Bücher mit dem Tag "teezeremonie"
7 Bücher
- Yasushi Inoue
Der Tod des Teemeisters
(19)Aktuelle Rezension von: Erwin-ReaderProtagonist ist der Mönch Honkakubô aus dem Tempel Mii-dera, der um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert lebt. Er ist ein Schüler Sen no Rikyūs, des großen Teemeisters. Wie seine Nachfolger auch musste Rikyū Selbstmord verüben. Dem Geheimnis um den Tod des Meisters spürt sein treuer Schüler lebenslang nach. Während man immer weniger versteht, warum sich der Meister "entleiben" musste, lernt man eine Menge über den Teeweg und den Sinn des Lebens.
Höhepunkte des Buches sind Unterhaltungen wie diese: "Meister Rikyūs (Tee-) Stil glich einem Kampf ohne Schwert und Dogma. Mit einem Wort, er kämpfte den Kampf eines nackten Menschen."
"Herausragende Meister haben eine Neigung, Unheil anzuziehen."Ebenso Ratschläge, die der tote Meister seinem Schüler mit auf den Lebensweg gibt: "Es gibt Fragen, die stellt man einem ehrbaren Menschen nicht. Man denkt selbst darüber nach."
Letzten Endes geht es auch um so philosophische Fragen, wie man sein Leben führt und beenden möchte. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung
- Dion Leonard
Mit Gobi durch die Wüste - eine wahre Geschichte
(55)Aktuelle Rezension von: angeltearzDas Buch lag schon lange auf meinem SuB. Ich habe es mal Seconhand mitgenommen, weil ein Hund auf dem Cover ist. Und weil ich wahre Geschichten ab und zu total gerne lese. Ich mag es hinter Fassaden zu schauen und Dinge zu erfahren.
Es geht um Gobi und Dion. Und wie Gobi, also die Hündin, sich ihren Menschen ausgesucht hat. Einen Menschen, der auf der anderen Seite der Welt einen Ultramarathon mitgemacht hat. Gobi hat sich mittendrin diesen Menschen, also Dion, ausgesucht und ist einfach mitgelaufen. Und Dion nicht mehr von der Seite gewichen. Die Geschichte kennt eigentlich so ziemlich jeder oder hat sie wenigstens schon mal gehört.
Aber diese Geschichte macht nur einen Bruchteil des Buches aus. Es geht auch um Dion. Wer er ist und wie er zum Laufen gekommen ist. Und es geht darum die er Gobi aus China herausbekommt und sie nach Hause, nach Schottland, bringen kann.
Und nein, verdammt. Es ist nicht nur ein Hund!
Es ist ein Familienmitglied für das man sich ein Bein ausreisst. Und genau das macht Dion. Ich kann es so nachvollziehen, wie er leidet und wie er für Gobi alles versucht. Und andererseits auch so schön zu lesen, wie viel Vertrauen Gobi in ihren Menschen setzt.
Das Buch weckt so viele Emotionen in mir - traurige und auch wunderschöne.
Und es ist ein Buch das Mut macht. Man schafft einfach alles, was man möchte, wenn man sich wirklich reinkniet. - Detlef M. Plaisier
Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras
(11)Aktuelle Rezension von: HarpoDie Originalgeschichte, welche aus den sogenannten Memoiren des Vaters des "Autors", bezogen wurde, hätte eigentlich das Potential zu einer wahrhaft erzählenswerten sein können. Leider macht es der Autor - wir mögen ihn so nennen - einem unmöglich die Geschichte zu genießen. Der Grund: Langweilig und überaus langatmig erzählt. Dazu auch noch schriftstellerisch wenig ausgereifte Stil, der es fast schon zum Kraftakt macht, sich durch das Ganze durchzuarbeiten.
- Judy I. Lin
A Magic Steeped in Poison - Was uns verwundbar macht: Das Buch der Tee-Magie 1
(9)Aktuelle Rezension von: diepersephoneNing hat ihre Schwester durch vergifteten Tee verloren. Nun reist sie an den Kaiserhof, um an einem Wettbewerb teilzunehmen, in der Hoffnung, ihre Magie und ihr Wissen einsetzen zu können, um andere zu retten. Doch am Hofe lauern Gefahren, Intrigen und eine Magie, die mehr fordert, als sie je geahnt hätte.
💭 Meine Meinung:
Ich war skeptisch – ein Buch über Tee-Magie? Aber ich wurde überrascht: Diese Geschichte ist ruhig, sinnlich, voller mythologischer Tiefe und kultureller Magie. Die Erzählweise ist angenehm entschleunigt, fast meditativ. Besonders gelungen fand ich die Stimme der Sprecherin Lidia Dietrich: ruhig, erwachsen, sehr angenehm. Ihre Interpretation von Ning war stimmig – auch wenn die Aussprache mancher chinesischer Begriffe recht eingedeutscht klang.
