Bücher mit dem Tag "tausch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tausch" gekennzeichnet haben.

42 Bücher

  1. Cover des Buches Diabolic / Diabolic (1). Vom Zorn geküsst (ISBN: 9783401511320)
    S.J. Kincaid

    Diabolic / Diabolic (1). Vom Zorn geküsst

    (404)
    Aktuelle Rezension von: Melli_00

    Das Cover ist für das Alter des Buches passend gewählt, allerdings hätte ich von der Logik her Band 1 und 2 getauscht.
    In diesem Buch geht es um die Diabolic Nemesis, die eine Senatorentochter beschützen soll. Und genau dafür wurden Diabolics geschaffen, um einen Menschen erbarmungslos zu beschützen. Aus diesem Grund zögert Nemesis keine Sekunde, als ihre "Schutzbefohlene" als Geisel an den Hof gehen soll, dass sie an ihrer Stelle geht. Dort trifft sie auf Tyrus und aufeinmal stellt sie ihre eigene Welt in Frage.
    Als die Bücher damals rausgekommen waren, hatte ich sie tatsächlich nicht auf dem Schirm und somit auch nicht gelesen. Erst jetzt Jahre später, nachdem Band 3 veröffentlicht wurde, wurde ich auf die Reihe aufmerksam. Daher war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde.
    Tatsächlich hatte ich zu Beginn ziemliche Probleme, mich in das Buch einzufinden. Die Welt war ziemlich komplex und die Namen ungewohnt. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Handlung wird aus der Perspektive von Nemesis erzählt und obwohl sie keine Gefühle hat, war die Handlung spannend und nachvollziehbar. Einige Wendungen hatte ich so nicht erwartet und das Ende des Buches war für mich passend gestaltet. Nun bin ich auf Band 2 und die weitere Entwicklung gespannt.
    Fazit: wer eine komplexe Dystopie sucht, ist bei diesem Buch genau richtig.

  2. Cover des Buches Eine Reise um die Welt (ISBN: 9783945298558)
    Claudia Zentgraf

    Eine Reise um die Welt

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Selinavo
    Georg Foster hat es geschafft! Er darf als Leichtmatrose mit zu James Cook aufs Schiff und die Welt bereisen! Schnell freundet er sich mit Henry an, der noch in London Zeuge eines Diebstahls wird. Nach und nach wird den beiden Jungs bewusst, dass sich der Täter auf dem Schiff befindet. Sie wollen die Tat unbedingt aufdecken, was sich als nicht so einfach herausstellt...
    Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Es kam überhaupt keine Spannung auf und es war sehr langatmig geschrieben. Ich hatte auch Probleme damit, mir die Charaktere zu merken, da ich überhaupt keine Symphathien entwickeln konnte. Insgesamt verlief die Geschichte in meinen Augen gradlinig - ohne Höhen und Tiefen.
    Allerdings hat mir die Beschreibung der Orte, zu denen gereist wurde, sehr gefallen. Die Kultur sowie die Orte an sich konnte ich mir sehr gut vor Augen führen.
    Auch das Cover gefällt mir sehr gut und wirkt mitreißend. Es wirkt dynamisch mit dem Schiff im Meer und schreit nach Abenteuer.
    Da ich dieses Abenteuer mit dem Buch leider dann doch nicht so erleben durfte, vergebe ich hier nur 2 Sterne.
  3. Cover des Buches Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg. (ISBN: 9783453426238)
    Julie Clark

    Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.

    (503)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Dieses Buch hat mich absolut begeistert. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur gefesselt. 

    Claire will ihrem gewälttätigen Ehemann entfliegen und hat alles für ihre Flucht vorbereitet. Sie steht am Flughafen und ändert dann spontan Ihren Plan, da Eva sie anspricht, sie ist ebenfalls auf der Flucht. 

    Kurzerhand tauschen die beiden das Ticket, Claire ist davon überzeugt sie hat jetzt ein besseres Leben und hat sich durch den Tausch mit Eva ihre Flucht noch perfekter gestaltet. Doch als sie am Zielort aussteigt, ist sie davon doch nicht mehr ganz so überzeugt. 

    Ich fand das Buch sehr fesselnd und interessant. Habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert. 

  4. Cover des Buches Nachricht von dir (ISBN: 9783492302944)
    Guillaume Musso

    Nachricht von dir

    (754)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Nach seinen großartigen und gefühlvollen Liebesromanen, stellte ich mich auch dank des Covers und des Klappentextes auf ein ähnliches Buch ein und wurde komplett überrascht und begeistert. In einem überfüllten Flughafen Restaurant prallen Madeline und Jonathan aufeinander. Ein kurzer Schlagabtausch beginnt und dann geht jeder wieder eines Weges. Bei der Aktion haben sie aber ausversehen ihre Handys vertauscht. Neugierig stöbern beide im Leben des Anderen und entdecken dunkle Geheimnisse und längst vergraben geglaubte Geschichten. Der Kontakt ist frostig und negativ, aber die Geschichten des Anderen ist doch sehr interessant und dann entdecken Beide eine Gemeinsamkeit und es beginnt ein gefährliches Spiel, dass sie sogar mit dem Leben bezahlen könnten. Guillaume Musso überrascht auf ganzer Linie. Denn dies ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern vielmehr ein exzellenter Kriminalroman mit vielen Überraschungen, Geheimnissen und auch schockierenden Wendungen. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

  5. Cover des Buches DIE WAHRHEIT (ISBN: 9783442716906)
    Melanie Raabe

    DIE WAHRHEIT

    (417)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Worum geht es?

    Philipp Petersen verschwindet auf einer Geschäftsreise in Südamerika spurlos. Nach sieben Jahren erhält seine Frau Sarah eine Nachricht. Philipp ist am Leben und auf dem Weg nach Hamburg. Mit ihrem gemeinsamen Sohn Leon wartet sie am Flughafen auf die Rückkehr des Ehemanns und Vaters. Doch der Mann ist ein Fremder. Wer ist er? Und warum reagieren alle so, als wäre es Philipp? Sie gehen nach Hause und die Situation wird immer bedrohlicher.

     

    Kritik

    Die Ausgangssituation ist spannend. Was würde man in einem solchen Fall machen? Zur Polizei gehen? Was soll die tun? Was, wenn es keine gemeinsamen Freunde gibt, die man sieben Jahre zuvor hatte? Wer kann einem helfen?

    Trotz dieser sehr guten Idee hat mir dieser Roman bislang am wenigsten gefallen. Dies liegt zum einen an dem Stil, den ich als etwas anders empfunden habe als in den anderen Romanen von Raabe, die ich bislang gelesen habe. In der Werbung stand „atemlose Spannung“. Atemlos war für mich die Prosa. Knappe, kurze Sätze, viele Ellipsen, was einen stakkatoartigen Effekt erzielt. Das kann man machen, in den Situationen, in denen es dramatisch wird und die Ich-Erzählerin die Kontrolle über die Situation verliert. Hier war es mir eindeutig zuviel und ich hatte manchmal eher das Gefühl, dass die Autorin die Kontrolle über die Erzählung verloren hat, sich zu sehr hat von dem Verlangen tragen lassen, hübsche und ungewöhnliche Sprachbilder zu erzielen. Viele Sätze hintereinander, die gleich beginnen und gleich aufgebaut sind, die ein bisschen an meinen Nerven gezerrt haben, Bilder und Überlegungen, die für mich nicht so gut funktioniert haben.

