Bücher mit dem Tag "taoismus"
16 Bücher
- Will Hofmann
Million Dollar Boy
(38)Aktuelle Rezension von: TauglanzEin Jucken, ein richtiges Setzen beim Roulette und dann den großen Gewinn einstreifen?
So geht es den Protagonisten in diesem Buch.
Er gewinnt. Und dann gerät er in die Fänger einer Verbrecherbande, welche das schamlos ausnutzen.
Klingt schon mal gut.
Aber.
Der Autor mischt unter die Geschichte auch viele Details. Und zwar bis in kleinste. Wie Wissen über Münzen, Roulette, Ying und Yang.
Darauf muss man sich halt einlassen wollen.
Der Anfang zieht sich ein wenig, wird aber dann mit fortschreiten der Lektüre spannender.
Das Ganze wird im Rückblick erzählt, aus einer Welt ohne Geld. Es wird nach einem Punktesystem gelebt.
Ob sowas erstrebenswert ist, sei für mich dahingestellt.
Für mich war der Anfang sehr langatmig, die vielen Erklärungen mühsam.
Aber alles in allen war der Roman von der Erzählweise eine Herausforderung.
- Fritjof Capra
Das Tao der Physik. Die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie
(4)Noch keine Rezension vorhanden - Ludger Gausepohl
Die ungewoehnlichen Untersuchungen des Doktor Yao
(2)Aktuelle Rezension von: annlu*Wenn jemand die Dame Mao vergiftet hatte, dann musste dies aufgeklärt werden und der Täter bestraft werden.*
fünf Kurzgeschichten
China in der Zeit der Ming-Dynastie: Der junge Doktor Yao nimmt eine Stelle als Arzt der Hofdamen an, als eine davon vergiftet wird. Er macht sich daran, ihren Tod zu untersuchen. Die zweite Geschichte bringt ihn zurück in seine Heimat, nur um dort den Fall eines ermordeten Priesters zu klären. Im Laufe der Jahre trifft der Doktor immer wieder auf Mordfälle, die es zu klären gibt.
So ist das Buch zwar einerseits eine Sammlung an fünf Kurzgeschichten, andererseits stehen sie durch das Leben des Doktors in Verbindung und zeigen Episoden aus seinem Leben. Während die ersten beiden Geschichten zeitlich noch sehr nahe liegen, stehen die weiteren in einem eher losen Zusammenhang, da sich die Lebensverhältnisse der Doktors im Laufe der Zeit ändern. Dennoch tauchen einzelne Charaktere immer wieder auf, sodass Yao nicht der einzige ist, der durch die Geschichten begleitet.
Die Mordermittlungen gehen ganz anders vonstatten, als man das von einem modernen (westlichen) Ermittler gewohnt ist. Doktor Yao löst die Fälle eher durch Zufall. Auch seine detektivischen Fähigkeiten scheinen nicht größer, als die anderer Menschen zu sein. Ihn zeichnet allerdings aus, dass er beharrlich und sehr neugierig ist. Von der einfachsten Lösung lässt er sich nicht beeindrucken.
Neben den Mordermittlungen war es die Umgebung, die mich interessiert hat. Dadurch, dass Yao von der Hauptstadt in die Provinz zieht, bekommt man als Leser sowohl einen Einblick in das Palastleben, als auch in das der einfacheren Bewohner. Der Beruf von Yao bringt es zudem mit sich, dass immer wieder die chinesische Medizin mit in die Geschichte fließt. Doch darauf alleine basieren die Details aus dieser Zeit nicht. So wird der Glaube, die Tradition und auch die doch recht komplizierte Hierarchie angesprochen.
Fazit: Alles in allem fand ich die Ermittlungen des Doktor Yao und die Fälle zwar recht interessant, viel mehr noch aber die Einblicke, die die Geschichten in die chinesische Mingzeit geben
- Martina Simonsen
Impulse auf dem Weg zu innerer Freiheit - Aphorismen für Achtsamkeit und Meditation
(29)Aktuelle Rezension von: stoppel7hoppser
Ist nicht die Tiefe der Seele und unser innerer Kern das Wertvollste was wir haben?
Etwas was wir hegen, pflegen und mit zärtlicher Zuneigung behandeln sollten?!
