Bücher mit dem Tag "tel aviv"

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95 Bücher

  1. Cover des Buches Nur ein kleiner Sommerflirt (ISBN: 9783570308615)
    Simone Elkeles

    Nur ein kleiner Sommerflirt

     (487)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Früher hat Amy Nelson davon geträumt, mehr Zeit mit ihrem Vater zu verbringen. Doch Ron Barak, der College-One-Night-Stand ihrer Mutter, ließ sich schließlich nur noch an ihrem Geburtstag bei ihr blicken. Deshalb ist sie auch sehr reserviert, als er sich plötzlich bei ihr meldet und sie den Sommer über mit nach Israel nehmen möchte, da ihre Großmutter schwer krank ist. Amy ist nicht nur sauer, weil sie eigentlich ins Tennis-Camp wollte und jetzt ihren Freund in Chicago zurücklassen muss, sie hatte auch keine Ahnung, überhaupt Verwandte in der Heimat ihres Erzeugers zu haben. Außerdem hält sie das Land für ein Kriegsgebiet. Ein Kulturschock jagt den nächsten, die Sechzehnjährige findet sich nicht nur in einem Moschaw, einer genossenschaftlichen Siedlung, in einer Familie wieder, überhaupt sind ihr die ganze israelische Mentalität und der jüdische Glaube fremd. Und dann ist da auch noch der achtzehnjährige Avi, der sie ständig auf die Palme bringt.

    Der beste Weg zur Völkerverständigung ist es, fremde Länder kennenzulernen – oder in diesem Fall einfach Simone Elkeles‘ ersten Band ihrer Sommerflirt-Trilogie zu lesen. Durch die Augen der Ich-Erzählerin erfährt man mehr über das normale Leben in Israel – samt Palästinenserkonflikt und Bombendrohungen – als in jeder Nachrichtenmeldung. Die Autorin doziert nicht, sondern schafft es, mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe Details aufzunehmen, die sie dann unterhaltsam und oft humorvoll in ihre Bücher einfließen lässt. Das gilt auch für ihre Darstellung von jugendlichen Protagonisten, für die sie ein ganz besonderes Gespür hat. Amys Sprache und ihre Sicht auf die Welt wirken deshalb absolut lebensnah, ebenso wie das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch, das sie bald bei ihren Gedanken an Avi überkommt. „Nur ein kleiner Sommerflirt“ ist viel mehr als der Titel verspricht, nämlich ein unsagbar schönes Jugendbuch über das Leben, die Liebe, Freundschaft und Familie. (TD)

  2. Cover des Buches Wir sehen uns am Meer (ISBN: 9783462048612)
    Dorit Rabinyan

    Wir sehen uns am Meer

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Lesefee2305

    „Ach, das Meer, das Meer, das Meer ist einzigartig!“

     

    „Wir sehen uns am Meer“ ist ein Roman von Dorit Rabinyan. Er erschien im Januar 2018 im Droemer Knaur Verlag.

    Liat und Chilmi begegnen sich in New York und verlieben sich ineinander. Doch die Liebe, die so perfekt scheint, ist nur eine Liebe auf Zeit, denn Liats Rückflug in die Heimat ist schon gebucht und eine Beziehung zwischen Israelin und Palästinenser sowieso ausgeschlossen… Doch Gefühle halten sich ja bekanntlich nicht immer an Regeln, kann es für die beiden also eine Zukunft geben…?

     

    „Wir sehen uns am Meer“ ist kein typischer Liebesroman. Liat und Chilmi wären sich in Heimat niemals begegnet. Es wäre schlicht und ergreifend nicht möglich gewesen, denn es ist Palästinensern verboten in die Gebiete der Israelis zu kommen. In New York jedoch, ist alles anders und sogar eine Beziehung zwischen Israelin und Araber scheint möglich. Dennoch ist die Beziehung der beiden eine Liebe auf Zeit, denn Liats Rückflug in die Heimat ist bereits gebucht, ein Umdenken kommt für sie nicht in Frage.

    Zudem ist die Beziehung während der gesamten Zeit von Vorurteilen überschattet. Liat schämt sich für Chilmi und leugnet seine Existenz vehement vor Freunden und Familie, was Chilmi fortwährend verletzt und traurig macht.

    Über lange Abschnitte hatte ich das Gefühl zu wenig Kenntnisse über die Situation in Israel zu haben, um die Zusammenhänge und Konfliktpunkte im Roman vollständig zu verstehen. Diese Ahnung bleibt auch nach dem Beenden des Buches bestehen und zurück bleibt das vage Gefühl zu wenig Allgemeinbildung zu besitzen. Trotzdem habe ich einige Einblicke in den Konflikt um Israel gewinnen können und denke, dass die Vorurteile und angesprochenen Sichtweisen sich nicht nur auf dieses Land, sondern auch auf weitere Länder und Völker übertragen lässt. Viel zu oft lassen wir uns von Dingen leiten, die wir einmal gehört haben oder die man uns von klein auf beigebracht hat. Viel zu selten hinterfragen wir die Dinge oder geben Fremden eine wahre Chance.

    Dieses wird im Roman sehr deutlich, denn durch die rückblickende Ich-Perspektive von Liat werden ihre widersprüchlichen Gefühle zu Chilmi sehr deutlich. Auf der einen Seite ist sie bis über beide Ohren verliebt, auf der anderen Seite verleugnet sie die Beziehung und erschreckt ein ums andere Mal über sich selbst und die „Ungehörigkeit“ ihrer „Affäre“. Da die Autorin selbst Israelin ist, gehe ich davon aus, dass Liats Gefühle und ihr Verhalten sehr realistisch und authentisch ist. Ich für meinen Teil fand ihre Gedanken jedenfalls sehr nachvollziehbar und logisch, die Beschreibungen aus ihrer Kindheit erschreckend und Ungleichheit der beiden Völker im selben Land beängstigend. Welten scheinen aufeinander zu treffen mit Sichtweisen, die kaum entgegengesetzter sein könnten und trotzdem doch dasselbe wollen: Frieden, Sicherheit und Heimat.

    Ob Liat und Chilmi eine gemeinsame Zukunft haben oder nicht, ist die Frage, die man sich während des Lesens immer wieder fragt und irgendwie war für mich jeder Ausgang möglich. Dennoch hat mich das reale Ende dann wirklich überrascht und vollständig schockiert. Ich bin entsetzt, erschüttert und sprachlos. Die Verknüpfung zum Buchtitel ist großartig und dennoch kaum zu erahnen, bevor man es nicht gelesen hat. Ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll und eine endgültige Bewertung fällt mir wirklich schwer.

