Bücher mit dem Tag "taliban"
26 Bücher
- Khaled Hosseini
Drachenläufer
(2.057)Aktuelle Rezension von: CelinaMilenaErstmal vorab: Diesem Buch fehlt definitiv eine Triggerwarnung für Gewalt und sexuelle Gewalt.
Darüber hinaus, habe ich dieses Buch leider mit gänzlich falschen Erwartungen angefangen zu lesen. Man hat es mir als ein wunderschönes Buch empfohlen.. wunderschön ist es nicht. Die Geschichte ist wahnsinnig aufwühlend, emotional, spannend und schwer verdaulich. Es passieren ganz schreckliche Dinge, die einen sehr mitnehmen und jedes mal, wenn man denkt jetzt wendet sich alles zum guten, wird man wieder schockiert. Mir ist beim lesen übel geworden, ich war wütend, traurig.. also ja es bewegt einen. Aber schön fand ich es nicht.
- Khaled Hosseini
Tausend strahlende Sonnen
(1.278)Aktuelle Rezension von: buch_leselustErgreifend ist hier wirklich das richtige Wort. Ich habe mit Mariam und Layla mitgelitten und mitgefiebert.
Es hat mich stark berührt, was ihnen alles passiert und gleichzeitig wütend gemacht, weil es wirklich nicht unrealistisch ist.
Die Rolle und Stellung der Frau in Afghanistan wird hier erschreckend real dargestellt und gibt einen guten Einblick in das Leben vor Ort. Leider weiß man ja, wie es sich über die letzten Jahre weiterentwickelt hat...
- Malala Yousafzai
Ich bin Malala
(297)Aktuelle Rezension von: SlothreadyMalala Yousafzai kämpft mutig dafür, dass alle Menschen die Chance auf Bildung haben, Lesen und Schreiben lernen dürfen und in Freiheit und selbstbestimmt leben können. Sie kämpft mit allen Mitteln, riskiert dabei ihr eigenes Leben und wird von den Taliban beinahe getötet. In "Ich bin Malala" erzählt sie ihre Geschichte. Sie erzählt ihre Kindheit im Tal Swat in Pakistan, sie berichtet über die Verhältnisse dort und den Kampf der Menschen ums Überleben, sie erzählt von dem Tragischen Zwischenfall, bei dem sie beinahe gestorben wäre, von ihrem Weg zurück ins Leben und von ihrem Neubeginn im sicheren England.
Das Buch ist ein beeindruckendes Zeugnis eines sehr mutigen Mädchens. Es eröffnet neue Perspektiven und lässt einen die Gegebenheiten in Pakistan, das Leben der Menschen dort und die Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben, etwas besser verstehen. Es hat mich mit Respekt dem jungen Mädchen gegenüber erfüllt, das für Dinge kämpft, die für uns selbstverständlich sind und es ließ mich dankbar zurück, dass ich in einem Land leben darf, in dem der Zugang zu Bildung für alle möglich ist, in dem Frieden herrscht und in dem die Menschen nicht täglich aufs Neue bedroht werden.
Der Inhalt von "Ich bin Malala" war großartig und beeindruckend, der Schreibstil war leider zu langatmig und und durch die vielen Eigennamen etwas mühsam zu lesen. Man hätte auch das ein- oder andere Kapitel ruhig etwas kürzer fassen können. Insgesamt war es aber ein tief bewegendes Buch, das einem neue Blickwinkel eröffnet und das ich sehr gerne weiterempfehle, um so manches Geschehen auf der Welt besser verstehen zu lernen.
- Michael Lüders
Wer den Wind sät
(45)Aktuelle Rezension von: HoldenMichael Lüders beschreibt, was die amerikanische Außenpolitik (häufig durch die CIA und unter Unterstützung bestimmter Think tanks und Journalisten) im Nahen Osten angerichtet hat. Und dem ja auch häufig folgend leider die Europäische Union und die deutsche Regierung. Oft hat man die ausgestreckte Hand zur Kompromissfindung ausgeschlagen, frühzeitig die Welt in "gut" und "böse" unterteilt und sich pragmatschen Lösungen verschlossen, oft auf kosten von Zehntausenden Menschenleben. Teilweise wurde eine erfolgreiche Friedensstiftung durch die USA untergraben, auch in Fällen wie der Hamas oder Irans, was daran liegt, daß die USA ein Interesse an dem dauerhaften Krieg haben, in dem wir uns gegenwärtig befinden, man einseitig auf wirtschaftliche Vorteile der US-Wirtschaft setzt (Big Oil und die Motivation zu George W. Bushs völkerrechtswidrigem Angriffskrieg gegen den Irak) oder indem man zu einseitig auf Israel im Nahen Osten schaut. Natürlich fragt man sich, was die gewählten deutschen Politiker zu dem Ganzen gesagt haben, man möchte Namen und konkrete Aussagen wissen, genauso wie das, was gewisse Medien geschrieben haben. Idles singen in "War" von den "stone-faced liars", Brody Dalle trug ein "The CIA"- T-Shirt auf der Bühne (natürlich als Kritik), beides mit Recht. Ein aufwühlendes Buch, zur Pflichtlektüre empfohlen.