Das Buch lädt genau dazu ein:
Zeit mit sich zu verbringen.
Gefühle und Empfindungen anzunehmen.
Sich von Altlasten zu befreien.
Loszulassen, um wieder frei und aus dem Herzen heraus, atmen zu können.
Die Seiten schenken anregende Impulse zu unterschiedlichen Empfindungen und Emotionen.
Bewusst kurz gehaltene Verse schaffen Zeit zum Innehalten.
Immer wieder kann man das Buch auf diese Weise zur Seite legen und für die jeweilige Situation als Ratgeber, Trostschenker oder zur meditativen Einkehr nutzen.
Da es klein und fein daher kommt, passt es in jede Handtasche.
So kann es bei jeder Gelegenheit als Begleiter fungieren und genutzt werden.
Die Verse hinterlassen definitiv nachhaltige Spuren im Geist aber auch im Herzen.
Besonders gefiel mir das Kapitel "Entwicklung und Transformation" welches für Neugier, Aufbruch und Mut steht.
In mir entstand im Lesen das Gefühl, dass alles passiert, weil es passiert.
Dass man sich und das Leben annehmen sollte und zwar genauso wie es ist.
- Miyamoto Musashi
The Book of Five Rings
(2)Aktuelle Rezension von: YansusuIch habe die Ausgabe aus dem Shambhala-Verlag von 2005 gelesen, in der (trotz des Titels) nicht nur "The Book of Five Rings" von Miyamoto Musashi enthalten war, sondern auch "The Book of Family Traditions on the Art of War" von Yagyu Munenori.
Das Buch beginnt mit einer kurzen Einführung, in der neben geschichtlichen Hintergründen unter anderem auch beschrieben wird, wer die beiden Autoren sind, denen wir die beiden Schriften zu verdanken haben.
In seinem "The Book of Five Rings" schildert Miyamoto, was er in den sechzig Jahren seines Lebens über das Samurai-sein an Erkenntnissen gewonnen hat. Vermutlich ist das nicht, was die meisten Leute erwarten. Miyamoto zeigt nämlich nichts von dem romantisierten Bild der Samurai, sondern ist eher praktisch veranlagt. Ich würde seine Philosophie des Kämpfens in etwa so zusammenfassen: "Wenn draufhauen etwas bringt, dann hau drauf."
Dabei schildert er auch seine Überlegungen in Bezug auf Schulen des Schwertkampfes, das Pro & Kontra von verschiedenen Waffen und Ähnliches. Er führt dabei praktische Gründe an und gibt ebenso lebensnahe Beispiele.
Auch wenn gern gesagt wird, dass Miyamoto kompliziert schreibt (was bei dem Alter seiner Schrift auch nicht seltsam wäre), fand ich sein Werk gerade durch den praktischen Bezug sehr gut zu lesen. Ich hatte jedenfalls keine Verständnisschwierigkeiten.
Wer also gern einmal lesen möchte, was ein echter Samurai über das Kämpfen denkt und dabei keine Angst hat, ein wenig desillusioniert zu werden, der sollte "The Book of Five Rings" definitiv einmal lesen.
Yagyu Munenori ist mit seinem "The Book of Family Traditions on the Art of War" da schon etwas abstrakter. Hier hatte ich tatsächlich auch manchmal Probleme zu verstehen, was genau er eigentlich sagen will. Man muss hier aber auch bedenken, dass er weniger praktische Hinweise geben will, sondern auf den Zusammenhang des Kämpfens mit Zen und Taoismus eingeht.
Gerade deshalb fand ich seine Schrift aber interessant. Ich würde sie daher allen Empfehlen, die gern einmal hinter die Kulissen in das theoretische Konstrukt schauen wollen, in das man das Kämpfen durchaus einbetten kann. Also für diejenigen, die gern eine mögliche Lebensphilosophie dahinter kennenlernen möchten. - Hans Georg Rapold
Die Welt des C.G.Jung: Die analytische Psychologie als Brücke zwischen Wissenschaft und Metaphysik
(2)Aktuelle Rezension von: Hans_Georg_RapoldCARL GUSTAV JUNG (1875-1961) hat nicht nur Freuds Psychoanalyse erweitert, sondern ein Weltbild hinterlassen, das heute modern, ganzheitlich und aktueller erscheint denn je. Seine analytische Psychologie ist keine Lehre, sondern empirische Erforschung der menschlichen Psyche, die es erlaubt rationale Brücken zu schlagen zur Metaphysik. Die Schwelle, die uns den Eintritt in Jung's faszinierende Welt erschwert, besteht im Umfang seines Werks und der Tatsache, dass er es ablehnte ein strukturiertes Lehrbuch zu verfassen. In der vorliegenden Darstellung werden die großen Themen der analytischen Psychologie übersichtlich und unverfälscht zusammengefasst, oft in Jung's eigener Formulierung.
