Bücher mit dem Tag "tanten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tanten" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (13.926)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Die Geschichte ist super spannend. Ich hab das Buch wirklich geliebt.
    Die Liebesgeschichte zwischen Gwendolyn und Gideon steht nicht in erster Linie im Vordergrund - sie spielt sich aber immer wieder in kurzen Phasen ab. Gwendolyn und Gideon müssen gemeinsam ihr Ziel erreichen und kommen sich dabei auf charmante Art und Weise näher.

  2. Cover des Buches Die Seelen der Nacht (ISBN: 9783442377190)
    Deborah Harkness

    Die Seelen der Nacht

     (1.146)
    Aktuelle Rezension von: beckilie

    Ich bin ganz vernarrt und kann kaum erwarten, dass die anderen Teile ankommen. Deborah Harkness schreibt sehr detailliert,  ich finde es toll. Könnte aber Geschmackssache sein. Man merkt sehr, dass sie selber einen historischen-wissenschsftlichen Hintergrund hat, in dem sie sich manchmal etwas verliert. In diesem Fall macht es aber Diana nur noch authentischer. Ich bin offiziell süchtig 🥰

  3. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783827013842)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

     (665)
    Aktuelle Rezension von: maibe_schreibt

    Die Magd Desfred lebt in einer Welt, in der sie nur eine Aufgabe hat: Schwanger werden und ein Kind zu gebären. Sie lebt ein unglückliches und einsames Leben, geplagt von den Erinnerungen an ihr Kind und ihren Mann. Trotzdem verliert sie nicht die Hoffnung auf eine bessere Zeit.

    Absolut packend und verstörend. Ich gebe zu, ich bin ein Margaret Atwood Fan und das liegt zu achtzig Prozent an diesem Buch. Dieses Buch konnte ich vom ersten Satz an nicht mehr aus der Hand legen. Zwischendurch musste ich immer tief durchatmen, aus Wut auf die Handlung und die Welt, in der die Hauptperson leben muss. Eine Welt in der Frauen keine Rechte haben.

  4. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462041491)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

     (877)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Das Vergessen war ein Ozean, der sich um Gedächtnisinseln schloss. Es gab darin Strömungen, Strudel und Untiefen. Manchmal tauchten Sandbänke auf und schoben sich an die Inseln, manchmal verschwand etwas. Das Hirn hatte Gezeiten." - Katharina Hagena, "Der Geschmack von Apfelkernen"


    Iris Oma Bertha ist gestorben. Nach vielen Jahren des Vergessens hat ihr Körper schließlich vergessen, wie man lebt. Gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie in ein kleines Dorf auf dem Land, um mit ihren zwei Tanten die Beerdigung zu besuchen. Als danach das Testament verlesen wird, fällt Iris aus allen Wolken: sie hat das alte, große Haus ihrer Großmutter geerbt. Dieses Haus, an dem so viele ihrer Erinnerungen aus der Jugend hängen, in dem sie früher mit ihrer Cousine gespielt hat, in dem sich so viele Tragödien abgespielt haben. Iris nimmt sich also ein paar Tage frei, macht sich mit dem Haus (wieder) vertraut - und beginnt, die Vergangenheit aufzuarbeiten...


    "Der Geschmack von Apfelkernen" ist ein sehr langsamer und schöner Familienroman, der seinen Charme mit jeder gelesenen Seite mehr entfaltet. Ich habe mich von Anfang an in den Schreibstil von Katharina Hagena verliebt. Ich mochte ihre abgehackten Sätze, dieses Aneinanderreihen ähnlicher Worte und die Ausgestaltung der wörtlichen Rede. Der Roman hat dadurch eine enorme Tiefe und Atmosphäre gewonnen. Man fühlt die Wärme der Sonne auf der Haut und den Geschmack der Johannisbeeren und Äpfel auf der Zunge. Und man fühlt sehr mit der Protagonistin, die sich häufig so zerrissen fühlt und in dieser neuen Umgebung doch aufzublühen scheint.


    Trotz der doch sehr ernsten Themen, die in das Buch eingearbeitet wurden - Todesfälle, Demenz, Verrat, Alkoholsucht - bringt die Autorin trotzdem Witz und Leichtigkeit in die Geschichte. Die Figuren haben alle etwas Komisches und Schrulliges an sich und ich musste häufig schmunzeln. 


    Für mich trifft der Titel dieses Romans "Der Geschmack von Apfelkernen" dessen Grundstimmung eigentlich sehr genau: bitter-süß mandelig. Dazu kommen eine große Portion Sommer und ein wunderschöner Schauplatz - ein perfekter Roman für warme Tage ☀️📖

  5. Cover des Buches Solange wir lügen (ISBN: 9783473585120)
    E. Lockhart

    Solange wir lügen

     (408)
    Aktuelle Rezension von: aylasc

    Normalerweise lese ich Fantasy Bücher aber der Klappentext hat mich irgendwie neugierig gemacht. Innerhalb von 2 Tagen habe ich es durchgelesen. Dadurch, dass die Kapitel sehr kurz sind und mitten in der Seite anfangen und aufhören, kommt man schnell voran, man merkt gar nicht, wie viel man schon gelesen hat. Anfangs muss man sich an den Schreibstiel gewöhnen aber nach ner Zeit geht das.


    Die Story an sich ist etwas komplett anderes was ich sonst kenne. Die ganze Zeit über war ich gespannt wie es endet. Was die Ursache der Gedächtnislücke war und bis zu den letzten Seiten war ich völlig ahnungslos und ebendessen überrascht. Kompletter Umschwung was ich mir bei einem guten Buch wünsche. Der Leser wurde gefesselt und hat mitgefiebert und geraten und wollte das Ende so schnell es geht erfahren.


    Auch wenn ich mich nicht so gut mit Cadence identifizieren konnte und mich nicht 100%ig in sie hineinversetzten, hat mir das Buch trotzdem sehr gut gefallen.


    3,5/5⭐️ der eine Stern der fehlt hätte die Kapitel etwas anders setzten können und evtl den Schreibstil nicht so abgehackt was er auch oft war. Und der Anfang war etwas holprig und oft schwer nachzuvollziehen 

    Ps: ich musste sogar ein paar Tränen verdrücken als man das Ende erfahren hat, die Story aufgelöst wurde

    Aber auf jeden Fall zu empfehlen!

  6. Cover des Buches Die australischen Schwestern (ISBN: 9783746631202)
    Ulrike Renk

    Die australischen Schwestern

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Netti13

    Anhand der Beschreibung, bin ich davon ausgegangen, dass es hier ausschließlich um 3 Schwestern geht. Das Gegenteil war der Fall: Andere Familienmitglieder haben meiner Meinung nach viel zu viel Platz eingenommen. Vor allem Carola, die nach Deutschland gehen musste, kam viel zu kurz. Anhand der Beschreibung hatte ich vor allem in Bezug auf sie andere Erwartungen bzgl. der Handlung. Das Ende hat diese Enttäuschung noch verstärkt. 

  7. Cover des Buches Nacht des Begehrens (ISBN: 9783802581748)
    Kresley Cole

    Nacht des Begehrens

     (527)
    Aktuelle Rezension von: Katys-Leseecke

    Zum Glück habe ich Kresley Cole gefunden. Ich liebe ihren Stil und die Wendungen. Dieses Buch war der Auftakt der Immortals After Dark Reihe und ich habe jedes einzelne Buch verschlungen. 

    Die Auftritte der Walküren sind mein Highlight und sie zauberten mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht. 

    Die Charaktere sind immer wandelbar und anders, als bei anderen Reihen, individuell. Oft ähneln sich die Figuren. oder der Inhalt war schon mal da, aber nicht in diesen Büchern. 

    Jedes für sich ist einzigartig. Genau das erwarte ich von einer hervorragenden Autorin. Absolute Empfehlung und prall gefüllte 5 Sterne.

  8. Cover des Buches Die Zeuginnen (ISBN: 9783492316651)
    Margaret Atwood

    Die Zeuginnen

     (158)
    Aktuelle Rezension von: LadyMay

    Die Zeuginnen ist die Fortsetzung vom Report der Magd und wir sehen hier den Untergang Gileads und welche Personen daran maßgeblich beteiligt waren. 