- Malala Yousafzai
Ich bin Malala
(16)Aktuelle Rezension von: lenihAuch wenn man den Namen Malala Yousafzai vielleicht noch nicht gehört haben sollte, ihre Geschichte kennen die meisten bestimmt. Sie ist das Mädchen, dem die Taliban in den Kopf geschossen haben, nur weil sie sich ihr Recht auf Freiheit und Bildung nicht nehmen lassen wollte. Zu diesem Zeitpunkt war Malala erst 15 Jahre alt und hatte doch schon so viele Jahre des Aktivismus hinter sich. Denn in Pakistan, ihrem Heimatland, ist es nicht selbstverständlich, dass Mädchen zur Schule gehen und sich Bildung aneignen dürfen. Glücklicherweise überlebte Malala dieses Attentat, wurde nach England ausgeflogen und konnte dort fast vollständig genesen. In ihr Heimatland zurück kann sie nicht, denn dort droht ihr auch heute noch der Tod. Doch auch dieses grausame Verbrechen hielt sie nicht davon ab, ihre Botschaft zu verbreiten, dass jedes Mädchen, jedes Kind ein Recht auf Bildung hat. Für ihr Engagement wurde sie 2014 sogar mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
In diesem (Hör-)Buch beschreibt Malala ihr Leben vor und nach dem Taliban-Anschlag, der sie beinahe das Leben gekostet hätte. Sie führt ihre Zuhörer nach Pakistan, ein Land, das noch immer unter ethnisch-religiösen Konflikten, unter Korruption und Terrorismus zu leiden hat. Für mich war dies eine Reise in eine Welt, die ich mir als Frau kaum vorstellen kann. Es ist schockierend zu hören, worunter Mädchen und Frauen in manchen Ländern auch heute noch zu leiden haben. Und es ist gleichzeitig ermutigend, dass es trotz aller Widrigkeiten so unerschrockene Menschen wie Malala und ihren Vater gibt, die dieses Unrecht nicht einfach hinnehmen wollen und dafür sogar ihr Leben aufs Spiel setzen. Ich habe tiefen Respekt vor ihren Leistungen und Bemühungen.
Einen Stern ziehe ich ab, weil mir die Handlung manchmal zu sehr zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her springt und ich manchmal nicht genau zuordnen konnte, in welchem Abschnitt von Malalas Leben ich mich gerade befinde. Darüber hinaus war es für mich etwas unstimmig, dass Malala immer wieder davon spricht, dass die Volksgruppe der Paschtunen, der ihre Familie angehört, eigentlich sehr mutig und friedliebend wäre und zusammenhält, sie aber gleichzeitig immer wieder von der Korruption in ihrem Land erzählt, von Familienfehden und Ehrenmorden, von Denunziantentum und der Unterdrückung von Frauen und Andersgläubigen, und das nicht nur durch die Taliban. Eigentlich sollte ich dafür keinen Abzug vornehmen, denn es ist Malalas persönliche Geschichte und ihre Realität, aber ich kann es nicht ändern, dass mir das einfach zu widersprüchlich war und leider keinen guten Eindruck bei mir von diesem Land hinterlassen hat. Dennoch ist dieses Buch sehr hörens- und lesenswert, nicht nur, weil Malala eine starke Frau ist, der Ehre gebührt, sondern allein schon um zu verstehen, wie die Mechanismen in diesem Land funktionieren oder nicht funktionieren und warum dort noch keine richtige Ruhe einkehren konnte.
- Dirk Reinhardt
Über die Berge und über das Meer
(29)Aktuelle Rezension von: 99Hermione99Um was die Geschichte handelt:
Soraya lebt in einem kleinen Dorf in den Bergen. Jeder nennt sie Samir. Ja, sie wird nicht nur mit einem Jungennamen gerufen, sondern sie zieht sich auch so an und verhält sich wie ein Junge. Und das aus gutem Grund: Soraya ist die 7. Tochter ihrer Familie und somit noch immer nicht der erhoffte Sohn. Als Junge kann sie jedoch frei herumlaufen, und muss nicht wie alle Mädchen und Frauen, den ganzen Tag im Haus sitzen. Ausserdem dürfen diese das Haus nur in Begleitung von männlichen Personen verlassen. Doch nun mit 14 Jahren ist Soraya alt genug, um sich "umzuwandeln" in das Mädchen, das sie eigentlich ist. Das finden auch die Taliban, eine streng religiöse, gewalttätige Gemeinschaft. Ein ähnliches Schiksal trifft Tarek, ein Kuchi, ebenfalls aus Afghanistan, der mit seiner Familie in den Bergen herumzieht. Die Taliban wollen, dass er ihnen beitritt, da er ein sehr guter Schafhirte und Spurenleser ist. Tarek und Soraya geben sich unabhängig voneinander auf den Weg der Flucht, durch brenzlige und lebensgefährliche Situationen, oft ganz alleine, viele Kilometer von ihrer Familie, ihrem Bekanntenkreis und ihrer Kultur entfernt.
Nun aber zu meiner Meinung:
Ich finde, man kann sich unglaublich gut in die zwei Protagonisten hineinversetzen und flüchtet mit ihnen. Gerade, weil das Thema (Flüchtlinge und Taliban in Afghanistan) so aktuell ist, habe ich die Geschichte regelrecht verschlungen. Die Kapitel berrichten immer abwechslungsweise aus der Sicht von Tarek und Soraya. Manchmal bin ich durcheinandergekommen, was jetzt wem passiert ist. Aber das konnte ich dann schnell nochmal nachlesen. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist realistisch, soweit ich das beurteilen kann. Mit diesem Roman kann man nachvollziehen, was Flüchtlinge alles durchleben müssen. Das Buchcover finde ich persönlich wunderschön. Ausserdem befindet sich eine Karte hinten im Biuch, auf der die Fluchtwege von Soraya und Tarek eingezeichnet sind, sehr praktisch.
