Bücher mit dem Tag "tegernsee"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tegernsee" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Bea macht blau (ISBN: 9783548613482)
    Tessa Hennig

    Bea macht blau

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Also der Klappentext ist leider mal wieder Quark. Bea fährt nicht zu ihrer Schwester, sondern zu ihrer "Tante" Maria. Aber den Klappentext schreibt ja nicht die Autorin, sie kann also nichts dafür.

    Das Buch liest sich sehr gut, die Entwicklung der Hauptfigur ist spannend. Sie fällt zwar erstmal in das Empty-Nest-Loch und wird dann auch noch von ihrem Mann verlassen, aber sie findet im Laufe der Geschichte endlich mal zu sich selbst, wer sie ist, was sie gern macht und wie sie wirklich leben will. Es geht dabei recht turbulent zu und die Komplikationen mit dem Erwerb des Gästehauses habe ich nicht so ganz verstanden, denn wenn alle sich einig sind, wie sie die Sache gern haben wollen, können sie das doch so machen, egal was im Testament steht oder wie die Erbfolge ist. Aber das ist nur ein Detail. Positiv ist mir der Umgang mit Fremdsprachen aufgefallen. In Frankreich spricht Bea französisch, in Spanien spanisch, mit amerikanischen Touristen englisch. Was man als Leser'in versteht, versteht man eben, den Rest kann man sich aber auch so zusammenreimen. Meist fasst die Erzählerin das dann gut zusammen. Und wenn Bea sprachlich an ihre Grenzen stößt, weil sie z.B. kein baskisch spricht oder juristische Fachbegriffe auf spanisch nicht kennt, ist das doch viel authentischer, als wenn alle überall deutsch sprechen wie in manch anderen Geschichten. Die könnten dann doch auch einfach im deutschsprachigen Raum spielen...

    Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich werde demnächst noch mehr von Tessa Hennig lesen.

    Auch dieses Buch passt in die #Ü45_Protagonistinnen Challenge, weil Bea über 50 Jahre alt ist.

  2. Cover des Buches Karwoche (ISBN: 9783426508596)
    Andreas Föhr

    Karwoche

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Auf dem Weg in den Urlaub kommt Kommissar Wallner sein Kollege Polizeiobermeister Kreuthner entgegen, der sich gerade ein wildes Autorennen mit einem Freund liefert. Als Wallner Kreuthner und seinen Freund Raubert zur Rede stellt bemerkt Wallner, dass Raubert in seinem Kombi eine Leiche transportiert. Es stellt sich heraus, dass es sich um Hanna Hohlwerk handelt, die in einer Kommune lebte. Diese ist bizarr zugerichtet und die Inszenierung der Toten erinnert an eine Hinrichtung bzw. Strafe. Bei den Ermittlungen und der Durchleuchtung des Umfelds der Toten liefert Kreuthner wieder so manche Panne zum Schmunzeln, aber auch zunächst unscheinbares zur Wallner. Es stellt sich heraus, dass die Tote in irgendeiner Beziehung zur Schauspielerfamilie Millruth, die am Schliersee wohnt, stand. Bei den Ermittlungen in der Familie stößt Wallner zunächst auf massives Schweigen und sehr bizarres Verhalten einzelner Mitglieder. Immer deutlicher wird für Wallner, dass die Familie ein dunkles Geheimnis hütet, das er langsam enträtseln kann, so dass er schließlich der den Täter ausfindig machen kann.

    Andreas Föhr schickt seinen berühmten Ermittler in einen neuen Fall und spart nicht mit neuen, lustigen Szenen aber auch Spannung. Dabei gelingt eine gute Mischung aus Humor, Krimihandlung und Spannung, die v.a. Durch die Gestaltung der undurchsichtigen Familie Millruth und deren Mitglieder gelingt. Die Figuren werden detailliert und lebendig beschrieben und eine gute, teils humorvolle und meist spannende Handlung geschaffen. Sprache und Stilistik sind durchschnitt und nicht die Stärke des Autors, aber bei einem Krimi nicht so gravierend, da die Handlung vieles Kompensiert. Ein guter Krimi, den ich gerne gelesen habe.

  3. Cover des Buches Für jetzt und immer (ISBN: 9783492310642)
    Susanne Rößner

    Für jetzt und immer

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Sturmhoehe88



    Format: Kindle Edition

    Dateigröße: 3966 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 316 Seiten

    Verlag: Piper ebooks (2. Juni 2017)

    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

    Sprache: Deutsch

    ASIN: B01MXL4PBU

    Preis TB: 10,00€

    Preis Ebook: 8,99€

    Inhaltsangabe zu „Für jetzt und immer“ von Susanne Rößner

    Am Tegernsee kündigt sich ein traumhafter Sommer an, doch die hübsche Kindergärtnerin Lena hat nichts als Sorgen: Wegen eines Missverständnisses hat sie ihren Job verloren. Zu allem Überdruss gerät sie beim Einkaufen auch noch mit einem attraktiven, aber unausstehlichen Fremden aneinander. Kurz darauf lernt sie die neunjährige Mia kennen, die ihr schnell ans Herz wächst. Als sie das Angebot erhält, Mias Kindermädchen zu werden, nimmt sie erfreut an. Eine Entscheidung, die ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellen wird – nicht zuletzt, weil sie dadurch dem ungehobelten Unbekannten wiederbegegnet …


    Meine Meinung

    So Sommerlich gestaltet das Cover ist, so ist auch die Geschichte. Eine leichte Lektüre für warme Tage, egal ob Zuhause oder Unterwegs.

    Die Charaktere sind sympathisch und leider auch ein wenig eintönig, eben Sterotypmäßig.

    Die Beziehung der Protas war, zu schnell gewollt, so kam es mir leider vor. Irgendwie konnte mich die Geschichte nicht berühren und fesseln.


    Ich gebe 3/5 Sterne

  4. Cover des Buches Nur einen Sommer lang (ISBN: 9783492309028)
    Susanne Rößner

    Nur einen Sommer lang

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Franzip86
    Inhalt: Laura, lebt ohne Verwandte in Berlin. Bis sie eines Tages ein Anwaltsschreiben bekommt und man ihr mitteilt, dass sie in den Bayrischen Bergen eine Alm geerbt hat. Mit viel Skepsis begibt sie sich nach Schliersee, etwas unterhalb von München auf das Abenteuer. Dort trifft sie erstmal auf viel Ablehnung und auf ihren Nachbar Anton, der sie genauso mit Ablehnung konfrontiert wie fast alle anderen. Mit der Zeit erfährt sie auch wieso und was dahinter steckt. Auch lernt sie Anton weiter kennen....

