Bücher mit dem Tag "tatsachenroman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tatsachenroman" gekennzeichnet haben.

91 Bücher

  1. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    Meinung: Durch die mediale Berichterstattung zur Verfilmung des Buches und dem Trailer wurde ich auf das Buch und die zugrunde liegende wahren Geschichte um die Person des Fritz Honka aufmerksam. Für mich war von Anfang an klar das Buch zu lesen und nicht den Film im Kino anzusehen, der sicher auch interessant sein könnte. Aufgrund des Filmtrailers hat man eine bestimmte Erwartungshaltung was das Buch betrifft. Wer hier eine Art Horrorshocker erwartet, der wird wohl enttäuscht werden, denn es werden weder gruselige Szenen noch die eigentliche Morde ausführlich beschrieben. Dies tut der Story keinen Abbruch. Ich habe mir die Wartezeit auf das Buch mit Recherchen im Internet zu diesem Fall vertrieben und war gut vorab informiert, ehe ich zum Lesen des Buches gekommen bin.

    Handlung: Das Buch ist durchaus lesenswert, leider hat es mich ein wenig enttäuscht, da ich hier anderes erwartet hatte. Die Notwendigkeit des parallel zur Honka-Story verlaufende fiktiven Handlungsstranges um eine Hamburger Reeder-Familie erschließt sich mir nicht wirklich. Wollte der Autor damit aufmerksam machen, dass sich auch hinter der Fassade manch angesehener reichen Familie Abgründe auf tun? Ich hätte es für sinnvoller gehalten, sich nur auf die Ereignisse um Fritz Honka und dessen Umfeld zu konzentrieren. Der Autor Heinz Strunk versteht es sehr gut, die Szenerie im namensgebenden Lokal "Der goldene Handschuh" bild- und lebhaft darzustellen. Der Leser fühlt sich sehr gut in die Zeit der frühen 1970er Jahre versetzt und nimmt am rauen (Alltags-)Leben jene Menschen, die sich am unteren Rand der Gesellschaft bewegten teil. Das ist der eigentliche Fixpunkt dieses Besuches.

    Die zwischenmenschlichen Nuancen und Hierarchien, die in diesem Milieu herrschten, wurden vom Autor sehr gut vermittelt. Dafür hätte er 5 Sterne verdient. Mich störte sehr der Aufbau der Geschichte um Fritz Honka. Im ersten Teil des Buches wird die Beziehung zu einer gewissen Gerda beschrieben, die dann mit einem anderen Mann abhaut, im zweiten Teil des Buches wird geschildert, wie er einen Job als Nachtwächter findet und sich in die verheiratete Reinigungskraft verliebt und erst im dritten Teil des Buches der sehr kurz ausgefallen ist im Verhältnis zu den anderen beiden Teilen wird auf letzten seine 3 Opfer eingegangen. Irgendwie hat man als Leser das Gefühl, dass dem Autor die Lust am Schreiben vergangen ist und er das Buch nur noch zu einem Abschluss bringen wollte. Die Taten sind auf wenige Sätze zusammengefasst, auch die Ermittlungen der Kriminalpolizei nach dem Wohnungsbrand liest sich eher wie eine kurze Zeitungsnotiz. Das ist in meinen Augen sehr schade. Diese Ermittlungen und dem Prozess mehr Raum zu geben wäre wesentlich sinnvoller gewesen als die fiktive Parallelgeschichte um die Reederfamilie.

    Fazit: Ein Lesenswertes Buch, jedoch darf man sich keinen authentischen Tatsachenroman um Fritz Honka vorstellen. Da hätte der Autor mehr daraus machen können. Positiv ist die Schilderung des Sittenbildes jener Menschen die damals am Rande der Gesellschaft lebten und sich ihren Kummer und Frust im Alkohol ertränkt haben.


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  2. Cover des Buches Still Alice (ISBN: 9783404271153)
    Lisa Genova

    Still Alice

     (258)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Still Alice Mein Leben ohne Gestern von Lisa Genova liegt schon einige Zeit auf meinem SuB. Nachdem in meinem näheren Umfeld jemand an der Alzheimer Krankheit erkrankt ist, habe ich mich nun dazu entschlossen das Buch zu lesen.

    Das Thema ist sehr bewegend und tiefgreifend. Die Autorin gibt viele Hintergrundinformationen und erläutert in ihrem Roman das Thema sehr sachlich.

    Alice ist Anfang 50 als sie erfährt das sie an der Alzheimer Krankheit erkrankt ist. Erst beginnt alles ganz harmlos mit ein paar Vergessenen Dingen. Erst schiebt sie es auf ihre Menopause doch sie merkt das etwas nicht stimmt. Anfangs versucht sie es noch vor ihrer Familie geheim zu halten, doch sie merkt dass dies nicht gut funktioniert. Wie soll ihre Zukunft werden? Wie soll sie sich zurecht finden?

    Der Schreibstil ist flüssig und relativ leicht. Die Autorin erzählt eine komplexe Geschichte aber ohne viel unnötige Fachbegriffe. Sie erklärt einem anschaulich die Krankheit und den Verlauf. Auch versucht sie es sehr plastisch und empathisch an Alice Fall darzustellen. Allerdings geht sie mir dafür zu wenig in die Tiefe. Ich habe mir hier etwas mehr erhofft. In erster Linie geht es hier um Alice und ihre Gedanken und Gefühle aber die kommen kaum zum tragen. Es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Das selbe ist mit Alice Umfeld, es wird nicht näher auf die Gefühle, Ängste und Gedanken ihres Mannes oder der Kinder eingegangen. Was ich sehr schade finde, denn so hätte dieses Buch an Potenzial und Gefühl gewonnen. So bleibt es eine eher sachliche Geschichte einer Frau die eine tragische Zukunft erleben wird.

    Auch waren mir die Protagonisten zu blass und teilweise sehr unsympathisch. Besonders John war mir zu kaltherzig und egoistisch. Hier hätte ich mir mehr Gefühl und Empathie gewünscht. Auch die Kinder waren eher blass geschildert.

    Das Cover des Buches finde ich auch suboptimal. Es ist das Filmcover und für meinen Geschmack passt die Schauspielerin aber gar nicht zu der beschriebenen Alice im Buch. Ich finde solche Cover immer etwas fragwürdig. Sie nehmen dem Buch seinen eigenen Charme. Genauso wie der Film seinen eigenen Charme hat. Man sollte nicht unbedingt beides kombinieren.

    Ich habe das Buch gerne gelesen, da es mich persönlich anspricht. Wenn dies nicht der Fall wäre, hätte es mich weniger bewegt. Dafür war mir das Buch zu sachlich und die Protagonisten zu blass.

     

  3. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

     (316)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Die Clutters sind eine Farmerfamilie aus Kansas. Sie haben viele Freunde und sind gut angesehen in der Gemeinde. Zwei  der vier Kinder sind bereits ausgezogen als die Eltern und die verbliebenen zwei Kinder ermordet werden. Aber wer hat es auf die Clutters abgesehen gehabt. Vor allem da Mr. Clutter so gut wie alles mit Schecks bezahlt und nie groß Bargeld im Haus hat? Später wird es heißen wir haben zwischen 40 und 50 Dollar erbeutet. Dafür musste vier Menschen sterben.