    Zugegeben war ich zu Anfang skeptisch, denn wenn über 30 Jahre zwischen zwei Büchern vergeht und es mittlerweile eine sehr erfolgreiche TV-Adaption gibt, klingt es für mich doch sehr nach Fanservice. 

    Aber überraschender Weise verflog das Gefühl sehr schnell beim Lesen. Die Geschichte ist eine intelligente und sinnvolle Fortsetzung, die einem mehr Informationen und ein noch besseres Bild des Lebens in Gilead gibt. 

    Auch wenn es zwischenzeitlich durch die vielen Perspektiv und Zeitwechsel ein wenig schwierig war der Geschichte zu folgen, fand ich es eine sehr gelungene Fortsetzung. 

    Empfehlung für alle die noch weiter in diese Welt eintauchen möchten.

  9. Cover des Buches Der magische Blumenladen - Ein Geheimnis kommt selten allein (ISBN: 9783473404056)
    Gina Mayer

    Der magische Blumenladen - Ein Geheimnis kommt selten allein

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Für Violet gibt es keinen schöneren Ort als den Blumenladen ihrer Tante Abigail. Hier lernt sie, wie man mit Blumen heilen, zaubern und andere glücklich machen kann.
     Violet platzt fast vor Neugier. Erst taucht eine merkwürdige Kundin im Blumenladen auf und kurz darauf verreist ihre Tante Hals über Kopf. Zusammen mit ihren besten Freunden Jack und Zack geht Violet den Rätseln auf den Grund. Dabei finden sie ein uraltes magisches Blumenbuch ...


    Cover:

    Das Cover finde ich sehr schön und kindgerecht. Zu sehen ist hier in comicartigem Stil die Protagonistin Violet, wie sie dem Betrachter mit ihren feuerroten Haaren freundlich entgegen lächelt. Im Hintergrund sieht man Details zu dem Blumenladen, welcher hier in dem Buch thematisiert wird. Das passt ganz gut, finde ich.

     

     

    Eigener Eindruck:

    Nach dem Tod ihrer Mutter lebt Violet bei ihren Pflegeeltern. Als Jahre später ihre leibliche Tante auftaucht und in der Nähe einen Blumenladen eröffnet, wird Violet schnell ein Dauergast in dem Laden und lernt alles über Pflanzen und deren Heilwirkungen. Als ihre Tante nach dem Besuch einer eigenartigen Frau verreisen muss, will Violet den Laden für sie führen und stößt bald mit ihren Freunden Zack und Jack auf ein geheimnisvolles Buch, welches ihr nicht nur Heilkräfte von Pflanzen, sondern auch deren magische Zauberwirkung offenlegt. Soll sie das glauben, was in dem Buch steht? Als eine Person dringend Hilfe braucht, will es Violet darauf anlegen und holt aus dem Garten ihrer Tante Hilfe von einer magischen Pflanze. Doch das geht mächtig schief…

     

    Der erste Teil der Reihe „Der magische Blumenladen“ liest sich sehr angenehm und ist vor allem für jüngere Leser gedacht.  Es macht Spaß gemeinsam mit Violet die geheimnisvolle Welt ihrer Tante zu entdecken und zu erleben, wie etwas gut Gemeintes schließlich für eine Menge Chaos sorgt. Dabei schreibt die Autorin sehr humorvoll, wie ich finde und man rauscht nur so durch das kleine Abenteuer. Einzig Probleme hatte ich effektiv mit Jack und Zack, die für mich so egal klingen und auch so egal wirkten, dass ich schlussendlich nicht mehr wusste, wer nun was gemacht hat, aber das tat der schönen Geschichte keinen Abbruch. Bei der einen oder anderen Sache war dann noch die eine oder andere Frage zur Logik offen, aber wenn man das etwas überliest, dann macht die Geschichte einfach nur Spaß. Vor allem Violet als Charakter ist so niedlich, man will sie die ganze Zeit nur drücken. Ich für meinen Teil bin nun gespannt, wie es mit Violet und dem magischen Blumenladen weiter geht, denn ich denke, hier eröffnet sich eine völlig neue Welt mit vielen Möglichkeiten. Die Idee ist einfach frisch und das Thema noch nicht so durchgekaut, wie manch anderes. So muss ein gutes Buch für mich sein.

     

     

    Fazit:

    Eine wirklich tolle Kinderbuchgeschichte zum selber lesen, aber auch zum Vorlesen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

     

     

    Idee: 5/5

    Charaktere: 4/5

    Logik: 4/5

    Spannung: 4/5

    Emotionen: 4/5

     

     

    Gesamt: 4/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783473404056

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Fester Einband

    Umfang: 144 Seiten

    Verlag: Ravensburger Verlag GmbH

    Erscheinungsdatum: 16.02.2016

     

  10. Cover des Buches Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder (ISBN: 9783473523245)
    Jenny Nimmo

    Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    „Charlie Bone“ gehört zu den Serien, die ich als Kind gerne gelesen habe und die ich jetzt nochmal lesen wollte. Ich muss sagen, auch 15 Jahre später kann mich die Reihe noch begeistern. Charlie muss auf eine besondere Schule, denn er ist selbst besonders – „sonderbegabt“ um genau zu sein: er kann Fotos sprechen hören. Die Schule sieht auf den ersten Blick wenig freundlich aus und auf den zweiten Blick ist sie noch schlimmer: was plant der Sohn des Direktors? Was hat es mit den Kindern des roten Königs auf sich, den sonderbegabten Kinder der Schule? Und was hat Charlies eigene Familie, Grandma Bone, seine fiesen Tanten und sein mysteriöser Onkel Paton, mit all dem zu tun?

    Der erste Band der Reihe ist unglaublich spannend und macht Lust auf die weiteren Bände. Die Schule, das Bloor, wie sie immer genannt wird, bietet viel Potenzial für weitere spannende Abenteuer. Charlies Freunde sind ein bunter, sympathischer Haufen, über den wir im Verlauf der Reihe noch mehr erfahren werden. Der Auftakt der Reihe führt einerseits in Charlies Welt, bringt die Geschichte überzeugend rüber und verspricht andererseits auch spannende Verwicklungen in den Folgebänden. Und da ich diese (wenn es auch Jahre her ist) bereits gelesen habe, weiß ich auch, dass die Reihe dieses Versprechen auch halten kann. Die Autorin hatte viele großartige Ideen, die gut umgesetzt wurden, ohne dass das Buch überladen wirken würde. Das Buch ist nicht nur magisch, sondern an vielen Stellen auch sehr düster, gemischt mit britischem Charme. Der Schreibstil ist natürlich nicht allzu komplex, das Buch ist schließlich für Kinder, aber die Sprache ist zeitlos und in Kombination mit dem Inhalt durchaus auch was für Ältere. Somit hat das Buch eigentlich alles, was ich von einem gelungenen Reihenstart erwarte: Spannung, Charme, Witz, gute Ideen und Potenzial, dass auch mal ausgeschöpft wird, statt im Sand zu versickern. Es hat mir damals (mit ca. 8 Jahren) gefallen, es hat mir heute gefallen – meiner Meinung nach absolut großartig.

    Fazit: Großartiges Kinder- und Jugendbuch, für Ältere wie für Jüngere geeignet, viele gute Ideen, die gut umgesetzt wurden

  11. Cover des Buches Die Seelen der Nacht (ISBN: 9783837109597)
    Deborah Harkness

    Die Seelen der Nacht

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Mrs_Nanny_Ogg

    Die Geschichte ist toll! Die junge Hexe Diana Bishop untersucht als Historikerin alte Schriften von Alchemisten und bekommt ein Manuskript in die Hände, das ihr viel mehr offenbart, als anderen Lesern und Leserinnen vor ihr. Es geht wohl nicht nur um Alchemie, sondern um den Ursprung und das Werden von Hexen, Dämonen und Vampiren auf unserer Welt. Sich dieser Tatsache noch gar nicht richtig bewusst, ist Diana verwundert, warum sie auf einmal von so vielen Geschöpfen umgeben ist: Vampire interessieren sich für sie, aber ebenso Hexer und sogar Dämonen. Auch der ernste Wissenschaftler Matthew Clairmont hat großes Interesse. Zunächst versucht Diana alle Versuche, ihr näherzutreten abzuwehren, doch nach und nach kann Matthew ihr Herz für sich gewinnen und sie kommen gemeinsam hinter das Geheimnis des Manuskripts. Doch durch ihre Verbindung wird die Kongregation auf den Plan gerufen: Hexen und Vampire dürfen keine Verbindung miteinander eingehen! Diana und Matthew kämpfen jedoch um ihr Recht, zu lieben, wen sie möchten. Aber der Gegner ist nicht zu unterschätzen. Es bleibt nur die Flucht. auf einen anderen Kontinent. Ob das weit genug weg ist?

