Bücher mit dem Tag "terrorismus"

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657 Bücher

  1. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783442380299)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

     (1.370)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Blackout ist das zweite Buch, das ich von Marc Eisberg gelesen habe. Worum geht es? Vom einen Moment auf den anderen gehen in ganz Europa die Lichter aus. Der Strom ist weg, die Menschen sitzen mitten im Winter in ihren dunklen kalten Häusern, bald ohne Essen und Wasser, tagelang.  

    ·

    An diesem Moment - Tag 0 - starten wir in die Geschichte. Die Kapitel sind kurz, maximal 2 -7 Seiten. Zack zack gibt es gleich gefühlte 20 verschiedene Erzählstränge und einen Berg neuer Personen. Jo, man wird ganz schön hinein geworfen. Bis man sich mal halbwegs zurecht gefunden hat, dauert es schon mal 100 Seiten. Nochmal 200 Seiten später kann man dann der Handlung auch mit Vergnügen folgen, das Lese-Erlebnis bessert sich und von dem anfänglichen Schwarm an Figuren kristallisiert sich eine Handvoll Protagonisten heraus. 

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    Und diese gefallen mir alle durchwegs. Einerseits weil man durch ihre verschiedenen Positionen (Regierung, Energiewirtschaft, Atomkraftwerk, Journalist,…) von vielen Blickwinkeln in die Story eintaucht und andrerseits, weil sie alle durchwegs rechts authentisch handeln. 

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    Generell finde ich den Blick auf die Abgründe der Menschheit sehr spannend. Bei Kälte und Hunger ist dann irgendwann jeder nur mehr sich selbst der nächste - auch das in meinen Augen sehr.. authentisch. Erschreckend, aber ich stelle mir die Reaktion der breiten Masse auf eine Katastrophe dieser Art ähnlich vor, wie sie in dem Buch beschrieben ist. 

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    Was sich für mich nicht ganz reimt: eine der Hauptfiguren, ein schnieker Italiener, ist ein Hacker. Und zufälligerweise der einzige weltweit (?) der der Lösung auf die Spur kommt.. und das auch noch in Rekordtempo? Natürlich, für eine flüssige Story geht das kaum anders. Aber trotzdem kommt mir das recht… abwegig vor. 

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    Wovon ich abraten möchte, ist parallel einen Serienmarathon mit „Chernobyl“ durchzuziehen. Da bekommt man dann doch ein flaues Gefühl im Magen, wenn Fiktion und Realität miteinander verschwimmen.

  2. Cover des Buches Calendar Girl - Begehrt (ISBN: 9783548288864)
    Audrey Carlan

    Calendar Girl - Begehrt

     (483)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Mia hat bei ihrem Job als edles Escort-Girl bereits ein halbes Jahr hinter sich gebracht. Damit ist auch schon die Hälfte der Schulden beglichen, die sie an ihren ehemaligen Liebhaber zu bezahlen hat. zwar liegt ihr Vater noch immer im Koma, doch sonst geht es mit ihrer Familie bergauf. Im Juli wird sie vom bekannten Hip-Hop-Künstler Anton Santiago gebucht, obwohl tanzen eigentlich nicht Mias stärke ist. Trotzdem versucht sie diese Challenge zu meistern, und dabei gleichzeitig nicht dem scheinbar unwiderstehlichen Körper von Anton zu erliegen. Denn schon im August geht es weiter nach Texas, wo sie die verloren gegangene Schwester eines steinreichen Ölbarons mimen soll. 


    --- radikale Spoilerwarnung ---

    Nachdem mich der zweite Teil nicht so mitreisen konnte, wie der erste, hatte ich nun die große Hoffnung, dass es wieder bergauf geht. Einerseits war mir klar, dass die Autorin sich nun nach 6 Monaten, die sich vom Aufbau und der Story her ziemlich geähnelt haben, etwas neues überlegen wird müssen. Allerdings war das für mich definitiv ein Schuss nach hinten. Den Monat Juli verbringen wir noch in alter Manier bei einem einzigen Typen, der einerseits richtig hot ist, auf der anderen Seite aber von seiner Managerin oder seiner Assistentin angehimmelt wird. Gleichzeitig versucht Mia die beiden zu verkuppeln, mit Wes die Beziehung am Laufen zu halten und nicht versehentlich doch mit der Granate von Mann ein sexuelles Lustspiel zu beginnen. Insofern war ich einigermaßen zufrieden, auch wenn die Geschichte weder von der Handlung noch von den Protagonisten her keinerlei Höhepunkte aufweisen konnte. Dann kam aus meiner Sicht mit August und September die Katastrophe. Die Geschichte, dass Mia ihren Halbbruder findet, oder besser umgekehrt, war einfach dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass ich einfach nur mehr den Kopf schütteln konnte. Dann kommt noch die Schwester mit ihrem Verlobten auf einen Sprung Urlaub mit dem Privatflieger vorbei und alle sind Friede-Freude-Kokosnuss. Wirklich schrecklich. Gerade, dass nicht noch der Vater wie durch Zauberhand aus dem Koma erwacht und sich der illustren Gesellschaft anschließt, aber nein, der muss ja unbedingt kurz vorm letzten Atemzug stehen und damit die fröhliche Familienzusammenfindung stören und auch das Wes plötzlich im Dschungel verschwindet und er bei einer abenteuerlichen Rettungsaktion, an der sich Mia sehr zu ihrem eigenen Unwillen nicht hatte beteiligen dürfen, befreit wird. Letztendlich wird der Vater doch gerettet und auch Wes hat sein Abenteuer überlebt. Die Katastrophe scheint vorerst abgewandt, auch wenn es meiner Meinung nach für beide besser gewesen wäre, zu sterben, um dem Blödsinn zu entfliehen, der da noch kommen mag. Damit will ich einfach sagen, dass die Handlung so dermaßen unauthentisch und an den Haaren herbeigeschleift war, dass ich wirklich entsetzt war. Auch Mia wurde mir immer unsympathischer. Sie konnte ihr eigenes Verhalten nicht mehr reflektieren, reduziert so ziemlich jedem den sie begegnet, egal ob männlich oder weiblich, nur auf deren Körper, und scheint vom Leben nicht wirklich einen Plan zu haben. Selbst in dem Moment, in dem ihr neuer Bruder ihr mit Geld eine helfende Hand reichen will, ist sie so sehr auf ihren eigenen Stolz und darauf fokussiert, dass sie als toughe Powerfrau alles alleine managen kann. Das nimmt dann auch schon fast diese toxischen alphamännlichen Züge an und wäre Mia ein Mann, würde jeder sagen, dass einen an der Waffel hat. Es gäbe noch dutzende Dinge, über die ich ich aufregen könnte, aber über das gröbste habe ich jetzt mal Dampf abgelassen. 