    „ob es das gibt, die Liebe? Ich frage mich, wo sie hingeht, wenn wir aufhören zu lieben, verpufft sie in der Kälte des Weltalls, sickert sie in unsere Zellen und verändert unser Erbgut?“

    Auch ist die Auflösung für mich eher unbefriedigend gewesen, das ist aber nun sehr subjektiv, grundsätzlich ist schon alles sehr stimmig und von Beginn an vorbereitet.

    Die beiden zentralen Charaktere, Sarah und der Fremde sind befremdlich, aber schon ungewöhnlich und stimmig gezeichnet. Sie neigt zu impulsiven, unüberlegten Aktionen, die überhaupt keinen Sinn machen, aber so ist das nunmal, man macht halt immer mal etwas, was blödsinnig ist; er ist seltsam, ein bisschen grausam und sein Verhalten ist erst logisch nachvollziehbar, wenn man bis zum Ende durchgehalten hat.

    Also, alles in allem ist es schon ein solider Psychothriller, der nicht langweilig ist, für mich aber kein Vergleich zu „Schatten“ oder „Falle“.

     

     

     

  6. Cover des Buches Die Gabe des Winters (ISBN: 9783734161933)
    Mara Erlbach

    Die Gabe des Winters

    (154)
    Aktuelle Rezension von: BombenLP

    Die Gabe des Winters... Uff...

    Ich hab das Buch wegen dem interessanten Rückentext und dem Cover gelesen und war recht erwartungsvoll. Und anfangs wurden meine Erwartungen auch erfüllt, teils sogar übertroffen.

    Wir beobachten Nuria, ihren Bruder Justor und später auch den Herrscher des Landes, Lord Tarik, aus ihren jeweiligen Perspektiven mit seltenen Auftritten von anderen Perspektiven. Die Perspektivenwechsel sind verständlich und angemessen umgesetzt, wenn auch manchmal etwas... merkwürdig.

    Nuria wohnt im Land Ares, welches seit Jahren in einem Ewigen Winter gefangen ist. Der Herrscher, Lord Tarik, hat das Volk im Stich gelassen und die Magie, die im Land allgegenwärtig war, verboten. Im Endeffekt lebt dieser Herrscher davon, dass er seinem Volk jede Hoffnung nimmt. Und das (Spoilerwarnung) auch nur, weil er seine eigene Trauer nicht überwindet bekommt!

    In einem unbedachten und verzweifelten Moment bricht sie das Verbot, Wild zu jagen (dieses ist Lord Tarik vorbehalten) und tötet ein Reh. Der Lord bemerkt das natürlich und will sie hinrichten, wie das Gesetz es gebietet. Ihr Bruder Justor, der sie kurz vorher aufgespürt hat, hilft ihr bei der Flucht, doch diese misslingt. Tarik holt sie ein und droht, die beiden zu töten, bis er Nuria näher betrachtet und sich dann plötzlich umentscheidet. 

    Er nimmt sie mit in die Burg. Später wird ihr eröffnet, dass ihre Gemahlin, entgegen dem allgemeinen Volksglauben, verstorben sei. Und sie, die Miriam absolut gleich sieht, soll sie nun ersetzen. Und natürlich kommt es wie es kommen muss, sie verliebt sich nach und nach in ihn. Doch wird Tarik auch erweichen, um ihr zu gefallen?

    Der Anfang war... nett. Ich kam einigermaßen ins Buch rein und die Prämisse war... vielversprechend. Nuria fühlt sich mit der Geschlechterverteilung im Dorf nicht wohl. Anstatt im Dorf zu bleiben und auf die Kinder aufzupassen läuft sie lieber in den Schnee und sammelt Nahrung. Mir gefällt es immer sehr, wenn Frauen oder auch Männer auf Geschlechterrollen scheißen und das machen, was sie gerne machen. Daher mochte ich sie auch.
    Justor war an und für sich verständlich geschrieben, auch wenn er viele dumme Fehler gemacht hat, weil er einfach zu viel Schiss hatte, seine Schwester zu verlieren. Wie gesagt, verständlich und auch wirklich gut gemacht. Einer der wenigen Figuren, die mich nicht genervt haben.
    Tarik hingegen war mir von Anfang an unsympatisch. Ein Vollidiot, der seine eigene Trauer nicht überwinden konnte und das an seinem Volk auslässt und alles tut, damit sie ihre letzte Hoffnung verlieren. 

    Die Mitte wurde immer besser. Wir lernen die Burg näher kennen und auch Tarik, sowie seine Vergangenheit und verdammt, aber Tarik wurde mir tatsächlich immer sympathischer. Wir lernen, dass auch er nur mit Trauer und Schmerz über seine vorherigen Fehler zu kämpfen hat. Und zugegeben, es ist schwer sich nicht in Bernsteinfarbenen Augen zu verlieren. (Nur nochmal zur Anmerkung, ich steh nicht auf Männer, aber ich kann es anerkennen, wenn sie halt einfach gut aussehen) Mit der Zeit kümmert er sich tatsächlich immer mehr um Nuria, verliebt sich regelrecht in sie.
    Nuria wurde dafür leicht unsympathischer. Sie passte sich immer mehr an die Rolle einer Lady an, fing an die Kleider zu genießen, die sie sonst immer verabscheute. Ich bin nicht gerne der Feminist, aber da war ich dann doch etwas enttäuscht.
    Bis dato war das noch wirklich gut geschrieben. In der Mitte kam ich immer leichter rein und fieberte regelrecht mit Nuria und den anderen, immer gespannt, wie es weitergeht.

    Dann kam das Ende. Die letzten 30 Seiten oder 40. Die haben für mich alles kaputt gemacht, ohne Witz. Auf 30 oder 40 Seiten hat Nuria gelernt, dass ihre Gefühle zu Tarik nur gespielt sein könnten, sie flieht aus der Burg, erfriert fast, wird von ihrem Bruder gerettet, stellt Tarik zur Rede, entdeckt Ungereimtheiten (Und da sind erst 20 Seiten vergangen), stellt die anderen wichtigen Figuren zur Rede, findet heraus, was wirklich mit Miriam passiert ist, befreit sie (denn sie ist eigentlich gar nicht tot), ihr Bruder findet dann noch ihre Mutter, ARGH! Ich rampage ja wirklich ungerne, aber diese letzten 30 Seiten haben mich fast wahnsinnig gemacht. Was da drin war, hätte man auch auf locker 150 Seiten strecken können und es wäre deutlich besser geworden.

    Doch am aller meisten regt mich das Ende auf! (Falls ich das noch nicht gesagt habe, DICKE FETTE SPOILERWARNUNG!) Nuria schmeißt einfach alles weg, was ihr Leben ausgemacht hat, um eine Person vorzuspielen, die sie gar nicht ist! Aus Liebe! Klar, Liebe kann Berge versetzen, aber das ist doch wirklich einfach Schwachsinn. Nicht mal die Liebe ist es wert, dass man seine gesamte Person verleugnet und eine andere Person SPIELT! Das kann man mir doch nicht erzählen!