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es lässt sich locker leicht lesen. Laura ist mir direkt sympathisch gewesen und auch die Ortschaft Schliersee, da ich sie kenne und liebe.

    Dieses Buch durfte ich kennen lernen, da ich den Nachfolge Band "Schlittenfahrt ins Glück" bei einer Leserunde gewonnenen habe. Und ich den ersten Band wenigstens kennen lernen wollte.

    Ich vergebe für das Buch 4,5 Sterne von 5 Sternen.
  5. Cover des Buches Tegernsee-Connection (ISBN: 9783839227626)
    Jürgen Ahrens

    Tegernsee-Connection

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Ein Krimi, der am wunderbaren Tegernsee spielt. Ein altes Kurhotel, das unter Denkmalschutz steht und schon seit vielen Jahren leer steht hat nun endlich einen Käufer gefunden. Ein reicher Russe hat Interesse daran und möchte daraus wieder ein florierendes Hotel für die gehobene Klasse machen. Doch bevor der Kaufvertrag notariell abgeschlossen wurde, brennt das Hotel bis auf die Grundmauern nieder. Eindeutig Brandstiftung. Kommissar Markus Kling und seine Kollegen haben in diesem Fall die Ermittlungen. Doch während sie immer noch nach dem Täter suchen, geschehen weitere Brände, es kommt sogar zu Toten. Ich finde das Buch um so spannender, da es immer wieder Kapitel gibt, die aus der Sicht des Brandstifters gesehen werden, So ist man direkt mit ihm in Kontakt und bekommt seine teilweise krankhaften Beweggründe, sein Handeln und seine Gedanken mit. Der ermittelnde Kommissar Kling wird hier auch von seiner menschlichen Seite beschrieben, wir dürfen Anteil nehmen an seinem Privatleben. Der Autor schreibt derart flüssig und spannend und läßt dem Leser so einige Möglichkeiten offen, um  den Täter zu erraten. Leider werden wir immer wieder auf die falsche Fährte gelockt. Der Schluß des Buches ist besonders ereignisreich und voller Action. Hier meine ich fast, James Bond vor mir zu haben. Mir gefällt auch das Cover wahnsinnig gut, zeigt es doch ein typisch bayerisches Haus in der Dunkelheit mit einem hell erleuchteten Fenster. Dies war der erste Band um Kommissar Kling und uch freue mich schon auf die Fortsetzung.

  6. Cover des Buches Wolfsschlucht (ISBN: 9783426512968)
    Andreas Föhr

    Wolfsschlucht

     (117)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Und damit meine ich mich selber. Ich habe von der Wallner-Reihe gerade mal zwei (mit diesem jetzt drei) Bücher gelesen. Das erste gefiel mir überhaupt nicht, beim zweiten ging es schon besser und das hier hat mich überzeugt, doch nach und nach alle Bände mit Wallner & Kreuthner zu lesen.

    In diesem Krimi geht es um zwei seltsame Fälle – ein Bestattungsunternehmer versinkt mit seinem Leichenwagen in der Mangfall und eine junge Frau verschwindet. Ihr Wagen wird kurz darauf in der Nähe der Wolfsschlucht aufgefunden – aufgespießt von einem Maibaum…. 😊

    Wie sich herausstellt, gehören beide Fälle zusammen und natürlich hat auch Kreuthner seine Hände im Spiel. Und das nicht zu knapp; die arme Polizei ist wohl wirklich geschlagen mit diesem Beamten…. 😊 Auch Wallners Großvater Manfred mischt eifrig und am Rande der Legalität mit…

    Das fand ich alles sehr lustig und erheiternd. Wallner finde ich sehr sympathisch und Opa Manfred ist ein wirkliches High-Light. Der „Krimi“ kommt hierbei fast zu kurz; das Ganze ist ein bisschen verwickelt. Zwar dachte ich, bald auf der richtigen Spur zu sein, aber das erwies sich als nur teilweise so. Und eine kleine Überraschung gab es auch…..

     

     

  7. Cover des Buches Tegernsee-Kartell (ISBN: 9783839202005)
    Jürgen Ahrens

    Tegernsee-Kartell

     (18)
    Aktuelle Rezension von: dartmaus

    Inhalt:

    Eine Serie dramatischer Vorfälle hält das Tegernseer Tal in Atem: Beim Dreh eines Heimatfilms bricht TV-Star Michael Fromberger zusammen und stirbt. Ein entscheidender Zeuge wird für immer kaltgestellt und ein Multimillionär befördert sich mit Schlaftabletten ins Jenseits. Drei lose Enden - gibt es zwischen ihnen einen Zusammenhang? Kommissar Markus Kling und seine Münchner Kollegen stehen vor einem Rätsel. Erst nach vielen Irrwegen bringt ein Zufallsfund die Ermittler schließlich auf die richtige Spur.


    Meine Meinung:

    Auch der zweite Fall für das Team um Markus Kling fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite. Man kann dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr fesselnd, spannend und teilweise auch humorvoll. Eine wirklich tolle Mischung, die den Lesefluss enorm steigert.

    Die Beschreibung der einzelnen Handlungsorte ist wieder sehr realistisch und man hat vieles wirklich bildlich vor Augen. Gerade die wunderschöne Kulisse rund um den Tegernsee wird sehr bildlich dargestellt.

    Auch die Beschreibung der einzelnen Charaktere ist sehr detailliert und authentisch. Man kann sich dadurch in die einzelnen Personen rein versetzen und den Ermittlungsschritten wunderbar folgen.

    Toll ist in diesem Zusammenhang auch, das drei Handlungsstränge im Laufe des Buches sich zusammenfügen. Auch das man aus dem Privatleben des Ermittlers einiges erfährt, gefällt mir richtig gut. So kann man gerade bei Krimireihen eine bessere Bindung aufbauen.

    Insgesamt ein wirklich gelungener Fall mit viel Spannung und viel Lokalkolorid.


    Mein Fazit:

    Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.

