Bücher mit dem Tag "terroristen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "terroristen" gekennzeichnet haben.

276 Bücher

  1. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783442380299)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

     (1.364)
    Aktuelle Rezension von: bergbach

    Stromausfall – das Ende? Wer die seltsame Energiepolitik in Deutschland verfolgt und registriert, wie oft die gesamte Volkswirtschaft knapp am Totalausfall vorbeigeschrammt ist, der kann sich eventuell für die literarische Aufarbeitung interessieren. Marc Elsberg legt mit „Blackout“ einen interessanten Versuch vor, der insgesamt keine schlechte Story präsentiert, auch wenn es mit der Figurenzeichnung teilweise etwas hapert und der Erzählfluss an manchen Stellen ziemlich zäh wird, besonders, wenn der Leser mit einer Fülle technischer Details bombardiert wird, die nicht wirklich wichtig für den Erzählverlauf sind. Da das Thema also brandaktuell ist, war es eine gute Idee, es in Literatur zu transformieren.
    Trotzdem, und das ist irgendwie komisch, habe ich das Buch innerhalb von zwei Eisenbahnfahrten verschlungen. Die Landschaft rauschte am Fenster vorbei und ich las vom Blackout und erwartete, dass der ICE abrupt zum Halten käme. Aber nichts passierte, Glück gehabt.
    Fazit: Lesenswerte Dystopie für den der nichts anderes zu tun hat. 800 Seiten reichen für längere Bahnfahrten. Am Zielbahnhof habe ich es in einer Mauernische für den nächsten Leser deponiert.

  2. Cover des Buches House of Night - Betrogen (ISBN: 9783404160327)
    P.C. Cast

    House of Night - Betrogen

     (2.599)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Teil 1 von "House of night" habe ich als Hörbuch gehört, da ich den zweiten Teil kürzlich in einem Bücherschrank gefunden hatte. 

    Pc Cast und Kristen Cast: "House of Night: Gezeichnet" und "Betrogen".

    Die Reihe hat un 2006 begonnen, genau zum richtigen Zeitpunkt des Vampir Hypes. 

    Vampire sind kein Geheimnis. Im Gegenteil, jeder weiß um sie und wo sie zu finden sind. 

    Allerdings wird man eher Random mäßig ausgesucht und Gezeichnet. Wie Zoe. Und um sie geht es schließlich auch. 

    Im ersten Teil muss sie noch lernen, mit ihrem neuen Schicksal zurecht zu kommen. Im zweiten Teil ist sie gefühlt fast nur rollig.  

    Aber die Buchserie hat mir bis hierher schon gut gefallen. Es liest sich schnell und eignet sich ganz gut, um nicht so viel nachdenken zu müssen.  

    3.5/5

  3. Cover des Buches Gelöscht (ISBN: 9783733500382)
    Teri Terry

    Gelöscht

     (1.452)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Kylas Gehirn wurde neu programmiert, sie gehört zu einer Gruppe junger Menschen, die ein neues Leben beginnen dürfen, bei einer neuen Familie. Doch nichts ist so wie es scheint, Geheimnisse und Lügen erschweren ihr den Einstieg in ein unbekümmertes Leben.

    Schreibstil:
    Der Stil ist gut und mit wenigen Sätzen ist man schon in die Geschichte eingetaucht. Die Gedanken von Kyla sind greifbar, allerdings gibt es noch Platz für eigene Interpretationen und genau hier ist der Haken. Die Geschichte läuft ohne große Wendungen immer genau so wie in meinen Gedanken ab. Es war also immer ein „wusst ichs doch“ und „ah schön, so dachte ich mir das“. Es war also eher wie ein Unfall: das Buch weglegen geht nicht, kann ja doch noch was anderes passieren. Aber genau diesen Reiz „bleibt es jetzt so wie gedacht oder ändert sich was“ hat mir das Lesen versüßt und irgendwie freute es mich, immer recht zu behalten. Ich war also voll bei Kyla, hätte mich zwar teilweise anders entschieden, aber die Handlung nahm dann den Weg die sie nehmen musste. Die Verhaltens- sowie Ausdrucksweise ist passend für ein Jugendbuch, mit Niveau.

    Charaktere:
    Alle konnten mich auf ihre Art begeistern, sie verhielten sich ihrem Charakter angepasst und entwickelten sich – wie es ihnen möglich war. Auch gibt es noch unbekannte, was verheimlichen Kylas Eltern, was ist der wahre Grund hinter der missing Website und den Personen die dahinter stehen, was haben die RT mit dem ganzen zu tun. Es bleibt also spannend.

    Cover:
    Das Cover trifft die Situation sehr gut, ein halber Mensch, denn was bist du, ohne deine Vergangenheit?

    Fazit:
    Ein interessanter erster Band, der neugierig auf Teil 2 macht. Von mir gibt es, trotz der Vorhersehbarkeit, 4 Sterne, denn die Idee hinter der Handlung und die Charaktere haben mich überzeugt.

  4. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596198528)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

     (1.456)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Ein Jugendbuch mit Suchtfaktor Garantie. 

    Eine sehr mit Liebe gestaltete Welt die gruselig schaurig ist,  und besonders Kindern ab 10 Jahren mit Sicherheit gut gefallen wird. 

    Ich finde das Cover mit seinem kleinen spezial Effekt richtig klasse .👍🏻📖

  5. Cover des Buches Zersplittert (ISBN: 9783733500399)
    Teri Terry

    Zersplittert

     (932)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Lucy, Rain, Kyla – alle sind sie in einem Körper vereint. Und kommen immer mehr an die Oberfläche, das Slaten (auslöschen der Vergangenheit) hat nicht so richtig funktioniert. Gefangen in ihren Erinnerungen und als Spielball der Gegenwart sind die drei Persönlichkeiten verwirrter denn je …

    Schreibstil:
    Der Schreibstil passt sich dem ersten Band (Gelöscht) an. Viele Dinge passieren rein vom logischen her, es ist zu erwarten und immer wenn man denkt „ah jetzt kommt was ans Licht“, dann ist die Erinnerung nicht mehr greifbar. So können auch künstliche Cliffhanger erzeugt werden. Mal mag das ganz gut funktionieren, aber es ist dann doch zu oft. Ansonsten ist die Welt um Kyla gut beschrieben, es hat sich nicht viel verändert, die Autorin bleibt ihrer Schilderung von der Umgebung sowie der Landschaft treu. Es ist wie ein „kenne ich und fühle mich wohl“.