Die grundlegenden Konzepte des kollektiven Unbewussten, des Archetypus, der Individuation oder der Synchronizität entsprechen weder religionsfeindlicher Spekulation noch banalen Lebens-Rezepten. Vielmehr handelt es sich um die psychischen Grundlagen menschlichen Geistes, vererbt und unverzichtbar, die sich nicht nur individuell in unsern Träumen, Phantasien und Psychosen äußern, sondern übereinstimmend in intellektuellen und kulturellen Leistungen der Menschheit - ob Naturphilosophie, Monotheismus, antike Mythologie, Christentum, Buddhismus, Taoismus oder mittelalterliche Alchemie, ja bis hin zur modernen Quantenphysik.
Zur Macht des Irrationalen gehört allerdings nicht nur dessen Licht und schöpferische Kraft, sondern auch Finsternis und zerstörerische Gewalt. Die größte Gefahr für den Menschen sieht Jung deshalb nicht in elementaren Ereignissen physikalischer oder biologischer Natur, sondern in psychischen Katastrophen persönlicher, vor allem aber kollektiver Art. Nichts belegt den Einbruch eines gegebenenfalls verheerenden Unbewussten in die individuelle Vernunft und Moral besser als die Geschichte des Menschen und die Gräueltaten, die im Namen kollektiver Wahnideen in der zivilisierten Welt unserer Tage noch immer verübt werden. - Jorge di Raffi
Amnesia
(3)Aktuelle Rezension von: dieschmittZum Inhalt:
Aus dem Inhalt: Auf den ersten Blick teilen die Bewohner des renommierten Seniorenheims nur das Schicksal des Alterns. Robert Dubois und Emilie Duprez, ein ungleiches Paar in vieler Hinsicht, erlebt die freudlosen Aspekte des Vergessens auch versöhnlich heiter. Doch in der geschlossenen Abteilung des "Jardin" geschehen Dinge, die der Institution unwürdig sind. Deren Aufklärung prallt auf das Dickicht der Demenz. Umso bedeutender wird der Einfluss eigener Inhalte für denjenigen, der sie verstehen möchte.
Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch des Autors, das ich gelesen habe. Zunächst einmal, es hat mir sehr gut gefallen, ist aber keine „leichte Kost“. Warum das so ist, werde ich gleich noch ausführen, nur vorab, ich meine dies positiv.
Der Autor führt die Leser an der Seite von Kommissar Lijnen in die Geschichte. Er bekommt den Auftrag eine Frau zu beobachten, deren Mann davon ausgeht, dass sie fremdgeht. Die Geschichte führt mitten in Fragen der Gesellschaft, dreht sich auch um Fragen um den Sinn des Lebens, um Ethik und Moral. Das alles eingebettet in einen spannend geschilderten Fall.
Die Geschichte spielt größtenteils in einem Seniorenheim. In diesem Heim begleitet man vor allem 2 Bewohnern. Robert, der immer mehr vergisst und scheinbar etwas aus seiner Vergangenheit mit sich herumträgt und Emilie, die sehr eng mit Robert verbunden ist. In dem Heim gibt es auch eine geschlossene Abteilung für demente Bewohner. In dieser Abteilung passieren seltsame Dinge.
Dies sind die beiden Haupthandlungsstränge des Buches. Diese verweben sich immer weiter miteinander.
Das Buch führt einen direkt von Anfang an mitten ins Geschehen, ohne zu viel zu verraten. Der Autor hat es geschafft seine Charaktere der Geschichte sehr anschaulich zu schildern, dass ich sie förmlich vor mir sah. Sie waren sehr gut beschrieben und teilweise sehr eigen, was mir gut gefallen hat.
