Bücher mit dem Tag "ted bundy"
3 Bücher
- Geoffrey Girard
Verdorbenes Blut
(98)Aktuelle Rezension von: iki_buchbegeistertDas Buch hat eine tolle Einleitung, die das Thema der Genetik einmal darstellt und dem Leser ins Gedächtnis bringt, wie das doch gleich nochmal mit den Erbsen und der Genetik war.
Danach folgt eine wirklich gut geschriebene Story, die einen an den Abgrund der menschlichen Überlegenheit führt. Und auch zum Teil an den Abgrund der Menschlichkeit selbst.
Bis zum letzten Drittel des Buches habe ich gedacht, wow eine tolle Storyline, tolle und ausgearbeitete Charaktere und Beziehungen. Und das für mich erschreckenste, theoretisch wäre Sowas möglich. Dann wurde es plötzlich sehr absurd und auch ein bisschen "too much" und in der Kombination mit dem Ende leider nicht befriedigend. Der Epilog war dann nochmal sehr passend und gut.Der Schreibstil an sich war sehr angenehm. Es wurde aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben unter anderem in Form von Tagebucheinträgen und Rückblicken. Ansich sehr stimmig und passend.
- Jessica Knoll
Bright Young Women
(76)Aktuelle Rezension von: VaroliIn diesem Buch soll der Fokus weg von dem Mörder und auf die Opfer und deren Angehörige sowie Freunde gelegt werden. Es ist wirklich eher eine Kritik an den Umgang mit den Schwerverbrechern, insbesondere durch die Medien.
Sehr tragisch empfand ich die Storyline von Ruth. Sie musste aufgrund ihrer Homosexualität in den 70ern einiges über sich ergehen lassen. Keine leichte Kost. Ihr Familie ist nicht für sie da. Sie besucht anschließend eine Trauergruppe und lernt dort eine Frau kennen, die ihr dabei hilft für sich einzustehen. Gerade als sie lernt Kontrolle über ihr Leben zu erlangen, sie also dann am hellsten scheint, findet sie der Mörder.
Die zweite Protagonistin, aus deren Sicht wir lesen, ist Pamela. Ihr Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen unmittelbar vor/nach dem Mord und zum anderen mehr als 40 Jahre danach. Auch eine interessante Gegenüberstellung, da ja den Opfern das Privileg des Alterns verwehrt wurde. Ihr Handlungsstrang ist etwas spannender, da es um die Identität des Mörders, Vertuschungsaktionen, den Umgang der Medien etc. geht.
- Dania Dicken
Die Seele des Bösen - Erbarmungslose Jagd
(49)Aktuelle Rezension von: DekandaIm zweiten Teil der Reihe um Sadie Scott begleiten wir die junge Frau bei ihrem ersten Fall beim FBI. Ein Serientäter treibt sein Unwesen in der faszinierend anschaulich beschriebenen Wüste Uthas. Sadie und ihr neues Team nehmen die Verfolgung auf.
Auch das Privatleben der Protagonistin wird wieder thematisiert. Ihre Beziehung zu Matt entwickelt sich und ihre persönlichen Verstrickungen zu einem Serienmörder werden sehr präsent.Das Konzept der Reihe hat mich auch beim 2. Teil überzeugt. Begeistern konnte mich auch die Beschreibung des Settings. Ich freue mich schon auf den 3. Teil, der sehr spannend zu werden verspricht.
Der Schreibstil bleibt sich insgesamt treu, nur das die persönliche Erzählperspektiven hier vergleichsweise öfter von omnipräsenten Einschüben unterbrochen wird. Ein zusammenfassender Satz am Ende eines Abschnitts tritt immer noch auf, aber nicht mehr ganz so häufig, so das sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.
Beim zweiten Teil habe ich manchmal das Gefühl, das die Geschichte von zwei Personen geschrieben wurde ;-) Auf der einen Seite haben wir Sadie, deren Tagesablauf mit zum Teil erschöpfender Detailliebe wiedergegeben wird - selbst belanglose Details werden thematisiert, einige Beschreibungen der Gefühle wirken schon fast naiv.
Im Gegensatz dazu stehen szenische Darstellungen der Serienmörder und Opfer. Diese sind rasant, voller Brutalität, Tiefe und auf eine Aktion bezogen. Die Darstellung der Emotionen wirkt dort vollkommen anders als bei Sadie. Der Kontrast zwischen diesen Erzählarten fasziniert mich und fesselt mich an die Reihe - er zeigt den entrückenden Horror, der von diesen Taten ausgeht.
Er gibt mir auch das Gefühl eine fundierte und akribische Ermittlung zu verfolgen - und sie in Bezug zu gehetzten und kranken Individuen zu setzen.
Nur das eine wäre zu viel, nur das andere wäre mir zu langweilig. Die Kombination hat einfach was.Noch ein wenig Kritik: Den Mittelteil des Buches empfand ich als sehr gelungen und sehr spannend. Der Anfang und die letzten 40 Seiten des Buches (bis zum fiesen Cliffhanger) zogen sich leider zäh. Wieder und wieder wurden Sorgen und Ängste der Protagonisten wiedergegeben - und am Ende alles nochmal mit der Freundin, der Familie und Kollegin erneut durchgekaut. Gedankengänge und Informationen wiederholen sich für mein Empfinden zu oft. Ein anderer Szeneneinstieg, der erst bei neuen charaktergebenden Inhalten einsteigt, wäre mir deutlich lieber.
… und ich hoffe, dass sich die Darstellung von Sadies Sexualität mit zunehmender Erfahrung ein wenig ändert und sie irgendwann mehr tut als sich nur passiv hinzugeben und Matt voller Selbstverständlichkeit mal machen lässt. Immerhin ist sie eine starke und selbstbewusste Frau ... aber das ist keine Kritik, nur ein Wunsch ;-)
Fazit:
Ein insgesamt sehr spannendes Buch, welches Ermittlungen und Profiling für mein Empfinden sehr authentisch darstellt. 4 von 5 Sternchen.