    Charaktere:
    Kyla steht die gespaltene Persönlichkeit. Interessant ist, dass sie in ihrem geslateten ich Eigenarten von Rain und Lucy verbindet. Das könnte noch spannend werden und auch, ob sie es schafft die Abspaltungen wieder zu integrieren, denn sie sind ja nur künstlich erzeugt worden.

    Kylas Mum war mir im ersten Teil sympathischer als ihr Dad, hier zeigt sich nun auch warum. Fraglich, ob sich nicht noch mal etwas ändert. Ich hoffe auf einen Überraschungsmoment.

    Cover:
    Das Cover passt zur Reihe und zur Geschichte, das Mädchen ist zersplittert.

    Fazit:
    Die Geschichte liest sich so weg, sie hat mich weder besonders begeistert noch hat sie mich gelangweilt, daher vergebe ich nur 3 Sterne und setze alles auf Band 3. eine Empfehlung gebe ich nur an Leser, welche Band eins bereits gelesen haben. Auch ein Einstieg in Band 2 ist möglich, weil wirklich alles in den entsprechenden Bereichen beiläufig erklärt wird, aber eine Trilogie in der Mitte zu beginne ist doch Käse.

  6. Cover des Buches Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1) (ISBN: 9783551311511)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1)

     (1.150)
    Aktuelle Rezension von: Fairy-Dustfog

    Das Buch habe ich zu Zeitvertrieb gelesen.

    Was kann ich sagen, die Idee ist super, die Charaktere waren klasse. Die Geschichte ist auch nicht schlecht.

    Leider hat mir das vergnügen am lesen der Schreibstiel der Autorin versaut. Ich hatte manchmal das Gefühl ich lese einen Schulaufsatz einer 15 jährigen.

    Man kann es lesen.

  7. Cover des Buches Die Toten, die niemand vermisst (ISBN: 9783499266614)
    Michael Hjorth

    Die Toten, die niemand vermisst

     (284)
    Aktuelle Rezension von: glueckswinkel

    Im dritten Teil wird es spannend, nicht nur aufgrund der Ereignisse im vorherigen Teil.


    Der Einstieg hat mir hier gefallen, da uns die eigentliche Tat vor Augen geführt wird.

    Danach dreht sich erst mal vieles ums Team. Man merkt, dass sie einen Punkt erreicht haben, an den es so nicht weitergehen kann. Veränderungen müssen her, private als auch berufliche.

    Und als das nicht schon genug wäre wird es dann ein bisschen viel:
    Dutzende unterschiedliche Handlungsstränge. Sei es nun Geheimdienste, Journalisten, Abschiebung oder Immigration. Und für jede dieser Handlungen gab es mehrere Personen, die aus ihrer Sicht berichteten. Das war mir manchmal einfach zu viel.

    Selbstredend war auch einiges Interessantes dabei, anderes störte aber ungemein oder wirkte fehl am Platz.

    Die eigentliche Hauptstory, nämlich die 6 vergrabenen Leichen, die niemand vermisst, kommt in meinen Augen zu kurz.
    Auch die "Aufklärung" war eher holprig, sodass ich das Ende einfach so hingenommen habe und mir dachte, das wird schon seine Richtigkeit haben.

    Mein Sorgenkind ist übrigens Billy, der stichhaltige Beweise vorliegen hat und sich dann immer noch wundert beziehungsweise fragt, ob das denn so sein kann. Intuitiv ist er anscheinend nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Ich denke mal in Band vier kommt wieder ein bisschen mehr Schwung.


  8. Cover des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum (ISBN: 9783462031454)
    Heinrich Böll

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

     (825)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Ich schreibe wahrscheinlich nichts neues, wenn ich über die verlorene Ehre der Katharina Blum berichte, es ist schließlich Heinrich Bölls bekanntestes Werk.

    Der Einstieg in die Lektüre fiel mir nicht leicht. Man wird direkt mit reichlich Namen bombardiert in einem literarischen Szenario, das an Prozessakten erinnert. Abschnittweise wird die Vernehmung der Katharina Blum nacherzählt, die einem flüchtigen Verbrecher Hilfe geleistet hat dem Zugriff der Polizei zu entkommen. Den Mann lernte sie auf einer Feier kennen, nahm ihn mit nach Hause und verliebte sich Hals über Kopf nach einer gemeinsamen Nacht in ihn. Die Loyalität zu ihm zu halten ungeachtet des Verbrechens, das er begangen haben mag, wird ihr zum Verhängnis, als ein sensationsheischendes Tageblatt (im Buch nur die „ZEITUNG“ genannt) ihren Anteil an der Flucht nicht nur veröffentlicht, sondern ihr Privatleben auf eine pervers tatsachenverdrehende Weise ausschlachtet. Aus einer unbescholtenen, unscheinbaren Bürgerin wird dann eine Täterin, als ihr Hass auf den Verantwortlichen der verdrehten Berichterstattung sie dazu treibt den Journalisten der ZEITUNG zu töten.

    Interessant ist wie wenig sich an manchen Methoden seit 1974 geändert hat, als Böll das Buch veröffentlichte. Sein in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ verarbeitetes Thema ist in einer Zeit, in welcher der Begriff „Fake News“ entstanden ist, aktueller denn je.
    Ein wirklich gutes Buch trotz des gewöhnungsbedürftigen Anfangs!

  9. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

     (584)
    Aktuelle Rezension von: fischwolf

    Das Buch ist ein Thriller und ein SciFi-Roman. Man hätte wohl zwei Bücher draus machen können. Dann wären sie vielleicht auch nicht so dick geworden, was ja gelegentlich Leute vom Lesen abhält.

    Mich hat es nicht abgehalten, was ich nicht bereue. Ich hatte eine gute Zeit mit spannender Unterhaltung mit dem Buch, war im Schanghai der Zukunft und auf dem Mond in einem toll ausgedachten Hotel.

