Bücher mit dem Tag "tatsachenbericht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tatsachenbericht" gekennzeichnet haben.

185 Bücher

  1. Cover des Buches Der Zug der Waisen (ISBN: 9783442481613)
    Christina Baker Kline

    Der Zug der Waisen

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen

    Die 17-jährige Molly muss Sozialstunden bei der Witwe Vivian ableisten. Anfangs ist sie darüber nicht sonderlich glücklich. Doch bald stellt sie fest, dass es sich bei der alten Frau um eine Waise handelt, die Ende der 20er Jahre ihre Familie verloren hat und deshalb von New York aus mit dem Zug in den Mittleren Westen verfrachtet worden ist, um bei einer neuen Pflegefamilie unterzukommen. Wie es der Zufall will lebt auch Molly bei Pflegeeltern, wo es immer wieder zu Reibereien kommt. Ob sie von Vivian und ihrem Beispiel lernen kann?

    Der Roman, der sich auf Tatsachenberichten stützt, zeichnet sich durch die Anwendung des klassischen Ansatzes aus, bei dem zwischen Szenen aus der Vergangenheit und der Gegenwart abwechselnd hin und her gesprungen wird. Dadurch werden zwei Geschichten parallel erzählt. Diese Vorgehensweise kommt insbesondere zum Tragen, wenn die Handlungsstränge letztlich zusammengeführt werden oder sich gegenseitig befruchten (Stichwort: Aha-Effekt). Falls es allerdings nur wenige Berührungspunkte gibt, dann besteht die Gefahr, dass keine der beiden Geschichten ihr jeweiliges Potenzial vollständig entfalten kann. Letzteres ist für mich bei diesem Roman passiert. Das mag auch der Grund sein, warum bei mir beim Lesen über weite Strecken kaum Spannung aufkommen wollte. Erst gegen Ende, als Vivian ihren Platz in der Welt gefunden hat und aufzublühen beginnt, fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

    Fazit: Bei „Der Zug der Waisen“ handelt es sich um einen unterhaltsamen Roman, der auf Tatsachenberichten beruht. Allerdings vermochten es die beiden Erzählstränge nicht, mich zu packen. Hätte sich die Autorin ausschließlich auf Vivians Werdegang konzentriert, wäre bestimmt eine spannendere und wahrhaft bewegende Geschichte daraus geworden.

  2. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783492307116)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

     (4.084)
    Aktuelle Rezension von: Federstrich

    Ich bin da auch hin. Und ich schäme mich nicht zu sagen, dass der Auslöser dieses Buch war. Habe Kerkelings Geschichte von "seinem" Jakobsweg, mit vielen, skurrilen und schönen Begegnungen kann ich nur bestätigen, auch wenn "mein" Weg sich natürlich ganz anders gestaltet hat. Was der Autor jedenfalls wunderbar beschreibt,  und weshalb sich auch ein "Run" auf den Camino entwickelt hat, ist die ganz besondere Atmosphäre dort. Einzig die Hotelübernachtungen kreide ich Hape Kerkeling an, denn die Übernachtungen in den vielen Herbergen, Turnhalle oder Kirchen vor Ort waren es für mich, die den Weg absolut abgerundet hat. Außerdem war es eine willkommene Ablenkung von den Strapazen, den Stationen des Fernsehstars nachzuspüren. 

  3. Cover des Buches Den Himmel gibt's echt (ISBN: 9783775152785)
    Todd Burpo

    Den Himmel gibt's echt

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Eine Frage, die wohl jeden beschäftigt, ist was kommt nach dem Tod. Nur wenige, die eine Nahtoderfahrung hatten, können Eindrücke schildern, wie es ausschaut das Leben Danach. So auch der kleine Colton. Eine akute Blinddarmentzündung bringt den Vierjährigen an den Rand des Todes. Später als alles überstanden ist, beginnt er seltsame Bemerkungen zu machen. Er fragt nach der Gottesfurcht verstorbener, behauptet neben Jesus gesessen zu haben und das er seine kleine Schwester getroffen hat, von deren Existenz er gar nichts wissen dürfte. Behutsam versucht der Vater über die nächsten Jahre Colton auszuhorchen, wie es denn sei im Himmel. All dies hat der evangelische Pfarrer nach langen Bitten seiner Gemeinde zu Papier gebracht mit dem Titel: „Den Himmel gibt es echt.“

     

    Ich kann auch mich nicht von der Neugier freisprechen zu erfahren, was mich nach meinem Tod erwartet und da dieses Buch im Rahmen von Amazon Primereading kostenlos zur Verfügung stand, musste ich es einfach lesen. Ich fand die Geschichte der Familie Burpo spannend, aber vom Himmel war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Himmel passt eins zu eins zur Bibel. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das was Colton erlebt hat, nicht seinen eigenen Wahrheitsgehalt hat, vielmehr weigere ich mich einfach anzunehmen, dass die biblische Geschichte vom Himmel den Menschen zugesandt wurde, wie ein Fax. Es handelt sich für mich um Erzählungen damaliger Ereignisse, die mündlich weitergegeben wurde, bis jemand sie zu Papier brachte. Der Junge berichtet von Schlachten zwischen Satan und Gott, Jesus der die Kinderlein zu sich kommen lässt und antike Kleidungsstücke, ähnlich einer Togaparty mit Schärpen in unterschiedlichen Farben, wahrscheinlich je nach Dienstgrad. Nein in diesen Himmel möchte ich nicht, würde es doch bedeuten, dass dieser nur Christen offen steht. Was ist mit all den anderen Religionen? Muslime, Hinduisten, Juden und Buddhisten? Ich glaube einfach nicht, dass die Christen die alleinige wahre Religion für sich gepachtet haben, vielmehr glaube ich dass das was Colton gesehen hat, sehr geprägt war von seinem familiären Umfeld. Es stellt sich nämlich die Frage hätte ein Kind, dass nicht aus einer streng gläubigen Pfarrersfamilie stammt, all dies auch so bewertet oder sähe der Himmel eines Moslems genauso aus? Außerdem betont mir der Vater zu oft, dass ein Kind solche Details nicht wissen könne. Nein das war einfach nicht mein Buch.