    Letztendlich war der erste der drei Monate wirklich okay, auch wenn er in groben Zügen wie ein Abklatsch vom Monat April wirkt, aber die beiden anderen Monate waren dafür um so schlimmer. Handlung und auch die Protagonisten haben eine Wendung genommen, die ich als Leser nicht mehr tragen will. ich weiß noch nicht, ob ich mir den letzten Teil noch zu Gemüte führen werde. Vielleicht legt die Autorin ja noch mal eine Wendung hin. 


  3. Cover des Buches House of Night - Betrogen (ISBN: 9783404160327)
    P.C. Cast

    House of Night - Betrogen

     (2.600)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Teil 1 von "House of night" habe ich als Hörbuch gehört, da ich den zweiten Teil kürzlich in einem Bücherschrank gefunden hatte. 

    Pc Cast und Kristen Cast: "House of Night: Gezeichnet" und "Betrogen".

    Die Reihe hat un 2006 begonnen, genau zum richtigen Zeitpunkt des Vampir Hypes. 

    Vampire sind kein Geheimnis. Im Gegenteil, jeder weiß um sie und wo sie zu finden sind. 

    Allerdings wird man eher Random mäßig ausgesucht und Gezeichnet. Wie Zoe. Und um sie geht es schließlich auch. 

    Im ersten Teil muss sie noch lernen, mit ihrem neuen Schicksal zurecht zu kommen. Im zweiten Teil ist sie gefühlt fast nur rollig.  

    Aber die Buchserie hat mir bis hierher schon gut gefallen. Es liest sich schnell und eignet sich ganz gut, um nicht so viel nachdenken zu müssen.  

    3.5/5

  4. Cover des Buches Spectrum (ISBN: 9783404175550)
    Ethan Cross

    Spectrum

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    Eine Geiselnahme in einer Bank stellt das FBI vor Schwierigkeiten. Die Täter scheinen keine gewöhnlichen Diebe zu sein. Burke ist ein Genie und wir zur Auflösung des Falls dazu geholt. Das dreier-Team fängt an auf eigene Faust zu ermitteln, dabei entdecken sie das der Fall in einem viel größeren Zusammenhang steht und sie mit den Ermittlungen ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten.

    Das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich es kaum weglegen konnte und die ca. 500 Seiten waren ruck zuck durchgelesen. Die ersten Drei Seiten haben mich direkt geschockt. Die Geschichte bietet einiges an Brutalität. Die Charaktere sind super ausgearbeitet und man kann gut mit ihnen mitfühlen. Trotzdem darf man das Gehirn beim lesen nicht ausschalten und muss sich konzentrieren den teilweise komplizierten fachlichen Erklärungen zu folgen.

    Sehr blutig und spannend! Kann ich jedem empfehlen, der gerne etwas heftigere Thriller liest.

  5. Cover des Buches Gelöscht (ISBN: 9783733500382)
    Teri Terry

    Gelöscht

     (1.455)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Kylas Gehirn wurde neu programmiert, sie gehört zu einer Gruppe junger Menschen, die ein neues Leben beginnen dürfen, bei einer neuen Familie. Doch nichts ist so wie es scheint, Geheimnisse und Lügen erschweren ihr den Einstieg in ein unbekümmertes Leben.

    Schreibstil:
    Der Stil ist gut und mit wenigen Sätzen ist man schon in die Geschichte eingetaucht. Die Gedanken von Kyla sind greifbar, allerdings gibt es noch Platz für eigene Interpretationen und genau hier ist der Haken. Die Geschichte läuft ohne große Wendungen immer genau so wie in meinen Gedanken ab. Es war also immer ein „wusst ichs doch“ und „ah schön, so dachte ich mir das“. Es war also eher wie ein Unfall: das Buch weglegen geht nicht, kann ja doch noch was anderes passieren. Aber genau diesen Reiz „bleibt es jetzt so wie gedacht oder ändert sich was“ hat mir das Lesen versüßt und irgendwie freute es mich, immer recht zu behalten. Ich war also voll bei Kyla, hätte mich zwar teilweise anders entschieden, aber die Handlung nahm dann den Weg die sie nehmen musste. Die Verhaltens- sowie Ausdrucksweise ist passend für ein Jugendbuch, mit Niveau.

    Charaktere:
    Alle konnten mich auf ihre Art begeistern, sie verhielten sich ihrem Charakter angepasst und entwickelten sich – wie es ihnen möglich war. Auch gibt es noch unbekannte, was verheimlichen Kylas Eltern, was ist der wahre Grund hinter der missing Website und den Personen die dahinter stehen, was haben die RT mit dem ganzen zu tun. Es bleibt also spannend.

    Cover:
    Das Cover trifft die Situation sehr gut, ein halber Mensch, denn was bist du, ohne deine Vergangenheit?

    Fazit:
    Ein interessanter erster Band, der neugierig auf Teil 2 macht. Von mir gibt es, trotz der Vorhersehbarkeit, 4 Sterne, denn die Idee hinter der Handlung und die Charaktere haben mich überzeugt.

  6. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: 9783596169221)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

     (1.228)
    Aktuelle Rezension von: Booklovemadame

    Die Geschichte des kleinen Oskars auf der Suche nach Antworten hat mich sehr mitgenommen. Ich musste immer wieder innehalten und nachdenken. Nichts zum eben mal durchlesen. Sehr bewegend und emotional.