    Ich mag romantische Fantasy. Die Kombination Hexen und Vampire ist natürlich nichts Neues, jedoch wird diese Geschichte durch viel Geschichte und Wissenschaft sehr lesenswert.

    Leider ist die Sprecherin nicht angemessen. Diana ist so eine starke und auch starrköpfige Frau. Hier wird ihr aber eine mädchenhafte, naive und fast zarte und zerbrechliche Charakterfärbung verpasst, was ich total daneben finde. Außerdem unterliefen der Sprecherin ein paar Mal Fehler, in dem sie die Sprechstimmme bei den Dialogen falsch besetzt hat, was dann schon mal für Verwirrung sorgen konnte.

    Vielleicht sollte man deswegen das Buch, trotz seiner über 800 Seiten, selbst lesen. Fesselnd ist es alle mal!

  12. Cover des Buches Rückwärtswalzer (ISBN: 9783462000320)
    Vea Kaiser

    Rückwärtswalzer

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Lorenz ist Schauspieler und schon seit längerem ohne Engagement. Er fühlt sich am Tiefpunkt seines Lebens angekommen als ihm seine Freundin Stephi beichtet, dass sie ihn schon länger mit Flo betrügt. Ohne Geld muss er seine Wohnung untervermieten und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich vorübergehend bei Tante Hedi und Onkel Willi einzuquartieren.

    Die Familie Prischinger besteht aus 3 Tanten und seinem Vater. Es gab auch noch Nenerl, doch der ist schon lange tot. Onkel Willi stammt aus Montenegro und will auch dort beerdigt werden. Dafür hat er gespart, doch als er unerwartet stirbt, ist von dem Geld nichts mehr da. Nun muss Lorenz handeln. Um seinen letzten Wunsch zu erfüllen, hat er keine andere Wahl: er muss mit seinen drei Tanten und dem toten Onkel nach Montenegro. Im roten Panda machen sie sich also auf die Reise. Es beginnt eine Fahrt mit 3 älteren Damen und einem Toten von Wien nach Montenegro, nicht ganz ohne Komplikationen.

    Meine persönlichen Eindrücker

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Von der ersten Seite an habe ich mich wohlgefühlt. Es ist eine österreichische Familiengeschichte, die in mehreren Zeitebenen amüsant erzählt wird. Während Lorenz eine schwere Lebensphase durchlebt und seine Familie ihn schützend auffängt, erfahre ich mehr aus dem Leben der Geschwister Prischinger. Ich begleite sie ein Stück weg in ihrer Familiengeschichte. Von jedem Familienmitglied sind Erzählungen eingebaut, die erfrischend und abwechslungsreich geschrieben sind. Bis zum Schluss bleibt die Handlung spannend und witzig. Das Buch überrascht am Ende, es kommt alles ein bisschen anders, als man es erwartet.

    Fazit

    Das Buch ist ein österreichisches Schmankerl. Es ist lustig, humorvoll und mit köstlichen Wiener Dialekteinlagen geschrieben. Jede Romanfigur kann man auf ihre Art gern haben und die drei Schwestern geben ein fideles Trio ab. Es ist dies ein überaus unterhaltsamer Roman, der heitere Lesestunden garantiert.

  13. Cover des Buches abends um 10 (ISBN: 9783551311771)
    Kate de Goldi

    abends um 10

     (76)
    Aktuelle Rezension von: startbeingabooklover

    “Abends um 10” von der neuseeländischen Autorin Kate de Goldi erzählt eine schöne und leichte Geschichte über Freundschaft, Mut und Familienzusammenhalt.


    Inhalt: Frankie Parsons Alltag ist bereits im Alter von 12 Jahren bis auf das kleinste Detail vorhersehbar. Selbst der tägliche Weg zur Schule mit seinem besten Freund Gigs und das Bellen des Nachbarhundes sind zur Routine geworden. Auch das tägliche Treffen mit Frankies Mutter in ihrem Zimmer kurz vor dem zu Schlafen gehen um genau 10 Uhr abends, ist unverzichtbar in Frankies Alltag. Doch als Frankie eine neue Mitschülerin namens Sydney bekommt und zu einem Schulprojekt mit ihr verpflichtet wird, bringt Sydney sein ganzes Leben mit ihrer vollkommen anderen und neugierigen Art durcheinander. Das unumgängliche Schulprojekt ist vorerst die einzige Gemeinsamkeit zwischen Frankie und Sydney, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr Ähnlichkeiten finden sie aneinander.


    Meinung: Der Einstieg in die Geschichte des Buches war meiner Meinung nach anfangs ein wenig schwierig, da sich die Handlungen eigentlich fast das ganze Buch über sehr lang ziehen und es kaum Spannungen gibt, die einen unbedingt zum Lesen anregen. Doch die Geschichte ist sehr liebevoll und schön, sodass man sich nach kurzer Zeit an die Protagonisten gewöhnt und sehr gerne weiter liest, um zu erfahren, wie es mit den handelnden Personen weitergeht. Zum Ende hin wurde die Handlung zwar noch etwas spannender, was einen die letzten Seiten verschlingen lies, doch letztendlich bin ich der Meinung, dass so einige Textpassagen kürzer gefasst werden könnten.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir im allgemeinen sehr gut gefallen, da er immer einfach und flüssig zu lesen und zu verstehen war und somit auch super von jungen Lesern gelesen werden kann, die mit der offiziellen Altersempfehlung ab 12 Jahren, die eigentliche Zielgruppe dieses Buches sind. Aber auch ich, mit meinen mittlerweile 16 Jahren, habe Gefallen an dem Buch gefunden und Spaß beim Lesen gehabt.


    Fazit: Das Buch erzählt eine leichte und schöne Geschichte für zwischendurch und ist auf jeden Fall unterhaltsam, was das Buch zu einem sehr guten Kinder-/Jugendbuch macht. Auch schwierige Themen wie z.B. Familienprobleme oder Selbstzweifel werden in diesem Buch wunderbar aufgegriffen und auf eine sehr schön Weise umgesetzt.