Der Schreibstil ist sehr gut lesbar und geradlinig. Das Buch ist sehr interessant zu lesen von Anfang bis zum Ende. Es hat mich nachdenklich zurück gelassen und der Autor hat mir sehr viel mehr als eine gut lesbare und spannende Geschichte mit diesem Buch hinterlassen. Ich nehme einiges zum Nachdenken mit.
In diesem Buch finden sich spannende Unterhaltung, Philosophische Ansätze und aktuelle gesellschaftliche Probleme in einer sehr lesenswerten Mischung.
Fazit:
Sehr schöne Geschichte, die viel Potential zum Nachdenken hat.
- Thorsten J. Pattberg
Die Lehre vom Unterschied
(7)Aktuelle Rezension von: Buchherz13Solster Paux möchte nach der Schule eigentlich studieren, doch seine Eltern weigern sich vehement gegen diesen Schwachsinn. Stattdessen haben seine Eltern einen besseren Plan für Solsters Zukunft: Er soll, genau wie sein Bruder Phillip, bei der Staatsanwaltschaft Münster eine Stelle annehmen. Als Solster dort seine neue Stelle als Schreibkraft annimmt, muss er schnell feststellen, dass die Arbeit als Beamter nicht seinem Freigeist entspricht.
Schnell entwickelt sich in der Gruppe rund um Solster Paux ein gefährliches Rollenspiel in einer Parallelwelt. Der innovative junge Mann möchte die Welt ändern und stößt dabei auf die Grenzen der starren Staatsmacht. Schnell wird sein Arbeitsleben zur Hölle und Solster sieht keinen anderen Ausweg, als den Kampf gegen die Meister der Rede auf sich zu nehmen. Doch dieser Kampf verändert sein ganzes Leben und alles, was Solster zu wissen gemeint hat.
Meine Meinung
Die Lehre vom Unterschied ist eine Art düsterer Krimi über den Konflikt zwischen den innovativen Bestrebungen eines jungen Mannes und den starren Mustern des Justizapparates. Das Buch ist wie ein klassisches Drama geschrieben und umfasst neben dem Prolog vier Akte. Abwechselnd erzählen die Brüder Solster und Phillip Paux von ihrem Arbeitsleben bei der Staatsanwaltschaft in Münster. Auch die Wortwahl und Schreibweise erinnert stark an die klassischen Werke, weswegen das Buch keine leichte Lektüre ist. Zusätzlich finden sich noch einige Abschnitte zu philosophischen sowie soziologischen Ansätzen, welche die Lehre vom Unterschied und den Kampf gegen die Meister der Rede begleiten.
Der Hauptcharakter Solster erschafft sich eine Parallelwelt, um seinem deprimierenden und aussichtlosen Leben als Schreibkraft in der Justiz zu entrinnen. Dort wird er als ungeeignet, inkompetent und aufmüpfig eingestuft. Weswegen ihm seine Vorgesetzten das Leben zur Hölle machen. Doch Solster schlägt zurück und erschafft mit seiner Parallelwelt voller Fabelwesen wie Rittern und Ungeheuern ein Ventil für seinen Freigeist. Dadurch wird die Justiz zum Schauplatz dramatischer und blutrünstiger Kämpfe zwischen Innovation und konservativen Regeln, zwischen Gut und Böse und zwischen Solster und seiner Vorgesetzen.
Damit spricht der Autor ein wichtiges Thema an und zwar, dass viele Menschen sich gegen Neuerungen in ihrem Leben wehren und diese nicht annehmen. Doch dadurch wird der Fortschritt erschwert und notwendige Innovationen behindert. Das ist etwas, was sich auch in der Realität oft wiederfindet und an dem unsere Gesellschaft noch arbeiten sollte.
Mit den Charakteren konnte ich mich nur schwer identifizieren, da sie mehr als Symbole für den Kampf zwischen Zukunft und veralteten Mustern zu sehen sind, den als richtige Menschen. Außerdem kam ich am Anfang ziemlich durcheinander damit, wer Philipp und Solster sind. Besonders das Ende der Geschichte war sehr spannend und hat mich wirklich überrascht, da es gleich mehrere unerwartete Wendungen bietet.