  7. Cover des Buches Zersplittert (ISBN: 9783733500399)
    Teri Terry

    Zersplittert

     (936)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Lucy, Rain, Kyla – alle sind sie in einem Körper vereint. Und kommen immer mehr an die Oberfläche, das Slaten (auslöschen der Vergangenheit) hat nicht so richtig funktioniert. Gefangen in ihren Erinnerungen und als Spielball der Gegenwart sind die drei Persönlichkeiten verwirrter denn je …

    Schreibstil:
    Der Schreibstil passt sich dem ersten Band (Gelöscht) an. Viele Dinge passieren rein vom logischen her, es ist zu erwarten und immer wenn man denkt „ah jetzt kommt was ans Licht“, dann ist die Erinnerung nicht mehr greifbar. So können auch künstliche Cliffhanger erzeugt werden. Mal mag das ganz gut funktionieren, aber es ist dann doch zu oft. Ansonsten ist die Welt um Kyla gut beschrieben, es hat sich nicht viel verändert, die Autorin bleibt ihrer Schilderung von der Umgebung sowie der Landschaft treu. Es ist wie ein „kenne ich und fühle mich wohl“.

    Charaktere:
    Kyla steht die gespaltene Persönlichkeit. Interessant ist, dass sie in ihrem geslateten ich Eigenarten von Rain und Lucy verbindet. Das könnte noch spannend werden und auch, ob sie es schafft die Abspaltungen wieder zu integrieren, denn sie sind ja nur künstlich erzeugt worden.

    Kylas Mum war mir im ersten Teil sympathischer als ihr Dad, hier zeigt sich nun auch warum. Fraglich, ob sich nicht noch mal etwas ändert. Ich hoffe auf einen Überraschungsmoment.

    Cover:
    Das Cover passt zur Reihe und zur Geschichte, das Mädchen ist zersplittert.

    Fazit:
    Die Geschichte liest sich so weg, sie hat mich weder besonders begeistert noch hat sie mich gelangweilt, daher vergebe ich nur 3 Sterne und setze alles auf Band 3. eine Empfehlung gebe ich nur an Leser, welche Band eins bereits gelesen haben. Auch ein Einstieg in Band 2 ist möglich, weil wirklich alles in den entsprechenden Bereichen beiläufig erklärt wird, aber eine Trilogie in der Mitte zu beginne ist doch Käse.

  8. Cover des Buches Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1) (ISBN: 9783551311511)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1)

     (1.152)
    Aktuelle Rezension von: Gucci2104

    Keine Ahnung was sich die Autorin bei diesem Buch gedacht hat. Man nehme eine übernatürliche Kraft, packe die in ein Systemsprengerkind und verwende zum Schluss noch klischeebehaftete Hartz IV Sprache. Ein gewisser Jugendslang mag ja in Ordnung sein, aber in diesem Buch finde ich mein Klientel wieder. Weißte, ne? Is scheiße oder? Mir sträuben sich die Nackenhaare. Selbst in meiner Jugend hätte ich dieses Buch furchtbar gefunden. Aber der Knaller kam auch noch am Ende. ACHTUNG SPOILER!

    Die junge Dame ist schwanger von ihrem Freund oder auch Nicht-Freund....mit 15 Jahren....15!!! Was bitte soll das unserer Jugend vermitteln? Dieses Buch ist echt verstörend und ich würde es keinem Jugendlichen jemals empfehlen! 

  9. Cover des Buches Das Lied der toten Mädchen (ISBN: 9783548289311)
    Linus Geschke

    Das Lied der toten Mädchen

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Schnick

    Es gibt Bücher... Es gibt Bücher, da ist mir von Anfang an klar, dass ich nicht allzu viel zu erwarten habe und trotzdem bleibe ich bei ihnen hängen und obwohl sie (scheinbar) eher schlicht gestrickt sind, sind sie doch unglaublich unterhaltsam oder fesselnd. Für mich sind das Guilty-Pleasure-Bücher: Ich genieße sie auf eine ganz sonderbare Weise, obwohl ich rein objektiv weiß, dass sie kein Knaller sind. Linus Geschkes "Das Lied der toten Mädchen" gehört für mich in diese Kategorie.

    Es fängt mit dem meiner Meinung nach eher unbeholfen wirkenden Schreibstil an (obwohl Geschke ein bekannter Autor ist), der Lesefluss ist eher holprig, die Kapitel sind eher kurz, die Charakterzeichnung tendenziell auch eher schlicht. Und trotzdem hat mich das Buch von Anfang an gefesselt. 

    Der 20 Jahre zurückliegende Fall ist spannend erzählt und ich konnte das Buch schnell lesen. Großartig nachdenken muss man nicht, mitgerätselt habe ich natürlich trotzdem. Und damit komme ich zu dem Punkt, den ich Geschke hoch anrechne: Die falschen Fährten haben funktioniert. Das ist heutzutage - wo jeder drittklassige Schriftsteller meint, eine falsche Fährte legen zu müssen, die aber mittlerweile so offensichtlich sind, dass mir noch bleibt, die Augen zu verdrehen - eine so großartige Erfahrung, dass ich Geschke dafür wirklich dankbar bin.

    Den Fall selbst fand ich streckenweise arg konstruiert und zwischendurch war es mir dann doch ein bisschen zu viel des Guten, aber am Ende bin ich alles in allem zufrieden gewesen.

    Merke: Es muss nicht immer hohe Kunst sein, die dich unterhält. Wer von diesem Kriminalfall nicht zu viel erwartet, wird gut unterhalten. Ich freue mich, das Buch gelesen zu haben.

  10. Cover des Buches Die Analphabetin, die rechnen konnte (ISBN: 9783328100157)
    Jonas Jonasson

    Die Analphabetin, die rechnen konnte

     (690)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-

    Die unglaubliche Geschichte von Nombeko Mayeki, die von Südafrika nach Schweden reiste – mit schwerem Gepäck... 

    Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn von einem Auto überfahren. Im Grunde deutete alles darauf hin, dass Nombeko ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen und sehr früh sterben würde. Aber Nombeko war ein Rechengenie – und schon bald lag das Schicksal der Welt in ihren Händen...
    (Quelle: Klappentext – Verlage carl’s books /Penguin


    Inzwischen habe ich alle Romane von Jonas Jonasson gelesen – bis auf „Die Analphabetin, die rechnen konnte“. Das Buch erschien erstmals im November 2013 und war damals der zweite Roman des Autors. Das habe ich nun nachgeholt – das Buch ist genau wie seine anderen Romane: Herrlich skurril mit absolut schrägem Verlauf. Hauptfigur hier ist die anfangs vierzehnjährige Nombeko Mayeki, die in einem Armenviertel in Südafrika aufwächst, als Latrinentonnenträgerin arbeitet und in einer kleinen Hütte lebt. Doch schon bald entdeckt Nombeko, die nie eine Schule besucht hat, ihre Leidenschaft für Zahlen und erstellt in Sekundenschnelle die kompliziertesten Berechnungen. Auch wird sie von der Analphabetin schnell zu einer begeisterten Leserin. Als sie es endlich schafft, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und sich von Soweto auf dem Weg zur Nationalbibliothek von Pretoria macht, wird sie prompt von einem Auto überfahren – und so nimmt das Schicksal schließlich seinen Lauf…

    Ab diesem Moment erlebt Nombeko einiges: Von einem hochgeheimen Projekt, das ein Ingenieur leitet, der eigentlich keine Ahnung hat, über eine Atombombe, die es eigentlich gar nicht gibt bis hin zu der Bekanntschaft von schwedischen Zwillingen, die auch nur zur Hälfte existieren.    

    Von Südafrika geht es für Nombeko zufällig nach Schweden, wo die ehemalige Analphabetin einiges durcheinanderbringt – und etwas im Gepäck hat, was mal eben alles aus den Angeln heben könnte. Auf ihrem Weg begleiten sie u.a. die Holger 1 und Holger 2, die ebenfalls schon ein ziemlich ungewöhnliches Leben hinter sich haben. Und natürlich läuft alles anders als geplant:

     „Wenn erst einmal der Wurm drin ist, dann ist er so richtig drin. Natürlich war die Bombe zum einzigen Schrottplatz auf der ganzen weiten Welt gebracht worden, zu dem sie nicht hätte gebracht werden dürfen.“ 
    – Seite 279


    Wie schon bei „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ mischt auch hier die Hauptfigur - eher unbewusst- in der Weltpolitik mit. Mal mit schwarzem, aber auch ziemlich  trockenem Humor schildert der Autor die aktuelle Lage. Die an sich schon schrägen Charaktere machen hier einiges mit.


    „Nombeko hatte den Fahrerwechsel vorgeschlagen. Schlimm genug, wenn sie mit einer Atombombe auf einem überladenen Anhänger durch die Gegend fuhren. Dann sollte der Fahrer zumindest den Führerschein haben.“ – Seite 284


    Das erste Drittel verlief zeitweise etwas schleppend, mache Ausführungen fand ich hier zu ausschweifend. Als Nombeko dann nach Schweden kommt, wird es interessant. Hier kommt Schwung in die Geschichte mit einigen Überraschungen. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und nimmt einen ziemlich verrückten und überraschenden Verlauf, in dem auch berühmte Persönlichkeiten nicht fehlen.

    Mein Fazit: Ein herrlich schräger Roman im typischen Jonasson-Stil. Die skurrile Handlung mit ihren besonderen Charakteren hält einige Überraschungen bereit. Anfangs etwas schleppend, nimmt die Story dann aber an Fahrt auf und entwickelt sich interessant und ziemlich unglaublich. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, da sie schon sehr speziell ist. Doch in dieser Form ist sie gelungen und sehr unterhaltsam!

  11. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783446263796)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Rafik Schamis Erzählung ist nur vordergründig ein Krimi. ... Zwischen den Zeilen analysiert der Autor die Mechanismen von Diktatur und wie ein System die Menschen verändert. Die Handlung ist zweigeteilt. Einerseits ermittelt die Hauptperson, Kommissar Barudi gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen Mancini. Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Tagebucheinträge des syrischen Kommissars. Hier blüht der Autor auf und lässt sein aufgeklärtes Alter Ego in Tagebuchnotizen und Dialogen Kritik am autoritären Islam üben ebenso wie am Pakt der Alawiten mit der Macht und an der Überheblichkeit des römischen Klerus.

    Wir erfahren, wie hochkomplex und explosiv die politische Situation 2010 war. Das Jahr ind er die Handlung spielt.  Der aufrechte, kurz vor der Pensionierung stehende Kommissar verrät in seinem Tagebuch, was öffentlich nicht gesagt werden darf. 

    Kommissar Barudi, ein Christ, soll kurz vor seiner Pensionierung den brutalen Mord an einem italienischen Kardinal aufklären. Dazu muss er erst einmal wichtige Verbündete finden, um in einem Land mit nahezu allmächtigem, raffiniertem Geheimdienst überhaupt ermitteln zu dürfen. Das gelingt ihm, indem er die Botschaften Italiens und des Vatikans mit ins Boot holt. Bald gilt die Aufklärung der Tat als Staatsaktion, schließlich braucht Syrien gute Beziehungen nach Westen. Berlusconis Italien schickt zur Verstärkung (und Absicherung) einen eigenen Kommissar nach Damaskus, den perfekt Arabisch sprechenden Marco Mancini.

    Auch wenn der Plot in Form eines Kriminalromans daherkommt, handelt es sich in erster Linie um einen Roman über das Leben in Damaskus. Rafik Schami lässt es sich nicht nehmen, Syriens Kultur und Lebensweise einfließen zu lassen. Den Gewürzmarkt, der beim Lesen den Geruch von Koriander und Kardamon entwickelt. Der Geschmack der Nachtigallennester, ein Pistaziengebäck, das Leben der verschiedenen Religionen zueinander und die christliche Religion als Minderheit im Land, die ärmlichen Marktgassen, wo keine Touristen hinkommen und vieles mehr. 

