Bücher mit dem Tag "tante"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tante" gekennzeichnet haben.

137 Bücher

  1. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

    (14.344)
    Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooks

    Diese Reihe haben gefühlt alle in ihrer Jugend gelesen, nur ich nicht. Ich habe erst sehr spät angefangen, wirklich gerne zu lesen. Deshalb steht Rubinrot bei mir schon ewig auf der Nachholliste.

    Ehrlich gesagt bin ich aber mit der Erwartung reingegangen, dass es für mich nur durchschnittlich wird. Ein netter Read, mehr nicht. Ich kannte die Filme und wusste zumindest grob, worauf alles hinausläuft. Dazu kommt, dass Zeitreisen nie so mein Thema waren und ich nicht sicher war, ob ich Jugendbüchern inzwischen entwachsen bin.

    Und dann hat mich schon der Anfang total überrascht. Ich habe schnell gemerkt, dass mir das richtig Spaß macht. Gespannt war ich nur, ob es dabei bleibt oder kippt. Es ist gekippt, aber in die andere Richtung. Ich habe das Buch wirklich verschlungen. Der Schreibstil und der Aufbau haben mich so durch die Seiten fliegen lassen.

    Gwendolyn habe ich total ins Herz geschlossen. Sie ist einfach super sympathisch und ich habe ihr durchgehend nur das Beste gewünscht. Auch die Dynamik mit Gideon fand ich richtig interessant, weil er ihr gegenüber mal komplett kalt und dann wieder unfassbar süß ist. Diesen Zwiespalt mochte ich sehr, auch wenn ich grob wusste, wo das hinführt.

    Genauso mochte ich die Nebencharaktere. Gwendolyns Familie ist mir richtig ans Herz gewachsen und gleichzeitig gibt es genug Figuren, die einen aufregen und denen man kein Stück traut. Am schönsten war für mich aber die Freundschaft mit den Geistern. Daran hatte ich keine Erinnerung mehr und ich fand es eine so tolle Ergänzung.

    Auch das Zeitreisen und der ganze Flair drumherum sind schön umgesetzt. Ich habe komplett unterschätzt, wie sehr mich das packen kann.

    Fazit:

    Ich verstehe jetzt komplett, warum so viele diese Reihe lieben. Ein wunderschönes Jugendbuch, das einfach unfassbar viel Spaß macht. Auf Band 2 freue ich mich jetzt schon.

  2. Cover des Buches Save Us: Special Edition (ISBN: 9783736325005)
    Mona Kasten

    Save Us: Special Edition

    (2.088)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Dick94

    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte wurde nie langweilig (wobei ich das von allen 3 Teilen behaupten kann.) Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben und man konnte sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzten. Oft war es zum Haare raufen, man dachte alles wird gut, dann kam wieder ein riesen Dämpfer. Echt toll geschrieben. Mir hat es viele Spaß gemacht diese Bücher zu lesen.

  3. Cover des Buches Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Harry Potter 3) (ISBN: 9783551322838)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Harry Potter 3)

    (11.067)
    Aktuelle Rezension von: Sunny92_

    „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ ist mein absolutes Lieblingsbuch aus der Reihe und bekommt von mir ganz klar 5/5 Sterne. Ich bin mit Harry, Ron und Hermine aufgewachsen und habe vor über 25 Jahren mit den Harry-Potter-Büchern das Lesen gelernt. Die Welt von Hogwarts begleitet mich bis heute und hat für mich einen ganz besonderen Stellenwert. Es ist nicht nur die Geschichte selbst, die dieses Buch so besonders macht, sondern auch all die Erinnerungen und Gefühle, die ich damit verbinde.

    Im Mittelpunkt des Buches steht Harrys drittes Schuljahr in Hogwarts, das mit vielen neuen Geheimnissen, Gefahren und überraschenden Wendungen verbunden ist. Dabei fühlt sich dieser Band anders an als seine Vorgänger. „Der Gefangene von Askaban“ ist der erste Teil der Reihe, der deutlich erwachsener und geheimnisvoller wirkt. Die düstere Atmosphäre, die Bedrohung durch die Dementoren und die schmerzhaften Erinnerungen an Harrys Vergangenheit und die seiner Eltern verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe. 

    Besonders gefallen hat mir, dass die Handlung nicht nur eine spannende Fortsetzung der bisherigen Abenteuer ist, sondern auch emotional deutlich mehr Gewicht bekommt. Neue Figuren wie Sirius Black und Remus Lupin bringen wichtige Aspekte in Harrys Geschichte ein und lassen die magische Welt noch größer und facettenreicher wirken. Die Frage nach Vertrauen, Vergangenheit und Zugehörigkeit gehört für mich zu den berührendsten Aspekten des Buches.

    Besonders die Geschichte rund um Hermine hat mich begeistert. Sie war clever aufgebaut, voller Spannung und hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Die Art, wie sich scheinbar kleine Details der Handlung plötzlich zu einem großen Ganzen verbinden, gehört für mich zu den stärksten Momenten der gesamten Reihe. Ich war völlig geflasht und habe es geliebt, diese Geschichte zu entdecken.

    Die Entwicklung der Charaktere hat mir in diesem Band besonders gut gefallen. Harry, Ron und Hermine wachsen weiter zusammen und zeigen, wie wichtig Freundschaft, Mut und Zusammenhalt sind. Ihre gemeinsame Reise fühlt sich unglaublich vertraut an, und genau diese Verbindung macht Hogwarts für mich zu einem Ort, an den man immer wieder gerne zurückkehrt.

    Auch Hogwarts selbst entwickelt sich in diesem Band weiter und wirkt noch lebendiger als zuvor. Mit Hogsmeade, geheimnisvollen Gängen und neuen magischen Orten wird die Welt größer und vielseitiger. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, diese Orte zu entdecken und noch tiefer in die magische Welt einzutauchen.

    Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ schafft für mich den perfekten Übergang zwischen der kindlichen Magie der ersten beiden Bücher und den später ernsteren Themen der Reihe. Der Zauber von Hogwarts bleibt erhalten, gleichzeitig bekommt die Geschichte mehr Tiefe und beschäftigt sich mit schwierigeren Themen wie Verlust, Angst, Vergangenheit und Verantwortung.

    Für mich ist der dritte Band nicht nur ein großartiges Fantasybuch, sondern auch ein Stück Kindheit. Es ist eine Geschichte, die mich geprägt hat und die ich immer wieder gerne lesen werde. Das Buch bleibt für mich mein absoluter Liebling der Reihe.

  4. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783966375146)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

    (1.418)
    Aktuelle Rezension von: Wolf-Macbeth

    Ich habe den Roman nach ungefähr einem Drittel abgebrochen.

    Der erste Teil – von Janes Kindheit bis zu ihrem Abschied aus Lowood – gehört für mich zum Besten, was ich bisher gelesen habe. Er hat mich tief berührt und zum Nachdenken gebracht. Im Mittelpunkt steht für mich nicht die Handlung selbst, sondern das, was Charlotte Brontë über den Menschen sichtbar macht: Wer darf sprechen? Wer hat überhaupt eine Stimme? Was bedeuten Macht und Ohnmacht, Würde und Demütigung, Gerechtigkeit und Heuchelei, Mitgefühl und Freundschaft? Genau darin lag für mich die große Stärke des Romans.