Ich kann es nur empfehlen. Einfach lesen!! :-)
- Gerd Schilddorfer
Heiß
(123)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Heiß" ist der zweite Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Den alten Haudegen und Piloten zieht es zurück zu seinen Wurzeln nach Nordafrika. In der neu erbauten Bibliothek in Alexandria wird die Leiterin der Manuskriptensammlung bei einem Raubüberfall schwer verletzt und ein geheimnisvolles Manuskript ist plötzlich verschwunden. Für Finch etwas persönliches, denn die Frau hat er als kleines Mädchen schon einmal gerettet. Gleichzeitig geschieht in Berlin ein brutaler Mord an einem Wachmann und in Pakistan muss ein Polizist bei Ermittlungen an einem Mord um sein Leben fürchten. Es scheint dass Geheimdienste seinen Tod wünschen. Und so setzt der englische Geheimdienst auf die Fähigkeiten von Finch den Mann aus Pakistan zu retten und auszufliegen. Aber damit beginnt eine Hetzjagd über den Globus für John Finch und seinen Auftraggeber Major Llewellyn. Es scheint dass der Feind in den eigenen Reihen zu suchen ist. Gerd Schilddorfer lässt den Leser wieder in mehrere verschiedene Handlungsstränge in der Gegenwart und der Vergangenheit eintauchen. Dabei bleibt es wieder sehr lange vollkommen undurchsichtig, wie diese zusammenhängen. Doch in jedem Strang für sich überschlagen sich die Ereignisse, man grübelt wie alles miteinander verbunden ist und findet es doch nicht heraus. Dabei ist Spannung stets garantiert und erst nach gut zwei Drittel erkennt man Zusammenhänge. Genau dies fasziniert mich beim Lesen, diese langsame Hinführen an die Auflösung. Die Geschichte ist komplex, die Kapitel kurz gehalten. Und so springt man immer wieder zwischen Handlungsorten und Geschehen wie es auch schon im Vorgängerband war. Auch hält die Geschichte immer wieder Überraschungen bereit, mit denen man so nicht gerechnet hat. John Finch, diese Mischung aus Indiana Jones und Top Gun Pilot Maverick gepaart mit Geheimdienstaktivitäten lässt auch diesen zweiten Band wieder zu einem spannenden Pageturner werden. Absolutes Lesevergnügen für jeden dem wie mir solch eine Kombination gefällt.
- Fabio Geda
Im Meer schwimmen Krokodile
(129)Aktuelle Rezension von: NurayCesme„Drei Dinge darfst du im Leben niemals tun, Enaiat, aus keinem Grund: Erstens, Drogen nehmen. Zweitens, zu den Waffen greifen. Versprich mir, dass deine Hand nicht einmal einen Holzlöffel halten wird, wenn er dazu dient, einem Menschen zu verletzen. Drittens, stehlen. Was dein ist, ist dein, was nicht dein ist, nicht. Und merke dir, dass es sich immer zu leben lohnt, wenn man einen Wunsch vor Augen hat wie ein Esel eine Karotte.“
Was war das für ein Buch, das mir Gänsehaut bereitet hat.
„Im Meer schwimmen Krokodile“ von Fabio Geda erzählt die wahre Geschichte von Enaiatollah Akbari, einem Jungen, der etwa zehn Jahre alt ist, als er seine Heimat verlassen muss.
Schon am Anfang wird klar, dass Enaiats Leben von Regeln, Gefahr und schweren Entscheidungen geprägt ist. Aus seiner Kindheit wird schnell eine lange, gefährliche Reise, die ihn durch mehrere Länder führt und ihn immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Dabei weiß er nie genau, wem er vertrauen kann oder wo er am Ende wirklich ankommen wird.
Seine Geschichte ist eine eindrucksvolle und bewegende Fluchtgeschichte, die ruhig erzählt ist, aber gerade dadurch besonders intensiv wirkt. Sie bleibt einem lange im Kopf, weil sie zeigt, wie ein Kind in einer unsicheren Welt versuchen muss zu überleben.
Am Ende stellt sich nicht nur die Frage, ob Enaiat es schafft, sondern auch, was ihn all die Jahre antreibt, nicht aufzugeben. - Jon Krakauer
Auf den Feldern der Ehre
(10)Aktuelle Rezension von: Tim_TichatzkiDas Buch lag lange ungelesen in meinem Schrank, weil ich keine Lust hatte, schon wieder ein Buch über den Krieg zu lesen. Dann habe ich mit Begeisterung den Film „Into The wild“ gesehen, und festgestellt, dass er auf einer Buchvorlage von Jon Krakauer basiert. Ich habe dieses Buch also nur deshalb wieder aus dem Schrank geholt, weil es von Jon Krakauer geschrieben wurde. Ich folge halt gerne Autoren. Und ich wurde nicht enttäuscht. Sehr geschickt verbindet Krakauer die Biografie von Pat Tillmann mit der geschichtlichen Entwicklung, die zum Afganistankrieg geführt hat. Es ist wirklich gut, wie leicht er unterschiedliche Erzälstränge, Perspektiven und Zeitsprünge miteinander verbindet - etwas, dass mich sonst beim Lesen gerne stört. Aber Jon Krakauer schafft es, dieses Stilmittel mit Bravour zu verwenden. Viele Hintergrundinformationen über das Militär, die Taliban und American Football machen das Buch zu einer sehr interessanten Lektüre. Und man stellt als Leser wieder einmal fest, dass es keinen sauberen Krieg gibt. Es ist immer schmutzig. Es wird gelogen und betrogen, und selbst die hochgerüstetste Macht der Welt ist nicht vor menschlichem Versagen gefeit. Krieg ist Scheisse! - Stefanie Ross
Luc - Fesseln der Vergangenheit
(101)Aktuelle Rezension von: Sophia_81Als der SEAL-Lieutenant Lucien DeGrasse von einem afghanischen Warlord schwer verletzt entführt und in einem verstecktes Bergdorf gefangen gehalten wird, trifft er dort auf die amerikanische Ärztin Jasmin, die sich um ihn kümmert. Trotz dieser ungewöhnlichen Lage sind beide voneinander fasziniert und kommen sich näher. Als Luc flieht, lässt er Jasmin zurück, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat und er ahnt nicht, was ihre Chance auf eine gemeinsamen Zukunft bedrohen könnte.