     

    Ein Buch das Christen helfen kann, die einen lieben Angehörigen vermissen, nur für mich als Atheist liefert diese Schilderung keine realistische Vorstellung vom Himmel, dazu passt das was Colton erzählt zu sehr auf Bibelzitate, die er wahrscheinlich sehr oft gehört hat, wenn sein Vater predigte.

  4. Cover des Buches Mordmethoden (ISBN: 9783404605453)
    Mark Benecke

    Mordmethoden

     (86)
    Aktuelle Rezension von: weltenrausch

    Das war mein erstes Buch von Mark Benecke, obwohl mir der Name schon seit Jahren gehäuft über den Weg läuft. Und ich bin echt froh, nun endlich mal ein Buch von ihm gelesen zu haben.
     Das war auch mein erstes True Crime Buch. Ich hatte schon länger mal halbherzig nach sowas Ausschau gehalten, da mich solche Fälle sehr interessieren. Und auch hier bin ich froh, als allererstes zu diesem Buch gegriffen zu haben – wenn auch mehr durch Zufall.

    Keines meiner gelesenen Bücher hat so viele Pagemarker aufgedrückt bekommen wie dieses. Ich habe mir durchweg Stellen markieren müssen, die mich überrascht oder fasziniert haben, die ich mir merken und später weitererzählen wollte. Denn das Buch ist nicht nur voller spannender realer Geschichten, sondern erklärt nebenbei auch Ermittlungsmethoden – von ihren Anfängen bis „heute“ (das Buch ist ja nun schon 20 Jahre alt, mittlerweile wäre ich wahrscheinlich noch sehr viel überraschter davon, was so alles möglich ist). Manche Stellen waren nicht hundertprozentig verständlich, da mir unbekannte Fälle mit eingestreut wurden, ohne näher darauf einzugehen. Oder auch davon ausgegangen wurde, dass der Leser berühmte Namen – sei es von Politikern oder anderen geschichtsträchtigen Menschen – kennt. Das war für mich leider nicht der Fall, was aber vermutlich an meinem Alter und dem eben schon erwähnten Alter des Buches liegen mag. Diese Stellen habe ich mir aber einfach ebenfalls markiert, um selbst noch einmal nachlesen zu können. Oder noch tiefer in bestimmte Fälle eintauchen zu können.

    Fazit:

    Inhaltlich war dieses Buch für mich genau das, was ich erwartet hatte und konnte mich sehr begeistern. Die Art, wie das Wissen vermittelt wurde, fand ich jedoch leider eher mangelhaft. Aber durch den Inhalt konnte ich darüber leicht hinwegsehen. Ich freue mich schon, das nächste Buch von Mark Benecke zu lesen und hoffe, daraus eben so viel mitnehmen zu können wie aus diesem!

  5. Cover des Buches Killerfrauen (ISBN: 9783426788660)
    Stephan Harbort

    Killerfrauen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    🕷 Cover 🕷
    Wie für ein Sachbuch üblich ist das Cover eher schlicht gehalten. Rechts oben ist, passenderweise, das Portrait des Autors zu sehen und es sind außerdem zwei Hände bzw. deren Schatten zu erkennen. Die obere Hand scheint ein Messer zu halten. Auch wenn es nicht eindeutig zu erkennen ist, so soll es sich hierbei sicherlich um weibliche Hände handeln. Dies schließe ich aus dem Titel und den Inhalt des Buches. Das Cover ist damit passend zur Thematik gestaltet. 


    - - - - - - - - - - 🕷🕸🕷 - - - - - - - - - -

    🕷 Aufbau & Schreibstil 🕷
    ~ Erzähler Perspektive ~

    Kapitel
    Das Buch enthält 7 Kapitel (+ Vorwort, Nachwort, Kriminologie der Serienmörderin, Literatur).
    Die Kapitel werden nicht mit Zahlen, sondern mit passenden Überschriften eröffnet. Bevor dann mit der sachlichen Erzählung begonnen wird, finden wir noch einige aussagekräftige Textstellen.


    Atmosphäre
    Wie für ein Buch aus der True Crime Szene üblich, ist die Atmosphäre hier sehr sachlich und dennoch durch die Ereignisse auch ergreifend.

    Schreibstil

    Gewöhnlich sachlich und fundiert.


    - - - - - - - - - - 🕷🕸🕷 - - - - - - - - - -


    🕷 Mein Fazit & Bewertung 🕷
    Stephan Harbort.
    Nicht mein erstes Buch von diesem großartigen Autor und sicherlich auch nicht mein letztes.