  8. Cover des Buches Tote Hand (ISBN: 9783426517680)
    Andreas Föhr

    Tote Hand

     (70)
    Aktuelle Rezension von: MAZERAK

    Johann Lintinger, Chef der Autoverwertung, gerät in die Schrottschere und verliert unglücklicherweise seine Hand. Zusammen mit seinem Spezl Leo Kreuthner beschließen die beiden, diese an einem würdigen Ort zu beerdigen. Und stoßen bei der Kapelle auf eine begrabene Leiche. Für die Kripo Miesbach und Kommissar Wallner zunächst ein Rätsel…

    Andreas Föhr ist für mich ein begnadeter Krimiautor. Er denkt sich nicht nur geniale Fälle aus, sondern setzt sie so überzeugend in Szene, dass man seine Bücher nicht mehr aus der Hand legen kann. 

    Und „Tote Hand“ ist in meinen Augen wieder wunderbar gelungen. Wer Wallner und sein Team kennt, wird sich sofort wieder im Kommissariat heimisch fühlen und die akribischen Ermittlungen im malerischen Landkreis Miesbach mitverfolgen. Es fehlt nicht an bayerischem Flair, und auch für Humor ist reichlich gesorgt, nicht zuletzt ausgelöst durch Opa Manfreds einfallsreiche liebenswerte Streiche. 

    Andreas Föhr hat einen super spannenden Krimi geschrieben, der zwar zum Miträtseln einlädt, aber nach vielen fesselnden Ereignissen zu einem unerwartet überraschenden Ende führt. Mich überzeugen Schreibstil und Humor, die gekonnte Mischung aus Spannung und Unterhaltung, und die Protagonisten mit all ihren Ecken, Kanten und Befindlichkeiten schließt man sofort ins Herz, auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt. Meine wärmste Leseempfehlung!  

  9. Cover des Buches Quercher und die Thomasnacht (ISBN: 9783894254230)
    Martin Calsow

    Quercher und die Thomasnacht

     (16)
    Aktuelle Rezension von: parden

    WILD KONSTRUIERTER EINSTIEG IN DIE KRIMIREIHE...

    Ein entspanntes Leben in Italien fernab des kalten deutschen Winters – nur noch wenige Tage trennen den LKA-Beamten Max Quercher von der Erfüllung seines Traumes. Der letzte Auftrag vor seiner Frühpensionierung ist keine große Sache: Unter einem Baum in der Nähe des Tegernsees wurde eine Wachsleiche gefunden, die Identität des Toten ist bekannt. Quercher soll nun die Enkelin des Verstorbenen – eine reiche Amerikanerin – zum Fundort begleiten und dafür sorgen, dass der Leichnam in die USA überführt wird. Doch vor Ort entwickelt sich die scheinbar einfache Angelegenheit zu einer Geschichte mit ungewissem Ausgang. Denn ausgerechnet der Mann, der die Wachsleiche gefunden hat, kommt bei einem vermeintlichen Arbeitsunfall ums Leben. Der Schreiner soll sich selbst mit seiner Säge enthauptet haben. Quercher zweifelt an dieser Version des Geschehens und beginnt zum Unmut der einflussreichen lokalen Politprominenz, die Vergangenheit der Dorfgemeinschaft zu durchleuchten. Als er Indizien für einen gigantischen Immobilienskandal findet, haben sich seine Gegner längst formiert. In der Thomasnacht geht es für Quercher nur noch ums nackte Überleben… (Klappentext)

    Normalerweise fällt es mir nicht schwer, die Handlung eines Krimis kurz zusammenzufassen, um dann zu meinem Leseeindruck überzugehen. Doch hier geht so viel hin und her, entwickelt sich alles lange derart undurchsichtig und wenig nachvollziehbar, dass ich die Geschichte nach anfänglichem Bemühen nur noch irgendwie über mich ergehen ließ. Deshalb verweise ich diesmal was den Inhalt anbelangt auf den Klappentext.

    Idylle Tegernsee? Fehlanzeige. Überalterung, Spekulanten, alte Seilschaften, ziemlich braune Wurzeln - hier fehlt es an nichts, was unsympathisch erscheinen könnte. Einschließlich des LKA-Beamten Max Quercher, dessen positivste Eigenschaft vielleicht seine Sturheit ist und seine Weigerung, sich Drohungen zu ergeben. Denn davon gibt es genug. Nicht nur ihm gegenüber, aber eben auch. Dabei ist der Tegernsee der Ort, an dem er aufgewachsen ist, seine Mutter und seine Schwester leben noch dort, nur er wollte seinerzeit der beengenden dörflichen Gemeinschaft entfliehen. Im Verlauf erfährt man einiges über Querchers Kindheit und Jugend, und ja, auch das ist trist und bedrückend. Wie im Grunde der ganze Rest. 

    Es fällt schwer, bei diesem Krimi in den gewohnten Kategorien Gut und Böse zu denken. Im Grunde wirkt die Handlung über weite Strecken mehr wie eine Kriegsführung denn wie ein klassischer Krimi. Denn hier hält sich niemand ans Gesetz, weder diejenigen, die ihre Geheimnisse zu vertuschen suchen, noch die anderen, die den Hintergründen auf die Schliche kommen wollen. Jeder versucht den/die anderen auszustechen, den besseren Schlachtplan zu entwickeln als die Gegner - und schlussendlich kommt es darauf an, wer die klügere Truppenführung entwickelt und die geeigneteren und geschickteren Verbündeten hat. Tote gibt es hier mehr als genug, und auch Quercher kommt ein ums andere Mal ordentlich in die Bredouille. Glaubwürdig? Naja, vielleicht eher der Stoff aus dem Superhelden geboren werden.

    Gerade in den ersten zwei Dritteln wirkt die Handlung doch ziemlich zerrissen und phasenweise auch recht laaangatmig. Da hatte ich oft nicht so recht Lust überhaupt weiterzulesen, weil alles sehr unzusammenhängend wirkte und teilweise auch arg überzogen. Erst im letzten Drittel klärten sich die Zusammenhänge allmählich, und ab da begann es auch spannend zu werden - wenn insgesamt auch oft übertrieben. Da dieser Band der Auftakt zu einer ganzen Krimireihe ist, habe ich nicht erwartet, dass Quercher stirbt - aber es gab Momente, in denen das wahrscheinlicher erschien als alles andere. Wie gesagt: Superheldenstoff.