    Eindeutig weiß ich aber, dass das Buch mich bewegt und berührt hat, mich zum Nachdenken gebracht hat und eindeutig „schwerere Kost“ war, als die Romane die ich normalerweise lese.

     

    Mein Fazit ist daher insgesamt auch positiv und ich vergebe 4 von 5 Sternen. Zwar hatte ich, gerade im letzten Abschnitt Probleme mit der ungewöhnlichen Erzählweise, die plötzlich vom klassischen Ich-Erzähler in einen Ich-Erzähler wechselt, der von „dir“ berichtet und hatte auch über lange Strecken das Gefühl zu wenig informiert für dieses Buch zu sein, trotzdem hat das Buch mich aber berührt und bewegt. Ich glaube, es ist ein großartiger Roman mit wichtiger Botschaft und denke, dass man ihn unbedingt gelesen haben sollte!

  3. Cover des Buches Totengebet (ISBN: 9783442482498)
    Elisabeth Herrmann

    Totengebet

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Ein Anwalt wacht im Krankenhaus auf und kann sich an fast nichts mehr erinnern, außer an eine schöne junge Frau, die Jüdin ist. Er recherchiert zunächst in Berlin und dann in Israel.

    Von dieser Autorin kannte ich zwar dem Namen nach, aber ich glaube, ich hab noch kein Buch von ihr gelesen. Eigentlich ist es auch nicht mein Thema, aber auf der anderen Seite finde ich Amnesie oder Teilamnesie immer sehr spannend. So habe ich mich auf das Buch, das ich irgendwo ertauscht oder im Second Hand Shop gekauft hatte eingelassen. Es hielt mich von Anfang an gefangen. Auch die Charaktere fand ich sehr interessant und echt, ich hätte nie herausgefunden, wer jetzt der Mörder war. Dabei haben – wenn ich so nachdenke – doch einige Leute den Mörder nicht gemocht. Nun ja, wie dem auch sei. Der Anfang war für mich sehr spannend, die Mitte sehr interessant, weniger spannend und der Schluss wieder spannend mit Highlights. Es ist wohl der 5. Fall einer Serie, wie ich im Internet lesen konnte.

    Also das Buch war wirklich gut, aber am Ende hätte ich dann noch einige Fragen gehabt und ein Buch mit 438 Seiten (ohne Danksagung und Glossar) sollte – meiner Meinung nach – keine Fragen offen lassen. Die Bücher, die ich lese haben normalerweise um die 300 Seiten. Außerdem war das ganze dann doch etwas verwirrend. Zudem kannte ich ja noch keinen Charakter des Buches. Und ich denke, dass das irgendwie mehr so was wie eine Familientragödie war und eher weniger ein Krimi. Ein Thema mit dem ich sonst nichts anfangen kann und trotzdem hab ich das Buch, in etwas weniger als einer Woche, ausgelesen und fand es spannend. Nur, dass da Fragen offen blieben, fand ich sehr schade.

    Ich hab mir bei LB die Rezis angesehen, damit ich mich ein wenig über die Serie informieren konnte. Und da las ich, mit größtem Erstaunen - dass das das wohl der schlechteste Teil der Serie war (bis 2016, denn ich vermute, es gibt weitere Teile). Nun ja, dann brauch ich unbedingt weitere Bücher, denn wenn mich etwas fesselt, was mich sonst niemals interessieren würde, dann muss die Autorin wirklich gut sein.

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen. Es gab bei mir zwar kleinere Kritikpunkte, trotzdem werde ich das Buch mit 4 Sternen empfehlen.

  4. Cover des Buches Der Russe ist einer, der Birken liebt (ISBN: 9783423142465)
    Olga Grjasnowa

    Der Russe ist einer, der Birken liebt

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Lesegezwitscher



    *Klappentext*

    Mit kühler Ironie und beeindruckender Prägnanz erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte der höchst eigenwilligen jungen Mascha, die keine Grenzen kennt. In ihrer Welt kommen viele Kulturen und viele Traditionen zusammen. Sie könnte überall leben. Doch eine Heimat hat sie nicht.

    (©dtv_verlag )


    *Meinung*

    Wow, dieses kurze Buch beinhaltet so viele Themen. Mascha ist traumatisiert von dem Bürgerkrieg in ihrem Geburtsland Aserbaidschan und erfährt in Deutschland eine Retraumatisierung durch einen schweren Schicksalsschlag. 

    Sie kann fünf Sprachen und hat verschiedene Wurzeln. Sie ist Jüdin, Russin, Deutsche.

    Es geht um Zugehörigkeit und um die Frage, wie sehr wir uns mit unserer Herkunft identifizieren (müssen?) und in wie fern sie uns ausmacht. 

    🌳🌳🌳🌳🌳🌳

    Die Geschichte wurde gegen Mitte etwas zäh und das zog sich bis zum Ende hin. Der Roman lebt nicht davon, DASS die Geschichte erzählt wird, sondern WIE.

    Die Autorin hat es aber sehr gut geschafft, das "Innere" der Protagonisten nach Außen zu bringen und es gleichzeitig geschafft, dass sie uns fern bleibt, weil sie einfach niemanden an sich ran lässt.


    *Fazit*

    Für mich ein gutes Buch, welches wichtige Themen anspricht, mich aber ab der zweiten Hälfte nicht mehr richtig packen konnte.

    Hätte ich es nicht empfohlen bekommen, wäre es mir aufgrund des (meiner Meinung nach) nicht gelungen Covers wohl nicht aufgefallen. 

  5. Cover des Buches Später Frost (ISBN: 9783462044492)
    Voosen | Danielsson

    Später Frost

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt:

    Ingrid Nyström wurde gerade befördert und Stina Forss aus Deutschland wurde ihrem Team als Mitarbeiterin zugeteilt. Die beiden haben sich einander kaum vorgestellt als sie zu einem Mordfall gerufen werden. Das Opfer Schmetterlingsforscher Balthasar Frost wurde in seinem Gewächshaus grausam zu Tode gefoltert. Die Frage wer dem alten, zurückgezogen lebenden Mann so etwas antut führt die Ermittler nicht nur in höchste politische Kreise sondern auch an menschliche Abgründe.

    Meine Meinung: Das Autorenduo hat einen ruhigen, angenehm zu lesenden Schreibstil. Nur langsam baut sich etwas Spannung auf. 