    Kurz zum Inhalt: Ein Privatmann hat Kraft und Ideenreichtum, eine neue Energiequelle nutzbar zu machen, Helium-3. Der Rohstoff ist auf dem Mond zu finden. Der Abbau wird erst wirtschaftlich, als eben jener kühne Unternehmer einen Weltraumaufzug baut und zur Energieerzeugung den passenden Fusionsrektor. Nebenbei erschließt er dabei noch ein neues Zielgebiet für den Tourismus.
    Die etablierte, auf Öl basierende Energieindustrie leidet darunter sehr. In dem Spannungsfeld zwischen alt und neu gibt es genug Stoff für den Thriller, denn man versucht mit allerlei Gewalt, das Neue zurückzuwerfen.
    Die Figuren sind glaubhaft für mich. Privatdetektiv, pfiffige junge Dame, durchgeknallter Terrorist, sehr menschlicher chinesischer Tech-Unternehmer und der bunte Strauß an reichen Leuten, die auf den Mond eingeladen werden und mit mir gemeinsam die tollen Errungenschaften der Zukunft erleben dürfen. 

    Ab und wird mir etwas zuviel zerstört und werden zuviele Leute getötet. Thriller eben.

  10. Cover des Buches Bodyguard - Die Geisel (ISBN: 9783570402757)
    Chris Bradford

    Bodyguard - Die Geisel

     (133)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Ich konnte über dieses Buch nur immer wieder den Kopf schütteln. Ich habe es in den letzten Jahren in Buchhandlungen immer wieder in die Hand genommen, weil es so spannend klang, aber wahrscheinlich mithilfe eines guten Riechers wieder weggelegt. Bis ich es letztens zu einem geringen Preis gebraucht erwarb und ihm eine Chance geben wollte. 

    Der Prolog mutete durch die actionreichen Beschreibungen eine hohe Spannung an, allerdings habe ich da schon einen Eindruck gewinnen können, was mich erwarten würde: Unwahrscheinliche Kampferfolge, vorhersehbare Wendungen und Terrorismus in Verbindung mit dem Islam als Antwort auf alles. 


    Genau das ist mir am meisten aufgestoßen: Von der ersten Seite an werden der Islam und auch der arabische Raum mit Terrorismus in Verbindung gebracht und dadurch als Feind dargestellt. Natürlich ist mir bewusst, dass es dazu auch faktische Grundlagen gibt, aber nicht in dem Maße und auch auch die Art der Darstellung ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Die Adressat*innen sind vor allem junge Teenager und damit noch sehr beeinflussbar. Nach Lesen dieses Buches könnte man meinen, dass man Menschen mit Kopftuch oder orientalischem Äußeren sowie mit arabischer Sprache direkt als Gefahr einstufen sollte. Wenn nicht das, so werden sie hier als unterlegen, schwach und fehlgeleitet präsentiert. Es mag nicht beabsichtigt sein, aber ich kann das gar nicht gutheißen.


    Was mir auch gar nicht gefallen hat, ist die Sprache. Es tauchen sehr viele sprachlich unsichere Ausdrücke auf. Hier muss ich aber dem Autor zugute halten, dass ich mir ziemlich sicher bin, es auf die deutsche Übersetzung zurückführen zu können. Besonders schlimm fand ich die ständigen und ungeläufigen Anglizismen wie "Phone" statt "Handy" oder "Boys" statt "Jungs". 


    Und der dritte große Kritikpunkt ist, dass die ganze Story an den Haaren herbeigezogen und im Grunde total unrealistisch ist. Das fängt bei dem Superhero-Protagonisten an und hört auch bei dem Fall selbst nicht auf. Ich habe mich auch gefragt, ob die Arbeit als Buddyguard (Connor ist erst 14!!!) nicht Kinderarbeit ist. Das muss man sich mal überlegen: Sie versplichten sich dafür, im Ernstfall ihr Leben für das eines anderen zu geben. 

    Aber die Idee dahinter fand ich insofern gut, als dass es eine komplett andere Welt ist, die sich einem eröffnet. Es gibt ja tatsächlich Personenschützer und die meisten von uns denken wahrscheinlich sonst nicht darüber nach, wie hart der Job ist. Aber es wird hier alles sehr einfach und überdramatisch dargestellt. Natürlich gerät die Präsidententochter zum ersten Mal in Gefahr, kurz nachdem Connor antrifft. Na klar... Junge Leser mag es nicht so stören wie mich, aber ich fand es irgendwann nur noch eine Zumutung...

    Es ist schon fast lustig, wenn ich jetzt durch das Buch blättere und immer häufiger Kommentare von mir am Rand stehen wie "unrealistisch" oder "als ob".


    Natürlich hat es die zwei Catookies dennoch verdient. Zum einen hat es dazu eingeladen, die Orte mitzuverfolgen und viel nebenbei zu recherchieren. Man bekommt ein gutes Bild von Washington D.C. und dem weißen Haus. Das war spannend und sehr bildlich. Außerdem gab es auch viel über Kampfkunst zu lernen. Ich habe tatsächlich nebenbei Videos vom "One Inch Punch" und so geschaut. Außerdem platzt am Ende der kurzen Kapitel fast immer eine Bombe, was dafür gesorgt hat, dass ich als Leserin am Ball blieb, wenn sich das meiste (nicht zuletzt wegen des Titels, wie blöd!) voraussehen ließ. Also keine Empfehlung meinerseits. Ich würde ja sagen, wenn, dann für jüngere (12-16), aber es ist schon sehr brutal und außerdem ist, wie bereits angedeutet, nicht alles optimal dargestellt. 


    Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, schon mal einen Film zu der Geschichte gesehen zu haben. Konnte unter dem Titel aber nichts finden. Weiß da wer was zu?


  11. Cover des Buches Corpus Delicti (ISBN: 9783641242701)
    Juli Zeh

    Corpus Delicti

     (424)
    Aktuelle Rezension von: CarmenHuebner

    Zur Zeit hat das Buch wieder höchste Aktualität. Was ist wichtiger? Die persönliche Freiheit oder die Gemeinschaft, in der Gesundheit als oberstes Gut gilt? Diese Frage hatte Mia sich bisher nie gestellt. Sie vertraute der METHODE, also dem allmächtigen System. Doch dann wird ihr Bruder eines Mordes beschuldigt. Einziger Beweis ist seine DNA am Opfer. Mia gerät in eine persönliche Krise, die sich schon bald in Konflikt mit dem System bringt, da sie ihre "Pflichten" vernachlässigt. 

