Bücher mit dem Tag "tempel"
53 Bücher
- Rebecca Yarros
Flammengeküsst Band 3: Onyx Storm Deluxe-Ausgabe + 1 exklusives Postkartenset
(697)Aktuelle Rezension von: Michaela2025Wer dachte, die Vorgänger wären intensiv gewesen, wird von Onyx Storm komplett überrollt. Das Buch bietet die perfekte Mischung aus packender Spannung, emotionaler Tiefe und genau der richtigen Prise Humor an den richtigen Stellen.
Gleichzeitig ist die Story an vielen Ecken so unfassbar traurig und herzzerreißend, dass man beim Lesen eine regelrechte Hilflosigkeit spürt. Man leidet und kämpft einfach in jeder Sekunde mit den Charakteren mit. Für mich ein absolut genialer und emotionaler Nachfolger, den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Riesige Empfehlung!
- Jennifer L. Armentrout
Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen
(1.053)Aktuelle Rezension von: AlissilaBlood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett gefesselt.
Das absolute Highlight war für mich die Chemie zwischen Poppy und Hawke. Die Anziehung, die neckischen Dialoge und die langsam aufgebaute Spannung zwischen den beiden sind einfach großartig geschrieben. Jede gemeinsame Szene hat geknistert und ich habe jede einzelne davon genossen.
Aber nicht nur die Romance überzeugt – auch der Plot ist einfach spitze. Man weiß ja mittlerweile ziemlich gut, wo eine Geschichte hin will und welche Szene kommen müsste, aber wie diese dann umgesetzt wurden, war immer wieder eine Freude zu lesen. Die Mischung aus Action, Geheimnissen, Intrigen und Fantasy ist perfekt ausbalanciert. Es gibt kaum Längen und die Handlung bleibt durchgehend spannend.
Besonders gefallen hat mir außerdem, dass die Action nicht nur spektakulär ist, sondern die Geschichte sinnvoll vorantreibt. Zusammen mit dem faszinierenden Worldbuilding und den vielschichtigen Charakteren ergibt das einen echten Pageturner.
- Sarah J. Maas
Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht
(1.003)Aktuelle Rezension von: i1arieIch habe letztes Jahr schon einmal Band 1 von Crescent City gelesen. Allerdings damals auf englisch und da war es mir zu kompliziert. Daher wollte ich das Ganze noch einmal auf deutsch probieren.
Ich bin dieses Mal absolut begeistert von Band 1. Ich bin sofort komplett aufgegangen in der Geschichte und auch der Handlung. Es war anfangs zwar ein etwas mühsamer Einstieg aber das wusste ich auch noch vom englischen Buch. Dennoch wird man belohnt, wenn man an der Story dran bleibt. Ich würde es absolut empfehlen.
Ich mag Bryce als Charakter unglaublich sehr, ebenso wie Hunt. Beide waren für mich die perfekte Mischung und auch der Slow Burn zwischen den beiden hat mir gut gefallen.
Auch die anderen Personen wie June, Ruhm, Danika und Jesiba. Natürlich auch als die anderen Personen, jede war komplett durchdacht und hatte eine gute Einbettung in die Handlung, sodass es perfekt war. Besonders die Freundschaft - Liebe macht alles möglich - Geschichte hat mir sehr gut gefallen.
Das Buch selbst hat einen schönen roten Farbschnitt, auf welchem auch das Motiv vom Cover, also Bryce, eingedruckt ist. Ich freu mich auf Band 2.
- Kerstin Gier
Saphirblau
(7.252)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneNach dem 1. Band musste ich gleich den zweiten weiterlesen! Das sagt schon einiges über die Bücher aus, finde ich.
Meistens sind zweite Bände die schwächsten einer Trilogie, weil es in ihnen viel um den Aufbau des Finales geht - für mich traf das auf diesen tatsächlich aber nicht zu. Es blieb durchweg spannend, immer wieder passierte etwas und die neuen Charaktere waren Zucker (außer der Tanzlehrer).
Hier wurden die Verstrickungen durch die Zeitreisen größer und warfen Fragen um Fragen auf, die mich durchweg an den Seiten haben kleben lassen. Und es blieb, obwohl ich die Geschichte ja schon kannte, für mich trotzdem weiterhin schwer vorhersehbar, was wie und womit in der Gegenwart zusammenhängt.
Die Liebe und der damit einhergehende Liebeskummer nimmt in diesem Band einen deutlich höheren Stellenwert ein, als noch im vorherigen Band, aber für mich persönlich war es nicht zu viel und sehr angenehm eingearbeitet.
Noch einmal der Hinweis, dass ich die alte Ausgabe gelesen habe. Das muss hierbei erwähnt werden, da ich gehört habe, dass es in der neuen Auflage einige Änderungen gegeben haben soll.
Auch dieser Band hat mich auf jeden Fall gefesselt und ich freue mich schon darauf, gleich zum Finale zu greifen!
- Jennifer L. Armentrout
Crown and Bones – Liebe kennt keine Grenzen
(450)Aktuelle Rezension von: SabrrinaNach den Ereignissen der vorherigen Bände haben Poppy und Casteel zwar endlich Sicherheit in ihrer Beziehung gefunden, doch zur Ruhe kommen sie deshalb noch lange nicht. Während Poppy versucht, ihren Platz in Atlantia zu finden und die Akzeptanz des Volkes sowie der königlichen Familie zu gewinnen, bleiben viele Fragen offen. Gleichzeitig stehen noch immer Menschen auf dem Spiel, die den beiden wichtig sind, und neue Enthüllungen über Poppys Herkunft werfen erneut alles über den Haufen, was sie bisher über sich selbst zu wissen glaubte.
Puh... dieser Band fällt mir deutlich schwerer zu bewerten als die beiden Vorgänger. Während ich bei Flesh and Fire das Gefühl hatte, immer tiefer in die Welt hineingezogen zu werden, wirkte dieser Band auf mich stellenweise recht repetitiv. Das Buch hat durchaus seine starken Momente, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung über weite Strecken nur langsam vorwärtsbewegt. In den vorherigen Bänden mochte ich beispielsweise die Dynamik zwischen Poppy und Kieran sehr gerne. Gerade Poppys endlose Fragen haben oft für interessante Gespräche gesorgt und dabei geholfen, die Welt besser kennenzulernen. In diesem Band wurde selbst mir das allerdings irgendwann etwas zu viel. Es gab Momente, in denen ich das Gefühl hatte, dieselben Themen würden immer wieder diskutiert, ohne dass wirklich neue Erkenntnisse hinzukommen. Ähnlich ging es mir mit dem Spice. In den ersten beiden Büchern hatte ich das Gefühl, dass die romantischen und intimen Szenen gut in die Geschichte eingebunden waren. Hier wirkten einige davon auf mich eher wie kleine Unterbrechungen des Plots.