    Wie üblich geht der Autor bei der Analyse der Täterinnen und dem damit verbundenen Tathergang äußert genau und nach einem zeitlichen Ablauf vor. Dadurch erfahren wir sowohl etwas über die Vergangenheit der Täterinnen, als auch über deren Gegenwart und das abschließende Urteil vor Gericht. Außerdem wird auch deren Psyche genaustens durchleuchtet. Studien untermauern seine Aussagen. Wenn Fachbegriffe aufkommen, werden diese vom Autor selbstverständlich erläutert. Abschließen bleibt keine Frage mehr offen.


    Das Buch zeigt den Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Tätern auf. Ja, hierbei gibt es tatsächlich einige Unterschiede. Auch wenn es selbstverständlich erschreckend ist, so ist es dennoch auch sehr interessant, wenn man einmal tief in die Psyche einer Täterin vordringen kann.

    Aus Respekt vor Opfer, Hinterbliebenen, Ermittlern und Autor gebe ich, wie immer, eine Bewertung von 5 von 5.  

  6. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.273)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Sind wir doch mal ehrlich zueinander: Wann haben wir jemals einem Drogenabhängigen an einem dieser prikanten Orte in jeder Stadt geredet oder gar mit ihnen gesprochen? Ich schätze, die Antwort der Meisten ist „Nie“. Sie sind die „Ekligen“, „Verdorbenen“ oder das perfekte schlechte Beispiel für Kinder. So skurill ist es doch, dass eine Geschichte von einer davon deutschlandweit berühmt werden sollte.

    Das Buch zeigt klar und deutlich, wie einfach es ist, das Jugendliche in den Ausweg der Drogen fallen. Klar, die Gegebenheiten dafür waren in Gropiusstadt, ein Teil West-Berlins, optimal: Es wurde nichts für Kinder getan, die Ignoranz gegenüber Drogen war groß und die Polizei wie auch das Jugendamt waren völlig überfordert mit der Situation, als das Heroinproblem auftrat. Christiane erzählt eine Geschichte, die beinahe jeder der im Buch benannten Personen so ähnlich erzählen könnte. Gepaart mit der fast schon romantischen Liebesgeschichte zwischen Detlef und Christiane, welche letzlich doch nur eine Liebe zu den Drogen darstellte, ergibt sich eine Biographie, welche realer und zeitlich passender nicht sein könnte.

  7. Cover des Buches Die weiße Massai (ISBN: 9783426788004)
    Corinne Hofmann

    Die weiße Massai

     (676)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Ganz ehrlich, als das Buch erschien, fand ich es nicht so toll und konnte es nicht so ganz nachvollziehen, wie man so blind vor Liebe sein kann. Wieder eine Afrika Gschichte und irgendwie war es doch auch toll zu lesen. Kann man so verliebt sein? Ja, heute kann ich es verstehen und seit ich Corinne Hofmann kennen lernen durfte, verstehe ich es noch mehr. Eine tougeh und sehr intelligente Frau, die einfach geliebt hat und deren Herz gerufen hat. Toll beschrieben und geschrieben und für mich jetzt auch absolut nachvollziehbar.

  8. Cover des Buches Die letzte Nacht der Titanic (ISBN: 9783596192694)
    Walter Lord

    Die letzte Nacht der Titanic

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Eins muss man dem Buch lassen, der Name ist Programm. Wir steigen direkt ein in die Geschehnisse nur wenige Minuten vor dem verheerenden Zusammenprall der Titanic mit einem Eisberg. Erschienen ist das Buch im Jahr 1955 und liegt somit zeitlich schon weit genug entfernt von der Katastrophe um nicht ins Reißerische abzudriften, jedoch noch nah genug damit der Autor sich mit verschiedenen Augenzeugen unterhalten konnte.

    Sehr gut gefiel mir, dass im Nachwort angemerkt wurde, wie schwierig zum Teil die Berichterstattung abgelaufen ist und auch die Nachwirkungen des Unglücks wurden deutlich erwähnt. Auch gefiel mir, dass deutlich darauf hingewiesen wurde, dass man sich im klaren sein muss, dass hier persönliche Berichte genutzt wurden, die vielleicht nicht immer genau so abgelaufen sind wie die Erinnerungen hergeben. Man habe nach dem Tatsachenstand und verschieden Berichten diejenigen genommen, die am glaubwürdigsten zu sein schienen.

    Das Buch besteht also aus vielen Fakten und Berichten der Passagiere, der Schiffsmannschaft und derjenigen, die zur Hilfe eilten. 

    Insgesamt eine sehr gute Lektüre, die nachdenklich macht, sich flüssig lesen lässt doch manchmal ein wenig verwirrt ob der vielen Namen und der Fachbegriffe, ist aber leicht zu verschmerzen.

  9. Cover des Buches Totenmädchen (ISBN: 9783570400722)
    Mary Hooper

    Totenmädchen

     (138)
    Aktuelle Rezension von: -Bitterblue-
    Wieder einmal konnte mich Mary Hooper mit in die Vergangenheit nehmen. Sie schafft eine authentische, aber leicht verständliche historische Welt.  Dieses Mal erzählt sie die Geschichte der 16-jährigen Anne Green. Sie wurde wegen Kindstötung zum Tode verurteilt, doch bei der Sezierung stellt sich heraus, sie hat überlebt.