  14. Cover des Buches Im Hexenhaus, Geschenkausgabe (ISBN: 9783442441716)
    Alice Hoffman

    Im Hexenhaus, Geschenkausgabe

     (18)
    Aktuelle Rezension von: serpent
    Seit Generationen schon sagt man den Frauen der Familie Owens magische Fähigkeiten nach. Hinter vorgehaltener Hand werden sie als Hexen beschimpft und wann immer es ein großes Unglück in der Stadt gibt, kann man sicher sein die Namen der Owensfrauen in leisen Beschuldigungen zu hören. Sally und Gillian sind die jüngste Generation dieser starken Familie und leben, seit dem Tod ihrer Eltern, zunächst bei ihren verschrobenen Tanten. Schon früh kristallisiert sich heraus, dass die Schwestern unterschiedlicher nicht sein können und als sie erwachsen sind, besticht jede der beiden mit ihrer ganz eigenen „Magie“: Sally ist ruhig, bodenständig und darauf bedacht ein normales Leben zu führen. Gillian hingegen ist wild, sprunghaft und verdreht einem Mann nach dem anderen den Kopf. So trennen sich die Wege der beiden Schwestern auch bald, als Gillian mit einem Lover durchbrennt und Sally heiratet. Viele Jahre kommunizieren beide nur per Brief oder Postkarte mit einander, doch eines Nachts steht Gillian plötzlich wieder bei Sally vor der Tür – mit einem Toten im Auto und einer Menge Ärger im Gepäck. „Im Hexenhaus“ ist ein Buch über Familie, die Probleme, denen man sich manchmal stellen muss und über das Finden der Liebe. Sally Owens ist die Protagonistin, die uns zum Großteil die Geschichte erzählt und von Anfang an versteht die Autorin es, uns an ihren Charakteren teilhaben zu lassen. So beobachtet man, wie Sally und Gillian zusammen bei den Tanten groß werden. Das alte Haus in Conneticut ist ein Ort, der den beiden Weisen zu einer Zuflucht wird und in der sie ohne Regeln aufwachsen. Es kann Schokolade zum Frühstück gegessen werden, aufs Zähneputzen achtet niemand und Schlafenszeiten gibt es nicht. Umso interessanter ist es zu verfolgen, wie die beiden Schwestern sich unterschiedlich entwickeln. Während Sally sich aus Mangel an vorgeschriebenen Regeln selber welche setzt und dafür sorgt, dass immer etwas Gesundes zu Essen auf dem Tisch steht, genießt Gillian de Freiheiten. Verbunden sind sie hauptsächlich darin, den beiden Tanten bei ihren Geschäften heimlich zu zuschauen. Denn die zwei älteren Damen bieten die Dienste der Magie an um verzweifelten Frauen den sehnlich gewünschten Mann zu bescheren. Immer wieder ziehen sich auf diese Weise die Magie und der alte Aberglaube durch das Buch und obwohl die Schwestern später ein eigenes Leben führen, lassen sie nie ganz von dem ab, was sie in ihrer Kindheit gelernt haben. Ein schöner Abschnitt fasst diesen den Owens Frauen eigenen Glauben recht gut zusammen: „Schließlich gab es einige Dinge, die Sally Owens genau weiß: Streue verschüttetes Salz immer über deine linke Schulter. Pflanze Rosmarin an deinem Gartentor. Gib Pfeffer an dein Kartoffelpüree. Pflanze Rosen und Lavendel, damit sie dir Glück bringen. Verliebe dich, wann immer du kannst.“ Diese bunte Mischung zeigt, dass hier Magie und Alltag sehr eng beieinander liegen und obwohl die Geschichte recht grundständig von den Schicksalen der Frauen in der Familie berichtet, ist doch immer ein Hauch Zauberei damit verbunden. Was ich allerdings eher enttäuschend fand, war nicht die Tatsache, dass nie komplett geklärt wird ob die Owens wirklich über magische Kräfte verfügen, sondern letztendlich den Fokus der Geschichte. Schnell wird nämlich klar, dass zwar alle Frauen immer wieder vor Probleme gestellt werden (die, seien wir ehrlich, manchmal etwas viel auf einmal waren), jedoch alles darauf hinausläuft, wie jede einzelne von ihnen die Liebe findet. Kurz vor Ende hatte ich das Gefühl eine Checkliste führen zu können, wer als nächstes sein Happy End findet. Das hat doch stark den Reiz heraus genommen und war mir etwas zu viel Harmonie. Letztendlich ist das Buch eine nette, heimelige Geschichte, die jedoch zu viel rosarot zeigt und sich selber dadurch unglaubwürdig macht. Vielleicht für Fans von Nora Roberts geeignet, für Leser, die über ein Happy End hinaus noch etwas mehr wollen, nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.
  15. Cover des Buches Mein Weg zu dir (ISBN: 9783453423961)
    Nicholas Sparks

    Mein Weg zu dir

     (711)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Inhaltsangabe:
    Amanda und Dawson sind erst siebzehn, als sie sich unsterblich ineinander verlieben. Doch ihre Familien bekämpfen die Beziehung, und widrige Umstände trennen sie schließlich endgültig. Fünfundzwanzig Jahre später kehren die beiden in ihr Heimatstädtchen zurück. Sie empfinden noch genauso tief füreinander wie damals. Aber beide sind von Schicksalsschlägen gezeichnet, und die Kluft zwischen ihnen scheint größer denn je zu sein..

    Meine Meinung:
    Wer mag keine kitschigen Liebesgeschichten über die große, einzigartige, erste Liebe. ♡
    Nicholas Sparks hat hier wieder etwas wunderbares erschaffen und mich definitiv fesseln können. :)

    Cover: Das Cover meines Exemplares, zeigt die Schauspieler des Kinofilms. :)
    Ich finde das Cover wirklich absolut schön und es ist definitiv passend zum Inhalt gestaltet worden.
    Im unteren Bereich sticht einen sofort die Seelandschaft ins Auge- auf einer hölzernen Brücke erkennt man ein junges Paar, welches innig umschlungen, so als ob sie tanzen würden, zusammenstehen. Sie trägt ein wunderschönes, rückenfreies Kleid. Er hat ein weiß- blaukariertes Hemd an und eine dunkle Jeanshose.
    Im oberen Bereich des Covers ist hingegen ein schon etwas älteres Paar zu sehen.
    Man erkennt nur die zwei Köpfe- die Stirn an Stirn zusammenlehnen. Er hat dabei seine Hand liebevoll an ihr Gesicht geschmiegt. Ein sehr sinnliches Cover.

    Schreibstil: Der Schreibstil des Autors hat mir wieder sehr Gut gefallen. 🤗📚
    Locker, leichte Lektüre die einfach perfekt für Zwischendurch ist.
    Auch das alles sehr bildlich beschrieben wurde, steigerte die Wohlfühlatmosphäre des Buches sehr. :) Besonders der Aufbau hat mir sehr Gut gefallen- hin und wieder werden einige Dinge "eingeworfen" die erst zum Schluss richtig Sinn gemacht haben und dann einfach perfekt gepasst haben!
    Die Wendung am Ende hat mir besonders Gut gefallen, auch wenn sie leicht vorhersehbar war. :) Insgesamt ein toller Schreibstil, der hin und wieder zwar nur Dinge "angekratzt" hat und mir zu unausführlich war, jedoch einfach zu dem Ganzen passt. Ich werde definitiv weitere Werke des Autors lesen. 🤗

    Idee: Die Idee des Buches hat mir sehr Gut gefallen. :)
    Wie in anderen Büchern des Autors auch, geht es hier um die wahre, große Liebe.
    Jedoch: Ganz ohne Happy End.
    Amanda und Dawson lernen sich in jungen Jahren kennen und lieben- jedoch wird ihre Liebe nicht akzeptiert.
    Amanda kommt aus einem sehr angesehenden Elternhaus, mit reichen einflussreichen Eltern, während Dawsons Familie zu dem Abschaum des kleinen Ortes gehört. Ärger ist hier definitiv vorprogrammiert. Trotz ihrer großen Liebe, trennen die beiden sich schließlich- und gehen getrennte Wege..
    Viele Jahre sehen sie sich nicht wieder.. bis ein schicksalshafter Anruf die Beiden wieder vereint.
    Das Tolle an dem Buch war nicht nur die Liebesgeschichte, sondern auch das komplette drum herum. :)
    Denn hier sind auch all die alltäglichen kleinen Probleme Thema.. pubertierende Kinder, Hausfrau dasein mit all seinen Facetten und auch eheliche Schwierigkeiten.. jedoch wird es hier keineswegs langweilig daherpalabert!
    Dies machte das Buch doch authentischer- wenn auch das Ende wirklich etwas zuviel des Zufalls war. ;)

    Kapitel: Gerade zum Schluss wird ein ständiger Wechsel der Sichtweisen vorgenommen- das Ganze hat dadurch etwas unheimlich dramatisches an sich und man merkt das sich die Lage ultimativ zuspitzt.. dem Höhepunkt entgegen. Viele Dinge machen erst dann richtig Sinn und werden aufgelöst und geben dem Ganzen eine unheimlich tolle Note! Umso mehr hat mich das Ende begeistern können: Es ist ein Happy End und gleichzeitig auch keines. Jedoch ist es eines: Unheimlich berührend.