    Die Geschichte wird gut erzählt, der Wechsel zwischen mehreren Personen ist für das Verständnis hilfreich - aber erst nachdem man diese auseinanderhalten kann (was mir zugegeben hier recht rasch gelungen ist). Es ist ein eher ruhiger Krimi in einem düsteren Winter Schwedens. Gegen Ende wird das Tempo allerdings angezogen was mir gut gefallen hat. 

    Die Protagonisten waren mir sympathisch und die Andeutungen über ihr "privates" Leben, lassen sie geheimnisvoll erscheinen. Das ein oder andere Detail wird in diesem Buch bereits enthüllt, aber da es eine Reihe ist, gibt es noch genug Geheimnisse für den Folgeband. Ich wünsche mir für alle Protas noch mehr Tiefe, um manche ihrer Handlung besser verstehen zu können. 

    Insgesamt ein wenig mehr Einblick in die ein oder andere Tätigkeit hätte hin und wieder nicht geschadet. Manches blieb mir zu oberflächlich. 

    Mein Fazit: Ein ruhiger Krimi der sich, wenn man einmal drin ist, relativ leicht lesen lässt. 

  6. Cover des Buches Breaking News (ISBN: 9783596030644)
    Frank Schätzing

    Breaking News

     (181)
    Aktuelle Rezension von: FKlmp

    Ein sehr interessantes und streckenweise auch spannendes Buch zu einem aktuellen Thema. Man lernt nebenbei sehr viel über die Geschichte des nahen Ostens. Ich würde allerdings empfehlen das Buch ohne längere Unterbrechungen durch zu lesen, da verschiedene Handlungsstränge die Geschichte teilweise recht komplex machen. Im Großen und Ganzen eine klare Empfehlung.

  7. Cover des Buches Über uns die Nacht (ISBN: 9783453357778)
    Anat Talshir

    Über uns die Nacht

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „In den vergangenen Monaten hatte ihre unglaubliche Liebesgeschichte auf einem Fundament der Gewissheiten geruht: Sie wussten, dass unter ihnen die Erde und über ihnen der Himmel war – und alles andere in ihrer Hand lag.“ (Zitat Seite 103)

     

    Inhalt

    1947 lernen sie sich zufällig auf einem Empfang anlässlich einer Parade zu Ehren von King George VI kennen. Lila Cassuto ist eine junge, unabhängige Frau, arbeitet als Maniküre. Elias Riani ist ein junger, vermögender Teehändler. Doch ihrer Liebe bleibt nicht viel Zeit, denn die Jüdin Lila wohnt im Westteil von Jerusalem, der Araber Elias im Ostteil. Am 29. November 1947 wird die Teilung Palästinas beschlossen, der Staat Israel entsteht. Die Mauer, die bald darauf Jerusalem teilt, wird zu einem unüberbrückbaren Hindernis und trennt Lila und Elias für neunzehn Jahre. Sie vergessen einander nicht, doch ihr Leben entwickelt sich völlig unterschiedlich. Kann es einen Neubeginn geben?

     

    Thema und Genre

    In Roman geht es um die Problematik der Staaten Palästina und Israel, die geteilte Stadt Jerusalem, Politik, Kriege, Religion, vor allem aber um Familie und Liebe.

     

    Charaktere

    Lila ist eine engagierte, unabhängige Frau. Sie kann Elias nicht vergessen und hofft, ihn eines Tages wiederzusehen. Elias wählt seinen eigenen Weg, resigniert beugt er sich den Wünschen seiner Eltern. Nomi ist die Tochter von Lilas Freundin Margo, doch zu Hause wird das an allem interessierte Mädchen von allen übersehen, sie schließt sich Lila an und lernt später auch Elias kennen.

     

    Handlung und Schreibstil

    Die Geschichte findet auf zwei Zeitebenen statt und wird abwechselnd erzählt. Der erste Erzählstrang spielt in der aktuellen Zeit, im Jahr 2006, der zweite Erzählstrang umfasst die Ereignisse in den Jahren 1947 bis 1967. Im Mittelpunkt stehen die Liebe zwischen einem Araber und einer Jüdin, das unterschiedliche Lebensumfeld und das weitere Schicksal. Die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat bleiben Hintergrundthemen, wie auch die damit verbundenen Probleme und Kriege. Ich hatte etwas mehr Zeitgeschichte und weniger romantische Liebe erwartet. Die Sprache ist poetisch, leicht zu lesen und passt zum Genre.

     

    Fazit

    Ein romantischer Liebesroman, in dessen Mittelpunkt eine Jüdin und ein Araber stehen und ihre Liebe in Israel, in der durch eine Mauer geteilten Stadt Jerusalem.

  8. Cover des Buches Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (ISBN: 9783518467268)
    Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Eigentlich hatte ich nie vor, dieses Buch zu lesen. Schlussendlich tat ich es trotzdem und zwar für die Weltreise-Challenge. Also liess ich mich von Amos Oz durch Jerusalem und seine Geschichte führen. Es war kein Flop, obwohl ich mich doch etwas durch das Buch quälen musste, und das ist schon mal nicht schlecht.

    Grundsätzlich bin ich nun froh, sagen zu können, dass ich ein Buch von Amos Oz gelesen habe. Dazu auch noch sein wohl bekanntestes. Am meisten gefielen mir die einzelnen Passagen, in denen es um die Literatur und Amos' intellektuelle Familie ging. Also vor allem der Anfang hat es mir doch sehr angetan.

    Doch schlussendlich hat sich das Buch für mich zu sehr verzweigt, aber damit hatte ich schon gerechnet. Vielleicht war meine Lektüre somit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, wobei ich wie schon gesagt, vom Anfang sehr begeistert war. Aber mit der Zeit liess meine Faszination merklich nach und ich blieb eigentlich nur wegen ein bisschen Faktenwissen und der Challenge dabei.

    Sprachlich bewegt sich Oz auf einem Niveau, das seinem Ruf gerecht wird. Ein präziser Schriftsteller, sehr begabt, ein Talent, welches aus seinem familiären Umfeld gewachsen ist. Wer in eine solch akademische Familie hineingeboren wird, dem liegt das Spielen mit den Worten wahrscheinlich im Blut. Dennoch war es ermutigend zu erfahren, dass auch jemand wie ein Amos Oz Mühe hatte. Deshalb war es auch wieder das Ende, das mich nach längerer Durststrecke wieder mitnahm.

