Bücher mit dem Tag "tennis"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tennis" gekennzeichnet haben.

79 Bücher

  1. Cover des Buches Glücksmädchen (ISBN: 9783548288444)
    Mikaela Bley

    Glücksmädchen

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Rotelfe

    Die Geschichte um die kleine achtjährige Lycke, die spurlos verschwindet und um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die über den Fall berichten soll und von einem schweren Schicksalsschlag aus ihrer Vergangenheit geprägt ist, versprach zunächst wirklich interessant zu werden...

    Leider weckt "Psychothriller" hier die falschen Erwartungen. Wer hier einen nervenaufreibenden schwedischen Thriller a la Stieg Larsson erwartet, der wird maßlos enttäuscht werden. Anstatt auf der Spannung liegt der Fokus der Geschichte viel eher auf Familiendrama, Liebe, Trennung... und ist sich da auch bei Klischees nicht zu schade: Klischees werden in dem Buch maßenhaft bedient. 

    Die Charaktere sind sehr flach und es fehlt der Zugang zu ihnen. Über die verschwundene Lycke beispielsweise erfährt man immer mal wieder ein paar Fakten nebenher, aber diese vereinzelten Fakten sind so nüchtern und sorgen daher nicht für eine Bindung zu ihr. Ähnlich ergeht es mir mit den anderen Charakteren. Sie wirken so stumpf und an manchen Stellen wirkt ihr Handeln und Denken nicht nachvollziehbar.

    Mich hat es gestört, dass die (und das ist mein persönlicher Geschmack) uninteressante Nebengeschichte zwischen Ellen und Jimmy manchmal sehr arg im Fokus liegt und viel Raum einnimmt. Die Stellen hätte ich beim Lesen gerne manchmal einfach übersprungen. 

    Viele "Twists" in der Geschichte sind sehr vorhersehbar, andere wiederum tauchen aus dem Nichts auf und sind nicht wirklich logisch oder gut durchdacht... eher so "gewollt und nicht gekonnt"-überraschend. 

    Die Atmosphäre in der Geschichte konnte mich leider nicht greifen. Zu keiner Zeit habe ich wirklich Spannung, Trauer oder Rührung gespührt. Selbst bei den vermeintlich "spannenden" Szenen wurde überhaupt keine Spannung erzeugt... Der Schreibstil der Autorin ist zudem sehr sehr seicht. Man merkt, dass es ihr Erstlingswerk ist.

    Aber ich möchte nicht nur nörgeln: bis zum Schluss war ich immerhin gespannt, was nun hinter dem Fall Lycke steckt und von der Auflösung war ich auch einigermaßen überrascht. Das möchte ich nicht leugnen. Sehr positiv sind mir auch die vereinzelten Versuche in der Geschichte aufgefallen, auf gesellschaftliche Probleme hinzudeuten.  

    Das Buch kann ich allen denjenigen nahelegen, die gerne durch seichte Lektüre stöbern und Interesse an Themen, wie Scheidungskonflikten, allgemein Familiendramen und Liebeskummer haben... für Thrillerfans ist dieses Buch eher nicht das Gelbeste vom Ei...













  2. Cover des Buches Die einzige Geschichte (ISBN: 9783462051544)
    Julian Barnes

    Die einzige Geschichte

     (134)
    Aktuelle Rezension von: BjoernAndBooks

    Paul ist 19, Susan 48 – und sie lieben sich. In einem Vorort von London namens „The Village“ lernt sich das ungleiche Paar in den 1960er Jahren in einem Tennisverein kennen. Nach und nach und in fast schon lakonischer Sprache lässt Barnes Paul als unzuverlässigen Ich-Erzähler sein Leben und seine Beziehung zu Susan retrospektiv wiederbeleben. Allzu beschwerlich wirken dabei gerade die ersten Jahre nicht: Die Emanzipation von seinen Eltern, der Rauswurf aus dem Tennisclub, als sich die Hinweise auf eine ungebührliche Beziehung der beiden verdichten, die stets präsente Gefahr durch Susans betrogenen und, wie sich später herausstellen soll, schon lange gewalttätigen Ehemann – all das meistern sie zunächst nahezu mühelos. Mit dem Zusammen- und Umzug nach London kehrt so etwas wie Routine ein, und die Probleme beginnen: Susan verfällt mehr und mehr dem Alkohol und verliert jeglicher Form psychischer Stabilität; die Distanz zwischen den beiden Liebenden wird größer, bis Paul sich entziehen muss und Susan an ihre Tochter „übergibt“. Er versucht, ein eigenes Leben, eine neue Realität zu beginnen, aber bis zu ihren letzten Tagen in einer psychiatrischen Anstalt bleibt Susan für Paul das, was sie von Anfang an war: seine „einzige Geschichte“.


    Julian Barnes, einer der Großmeister des zeitgenössischen britischen Romans, schaut hier ganz genau hin: Wie durch ein Brennglas, Pauls Brennglas, schauen wir auf die Alltäglichkeit einer Liebe. Paul erinnert sich oft nicht richtig oder eher an Nebensächlichkeiten, so dass das große Ganze manchmal verschwommen bleibt und eher durch die schlaglichtartig eingestreuten Details an Kontur gewinnt. Das ist wirklich meisterhaft eingesetzt, weil die Leser*innen dadurch einerseits auf Distanz gehalten werden und andererseits das Gefühl bekommen, viel besser Bescheid zu wissen als die Handelnden selber. Man will beiden ständig Ratschläge geben, sie auf andere Wege führen, ihnen einen kleinen Stups geben, damit sie sich nicht aneinander verlieren. Gleichzeitig macht es aber auch schwer, über diese Entfernung wirklich emotionale Beteiligung mit Paul oder Susan zu erhalten: Susan, die vor allem in ihrer Ehe mit Gordon Macleod wenig Freude gehabt zu haben scheint, tut einem in erster Linie leid; Paul mit seiner ungestüm-ungezwungenen Jugend am Anfang möchte man zurufen: „Bewahr dir das doch bitte!“.