    Der Bruch kommt für mich mit Janes Ankunft in Thornfield Hall als Gouvernante. Ab diesem Punkt verliert der Roman seinen literarischen Reiz. Die Handlung wirkt auf mich zunehmend vorhersehbar, klischeehaft, konventionell und formelhaft. Das vertraute Muster des älteren, wohlhabenden Aristokraten und der jungen, unerfahrenen Gouvernante bestimmt für mich die Geschichte immer stärker. Hinzu kommen weitere Figuren und Konstellationen, die ich als stereotype Rollen dieser romantischen Erzähltradition empfunden habe.

    Ich werfe Charlotte Brontë selbstverständlich nicht vor, dass spätere Romane und Hollywoodfilme ähnliche Geschichten erzählt haben. Mein Eindruck ist vielmehr, dass dieses romantische Erzählmuster bereits hier weitgehend konventionell angelegt ist und bis heute immer wieder aufgegriffen wurde. Für mich fehlte ab Thornfield die gedankliche Tiefe und Eigenständigkeit, die den ersten Teil so außergewöhnlich gemacht hatten.

    Vielleicht habe ich den Roman zu früh abgebrochen. Das kann ich nicht ausschließen. Doch nach etwa einem Drittel konnte ich mich für die weitere Entwicklung der Geschichte einfach nicht mehr interessieren.

    Selten hat mich ein Roman so gespalten zurückgelassen: Zunächst las ich etwas vom Besten, das ich bisher gelesen habe. Danach folgte für mich einer der enttäuschendsten Leseeindrücke überhaupt.

  5. Cover des Buches Throne of Glass – Der verwundete Krieger (ISBN: 9783423765350)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass – Der verwundete Krieger

    (736)
    Aktuelle Rezension von: Nefina

    Ganz ehrlich? Ich war am Anfang extrem skeptisch. Nach dem Ende von Die Sturmbezwingerin wollte ich eigentlich nur wissen, wie es mit Aelin weitergeht und hatte überhaupt keine Lust auf ein ganzes Buch über Chaol. Er war für mich lange einer der Charaktere, mit denen ich am wenigsten anfangen konnte.

    Und dann hat Sarah J. Maas es tatsächlich geschafft, meine Meinung komplett zu ändern.

    Der verwundete Krieger ist viel mehr als nur eine Nebengeschichte. Es ist ein Buch über Heilung, Schuld, Vergebung und darüber, seinen Platz im Leben wiederzufinden. Chaol muss sich hier nicht nur seinen körperlichen Verletzungen stellen, sondern vor allem seinen eigenen Fehlern, seiner Vergangenheit und seinem Selbsthass. Gerade diese Entwicklung hat ihn für mich endlich greifbar gemacht. Ich konnte ihn zum ersten Mal wirklich verstehen und am Ende habe ich ihn deutlich mehr ins Herz geschlossen als je zuvor.

    Yrene war für mich ebenfalls ein absolutes Highlight. Sie ist stark, klug, mitfühlend und lässt sich von niemandem kleinmachen. Die Dynamik zwischen ihr und Chaol entwickelt sich langsam und glaubwürdig. Nichts wirkt überstürzt und genau deshalb konnte ich jede gemeinsame Szene genießen.

    Mindestens genauso begeistert hat mich aber Nesryn. Ich fand es schön, dass sie endlich die Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie verdient. Sie ist so viel mehr als nur Chaols Begleitung und bekommt endlich ihre eigene Geschichte. Auch die neuen Charaktere und der südliche Kontinent haben frischen Wind in die Reihe gebracht. Das Setting hat sich komplett anders angefühlt als die bisherigen Bücher und hat die Welt von Throne of Glass noch einmal enorm erweitert.

    Und obwohl Aelin kaum vorkommt, hatte ich nie das Gefühl, dass dieses Buch überflüssig ist. Im Gegenteil. Viele Zusammenhänge werden klarer, neue Informationen kommen ans Licht und man merkt wieder, wie unglaublich durchdacht Sarah J. Maas diese ganze Reihe aufgebaut hat.

    Und jetzt muss ich natürlich noch über Manon sprechen. Ich liebe diese Frau einfach abgöttisch. Selbst mit vergleichsweise wenigen Momenten schafft sie es jedes Mal, mich komplett einzunehmen. Jedes Kapitel mit ihr ist für mich ein Highlight und inzwischen freue ich mich fast am meisten auf ihre Entwicklung.

    Sarah J. Maas schafft es immer wieder, Figuren, die mich zunächst kaum interessiert haben, zu absoluten Lieblingscharakteren zu machen. Genau das ist hier mit Chaol passiert. Dieses Buch hat ihm die Geschichte gegeben, die er gebraucht hat, und mir gezeigt, warum so viele Leser ihn lieben.

    Für viele ist dieser Band nur ein Zwischenstopp vor dem Finale. Für mich war er viel mehr als das. Er hat der Geschichte noch mehr Tiefe gegeben, großartige neue Figuren eingeführt und einen Charakter, den ich lange nicht besonders mochte, komplett neu in meinem Herzen verankert.

    Jetzt bleibt eigentlich nur noch eins: Auf ins Finale. 

  6. Cover des Buches Calendar Girl - Berührt (Calendar Girl Quartal 2) (ISBN: 9783548288857)
    Audrey Carlan

    Calendar Girl - Berührt (Calendar Girl Quartal 2)

    (665)
    Aktuelle Rezension von: Chrissi_liebt

    In den Frühlingsmonaten April, Mai und Jun hängt Mias Herz noch an ihrem letzten Kunden. Und das obwohl der neue Kunde ein unfassbar gutaussehender Baseballspieler ist. Wie auch in dem vorherigen Band hing ich an den Lippen von Mia Saunders, der Erzählerin - dem Calendar Girl. Jeden Monat steht Mia vor neuen Herausforderungen und manchmal wünscht man sich, dass der Monate nie enden würde. Optisch ist das Cover wie das letzte  Band wunderschön gestaltet. Ich freue mich bereites auf die Sommermonate und die neuen Männer in Mias Leben. Ich bin froh, dass diese Serie aus mehreren Teilen besteht.

  7. Cover des Buches Altes Land (ISBN: 9783328602101)
    Dörte Hansen

    Altes Land

    (766)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Altes Land war für mich eine der schönsten Leseüberraschungen der letzten Jahre. Ehrlich gesagt hatte ich den Roman lange links liegen lassen. Ich war überzeugt, das sei eher ein Buch für eine andere Zielgruppe. Auf Empfehlung meiner Mutter habe ich schließlich doch dazu gegriffen – und bin begeistert.

    Die eigentliche Geschichte ist gar nicht spektakulär. Es geht um mehrere Frauen, deren Leben sich im Alten Land, vor den Toren Hamburgs, kreuzt. Das allein hätte wahrscheinlich noch keinen Lieblingsroman für mich ergeben. Was dieses Buch aber außergewöhnlich macht, ist Dörte Hansens Sprache. Sie schreibt poetisch, ohne je kitschig zu werden, klar, präzise und mit einer Leichtigkeit, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

    Es gibt Romane, bei denen man vor allem wissen möchte, wie die Handlung ausgeht. Altes Land gehört für mich zu den Büchern, bei denen man vor allem weiterlesen möchte, weil jeder Absatz so gut geschrieben ist. Dazu kommt ein wunderbar trockener, leiser Humor und ein großes Herz für die Figuren, ohne sie zu verklären.