    Ich bin froh, dass ich das Buch durch habe. Trotz meines Mühsals war die Lektüre nicht vergebens. Viele schöne Textzeilen warten darauf, niedergeschrieben zu werden. Ausserdem habe ich einiges über die Geschichte Jerusalems und Israels lernen können. Kein Buch ist vergebens und dieses schon gar nicht.

    Bücher wie "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" tun gut, auch wenn man sich durch sie durchkämpft. Auch dann, wenn man die Handlungen der Figuren nicht versteht. Nicht versteht, wie sie oft nicht zufrieden sein können, wenn sie doch ein Leben leben, das ich auch gerne hätte. Aber jeder kämpft mit seinen Geistern, auch das lehrt uns Oz. Manchmal sind sie auch zu stark, dies zeigt das prägende Erlebnis des Todes der Mutter, das an unterschiedlichen Stellen thematisiert wird.

    Ein eindrückliches Buch mit starkem Charakter. Ein Buch, das sich nicht so leicht unterkriegen lässt, trotz aller Unwirtlichkeiten. Deshalb prädestiniert wie kein zweites, um Israel zu repräsentieren.
  9. Cover des Buches Schmerz (ISBN: 9783833310768)
    Zeruya Shalev

    Schmerz

     (47)
    Aktuelle Rezension von: otegami

    Von den Folgen eines Selbstmord-Attentats vor 10 Jahren hatte sich Iris nie richtig erholt: sie übte wohl ihre Arbeit als Schuldirektorin aus und kümmerte sich um ihre Familie, aber dies alles geschah mehr mechanisch. Die Familie ist geprägt von Schuldgefühlen: ob Ehemann oder die Kinder (inzwischen 21 und 17 Jahre alt), jeder denkt, es lag an ihm, dass Iris am Tag des Selbstmord-Attentats zu dieser Zeit an diesem Ort war.

    Und dann überschlägt sich alles: bei einem Krankenhausbesuch aufgrund ihrer großen Schmerzen trifft sie wieder auf ihre Jugendliebe Eitan, der sie vor 30 Jahren verlassen hatte.

    Kann es einen Neuanfang geben, auch wenn dies für Iris bedeutet, die Familie zurückzulassen, die nötiger denn je ihrer Hilfe bedarf?!

    Auch wenn ich die Verhaltensweisen und Gedankengänge von Iris oft nicht nachvollziehen konnte, auch Schwierigkeiten hatte, diese mit ihrem Beruf als Schuldirektorin und einer gestandenen Frau, die die Mitte Vierzig überschritten hat, in Verbindung zu bringen, bereitete mir das Lesen doch viel Freude.

    Die Schreibweise von Zeruya Shalev – ohne erkennbare wörtliche Rede und lange Sätze – kannte ich schon aus ihren früheren Büchern und hatte mich schnell wieder daran gewöhnt. Äußerst interessant fand ich außerdem die Beschreibung des täglichen Lebens in Israel mit seinen Besonderheiten und die Intensität der Gefühle.



  10. Cover des Buches Per Anhalter durch den Nahen Osten (ISBN: 9783959102452)
    Patrick Bambach

    Per Anhalter durch den Nahen Osten

     (15)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Das Cover gefällt mir.

    Am Anfang gibt es eine Karte, wo man als Leser die Reise mit verfolgen kann.

    Der Schreibstil ist im Tagebuch - Stil. Finde ich persönlich gut, daher hat man das Gefühl mit dabei zusein. Den Mut die Strecke komplett zu trampen und bei Leuten zu übernachten, welche ich nicht kenne - Couchsurfing - finde ich mutig. Gerade in gewissen Ecken auf der Strecke.


    Ich hätte gerne mehr erfahren über manche Orte bzw. von der Bevölkerung, Fotos fehlen auf jeden Fall. Das macht einen guten Reisebericht aus. Es gibt am Ende einige Fotos aber für einen Reisebericht zu wenig. 

  11. Cover des Buches Winternähe (ISBN: 9783596033485)
    Mirna Funk

    Winternähe

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen

    Lola, Anfang/Mitte 30, Deutsche, Jüdin, nimmt den Leser mit auf eine Reise von Berlin nach Tel Aviv und Bangkok und konfrontiert ihn mit dem Antisemitismus in Deutschland, den Krieg in Israel im Sommer 2014 und der Frage nach Identität in einer globalisierten Welt. (Klappentext)

    Es ist der Debütroman von Mirna Funk, die in Ostberlin geboren wurde und Philosophie und Geschichte an der Humboldt-Universität studierte. Für diesen Roman wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis 2015 für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet.

    Mirna Funk lässt ihre Protagonistin Lola nach ihrer Identität suchen. Wer ist sie? Ihre Mutter Petra hat sie früh verlassen, weil sie ihr eigenes Leben leben wollte, hat jedoch Kontakt gehalten. Ihr Vater Simon ist später ausgewandert und eine neue Familie gegründet. Lola vermisst ihn schmerzlich, auch, weil sie hofft, dass er ihre Fragen beantworten kann, kommt aber nicht an ihn heran. Ausgangspunkt für diese Identitätssuche ist ein Erlebnis, dass Lola stark beschäftigt. Antisemitismus in Deutschland ist eben nicht nur in rechtsradikalen Kreisen zu finden. Auch der Palästina-Konflikt ist ein wichtiges Thema, mit dem Lola sich beschäftigt. Die Autorin verknüpft Gegenwart und Vergangenheit in einem wortgewaltigen Schreibstil.


    Fazit: Vielschichtig und differenziert 

  12. Cover des Buches Who the Fuck Is Kafka (ISBN: 9783423144841)
    Lizzie Doron

    Who the Fuck Is Kafka

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die israelische Schriftstellerin Lizzie Doron beschäftigte sich zu Beginn ihrer schriftstellerischen Arbeit vorwiegend mit dem Trauma der Shoa. Doch in den letzten Jahren widmete sie sich zunehmend der anderen Seite Israels zu: Den Muslimen. So auch in dem Buch „Who the fuck is Kafka“. Dabei wirbelt sie einige Fragen auf: Wer ist Opfer? Und wer Täter? Wessen Leid wiegt mehr? Und können Besatzer und Besetzte wirklich zueinander finden?