    Dieses Buch ist schon etwas älter und beruht auf einer wahren Begebenheit. Es wurde 1965 von Truman Capote geschrieben, der beweisen wollte, dass ein auf Tatsachen basierender Roman genauso spannend sein kann wie eine erdachte Geschichte. Allein deshalb hat es mich interessiert und weil es damals ein Bestseller wurde. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. Ich habe jetzt zwei Monate benötigt um es zu beenden. Capote erzählt sehr viel was einfach nicht relevant ist für die eigentliche Handlung. Z.b. sind oft Erzählungen wie die Städte aussehen und ich brauch nicht jeden Grashalm der im Wind weht als Bild erzählt. Auch wenn Nebenfiguren erwähnt werden sind da oft Monolog oder Dialoge die einfach nicht benötigt werden für die Geschichte. Ich fand es für 350 Seiten sehr mühsam zu lesen. Schade, war es doch eines meiner 21 für 21 Bücher.

  4. Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
    Betty Mahmoody

    Nicht ohne meine Tochter

     (487)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Die Geschichte geht sehr tief, wenn man sie von ihrem Standpunkt aus betrachtet. Denn sie ist hier das Opfer. Sie, Betty, die eigentlich nur Urlaub mit ihrem Mann machen wollte. Doch ihre innere Stimme hatte sie schon gewarnt gehabt. Es nagte schon am Flughafen an ihr und als ihr Mann die Reisepässe einsammelte, ahnte sie schlimmes.

    Die ersten Wochen hat sie auch einigermaßen überstanden, bis auf die Kakerlaken und die allgemeine Hygiene bei ihrer Schwägerin. Aber Betty ist mutig und sie versucht es durchzuziehen, bis ihr Mann immer mehr Ausreden hervorbringt und die Heimreise somit verhindert.

    Diese gesamte Tortour geht sehr sehr lange und mittlerweile haben sie auch eine Tochter, Mahtob.

    Man bekommt allerdings nur die Sicht von Betty mit. Wie die Situation im Iran selbst aussah, zu jener Zeit, ist nicht übermittelt. Zumindest habe ich es nicht im Hörbuch erfahren. Ich habe auch die Fortsetzung „Endlich Frei“, die Geschichte der Tochter.

    Was mich beim Hörbuch gestört hat, war das permanente Seufen in der Stimme. Der Film war spannend aufgebaut und Sally Field spielte hervorrand die Betty. Doch im Buch oder Hörbuch war mir der Unterton einfach unfassbar langweilig und doch sehr anstrengend.

    Ab und zu habe ich auch ein Kapitel so gelesen, aber auch das ist schwierig gewesen.

    Was mich aber immer wieder hat aufstoßen lassen, war die Grundhaltung. Betty hat sich bewusst für ihren Mann entschieden, als sie ihn in Amerika kennengelernt hat. Er war Arzt und gebildet. Gutaussehend und liebenswert. Nichts deutete darauf hin, dass er anders ist.

    Als sie im Land ist, gibt es nichts positives mehr an dem Ort. Alles scheint eklig zu sein. Voller Kakerlaken, sogar im Essen und in der Küche. Kinder scheinen keinerlei Erziehung zu genießen und alles ist dreckig und schlecht. Nichts scheint ihr gut genug zu sein.

    War es wirklich so oder hat sie hinterher alles darauf porjiziert? Das kann ich nicht raushören oder rauslesen. Es ist schwierig die Zeiten zu rekonstruieren. 1984/1985?

  5. Cover des Buches Schindlers Liste (ISBN: 9783570300046)
    Thomas Keneally

    Schindlers Liste

     (276)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Es gibt schon so viele Rezensionen, da weiß ich gar nicht was ich noch neues schreiben soll was man noch nicht gelesen hat. Habe zuerst das Buch gelesen und dann den Film geschaut und beides hat mich so erschüttert. Finde es auch sehr schwer ein solches Werk zu kritisieren (egal ob positiv oder negativ), daher werde ich mich da kurz halten. Für mich sollte dieses Buch auch als Schullektüre eingeführt werden, sodass die Geschichte niemals in Vergessenheit gerät.

    Der Autor führte viele Gespräche mit Weggefährten und Fachleuten und vermeidet es, Lücken mit erfundenen Informationen zu füllen. Man lernt Oskar Schindler kennen, einen Mann den man so schnell nicht vergessen wird.

    Ich kann jedem, der sich für das Thema Holocaust interessiert, nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Auch der Film ist ein Meisterwerk für sich, aber das Buch sollte man dadurch nicht unbeachtet lassen. Wunderbar, ergreifend und  erschreckend mit jedem Wort, das auf den Seiten steht. Alleine dieses Buch sollte uns zeigen, dass so etwas nie wieder passieren darf! Und gleichzeitig zeigt es auch, wie wahr der hebräische Spruch ist, welcher einige Male im Buch Erwähnung findet:

    "Wer auch nur ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt."

  6. Cover des Buches In die Wildnis (ISBN: 9783492259743)
    Jon Krakauer

    In die Wildnis

     (379)
    Aktuelle Rezension von: Alexia_

    In „In die Wildnis“ versucht Jon Krakauer den Beweggründen des jungen Chris McCandless auf die Spur zu kommen. Wer war dieser Mann der in seinen noch so jungen Jahren alles hinter sich gelassen hat und in die wüste Wildnis Alaskas aufgebrochen ist und nie wieder zurückkam? Der Autor nimmt den Leser mit auf seinen Recherchen und bietet einen umfassenden Überblick über Chris McCandless Reise zu sich selbst.

    Bei diesem Buch handelt es sich um keinen Roman, der einem Spannung und Action liefert. Dennoch konnte mich Jon Krakauer an sein Buch fesseln, so dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Das lag vor allem daran, dass er es geschafft hat die vielen Fakten und Geschichten die er in seinem Buch verarbeitet, fesselnd und informativ für den Leser aufzuarbeiten. So kommt kein Gefühl von Langeweile auf und man bleibt am Ball. Er bietet umfassende und tiefe Einblicke in das Leben eines jungen Mannes, der zutiefst zerrissen scheint und in der Natur die Antwort sucht. Jon Krakauer belichtet ein wenig sein Leben, aber vor allem die Menschen die ihm während seiner Reise begegnet und wichtig geworden sind. Zusätzlich zieht er immer wieder Vergleiche zu seiner eigenen Person und erkennt sich selbst in vielen Situationen in Chris wieder. Er versucht die Hintergründe und Motivationen diesen jungen Mannes zu erfassen und aufzuzeigen und dass ohne sie zu einem Zeitpunkt zu kritisieren oder zu bewerten. Er schafft es alles objektiv und zum Verhältnis von Chris Umständen zu sehen und schafft es dem Leser einen neutralen Überblick zu schaffen. Die Frage nach dem warum beantwortet er dabei allerdings nie, sondern es scheint als würde er die Leser mit auf seinen Denkprozess über Chris Beweggründe mitnehmen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum das Ganze nicht unbedingt chronologisch aufgebaut ist, sondern immer wieder zwischen den Jahren springt. Anfangs hat mich das tatsächlich ein wenig gestört, schlussendlich hat mich aber der informative Charakter dabei mehr überzeugt. Wunderbar fand ich die Zitate zu Beginn jeden Kapitels, teils Passagen aus Büchern die Chris bis zu Letzt bei sich und selbst markiert hatte. Nach Beenden des Buches bin ich mit gemischten Gefühlen zurückgeblieben, war aber dennoch tief beeindruckt. Deswegen verdiente 5 von 5 Sternen.