Insgesamt ein atmosphärisches, sanftes Fantasy-Erlebnis, das sich vom üblichen Genre-Trubel wohltuend abhebt.
- Fu Wenzheng
Das Geheimnis der magischen Blätter
(3)Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
Lasst euch verzaubern!Taucht ein in eine poetische Geschichte voller Magie.Eine leise und doch sehr lebendige Geschichte über Tradition,die asiatische Teekultur und wie der Tee seine Magie entfaltet.- Es ist auch eine Freundschaftsgeschichte -Für Kinder ab 4 JahrenShana liebt es, mit ihrem Großvater hoch oben im Baum zusammenzusitzen und seinen Geschichten zu lauschen.Als Shana eines Tages auf all die grünen Blätter unter ihnen blickt, stellt sie mehr beiläufig fest, dass alle Blätter gleich sind und damit meint, dass die Blätter für sie nichts Besonderes sind. Doch da widerspricht ihr Opa ihr. Leise flüstert er geheimnisvoll:"Das sind magische Blätter" (Zitat)Shana ist neugierig, möchte wissen, was ihr Opa damit meint.Wie können einfache grüne Blätter magisch sein?Gemeinsam gehen sie zu den grünen Hügeln, wo er sie bittet, frische grüne Blättchen, Blattknospen zu pflücken, denn daraus entsteht Magie. Sie sammeln viele, viele Blätter, die der Großvater anschließend im Schatten der Bäume ausbreitet und das ist der Beginn des Prozesses, der nötig ist, damit die kleinen grünen Blätter später ihre Magie entwickeln können.Fu Wenzheng widmet den einzelnen Vorgängen je eine Seite, auf der wir immer ein kreisrundes Bild sehen, um die herum der beschreibende, erzählende Text angeordnet ist.Damit die Magie entstehen kann, müssen die Blätter:* etwas im Schatten liegen, damit sie weich werden.* dann trocknet man sie in einem großen Topf auf dem Feuer.* bevor sie eine Weile "schlafen"Von der Magie sieht Shana doch noch nichts. Doch dann nimmt der Opa ein paar Blätter, füllt sie in ein kleines Gefäß und gießt heißes Wasser drauf.Shana spürt sofort, wie sich ein wunderbarer Duft ausbreitet, der für sie nach Frühling duftet.Von dem Geruch angelockt kommen nach und nach ein paar befreundete Tiere vorbei, die von dem Tee probieren. Jeder assoziiert etwas anders mit Geruch und Geschmack, für alle ist es aber immer ein Wohlgefühl, was sie damit verbinden, und sie beseelt. Jeder möchte die Magie erleben und erlebt sie. Sogar der große mächtige, vielleicht etwas angsteinflößende Drache fängt plötzlich an zu träumen, genau wie Shanas Freunde. Die magischen Blätter haben ihre Magie wirken lassen.Jeder ist glücklich und entspannt. So entspannt, dass sie friedlich einschlummern. Bleibt noch Shanas Frage, wie denn die Blätter eigentlich heißen.Wir wissen es bereits.Man nennt sie Tee.Wenn Shana zukünftig Tee trinkt, wird sie sich immer an die Zeit mit ihrem Opa und den Zauber des Entstehens der Magie erinnern.Und wir?Wir werden uns bestimmt in Zukunft bei jeder Tasse Tee an Shana und ihren Opa erinnern, die uns in das Geheimnis der magischen Blätter eingeweiht haben.Fu Wenzheng hat hier ein zauberhaftes Bilderbuch geschaffen, das nicht nur diese wundervolle Geschichte erzählt, sondern auch über den ausdrucksvollen Bildern und die Bildgestaltung tief mit ins Geschehen hineinnimmt. Die kunstvollen Zeichnungen in vielen grün und grau Abstufungen sind einfach fantastisch. Feine Striche, starke Fokussierung und Shanas rote Beinchen, roter Schnabel und rote Weste schaffen Stimmungen, die ruhig und gleichzeitig lebendig sind.Hier zeigt sich einmal mehr, dass ein Bilderbuch für Kinder nicht immer vielfarbig bunt sein muss. Mit der reduzierten Farbigkeit verstärken sich Ausdruck und Wirkung so perfekt, dass es unglaublich viel Spaß macht, in die Bilder einzutauchen.Die poetisch anmutende Geschichte vermittelt ein schönes Bild der asiatischen Teeherstellung. Vom bedachten Pflücken bis hin zum Trocknen und der Zubereitung des Tees und damit verbunden der Entfaltung der Magie wird alles Schritt für Schritt, Bild für Bild eingebunden in die Geschichte wundervoll erklärt. Doch damit nicht genug gibt es am Ende der Geschichte noch einmal "Opas Anleitung zum Teekochen".In dieser Geschichte steckt sehr viel Herzenswärme, die einen einfängt und umhüllt wie die Magie des Tees. Die Kinder spüren diese Magie vom ersten Moment, wo dieses Zauberwort das erste Mal eingeführt wird. Ihr solltet beim Vorlesen unbedingt einmal auf die Körperspannung der Kinder achten. Gespannte Neugier trifft auf sanfte Entspannung und nicht selten entschlummern die Kleinen nach der Geschichte genauso friedlich wie die Tiere in dieser Geschichte.Es ist keine Gutenachtgeschichte, aber verführt zum Träumen und natürlich auch zum Nachmachen.Mein Tipp: Wie wäre es mit einem Pfefferminztee?Den braucht man zwar nicht trocknen (kann man aber sehr gut) und das Beste, man muss nicht ganz so lange warten. So kann man genießen und gleichzeitig geduldig den Trocknungsprozess.