    Lizzie Doron und Nadim Abu Heni sitzen gemeinsam mit einer Vertreterin der Europäischen Union in einem Restaurant Tel Avivs. Sie wollen das gemeinsame und von der EU unterstützte Buch- und Filmprojekt besprechen. Doch eigentlich spricht nur Nadim. Er erzählt von seiner Kindheit und von seiner Frau Leila, die aus dem Gaza-Streifen stammt und deshalb lediglich aufgrund eines Touristenvisums, das jedes Jahr neu beantragt werden muss, in Jerusalem leben darf. Lizzie Doron schweigt, doch innerlich steigt ihre Wut während Nadim erzählt und die Vertreterin der Europäischen Union ein ums andere ein „Kafka“ ausstößt und ihr feindselige Blicke zuwirft. Für diese ist klar, wer in der Geschichte Israels gut und wer böse ist. Dass der Nahostkonflikt aber deutlich komplizierter ist, wissen Lizzie Doron und Nadim Abu Heni, die sich auf einer israelisch-palästinensischen Friedenskonferenz in Rom kennenlernen und von da an Freunde sind – oder zumindest versuchen, Freunde zu sein – nur zu gut. Denn zwischen ihnen liegt ein tiefer Graben voller Leid, Schuld und Vorwürfen, der unüberwindlich scheint.

    ICH DENKE AN NADIM, DER SICH IN ZYKLEN BEWEGT WIE DIE JAHRESZEITEN – ER KOMMT UND GEHT, ER KOMMT UND GEHT, HERBST, WINTER, FRÜHLING UND SOMMER. MANCHMAL STÜRMISCH, MANCHMAL RUHIG, MANCHMAL BLÜHEND, MANCHMAL WELK, MANCHMAL WARM, MANCHMAL KALT UND WIE ERSTARRT. – S. 12

    Lizzie Doron ist eine israelisch-jüdische Schriftstellerin und die Tochter von Überlebenden des Holocaust. Nadim Abu Heni – ein fiktiver Charakter, der an eine reale Person angelehnt ist – ist ein palästinensisch-muslimischer Journalist, der gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern in Ost-Jerusalem lebt. Als sie sich auf einer Friedenskonferenz kennenlernen, beschließen sie, ihre Geschichte festzuhalten und einen kleinen Beitrag zum Frieden im Nahostkonflikt zu leisten. Er will einen Film drehen, sie ein Buch schreiben. Doch währenddessen stoßen sie zunehmend an ihre Grenzen: Sie haben nicht nur unterschiedliche Vorstellungen vom Frieden, sondern sind auch durch ihre jeweiligen Vergangenheiten – Holocaust, Kriege, Terroranschläge, Besatzung und Nakba – nicht in der Lage, ihr gegenseitiges Misstrauen abzulegen und das Leid des jeweiligen anderen zu akzeptieren.

    DA WAREN EIN MANN UND EINE FRAU, DIE IM SELBEN LAND GEBOREN WORDEN WAREN, FÜR DEN EINEN HIESS ES PALÄSTINA, FÜR DIE ANDERE ISRAEL, DIE HAUPTSTADT DES EINEN WAR AUCH DIE HAUPTSTADT DER ANDEREN – NUR NANNTE ER SIE EL KUDS, UND SIE JERUSALEM. ER SPRACH NICHT HEBRÄISCH UND SIE NICHT ARABISCH. – S. 82

    „Who the fuck is Kafka“ sollte ursprünglich ein dokumentarisches Buch werden, in dem Lizzie Doron das Leben des palästinensischen Journalisten, der in dem Buch Nadim heißt, und ihre gemeinsamen Begegnungen festhält. Erst auf seine Bitte hin, wandelte die Autorin den Text ins Fiktive um und ließ seine Perspektive außen vor. Er hatte Angst als Kollaborateur diffamiert zu werden. Von der Arbeit an den gemeinsamen Projekten wussten zudem nur Nadims Frau und Kinder. Selbst vor dem eigenen Vater hielt er sie geheim. Somit ist „Who the fuck is Kafka“ zu einem Monolog der Autorin geworden, in dem sie sich in kurzen Abschnitten an ihre Freundschaft mit Nadim erinnert. Alles außerhalb dieser Freundschaft bleibt vage. Ihre Erinnerungen – die Übersetzung stammt von Mirjam Pressler – habe ich dennoch als sehr intensiv wahrgenommen. Die Spannung zwischen Lizzie Doron und Nadim Abu Heni ist auf jeder Seite zu spüren. Gleichzeitig hatte ich während des Lesens aber Probleme mit der starken Ich-Fokussierung der Autorin. So sehr sie Verständnis für ihr eigenes Leid einfordert, so wenig ist sie bereit, diese Empathie der palästinensischen Seite gegenüber zu zeigen. Nur die Perspektive Nadims hätte die Handlung komplettieren und damit ein Gleichgewicht in der Schilderung der Freundschaft herstellen können.

    Lizzie Doron vermag es in „Who the fuck is Kafka“ die ganze Komplexität des Nahostkonfliktes auf zwei Menschen herunterzubrechen, die trotz all ihrer Differenzen versuchen, Freunde zu sein. Sie entwickeln einen Traum, an dem sie schließlich beide scheitern: der Film wird nie gedreht, das Buch zur Sicherheit so geschrieben, dass der wahre Mensch hinter Nadim nicht zu erkennen ist. Damit fehlt dem Roman die Intensität der zweiten Perspektive – auf die Freundschaft und auf den Nahostkonflikt. Nichtsdestotrotz ist „Who the fuck is Kafka“ ein intensives Leseerlebnis, das viel über die Menschen Israels verrät.




    Weitere Rezensionen von mir findest du auf meinem Literatur- und Buchblog wortkulisse.net.
  13. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328102687)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Igelchen

    Was tut man mit einem Gewinn von einer halben Million Euro? Für Meike Winnemuth stand schnell fest, dass sie um die Welt reisen möchte. Jeden Monat sollte es eine andere Stadt sein. Dabei standen unter anderem Städte wie Sydney, Buenos Aires, Honolulu und Kopenhagen auf der Liste der Städte als Zuhause auf Zeit.

    Meine Meinung zum Buch
    Was für ein kluges, warmherziges und lustiges Buch. Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Sie hat mich mitgenommen auf eine wunderschöne Reise um die Welt. Am Aufenthaltsende einer jeden Stadt reflektiert die Autorin 10 Dinge, die sie über oder durch die Stadt gelernt hat. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele touristische Attraktionen abgeklappert zu haben. Es geht um eine Reise zu sich selbst. Was will ich wirklich vom Leben? Was erwarte ich von mir? Und sollten wir nicht mehr entschleunigen, statt Multitasking zu bejubeln?

    Wer sich auf eine ganz besondere Weltreise begeben möchte, der macht mit diesem Buch alles richtig. Es hat mir viele tolle Stunden Lesevergnügen beschert.