  7. Cover des Buches Verliebt in deine schönsten Seiten (ISBN: 9783426525180)
    Emily Henry

    Verliebt in deine schönsten Seiten

    (105)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Ach, ja..was soll ich zu diesem Buch sagen. Es ist die ganz leichte Kost, die man mit an den Strand nimmt und an einem Tag durchliest.

    Zwei Menschen, die oft, sehr oft horny sind und sich trotzdem über einige Seiten gegenseitig anzicken müssen, um dann doch irgendwann übereinander herzufallen.

    Eigentlich sind sie beide Schriftsteller:in und stecken zufällig beide in einer Schreibblockade. Natürlich tragen beide ein Päckchen voller Trauer, Zweifel und Sorgen mit sich, welches sie aber gemeinsam bearbeiten werden (wenn sie mit dem körperlichen Part fertig sind). Es gab zu viele Zufälle, voraussehbare Zwischenfälle und sonderbare Überraschungen, die leider fern jeder Realität waren. Das Buchprojekt gerät immer wieder in den Hintergrund und so plätschert die Geschichte durch die Seiten.

    Wer gern bereits am Anfang weiß, wie die Geschichte ausgehen wird, ist hier genau richtig. Mein Fall war sie leider nicht.  

      

  8. Cover des Buches Rabenherz (ISBN: 9783522504928)
    Anja Ukpai

    Rabenherz

    (142)
    Aktuelle Rezension von: austrianbookie99
    Ok, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, dachte ich mir, wie kann das schon fertig sein!?
    Ist echt ein gutes Buch; es ist flüssig geschrieben; man möchte es nicht weglegen, aber das es schon hiermit fertig ist, ist schon schade.
    Man möchte nämlich viel mehr wissen!
    Viele Dinge werden gar nicht (richtig) erläutert!

    Aus den Tagebüchern des Rabenlords
    Sonntag, 05.September (im 600. Jahr n.V.)

    Ich habe sie gesehen. Sie ist wunderschön.
    Und sie ist so begabt.
    Irgendetwas ist an ihr.
    Etwas Geheimnisvolles, Unergründliches.
    Ich kann es nicht beschreiben.
    Ich möchte hinaus und sie ansehen.
    Die ganze Nacht.
    Sie ansehen bis zum Morgengrauen.

    Diese Tagebuchsausschnitte sind mir oftmals ein Rätsel...
    Manchmal komm ich einfach nicht richtig mit oder verstehe etwas nicht...vieles bleibt einfach im Verborgenem.

  9. Cover des Buches Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe (ISBN: 9783453360365)
    Beth O'Leary

    Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe

    (242)
    Aktuelle Rezension von: Mottelchen

    Ich wusste schon am Anfang der Geschichte, wie es ausgehen wird, weil das Konzept einfach so aufgebaut war. Dennoch hat es richtig Spaß gemacht, das Buch zu lesen - es war entspannend. ✨ Demnach kann die Story nicht mit Spannung punkten, wohl aber mit den Päckchen, die die beiden Protagonistinnen mit sich herumtragen.
    .
    Durch den Perspektivwechsel hat man Leenas Entwicklung im Dorf erlebt, nachdem sie mit ihrer Oma den Wohnort getauscht hat. Manchmal hat sie mich aber schon etwas genervt. Ich kann verstehen, dass man sich der Arbeit verschrieben hat, aber Leena wirkte teilweise echt unfassbar hilflos. Eileen, die Oma, hingegen, lebte sich in London so richtig aus und blühte im Großstadtleben nochmal so richtig auf - ich mochte sie richtig gerne. Ihr Tatendrang, Dinge zu verändern und die Einsamkeit abzuschaffen, die man trotz eines Mehrfamilienhauses hatte, hat mich beinahe dazu angesteckt, auch bei den Nachbarn zu klingeln.
    .
    Zum Ende kam dann plötzlich sehr viel Bewegung in das (Liebes-)Leben beider Frauen und in den letzten Seiten wurde nochmal an allen Fäden gezogen, das fand ich leider etwas zu hastig.
    .
    Alles in allem war es aber ein süßes Buch. 🥰

  10. Cover des Buches Der gestohlene Kuss des Earls (ISBN: B08MFPR6WY)
    Kate Noble

    Der gestohlene Kuss des Earls

    (22)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Eigentlich könnte es Lord Ned Granville, dem Earl von Ashby, nicht besser gehen. Er ist attraktiv und beliebt und an Geld mangelt es ihm auch nicht. Doch sein Freund John Turner fordert ihn mit einer Wette heraus. Er glaubt nicht, dass der Earl ohne seinen Titel und sein Geld das Herz einer Frau gewinnt. Der Earl ist so von sich überzeugt, dass er die Wette annimmt. Er gibt sich als John aus. Phoebe Baker war erst siebzehn, als ihr Vater starb und das Vermögen verloren ging. Nun verdient sie sich ihren Lebensunterhalt als Gouvernante. Als Phoebe und der Earl in seiner angenommenen Rolle aufeinandertreffen, fühlen sie sich zueinander hingezogen. Doch kann das gutgehen?

    Dieser Roman konnte mich nicht überzeugen. Gut, er lässt sich flüssig lesen, aber die Handlung ist langatmig und hat mich nicht gepackt. Das Leben der Protagonisten ist ziemlich ausführlich dargestellt. Dagegen sind die Charaktere doch recht oberflächlich beschrieben. Einzig Phoebe gefällt mir. Der Earl in seiner angenommenen Rolle wirkt etwas aus der Welt gefallen.

    Ich hatte mir von dem Roman mehr versprochen, doch das Buch entsprach nicht meinen Erwartungen.

  11. Cover des Buches Silfur - Die Nacht der silbernen Augen (ISBN: 9783570312162)
    Nina Blazon

    Silfur - Die Nacht der silbernen Augen

    (144)
    Aktuelle Rezension von: diepersephone

    Leider ist dieser Roman der erste von Nina Blazon den ich schwach fand. Und das bei einem sooo schönen Cover! 

    Hier ist weder eine wirklich neue Idee entstanden noch wird wirkliche Spannung aufgebaut worden, da sich alles um Kleinigkeiten dreht und es wird dauernt ein und das selbe Thema durchgekaut. 

    Hier ist mir aufgefallen dass ich offensichtlich nicht mehr in die Zielgruppe dieses Buches falle. Denn ich konnte vieles nicht nachvollziehen und fand die Altagsprobleme so gähnende langweilig das ich viele Seiten gegen Mitte nur noch überflogen habe. Normalerweise nimmt sich die Autorin viel Zeit um die Charaktere darzustellen und das weiß ich immer sehr zu schätzen und weiß dass das seine Zeit braucht und demnach nimmt ihr Roman oftmals erst nach dem ersten Drittel an fahrt auf, aber hier passierte das noch nicht mal nach der Hälfte und auch da waren es immer kleine Spannungsbögen die ganz schnell wieder abflachen und das hat mir das Lesen wirklich schwer gemacht.

