Bücher mit dem Tag "texte"

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170 Bücher

  1. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.174)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Alle sieben Wellen" von Daniel Glattauer ist der Nachfolgeband zu "Gut gegen Nordwind". Ich habe tatsächlich zuerst den Film gesehen und fand ihn richtig gut. Danach habe ich, mittlerweile typisch für mich, das Buch gekauft. Es war echt gut, auch wenn mir das Film-Ende besser gefallen hat, als das Buch-Ende. Es war mir zu offen und sowas mag ich ja gar nicht. Nicht ganz so befriedigt, habe ich das Buch also weitergeschenkt und kurz darauf - durch Zufall - dieses geschenkt bekommen. Ich wusste gar nicht, dass es einen zweiten Teil gibt.

    Es hat etwas länger gedauert, aber nun habe ich es doch endlich gelesen. Ja, es gibt endlich ein Ende. Aber dieses Buch wirkte mir doch dann etwas zu zäh. Ich habe mehr als einmal gedacht: Meine Güte, dieses Hin und Her können sich Emmi Rothner und Leo Leike doch auch einfach sparen. Sie treffen sich. Sie sagen wieder tschüß, schreiben sich weiter, reden um den heißen Brei herum. Ein ewiges Hin und her. Das hätte, finde ich, alles noch zu Teil eins dazugepasst. Dann wäre die Ausgabe dafür etwas länger ausgefallen. Dennoch habe ich es gern gelesen und bin froh, dass es jetzt doch kein offenes Ende im Buch gibt. 

    Also wenn dann, würde ich empfehlen beide Bücher in einem Rutsch hintereinander zu lesen. Den Film kann ich auch allen Romantik-Liebhabern ans Herz legen.

  2. Cover des Buches Eines Tages, Baby (ISBN: 9783442482320)
    Julia Engelmann

    Eines Tages, Baby

     (453)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Ich wollte mir mal was kurzes gönnen, also griff ich diesmal zu dem ersten Buch von Julia Engelmann - Eines Tages, Baby. 

    Ihr kennt das ja mittlerweile bei mir mit den verschiedenen Reihenfolgen, wie ich Bücher lese, mit dem Buch Wir können alles sein, Baby habe ich mir ja etwas schwer getan, das gebe ich gerne zu! Aber mit Eines Tages, Baby muss ich sagen, ab da bin ich zu den Fans von Frau Engelmann aufgestiegen. 

    Irgendwie habe ich eventuell einen besseren Zugang zu ihren Texten gefunden als davor, was ja auch möglich sein kann, aber ich habe mich heute bei den Texten desöfteren beim Aufstehen erwischt und habe über die Texte von Ihr noch einmal ein wenig nachgedacht. Was hat aufstehen mit nachdenken zu tun?????

    Vor allem zwei Texte haben es mir doch sehr angetan. Das ist zum einen gleich der erste Text nämlich Stille Wasser sind attraktiv und der Text Goldfisch. Bei beiden Texten habe ich wirklich lange nachgedacht, da sie mich persönlich sehr am Herzen berührt haben. 

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es vielleicht daran liegt, dass ich momentan eher in mir ruhe als im Oktober als ich das andere Werk las. Oder es liegt daran, dass ich momentan eher das dann lese wann ich es lesen will. Oder ich bin einfach ein besserer Leser geworden und kann mich besser auf so etwas einlassen. 

    Auf alle Fälle ist es so, dass Frau Engelmann für mich etwas geschrieben hat, wo ich sage dies hat verdammt viel Herz und Verstand und sie kann es ausdrücken. 

    Ich weiß nicht, ob sie wie es Kollegen geschrieben haben eine Stimme einer ganzen Generation ist, aber für mich sind die längeren Texte in diesem Buch eine Stimme, die man zulassen sollte und über die man nachdenken sollte. Aber tut mir den Gefallen und macht dies an Tagen wo ihr euch gut fühlt und ihr das Gefühl habt, dass ihr in euch ruht. Die Autorin wird euch an diesen Tagen bestimmt auch etwas geben, worüber ihr nachdenken könnt.  

    https://www.literaturlounge.eu



  3. Cover des Buches Wir können alles sein, Baby (ISBN: 9783442484089)
    Julia Engelmann

    Wir können alles sein, Baby

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Gedichte und ich, passt das? Es war mal wieder Zeit, was Neues zu probieren. Eigentlich versuche ich, um Gedichte oder ähnliches einen großen Bogen zu machen.

    Ich hatte zuerst das Hörbuch, welches von der Autorin eingesprochen wurde. Es war zwar gut, aber zu der damaligen Zeit hatte ich einfach zu viel Stress. Es konnte, auch wenn es gut vorgetragen wird (ein Kompliment von mir), nicht die Wirkung bei mir erzielen, die ich mir gewünscht habe. Dies bedeutete dann, dass ich das Buch dann doch noch ein paar Wochen nach hinten gereicht habe. Also zu einem Zeitpunkt, wo ich es einfach genießen konnte. Oder es einfach auf mich wirken konnte. 

    Es gab einige Texte, die dann wo ich endlich ein wenig zur Ruhe gekommen bin, auf mich gewirkt haben. 

    Manchmal habe ich mir auch die Texte zwei oder mehrmals zu Gemüte geführt. Und das komische war, dass ich jedes Mal zu einem anderen Entschluss oder Fazit gekommen bin. Es war dann aber auch egal, ob ich die CD gehört habe, oder ob es das Buch war, das Ergebnis war immer wieder anders. 

    Aber immer wieder war es für mich eine Aufforderung, etwas zu verändern oder sich selbst zu verändern und in Bewegung zu bleiben. 

    Mein eigenes Fazit zu diesem Buch ist einfach, dass es sich gelohnt hat das Buch einfach noch einmal in die Hand zu nehmen, wo der Stress langsam von mir abgefallen ist. 