    Kommissar Barudi selbst, ist ein melancholischer, unangepasster Typ, der nie in die Partei der Machthaber eingetreten war und daher nie aufstieg, aber er ist damit zufrieden. Er mischt sich politisch nie ein, das würde bedeuten, entweder das Lied der herrschenden zu singen oder im Gefängnis zu verfaulen. So kann er wenigstens gute Polizeiarbeit leisten.

    Kurz vor seinem Ruhestand muss Kommissar Barudi einen brisanten Fall lösen: In einem Fass mit Olivenöl, das an die italienische Botschaft in Damaskus geliefert wurde, befindet sich die Leiche eines italienischen Kardinals, der auf einer geheimen Mission in Syrien unterwegs war. Verdächtige gibt es mehr als genug: 'einfache' Kriminelle, Islamisten, der Geheimdienst, Widersacher in den eigenen Reihen. Und wem kann man vertrauen? Der Geheimdienst hat seine Ohren überall.

    Ein weiteres Thema des Buches behandelt den Aberglauben und die Religion und wie diese Menschen dazu bringen können, die unglaublichsten Dinge zu tun und zu ertragen. Und dies nicht nur im positiven Sinne. Wer nun denkt: 'Na klar, diese zurückgebliebenen Bewohner entfernt liegender Bergdörfer, kein Wunder, dass die Alles glauben.', der irrt. Hierzu ein schöner Satz, weshalb der Aberglaube auch in übersättigten Gesellschaften gedeiht (wenn auch in anderer Form): "Weil die Menschen dort durch nichts mehr Befriedigung finden. Unerträgliche Leere breitet sich in ihrer Seele aus. Deshalb suchen die Menschen in fernen Welten oder Sphären Befriedigung." 

    Das hört sich nun vielleicht Alles ziemlich trist an - ist es aber überhaupt nicht. Rafik Schami schreibt sehr unterhaltsam, wenn auch für meinen Geschmack gelegentlich etwas weitschweifig, was aber wohl den orientalischen Gegebenheiten entspricht. Zudem kommt auch der Humor nicht zu kurz, denn trotz des allgegenwärtigen Geheimdienstes können sich Barudi sowie sein Freund, der Chef der Spurensicherung, ihre spitzen Kommentare nicht verkneifen und der hinzugezogene italienische Kollege hält sich ebenfalls nicht zurück.

    Wer klare, stringente Handlungen mag, tut sich mit diesem Buch vermutlich keinen Gefallen. Denn der Autor nutzt bei jeder Gelegenheit die Chance etwas zu erzählen, was mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun hat. Und so erfährt der Leser irgendwie nebenbei die Lebensläufe fast aller Beteiligten und etliche weitere Anekdoten. Mir hat es gefallen.

  12. Cover des Buches Westwall (ISBN: 9783328104124)
    Benedikt Gollhardt

    Westwall

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Schwendele

    Etwas skeptisch war ich, als ich den Schmöker im Buchladen entdeckt hatte. Normalerweise wähle ich meine Bücher nicht spontan aus, sondern spiele meist etwas länger mit dem Gedanken es wirklich zu lesen. Nicht so bei Westwall. 

    Irgendwie toll aufgemacht, und mit dem Titel und dem Klappentext, stieg in mir sofort das Bedürfnis, das Buch zu kaufen.

    Der Westwall war mir bekannt, jedoch die Ausmaße und die historischen Hintergründe, welche im Buch verarbeitet sind, waren doch neu für mich. Dass die Seilschaften der Nazis bis heute aktiv sind, ist ja leider aufgrund von aktuellen Vorkommnissen brisant und aktuell. Der Autor schafft es in Westwall eine spannende Geschichte zu spinnen, die einen bis zum Schluss nicht loslässt.

    Ich kann das Buch empfehlen, und hoffe gleichzeitig, dass der Autor Benedikt Gollhardt mal wieder etwas von sich hören lässt !

  13. Cover des Buches Der Fall des Präsidenten (ISBN: 9783764510473)
    Marc Elsberg

    Der Fall des Präsidenten

     (94)
    Aktuelle Rezension von: ViEbner

    Einerseits war das ein typischer Elsberg Thriller, andererseits fehlte dem Buch doch das gewisse Etwas. Keine Frage, ich hatte durchaus mein Vergnügen damit und hab so manche Szene und Kapitel absolut genossen – lesetechnisch. Aber die vielen Seiten, wo politische Strategien dargestellt und wo unendlich viele Figuren ins Spiel gebracht wurden, nur um kurz darauf auf Nimmerwiedersehen wieder zu verschwinden, das war mir dann doch einen Tick zu viel. Da wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Klar, was die Action angeht, wird dem Leser die volle Palette des Möglichen geboten. Und die Ähnlichkeit mit einem ehemaligen Präsidenten, so vom Charakter her, war bei der Figur des Ex-Präsidenten in diesem Thriller schon zum Schmunzeln. Doch auf die immer wieder erwähnte Corona Pandemie hätte ich dann doch getrost verzichten können. Wir stecken noch mitten in dieser, aber im Buch ist sie bereits Vergangenheit. Das war mir dann doch etwas zu viel.

    Seinem Sprach- und Schreibstil ist Marc Elsberg treu geblieben. Da gibt es viele Szenen und Dialoge, die einen gut unterhalten und die Hauptfigur zeigt eine Stärke und Durchhaltevermögen, das einfach nur beeindruckend ist. Hat mich sehr gefreut, dass es eine Frau war bzw. mehrere, die hier die Courage hatten, einem einst mächtigen Mann die Stirn zu bieten und zu zeigen, wo es lang geht. Rein rechtlich gesehen, natürlich.