  12. Cover des Buches King - Er wird dich besitzen (ISBN: 9783736308930)
    T. M. Frazier

    King - Er wird dich besitzen

    (193)
    Aktuelle Rezension von: isis_bookshelf

    Ich bin gerade durch mit dem Buch und muss erstmal versuchen meine Gedanken zu sortieren. Ich war während des Lesens immer wieder hin und her gerissen zwischen "mag ich es oder mag ich es nicht", aber schneller als ich gucken konnte hing in an den Seiten und das Ende hat mich extrem überrascht.

    Schreibstil:
    Vorweg: Die Story wird sehr ungemütlich und der Schreibstil ist auch eher derb, abschätzig etc. Ich liebe Dark Romance Romane, daher habe ich damit eigentlich kein Problem, aber anfangs wusste ich nicht so richtig, was ich davon halten sollte. Es kam zu Beginn zu aufgesetzt rüber, aber irgendwann habe ich darüber garnicht mehr nachgedacht. Desto näher man King und sein Umfeld kennenlernt desto besser passt es. Erzählt wird die Story aus der Sicht von King und Doe.

    Das Setting, die Welt, die Vergangenheiten und die grundsätzliche Stimmung im Buch sind düster, hart und erbarmungslos. Und doch hat der/die Autor*in es geschafft, dass ich dort bleiben wollte. Durch Preppy (Kings Kumpel) hat die Story auch echt eine gute Prise Humor, die alles nochmal aufpeppt.

    Zum Inhalt
    Durch den Klappentext habe ich mich ein bisschen in die Irre leiten lassen, da ich dachte, dass es viel um den MC gehen wird bzw. King ein Teil davon ist, ist er nicht kann ich an dieser Stelle sagen. Ein MC spielt eher eine untergeordnete Rolle und es ist auch kein Club der symphatischen Art (soweit ein MC das sein kann).

    Das Buch hat mich zwischendurch echt in meiner Meinung schwanken lassen, aber irgendwie konnten Doe, King und Preppy mich von sich überzeugen. Auch, wenn ich alle drei an verschiedenen Stellen immer mal fragen wollte, was mit ihnen eigentlich nicht stimmt :D

    Zurückblickend passiert so viel innerhalb der Handlung, dass es mir gerade echt schwer fällt alles gut, präzise und ohne Spoiler zusammenzufassen. Es ist irgendwie eine Mischung aus allem: heiß, spannend, faszinierend, verwirrend, zum verzweifeln, überraschend.

    Zu den Protas
    Zu allen Charakteren kriegen wir Hintergrundstory, zu Does natürlich am wenigsten, da ihre Herkunft bis kurz vor Ende unbekannt bleibt.

    King: ...ist gefährlich, heiß, verschlossen, beschützerisch, skrupellos, missverstanden, dominant, fürsorglich und ehrgeizig. Er ist ein Bad Boy durch und durch, was nicht heißt. dass er nicht fähig ist zu lieben. Denn es gibt zwei Menschen, die ihm besonders wichtig sind in seinem Leben und für die er alles tun würde. Doch irgendwann muss er sich zwischen einen von ihnen entscheiden ;)
    Wie viele männliche DR Prota, hat auch King eine beschissene Kindheit. Doch eins wusste er schon immer, er wollte immer sein eigener Boss & als er Preppy trifft hat er den perfekten Partner gefunden. 

    Doe: ...ist geheimnisvoll, redet ohne nachzudenken, ist temperamentvoll, verzweifelt, verwirrt und ohne King verloren. Sie ist die Frau ohne Gedächtnis. Durch ihren Gedächtnisverlust lebt sie auf der Straße und hat es nicht leicht. Was ihr häufig zum Verhängnis wird ist vorallem ihr Vorlauter Mund. Sie wurde mir von Kapitel zu Kapitel immer symphatischer, auch wenn ich am Anfang nicht so sicher war, ob ich mit ihr warm werden würde. Und, wenn sie sich von ihrer selbstbewussten Art zeigt, mag ich sie echt am liebsten.

    Preppy: ...ist für mich der heimliche Star der Geschichte und ich liebe diesen verrückten Kerl, auch wenn er an einigen Stellen sehr drüber sein kann :D Auch, wenn er echt besseres in der Storyline verdient hätte. Über diesen einen gewissen Punkt bin ich immer noch sauer und schmolle (manche werden es verstehen).

    Entwicklung der Beziehung
    Besonders zum Anfang war ich sehr überrascht über ein, zwei Wendungen zwischen den beiden. Danach wachsen die beiden mit Höhen und Tiefen nach und nach zusammen. Also nach sehr unangenehmen Höhe und tiefen, es ist nicht so rosa rot, wie es sich anhört :D Und das Ende hat mich dann nochmal aus der Bahn geworfen. Ich hasse King immer noch dafür.

    Fazit:
    Das Buch konnte mich doch besser packen als ich erwartet hatte. Das Ende hat mich tatsächlich sehr überrascht. Der Schreibstil war nicht schlecht, aber ich glaube ich habe mich eher daran gewöhnt :D ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll.

  13. Cover des Buches Loney (ISBN: 9783548289878)
    Andrew Michael Hurley

    Loney

    (91)
    Aktuelle Rezension von: SarahB

    Ich muss vorweg sagen: Komplett habe ich die Geschichte wohl nicht verstanden. Das macht aber nichts, da ich glaube, dass das in Teilen auch so gewollt ist. Nicht auf alles wird in diesem Roman geantwortet, viel bleibt im Dunklen, vage angedeutet, der Phantasie überlassen.

    Das Buch ist kein Horrorbuch, aber dennoch lassen einen die mystischen, teils mysteriösen Vorkommnisse schaudern. Die außergewöhnliche Sprache tut ihr Übriges, damit man denkt: nein danke, bei dieser Pilgerreise möchte ich nicht gerne dabei sein.

    Das Buch ist ganz sicher kein Urlaubs-oder Wohlfühlbuch. Es regt zum Nachdenken an, ich denke jetzt manchmal noch an dieses Buch zurück und habe es auch schon zweimal gelesen. Es hinterlässt etwas beim Leser, was bei mir nicht viele Bücher schaffen. Außergewöhnlich geschrieben, ich habe bisher nichts vergleichbares gelesen. Der Auto erschafft eine unheimliche Atmosphäre und man weiß nie so ganz genau, was Einbildung ist, was Realität und was dazwischen liegt. Eine eindrucksvolle Geschichte, die unter die Haut geht. Klare Empfehlung ( nur nicht für den Strand :) ).


  14. Cover des Buches Das doppelte Lottchen (ISBN: 9783038820383)
    Erich Kästner

    Das doppelte Lottchen

    (503)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: Gebundenes Buch

    Erscheinungsjahr: 1949

    Altersempfehlung: ab 6 Jahren 

    Illustrator*innen: Walter Trier

    Verlag: Atrium 

    Genre: Kinderliteratur 

    Seitenanzahl: 171

    • Inhalt:

    Es ist schon merkwürdig, wenn sich zwei Mädchen in einem Ferienheim gegenüberstehen und feststellen, dass sie sich gleichen wie ein Ei dem anderen. Luise Palfy aus Wien hat zwar lange Locken und Lotte Körner aus München zwei geflochtene Zöpfe – das ist aber auch wirklich der einzige Unterschied. Sie beschließen, dem Geheimnis ihrer Ähnlichkeit auf den Grund zu gehen: Luise fährt als Lotte nach München zurück und Lotte als Luise nach Wien

    • Wie das Buch zu mir gefunden hat:

    Ich gehe seit neuestem wieder in die Stadtbibliothek um mir Bücher auszuleihen. Beim Schmökern habe ich dann die Ecke mit den Erich Kästner - Büchern entdeckt. Als allererstes musste "Das fliegende Klassenzimmer" mit. Mittendrin habe ich beschlossen, auch alle anderen Werke von ihm zu lesen und bin direkt nochmal in die Stadtbibliothek gefahren...