    Wer Hörbücher mag, ist sicherlich auch mit dem Hörbuch sehr gut beraten, aber ich bleibe lieber bei dem gedruckten Buch, da es auch schön ist, die kleinen Zeichnungen von Frau Engelmann zu sehen, die einfach gehalten sind, aber dennoch ihre Wirkung nicht verfehlen. 

    Dafür ist bei dem Hörbuch die angenehme Stimme von Frau Engelmann sehr präsent. Alles hat wie immer Vor- und Nachteile und jeder sollte das Medium seiner Wahl aussuchen.  Aber es sollte auch so sein, dass man vielleicht, wenn es die Möglichkeit, gibt einfach einmal reinlesen oder reinhören und dann vielleicht seine eigene Entscheidung treffen und vielleicht so wie ich einmal etwas neues ausprobiert. Es kann nie schaden, einfach mal etwas zu probieren und zu wagen.

    Literaturlounge

  4. Cover des Buches FLOWER (ISBN: 9783570164181)
    Elizabeth Craft

    FLOWER

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87
    Charlotte trifft auf Tate ohne zu ahnen das er ein bekannter Musiker ist. Er bittet sie um ein Date, doch Charlotte hat einen festen Plan für ihr Leben, um nicht so zu enden wie der Rest der Frauen in ihrer Familie, und dazu gehören keine Jungs. Doch Tate schleicht sich langsam in ihr Herz.
    Anfangs fand ich die Geschichte noch echt süß, aber je weiter ich gelesen habe, desto weniger mochte ich Tate und das blieb so bis zum Schluss. Er ist für mich so der typische reiche, berühmte Bengel der meint er könnte sich alles erlauben. Wie er teilweise Charlotte behandelt fand ich schlimm, und sie verzeiht ihm jedes Mal. Das schlimmste aber war, wie sehr sich Charlotte durch Tate zum Negativen verändert. Sie fängt an alle zu belügen, will ihre Pläne über den Haufen werfen usw.
    Für mich war das nichts, leider.
  5. Cover des Buches Diabolus (ISBN: 9783404175031)
    Dan Brown

    Diabolus

     (1.664)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Anfangs ist die Geschichte sehr langatmig und nimmt kaum an Fahrt auf. Grund dafür sind die vielen Fachbegriffe, mit denen Dan Brown um sich wirft. Doch nicht nur die Fachbegriffe, sondern auch die gefühlten endloslangen Erklärungen sind zäh wie Kaugummi und machen den Start für Laien ziemlich holprig. Die Thematik an sich ist jedoch spannend und trifft auch heute noch einen wunden Punkt. 

    Alles in allem, erfährt man so einiges aus der Welt der Kryptologie und Cyberspionage. Leider scheinen die Fakten im Buch, nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen (laut Wikipedia). Hierzu sollte man bedenken, dass dieses Buch kein Sachbuch darstellt, sondern der Unterhaltung dient. Deswegen ist es legitim, dass auch Fiktion und Fantasie darin eingewoben sind. Einige andere Fehler hätten jedoch durch bessere Recherche ausgemerzt werden können (z.B.: Die Atombombe von Hiroshima hieß Little Boy und nicht Big Boy). Ansonsten ist das Buch sowohl kulturell und auch wissenschaftlich gut recherchiert. 

    Trotz der Startschwierigkeiten lohnt es sich, am Ball zu bleiben. Ab etwa der Hälfte nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf, bietet Spannung und interessante Wendungen. Insbesondere die kurzen und knackigen Kapitel aber auch die verschiedenen Handlungsstränge treiben die Geschichte voran und halten die Spannung aufrecht. Es lohnt sich also dranzubleiben.

    Die Charaktere und Handlungen sind für mich nicht immer zu 100% stimmig. Zum Beispiel stellt sich Susan, entgegen ihrem IQ von 170, manchmal doof an und ist schwer von Begriff, was ungläubiges Kopfschütteln zur Folge hat. Das Ende selbst, wirkt in die Länge gezogen und völlig unrealistisch. Denn, während die gesamte Elite der NSA (sozusagen die Besten der Besten) versucht den Code zu knacken, springt selbst einem Laien die Lösung direkt ins Auge. Ein weiteres grosses Fragezeichen tut sich bei mir auf, als Hacker versuchen, in die Datenbank der NSA einzudringen. Ist es nicht sinnvoll die Datenbank vom Internet zu trennen, damit die Hacker nicht mehr darauf zugreifen können? Oder auch David Becker, Partner der Chefkryptographin Susan, mutiert zu einem wahren Actionhelden und entkommt mit viel Glück allerlei brenzligen Situationen. Oder der Profikiller, der jedes seiner Opfer mit nur einem Schuss tötet, schiesst plötzlich mehrere Male daneben. All solche Dinge wirken nicht stimmig.

    Zudem fehlt hier ein Abschluss. Meiner Meinung nach wirkte der Schluss abgehackt. Viele Fragen bleiben offen und ungeklärt (wie z.B.: Wie geht es jetzt mit der Kryptologie-Abteilung weiter?).

    Fazit/Empfehlung:

    Obwohl die Geschichte teils sehr langatmig ist, war es ein spannender Thriller und für mich ein toller Zeitvertreib, weshalb ich den Thriller gerne allen Dan Brown- und Thriller-Liebhabern weiterempfehle.