    Durch das Einbeziehen zahlloser düsterer Themen wie oben angedeutet wirkt der Krimi insgesamt wild konstruiert und wenig glaubwürdig. Lediglich das spannende letzte Drittel rettete für mich hier knapp den dritten Stern - über weite Strecken war ich sicher, diesmal nur zwei Sterne vergeben zu können. Sympathisch ist hier wirklich niemand, oftmals zynisch und teiweise verächtlich erscheint der Blick auf die handelnden Personen. Da stellt sich die Frage, ob der Autor womöglich kein Menschenfreund ist oder ob er sich im Crime Noir versuchen wollte. So wirklich schlau geworden bin ich diesbezüglich bis zum Ende nicht.

    Definitiv kein 0-8-15 Krimi - aber eben leider für mich nicht positiv herausragend. Ob ich hier weiterlese, wage ich derzeit zu bezweifeln.


    © Parden

  10. Cover des Buches Schwarzwasser (ISBN: 9783426517666)
    Andreas Föhr

    Schwarzwasser

     (87)
    Aktuelle Rezension von: cvcoconut

    In einem Haus wird die Leiche eines alten Mannes gefunden. Mit am Tatort eine verstörte junge Frau mit der Tatwaffe in der Hand. Doch die weiß von nichts. Dann stellt sich raus, den Toten gibt es eigentlich gar nicht. Ein bizarrer Fall für Wallner und Kreuthner im ländlichen Bayern.

    Auch wenn man sich manchmal fragt, wie Kreuthner eigentlich Polizist geworden ist, sorgt er doch mit seiner Art für eine willkommene Abwechslung. Er nimmt einige Dinge nicht ganz so genau und hat seine eigenen speziellen Methoden, das lockert aber alles auf.

    Der Roman an sich ist echt spannend geschrieben, er springt von Gegenwart in Vergangenheit, so dass man sich selber auch ein Bild machen kann. Dazu kommen dann noch die bayrischen Dialoge, die die nötige Prise Humor einfügen.

  11. Cover des Buches Quercher und das Seelenrasen (ISBN: 9783894254704)
    Martin Calsow

    Quercher und das Seelenrasen

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Mein Eindruck:
    Von Martin Calsow gibt es zwei fortlaufende Krimi-Reihen, eine, mit dem Protagonisten Atlas, spielt im Teutoburger Wald, die andere mit Ermittler Quercher hat den Tegernsee als Kulisse. Eine Folge mit Atlas habe ich vor längerer Zeit gelesen und für gut befunden, Quercher war mir bisher unbekannt. Das hat sich geändert, als mir der Grafit Verlag überraschend ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat. Martin Calsows Protagonisten sind immer ein wenig sperrige Typen, so auch Max Quercher, der so gar nicht dem gängigen Bild von einem LKA-Beamten entspricht. So spröde wie er selbst, so unkonventionell sind auch seine Ermittlungsmethoden. Er engagiert sich sehr, besonders wenn er die Hauptverdächtige kennt, so wie in diesem Fall, denn Nina Poschner hat schon mit ihm die Schulbank gedrückt. Hier gibt er alles, wobei er kein Fettnäpfchen auslässt und sogar negative Schlagzeilen macht, sehr zum Unwillen seiner Lebensgefährtin Regina.

    Obwohl ich die Vorgänger-Bände nicht kenne, war ich schnell mit den Gegebenheiten und den wichtigsten Personen der Handlung vertraut. Der Autor schreibt fesselnd, rasant und immer auch mit einem Quäntchen sarkastischem Humor. So idyllisch die Schauplätze auch gewählt sind, dies ist alles andere als ein „gemütlicher“ Heimatkrimi, denn hier wurden gleich mehrere politische und äußerst brisante Themen verarbeitet. Da geht es einerseits um Asylbewerber auf der Flucht, aber ein großes Thema hier ist auch die Arzneimittelmafia, kombiniert mit einem handfesten Impfskandal in Afrika, in den Querchers Schulfreundin Nina in irgend einer Weise verstrickt zu sein scheint. Je weiter man liest, umso mehr dröselt sich der anfangs stabile Handlungsfaden auf und hinterlässt ein Gewirr an Verdächtigen und auch so einige Tote. Da fängt nicht nur eine Seele an zu rasen, und der Fall wird im Verlauf immer undurchsichtiger. Ich hatte meine liebe Mühe, die Übersicht zu behalten, und Langeweile kam bei diesem Krimi ganz sicher nicht auf. Der Epilog hat dann noch einige Fragen bei mir aufgeworfen, die in diesem Band nicht geklärt wurden. Daher vermute ich, es geht weiter mit Quercher. Eigentlich trägt dieser sich ja mit dem Gedanken an eine frühzeitige Pensionierung, aber ich habe meine Zweifel, ob das sein Weg sein wird.
  12. Cover des Buches Quercher und der Totwald (ISBN: 9783894254520)
    Martin Calsow

    Quercher und der Totwald

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Schwarzwasser (ISBN: 9783839894255)
    Andreas Föhr

    Schwarzwasser

     (47)
    Aktuelle Rezension von: HighlandHeart1982

    Schwarzwasser ist der siebte Fall des Ermittler- Duos Wallner & Kreuthner aus der Feder von Andreas Föhr.

    Sprecher

    Wie alle sechs vorherigen Fälle wird auch dieser Siebte Fall wieder von dem Schauspieler und Sprecher Michael Schwarzmaier gelesen, der einen gewohnt grandiosen Job macht. Es fasziniert mich immer wieder, wie vielseitig eine Stimme sein kann, wie er schier spielerisch leicht Tonarten, Stimmfarbe und Dialekt wechselt.

    Meine Meinung

    Wie bereits im fünften Band dieser grandiosen Krimi- Reihe, spiel auch Schwarzwasser wieder in zwei Zeitebenen: Einmal in der Vergangenheit, die hier das Jahr 1996 bedeutet, und einmal in der Gegenwart, hier genauer das Jahr 2016.

    Diesmal sind es auch verschiedene Orte: Die Handlung im Jahr 1996 spielt in Berlin, die Handlung der Gegenwart (2016) im Landkreis Mießbach in Bayern.