Generell hatte ich das Gefühl, dass die eigentliche Handlung vor allem am Anfang und dann wieder in den letzten 100 bis 200 Seiten stattfindet. Dazwischen plätschert die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr vor sich hin. Ein weiterer Punkt, mit dem ich etwas gehadert habe, waren manche Dialoge zwischen Poppy und Casteels Eltern. Einerseits macht sich Poppy große Sorgen darüber, ob sie akzeptiert werden wird, andererseits tritt sie ihnen teilweise erstaunlich forsch und selbstbewusst entgegen. Das hat sich für mich nicht immer ganz stimmig angefühlt. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit Poppys Identität. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht so recht, was ich davon halten soll, dass ihre Bedeutung und ihre Kräfte mit jedem Band weiter wachsen. Anfangs glaubten wir, sie sei einfach eine Sterbliche. Dann kamen immer weitere Enthüllungen hinzu. Und auch in diesem Band gibt es wieder neue Überraschungen. Ich bin persönlich kein großer Fan von übermächtigen Protagonisten. Mal sehen, wie sich das noch entwickeln wird.
Trotz all dieser Kritikpunkte hat es Jennifer L. Armentrout mit dem Ende des Buches aber geschafft, mich als Leserin neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte zu machen. Ob ich direkt weiterlesen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Im Moment fühlt es sich eher nach dem richtigen Zeitpunkt für eine kleine Pause an. Außerdem bin ich unsicher, ob ich der empfohlenen Lesereihenfolge folgen und zunächst zur Nebenreihe greifen möchte oder ob ich lieber direkt mit der Hauptreihe weitermache.
- Laura Kneidl
Die Krone der Dunkelheit
(605)Aktuelle Rezension von: AnnieHallMagie ist im Königreich Thobria streng verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Seit ihr Zwillingsbruder vor Jahren entführt wurde, setzt sie alles daran, ihn zu finden. Schließlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin macht sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken...
Die Krone der Dunkelheit entführt die Leserinnen und Leser in eine vielschichtige Welt, in der sich zwei sehr unterschiedliche Länder gegenüberstehen: das menschliche Königreich Thobria mit seinem strikten Magieverbot und das sagenumwobene Land Melidrian, das von gefährlichen magischen Wesen bewohnt ist. Politische Spannungen, alte Feindschaften und eine immer stärker werdende dunkle Bedrohung sorgen von Beginn an für eine düstere und bedrohliche Atmosphäre. Allerdings wirkt der Einstieg stellenweise etwas überladen, da viele neue Begriffe, Orte und Zusammenhänge in kurzer Zeit eingeführt werden.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei starke Protagonistinnen: Prinzessin Freya und die junge Kämpferin Ceylan. Freya ist entschlossen, mutig und bereit, sich gegen die Regeln ihres eigenen Reiches zu stellen, um ihren Bruder zu retten. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist interessant zu verfolgen, da sie zunehmend lernen muss, Verantwortung zu übernehmen und schwierige Entscheidungen zu treffen. Ceylan hingegen wird von Rache angetrieben: Nachdem ihr Dorf von den grausamen Elva zerstört wurde, will sie den Wächtern beitreten. Ihre impulsive und rebellische Art macht sie zu einer spannenden Figur, die jedoch auch immer wieder aneckt und in Schwierigkeiten gerät.
Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Figuren. Besonders gelungen ist dabei, dass beide Protagonistinnen sehr unterschiedliche Motivationen und Charakterzüge haben, was der Handlung zusätzliche Dynamik verleiht. Nebenfiguren wie der geheimnisvolle Wächter Larkin sorgen ebenfalls für interessante Momente und tragen dazu bei, dass sich die Welt lebendig und vielschichtig anfühlt.
Das Erzähltempo ist insgesamt eher ruhig, da viel Zeit in den Aufbau der Welt und der Figuren investiert wird. Dadurch entsteht zwar eine dichte Atmosphäre, an manchen Stellen hätte die Handlung jedoch etwas straffer sein können.
Insgesamt ist Die Krone der Dunkelheit ein spannender Auftakt einer Fantasy-Reihe, der vor allem durch seine starken weiblichen Hauptfiguren und die detaillierte Weltgestaltung besticht. Trotz kleinerer Längen bietet das Buch eine spannende Mischung aus Abenteuer, Magie und politischen Intrigen und macht definitiv Lust darauf, die Reihe weiterzulesen.
- Tomi Adeyemi
Children of Blood and Bone
(498)Aktuelle Rezension von: AnnieHallZélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. Doch Jahre später bekommt sie die Chance, die Magie nach Orïsha zurückzubringen. Dafür begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und muss ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein – besonders dem Kronprinzen, der alles daran setzt, die Rückkehr der Magie zu verhindern.
Children of Blood and Bone entführt die Leserinnen und Leser in eine faszinierende Welt, die stark von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Früher konnten Flammentänzer das Feuer beherrschen, Geistwandler Träume erschaffen und Seelenfänger über Leben und Tod wachen. Diese kulturellen Einflüsse verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und heben sie von vielen klassischen Fantasywelten ab.
Im Mittelpunkt steht die junge Zélie, deren Mutter während der Blutnacht ermordet wurde. Ihre Wut, Trauer und Hoffnung sind spürbar und machen sie zu einer starken und glaubwürdigen Hauptfigur. Seit jener Nacht leben Menschen mit magischem Potenzial unterdrückt und in ständiger Angst, doch als sich für Zélie die Möglichkeit ergibt, die verlorene Magie zurückzubringen, beginnt eine gefährliche Reise durch Wüsten, Städte und spirituelle Welten. Besonders spannend sind dabei die verschiedenen Arten von Magie, die Götter und Rituale, die der Geschichte eine große Tiefe verleihen.
Neben dem spannenden Abenteuer greift das Buch auch ernste Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung und Machtmissbrauch auf. Dadurch wirkt vor allem der Konflikt zwischen Magiern und Nichtmagiern emotional und teilweise erschreckend real.
Mitunter ist die Geschichte allerdings etwas überladen und schreitet sehr schnell voran. Viele Ereignisse passieren in kurzer Zeit, wodurch einige Entwicklungen oder Beziehungen etwas überstürzt erscheinen. Auch manche Nebenfiguren bleiben weniger ausgearbeitet, als es die komplexe Welt eigentlich verdient hätte.