    Ich weiß, dass manche dem Roman vorwerfen, er bediene Klischees über das Landleben. Mich hat das überhaupt nicht gestört. Für mich standen die Menschen und die Sprache im Mittelpunkt – und beides ist Dörte Hansen beeindruckend gelungen.

    Für mich ist Altes Land bislang das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Und eines, das große Lust darauf macht, auch ihre anderen Romane zu entdecken.




  8. Cover des Buches Die Mittagsfrau (ISBN: 9783596510993)
    Julia Franck

    Die Mittagsfrau

    (409)
    Aktuelle Rezension von: Lesekatze22

    Ich lese viel, gern und äußerst unterschiedliche Genre, aber dieses Buch "Die Mittagsfrau" von Julia Franck hat mich fast die Flinte ins Korn werfen lassen. 

    Mir fehlen Anführungszeichen und in weiten Teilen finde ich den Roman einfach zu langatmig. 

    Das Buch beginnt mit einem Prolog, der es in sich hat. Eine Mutter lässt ihren Sohn am Bahnsteig zurück.  

    Es folgt die Lebensgeschichte der Mutter, die mit ihrer Schwester bei ihrer eigenartigen Mutter aufwächst, während der Vater im 1. Weltkrieg kämpft und später eigentlich nur zum Sterben nach Hause kommt. 

    Man erfährt mehr von den Mädchen, der damaligen Zeit.....

    Es folgt ein Epilog, der sich wieder mit dem zurückgelassenen Jungen beschäftigt. 

    Man findet im Netz einige Informationen zu Beweggründen dieses Buch zu schreiben. 

    Traurig und heftig.

  9. Cover des Buches Adrenalin (ISBN: 9783442495931)
    Michael Robotham

    Adrenalin

    (457)
    Aktuelle Rezension von: Mirabellahammer12

    •Adrenalin von Michael Robotham•

    Dieses Buch war seit Langem wieder der erste Thriller, den ich gelesen habe und der mir wieder gezeigt hat, wie unglaublich gut dieses Genre eigentlich ist! Der Auftakt der Psychothriller-Reihe rund um Joe O‘Loughlin und Vincent Ruiz konnte mich unglaublich doll begeistern und hat definitiv Eindruck bei mir hinterlassen!🔍


    Die Gestaltung des Covers gefällt mir sehr gut, auch wenn es kein krasser Eyecatcher ist. Dennoch wirkt es mysteriös und passt gleichzeitig richtig gut zur Geschichte. Der Schreibstil von Michael Robotham ist wirklich besonders! Das Buch ist aus der Perspektive von Joe erzählt und alles wirkt unglaublich hautnah, greifbar und realistisch. Die Gedankengänge von Joe waren so spannend. Der Schreibstil hat einen total in diese Welt gezogen und nicht mehr losgelassen.


    Joe ist wirklich ein spannender Protagonist, der einem irgendwie direkt sympathisch ist. Ich kann nicht sagen, dass ich Joes Handeln, besonders in Bezug auf seine Ehe und Familie, immer gutheißen konnte, aber grundsätzlich weiß dieser Mann, was er tut. Seine Fähigkeiten als Psychologe sind unglaublich spannend. Der Mann ist unfassbar intelligent, gerissen und steckt voller Überraschungen. Dass er Parkinson hat, fällt meistens gar nicht auf. Ich liebe seine Gedankengänge und wie er seine Patienten angeht und mit ihren Traumata umgeht. Trotz einiger Fehlhandlungen ist Joe ein bewundernswerter Charakter!


    Ich habe seine Frau Julien und seine Tochter Charlie sehr ins Herz geschlossen. Charlie ist super lebensfroh und liebenswert und für Joe einfach alles, während Julien immer an Joes Seite ist und stets um ihn bemüht ist. Zudem war auch Elisa ein sehr interessanter Charakter, ebenso wie Vincent Ruiz. Ich konnte Ruiz wirklich sehr schwer einschätzen und mochte ihn zwischendurch überhaupt nicht für sein Handeln. Aber mit der Zeit hat man ihn besser verstanden und gemerkt, was wirklich dahinter steckt. Denn im Grunde hat auch Ruiz ein Herz und ist eigentlich ganz korrekt. Weniger mochte ich hingegen Joed Eltern und Jock. Es war teils super schwierige Charaktere. Allerdings kann man sagen, was man will, Joes Vater hat mich am Ende wirklich überrascht!


    Vor diesem Buch hatte ich fast vergessen, wie gut Thriller wirklich sein können! Aber dieses Buch konnte ich von der ersten Sekunde an nicht mehr aus der Hand legen. Mir haben das Setting in England und die düstere, mysteriöse Atmosphäre direkt zugesagt und für Lust nach Mehr gesorgt. Zumal der Einstieg in die Geschichte schon wirklich gut war und für einen klaren Einblick in Joes Arbeit gesorgt haben. Dass er als Psychologe, der nur zufällig in diese Mordermittlungen hineinrutscht, im Mittelpunkt der Geschichte steht, fand ich wirklich sehr spannend. Seine Perspektive zu lesen, hat schon gereicht, um einen intensiven Einblick zu bekommen. Am meisten beeindruckt haben mich jedoch die Geschichte rund um die Morde, Bobby, die Vergangenheit dahinter und alles, was noch dazugehört! Was mit einem Mord an einer Krankenschwester begonnen hat, wurde zu einem riesigen Netz aus Verstrickungen, Rache, Kindheitstraumata und vielem mehr. Ich fand Bobbys Charakter von Anfang an sonderbar, aber dass so viel hinter dieser Figur stecken würde, habe ich nicht erwartet. Ich habe jedenfalls jede Sekunde mitgefiebert und vor allem mitgelitten, als Joe unschuldig in diese Geschichte mithineingezogen wurde. Sein Anteil an dieser langen Mordserie war jedenfalls sehr spannend! Gleichzeitig hatte ich Angst um ihn und seine Familie. Auch seine Beziehung zu Vincent Ruiz war ein interessanter Faktor, ebenso wie zu Elisa. Seine Ehe mit Julien fand ich sehr schwierig zu greifen. Dennoch hat man gemerkt, dass sie ihm wichtig war, ebenso wie Charlie! Am meisten mitgefiebert habe ich jedoch zum Ende hin. Die Geschichte hat sich sehr rasant in eine gefährliche Richtung entwickelt und den Leser sprachlos gemacht. Die Ereignisse am Ende waren krass, aber das Ende an sich richtig schön! Das war einfach ein verdientes Ende für Joe und seine Familie. Die Aufklärung der Morde war ebenfalls super spannend und viel größer, als anfangs gedacht.


    Fazit: abschließend gebe ich dem ersten Band der Geschichte rund um Joe O‘Loughlin und Vincent Ruiz definitiv 5 von 5 Sternen! Mich konnte die Geschichte rundum beeindrucken und für Lust auf mehr sorgen. Bin gespannt auf Band 2! 

  10. Cover des Buches What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1) (ISBN: 9783473586820)
    Isabel Ibañez

    What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)

    (316)
    Aktuelle Rezension von: valls

    Info vorab: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung.

    Das Buch lässt mich sehr zweigespalten zurück.

    Auf der einen Seite finde ich es sehr positiv, dass das Buch echte Originalität aufweist und keine oder zumindest wenige Klischees aufwärmt.

    Allein, dass die Hauptprotagonistin mal nicht aus England oder den USA stammt, sondern aus Buenos Aires, Argentinien und der südamerikanische Flair auch des Öfteren durch spanische Kapitelüberschriften und spanische Phrasen mitten im Text im Buch zum Vorschein kommt, lässt die Geschichte schon herausstechen.