    Andreas Föhr gelingt es auf seine Art, diese beiden Handlungen miteinander zu verweben, so das am Ende an einer Stelle alles zusammenläuft. Bis man das Rätsel gelöst wird, schafft der Autor es geschickt, den Leser/ Hörer immer wieder auf die falsche Fährte zu locken.

    Und auch privat erlebt Kriminalhauptkommissar Clemens Wallner eine große Überraschung, auf die ich hier nicht weiter eingehen werde (selber lesen/hören 😉).

    Fazit

    Der siebte Wallner & Kreuthner steht seinen sechs Vorgängern in nichts nach; sowohl Spannung als auch Humor kommen hier nicht zu kurz.

    Ich bin bereit für den achten Fall der beiden Polizisten, auch wenn das für mich erstmal das Ende der Reihe bedeutet. ich hoffe, Fall neun lässt nicht allzu lange auf sich warten.

    Eine ganz große Leseempfehlung von mir.

  14. Cover des Buches Unterm Schinder (ISBN: 9783426522882)
    Andreas Föhr

    Unterm Schinder

     (33)
    Aktuelle Rezension von: beastybabe

    Der neunte Teil der wundervollen Krimireihe hat es wieder in sich, wobei wir dieses Mal viel über Leo Kreuthners Leben erfahren dürfen. Wie immer empfehle ich: lest die Bücher der Reihe nach, ihr werdet nicht enttäuscht sein und könnt so die Entwicklung der sympathischen Hauptfiguren besser verfolgen.

    Was den Kriminalfall betrifft, geht es hier sehr verworren zu und man braucht wirklich eine Weile, bis man den Durchblick hat. Also spannend und überraschend bis zum Ende. Es geht auch zurück in die Vergangenheit, denn diese spielt hier eine große Rolle. Manche Schulden werden einfach sehr spät erst bezahlt - manchmal mit dem Leben.
    Auch die humorvollen und lustigen Szenen mit Kreuthner dürfen nicht fehlen, wobei in diesem Band auch Clemens Wallner bzw. seine Verehrerin für einige Schmunzler sorgen dürfte.

    Wieder ein toller Band der Reihe und ich freue mich auf mehr von Wallner und Kreuthner!

  15. Cover des Buches Totensonntag (ISBN: 9783839892213)
    Andreas Föhr

    Totensonntag

     (60)
    Aktuelle Rezension von: HighlandHeart1982

    Schwarze Piste ist der fünfte Band der Wallner & Kreuthner- Reihe aus der Feder von Andreas Föhr. Es handelt sich hier um den allerersten großen Fall der Beiden aus dem Jahr 1992, der bis ins Jahr 1945 zurückreicht.

    Sprecher

    Wie bei den vorherigen Bänden dieser Reihe, wird die Geschichte wieder von dem Schauspieler und Sprecher Michael Schwarzmaier gelesen. Ihm gelingt es wieder wunderbar, jeder einzelnen Figur Leben einzuhauchen.

    Meine Meinung

    In diesem fünften Teil geht es weit in die Vergangenheit, sowohl der Ermittler als auch der Ereignisse der Geschichte.

    Der Leser/ Hörer erfährt etwas über die Anfänge der beiden Polizisten, und wie ihre ungewöhnliche Zusammenarbeit einst ihren Beginn fand.Natürlich ist auch Opa Manfred wieder mit von der Partie, deutlich jünger und sexuell durchaus auch aktiv, und der Leser/ Hörer erfährt, warum Manfreds Ehefrau ihn einst verließ.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Handlung ist ein Fall, der sich in den letzten Kriegstagen ereignet hat, und fast 50 Jahre vertuscht wurde. Dem Autor gelingt es sehr gut, die drückende Atmosphäre der Geschichte dem Leser/Hörer nahe zu bringe, und man hat mehr als einmal eine schaurige Gänsehaut.

    Die Brutalität und Willkür, denen Opfer damals ausgesetzt waren, erschüttern auch heute, 75 Jahre nach Kriegsende immer noch enorm.

    Fazit

    Andreas Föhr gelingt es mit Totensonntag perfekt, einen hochspannenden und geschichtlichen Kriminalroman auf zwei Zeitebenen zu erzählen. Ich habe jede Seite/Minute einfach nur genossen und hatte das Hörbuch wieder recht schnell durch.

    Eine ganz große Leseempfehlung.

  16. Cover des Buches Unterm Schinder (ISBN: 9783839897317)
    Andreas Föhr

    Unterm Schinder

     (30)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Polizeiobermeister Leo Kreuthner findet die Kollegin Lisa ganz toll und irgendwie muss sie auch merken, war für ein toller Kerl er ist. Deshalb verabredet er einen inszenierten Einbruch, in dem er der Held sein will. Allerdings geht die Sache schief, denn plötzlich hagelt es echte Kugeln. Kurz darauf wird in dem Einbruchhaus tatsächlich eine die Leiche einer Frau gefunden. Als sein Kollege Clemens Wallner den Leo befragen will, ist dieser wegen der Umstände doch eher zurückhaltend. Wallner muss ja nicht alles wissen. Zunächst muss der Bewohner des Hofes befragt werden, dieser ist allerdings im Krankenhaus und hat ein sicheres Alibi.


    Im neunten Auftritt von Wallner und Kreuthner gibt es wieder einen spannenden Fall, bei dessen Aufklärung Kreuthner wieder eher wie ein Hindernis wirkt. Dennoch muss der Hintergrund des Mordes aufgeklärt werden. Privat geht es ins Wallners Leben eher ruhig zu. Wie oben erwähnt, ist sein Kollege Kreuthner da umtriebiger. Das bereitet Wallners Großvater Manfred schon ein paar Sorgen. Mit seinen fast neunzig Jahren ist er gerade auf dem Trip, dass er mal die Dinge ausprobieren will, die er vorher nicht gewagt hat. Das wiederum bereitet seinem Enkel Kopfschmerzen. Schließlich möchte er nicht, dass sein Opa wegen Drogenbesitz verhaftet wird.