  14. Cover des Buches Gotteskrieger (ISBN: 9783492263580)
    Daniel Silva

    Gotteskrieger

     (20)
    Aktuelle Rezension von: smutcop
    Ein Topaktueller, dichter und glaubwürdiger Thriller über die islamische Bedrohung in Europa. Vieles von dem, was Daniel Silva hier beschreibt, ist inzwischen wahr geworden. Ein fesselndes Buch. Einen Stern Abzug wg der einen oder anderen Länge.
  15. Cover des Buches Mona (ISBN: 9783442483440)
    Dan T. Sehlberg

    Mona

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Noxia_Lupus

    Der Thriller "M.O.N.A." von Dan T. Sehlberg ist 2016 als Taschenbuch im Goldmann Verlag erschienen. Im Großen und Ganzen besteht M.O.N.A. aus zwei miteinander verbundenen Handlungssträngen. Auf der einen Seite gibt es den ehemaligen MIT Professor Samir Mustaf, der aus Rache einen hoch aggressiven Computervirus entwickelt und auf der anderen Seite ist der schwedische Erfinder Eric Söderqvist, der ein revolutionäres Programm geschrieben hat, welches ermöglicht Mensch und Maschine zu verbinden. Kurz nachdem das Computervirus verbreitet wurde, fällt Erics Frau Hanna Söderqvist in ein mysteriöses Koma. Hängt es damit zusammen, dass sie das Programm ihres Mannes nach der Verbreitung des Virus' ausprobierte? Mir hat der Thriller sehr gut gefallen. Beide Handlungsstränge sind sowohl für sich genommen als auch zusammen gesehen hoch interessant mit faszinierenden und realistisch handelnden Charakteren. Ich habe das Buch schnell und begeistert gelesen. Einzig und allein das Ende war nicht wirklich zufriedenstellend, doch zum Glück gibt es einen zweiten Band auf den ich sehr gespannt bin.

  16. Cover des Buches Der Nazi & der Friseur (ISBN: 9783423134415)
    Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

     (158)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Ja, es ist Satire und nein, ich kenne nichts in der Art. Von der SS zum Judentum - hin und wieder zurück und die Reise ist grausam verrückt. Mit guter Schreibe wird es sogar glaubhaft. Wer die Wohlgesinnten gelesen hat, wird von diesem Buch nicht so sehr überrascht sein, denke ich, aber dennoch ist es ein mutiges und gutes Buch.
  17. Cover des Buches Die Attentäterin (ISBN: 9783423136457)
    Yasmina Khadra

    Die Attentäterin

     (49)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Amin Jaafari ist ein hoch angesehener Arzt in Tel Aviv - und ein arabischer Israeli. Umso rascher gerät er unter Verdacht, als die Polizei herausfindet, dass seine Frau in Tel Aviv als Selbstmordattentäterin ein Restaurant sprengte. Jaafari kann es nicht fassen, dass er von dem Plan seiner Frau nichts wusste. Er reist nach Bethlehem und Dschenin, in die Zentren des palästinensischen Widerstandes. Unbeirrt versucht Jaafari, die Verantwortlichen zu finden, die seine Frau zu einer "Schwarzen Witwe" gemacht und sein Leben zerstört haben. (Klappentext laut Verlag)

    Meine Meinung:
    Im Praktikum hat eine andere Praktikantin begeistert von dem Buch erzählt und da ich mich schon seit der Schulzeit für den Nahost-Konflikt interessiere, musste ich das Buch unbedingt lesen.

    Gleich zu Beginn merkt man, dass dieses Buch keine normale Unterhaltungslektüre ist. Das erste Kapitel beginnt mit einer Bombenexplosion, mit Schmerzen, mit verletzten Menschen, mit Hilfeschreien. Es ist sehr blutig, nichts wird geschönt, aber das ist wahrscheinlich bei dieser Thematik auch nur schwer möglich.

    Im Verlauf nimmt zwar der physische Horror ab, es gibt nur noch kleinere Raufereien, aber der psychische Schmerz nimmt zu. Amin Jaafari versucht verzweifelt herauszufinden, was seine Frau zu diesem Schritt bewogen hat. Doch wen er auch fragt, jeder schweigt oder rät ihm, stolz auf die Tat seiner Frau zu sein und nicht weiter zu forschen.

    Wie so oft bei wirklich guten Büchern, fällt es mir schwer die Begeisterung in Worte zu fassen. Ich finde das Thema einfach wahnsinnig spannend und es wurde richtig gut umgesetzt. Ich konnte Amin sehr gut verstehen, dessen Gedanken sich immer wieder und wieder im Kreis drehen, weil er einfach nicht akzeptieren kann, dass seine Frau sich und 17 andere in den Tod gerissen hat. Es war schonungslos ehrlich, aber gerade deswegen so gut. Man erhält furchtbare, aber spannende Einblicke in die Gedankenwelt von Selbstmordattentätern. Zwar nur indirekt, durch Gespräche zwischen Amin und anderen Personen über seine Frau Sihem, aber dennoch bekommt man eine Vorstellung davon, was solche Menschen bewegt.

    Mit ein bisschen Abstand betrachtet muss ich zwar sagen, dass ich mir noch ein bisschen mehr Einblicke in Sihems Gedanken gewünscht hätte, noch ein bisschen mehr Klarheit über ihre Motive, aber das ginge letztendlich nur durch Sihem selbst und die ist tot.

    Fazit:
    Es ist nicht zu beschreiben, was das Buch mit einem macht. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte es unbedingt lesen. Man muss sich aber darauf einstellen, dass das Buch nicht unbedingt was für schwache Nerven ist.
  18. Cover des Buches Drei (ISBN: 9783257245837)
    Dror Mishani

    Drei

     (228)
    Aktuelle Rezension von: Insider2199

    Da das Buch in meiner Voting-Challenge empfohlen wurde, ging ich dementsprechend mit hohen Erwartungen an das Werk ran.

    Und anfangs wurde ich auch nicht enttäuscht, denn der Plot fängt unterhaltsam an und endet natürlich mit einem Cliffhanger. Der ist auch bitter nötig, denn die Spannung flacht im zweiten Teil leider sehr stark ab.

    Der dritte Teil ist dann sehr rasant erzählt, aber das Ende dennoch leider etwas vorhersehbar. Gestört haben mich hier auch die vielen Wiederholungen, wobei ich mir aber nicht ganz sicher bin wie man die hätte vermeiden sollen, da der Leser über den jeweiligen Ermittlungsstand informiert sein muss.