Trotzdem ist Children of Blood and Bone ein spannender und emotionaler Auftakt einer Fantasytrilogie mit einer starken Heldin und einer außergewöhnlichen Welt. Für LeserInnen von Jugendfantasy sowie Geschichten über Rebellion, Identität und Hoffnung ist das Buch eine klare Empfehlung.
- Abigail Owen
The Games Gods Play – Schattenverführt
(487)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerWow wow wow, Games Gods Play war viel zu lange auf meinem SUB und ich frage mich ehrlich, warum ich so lange gewartet habe. Ich habe das Buch gelesen und zusätzlich das Hörbuch gehört und beides einfach komplett geliebt.
Lyra und Hades sind so ein faszinierendes Duo: stark, verletzlich, gebrochen und voller Spannung. Jede Szene mit den beiden hat mich sofort gepackt und ich habe wirklich jede Minute mitgefiebert.
Die Spiele selbst sind absolut einzigartig und originell, die Welt steckt voller Atmosphäre und die Found Family war für mich ein echtes Highlight. Dazu kamen Plot Twists, mit denen ich wirklich nie gerechnet hätte.
Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich war von Anfang bis Ende komplett in der Geschichte drin. Und dieses fiese Ende? Ich habe das Buch zugeschlagen und direkt Band 2 gebraucht.
Für mich ist Games Gods Play ein absolutes Highlight und ganz klar eines meiner liebsten Bücher.
- Julia Dippel
IZARA - Sturmluft
(660)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Izara – Sturmluft hat mir insgesamt ziemlich gut gefallen, auch wenn ich durch die längere Pause zwischen Band 2 und 3 erstmal wieder Orientierung gebraucht habe. Trotzdem bin ich überraschend schnell wieder in die Geschichte reingekommen.
Die Stimmung im Buch war diesmal für mich vor allem emotional, spannend und teilweise auch actionreich. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Dämonenwelt inzwischen endlich richtig greifbar geworden ist. Während ich in den ersten Teilen manchmal noch verwirrt war, hatte ich diesmal das Gefühl, wirklich komplett in dieser Welt angekommen zu sein.
Mit Ari war ich etwas gemischt unterwegs, aber Lucien bleibt definitiv ein Highlight der Reihe — auch wenn er ehrlich gesagt extrem toxisch ist. Trotzdem hat seine Dynamik mit Ari einfach funktioniert und genau diese emotionale Spannung macht die Reihe irgendwie aus.
Die Nebencharaktere mochte ich ungefähr genauso gerne wie vorher und allgemein fand ich das Tempo diesmal wirklich passend. Für mich hatte das Buch kaum Längen und ließ sich sehr flüssig lesen.
An das genaue Ende kann ich mich zwar nicht mehr komplett erinnern, weil es schon etwas her ist, aber insgesamt hat mir der Band definitiv gefallen und Lust gemacht, weiter in der Reihe zu bleiben.
- Kendare Blake
Der Schwarze Thron - Die Schwestern
(430)Aktuelle Rezension von: GwynnDie Grundidee von Der schwarze Thron ist eigentlich stark: drei Schwestern, die als Spielbälle der Politik und des Machtkampfes mächtiger Familien gegeneinander antreten, während sogar die Priesterinnen ihre Fäden ziehen. Auch die Idee der Ehegattenanwerber vom Festland klingt theoretisch spannend. In der Praxis aber rückt der Fokus oft auf repetitiv erzählte Liebesgeschichten und Alltagsszenen, die weder die Handlung voranbringen noch den Figuren mehr Tiefe verleihen.
So bleibt die Geschichte zwar durchdacht und hat ihre atmosphärischen Höhen, zieht sich aber zwischen langen, blassen Passagen immer wieder zäh dahin. Die Schwestern selbst sind schwer auseinanderzuhalten, die Charakterzeichnung bleibt oberflächlich, und am Ende fehlt die Magie und die Wucht, die aus dieser düsteren Prämisse eigentlich ein packendes Machtspiel hätten machen können.
Ich war hin- und hergerissen: Spannende Höhen haben mich zum Weiterlesen bewegt und ich habe alle Bände bis zum Ende verfolgt. Doch es wird keine Triologie sein, die ich noch einmal zur Hand nehme, um mit den Figuren zu leiden oder zu hoffen. Dafür fehlt am Ende schlicht die Tiefe.
- Laura Kneidl
Die Krone der Dunkelheit
(317)Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990Abgefahren! Das ist das erste, was mir zu diesem Buch einfällt. Es ist eine grandiose Fortsetzung der Geschichte rund um Kheeran, Freya, Larkin und Co., die ebenso spannend weitergeht, wie sie geendet hat. Weitere Perspektiven kommen hinzu und machen die Geschichte noch komplexer und reichhaltiger. Keine Ahnung, wie man sich so was ausdenkt und dann auch noch so aufschreibt, dass man vor Spannung kaum Luft bekommt! Trotz der Länge ist die Geschichte super kurzweilig und lässt sicj einfach so inhalieren. Ich bin mega verliebt in alle Charaktere und will, dass unsere gemeinsame Reise niemals endet 😭 Ich bin mega hypt und wünschte, ich könnte den ganzen Tag nur lesen… Ich MUSS wissen, wie es weitergeht und bin gespannt wie ein Flitzebogen wie all die Fäden, die die Autorin gesponnen hat, im großen Finale zusammenlaufen!
- Sara Wolf
Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
(532)Aktuelle Rezension von: WauwuschelDas Buch erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich in einer Welt voller Intrigen, Machtspiele und verbotener Gefühle behaupten muss. Als geschickte Diebin schlägt sie sich durchs Leben, doch ein Auftrag bringt sie näher an den königlichen Hof, als ihr lieb ist – und plötzlich steht nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz auf dem Spiel.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, weil mich dieses Buch emotional wirklich komplett abgeholt hat. Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und habe jede Entscheidung, jeden Zweifel und jede Angst der Protagonistin intensiv mitgefühlt. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern wirkt unglaublich menschlich – mit Ecken, Kanten und inneren Konflikten, die sie nur noch greifbarer machen. Genau das hat es für mich so besonders gemacht: Ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert, gehofft, gezweifelt und manchmal auch gelitten.
Besonders hervorheben möchte ich die emotionale Tiefe der Geschichte. Die Beziehungen – egal ob freundschaftlich, familiär oder romantisch – sind so vielschichtig und authentisch dargestellt, dass sie mich mehrfach richtig berührt haben. Es gab Momente, in denen ich das Buch kurz zur Seite legen musste, einfach weil es mich so sehr getroffen hat. Gleichzeitig schafft Sara Wolf es, Spannung und Emotion perfekt auszubalancieren, sodass die Handlung nie an Fahrt verliert.