Dies war das erste Buch, das ich von Stefanie Ross gelesen habe und es hat mich von der ersten Seite an gepackt: ein fluffiger Schreibstil, gut recherchierte Szenen zu Afghanistan, zum Militär und zur Politik und zwei Protagonisten mit großem Herz. Luc ist ein loyaler Bruder und Sohn, ein treuer Freund, ein mutiger Soldat und als Teamleiter stellt er sich stets schützend vor sein Team. Jasmin opfert sich selbst für ihre Familie und musste lernen, für sich zu kämpfen. Luc und Jasmin reiben sich aneinander bis die Funken fliegen. Beide habe ein großes Ziel: Gerechtigkeit und Frieden wiederherzustellen. Mit Witz und viel Spannung wird der Leser dabei wunderbar unterhalten. Gerade das Setting lässt ihre Liebe zarter hervor strahlen, ohne dabei in Kitsch abzudriften. Meine absolute Leseempfehlung für alle, die Romantik gewürzt mit viel Action lieben! - Jennifer Sieglar
Ich versteh die Welt nicht mehr
(7)Aktuelle Rezension von: theophilia
Liebe Leser, heute möchte ich Euch das Buch „Ich versteht die Welt nicht mehr“ von Tim Schreder und Jennifer Sieglar vorstellen. Auf dieses Buch bin ich aufgrund einer Empfehlung vom Piper Verlag gestoßen.
Inhalt:
Der Islamische Staat verbreitet weltweit Angst und Terror, in den USA wird ein Außenseiter zum Präsident gewählt, aus der Türkei vernimmt man ständig neue Schreckensmeldungen über Präsident Erdoğan und hierzulande wird die AfD stetig populärer – die Welt der Nachrichten dreht sich immer schneller, dabei sind viele Themen ohne fundiertes Hintergrundwissen kaum zu verstehen. Zugleich konsumieren viele Menschen diese Meldungen vor allem bruchstückhaft über die sozialen Medien. Hier setzt »Ich versteh die Welt nicht mehr« an und bietet auf verständliche und unterhaltsame Art Hintergründe zu den wichtigsten Nachrichtenthemen unserer Zeit.
Meine Meinung:
Das Cover des Buches ist in Himmelblau gehalten. Vielleicht soll es die Draufsicht vom Weltall darstellen. In der Länderkarte stecken Fähnchen mit den jeweiligen Brennpunkten die im Buch erklärt werden.
Das Buch „Ich verteh die Welt nicht mehr“ wurde von Tim Schreder und Jennifer Sieglar als Klappenbroschur im Piper Verlag aufgelegt. in den Klappen sind auf einer Landkarte die Punkte der Erde zu sehen, von welchem in dem Buch die Berichte sind. In der hinteren Klappe sind Tim und Jenni bei der Arbeit zu sehen. Beide sind u.a. als Moderatoren der Kindersendung Logo bei Kika bekannt.
Das Buch hat neben einem Vorwort, Dankesteil und Buchempfehlung 33 kleine Kapitel mit unterschiedlichen Brennpunkten der Erde. Das Buch kann auch als kleines Einführungslexikon zur aktuellen Weltpolitik gesehen werden. Nach der Kapitelüberschrift kommt eine kurze Einleitung farblich hinterlegt.
Die Schrift ist in 2mm Standardschrift als reines Textsachbuch gedruckt. Nur zur Einleitung eines Kapitels ist ein Globus aufgedruckt mit einer Fahne, welche in dem Teil der Erde steckt, welches gerade besprochen wird. Vielleicht hätte eine etwas größere Landkarte als optische Orientierung neben der großen Weltkarte am Anfang des Buches zur näheren Orientierung verholfen.
Das Buch kann wie ein kleines Lexikon verwendet werden. Jedes Kapitel lässt sich unabhängig vom anderen lesen und keines baut auf dem anderen auf.
Tim und Jenni kenne ich von den Logonachrichten. Dort werden die Tagesnachrichten so für Kinder erklärt, dass sie verstehbar sind. Daher bin ich mit der Erwartung an das Buch gegangen, dass dies in einer einfachen Sprache gehalten ist. Doch bei näherem Durchlesen wurde mir schnell klar das das Buch für Teenager bzw. junge Erwachsene gedacht ist. Aber auch Senioren und Eltern von Kindern, die Tim und Jenni aus Logo kennen, sind mit diesem Buch angesprochen.
