot aus all den Dingen mit denen sie sich gerne umgibt und sticht mit Kater Amadeus in See. Im Nebel der grauen, dunklen Stadt, die an "Momos Stadt der grauen Männer" erinnert  erkennen wir nur die Silhouetten der Häuser denen unsere nun fröhliche Cleo zum Abschied winkt. Weiße Vögel  begleiten die beiden hinaus aufs Meer. Nun ist alles hell und freundlich. Stolz sieht sie aus, unsere kleine Cleo, wie sie auf ihrem Boot nach vorne ins Abenteuer schaut. Wieder beginnt ein Traum. Ein Traum im Traum. Sie erzählt uns von Luftstädten und verzauberten Meereswäldern aber auch von einem Jungen mit dem sie sich anfreundet und der sie begleitet. Gemeinsam entdecken sie die Grotten der Meerjungfrauen, singen, tanzen, lachen, kämpfen mutig mit riesigen Meeresungeheuern und erzählen sich gegenseitig spannende Geschichten. Sie klettern zu den Wolken, schlafen auf den weichen Wolken. "Zusammen nehmen wir es mit der ganzen Welt auf!" Diese Kraft der Phantasie trägt die kleine Cleo und uns durch diese wunderbare, und doch so unwirkliche Welt. Gerade noch waren wir im Paradies sitzen wir im nächsten Augenblick mit Cleo wieder auf dem Schulhof, doch dieses Mal steht sie nicht alleine da sondern sitzt neben einem Jungen. Der Pulli des Jungen ist gelb. Ein Lichtblick in der noch immer recht trüben Umgebung der Schule. Cleo guckt fröhlicher, die anderen Kinder spielen aber da wo zu Beginn der Geschichte nur der Junge stand und unsere kleine Heldin beobachtet stehen nun viele Kinder. Noch sind sie weit weg und trotzdem so nah. Die Welt der Phantasie wurde von der Realität abgelöst. Ein klein wenig von ihr ist noch zu erkennen, ihr müsst nur genau hin schauen. Warme sandige Erdtöne umhüllen das Abschlussbild. Ein Ende ohne Worte, still und doch so lebendig, so voller Zuversicht. * Dieses Buch ist wirklich etwas besonders. Unglaublich stimmungsvoll, voller tiefer Gefühle die auf einen zukommen, einfangen, gefangen halten und langsam wieder entlassen. Die Geschichte beginnt recht schwer/ traurig wird dann abenteuerlich, wild, bunt und sehr ereignisreich bevor sie still und ohne Worte aber mit dem starken Gefühl von Hoffnung, Zuversicht und Glück endet. Die Bilder, die uns auf diese zuweilen sehr unwirkliche, aber wunderschöne und spannende Reise mit nehmen sind einfach grandios. Kunstwerke. Es macht so unglaublich viel Freunde in sie ein zu tauchen, mit Cleo und ihrem Freund diese phantastische Welt zu entdecken und zu erleben. Man wird beim betrachten Teil von ihnen. * Manch einen wird das Buch befremden, ich habe diese kritischen Stimmen mehrfach erlebt. "Duster, dunkel, deprimierend", "die machen Kindern Angst", "was ist denn das für eine Geschichte? Und dann auch noch ohne Ende!" Was entgegnet man diesen phantasielosen Menschen? Ich musste wirklich erst einige Male durchatmen um Antworten zu finden, die meinen Gegenüber nicht verletzten. Letztendlich muss jeder seien eigenen Zugang zur Geschichte finden, denn das Betrachten von Bilderbüchern ist wie eine Abenteuerreise auf die man sich begibt. Man muss zulassen, dass sie einen entführt. Gibt man ihr nicht die Gelegenheit wird man den wahren Schatz dahinter nicht entdecken. Mehr als einmal dachte ich mir: "Wo ist eure Phantasie geblieben?" aber auch das sagte ich nicht. Das Argument, doch die Kinder entscheiden zu lassen zählte für sie nicht, denn diese phantasielosen Menschen meinen Kinder schützen zu müssen. Graue, trüber Bilder - auch wenn  sie später bunt werden- gehören nicht in ihr Bild von einem Kinderbuch. Kitschig, schrill, bunt und laut muss es für sie sein. Traurig! Sage ich dazu. * Sassafras De Bruyn's Bilderbuch ist ein Schatz den es sich lohnt zu entdecken. Ein sehr besonders Buch mit unglaublich viel Potential um mit Kindern über Gefühle zu reden. Das scheinbar offene Ende bietet in der Grundschule die Möglichkeit ein eigenes Ende zu schreiben. Im Kindergarten liefert es Gesprächsstoff. Was gibt es besseres als Möglichkeiten zu finden, das Kinder formulieren, erzählen lernen? Aber auch zuhause ist es ein wichtiges Buch. Wie viele Kinder fühlen sich nicht verstanden, wollen ausbrechen. Erfinden ihre eigene Welt. Wenn sie sehen und miterleben können, dass es anderen auch so geht, wenn Bücher ihre Gefühle widerspiegeln, dann können sie Kraft und Antworten aus den Geschichten ziehen. Hoffnung finden. * Unsere Lesekinder im Alter zwischen 4 und 9 Jahren waren begeistert von diesem Buch. Auch sie waren, ich berichtet ja schon, zu Beginn etwas befremdet über die trüber Stimmung, de sie einfing. Dies war aber auch nötig um die späteren Abenteuer bewusst mit erleben zu können, - die Kraft des Ausbruchs aus der Welt zu erleben. Keines der Kinder hatte Angst. Sie waren vielmehr neugierig auf die nächsten Seiten, tauchten ein in die phantastische Welt, gingen begeistert mit, kommentierten zuweilen und fanden ein Ende, auch wenn es nicht da stand. Wir haben lange über diese Geschichte gesprochen. Was mich besonders berührte war die Erkenntnis, das  sich jedes Kind schon einmal in einer ähnlichen Situation befunden hatte und so sehr gut verstehen konnte wie sich  Cleo zu Beginn fühlte.