    Charaktere: Alle Charaktere in diesem Buch wurden super ausgearbeitet. :)
    Ob es jetzt die schreckliche Familie Cole ist, der liebenswürdige, wenn auch sehr eigensinnige Tuck oder Amandas Familie. 🤗
    Sie alle haben mir sehr gefallen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. :)
    Kommen wir aber zu unseren zwei Hauptcharakteren: Dawson & Amanda.
    Dawson ist als junger Mann schon etwas besonderes: Seinem Alter weit voraus, ist er ruhig, gewissenhaft, fleißig und sehr intelligent- ob als Junge oder als Mann war mir Dawson sehr sympathisch und ich habe seine ausgeglichene Art wirklich neidisch bewundert. :)
    Amanda ist das komplette Gegenteil: Als junges Mädchen ist sie absolut leidenschaftlich, sagt viel zu oft was sie denkt und ist insgesamt viel hibbeliger als Dawson.
    Im Alter legt sich das etwas- Amanda ist was ihr Leben angeht, etwas müde geworden.. ihre Leidenschaft ist ihr jedoch nicht abhanden gekommen. :)

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sternchen für dieses gelungene re-read. ♡ Es war sogar noch besser als ich es in Erinnerung hatte. :)
    Ich mag Bücher die ein wenig kitschig und klischeehaft sind, hin und wieder doch sehr gerne. Wer Nicholas Sparks kennt weiß: Hier ist sehr viel Gefühl zu finden und es wird sehr spannend und tragisch! ♡



  16. Cover des Buches Der Glanz der Dunkelheit (ISBN: 9783846601266)
    Mary E. Pearson

    Der Glanz der Dunkelheit

     (516)
    Aktuelle Rezension von: JackieBrown

    Lia 👸 kehrt mit Kaden 🥷 nach Morrighan zurück, um die Verräter zu enttarnen. Allerdings ist die morrighesische Armee von Vendanern unterwandert, der König 👑 liegt im Sterben und zahlenmäßig ist Lia 👸 mit ihren Verbündeten 👵👩‍🦰👱‍♀️⚔ unterlegen.
    Rafe 🤴 muss sich indes als König um die Stabilität in Dalbreck kümmern. Allerdings lastet es schwer auf ihm, das er Lia 👸 hat gehen lassen. Um ihr zu helfen, geht er eine Verlobung ein💍, damit das Heer hinter ihm steht und endlich eeilt er an Lias 👸 Seite. Gemeinsam gelingt es, die Verräter auszuheben und anschließend bereiten sich alle auf die große Schlacht ⚔🏹🪓🗡 gegen den Komizar 🧔🏻vor.
    Das Ganze ist sehr kurzweilig, da jetzt in einer höheren Frequenz aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt wird.
    Am Ende geht Lia 👸aber siegreich hervor, nicht zu letzt Dank der Gabe 👁. Sie kehrt als Königin 👸👑 und mit Kaden🥷 als Stellvertretet nach Venda zurück.
    Ach ja und Rafe 🤴... erst kann er sich nicht durchringen Lia 👸 von der Verlobung💍zu erzählen, dann kann er sich nicht durchringen die Verlobung zu lösen und dann sieht er keine gemeinsame Zukunft weil er nach Dalbreck zurück muss. Arrrgh!!! 😖 Wie immer macht er Lia 👸 Hoffnung und lässt sie dann enttäuscht zurück💔. Ganz am Ende, wenn keiner mehr damit rechnet, hat er einen Geistesblitz⚡ und entscheidet sich doch für Lia 👸, dieser überaus stolze, prinzipientreue Schwachkopf 🤴.
    Und Kaden 🥷 bandelt auf ein Mal mit Pauline 👱‍♀️ an, das kommt, finde ich sehr überraschend, wo doch 3 Bücher lang Lia 👸 seine Auserwählte war. Aber es sollte wohl ein happy End für alle geben.🥰

    Traurig 😪 bin ich, das ich min nun von Lia👸, Kaden🥷und sogar von Rafe🤴verabschieden muss, ich habe euch ins Herz geschlossen.❤❤❤

  17. Cover des Buches König der Marionetten (ISBN: 9783785568255)
    Joanne Owen

    König der Marionetten

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Seit Milenas Vater tödlich verunglückt ist, ist auch ihre Mutter spurlos verschwunden. Doch obwohl ihr alle einzureden versuchen, dass ihre Mutter nicht wieder zurückkommen wird, glaubt Milena daran, dass sie ihre Mutter eines Tages wiedersehen wird. Unterdessen hat sich ein Puppentheater in Prag niedergelassen, dessen Oberhaupt sich "Meister der Marionetten" nennt und dessen Ziele mehr als zwielichtig sind. Dass ausgerechnet Milena ein Teil seines teuflischen Planes ist, weiss sie noch nicht, als Milena das Angebot annimmt, zur Premiere seines Stückes zu erscheinen. Doch was hat es mit der Marionette des Meisters auf sich, die genauso aussieht, wie sie? Und was hat die Legende von Libussa mit Milena und ihrer Familie zu tun? Joanne Owens "König der Marionetten" spielt im Prag im Januar des Jahres 1898 und entführt uns in eine magische Zeit und einen magischen Ort. Das ganze Buch vibriert vor lauter magischer Ereignisse. Das Buch dreht sich hauptsächlich um das Marionettenspiel, das zu jener Zeit in Prag weit verbreitet war. Und mittendrin Milena, ihr bester Freund Lukas und der unheimliche Meister der Marionetten. Dem Meister zur Seite stehen die nicht minder unheimlichen Zwillinge Zdenko und Zdenka, mit denen die Autorin ein eigentümliches und interessantes Gespann geschaffen hat. Zwar handelt es sich hier um ein Kinderbuch, dennoch würde ich es eher als ein "Märchen für Erwachsene" bezeichnen. So arbeitet Owen sehr stark mit Symbolen und aussagekräftigen Bildern, ausserdem lässt sie auch oft Sachen flüchtig und erwähnt nicht alles. So muss man ab und zu Sätze zweimal lesen, um wirklich nachzuvollziehen was passiert. Dennoch ist das Buch wunderschön zu lesen. Wunderschön beschreibt das Buch im Übrigen überaus treffend. "König der Marionetten" ist ein Buch für Bibliophile und für jene, die ein Buch auch gerne mal nur ansehen, durchblättern und fühlen wollen. Das Buch ist auf strahlend weissem Papier gedruckt, der Umschlag fühlt sich wahnsinnig gut an. Doch die wahren Schätze lauern im Buch selbst: Die wundervollen Illustrationen von Mutt Ink lassen einen in die Geschichte eintauchen und untermalen sie, ohne zu viel zu verraten. Die Zettel, Notizen und Zeitungsartikel, die ein Teil des Buches sind, lassen es nur noch origineller erscheinen. Somit ist dieses Buch sein Geld wirklich wert und ich frage mich, weshalb der Verlag bei einer so hochwertigen Ausstattung nicht mehr dafür verlangt. Als Geschenk macht dieses Buch bestimmt etwas her! Ebenfalls sollte man erwähnen, dass das Buch auch von den Geschichten in der Geschichte lebt. Joanne Owen hat viele Legenden aus Tschechien genommen und um diese herum entspinnt sie dann die Erlebnisse von Milena und des Puppenmeisters. Beides verliesst gekonnt ineinander, sodass es zu keinerlei Verwirrungen kommt und die Spannung der Geschichte nur noch weiter steigern. Zwar bleiben die Charaktere etwas an der Oberfläche und auch der Spannungsbogen geht ab und zu etwas verloren, dennoch ist "König der Marionetten" für alle bibliophilen Leser ein absolutes Musst! Leute, die die Stadt Prag lieben, kommen ebenso auf ihre Kosten, wie jene, die Märchen und Erzählungen über alles lieben. Natürlich auch Puppenliebhaber, denn um jene dreht es sich in diesem Buch ja. Somit ist Joanne Owens "König der Marionetten" ein wahnsinnig starkes und magisches Buch, das auch etwas von Kate DiCamillos "Der Elefant des Magiers" in sich trägt.
  18. Cover des Buches Euer Traum war meine Hölle (ISBN: 9783404608164)
    Natacha Tormey

    Euer Traum war meine Hölle

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Malka
    Inhalt: 

    Kindesmissbrauch in einer Sekte - Natachas Eltern sind echte Hippies, sie träumen von der freien Liebe und dem Weltfrieden. Naiv lassen sie sich von der Sekte Children of God anwerben - so wird ihre Tochter Natacha in die Sekte hineingeboren, ebenso wie ihre Geschwister. Ein normales Familienleben wird Natacha nie kennenlernen. Die Sekte propagiert die freie Liebe, auch mit Kindern! Getrennt von ihren Eltern, sind Natacha und ihre Geschwister dem Missbrauch durch fremde "Onkel" und "Tanten" schutzlos ausgeliefert.