    Es hätte zwar die dreier Erzählstruktur durchbrochen, aber statt dem eher etwas zähen zweiten Teil, der im Grunde die "gleiche Story" von eins in neuer Perspektive wiederholt, hätte ich mir lieber gewünscht über die Motivation von Gil aufgeklärt zu werden, denn die habe ich bis zum Ende einfach nicht verstanden. Sicher ihn reizt das "Sich-Annähern", und er verliert dann schnell das Interesse, aber muss man dann gleich so weit gehen?

    Auch verstehe ich leider nicht, warum der Autor ständig und ohne ersichtlichen Grund die Erzählzeit (Präsens-Vergangenheit) wechselte. Ich kenne dieses Stilmittel nur in dem Zusammenhang, wenn man eine bestimmte Szene hervorheben will. Hier kam der Wechsel zu oft vor, um diese Absicht zu rechtfertigen.

    Fazit: Nach so vielen Kritikpunkten hätte ich eigentlich 3 Sterne vergeben müssen. Ich habe deswegen "aufgerundet", weil ich den Roman trotz allem gern gelesen habe. Vielleicht auch, weil der Krimi einfach anders ist und dadurch den Leser überrascht.


  19. Cover des Buches Die letzte Plage (ISBN: 9783442466399)
    Emily Benedek

    Die letzte Plage

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Ein großartiger und realistischer Roman: mehrere Flugzeuge werden entführt und stürzen ins Meer. Der israelische Geheimdienst findet (nicht zuletzt durch die Hilfe einer amerikanischen Reporterin) heraus, dass die Abstürze erst der Anfang eines noch größeren geplanten Anschlages ist.
    Der Roman wirkt sehr realistisch. Es werden die Namen der wirklichen Präsidenten aller beteiligten Länder verwendet, die geschilderten Konflikte und Kriege beruhen auf wahren geschichtlichen Ereignissen. Die Schilderungen des Arbeitsalltags von FBI-Agenten und Reportern im Irak ist mehr als eindrucksvoll.
    Ein spannendes Buch, das super viel Spass macht! Sehr zu empfehlen!!

  20. Cover des Buches Morgenland (ISBN: 9783453419902)
    Stephan Abarbanell

    Morgenland

     (45)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Fast inhaliert habe ich dieses Buch über die Zeit, als sowohl die Nachfolgestaaten des Deutschen Reichs als auch Israel noch vor der Gründung standen; man kann es lesen als historischen Roman, gar historischen Krimi, spannend genug finde ich es allemal, ein wenig Liebesgeschichte kommt dazu (nein, KEIN Kitschroman), ein Hauch Agentengeschichte und viel Hintergrundwissen.

    Lilya Wasserfall erhält einen Auftrag: sie soll von Palästina aus nach Deutschland, jetzt, 1946, und recherchieren zu dem vermeintlich in der Zeit des Nationalsozialismus umgekommenen älteren Bruder eines knapp vorher ausgewanderten Schriftstellers. Der hat das Gefühl, dass da etwas nicht stimmen kann an der ihm aufgetischten Geschichte: Warum teilen ihm ausgerechnet die Briten, die im Land verhassten Mandatsträger, die die Einwanderung von Holocaust-Überlebenden zu verhindern trachten, den Tod seines Bruders mit? Und was hat es mit dem seltsamen Lesezeichen auf sich, das ihm zusammen mit einem Buch aus der früheren Bibliothek seines Bruders zugespielt wurde?

    Lilya wurde in Palästina geboren, beide Eltern hatten bereits 1920 von Posen aus die Alyah gemacht, die Rückkehr aus der Diaspora ins Gelobte Land, als Anhänger von Herzls politischem Zionismus, die Tochter selbst ist in der Hagana, von der sie diesen Auftrag erhält, der paramilitärischen Untergrundorganisation während des britischen Mandats (man KANN das Buch auch lesen, ohne hier jeweils nachzuschlagen, doch es empfehlen sich ohne entsprechende Kenntnisse schon vielleicht knappe 10 Minuten Wikipedia, nichts Wildes). Ihre Recherche führt sie nach Großbritannien und quer durch Deutschland. Während sie über den sie faszinierenden David Guggenheim Einblick erhält in die noch weit nach Kriegsende schwierige Lage der überlebenden Juden in Europa, fühlt sie sich zunehmend verfolgt. Noch ahnt sie nicht, welche Konsequenzen sich durch ihre Ermittlungen auch für sie ergeben werden…

    Das Buch lässt sich flott weglesen, ich habe fleißig mit ermittelt und fand es spannend (nein, bitte, KEIN moderner Thriller oder ähnliches), es gab hinlänglich viel zum Nachschlagen und Lernen (mit dringend fälligem Folgebuch), ich mochte das Personal und es gab häufig eine angenehm leise Ironie in den Sätzen, so beim Konzert "...eine Gitarre mit Strom habe ich noch nie zuvor gehört. ich weiß allerdings nicht, ob dieses Experiment eine Zukunft hat. Sie ist so laut." S. 237 Die leichte Schwäche ist bei dem etwas „glatten“ Ende und den doch durchgängig eher  unterstützenden Begegnungen Lilyas (wobei sie zugegeben natürlich  weniger bei früheren Nazis ermittelt, sondern bei überlebenden Juden, Hilfsorganisationen etc.). Definitiv eine Leseempfehlung!

    Folgebuch:
    Leon Uris: „Exodus“ über die Gründung des Staates Israel, die Hagana, die Irgun, die Briten in Palästina. Es ist wirklich viele Jahre her, dass mir eine Freundin das geliehen hat, ich muss es dringend wieder lesen. Auch die Verfilmung mit Paul Newman ist toll, ich meine, man hat nur aus der Abtreibung o.ä. eine Fehlgeburt gemacht?! Irgendetwas war da wohl aus „politscher Korrektheit“…

    Brigitte Glasers „Bühlerhöhe“ wäre ein Tipp für wenig später in der Zeit der jungen Bundesrepublik, etwas stärker in Richtung des Krimis tendierend, um einen zu der Zeit heruntergespielten Attentatsversuch auf Adenauer und was die Staatsgründung Israels damit zu tun haben könnte, mit wesentlich mehr zur deutschen Zivilbevölkerung, von Gewinnlern über Opfer über Unbelehrbare.