  6. Cover des Buches Bevor ich falle (ISBN: 9783426226223)
    Lilly Lindner

    Bevor ich falle

     (99)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Bevor ich falle" ist ein weiterer Roman der Autorin Lilly Lindner, den ich damals nach Erscheinung direkt verschlungen habe. Unfassbar, dass das schon im Jahr 2012 war. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Lilly Lindner hat mich gleich mit dem ersten Buch in ihren Bann gezogen, das ich von ihr gelesen hatte. Natürlich habe ich jedes weitere, das von ihr herauskam direkt gekauft, ohne überhaupt den Klappentext lesen zu müssen. In anderen Rezensionen zu diesem Buch wurde bereits mehrfach ihre Wortgewalt beschrieben. Und es stimmt. Sie spricht über Themen wie Depressionen und selbstzerstörerischem Verhalten. Sie verbindet Worte mit Sarkasmus und lässt es dennoch so wirken, als sind die Worte wahr. Man schmunzelt über ihre Wortwahl, denkt sich "das stimmt" und will mehr davon lesen. Ich weiß noch, dass in einem ihrer Bücher stand, sie schreibt viel zu schnell. Das geht ihr einfach so von der Seele runter. Der Lektor hat ihr einen gewissen Rahmen gegeben, um eine bestimmte Anzahl an Seiten zu schreiben, die sie in kürzester Zeit aber schon fertig hatte. Sie schreibt, was sie denkt. Und das macht ihre Worte vielleicht so besonders. Weil sie nicht zu viel darüber nachdenkt. Ich habe dieses Buch jedenfalls sehr gern gelesen und kann es allen Liebhabern von Büchern des Anti-Pop, oder eben von Büchern die ernstere Themen behandeln, empfehlen. Ich würde es immer wieder lesen. So weit ich weiß, habe ich daheim noch eins von ihr, was ich nocht nicht gelesen habe. Das sollte ich auf jeden Fall schnell zur Hand nehmen, um dieser Welt zu entrinnen und mich von Lilly Lindners Worten gefangen zu nehmen.

  7. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596905911)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

     (2.388)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Der historischen Zusammenhänge und der immensen Bedeutung dieses Zeitdokumentes bewusst, trafen mich die Lebensfreude und die teils sehr unterhaltsamen Anekdoten der jungen Autorin doch unvorbereitet. So überrascht, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Tagebuch der Anne Frank gewährt ein fesselndes Eintauchen in ihre Gedanken- und Gefühlswelt und lässt einem ganz beiläufig erfahren, wie es ist, von einem deutschen Unrechtsstaats das eigene Daseinsrecht abgesprochen zu bekommen. Es ist unfassbar, dass die Deutschen damals ihre ethnischen Säuberungen sogar im Radio angekündigt haben. Und alle haben gewusst, was mit jenen passiert, die weggeholt und abtransportiert wurden. Alle haben es gewusst!

  8. Cover des Buches Dinner for one, Murder for two (ISBN: 9783548610382)
    Auerbach & Keller

    Dinner for one, Murder for two

     (90)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Pippa Bolle kümmert sich um Haus und Tiere ihrer britischen Großmutter, während diese in Berlin weilt. Als ein Bekannter sie bittet, sich während des Shakespeare Geburtstagsfestivals um eine Theatergruppe zu kümmern, sieht sie darin eine gute Chance, ihre Finanzen aufzubessern. Mit Todesfällen hat sie allerdings nicht gerechnet.

    Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich den letzten Pippa-Bolle-Roman las, und diesen zweiten Band der Reihe hatte ich mir „aufgehoben“, versprach ich mir, vor allem wegen des Klappentextes und des Covers, ein besonderes Lesevergnügen.

    Ein kleines Dorf mit einer verschworenen Dorfgemeinschaft, eine Theatergruppe, deren Mitglieder aus ganz Europa kommen – zwei, nur auf den ersten Blick gegensätzliche Gruppen, die mehr gemeinsam haben, als zunächst gedacht, denn Geheimnisse gibt es hier wie da, und den beiden Autorinnen sind ein paar echte Charaktertypen gelungen. Pippa, obwohl von Natur aus neugierig, mochte ich schon immer gern, und so freute ich mich, wieder von ihr zu lesen.

    Der Klappentext erwies sich schließlich als nicht ganz passend, denn der Todesfall, der dort erwähnt ist, ist nicht der erste, und findet erst ziemlich spät in der Geschichte statt. Ich würde mir wirklich wünschen, dass Verlage sich mit Klappentexten mehr Mühe gäben, sie sollten weniger verraten und näher an den Geschichten sein. Pippas Ermittlungen kann man als Leser gut begleiten und sich überhaupt seine eigenen Gedanken machen. Die Auflösung ist nachvollziehbar. Erzählt wird mit Humor und viel Shakespeare, der sich schon in den Personenbeschreibungen am Anfang niederschlägt – am Ende hatte ich Lust, eines seiner Stücke zu sehen. Letztlich waren meine Erwartungen aber wohl doch zu hoch, so dass ich zwar gut unterhalten wurde, aber nicht ganz so gut wie erhofft.

    Pippa Bolles zweiter Fall entführt den Leser nicht nur nach Großbritannien, sondern ganz in die Nähe von Stratford-upon-Avon, und ist daher Shakespeare gewidmet. Der Roman unterhält gut und macht Lust auf weitere Romane der Reihe. 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, deren Krimis auch mal humorvoller sein dürfen.

  9. Cover des Buches Die Sehnsucht des Vorlesers (ISBN: 9783423253932)
    Jean-Paul Didierlaurent

    Die Sehnsucht des Vorlesers

     (299)
    Aktuelle Rezension von: Anka2010

    Guylain ist auf den ersten Blick ein Eigenbrötler, jedoch keinesfalls unsympathisch. Er lebt in einem kleinen Einzimmerappartement, das er sich mit seinem Goldfisch teilt, geht einer Arbeit nach, die er abgrundtief verabscheut, unterstützt seinen Freund bei der Suche nach seinen Beinen und liest täglich wildfremden Menschen in der Straßenbahn unzusammenhängende Seiten aus den unterschiedlichsten Büchern vor. Klingt skurril? Ist es auch!

