Bücher mit dem Tag "theaterstück"
83 Bücher
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)
(2.097)Aktuelle Rezension von: walli007Harry Potter kann es kaum glauben, jetzt ist er schon 37 Jahre und sein zweiter Sohn Albus kommt endlich nach Hogwarts. Albus jedoch ist nicht so begeistert, auf die Schule zu kommen. Und dann kommt er auch noch zum Haus Slytherin. Wenigstens einen Freund findet er in Scorpius Malfoy. Die Jahre gehen ins Land und das Verhältnis zwischen Harry und Albus bessert sich nicht und auch sein Stand in Hogwarts hat noch Luft nach oben. Da erhält Harry Potter eine besorgniserregende Nachricht. Er muss das sofort mit Hermine besprechen, die ihre Stellung als Zauberministerin bestens ausfüllt.
Im achten Band aus dem Harry Potter Universum kann man den großen Zauberer nochmal neu kennenlernen. Er ist erwachsen geworden, verheiratet mit Ginny, Familienvater. Trotzdem ist er noch Harry Potter, ein Teamplayer, manchmal sogar etwas unsicher. Gerade mit seinem Sohn Albus hat er Probleme. Der Junge sollte sich doch auf seine Zeit in Hogwarts freuen. Und dann landet er ausgerechnet in Haus Slytherin gemeinsam mit Scorpius Malfoy. Harry macht sich Sorgen und kann sich seinem Sohn doch nicht öffnen. Was für ein Abenteuer Albus und Scorpius im vierten Jahr zu bestehen haben, ist schon sehr aufwühlend.
Gerne wollte man mehr von Harry Potter erfahren, aber wie soll das gehen, wenn die Schule abgeschlossen und die große Schlacht geschlagen ist. Mit dieser zeitlichen Lücke von fast zwanzig Jahren in Harrys Leben war wohl nicht zu rechnen. Dennoch fügt sich dieser Band, der einen Theatertext darstellt, sehr gut in die Reihe ein. Denn es gibt noch was zu erzählen. Harry ist wahrscheinlich genauso älter geworden wie seine Fans. Dazu die Vater-Sohn-Problematik, in die sich einige Leser sicher gut einfühlen können. Auch wie Albus auf eine Art durch seine Freundschaft mit Scorpius wächst und auch zu seinem Freund steht, gibt ein sehr schönes Beispiel, was Freundschaft bewirken kann. Durch die Darstellung als Theaterstück, das auch tatsächlich in Hamburg noch gespielt wird, wirkt der Text sehr lebendig und man bleibt immer gefesselt.
- Benjamin von Stuckrad-Barre
Panikherz
(129)Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider
Benjamin von Stuckrad Barre wächst etwas abgeschirmt auf, denn seine Eltern sind typische Ökos und sein Vater Pastor. Als er von seinem Bruder abgelegte Klamotten bekommt und im örtlichen Musikladen Schallplatten entdeckt, ist er plötzlich in einer anderen Welt. Udo Lindenberg wird sein Held, sein Idol und als er heran wächst und anfängt zu arbeiten, schreibt er über Udo und er vernichtet ihn in seinen Kritiken. Sein Held fällt und Benjamin irgendwie auch. Sein Leben ist unstet und wie eine Achterbahnfahrt und er nimmt Drogen, experimentiert mit vielen Stoffen und entwickelt eine Essstörung. Aber er hat auch Höhepunkte und darf Udo treffen und lernt ihn kennen, findet in ihm einen Freund. In den USA trifft er auf einen Held der Buchbranche, Bret Easton Ellis und verbringt berauschte Nächte mit ihm und kommt doch auch wieder runter. Ein Buch mit Udo Lindeberg, über Udo Lindenberg und ein Buch von und über Benjamin von Stuckrad Barre. Er nimmt uns mit auf seinem wilden Ritt durch seine Kindheit und Jugend und sein aufregendes Erwachsenenleben und wir dürfen Backstage sein und viele Prominente treffen. Raschzustände, Sex, Angst, Neuanfang, Absturz, alles ist dabei und am Ende immer ein Udo Song.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter and the Cursed Child
(820)Aktuelle Rezension von: Anja_WeinholdDas Skript setzt genau dort an, wo der Epilog von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" aufhört. Harry und Co. schaffen ihre Kinder zum Hogwarts Express. Für Albus Severus Potter ist es sein erstes Jahr. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit kommt der jedoch nach Slytherin und freundet sich mit Scorpius Malfoy, dem Sohn von Harry einstigen Erzrevalen Draco an. Die Jahre vergehen und während Albus von Gryffindors und Slytherins gleichermaßen gehänselt wird, weil er so gar nicht nach seinem Vater kommt halten sich hartnäckig Gerüchte Scorpius sei in Wirklichkeit das Kind von Lord Voldemort, die ihm das Leben zur Hölle machen. Die Jahre vergehen und beide Jungs entfremden sich immer mehr von ihren Vätern. In Albus und Scopius dritten leidgeplagten Jahr in Hogwarts sorgen die familiären Zwiste schließlich dafür, dass die beiden Jungs auf die wahnwitzige Idee einer Zeitreise kommen. Und es geht schief, was nur schief gehen kann.