  22. Cover des Buches Midnight Angel - Dunkle Bedrohung (ISBN: 9783802588778)
    Lisa Marie Rice

    Midnight Angel - Dunkle Bedrohung

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Allegra Ennis wird alles genommen: ihre Musikkarriere, ihr Vater und ihr Augenlicht. Fortan taumelt sie durch eine Existenz voller Dunkelheit, geplagt von Alpträumen. Auf einer Eröffnungsfeier trifft sie Ex-Navy-Seal Douglas Kowalski und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Doch die Gefahr ist für Allegra noch nicht vorbei...

    Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr flüssig, obwohl ich manchmal ein wenig überrascht von der harschen Ausdrucksweise war. Der Einstieg in die Geschichte und das Kennenlernen der Protagonisten gestaltete sich rasant. In diesem Buch gibt es detaillierte Erotikszenen, die schnell zur "Haupthandlung" werden. Die Tatsache der blinden Protagonistin schafft natürlich viele Möglichkeiten und ein paar interessante Situationen, wurde aber meiner Meinung nach dennoch zu wenig genutzt. Auch Allegras Umgang mit ihrer Beeinträchtigung hat sie mir nicht gerade sympathisch gemacht. Kowalski, voll von militärischem Drill - woran man übrigens häufig erinnert wird, was am Anfang ja durchaus seinen Reiz hat -, tut alles um sie zu beschützen, doch einige Dinge sind mir dann doch etwas zu weit gegangen. Auch mit ihm wurde ich nicht richtig warm. Andere Figuren blieben blass und tauchten dort auf, wo sie benötigt wurden. Der Antagonist konnte mich leider nicht überzeugen, doch ich hatte das Gefühl, dieser Strang der Handlung war eher als Nebenarm angelegt. 

    Trotzdem sind die Seiten nur so dahin geflogen und ich konnte eintauchen in diese Erzählung. 

    Mein Fazit: 2.5 Sterne aufgerundet für einen etwas oberflächlichen Romantic Thrill, bei dem Frau nicht zu viel nachdenken sollte.

  23. Cover des Buches Betty Blue (ISBN: 9783570197158)
    Philippe Djian

    Betty Blue

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Mirrorman31
    … und ich habe es rausgeschmissen. 
  24. Cover des Buches Die dünne Frau (ISBN: 9783886195169)
    Dorothy Cannell

    Die dünne Frau

     (43)
    Aktuelle Rezension von: evaczyk
    Jahrelang hat die engische Innenarchitektin Ellie Familientreffen gemieden wie die Pest - nicht nur, weil ihre reichlich skurrile Verwandtschaft ziemlich anstrengend sein kann, sondern vor allem, weil die eher mollig geratene Ellie unter schweren Komplexen leidet, wenn sie den Vergleich mit ihrer Cousine, der Laufsteg-Schönheit Vanessa, aushalten muss.

    Nun aber kann sich Ellie, deren Kleidergröße mittlerweile noch um ein paar Nummern gestiegen ist, nicht länger drücken. Sie muss ein Wochenende im Haus eines Großonkels verbingen, der ihr schon als Kind einen Schrecken einjagte. Nut mit einem Mann an ihrer Seite, beschließt Ellie, kann sie das Wochenende mit halbwegs intaktem Selbstwertgefühl überstehen. Zu dumm, dass der einzige, mit dem sie seit Jahren kuschelt, ihr Kater Tobias ist. Ein Miet-Mann muss her, und der entpuppt sich als die fleischgewordene Verkörperung der männlichen Helden der Romance-Literatur, denen Ellie verfallen ist.

    Klingt erst mal nicht sonderlich nach Krimi und ist es auch nicht, außer in der cozy-Variante.  Denn nach dem Tod des Großonkels werden Ellie und ihr angeblicher Verlobter zu den Erben und fürchten schon bald um Verstand und Leben. Skurril, mit britischem Humor und reichlich schrägen Charakteren ist dies der erste von Dorothy Cannells Romanen um Ellie, die eher ungewöhnliche und unwillige Heroine. Wird Ellie endiich geküsst werden und die überflüssigen Kilos los?  Das erfährt der Leser am Ende eines Buchs, das eher die Lachmuskeln trainiert als Gänsehaut aufkommen lässt.

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