In diesem Sinne wünsche ich Dir viele magische Momente und gemütliche Kuschel-Tee-Vorlesezeit.
- Anja Jonuleit
Die fremde Tochter
(26)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Paris 2014: Monsieur Cho lebt ein ruhiges und beschauliches Leben in der Stadt der Liebe, nachdem er jahrelang vergeblich versucht hat, seine Herzensdame, Emilie Berwanger, dort wieder zu finden. Monsieur Cho ist ein Meister des Tees und er konkurriert mit der Tee-Dynastie der Berwangers.
Sein Leben gerät aus den Fugen, als eines Morgens eine junge Frau in sein Kontor tritt und zu ihm sagt, er sei ihr Vater. Lin Berwanger, Erbin der Dynastie, verschwindet dann von einem Moment auf den anderen. Die Mutter, Emilie, war bis vor kurzem noch schwer krank, doch auch diese ist plötzlich unauffindbar.
Monsieur Cho macht sich auf die Suche nach seiner Familie und entdeckt dabei ein grausiges Familiengeheimnis.
Mein Fazit:
Anja Jonuleit schreibt wirklich sehr interessante Romane. Schon „Rabenfrauen“ hat mich sehr für sich eingenommen.
Allerdings war der Anfang nicht ganz einfach. Die Zeiten wechselten sehr häufig, es waren nur kurze Abschnitte, wo man die jeweilige Hauptfigur ein wenig kennen lernen konnte. Bei Monsieur Cho blieb es bis zum Ende so, dass man ihn auch nach den vielen Zeilen nicht richtig einordnen konnte. Er war für mich emotional nicht richtig greifbar!
Allerdings werden die Persönlichkeiten der Familie Berwanger schon gut beschrieben, gerade mit Emilie litt ich sehr, denn sie fühlte sich von ihrer Mutter bevormundet. Sie sollte in den Familienbetrieb mit einsteigen, allerdings schlug ihr Herz für die Kunst. Mit diesem Konflikt kam sie nur schwer zurecht und sie flüchtete sich in Drogen. Emilie wurde schließlich nach China abgeschoben, wo sie unter einfachen Verhältnissen wieder zu sich finden sollte. Und dort lernte sie Monsieur Cho kennen und lieben. Diese Verbindung, so weit weg von Heimat, hatte jedoch tragische Folgen bis in die Gegenwart.
Wie schon erwähnt, war der Anfang nicht ganz einfach. Aber als ich mich dann damit arrangierte und reingefunden hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte wissen, was passiert war, das Emilie und Lin fast zerstört hatte. Irgendwann hatte man eine Ahnung, aber die Gewissheit war eigentlich noch viel entsetzlicher. Die Erzählart mit den wechselnden Zeiten trieb sogar die Spannung voran, das muss man so sagen. Letztendlich bleiben auch am Ende keine Fragen offen.
Für mich ganz klar ein fünf Sterne Buch mit einer deutlichen Empfehlung.
- Henrik Siebold
Inspektor Takeda und der leise Tod
(83)Aktuelle Rezension von: Nackt_und_GluecklichInspektor Takeda hat alles und von allem zu viel. Er wirft das Geld nur so aus dem Fenster hinaus (Whiskey für 450 € am Abend), ständig neue Schuhe, die teuersten Anzüge, er geht immerzu essen, dass man sich fragt, von welchem Gehalt er das bezahlt. Auslandsspesen vielleicht. Unglaubwürdig, woher sein Reichtum stammt. Außerdem sind Claudia und er schwere Trinker, sodass ich mich nicht frage, warum sie so lange für die Fälle brauchen und immer die falschen Spuren zuerst verfolgen.
Wäre nicht der Humor des Autors, hätte ich das Buch längt weggelegt, so aber und mit etwas Spannung ist es kurzweilig und unterhaltsam. Beim zweiten Band geht mir das Sendungsbewusstsein des Autors etwas auf den Zeiger. Ständig wird betont, wie multikulti wir alle sind und wie toll das im Grunde ist. Erkennt er als Japaner besser als wir Deutschen selbst. Zum Glück sind die Bücher bei Unlimited, sonst hätte ich bereits aufgegeben.