    Anne ist eine interessante Protagonistin, etwas naiv, aber doch steht sie für ihre Überzeugungen ein.  Es war sehr schön ihre Geschichte zu verfolgen, zumal die Story auf wahren Begebenheiten basiert.

    Mary Hooper hat mir mit diesem Buch wieder schöne Lesestunden beschwert, allerdings konnten mich ihre anderen Bücher meist mehr fesseln.

  10. Cover des Buches Gegessen (ISBN: 9783785725771)
    Sonja Vukovic

    Gegessen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Lobpreisfreak
    13 Jahre - mehr als ein Drittel ihres Lebens litt die heute 32-jährige Journalistin und Mitgründerin der F.-Foundation, Sonja Vukovic, an Anorexie und Bulimie. In ihrer Autobiographie "Gegessen" gibt die Autorin dem Leser einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, die persönlichen Hintergründe der Krankheit, ihren Kampf mit ihr und schließlich denSieg über sie.
    Dabei schafft sie es, eine nahezu unmittelbare Nähe zwischen dem Leser und dem Geschilderten zu erzeugen, was eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt. Oft entsteht kaum noch das Gefühl, ein Buch zu lesen, sondern viel mehr dabei gewesen zu sein. Die Tatsache, dass dies bewerkstelligt wird, ohne dass es gekünzelt literarisiert erscheint, ist ein Testament für Sonja Vukovics sprachliche Fertigkeit. Es ist spürbar, dass hier jemand hinter dem Werk steht, der mit Worten umzugehen weiß und es schafft, sprachliche Präzision und Authentizität zu vereinen. Obgleich dies nicht immer gelingt, möchte man doch die kleine Sunny nicht selten in den Arm nehmen, wenn sie nicht mehr weiter weiß, ihr helfen und ihr sagen, dass alles gut wird. Der Leser leidet mit der Protagonistin und es ist manchmal schwer vorstellbar, dass das Geschilderte tatsächlich passiert ist.  
    Umso beeindruckender ist es, zu sehen, was heute daraus geworden ist:
    Durch die biographische Arbeit, aus der Vukovics erster Bestseller "Christiane F. - Mein zweites Leben" entsprungen ist, entsteht die F.-Foundation, eine Organisation mit dem Ziel der Suchtprävention und - aufklärung, für die Sonja Vukovic bis heute als Rednerin aktiv ist.


    Es ist ein erstaunlicher Weg, den diese mutige Frau gegangen ist. Alleine, diesen Weg nachzuvollziehen, wäre es wert, ihre Biographie zu lesen. Doch durch die oft schonungslose Distanzlosigkeit, mit der die Autorin den Leser in ihre eigene Geschichte hinein nimmt, hat er nie das Gefühl, bloßer Beobachter zu sein, sondern viel mehr ihn mit ihr zu gehen.
  11. Cover des Buches Dschungelkind (ISBN: 9783426784747)
    Sabine Kuegler

    Dschungelkind

     (593)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen.
    Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm mit Krokodilen im Fluss – und erlebte schon früh die alten Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach.

    Eigentlich lese ich eher keine Biografien, aber diese hier hat mich echt neugierig gemacht. Ihre Erlebnisse sind einfach sensationell, teils erschreckend, teils interessant, aber sie sind es auf jeden Fall wert, erzählt zu werden.

    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Es ist in der Ich-Form erzählt und ließ mich eher an ein Tagebuch denken, als an ein Buch.
    Umso besser konnte ich mich hineinversetzen und war gefesselt von ihrer Erzählung.

    Zum Ende hin ging es mir jedoch viel zu schnell. Da hatte ich das Gefühl, sie will zum Ende kommen. Vielleicht wäre ein Schnitt besser gewesen, um die weiteren Erlebnisse in einer Fortsetzung zu erzählen.
    Diese gibt es wirklich und irgendwann werde ich sie sicherlich lesen.

    Insgesamt ein wirklich interessantes Buch, das mir die Tür zu einer anderen Welt geöffnet hat. Von mir gibt es vier Sterne.

  12. Cover des Buches 110 (ISBN: 9783548374376)
    Cid Jonas Gutenrath

    110

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Thaleia
    Als ich mich entschied mir dieses Buch zuzulegen wußte ich nicht so genau, was ich erwarten sollte. Ich dachte zuerst, dass der Autor bestimmt viele Situationen schildern wird, die einem die Lachtränen in die Augen steigen lassen, doch bereits als ich die erste 110-Geschichte las, die mich betroffen machte, nachdenklich stimmte und mir vor Augen führte, wie eichtig es manchmal ist, sich einfach ein wenig Zeit füreinander zu nehmen, war mir klar, dass dieses Buch vielseitiger und intensiver ist, als ich es aufgrund der kurzen Beschreibung jemals für möglich gehalten hatte. Und dies hat mich sehr positiv überrascht.

    Ich habe bei diesem Buch geweint, vor Lachen aber auch vor Trauer und Mitgefühl, habe den Kopf geschüttelt, war schockiert und habe mich und mein Verhalten in bestimmten Situationen hinterfragt und mir fest vorgenommen, von dem Polizeibeamten und seinen Geschichten zu lernen.