    Eigene Meinung: 

    Das Buch war interessant für mich und lässt sich gut und spannend lesen. 
    Jedoch benötigte eine ganze Weile, um durch dieses Buch durch zu kommen. Denn das Thema, um das es geht ist sehr schlimm, unfassbar und traurig. Ich arbeite als Erzieherin und wenn man diesen Beruf ausübt ist es schwer so etwas zu lesen, da man mit solchen Schicksalen tatsächlich zu tun hat. Die Autorin erzählt ihre Lebensgeschichte sehr authentisch und spannend und hat mit diesem Buch versucht all die schrecklichen Dinge welche sie erlebt hat zu verarbeiten. 
    Es ist ein trauriges und schreckliches Thema, wozu jedoch nicht jeder ein Buch lesen kann. 
    Ich kann dieses Buch ( Erfahrungsbericht ) nur weiter empfehlen. 

    Aber wünschen tut man solche Erfahrungen keinem und es ist schrecklich und unfassbar, dass es diese Sekte noch gibt und noch anderen Sekten bzw. dass es so etwas schreckliches überhaupt gibt. 

    :( :( :( :( :( :( 
  19. Cover des Buches Caroline - total feerückt (ISBN: 9783411811755)
    Barbara Zoschke

    Caroline - total feerückt

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Cappuccino-Mama

    Feen und Elfen sind, ebenso wie Pferde und Hexen, bei vielen Mädchen beliebt. Und so ist Caroline, die Hauptperson des Buches CAROLINE TOTAL FEERÜCKT, wie könnte es auch anders sein, eine Fee. Und wie der Titel ebenfalls bereits verrät, geht es in diesem Buch auch tatsächlich ziemlich oft total „feerückt“ zu.

    Barbara Zoschke, eine der Autorinnen, war mir bereits bekannt, hatte sich doch meine Tochter vor mehr als zehn Jahren das Buch WILMA WOLKENSCHWEIN von ihrem Taschengeld gekauft. Ein bezaubernd schönes Buch, das sie sehr liebte. Daher war meine Neugier auf dieses Buch, CAROLINE TOTAL FEERÜCKT, nun geweckt, welches sie zusammen mit Sabine Rahn geschrieben hat. Sabine Rahn, soviel weiß ich inzwischen, hat auch schon zahlreiche Kinderbücher geschrieben, bzw. war auch als Co-Autorin beteiligt – was lag da eigentlich näher, als dass beide Autorinnen gemeinsam ein Buch schrieben.


    Das Cover / Optik,...:

    Das Cover des gebundenen Buches ist in blaugrünen Farbtönen gestaltet, was ja sehr schön zum Thema Feen passt – finde zumindest ich. Auf einem helleren Hintergrund befindet sich eine Art Rahmen aus verschnörkelten Elementen in einem hellen Braunton, der aber irgendwie an Gold erinnert. Einige Sternchen vermitteln einen magischen Flair.

    Auf dem dunkleren Hintergrund im Rahmen sieht man Caroline, ein blondes Mädchen mit langen Haaren, bekleidet mit hohen Stiefeln und einem Minirock, einem langen, weißen Shirt, über dem sie einen rosafarbenen, kurzärmligen Pulli trägt. Sie lächelt, hält aber dennoch eine Hand erhoben und in Abwehrhaltung, in Richtung eines Schmetterlings. Doch beim genauen Betrachten entdeckt man, dass es sich um keinen gewöhnlichen Schmetterling handelt, sondern vielmehr um einen winzigen Jungen in einem violetten Overall (oder Anzug) mit Schmetterlingsflügeln und mit Fühlern auf dem Kopf.

    Vom unteren Rand des Buches wuchert eine sonderbare Pflanze empor – sie wirkt so, als hätte sie Augen und erinnert zugleich auch etwas an eine fleischfressende Pflanze. Diese Pflanze schlängelt sich übrigens zu Beginn eines jeden Kapitels vom oberen Rand der Buchseite herab, aber auch auf der Buchrückseite ist sie zu finden. Sehr gelungen finde ich die Auswahl des violetten, etwas ins Pink gehende Vorsatzpapier, denn das erste Kapitel des Buches trägt den Namen „Lavendelblütenstaub“ - und zumindest etwas erinnert die Farbe doch an Lavendel. Auf jeden Fall aber werden fast alle Mädchen diese Farbe lieben.


    Die Handlung:

    Caroline Meier ist fast dreizehn und so verliebt in Philipp, der sie beinahe geküsst hat. Doch eines nachts wacht Caroline durch den Lärm auf, den ihre Eltern veranstalten, als sie hektisch ihre Koffer packen. Sie müssten plötzlich zu einer Konzertreise aufbrechen und Caroline müsse diesmal ebenfalls verreisen, teilen Felicitas und Teddy ihrer verwunderten Tochter mit. Diese hatte schon von einer sturmfreien Bude geträumt, um ungestört ihren Geburtstag feiern zu können.

    Doch ehe sie sich versieht, sitzt Caroline bereits im Zug. Und so landet Caroline in einem kleinen Ort namens Heudorf bei ihren beiden Tanten, von deren Existenz sie bislang nicht einmal etwas ahnte. Elfie und Äsotheria, genannt Ria, wirken auf Caroline sehr sonderbar und schnell hat das Mädchen den Verdacht, die Tanten könnten nur verrückt sein! Doch weshalb haben die Eltern Caroline überhaupt zu diesen verrückten Tanten abgeschoben?

    Doch dann taucht zu allem Überfluss, Caroline traut kaum ihren Augen, auch noch ein nerviger Schmetterlingself auf. Und der behauptet doch tatsächlich, Caroline sei eine Fee und hätte dadurch magische Fähigkeiten. Doch leider hat man als Fee auch unangenehme Begegnungen – sei es mit mysteriösen Dunkelmännern oder mit Schicksalsspinnerinnen. Doch auch mit den Tanten scheint etwas nicht zu stimmen und Caroline will nur noch weg aus Heudorf und zurück zu ihren Eltern.


    Meine Meinung:

    Caroline fand ich eigentlich recht sympathisch, wobei sie jedoch als Großstadtkind mitunter etwas auf das Landvolk „herabblickte“, das wohl nicht ganz auf dem neuesten Stand war – sei es nun in Sachen Mode, oder auch in anderen Dingen. Dass sich Mädchen in Carolines Alter bereits schminken, fand ich nicht ungewöhnlich, das war bereits in meiner Jugend (lang ist es her) nichts Ungewöhnliches. Etwas „schockiert“ war ich allerdings angesichts der Tatsache, dass Mädchen heutzutage bereits mit dreizehn Jahren High Heels tragen – mit zehn (!) Zentimeter hohen Absätzen. Aber wenn dies nun mal heutzutage üblich ist, so sei es den Autorinnen „verziehen“, denn schließlich wirkt ein Buch dadurch auch authentisch. Und so darf Caroline sich auch für Jungs interessieren – vollkommen normal. Unrealistisch wäre es vielmehr gewesen, wäre Caroline als „braves Engelchen“ dargestellt worden.

    Carolines Tanten Elfie und Ria mochte ich sofort, sie wirkten sympathisch, aber auch etwas verrückt, ja regelrecht „durchgeknallt“, was schon eine Garantie für eine humorvolle Handlung ist. Klar, dass die grünäugige Elfie mit den feuerroten Haaren und die blondgelockte, yogaverrückte Ria, nicht ein herkömmliches Auto fahren, sondern ein froschgrünes Capriolet besitzen und in einem Haus leben, das fast komplett aus Glasscheiben besteht und das daher auch etwas an ein Gewächshaus erinnert. Vor dem Haus befindet sich eine ungemähte Blumenwiese, im etwas verwilderten Garten ein Schwimmteich mit kristallklarem Wasser. Ein Idyll, das aber wohl eher nicht den Vorstellungen eines Teenies aus der Großstadt entspricht.

    Spin-Air, der „Schmetterlingsjunge“, war zwar unterhaltsam, doch Caroline war weniger begeistert von ihm, tauchte er doch gerne in ungünstigen Momenten und noch dazu oft völlig unvermittelt auf. Der Schmetterlingself soll Caroline bei ihrem „Einstieg“ ins Leben als Fee, hilfreich zur Seite stehen. Doch Caroline sieht in ihrem Begleiter doch eher eine lästige Nervensäge (wohl auch deshalb nennt sie ihn nur zu gerne Spinner) und Spin-Air sieht in ihr wiederum einen schweren Fall.

    Natalya, ein Mädchen, das Caroline kennenlernte, weil es die gleiche Klasse besuchte, fand ich sehr sympathisch – liebenswert, natürlich und stets hilfsbereit. Natalya ist ein Mädchen mit einem Herzen aus Gold, ruhig und liebenswert, eine Freundin „zum Pferdestehlen“ - genau so, wie man sich eine Freundin wünscht. Und Natalya und Caroline können sich, im wahrsten Sinne des Wortes, gut riechen.