Fazit
Die Lehre vom Unterschied von Thorsten J. Pattberg ist eine Art gesellschaftskritischer Krimi, der durch den permanenten Kampf zwischen der innovativen Jugend und den starren älteren Beamten in einer erdachten Parallelwelt eine düstere Stimmung aufbaut. Der Roman ist durch seine Form des klassischen Dramas keine leichte Lektüre und eine Verbindung zu den Charakteren konnte ich nur schwer entwickeln. Das Ende des Buches ist unglaublich spannend und bietet einige überraschende Wendungen. - Joachim R. Steudel
Traum oder wahres Leben
(25)Aktuelle Rezension von: Nelebooks! nur zur Hälfte gelesen !
Cover: Das Cover ist passend zu dem anderen Teil der Reihe. Ich finde es abgestimmt gestaltet. Es verspricht eine etwas philosophische Geschichte.
Schreibstil: Der Schreibstil ist gut und ich kann gut und flüssig lesen. Somit kommt man auch recht gut in dem Buch voran.
Handlung: Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen und fand sie recht interessant. Allerdings zog sich dann für mich die Geschichte immer und immer mehr. Ich kann nicht wirklich sagen, ob es wirklich komplett an der Geschichte lag oder ob man für dieses Buch in einer bestimmten Stimmung sein muss, um es lesen zu können/wollen. Daher habe ich das Buch nach der Hälfte etwa abgebrochen und werde es leider aber wohl auch nicht mehr in die Hand nehmen, um es zu beenden.
- XIV. Dalai Lama
Das Herz der Religionen. Gemeinsamkeiten entdecken und verstehen
(2)Aktuelle Rezension von: WedmaDas Buch habe ich gerne gehört. Ich mag Dalai Lamas Bücher und fand es toll, dass ich auch dieses Buch als Hörbuch kennenlernen konnte.
Klappentext fasst das Buch prima zusammen: „Krieg der Kulturen oder Bündnis der Religionen? Auf diese wohl wichtigste Frage unserer Zeit gibt der Dalai Lama eine überzeugende und sehr persönliche Antwort. So verschiedenartig die Religionen der Welt auch sind, so liegen ihnen doch die gleichen Kerngedanken zu Grunde. Nur wer die Gemeinsamkeiten kennt, kann den Unterschieden mit dem Respekt begegnen, der für eine harmonische Koexistenz und einen dauerhaften Weltfrieden unabdingbar ist. Dieses Hörbuch des Friedensnobelpreisträgers dringt über die Grenzen der einzelnen Glaubensrichtungen hinweg in das Herz der Religionen vor.“
Dala Lama fasst die Kernpunkte der größten Religionen zusammen, zieht Parallele, erzählt auch Fälle aus seinem Leben über Begegnungen mit anderen aktiv Praktizierenden, die ihm die eine oder andere Gemeinsamkeit oder auch den Unterschied zwischen Buddhismus und anderen Glaubensrichtungen deutlich gemacht hatten, und betont, dass man im Endeffekt gerade die Unterschiede kennen und berücksichtigen sollte. Dalai Lama warnt, alle Religionen als Einheitsbrei anzusehen, da man kurzerhand erklärt, dass alles im Grunde auf das Selbe hinausliefe, wäre kaum das Richtige und keine Lösung der heutigen Probleme in diesem Bereich. Nur wenn man Unterschiede kennt und respektvoll damit umgeht, kann man das harmonische Miteinander aufbauen und aufrechterhalten. Er erzählt auch über sein Leben in Indien, wo viele Religionen ihr Zuhause haben und von vielen Menschen praktiziert werden, und dass es grundsätzlich möglich ist, mit Vertretern anderen Religionen dauerhaft friedlich auszukommen. Vom Tao (Dao) und seinen drei Merkmalen ist auch die Rede uvm.
Das Buch wurde wunderbar gelesen von Bernt Hahn. Seine Stimme und seine Art, das Ganze vorzutragen, passen sehr gut zum Inhalt.
Fazit: Ein schönes, ruhiges, weises, optimistisch stimmendes Buch, das das Gute in den Menschen hervorhebt und immer wieder drauf zurückkommt. Man braucht einfach solche (Hör-)Bücher.
Hörbuch, Spieldauer: 3 Stunden und 41 Minuten, gekürzte Version. Gelesen von Bernt Hahn.