    Natürlich ist dieser Punkt der Tatsache geschuldet, dass die Autorin selbst Wurzeln in Südamerika hat, aber das tut dem ja keinen Abbruch.

    Den Anfang fand ich super stark. Vor allem die Beschreibung der unbekannten Stadt und des Grandeurs der Kolonialzeit in Ägypten, aber auch die vorherrschende Kritik der wichtigen Charaktere am englischen Einfluss. Man hat sich bei der Beschreibung des Sheapards Hotel, in dem sich internationale Touristen, Geschäftsleute und Prominente tummeln, sehr an diesen ereignisreichen Ort geträumt. Generell hatte ich das Gefühl die Autorin hatte einen sehr scharfsinnigen Schreibstil und die Dialoge, besonders zwischen Whit und Inez, waren sehr intelligent und nicht vorhersehbar. 

    Auch die Dynamik zwischen Inez und Whit fand ich gelungen - endlich mal eine Frau, die den "Bad Boy" durchschaut, schlagfertig ist und im Analysieren von Menschen relativ scharfsinnig wirkt - naja, das heißt zumindest zunächst (Erläuterung folgt später). Whit findet Inez am Anfang nervig, da sie ihm seinen Job erschwert und Inez findet Whit wiederum nervig, weil er ihr Steine dabei in den Weg legt, in Ägypten zu bleiben.

    Whit auf der anderen Seite ist ebenfalls gelungen. Eine charmante, distanzierte Fassade nach außen, innen plagt ihn offensichtlich vieles. Auch sein Alkoholproblem und seine Schwächen machen ihn zu einem sehr realistischen männlichen Hauptcharakter. Man versteht, dass er die teilweise illegalen Geschäfte, die er für Ricardo erledigen muss, nicht genießt, sondern irgendwie gefangen ist. In einer idealen Welt würde er irgendetwas mit Chemie machen, aber die Wirklichkeit sieht anders aus: er wurde aus dem Militär geworfen und hat eine dunkle Zeit hinter sich, aus der ihn Ricardo gerettet hat.

    Dass sich Gefühle zwischen Inez und Whit entwickeln, die sich, obwohl sie so unterschiedlich sind, gut ergänzen, ist zwar nachvollziehbar, aber es ging mir zu schnell. Auf einmal küsst er sie auf die Wange und ist ganz angetan... da hätte ich mir gewünscht, dass der Leser noch länger im Dunkeln gehalten wird, was seine Gefühle angeht. 

    Inez Onkel, ein Archäologe, Whits Boss und der Kollege ihrer Eltern, will eigentlich den ganzen Roman über, dass sie Ägypten wieder verlässt und hat deswegen ganz am Anfang Whit geschickt, um sie direkt wieder in ein Schiff zurück nach Argentinien zu setzen. Man teilt hier Inez Frustration, dass sie herausfinden will, was mit ihren Eltern geschieht und kämpfen muss, um zu bleiben.

    Als sie sich dann durch List und Widerspenstigkeit (was ich gut an ihr fand) auf das Boot zur Ausgrabungsstätte schmuggelt und ihr Onkel sie widerwillig als Teil des Teams akzeptiert, ging es meiner Meinung nach bergab. 

    Und die Logikfehler häuften sich leider auch.

    1) Inez kennt ihre Eltern praktisch gar nicht. An einem Punkt im Buch sagt sie auch, dass sie nicht mal ihren eigenen Eltern vertrauen kann. Sie verbringen zwar immer ein halbes Jahr in Argentinien, aber als Leser hat man das Gefühl, die beiden bleiben blass und nicht greifbar. Es ist etwas schwer vorstellbar, dass Inez ihre eigenen Eltern so wenig kennt. Da fühlte sich dann aber vieles nicht stimmig an. Dass sie in deren alter Suite wehmütig wurde, kann man ja verstehen aber man hat generell das Gefühl, Inez wandelt bzgl. vielem im Dunkeln und zwar nicht nur, weil sie - zu ihrer Verteidigung - auch viel im Dunkeln gelassen wird, sondern auch, weil sie vielleicht an manchen Stellen nicht genug hinterfragt.

    2) der Grund, dass Tio Ricardo sie im Team gegenüber Mr. Fincastle akzeptiert, ist, dass sie ihre Zeichnerin wird, obwohl Abdullahs Tochter mit Kamera dabei ist? Das hat für mich überhaupt gar keinen Sinn gemacht. Da hätte die Autorin wirklich mit etwas Besserem kommen können. Zum Beispiel hätte Inez offenbaren können, dass sie die Magie des Rings wahrnimmt und das Team sie braucht, damit sie das Grab finden. Sie hätte sich unverzichtbar machen können.

    3) dass Inez einfach akzeptiert, dass Tio Ricardo ihr nicht die ganze Wahrheit über ihre Eltern erzählt, obwohl es für den Leser offensichtlich ist, dass er etwas verbirgt, finde ich seltsam, selbst vor dem Hintergrund, dass sie sich ihren Aufenthalt in Ägypten mehr oder weniger erkämpfen musste und nur "geduldet" ist.  Es ist unlogisch, dass sie ihren Onkel nicht noch stärker nach Infos über ihre Eltern bedrängt. Sie gibt zu schnell auf.

    4) auch ihre Gedanken bezüglich Tio Ricardo, nachdem sie denkt, dass er ihre Eltern ermordet hat, finde ich nicht überzeugend. Es wirkt alles etwas konstruiert.

    5) dass Sie die Warnzeichen nicht erkennt, als ihre Mutter auftaucht. Sie sagt ihr ständig, sie soll "sie nicht suchen". Kommt verhüllt, scheinbar aus Angst vor Ricardo. Sagt Inez überhaupt gar nicht, was los ist. Wirkt übelst dodgy auf den Leser. Und dennoch vertraut Inez einer Frau, die zwar ihre Mutter ist aber die sie kaum kennt. Wieder lässt sie sich, ähnlich wie von ihrem Onkel, mit wenig bis gar keinen Informationen abspeisen und lässt sich benutzen. Dafür, dass sie am Anfang als so dickköpfig und widerspenstig dargestellt wird und auch Whit so scharfsinnig analysiert und durchschaut, handelt sie ab einem Drittel des Buches zunehmend naiv und out of character. Selbst Isadora sagt zu ihr, dass sie zu "trusting" ist. Auf der anderen Seite kann ich verstehen, dass die Autorin Inez auch Schwächen geben wollte, immerhin macht das Charaktere ja erst nahbar. Und klar, es ist ihre Mutter, von der sie dachte, dass sie tot ist. Erleichterung und Gewohnheit spielen da sicher eine Rolle.

    6) Elviras Tod fand ich so oder so unnötig und scheiße. Aber wie Inez damit umgeht, finde ich noch schlimmer. Ja sie weint und gibt sich die Schuld. Aber als Elvira verschwindet, trödelt sie zunächst mit ihrem Kleid, flirtet mit Whit. Und nach Elviras Tod denkt sie nur daran, Elviras Tod zu rächen und ihre Mutter zu verfolgen. Ihre Gedankengänge wirken hier ebenfalls wieder sehr konstruiert. Hier hat die Autorin es nicht geschafft, Inez Trauer authentisch rüberzubringen. Es wurde auch viel zu wenig über Inez Angst vor der Reaktion ihrer Tante und Cousine gesprochen.