    • Meinung:

    Einer meiner absoluten Lieblingsfilme als Kind war "Ein Zwilling kommt selten allein". Ich mag die Zwillingsgeschichte sehr gerne und die Idee die Erich Kästner da hatte, ist bis heute sehr originell und beliebt.

    • Fazit:

    Ein sehr schönes Kinderbuch (Bin ein wenig traurig, dass ich das Buch nicht als Kind zu lesen bekommen habe). 

    Ich bin gerade dabei, alle Erich Kästner Werke durchzulesen.

    • Empfehlung:

    Für alle, die Zwillingsgeschichten suchen und/oder Erich Kästner Fans sind.

    Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!

    • Tipp:

    Schaut euch den Disney Film "Ein Zwilling kommt selten allein" von 1998 an, in der Hauptrolle vertreten durch Lindsey Lohan.

    SPOILER! SPOILER! SPOILER! SPOILER! SPOILER! SPOILER!

    • Lieblingszitate:

    "Vielleicht hat das Schicksal, das eben über den Garten hinwegschwebte, sie mit den Flügeln gestreift?"

    Zweites Kapitel - Seite 34

    "»Wir lernen in der Schule, aber nicht für die Schule, hat die Lehrerin gesagt.«"

    Fünftes Kapitel - Seite 63

    "Brennende Neugier und kalte Angst streiten in ihrem Herzen, dass es ihr fast den Atem nimmt."

    Neuntes Kapitel - Seite 131

    "Sie sind, wie es manchmal heißt und ganz selten vorkommt, nicht »von dieser Welt«."

    Neuntes Kapitel - Seite 134

    "Versunkene Tage, vergessene Stunden tauchen vor ihm auf. Lang, lang ist's her ..."

    Zehntes Kapitel - Seite 142

  15. Cover des Buches Die kleine Bäckerei in Brooklyn (ISBN: 9783499275524)
    Julie Caplin

    Die kleine Bäckerei in Brooklyn

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah



    ...ist der zweite Band aus der Romantic Escape-Reihe von Julie Caplin. 

    Nach dem gleichen Muster wie bei Teil 1 entführt die Autorin ihre LeserInnen in die Titel gebende Stadt mit all den interessanten Gegebenheiten von Stadt und Leuten und versüßt die Geschichte noch mit einer romantischen, sich langsam entwickelnden Liebe, die, wie es sich für einen Liebesroman gehört, in einem HappyEnd gipfelt.

    Die ganze Geschichte ist leicht und mühelos zu lesen und vermittelt dabei ein wohliges Gefühl. Also die richtige Lektüre den Alltag mal für ein paar Stunden außen vor zu lassen und alles um sich herum vergessen zu machen.



  16. Cover des Buches Das andere Haus (ISBN: 9783442490073)
    Rebecca Fleet

    Das andere Haus

    (119)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    „Das andere Haus“ befand sich schon sehr lange auf meiner Wunschliste, bevor ich es nun endlich gelesen habe, und leider hat mich das Buch enttäuscht. Die Charaktere waren in Ordnung, aber ein Thriller war die Geschichte definitiv nicht, viel eher ein Beziehungsdrama. Bedrohung kam überhaupt nicht auf, was auch gar nicht anders beabsichtigt wirkte, da es, anders als erwartet, keinen gewalttätigen Ex gab, der die Protagonistin töten wollte oder so etwas in der Art. Das Buch wurde außerdem auf zwei Zeitebenen erzählt, was ich generell nicht mag und insbesondere hier kam es mir auch nicht wirklich „gewinnbringend“ vor. Drei Sterne vergebe ich dafür, dass sich das Buch recht schnell lesen ließ und mich immerhin nicht langweilte.

  17. Cover des Buches Die Welten-Trilogie, Band 3: Zerrissen zwischen den Welten (ISBN: 9783473585540)
    Sara Oliver

    Die Welten-Trilogie, Band 3: Zerrissen zwischen den Welten

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Viktoria

    Das Finale der Welten-Trilogie ist wirklich spannend. Es gibt so viele Momente, an denen die Geschichte entweder in die eine oder in die andere Richtung laufen könnte. Wer sind die Guten und wer dieBösen? Wer hat Ves und Nickys Väter entführt? Ist vielleicht sogar Finn irgendwie in die Sache verstrickt? Ja, teilweise war es in diesem Band wirklich so, dass ich die bisher guten Charaktere für die bösen gehalten und an ihren Absichten gezweifelt habe. Durch die verschieden Welten und die ganzen Doppelgänger ist es zwar ein bisschn verwirrend, aber auf eine sehr positive Weise. So ist man immer total dabei und wird durch den flüssigen Schreibstil richtig in die Geschichte reingezogen. Auch das Ende finde icht, ist gut gelöst worden, denn darüber habe ich mir die ganze Zeit Gedanken gemacht. Wie wird die Liebesgeschichte zwischen Ve und Finn enden? Wird es ein Happy End geben und finden sie einen Weg um das Problem mit den verschiedenen Welten zu lösen??

  18. Cover des Buches Ein Hauch von Schicksal (ISBN: 9783959910675)
    Lara Wegner

    Ein Hauch von Schicksal

    (87)
    Aktuelle Rezension von: jessi_here

     Inhalt:

    Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss. Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen.
    Quelle: goodreads.com

    Meinung:

    Das Cover gefällt mir super und war auch ein Grund, wieso ich mir das Buch genauer angeschaut habe. Man sieht schon, dass es sich um eine Seefahrergeschichte handelt, und das hat mich neugierig gemacht.

    Der Schreibstil der Autorin war gut zu lesen, ich kam gut voran. Einzig die Beschreibungen der Welt, der Umgebung, hätten besser sein können. Geschireben ist das Buch aus Sicht von Grace.

    Zu Beginn lernt man Grace kennen, die depressiv ist. Durch ein magisches Amulett reist sie ins 17. Jahrhundert, wo sie Rhys kennenlernt und ihn auch heiraten muss.

    Der Einstieg in das Buch ist mir nicht gerade leicht gefallen, da Grace nicht froh mit ihrem Leben ist und auch schon über ein Ende nachgedacht hat. Das war alles schon recht bedrückend. Doch sehr schnell reisen wir in der Zeit zurück und ab da war dann alles anders. Ab diesem Moment habe ich mir auch viel leichter mit dem Buch getan.