Als Doctor Who Folge wäre das Theaterstück vermutlich ein großer Spaß, als ernsthafter Beitrag zum HP-Universum ist das jedoch so trashig und fanfictinös, dass es so manchen Fan wohl eher zum weinen bringt. Was schade ist, denn es hat einige interessante Ansätze wie die paralell laufenden Vater-Sohn-Beziehungen von Harry und Draco, die beide Elternteile beinahe maximal verpfuschen, weil sie ihre Kindern gern zu etwas machen würden, was sie nicht sind. Das Skript hat seine größten Momente in diesen charakterstarken Augenblicken. Das große Problem ist die ganze Zeitreise-Story drumherum, die man einfach nur als absolut hirnrissig beschreiben kann. Hier macht absolut nichts Sinn und die Auflösung der vielen Zeitreise-Paradoxas ist einfach nur maximal bekloppt (Delphi!) und zu großen Teilen komplett Out of Character. Das ist schade, denn als Charakterdrama über das Erwachsenwerden hätte das richtig toll sein können. Selbst für so einen Band-7-Epilog-Verächter wie mich, der bei den Kevinismus-Namen selbst 15 Jahre nach erscheinen des letzten HP-Bands immer noch lachen muss.
So bin ich hin und hergerissen zwischen den Figuren mit all ihrem Potential und der komplett bescheuerten Hauptsstory, die ich nicht eine Sekunde ernst nehmen konnte. Unterschwellig habe ich immer darauf gewartet, dass endlich mal die blaue Telefonzelle erscheint. Dieses Zeitreisechaos kann einzig der Doctor noch vernünftig erklären. Muss ich also doch noch mein Harry-Potter-Doctor-Who-Crossover schreiben. Alles andere wäre unlogisch. - Leisa Rayven
Bad Romeo - Wohin du auch gehst
(720)Aktuelle Rezension von: martina400„Wenn er mich dieses Mal wieder enttäuscht, wird nichts mehr von mir übrig bleiben.“ S. 487
Inhalt:
Ethan und Cassandra lernen sich bei der Aufnahme in einer Schauspielschule kennen. Sofort ist da etwas zwischen ihnen, das sie anzieht und aber gleichzeitig auch voneinander abstößt. Doch die Proben zu Romeo und Julia zeigen eindeutig, dass sie einander brauchen und perfekt füreinander sind. Noch Jahre später ist ihre Beziehung wie Feuer und Eis. Immer wieder werden sie für die Rollen eines Liebespaares gecastet und liefern beeindruckend ab.
Cover:
Das Cover meiner Ausgabe ist golden und sticht somit gleich ins Aug. Durch das Herz erkennt man gleich, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt.
Meine persönliche Meinung:
Man kommt sofort in die Geschichte hinein und ist mit allen schnell vertraut. Die Geschichte aus der Vergangenheit und die jetzige bieten eine gute Abwechslung. Bei beiden Geschichten möchte man wissen wie es weiter geht und wie die beiden zueinander finden. Was damals vorgefallen ist, erfährt man bis zur letzten Seite eigentlich nicht ganz genau, was ein wenig schade ist. Aber generell unterhält einem die Geschichte gut. Cassandra ist für ihre jugendliche Unerfahrenheit sehr offensiv und hat in sexuellen Dingen keine Scheu. Das wirkt fast ein wenig zu gekünstelt, aber irgendwie passt es auch zu ihr. Dem Titel nach scheint das Buch ein bisschen mehr romantische Erwartungen zu erwecken. Da bleibt es ein bisschen oberflächlich. Alles in allem hat es mir gut gefallen und ich werde auch den 2. Band bald lesen.
Fazit:
Ein feuriger Roman, bei dem es viel um die körperliche Zuneigung geht und wie sich die beiden Protagonisten immer wieder verlieren und zueinander zurück finden. - Friedrich Dürrenmatt
Der Besuch der alten Dame
(1.895)Aktuelle Rezension von: Frau_Stern_liestZusammenfassung:
Die Milliardärin Claire Zachanassian besucht nach über 40 Jahren ihren Heimatort Güllen. Dort sind alle aus dem Häuschen und versprechen sich eine Finanzspritze von diesem Besuch. Die bietet Claire auch an, stellt aber eine Bedingung, die alle schockiert.
Persönliche Meinung:
Als einer unserer Praktikanten vor ein paar Wochen meinte, dass "Der Besuch der alten Dame" das Schlimmste sei, was man Schülern jemals zu lesen gegeben habe, fiel mir ein, dass das Stück auch bei mir im Regal steht.
Allerdings konnte ich mich nicht mehr erinnern, ob ich es überhaupt je gelesen hatte.
Offenbar nicht, denn diese Geschichte wäre mir ganz sicher im Gedächtnis geblieben.
Zu Beginn habe ich mich köstlich über das Gebaren der Güllener „High Society“ und Claires Auftreten amüsiert. Alles fühlte sich harmlos und sicher an – bis Dürrenmatt die moralische Falle zuschnappen lässt. Die anschließende Entwicklung lässt einen schlucken und ist beklemmend.
Auch wenn die meisten von euch das Werk vermutlich schon kennen, möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur so viel: Es lohnt sich absolut, (noch einmal) einen Blick hineinzuwerfen und ist überhaupt nicht so schlimm, wie angekündigt 😅.
- Friedrich Schiller
Die Räuber
(677)Aktuelle Rezension von: Sandra197513. Januar 1782.
An diesem Tag wurde Schillers "Räuber" uraufgeführt.
Das zunächst als Lesedrama konzipierte Bühnenstück handelt von der Intrige des Franz gegen seinen Bruder Karl, um die Alleinherrschaft über die Güter der Adelsfamilie zu erhalten.
"Mein Geist dürstet nach Taten, mein Atem nach Freiheit", spricht Karl, nachdem der Vater den Verleumdungen des Franz auf den Leim gegangen war. Aus Rache schliesst er sich der Räuberbande an.
Wenngleich Schiller das Stück ursprünglich als „Der verlorene Sohn, oder die umgeschmolzenen Räuber“ betitelte und mit dem Untertitel "Ein Trauerspiel" versah, ist die Handlung doch klar an die biblische Intrige zwischen Jakob und Esau angelehnt. Man erinnert sich: Die von Jakob und der Mutter eingefädelte Intrige bringen Esau dazu, sein Erstgeburtsrecht gegen einen Teller Linsensuppe einzutauschen.
Interessant auch, wie Schiller hier das Motiv des edlen Wilden mit hineinwebt. Die ungehobelten Räuber gehen als Edle aus der Handlung hervor, dabei die gut betuchten Grossherren entthronend. Innerhalb der damaligen Feudalgesellschaft sorgte das Stück für einen Skandal.
Schiller wurde förmlich ausgebuht, man fiel in Ohnmacht, konnte die Kritik nicht aushalten.
Und gleichzeitig traf der Meister einen Nerv. Der Aufruhr gegen die feudalen Strukturen erreichte ihren Höhepunkt, Schiller wurde praktisch über Nacht berühmt.
"Mein Geist dürstet nach Taten, mein Atem nach Freiheit." Was für ein gewaltiger Satz.
Was für ein gewaltiges Stück.
- Friedrich Dürrenmatt
Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
(3.865)Aktuelle Rezension von: AbitAbot_ButHumanNichts ist wie es scheint, aber der Wahnsinn hat im wahrsten Sinne Methode. Ich kannte das Buch nicht aus der Schule, daher dachte ich, ich sollte es mal lesen.
Die Sprache ist etwas veraltet, es ich ja auch eher ein Bühnenstück. Ansonsten dachte ich immer nur - Freida hat sich reichlich an den Physikern bedient.
Allerdings: Bei Freida ist es das tragende Element, bei Dürrenmatt ein Mittel zum Zweck: Es geht um Vernatwortung in der Forschung und überhaupt allgmein. Man kann nicht immer vorhersehen, was das eigene gut gemeinte Handeln bewirkt. Es erinnert mich an die Woke-Bewegung, die wahrscheinlich in besten Absichten gehandelt hat, aber lertztendlich Abstumpfung und Überdruss ausserhalb ihrer eigenen Blase bewirkt hat.
Sehr gut gefallen hat mir, dass Dürrenmatt eine Frage gestellt hat, die er aber selber nicht beantworten konnte: Seine zentrale Figuren scheitern und am Ende gewinnt die Figur... na Freida lässt grüßen.Für Freida-Fans, die mal einen kurzen Abstecher in die klassische anspruchvollere(?) Lieteratur machen wollen ist es perfekt.
- Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
(1.367)Aktuelle Rezension von: LuliaDie Geschichte spielt während eines Waffenstillstands im Dritten Kreuzzug in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan kehrt von einer Reise zurück und erfährt, dass seine Adoptivtochter Recha bei einem Brand durch den christlichen Tempelherrn Curd von Stauffen gerettet wurde. Während Nathan dem in Geldnot befindenden muslimischen Herrscher Sultan Saladin auf die Frage nach der einzig wahren Religion mit der Ringparabel antwortet, wird ein Familiengeheimnis enthüllt, das alle Figuren unerwartet miteinander verbindet. Die dialogschwere Handlung ist im Blankvers verfasst, was sowohl den Zugang als auch das Verständnis erschwert.
Bei den Protagonisten steht Nathan im Mittelpunkt der Handlung und wird glaubwürdig und sympathisch dargestellt. Relevante Nebenprotagonisten/Dialogpartner wie Recha, Tempelherr Curd von Stauffen und Sultan Saladin bereichern die Handlung und sind ein essentieller Teil davon.
Wer dialogstarke und tiefgründige Geschichten mit den Themen Ethik, Religion und Philosophie mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist präzise, argumentativ und auf moralische Erkenntnis ausgerichtet.
Minuspunkte: die bereits erwähnte Dialogschwere und der Blankvers erschweren sowohl das Verständnis als auch den Zugang zur Geschichte, was den Lesespaß stark mindert. - Lilly Lucas
New Horizons
(540)Aktuelle Rezension von: Hetzalump✨Nachdem Annie aus dem Koma erwacht war, versucht sie neben der Reha ihr gewohntes Leben wieder aufzunehmen. Die Übungen ihrer Physiotherapie darf sie im Fitnessraum eines Luxushotels durchführen, in dem sie auf Netflix-Star Cole Jakobs trifft.
Ich geben zu, wegen Band drei war ich etwas voreingenommen, was Annie betrifft. Die Ex vom neuen Freund usw. Aber ich wurde sehr positiv überrascht.
Sie hat eine unglaublich warmherzige Persönlichkeit und sieht viele Dinge realistisch. Letzteres macht ihre Figur sehr authentisch. Natürlich bringt auch sie ihre Vergangenheit und Probleme mit und lässt sich zunächst von ihnen beeinflussen.
Am Ende ist sie dann doch bereit ihren eigenen Weg zu gehen. Annies Entwicklung finde ich hier sehr schön.
Wen ich hier unbedingt noch erwähnen möchte, ist Annies Vater. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Ein tolles Gespann, welches über alles Reden kann und sich gleichzeitig seinen Freiraum lässt.
Er ist Annie gegenüber ehrlich und achtet simultan auf seine Selfcare.
Wir treffen erneut auf Cole und ich finde es toll, wie er auf Annie eingeht. Er drängt sie zu Nichts, sondern gibt ihr verschiedene Impulse nachzudenken. Seine Empathie, sein Charme und seine Bodenständigkeit kommen hierbei sehr gut zur Geltung.
Eine schöne Slowburn-Romance, die sich zunächst wie ein Urlaubsflirt anfühlt, ehe es sehr schnell ernst wird.✨
- Emma Scott
Never Doubt
(464)Aktuelle Rezension von: Eliza_KoopmannIn dem Moment in dem ich Never Doubt von Emma Scott beendet hab war mir klar, dass ich zu diesem Buch unbedingt einen Beitrag posten muss.
Doch dann hat es mich doch mehr Überwindung gekostet, als ich gedacht habe, da der Beitrag doch persönlicher gewordenes als beabsichtigt.
Darum gehts: Willow hat eine schlimme Geschichte aus der Vergangenheit, doch sie traut sich nicht mit jemandem darüber zu reden. Sie hat seitdem sozusagen ihre Stimme „verloren". Erst als die zum Theater kommt und den Jungen Issac kennenlernt, lernt sie mithilfe den Worten Shakespeares ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Meine Meinung:
Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie unfassbar gut das Buch war. Der Schreibstil der Autorin war unglaublich aber noch mehr war es die Geschichte und die Nachricht dahinter die mich in ihren Bann gezogen hat. Es geht um Mut und Vertrauen und vor allem darum den Mut aufzubringen seine eigene Geschichte zu erzählen. Ich glaube es geht vielen ähnlich wie Willow. Bei mir ist es ehrlich gesagt nicht anders.
Ich teile nicht die Vergangenheit von Willow worüber ich auch sehr dankbar bin. Und trotzdem verstehe ich das Gefühl von ihr nicht von sich aus sagen zu können was man denkt. Wer mich kennt weiß, sobald ich mich bei jemandem wohlfühle bin ich laut, gut drauf und höre nicht mehr auf zu reden. Doch wer mich kennt weiß auch, dass ich dabei selten über mich selbst rede. Ich erzähle über Bücher, über andere Menschen aber nichts darüber was ich denke, wie es mir geht, oder was ich zusagen hab. Willow spricht ihre Worte durch das Theater aus. Bei mir ist es eher das Schreiben und vielleicht, auch wenn ich es nicht bewusst tue erzählen meine Charaktere mehr meine Geschichte, als ich es selbst zu.
Aber ich denke das ist okay so. Jeder hat etwas zu sagen und jeder wird gehört nur eben auf unterschiedliche Weise. Man muss nur die richtigen Menschen finden, die einem zuhören.
- Leisa Rayven
Bad Romeo - Ich werde immer bei dir sein
(411)Aktuelle Rezension von: LillyWbIch habe das Buch günstig gekauft und deshalb Band 1 gar nicht gelesen. Trotzdem bin ich überraschend gut in die Story reingekommen und hatte nie das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen würden.
Zuerst einmal das Positive: Der Schreibstil war angenehm und super leicht zu lesen. Ich bin wirklich nur so durch die Seiten geflogen. Auch die Geschichte zwischen Cassie und Ethan hat mir lange richtig Spaß gemacht. Die Grundidee des Buches und die Message dahinter fand ich ebenfalls stark: Dass man zuerst an sich selbst arbeiten muss, bevor man wirklich jemand anderen lieben kann und, dass Liebe alleine manchmal eben nicht ausreicht.
ABER: Nach einiger Zeit wurde es mir leider einfach zu anstrengend. Dieses ständige Hin und Her, heiß und kalt, konnte ich irgendwann nicht mehr ernst nehmen. Klar, es ist realistisch und sowas passiert im echten Leben oft, aber hier hatte ich irgendwann das Gefühl, dass sich alles nur noch wiederholt und unnötig in die Länge gezogen wird. Es war ständig dasselbe Drama. Gegen Ende konnte ich mich nicht mal mehr richtig freuen, weil ich innerlich nur dachte: „Here we go again…“
Ruby hingegen mochte ich total gerne. Sie war wenigstens ehrlich und hatte in dem ganzen Chaos noch am meisten Verstand.
Trotz meiner Kritik war es insgesamt ein angenehmes Buch, das sich wirklich gut lesen ließ und mir größtenteils Spaß gemacht hat.
- Nicholas Sparks
Zeit im Wind
(1.094)Aktuelle Rezension von: dasEllie(Eventuell Spoiler!)
Nicholas Sparks ist dafür bekannt, seinen Charakteren eine schwere Vergangenheit aufzubürden oder sie vom glücklichen, trauten Zusammensein in eine schwere Zukunft, mit großen Prüfungen zu führen.
Leider konnte mich das Buch um die Geschichte von Landon und Jamie nicht so sehr fesseln, wie die Verfilmung. Und das will schon etwas heißen.
Plot: Landon gehört zu den Reichen Bürgern von Beaufort, North Carolina. Die Noten ganz passabel, der Beliebtheitsgrad in der kleinen, einzigen High-School der Stadt vergleichsweise hoch. Wie vermutlich jeder 1958, besucht er brav jeden Sonntag den Gottesdienst in der Baptistenkirche, in der Hegbert Sullivan der Pfarrer ist.
Über diesen machen Landon und seine Freunde sich schon seit Kindertagen lustig. Weil er alt ist und wegen seinen ausschweifenden Reden über Unzucht treibende.
Dem gegenüber steht Hegberts Tochter Jamie. Die unbeliebte Jahrgangsbeste, die ständig mit ihrer Bibel herumrennt und komische Klamotten trägt. Sie ist ein sehr zuvorkommender, hilfsbereiter und nicht nachtragender Mensch. Warum sie in der Schule keine Freunde hat, muss auch Landon feststellen, weiß eigentlich keiner.
Der Film ist zwar, im Nachgang betrachtet, nur eine lose Anlehnung an den Roman, allerdings vermittelt er den Inhalt besser, finde ich.
Landons Gedanken und Gefühle, Jamies bezauberndes Wesen und die Art wie Landon mit seinem Lebensumschwung umgeht, wird in den circa anderthalb Stunden besser verdeutlicht als in dem 223-seitigen Roman.
Für mich wirken die Ereignisse etwas zu erzwungen, ohne wirklichen Tiefgang, vorhersehbar und flach. Das Ende hätte es nicht gebraucht, um Landons Charakterentwicklung zu verdeutlichen.
Charaktere: Mit den Charakteren bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Ich fand Landons Werteumschwung zu schnell heruntererzählt und mir fehlte es um ehrlich zu sein auch ein wenig nach Nachvollziehbarkeit.
Jamie war durchgehend zu lieb und für mein Empfinden auch ein wenig zu Gottfixiert. In meinem Kopf war sie über alles Seiten hinweg entweder high oder auf Medikamenten, die einem alles egal werden lassen.
Hegbert Sullivan, obwohl er mehr ein Nebencharakter war, hat mir gut gefallen. Mit ihm hatte ich am Ende auch am meisten Mitleid. Man könnte fast meinen, er wäre wirklich permanent vom Pech verfolgt.
Setting: Der Roman spielt 1958 in einer Kleinstadt in North Carolina, die irgendwo zwischen Meer und einem großen Fluss liegt. Mal bekam ich beim Lesen den Eindruck, dass sie so klein ist, dass jeder jeden kennt. Mal erschien sie mir doch wieder so groß, dass das eben nicht der Fall war.
Einen Bezug zu den späten Fünfzigern bekommt man leider auch nicht. Außer, dass sich die Freizeitgestaltung der jugendlichen etwas eintönig gestaltet. Die Jahresangabe hätte man aber auch getrost weglassen können. Sie hat der Geschichte nichts Außergewöhnliches verliehen.
Ansonsten ist der Autor, meiner Meinung nach, sehr sparsam damit umgegangen, der Welt Leben einzuhauchen.
Schreibstil: Aufgrund des Alters der Hauptcharaktere und der Thematik der ersten Liebe, würde ich den Roman eher dem Jugendbuchgenre zuordnen. Dafür war der Schreibstil gut. Keine komplizierten Wörter oder Schachtelsätze.
Für alles andere war er mir persönlich leider etwas zu detailarm und holprig. Die Sprünge, die man teilweise zwischen den Absätzen gemacht hat, haben für mich an der ein oder anderen Stelle den Lesefluss etwas zerstört.
Spaßfaktor: Das Buch habe ich in vier Tagen gelesen. Aber eher, um es schnell fertigzukriegen, nicht weil ich wirklich Spaß daran hatte.
Fazit: Den Film habe ich bereits ein paar Mal gesehen und werde ihn mir definitiv auch noch ein paarmal ansehen. Das Buch werde ich wohl kein zweites Mal in die Hand nehmen. Es war was Nettes für zwischendurch, aber nicht mehr oder weniger.
Wertung: ❁❁❁ von ❁❁❁❁❁
Start: 1. März 2024 | Ende: 4.März 2024
- Erich Kästner
Das fliegende Klassenzimmer
(480)Aktuelle Rezension von: helenpreidt_Erich Kästners "Das fliegende Klassenzimmer" ist ein zeitloser Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, der weit über eine einfache Schulgeschichte hinausgeht. Im Mittelpunkt des Romans steht die persönliche Reifung der Charaktere, die Kästner mit großer Wärme, Humor und psychologischer Feinfühligkeit darstellt.
Die Schüler des Internats erleben Konflikte, Freundschaft, Loyalität und Mut – Situationen, die sie zwingen, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen. Besonders eindrucksvoll ist, wie sich die Jungen im Laufe der Handlung von impulsiven Kindern zu nachdenklicheren, empathischen Persönlichkeiten entwickeln. Fehler werden nicht verurteilt, sondern als notwendige Schritte auf dem Weg zum Erwachsenwerden gezeigt.
Auch die erwachsenen Figuren tragen zur Reifung der Kinder bei, indem sie Verständnis, Menschlichkeit und Vorbildfunktion verkörpern. Kästner vermittelt damit die wichtige Botschaft, dass Erwachsenwerden nicht durch Strenge, sondern durch Vertrauen, Mitgefühl und Selbstreflexion entsteht.
"Das fliegende Klassenzimmer" überzeugt durch seine Sprache, seine tiefgründigen Figuren und seine klare moralische Haltung. Ein berührendes Buch, das junge wie erwachsene Leserinnen und Leser gleichermaßen anspricht und verdientermaßen fünf Sterne erhält.
- Ferdinand von von Schirach
Terror
(218)Aktuelle Rezension von: BobicatEine Theaterbühne. Ein Gerichtssaal. Anwesend auf der Bühne sind der vorsitzende Richter, der Angeklagte, die Staatsanwältin, der Verteidiger, ein Zeuge und eine Nebenklägerin.
Der Vorwurf: Der Angeklagte, Bundeswehrpilot Lars Koch, hat eine Passagiermaschine der Lufthansa auf den Weg von Berlin nach München abgeschossen. 164 Tote. Die Maschine wurde entführt und der Attentäter drohte damit, in die vollbesetzte Allianz-Arena zu fliegen. Lars Koch hatte die Order, die Maschine nicht abzuschießen. Nun gilt es, die Schuld oder Unschuld des Angeklagten zu erörtern.
Ferdinand von Schirach begibt sich mit „Terror“ auf gewohntes Terrain. Seine Vergangenheit als Strafverteidiger lässt ihn immer wieder in den Gerichtssaal zurückkehren, sei es im „Der Fall Collini“ oder nun in einem fiktiven Gerichts-/Theaterdrama.
Die Frage nach dem „Was hättest Du getan?“ ist ein roter Faden in seinem Werk. Die Lesenden sollen sich aktiv mit der Geschichte auseinandersetzen. Man ist nicht einfach nur Beobachter, sondern ein weiterer, unbenannter, stiller Protagonist. Die innere Unbequemlichkeit wird zu einem essenziellen Begleiter. Hätte man das Flugzeug in dieser Situation auch abgeschossen? Dass es hier moralisch betrachtet kein Richtig oder Falsch gibt, setzt von Schirach durch die beiden alternativen Enden mit „Verurteilung“ und „Freispruch“ um. Wobei man merkt, dass er ein Mann des Rechts ist, denn die Verurteilung wirkt schlüssiger und nachvollziehbarer. Was verständlich ist, denn der Pilot hat wissentlich gegen geltende Gesetze und Befehle verstoßen. Beim Freispruch werden die Argumentationen schwammiger, da man sich nur auf menschliche Emotionen und die daraus resultierenden Entscheidungen stützen kann. Und die haben wenig Platz bei einer Gerichtsverhandlung.
Somit kann man Terror auch als leise Kritik an unserem Rechtssystem verstehen. Gesetze müssen die Menschen, die sie betreffen, in irgendeiner Form schützen. Tun sie das hier? Die Menschen im Stadion? Im Flugzeug? Wie viele kann ich opfern? Darauf gibt es keine Antwort. Der Autor macht uns bewusst, dass wir alle die Summe unserer Entscheidungen sind. Es gibt keine allumfassende Gerechtigkeit, egal, wie wir uns entscheiden. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob die Passagiere aktiv einen Einfluss auf ihr Schicksal hätten nehmen können. Weder konnte der Pilot dies wissen, noch hätte er sich sicher sein können, dass die Menschen an Bord den Attentäter überwältigen hätten können. Wer sich aber offensichtlich ziemlich sicher war, ist sein Vorgesetzter, der damit gerechnet hat, dass sich sein Untergebener den Anweisungen widersetzen wird. Diese Verschlagenheit, das sind menschliche Abgründe, die sprachlos machen.
Am Ende bleiben die Lesenden etwas ratlos zurück. Wer möchte in dieser Situation schon gerne Gott spielen? Sicherlich die Wenigsten. Aber der Pilot, Lars Koch, hat sich diesen Beruf ausgesucht und gewusst, dass er in diese Situation kommen könnte. Ich finde, er hat falsch gehandelt. Als Soldat hat er sich an Befehle zu halten. Das ist seine Aufgabe. Seine Verpflichtung. Wenn auch nicht seine Moral.
- William Shakespeare
Macbeth
(185)Aktuelle Rezension von: LuliaDie Geschichte beginnt mit einer Prophezeiung dreier Hexen: Macbeth wird König von Schottland. Getrieben von dieser Vision und angestachelt durch seine ehrgeizige Ehefrau ermordet er den rechtmäßigen König Duncan und seine Herrschaft wird von Paranoia, Blutvergießen und wachsendem Wahnsinn begleitet, was in einer Tragödie endet. Die dialogstarke Handlung besticht durch ihre hohe atmosphärische Dichte.
Bei den Protagonisten steht Macbeth im Mittelpunkt der Handlung, wird sehr glaubwürdig dargestellt und durchlebt während der Geschichte eine fesselnde Entwicklung. Relevante Nebenprotagonisten wie Lady Macbeth oder die drei Hexen treiben die Handlung wesentlich voran und verleihen der Geschichte ein tolles Facettenreichtum.
Wer düstere und psychologisch intensive Tragödien über Macht, Moral und menschliche Abgründe mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist poetisch und voller Metaphern.
Einziger Minuspunkt: Der erwähnte Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und erfordert etwas Geduld.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Margaret Atwood
Hexensaat
(72)Aktuelle Rezension von: LuiseLotteDas Hogarth Shakespeare Projekt wurde im Jahr 2016 anlässlich des 400. Todestages des großen Dichters ins Leben gerufen und gibt namhaften Autoren die Möglichkeit, unterschiedliche Shakespeare-Stücke, die jeder frei ist zu wählen, neu zu interpretieren. Die kanadische Autorin Margaret Atwood, der man schon lange den Nobelpreis für Literatur wünscht, nimmt sich des Alterswerks des Barden, "Der Sturm", an und bringt es dem Leser von heute auf ihre einzigartige, unnachahmliche, von hoher schriftstellerischer Qualität geprägten Art nahe.Der Leser begegnet Felix, einem ebenso leidenschaftlichen und begnadeten wie exzentrischen Theaterregisseur, der kurz vor der Aufführung des Stückes "Der Sturm" steht. Fulminant soll es werden, unvergesslich, etwas Nie-Dagewesenes, mit dem er seinen Ruhm festigen und sich für die Nachwelt ins Buch der größten Theatermacher einschreiben möchte. Doch es kommt nicht dazu! Felix fällt einer Intrige zum Opfer, verliert seinen Posten beim örtlichen Festival und geht, wie weiland Shakespeares Held Prospero, geschlagen und ohne Hoffnung, in die Verbannung. Alleine mit sich und seinen Geistern wartet er, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Worauf? Auf Vergeltung, auf Rache - auch hier bleibt Margaret Atwood auf Prosperos Spuren. Gleichzeitig kämpft Felix aber auch darum, in der selbstgewählten Abgeschiedenheit nicht den Verstand zu verlieren; er folgt einem selbstauferlegten strukturierten Tagesablauf und bleibt seinen Widersachern, die inzwischen dank des Verrats, den sie an ihm verübt hatten, Karriere gemacht haben, die ihm verwehrt wurde, mit Hilfe des Computers, den er sich zugelegt hat, auf den Fersen.Schließlich bekommt er die Möglichkeit, die Stelle des Lehrers im Rahmen des Programms "Bildung durch Literatur" an einer nicht weit entfernten Justizvollzugsanstalt anzutreten. In dieser Funktion tut er das, was er am besten kann: er versucht, den Häftlingen Shakespeare nahezubringen und mit ihnen einige von dessen Stücken einzuüben und schließlich aufzuführen. Sehr zur Begeisterung der Sträflinge, die sich nun zu Schauspielern avanciert sehen! Felix bleibt in Übung, könnte man fast sagen... Und tatsächlich, nach zwölf langen Jahren ergibt sich durch seine Arbeit im Gefängnis - auch hier an Shakespeares Prospero angelehnt - die langersehnte Gelegenheit, seinen Feinden gegenüberzutreten und endlich seine Rache zu vollziehen. Als Mittel zum Zweck dient ihm das Stück, das er als das seine reklamiert, "Der Sturm", den er damals nicht zur Aufführung bringen durfte! Und er selbst ist Prospero, der große Zauberer, der Fadenzieher im Hintergrund. Er wird seinen großen Auftritt haben! Doch wird sein akribisch und mit diebischer Freude ausgeklügelter Plan gelingen?Die Handlung, die Margaret Atwood konzipiert, um ihre eigene Auffassung des Shakespeare-Stückes dem Leser kundzutun, fesselt von Beginn an! Atwood erweist sich einmal mehr als die großartige Erzählerin und Meisterin der Sprache, als die sie bekannt ist und zu Recht gepriesen wird. Ihrem Einfallsreichtum und ihrer Fabulierkunst sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Und obwohl sie ein mehr als vierhundert Jahre altes Stück in die heutige Zeit transportiert, nimmt sie ihm nichts von seinem Zauber, nichts von seiner Faszination und Spannung. Im Gegenteil, möchte man beinahe sagen! Denn es gelingt ihr, den "Sturm" für den Leser von heute an Reiz gewinnen und ihn mit Staunen feststellen zu lassen, wie aktuell das Geschehen um Prospero in seinem Exil auf der Insel, in der vielfach das griechische Korfu vermutet wird, doch noch immer ist.Grandios, wie die Kanadierin uns Shakespeare mittels ihrem Regisseur Felix und seine Schauspielertruppe in der Haftanstalt erklärt! Er gibt ihnen, im Hintergrund lenkend, die Möglichkeit, das Stück auf ihre eigene, erfrischende und immer originelle Art zu verstehen und auf der "Bühne" umzusetzen, wobei sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Ausdrucksformen nutzen, Talente entfalten und so an Selbstvertrauen gewinnen können. Fürwahr - Felix ist ein genialer Pädagoge und genauer Kenner der menschlichen Natur.Selbst standhaft traditionelle Shakespeare-Anhänger und -Kenner mögen das eine oder andere Mal verblüfft sein über die profunden, komplexen Gedanken, die sich die schauspielernden Häftlinge auf ihre unkonventionelle, ab und an sogar etwas naive Herangehensweise über das Stück an sich und seine Charaktere machen. Für diejenigen unter den Lesern, die mit Shakespeare gar nicht oder kaum vertraut sind, mag "Hag-Seed" ( deutscher Titel "Hexensaat" ) ein Interesse an dem Barden aus Stratford-upon-Avon und seinen zeitlosen Stücken voller Tiefe und Weisheit wecken, das sie ihre Scheu vor dem großen Dichter verlieren lässt und ihnen vielleicht sogar Lust darauf macht, das eine oder andere Stück auf ihre Leseliste zu setzen.Eine gute Entscheidung im Vorfeld könnte es sein, den Original-"Sturm" vor der Lektüre des vorliegenden Buches wieder oder zum ersten Mal zu lesen. Margaret Atwoods "Hag-Seed", eine Adaption eben dieses Stückes, kann so, mit dem Original vor seinem geistigen Auge, um einiges besser verstanden und gewürdigt werden. Man findet die wichtigsten Charaktere um Prospero im Roman wieder, ja, man erkennt sie nicht nur sondern sieht sie gleichzeitig aus einem neuen, ungewohnten, höchst originellen Blickwinkel, was das Lesevergnügen steigert.Als lebenslange Anhängerin des Barden empfand ich dennoch, oder gerade deswegen, die Lektüre von Atwoods Roman als enorme Bereicherung - und mehr als einmal wünschte ich mir dabei, dass die Kanadierin sich weiterer Shakespeare-Stücke annehmen möge, um sie für den Leser des 21. Jahrhunderts ebenso gekonnt aufzubereiten, wie sie es so bravourös mit dem "Sturm" getan hat!