    Anfangs war ich doch etwas verunsichert, als ich des Autors detaillierte Beschreibungen von Guylains Arbeitsplatz las. Er erschafft sehr viele Bilder und Metaphern, was mich einerseits abgeschreckt und andererseits fasziniert hat. Didierlaurents locker-leichte, poetisch und zugleich humorvolle Art Guylains Geschichte zu erzählen, empfand ich als außergewöhnlich und sehr unterhaltend. Obwohl der Einschnitt in Guylains sehr geregeltes Leben, der auf dem Klappentext bereits angekündigt wird, erst ca. zu Beginn der zweiten Romanhälfte passiert, konnte mich der sympathische Held von Seite zu Seite mehr für sich gewinnen – und der Autor gleichzeitig für seine Geschichte.

    Eines Tages findet Guylain nämlich einen USB Stick, dessen Inhalt seinem eintönigen Leben eine überraschende Wendung gibt. Welche Dateien sich auf diesem USB Stick befinden, verrate ich an dieser Stelle nicht. Das solltet ihr nämlich dringend selbst herausfinden – es lohnt sich.

    Auch, wenn man anfangs etwas Zeit braucht, um sich auf diese sonderbar-erzählte Geschichte einzulassen, entwickelt sie bald einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Skurril, schwarz-humorig, poetisch und doch unheimlich liebevoll. Ich bin ziemlich angetan von Jean-Paul Didierlaurents Romandebüt und werde Guylain und Julie tatsächlich ein bisschen vermissen.

  10. Cover des Buches Lyra (ISBN: 9783453526235)
    Christoph Marzi

    Lyra

     (87)
    Aktuelle Rezension von: gerdimaus
    Es geht um Danny und seine Frau. Er ist Songwriter - und eine Sherazade, wie seine Mutter. Das sind Menschen, die Lügen wahr werden lassen können. Als Dannys Frau schwanger ist, erzählt seine Mutter ihr eine Lüge, die fortan in ihr wächst und ihr und dem Kind schadet. Danny sucht Hilfe bei drei Sirenen... Prinzipiell könnte man meinen, dass die Idee der Geschichte genug Stoff bieten sollte, ein unterhaltsames Buch zu schreiben, doch leider ist es einfach nur grottenschlecht. Ich hatte oft das Gefühl, dass der Autor nicht so recht wusste, womit er die Seiten füllen soll. Der Schreibstil ist abgehackt, die Geschichte langweilig erzählt und nicht überzeugend, die Figuren bleiben blass, und ich hatte den Eindruck, dass hier versucht wurde, eine cooles Buch mit einem coolen Musiker abzuliefern, was aber total in die Hose gegangen ist. Eigentlich hat dieses Buch noch nicht einmal einen Stern verdient!
  11. Cover des Buches The truth about magic – Gedichte und Notizen (ISBN: 9783423230209)
    Atticus Poetry

    The truth about magic – Gedichte und Notizen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico

    "The truth about magic" ist ein Gedichtband von Atticus.
    Ich mochte schon "Love - Her - Wild" richtig gerne und folge Atticus schon lange auf Instagram, sodass ich mich sehr auf das Buch gefreut habe!

    Magie ist das übergeordnete Thema dieses Gedichtbandes und es gibt Gedichte und Notizen zu den folgenden Themen: Magic in Youth, Love, Adventure, Her, Darkness, Words und Stars.
    Mein liebstes Kapitel war Magic in Love, hier konnten mich die Gedichte total ansprechen und berühren, aber ich habe mich in vielen Gedichten wiedergefunden, und das ist es auch, was ich an Atticus Werken so mag! Sie können mich so sehr berühren, dass wenige Wörter mir die Tränen in die Augen treiben!
    Viele Gedichte haben mir aber auch ein wenig die Augen geöffnet, die Sicht auf manche Dinge etwas verändert.

    Es gibt wieder kurze Gedichte, aber welche, die etwas länger sind, insgesamt eine tolle Mischung!
    In diesem Band waren ab und an auch mal die englischen Originale mit abgedruckt, was ich sehr spannend fand! Ich habe meist zuerst die englische Version gelesen und versucht, diese selbst zu übersetzen. Da hat man gemerkt, wie schwer es eigentlich ist, Gedichte passend zu übersetzen! Denn es muss gut klingen und die Bedeutung darf nicht verloren gehen! Kilian Unger macht da meiner Meinung nach einen sehr guten Job!
    Mir hat es echt gut gefallen, dass auch ein paar der Gedichte in der ursprünglichen Sprache abgedruckt waren, und da bin ich auf den Geschmack gekommen, denn tatsächlich hätte ich es schön gefunden, wenn man bei allen Texten sowohl die deutsche als auch die englische Version vorliegen gehabt hätte. Da bin ich echt am überlegen, ob ich mir den Gedichtband auch noch auf Englisch hole!

    Neben den Gedichten gibt es wieder stimmungsvolle schwarz-weiß Fotografien, die die Texte wundervoll abgerundet haben!
    Die gesamte Aufmachung hat mir wieder richtig gut gefallen und es war ein wunderbares Erlebnis, das Buch zu lesen!

    Fazit:
    "The truth about magic" von Atticus hat mir richtig gut gefallen!
    Ich liebe seine Texte einfach, denn viele können mich total ansprechen und so sehr berühren, dass sie mich zum Weinen bringen!
    Die gesamte Aufmachung ist stimmig, denn die Gedichte werden oft von wunderbaren schwarz-weiß Fotografien begleitet, sodass das Lesen zu einem tollen Erlebnis geworden ist!
    Ich mochte es sehr, dass auch Originaltexte in dem Buch zu finden waren, die gezeigt haben, was für einen tollen Job der Übersetzer Kilian Unger macht!
    Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!