    Wer nur lachen möchte oder hofft, sich in Vorurteilen bestätigt zu sehen oder sich über bestimmte Menschen oder Personengruppen lustig machen zu können, den wird dieses Buch entweder einen ganz neuen Blick ufgezeigt bekommen oder einfach nur enttäuschen sein. Aber alle, die den Facettenreichtum des Lebens mal aus erster Hand an realen Beispielen erleben wollen, den wird dieses Buch fesseln und er wird es nicht mehr aus der Hand legen, bis er all die unglaublichen Geschichten verfolgt hat.

    Ich finde dies ein sehr sehr empfehlenswertes Buch und bin froh, dass ich zufällig im TV eine Werbung für dieses Buch gesehen haben. Es ist einfach hervorragend.
  13. Cover des Buches Die Wohlgesinnten (ISBN: 9783833306280)
    Jonathan Littell

    Die Wohlgesinnten

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Guccini

    Einfach ekelhaft das Buch. Dann lieber Frankls „ ... trotzdem Ja zum Leben sagen“.Jedes weitere Wort ist hier Verschwendung.

  14. Cover des Buches Dem Täter auf der Spur (ISBN: 9783404605620)
    Mark Benecke

    Dem Täter auf der Spur

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Krimikauz73
    Die erste Hälfte des Buches ist sehr interessant, auch die Fotos sind, wenn auch nicht immer schön anzusehen, so doch sehr aufschlussreich und sehr gut eingesetzt, d.h. sie illustrieren die Gedanken des Autors. Hier wird das Fach der Kriminalbiologie anhand von realen Fällen erklärt. Dafür kann man 5 Sterne vergeben. 
    Die zweite Hälfte dreht sich um genetische Fingerabdrücke und ist sehr wissenschaftlich geraten. Aber auch gerade deswegen ist es eher als schwach zu bewerten, denn einerseits wirkt die Fachdarstellung stark veraltet (und sie ist es wohl auch), andererseits ist es es eben auch eine Angelegenheit für Fachleute. Krimifans werden sich kaum an den Ausführungen und Diagrammen erfreuen.   
  15. Cover des Buches Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Kurioses aus dem Leben einer Gerichtsvollzieherin (ISBN: 9783956490682)
    Katja K.

    Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Kurioses aus dem Leben einer Gerichtsvollzieherin

     (15)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    Dieses Buch fand ich sehr charmant und lustig geschrieben. Es ist eine gute Mischung aus erhobenem Zeigefinger, durch die Tips die die Autorin zwischendurch einfliessen lässt, und Erzählungen über diverse Kunden. Als steuerzahlender Mensch hofft man ja Frau Kuckuck niemals vor ihrer Tür zu haben, ich habe aus diesem Buch sehr viele Informationen mitnehmen können und habe mich zeitgleich sehr gut unterhalten gefühlt. Chapeau !
  16. Cover des Buches Als hätte der Himmel mich vergessen (ISBN: 9783404609253)
    Amelie Sander

    Als hätte der Himmel mich vergessen

     (96)
    Aktuelle Rezension von: BuecherLiebeandMe

    Wenn man mich fragen würde wie ich dieses Buch in wenigen Worte beschreiben würde hätte ich ein Problem.. 

    ..vermutlich mit Worten wie Schockierend,emotional ergreifend und beeindruckend vom Kampfgeist dieser Frau und zugleich tief erschüttert welch Art es von Menschen gibt die dies tun oder weg schauen.. 


    Das dieses Buch keine einfache Lektüre war ist glaube nach dem Titel und dem Klappentext ersichtlich.. es spricht an..


    Ich traue mich kaum zu sagen das mir dieses Buch gefallen hat.. den es könnte falsch verstanden werden.. 

    Ich bin auf einer Art beeindruckt von Amelie für ihre Kraft,ihren Weg und ihren Willen aber auch zutief erschüttert wozu ein Mensch oder Menschen fähig sind..wieviel Hass in einem Sein muss dies zutun aber nochmal beschäftigt mich wie blind Menschen sein wollen .. so viele Signale und doch keine Hilfe.. 


    Dieses Lektüre ist ergreifend für Schicksale die vermutlich noch verschwiegen werden und das finde ich so unfair.. die Seelen werden immer Wunden tragen.. 


    Ich habe zwischendurch einen Moment gebraucht.. ich wollte es sacken lassen und ich bin tatsächlich jemand der so schnell nichts umhaut beim lesen.. aber hier fühlte ich emotional eine Achterbahn die soviel Respekt,Mitgefühl,Wut und Traurigkeit und soviel mehr versprühte.. 


    Ich bin froh es gelesen zu haben und es wird mich noch eine ganze Zeit beschäftigen.. werde drüber nachdenken..es vermutlich wiederholt lesen.. da es für mich trotz dieser Thematik ein besonderes Informatives wichtiges Buch ist.. 

    Die Welt braucht mehr Gudrun und Annabells.. 