  7. Cover des Buches Die Hölle war der Preis (ISBN: 9783958625730)
    Hera Lind

    Die Hölle war der Preis

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Lorixx

    Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, Geschichten aus der ehemaligen DDR finde ich sehr interessant.

    Gisa ihr Leben, die Flucht und die anschließende Haft im Frauenzuchthaus geben einen Einblick in das Leben hinter der Mauer. Bedrückend und auch erschreckend schildert die Autorin diese Geschichte.

    Man bangt und fühlt mit während des Fluchtversuchs. Man leidet mit Gisa während der entsetzlichen Haftzeit, Demütigungen und Psychoterror gehen wirklich unter die Haut.

    Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und die Stimme von Svenja Pages bringt die Geschichte sehr gut rüber. 

    Was mich aber sehr gestört hat, waren die nicht immer ganz korrekten Recherchen. Die Berichte über Mütterschutz, Kindergarten und Schulbildung zB waren zum Teil schlichtweg falsch. Ich finde es immer schade, wenn viele Sachverhalte nicht korrekt dargestellt werden, dass verfälscht den authentische Hintergrund des Romans. Für Menschen, die nicht in der DDR gelebt haben bietet sich da oft ein falsches Bild. Es war nicht alles schlecht und man hat auch nicht ständig in Angst gelebt!


  8. Cover des Buches Über alle Grenzen (ISBN: 9783453291881)
    Hera Lind

    Über alle Grenzen

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Laurasbookdiary

    Rezension zu „Über alle Grenzen“


    Was war das letzte Buch, das euch einfach nur geschockt und traurig zurückgelassen hat? Bei mir war es definitiv der neue Tatsachenroman von Hera Lind. 🥺


    Was damals alles in der unscheinbaren DDR passiert ist, schockiert mich immer und immer wieder aufs Neue. 😲


    Mein vollster Respekt gilt all denjenigen, die genug Mumm und Courage gezeigt hatten, den Achso-Allmächtigen die Stirn zu bieten.🧡


    Schon zu Beginn meines turbulenten Leseabenteuers ist mir Hera Linds Talent, einfach großartig mit Worten umgehen zu können, aufgefallen. Ihr Schreibstil vermittelt einem das Gefühl, direkt mit den Protagonisten zu interagieren und ihnen nahe zu sein. Die Gefühle derer selbst im Herzen zu tragen.🧡


    Zum Faktor Spannung muss ich keine großen Dinge ansprechen...es war einfach grandios. Keine langatmigen Szenen oder unwichtige Handlungen. Von Kapitel zu Kapitel wurde es spannender und interessanter - qualvoller und trauriger.🧡🥺


    Da das Buch auf einer chronologischen Zeitenfolge basiert - abwechselnd Vergangenheit und Gegenwart - wird die Geschichte gleich von mehreren Perspektiven beleuchtet. Demnach konnte ich die Beweggründe der Protagonisten besser nachvollziehen.💗


    Die Schlüsselfiguren Lotte, Paul und Bruno waren mir schon von Anfang an sehr sympathisch. Was alle drei durchmachen mussten - egal ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart - ist unglaublich. 💗


    Lotte, die Schwester von Bruno, ist ein sehr starker Charakter mit ganz viel Liebe und Lebensfreude im Herzen. Wie sie sich später um ihren kranken Bruder kümmert, ist wunderschön und herzzerreißend.💗💗


    Alle Charaktere sind sehr tiefgründig und lebensnah vorzufinden, dass mich ihr Schicksal sehr getroffen hat. 🙁🧡


    f a z i t: 

    Eine klare Leseempfehlung für jeden von euch. Mit diesen Romanen über den Alltag in der DDR und Fluchtversuchen soll unser Leben in Freiheit viel mehr wertgeschätzt werden.


    klare 5+/5 🌟 & ein wahnsinniges Jahreshighlight

  9. Cover des Buches Tannöd (ISBN: 9783455650792)
    Andrea Maria Schenkel

    Tannöd

     (787)
    Aktuelle Rezension von: reading_with_cat

    In der tiefsten bayerischen Einöde: Eine ganze Familie wird in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Jetzt heißt er nur noch Mordhof, der einsam gelegene Hof des Danners in Tannöd und vom Mörder fehlt jede Spur.

    Es ist etwas schwierig wirklich etwas über die Charaktere zu sagen, da die Geschichte zu größten Teilen aus Zeugenberichten besteht und man auch sonst nicht viel über die Charaktere erfährt. Das was man jedoch erfährt ist so abgedroschen, dass es irgendwie schon wieder echt für die Zeit und den Ort anfühlt.

    Dann zum Schreibstil der war wohl das speziellste an der Geschichte. Sie besteht zu größten Teilen wie gesagt aus Zeugenberichten, dort hatte ich auch jedes Mal das Gefühl, dass die beschriebene Person das wirklich so erzählen würde. Der restliche Teil besteht aus verschiedenen Sichten innerhalb und außerhalb der Familie. Das ganze ist nicht chronologisch aufgebaut und stattdessen kommen die Sichten immer näher zu der Tat selbst. Zu Anfang nur Leute, die jemanden kannten und dann auffiel, dass sie fehlten, bis hin zu am Ende beteiligten.

    Das Konzept war so unglaublich verstörend. ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Familie ist auch nicht ganz Koscher. Selbst hätte ich es vermutlich nie gelesen, da es einfach überhaupt nicht mein Genre ist (Ich musste es für die Schule lesen). Dennoch war es gerade durch den oben genannten Aufbau ziemlich genial.

    Die Geschehnisse waren wie schon gesagt extremst abgedroschen und verstörend und wirkten dennoch irgendwie echt. Der Aufbau hat es so unglaublich spannend gemacht, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnten. ich musste einfach wissen wer der Mörder ist. Dennoch hat es mich am Ende etwas enttäuscht. Es fehlte so dieser Twist. Dieses unerwartete. 

    Insgesamt war es auf jeden Fall ein gutes Buch. Vor allem auch für den Aufbau. Der ist einfach so besonders. Am Ende hat mir ein bisschen was gefehlt und es war auf jeden Fall sehr verstörend. Außerdem hat mir auch so der tiefere Sinn gefehlt. Die letzten Bücher dieser Art, die ich gelesen habe, hatten irgendwie so ein tiefes inneres. ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Das hat mir hier irgendwie gefehlt.

  10. Cover des Buches Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife (ISBN: 9783446240247)
    Elisabeth Zöller

    Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Tintenklecks98

    Paul ist 17 und nach den Nazigesetzen Halbjude. Als er in ein Sammellager gebracht werden soll, taucht er im Chaos des zerbombten Kölns unter. Niemals hätte er damit gerechnet, sich gerade dort zu verlieben. Doch plötzlich steht Franzi neben ihm und stellt ihn ihrem Bruder und seinen Freunden vor. Die Edelweißpiraten rauchen, erzählen Naziwitze, prügeln sich mit der HJ und überfallen Lebensmitteltransporte. Sie tun also alles, um Sand in das Getriebe der Nazis zu streuen. Bei einem dieser Überfälle wird Zack erschossen. Ab da nimmt das Leben der Edelweißpiraten eine dramatische Wendung: Sie geraten ins Visier der Gestapo...

    Ich gebe offen zu, dass ich noch nie zuvor einen Historienroman gelesen habe und mich auch generell nicht sonderlich für Geschichte interessiere...

    Doch dann lag das Buch vor mir und ich dachte mir: "Warum nicht, irgendwann ist immer das 1, Mal." Und ich bin positiv überrascht. Es war mitreißend, die Unternehmungen und zumeist brenzligen Situationen der Edelweißpiraten zu verfolgen.