    Das ist ein wenig schade, freut man sich doch gleichzeitig darüber, hier einmal einer Liebe durch die Jahrzehnte folgen zu dürfen, die einerseits durch die Paarkonstellation, aber andererseits auch durch ihren eigentlich so liebevollen Umgang charakterisiert ist. Gerade auf den letzten siebzig Seiten, die fast zu so etwas wie einem Schlussplädoyer werden, gerät mir der Tonfall zu nüchtern und unpersönlich. Nichtsdestotrotz ist die Lektüre mehr als lohnend: eine wundervolle Sprachmacht und zwei vielschichtige Hauptcharaktere, die man durch ihr Leben begleiten darf!


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  3. Cover des Buches Cecilia -  Wenn die Sterne Schleier tragen (ISBN: 9783947357062)
    Anna Nigra

    Cecilia - Wenn die Sterne Schleier tragen

     (186)
    Aktuelle Rezension von: __sminillda
    " Du musst nichts tun, was du nicht möchtest", sagte Noran & lächelte mich an. Und warum muss ich dich dann heiraten?, schoss es mir sofort in den Kopf.


    Die Geschichte

    Die Geschichte um Cecilia, auch Lia genannt, startet ohne Umschweife und führt uns direkt an den den königlichen Hof. Das Ziel ist hier von Anfang an klar: Lia soll heiraten. & nicht nur irgendwen, sondern den Kronprinzen höchstpersönlich. Das Problem an der ganzen Sache ist allerdings, dass das erste und letzte Aufeinandertreffen der Beiden doch schon einige Jahre zurückliegt und die Vermählung eindeutig nicht auf Liebe basiert, sondern einem Handel der Väter entsprach.

    Als wäre dies nicht schon nervenaufreibend genug für Lia, stellt sich auch noch die Königin selbst als eine ihrer größten Widersacherin dar. Schnell entpuppt sich die Königin als Biest, welche Lia einfach nur Hass gegenüber bringen kann.

    Perfekt wird das Chaos durch Elias, der es einfach nicht lassen kann Lia zu necken & es sich selbst zur Hauptaufgabe gemacht zu haben scheint, sie in den Wahnsinn zu treiben.

    Nicht nur Cecilia stellt sich in diesem Buch die Frage nach dem "Wieso", sondern auch die Leser stehen bis zum Schluss vor dem Rätsel, wieso diese Ehe arrangiert wurde und warum sie so schnell über die Bühne gebracht werden muss.


    Der Schreibstil

    Anna Nigra hat einen tollen und vor Allem auch flüssigen Schreibstil, welcher einen sofort in die Story einlädt & zum Verweilen einlädt. Der Stil scheint einfach zu sein verfügt aber über solch eine Leichtigkeit bei den Beschreibungen der Kulisse, dass man sich gefühlt selbst nur einmal um die Achse drehen muss um mitten im Palast zu stehen. Das mochte ich sehr! Hierbei muss ich selbst anmerken, dass "einfach" in diesem Zusammenhang auch nicht abwertend gemeint ist im Gegenteil! 


    Lieblingscharakter

    Elias


    Fazit

    Ich bereue keine Minute die ich in Europa mit Lia verbracht habe & ich kann den Roman nur empfehlen! Wer royale Häuser & Intrigen gepaart mit einem Schuss Liebe mag, wird hier glücklich!


  4. Cover des Buches Bruno Chef de police (ISBN: 9783257240467)
    Martin Walker

    Bruno Chef de police

     (258)
    Aktuelle Rezension von: Tommywien

    Bis dato habe ich noch nichts von Martin Walker gelesen, aber da ich ein großer Fan der Diogenes Bücher bin, musste ich mit dieser Reihe beginnen. Vorweg kann ich betonen, dass ich es nicht bereut habe.

    Bruno ist der Polizeichef des kleinen fiktiven Städtchen Saint-Denis. Als Polizeichef von Saint-Denis hat er tag ein tag aus tag aus mit sympathischen, liebenswerten Kleinkriminellen zu tun. Die Idylle wird allerdings abrupt unterbrochen, als die Leiche eines alten Algeriers aufgefunden wurde. Zunächst deutet alles auf ein rechtsradikales Motiv hin, da das Opfer ein Hakenkreuz auf der Brust eingeritzt hatte. Für Bruno ist es die erste Mordermittlung überhaupt und gleich derartig präsanter Fall.

    Passend zu der Kleinstadtumgebung hat Martin Walker einen gemütlichen Erzählton eingeschlagen. Ich liebe solche Krimis, wer allerdings nach Action und Spannung sucht, wird mit diesem Buch keine Freude haben. Die fehlende Spannung wird allerdings mit viel französischem Flair und detallierten histiroschen Fakten ausgeglichen. Hinsichtlich der historischen Fakten, kam Martin Walker seine Ausbildung als Historiker zu gute. Natürlich kommt auch die Kulinarik in diesem Buch nicht zu kurz, ich ertappte mich des öfteren, dass ich hungrig wurde.  Erschreckend ist für mich, dass das Thema nichts an seiner Aktualität eingebußt hat, im Gegenteil Rassismuss ist auf unserer Erde leider präsenter den je. 