  17. Cover des Buches Zeitlang (ISBN: 9788868392536)
    Sibylle Leimeister

    Zeitlang

     (15)
    Aktuelle Rezension von: elfriede4

    Dieses Buch hat mich von Anfang an fasziniert. Es ist in einer lebendigen, sehr bildhaften Sprache geschrieben, bei der das Lesen Freude macht und ein traumhaftes "Kopfkino" erzeugt. Oft hatte ich das Gefühl, Gast in einer anderen Zeit, einem vergangenen Jahrhundert zu sein. Sibylle Leimeister berichtet von ihren eigenen Erlebnissen auf einer Südtiroler Alm, wie sie mit über 60 Kühen, zwei jugendlichen Hütejungen und sehr viel Willensstärke einen ganzen langen Almsommer mit vielen Widrigkeiten und seltener Entspannung bewältigt. Die wenigen Glücksmomente bei einsamen Spaziergängen oder mit seltenen sympathischen Gästen scheinen als Gegengewicht zu dem wirklich harten Leben und den nahezu unglaublichen Alltagsproblemen als Motivation zum Durchhalten auszureichen.

    Hier setzt mein Problem ein: Die Bosheit der geizigen und undankbaren Bäuerin Dette mit ihrer rücksichtslosen Familie, die ohne diese freiwillige Helferin vermutlich mehr als ein Problem gehabt hätte, konnte Sibylle nicht so viel anhaben, dass sie ihren Posten vorzeitig verlassen hätte. Woher kam diese Stärke, dieser fast sturköpfige Durchhaltewille? - Das bleibt das Geheimnis der Autorin.

    Dennoch ist dieses Buch lesenswert, weil es den Leser dazu bringt, über existenzielle Fragen nachzudenken, über unsere energieverschwenderische zivilisierte Lebensweise, über einen respektvollen Umgang miteinander, über Verantwortung, über Glück...


  18. Cover des Buches Verschollen in der Südsee (ISBN: 9783775156233)
    Damaris Kofmehl

    Verschollen in der Südsee

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Taluzi

    In einer Schnapslaune entsteht die Idee bei 3 Jugendlichen aus ihrem engen christlichen Dorfleben auf der Südseeinsel Tokelau auszubrechen. Sie nehmen ein Motorboot, 29 Kokosnüsse, Wodka und Milch mit.

    Samu, Etueni und Filo ahnen nicht, dass sie nicht auf der Nachbarinsel ankommen werden. Sie treiben 51 Tage hilflos im Pazifik. Ihre Rettung gilt weltweit als ein Wunder.

    Die Autorin Damaris Kofmehl wird auf diese Geschichte aufmerksam und möchte über die Hintergründe, die zur Flucht führten und welche Wunder die 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen auf dem Meer erfahren haben, berichten.

    Sie nimmt übers Internet Kontakt zu einem der Jugendlichen auf und erfährt, dass Samu und Filo in Australien leben. Damaris reist dorthin und spricht mit Filo über seine Erlebnisse auf dem Meer. In Rückblicken, die man an den Kapitelüberschriften durch Zeit und Ortsangaben erkennt, bekommt der Leser Einblicke in die Geschehnisse.

    Die Geschichte ist sehr christlich geprägt wie man es aus dem SCM-Verlag kennt. Die Autorin ist auf der Suche nach den Wundern, die die Jugendlichen erlebten als sie als verschollen und tot galten. Ein Wunder ist, dass es regnete, wenn die Jungs beteten. Aber sind sie nach ihrer Rettung gläubiger?

    Samu, Etueni und Filo sind auf jeden Fall nicht mehr dieselben. Samu und Filo halten es auf der Insel nicht mehr aus und ziehen mit ihren Müttern nach Sydney. Filo ist dort Mitglied einer Gang. Ein weiterer Handlungsstrang des Buches ist das Leben von Jonathan Walker. Auch er war in einer Gang, stieg aus und legte sein Leben in Gottes Hand.

    Damaris Kofmehl ist es ein Anliegen Filo und Jonathan, die beide in Sydney leben, zusammen zu bringen, damit auch Filo der Gang den Rücken zukehrt.

    Die Geschichte lässt sich flüssig und spannend lesen. Obwohl man von Anfang an weiß, dass die 3 Jugendlichen gerettet werden, so fiebert man mit ihnen.

  19. Cover des Buches Bob, der Streuner (ISBN: 9783404609345)
    James Bowen

    Bob, der Streuner

     (960)
    Aktuelle Rezension von: Jessica-Lang

    Bob der Streuner ist eines der besten Bücher über Freundschaften, welches ich jemals gelesen habe!


    James Bowen, ein Drogenabhängiger, welcher sein Leben so gut wie gar nicht im Griff hat, begegnet eines Tages einem orangefarbenen Kater welcher vor seiner Wohnungstür sitzt. Jeder Versuch den kleinen Streuner zu vertreiben schlagt fehl und daraufhin beschließt James den Kater mit in seine Wohnung zu nehmen, im Nahrung zu geben und zu versorgen. Als er am nächsten Tag den kleinen Kater immer noch bri sich zu Haude vorfindet, beschliesst er ihn vor die Türe zu setzen und ihn frei zulassen, doch der Kater macht nur sein Geschäft und setzt sich dann wieder vor James Tür!


    Denn Bob, wie er ihn später nennt, hat nicht vor wieder nach Hause zu gehen!

    James findet bald herraus das Bob kein gewöhnlicher Kater ist und schon bald begleitet er ihn auch zu seinem Job als Strassenmusiker! Mit der Unterstützung von Bob bekommt James soviel Aufmerksamkeit wie noch nie und im Handumdrehen haben sie an einem Tag soviel Geld zusammen wie James in einer Woche bekam!