  12. Cover des Buches Der vergessene Tempel (ISBN: 9783499248092)
    Tom Harper

    Der vergessene Tempel

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Manfred_SH
    Zunächst der Kurztext aus Amazon:
    Eine Botschaft aus dunkler Vorzeit. Wer sie entschlüsselt, beherrscht die Welt. Kreta 1947: Im Krieg war Sam Grant britischer Elitesoldat. Jetzt ist er nur noch ein Glücksritter. Sechs Jahre zuvor, unter deutscher Besatzung, hat ihm ein sterbender Archäologe sein vergilbtes Notizbuch zugesteckt. Darin befinden sich Kopien uralter Texte aus einer Höhle. Keiner kann sie lesen. Doch als sich Agenten von KGB wie FBI an seine Fersen heften, ahnt Sam: Dieses Geheimnis ist wertvoller als alles, was Forscher je zuvor bargen – und geeignet, die Existenz der Erde zu bedrohen.

    Ich habe das Buch in der Umzugskiste meiner Freundin gefunden. Es ist schon ein paar jahre alt, dennoch interessant zu lesen.
    Solche Bücher schinen aus der Mode gekommen zu sein, man sieht sie als Neuerscheinung immer seltener.

    Alles fand ich nicht gut, weil es einfach zu realitätsfern ist. Aber sieht man darüber hinweg, ist es lesenswert. Wer sich zu dem für grichische Mythologie interessiert ist hier gerade richtig und wird wohl 5 Sterne vergeben.

  13. Cover des Buches Die Prophetin (ISBN: 9783596165735)
    Barbara Wood

    Die Prophetin

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Nala73
    Der große Jahrtausendwende-Roman von Barbara Wood. Im Jahre 1999 entdeckt die junge Archäologin Catherine Alexander Schriftrollen aus der Zeit des frühen Christentums. Auf der ganzen Welt steigt das 'Jahrtausendfieber'. Die Menschen stürzen sich auf die Aussagen und Prophezeiungen der Schriftrollen über das ewige Leben und das Letzte Gericht. Aus ganz anderen Gründen hat der Vatikan die Brisanz dieser Schriftrollen erkannt: Die Texte geben Grund für erhebliche Zweifel an der Stellung des Papstes und der ausschließlich männlichen Priesterschaft. Mit der Jagd von Catherine auf die letzte noch fehlende Schriftrolle beginnt gleichfalls die Jagd auf sie und ihren Beschützer Pater Michael Garibaldi
  14. Cover des Buches I Hate Myself And Want To Die (ISBN: 9783896026934)
    Tom Reynolds

    I Hate Myself And Want To Die

     (25)
    Aktuelle Rezension von: amazingbookworld
    Inhalt: Wie der Titel schon sagt, beinhaltet "I Hate Myself and Want to Die" die 52 deprimierendsten Songs aller Zeiten. Der Autor stellt seine Top 52 Lieder vor, die nur so von Trauer triefen. Meinung: Ich bin zufällig auf IHMAWTD gestoßen, und bin richtig froh, dass ich es mir zugelegt habe. Das Buch ist unterteilt in Kategorien wie beispielsweise: "Ich starb als Teenie bei einem Autounfall" oder "Wenn ich über Drogen singe wird man mich ernst nehmen". Jede Kategorie enthält ein paar zu dem Thema passende Songs. Jeder der 52 Songs ist auch wieder unterteilt in eine kurze Erklärung über den Interpreten, dann folgt der Inhalt des Songs und schließlich eine Erklärung warum er so deprimierend ist. Ich habe IHMAWATD immer nebenher gelesen. Vorher habe ich mir den Song angehört, wenn ich ihn noch nicht kannte. Dann habe ich mir den dazugehörigen Text durchgelesen. Meiner Meinung nach ist die Songauswahl gelungen. Der Autor Tom Reynolds ist Schriftsteller und Musiker und weiß also wovon er schreibt. Von Pop bis Rock ist alles dabei. Tom Reynolds hat es geschafft mir jeden Song näher zu bringen, und außerdem - auch wenn man es bei dem Titel nicht glaubt - mich zum Lachen zu bringen. Immer und immer wieder. Er macht sich über jeden der einzelnen Songs auf seine Art lustig und ich hab mich über seine morbide Schreibweise total amüsiert. Ganz oft hab ich mich auch gefragt: Wie kann man bloß so einen kranken, unnötigen Song schreiben?? Es hat mich immer wieder erstaunt, was in unserer Musikgeschichte so durch die Radios gegeistert ist. Besonders interessant und berührend fand ich außerdem: One von Metallica Hurt von Nine Inch Nails In The Air Tonight von Phil Collins The End von The Doors Landslide von Smashing Pumpkins Und ein wirklich krankes Lied, das mir leider immer noch im Hirn schwirrt (und wohl nie wieder rausgehen wird) ist: Tell Laura I Love her von Ray Peterson Hört es euch bloß nicht an. Aber lest das Buch, wenn ihr interessiert an Musik ab den 60ern bis 2004 seid und einen schwarzen Humor habt ;)
  15. Cover des Buches Deutsch für Profis (ISBN: 9783442161751)
    Wolf Schneider

    Deutsch für Profis

     (34)
    Aktuelle Rezension von: TamaraSchrammel

    "Deutsch für Profis" von Wolf Schneider ist eine wirklich gute Lektüre für alle, die sich mit Worten befassen. Sehr wertvolle Tipps und Anleitungen für einen besseren sprachlichen Ausdruck.
    Allerdings handelt es sich hier um kein Buch, dass sich so schnell mal nebenbei lesen lässt. Man muss sich schon konzentrieren, um alles zu verstehen. Dafür kann man wirklich viel mitnehmen und lernen.
    Absolute Buchempfehlung und fünf Sterne 

  16. Cover des Buches Deutsches Theater (ISBN: 9783442541911)
    Benjamin v. Stuckrad-Barre

    Deutsches Theater

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das was hier aus deutschen Städten und von deutschen Menschen in Geschichten erzählt wird, fand ich weniger interessant.
  17. Cover des Buches Deutsch für Kenner (ISBN: 9783492244619)
    Wolf Schneider

    Deutsch für Kenner

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Das Buch ist sehr unterhaltsam und lustig.