    Dana ist eine Frau, die sehr vertraut ist mit Kriegsleid, Verbrechen und einem Neuanfang in einem fremden Land. Sie weiß, was es heißt, sich integrieren zu müssen und zu lernen, mit der neuen Realität zurechtzukommen. Aufgeben ist für sie ein Fremdwort. Respekt vor der Berühmtheit einer Person ja, aber nicht um jeden Preis. Sie glaubt an das Recht und geltende Gesetze und ist bereit, dafür zu kämpfen, dass einstige Verbrecher zur Rechenschaft gezogen werden. Notfalls auch unter Aufbietung aller ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen.

    Das war ein unterhaltsamer Thriller, der mir doch die eine oder andere vergnügliche Lesestunde beschert hat. Leider waren für meinen Geschmack zu viele Szenen mit endlosen politischen Strategien vorhanden, und es hat sich seltsam angefühlt über die Corona Pandemie in der Vergangenheitsform zu lesen, wo die Realität doch noch ganz anders ist. Wen solche Kleinigkeiten nicht stören, der wird hier sein Lesevergnügen finden. Mich hat es ein wenig gestört, daher auch nur ein Rating von Vier statt Fünf.


  14. Cover des Buches Bezwungen (ISBN: 9783733504243)
    Teri Terry

    Bezwungen

     (726)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Kyla erhält noch eine Persönlichkeit mehr. Diesmal durch MIA und selbst gewählt. Mit ihrem neuen aussehen und ihrem neuen Namen macht sie sich auf nach Keswick, zu ihrer Mutter …

    Schreibstil:
    Die Zufälle häufen sich in diesem Band. Alle Fäden laufen zusammen und nicht nur das sich alles konstruiert liest, es ist alles so konstruiert worden. Fraglich, ob nicht zu viele Dinge einfach zu glatt gingen. Immer im richtigen Moment treffen die richtigen oder falschen Leute zusammen und immer hat irgendeiner eine Lösung. Es ist einfach alles zu glatt. Schön dagegen ist, dass der dritte Teil der Dystopie keinen gewaltsamen Showdown hat. Ja natürlich gibt es auch ein paar gewaltsame Auseinandersetzungen, aber es ist nicht so typisch. Die Beendigung der Schreckensherrschaft der Lorder geht sehr zivilisiert zu Ende, was für ein Jugendbuch auch mal sehr angenehm ist. Gewalt ist nämlich die Sprache der Dummen.

    Charaktere:
    Alle haben sich so entwickelt wie gedacht und es passt alles zusammen. Besonders schmunzeln musste ich bei Ben, denn diese Entwicklung habe ich mir erhofft. Ich glaube, dass man sich über Coachings, Manipulationen etc verändern kann, aber der wahre Charakter wird IMMER irgendwie durchscheinen.

    Cover:
    Es passt zu den anderen Teilen und damit auch zur Geschichte.

    Fazit:
    Eine interessante Dystopie, gerade weil es auch um die Abspaltung von 121Großbritannien geht und damit auch irgendwie aktuell ist. Schließlich haben die Aufstände um 2020 begonnen und damit begann das Drama. Von mir gibt es 4 Sterne, einfach weil mich die Geschichte gut unterhalten hat und ich das unblutige Ende als angenehm empfand. eine Leseempfehlung spreche ich eher an Jugendliche aus, die noch nicht so viel Erfahrungen mit dystopischen Geschichten gesammelt haben.

  15. Cover des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum (ISBN: 9783462031454)
    Heinrich Böll

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

     (825)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Ich schreibe wahrscheinlich nichts neues, wenn ich über die verlorene Ehre der Katharina Blum berichte, es ist schließlich Heinrich Bölls bekanntestes Werk.

    Der Einstieg in die Lektüre fiel mir nicht leicht. Man wird direkt mit reichlich Namen bombardiert in einem literarischen Szenario, das an Prozessakten erinnert. Abschnittweise wird die Vernehmung der Katharina Blum nacherzählt, die einem flüchtigen Verbrecher Hilfe geleistet hat dem Zugriff der Polizei zu entkommen. Den Mann lernte sie auf einer Feier kennen, nahm ihn mit nach Hause und verliebte sich Hals über Kopf nach einer gemeinsamen Nacht in ihn. Die Loyalität zu ihm zu halten ungeachtet des Verbrechens, das er begangen haben mag, wird ihr zum Verhängnis, als ein sensationsheischendes Tageblatt (im Buch nur die „ZEITUNG“ genannt) ihren Anteil an der Flucht nicht nur veröffentlicht, sondern ihr Privatleben auf eine pervers tatsachenverdrehende Weise ausschlachtet. Aus einer unbescholtenen, unscheinbaren Bürgerin wird dann eine Täterin, als ihr Hass auf den Verantwortlichen der verdrehten Berichterstattung sie dazu treibt den Journalisten der ZEITUNG zu töten.

    Interessant ist wie wenig sich an manchen Methoden seit 1974 geändert hat, als Böll das Buch veröffentlichte. Sein in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ verarbeitetes Thema ist in einer Zeit, in welcher der Begriff „Fake News“ entstanden ist, aktueller denn je.
    Ein wirklich gutes Buch trotz des gewöhnungsbedürftigen Anfangs!

  16. Cover des Buches Himmelschlüssel (ISBN: 9783734102257)
    Kristina Ohlsson

    Himmelschlüssel

     (101)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann
    Auf dieses Buch hatte ich mich nach den drei tollen Vorgängern (die besten Thriller, die ich den letzten Monaten gelesen habe!) richtig gefreut. Leider hielt die Freude nicht lange an. Nach einem spannenden, aber auch etwas Effekt hascherischen Einstieg verlagert sich die Story weg von Fredrika Bergman hin zu einer neuen Protagonistin, die ich weder besonders sympathisch finde noch die mich überzeugen konnte. Die Weiterentwicklung der Charaktere, in den ersten drei Bänden so toll umgesetzt, kommt hier zum Stillstand. Stattdessen entwickelt sich eine Terrorgeschichte, deren Happy End leider von Anfang an feststeht. So fehlen dem Ganzen trotz toller Erzählkunst leider Glaubwürdigkeit und Tief. Lediglich der zweite (überraschendere) Teil des Endes versöhnte wieder etwas. Sehr, sehr schade!!!
  17. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

     (584)
    Aktuelle Rezension von: fischwolf

    Das Buch ist ein Thriller und ein SciFi-Roman. Man hätte wohl zwei Bücher draus machen können. Dann wären sie vielleicht auch nicht so dick geworden, was ja gelegentlich Leute vom Lesen abhält.