    Hugo, der attraktive Junge mit den hübschen braunen Augen, der ebenfalls in Heudorf lebt, bringt Caroline ins Schwärmen. Wird sie durch Hugos Anwesenheit ihren Schwarm Philipp vergessen?

    Aber auch die Mädchen in Carolines neuer Klasse in Heudorf sind hin und weg – der Lehrer Herr Ostermann wird von den Mädchen regelrecht angeschmachtet. Doch Caroline kann dies so ganz und gar nicht verstehen, als sie Herrn Ostermann zum ersten Mal begegnet. Das soll der gutaussehende Lehrer sein, der angeblich wie Daniel Craig aussieht? Caroline versteht die Welt nicht mehr – in ihren Augen ist Herr Ostermann das Gegenteil: Eklig und einfach nur abstoßend!

    Das Haus der beiden Tanten fand ich, wie bereits erwähnt, einfach zauberhaft, ebenso wie der Garten mit dem Schwimmteich. Alles wirkt gemütlich und lädt den Leser regelrecht zum Verweilen ein. Hier hätte ich dann doch eine Zeichnung interessant gefunden – eventuell auf dem Vorsatzpapier.

    Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, was ideal für die typische Altersklasse derjenigen Mädchen ist, für die dieses Buch eigentlich geschrieben wurde. Am Anfang jedes Kapitels befindet sich die Abbildung der Pflanze vom Buchcover, was mir gut gefällt, denn das Auge liest ja nicht nur gerne, sondern erfreut sich auch an so liebevollen Details wie diesem. Klar, dass aber auch der witzige, und wirklich gut ausgewählte Titel die Leser anspricht.

    Die Dunkelmänner und die Schicksalsspinnerinnen (auch Schicksten genannt) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Bereits im ersten Kapitel ist von Männern die Rede, die in der Wohnung der Familie auftauchen – sind das die geheimnisvollen Dunkelmänner? Und welche Rolle spielen die fiesen Schicksalsspinnerinnen? Wer ist Freund, wer Feind? Obwohl das Buch spannend und aufregend ist, muss man sich nicht sorgen, dass die Leser anschließend nicht schlafen können. Insofern ist das Buch auch als „Bettlektüre“ vor dem Einschlafen sehr gut geeignet.

    Nach dem Lesen kann ich jetzt sagen, dass das Buch wirklich spannend ist, man stellt verschiedenste Mutmaßungen an über die verschiedensten Vorkommnisse im Buch, einige der Vermutungen erweisen sich als richtig, andere hingegen als falsch – und oft ist alles ganz anders, wie es zunächst aussieht. Eine sehr geeignete Lektüre für Kinder, die gerne einmal ein Buch aus dem Bereich Fantasy lesen möchten. Mit ca. 190 Seiten hat das Buch in meinen Augen genau den richtigen Umfang für die Zielgruppe – so werden auch „Wenig-“ und „Gelegenheitsleser“ nicht überfordert oder entmutigt, wie es bei einem dicken Buch durchaus der Fall sein könnte.

    Eine winzig kleine Kritik hätte ich dennoch – manche Wörter sind Kindern vielleicht weniger geläufig, ich denke da speziell an Phiole, Loft und Glyzinien. Hier wäre mitunter eine kleine Fußnote nützlich gewesen.


    Fazit:

    Zauberhaft schönes Buch, das nicht nur Mädchen ab zehn Jahren gefällt, sondern durchaus auch ältere Leser in seinen Bann ziehen kann. Humorvoll und charmant geschrieben und in erster Linie nicht nur ein Fantasybuch, sondern vielmehr auch ein toller Mädchenroman. Von mir erhält dieses Buch eine absolute Leseempfehlung und, wie könnte es anders sein, 5 Sterne.

  20. Cover des Buches Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag (ISBN: 9783596189762)
    Jan Faktor

    Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Dieser Apparat, von dem gleich zu Beginn und auch später immer wieder die Rede ist, gehört Georg, der inmitten einer bunten Schar von Tanten und Großmüttern im Prag der 1950er und 60er aufwächst. In dieser östrogengeschwängerten Atmosphäre voller unbehandelter Kriegstraumata und verqueren Regeln tut er sich mit dem Erwachsenwerden sichtlich schwer. Hinzu kommt der gesellschaftliche und politische Zerfall der Tschechoslowakei in den wirren Zeiten des Prager Frühlings, der ihm zusätzlich die Illusionen nimmt. Georg weiß nicht so recht, wohin im Leben. Er weiß nur eins: Er muss raus aus der Prager Enge. Als er alt genug ist, flieht Georg in die slowakischen Berge und führt dort eine Art Einsiedlerexistenz, doch die familiären Bande reichen auch bis in den letzten Winkel der Republik und ziehen ihn nach einer kurzen Zeit der Freiheit zurück in den Sippensumpf.

    FORM: Jan Faktor (*1951) versammelt in diesem Erinnerungsroman eine nicht enden wollende Zahl von Anekdoten und Charakteren, schreibt mit ungebremster Fabulierwut und würzt alles mit einem gehörigen Schuss Humor. Die Spanne der Gefühlsregungen beim Leser reicht dabei weit: Wenn man sich über die brutalen Sitten unter den Müllmännern von Prag noch vor Lachen auf die Schenkel klopft, vergeht einem Spaß bei den überaus genauen und zahlreichen Beschreibungen diverser Körperöffnungen. (Man liest aber doch begierig – es ist wie ein Unfall.) Spätestens jedoch bei den Erinnerungen der Frauen an das KZ Groß-Rosen entsteht zwischen all den saftigen Zoten eine unerwartete Tiefe, die betroffen macht. Im letzten Viertel zieht der Autor bei einer Reise Georgs mit seiner Mutter zu ihren alten Leidensorten und durch das sächsische Hinterland nochmal alle Register der Schreibkunst – meines Erachtens der stärkste Teil des Romans.

    Faktor deckt also alle Ansprüche an einen Roman ab, den man gemeinhin als gelungen bezeichnen möchte, verzettelt sich aber in der puren Masse, die er seinem Leser zumutet – nach der letzten Seite ist man so voll, dass einem beim bloßen Gedanken an einen Nachschlag schlecht werden kann. Das Ende ist dann auch eher ein Abbruch der Anekdoten als ein klassisches Beenden irgendeines Handlungsbogens, worüber ich, erschöpft und satt, nicht traurig war.

    Eins jedoch ist unbestreitbar: Jan Faktor ist ein stilsicherer Satiriker, der auf hohem Niveau ein Sittengemälde einer ganzen Epoche einfangen kann. Ein Blick in die Bibliografie Faktors verrät, dass ihn sein Alter Ego Georg schon seit mehreren Jahr(zehnt)en begleitet. Vielleicht folgt ja irgendwann eine Fortsetzung über die Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs; ich würde, auch mit dem Ausblick auf schmerzendes Völlegefühl, wieder zugreifen.

    FAZIT: Dies war meine zweite Lektüre dieses Brockens von einem Roman und ich gestehe: Ich hatte im Vorfeld gehörigen Bammel, gepaart mit einer gewissen Unlust, weil ich wusste, was mich erwartet. Beim ersten Durchgang vor etwa fünf Jahren war ich ähnlich begeistert, aber auch ähnlich gemästet. Ich wollte für meine dbp-Shortlist-Challenge aber keine Rezension aus der Erinnerung zaubern, also nochmal ran den Schinken. Mein Urteil lautet somit (damals wie heute): Schwer verdaulich aber lesenswert – 4 Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  21. Cover des Buches Die Hexen von Inselort (ISBN: B00D2B8006)
    Winifred Well

    Die Hexen von Inselort

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Fünf Tanten und ein Halleluja (ISBN: 9783492274296)
    Alex Steiner

    Fünf Tanten und ein Halleluja

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Toni bekommt Besuch von seinen fünf Tanten! Das bedeutet: Wohnung aufräumen, putzen und seinen Mitbewohner ausquartieren! Zum Glück bleiben die fünf quirligen Frauen nur für ein paar Tage in Berlin, doch dann erweist sich der Besuch der Verwandtschaft doch als turbulenter als gedacht!