    Schneider gibt Tipps und Hinweise zum Schreiben, aber vor allem fühle ich mich ermutigt, darüber nachzudenken, wie ich rede und schreibe und es selber zu entscheiden. Schneider hegt ein gesundes Misstrauen gegen Sprache, die durch Bürokraten und Akademiker geprägt ist und nur Klassenbewusstsein signalisiert. 

  18. Cover des Buches Mit dem Schreiben anfangen (ISBN: 9783411913077)
    Hanns-Josef Ortheil

    Mit dem Schreiben anfangen

     (14)
    Aktuelle Rezension von: quatspreche

    Was macht ein Blogger/eine Bloggerin außer recherchieren und Ideen ausformen? Genau: schreiben. Deswegen landen auf meinem Tisch auch immer wieder Bücher, die sich damit beschäftigen. Kreatives Schreiben gehört zu meinem Leben, wie Wasser oder Essen, doch es ist manchmal nicht so einfach sich zu motivieren oder die Inspiration zu greifen. Jeder Schriftsteller hat da so seine eigenen Tipps und Tricks, es schadet jedoch nicht diese zu kennen, denn vielleicht funktionieren sie bei mir auch.
    Die Reihe „Kreatives Schreiben“ von Duden hilft Autoren, Journalisten oder Bloggern ihre Finger zu trainieren, den Kopf frisch zu halten und durch neue Übungen evtl. auch neue Ideen zu fördern.

    Im Vorwort wird klar, dass dieses schmale Büchlein nicht nur für Profis geeignet ist. Und auch nicht nur für Anfänger. Das Vorwort erzählt eine kleine Geschichte von Nora. Die junge Frau schreibt gerne in ihrer Freizeit, sammelt alles, manchmal dürfen Freunde und Familie etwas lesen. Doch eigentlich ist das Schreiben für Nora gar kein Hobby, sondern so wichtig wie es für mich ist, denn es geht kaum ohne. Doch Nora hat das gleiche Problem wie ich: wir betreiben das Schreiben wie ein Hobby und stehen uns somit selbst im Weg.

    Der Autor, Hanns-Josef Ortheil, fordert den ambitionierten Nachwuchsautor dazu auf über seinen Schatten zu springen und gibt in fünf Kapiteln strukturierte Anleitung, wie aus einem Hobby Ernst wird. Jedes Kapitel enthält kleine verschiedenste Aufgaben, die jeweils mit ‚Schreibaufgaben‘ abgeschlossen werden. Sozusagen kleine Hausaufgaben, die dabei helfen sich zu konzentrieren, sich zu fokussieren und evtl. auch zu entdecken, welche Fähigkeiten in einem Stecken.

    Orhteil erklärt auch, und das finde ich auch immer wieder spannend, wie wichtig es ist die richtige Schreibumgebung zu schaffen. Und wenn ich mich auf meinem Schreibtisch so umsehe, habe ich diese Aufgabe auf jeden Fall nicht gemeistert (wieso ist mein Schreibtisch eher eine Ablage, als alles andere??). Ich weiß immer gar nicht welche Aufgaben ich zuerst bearbeiten soll, alles stapelt sich und ich bin sehr oft überfordert. Und dabei sollte der Schreibtisch, an dem ich kreativ arbeite, meine Inspiration fördern. Das sollte ich auf jeden Fall ändern….

    Ich denke dieses Buch ist eine tolle Hilfe zur Selbsthilfe, aber auch ein gutes Geschenk für Menschen, die sich selbst nicht trauen den Schritt zu gehen. Diese Gabe, Gedanken in geschriebene Worte zu formen, ist selten und sollte auf jeden Fall genutzt und ausgebaut werden. Traut euch! Mit diesem Buch könnt ihr einen wirklich guten Anfang finden.

    Originalbeitrag: Mit dem Schreiben beginnen

  19. Cover des Buches Das Tolkien Lesebuch (ISBN: 9783423206693)
    J. R. R. Tolkien

    Das Tolkien Lesebuch

     (39)
    Aktuelle Rezension von: FrauTinaMueller

    Das Tolkien Lesebuch – erschienen im dtv Verlag – fasziniert bereits mit dem phantasievollen Cover, das die zauberhafte Welt von Mittelerde zeigt. Es umfasst eine Auswahl von wichtigen Szenen aus Tolkiens umfassenden Werken, Briefe, Vorträge und autobiographische Auszeichnungen. Fans der “Herr-der-Ringe” und des “kleinen Hobbits” erfahren in diesem phantastischen Lesebuch die Hintergründe der Entstehung und wie sich die Geschichten entwickelten. Hier tauchen wir ein in die fabelhafte Welt der Hobbits und Elben, wie Mittelerde erschaffen wurde (und auch, wie Tolkien die Feensprache kreiert hat), wie Tolkien als Oxford-Professor gelebt hat, tauchen ein in das Dritte Zeitalter um Elrond und die Hobbits und erfahren, wie Tolkien seine letzten Jahre verbracht hat.

    Tolkien war schon als Kind fasziniert von Sprachen, Wörtern und deren Melodien. Vielleicht hat er deshalb auch klassische Philologie und Sprachwissenschaft studiert und vielleicht wäre er sonst auch nicht auf das finnische Buch “Kalevala” gestoßen und vielleicht hätte er dann nie begonnen, die phantastischen Geschichten zu entwerfen, für die er letztlich weltberühmt wurde. Für seine Geschichten verwendete er Motive aus den verschiedensten epischen Dichtungen wie z. B. Beowulf, Kalevala etc. Seine Beschäftigung mit der altenglischen Literatur ließ ihn ein Gedicht von Cynewulf, einem Dichter des frühen 8. Jahrhunderts entdecken. Zwei markante Zeilen dieser Dichtung gaben den Anstoß für sein späteres Wirken: “Heil Earendel, strahlendster Engel, über der mittleren Erde des Menschen gesandt.”