  21. Cover des Buches Liebesleben (ISBN: 9783833309199)
    Zeruya Shalev

    Liebesleben

     (256)
    Aktuelle Rezension von: Cristine

    Zunächst finde ich den Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig: es ist eine atemlose Aneinanderreihung von zahlreichen ganzen und halben Sätzen, was sich etwas holperig liest. Die Protagonistin ist eher eine Antiheldin, mit der ich mich nicht identifizieren kann; deren Leben und Handlungsweise mich abstoßen und gleichzeitig faszinieren. Angewidert lese ich immer weiter und frage mich ständig: "Warum tut sie das???" Eine Frau, die nicht weiß, was sie will, die nur weiss, dass sie so nicht will, wie es ist - auf der Suche nach Sinn, Liebe, Leidenschaft. Sie treibt durchs Leben, planlos, probiert aus, verläßt den sicheren, vernünftigen Pfad in Form eines liebenden aber langweiligen Ehemanns und einer sicheren Dozentenstelle an der Uni, um sich einem egozentrischen alten Mann hinzugeben, der ihr aber nichts geben kann oder besser will. Passiv lässt sie Dinge geschehen, die ihr nicht guttun und beobachtet diese und fühlt, was diese mit ihr machen. In der zweiten Hälfte wird es langsam besser. Irgendwann reicht es ihr und sie nimmt ihr Leben wieder in die Hand. Weltliteratur, die mich leider nicht erreicht. Schade.

  22. Cover des Buches PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen (ISBN: 9783955206789)
    Matthias Jösch

    PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Uwes-Leselounge

    Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen. 

    Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?

    Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...

    Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.

    Ich kann das Buch nur empfehlen!

  23. Cover des Buches Das kalte Blut (ISBN: 9783257244434)
    Chris Kraus

    Das kalte Blut

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Was für eine Geschichte.

    So fesselnd, so spannend und gut geschrieben, dass man nur dabeibleiben will, um zu erfahren, wie es weitergeht. Und doch musste ich ab und zu das Buch zur Seite legen, um durchzuatmen und das Gelesene sacken zu lassen.

    Chris Kraus hat einen tollen Schreibstil, der es dem Leser einfach macht durch die Seiten und die Geschichte zu gleiten, doch hat er sich schwere Themen ausgesucht. Obwohl immer wieder schwarzer Humor durchblitzt, waren die Geschichten, die Koja Solm erzählt, grausam und teilweise schwer zu fassen und zu verstehen. Koja und sein Bruder Hub waren mir von Beginn an unsympathisch. Sie waren in der Geschichte wie Aale. Sie glitten durch die Hände und durch alle Widrigkeiten. Sie passten sich an und wechselten ihren politischen Mantel, wie es gerade zum Überleben notwendig war, sie verschleierten, sie betrogen und mordeten, sie sammelten Informationen und lieferten Menschen aus. Es waren schreckliche Taten, die sie vollzogen. Koja überlebte alles und jeden und am Ende schaffte er es sogar einen alten Hippie an seine Grenzen zu treiben.

    Chris Kraus lässt den Leser durch viele Jahre der deutschen Geschichte gehen und stets staunend lesen, wie die Brüder immer wieder die Kurve bekommen. Ich konnte gut ab- und eintauchen und mich durch die Geschichte treiben lassen. Jedoch hätten ein paar Seiten weniger, der Geschichte auch gut getan. Manchmal verlor sich der Autor in zu vielen Details und Seitenhandlungen, dass man erst mal überlegen musste, wo man sich gerade befand. Trotzdem habe ich "durchgehalten" 1.200 Seiten lang und das nächste Buch von Chris Kraus liegt schon im Regal und will gelesen werden.

    Dieses Buch lohnt sich. Nicht abschrecken lassen, sondern einfach starten.


  24. Cover des Buches Der Rabbi und das Böse (ISBN: 9783746629636)
    Katharina Höftmann

    Der Rabbi und das Böse

     (27)
    Aktuelle Rezension von: vanessabln
    Auf einem Friedenskonzert wird ein Messerattentat auf einen bekannten Rabbi verübt - auch noch spektakulär von einem Weihnachtsmann. Zufällig ist Kommissar Rosenthal vor Ort, der von seiner Freundin dorthin zu gehen genötigt wurde. Er verfolgt den scheinbaren Täter lange (so kam es mir jedenfalls vor, weil es ziemlich lang/-atmig ausgeführt wird), jedoch erfolglos. Danach macht er sich gleich an die Aufklärung des Falls, mit Hilfe seines Kollegen und der Sekretärin. Der Rabbi hat nicht nur ungewöhnlicherweise arabische Jugendliche betreut, sondern war auch in mysteriöse Immobiliengeschäfte verwickelt. Interessant an diesem Buch ist vor allem, dass man viel über Tel Aviv und Israel erfährt, nicht nur über Straßen und Gegenden, sondern die verschiedenen Menschengruppen mit ihren jeweiligen Ansichten und den dortigen Alltag. Hinten im Buch gibt es noch ein Glossar zu einigen nicht übersetzten Worten, was auf jeden Fall viel Lokalkolorit hat.

    Der Fall selbst ließ leider keinerlei Spannung aufkommen, die Verdächtigen werden nicht näher unter die Lupe genommen und man muss nirgends die Luft anhalten, auch wenn schon mal steile Wände hochgeklettert werden. Meine leisen Ahnungen zwischen den Zeilen waren zum Schluss doch richtig, manche Szenen waren ja auch ein Wink mit dem Zaunpfahl. Der von sich allzu überzeugte Kommissar tut zwar häufig seine politische Meinung kund, bleibt aber insgesamt sehr oberflächlich bis unsympathisch. Die frische Beziehung zu einer sehr gegensätzlichen Frau, in die er anfangs noch ganz vernarrt ist, hätte nicht nur für ihn viel Potenzial gehabt, sondern auch für den Leser. Sie verebbt aber schnell und fadenscheinig, da sich Rosenthal abrupt nach einer erneuten, nicht überraschenden politischen Meinungsverschiedenheit trennt und meint, "die Liebelei hat sich müde gelaufen". Auch andere Personen waren mir zu oberflächlich geschildert, dabei hätten diverse Themen viel zu bieten gehabt. So ist es doch eher eine leichte Lektüre für zwischendurch (dann aber wohl wieder mit zu vielen politischen Anspielungen und Ausführungen), die sich mit ein paar Satzstraffungen noch besser lesen würde.

    Dies war mein allererster Israel-Krimi. Den ersten Teil der Reihe muss man nicht unbedingt gelesen haben.für den Einsteig, da die Charaktere wie gesagt überschaubar sind.

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