    Mich hat es nicht abgehalten, was ich nicht bereue. Ich hatte eine gute Zeit mit spannender Unterhaltung mit dem Buch, war im Schanghai der Zukunft und auf dem Mond in einem toll ausgedachten Hotel.

    Kurz zum Inhalt: Ein Privatmann hat Kraft und Ideenreichtum, eine neue Energiequelle nutzbar zu machen, Helium-3. Der Rohstoff ist auf dem Mond zu finden. Der Abbau wird erst wirtschaftlich, als eben jener kühne Unternehmer einen Weltraumaufzug baut und zur Energieerzeugung den passenden Fusionsrektor. Nebenbei erschließt er dabei noch ein neues Zielgebiet für den Tourismus.
    Die etablierte, auf Öl basierende Energieindustrie leidet darunter sehr. In dem Spannungsfeld zwischen alt und neu gibt es genug Stoff für den Thriller, denn man versucht mit allerlei Gewalt, das Neue zurückzuwerfen.
    Die Figuren sind glaubhaft für mich. Privatdetektiv, pfiffige junge Dame, durchgeknallter Terrorist, sehr menschlicher chinesischer Tech-Unternehmer und der bunte Strauß an reichen Leuten, die auf den Mond eingeladen werden und mit mir gemeinsam die tollen Errungenschaften der Zukunft erleben dürfen. 

    Ab und wird mir etwas zuviel zerstört und werden zuviele Leute getötet. Thriller eben.

  18. Cover des Buches H2O - Das Sterben beginnt (ISBN: 9783442382934)
    Ivo Pala

    H2O - Das Sterben beginnt

     (65)
    Aktuelle Rezension von: ilonaL

    Ivo Pala hat eine große Möglichkeit, ein mögliches Szenarium von Terrorismus aufgegriffen, welches eines von vielen sein könnte. Ein erschreckendes Szenarium!!!

    Wie gebannt habe ich dieses Buch gelesen und mich immer wieder gefragt, ob es im Bereich des Möglichen liegen könnte und ich musste es immer wieder mit einem eindeutigen JA beantworten!

    Nicht nur der phänomenale Schreibstil, sondern auch das ganze Konzept des Buches, haben mich in den Bann gehalten, sondern auch die Fiktion an sich! Ist es denn wirklich nur Fiktion?!

    Was wissen wir schon!

    Der logische Ablauf, spannende Aktionen, aber auch menschliche Reaktionen in diesem Buch haben mich total fasziniert! Die Gier nach Macht kennt keine Grenzen, egal wer auf der Strecke bleibt!

    Dieser erste Teil schreit nach einem zweiten und diesen hat Ivo Pala mit “ Gift” betitelt. Die Spannung lässt einfach nicht nach!

    Hier kann es nur 5 Sterne geben! Einfach genial geschrieben, gebe ich meine absolute Weiterempfehlung!

  19. Cover des Buches Der Insider (ISBN: 9783442479788)
    Michael Robotham

    Der Insider

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Callso

    Eines vorweg: Ich bin ein riesiger Fan von Michael Robotham und seinem charmanten Hobby-Ermittler-Duo. Bei anderen Lektüren waren Spannung und Spaß garantiert! Bei diesem Werk wurde ich indes zum ersten Mal ein klein wenig enttäuscht.

    Ich finde die Story sehr verworren, äußerst kompliziert und trotz ordentlich Tempo ein wenig zu lang.

    Dennoch, die über 530 Seiten machen trotzdem Spaß, weil der Autor so einen trockenen Humor hat, weil er liebend gerne Sarkasmus einstreut und auch in diesem Buch wundervolle Dialoge kreiert hat.

    Psychiater Joe O`Loughlin hat in diesem Fall eine überraschende Nebenrolle. Vielmehr ist es der Ex-Polizist Vincent Ruiz, der im besonderen Fokus steht. Und auch Vincent kommt hemdsärmelig, schroff, sehr direkt, launisch, aber eben auch mit einem besonderen Spürsinn daher. Auch bei diesem speziellen Mensch hat der Autor einen  wunderbareren Charakter erschaffen, der enorm lesenswert und unterhaltsam ist.

    Zwischen Bagdad und London geht es um geheim Gelder, die von Banken und Terroristen hin und hergeschoben werden. Illegale Überweisungen, Bankenraub in Bagdad und ein Insider und vermeintlicher Aufklärer, der erst verschwunden und wenig später ermordet aufgefunden wird.

    Die Schwächen der übertriebenen bis verworrenen Story zum Trotz: Robotham schafft immer ein Thriller-Niveau, das fast seinesgleichen sucht

  20. Cover des Buches Diabolus (ISBN: 9783404175031)
    Dan Brown

    Diabolus

     (1.660)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Anfangs ist die Geschichte sehr langatmig und nimmt kaum an Fahrt auf. Grund dafür sind die vielen Fachbegriffe, mit denen Dan Brown um sich wirft. Doch nicht nur die Fachbegriffe, sondern auch die gefühlten endloslangen Erklärungen sind zäh wie Kaugummi und machen den Start für Laien ziemlich holprig. Die Thematik an sich ist jedoch spannend und trifft auch heute noch einen wunden Punkt. 

    Alles in allem, erfährt man so einiges aus der Welt der Kryptologie und Cyberspionage. Leider scheinen die Fakten im Buch, nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen (laut Wikipedia). Hierzu sollte man bedenken, dass dieses Buch kein Sachbuch darstellt, sondern der Unterhaltung dient. Deswegen ist es legitim, dass auch Fiktion und Fantasie darin eingewoben sind. Einige andere Fehler hätten jedoch durch bessere Recherche ausgemerzt werden können (z.B.: Die Atombombe von Hiroshima hieß Little Boy und nicht Big Boy). Ansonsten ist das Buch sowohl kulturell und auch wissenschaftlich gut recherchiert. 