    Grace selbst mochte ich gerne. Mich hat nur gestört, dass sie zuerst depressiv war und nur durch einen Mann und ein anderes Leben sofort geheilt scheint. Man merkt nichts mehr von ihren negativen Gefühlen und sie hat Spaß am Leben, das ging mir doch irgendwie zu leicht. Abgesehen davon ist sie impulsiv aber auch leideschaftlich, was ich sehr an ihr mochte.

    Rhys mochte ich zuerst echt gern, aber dann passierte etwas in dem Buch und er verhielt sich abweisend Grace gegenüber und ich habe keinen guten Grund dafür gesehen. In dem Moment habe ich ihn wirklich gehasst, weil er dem Klischee von Mann in der damaligen Zeit entsprochen hat. Davor war er nett und hat sich um Grace gekümmert, aber ab diesem Moment hat meine Sympathie für ihn sehr nachgelassen.

    Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen. Zwar habe ich mir die Handlung auf einem Schiff vorgestellt mit vielen Piraten, aber dass sie anders war, war nicht unbedingt schlecht. Grace und Rhys werden von Piraten gefangen genommen und auf eine Plantage gebracht. Die Handlung spielt sich dann dort ab. Zuvor ist man zwar auf einem Schiff, aber das dient eher dem Kennenlernen von Rhys und Grace, da diese verheiratet wurden.

    Die Liebesgeschichte ging mir etwas zu flott, denn sie kennen sich nicht, finden sich körperlich aber anziehend und fallen übereinander her. Plötzlich ist es Liebe. Es gab leider keinen Moment, in dem ich die Gefühle, außer Lust, spüren konnte und daher konnte ich ihre Gefühle auch beim besten Willen nicht nachvollziehen. Gegen Ende dann schon, weil sie da schon viel zusammen erlebt haben, aber am Anfang ist es reine Lust und nicht mehr. Hier wurde das aber zu romantisch dargestellt und das vermittelt einfach ein falsches Bild, es soll so aussehen, als ob da mehr wäre, als es tatsächlich ist.

    Grace und Rhys werden dann auf der Plantage gefangen gehalten, sozusagen. Es passiert recht viel, aber für mich wirkte die Handlung nicht überladen, es war alles gut und passend. Wie man es nicht anders von der Zeit kennt werdne Menschen versklavt und Frauen wird wenig Respekt entgegen gebracht. Einige Darstellungen waren schon recht hart und es hätte hier einer Triggerwarnung für bestimmte Themen bedurft. Für mich persönlich hat es aber in die Zeit und zum Buch gepasst. Erst die Handlungen von Rhys und einige Reaktionen von ihm führten zu Unverständnis bei mir, da er an vielen Dingen Grace die Schuld gab, für die sie gar nichts konnte.

    Die Auflösung von den ganzen Konflikten fand ich widerum sehr gelungen. Nicht von Seiten von Rhys, aber wie Grace sich eingesetzt hat und Hilfe geholt hat fand ich großartig. Wäre es zwischen ihr und Rhys anders gelaufen wäre das Buch um so viel besser gewesen, aber so hat Rhys für mich vieles kaputt gemacht.

    Fazit:

    Ich habe ein Piratengeschichte erwartet, und irgendwie auch eine bekommen. Sie war anders, hatte andere Schauplätze als ich dachte, war aber auf ihre Weise gut. Ich mochte die Nebencharaktere sehr gerne und auch Grace hat mir meist gefallen. Mit Rhys hatte ich ein paar Schwierigkeiten, aber abgesehen davon war es ein gutes Buch. Ich vergebe 3 Sterne.          

           

                      

             

             


  19. Cover des Buches Der Dachs, der Wind und das Webermädchen (ISBN: 9783752626506)
    Jay Kay

    Der Dachs, der Wind und das Webermädchen

    (53)
    Aktuelle Rezension von: LiaGuna

    Dieses Buch ist wahrhaftig ein Schatz. Herrlich kurz und bezaubernd geschrieben, werden die alten Geschichten um Geister und Legenden des alten Japan wieder zum Leben erweckt. Der Dachs, der Wind und das Webermädchen geschrieben von Jay Kay ist eine Bereicherung für alle Begeisterten alter japanischer Sagen.


    Das Schicksal des Dorfes Asuka liegt in den Händen des einfachen Webermädchens Ayumi. Sie lebt friedlich mit ihrem Vater und ihrer Großmutter zusammen, bis eines Tages der Winter ausblieb und die Ernte gefährdet wird. Nun macht sich Ayumi auf den Weg um ihrem Dorf aus dieser Not zu helfen. Jedoch schlägt das Schicksal immer wieder zu und am Ende muss sich Ayumi gegen einen hasserfüllten Dachs, einen hinterlistigen Fuchs und einen fressgierigen Drachen stellen um ihr Dorf zu retten.

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich ein großer Fan der japanischen Kultur bin und ganz besonders wie dort die Geisterwelt verehrt wird. Diese Geschichte hat mich keinesfalls enttäuscht, sondern bereichert. Ich mochte sehr die Schnelllebigkeit in der Geschichte. Es wurde alles wichtige erzählt ohne sich groß in Details zu verlieren. Die besondere Verschmelzung der Menschenwelt und der Geisterwelt fand ich sehr ansprechend, da es als völlig normal dargestellt wird, dass es Geister, Oni und Kami in der Welt der Menschen gibt. Angenehm zu lesen und sehr schöner Schreibstil.

    Und zum Schluss, noch ein besonderer Genuss! Ein Gedicht, welches im Duktus vergangener Epochen geschrieben wurde und deren Zauber mich ganz besonders mit sich nahm.

  20. Cover des Buches The Holiday Switch (ISBN: 9783423220972)
    Julia McKay

    The Holiday Switch

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Tiana_Loreen

    Bei „Holiday Switch“ fand ich das Cover und den Titel so süß, das ich es lesen wollte. Es erinnerte mich an den Film „Liebe braucht keine Ferien“ und so wollte ich es lesen. Der Start war echt gut. Holly wollte heiraten aber ihr Zukünftiger ist ein wahrer Idiot und kann nicht eher als einen Tat vor der Hochzeit ehrlich sein. Gedemütigt und unsicher, was sie nun machen soll, tauscht sie die Ferien mit ihrer besten Freundin Ivy. Statt sonnigen Hawaii geht es ins verschneite Hudson Valley. Und dort sieht sie jemanden aus ihrer Vergangenheit wieder!

     

    Hach…es war schon sehr süß. Holly und Ivy finden in ihrem Urlaub beide die Liebe und so hat man als Leser zwei zum Preis von einem. Zwei Liebesgeschichten. Zwei Perspektiven. Zwei Handlungsorte.

    Das fand ich toll am Buch. Nur wurde ich mit Ivy nicht so schnell warm wie mit Holly. Holly hat einen Plan. Karriere, Hochzeit mit dem perfekten Mann und so leben, wie ihre Familie es erwartet. Was bedeutet schon glücklich sein? Sich selbst sein? Oder gar die wahre Liebe finden?! Holly ist so in dem Sog von den Erwartungen ihrer Familie gefangen, das die ruinierte Hochzeit ein Segen ist, doch zuerst muss sie erkennen, dass sie nicht unter Herzschmerz leidet, sondern nur überfordert von ihrer nicht geplanten Zukunft ist. Holly ist herzlich, hilfsbereit und könnte so viel mehr erreichen, wenn sie nicht immer versucht hätte ihrem Freund/Verlobten ins bessere Licht zu stellen. Ivy hat immer versucht ihr zu helfen, aber bei dem Thema war Holly einfach Immun bzw. wollte Ivy sich nicht zu sehr aufdrängen.