    Mein Leseeindruck:

    Ich hatte ein humorvolles und kurzweiliges Buch erwartet, und das habe ich auch bekommen. Allerdings hat mich der Roman auch überraschen können, denn die Geschichte hat mehr Tiefgang als gedacht.

    Mir hat es viel Spaß gemacht, Toni und seine Tanten eine Weile zu begleiten. Die fünf alten Damen sind alle sehr speziell auf ihre Art und einfach liebenswert. Ich mochte sie alle und freue mich, dass es noch eine Fortsetzung gibt!

    Der Schreibstil ist angenehm leicht, flüssig und unkompliziert. Die Handlung ist zum Teil etwas schräg, aber für diese Art von Buch doch sehr passend. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und werde auf jeden Fall auch den zweiten Band der Reihe lesen!

  23. Cover des Buches Ulrike kommt ins Internat (ISBN: B0051JDKVG)
    Marie Louise Fischer

    Ulrike kommt ins Internat

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe

    Verlag: München Schneider Verlag (1963)

    ASIN: B00539B2K0 


    Nicht mehr zeitgemäß


    Inhalt:

    Ulrikes Eltern hat es beruflich für zwei Jahre in den Iran verschlagen. Ulrike lebt so lange bei ihren Tanten, mit denen sie sich prächtig versteht und die sie praktisch wie eine Erwachsene behandeln. Als die Eltern auf Heimatbesuch kommen, sind sie entsetzt, dass ihr Kind total arrogant und hochnäsig geworden ist und keine Freundschaften zu Gleichaltrigen pflegt. Daher melden sie Ulrike im Internat an - sehr zu deren Unmut. Und Ulrike hat auch überhaupt nicht die Absicht, sich in die Gemeinschaft einzufügen.


    Meine Meinung:

    Ich lese ganz gern mal wieder Kinderbücher aus meiner Kindheit, aber dieses gefiel mir nicht besonders. Ulrike war mir viel zu arrogant, ich hätte sie quasi auf jeder Seite schütteln können, weil sie sich allen gegenüber so blöd benimmt und gar nicht merkt, dass sie sich damit nur selbst schadet. Ein Vorbild für junge Leser ist sie auf keinen Fall, und es sollte sich auch niemand mit ihr identifizieren. 


    Zwar gibt es am Ende eine Art Läuterung, aber dafür muss erst was Schlimmes passieren und wird dann auch viel zu schnell abgehandelt, sodass gar nicht klar ersichtlich wird, warum Ulrike nun plötzlich ihre Fehler einsieht.


    Was heute auch nicht mehr ginge: Die Tanten rauchen munter in Gegenwart des Kindes, Ulrike bringt sogar noch Zigaretten und Aschenbecher. ;-)


    ★★☆☆☆


  24. Cover des Buches Climbing the Stairs (ISBN: 0399247467)
    Padma Venkatraman

    Climbing the Stairs

     (1)
    Aktuelle Rezension von: vielleserin
    Climbing the Stairs gelesen von der indisch-amerikanischen Schauspielerin Sumeet Bharati hat mir als Hörbuch gut gefallen. Es ist eine interessant und schön erzählte Geschichte. Alle Dialoge werden mit indischem Akzent gelesen, was mir nur bedingt gefallen hat. Man hätte die auch normal gesprochen lassen können wie den erzählten Teil. Denn die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Vidya erzählt und dabei benutzt die Speicherin ihren normalen amerikanischen Akzent. Wenigstens ist so klar zu unterscheiden, wann Vidya spricht und wann sie denkt. Es geht um die Hauptfigur Vidya. Die als 15-jährige mit ihren Eltern und großem Bruder in Bombay zurzeit des zweiten Weltkrieges wohnt. Die Familie des Vaters ist eigentlich aus dem dörflicheren und altmodischen Madras und tamil. Vidyas Vater ist Arzt und ist damals nach dem Studium in Bombay geblieben und lernte seine Frau kennen. Indien befindet sich mitten im Befreiungskampf gegen die englischen Kolonialisten. Vidya ist ein verträumter Teenager und glaubt den Freiheitskampf und an die Gleichberechtigung. Ihr größter Wunsch ist es auf das College zu gehen und nicht, wie damals üblich, nach dem Abschluss an einer Privatschule zu heiraten. Während ihre Mutter ziemlich konservativ ist, ist ihr liebevoller Vater ihren Wünschen sehr aufgeschlossen. Vidya weiß dies zu schätzen, denn von dem alljährlichen Sommeraufenthalt im Elternhaus ihres Vaters in Madras und vom Besuch des älteren und erzkonservativen Onkels weiß sie, dass ihr Vater und eigentlich auch ihre Mutter sehr liberal sind. Eines Tages erfährt Vidya, dass ihr Vater im Freiheitskampf im Untergrund mithilft, als zufällig in einen Protestmarsch landen und Vidya trotz des Verbots ihres Vaters aufgeregt und stolz mitmarschiert, passiert ein großes Unglück. Die Polizei (indische Beamte unter der Führung der Engländer) schlägt brutal auf die Protestler ein und Vidyas Vater, der Vidya in den Marsch gefolgt ist, um sie zurückzuholen und zu schützen, wird bei dem Versuch eine Demonstrantin zu helfen schwer am Kopf verletzt. Er wird zum Pflegefall . Vidyas Mutter ist gezwungen mit ihren Kindern nach Madras zu ziehen. Sie weiß was für eine Umstellung es sein wird für sich und beide Kinder aber laut der Sitten früher bleibt ihr keine Alternative, obwohl ihr viel netterer eigener Bruder sie alle liebend gerne bei sich aufgenommen hätte. Vidya, ihr Bruder, die Mutter und der kranke Vater ziehen also nach Madras und krasser könnte die Umstellung nicht sein. Unter einem Dach wohnen im Elternhaus des Vaters der Großvater, der Patriach der Großfamilie, der älteste Onkel mit dessen Frau und Tochter, ein zweiter Onkel mit Familie und ein dritter Onkel. Frauen und Männer wohnen und schlafen, leben praktisch komplett getrennt. Es gibt für Vidya und ihre Mutter einen einfachen Schlafraum mit den anderen Frauen zusammen. Vidya sieht ihren geliebten Bruder kaum noch. In der Schule hat es Vidya auch schwer, obwohl sie in Bombay eine sehr gute und beliebte Schülerin war. Doch in Madras wird ihr durch ihre eifersüchtige Cousine das Leben schwer gemacht. Eines Tages jedoch entdeckt Vidya den ersten Lichtblick in ihrem neuen Leben, nämlich die wunderschöne Bibliothek im oberen Teil des Hauses, der eigentlich für die Frauen verboten ist. Es ist Vidyas Liebe zum Buch und zum Wissen, die ihr hilft nicht ganz die Hoffnung und Lebensmut zu verlieren. Die Bibliothek wird ihr außerdem noch auf eine andere Weise helfen... Climbing the Stairs ist eine sehr dramatische Geschichte. Sie bietet einen sehr interessanten Einblick in das Leben in Indien zur Zeit des Freiheitskampfes und des Weltkrieges. Außerdem lernt der Leser doch eine Menge über das Leben in einer indischen Großfamilie. Vieles ist bestimmt für die meisten Leser fremd, aber es ist dennoch sehr spannend, wenn man sich ein wenig für Indien interessiert. Climbing the Stairs ist auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch, für Leser, die sich für andere Kulturen, Länder und historische Romane interessieren. Vidya als Charakter kann einem schon ab und zu auf die Nerven gehen, da sie doch sehr viel sich als Opfer sieht (in ihrer Familie aber auch in der Rolle einer Frau an sich), allerdings schaue ich darüber hinweg, weil die Geschichte dennoch immer vorangeht und sie eben auch nicht ihren Mut verliert. Vidya wirft auch in ihrer emotionalen Art auch gute Fragen auf, die sehr gut die Gefühle eines Mädchen eben in ihrem Alter widerspiegeln. Im Nachhinein habe ich gelesen, dass die Autorin Padma Venkatraman die Jugendjahre ihrer Mutter erzählt, was ich interessant finde. Man merkt aber auch ein wenig, dass die Autorin ihrer Mutter und der Familie ihrer Mutter ein Denkmal setzen wollte. Ich hoffe aber, dass Padma Venkatraman noch weiter Jugendbücher schreibt!

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