    Trotz der Startschwierigkeiten lohnt es sich, am Ball zu bleiben. Ab etwa der Hälfte nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf, bietet Spannung und interessante Wendungen. Insbesondere die kurzen und knackigen Kapitel aber auch die verschiedenen Handlungsstränge treiben die Geschichte voran und halten die Spannung aufrecht. Es lohnt sich also dranzubleiben.

    Die Charaktere und Handlungen sind für mich nicht immer zu 100% stimmig. Zum Beispiel stellt sich Susan, entgegen ihrem IQ von 170, manchmal doof an und ist schwer von Begriff, was ungläubiges Kopfschütteln zur Folge hat. Das Ende selbst, wirkt in die Länge gezogen und völlig unrealistisch. Denn, während die gesamte Elite der NSA (sozusagen die Besten der Besten) versucht den Code zu knacken, springt selbst einem Laien die Lösung direkt ins Auge. Ein weiteres grosses Fragezeichen tut sich bei mir auf, als Hacker versuchen, in die Datenbank der NSA einzudringen. Ist es nicht sinnvoll die Datenbank vom Internet zu trennen, damit die Hacker nicht mehr darauf zugreifen können? Oder auch David Becker, Partner der Chefkryptographin Susan, mutiert zu einem wahren Actionhelden und entkommt mit viel Glück allerlei brenzligen Situationen. Oder der Profikiller, der jedes seiner Opfer mit nur einem Schuss tötet, schiesst plötzlich mehrere Male daneben. All solche Dinge wirken nicht stimmig.

    Zudem fehlt hier ein Abschluss. Meiner Meinung nach wirkte der Schluss abgehackt. Viele Fragen bleiben offen und ungeklärt (wie z.B.: Wie geht es jetzt mit der Kryptologie-Abteilung weiter?).

    Fazit/Empfehlung:

    Obwohl die Geschichte teils sehr langatmig ist, war es ein spannender Thriller und für mich ein toller Zeitvertreib, weshalb ich den Thriller gerne allen Dan Brown- und Thriller-Liebhabern weiterempfehle.

  21. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783442714964)
    Ferdinand von Schirach

    Terror

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Bedoesque

    Auf der einen Seite zwingt Terror zum Nachdenken und fordert dazu auf eine Seite zu wählen, auf der anderen Seite zwingt es einem auch beide Seiten gleichermaßen auf. Keine Seite bekommt mehr Raum als die andere. Und am Ende bekommt man die Chance beide Gedanken zu Ende zu spielen und den Angeklagten entsprechend freizusprechen oder zu verurteilen.

    Gerade das macht dieses Theaterstück gut, wenn man es liest. Man kann auch lesen, wie das Urteil begründet worden wäre, wäre es gegen die eigene Entscheidung ausgefallen.

    Die Rede am Ende war dann noch das Sahnehäubchen.

    Von Schirach schreibt nüchtern, aber doch auch emotional genug, dass man oftmals nur nickend dasitzen und seinen weiteren Ausführungen folgen möchte. Weil er Raum gibt, sich seine eigene Meinung zu bilden und nicht dafür verurteilt, wenn es anders ausfällt als die porträtierte Entscheidung, weil er beiden Seiten die notwendige Aufmerksamkeit schenkt.


    Man reiche mir den nächsten Text von ihm. Ich werde ihn mit Freuden lesen und auf mich wirken lassen. 

  22. Cover des Buches Verraten (ISBN: 9783841905055)
    Florian Schwiecker

    Verraten

     (44)
    Aktuelle Rezension von: LinaLabert

    Tatsächlich habe ich das Buch fast in einem Rutsch gelesen, gefesselt hat es, der Schreibstil ist flüssig und sehr temporeich.

    Der Fall an sich, Terroranschläge in Berlin und anderen Städten Deutschlands ging mir nah  nicht nur wegen der geographischen Nähe). Wo hörte die Realität auf und wo fing die Fiktion an? Derartige Operationen „unter der falschen Flagge“ sind ja leider nicht  nur Fiktion… dafür verdient der Thriller seine Sterne.

     

    Allerdings vermisste ich bei den Hauptprotagonisten jeglichen menschlichen Tiefgang. Luk Krieger war mir zu sehr Superheld, ohne jegliche Ecken und Kanten. Anna Cole, die Kriminalkommissarin war ebenfalls so gut wie fehlerlos.

    Den Plot fand ich zu konstruiert und vorhersehbar.

    Die Auflösung ahnte ich übrigens bereits im ersten Drittel des Buches und während des Lesens fragte ich mich deshalb ständig: Doch nicht? Oder doch? Naja, es ist ja auch ganz nett, am Ende festzustellen, dass man recht hatte…Trotzdem fand ich ihn spannend, eine solide Unterhaltung ist garantiert.

     

  23. Cover des Buches Das System (ISBN: 9783746623672)
    Karl Olsberg

    Das System

     (190)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Lisa und Mark fand ich sehr sympathisch. Die Lovestory zwischen den beiden mochte ich auch. Ich fand die Kapitel, die im Weltall spielten, eher langweilig und deswegen hatte ich am Anfang auch gar keine Lust auf das Buch, weil es direkt mit so einem Kapitel anfing. Die Kapitel in dem es um die Protagonist*innen ging, fand ich sehr spannend. Manchmal verstand ich nicht, alles, weil es sehr technisch war, aber es gefiel mir, etwas darüber zu lesen. Es ist schon beängstigenden, was die Technik in diesem Buch kann. Und so fern von der Realität ist es auch nicht…

  24. Cover des Buches Eisfieber (ISBN: 9783404156689)
    Ken Follett

    Eisfieber

     (490)
    Aktuelle Rezension von: Pandasus

    Hab mir das anders erwartet, aber war dennoch nicht enttäuscht. Es war flüssig geschrieben und interessant gehalten, auch wenn es Stellenweise manchmal etwas zu ausgeschrieben wurde.

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