Das Buch setzt einen etwas weiteren Sprachwortschatz voraus wie Logo Kindernachrichten. Ist aber im Prinzip genauso gut verständlich und tiefgründig geschrieben. Einige Themen z.B. Mord und Vertreibung sind für jüngere Kinder nicht so geeignet genauer auszuführen. Aber auch Eltern und Senioren sind
Was ich aus dem Buch lernen konnte
Es ist nicht aussichtlos die politische Weltlage zu verstehen. Hier ist ein Buch, das dem oftmals überforderten Nachrichtenseher Klarheit in die tägliche Nachrichtenflut an Hintergrundwissen bringt. Die 33 Weltbrennpunkte werden von Anbeginn der Entstehung zeitgeschichtlich fortlaufend dargestellt.
Das Buch macht Mut sich weiter mit der Weltgeschichte auseinanderzusetzen. Erste Anfänge sind hier gelegt und der Nachrichtenseher kann sein hier erworbenes Wissen Tag für Tag selber vertiefen.
Dank an Tim Schreder und Jennifer Sieglar für die ausführliche Recherche zu den aktuell brisanten Tagesthemen. Es ist zu erlesen wie viel Zeit und Mühe sie in ihr Buch investiert haben.
Tim Schreder und Jennifer Sieglar durfte ich im Rahmen der Buchvorstellung auf der Frankfurter Buchmesse 2017 kennenlernen. Es hat mich gefreut sie genauso authentisch bei der Buchbesprechung zu erleben, wie ich Euch von Logo her kenne: jugendlich, kommunikativ und frisch aber trotzdem mit allem Ernst bei der Sache. Danke, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt das Buch zu signieren. Hoffe, dass ihr noch lange die Jugendlichkeit bewahren könnt, um Logo Nachrichten den Kindern zu Präsentieren.
Fazit:
Das Buch kann ich für jeden Empfehlen, der sich an der Weltgeschichte interessiert. Ein Muss für jeden der Tagesnachrichten besser verstehen will.
Autor:
Tim Schreder
Tim Schreder, geboren 1991, moderiert seit 2010 logo! und ist als Reporter für das ZDF weltweit im Einsatz. Er berichtete u.a. von den US-Präsidentschaftswahlen und der Fußball-WM in Brasilien. Für seine Reportage zur Flüchtlingskrise wurde er 2016 für den Grimme-Preis nominiert.
Jennifer Sieglar
Jennifer Sieglar, Jahrgang 1983, absolvierte ein Volontariat beim Hessischen Rundfunk, wo sie derzeit Moderatorin für die Hessenschau ist. Seit 2008 ist sie für die ZDF-Nachrichtensendung logo! tätig, die sie seit August 2012 moderiert.
- Asne Seierstad
Der Buchhändler aus Kabul
(50)Aktuelle Rezension von: AleksandraKlappentext: "Als die Journalistin Åsne Seierstad von Sultan Khan, einem Buchhändler aus Kabul, eingeladen wird, für fünf Monate bei ihm und seiner Familie zu leben, ahnt sie nicht, was sie erwartet. Seit mehr als zwanzig Jahren trotzt Sultan Khan den Autoritäten ob Kommunisten oder Taliban , um die Bevölkerung von Kabul mit Büchern zu versorgen. Er wurde verhaftet und musste mit ansehen, wie seine Bücher auf offener Straße verbrannt wurden. Dennoch hat er seine Leidenschaft für das Lesen nie aufgegeben und Licht in einen der dunkelsten Orte der Welt gebracht, während er gleichzeitig mit harter Hand seinen Haushalt führte. Dies ist das intime Porträt eines Mannes und seiner Familie zwei Ehefrauen, fünf Kinder und viele Verwandte und ein einzigartiger Einblick in ein Land der extremen Widersprüche."
Tatsächlich habe ich mir etwas ganz anderes vorgestellt, als mir dieses Buch geboten hat. Ich ging eher von einer nett dargestellten, leicht kulturellen Erzählung. Dieses Buch ist weitaus mehr als das. Es ist Dokument, ein Bericht einer anderen Welt.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, leicht und flüssig. Die Kapiteln handeln immer über eine andere Personen, die aber mit der Hauptfamilie auf irgendeine Art und Weise verbunden ist. Anfänglich hat der Leser das Gefühl, dass die einzelnen Kapiteln keinen eigentlichen Zusammenhang haben, aber schnell merkt man, dass sie sich zu einer Geschichte zusammen fügen.
Die Hauptprotagonisten sind der Sultan und seine Familie. Schwer zu sagen, wen ich am meisten mochte. Denn die eigene Kultur hält alle Fest im Griff. Die Beschreibung, durch die Handlungen und Geschichten, zeigt uns den Wesen der einzelnen Familienmitglieder. Letztendlich mochte ich Leila am meisten ...
Kulturell ist dieses Buch ein Meisterwerk. Es ist völlig objektiv geschrieben, ohne Vorurteile und Anschuldigungen. Jede einzelne Entscheidung wird aus der Sicht desjenigen, der sie trifft, erklärt bzw. beschrieben. Jede einzelne Geschichte ist spannend, und geht anders aus als man sich denkt. Wie oft habe ich gehofft und dann verzweifelt. Es werden sehr offen die Umstände, in denen die Afghaner leben, dargestellt. Umstände, die wir uns kaum vorstellen können. Sie leben anders, sie denken anders, falls sie sich das trauen, sie handeln anders. Dabei war das Volk früher, nicht viel anders als wir ...
Eine klare Empfehlung, vor allem für diejenigen, die neugierig sind. Allerdings keine leichte Kost.