    Obwohl Schreibstil und Figuren eher neutral gehalten sind, überzeugte mich das Buch durch Handlung und (man sehe, man staune) durch den geschichtlichen Hintergrund.

    Vielleicht gefiel es mir auch so gut, weil wir in der Schule gerade den 2. Weltkrieg behandeln und ich mir dadurch schon etwas Hintergrundwissen angeeignet habe.

    Leider erfährt man zum Ende nicht, wie es mit allen Edelweißpiraten weiterging. Als Leser hat man schließlich eine Bindung zu den Figuren aufgebaut und diese reißt damit plötzlich ab...

    Trotzdem empfehle ich das Buch, gerade an Geschichtsmuffel, weiter.

  11. Cover des Buches Dem Tod auf der Spur (ISBN: 9783548377131)
    Michael Tsokos

    Dem Tod auf der Spur

     (159)
    Aktuelle Rezension von: burgitta_egg

    Michael Tsokos erklärt seine Arbeit sehr genau, so dass sie auch Laien verstehen. Die einzelnen Fälle sind respektvoll beschrieben. 

    Aha-Erlebnisse gab es zu Hauf und haben mir bei meinem Krimi sehr geholfen. Die Realität hat mit den Fernsehkrimis nichts zu tun. 

    Ich bin froh, das Buch gelesen zu haben. 


  12. Cover des Buches In Cold Blood (ISBN: 0375507906)
    Truman Capote

    In Cold Blood

     (36)
    Aktuelle Rezension von: mophasia
    Ich habe das Buch auf Empfehlung eines Freundes gelesen. Da ich mich generell für Dokumentationen über Morde interessiere, dachte ich mir, schau ich mir den Klassiker doch mal an. Muss ja Gründe geben, warum der so vielfach gelobt wird. 
    Meine Vermutung nach dem Lesen des Buches: Sehr wahrscheinlich ist es deshalb so hoch gelobt worden, da es der Wegbereiter für ein neues Genre war.
    Man merkt die gründliche Recherche, die Capote hier zu Tage gelegt hat. Man muss an manchen Stellen aber sagen: Leider. 
    Gerade zu Anfang war es unglaublich ermüdend das Buch zu lesen. Gut, ich habe es auf Englisch gelesen, und musste mich erstmal in den sehr ausschweifenden Stil mit vielen redundanten Informationen gewöhnen. Aber das Buch hatte durch die Fülle an Informationen enorme Längen, die mich fast dazu gebracht hätten, es einfach weg zu legen. 
    Es hat etwas an Tempo aufgenommen, als die Clutters schließlich ermordet waren, bis dahin war es aber für mich ein echter Kampf gewesen. Danach wurde es aber auch nur ein bisschen spannender und so richtig gepackt hat mich das Buch nicht.
    Interessant war die Dynamik zwischen Dick und Perry, bei der sich eine sehr ungesunde Coabhängigkeit zwischen den Beiden aufgebaut hat, die schlussendlich zu den Morden geführt hat. Hier hat Capote - zumindest für die damalige Zeit - ganz gute Arbeit geleistet, aber er war wohl auch sehr darauf bedacht, trotz Kosenamen und obwohl Dick Perry als seinen "Punk" (Gefängnisslang für eine "Gefängnisbraut") bezeichnet hat, jegliche homosexuellen Untertöne zu verneinen. Ich habe mir dazu im Internet auch Artikel durchgelesen, die das und generell die Recherche von Capote thematisiert haben. Hier war wohl auch der Verkauf des Buches eine der Hintergründe. In den Artikel gab es auch Vermerke, wie vehement und aufdringlich Capote in der Recherche für das Buch vorgegangen war, aber auch Unterstützung von dem Hauptermittler Dewey bekommen hat - der laut Kollegen in dem Buch deutlich besser weg gekommen ist, als er an manchen Stellen verdient hätte. Davon kann man halten, was man möchte und sagt im Grunde nicht viel über das Buch selbst aus. Mir hat es nur deutlich gemacht, dass auch hier obwohl sehr gründlich recherchiert doch auch postfaktisch gearbeitet wurde, was ich persönlich etwas ernüchternd fand. 

    Mein Fazit: Für Leute, die sich gerne durch etwas durcharbeiten wollen, was sich an vielen Stellen wie populistisch aufbereitete Polizeiakten liest, ist das sicherlich ein wundervolles Buch. Mir persönlich hat der Thrill gefehlt, aber möglicherweise bin ich auch mit der falschen Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen.
  13. Cover des Buches Licht (ISBN: 9783257244335)
    Anthony McCarten

    Licht

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Livricieux

    Mit "Licht" hatte ich zugegebenermassen ein paar Startschwierigkeiten, das Geschreibsel war mir zu sperrig und holprig, die Perspektivenwechsel zu plötzlich und unvorhersehbar, die Charaktere irgendwie nicht wirklich sympathisch. Aber je länger ich die Geschichte reifen lasse, desto mehr entfaltet sie sich und ich kann durchaus würdigen, aus welchem Blickpunkt die sie verfasst wurde, wie sich die Handlung und die Themen entwickeln, auch wenn es für mich kein uneingeschränkter Lesegenuss war. Ich hatte wirklich meine liebe Mühe mit den Gedankensprüngen, den exzentrischen Charakteren und empfand das Buch wohl dadurch auch etwas holprig. Es entsprach wohl einfach nicht ganz dem Stil, den ich persönlich mag. Aber es erzählt eine tolle Geschichte, ohne Frage.

    Die vollständige Rezension kann auf read eat live nachgelesen werden. 


  14. Cover des Buches Mein Mann, seine Frauen und ich (ISBN: 9783453359437)
    Hera Lind

    Mein Mann, seine Frauen und ich

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Tini2006

    Hera Lind, die Meisterin des Chicklit, hat dieses Genre für sich abgehakt und schreibt jetzt Romane, die auf einer wahren Geschichte basieren. Sie lesen sich allerdings weiterhin wie Chicklit. Das ist für mich total okay, weil ich nach der Arbeit einfach mal entspannen will, allerdings gibt es einen Haken: während ich bei ihren früheren Romanen davon ausging, dass die Hauptperson schlicht erfunden ist, muss ich nun zur Kenntnis nehmen, dass es für die mental herausfordernden Protagonistinnen eine reale Vorlage gibt. Hier nicht ab und zu einen Schreikrampf zu kriegen, weil man sich fragt, ob`s noch dümmer geht, erfordert wahre Disziplin. So bezieht sich meine Kritik nicht primär auf Hera Linds Stil....man kaft Hera Lind und weiß eigentlich, was man kriegt...sondern auf den Inhalt.

    Wie schon im Klappentext angekündigt, heiratet Nadia den geheimnisvollen Mann aus dem Orient, Karim, und zieht mit ihm nach einiger Zeit in den Oman. Sie darf dort sogar arbeiten, aber nur strikt verschleiert und unter gewissen Auflagen. Ihre Freizeit verbringt sie damit, zu Hause auf ihn zu warten, denn dass sie da draußen herumschwirrt und eventuell eigene Kontakte knüpft, will Karim absolut nicht. Er dagegen hat eine Erstfrau mit Familie, die irgendwann frustriert zu ihren Eltern nach Jordanien flüchtet, und schließlich auch eine Drittfrau. Und Nadia?`- Die lässt sich einlullen durch sich wederholende Versprechen, die nicht gehalten werden, betören durch Sex und Liebesschwüre, bezaubern durch den vermeintlichen Glanz des Orients und schonungslos durch die Regeln des Islams einschränken. Letztere werden von dem ach-so-religiösem Karim immer wieder gebrochen, aber das fällt Nadia in ihrem Hormonrausch gar nicht so sehr auf.