    Etwas störend empfand ich die ausufernden Darstellungen von Tennismatches. Ich spiele zwar selber Tennis, aber dies empfand ich in Tat mehr als langweiliges Füllmaterial.

    Wer Krimis aller Donna Leon liebt, wird auch die Reihe von Martin Walker lieben, da bin ich mir sicher. Ich werde jedenfalls immer wieder eines der Bücher lesen.

  5. Cover des Buches Meine wunderbare Frau (ISBN: 9783442205745)
    Samantha Downing

    Meine wunderbare Frau

     (95)
    Aktuelle Rezension von: themeggymex

    Sie führen eine glückliche Ehe, haben zwei Kinder, keine Geldsorgen, werden zu schicken Partys eingeladen - ein tadelloses Leben also. Doch hinter dieser Fassade hütet das Paar ein dunkles Geheimnis, ein morbides Hobby, mit dem sie ihrem Alltag den gewissen Kick hinzufügen.
    Die Geschichte wird aus der Sicht des Mannes erzählt, der seine Frau Millicent über alles liebt. Er vertraut ihr bedingungslos. Allerdings verbirgt er das ein oder andere Geheimnis vor ihr, weshalb es ihn nicht wundern sollte, als er merkt, dass auch sie ihm gegenüber bei weitem nicht so offen war, wie er dachte.

    Für meinen Geschmack war die Geschichte zu langatmig und teilweise vorhersehbar. 3/4 des Buches habe ich darauf gewartet, dass etwas passiert. Das letzte Viertel wiederum war durchaus spannend.
    Ich würde das Buch der Kategorie "Gone Girl" zuordnen und demnach auch Fans dieser Art von Thrillern empfehlen.

  6. Cover des Buches Unendlicher Spaß (ISBN: 9783499249570)
    David Foster Wallace

    Unendlicher Spaß

     (172)
    Aktuelle Rezension von: DenisVonLichtenfels

    Darf man es wagen, zu gestehen, dass man nach etwa 200 Seiten langsam, aber sicher das Interesse verloren hat? Wie lange darf sich ein Autor Zeit nehmen, um den Leser für sich zu gewinnen? Handelt es sich hier eventuell um ein Buch, das man sich vor allem deshalb ins Regal stellt, um zu beweisen, wie smart man ist? Nicht dass ich dem Meister das Talent absprechen würde. Aber die Wahrheit ist: Er war auch ein intellektueller Poser, der einem ziemlich auf die Nerven gehen kann.

  7. Cover des Buches Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht (ISBN: 9783462054057)
    Andrea Petković

    Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Zachanassian

    Andrea Petkovic präsentiert in 18 kleinen Geschichten und einem Vorwort eigene Erlebnisse; nicht als Autobiographie, sondern eher als von eigener Erfahrung inspiriert. Das Augenzwinkern, mit dem sie erzählt, kommt im Vorwort besonders plakativ zum Ausdruck. Es ist aber auch in allen Erzählungen spürbar und eine große Stärke des Buchs. Trotz vieler „Selbstbespiegelungen“, die die Erzählungen enthalten, wahrt die Autorin stets eine ironische Distanz zu ihrem literarischen Ich, so dass ihre Beschäftigung mit sich selbst nie ins Peinliche abgleitet, sondern im Gegenteil immer amüsant bleibt. Nicht alle Erzählungen haben mir gleich gut gefallen. Die gelungensten verknüpfen ihre Erlebnisse als professionelle Tennisspielerin allegorisch mit Reflexionen über das Leben im Allgemeinen. Für mich als bürgerlich sozialisierten „Biodeutschen“ sind auch die Überlegungen zu ihrem „Migrationshintergrund“ und seinen Wirkungen aufschlussreich, den sie psychologisch einleuchtend einerseits als starke Motivation für Bestleistungen, aber andererseits als regelmäßigen Anlass für Selbstzweifel beschreibt. Nicht zuletzt sind Sprachbeherrschung und Erzählstil hervorzuheben, die es dem Leser leicht machen, den Gedankengängen der Autorin zu folgen. Ein ausgezeichneter „erster Aufschlag“!

  8. Cover des Buches Das Böse unter der Sonne (ISBN: 9783455650273)
    Agatha Christie

    Das Böse unter der Sonne

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Einer der bekanntesten Krimis mit Hercule Poirot, die Verfilmung läuft ja des öfteren im TV. Auch wenn man die Auflösung schon kennt (die hier natürlich nicht verraten wird), ist es doch atemberaubend, wie am Ende das Image des bildschönen Mordopfers um 180 Grad gewendet wird und man fetsstellt, daß so ziemlich nur Unwahrheiten und Gehässigkeiten über sie kursierten. Ehepaar Gardener ist zum Schießen, und Monsieur Poirot erwacht nur ganz langsam aus seiner Sommerlethargie, wenn er den "Sherlock Holmes spielt". Auch ein sehr schönes Zeit- und Gesellschaftsporträt!

  9. Cover des Buches Lovett Island. Sommernächte (ISBN: 9783442490301)
    Emilia Schilling

    Lovett Island. Sommernächte

     (58)
    Aktuelle Rezension von: caro_aus_dem_norden
    „Bereit für Jetski, aber nicht für deine Nähe.“


    Lovett Island. Sommernächte ist der erste Teil der Lovett-Island-Trilogie von Emilia Schilling aus dem Goldmann-Verlag.


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    Maci will ihr altes Leben hinter sich lassen und sich selbst finden. Der neue Job als Tennistrainerin und Staff auf Lovett Island kommt ihr daher sehr gelegen. Auf der Insel lernt sie nicht nur sich besser kennen, sondern auch Trevor, der Sohn des Inselbesitzers. 