- Antonia Michaelis
Manchmal muss man Pferde stehlen
(21)Aktuelle Rezension von: NilWir lesen alles was die Autorin Antonia Michaelis vorlegt, denn sie hat ein unvergleichlich gutes Gefühl dramatische Geschehnisse in kindgerechte Worte zu packen. Wie auch hier wieder bewiesen mit ‚Manchmal muss man Pferde stehlen‘.
Es geht um zwei Kinder, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch so nahe sind: Anna und Tariq. Sie beiden gehen zusammen zur Schule und sind durch verschiedene Ereignisse traumatisiert. Anna verlor ihre Mutter und verstummte. Tariq flog aus Afghanistan mit seinem älteren Bruder von dem er nun getrennt in einem Heim lebt. Er wird auch leider durch seine Ohnmacht gewalttätig. Tariq will nun zu seinem Bruder und Anna und die Pferde Wackelpo und Apfelmütze helfen hier!
Wer anhand des Covers glaubt es ist ein klassisches Pferdebuch, tut dem Buch unrecht. Denn es steckt so viel mehr drin als Liebe zum Tier. Hier wird gelitten und Traumata erklärt und eine zarte Freundschaft entspinnt sich. Aus meiner Sicht ein schönes Kinderbuch, das nicht trivial ist, schön geschrieben und uns die Welt ein wenig menschlicher macht.
Der Verlag gibt das Lesealter mit 10 Jahren an. Das passt zum Selbstlesen sehr gut, denn es ist mit 284 Seiten recht umfangreich, auch wenn es teilweise schön illustriert ist von Simona M. Ceccarelli, schon ein umfangreicheres Buch mit Inhalt der auch verdaut werden will.
- Maria Toorpakai
Das verborgene Mädchen
(7)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerKlappentext
Nur als Junge konnte sie frei sein
Maria wird in einem kleinen Dorf in Pakistan geboren und bemerkt früh, dass ihre Brüder mehr Rechte und Freiheiten haben als sie. Mit vier Jahren verbrennt sie daher all ihre Mädchenkleider und beschließt: Ab heute bin ich ein Junge! Und die Eltern? Unterstützen sie. Von nun an heißt sie Dschingis Khan. Endlich kann sich Maria frei bewegen, zur Schule gehen und Sport machen. Ihre Tarnung ist perfekt. Mit 12 Jahren steigt sie sogar zum pakistanischen Jugendmeister im Gewichtheben auf – bei den Jungen! Doch als sie mit 15 Jahren ihre Liebe zum Squash entdeckt, fliegt ihre Tarnung auf. Todesdrohungen der Taliban sind die Folge. In ständiger Angst, entführt zu werden, hat Maria immer eine Zyankali-Kapsel dabei. Doch sie trägt nicht umsonst den Namen des größten Kriegers aller Zeiten – sie wird nicht aufgeben!
Meine Meinung
Maria ist ein Mädchen aus Pakistan die früh gemerkt hat, das Mädchen nicht so viel dürfen und nicht so viele Rechte haben wie die Jungs und Männer in ihrem Land. Deshalb beschließt sie, sich als junge zu geben. Es ist traurig aber auch beeindruckend zu lesen, welche Freiheiten sie nun hat und was sie alles machen kann, welche Türen ihr jetzt offen stehen. Mit 15 Jahren kommt sie in ein Squash Team allerdings kann sie dann kein Junge mehr sein und muss sich als Mädchen zu erkennen geben. Ich fand es erschreckend das sie auch Todesdrohungen der Taliban erhalten hat. Trotz allem gehört sie heute zu den 50 besten des Squash. Dieses Buch lässt einen in ein Land blicken das doch so fern scheint. Man bekommt einen Einblick in das Geschehen des Landes und die Missstände. Es gibt auch private Bilder von Maria und ihrer Familie und von ihrer größten Leidenschaft dem Squash.
Fazit
Ein sehr beeindruckendes Buch über eine genauso beeindruckende junge Frau. Über ein fremdes Land, das nun nicht mehr so fremd erscheint.
Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an das Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar
Fraukesbuecher
- Carolin Philipps
Amina
(3)Aktuelle Rezension von: Gucci2104Das Buch stand nun schon ein halbes Jahr in meinem Schrank. Daher dachte ich mir es ist der beste und kürzeste Einstieg ins neue Jahr. Das mich jedoch kompakte 150 Seiten so mitnehmen können, hätte ich nicht erwartet. Auch wenn es hier nur um eine fiktive Geschichte geht, passieren genau diese Dinge jeden Tag dort unten. Amina sowie viele andere Mädchen werden in ihren Familien als Junge erzogen, wenn dieser fehlt. Jungs genießen viel mehr Freiheiten, haben aber auch mehr Verpflichtungen, dem Vater bei der Feldarbeit zu helfen etc. Die Mädchen jedoch haben keine Rechte. Zwar ist gibt es entsprechende Gesetze, was nützen diese jedoch wenn sie nicht vollstreckt werden. Es interessiert keinen, wenn eine Frau gesteinigt oder fast tot geprügelt wird. Und wenn ich mir die aktuelle Lage ansehe und welche Rechte den Frauen schon wieder aberkannt wurden, wird mir schlecht! Ich hoffe sehr, dass hier eines Tages doch noch ein "Erwachen" erfolgt! Ganz klare Leseempfehlung von meiner Seite, aber bitte nicht zu dünnhäutig sein!