    Beim Lesen gewann ich den Eindruck, dass Nadia zwar eine herzliche, liebenswerte und auch sehr lebenslustige Frau ist, dass ihr aber gerade all dies und ihre Offenheit immer wieder zum Verhängnis werden. Die fast 50-jährige hat die Seele eines naiven Teenagers, was ich manchmal schon beim Lesen als schwer erträglich hielt. Sie trifft Karim, der macht ihr nach nur 20 Minuten einen Heiratsantrag, sie amüsiert sich darüber noch prächtig - und heiratet zwei Monate später den ihr nahezu unbekannten Mann dennoch. Was rational schwer zu verstehen ist, kann noch durch Liebe entschuldigt werden. Abgesehen davon schwingt für mich da auch mit: uh, in Deutschland bin ich arbeitslos, ich habe kaium Geld, was für eine praktische Lösung! - Doch die Ehe bringt nicht nur Freuden mit sich, sondern eben auch radikale Einschränkungen. Die lebenslustige Frau nimmt in Kauf, ein Leben zu führen, dass von Karims religiösen und persönlichen Überzeugungen bestimmt wird. Sie unterwirft sich. Nadia wird nicht geschlagen, nicht misshandelt. Und dennoch wirkte dieses Gefängnis, in das sie sich da begab, auf mich wie ene einzige demütigende Misshandlung. Schlimm war beim Lesen, wie sich diese Frau in jenes Leben fügte und immer wieder zu ihrem schleimischen., verlogenem Ehemann zurückkehrte. Das machte mich beim Lesen teilweise richtig wütend! Auch ohne Karims Zweit- und Drittfrau fand ich ihr Leben im Oman (und auch zuvor in Amsterdam) demütigend und schlimm. Ich werde nie verstehen können, warum sich eine westlich sozialisierte Frau so etwas antut.

    Die Geschichte war trotz allem insgesamt unterhaltsam und in der Hinsicht bewegend, dass sie bei mir Emotionen weckte, wenngleich auch nicht unbedingt positive für die Protagonistin....aber Hera Lind kann unterhalten, sie kann schreiben und hat einen echten Riecher für Geschichten, die viele Frauen interessieren. Ich bin überzeugt davon, dass es sehtr viele Leserinnen gibt, die Nadias "Ausflug" in die islamische Welt als echtes Abenteuer betrachen, ihren Mut bewundern und insgeheim (zumindest anfangs) auch von einem orientalischen Prnz träumen....


  15. Cover des Buches Ich bin voller Hass - und das liebe ich (ISBN: 9783442473885)
    Joachim Gaertner

    Ich bin voller Hass - und das liebe ich

     (26)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    Joachim Gaertner erzählt die innere Geschichte des Attentats an der Columbine Highschool anhand von Originaldokumenten, Tagebüchern, Interneteinträgen, Verhörprotokollen und Aussagen von Beteiligten. Die Dramaturgie seiner literarischen Montage öffnet den Blick für das Ungeheuerliche einer Tat, die von den Tätern bis ins kleinste Detail in der Fantasie, in literarischen Szenen, Tagebüchern, auf Internetseiten und in Videos ausgebildet wurde, bis sie schließlich katastrophale Realität wurde.

    Meine Meinung
    „Das letzte Schuljahr kommt auf die Klasse von 1999 zu. Wie die meisten meiner Mitschüler bin ich mir unsicher, was ich davon erwarten soll. Aber ich nehme an, dass ich mehr Spaß haben werde als in allen Schuljahren bisher.
    Auf jeden Fall mehr Freiheit.“
    (Dylan Klebold, 18.08.1998, Zitat S. 7)


    Mit diesen Worten startet dieser Tatsachenbericht.
    Selten rolle ich eine Rezension von hinten auf, hier soll dies aber der Fall sein.
    Im Nachwort stellt der Autor einen Vergleich der USA mit Deutschland an.
    Vergleichspunkt ist der Umgang mit Informationen nach solch einem Vorfall, wie zum Beispiel dem hier beschriebenen Amoklauf.
    In den USA ist es der Bevölkerung durch den Freedom of Information Act möglich, unheimlich viele Informationen zum Vorfall zu erhalten. Die Öffentlichkeit steht nicht im Dunkeln, wie es zum Beispiel in Deutschland der Fall ist.
    Solch ein Buch würde nach einem Vorfall in Deutschland meines Erachtens nicht zu Stande kommen.
    Diesen Punkt befürworte ich nicht aufgrund von Neugierde und Nervenkitzel, sondern es sollte ein Schutz darstellen. Vergleicht könnten angestellt werden und Schicksalsschläge eventuell vermieden werden.

    1999 war ich noch keine 10 Jahre alt und habe an den 20.04.1999 keine nennenswerten Erinnerungen. Für die Stadt Littleton im Bundesstaat Colorado bedeutet dieses Datum ein Schreckensszenario.
    Zwei Schüler der Columbine High School stürmen die Schule und töten Menschen.

    In dem dokumentarischen Roman „Ich bin voller Hass – und das liebe ich“ versucht der Autor uns das Innenleben der zwei Jungs, deren Umfeld und Situation genauer zu erklären. Kann man diese Tat nachvollziehen?
    Nein, dass denke ich nicht, aber dennoch fand ich die Tagebucheinträge und andere verwendete Tatsachenberichte sehr interessant, spannend und gleichzeitig verstörend.
    „Für die meisten Leute mag das irgendein Computerspiel sein, aber für mich ist es ein Ventil für meine Gedanken und Träume.“
    (Eric Harris über das Ego-Shoot-Spiel Doom, S. 24)


    Eric Harris, damals 18 Jahre alt und Dylan Klebold, damals 17 Jahre alt, bezeichneten sich als „Natural Born Killer – NBK“.
    Beim Lesen war ich förmlich entsetzt, in wie weit sich ihre spätere Tat schon angedeutet hat. Schularbeiten und auch Interneteinträge waren meiner Meinung nach angsteinflößend und hätten Lehrer und Mitleser der Internetseiten hellhörig werden lassen. Hier hoffe ich, dass dieser Vorfall ein Mahnmal war.

    Beide Jungen würde ich als Ausgegrenzte bezeichnen.
    Weder Eric, noch Dylan hatten eine Unzahl an Freunde. Sobald es jemanden gab, spielte beiden Jungs das Schicksal mies mit.

    „Es dauert nicht lange, einen Freund zu finden, aber es braucht nur drei Wörter, einen zu verlieren: >>Wir ziehen um.<<“
    (Eric Harris, S. 94)


    Jedoch fanden sie durch Computerspiele, durch Interesse an Filmen und Musik zu einander. Eine feste, innige Freundschaft konnte ich in diesem Roman nicht herauslesen, aber beide hatten die gleichen Wünsche, Ängste und Ziele.