    Doch leider gönnt nicht jeder James diesen Erfolg und es wird schwer für die beiden...


    FAZIT:


    Mit viel Herz wird in diesem Buch beschrieben wie wichtig es doch ist einen guten Freund zu haben und das dieser auch einmal ein Kater sein kann, ist komplett in Ordnung.


    Je tiefer und inniger die Beziehung der beiden im laufe des Buches wird, umso mehr fesselt es den Leser.

    Einige Stellen im Buch treiben einem, meiner Meinung nach, die Tränen in die Augen und man sieht wieder einmal was Freundschaft und Zusammenhalt alles bewirken kann!


    Egal ob als Geschenk, zum selber lesen oder vorlesen dieses Buch ist ein MUSS für alle die ihr Herz erwärmen möchten!

  20. Cover des Buches Flucht aus Lager 14 (ISBN: 9783328104780)
    Blaine Harden

    Flucht aus Lager 14

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Werk "Flucht aus Lager 14" von Blaine Harden ist als gebundene Ausgabe und Softcover, sowie Ebook und Hörbuch über Penguin Verlag erschienen. Das Buch umfasst 272 Seiten.

    In Nordkorea gibt es Straflager, die geleugnet werden und unglaublich brutal sind. Wo Menschen wie Vieh aufwachsen und leben. Aus solch einem Lager konnte Shin Dong-hyuk fliehen. Er erzählt dem Autor von seiner Zeit im Lager.

    Ein Werk was wirklich unter die Haut geht. Unvorstellbar sind die Gräueltaten unter dem nordkoreanischen Regime. Neben der Geschichte von Shin gibt der Autor noch sehr interessantes und lehrreiches Hintergrundwissen preis. Leider ist immer etwas Distanz im Buch zum Protagonisten, welche der Autor nicht zu überbrücken vermag. Dennoch ist das Buch sehr wichtig und schockierend. Es regt zum Nachdenken an und zeigt auf zu was Menschen fähig sind.

    Fazit: Ein wichtiges Buch über das nordkoreanische Regime und die Menschenrechtsverletzungen die dort stattfindet. Leseempfehlung!

  21. Cover des Buches Es geschah nebenan (ISBN: 9783453645103)
    Joyce Egginton

    Es geschah nebenan

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    EIn Zeitraum von 14 Jahren .... und 9 tote Kinder...
    Mein Gott, wie ist das möglich???? Kriegt das denn keiner mit???? Was ist mit dem Ehemann???
    Es begann Anfang der 70er Jahre. Die Mutter Marybeth verliert kurz nach der Geburt ihre Tochter. Sehr traurig, aber kann vorkommen.
    Aber auch ihre nachfolgenden Kinder werden nur einige Monate, maximal ein paar Jahre alt.
    Marybeth ist eine unscheinbare Frau, geht ihrer Arbeit nach und kommt auch sauber daher. Ihre Babys liebt sie, eigentlich fehlt ihnen nichts.
    Man geht von einem Erbfehler aus. Kindstod. Keiner kann was nachweisen. Selbst dann nicht, als auch ein Adoptivkind den Tod findet.
    Warum? Marybeth zog mit ihrem Mann öfters um, jedesmal ein Neuanfang. Neue Kollegen, neue Freunde, neuer Kinderarzt. Keiner kennt die ganze Geschichte, immer nur einen Teil.
    Das Krankenhaus wird gewechselt. Kindstod erscheint nicht in den Polizeiakten, ist damals auch noch relativ unerforscht gewesen.
    Autopsien wurden nicht gemacht.
    Jeder Tod ist an und für sich plausibel.
    Erst nach dem 9. Tod kam es zu Nachforschungen und zur Verurteilung.


    Aber doch sicher nur in Amerika... dachte ich. Und leider, zwei Tage nachdem ich das Buch durch hatte, kam in den Nachrichten: 2 Kinder in der Kühltruhe gefunden... 10 km von mir entfernt.
    Fazit: man kann nicht in die Menschen hineinschauen, leider. Deshalb umso mehr die Augen offen halten und nicht alles einfach hinnehmen.

  22. Cover des Buches In eisige Höhen (ISBN: 9783492972857)
    Jon Krakauer

    In eisige Höhen

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Claudi1990

    Im Jahr 1996 steckte der Bergsteigertourismus am Mount Everest noch in seinen Kinderschuhen. Die beiden in der Szene bekannten Bergsteiger und -führer Rob Hall aus Neuseeland und Scott Fischer aus den USA erkannten das wirtschaftliche Potential um eine Mount Everest Besteigung und versprachen, zahlungsfähige (eine Besteigung kostete damals rund 65.000 US-Dollar) Kunden meist ohne große Erfahrungen am Berg auf das Dach der Welt zu führen. Nach wochenlanger Vorbereitung ging es Anfang Mai 1996 endlich los: die Bergsteiger (und solche, die es gerne wären) machten sich auf den langen, beschwerlichen Weg durch das Eis zum Gipfel des Mount Everests. Aufgrund menschlicher Fehlplanungen und mangelnder Unerfahrenheit in diesem Bergsteigertourismus führte ein plötzlich aufziehender Blizzard letztendlich dazu, dass die Gipfelbesteigung zu einem individuelle Todeskampf wurde, den nicht alle überleben sollten. 