    Dieses Hörbuch ist gekonnt vorgetragen von Michael Schwarzmeier, der es versteht den handelnden Personen eine eigene und wiedererkennbare Stimme zu geben. Die verschiedenen Akzente zu hören und sich dabei die Ermittler und ihre Angehörigen vorzustellen, macht echt Spaß. Dabei ist es am Anfang etwas kompliziert dem Fall zu folgen, was sich zum Glück schnell ändert, wenn man einige Zusammenhänge erkennt. Und je mehr Zusammenhänge man erkennt, desto spannender wird es. Auch wie die Polizeibeamten vorgehen, gründlich und zielstrebig oder auch chaotisch und aus dem Bauch heraus, ist fesselnd zu lesen. Und wenn Clemens Opa Manfred dann aus der Kneipe angeliefert bekommt, natürlich nicht nüchtern, geht man schon mal lachend durch den Laden und ist froh, dass dies hinter der Maske nicht sofort zu erkennen ist.

  17. Cover des Buches Schafkopf (ISBN: 9783426504864)
    Andreas Föhr

    Schafkopf

     (185)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Der zweite Teil der Reihe für mich. Er hat mir gut gefallen, wenn mir auch nicht alles gefallen hat (SPOILER).

    Das fand ich gut:

    Wallner hat mehr ein Privatleben mit einer kleinen Liebesgeschichte und er ist nicht nur der Kommissar. Da ich früher in der Gegend häufig im Urlaub war, sagen mir viele Städte und Dörfer etwas. Den bayrischen Dialekt mag ich auch sehr. 


    Das fand ich nicht so gut: 

    Schon am Anfang hab ich gemerkt, dass das Grundgerüst des Romans ähnlich ist wie der des ersten Teils. Er besitzt viele Rückblenden, die alle in verschiedenen Zeiten spielen, teilweise die Rückblende von der Rückblende, dass fand ich etwas anstrengend. Auch in der Gegenwart gibt es viele verschiedene Stränge. Das wurde alles sehr unübersichtlich.


    Fazit: Auch wenn einiges verworren war, fand ich doch einige Stränge und Twist wirklich gut gemacht und unerwartet. Was ich allerdings nicht so mag, ist, wenn der Aufbau im jeden Band recht ähnlich ist. 


    Behalten oder weg? Solange ich die Reihe nicht fertig habe, bleiben alle Teile da :)

  18. Cover des Buches Totensonntag (ISBN: 9783426512951)
    Andreas Föhr

    Totensonntag

     (141)
    Aktuelle Rezension von: pileofmagic

     KRIMINALROMAN; Alles beginnt am 1. Mai 1945, wenige Tage vor dem Ende des 2. Weltkrieges. Achtzig Frauen aus Nebenlagern des KZs Dachau sind mit dem SS-Hauptscharführer und weiteren SS-Männern auf dem Weg nach Tirol. Dabei wird insbesondere eine Frau, Frieda Jonas, in den Vordergrund der Handlung gestellt.
    47 Jahre später, im Herbst 1992 werden Kommissar Wallner und sein Kollege Kreuthner Zeugen einer Geiselnahme in Miesbach. Der Geiselnehmer begeht, vor der Erfüllung seiner Forderungen, Selbstmord. Er gibt den Beamten allerdings den Tipp, dass sich im Keller einer Kirche ein gläserner Sarg mit Leiche befindet. Bei der Durchsuchung der Kirche bewahrheitet sich seine Aussage. Die Polizisten stoßen auf einem geheimen Raum, in welchem sich tatsächlich ein Sarg befindet. Name und Lebensdaten sind auf dem Sarg eingraviert: Frieda Jonas 24.03.1921-02.05.1945. Sie wurde mit einem Kopfschuss getötet. Der Fund gibt den beiden leitenden Kommissaren Rätsel auf, denn bei weiteren Recherchen zu den Geschehnissen am Ende des zweiten Weltkrieges, geben die Dorfbewohner an sich nicht an Frieda erinnern zu können.
    Während der Ermittlungen kommt es zu einem weiteren Mord, zu dem Mord eines Mannes, der mit seinem Wissen die Möglichkeit gehabt hätte den Täter zu überführen. Den Polizisten wird deutlich: Der Mörder lebt noch und ist bereit über Leichen zu gehen, um seine Spuren zu verwischen. Die beiden Kommissare ermitteln mit Hilfe der zuständigen Staatsanwältin und kommen dabei schwerwiegenden Ereignissen auf die Spur.
    Der Schreibstil ist angenehm, einige Charakter verständigen sich im bayrischen Dialekt, was bei Bewohnern der Region sicherlich zu einem Heimatgefühl beiträgt. Die normalen Kapitel aus dem Jahr 1992 werden in unregelmäßigen Abständen von Kapiteln aus dem Jahr 1945 unterbrochen, was den Leser die Geschehnisse um Frieda besser nachvollziehen lässt.