    „Ich kann gar nicht warten, bis ich euch alle töten kann.“
    (Eric Harris auf seiner Website)

    „Behaltet das im Kopf, ich will die Welt verbrennen, ich will jeden töten bis auf ungefähr 5 Leute.“
    (Eric Harris, S. 129)


    Auch wenn dieses Buch viele Eindrücke liefert, fragt man sich beim Lesen immer wieder WARUM?
    Für mich verlaufen sich die Ursachen im Sand.
    Den Jungs aufgrund ihres natürlichen Wesens die Schuld zu geben, wäre zu einfach.
    Es ist dieses große Ganze.
    Aber jegliche fördernde Faktoren, welche zu dieser Tat führten, zu erläutern, würde diese Meinung zum Buch sprengen.

    Mein Fazit
    Ich bin froh, dieses Buch nun endlich gelesen zu haben.
    Einige Passagen werden mir in Erinnerung bleiben und ich bin interessiert weitere Literatur zu diesem Vorfall zu lesen.
    Jedem Jugendlichen auf dieser Welt, der von ähnlichen bösen Geistern begleitet wird, wünsche ich einen anderen, gewaltfreien Umgang mit Ängsten und Sehnsüchten zu finden.
    Für Interessierte ganz klare Leseempfehlung.
  16. Cover des Buches In eisige Höhen (ISBN: 9783492972857)
    Jon Krakauer

    In eisige Höhen

     (160)
    Aktuelle Rezension von: MiGu
    Kurze Inhaltsangabe
    Im Mai 1996 nahm der Journalist Jon Krakauer an einer Expedition auf den Mount Everest teil und erlebt dabei eine Katastrophe, bei der fünf seiner Kameraden bei einem Schneesturm ums Leben kamen.
    Er selbst konnte sich in Sicherheit bringen doch insgesamt starben 12 Menschen.

    Meinung
    Als im Mai die Katastrophe ihren Lauf nahm, erlebte Jon Krakauer hautnah die Geschehnisse. In seinem Roman „In eisige Höhen“, der ein Augenzeugenbericht ist, erzählt er von diesem dramatischen Ereignis und äußert sich teilweise auch sehr kritisch.
    In seinem Vorwort bemerkt der Leser direkt, wie wichtig es ihm ist, noch einmal dieses Erlebnis Revue passieren zu lassen, davon zu berichten, was ihn so belastet.
    Die Erzählung ist in Kapitel chronologisch mit Datum und Höhenmeter versehen, aufgeteilt.

    Der Autor berichtet nicht sofort über die Katastrophe, sondern lässt den Leser teilhaben an den Vorbereitungen dieser Expedition. So erinnert er sich an die anderen Teilnehmer, die sich teilweise selbst zurückerinnern und berichtet von zwischenmenschlichen Gesprächen, die damals stattgefunden haben.
    Er berichtet von der Faszination der Berge, das Glücksgefühl, wenn man erschöpft im Lager ankommt, die eisige Kälte, wenn man den Minusgraden ausgesetzt ist und die menschliche Anspannung untereinander in der Gruppe oder die, die andere Gruppen betreffen.
    Dies machte für mich diese Erzählung sehr bewegend, denn man weiß, dass einige dieser Personen den Berg nicht lebend verlassen werden.

    So ging es mir auch mit der chronologischen Aufteilung der Kapitel.
    Sie machen die Erzählung fesselnder aber auch beklemmender, denn man weiß, das tragische Schicksal kommt näher und näher …
    Diverse Fotoabbildungen begleiten die Erzählung und halfen mir persönlich dabei, das Basislager vorstellen zu können.
    Ein bisschen schwierig fand ich den verständlicherweise sehr emotionalen Schreibstil von Jon Krakauer, der zwischendurch auch kleine Wiederholungen beinhaltet.
    Da von diesem Schicksal sehr viele Menschen betroffen waren, tauchen in diesem Roman natürlich auch sehr viele Namen auf.
    Diese waren für mich schon teilweise schwer, zuzuordnen, doch zwischendurch verwirrte mich der Autor zusätzlich damit, dass er die Personen mal mit dem Vornamen ansprachen und einige Seiten später wieder mit dem Nachnamen.
    Andererseits ist es eben jener emotionale, sehr persönliche Schreibstil, der diese Erzählung dem Leser näherbringt.
    So ist es nicht verwunderlich, wenn man selbst emotional wird und um jeden verunglückten, trauert und sich über jeden Überlebenden freut.

    Fazit
    „In eisige Höhen“ ist ein dramatischer Roman, der von einem schrecklich tragischen Unglück berichtet und den Leser sehr nachdenklich zurücklässt.
    Hätte diese Katastrophe verhindert werden können?
    Was verleitet Menschen dazu ausgerechnet diesen Berg bezwingen zu wollen?
    Ich selbst kann diese Faszination zwar nicht nachempfinden aber der Autor hat es zumindest geschafft, mich mit dieser Expedition zu fesseln und um jeden einzelnen Menschen zu bangen.