    Über den Fall Gondolins (Seite 68):

    “Dies ist eine Stadt der Wacht und Hut, Gondolin auf dem Amon Gwareth, wo alle frei leben können, die reinen Herzens sind, doch kein Unbekannter darf sie betreten.”

     

    Fazit: Ein lesenswertes Buch, das dem interessierten Fan einen guten Überblick über Tolkiens Schaffen und Leben gibt, auch wenn mich manchmal die Zusammenstellung der einzelnen Textfragmente doch etwas unharmonisch auf mich wirkte. Auch hätte ich mir etwas mehr Bilder und Skizzen gewünscht! Dennoch ein Augenschmaus im Buchregal!

  20. Cover des Buches Unverkäufliche Muster (ISBN: 9783596167333)
    Roger Willemsen

    Unverkäufliche Muster

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Ritja
    Roger Willemsen sieht man wenig im Fernsehen, man muss ihn lesen. Und dies macht einfach nur Spaß. Nicht jeder Text trifft den eigenen Nerv oder die eigenen Ansichten, aber ich konnte bei vielen Texten bzw. -passagen lachen, nachdenken und zustimmend nicken. Ich bin immer wieder begeistert von seinen Gedankengängen und der Sprache, die er verwendet. Manchmal ist es nicht ganz so leicht seinen Gedanken zu folgen, aber meistens lohnt es sich. Kein Buch, was man durchgehend lesen muss, da es kleine abgeschlossene Texte sind. Man kann sich Herrn Willemsen also einteilen ;-).
  21. Cover des Buches Wie wir leben wollen (ISBN: 9783518467107)
    Matthias Jügler

    Wie wir leben wollen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: vivreavecdeslivres
    Wie wir leben wollen ist definitiv ein neues Lieblingsbuch mit einer Botschaft, die - wie wir Jugendlichen heute so schön sagen - slayt (eigentlich erschreckend, dass die Übersetzung vom Englischen 'to slay' jemanden umbringen / erschlagen / ermorden heisst und wir es trotzdem mit etwas durchaus positivem assoziieren). Dieses Werk, ist echt etwas besonders. Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem einfach alles gestimmt hat. Noch viel wunderschöner machte dieses Buch der Fakt, dass es von vielen verschiedenen Autoren und Autorinnen verfasst wurde. Jede(r) hat mit seinen Texten etwas in mir ausgelöst. Einige sind mir mehr geblieben als andere, aber alle haben sie irgend einen Zauber hinterlassen. 
    Von unserem einzigen Holländer, dem Michel, der mal bei einer Polizeikontrolle auf die Frage, 'Geboren?' mit 'Ja' geantwortet hatte. - Saša Stanišić
    In allen fünfundzwanzig Kapiteln ist das Grundthema die Fremde, die Flüchtende verspüren, wenn sie in einem anderen Land ankommen. Das Buch spricht also die aktuelle Flüchtlingskrise an, lässt aber auch genug Platz für andere Themen. Einmal geht es um China, ein anderes Mal um Burundi. Auf die Flüchtlingskrise wird teilweise direkt Bezug genommen, doch in manchen Geschichten sind  auch nur Parallelen mit diesem "Grundthema" zu erkennen. Es geht um Heimweh, das Ankommen in einem fremden Land, Fremdenhass, Angst vor dem Fremden und wie wir und wie die "Fremden" damit konfrontiert werden. 

    Sei es, wir selbst in einem anderen Land, in dem wir fremd sind und abwertend angestarrt werden - einmal nicht die Macht in der Hand haben, oder sei es die Schwierigkeit als Mutter mit einem adoptierten nicht grünäugigen Kind zu reisen. Das Buch ist so vielfältig und sticht genau durch diesen zu bietenden Reichtum heraus. In diesem grandiosem Werk berichten auch Autoren, die aus der Fremde flüchten mussten, aus eigenen Erfahrungen und von ihren Ängsten. Ich finde es beeindruckend, dass nur ein Buch es schafft, mir eine neue Sicht auf die Geschehnisse der Welt zu geben. Dieses Buch hat es geschafft mich völlig in einen Bann zu ziehen, mich zu belehren, mich in meinem Denken zu bescheinigen und mich zu motivieren - in jeglicher Hinsicht: Ich bedürfe selber solche Texte zu verfassen, selber mehr zu tun - zu helfen, zu reden und zu überzeugen, dass es blödsinnig ist, sich vor dem Fremden zu fürchten. Das Buch macht einem fertig und zeigt einmal mehr wie ohnmächtig wir eigentlich gegenüber allem sind, was in der Welt passiert. Gleichzeitig aber zeigt es uns auch, dass wir eben etwas gegen diese Umstände tun müssen, dass es wichtig ist einzugreifen, dass es wichtig ist zu helfen und dass es wichtig ist in Freiheit zu leben und Solidarität gegenüber anderen zu zeigen. 
    Die eine Person heisst ich, die andere du. Vielleicht ist alles auch ganz anders, und du bist ich und ich bin du, und die Realität ist Fiktion und die Fiktion Realität. Und es gibt weder literarische Elemente noch diese Strassenbahnhaltestelle in Dresden, und vielleicht gab es auch keinen Spätsommer 2015. -Micul Dejun
    Ich verspüre die unglaubliche Lust von jedem dieser fünfundzwanzig Autoren und Autorinnen ein Buch zu lesen. Matthias Jügler sagt es bereits im Vorwort und er hat ja so recht: Kann schreiben solidarisch sein? Die Antwort lautet: Ja, unbedingt. 
    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/01/wie-wir-leben-wollen-buchbesprechung.html
         
  22. Cover des Buches Heute ist leider schlecht (ISBN: 9783596037032)
    Ronja von Rönne

    Heute ist leider schlecht

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Anne-Sophie_Fuchs

    „Die Frage nach der Generation Y ist so langweilig wie ein Töpferkurs ohne Ton, bei dem dann auch noch alle anderen Teilnehmer absagen, weil sie doch lieber Stehpaddeln lernen wollen.“

    Nicht schon wieder ein Generationen-Kritik-Pamphlet! – ist das, was ihr jetzt vielleicht denkt. Was sicher viele denken, die wie ich angeblich genau zu der Generation zählen, die Ronja von Rönne in ihrem zweiten Buch mal ordentlich in die Mangel nimmt. Zum Glück macht sie es so ironisch und messerscharf, dass wir Yler am Ende gar nicht anders können, als uns von Seite zu Seite kräftig durch die Nase auszulachen.