    Mir gefällt vor allem die Perspektive. Juli Zeh schreibt dabei nicht aus einer neutralen Perspektive. Viel mehr hatte ich den Eindruck, ich würde in ein klassisches Drama reingezogen. Die drei "Wächterinnen" in Mias Haus erinnern an die Nornen oder die Hexen bei Mac Beth, also an die klasschische weibliche Dreifaltigkeit. Ich habe auch die Vermutung, dass der populärste Verfechter der Methode, Heinrich Kramer, nicht zufällig so heißt. Heinrich Kramer war der Name des Inquisitors, der den berüchtigten Hexenhammer schrieb. All das macht das Buch für mich zu einem sehr tiefgründigen Buch.

  12. Cover des Buches Diabolus (ISBN: 9783404175031)
    Dan Brown

    Diabolus

     (1.658)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Anfangs ist die Geschichte sehr langatmig und nimmt kaum an Fahrt auf. Grund dafür sind die vielen Fachbegriffe, mit denen Dan Brown um sich wirft. Doch nicht nur die Fachbegriffe, sondern auch die gefühlten endloslangen Erklärungen sind zäh wie Kaugummi und machen den Start für Laien ziemlich holprig. Die Thematik an sich ist jedoch spannend und trifft auch heute noch einen wunden Punkt. 

    Alles in allem, erfährt man so einiges aus der Welt der Kryptologie und Cyberspionage. Leider scheinen die Fakten im Buch, nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen (laut Wikipedia). Hierzu sollte man bedenken, dass dieses Buch kein Sachbuch darstellt, sondern der Unterhaltung dient. Deswegen ist es legitim, dass auch Fiktion und Fantasie darin eingewoben sind. Einige andere Fehler hätten jedoch durch bessere Recherche ausgemerzt werden können (z.B.: Die Atombombe von Hiroshima hieß Little Boy und nicht Big Boy). Ansonsten ist das Buch sowohl kulturell und auch wissenschaftlich gut recherchiert. 

    Trotz der Startschwierigkeiten lohnt es sich, am Ball zu bleiben. Ab etwa der Hälfte nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf, bietet Spannung und interessante Wendungen. Insbesondere die kurzen und knackigen Kapitel aber auch die verschiedenen Handlungsstränge treiben die Geschichte voran und halten die Spannung aufrecht. Es lohnt sich also dranzubleiben.

    Die Charaktere und Handlungen sind für mich nicht immer zu 100% stimmig. Zum Beispiel stellt sich Susan, entgegen ihrem IQ von 170, manchmal doof an und ist schwer von Begriff, was ungläubiges Kopfschütteln zur Folge hat. Das Ende selbst, wirkt in die Länge gezogen und völlig unrealistisch. Denn, während die gesamte Elite der NSA (sozusagen die Besten der Besten) versucht den Code zu knacken, springt selbst einem Laien die Lösung direkt ins Auge. Ein weiteres grosses Fragezeichen tut sich bei mir auf, als Hacker versuchen, in die Datenbank der NSA einzudringen. Ist es nicht sinnvoll die Datenbank vom Internet zu trennen, damit die Hacker nicht mehr darauf zugreifen können? Oder auch David Becker, Partner der Chefkryptographin Susan, mutiert zu einem wahren Actionhelden und entkommt mit viel Glück allerlei brenzligen Situationen. Oder der Profikiller, der jedes seiner Opfer mit nur einem Schuss tötet, schiesst plötzlich mehrere Male daneben. All solche Dinge wirken nicht stimmig.

    Zudem fehlt hier ein Abschluss. Meiner Meinung nach wirkte der Schluss abgehackt. Viele Fragen bleiben offen und ungeklärt (wie z.B.: Wie geht es jetzt mit der Kryptologie-Abteilung weiter?).

    Fazit/Empfehlung:

    Obwohl die Geschichte teils sehr langatmig ist, war es ein spannender Thriller und für mich ein toller Zeitvertreib, weshalb ich den Thriller gerne allen Dan Brown- und Thriller-Liebhabern weiterempfehle.

  13. Cover des Buches Eisfieber (ISBN: 9783404156689)
    Ken Follett

    Eisfieber

     (488)
    Aktuelle Rezension von: larshermanns

    Bücher sind ähnlich wie eine unbekannte Schachtel mit Pralinen – man weiß nie, was man bekommt.
    So oder so ähnlich würde es vermutlich Forrest Gump beschreiben, wenn man ihn fragte, wie er den Kauf von Büchern sieht. Und so ähnlich ergeht es mir manchmal auch, wenn ich überlege, mir neuen Lesestoff zu besorgen. Eine große Ausnahme stellt für mich hierbei unter anderem der Autor Ken Follett dar, dessen Werke mich bisher noch nie enttäuscht haben (auch wenn das nun vorgestellte Buch erst mein vierter Ken Follett Roman ist).

    ●●●●●●●●●● ALLGEMEINE INFORMATIONEN ●●●●●●●●●●

    Titel: Eisfieber
    Originaltitel: Whiteout
    Autor: Ken Follett
    Verlag: Gustav Lübbe Verlag
    ISBN: 3-7857-2220-6
    Format: Gebundene Ausgabe
    Ausgabe: 2005
    Genre: Roman
    Seiten: 461

    ●●●●●●●●●● DER KAUF ●●●●●●●●●●

    Ich hatte mir »Eisfieber« am 28. September 2020 als gebundene Ausgabe zugelegt.

    ●●●●●●●●●● DIE AUFMACHUNG ●●●●●●●●●●

    Die mir vorliegende Aufgabe ist hübsch aufgemacht. Der Schutzumschlag hat ein sehr gut zur Story passendes Motiv, doch auch das Buch selbst hat einen mit dem Warnsymbol versehenen Einband. Die Seiten sind angenehm dick, die Schrift hat genau die richtige Größe, um bequem gelesen zu werden. Ein schmuckes Lesebändchen sowie einige hübsche Illustrationen runden den optischen Gesamteindruck harmonisch ab.

    ●●●●●●●●●● DER AUTOR ●●●●●●●●●●

    Der 1949 in Cardiff, Wales, geborene Ken Follett zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Welt und hat sich mit Romanen wie »Die Nadel« (1978) und »Die Säulen der Erde« (1990) einen Namen gemacht. Im Jahr 2004 erschien schließlich sein Roman »Whiteout«, im darauffolgenden Jahr die deutsche Übersetzung mit dem Titel »Eisfieber«.