  17. Cover des Buches Auf den Schwingen des Adlers (ISBN: 9783404179473)
    Ken Follett

    Auf den Schwingen des Adlers

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Friducia
    1978 herrscht im Iran das Chaos. Islamische Revolutionäre stehen kurz davor den Schar von seiner Position zu stürzen. Fast alle US-Firmen sind dabei das Land zu verlassen. Nur die vom Multimillionär Ross Perot gegründete Firma EDS hält noch die Stellung. Der ursprüngliche Auftrag, für das iranische Gesundheitsministerium ein modernes Kommunikationssystem einzurichten, ist so gut wie gescheitert. Nun geht es nur noch darum die verbliebenen Zahlungen einzuholen und die restlichen Mitarbeiter zu evakuieren. Doch aus den rein geschäftlichen Verhandlungen wird Ernst, als das iranische Ministerium die beiden EDS-Manager Bill Gaylord und Paul Chiapparone unter zwielichtigen Behauptungen verhaftet. Kaution: 13 Millionen Dollar. Als auch das amerikanische Außenministerium die Unschuld der Manager in Frage stellt, bleibt Perot nur noch eine Möglichkeit. Er engagiert den Kriegsveteranen Bull Simons als strategischen Anführer eines Befreiungskommandos. Sieben EDS Mitarbeiter, alles ehemalige Soldaten, und ein iranischer Angestellter planen unter Simons Kommando den Gefängnisausbruch von Gaylord und Chiapparone.Doch es kommt anders als geplant. Die Revolutionäre gewinnen die Oberhand im Iran. Die Situation eskaliert und der einstudierte Plan scheitert bereits im Vorfeld. Jetzt gilt es nicht nur das Leben der inhaftierten Manager zu retten, sondern auch das aller im Teheran verbliebenen Mitarbeiter. Mithilfe eines iranischen EDS-Mitarbeiters gelingt es Simons und seinem Team letztendlich doch noch, Bill Gaylord und Paul Chiapparone während der Stürmung des Gefängnisses aus der Stadt zu schaffen. Doch bis zur türkischen Grenze ist es ein langer Weg und Amerikaner sind bei vielen Revolutionären nicht gern gesehen. Realität statt Fiktion “Dies ist eine wahre Geschichte über Menschen, die, da sie krimineller Vergehen beschuldigt wurden, die sie nicht begangen hatten, beschlossen, sich ihr Recht selbst zu verschaffe.” Mit diesen Worten beginnt Ken Follett seinen Tatsachenthriller Auf den Schwingen des Adlers. Zugegeben, der Leser muss sich erst einmal durch die ersten 100 Seiten arbeiten, um eine Übersicht über die Gesamtsituation zu bekommen. Wer dabei völlig unwissend an das Thema herangeht, hat einiges an Informationen zu verarbeiten. Doch unnütz ist dieses Wissen keinesfalls. Und die Mühe lohnt sich, denn spätestens ab der Hälfte wird der Leser das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollen. Leser sollten Auf den Schwingen des Adlers nicht mit fiktiven Romanen Ken Folletts, wie die Bestseller Die Säulen der Erde oder Die Nadel vergleichen. Die politische Situation um den Iran Ende der 70er Jahre steht in dem Tatsachenthriller im Vordergrund. Jedoch gehört dieses Wissen mit zu einer wahren Geschichte um eine Befreiungsaktion während einer Revolution. Wer sich also nicht für Politik interessiert, sollte vielleicht lieber die Finger von dem Buch lassen. Über die Philosophie zum Journalisten und Schriftsteller Was viele nicht wissen ist, das Ken Follett zuerst Philosophie studiert hat, bevor er zum Journalismus kam. “Es besteht eine reale Verbindung zwischen der Philosophie und der Belletristik. In der Philosophie beschäftigt man sich mit Fragen, wie zum Beispiel: ‚Wir sitzen an diesem Tisch, aber ist der Tisch auch wirklich?’ Eine blöde Frage, aber beim Studium der Philosophie muss man solche Dinge ernst nehmen und eine über das Gewöhnliche hinausgehende Vorstellungsgabe besitzen. Und dies braucht man auch beim Schreiben von Romanen.” Diese Vorstellungsgabe gepaart mit präzise recherchierten Daten und Fakten macht Folletts Romane zu einer brillanten Mischung aus Unterhaltungs- und Geschichtslektüre. Subjektive Darstellung einer wahren Geschichte Der Titel Auf den Schwingen des Adlers basiert auf dem Motto der EDS-Personalabteilung: “Adler kommen nicht in Scharen, man muss schon jeden einzeln suchen”. Erwähnenswert ist, dass Follett aus Sicht der EDS-Mitarbeiter erzählt. Er arbeitete eng mit Perot und den Männern der Rettungsgruppe zusammen, wodurch ein sehr positives, gar heldenhaftes Bild auf Ross Perot geworfen wird. Das mag einigen Kennern missfallen. Jedoch sind Sichtweisen bekanntlich subjektiv, weswegen man diesem Punkt in Folletts Thriller nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken sollte. Fazit Ein weiteres, gelungenes Werk des Autors. Sich zu Anfang durch Personen, Daten und Fakten zu kämpfen ist die Mühe allemal Wert. Und der gewillte Leser lernt unter Umständen auch noch etwas dabei. Bis zum Schluss bleibt es spannend und wie im wirklichen Leben erfährt der Leser auch erst ganz am Ende, ob die Rettungsaktion geglückt ist. Ein Extra in dem Buch sind die beigefügten Fotos von den EDS Mitarbeitern und Schnappschüssen der Rettungsaktion. Zudem werden auf einer Karte am Ende des Buches die Fluchtwege aufgezeigt, so dass sich der Leser diese besser vor Augen führen kann. Taschenbuch: “Auf den Schwingen des Adlers” Autor: Ken Follett Seiten: 539 Verlag: Bastei Lübbe Weiterführende Literatur Die Nadel: Roman, Ken Follett; 416 Seiten; Bastei Lübbe; Auflage: 59 (3. Januar 2012) Die Säulen der Erde: Roman, Ken Follett; 1296 Seiten,; Bastei Lübbe; Auflage: 78 (27. Dezember 2010)
  18. Cover des Buches Erhörte Gebete (ISBN: 9783036959276)
    Truman Capote

    Erhörte Gebete

     (11)
    Aktuelle Rezension von: CarosLiteraturWelt

    Stellen Sie vorm Lesen der 232 Seiten Hochglanzthemen am besten eine Flasche Roederer Cristal kalt. Und dann hinein in den High Society-Dschungel voll genialer Bos- und Frechheit.

    "Ich mag ein schwarzes Schaf sein, doch meine Hufe sind aus Gold", sagt der ungezügelte und wenig fiktive Ich-Erzähler P.B. Jones in Truman Capotes Schlüsselroman. Schon als die ersten Kapitel in der US-Zeitschrift "Esquire" erschienen, gab es in der Jetset-Szene einen Aufschrei. Das neugierige Schoßhündchen der Reichen und Mächtigen hat plötzlich zugebissen und seine eigene Egozentrik demonstriert. Doch auf genialische Weise, die eben Weltliteratur ausmacht. Ein Buch wie "Erhörte Gebete" kann nur von einer dekadenten verruchten Schwuppe kommen, die sich für keinen Millionärsdreck-Fick zu schade ist. Selbst eine arg sexuelle Besudelung seines Beines von einer englischen Bulldogge des einflussreichsten Dramatikers der 1950er/60er findet in Capotes Schlüsselroman Raum und Ausdruck. Und die Nachwelt dankt dem Autor seinen Mut, fast alle Hohen Tiere beim echten Namen zu nennen, auch wenn er dafür von der Schickeria verbannt wurde.

    Bewusst indiskrete Fragmente mit äußerster Authentizität

    Mit äußerster Authentizität und bewusst indiskret plaudert Capote in seinem fragmentarischen Enthüllungsroman über vertuschte Morde, halsbrecherische Seitensprünge und intimste Geheimnisse der Reichen und Schönen. Es sollte Capotes Opus Magnum werden, das den Vergleich mit Marcel Prousts "Recherche" suchte. Über Jahrzehnte hinweg angekündigt, schob der als Genie gefeierte Autor jedoch die Veröffentlichung immer weiter hinaus. Hatte er Angst vor seinem eigenen Verrat? Schamlos bis zur Obszönität und blitzgescheit werden Mitglieder der internationalen Jetsetszene entlarvt – egal ob die Garbo, Jackie Kennedy oder ein Enkel Woodrow Wilsons, der den Ich-Erzähler als Callboy engagiert. Wissenswertes erfährt man zudem über das Sexleben der Gouverneursgattin von New York, einen deutschen Ölmagnaten, die Ehefrau eines "Late-Night-Kaspers" und einen wahnsinnig gewordenen Pferde-Erben. 

    Skandalöse Chronik

    Von fein gestrickten Sätzen durchzogen, kennt die skandalöse Chronik keine moralischen Grenzen. Der Stil Capotes ist präzise und tödlich, trotz der Unmengen von Alkohol und Koks, die das verwöhnte Kind der Gesellschaft zu sich genommen haben muss, um "Erhörte Gebete" zu schreiben. "Von ganzem Herzen, jedenfalls mit dem, was davon noch übrig geblieben ist" charakterisiert Capote auch Hollywoodbosse und deren Erzfeinde, die auf der Beerdigung offen bekunden: "Ich wollte nur sichergehen, dass der Scheißkerl tot ist." Und dann ist da noch die Heroine des Buches: Kate McCloud. Über sie sagt der Erzähler: "Kate! McCloud! Meine Liebe, meine Qual, meine Götterdämmerung, mein ganz eigener Tod in Venedig: unentrinnbar, gefährlich wie die Viper an Cleopatras Busen." Warum das so ist, kann man alles in "Erhörte Gebete" nachlesen. Ja ja, "die meisten Geheimnisse sollten nicht ausgeplaudert werden, besonders nicht jene, die für den Zuhörer bedrohlicher sind als für den Erzähler." Doch gerade das macht den Genuss dieses erstklassigen erfrischenden Klatsches aus, der hervorragend von Heidi Zerning ins Deutsche übersetzt wurde. Truman Capote hat sich geradezu selbstmörderisch in sein letztes Werk "Erhörte Gebete" gestürzt. Der Titel ist einem Satz der Theresia von Avila entnommen: "Es werden mehr Tränen über erhörte Gebete vergossen als über nicht erhörte."