Zera ist eine Person, die mich auf allen Ebenen überzeugt hat und die sich durch ihre Stärke und ihre Empathie auszeichnet. Ihr Herz ist gefangen und trotzdem kämpft sie für ihre Liebsten und der Cliffhanger am Ende war besonders fies. Hier hat mir auch der Fantasy-Aspekt mit der fast unsterblichen Zera und den Hexen sehr gut gefallen, denn genau dadurch hebt sich dieses Buch von vielen anderen ab und wird zu einem einzigartigen Leseerlebnis.
Auch der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist flüssig, mitreißend und schafft es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, ohne überladen zu wirken. Die Welt wirkt lebendig, und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Ein unglaublich emotionales, spannendes und mitreißendes Buch, das mich komplett in seinen Bann gezogen hat!
- Colleen Houck
Kuss des Tigers - Eine unsterbliche Liebe
(472)Aktuelle Rezension von: Leonie99Ich habe die Reihe als Jugendliche gelesen bzw. verschlungen und seither immer wieder gerne gelesen.
Diese Reihe ist für Fantasy-Liebhaber ein Geheimtipp, der sich sowas von lohnen wird.
Kelsey folgt einem Tiger in des entfernte Indien um seine Umsiedlung in ein Reservat zu begleiten, doch erfährt erst dann, dass dieser Tiger nicht das ist was sie denkt.
- Christopher Paolini
Murtagh – Eine dunkle Bedrohung
(132)Aktuelle Rezension von: AndreasWIch habe Murtagh - Eine dunkle Bedrohung gelesen, weil ich die Eragon-Reihe bereits kannte und neugierig war, wie Christopher Paolini die Geschichte weiterführt. Dabei wirkt das Buch weniger wie eine klassische Fortsetzung und mehr wie ein neuer Einstieg aus einer anderen Perspektive.
Im Mittelpunkt steht diesmal Murtagh, eine Figur, die man bereits kennt, die hier aber deutlich mehr Tiefe bekommt. Die Geschichte ist insgesamt persönlicher und dunkler als die Hauptreihe. Statt großer Schlachten geht es stärker um innere Konflikte und darum, wie sich ein Charakter in einer unsicheren Welt zurechtfindet.
Die Welt selbst bleibt grundsätzlich gleich, wirkt durch die neue Perspektive aber anders. Weniger geordnet, weniger kontrolliert und teilweise auch gefährlicher. Besonders interessant fand ich, dass man bekannte Elemente neu erlebt, ohne dass sich die Regeln der Welt komplett verändern.
Die Handlung folgt zwar grob einer Heldenreise, wird aber stark vom inneren Konflikt der Hauptfigur getragen. Das funktioniert gut und hebt das Buch von der ursprünglichen Reihe ab.
Fazit:
Eine gelungene Erweiterung der Eragon-Welt, die durch eine andere Perspektive neue Tiefe gewinnt. Besonders empfehlenswert für Leser der Reihe, aber auch interessant für alle, die Charakterentwicklung und düstere Fantasy mögen.Einen ausführlichen Analyse-Artikel aus Autorenperspektive zu Murtagh - Eine dunkle Bedrohung habe ich hier veröffentlicht:
https://open.substack.com/pub/andreaswoelfel/p/was-ich-als-autor-aus-murtagh-gelernt?r=476xu4&utm_campaign=post&utm_medium=web
- Julie Kagawa
Im Schatten des Fuchses
(194)Aktuelle Rezension von: Maura99"Versprochen, Yumeko. Egal, wie lange es dauert, wie weit ich reisen muss, selbst wenn es mich mehrere Leben kosten sollte, ich werde immer nach dir Ausschau halten. Mein Äußeres mag sich ändern, mein Name ein anderer sein, aber du bist die andere Hälfte meiner Seele. Sie wird nicht aufhören, nach dir zu suchen, bis ich dich wiedergefunden habe." - S 387 Im Schatten der Drachen
Für mich war diese Reihe ein reread und noch immer ein Genuß. Vor allem: sehr ihr diese Ausstattung 😍
Tasumi und Yumeko trafen sich und brauchten sich, auch ohne es selbst zu wissen.
Zwei sehr junge Menschen die irgendwie in ihre Pflichten gerutscht sind und jetzt umdenken müssen.
Über drei Bände hindurch lernen die beiden zusammen mit ihren Gefährten sich zu entwickeln, über sich hinaus zu wachsen und sich sogar aufzuopfern.
Es ist durch die Bände hinweg eine wirklich wundervollen Reise voll von Legenden, Dämonen, liebe und opfern.
Die kämpfe waren grandios. Die Finale Auflösung absolut begeisternd.
Die Tragik passt zu den japanischen Geschichten und der Mut den es hier braucht war so schön dargestellt.
Ein angenehmer Schreibstil und ein tolles Feeling was will man mehr. - Kristen Ciccarelli
Iskari - Der Sturm naht
(375)Aktuelle Rezension von: primweltenarchivSo sehr habe ich mich auf diese Reihe gefreut, sogar extra darauf gewartet, dass der dritte Band übersetzt wird. In den sozialen Netzwerken konnte man verfolgen, wie sehr darum gekämpft worden war. Muss ja eine mega gute Geschichte sein, dachte ich deshalb. Na ja, ich verstehe ehrlich gesagt, warum eine Übersetzung von Band 3 vom ursprünglichen Verlag nicht mehr geplant war.
Kommen wir erst mal zur Grundstory. Asha lockte als Kind einen mächtigen Drachen an, der ihr Freund sein sollte. In Wahrheit aber war er das nicht und löschte die Heimat von Asha aus. So kam es, dass Asha eine Iskari geworden ist, eine Drachentöterin und eine verdammt gute noch dazu. So weit, so gut. Es soll also darum gehen, dass Asha diesen Drachen lyncht.
Das größte Problem schon nach kurzer Zeit war für mich Asha selbst, denn ich mag sie nicht. So gar nicht. Sie ist ein naiver Sturkopf, wirkt sehr dümmlich dabei. Sie hat keine Standhaftigkeit, wenig Mitgefühl (das könnte man ja noch durch die Nummer mit dem Drachen entschuldigen, immerhin eine grausame Erfahrung) und sie ist ziemlich herablassend. Eine Eigenschaft, die man einer Prinzessin sicher mal durchgehen lassen kann. Ihr aber nicht. Dafür ist es zu viel, was stört. Alles in allem hat sie mich mit ihrer Art sehr genervt.