    ●●●●●●●●●● INHALTSANGABE ●●●●●●●●●●

    Oxenford Medical ist ein schottisches Biotechnologieunternehmen, das sich mit der Erforschung eines Antivirus beschäftigt. Als eines Tages, während einer Sicherheitsüberprüfung, festgestellt wird, dass eine Probe des absolut tödlichen Madoba-2 Virus fehlt – einer absoluten Mutation des berüchtigten Ebola-Virus, jedoch mit einer 100% Sterblichkeitsrate –, steht die Sicherheitschefin Toni Gallo mächtig unter Druck. Kaum hat sie diesen Vorfall aufgeklärt, wird die Firma am Weihnachtsabend von einer vierköpfigen Bande überfallen, die just dieses tödliche Virus stiehlt und in einem Blizzard verschwindet, der gerade über Schottland zieht. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem es zudem noch zu familiären Verwicklungen kommt …

    ●●●●●●●●●● MEINE MEINUNG ZUM BUCH ●●●●●●●●●●

    Es ist schon erstaunlich, wenn man das Buch liest und dabei über einen Satz stolpert, in dem behauptet wird, dass jedes Jahr ein neues Virus aus China nach Europa käme, das Pandemien auslösen könne. Heute, gerade einmal sechzehn Jahre später, läuft einem zu Corona-Zeiten ein Schauer über den Rücken … zu schnell hat man vergessen, dass bereits 2002/2003 eine erste Pandemie mit dem SARS-CoV weltweit mehr als siebenhundert Todesfälle gefordert hat.

    In »Eisfieber« geht es ebenfalls um ein tödliches Virus, das die Menschheit bedroht – hier »Madoba-2« genannt. Der Grund für dessen Existenz in dem Labor ist dabei einzig und allein auf die Forschung eines wirksamen Impfstoffs zu begründen; es wird immer wieder betont, dass das fiktive Unternehmen Oxenford Medical keinerlei militärische Interessen vertrete, auch wenn die US-Regierung mit zu den Sponsoren zähle.

    Der Roman ist prinzipiell in drei verschiedene Handlungsstränge unterteilt, die im Laufe der Zeit zusammengeführt werden:

    • Toni Gallo, die Protagonistin
    • Der Oxenford-Clan
    • Die Räuber

    Zunächst bekommt man nach und nach die Hauptfiguren vorgestellt und erfährt sehr schnell, was deren jeweilige Intentionen sind, wie sie zueinanderstehen und was sich aufgrund deren Vorgeschichte wohl abspielen könnte. Dabei wird schnell klar, dass es sich nicht bloß um einen Thriller um ein Virus handeln wird, sondern dass Ken Follett erneut Familiendramen mit eingebaut haben wird, wie er dies in den mir bekannten Werken bereits ebenfalls getan hat. Dadurch enthält die ganze Geschichte eine schöne Tiefe und Gefühl, was sie von vielen anderen Thrillern deutlich abhebt. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass die Spannung nicht stetig auf einem hohen Level bleibt, sondern es kommen immer wieder Szenenwechsel, nach denen es dann zunächst gemächlicher weitergeht, um schließlich in einem gemeinsamen Finale zu enden.

    Neben den akribisch recherchierten Procederes im Umgang mit tödlichen Viren, erhält man vor allem auch einen Einblick in eine schottische Familie der gehobenen Gesellschaftsschicht, an deren Spitze der Patriarch sitzt – der Firmeneigner von Oxenford Medical. Man erfährt einiges über deren Struktur, obwohl man dies wohl dennoch nicht als allgemeingültig betrachten sollte. »Eisfieber« ist immer noch ein Roman mit fiktiven Person und fiktiven Handlungen, auch wenn einem vieles vielleicht nur allzu menschlich und normal vorzukommen scheint.

    Mir persönlich gefällt vor allem, dass Ken Follett bei all den Familiendramen und dem Raub des tödlichen Virus‘ zudem eine gehörige Portion Humor einbringen konnte. Bei nicht wenigen Szenen musste ich schon lachen, was neben all der Spannung auch sehr erfrischend ist.

    Alles in allem hat Ken Follett mit »Eisfieber« einen nach meinem Dafürhalten sehr guten Roman herausgebracht, der sich vor allem deutlich von seinen sonst historisch eingebetteten Geschichten unterscheidet. Diesmal stehen eben keine Meilensteine der Weltgeschichte im Vordergrund, in die er gekonnt seine fiktiven Dramen eingebettet hat, sondern diesmal hat er sich erfolgreich mit einem Thema befasst, das uns heute – mehr denn je! – weltweit betrifft. Bleibt zu hoffen, dass all die Oxenford Medicals dort draußen auch nur halbwegs so erfolgreich sind wie das fiktive Familienunternehmen in Ken Folletts Roman.

    ●●●●●●●●●● MEIN FAZIT ●●●●●●●●●●

    Ken Folletts Roman »Eisfieber« ist heute, in Zeiten von Corona, aktueller denn je und vereint Thriller und Familiendramen.

  14. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596034307)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

     (415)
    Aktuelle Rezension von: simsalabaem

    Oftmals quält man sich zum Ende einer Reihe nur noch durch das letzte Buch. Das war hier überhaupt nicht der Fall. Kai Meyer weiß es die Spannung aufrecht zu erhalten. Insgesamt eine Runde Sache. Einzig hinsichtlich des Endes bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch eine genauere Erklärung warum Pip denn nun bibliomantisches Talent besitzt, gut gewesen wäre. Also wie die Kausalkette durch das Ändern des 24. Bandes aussah.

    Insgesamt auf jeden Fall eine Reihe, die gut und gerne weiterempfehlen werde.