  19. Cover des Buches Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste (ISBN: 9783935453004)
    Henno Martin

    Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste

     (11)
    Aktuelle Rezension von: DocMarc
    Mit Ausbruch des 2. WK fliehen zwei deutsche Geologen in die Namib und verstecken sich in unerträglicher Hitze und unfruchtbarem Sand für mehrere Jahre.
    Fragen über den Sinn des Lebens und das nacktes Überleben kommen auf. Rückfall aus der industrialisierten Zivilisation zurück in die Epoche der Jäger und Sammler. Zehntausend Jahre kulturelle Evolution haben nicht ausgereicht, die Natur des Menschen auszumerzen.
  20. Cover des Buches Suicide (ISBN: 9783735757036)
    Stefan Lange

    Suicide

     (46)
    Aktuelle Rezension von: mymagicalbookwonderland

    Rezession


    Buchname: Suicide / Drei Monate und ein Tag

    Autor: Stefan Lange

    Seiten: 300 (Softcover)

    Verlag: BoD-Books on Demand, Norderstedt

    Sterne: 4


    Hallo ihr Lieben,


    ich habe das Buch im Rahmen einer Verlosung als Trostpreis bzw. als Leserin des Herzens gewonnen :))


    Cover:

    Das Cover hat von Anfang an mein Interesse geweckt. Wenn man das Buch gelesen hat passt das Cover ziemlich gut auf die Erzählung.


    Klappentext: (aus Amazon übernommen)

    Ich spürte Wärme. Langsam erwachte ich aus diesem Traum, der mir seltsam bekannt vorkam und öffnete die Augen …'


    Sevilla in den 1990ern. Stefan widerstreben Karrieretreppen, er sieht seine nächste Station in Spanien. Leichtigkeit, Sonne in seinem Leben, Streifzüge durch die Stadt. Und ganz nah bei sich, in der Residenz entdeckt er eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: Susanne.

    Ist sie genau die Eine? Es beginnt eine Sevillana der besonderen Art: Leidenschaft, Gleichklang und Gegentakt. Aus sinnlichem Tanz wird bitterer Ernst. Ein altes Trauma reißt einen Abgrund auf.

    In einer tagebuchartigen Rückblende erzählt Stefan Lange die Geschichte einer passionierten Liebe, eines Lebens zwischen Manie und Depression. Die Sprache besticht durch Klarheit; schonungslos offen, zynisch-brutal und sehnsüchtig-hoffnungsvoll zugleich rührt der Autor mit Suicide an ein Tabuthema.

    Schreibstil:

    Das Buch ist eine Autobiographie über den Autor Stefan Lange selbst. Flüssiger Schreibstil und sehr verständlich geschrieben. Er erzählt in dem Buch seine eigene Geschichte. Mal liest es wie ein Tagebuch.


    Meinung:

    Den Inhalt werde ich jetzt nicht nochmal zusammenfassen, da ich den Klappentext aus Amazon übernommen habe. Ich finde es sehr gut dass Stefan Lange ein Tabuthema in der Gesellschaft aufgegriffen hat. Nämlich Depressionen. Es gehört auf jeden Fall eine ganze Menge Mut dazu, seine persönliche Geschichte so offen und brutal zu erzählen und zu veröffentlichen. Da hat der Autor echt meinen Respekt verdient. Für Menschen, die an der Krankheit Depressionen erkrankt sind ist dieses Buch vielleicht leichter nachvollziehbarer als für „gesunde“ Menschen. Wenn man nicht selbst davon betroffen ist, kann man bei dem Buch schnell in eine Stimmung verfallen, wo man dem Autor am Liebsten eine reinhauen will. Man kann eben die Gedankengänge von Betroffenen nur sehr schwer nachvollziehen.

    Es ist ein tolles Buch über Emotionen und Lebenseindrücke über depressive Personen. Für viele Angehörigen von Betroffenen ist es bestimmt ein guter Sichtpunkt. Aber man muss auch aufpassen, damit man nicht so schnell vom „rummgejammere“ „genervt“ ist. Alles im Allen ist es ein gutes Buch, dass vielleicht mehr Verständnis über Depressionen in der Gesellschaft schafft. Von mir gibt es 4 Sterne.



  21. Cover des Buches Meine Schuld wird nie vergehen (ISBN: 9783404612048)
    Michele Launders

    Meine Schuld wird nie vergehen

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Michele wird als Teenager schwanger. Der Frauenarzt, zu dem sie geht, schwatzt ihr eine Adoption auf. Da sie sich überfordert fühlt und ihr Freund noch studiert, lässt sie ihren Arzt alles regeln. Das Kind soll zu einem guten, katholischen Ehepaar kommen und ein schönes Leben haben.
    6 Jahre später erfährt sie in den Nachrichten, dass ihr kleines Mädchen bei drogensüchtigen Perversen aufwuchs, die es schliesslich zu Tode misshandelten. Was ist passiert und wer darf das Kind beerdigen: Michele oder die Mörder?
    Dass bei Adoptionen nicht immer alles korrekt zugeht, hört man immer wieder. Auch die Beispiele von Promis kennt man aus den Medien. Michele Launders geriet in ihrer Verzweiflung an Kinderhändler...
    Das Buch ist so spannend wie ein Roman und man kann es nicht mehr weglegen. Es ist furchtbar, was einem alles passieren kann auf der Welt. Es tut einem weh zu lesen, welche Schuldgefühle die Mutter hat, obwohl sie das Beste wollte für ihr Kind. 

  22. Cover des Buches QB VII (ISBN: 9783453003897)
    Leon Uris

    QB VII

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Hier spricht Guantánamo (ISBN: 9783596174584)
    Roger Willemsen

    Hier spricht Guantánamo

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Dieses Buch ist schon vor fünf Jahren erschienen. Die schlechte Nachricht ist, dass es Guantananmo noch gibt, dass es keine Prozesse oder Rehabilitationen gab. Fünf Häftlinge mit verschiedenem Background geben Interviews zu ihrer Internierung. Berichte, die einem Normalsterblichen Ungläubigkeit verursachen, Berichte, die uns den Stand der Menschenrechte mitteilen. Selbst die Steinzeit brachte Humaneres zustande als die selbsternannte Hüterin der Rechte aller freien Menschen. Amerika mit seinen Kriegen und seinem Führungsanspruch trägt zu einem guten Teil dazu bei, dass die Welt in immer größeres Chaos versinkt. Dass dabei eine Ordnung zitiert wird, die überhaupt nicht nicht existiert und ein System gestützt wird, dass sich nur durch Repressalien behaupten kann, ist die traurige Wahrheit, die so gerne mundtot gemacht wird. Die gute Nachricht ist, dass es so ein Buch gibt. Denn das ermöglicht uns, kritisch und offen mit unserer Rolle in diesem sozialen Umfeld umzugehen und vielleicht auch gegen den medialen Druck, der täglich 24 Stunden auf uns ausgeübt wird, anzukämpfen. Erstmal jeder für sich, das wäre schon ein Gewinn. Es ist ein Segen, dass es Leute wie Roger Willemsen gibt, die uns das Werkzeug dafür in die Hand geben.
  24. Cover des Buches Die Hunde bellen (ISBN: 9783036959672)
    Truman Capote

    Die Hunde bellen

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden

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