- Stefan Einhorn
Die Kunst, ein freundlicher Mensch zu sein
(2)Aktuelle Rezension von: buchwanderer„Für mich ist ein freundlicher Mensch jemand, der ethisches Handeln verinnerlicht hat.“ (S.15)
Zum Inhalt:
In Stefan Einhorns Buch geht es, wie der deutsche Titel suggerieren mag nicht um den Begriff „Freundlichkeit“, wie man ihn im Deutschen i.d.R. versteht, sondern vielmehr um den jenen der Ethik im Handeln, resp. der Interaktion mit seinen Mitmenschen.
Dabei entwirft der Autor durchaus gute Ansätze, die leider durch eine all zu oft polemisierende Sprache und brüchige Argumentationsketten torpediert werden. Man wird während der gesamten Lektüre den unterschwelligen Verdacht nicht los, dass es letzten Endes, schält man all die doch recht durchsichtigen „Argumente“ ab, darum geht, selbst Erfolgt zu haben – wie auch immer man diesen zu definieren gewillt ist – („Was wir für andere tun, tun wir auch für uns selbst.“ (S.16), kulminierend in teilweise vollkommen deplazierten und abstrusen Analogien, wie z.B.: „Gute Taten sind wie Drogen nur ohne Nebenwirkungen.“ (S.134)
Wendungen wie „Man hat Versuche durchgeführt…“ (S.136) und die exzessive Verwendung von Zitaten von Kapazitäten wie Sigmund Freud, Christopher Dawson oder Yehuda Bauer sollen dem Text den Anstrich (natur-)wissenschaftlicher Seriosität geben, die sich bereits in folgendem Satz wieder ad Absurdum führt: „Unser ethischer IQ beziffert unsere Fähigkeit, Gutes zu tun.“ (S.18)
Nichts desto trotz lohnt sich ein Blick in den Text, wissend, dass man sich in der Art des Eklektikers verfahrend das Positive – und dessen gibt es durchaus einiges – herausnehmen sollte. So kann man der Aussage, „Die Fähigkeit, seine Mitmenschen gut zu behandeln, ist eine Form von Intelligenz.“ (S.58), nur voll inhaltlich anschließen, hoffend, dass daraus von vielen die entsprechenden Schlüsse in die alltäglichen Handlungen einfließen mögen.
Fazit:
Des Eindrucks, einen amerikanischen Ratgeber à la „Die Kraft des positiven Denkens“ in Händen zu halten konnte ich mich spätestens ab des ersten Viertel des Buches nicht mehr erwehren. Karl-Heinz Heidtmann schreibt es in seiner Rezension sehr treffend: „Schon nach wenigen Seiten fühlte man sich denn auch eher an einen US-amerikanischen Autor erinnert als an einen schwedischen: Die vielen berichteten Beispiele eigenen Erlebens („Als ich einmal einen Vortrag über Ethik hielt, kam nach der Veranstaltung eine Frau zu mir nach vorn und …“), das Markenzeichen US-amerikanischer Erfolgsliteratur à la „Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst beliebt und einflussreich zu werden“ (Dale Carnegie) sind mein Ding zugegeben nicht.“ Dem bleibt nicht viel hinzuzufügen. Interessant im Zusammenhang mit Integrität, Wahrheit, Lüge und dem Anspruch als wahrhaftige Entität in der Gesellschaft zu agieren wäre noch der Verweis auf ein Buch, welches sich ebenfalls mit genau diesem Dilemma beschäftigt: „Der Wille zum Schein“ – Philosophicum Lech (Hrsg. Konrad Paul Liesmann).
Zum Buch:
Der Band aus dem Verlag Hoffmann und Campe zeichnet sich durch eine solide Verarbeitung sowohl im Buchblock, wie auch in den Buchdeckeln, bis hin zum Schutzumschlag aus. Die etwas sehr grellen Farben, welche für letzteren gewählt wurden, sind Geschmackssache. In Puncto Textgestaltung und Typografie wurde aus der Janson und der Meta gesetzt und Wert auf Klarheit und zügigen Lesefluss gelegt, was durchwegs gelungen ist. Die Wertigkeit unterstreicht auch die Haptik des Bedruckstoffes, der für die 240 Seiten gewählt wurde. - 8
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