  15. Cover des Buches Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten (ISBN: 9783570307519)
    Jenny-Mai Nuyen

    Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten

     (434)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Die geheimnisvollen Nocturna verfügen über eine grausame Gabe: Sie rauben den Menschen ihre Vergangenheit, indem sie ihre Erinnerungen niederschreiben und daraus Bücher von magischer Schönheit schaffen. Zurück bleiben seltsam blasse Wesen, die nicht altern und nicht sterben können. So wie Vampa und der Kleinganove Tigwid. Als die beiden auf die selbstbewusste Apolonia treffen, geraten die drei in einen gefährlichen Machtkampf der Nocturna. Denn ein Orakel besagt, dass ein Mädchen wie Apolonia kommen wird, um die düstere Herrschaft der Nocturna zu beenden … 


    Die Idee ist nicht schlecht und ich kannte eine solche so auch noch nicht. Aber wie von Nuyen bekannt, sie übertreibt gern mit der Seitenzahl. Die Geschichte gab gar nicht so viel her, aber sie versuchte dennoch alles zu füllen. Die Protagonisten waren mir irgendwie zu blass und wenig sympathisch. 

    Es war leider nicht meine Art von Geschichte und ich war froh, als ich durch war.

  16. Cover des Buches Lautlos (ISBN: 9783442459223)
    Frank Schätzing

    Lautlos

     (499)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Lautlos von Frank Schätzing ist ein Thriller über ein geplantes Attentat auf ein Staatsoberhaupt während des G8-Gipfels im Juni 1999 in Köln nach dem Kosovo-Konflikt. 

    Das Buch ist in ein Vorwort über westliche Medien und ihre Konsumenten, einen in vier größere, Phasen genannte Abschnitte unterteilten Hauptteil, einen Epilog und einen Anhang geteilt. In letzterem sind genauere Informationen zu ein paar im Buch angesprochenen Themen wie dem Kosovo-Konflikt und Whisk(e)y enthalten.

    Die Hauptpersonen sind der irische Physiker und Autor Liam O'Connor, der eine Vorliebe für Whiskey hat, seine Presseagentin Kirsten-Katharina "Kika" Wagner, sein Lektor Franz Maria Kuhn und die Terroristen Mirko und Jana. 

    O'Connor will eigentlich nur sein neuestes Buch vorstellen, trifft aber auf einen alten Studienfreund. Das bringt ihn dazu, Nachforschungen anzustellen, durch die er, seine Presseagentin und sein Lektor ins Visier der Terroristen geraten.

    Eingeflochten in die Handlung erhält der Leser einige Informationen unter anderem über Köln und die damalige politische und gesellschaftliche Situation, verbunden mit Kritik daran. Vor allem bis etwa zum Ende von Phase 1 fand ich das teilweise aber übertrieben viel. 

    Dadurch und weil in diesem Teil des Buches noch nicht viel außer der Planung des Attentats und der Schilderung von O'Connors vorgesehenen Terminen in Köln passiert, fand ich die Handlung bis zum Ende von Phase 1 eher langweilig. Ab dem Beginn von Phase 2 wird sie aber immer spannender.

    Positiv ist die ziemlich ausführliche Charakterisierung von O'Connor und Jana, durch die ihre Handlungen gut nachvollziehbar sind. Ich hätte sogar fast ein bisschen Mitgefühl und Sympathie für die Terroristin empfunden, wenn sie nicht skrupellos den Tod von jedem in Kauf nehmen würde, der das Gelingen des Plans gefährdet.

    Insgesamt hat mir Lautlos recht gut gefallen. Ich weiß aber nicht, ob ich es noch einmal lesen werde.

  17. Cover des Buches Der 3. Grad - Women's Murder Club - (ISBN: 9783442369218)
    James Patterson

    Der 3. Grad - Women's Murder Club -

     (221)
    Aktuelle Rezension von: zickzack
    Inhalt: Inspektor Lindsay Boxer ist gerade gemütlich am Joggen, als vor ihr ein Haus durch eine Explosion einstürzt. Schnell wird klar, dass sie es mit einer Terrorzelle zu tun haben. Der „Club der Ermittlerinnen“ begibt sich in die dritte Runde. Das FBI wird hinzugezogen. Der Fall nimmt noch einmal richtig Fahrt auf, als dieser für den „Club der Ermittlerinnen“ sehr persönlich wird.

    Das Buch empfand ich für sehr spannend. Es hat mich von der ersten Zeile bis zum letzten Buchstaben gepackt. Die Mischung aus den Thrillerelementen und den persönlichen Problemen der Charaktere war wieder sehr gut umgesetzt und genau richtig dosiert.
    Besonders atemanhaltend ist das Buch geworden, als der Autor einen Kniff angewandt hatte, der einen Leser, der inzwischen an den Figuren hängt, nur fesseln konnte. Ziemlich intelligent gewählt, zumal diese Person bei den Ermittlungen sowieso nie ganz die entscheidende Rolle gespielt hat, zumindest nach meinem Gefühl. Aber ständig kann Patterson das natürlich nicht machen.
    Im ersten und zweiten Buch sind immerhin auch schon Personen gestorben, die nicht ganz irrelevante für die Handlung gewesen waren. Anscheinend ist er sowieso einer der Autoren, der seine Charaktere gern mal sterben lässt und den Zeitpunkt abwartet, wenn der Leser inzwischen an ihnen hängt, damit es auch so richtig wehtut. Kleiner Sadist, was?
    Jetzt kommt natürlich auch die Frage auf, wie es weitergeht in den folgenden Bänden. Auch wenn die Person nicht der wichtigste Charakter war, hinterlässt sie dennoch eine Lücke. Ob diese einfach so wieder gefüllt wird? Aber die Frauen sind inzwischen so stark befreundet, ob sie da einfach eine neue Person hereinlassen? Viele Fragen, die der Autor mir da zum Denken hinterlassen hat.