Die Nebenfiguren können das Ruder herumreißen, dachte ich. Immerhin mochte ich den Sklaven Torwin gleich auf Anhieb und auch Dax, den Bruder von Asha. Kommandant Jarek, der ebenfalls keine unbedeutende Rolle spielt, war mir zu blass dargestellt. Leider haben die Sidekicks nicht dazu führen können, dass ich Ashas Wesen einfach „ignoriere“. Und Torwin allein konnte auch nicht genug schaffen, damit die Liebesgeschichte nur ansatzweise für mich fühlbar war. Auch war mir die Veränderung von Asha durch den Einfluss von Torwin schlicht nicht genug. Sie war für mich zu schnell verbrannt.
Auch die Story an sich konnte nicht ganz packen, wenngleich sie auch nicht schlecht war. Sie war bloß zu vorhersehbar.
Mein Fazit:
Eine an sich nette und vorhersehbare Geschichte mit Luft nach oben. Spannung blieb bisher für mich aus, die netten Randfiguren und die Welt an sich wurden mir zu sehr durch die unausstehliche Protagonistin negativ beeinflusst, sodass ich aktuell nicht den Drang verspüre, die Fortsetzungen zu lesen. Leider war es mir nicht möglich, die hier geschaffene Welt positiv genug zu betrachten, um die fehlende Nähe zu den Figuren und die für mich nicht authentische Liebesgeschichte „hinzunehmen“. Von mir gibt es nur eine eingeschränkte Leseempfehlung und 3 von 5 Sternen!
- C.L. Wilson
Wenn der Sommer stirbt
(462)Aktuelle Rezension von: RedrosebooksIch habe beide Teile vor einigen Jahren gelesen und sehr gerne gemocht. Den ersten Band fand ich auch weiterhin toll und auch der Anfang dieses Bandes hat mir weiterhin gefallen.
Ich muss sagen das ich ja tendenziell die Ich-Perspektive bevorzuge, der Autorin ist es aber gelungen, das ich auch hier mitfiebern konnte. Ich konnte mich also gut in die Handlung einfinden. Die Charaktere mochte ich auch gerne, jedoch hatte ich das Gefühl, ihre Entwicklung stagnierte irgendwann.
Ich glaube das war auch genau der Punkt, weshalb ich mich zum Schluss so durch das Buch quälen musste. Ich habe den beiden die Beziehung und die Romantik einfach nicht abgenommen. Ich konnte nicht nachvollziehen, woher Wynters Vertrauen in Cham stammt, wieso Cham plötzlich alles für Wynters Reich tut und bis auf sexuelle Anziehung war zwischen den beiden irgendwie auch nicht viel.
Am Ende ging mir alles zu schnell und doch zu langsam. Ich hatte einfach das Gefühl, da fehlt so einiges und die Autorin wollte das Buch einfach schnell beenden.
- Laura Cardea
Splitter aus Silber und Eis
(308)Aktuelle Rezension von: UnkreativeKreative"Splitter aus Silber und Eis" war für mich als eins der letzten Bücher des Jahres nochmal ein absolutes Highlight, obwohl ich eigentlich kein Romantasy Fan bin. In diesem Buch waren die Charaktere für mich aber sehr ausgeglichen - weder Veris noch Nevan haben sich gegenseitig etwas geschenkt und sind trotz ihrer Rollen als Prinzessin bzw. Prinzen nicht überheblich geworden.
Das Setting an sich ist vielleicht nichts Neues, die Prinzessin des Frühlings kommt als Absicherung ihres Reiches zu den Fae ins Winterreich mit der Aufgabe, den Prinzen zu töten um dem Leid endgültig ein Ende zu setzen, natürlich soll sie auch nicht als Erste daran scheitern.
Aber trotzdem konnte mich das Buch durch seine Handlung und die liebevolle Erzählung komplett in seinen Bann ziehen. Vor allem, weil die Handlung immer wieder durch neue Ideen und Herausforderungen erweitert wurde, sodass der Spannungsbogen gewahrt wurde. Das Buch besteht nicht aus 1/3 lascher Handlung und 2/3 On-Off Beziehung, unnötigen und vermeidbaren Third Act Breakups und einer überdurchschnittlich hohen sexuellen Aktivität der Protagonisten. Stattdessen gab es Aufgaben zum mitdenken, mitfiebern und auch Momente zum mitfühlen - für mich ein rundum gelungener Jahresabschluss.
- Julia Dippel
IZARA – Belial – Götterkrieg
(292)Aktuelle Rezension von: Chianti_ClassicoCassia ist eine Dienerin von Lucusta, einer Hohepriesterin im Venus-Tempel.
Immer wieder verschwinden junge Mädchen in Rom, und Cassia weiß genau, dass der Primus Ianus dafür verantwortlich ist.
Als sie die Möglichkeit bekommt, Ianus das Handwerk zu legen, zögert sie nicht und lässt sich auf eine gefährliche Mission ein.
Dumm nur, dass Belial gerade zu Besuch bei Ianus ist und Cassia schnell zwischen die Fronten gerät.
"Götterkrieg" von Julia Dippel ist der erste Band der Belial Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Belial und Cassia erzählt wird.
Bel ist als Teufel bekannt und er war schon in den Izara Büchern einer meiner liebsten Charaktere!
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass er seine eigene Geschichte erzählen darf, denn er hat in seinem langen Leben schon viel erlebt, und so war es toll, dass wir nun hautnah dabei sein durften, wie er Cassia kennengelernt hat!
Gemeinsam mit ihm geht es nach Rom zu seinem Erzfeind Ianus. Die beiden verbindet eine lange gemeinsame Geschichte, in der sie den anderen immer wieder verärgert haben. Nun hat Ianus den Sitz im Rat bekommen, den Belial zuvor abgelehnt hat, und ausgerechnet Belials Heimat Malta als Wohnsitz gewählt, womit er das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Cassia gerät in diesem Hahnenkampf zwischen die Fronten. Eigentlich soll sie sich auf der Mission etwas von Ianus zu stehlen, bedeckt halten, doch sie zieht direkt Bels Aufmerksamkeit auf sich und landet so auch in Ianus' Fadenkreuz.
Bel mochte ich wieder richtig gerne! Arrogant, charmant und obwohl er ein mächtiger Primus ist, hat er seine Menschlichkeit nicht ganz verloren und besitzt ein großes Herz!
Auch seine Gezeichnete Grim mochte ich total gerne, sie war hier mein heimlicher Liebling!