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    Das Cover ist nett anzusehen, aber nichts extravagantes.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr bildlich geschrieben und gut lesbar.

    Die Geschichte vermittelt einem ein wundervolles Urlaubsfeeling, sodass man sich gerne selbst in die Karibik nach Lovett Island wünscht.

    Die Charaktere sind alle wirklich interessant, aber ich finde, es hat etwas an Tiefe gefehlt. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte aus der Perspektive von drei weiblichen Charakteren erzählt wird. Auf der einen Seite fand ich es total interessant und auch gut umgesetzt, dennoch denke ich, wenn es nur aus Macis Sicht geschrieben worden wäre, hätte man tiefere Einblicke in ihren Charakter bekommen.

    Durch die 3 Perspektiven werden dem Leser auf 3 Liebesgeschichten angeboten, wodurch es nie langweilig wird. Der erste Band endet in einem Cliffhanger, was mich sehr überrascht hat. Ich bin davon ausgegangen, dass es pro Band um ein Paar geht. Die Idee hat mich wirklich überrascht und ich bin gespannt, wie es weiter geht mit Lovett Island.


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    Lovett Island. Sommernächte ist eine toller sommerlicher Liebesroman mit einem Hauch Luxus, viel Gefühl und eine Prise Intrigen. Für mich hätten die Charaktere etwas mehr Tiefe haben können, aber es ist ein gelungener Start in die Trilogie.

  10. Cover des Buches Die Lügen der Anderen (ISBN: 9783453438330)
    Mark Billingham

    Die Lügen der Anderen

     (117)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Im Urlaub lernt man Menschen kennen. Nicht immer sind sie uns sympathisch und manchmal ist der Schein, den wir aufrechterhalten. So auch die drei Pärchen Dave und Marina, Angie und Barry und Ed und Sue.

    Im USA Urlaub lernen sich die Frauen und Männer in einem Resort mit Übernachten, Pool und viel Essen kennen. Beim Essen unterhalten sich die Paare über ihre Häuser, ihre Jobs, ihre Kinder.  Ein Urlaub der schön verlaufen könnte, wäre da nicht ein Mädchen, welches verschwindet. In England angekommen, verschwindet auch hier innerhalb kurzer Zeit, wieder ein Mädchen mit einer geistigen Behinderung.

    Bei drei Abendessen kommen Geheimnisse und Missgunst der Pärchen zum Vorschein. Die Wahrheit kommt Stück für Stück ans Licht und nicht jede Deko kann die Probleme in den Beziehungen verstecken.

    Am Anfang braucht man etwas Zeit, um sich die Pärchen zu merken. Welcher Beruf wo hinter steckt. Wie die Beziehungen innerhalb und zu den anderen stehen. In einzelnen Abschnitten verrät uns der Charakter, welcher die Morde ausgeführt hat, warum diese geschahen. Mit der Zeit ist es ziemlich offensichtlich wer es war. Dennoch ist ein interessantes Theaterstück welche alle aufführen, um die heile Welt zu präsentieren.

    Das Ende, nach dem Wissen wer es war, enthüllt dann wirklich noch eine Überraschung, mit welcher nun wirklich niemand rechnen konnte. Alles in allem war der Thriller in Ordnung.

  11. Cover des Buches Das Haifischhaus (ISBN: 9783453272392)
    Rüdiger Barth

    Das Haifischhaus

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    - aber das Buch hat 500? genau. Die ersten 78 waren extrem hölzern. Ich habe nur weitergelesen, weil es um Tennis ging. Die letzten 2 waren eine pure Enttäuschung, aber sonst: Spitze! Man merkt, das Barth sich im Tennis richtig gut auskennt. Aus diesem Wissen spinnt er eine Story, die eigentlich ein Thriller ist. Es steht wirklich alles auf dem Spiel, mehr als Leben und Tod, nämlich das Leben in Schmach und Schande. Und dann so ein Ende? Herrgott! 500 Seiten liest man - für so was? Nee, echt nicht.
    Sehr spröde fand ich die Figuren. Sie sind völlig eindimensional, leblos, spröde. Das hat mich, sobald es um Tennis ging, nicht gestört. Mit Liv wurde ich überhaupt nicht warm, auch die Anziehung zw. den beiden blieb mir völlig schleierhaft, einfach nur behauptet. Und warum muss Nils auftauchen? Als Entwicklungs-Möglichkeit hin zum Menschlichen? Das ist ebenfalls extrem grob, ergibt sich nur beim analytischen Nachdenken und somit überflüssig. Dennoch ein sehr gutes Buch für alle, die Tennis lieben.

  12. Cover des Buches Julius oder die Schönheit des Spiels (ISBN: 9783471360422)
    Tom Saller

    Julius oder die Schönheit des Spiels

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Miltonia

    Der kleine Julius wächst in einer sehr privilegierten Familie auf, die auf einem alten Adelsgut hoch über dem Rhein lebt und sein Großvater ist so begütert, dass er seinen Enkeln sogar einen Tennisplatz anlegen lassen kann. Und das zu einer Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg, als die meisten Menschen froh gewesen wären, genügend Essen zu haben.

    Julius liebt dieses neuartige Spiel und gemeinsam mit seinen Schwestern, die für Mädchen in dieser Zeit durchaus unkonventionell aufwachsen, übt er ohne Ende und mit großer Begeisterung. Er gewinnt erste Tourniere und seine Familie und besonders der Großvater unterstützen seine Leidenschaft.