  19. Cover des Buches Die Lilith Verheißung (ISBN: 9783746628967)
    Martin Calsow

    Die Lilith Verheißung

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Gospelsinger
    In Deutschland brechen die Pocken aus. Wie bitte? Die sind doch ausgerottet! Nein, sind sie nicht, denn in einigen Hochsicherheitslaboren existiert das Pockenvirus weiter. Natürlich nur, um Abwehrmöglichkeiten zu erforschen, falls ein anderes Land auf die Idee kommt, eine Pockenepidemie auszulösen. Und genau das ist in diesem spannenden Thriller, der nahtlos an den ersten Band, „Der Lilith Code“, ansetzt, geschehen. Katastrophen bringen das Beste in den Menschen hervor und werden mit einer überwältigenden Solidarität der Menschen untereinander überstanden. Das ist die optimistische Annahme. Wahrscheinlicher allerdings ist das in diesem Buch durchgespielte Szenario, das so gar nichts von Friede, Freude, Eierkuchen hat. Denn im Zweifelsfall ist sich jeder selbst der Nächste, der Überlebenstrieb ist stärker. Der Ausbruch der Pockenepidemie in Deutschland hat jedenfalls weitreichende Auswirkungen. Das öffentliche Leben bricht zusammen, die demokratischen Grundrechte werden außer Kraft gesetzt. Die Bürger werden kaserniert und zwangsgeimpft. Offensichtlich wurden die freigesetzten Pockenerreger manipuliert, denn der von der Bundesregierung eingelagerte Impfstoff wirkt nicht richtig. Da tritt der Großindustrielle Arwed Köhn auf die Bildfläche. Zufällig hat er einen neuen, hochwirksamen Impfstoff entwickelt, der nur noch schnell die Zulassung bekommen muss… Arved Köhn hat außerdem die österreichische Privatermittlerin Regina Bachmaier beauftragt, ein verschollenes Gemälde von Hieronymus Bosch aufzuspüren. Zusammen mit ihrem Freund, dem deutschen Arzt Jan Kistermann, macht sie sich auf die Suche. Als ein Einsiedler, der mehr über das Geheimnis des Bildes und dessen angeblichen magischen Kräfte sagen kann, brutal ermordet wird, wird es auch für Regina und Jan wieder gefährlich. Wie schon im ersten Band der Serie beginnt damit eine wilde Jagd durch mehrere Länder. Diesmal allerdings nicht im Nahen Osten, sondern in Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden. Denn hinter dem Auftrag, das Bild zu finden, steckt mehr als der Wunsch eines Kunstliebhabers, seine Sammlung zu komplettieren. Dieses Bild scheint einen wichtigen Hinweis zu enthalten, der die Pockenepidemie eindämmen könnte. Ich habe dieses Buch genau wie den ersten Band förmlich verschlungen. Rasant und mit vielen Ortswechseln wird die Handlung vorangetrieben. Dabei kommen die Charaktere aber nicht zu kurz, sie sind lebendig beschrieben. Man trifft selten auf eine dermaßen gelungene Mischung aus Fiktion und Realität, auf einen so gekonnten Umgang mit historischen und religiösen Hintergründen und auf so kompetente, dabei aber nicht trockene, Vermittlung wissenschaftlicher Fakten. Dieser spannende und anspruchsvolle Schmöker sorgt für viele angenehme Lesestunden.
  20. Cover des Buches Schäfers Ermittlungen / Die Tote(n) vom Tegernsee (ISBN: 9783745049442)
    Mona Frick

    Schäfers Ermittlungen / Die Tote(n) vom Tegernsee

     (17)
    Aktuelle Rezension von: mehrpfot
    Die Tote(n) vom Tegernsee – eine Kurzkrimikomödie mit Herz
    *****5 (4,5) von 5 Sterne

    Vorab:
    Meine Rezension stellt keine Inhaltsangabe dar, sondern gibt meine ganz persönliche Meinung wieder, die ich zu einem Buch habe, und was ja auch Sinn und Zweck einer Rezension ist.
    Eine Ebookausgabe habe ich bereits letztes Jahr gelesen, bekam jedoch nun die Printausgabe von der Autorin.

    Das markante Cover mit der Dirndl-Ente hatte meine Aufmerksamkeit erregt und ich ließ mich vom Klappentext total anfixen:
    Im dritten Fall von Oberkommissar Schäfer geht es ins liebliche Bayern, „und wieder gibt`s `en Toten!", würde der schwäbische Kommissar sagen. Gleichzeitig gilt es, eine verschollene Cousine aufzufinden. Bayrisch und schwäbisch fliegen die Fetzen, und endlich wird ein lang gehütetes Familiengeheimnis gelüftet …

    Sprachlich oder die Story betreffend gibt es an dieser Kurzkrimikömödie gar nichts zu meckern.
    Ich als Leser/in fliege nur so über die Worte, Zeilen und Seiten.
    Auch die Kapiteleinteilung gefällt wahnsinnig gut mit den aussagekräftigen Überschriften und dazu passende, erklärende „Ausflüge“ ins bayerische Wörterbuch. .

    Die Einflechtung der den Protagonisten doch eigene Dialektsprache ist meiner Ansicht nach rundum gelungen und unterstreicht die Situationskomik noch zusätzlich.
    Ein ständiges Schmunzeln beim Lesen lässt sich nicht verhindern. ;-)

    Auch die Liebe kommt in dieser Krmikomödie nicht zu kurz, es geht Einem beinahe das Herz auf und Leser/in freut sich mit.

    Dieser dritte Teil um Oberkommissar Schäfer lässt sich prima lesen, ohne die vorherigen Teile zu kennen.
    Ich habe die Vorkenntnis aus den vorherigen Ermittlungen nicht vermisst, doch ich hatte danach das dringende Bedürfnis, auch diese zu genießen.

    Kurz und gut:
    Eine wirklich tolle Kurzkrimikomödie mit einfach unheimlich liebenswürdigen und äußerst reizenden Protagonisten.
    Deshalb empfehle ich diesen knapp 80 Seiten langen kuscheligen ;-) und humorigen, aber dennoch spannenden Kurzkrimi uneingeschränkt.

    © JM-MS 04-2017
  21. Cover des Buches Der Prinzessinnenmörder (ISBN: 9783945386385)
    Andreas Föhr

    Der Prinzessinnenmörder

     (262)
    Aktuelle Rezension von: krimi_wahnsinn

    Inhalt: Polizeimeister Kreuthner stößt beim freischaufeln einer Bahn zum Eisstockschießen auf die Leiche eines jungen Mädchens. Die Tote wurde am Vorabend von den Eltern als vermisst gemeldet, aber nicht nur das. Das Brokatkleid welches das Mädchen trug ist Gold und in ihrem Mund befindet sich eine Plakette mit einer 1. Schnell wird Wallner und seinem Team klar, dass es sich wohl nicht um den letzen Mord handelt. Doch was steckt hinter dem ganzen? Das Dorf in den Alpen ist in heller Aufruhe und schnell wird der Mörder als „Prinzessinenmörder“ bezeichnet. Kurz nach dem Mord, wird eine weitere Leiche gefunden. Ein weiteres Mädchen fällt Wallner im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße, denn diese befand sich auf dem Dach seines Hauses. Auch diese Leiche weißt die selben Merkmale auf. Kann Wallner den Täter stoppen, bevor dieser wieder zuschlägt?

    Meinung: Das neue Lesejahr startet schon mal vielversprechend. Wobei ich das Cover der Bild-Ausgabe ehrlich gesagt ziemlich langweilig finde. Der Schreibstil von Andreas Föhr ist spannend, ohne übertrieben zu wirken. Auch die Ermittlungen stehen im Mittelpunkt und die Personen sind bildlich beschrieben. Auch fand ich gut, das der Humor nicht zu kurz gekommen ist, auf ein paar Seiten musste ich schon schmunzeln. Das Ende habe ich so nicht erwartet, wobei man schon am Anfang des Buches hin und wieder Hinweise auf den Täter und sein Motiv erhalten hat. Ich werde dieses Reihe auf jeden Fall weiterlesen!