    Ivy ist an sich schon eine sympathsiche Person. Sie liebt es zu Malen, hat aber einen Job, der ihre Miete zahlt, den sie aber nicht liebt. Sie macht ihn und er ist okay, aber bei ihrer Kunst lebt sie auf. Da ihre Eltern die glatten Gegenteile von Hollys Eltern sind, wollte Ivy schon immer Beständigkeit in ihrem Leben. Daher der Brotjob und das ausleben ihres Hobbys nur einmal im Jahr bei ihrem Urlaub.

     

    Ich kann nicht mal sagen, warum ich mit Holly gleich warm wurde und mit Ivy nicht so. Vielleicht die Lügen gleich zu Anfang des Urlaubs? Ach…ich weiß es nicht.

     

    Die Schreibweise ist angenehm und ich mochte es, das man beide Perspektiven las. Also die von Ivy und Holly. Die Freundschaft der beiden ist so stark und sie haben einander verdient. Jeder braucht so einen best-Buddy in seinem Leben.

     

    Es ist ein süßes Buch, das man auch außerhalb der Weihnachtszeit lesen kann. Es ist cosy und das Drama hält sich in Grenzen. Es ist ein Wohlfühlbuch! Ich gebe „Holiday Switch“ 4 von 5 Sternen!

  21. Cover des Buches The Millionaire's Game: Zwillinge küssen besser (ISBN: 9781503954151)
    Sara Belin

    The Millionaire's Game: Zwillinge küssen besser

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Astrid_Wirger
    Danke an #NetGalley für das Rezensionsexemplar #TheMillionairsGame Nette Geschichte um Zwillingsbrüder, die für eine Woche ihr Leben mit einander tauschen und sich dabei jeweils in eine Frau verlieben. Unterschiedlicher könnte das Leben der beiden nicht sein, der eine Millionär und der andere ein einfacher Barkeeper. Ist ja klar das das nicht gut ausgeht oder vielleicht doch? So richtig mitgerissen hat mich der Roman leider nicht. Daher nur ⭐️⭐️⭐️ Drei einhalb Stunden Lesezeit erwarten euch.
  22. Cover des Buches Der total verrückte Elterntausch (ISBN: 9783844521429)
    David Baddiel

    Der total verrückte Elterntausch

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Nele75
    Der neunjährige Barry fühlt sich nicht ganz wohl mit seinem Leben - nicht nur, dass er - seiner Meinung nach - den furchtbarsten, altmodischsten Vornamen überhaupt hat - sondern auch bei der Planung seiner Geburtstagsfeier läuft alles ganz anders und nicht so cool, wie er möchte. Die zwei Schwestern werden bevorzugt und seine Freunde haben es sowieso in allem besser.
    Und wer ist laut Barry an dieser verkorksten Situation schuld? Natürlich seine Eltern. Alleine deswegen befindet sich unter seinem Kopfkissen eine geheime Liste mit all den Dingen, die ihn an seinem Vater und seiner Mutter stören....und dieses Liste ist nicht gerade kurz.
    Doch dann geschieht etwas Unglaubliches und Barry ist plötzlich in der Situation, sich seine Eltern auszusuchen. Nämlich genau die Eltern, welche er sich schon immer erträumt hat. Ob er nun das erwünschte Leben lebt, von dem er schon länger geträumt hat? Denn schließlich steht bald sein zehnter Geburtstag bevor - und bis dahin muss er sich für ein Elternpaar entschieden haben.

    "Der total verrückte Elterntausch" ist ein Hörbuch, welches nicht nur für Kinder ab neun Jahren hörenswert ist.

    Der Autor David Baddiel hat ein Thema aufgegriffen, welches wohl für viele Kinder irgendwann einmal aktuell ist - der Eindruck, alle anderen haben es doch viel besser, führen ein interessanteres Leben und bekommen sowieso (fast) alles, was sie sich wünschen.
    Doch durch den Elterntausch, bei dem für die Hauptfigur plötzlich alle Wünsche greifbar und erfüllbar sind, bekommt Barry plötzlich eine ganz eigene, ziemlich lebhafte Sichtweise auf die "traumhafte Erfüllung" der Wünsche. Das Ganze wird teilweise etwas übertrieben, aber doch sehr witzig und keinesfalls langweilig erzählt.

    Der Sprecher Max von der Groeben ist vielen sicherlich aus der Filmwelt bekannt. Seine Stimme passt einfach zur Erzählung, denn er bringt sehr viel Lebendigkeit in die Figuren....und so funktioniert das Kopfkino beim Zuhören ohne Probleme.

    Die Gesamtlaufzeit des Hörbuches (gekürzte Lesung) beträgt 3 Stunden 57 Minuten und ist verteilt auf drei CDs, empfohlen ab 9 Jahren. Erschienen bei derHörverlag. Das gleichnamige Buch ist erhältlich im cbt-Verlag. 
  23. Cover des Buches Vorübergehend verschossen (ISBN: 9783732591329)
    Anke Maiberg

    Vorübergehend verschossen

    (69)
    Aktuelle Rezension von: Ni_Chi

    In den letzten Zügen ihrer Hochzeitsvorbereitung liegt Nelli. Sie kann es kaum erwarten, endlich ihren Tim zu heiraten.
    Der hat jedoch nichts besseres zu tun, als sich beim Jungesellenabschied spontan abzusetzen und überraschend in Vegas aufzuwachen. Verheiratet. Aber nicht mit Nelli, sondern mit seiner Jugendfreundin Doro. Jetzt ist guter Rat teuer - wie gut, dass es noch einen Zwillingsbruder gibt.
    Felix ist nicht begeistert, will aber die Situation für Tim und natürlich die Hochzeit retten. So tritt er mit Nelli als Tim vor den Traualtar und geht später dann auch noch auf Hochzeitsreise.
    Nelli wundert sich zwar etwas, entdeckt aber gerade während der Hochzeitsreise nach Italien neue Eigenschaften an ihrem Mann, die sie noch mehr für ihn einnehmen und ihn tatsächlich zum richtigen Traummann werden lassen. Der falsche Ehegatte findet seine Angetraute ebenfalls anziehend. Natürlich kann das nicht gut gehen. Mit einigen amüsanten Irrungen und Wirrungen steuert das Drama auf seinen Höhepunkt zu.

    Ich fand mich gleich gut in die Geschichte ein. Interessant fand ich den Wechsel der Erzählperspektiven, mal ist man bei Nelli, Tim, Felix oder Doro. Ich fand das Buch durchgehend spannend, weil es doch recht turbulent zugeht und auch mal eine unerwartete Wendung kommt.
    Sehr bemerkenswert ist auch der Wandel der Charaktere oder vielmehr die Enttarnung. Der nette, aber etwas verpeilte Tim entpuppt sich als Mensch mit so einigen Macken, der gefühllose Felix wird zum Traummann.
    Sehr lesenswert - perfekt für einen (Sommer-)Urlaub.