    Ab dem ersten Drittel zieht sich das Buch sehr und die gesamte Ausgrabung hat mich teilweise etwas gelangweilt. Viele Charaktere tauchen gar nicht mehr auf (z.B. Farida) und oft beinhalten Szenen nur Inez und Whit. Whit ist natürlich immer plötzlich da. Zwar hat es mich ja irgendwie auch gefreut, weil ich die beiden zusammen toll fand, aber es war mir dann doch ein bisschen zu "convenient", dass sie immer zusammen waren. Die Backstory zu Cleopatra und ihren Kindern sowie Marcus Antonios war ganz spannend. Auch Inez Visionen von Cleopatra fand ich sehr mystisch. Man hatte das Gefühl, die Gegenwart und die Vergangenheit sind irgendwie verbunden und die Vergangenheit ist nicht wirklich vergangen. Auch den Titel des Buches fand ich gelungen. Ich liebe es, wenn Titel sich auf eine kleine Stelle im Buch beziehen, die man fast überlesen könnte. Inez Mutter erwähnt kurz, dass der Nil so viel weiß und so viele Dinge im Wasser gelandet sind und Inez sinnt dann darüber nach, wie viele verschiedene Zeiten der Fluss gesehen hat. Das hat eine sehr mystische und geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen. Die magischen Artefakte hingegen fand ich irgendwie sehr überflüssig.

    Als sie gegen Ende zusammen in der Grabstätte eingesperrt sind, ist Inez mir viel zu passiv. Sie fragt Whit, was sie tun sollen, obwohl er selbst verletzt und am Boden ist. Das ist doch die bekannte "Line", die in Filmen immer kritisiert wird. Dass die Frau den Mann fragt, was zu tun ist. Auch wieder komplett out of character. Ja, sie ist in Panik und hat Angst um ihre Cousine. Aber trotzdem finde ich, sie verhält sich hier sehr klischeehaft.

    Insgesamt vergebe ich dennoch 4 von 5 Sternen. Mich hat das Buch insgesamt trotz aller Logikschwächen und schwächerer Passagen vor allem durch seine Originalität, seinen intelligenten Schreibstil, die geistreichen Dialoge und die dreidimensionalen Charaktere überzeugt.

  11. Cover des Buches Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin (ISBN: 9783473586257)
    Sara Wolf

    Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin

    (534)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    Das Buch erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich in einer Welt voller Intrigen, Machtspiele und verbotener Gefühle behaupten muss. Als geschickte Diebin schlägt sie sich durchs Leben, doch ein Auftrag bringt sie näher an den königlichen Hof, als ihr lieb ist – und plötzlich steht nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz auf dem Spiel.

    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, weil mich dieses Buch emotional wirklich komplett abgeholt hat. Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und habe jede Entscheidung, jeden Zweifel und jede Angst der Protagonistin intensiv mitgefühlt. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern wirkt unglaublich menschlich – mit Ecken, Kanten und inneren Konflikten, die sie nur noch greifbarer machen. Genau das hat es für mich so besonders gemacht: Ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert, gehofft, gezweifelt und manchmal auch gelitten.

    Besonders hervorheben möchte ich die emotionale Tiefe der Geschichte. Die Beziehungen – egal ob freundschaftlich, familiär oder romantisch – sind so vielschichtig und authentisch dargestellt, dass sie mich mehrfach richtig berührt haben. Es gab Momente, in denen ich das Buch kurz zur Seite legen musste, einfach weil es mich so sehr getroffen hat. Gleichzeitig schafft Sara Wolf es, Spannung und Emotion perfekt auszubalancieren, sodass die Handlung nie an Fahrt verliert.

    Zera ist eine Person, die mich auf allen Ebenen überzeugt hat und die sich durch ihre Stärke und ihre Empathie auszeichnet. Ihr Herz ist gefangen und trotzdem kämpft sie für ihre Liebsten und der Cliffhanger am Ende war besonders fies. Hier hat mir auch der Fantasy-Aspekt mit der fast unsterblichen Zera und den Hexen sehr gut gefallen, denn genau dadurch hebt sich dieses Buch von vielen anderen ab und wird zu einem einzigartigen Leseerlebnis.

    Auch der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist flüssig, mitreißend und schafft es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, ohne überladen zu wirken. Die Welt wirkt lebendig, und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.

    Ein unglaublich emotionales, spannendes und mitreißendes Buch, das mich komplett in seinen Bann gezogen hat!

  12. Cover des Buches Ich schreib dir morgen wieder (ISBN: 9783492312950)
    Cecelia Ahern

    Ich schreib dir morgen wieder

    (1.102)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen und das lag vor allem an dieser schrecklichen und egozentrischen Protagonistin. Tamara Goodwin ist eine verwöhnte, undankbare, vorlaute und rotzfreche Göre, die mir einfach nur höllisch auf den Senkel gegangen ist. Sie soll scheinbar 17 Jahre alt sein und gemäß ihren Aussagen fühlte sie sich doppelt so alt – im wahrsten Sinne des Wortes sagte sie «Aber in den letzten Monaten bin ich um Jahre gealtert.». Ah ja? Wo denn? Sie verhält sich wie eine Zwölfjährige, die mit der Situation und ihren Gefühlen nicht klarkommt. Von Reife keine Spur. Von den elendig langen Monologen und Erzählungen ganz zu schweigen. Es war zum Haareraufen. 

    Von allen anderen Charakteren waren höchstens noch ihre Tante und die Klosterschwester (ich glaube, ihr Name war Schwester Ignatius) interessant, da die beiden Personen etwas Geheimnisvolles umgaben. Die Tante im negativen und die Klosterschwester im positiven Sinne. Mehr kann ich dazu, aufgrund der Spoilergefahr, nicht verraten.

    Die Idee fand ich eigentlich recht interessant. Ich meine: Ein Tagebuch, dass die Zukunft zeigt? Das ist doch wirklich interessant. Leider war die Umsetzung mies, nicht sonderlich spannend oder gut durchdacht. Über das Tagebuch erfährt man nicht wirklich viel. Es ist einfach da. Woher es kommt? Wie es funktioniert? Das erfährt der Leser mit keiner Silbe. Es ist da. Punkt. Komm damit klar. Und Tamara selber hegt keinerlei Ambitionen hinter das Geheimnis des Tagebuchs zu kommen. Sehr schade.

    Die Geschichte an sich ist größtenteils langweilig und fade. Die Handlung plätschert vor sich hin und es geschieht nicht wirklich viel Interessantes. Stattdessen verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten und vielen Wiederholungen. Die interessanten Dinge werden auf die letzten 100 Seiten gepresst. Plötzlich geht alles Schlag auf Schlag und das gut behütete Familiengeheimnis wird gelüftet. Bäm! Da hast du es! … Äh? Warum? WARUM tut die Autorin denn sowas? Ich begreife es nicht. Dieses Familiengeheimnis wäre ein toller Spannungsbogen gewesen, der sich durch die gesamte Geschichte hätte ziehen können. Aber nein, warum auch? 

    Der Schreibstil an sich – tja… Da die Geschichte aus Tamaras Sicht geschrieben wurde, passte der Schreibstil hervorragend zu dieser unreifen 17-Jährigen. Sorry, ich weiß, ich höre mich gerade sehr herablassend an, aber diese Hauptprotagonistin hat mir total die Geschichte vermiest. Ich kann ihr kaum etwas Positives abgewinnen – zumindest hatte sie mich gegen Ende etwas milder gestimmt und sie schien tatsächlich etwas reifer geworden zu sein.