- Andreas Venzke
Zeichen setzen! 12 Porträts berühmter Frauen
(4)Aktuelle Rezension von: PepamoInteressante Biografien über 12 Frauen, welche sich in den letzten vier Jahrhunderten als Politikerinnen, Künstlerinnen, Pionierinnen, Forscherinnen und Unternehmerinnen einen Namen gemacht haben. Dabei handelt es sich um Frauen, welche neue Wege eingeschlagen, um ihre Freiheit gekämpft und ihr Leben in die eigene Hand genommen haben. Dem Autor ist es gelungen, die Geschichte der jeweiligen Persönlichkeiten kurzweilig und lebendig zu erzählen. Die Porträts sind in fünf Kapitel unterteilt welche jeweils zu beginn eine kurze Einführung in die jeweilige Zeit und die gesellschaftlichen Gegebenheiten enthält. Insgesamt ein spannendes Geschichtsbuch, welches das Leben und Wirken der Frauen zusammenfasst und es ermöglicht, sich in die jeweilige Erzählung hineinzuversetzen. - Nicole Stranzl
Tür im Sand
(17)Aktuelle Rezension von: dia78Das Buch "Tür im Sand" wurde von Nicole Stranzl verfasst und erschien 2022 im Main Verlag.
Die Autorin gelingt hier ein Buch, das so viele Emotionen und verschiedene wichtige Themen beinhaltet, dass man oftmals tief durchatmen muss, um weiterlesen zu können. Die Faszination rund um die Protagonisten und ihr Schicksal, die Wendungen und ihre Selbstfindung, macht das Buch zu einem ganz besonderem Leseerlebnis.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind ausgezeichnet und mit ein Grund, dass der Lesefluss stetig da ist, Spannung erzeugt wird, man mit den Protagonisten lacht, weint, erlebt, fürchtet, Probleme löst und auch liebt. Das Buch ist ein Buch mit Tiefgang, das auch nicht vor schwierigen Themen, wie Krieg, PTBS ... auseinandersetzt und gekonnt in das Geschehen einbaut.
Jeder, der emotionale Bücher mit Tiefgang gerne liest, dem empfehle ich dieses Buch sehr gerne.100%ige Kauf- und Leseempfehlung.
- Laura McVeigh
Als die Träume in den Himmel stiegen
(84)Aktuelle Rezension von: leniksDas Buch habe ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde gelesen. Der Titel und auch der Klappentext haben mich dazu bewogen es zu lesen. Samar und ihre Familie müssen aus ihrem sicheren Haus in Kabul fliehen, Dies erzählt sie anders als von mir erwartet. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob die Familie nun .... Toll fand ich die Fahrt mit der Transibierischen Eisenbahn. Der Schreibstil war gut, jedoch habe ich manches zweimal lesen müssen im den Sinn zu verstehen. Ich bin jedenfalls froh so etwas nicht erlebt zu haben, denn solche Geschichten gibt es sicherlich auch in echt. Das Buch umfasst 352 Seiten mit 36 Kapiteln untergliedert in 6 Teile. Die Unterteilung in die Teile habe ich nicht nachvollziehen können. Von mir bekommt das Buch drei gute Sterne.
- Khaled Hosseini
Tausend strahlende Sonnen
(34)Aktuelle Rezension von: Gartenfee-BerlinDass der Islam für uns westliche Frauen sehr frauenfeindlich anmutet, war mir ja in Teilen schon vorher bekannt. Aber was Hosseini hier über die beiden Frauen Mariam und Leila erzählt, hat mich doch stellenweise tief erschüttert. Nicht nur musste Mariam mit 15 Jahren einen 30 Jahre älteren Mann heiraten, er misshandelte sie auch noch, genauso wie etliche Jahre später seine Zweitfrau Leila. Nach anfänglichem Misstrauen wurden die beiden Frauen Freundinnen und erlebten Krieg, strenge Regeln unter den Taliban sowie den gewalttätigen Ehemann gemeinsam. Die Geschichte umfasst gute 30 Jahre und gibt einen Einblick in die leidvolle afghanische Geschichte, über die ich bisher nicht allzuviel wusste. Die Sprecherin hat die Geschichte für mich sehr gut rübergebracht. - Achim Zons
Wer die Hunde weckt
(23)Aktuelle Rezension von: schillerbuchDavid Jakubowicz ist Journalist und findet sich im Hafenbecken Hongkongs wieder, auf dem Beifahrersitz eine Autos, das wenige Minuten zuvor die Hafenbegrenzung durchbrochen hatte. Die Frau neben ihm ist tot. Sie war eine CIA-Agentin, die ihm bei einem Essen wichtige Informationen über eine Geheimoperation zukommen lassen wollte.
Kurz danach bombardieren Tiefflieger in Afghanistan auf Befehl des deutschen Offiziers Robert Westphal eine Konvoi, der scheinbar einen Angriff auf einen deutschen Stützpunkt ausführen will – ein schrecklicher Irrtum, bei dem zahlreiche Kinder und Zivilisten zu Tode kommen.
David Jakubowicz wird aus dem Krankenhaus nach München in seine Redaktion beordert um über diesen Fall zu berichten und merkt schnell, daß das, was ihm seine CIA – Informatin erzählen wollte, in engem Zusammenhang damit steht. Zusammen mit seiner jungen Kollegin Emma Bricks beginnt er zu recherchieren.
Wenn Euch jetzt jetzt bei der Beschreibung diese Plots an den Thriller „Never say Anything“ von Michael Lüders erinnert fühlen, dann liegt Ihr nicht ganz falsch. Auch hier geht es neben der Thrillerhandlung auch um die Probleme, die die überregionalen Zeitungen haben. Trotzdem ist dieser Erstling des Journalisten Achim Zons ganz anders und ebenfalls sehr spannend. Man merkt, daß der Autor auf einen reichen Erfahrungsschatz als Drehbuchautor zurückgreifen kann, denn er hält die verschiedenen Handlungsfäden souverän in der Hand. Als Leser/in erlebt man mit, unter welchem wirtschaftlichen Druck Redaktionen heute stehen, wie schwierig es ist, als Frau Karriere zu machen und welche Bedeutung die sogenannten Stringer für die Journalisten haben: Menschen, die vor Ort recherchieren und durch ihre Sprachkenntnisse unentbehrlich sind. Und man liest, wie ein Offizier, der zum Spielball der großen Politik geworden ist, versucht, mit seiner Schuld zu leben.
Achim Zons bietet uns außerdem eine (natürlich rein fiktive) Erkärung an für einen der schwersten militärischen Zwischenfälle, in die deutsche Soldaten nach dem 2. Weltkrieg verwickelt waren: Den Luftangriff bei Kundus, bei dem über 100 Menschen um’s Leben kamen und der zum Rücktritt des damaligen Verteidigungsministers Jung führte. Die Vorgänge sind bis heute nicht restlos geklärt.
Spannend bis zum Schluß, ein vielschichtiger, sehr lesenswerter Thriller!
- Andrea Busfield
Mauertänzer
(38)Aktuelle Rezension von: katzekatzekatzeIch fand das Buch an sich sehr interessant. Die Geschichte wird aus der Sicht eines elfjährigen afghanischen Jungen erzählt, was Vor- und Nachteile mit sich bringt. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und sehr anschaulich, ich konnte mir das Land und seine Menschen sehr gut vorstellen.
Ich weiß nicht, was, aber irgendwie hat mir dann tatsächlich doch noch etwas gefehlt. Ich empfand viele Dinge als zu "harmlos" dargestellt und manche Dinge als zu novellenhaft, um wirklich einen realistischen Einblick zu erhalten. Es ist schwer zu erklären.
Was ich auch schwierig fand war, dass mir bis ich das Nachwort gelesen habe, nicht so ganz klar war, was alles erfunden und was wahr war. Dass es sich dann doch nur um fiktive Figuren handelte, hat einen etwas komischen Nachgeschmack hinterlassen, weil ich mir jetzt unsicher bin, inwieweit der Einblick wirklich realistisch und nicht von der Autorin romantisiert war.Lesenswert ist das Buch aber aufjedenfall.
- Carsten Jensen
Der erste Stein
(15)Aktuelle Rezension von: dominonaKrieg kann man sich nur schwer vorstellen, aber Literatur macht das ja häufig - das Unvorstellbare vorstellbar und so auch hier. Bis zum Schluss habe ich mit bestimmten Charakteren mitgezittert und über den einen Stein des Anstoßes in menschlicher Form sehr häufig den Kopf geschüttelt. Auch bekommt man hier einen Einblick in die Rolle der Bevölkerung, in diesem Fall handelt es sich um Afghanistan.Das Buch hatte so seine Längen, ist aber vom Stil her leicht verständlich. Ab einem bestimmten Punkt habe ich mich über nichts mehr gewundert und habe nur stumm zugeschaut - wie auch im wahren Leben. - Linda Kronrat
Kathys Kinder - Das Tor zur Hölle
(6)Aktuelle Rezension von: BabsiiDiesmal geht es um Kathys Kinder Arnold und Aurora, die im 2. Kathy-Roman KATHY UND DIE HEXE HEDONIA geboren wurden und inzwischen 15 Jahre alt sind. Sie und die dreizehnjährige Hedi (die am Ende des Romans KATHY UND DIE VIER ELEMENTE "geboren" wird, suchen das Tor zur Hölle, um es zu schließen und das Böse dadurch aus der Welt zu verbannen. Ob ihnen das gelingt? Das müsst ihr selbst lesen!
- David Lagercrantz
Der Mann aus dem Schatten
(36)Aktuelle Rezension von: JanetMicaela Vargas ist eine schwedische Polizistin, die zum ersten Mal an einer Mordermittlung beteiligt ist. Von ihren männlichen Kollegen erfährt sie wenig Wertschätzung und wird von ihnen vor allem unterschätzt.
Sie trifft auf den renommierten Professor Hans Rekke. Er ist eine äußerst spannende, teils widersprüchliche Person. Er ist manisch-depressiv und schluckt so ziemlich jedes Medikament in beliebiger Menge, dass ihm zur Verfügung steht. Er kann anhand von den kleinsten Details und Körperhaltungen Zusammenhänge erkennen. Das ist nicht nur für den Leser, sondern auch für Micaela sehr beeindruckend. Die beiden verbringen viel Zeit zusammen und so tun sie sich gegenseitig gut. Sie ermitteln gemeinsam. Es ist spürbar, dass Micaela von Rekke lernt. So setzt auch sie sich im Laufe der Story mit immer mehr zunächst unbedeutend erscheinenden Details auseinander und schreckt auch nicht davor zurück, als sowohl ihr Chef als auch das Außenministerium sie von der Ermittlung abzuhalten versuchen.
Besonders gefallen hat mir die Figur Hans Rekke. Sein Intellekt und seine „Gabe“ sind faszinierend. Außerdem wird am Ende der nächste Fall für die zwei angeteasert. Den möchte ich unbedingt auch lesen.