Die Germanin nimmt kein Blatt vor den Mund, gibt auch dem mächtigen Bel Kontra und war sehr stur, was ich echt gefeiert habe!
Cassia lebte seit dem Tod ihrer Mutter auf der Straße, bis Lucusta sich ihrer annahm, denn Cassia ist immun gegen die dämonischen Kräfte der Primus, was dafür sorgt, dass sie auf die gefährliche Mission geschickt wird, etwas zu stehlen, das Ianus' Verbrechen beweist.
Sie ist willensstark, stolz und klug. Sie wählt ihre Worte weise, hat aber auch eine spitze Zunge und ist standhaft in ihren Überzeugungen. Auch sie mochte ich richtig gerne!
Es geht mit den beiden ins Alte Rom und ich mochte das Setting doch sehr, und auch die Handlung konnte mich mitreißen, denn es wurde richtig spannend!
Ich mochte auch Cassia und Bel zusammen echt gerne, auch weil sie so unterschiedlichen Ständen angehören und eine Liebe zwischen ihnen eigentlich unmöglich sein sollte, aber die beiden haben ihren Weg gefunden.
Natürlich wurde es ihnen nicht leicht gemacht, und am Ende ist so viel passiert, dass ich es kaum erwarten kann, weiterzulesen!
Fazit:
"Götterkrieg" von Julia Dippel ist ein toller Auftakt der Belial Dilogie!
Ich war sehr gespannt auf Bels Geschichte, denn ihn mochte ich schon in der Izara Reihe richtig gerne, und es war dann so toll, mehr über ihn zu erfahren!
Auch Cassia hat mir richtig gut gefallen und ich konnte mit den beiden von der ersten Seite an mitfiebern!
Die Handlung war spannend und am Ende passierte noch richtig viel, sodass ich sehr gespannt bin, wie es im zweiten Band mit den beiden weitergehen wird!
Ich vergebe vier Kleeblätter. - Bernard Cornwell
Stonehenge
(75)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDie Geschichte dreier Brüder die alle am Bau des bekanntesten Steinkreises der Welt beteiligt sind.
Als da wären, Lengar, ein brutaler, machtbessener junger Mann der für seinen Erfolg über Leichen gehen würde. Dann wäre das Camaban, der mittlere, wurde verstossen weil er mit einem Klumpfuss zur Welt kam. Nun lebt er alleine und verwildert im alten Tempel der Sippe und dann wäre da noch Saban, der Jüngste. Er möchte Krieger werden und sein Volk in ein gute und gesichterte Zukunft bringen.
In dieser Welt prägen schwere, körperliche Arbeit und der Glaube an die grossen Götter den Alltag der Menschen.
Und wie kann man besser den Götter huldigen, als mit einem grossen Tempel. Und so wird es zur Aufgabe der drei Brüder den grössten, je gesehenen Steinkreis der damaligen Welt zu erbauen. Koste es was es wolle, auch Menschenleben.
Das Buch ist spitze! Einmal mehr beweist Mr. Cornwell das er gut schreiben kann und an Geschichte interessiert ist. Auch wenn wir noch immer nicht wissen warum genau Stonehenge erbaut wurde, so kann ich mir gut vorstellen dass die Idee von Bernard Cornwell zum Bau vom bekanntesten aller Steinkreise geführt hat. - Kendare Blake
Der Schwarze Thron - Die Königin
(257)Aktuelle Rezension von: Kolibri_liestDrei Schwestern und ein Thron. Kendare Blake führt uns weiter durch die Welt des schwarzen Throns und lässt die drei Schwestern selbst erzählen, ob sie sich auf dem Thron sehen oder ob sie eigentlich einen anderen Wunsch verfolgen. Durch die verschiedenen Perspektiven wird es nie langweilig, auch wenn man das Buch daher nicht unbedingt "nebenher" wegbingen kann.
- Amie Kaufman
The Other Side of the Sky – Die Göttin und der Prinz
(149)Aktuelle Rezension von: Aquarius15Über den Wolken schweben die prachtvollen und hochtechnologischen Himmelsstädte von Alciel. Darunter, auf der Erde existiert eine raue und dunkle Welt mit Tempeln und Magie. Doch keine der beiden Welten weiß von der Existenz der jeweiligen anderen. Eines Tages als Prinz North bei einer Flugschau vom Himmel abstürzt und in das Reich darunter gerät, findet ihn Nimh. Doch sie glaubt nicht an einen Zufall ihrer Begegnung. Sondern es bestätigt eine Prophezeiung. North der an so was wie Magie und Vorhersehung nicht glaubt, tut es Unfall ab. Aber für Nimh, die eine wiedergeborene Göttin ist, ist ihre Begegnung, dass wichtigste in ihrem Leben. Denn endlich hat sie einen Weg, eine Bestimmung der sie folgen kann. Norths einziger Gedanke ist, wie er wieder nach Hause kommen kann, denn sein Gleiter ist bei dem Sturz kaputt gegangen. Nimh bietet ihm ihre Hilfe an und sie gehen ein Bündnis ein. Die vielen Gefahren schweißen die beiden sehr schnell zusammen und bald wird daraus mehr als Freundschaft. Aber da Nimh eine Göttin ist, darf sie von niemanden berührt werden. Und Nimh hat Geheimnisse vor North. Wird ihre Beziehung diese Geheimnisse standhalten oder sie entzweien?
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und flüssig. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht. Mir hat sehr gut gefallen, wie man, wie North, langsam mit der Magie in Berührung kam.
Der Spannungsbogen wurde zunehmend aufgebaut. Ich finde es toll, wie man North und Nimh im Laufe der Geschichte besser kennenlernt. Aber beide wirken sehr viel erwachsener, als ein Mädchen und ein Junge in dem Alter.
Der erste Teil war sehr spannend und ich bin schon gespannt wie der zweite Teil sein wird. - Kathy MacMillan
Feuer und Feder
(93)Aktuelle Rezension von: WriteReadPassionKlappentext:
Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.
Autorin:
Kathy MacMillan ist Schriftstellerin, Bibliothekarin, Dolmetscherin für amerikanische Gebärdensprache und Geschichtenerzählerin für Taubstumme. "Feuer und Feder" ist ihr erster Jugendroman und wurde durch ihre Faszination an der Macht der Sprache inspiriert. MacMillan lebt mit ihrem Mann, ihrem Sohn und einer Katze namens Pancake in Owings Mills, USA.
Übersetzer:
Julian Haefs
Bewertung:
Das Cover ist nicht nur wunderschön, sondern auch mehr als passend zum Titel und zur Geschichte erstellt. Besser geht es kaum! Ein richtiger Eyecatcher, der neugierig macht und zeigt, dass es sich um einen historischen Jugendroman handelt.