    Fazit:

    Die unausstehliche Protagonistin und eine größtenteils langweilige Geschichte… Ich bin echt enttäuscht. Diese Geschichte hätte spannend werden können.

  13. Cover des Buches Ein Augenblick für immer. Das zweite Buch der Lügenwahrheit, Band 2 (ISBN: 9783473586066)
    Rose Snow

    Ein Augenblick für immer. Das zweite Buch der Lügenwahrheit, Band 2

    (288)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    Nach den schockierenden Enthüllungen am Ende des ersten Bandes bleibt June kaum Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. Immer tiefer gerät sie in die geheimnisvolle Welt rund um das Herrenhaus, die Lügen und die Magie. Während neue Wahrheiten ans Licht kommen und sich weitere Rätsel auftun, muss sie sich nicht nur immer größeren Gefahren stellen, sondern auch ihrem Herzen, denn die Entscheidung zwischen Blake und Preston wird alles andere als leichter.

    Ich hätte nicht gedacht, dass mich der zweite Band noch mehr begeistern könnte als der Auftakt, doch genau das ist Rose Snow gelungen. Die Geschichte knüpft nahtlos an den ersten Teil an und entwickelt sich in einem Tempo weiter, das mich kaum noch zum Durchatmen kommen ließ. Kaum ist eine Frage beantwortet, entstehen direkt mehrere neue, sodass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte.

    Besonders gefallen hat mir, dass die magische Welt noch weiter ausgebaut wird. Immer mehr Zusammenhänge werden verständlich, gleichzeitig bleibt aber genügend Raum für neue Geheimnisse und überraschende Wendungen. Dadurch bleibt die Spannung durchgehend auf einem hohen Niveau und man rätselt ständig mit, wem man überhaupt noch vertrauen kann. Die Augenfarbe der Personen spielt eine besondere Rolle und auch die Motive der Nebencharaktere erhöhen die Spannung.

    June entwickelt sich im Laufe der Handlung immer weiter und wächst an den Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Sie handelt überlegter als noch im ersten Band, bleibt dabei aber authentisch und sympathisch. Auch die Nebenfiguren gewinnen zunehmend an Tiefe, wodurch die Geschichte insgesamt noch lebendiger wirkt.

    Natürlich spielt auch die Liebesgeschichte wieder eine große Rolle. Die Wahl zwischen Blake und Preston zieht sich weiter durch die Handlung und sorgt immer wieder für emotionale Momente. Obwohl Dreiecksbeziehungen oft vorhersehbar wirken können, empfand ich sie hier erneut als spannend umgesetzt. Beide Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen, sodass ich selbst bis zum Schluss nicht sicher war, für wen ich mich entscheiden würde. Gerade dieses Hin und Her macht einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus und sorgt dafür, dass die Gefühle der Figuren nachvollziehbar bleiben.

    Auch der Schreibstil konnte mich wieder vollkommen überzeugen. Die Seiten fliegen nur so dahin und jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, der einen sofort weiterlesen lässt. Besonders gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und münden in einem Finale, das mich sprachlos zurückgelassen hat und mich am liebsten sofort zum nächsten Band greifen ließ. Nun sind meine Erwartungen größer denn je, was entweder richtig gut werden kann oder aber total in die Hose geht.

    Insgesamt haben wir eine fesselnde Fortsetzung, die den ohnehin starken Auftakt sogar noch übertrifft und mit Magie, Geheimnissen und einer spannenden Liebesgeschichte bis zur letzten Seite begeistert!

  14. Cover des Buches Herr der Diebe (ISBN: 9783751300674)
    Cornelia Funke

    Herr der Diebe

    (1.097)
    Aktuelle Rezension von: marie_d

    Herr der Diebe von Cornelia Funke ist für mich ein ganz besonderes Buch. Es noch einmal als Erwachsene zu lesen und in eine Welt einzutauchen, die ich schon als Kind kennengelernt habe, hatte etwas fast Magisches. Viele Dinge verstehe ich heute anders oder tiefer, und gerade das hat das Wiederlesen zu einer sehr schönen Erfahrung gemacht.

    Das Buch vermittelt eine große Gemütlichkeit und Leichtigkeit, obwohl die Themen eigentlich sehr ernst und zeitlos sind – es geht um Verlust, Familie, Zugehörigkeit und darum, seinen eigenen Platz in der Welt zu finden. Trotzdem wirkt die Geschichte nie schwer. Cornelia Funke schafft es mit ihrem Schreibstil, diese Balance perfekt zu halten.

    Besonders beeindruckend finde ich, dass sie große Themen erzählt, ohne pathetisch zu werden. Ihre Sprache bleibt zugänglich und warm, sodass die Geschichte sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr nahbar ist. Genau das macht für mich den Zauber dieses Buches aus.

    Für mich bleibt Herr der Diebe eine Geschichte, die nicht nur nostalgische Erinnerungen weckt, sondern auch heute noch eine besondere Atmosphäre von Abenteuer, Wärme und Zusammenhalt vermittelt.

  15. Cover des Buches Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos (ISBN: 9783458682325)
    Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos

    (333)
    Aktuelle Rezension von: Hollabeere

    Auch im vierten und letzten Teil der Spiegelreisenden geht Ophelias und Thorns reise durch Höhen und Tiefen. Nachdem das Geheimnis um Eulalia Gorts Existenz gelüftet wurde, sieht Babel Ophelia plötzlich nicht mehr als Bürgerin. Ambrosius, Octavio , Blasius und Professor Wolf verhelfen Ophelia zur Flucht aus dem Amphitheater unter den Augen des Familiengeist Helen. Umgeben von Echos und unter der Führung des Fremden aus dem Nebel findet Ophelia Schutz im Alternativprogramm des Beobachtungsinstitutes. Dabei knüpft ihr Geist immer mehr an Eulalias an und sie taucht in deren Erinnerungen ein.

    Während Ophelia bei geheimen Treffen mit Thorn versucht hinter das Geheimnis des Füllhorns zu gelangen, stecken ihre Freunde beim Familiengeist Don Janus auf Erdenbogen fest. Ausgerechnet die Identität des unschuldigen Reineke ruft Eulalia auf den Plan. 

    Am Ende, nachdem Ophelia Lazarus Geschichte aufgedeckt, mit Thorns Hilfe einen Zeppelin umgelenkt und die Umkehrwelt bestritten hat bleibt ihr nur mehr die Einsicht um zu Siegen. Ihre Freunde und Mitstreiter stehen ihr dabei bis zum letzten Atemzug zur Seite.

    Was für eine unglaubliche Geschichte. Es passiert einfach so viel, dass es am Ende kaum zu glaube ist, dass alle Fäden schlüssig zusammenführen. Dabei geht die Story nicht für alle Charaktere gut aus und ich habe mir bis zum Schluss ein Happy End für Ophelia und Thorn gewünscht - doch wie in allem finden die beiden eine Lösung. Ich bin wirklich beeindruckt von der gewaltigen Fantasie und Wortakrobatik der Schriftstellerin. Ich habe dieses Buch nicht verschlungen, viel mehr genossen und ausgekostet. Über manche Kapitel musste ich erst eine Nacht schlafen, um ihre Auswirkung und Verknüpfung mit vorangegangenen Kapiteln zu erfassen. Letztendlich war es jedes Wort wert gelesen zu werden und ich kann diese Buchreihe absolut empfehlen.