    Der Journalist Jon Krakauer, der für das Bergsteigermagazin Outsider über seine Erfahrungen mit der Gipfelbesteigung und dem aufkommenden Tourismus am Mount Everest berichten sollte, verfasst über seine Erlebnisse in Form dieses Buches einen sehr aufwühlenden Bericht. Er schildet die Ereignisse der Gipfelbesteigung chronologisch und zeigt damit auf, wie ein Tag, der so euphorisch und voller Vorfreude begann, sich schleichend in eine Katastrophe wandelte. Das Buch mag literarisch kein Meisterwerk sein, aber selten hat mich ein Buch so bewegt und mitgenommen, eben weil man weiß, dass viele der genannte Personen an diesem verheerenden Tag am Berg ihr Leben ließen. Wer vom Mount Everest fasziniert ist (auch wenn ich selbst nie auf den Gipfel stehen möchte, finde ich den Berg und die Geschichten drumherum sehr faszinierend) oder wer den bewegenden Hollywood-Film "Everest" (2015) gesehen hat, kann ich diesen Kurzbericht sehr ans Herz legen. 

  23. Cover des Buches Was vom Tode übrig bleibt (ISBN: 9783453601840)
    Peter Anders

    Was vom Tode übrig bleibt

     (31)
    Aktuelle Rezension von: kleine_leseecke

    Zum Buch :

    Hauptberuflich Feuerwehrmann und Rettungsassistent in München. Nebenberuflich einer der wenigen Tatortreiniger Deutschlands.
    Gerufen wird er, wenn der Tod seine Spuren hinterlassen hat. Sei es nach einem Suizid, nach einem Amoklauf oder wenn nach einem natürlichen Tod die Leichen erst in fortgeschrittenem Verwesungszustand gefunden werden. Seine Aufgabe ist es, die Spuren des Todes zu beseitigen.

    Meine Meinung :

    Durch dieses Buch bin ich nur so geflogen. In 30 kurzen Kapiteln begleitet der Leser den Autor auf seinem Werdegang vom Kfz Mechaniker zum Tatortreiniger. Die Erzählweise ist äußerst lebendig und unterhaltsam. Die Fälle sehr interessant und vielfältig. Mit dem ein oder anderen Klischee wird aufgeräumt. Einen Anatomie-Grundkurs gibt es oben drauf. Dieses Buch ist absolut zu empfehlen. Das einzige, was ich dann doch beanstanden möchte, sind diverse Wiederholungen. Als Beispiel nenne ich hier die Vorzüge der verschiedenen Reinigungsmittel. In nahezu jedem Kapitel den Unterschied zwischen Wasserstoffperoxid und Chlorbleichlauge zu erörtern halte ich für unnötig. Dafür einen Stern Abzug.

    Ansonsten sehr zu empfehlen. Aber vorsichtig, man sollte keinen empfindlichen Magen haben. 

  24. Cover des Buches Nein (ISBN: 9783716040232)
    Winnie M Li

    Nein

     (29)
    Aktuelle Rezension von: LadyMay

    Ich fand gut, dass die Geschichte aus beiden Sichten erzählt wurde, sowohl vom Opfer als auch vom Täter. Die Autorin hat es geschafft, beide Stimmen unterschiedlich klingen zu lassen und beide Leben, für mein Empfinden, sehr gut beleuchtet. Beide Charaktere waren nachvollziehbar und haben in sich schlüssig gehandelt. 

    Aber (und ja es gibt ein dickes fettes Aber) die Protagonistin, unser Opfer, war mir so dermaßen unsympathisch. Für eine vielgereiste, gebildete, taffe Frau, die sie laut der Autorin sein soll, hat sie sich für mich viel zu naiv verhalten. Ich habe in ihrer Sicht gerade in der ersten Hälfte der Geschichte, permanent mit den Augen gerollt, mir ständig an den Kopf gefahren, weil ich einfach nicht verstehen konnte, wie man so naiv und stellenweise auch einfach nur dumm und leichtgläubig sein kann. 

    Es fällt mir wahnsinnig schwer, so hart mit dieser Geschichte ins Gericht zu gehen, zumal es von den Erlebnissen der Autorin inspiriert ist und ein wahnsinnig wichtiges Thema aufgreift, aber so sehr ich die Protagonistin mögen wollte, ich kann nicht über die oben genannten Punkte hinwegsehen. 

    Was ich aber hier nochmal ganz besonders positiv hervorheben möchte, nachdem ich so kritisch war, ist der Gerichtsprozess der hier dargestellt wird. Wahnsinnig gut umgesetzt, der Verteidiger war ein richtig schmieriges Arschloch (entschuldigt die Wortwahl), der seinen Job Übelkeit erregend gut gemacht hat und ich habe tatsächlich bis zur Urteilsverkündung nicht gewusst, wer Recht bekommt, obwohl ich als Leser ja wusste, wer von beiden die Wahrheit sagt. Hut ab für die zweite Hälfte, das war richtig gut. 

    Unterm Strich eine sehr wichtige Geschichte, die definitiv Aufmerksamkeit verdient, aber aufgrund des Themas und der schwierigen Protagonistin mit Vorsicht zu genießen. 

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks