Bücher mit dem Tag "theater"
410 Bücher
- Stephanie Garber
Caraval
(1.158)Aktuelle Rezension von: Sanja_MessingCaraval hat mich mit seiner magischen, geheimnisvollen Atmosphäre sofort in seinen Bann gezogen. Anfangs brauchte ich einen Moment, um in die Geschichte hineinzufinden, doch sobald ich in die Welt von Caraval eingetaucht war, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Autorin erschafft ein faszinierendes Spiel aus Illusion, Rätseln und Emotionen, bei dem man als Leser ständig zweifelt, was real ist und was nicht. Besonders gefallen haben mir die düstere, märchenhafte Stimmung und die unerwarteten Wendungen. Scarlett ist eine spannende Protagonistin, und die Beziehung zu Julian bringt zusätzlich Tiefe und Emotionen in die Geschichte. Insgesamt ein sehr unterhaltsames und magisches Leseerlebnis, das ich Fans von Fantasy und Romantik definitiv empfehlen kann.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)
(2.089)Aktuelle Rezension von: Ylva_H_Wenn man sich darauf einlassen kann ein Theaterstück zu lesen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für Fans der Harry Potter Welt.
Das Theaterstück spielt mit der Frage, was wäre wenn Cedric Diggory bei der ersten Aufgabe des Trimagischen Turniers gescheitert wäre? Oder was wäre wenn er gar nicht gestorben wäre?
Im Mittelpunkt dieser kuriosen Frage stehen Harrys Sohn Albus, der sich ausgerechnet mit Dracos Sohn Scorpius angefreundet hat. Das Dasein als Teenager ist nicht einfach und noch viel schwerer, wenn man als Spross der berühmt, berüchtigten Familien Potter und Malfoy aufwächst. Und wie typische Teenager kommen auch Scorpius und Albus auf dumme Ideen.
Nur diese dumme Idee hat es in sich. Aus dem Gefühl heraus überflüssig zu sein überredet Albus Scorpius dazu Cedric zu retten. Sie schaffen es tatsächlich sich einen Zeitumkehrer zu beschaffen und müssen bald feststellen, das jede Änderung der Vergangenheit ihren Preis hat.
Wir erleben unterschiedliche Was-wäre-wenn- Welten und ein Vater-Sohn-Gespann, das seine eigene Geschichte schreibt.
Ich mochte diese Zeitumkehrer-Geschichten, obwohl es dann zum Schluss zwei kleine Einzelheiten gab, die für mich nicht ganz passten.
Ansonsten wartet das Buch mit ein paar Fotos der Bühnenbilder auf, was ein nettes plus ist. Es wäre dann aber doch ganz schön, wenn sich jemand trauen würde die ganze Geschichte im Romanistil zu verfassen. Vielleicht stehen dem aber auch die Rechte am Theaterstück entgegen.
- Walter Moers
Das Labyrinth der Träumenden Bücher
(1.060)Aktuelle Rezension von: JenadoIch habe das Buch mittlerweile mehrfach gelesen und finde es immer wieder spannend in diese skurrile Welt einzutauchen. Der Ideenreichtum von Moers ist spitze und die Welt fühlt sich stimmig an und es wird gefühlt nie langweilig.
Die Illustrationen sind so liebevoll und helfen noch mehr in die Geschichte zu finden. Ich würde das Buch immer wieder wärmstens empfehlen 🧡 - Sarah Sprinz
Dunbridge Academy - Anyone
(587)Aktuelle Rezension von: Kati21Bereits im ersten Band hat Tori mein Herz erobert. Ich liebe ihre Art, und auch Sinclair war mir von Anfang an sehr sympathisch. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an den zweiten Band – vielleicht sogar etwas zu hoch, denn ihre gemeinsame Geschichte konnte mich leider nicht vollständig überzeugen.
Der Schreibstil hat mir dennoch gut gefallen, und besonders mochte ich, dass sowohl Tori als auch Charles sehr realistisch und nahbar dargestellt sind. Charles’ Angst vor Horrorfilmen, aber auch seine Unsicherheit, Tori in ihrer Intimität nicht gerecht zu werden, machen ihn menschlich und authentisch. Außerdem habe ich mich sehr darüber gefreut, erneut in das Umfeld der Dunbridge Academy einzutauchen. Die anderen Schüler bekommen ebenfalls genügend Raum, sodass die Nebenfiguren nicht zu kurz kommen. Ein besonderes Highlight war für mich das Wiedersehen mit Henri und Emma aus dem ersten Band – schön, ihre Geschichte am Rand weiterverfolgen zu dürfen.
So süß ich Viktoria und Sinclair auch zusammen finde, hat sich ihr Zusammenkommen für mein Empfinden sehr in die Länge gezogen. Viele Entwicklungen waren leider recht vorhersehbar, und ich ertappte mich immer wieder bei dem Gedanken: „Redet doch einfach miteinander!“ Auch wenn man solche Dynamiken aus Romance-Romanen kennt, war es mir hier stellenweise einfach zu viel.
Nichtsdestotrotz greift der Roman wichtige und sensible Themen wie Alkoholsucht und das erste Mal auf, die meiner Meinung nach gut und respektvoll in die Handlung integriert wurden.
Trotz meiner Kritik habe ich weiterhin Lust auf mehr aus der Welt der Dunbridge Academy – auch wenn ich aufgrund der genannten Punkte letztlich nur drei Sterne vergeben habe.
- Colleen Hoover
Nächstes Jahr am selben Tag
(1.278)Aktuelle Rezension von: Ebru88Colleen Hoover steckt sehr viel liebe in das Buch mit viel Humor und Emotionen. Emotionen die jemandem tief ins Herz gehen. Fallon will ihre Schuspielkarriere nicht beenden und Ben möchte Schriftsteller werden daher wollen sie sich nicht im Weg stehen und versuchen die Beziehung (Fernbeziehung) irgendwie ungewohnt auf Beinen zu halten.
- Luca Di Fulvio
Der Junge, der Träume schenkte
(1.154)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Junge, der Träume schenkte ist nichts für schwache Nerven – es enthält auch sensible Themen wie Gewalt und sexuelle Inhalte. Luca Di Fulvios Schreibstil ist einzigartig: Man taucht sofort tief in die Geschichte ein und kann das Buch kaum weglegen. Er schafft es, selbst die vermeintlich langweiligsten Themen spannend und fesselnd zu erzählen. Die Motivation und der Ehrgeiz der Hauptfigur ziehen einen förmlich in den Bann, sodass man als Leser mitfiebert, ob er seinen Traum erfüllen kann. Die berührende Geschichte über Hoffnung, Mut und Freundschaft zeigt schwierige Lebensrealitäten ehrlich und regt zum Nachdenken an.
- Eva Völler
Zeitenzauber
(1.019)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeIm zweiten Band dieser Trilogie reist Anna ins 17. Jahrhundert nach Paris. Sebastiano ist bereits dort und scheint sein Gedächtnis verloren zu haben. Er kennt Anna nicht mehr und weiß auch nicht, dass er ein Zeitreisender ist. Er hält sich für einen Musketier. Anna muss es irgendwie gelingen, seinem Gedächtnis wieder auf die Sprünge zu helfen..
❤️ Hat mir wie bereits Band 1 sehr gut gefallen. Ich mag Zeitreiseabenteuer, und das Paris im 17. Jahrhundert ist an sich schon spannend! :)
19.12.25
- Marah Woolf
FederLeicht
(590)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDer Anfang war gut und vielversprechend, aber dann hat mich die Geschichte von Eliza doch leider recht schnell verloren.
Eigentlich mag ich die Kombi Menschen-/Elfenwelt, aber bei diesem Buch hatte ich irgendwie das Gefühl, für diese Art der Geschichte schon zu alt zu sein. Was seltsam ist, weil ich auch viele Kinderbücher lese. 😂
Das Buch hat mich leider eher gelangweilt und ich werde die Fortsetzung wohl nicht lesen.
04-06-2024
- Emily St. John Mandel
Das Licht der letzten Tage
(394)Aktuelle Rezension von: glamourjunkiesStation Eleven bzw. Das Licht der letzten Tage ist ein post-apokalyptischer Roman mit zwei Erzählsträngen.
In einem nicht näher bestimmten hier und jetzt folgen wir einem Schauspieler – Arthur Leander – und den Menschen in seinem Leben. An dem Tag, an dem die Pandemie ausbricht, bricht er mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammen.
Innerhalb weniger Tage breitet sich die Pandemie auf der ganzen Welt aus und die Zivilisation bricht komplett zusammen.
20 Jahre später folgen wir Kirsten, die mit einer Gruppe Schauspieler*innen und Musiker*innen durch Nordamerika zieht und Shakespeare aufführt. Durch sie erfahren wir, wie sich das Leben der wenigen Überlebenden entwickelt hat.
Alles scheint sich beruhigt zu haben.Ich habe mich ehrlich gesagt über den Klappentext im deutschen geärgert, weil der für mich etwas spoilert, was gar nicht sein muss. Aber die Beschreibung im englischen finde ich sehr passend.
Das ganze ist eine wirklich schöne Erzählung über Menschen, deren Leben durch Begegnungen verbunden sind.
Der Hintergrund, vor dem ihre Leben erzählt werden, ist eine weltweite Pandemie, die innerhalb kürzester Zeit das Leben völlig verändert. Das Buch wurde schon 2014 geschrieben und ist wohl durch Corona nochmal neu wahrgenommen worden. 2020 wurde es in eine Serie verfilmt.
Dafür, dass es auch etwas düster ist, finde ich es ein recht hoffnungsvolles Buch.Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben und flüssig erzählt.
Weil die beiden Erzählstränge ineinander verwoben sind, hab ich mich zwischendurch mal gefragt, wo die Geschichte denn wohl hin will.
Die Autorin schafft es immer wieder das Tempo, oder die Richtung der Geschichte zu änder, so das für mich oft recht offen war, was passieren wird. So, wie sie die Reise dann letztlich anlegt, fand ich schön. - Brittainy C. Cherry
Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch: Special Edition
(628)Aktuelle Rezension von: JeannasBuechertraumNachdem die erste Last Chances Geschichte 30% in der Highschool gespielt hatte und den Rest im Erwachsemen alter 30+ haben wir hier ein komplettes Buch das in der Highschool spielt. Durch Grey & Eleanors Geschichte kennt man schon einiges und ich finds unsagbar schade das es nicht ganz aufeinander passt. Wenn ich raten müsste würde ich sagen BCC hat zuerst Band 1 geschrieben und zu dem Zeitpunkt die Geschichte von Landon und Shay noch nicht mal angefangen, Es passt einfach nicht überwin und das fand ich super schade - diese Diskrepanz hat mich am meisten gestört. Aber auch wenn ich die Geschichte als Einzelnes Werk betrachte ohne es mit den Fakten aus der anderen zu vergleichen, war sie einfach inhaltlich auch nicht so meins. Es gab sehr klischeehafte Teeny Dropes - eine gemeinsame Wette (kriegt er sie zuerst ins Bett oder verliebt er sich zuerst in sie), Haters to friends, friends to lovers (wobei das noch das süßeste war) - Wir haben einen Vater der seine Karriere über alles stellt, einen der mit Drogen dealt und alle belügt, Mütter die sich zu spät wie Mütter verhalten und eine Omi die alles rettet und einfach die Beste für alle ist. (va am Ende waren Ihre Worte mit das Beste am ganzen Buch!)
Es gab einfach viel zu viel Spice in der Geschichte. Alles in allem hat es zum dargestellten Alter vollkommen gepasst! Das erste mal, Körper erkunden, Eifersucht und die ersten Gefühle zulassen. Es gab auch ernste Themen wie Depressionen, Selbstmord, Selbstfindung, Selbstwert,.. Auch alles soweit ganz gut umgesetzt! Aber irgendwie war die Geschichte trotzdem nicht so meins. Eigentlich hätte sie wohl eher 4/5 ⭐️ verdient, aber ich versuch es auch so zu bewerten wie es mit im gesammten gefallen hat. Und ich hab so oft nicht weiterhören wollen und mir gewünscht das es bald vorbei ist, dass ich 3,5/5⭐️ passender finde.
Im nächsten Band kommt dann hoffentlich ein Zeitsprung und macht die ganze Storyline erwachsener.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter and the Cursed Child
(818)Aktuelle Rezension von: Anja_WeinholdDas Skript setzt genau dort an, wo der Epilog von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" aufhört. Harry und Co. schaffen ihre Kinder zum Hogwarts Express. Für Albus Severus Potter ist es sein erstes Jahr. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit kommt der jedoch nach Slytherin und freundet sich mit Scorpius Malfoy, dem Sohn von Harry einstigen Erzrevalen Draco an. Die Jahre vergehen und während Albus von Gryffindors und Slytherins gleichermaßen gehänselt wird, weil er so gar nicht nach seinem Vater kommt halten sich hartnäckig Gerüchte Scorpius sei in Wirklichkeit das Kind von Lord Voldemort, die ihm das Leben zur Hölle machen. Die Jahre vergehen und beide Jungs entfremden sich immer mehr von ihren Vätern. In Albus und Scopius dritten leidgeplagten Jahr in Hogwarts sorgen die familiären Zwiste schließlich dafür, dass die beiden Jungs auf die wahnwitzige Idee einer Zeitreise kommen. Und es geht schief, was nur schief gehen kann.
Als Doctor Who Folge wäre das Theaterstück vermutlich ein großer Spaß, als ernsthafter Beitrag zum HP-Universum ist das jedoch so trashig und fanfictinös, dass es so manchen Fan wohl eher zum weinen bringt. Was schade ist, denn es hat einige interessante Ansätze wie die paralell laufenden Vater-Sohn-Beziehungen von Harry und Draco, die beide Elternteile beinahe maximal verpfuschen, weil sie ihre Kindern gern zu etwas machen würden, was sie nicht sind. Das Skript hat seine größten Momente in diesen charakterstarken Augenblicken. Das große Problem ist die ganze Zeitreise-Story drumherum, die man einfach nur als absolut hirnrissig beschreiben kann. Hier macht absolut nichts Sinn und die Auflösung der vielen Zeitreise-Paradoxas ist einfach nur maximal bekloppt (Delphi!) und zu großen Teilen komplett Out of Character. Das ist schade, denn als Charakterdrama über das Erwachsenwerden hätte das richtig toll sein können. Selbst für so einen Band-7-Epilog-Verächter wie mich, der bei den Kevinismus-Namen selbst 15 Jahre nach erscheinen des letzten HP-Bands immer noch lachen muss.
So bin ich hin und hergerissen zwischen den Figuren mit all ihrem Potential und der komplett bescheuerten Hauptsstory, die ich nicht eine Sekunde ernst nehmen konnte. Unterschwellig habe ich immer darauf gewartet, dass endlich mal die blaue Telefonzelle erscheint. Dieses Zeitreisechaos kann einzig der Doctor noch vernünftig erklären. Muss ich also doch noch mein Harry-Potter-Doctor-Who-Crossover schreiben. Alles andere wäre unlogisch. - Bernardine Evaristo
Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019
(169)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09Trotz aller Bemühungen für mehr Gleichberechtigung und Integration von Frauen in Berufs- und öffentlicher Welt leben wir nach wie vor in einer patriarchalen Welt. Schon für weiße Frauen ist es oft ein steiniger Weg mit vielen Vorurteilen und viel fehlender Solidarität unter Frauen. Wie viel schwerer muss es da sein, wenn noch eine andere Hautfarbe hinzukommt.
In ihrem mit dem Booker Price ausgezeichneten Roman wirft Bernardine Evaristo einen Blick auf gleich 12 Frauenschicksale.
Als erstes ist mir die Textgestaltung aufgefallen: Abschnitte beginnen mit Kleinbuchstaben, die Absätze sind ungewöhnlich eingerückt. Die Sprache wirkt stakkatohaft und hindert mich daran, wirklich in die Geschichte einzutauchen. Und doch enthält der Roman wunderschöne Formulierungen, wie „Carole, deren Alltagswortschatz sich im Orbit von Dividenden, Terminkontrakten und Finanzplanung bewegt“ (S.149). Auch berühren die Themen der einzelnen Geschichten Aspekte des Lebens, mit denen sich viele auseinandersetzen, egal der Hautfarbe, Orientierung und Alter. Es geht um Nichtaufgeben, sich nicht entmutigen lassen, unabhängig werden von den Urteilen anderer. Wichtige Themen, die durchaus zum Nachdenken anregen. Die Protagonisten sind grundsätzlich interessante und meist auch starke Frauen, Dennoch hat mich der Roman nicht wirklich erreicht und ist nur wenig in mir nachgehallt.
- Daniel Kehlmann
Tyll
(316)Aktuelle Rezension von: Trishen77Romane können unseren Horizont sprengen und im besten Fall setzen sie ihn dann auch wieder neu zusammen, bis wir gebannt sind von der “anderen” Wirklichkeit. Die letzten beiden Romane von Daniel Kehlmann, “Ruhm” und “F”, schienen sich bedenklich weit ins Postmoderne und in die Eigenreflexion zu neigen und sich gleichzeitig mit Zeitgeist schmücken zu wollen. In “Tyll” hat er meiner Meinung nach wieder zu dem Modus zurückgefunden, der seine stärksten Romane (für mich “Beerholms Vorstellung”, “Mahlers Zeit” und “Die Vermessung der Welt”) auszeichnet: die nahtlose Verknüpfung von Wirklichkeit und Phantastik, in deren Grauzone die ganze Palette von menschlichem Fehl und Fatum anzutreffen ist.
“Tyll” ist ein Eulenspiegelroman, ein Schelmenstück, formal wie inhaltlich, aber zugleich ist das Buch auch ein Zeitdokument. Und doch wieder nicht. Das lässt sich schwer verifizieren und auseinander differenzieren. Zu gekonnt spielt Kehlmann mit Sein und Schein, mit Fakten und Phantasmen, mit brutaler Realität und irrealem doppeltem Boden.
Den Rahmen für das Buch bildet im Wesentlichen die Zeit des dreißigjährigen Krieges von 1618-1648, allgemein eine Zeit der Unruhen und Umwälzungen, des Übergangs, auch vom Spätmittelalter in die Moderne (großartig beleuchtet wird diese Umbruchszeit in Philipp Bloms [[ASIN:3446254587 Die Welt aus den Angeln: Eine Geschichte der Kleinen Eiszeit von 1570 bis 1700]]).
Protagonist ist nicht nur Tyll, wichtige Figur ist auch Friedrich der V., Winterkönig von Böhmen und eine der unglücklichsten Gestalten der deutschen Geschichte, und seine Frau Elisabeth aus dem englisch-schottischen Hause Stuart, sowie Athanasius Kircher, eine schillernde Gelehrtenexistenz. Kehlmann schlüpft im Verlauf des Buches nicht nur in ihre Haut, sondern auch in die einiger Nebencharaktere, die den Krieg und die Zeit auf ihre Art erleben, wahrnehmen. “In die Haut” ist hier nicht nur eine rhetorische Floskel: Kehlmann entfaltet hier wieder einmal eines seiner bestechenden Talente, nämlich die authentische Intonierung der Geisteswelten, in denen sich seine Charaktere bewegen, in all ihrer Profanität und Eigenständigkeit. Ich habe schon oft gehört, dass diese Art des inneren Monologs, der detaillierten Sezierung, Leuten auf die Nerven geht, was ich wirklich nicht verstehen kann. Ich bin immer wieder fasziniert wie kompromisslos Kehlmann seine Figuren nicht nur typisiert, sondern ganz tief in ihren jeweiligen Horizonten verankert, ja, einkerkert, auch in Relation mit den Gegebenheiten, die sie umgeben, in denen sie leben müssen. Er unterwirft sie quasi vollends den Realien.
Und doch wieder nicht. Denn da ist natürlich immer mehr zwischen Himmel und Erde, als die Geschichtsbuchweisheit aufzeichnen kann; hinter der Geschichte liegen die Geschichten von unzähligen Individuen und durch sie lebt die Geschichte, aber an ihnen bricht sie auch auseinander. Das “mehr” ist nicht nur die artistische und teilweise magische Kunst des Tyll Eulenspiegel, sondern die allgemeine Unschärfe der Wirklichkeit, die Kehlmann immer wieder herausstreicht, dann wieder zerstreut, die aber nie ganz verschwindet. In dieser Unschärfe tritt nicht nur der Aberglaube, das Mystische und Mythische zutage, sondern auch die Ungeheuerlichkeit des menschlichen Geistes, der menschlichen Vorstellung: Was kann der Verstand ertragen, was kann er erdenken, wie sind Erinnerungen gebaut und erzählen wir uns nicht selbst immer Geschichten, wenn wir erinnern, gibt es Erinnerung denn überhaupt, gibt es nicht nur Narrative, die wir erdenken und über unser Leben legen? Und ist nicht Geschichte oder sogar Wirklichkeit ein Narrativ, das, ebenso erfunden, nur im größeren Stil, unser aller Erinnerung und Wahrnehmung bestimmt?
Diese Fragen tun sich auf, mitten in einem scheinbar historisch akkuraten Szenario, das auf der Mikro- und Makroebene ausgelotet wird. Und in all dem offenbart sich das Übergreifende, Unfassbare und entzieht sich gleichsam. Die Kunst der Fiktion: ein Spiel mit Möglichkeiten, die so schmerzlich nah an der Gewissheit, am Ausweg, an der Sehnsuchtserfüllung und -verdrängung liegen, dass daraus ein tiefer Spiegel wird, so tief, dass man das, was gespiegelt wird, fast nicht mehr erkennen kann.
Es gibt allerhand Gründe, Tyll zu lesen. Es ist, alle Metaphysik und Meta-Textualität beiseite lassend, auch ein recht unterhaltsames Buch, finde ich. Man muss an Kehlmanns profan-phantastischer Art der Darstellung und seiner schnörkelosen Erzählhaltung gefallen finden, sonst wird einem das Ganze ungenießbar und wenig reizvoll erscheinen. Ich plädiere aber dafür, sich genau auf dieses Ungenießbare einzulassen: denn obwohl sein Schreiben Fiktion durch und durch ist und sich nur in den entscheidenden Momenten vollkommen ernst nimmt (was dann umso deutlicher wird) – Kehlmann gelangt darin zu einer Erscheinung der Wirklichkeit, die die Profanität unseres Daseins eben nicht nur darstellt, sondern verkörpert. Das ist mitunter unbequem und unschön. Aber der Mantel der Seriosität, den die Menschen um die Historie, die Wissenschaft, die Vernunft, das Ideal, die Kunst und den guten Willen geworfen haben, er erweist sich oft als Verschleierung der darin liegenden Unseriosität. Das stellt Kehlmann immer wieder, augenzwinkernd, aber auch bezwingend, dar. Für mich: große Erzählkunst.
- Friedrich Dürrenmatt
Der Besuch der alten Dame
(1.888)Aktuelle Rezension von: vanessablnNachdem ich schon zwei Geschichten von Dürrenmatt gelesen hatte, die auf etwas zähe Weise das Thema "Schuld" umkreisten und beleuchteten, faszinierte mich "die Dame" gleich auf den ersten Seiten mit ihrem besonderen Humor und Ideenreichtum. Denn es ist kein banaler Humor, der in den knappen, bündigen Worten bzw. Dialogen steckt. Wahrscheinlich kommen in dieser Bühnenstückform die Gedanken des Autors erst so richtig zur Geltung: eindrücklich, bildhaft, doppelbödig, intelligent, eigenwillig.
Zu Beginn des Buches bereiten sich die Einwohner eines heruntergekommenen Dorfes auf den Besuch einer (allgemein und für sie im Besonderen) wichtig gewordenen, ehemaligen Bewohnerin vor. Aber diese Dame, mittlerweile Milliardärin mit diversen Bediensteten im Gefolge, verfolgt ein eigenes hohes Ziel. Denn 1910 wurde ihr als junges Mädchen Unrecht getan. Bald bleibt einem das Lachen über den Wortwitz im Halse stecken - denn es wird todernst. Aber der Witz bleibt. Über die kleine Geschichte selbst und ihre zeitlosen Themen (z. B. Moral, Egoismus, Rache, die Presse, Heiligt der Zweck alle Mittel?) kann man sicherlich viel fachsimpeln und interpretieren. Ich habe mich bis zum Schluss über den Schreibstil gefreut und würde hoffen, einmal auf der Bühne eine eng am Buch liegende Aufführung sehen zu können. Dass Dürrenmatt selbst das Stück als "Komödie" sah und die Personen wären, "wie sie sind" (stehen also für sich), finde ich umso sympathischer. Im Anhang findet sich eine Art Glossar ("Randnotizen" genannt). Auch diese sind für sich genommen noch einmal ein Lesevergnügen.
Diesen Klassiker kann ich also nur empfehlen, wenn man Dürrenmatt versuchen möchte. Das kurze Buch liest sich schnell und vergnüglich.
- Leisa Rayven
Bad Romeo - Wohin du auch gehst
(719)Aktuelle Rezension von: mrsmietzekatzemiauzgesichtCassandra möchte Schauspielerin werden und bewirbt sich an einer renommierten Schule. Schon beim Vorspielen trifft sie auf Ethan und ist quasi sofort von ihn verzaubert. Beide werden angenommen und verbringen gezwungenermaßen viel Zeit zusammen. Ethan ist sehr verschlossen und gefühlskalt - aber in all seinen Rollen wie ausgewechselt. Cassie versucht seit Tag eins eine Verbindung zu ihm aufzubauen und dringt damit mehr zu ihm durch als die anderen Schüler. Das Eis bricht komplett als die beiden die Hauptrollen von Romeo und Julia spielen. Während Cassie sich in eine Beziehung träumt, stößt Ethan sie immer wieder weg. Ob die beiden eine Zukunft haben?
Der Schreibstil gefällt mir wirklich gut. Ich mag die Tagebucheinträge und auch die E-Mails. Den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart finde ich auch sehr gelungen, wobei ich die Vergangenheit interessanter finde. Leider ist das fast schon das einzige was ich positives über diese Geschichte schreiben kann.
Ich habe viel mehr Theater erwartet, das gab es zwar aber vor allem zwischen den Protagonisten. Was ein hin und her!
Den Trope Second Chance mag ich sonst unglaublich gerne aber hier nicht.
Was absolut im Vordergrund steht ist Sex.
Cassie ist noch Jungfrau und total wild darauf diesen "Makel" loszuwerden. Manchmal hat sie Ethan richtig bedrängt - unmöglich.
Allgemein ist sie eine Frau die ich nicht leiden kann. Recht weit am Anfang des Buches schätzt sie sich echt gut selbst ein: Sie ist eine Person die allen gefallen will. Das geht meist in die Hose weil sowas nicht funktionieren kann. Durch ihr Verhalten hat sie mich extrem genervt.
Ich würde noch mal was von der Autorin lesen wollen aber definitiv nicht den zweiten Band von Bad Romeo & Broken Juliet!
FAZIT
Das war leider nicht mein Fall. Mit Cassie kam ich nicht zurecht und der Fokus liegt mir eindeutig auf die falschen Dinge. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.
- John Green
Will & Will
(561)Aktuelle Rezension von: PhijaVielleicht bin ich nicht die neutralste Person um dieses Buch zu bewerten. John Green ist einer meiner liebsten Autoren und das war das letzte Jugendbuch, welches ich noch nicht von ihm gelesen hatte. Eine Schande um ehrlich zu sein. "Will & Will" ist gerade definitiv zu einem meiner Lieblingsbücher geworden.
Zugegeben die ersten 50 Seiten waren irgendwie nicht meins. Es war für mich etwas schwierig in den Roman reinzukommen und war auch kurz davor ihn erstmal einfach auf Seite zu legen. Wüsste ich nicht, dass John Green sonst nur gute Bücher schreibt, hätte ich das vielleicht auch getan. Nach dem Anfang ist aber etwas passiert was mich gänzlich verzaubert hat.
Die Charaktere haben eine wirklich schöne Tiefe. Jeder einzelne ist super authentisch und nahbar ausgearbeitet. In dem Zusammenhang werden die verschiedensten Themen behandelt (TW: Depressionen, Suizidalität, Manipulation, Queerfeindlichkeit, Bodyshaming). Keines davon ist leicht zu verdauen, jedoch wird dies mit einer Leichtigkeit gemacht, die einmalig ist. Damit es nicht falsch verstanden wird, es wird nicht den Themen ihre Schwere abgenommen, im Gegenteil, all diese Themen sind Teil unserer Realität und so werden sie auch wahrgenommen und dargestellt. Sie gehören (leider) zum Leben dazu. Gerade mentale Themen werden nicht versucht verschwinden zu lassen, sondern es wird gezeigt, dass es auch Wege gibt damit zu leben. Aber all das passiert irgendwie auf eine Weise die unmöglich ist zu beschreiben. Einfühlsam kommt da am nächsten dran.
Der Erzählstil ist jugendlich, jedoch wirkt es nicht aufgesetzt, sondern ziemlich authentisch. Die Geschichte nimmt unerwartete Wendungen und das Ende - ich LIEBE das Ende.
Wer Coming-of-Age liebt sollte es lesen. Unbedingt!
- Eva Völler
Time School - Auf ewig dein
(379)Aktuelle Rezension von: spozal89Ich kannte die Zeitenzauber-Reihe von Eva Völler zuvor noch nicht und hatte hier und da Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Es hat mich Anfangs auch ein wenig an die Rubin-Reihe erinnert. Als ich dann aber weiter gelesen habe, hat es mir immer besser gefallen. Tolle Charaktere, spannende Storygestaltung und wirklich cool, der Mix aus Vergangenheit und Gegenwart. Für Fans von Zeitreisegeschichten genau das Richtige Buch.
- Andreas Gruber
Todesmärchen
(594)Aktuelle Rezension von: zickzackIn Bern wird eine kunstvoll drapierte Leiche gefunden. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez sollen offiziell im Team zusammenarbeiten. Aber der Mörder, der es nicht bei dieser einen Leiche belässt, scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Sein Markenzeichen ist ein eingeritztes, mysteriöses Symbol, dass Sabine auf eine vergangene Mordserie aufmerksam macht.
Währenddessen befindet sich die junge Psychologie Hannah in dem Gefängnis in Steinfels, wo abnormale Verbrecher festgehalten werden. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, aber sie ist nur an einen Verbrecher interessiert – Piet van Loon. Diesen hat Sneijder vor fünf Jahren selbst hinter Gitter gebracht und es war wohl der Fall, der ihm das meiste Kopfzerbrechen gebracht hat.
Sabine Nemez agiert in diesem Band als vollwertige BKA-Kommissarin und das hat mir wesentlich besser gefallen, als im letzten Band. Da war sie noch in der Ausbildung in dieser Akademie. Das ganze Umfeld und wie das mit der Akademie beschrieben wurde, klang vollkommen unrealistisch. In einem Krimi/Thriller erwarte ich einfach, dass es weitestgehend realistisch wirkt. Das hat hier besser geklappt, wobei die Ermittler teils Entscheidungen getroffen haben, wo man einfach sich die Haare raufen muss.
Es dauerte eine Weile, bis man sich so richtig in dem Fall befand. Man hatte im Prinzip drei Erzählstränge. Sabine und Sneijder, die den Fall bearbeiten. Hannah auf Steinfels, die die Gefangenen kennenlernte und die teils sehr fragwürdigen Methoden dort. Und Einblicke in die fünfjährige Vergangenheit, als Sneijder auf der Jagd nach Piet van Loon war.
Gerade die ersten Kapitel fand ich sehr amüsant. Allein die Szene, als Sabine von BKA-Präsidenten Dietrich Hess erfahren hat, dass sie ab sofort mit Sneijder ein Team bildet. Für sie war das sicherlich alles andere als witzig, aber für mich als Leser schon. Auch die Szene, wie sich Hannah mit Gefängnisstellvertreterin Kempen rumgeärgert hat, war sehr unterhaltsam.
Später gab es dann nur noch kurz solche Szenen, besonders wenn Sneijder in seine grantige Art wechselte. Eine ist mir im Kopf geblieben. Kein Zitat, sondern als Gedächtnisprotokoll zu verstehen – Sneijder zu einer Stewardess, als er seinen Tomatensaft nicht so bekommen hat, wie er ihn sich vorgestellt hat: „Wissen Sie warum Gott Ihnen zwei Ohren und einen Mund gegeben hat? Damit sie doppelt so gut zuhören können und einmal so wenig reden […].“ Ich musste so lachen, als Sneijder die arme Stewardess so zusammengefaltet hat.
Ansonsten sind Sabine und Maarten von einem Tatort zum nächsten gehetzt, durch gesamt Deutschland, Niederlande, Österreich und die Schweiz (wo es ja angefangen hat). Es waren grausame Orte und dennoch kam Sabine relativ schnell eine Idee, was diese darstellen konnten. Das war schon erstaunlich. Maarten wollten sie natürlich erst einmal abweisen, nach dem Motto, was kann denn so eine junge Kommissarin schon wissen, obwohl er es dort selbst hätte besser wissen müssen.
Rasant und brutal war der Krimi, besonders als man dann in den Fall eingezogen wurde. Auch die Perspektive von Hannah, wo man sich psychologisch mit den Verbrechern auseinandergesetzt hat, war sehr interessant.
Wie schon in den Vorgängerbänden fand ich Maarten sehr anstrengend, während Sabine wiederum sehr sympathisch wirkt. Was mich nur wieder gestört hat, sind die Alleingänge und da haben sich dieses Mal beide nichts genommen. Es wurde hier eine persönliche Sache und dadurch hat man sich wohl auch stark von den Gefühlen leiten lassen, aber wenn man das so stark zulässt, dann muss man sich irgendwann eingestehen, dass es vielleicht nicht der richtige Job ist.
Durch Sneijders Art wurde es stellenweise zwar ziemlich witzig, aber es war auch immer wieder unnötig. Sabine weiß zum Glück inzwischen wie sie damit umgehen muss, wann es wichtig ist, ihm die Stirn zu bieten und wann man ihm einfach machen lässt.
Das Ende, was ich bei einigen Rezensenten als so überraschend gelesen habe, empfand ich jetzt nicht so. Es gab schon ein paar Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen, aber gerade das Ende... man kennt ja nun Sneijder durch diesen und die zwei Vorgänger. Da hat mich seine Reaktion nicht so überrascht.
Mich überrascht es viel mehr, dass es mit der Reihe weitergeht.
Fazit: Der Band hat mir sehr viel besser gefallen, als der Vorgänger. Einerseits weil er emotionaler und persönlicher war, weil er glaubwürdiger war und Sabine und Sneijder hier wirklich gut als Team zusammengearbeitet haben. Okay, gut ist relativ. Maarten als Partner ist eine schwierige Aufgabe, aber insgesamt hat es einfach gut zusammengepasst. Zudem war es unterhaltsam. Doch der ziemlich lange Einstieg, bis es richtig losging und die Alleingänge haben mir weniger gefallen. Bei dem Ende hätte man denken können, dass die Reihe zu Ende ist. 4 Sterne von mir.
- William Shakespeare
Romeo und Julia
(1.398)Aktuelle Rezension von: bookswithjackiDie Feindschaft zweier Familien kostet ein junges Paar das Leben. Jeder kennt die Geschichte von Romeo und Julia, und ich verstehe die bis heute anhaltende Bedeutung. Natürlich ist es kitschig, natürlich ist es übertrieben - aber es ist nun mal auch ein Drama. Mir hat es gefallen und mit Sicherheit gibt es viele Möglichkeiten zur Deutung und Interpretation.
- Joachim Meyerhoff
Man kann auch in die Höhe fallen
(80)Aktuelle Rezension von: MorireadInsgesamt fand ich das Buch kurzweilig und aufgrund der vielen witzig geschilderten Situationen (Anekdoten) sehr angenehm zu lesen.
Was die Lektüre besonders angenehm macht, ist die Art, wie selbst die peinlichsten Momente sprachlich so gefasst werden, dass sie beim Lesen ausschließlich Sympathie und Mitgefühl hervorrufen. Man sieht förmlich diesen großen, aufgeregten Mann vor sich, überwältigt von sich überschlagenden Emotionen, und fühlt sich dabei bestens unterhalten.
Lediglich die stets und ausschließlich als überaus großartig dargestellte Mutter empfand ich auf Dauer als etwas anstrengend.
- JP Delaney
The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
(386)Aktuelle Rezension von: Gin_ahab das buch im urlaub gelesen und es war schon fesselnd und eine interessante idee. auch die abwechslung zwischen der vorherigen und der jetzigen frau und auch, dass beide charaktere eine gewisse tiefe besitzen. jedoch war es teilweise ein wenig zu lang, und ohne die gänsefüßchen bei den rückblicken war mein lesefluss ein wenig unterbrochen.
die idee, eines hauses mit system, minimalismus und alles war jedoch interessant und ich denk auch nach dem beenden das buches teilweise darüber nach- natürlichen nur bis zu einem gewissen grad, aber was brauchen wir eigentlich wirklich? was ist unverzichtbar?
naja, ob ich das buch empfehlen würde, weiß ich dennoch nicht. Da gibt es doch spannendere Bücher, mit einem angenehmeren Lesefluss und Schreibstil. Schlecht war es jedoch auch nicht, deshalb 3 Sterne.
- William Shakespeare
Hamlet
(617)Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkondDie Geschichte rund um den dänischen Königssohn, der auf der Suche nach Rache von der eigenen seelischen Unruhe umgetrieben wird, ist wohl jedem ein Begriff. Shakespeares Dramen haben mir bisher immer recht gut gefallen, und so war ich neugierig, mehr über den weltberühmten Hamlet zu erfahren.
Der Start in die geschichte gelang auch relativ reibungslos, wir sind im ersten Akt und wir bekommen sogleich die Grundlage für eine spannende Geschichte geboten. Schnell musste ich aber merken, dass sich die Geschichte immer mehr in ewigen Monologen Hamlets verliert, die zwar durchaus dessen Seelenqualen und Zweifel darstellen sollen, dennoch wird sehr viel Tempo dadurch herausgenommen. Auch wird sehr viel Potential damit verschwendet, dass Leute mit ihren Handlungen durch die Handlung schweben, ohne von tieferer Relevanz für Hamlets Charakterentiwcklung oder die gesamte Geschichte zu sein. Ein Beispiel dafür ist wohl Fortinbras, der Prinz von Norwegen, der so random in der Geschichte aufgetaucht war, dass ich ihn am Ende des Stückes, als er wieder vorbeischaute, schon wieder komplett vergessen hatte und neu kontextualisieren musste.
Schlussendlich kann Hamlet nicht mit Macbeth oder Othello mithalten, was Strukturiertheit, Spannung und Plot anbelangt. Schade, doch Shakespeare hat noch genug andere Werke, an denen ich mich erfreuen kann.
- Friedrich Schiller
Wilhelm Tell
(505)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang des Buches den Sinn nicht ganz erfasst habe. Es war mir erst bei Wilhelm Tells Apfel-Schuss wirklich klar, um was es bei diesem Werk wirklich ging. Danach hat das Werk auch direkt mein Interesse geweckt. Der Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit wird spannend und facettenreich dargestellt. Auch die Kampfszenen laden zum Mitfiebern ein.
Allerdings hätte an manchen Stellen die Sprache ein bisschen einfacher sein können, damit der Kontext schneller greifbar geworden wäre.
- Joël Dicker
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
(346)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannIm Allgemeinen lese ich immer mehrere Bücher parallel. Zum ersten Mal hatte ich keine Chance dazu. Insofern ist es empfehlenswert, die Lektüre dieses Buches auf ein Wochenende zu legen, ein möglichst störungsfreies dazu.
Nachdem Joel Dicker mit seinem Erstlingswerk „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ eine Steilvorlag im Bereich der Spannungsliteratur gelungen war, dann mit seinem zweiten Roman, „Die Geschichte der Baltimores“, etwas nachgelassen hatte, ist er jetzt wieder zurück: ein fulminantes, ein großartiges Werk für Freunde guter Kriminalliteratur.
Das Buch hat nicht nur die Qualität eine Pageturners, es empfiehlt sich nachgerade, diesem Sog nachzugeben, denn die hier miteinander verquickten Handlungsstränge (Aktuell und zwanzig Jahre zuvor) erfordern das ganze Hirn. Aber keine Sorge, durch die geschickte Erzählweise wird man immer wieder „in die Spur gebracht“, sodass sich quasi zwangsläufig dieser Lesefluss ergibt, die einen guten Roman auszeichnen.
Kurz: Es ist ein Genuss, sich diesem Buch zu überlassen.
(7.4.2019)