Die anderen, so wusste sie, würden ihr Verhalten als Schwäche ansehen, denn sie konnten ihre Art von Stärke nicht verstehen.(Göttergeschichte, Seite 58)
Die Geschichte wird nur aus Raisas Sicht erzählt, was schade ist, da mehr Sichtweisen auch mehr Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der jeweiligen Charaktere bringen. Der Schreibstil ist recht fließend, wenn ich auch zu Beginn etwas Leseschwierigkeiten hatte. Die Geschichte zieht sich die ersten Seiten, es wird an manchen Stellen für meinen Geschmack zu viel ausgeholt. Insgesamt ist es aber sehr gut, da man als Leser einen tollen Eindruck vom Leben bekommt. Das frühalterische Setting hat mich stets an das antike Griechenland erinnert, das fand ich super toll. Natürlich mit allem, was dazu gehört; Eroberungen, Sklaven, Götteranbetungen, Schriftzeichen ... hat mir sehr gut gefallen.Durch die A-typische Erzählung waren die Geschehnisse natürlich vorhersehbar. Erobertes Königreich, eine gefallene Prinzessin oder Sklavin (in diesem Falll Sklavin), erste Liebe mit verbotenem Jungen, Rebellion, Zerrissenheit der Treue gegenüber der Rebellion und der Liebe ...
An den Kapitelanfängen sind kleine Erzählungen der Götter des Reiches gedruckt. Stück für Stück, Kapitel für Kapitel setzt setzt sich das Puzzlebild zusammen. Für mich waren sie im letzten Drittel eher etwas wirr und ich konnte sie nicht richtig zusammenfügen. Zum Teil sind sie etwas umständlichen geschrieben. Die Idee ist nicht neu, hat aber zur Geschichte wunderbar gepasst. Interessant und neu ist hier, dass die Göttergeschichte in die Gegenwart katapultiert wird; die Geschichte geht also im Realen weiter und findet ein passendes - wenn auch etwas vereinfachtes - Ende, das mir nicht so gut zusagte.
"Die Weisheit hat uns verlassen", murmelte Lanea.
"Die Weisheit ist nur gefangen", sagte Suna träumerisch. "Und jedes Gefängnis hat auch einen Schlüssel."
"Das hat wenig Bedeutung, solange niemand willens ist, ihn zu benutzen."(Göttergeschichte, Seite 323)
Die Geschichte ist hier schon andersartig besonders wegen der Göttergeschichte und weil sie gut ohne Fantasieelemente auskommt, Dank der Göttergeschichte. Das ist es auch, was das Buch auszeichnet. Es ist eher ein historischer Jugendroman mit antikem Setting, Sklaven, Götter, Schriftrollen und Runen. Die Charaktere finde hier sehr gut ausgearbeitet und mit Tiefe belegt. Mati ist schon eher eine 08/15-Erscheinung, aber ich mochte ihn. Er ist lebensfroh, klug und freundlich. Raisa ist mit ihrer fehlenden Vergangenheit dagegen schon interessanter. Sie führt als einziges Glied ihrer Herkunft ein Herzgedicht bei sich und versucht es mithilfe der geheimen Schrift zu entschlüsseln. Ich finde ihre Zerrissenheit zwischen der Treue zur Rebellion und der Verliebtheit zu Mati glaubhaft dargestellt.Die Romanze zwischen Raisa und Mati ist hier wie so oft zu salopp gestellt. Das Problem liegt nicht nur an der Sichtweise der Autoren, die meinen, bestimmten Klischees folgen zu müssen, um ihre Werke erfolgreich zu machen - sondern auch an Fantasie-/Jugendromanen, die Einzelbände sind, wie dieses. Ich merke das wirklich jedes Mal bei solch einem Einzelband, wie die Handlungen zusammengequetscht und besonders die Enden (wie auch hier) sehr unzureichend verfasst werden. Überwiegend sind solche Romane Reihen mit mindestens 3 Bänden, sodass sich alles etwas strecken kann - auch wenn das nicht immer der Fall ist, was mich dann ärgert. Aber bei einem Einzelband muss alles in 300-500 Seiten passen - warum werden die Seiten dem nicht angepasst? Hier hätte auch ein paar mehr Seiten nicht geschadet. Es schadet eher der Geschichte und dessen Erfolg, sich so zu begrenzen.
Es gibt hier schon zwei Bände, allerdings nur im Englischen. Das bringt uns deutsche Leser ohne festes Englisch überhaupt nichts, somit bleibt es ein Einzelband. Ich wüsste auch nicht, wie es weitergehen sollte, da die Autorin die Geschichte wie einen Einzelband bearbeitet hat. Ich finde diese fehlende Kommunikation der Verlage der Leserschaft gegenüber unter aller Sau! Nie wird in solchen Fällen veröffentlicht, ob ein Band noch folgt und wenn ja, wann - oder ob ein Band nicht folgt und warum. Zum Kotzen!
Fazit:
Ein wirklich guter Jugendroman, der Jugendlichen aufzeigt, was für eine Welt in dieser antiken Zeit in vielen Ländern geherrscht hat und welche Prioritäten Alltag waren, z.B. die Anbetung der Götter, ohne und mithilfe von Schriften und Zeichen. Auch für Erwachsene ist dies eine unterhaltsame Geschichte mit ausgearbeiteten Charakteren. Trotz allem fehlt mir hier das gewisse Etwas ... die Funken sind nicht übergesprungen, obwohl ich die Geschichte sehr gelungen finde. Für wenige Makel gibt es einen Sternabzug.
So ist es mit dem Licht immer gewesen - es muss mit der Dunkelheit leben.(Göttergeschichte, Seite 65)
Sehr passend zur Geschichte; gut und schlecht gemachtes darin macht es trotzdem lesenswert! :-)
- Julie Kagawa
Im Schatten des Schwertes
(99)Aktuelle Rezension von: DrachenbuecherhortMit „Im Schatten des Schwertes“ führt Julie Kagawa ihre Leser tiefer in eine Welt, die von alten Legenden, mächtigen Dämonen und gefährlichen Wünschen durchdrungen ist. Nach dem vielgelobten Auftakt „Im Schatten des Fuchses“ folgt nun ein Mittelband, der sich nicht mit Lückenfüller-Status zufriedengibt – sondern emotional und erzählerisch sogar noch eine Schippe drauflegt.