  16. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473544011)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

    (955)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: Taschenbuch 

    Erscheinungsjahr: 1987

    Altersempfehlung: ab 12 Jahren

    Verlag: Ravensburger 

    Genre: Jugendliteratur

    Seitenanzahl: 223

    • Inhalt:

    Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14-Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.

    • Wie das Buch zu mir gefunden hat:

    Das Buch hat mich über ein Verschenkeregal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...

    • Meinung:

    Das Thema dieses Buches ist unheimlich intensiv. Gudrun Pausewang erzählt die Geschichte klar, hart und absolut authentisch. Beim Lesen trifft einen der ungeschönte Realismus dieser Welt mit voller Wucht. Das Buch zeigt schmerzhaft, dass in unserer Gesellschaft und Politik eben nicht immer alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist.

    • Fazit:

    Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!

    • Empfehlung:

    Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.

    Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!

    • Tipp:

    Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.

    • Lieblingszitate:

    "Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."

    Prolog - Seite 7

    "Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''

    Prolog - Seite 9

    "»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"

    Kapitel 1 - Seite 23

    "»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"

    Kapitel 2 - Seite 33

    "Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."

    Kapitel 8 - Seite 127

    "»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."

    Kapitel 10 - Seite 153

    "»Menschen sind zu allem fähig«,..."

    Kapitel 10 - Seite 154

  17. Cover des Buches Septimus Heap - Magyk (ISBN: 9783423623278)
    Angie Sage

    Septimus Heap - Magyk

    (510)
    Aktuelle Rezension von: littlelibrarylove

    Auch wenn der erste Band mittlerweile knapp 20 Jahre alt ist, hab ich's wieder so gern gelesen und werde auch den zweiten Band direkt in die Hand nehmen. Es gibt ziemlich viele Perspektivenwechsel, was mir so gar nicht mehr bewusst war. Aber vermutlich, weil ich die Reihe schon kenne, hat es mich überhaupt nicht gestört.

    Ich liebe Septimus Heaps Geschichte, die Welt und die Magie. 🥰

  18. Cover des Buches Until Friday Night – Maggie und West (ISBN: 9783492309196)
    Abbi Glines

    Until Friday Night – Maggie und West

    (425)
    Aktuelle Rezension von: Cexlxina

    Eʀ ʜᴀᴛ ᴇɪɴᴇ ɢᴏʟᴅᴇɴᴇ Zᴜᴋᴜɴfᴛ, sɪᴇ ᴇɪɴᴇ ᴅᴜɴᴋʟᴇ Vᴇʀɢᴀɴɢᴇɴʜᴇɪᴛ, ᴅᴏᴄʜ ɪʜʀᴇ Hᴇʀᴢᴇɴ sᴄʜʟᴀɢᴇɴ ᴜɴᴀᴜfʜᴀʟᴛsᴀᴍ fᴜ̈ʀᴇɪɴᴀɴᴅᴇʀ


    Until Friday Night war ein gutes Buch für zwischendurch.  Nichts, was mich komplett umgehauen hat, aber dennoch eine schöne Geschichte mit einer soliden Handlung. Die Emotionen kamen gut rüber, und die Charaktere hatten interessante Entwicklungen.


    Es war kein Highlight für mich, aber dennoch ein angenehmes Leseerlebnis. Perfekt, wenn man etwas Leichtes und trotzdem Berührendes für zwischendurch sucht

  19. Cover des Buches Die Bücherjägerin (ISBN: 9783755805069)
    Elisabeth Beer

    Die Bücherjägerin

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Scholu

    Die Grundidee von „Die Bücherjägerin“ klang unheimlich vielversprechend: Die Protagonistin Sarah begibt sich gemeinsam mit dem Bibliothekar Benjamin auf eine spannende Schnitzeljagd nach einer historischen Karte. Eine Reise, die die beiden bis nach Frankreich führt. Als Fan von Büchern über Bücher und literarischen Rätseln war ich sofort angefixt.

    Besonders Sarah ist zunächst eine sympathische und interessante Protagonistin. Durch ihre autistische Wahrnehmung betrachtet sie viele Situationen anders als die Menschen in ihrem Umfeld, was dem Roman eine besondere Perspektive verleiht. Gerade am Anfang fand ich diesen Ansatz gelungen und emotional nachvollziehbar.

    Leider verliert sich die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr in Rückblicken und Erinnerungen aus Sarahs Leben. Immer wieder wird ausführlich erklärt, wie schwierig ihr Alltag ist und wie schwer es ihr fällt, Gefühle anderer Menschen richtig zu deuten. Das hätte dem Charakter zwar mehr Tiefe geben können, nimmt der eigentlichen Handlung aber zunehmend das Tempo. Die Suche nach der Karte rückt dadurch immer weiter in den Hintergrund und die Geschichte kommt kaum voran.

    Irgendwann wirkten die vielen Erinnerungen auf mich eher ermüdend als bereichernd. Obwohl Sarah grundsätzlich eine sympathische Figur bleibt, wurde ich mit der Zeit immer genervter von den ständigen Abschweifungen. Dadurch konnte mich der Roman leider nicht mehr fesseln, weshalb ich ihn nach etwa einem Drittel abgebrochen habe.

    Wer ruhige, stark charakterorientierte Geschichten mit vielen persönlichen Rückblicken mag, könnte dennoch Gefallen an dem Buch finden. Ich hatte allerdings etwas mehr Spannung und Fokus auf die eigentliche Bücherjagd erwartet.


  20. Cover des Buches Mansfield Park (Wordsworth Collector's Editions) (ISBN: 9781840227970)
    Jane Austen

    Mansfield Park (Wordsworth Collector's Editions)

    (103)
    Aktuelle Rezension von: marpije

    Fanny Price wächst in verarmter Verhältnisse und ist Eitelkeit und Arroganz geschont, eines Tages Sir Thomas Bertram holt Fanny nach Mansfield Park zu den reichen Herrenhaus, dort leben ihre Cousine Maria und Julia , Edmund und Thomas. Am Anfang ist Fanny erschrocken und ängstlich , ihre Cousine machen sich aus ihr nichts, nur Edmund ist ihr wahre Freund und hat immer Zeit und gute Wort für sie. Maria und Julia gehen durch das Leben sehr hohhnässig und arrogant und in sich selber verliebt, Fanny ist ganz anders und ihre gute Herz und Menschenkenntnisse werden am Ende gelohnt.

    Jane Austen hat schöne Liebesgeschichte geschrieben und noch dazu sehr breit ausgearbeitete Gesselschafts Panorama von England 18- Jahrhundert geschafft. Die große Unterschiede zwischen den armen und der reichen sind hier gut bemerkbar, genauso die Unterschiede in Charakteren von die Personen sind entnehmbar. Besonders gut ist die Langweile in das Leben von die reichen Frauen dargestellt, die Autorin beschreibt diese mit leichten Sarkasmus. Über ganze Buch weht viel Melancholie , manche Stelle ziehen sich sehr und der Schreibstil ist nicht einfach zum lesen, die lange Sätze brauchen viel Aufmerksamkeit, und trotzdem das lesen hat sich gelohnt - schöne Abwechslung und gute Untehaltung.