    „Also plant man die Horizonterweiterung, man könnte mit dem Rucksack durch Südostasien trampen, mit Finnen in die Sauna und mit Zweiflern den Jakobsweg gehen, Reisen ist billig, und was möglich ist, muss erledigt werden. Das Leben ist kurz und das absolute Maximum die Minimalanforderung.“

    Eingeteilt ist das knapp 200-seitige Werk in drei große Teile. Warum es schlimm ist, Wo es schlimm ist und Was gegen das Schlimme hilft. Auch, wenn der Untertitel „Beschwerden ans Leben heißt“, meckert Frau von Rönne nicht in einer Tour. Generell ist es weniger ein Meckern als ein grobkörniges Analysieren feiner Dinge. Dinge, die sich in ihr, um sie herum und wegen ihr abspielen.

    „Ich bin neidisch auf sie, wer so lange überlegt, ob ihm noch etwas zum Glück fehlt, und dem dann lediglich eine Postfiliale einfällt, hat alles richtig gemacht.“



    Irgendwo am Ende der Mitte hing es etwas. Umso bissiger und witziger ging es nach dem inhaltlichen Mini-Löchle weiter. „Heute ist leider schlecht“ trifft sehr, sehr genau meinen Humor und spricht mir nicht selten volle Kanne aus meiner einfühlsamen, kritischen, menschenhassenliebenden Seele. Eine kurzweilige Lektüre, die die Sicht der eigenen Dinge teils ein paar Zentimeter zur Seite rückt, oder ihnen punktuell die Lupe rüberhält.
  23. Cover des Buches Schreiben in Cafés (ISBN: 9783932909658)
    Natalie Goldberg

    Schreiben in Cafés

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Daniela8
    Ein Klassiker wenn man auf der Suche nach Motivation zum Schreiben ist. In kleinen Kapitelhäppchen gibt N. Goldberg wertvolle Anregungen wie man selbst ins Schreiben kommt, gespickt mit schönen Anekdoten aus ihrem eigenen Leben. 


    Das Buch kommt authentisch rüber und macht sofort Lust Papier und Stift zu nehmen und loszulegen, da es niemals lehrhaft wirkt, sondern locker bleibt. Wenn ich in meinem Schreiben mal irgendwie hänge, nehme ich es gern zur Hand und schlage blind ein beliebiges Kapitel auf. 
  24. Cover des Buches Der witzigste Vorleseabend der Welt (ISBN: 9783821863146)
    Jürgen von der Lippe

    Der witzigste Vorleseabend der Welt

     (28)
    Aktuelle Rezension von: parden
    DEUTSCHER HUMOR? JAAAA, DEN GIBT´S!

    Jürgen von der Lippe ist der populärste deutsche Comedian, weil er von derb bis feinherb alle Zwischentöne des komischen Handwerks beherrscht und praktisch jedes Publikum aufs Köstlichste unterhalten kann - auch das lesende. Seine TV-Show zum Thema war ein Quotenhit, und selten zuvor wurde die flapsige Frage "Und was liest du?" so vielseitig wie wortwitzig beantwortet.
     Jetzt gibt es die besten publikumserprobten Texte von Horst Evers über Frank Goosen und Harald Martenstein bis zu Dietmar Wischmeyer in einer Live-Lesung aus dem Berliner "Babylon-Mitte" - die erfolgreichste Kampagne gegen schlechte Laune seit Erfindung der Pointe.

    Diese 2 CDs sind der Mitschnitt einer Live-Sendung mit Carolin Kebekus, Jochen Malmsheimer und Jürgen von der Lippe.
    Gelsen werden komische Geschichten von den Autoren Horst Evers, Harald Martenstein, Frank Goosen, Fanny Müller, Katinka Buddenkotte und Dietmar Wischmeyer. Mir persönlich hat der Humor von Horst Evers und Katinka Buddenkotte am besten gefallen, teilweise konnte ich vor Lachen kaum noch weiter Auto fahren. (Was der ein oder andere Teilnehmer am Straßenverkehr dazu gedacht hat, mag ich mir nicht vorstellen, ist mir aber ehrlich gesagt auch egal, denn ich hatte in jedem Fall meinen Spaß!).

    Die vorgestellten Texte sind bestimmt auch in schriftlicher Form komisch, aber in der Art vorgetragen, wie hier zu hören...superb! Alle Geschichten werden an einem Abend live vor Publikum z.T. mit verteilten Rollen gelesen. Versprecher und Gefrotzel zwischen den dreien sind neben den Stories ein zusätzlicher Hörspaß.
    Man hört den Vorlesern deutlich die Freude an der Sache an und lässt sich von deren guter Laune mitnehmen. Ich wünschte, diese Form würde fortgesetzt!

    Fazit: Haben müssen, weil 140 Minuten gute Laune und Werbung für deutschen Humor, den gibt´s nämlich.
    Und: Von Katinka Budedenkotte habe ich bereits ein umwerfend komisches Buch gelesen, ich werde mich in jedem Fall auch um ein Buch von Horst Evers bemühen. Lachen, bis man vom Sofa fällt, yeah...


    © Parden

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