    Der Mordfall war mal etwas anderes, als ich es in letzter Zeit in vielen Krimis / Thrillern gelesen habe. Es ging nicht um einen einzelnen Serienkiller, der aus irgendwelchen Gründen aus der Vergangenheit angefangen hatte, zu morden, sondern um eine ganze Gruppe. Natürlich hatte diese einen Kopf, der sie durch die ganzen Aktionen hindurchgeleitet hatte und welcher neben dem Gruppenmotiv auch sein ganz persönliches verfolgte. Ihm ging es einerseits um Rache und Vergeltung, aber auch hatte er das Motiv der Gruppe verfolgt, Terror und Angst verbreiten. Ein Thema, was heutzutage ja leider viel zu oft präsent ist.
    Bekennerschreiben, Drohungen, Anfeindungen an den Staat wegen Unterdrückung und Ausbeutung… Lindsay und ihr Team haben verzweifelt nach Anhaltspunkten gesucht, nach Spuren um diese Leute aufzuhalten, die scheinbar ganz San Francisco hochnehmen wollten und fanden dennoch zu wenige Hinweise. Erst als es sehr persönlich für sie und ihre Freundinnen wurde, kamen sie der kleinen Terrorzelle auf die Spur, da sie plötzlich die Verbindung sahen.
    Es war einfach mal wieder sehr mitreißend geschrieben, aber dieses Mal hat es mich noch ein Stück mehr mitgerissen als in Band 1 und 2. Vielleicht weil ich geahnt hatte, dass da etwas Schlimmes passieren wird und eigentlich habe ich nur darauf gewartet. Letzten Endes hatte ich allerdings den falschen Verdacht, wen etwas passiert. Aber ehrlich? Wenn jemand Mails von diesen Terroristen bekommt, dann ist es ja nicht weit hergeholt, dass diese sich vielleicht in Gefahr befindet? Bei so einer Situation fand ich es schon seltsam, dass sie nicht unter Polizeischutz gestellt wurde.
    Aber dann hat es die getroffen, die momentan ganz andere, private Probleme hatte. Zum Beispiel eine Trennung von ihrem gewalttätigen Mann, der sie, die starke Frau, jahrelang unterdrückt hat. Dieser Typ ist so ein… ich mag es gar nicht aussprechen. Arrogant auf jeden Fall. Der ging mir schon auf die Nerven, als sich Lindsay nur kurz mit ihm unterhalten hat.

    Die kurzen Kapitel haben mich wieder gepackt (111 Kapitel auf 288 Seiten in 5 Teile gegliedert). Das hat mich jedes Mal dazu animiert noch ein und noch ein Kapitel zu lesen, da sie ja nicht so lang sind. Die Ich-Perspektive von Lindsay stört mich gar nicht mehr, da ich mich an ihren Charakter gewöhnt habe und sie auch nicht mehr als nervig emotional finde. Inzwischen ist sie in die Rolle der Polizistin hineingewachsen. Und sie darf ja emotional sein, gerade wenn es ins Private geht. Aber zu viel Weinen fand ich gerade im ersten Buch unpassend, da ich mir dort auch nicht erklären konnte, wie sie zu ihrer Stellung gekommen ist. Hier ist das schon deutlicher geworden und ihre Alleingänge hat sie auch so gut wie abgestellt. Als Mordkommissarin geht man nun einmal bei jeden Einsatz ein Risiko ein. Das ist klar und auch in Ordnung.
    Außerdem gibt es ja immer Mal wieder Perspektivenwechsel wie zu einen aus der Terrorzelle oder ihrer Freundinnen oder Arbeitskollegen. Das ist erfrischend und lockert das Buch ungemein auf.

    Eins war nur seltsam. Mir ist so, als hätte Patterson einen Aspekt angerissen, aber diesen Plotfaden nie zu Ende geführt. Entweder schlummert in dem einen Gebäude weiterhin eine Bombe herum und sie kommt irgendwann noch zum tragen oder da wurde etwas schlichtweg vergessen. Sehr schade für das Buch.

    Fazit: Ich war vollkommen gefesselt von dem Buch, von Anfang bis Ende. Es lag einerseits am Thema (obwohl politisch, da mich das sonst nicht so mitreißen kann, dennoch packend), der rasanten Handlungen, die kurzen Kapitel, den Autorenkniff und den angenehmen Schreibstil. Selbst der eine Patzer bringt mich nicht von meiner Begeisterung ab. Ich habe daran nichts auszusetzen, daher fünf Sterne von mir.
  18. Cover des Buches Travis Delaney - Was geschah um 16:08? (ISBN: 9783423717014)
    Kevin Brooks

    Travis Delaney - Was geschah um 16:08?

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch lässt sich sehr schnell und flüssig lesen. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Das Ende zieht sich jedoch sehr stark. Ich habe dann auch ein paar Kapitel übersprungen. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen.
  19. Cover des Buches Ein feuriger Verehrer (ISBN: 9783442360284)
    J. D. Robb

    Ein feuriger Verehrer

     (99)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Achtung: Band 9 einer Reihe!

     

    Eve Dallas gerät ins Visier einer Gruppe, die sich „Cassandra“ nennt. Sie wird als die „würdige Gegnerin“ angesehen. Die Gruppe schreibt ihr Briefe und schreckt nicht zurück Bombenanschläge zu verüben. Was ist das Ziel der Gruppe? Wollen sie Eve schaden oder spielen sie nur mit ihr?

     

     

    Eine terroristische Gruppe schickt Eve Nachrichten und kündigt Bombenanschläge an. Das erste Ziel ist ein Gebäude, dass Eves Mann Roarke gehört. Beinahe wären sie und ihre Assistentin Delia Peabody dabei ernsthaft verletzt worden. Gleichzeitig ermittelt Eve in einem Mordfall. Eine Frau hatte ihren Freund mit einem Bohrer an die Wand genagelt. Eve sieht darin Mord, die Staatsanwaltschaft nur Totschlag. Eve will das nicht hinnehmen und ermittelt. Peabodys Bruder Zeke ist zudem in diesen Fall verwickelt. Er ist in die Schwägerin des Mordopfers verliebt und nach New York gereist, um für sie zu arbeiten. Er ist Künstler. Zeke ahnt nicht, dass er bald in großen Schwierigkeiten steckt.

     

    Eve versucht also nicht nur einen Mord aufzuklären, sondern auch ihr Möglichstes zu tun, um die Terroristen-Gruppe zu finden, bevor diese ihr Ziel erreichen und hunderte Menschen töten. Dummerweise besteht Eves Mann darauf sich einzumischen und begibt sich damit in Gefahr. Nichts hasst sie mehr. Zudem ist die Gruppe rücksichtslos. Es ist ihnen egal, wie viele Menschen bei ihrem „Spiel“ ihr Leben verlieren, ob es Männer, Frauen oder Kinder sind. Sie sind nur Mittel zum Zweck.

     

    Aus irgendeinem Grund, scheinen die Terroristen Roarke auf dem Kieker zu haben. Sie greifen vorwiegend seine Gebäude an, wenn auch nicht ausschließlich. Richtet sich das alles also gegen ihn persönlich? Oder gegen Eve? Oder geht es um etwas ganz anderes?