  21. Cover des Buches Die Muschelsammlerin – Deine Bestimmung wartet (ISBN: 9783401604350)
    Charlotte Richter

    Die Muschelsammlerin – Deine Bestimmung wartet

    (118)
    Aktuelle Rezension von: Butta

    Das Cover hat mich sehr angesprochen. Die Grundidee und vieles darin war wirklich cool und interessant, gute Ideen aber die Umsetzung war nicht meins. Alles war extrem verwirrend und oberflächlich. Man hat das Gefühl, dass einem etwas fehlt, eine Vorgeschichte oder so und auch das Ende ist total plötzlich und macht für mich keinen Sinn. Nachdem sie alle das in Gang gesetzt haben, ziehen sie sich zurück und lassen einfach alles für sich laufen und die benehmen sich auch nicht so wirklich ihren Alter entsprechend. Ich möchte oft die Beschreibungen der Landschaft, aber meine Erwartungen konnte es nicht erfüllen 

  22. Cover des Buches Ein Käfig aus Rache und Blut (ISBN: 9783492508070)
    Laura Labas

    Ein Käfig aus Rache und Blut

    (357)
    Aktuelle Rezension von: Freia2

    Ich hatte mich unglaublich auf „Ein Käfig aus Rache und Blut“ gefreut, weil die Welt mit Portalen, Hexen, Blutmagiern und Dämonen richtig vielversprechend klang. Und genau das bekommt man auch: Eine extrem detailreiche High-Fantasy-Welt, in der es jede Menge zu entdecken gibt. Allerdings war sie für meinen Geschmack stellenweise schon fast etwas zu überladen, sodass ich manchmal Schwierigkeiten hatte, den Überblick zu behalten.

    Der Schreibstil hat mir dafür richtig gut gefallen. Er ist angenehm flüssig und leicht zu lesen, wodurch ich trotz einiger Längen gut durch die Geschichte gekommen bin. Auch die Charaktere mochte ich insgesamt sehr. Besonders Alison fand ich spannend: Ihre Entwicklung vom unschuldigen Mädchen zur gefürchteten Dämonenjägerin ist beeindruckend und ihre Vergangenheit macht sie zu einer vielschichtigen Figur. Gleichzeitig war sie mir mit ihrer ständigen Verbissenheit und Arroganz manchmal einfach etwas zu anstrengend.

    Mit der Handlung hatte ich leider meine Schwierigkeiten. Obwohl es immer wieder spannende Momente gab und die Grundidee mit dem drohenden Krieg und der verbotenen Liebe wirklich Potenzial hatte, konnte mich die Geschichte nie komplett fesseln. Manche Szenen zogen sich für meinen Geschmack zu sehr, während andere viel zu schnell abgehandelt wurden. Dadurch wirkte die Story auf mich stellenweise etwas unausgeglichen und viele Wendungen waren leider schon früh vorhersehbar.

    Was mich zusätzlich etwas aus der Geschichte gerissen hat, waren die vielen verschiedenen Perspektiven. Einige davon haben für mich keinen wirklichen Mehrwert zur Handlung beigetragen und haben den Lesefluss eher unterbrochen, als die Geschichte voranzubringen.

    Am Ende bin ich leider etwas zwiegespalten zurückgeblieben. Die Welt und die Charaktere hatten definitiv Potenzial, doch die Geschichte konnte mich emotional nie so richtig packen. Deshalb werde ich die Reihe auch nicht weiterverfolgen. ❤️‍🩹

  23. Cover des Buches Sweet Nightmare (ISBN: 9783423765442)
    Tracy Wolff

    Sweet Nightmare

    (211)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Kaatz

    Mit Sweet Nightmare hat Tracy Wolff einen spannenden Auftakt geschaffen, der Fantasy, Romantik und geheimnisvolle Academy-Vibes perfekt miteinander verbindet. Von Anfang an hat mich die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre begeistert. Hinter den Mauern der Academy lauern nicht nur magische Gefahren, sondern auch jede Menge Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und sorgt immer wieder für Überraschungen. Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung der Figuren. Sie wirken vielschichtig, haben ihre eigenen Probleme und wachsen im Laufe der Geschichte über sich hinaus. Auch die romantischen Elemente fügen sich harmonisch in die Handlung ein und sorgen für einige emotionale Momente. Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Mischung aus Magie, Spannung und Gefühlen hat mich komplett in die Geschichte eintauchen lassen. Eine fesselnde Romantasy voller Geheimnisse, magischer Momente und sympathischer Charaktere, die mich bestens unterhalten hat und Lust auf mehr macht.

  24. Cover des Buches Blackwood (ISBN: 9783841440136)
    Britta Sabbag

    Blackwood

    (169)
    Aktuelle Rezension von: Lienne

    Inhalt:


    Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?
    Romantisch, spannend und humorvoll – der große All-Age-Roman von Bestsellerautorin Britta Sabbag

    Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt…

    © FJB


    Meine Meinung:

    “Du bist, wer du bist, mit allen Ecken und Kanten, mit jedem Fettnäpfchen, das du mitnimmst, jedem unpassenden Spruch und Lacher, die dir an der falschesten Stelle rausrutschen, genauso wie mit all den mutigen und tollen Sachen, die du tust.” 

    [Zitat aus “Blackwood”, Kapitel 18, Kindle-Position 3413]

    Ich muss leider zugeben, dass ich anfangs Schwierigkeiten hatte in die Geschichte hineinzufinden. Die ersten 15 % des Buches wusste ich ehrlich gesagt nicht, was ich von Ge, Blackwood und seinen Bewohnern halten soll. Doch je weiter die Geschichte fortschritt, umso mehr war ich mittendrin in diesem kleinen schrägen Ort, wo die Uhren ein wenig anders ticken. 

    Britta Sabbags Humor ist einmalig! Ich musste so häufig schmunzeln und grinsen. Der Schreibstil ist flüssig und lockerleicht. Die Atmosphäre ist ein wenig mystisch und geheimnisvoll. Da fragt man sich, ob die ganzen Geschichten der Einheimischen denn wahr sein können?  In einem schönen Lesetempo, begleitet man Ge durch ihre schwere Zeit und lernt so allerlei über das junge Mädchen, die erste Liebe und auch über das Leben.

    Ge’s Schicksal hat mich sehr berührt, ihr Verlust tat mir so unglaublich leid und unter diesen Umständen einen Neuanfang zu wagen fand ich sehr mutig. Das oben erwähnte Zitat ist so wunderschön und aufmunternd! Danke für diese Zeilen! Ich denke, jeder kommt mal an einen Punkt, an dem er an sich selbst zweifelt. Da können einem solche Worte guttun und Selbstvertrauen aufbauen. 

    Auch alle weiteren Charaktere sind authentisch und (die meisten) sympathisch! Mimi und ihre Backlust – da hätte ich gerne mal von ihren verrückten Kreationen genascht! Aber auch alle anderen Gestalten sind so speziell und besonders, dass man sie ins Herz schließen muss. 

    Die Handlung ist interessant und hat einige spannende Überraschungen zu bieten. Vorallem zum Ende hin bekommt man nochmal richtig Herzklopfen auf die eine oder andere Art. Das Ende ist passend, rund und stimmig.

     

    Fazit:

    Dieses Buch ist etwas besonderes, genauso verrückt wie Blackwood und seine Bewohner und einfach wunderschön! Freut euch auf authentische Charaktere, einige Geheimnisse, Romantik und eine Portion Fantasie. Ein lesenswertes Jugendbuch

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