  24. Cover des Buches Der Albtraum (ISBN: 9783899418743)
    Erica Spindler

    Der Albtraum

    (63)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Ich habe keine Ahnung, wann und wo ich „Der Albtraum“ von Erica Spindler gekauft habe. Das Buch lag ewig auf meinem SuB. Ich besitze es länger, als ich bei Goodreads angemeldet bin. Ich weiß, dass es während meiner intensiven Thriller-Phase bei mir landete, dann jedoch in Vergessenheit geriet, weil mein Interesse an diesem Genre abflaute. Als ich es jetzt hervorholte, waren meine Erwartungen bescheiden. Ich wollte damit lediglich eine Aufgabe des Lesebingos 2016 erfüllen: „Lies ein Buch, dessen Autor dieselben Initialen hat wie du“. Da Erica Spindler die einzige Autorin in meinem Regal ist, die dieselben Initialen hat wie ich, blieb mir keine andere Wahl.

    Als Julianna New Orleans erreicht, ist sie 19 Jahre alt, allein und schwanger von einem Mörder. Sie versucht, sich an den Gedanken zu gewöhnen, bald für ein Leben außer ihrem eigenen verantwortlich zu sein. Es gelingt ihr nicht. Ihr Bauch wächst und mit ihm die Erkenntnis, dass sie keine Mutter sein möchte. Schon gar nicht die Mutter eines Kindes, dessen Vater völlig gestört ist. Sie wendet sich an eine Adoptionsagentur. Die Agentur empfängt Julianna mit offenen Armen. Es ist an ihr, eines der Paare auszuwählen, die sich mehr als alles andere auf der Welt ein Kind wünschen. Der Moment, in dem sie Richard und Kate Ryan erblickt, erscheint Julianna wie eine Offenbarung. Er ist der Richtige. Sie weiß es. Richard Ryan ist ihre Zukunft. Kate wird das Baby bekommen, das sie sich so sehr wünscht. Julianna wird Richard bekommen. Ein fairer Tausch. Sie fasst einen perfiden Plan, um Richard nach der Geburt des Babys für sich zu gewinnen, ohne zu ahnen, dass der Vater des Kindes, der Mann mit dem Codenamen Eis, bereits nach ihr sucht…

    Ich bin ehrlich überrascht. „Der Albtraum“ war sehr viel besser, als ich erwartet hatte. Tatsächlich ist es nach langer Zeit endlich mal wieder ein wirklich guter Thriller. Nach langer Zeit habe ich beim Lesen endlich wieder diesen besonderen Nervenkitzel gespürt, der das Genre eigentlich prinzipiell auszeichnen sollte. Erica Spindlers Geschichte nahm mich völlig gefangen, sodass ich das Buch buchstäblich nicht mehr aus der Hand legen wollte und etwa 400 Seiten in einer einzigen Nacht gelesen habe. Ich denke, der Grund, warum „Der Albtraum“ mich dermaßen fesselte, ist, dass das Buch nicht dem ausgelutschten Schema F von „Ermittler_in vs. Täter_in“ folgt. Ich mochte es, einmal nicht munteres Rätselraten spielen und herausfinden zu müssen, wer denn nun der Mörder ist. Erica Spindler legt ihre Karten offen auf den Tisch. Sie stellt all ihre Charaktere zu Beginn des Romans vor und etabliert ihre verschiedenen Beziehungen zueinander. Meine Aufgabe als Leserin bestand nicht darin, zu ermitteln. Sie bestand darin, mich entspannt zurückzulehnen und zu beobachten, wie die Dinge ihren fatalen Lauf nehmen. Diese Distanz gefiel mir unheimlich gut, weil ich mich durch die deutlich wahrnehmbare Abwärtsspirale dennoch nicht ausgeschlossen fühlte. Besonders Juliannas Mission, Richard, den Adoptivvater ihres Kindes, zu verführen, empfand ich als super spannend. Sie spielt mit ihm, manipuliert ihn und drückt seine Knöpfe, ohne dass ihm ein Verdacht käme. Ich hätte ihr so viel Ehrgeiz, Perfidität und Cleverness gar nicht zugetraut, da sie auf mich anfangs verwöhnt, naiv und weltfremd wirkte. Ihre eiskalte Berechnung war beeindruckend, obwohl sie folglich nicht unbedingt einen Preis für Sympathie gewinnt. Wie von der Autorin beabsichtigt, war ich im Team Kate, die man wohl am ehesten als das Opfer der Geschichte bezeichnen könnte. Sie tat mir aufrichtig leid. Überhaupt war es sehr leicht, sich in die Figuren hineinzuversetzen, ihre Beweggründe und Bedürfnisse zu verstehen, da Spindler sie explizit und sauber ausformuliert denken und fühlen lässt. Dieser Aspekt geriet ein wenig unrealistisch, ich kann jedoch nachvollziehen, dass sie sich zugunsten der Bindung an die Charaktere für diesen Kniff entschied. Grundsätzlich ist die Geschichte dieses Thrillers selbstverständlich ohnehin sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich. Es handelt sich um eine arg unglückliche Verkettung spezieller Umstände, die in der Realität so vermutlich nicht zustande käme. Meiner Meinung nach war der Hintergrund des Killers ein wenig viel des Guten, allerdings musste Spindler eine Erklärung für seine Motivation anbieten und sie hätte es schlechter machen können.
    Zu guter Letzt möchte ich noch erwähnen, dass dieses Buch 1999 das erste Mal veröffentlicht wurde – bevor jede Privatperson Zugriff auf das Internet hatte. Ich fand es äußerst amüsant, wie schwierig das Beschaffen von Informationen für die Figuren dadurch ist. Es war nett, daran erinnert zu werden, dass es noch gar nicht so lang her ist, dass nicht jeder Fakt einfach gegoogelt werden konnte. Für mich hatte „Der Albtraum“ auf diese Weise einen unbeabsichtigt nostalgischen Charme.

    „Der Albtraum“ bescherte mir eine nervenaufreibende Nacht. Es ist ein spannender Thriller, der ein hohes Tempo pflegt, ohne zu hetzen oder die Ereignisse zu überschlagen. Die Kausalkette, die Erica Spindler bis ins kleinste Detail ausarbeitet, ist nachvollziehbar und realistisch, sieht man von den unwahrscheinlichen Voraussetzungen selbiger einmal ab. Sie dringt tief in die Psyche ihrer Figuren ein und gestaltet anhand dieser eine mitreißende Tour de Force, die die Leser_innen sicher vom Sofa aus verfolgen können. Ich freue mich, dass es doch noch Thriller gibt, die mir viel Spaß bereiten.
    Ich empfehle euch „Der Albtraum“, wenn ihr Lust auf psychischen statt physischen Thrill habt. Grausige Tatorte kann euch dieses Buch nicht bieten und auch nicht die allseits beliebte Suche nach dem/der Täter_in. Stattdessen handelt es von Manipulation und Obsession, von den dunklen Windungen eines verwundeten Geistes und schadhaften Beziehungen. „Der Albtraum“ liefert genau das, was der Titel verspricht: einen Albtraum.

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