  22. Cover des Buches Quercher und das Jammertal (ISBN: 9783894255893)
    Martin Calsow

    Quercher und das Jammertal

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Aufgedirndlt (ISBN: 9783492272933)
    Jörg Steinleitner

    Aufgedirndlt

     (15)
    Aktuelle Rezension von: SuEdelmann

    https://www.susanne-edelmann.de/2022/01/aufgedirndlt/

    Nachdem ich „Tegernseer Seilschaften“, den ersten Band rund um die Tegernseer Polizistin Anne Loop, beendet hatte, habe ich gleich mit dem zweiten Band weitergemacht. Schließlich waren am Ende doch ein paar Fragen für mich offengeblieben. Tatsächlich ermittelt Anne Loop weiterhin am Tegernsee, sie und ihre Tochter sind hier heimisch geworden und ihr Freund Bernhard ist wegen seiner Hypochondrie mittlerweile in Therapie.

    Es könnte also alles gemütlich seinen Gang gehen, doch herrscht plötzlich große Aufregung im Tegernseer Tal, denn der Emir von Ada Bhai (Wortspiel!) hat sich mitsamt seinen fünf Frauen und großer Entourage im Nobelhotel am See einquartiert und die Polizei soll nun für seine Sicherheit sorgen. Aber damit nicht genug: Der Emir veranstaltet ein großes Casting, denn er möchte seinen Harem um eine weitere Frau erweitern. Die Gewinnerin des Castings bekommt nicht nur den Emir zum Gatten, sondern obendrauf noch eine bayerische Immobilie im Wert von mehreren Millionen Euro.

    Klar, dass daraufhin der Teufel los ist. Nicht nur einheimische Madln wollen sich bewerben, aus ganz Deutschland reisen Kandidatinnen an, darunter auch eine komplette Kommune lebenslustiger Hippie-Amazonen aus Sachsen. Am See floriert der Handel mit pseudo-arabischen Souvenirs, die Einheimischen sorgen sich um den Ausverkauf ihrer bayerischen Heimat, während so mancher gstandener Bayer heimlich selbst von einem Harem träumt, und vor dem Hotel bilden sich täglich lange Schlangen heiratswilliger junger Frauen, die sich entsprechend aufgedirndlt (hochdeutsch: aufgehübscht, zurechtgemacht) haben, was wiederum auch so manches Mannsbild anlockt.

    Dann findet auch noch das berühmte Seefest statt, doch am nächsten Morgen treibt eine Leiche im Wasser: Es handelt sich dabei um eine der sächsischen Amazonen. Für Annes Chef ist der Fall klar: Die junge Frau wird nach dem Fest besoffen ertrunken sein. Doch die Ermittlungen ergeben ein anderes Bild, zumal das Opfer kurz vor seinem Ableben ganz offensichtlich noch Sex hatte – ob einvernehmlich oder nicht, ist nicht ganz klar. Nun wird also mit Hochdruck nach dem Sexpartner gesucht, der vermutlich auch der Mörder der Amazone ist. Und die Liste der Verdächtigen ist lang: Vom Emir selbst über den korrupten Bürgermeister bis hin zum beliebten Schlagerstar…

    Diesmal hatte ich keine anfänglichen Probleme, mich in den Schreibstil hineinzufinden. Stattdessen konnte ich mich über die vielen Klischees, die Steinleitner hier bis auf die Spitze treibt, köstlich amüsieren und musste beim Lesen mehrmals laut lachen. Allerdings fand ich diesmal das Ende ziemlich unbefriedigend: Nachdem den ganzen Krimi über so manche falsche Fährte gelegt wurde und es so viele Verdächtige gab, kam mir die Auflösung des Falls dann doch recht weit hergeholt vor.

    Aber nichtsdestotrotz bin ich nun „angefixt“ und da trifft es sich hervorragend, dass ich Ende Oktober bei einer Lesung von Jörg Steinleitner das Buch „Maibock“ gewonnen habe, ebenfalls ein Krimi aus der Reihe um Anne Loop. Die Bücher in chronologischer Reihenfolge: „Tegernseer Seilschaften“ (2010), „Aufgedirndlt“ (2012), „Räuberdatschi“ (2013), „Hirschkuss“ (2014) und „Maibock“ (2015).

  24. Cover des Buches Sommernächte am Tegernsee (ISBN: 9783548061917)
    Johanna Nellon

    Sommernächte am Tegernsee

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Pimpy2502

    „Sommernächte am Tegernsee“ von Johanna Nellon erzählt die Geschichte von Sabine, die von ihrem Onkel den Gasthof „Goldene Eiche“ am Tegernsee geerbt hat. Damit geht ein Traum in Erfüllung und natürlich möchte Sabine auch ihre eigenen Akzente setzen.

    Doch das stößt beim langjährigen und eingefahrenen Koch Alois auf Unverständnis und deshalb eckt sie das ein oder andere Mal mit ihm an. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht Altbewährtes mit neuen Ideen zu verknüpfen. Der Gasthof gewährt wenig Zeit für Privates, doch dann taucht plötzlich Jochen auf, ein attraktiver Reitlehrer, der Sabine gehörig den Kopf verdreht. Ein Unfall lässt ihre Gefühlswelt mächtig durcheinander wirbeln. Gibt es für die Liebe von Jochen und Sabine eine Zukunft?

     

    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und bringt den Leser gedanklich schnell an den Tegernsee. Das liegt zum einen daran, dass die Charaktere so lebensecht geschaffen wurden, zum anderen an der bildlich beschriebenen Landschaft. Das sommerliche Flair tut sein Übriges. Auch wenn ich noch nicht am Tegernsee gewesen bin, konnte ich mir das Setting total gut vorstellen. Das Cover passt hervorragend zum Buchinhalt und bestärkt das aufkommende Urlaubsfeeling. Die Protagonisten haben mich alle mit ihrer Natürlichkeit überzeugen können und auch vereinzelte Nebenrollen, die etwas Unruhe in die traute Bergwelt bringen, fügen sich gut in die Story ein. Ein besonderes Schmankerl waren für mich die bayerischen Rezepte, die an passender Stelle ihren Platz im Buchverlauf finden. Für mich ein rundum gelungenes, herrliches Buch zum Abschalten und Wegträumen. 

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