     

    In diesem Band haben Eve und Roarke einen Streit, an dem sie eine Weile zu knabbern haben. Doch wenn es hart auf hart kommt, arbeiten sie zusammen. Es geht immerhin um Menschenleben. Trotzdem verändert das die Dynamik des Buches. Normalerweise ist Roarke der Ruhepol in Eves Leben, oder zumindest lenkt er sie immer wieder von ihren Fällen auf sehr angenehme Weise ab. Durch den Streit ist das jetzt anders.

     

    Peabody und McNab kommen sich auch endlich näher. Ist das nur eine einmalige Sache, oder ist da wirklich etwas zwischen ihnen? Eve macht das Sorgen. Auch das verändert die Dynamik des Buches. Bislang sind Peabody und McNab vor allem durch ihre Streitereien aufgefallen, wenn sie zusammen waren. Man ahnte ja schon länger, dass er hinter ihr her ist, aber Delia hat ihn immer abgeblockt und er hat die ganze Zeit blöde Sprüche geklopft, oder seine Augen auf bestimmte Körperteile gerichtet. Das wirft die Frage auf, inwiefern das vielleicht jetzt Konsequenzen für die Arbeit hat und ob sich ihr Verhältnis zueinander dauerhaft verändert.

     

    Ich hatte relativ früh einen Verdacht, worum es gehen könnte und lag damit richtig. Ich fand es nicht schwer zu erraten. Trotzdem ist das Buch sehr spannend. Es wird mehrmals sehr knapp und leider gibt es auch unter den Polizisten einen Todesfall zu beklagen. Das ist echt heftig und tragisch.

     

     

    Fazit: Das Buch ist wieder sehr spannend, aber für mich fühlte es sich anders an, als die anderen Bände der Reihe. Vielleicht lag es daran, dass ich alles schon sehr früh erraten hatte, dadurch konnte mich das Buch kaum noch überraschen. Vielleicht war es auch der Streit zwischen Eve und Roarke. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hat es sich für mich anders angefühlt. Der Fall war trotzdem interessant und spannend, keine Frage. Aber ich wünsche mir einfach dieses bestimmte Gefühl bei den Eve Dallas Romanen, dass ich kaum aufhören kann zu lesen bzw. hören und das hatte ich dieses Mal nicht.

    Die Auflösung war gut gemacht und auch die Konstruktion der Handlung. Allerdings konnte ich bis auf ein paar kleinere Einzelheiten alles erraten. Das fand ich schade.

     

    Ein spannender Krimi, der für mich aber etwas zu leicht zu erraten war und sich für mich nicht so anfühlte, wie die anderen Bände der Reihe.

  20. Cover des Buches Blackout. Das ungekürzte Hörspiel (ISBN: 9783837144710)
    Marc Elsberg

    Blackout. Das ungekürzte Hörspiel

     (85)
    Aktuelle Rezension von: YukiHana

    Die Umsetzung gefiel mir unfassbar gut. Der Erzähler führt einen durch die Story, die mit Ausschnitten der Szenerie durchbrochen sind. Dabei besitzen diese Szenen einen Spielfilmcharakter wodurch Dynamik und Spannung entsteht. Auch die technischen und geschichtlichen Informationen werden sehr gut beschrieben und rübergebracht und sind dadurch nie langweilig. Einziger Wermuthstropfen: das Ende hat mir nicht ganz so gut gefallen.

    Meine Empfehlung: diese Hörbuch muss man min. 1x gehört haben

  21. Cover des Buches Leere Herzen (ISBN: 9783442718382)
    Juli Zeh

    Leere Herzen

     (277)
    Aktuelle Rezension von: TinaGer

    Ein politisches Buch über Leute, die sich zwar nicht für Politik interessieren, aber vollmundig die Abschaffung der Demokratie beklagen. Der Nichtwähler als Feindbild gefällt mir vielleicht auch deshalb so sehr, weil diese Gruppe in Amerika umso größer und einflußreicher ist. 

    .

    Alles in allem etwas schlicht, viel Gequatsche, aber immer spannend.

  22. Cover des Buches Laienspiel (ISBN: 9783492303033)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Laienspiel

     (402)
    Aktuelle Rezension von: Kurzgefasst

    Angenehm und flüssig zu lesen, schöne und durchdachte Story.


    Gestört haben mich einige Andeutungen, die den Handlungsverlauf von vorneherein recht durchschaubar werden ließen. Besonders die deutlichen Hinweise am Schluss haben mir die Zielperson schnell verraten - dramaturgisch leider unklug.

    FAZIT:
    Ein sehr spannender Kriminalroman um eine geniale Hauptfigur - kleine Schwächen (s.o.) verzeiht man da leicht.
    Für alle Kluftingerfans ein Muss!

  23. Cover des Buches American War (ISBN: 9783596299447)
    Omar El Akkad

    American War

     (67)
    Aktuelle Rezension von: NataschaWahl81

    Hab das Buch "blind" und ohne den Klappentext zu lesen gekauft, weswegen ich am Anfang gedacht habe, dass der Roman in der Vergangenheit, statt 2075 spielt. Macht abgesehen von den Folgen des Klimawandels jedoch keinen wirklichen Unterschied. Das Buch "hätte" überaus interessant sein können, ist jedoch spannungsarm, langatmig und in einer nicht konsequenten Erzählweise umgesetzt worden. Die Sache mit der Seuche am Schluss ... was für ein Zufall ... Covid19 lässt grüßen. Ansonsten bin ich froh, dass ich den über 400 Seiten dicken Wälzer endlich durch habe und mich weniger poliitschen Büchern widmen kann. 



  24. Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783937793092)
    John Irving

    Das Hotel New Hampshire

     (719)
    Aktuelle Rezension von: Nokbew

    Alle, ausnahmslos alle, haben in dieser Familie einen (liebenswerten) Sockenschuss. Es geht um sehr ernste Dinge: Vergewaltigung, Inzest, Coming out, Familienbande, Träume, Ziele. Der Autor will schocken und schafft das dann auch auf ganz liebevolle Art und Weise. Der Leser lacht, der Leser weint, der Leser schüttelt den Kopf...

    Was will der Leser mehr? ★★★★★ Sterne!

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