    Nach dem Abitur zieht er nach Berlin, vordergründig zum Jura-Studium, wie das in seiner Familie so üblich ist, tatsächlich aber, um das Tennisspiel in einem der besten Clubs des Landes weiter zu perfektionieren. Das Leben in Berlin ist ganz anders als in der ruhigen Weinbau-Gegend seiner Heimat, er kommt in der Berliner Gesellschaft an, macht erste Erfahrungen mit Frauen und trifft sogar seine alte Jugendliebe Julie wieder, die er noch immer heftig liebt und heiratet. Was ihn nicht davon abhält, auch Erfahrungen mit der Männerliebe zu machen.

    Aber die Republik verändert sich, die Nazis gewinnen immer mehr Einfluss und das Spiel unter Gentlemen darf nicht mehr der sportlichen Begeisterung und der Fairness dienen, sondern muss Siege für das Reich einfahren. Und da kollidiert Julius‘ Sicht auf den Sport ganz gewaltig mit der Politik. Das muss er sehr schmerzhaft erfahren.

    Das Buch erzählt in 3 Ebenen, zum einen der Werdegang von Julius von Kindheit an, dann in kurzen Briefen von Julius aus dem Gefängnis und dann die Sicht des sportlichen Gegners, gegen den er in seinem letzten großen Spiel in Amerika angetreten ist.  

    Mir hat das Buch sehr gefallen, die Handlungen der einzelnen Personen sind durchaus schlüssig und nachvollziehbar, das Leben im Berlin der 20iger und 30iger Jahre wird sehr bunt beschrieben und die Spannung, wie es mit Julius endet, hält sich bis zum Schluss. Der dann doch sehr überraschend war. 

    Deshalb von mir eine klare Empfehlung und sehr gute 4 Sterne. 

  13. Cover des Buches Die Hexen von Eastwick (ISBN: 9783499248825)
    John Updike

    Die Hexen von Eastwick

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Ich kam auf den Einfall mir das Buch zu besorgen, nachdem ich unlängst den Film gesehen habe.

    Man muss sagen, beides ist nicht miteinander vergleichbar, aber bietet dem Leser einen Einblick in die typische Kleinstadtidylle und was passiert, wenn ein Kunstsammler dort auftaucht.

    Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Die Figuren wirken unterhaltsam und geben einem die Möglichkeit in die Handlung abzutauchen. Dennoch überkommt einem gegen das Ende hin das Gefühl, dass die Story ausbaufähiger gewesen wäre. Man hätte an manchen Stellen ruhig tiefer ins Detail gehen können, ohne das der Inhalt plötzlich langweilig vor einem liegt.

    Nichtsdestotrotz bietet das Buch unterhaltsame Stunden.

     

    Fazit: Die Story ist gut, aber wäre an manchen Stellen durchaus ausbaufähiger gewesen. In jedem Fall machen die Charaktere diesen Umstand zu einem Teil wieder wett und man hat doch einige Lesestunden, die wie im Flug vergehen.

  14. Cover des Buches Schlag auf Schlag - Myron Bolitar ermittelt (ISBN: 9783442484522)
    Harlan Coben

    Schlag auf Schlag - Myron Bolitar ermittelt

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Alentschik

    Inhalt:

    In dem zweiten Buch der Myron Bolitar Reihe tauchen wir in die Welt von Big Tennis ein. Der Klient von dem Sportagenten Myron, ein aufgehender Star am Tennishimmel Duane Richwood, wird in Verbindung mit dem Mord an Valerie Simpsons, einem ehemaligen Tennisstar, gebracht. Die Polizei findet eindeutige Hinweise darauf, dass Duane und Valerie kurz vor ihrem Tod in Kontakt waren, Duane streitet ab Valerie gekannt zu haben. Kurz vor ihrer Ermordung hat Valerie auch noch versucht verzweifelt Myron zu erreichen. Myron befindet sich nun mitten in einem Mordverbrechen, das er schleunigst aufklären muss!

     

    Meine Meinung:

    Für mich war es das erste Buch der Myron-Bolitar Reihe, ich wusste aber mit Coben kann man einfach nichts falsch machen und habe direkt zugegriffen. Das kann ich auch nach dem Ende des Buchs bestätigen. Dennoch fand ich die Story um Myron gewöhnungsbedürftig. Zum einen befindet man sich hier wirklich tief in der Welt des Sports, konkret in der Welt des Tennis, was durch viele Tennisbegriffe und Beschreibungen der Tennisfelder und Spielabläufe unterstrichen wird. Das entspricht nicht unbedingt meinem Interessensfeld, lässt sich aber leicht und verständlich lesen. Zum anderen waren die Charaktere mir manchmal zu aufgespielt, dennoch erstaunlicherweise sympathisch. Etwas übertrieben fand ich die ständige Zurschaustellung der „harten Jungs“ – die Hauptcharaktere Myron und sein Freund Win besitzen Kampfkunstfertigkeiten auf höchstem Niveau, da können nur Action-Film-Agenten mithalten. Interessant fand ich auch wie Myron alles unter einen Hut bringt: Ermittlungen, Agenturarbeit, ständige Anwesenheit an den Tennisspielen und romantische Abende mit seiner Freundin. Das alles absolut kein Problem für ihn, nebenbei bleibt auch noch Zeit um mit den Nachbarskindern Basketball zu spielen. Na ja wir sind ja hier bei einer fiktiven Geschichte und Fantasie ist erlaubt. J  Positiv fällt Myron durch seine Angewohnheit sich selbst aufs Korn zu nehmen, das amüsiert auch mich als Leser durchaus. Sinn für Gerechtigkeit hat der gute Mann natürlich auch, ein bisschen was von Superman eben! Er bleibt auf jeden Fall durch die Geschichte weg sympathisch. Der Verlauf der Story schwächelt leider im Vergleich zu anderen Coben-Büchern. Auch wenn die logischen Verbindungen einwandfrei gestaltet waren und der Plot an sich eine höchst interessante Hintergrundgeschichte zu erzählen hat, ging die Spannung etwas verloren, da man relativ schnell wusste in welche Richtung die Auflösung gehen wird.


    Fazit:

    Es ist nicht der spannendste Coben für mich, aber trotzdem lesenswert. Die Story hat eine saubere Auflösung und sympathische Charaktere vorzuweisen. Die vielen Beschreibungen der Sportwelt muss man bei diesem Buch aber in Kauf nehmen. Ich würde es an der Stelle aber nur weiterempfehlen, wenn man tatsächlich die ganze Reihe lesen will, denn in dem Buch wird sehr oft auf die vergangenen Ereignisse Bezug genommen und ich denke es lohnt sich die Entwicklung der Protagonisten zu verfolgen, das macht dann die Reihe erst wirklich interessant.

  15. Cover des Buches Totenbuch (ISBN: 9783442480821)
    Patricia Cornwell

    Totenbuch

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Reneesemee

    Inhalt:

    Steht bald auch ihr Name im Totenbuch des Leichenschauhauses? Scarpettas schwierigster und bedrohlichster Fall.
    Kay Scarpetta versucht einen neuen Anfang, um vor den Dämonen der Vergangenheit zu fliehen. Doch ihrem alten Todfeind kann sie auch in Charleston, South Carolina, nicht entkommen: Er sitzt in einer psychiatrischen Anstalt an der Ostküste und sorgt dafür, dass es die berühmte Pathologin bald mit einem bestialischen Mord zu tun bekommt.
    Am Anfang sieht es für Kay Scarpetta, ihre Nichte Lucy und Pete Marino in Charleston, South Carolina, gut aus. Ihr neu eröffnetes forensisches Labor für Pathologie floriert. Doch wie aus heiterem Himmel beschuldigt sie ein mächtiger Politiker der Profitgier. Ist dieser Mann auch für die Sabotage in ihrem Labor verantwortlich? Oder wer sonst will Kay Scarpetta aus Charleston vertreiben? Dann wird die Pathologin mit dem brutalen Mord an einer Frau in deren Luxusapartment am Strand konfrontiert. Es folgen zwei weitere Mordfälle, einer barbarischer als der andere. Und als viertes Opfer steht Kay Scarpetta auf der Todesliste.



    Dr. Kay Scarpettas Kühlkammer in Charleston liegt ein kleiner Junge im Labor, man hat seinen toter Körper in einem abgelegenen Sumpf gefunden. Scarpettas Untersuchungen haben beweisen das man ihn den sechs Jahren seines kurzen da seins schwer misshandelt wurde. Und doch bleibt seine Identität Verborgenen und das obwohl Kay alle Hebel in Bewegung setzt. Niemand scheint den kleinen Jungen zu vermissen.

    Doch der kleine Junge bleibt nicht der einzige Tote dessen Mord sie aufzuklären versucht. Den auch dem amerikanischen Tennisstar Drew Martin Mord in Rom steht Scarpetta vor einem weiteren Rätsel.

    Kann Scarpetta und ihr Team diesen Fall lösen oder stehen sie diesmal vor einem Rätzel?

    Dieser Fall war schon wieder etwas spannender mein durchhalten hat sich also gelohnt.

  16. Cover des Buches Der dritte Zwilling (ISBN: 9783941378469)
    Ken Follett

    Der dritte Zwilling

     (888)
    Aktuelle Rezension von: leipzigermama

    Wieder mal ein Thriller von dem ich direkt gefesselt wurde. Denn hier waren so viele Personen direkt miteinander vernetzt, dass man nur schwer glauben konnte, wie normal sie trotz all der Vorfälle noch im Umgang miteinander sein konnten.
    Dabei ist das Werk von Ken Follett gar nicht so neu und wurde sogar verfilmt. Wie konnte dieses Thema dann nur so an mir vorbei gehen? Denn mich faszinierten hier die Abgründe der menschlichen Seele, die Follett wirklich gut ausgearbeitet hat.
    Doch wie fantastisch es am Ende wirklich wird, konnte ich beim Titel und der Kurzbeschreibung noch gar nicht absehen. Denn hier geht es nicht einfach darum, dass sich Zwillingsbrüder nicht kennen und wohl bei der Geburt getrennt wurden. Es ist tatsächlich eine viel dramatischere, sogar verrücktere, Geschichte, die dahinter steckt. Schön geschmückt mit aktuellen Ereignissen wie der Vergewaltigung, Brandstiftung und Zerstörung der Karriere.
    Definitiv lesenswert! Und ich geh jetzt mal auf die Suche nach dem Film. Der reizt mich. Wobei ich hoffe, dass er nicht zu arg vom Buch abweicht.

  17. Cover des Buches Open (ISBN: 9783426302040)
    Andre Agassi

    Open

     (36)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Ein unfassbar schockierendes, spannendes, anrühriges und vor allem menschliches und ehrliches Buch über einen besonderen Menschen. Natürlich ist mir bewusst, dass eine Selbstbiografie immer im Verdacht steht, parteiisch zu sein, dennoch hat mich die Geschichte des Andre K. Agassi von der ersten Seite an gefesselt, nicht nur, weil ich ein großer Tennisfan bin. Man lernt auch sehr viel über die Psyche eines Einzelsportlers und warum damit vieles auf dem Platz entschieden wird. Die glückliche Ehe mit Stefanie G. scheint aus einem Märchen zu stammen, umso schöner ist es, zu erkennen, dass es doch noch positive Wunder auf dieser Welt gibt. Was dieser Tennisspieler in den ersten 35 Jahren seines Lebens alles erfahren hat ist einfach unglaublich - ein Schulabbrecher, der seine eigene Schule für benachteiligte Kinder gründet: was kann es schöneres geben?

  18. Cover des Buches Ich dachte, ich wär ein Panther (ISBN: 9783492300278)
    Paola Mastrocola

    Ich dachte, ich wär ein Panther

     (94)
    Aktuelle Rezension von: steffi_badnase

    Habe die Reise der kleinen Ente schon einige Male gelesen und sie begeistert mich jedesmal aufs neue. 

    Ich empfinde den Schreibstil sehr angenehm und liebe es wie Paola Mastrocola die verschiedenen Umgebungen und Begegnungen der kleinen Ente beschreibt. 

    Am meisten gelitten habe ich als ihr Enterich sich als Weiberheld herausstellt und dieses sich gefangen fühlen... 

    Mein persönliches Highlight ist die Hochzeit am Schluss einfach wunderbar. Sein fehlendes Puzzelteil zu finden und umgeben von Freunden zu sein, die keinen Wert auf dein Äußeres legen. Sondern dich um deiner inneren Werte schätzen und für dich da sind. 


    Freue mich schon auf das lesen von Band 2 wenn es um die Selbstliebe der kleinen Ente geht. 

  19. Cover des Buches Verräter wie wir (ISBN: 9783548288079)
    John le Carré

    Verräter wie wir

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Dima ist nicht nur ein Mensch mit Vergangenheit, einem wertvollen Geheimwissen über die Geldwäschepraxis im postsowjetischen Russland, das er verhökern möchte, und einem Plan, wie er seine Geheimnisse an den (westlichen) Mann bringen will. Er ist vor allem ein Mensch mit Herz. John le Carré ist mit seinen Figuren in „Verräter wie wir“ ein großer Wurf gelungen, wobei vor allem Dimitri Krasnow, genannt „Dima“ ein kraftstrotzender Vertreter der russischen Seele ist: gemütvoll, breitbeinig, leutselig und trinkfest. Und dabei extrem gefährlich, ein Familienmensch, der über viele Leichen ging.

    Die Idee, dass Dima sein Wissen über die Geldwäsche russischer Mafiaclans an den britischen Geheimdienst verkaufen möchte, reflektiert die veränderten politischen Rahmenbedingungen in le Carrés Lieblingsspannungsfeld zwischen Russland und Großbritannien. Im ewigen Sowjetreich haben keine Masterminds wie „Karla“ mehr das Sagen, sondern menschenverachtende Raffgeier und Mafiosi. Das ist gelungen und schmeckt hochaktuell. Dass der britische Geheimdienst aus einer Mischung aus bürokratischem Phlegma und ebenso menschenverachtendem Dünkel Dima die Tour vermasselt, weil Menschen in dem großen Spiel nur hohle Figuren sind, passt zur Kälte der Welt er Spione.

    Dass aber ein Tennisturnier den Hintergrund bildet und das unschuldig ins Spiel gezogene Pärchen Oxford-Dozent Perry Makepiece und Rechtsanwältin Gail Perkins zum Überlaufzirkus gehört, beschert der Handlung einige Längen vor allem beim Einstieg in die Geschichte und wirkt nicht immer ganz rund.

    Unter dem Strich ein gelungener Geheimdienstroman mit hervorragend gezeichnetem Personal, aber gewiss nicht le Carrés stärkster Wurf.

  20. Cover des Buches Der dritte Zwilling von Follett. Ken (1999) Taschenbuch (ISBN: B00FNB157I)

    Der dritte Zwilling von Follett. Ken (1999) Taschenbuch

     (9)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Die Geschichte ist abwechselnd aus Jeannies, Steves und Berrington Jones (Jeannies Chef) erzählt, wodurch verschiedene Blickwinkel beleuchtet werden. Bereits zu Beginn werden die Charaktere gut dargestellt, so dass man sie kennen lernt. Im Gegensatz zu Berrington sind mir Jeannie und Steve sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefiebert und gebangt. Die Zwillingscharaktere wurden gut dargestellt und Follett arbeitete ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.

    Anfangs fängt die Geschichte langsam an. Trotzdem besteht von Beginn an und durchgehend eine sehr hohe Spannung, bis es am Ende zum großen Showdown kommt.

    Mit dem ersten Satz ist man sofort in der Geschichte. Die Handlung wird gut dargestellt und beschrieben, so dass man ihr leicht folgen kann. Folletts Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und er bedient sich guter Vergleiche.
     „Steve kam sich vor, als hinge er mit den Fingerspitzen an einer steilen Felswand. Ein Wort von [der Richterin] könnte ihn retten. Ließ sie ihn jedoch nicht auf Kaution frei, wäre es, als stürze er in einen bodenlosen Abgrund“ S. 238

    Das Thema der Genforschung wird verständlich erklärt und ist gut in die Geschichte eingebettet. 

    Fazit

    Ein sehr spannender und kurzweiliger Roman mit gut ausgearbeiteten Charakteren und einer interessanten und gut dargestellten Thematik.

  21. Cover des Buches Zimmer mit Aussicht (ISBN: 9783596521432)
    E. M. Forster

    Zimmer mit Aussicht

     (55)
    Aktuelle Rezension von: GueBu
    Die Feinheit, die Gefühlsregungen und Gedankengänge der Protagonisten auszudrücken, ist einfach unschlagbar. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Der Inhalt der Handlung könnte bei der Art und Weise wie die Charaktere dargestellt werden, echt in Vergessenheit geraten. Es ist eine Freude, die kleinkarierten Ansichten und Klugscheißeren  zu lesen, die hier geboten werden. Ich kann nur schwärmen. Günther
  22. Cover des Buches Torben stirbt im Wohnzimmer (ISBN: 9783942223270)
    Levend Seyhan

    Torben stirbt im Wohnzimmer

     (2)
    Aktuelle Rezension von: thesmallnoble
    Kaan, 32, Sohn eines türkischen Gastarbeiters und leidenschaftlicher Tennis-Fan, betrauert die Trennung von seiner Freundin Sonja, als er überraschend Besuch von seinem Freund Torben erhält. Torben platzt in Kaans Wohnzimmer, bringt alles durcheinander und offenbart ihm schließlich, dass er an Blutkrebs leidet. Diese Begegnung erschüttert Kaan und er beginnt, über vieles nachzudenken.
    Der Roman ist in zwei Erzählebenen strukturiert: Im Präsens die Jetzt-Zeit, in der die wenigen Wochen bis zu Torbens Tod erzählt werden; im Imperfekt eine lockere Abfolge von Rückblenden, die Kaans Abschied von Sonja und seine Besuche bei seiner verwitweten Mutter behandeln, die aber auch in frühere Zeiten zurückreichen, als Torben von seinem Vater misshandelt wurde oder Kaan als Türke von einem Gleichaltrigen bedroht wurde.

    "Torben stirbt im Wohnzimmer" ist ein Reflexionsroman. Die Migrationsthematik klingt in ihm an. Kaan wurde in seiner Jugend diskriminiert und verprügelt, sein Vater hat als Gastarbeiter gelitten. Aber die Auseinandersetzung mit dem Sterben des Freundes ist wichtiger als die Tragik der Migrationserfahrung. Sie ist grundsätzlicher, steht darüber. Dadurch transportiert der Roman eine grundlegende Integrationserfahrung.

    Auch sprachlich enthält das Buch Einflüsse von Migrantendeutsch, die aber letztlich im muttersprachlichen Wortspiel aufgehen. Der Ton schwankt zwischen der Jugendsprache des 21. Jahrhunderts und einer zuweilen altertümelnden Ausdrucksweise, die den Klassikern der deutschen Literatur entlehnt ist.

    Ich hätte mir, vor allem im zweiten Teil, eine stärker ansteigende Spannungskurve und weitere Verdichtung gewünscht. Aber auch so entsteht ein sehr intensives Bild eines Lebensbewältigungsprozesses, der die Migrationserfahrungen zwischen Resignation und Aggression immer wieder thematisiert, aber weit darüber hinausgeht.
  23. Cover des Buches Abschied von der Burg (ISBN: 9783505036521)
    Enid Blyton

    Abschied von der Burg

     (57)
    Aktuelle Rezension von: nina11

    Schade, dass ich die Bücher nicht mehr so gerne lese wie früher. Als Grundschulkind habe ich einfach nicht so viel hinterfragt, zumindest nicht bewusst. Die Bücherreihe ist veraltet, das merkt man besonders an den Moralvorstellungen und allgemein auch an der Erzählweise. Mobbing wird auf der Schule geduldet, ja teilweise machen sogar die Lehrer mit. Evelyn bekommt es dabei extrem ab und in diesem Buch geht es auch darum, dass "Hochmut vor dem Fall kommt". Wie ich solche Sprüche hasse. Ich weiß natürlich was damit gemeint ist, aber im Zusammenhang eines eigentlich unschuldig wirkenden Kinderbuches finde ich es extrem unpassend. Das letzte Schuljahr schien sich wieder nur um Dramen zu drehen, die sich schnell hintereinander abspielten. Zwischendrin wurde dann noch das ein oder andere schöne Erlebnis geschildert, so zum Beispiel Will´s Geburtstag. Aber die Erzählung war nicht mal eine Seite wert und schien nur ein Lückenfüller zu sein, damit das Buch auf mindestens 130 Seiten kommt. Evelyn´s plötzlicher Wandel nach der Krankheit ihres Vaters scheint mir zu plötzlich und auch sehr umauthentisch. Ja so etwas kann natürlich jeden verändern, aber es wirkt trotzdem so als wollte man damit sagen, dass Evelyn´s Verhalten die Krankheit ihres Vaters hervorgerufen hat und sie es bitter bereuen muss. Sie muss sich ändern, sonst kann sie nicht geliebt werden. Sie muss alles toll finden was ihr Vater sagt. Sie soll die Karriere anstreben, die er für sie wählt usw. Das ist schon SEHR altbacken. Das Buch geht abrupt zu Ende und ist an sich als Abschluss der Reihe unmöglich. Gut, dass eine andere Autorin die Reihe fortgesetzt hat, denn es sind noch einige Fragen bezüglich der Mädchen und auch des Internats offen geblieben.

  24. Cover des Buches Über unendlicher Spaß (ISBN: 9783462041750)
    Ulrich Blumenbach

    Über unendlicher Spaß

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Palatina
    Zu diesem unglaublichen Buch mag ich garnicht viel sagen, weil nur weniges ihm gerecht werden würde. Um zu beschreiben was sich zwischen den über tausend Seiten befindet möchte ich den Titel eines anderen Buches nutzen und Daniel Eggers zitieren "Ein herzzereißendes Werk von umwerfender Genialität". Manche Bücher machen mit jeder Seite klüger...dieses beinahe mit jedem Satz.

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