Yumeko, halb Mensch, halb Kitsune, setzt ihre gefährliche Mission fort: das Fragment der Drachenschriftrolle sicher zum Tempel zu bringen, bevor es in die falschen Hände fällt. Mit jedem Schritt auf ihrer Reise wird klarer, wie viel auf dem Spiel steht – denn das uralte Pergament hat die Macht, den Himmelsdrachen zu beschwören und einen Wunsch von unermesslicher Tragweite zu erfüllen. Doch der Preis dieser Reise ist hoch. Ihr Begleiter Tatsumi – einst ein Krieger der Kage, diszipliniert und tödlich – ist nun unter Kontrolle des Dämons Hakaimono, den sein Schwert Kamigoroshi beherbergte. Yumeko glaubt, dass der echte Tatsumi noch irgendwo in ihm existiert. Doch die Realität ist düster: Hakaimono will nichts anderes als Rache und Zerstörung.
Während Yumeko und ihre Gefährten weiterziehen – darunter der fluchende Ronin Okame, der edle Daisuke und die Schreinmaid Reika – entspinnt sich ein Wettlauf gegen die Zeit. Parallel dazu folgt der Leser Hakaimono, der in Tatsumis Körper seinen eigenen finsteren Plan verfolgt: das Bündnis mit einem der mächtigsten Blutmagier, um selbst nach der Schriftrolle zu greifen.
Kagawa gelingt es im zweiten Band meisterhaft, die oberflächliche Schwarz-Weiß-Malerei vieler klassischer Fantasygeschichten hinter sich zu lassen und sich vielschichtig mit den Themen Selbstbeherrschung, Dualität und Vertrauen auseinanderzusetzen. Dabei geht es nicht nur um äußere Konflikte – Schwerter, Magie und Monster –, sondern vor allem um das, was sich im Innersten der Figuren abspielt: der stille, oft quälende Kampf zwischen Licht und Dunkel, zwischen Pflicht und Verlangen, zwischen dem, was man ist, und dem, was man sein möchte. Besonders eindrucksvoll ist dabei die Perspektive von Hakaimono, dem uralten Dämon, der sich in den Körper des Kriegers Tatsumi eingenistet hat. Kagawa gewährt dem Leser keinen distanzierten Blick auf das „Böse“ – sie lässt uns in seinen Geist eintauchen, zwingt uns, die Welt durch seine Augen zu sehen. Was wir dort finden, ist überraschend: keine eindimensionale Kreatur der Zerstörung, sondern ein Wesen, das Wut, Stolz, Schmerz und sogar eine Form von Ehre in sich trägt.
Hakaimonos Gedankenwelt ist ein Sturm aus Verachtung und Macht, aber auch aus Erinnerung und verlorener Größe. Sein Hass ist alt, aber nicht ohne Ursprung. Seine Entscheidungen wirken grausam, doch sie folgen einem inneren Kodex – einer verdrehten, aber nachvollziehbaren Logik, die sich aus Jahrhunderten der Gefangenschaft speist. Das macht ihn nicht gut. Aber es macht ihn menschlich – oder zumindest tragisch. Und genau darin liegt die große Stärke dieses Charakters: Er fordert Empathie heraus, wo wir Abscheu erwarten. Er bringt uns zum Nachdenken über die Grenzen von Gut und Böse, über den Preis von Freiheit und darüber, ob jemand, der als Monster geboren wurde, dazu verdammt ist, ewig eines zu bleiben.
Die Frage „Wer bin ich wirklich?“ durchzieht diesen zweiten Band wie ein feines, kaum sichtbares, aber unzerreißbares Band – sie ist das leise Echo, das in den Gedanken der Figuren nachhallt, während sie durch Tempelruinen, Schattenreiche und innere Abgründe wandern. Fast jede Hauptfigur sieht sich gezwungen, die Maske zu lüften, die sie bislang getragen hat – ob freiwillig oder durch äußere Umstände. Allen voran Yumeko, deren kitsunehafte Herkunft bisher etwas war, das sie lieber verborgen hielt – aus Angst, aus Vorsicht, vielleicht auch aus Scham. Doch im Verlauf der Geschichte beginnt sie, diese Seite nicht mehr nur zu akzeptieren, sondern als Teil ihrer Identität anzuerkennen. Was einst Spielerei oder Täuschung war, wird nun zur Waffe, zum Werkzeug – aber auch zum Ausdruck innerer Reife. Yumeko wächst, weil sie aufhört, zwischen „Füchsin“ und „Mensch“ zu unterscheiden, und beginnt, beides zu sein.
Yumeko wird in diesem Band deutlich reifer. Ihre naive Neugier weicht einem stärkeren Verantwortungsbewusstsein – aber sie verliert nie ihren Humor oder ihre Herzlichkeit. Ihre kitsunetypische Art, mit Charme und kleinen Tricks das Gleichgewicht zu halten, wird hier nicht nur als lustig, sondern als Stärke inszeniert.
Wer auf der Suche nach Mythologie, taktischen Duellen und zauberhafter Magie ist, wird in „Im Schatten des Schwertes“ reich belohnt. Julie Kagawa versteht es meisterhaft, Kampfszenen so zu inszenieren, dass sie nicht nur als bloßes Spektakel dienen, sondern den Herzschlag der Geschichte tragen. Ihre Kämpfe sind kunstvoll, dramatisch und oft atemberaubend choreografiert – aber sie sind nie leer. Sie haben Gewicht. Und sie haben eine Seele. Denn anders als noch im ersten Band geht es in diesen Auseinandersetzungen nicht allein um Sieg oder Niederlage, nicht bloß um das Überleben im Angesicht übermächtiger Feinde. Die wahre Schlacht wird in den Herzen der Figuren geschlagen. Jeder Schlag, jede Entscheidung im Gefecht trägt eine emotionale Last. Es sind Kämpfe gegen äußere Gegner – aber oft auch gegen die eigenen Zweifel, gegen Schuld, Angst oder Verzweiflung.
Ein Duell kann hier gleichzeitig ein innerer Zusammenbruch sein, ein Akt der Selbstbehauptung oder ein verzweifelter Versuch, jemanden zu retten, den man fast verloren hat. Es geht darum, sich selbst treu zu bleiben – oder überhaupt erst herauszufinden, wer man im Angesicht der Dunkelheit ist. So werden die Kämpfe in „Im Schatten des Schwertes“ nicht nur zu Höhepunkten der Handlung, sondern zu Prüfsteinen der Charaktere – und zu Spiegeln der Konflikte, die in ihnen toben. Man gewinnt hier nicht bloß mit der Klinge – sondern mit dem Herzen.