- Max Frisch
Andorra
(1.031)Aktuelle Rezension von: PepaleDie Geschichte erzählt von dem imaginären Ort Andorra. Die Menschen, die dort leben, meinen gute Menschen zu sein, „Alle Andorrer sind gute Menschen“. Auch Andri wohnt in diesem Ort, bei seinen Pflegeeltern, dem Lehrer und seiner Frau. Der Lehrer hat ihn als Baby mit in den Ort gebracht und den Bewohnern von Andorra erzählt, er habe ihn aus dem Nachbarort vor den Schwarzen (Die Bösen, die Armee, die Soldaten) gerettet, die Juden umbringen. In Wahrheit handelt es sich dabei um das leibliche Kind des Lehrers und einer Senora aus dem Nachbarort. Andri hat immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen, je älter er wird, desto schlimmer wird es. Bis er dann selber fest daran glaubt, und meint die vorverurteilten Charaktereigenschaften eines Juden an sich festzustellen.
Inzwischen ist er erwachsen, 20 Jahre alt und möchte Tischler werden. Außerdem hat er ein Verhältnis mit Barblin, der Tochter des Lehrers und seiner Frau. Andri hält um die Hand von Barblin an, doch der Lehrer verweigert sie ihm. Deshalb ist Andri am Boden zerstört, denn er kennt die Wahrheit nicht, das Barblin und er Halbgeschwister sind. Er glaubt seine Juden-Herkunft sei der Grund.
Als die Situation sich zuspitzt, und sogar ein Mord im Ort passiert, will der Lehrer Andri unbedingt als seinen Sohn akzeptieren, auch bei den Dorfbewohnern. Er will die Wahrheit erzählen und verbreiten, doch es wird ihm nicht mehr geglaubt. Es ist zu spät …
Andorra ist als Theaterstück in zwölf Bildern geschrieben. Es hat mir gefallen ein Buch als Theaterstück zu lesen. Die Inszenierung konnte ich mir bildhaft vorstellen.
Nur die Zeitsprünge waren etwas irritierend.
Themen wie Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rassenvorurteile, so wie auch Vorurteile im allgemeinen sind hier sehr gut beschrieben. Die Geschichte macht nachdenklich, wie schnell jemand von der Gesellschaft verurteilt wird, wenn er nicht in eine bestimmte Schublade passt, dann muss man eben eine andere Schublade finden …
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich empfehle diese Lektüre gerne weiter.
- Gerhart Hauptmann
Die Ratten
(84)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht die kinderlose und aus einfachen Verhältnissen stammende Jette John, die der verzweifelten Dienstmagd Pauline ihr uneheliches Baby abkauft und sich in ein Netz aus Lügen verstrickt. Parallel entfaltet sich eine satirische Nebenhandlung um den ehemaligen Theaterdirektor Hassenreuter, der über Kunst debattiert während sich im selben Haus Tragödien abspielen, die in einem tragischen Höhepunkt gipfeln. Die sehr dialoglastige Handlung in Form eines Theaterstückes ist sehr atmosphärisch und besticht mit der gekonnten Verknüpfung von Tragik und Satire.
Bei den Protagonisten steht die sehr glaubwürdig dargestellte Jette John im Mittelpunkt der Handlung, die mit einer hohen emotionalen Tiefe überzeugt. Nebenprotagonisten, wie z.B. Pauline, Bruno oder der Direktor bereichern die Handlung und wirken lebendig.
Wer kurze aber sehr dichte Geschichten mit sehr authentischer Milieuzeichnung mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil benötigt aufgrund des starken Berliner Dialektes bzw. des fehlerhaften Deutsch etwas Geduld, was sich aber sehr lohnt, da dies maßgeblich zu Authentizität der Geschichte beiträgt.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen - Frank Wedekind
Frühlings Erwachen
(344)Aktuelle Rezension von: LuliaDen Zentrum der Handlung bilden die Jugendlichen Melchior, Moritz und Wendla, die in einer repressiven und bürgerlichen Gesellschaft an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen. Während die Erwachsenen mit Strenge, Schweigen oder moralischer Überheblichkeit auf ihre Fragen reagieren, bleiben die jungen Menschen allein mit ihren Gefühlen zurück, was schließlich in einer Reihe tragischer Ereignisse mündet. Die zeitlose Handlung mit der bedrückenden Atmosphäre besticht vor allem durch die Ausführungen zur Gefühlswelt der jungen Menschen, was ihr eine hohe psychologische Tiefe verleiht.
Bei den Protagonisten stehen die Jugendlichen klar im Fokus der Handlung und werden realitätsnah und lebendig dargestellt. Insgesamt decken die Charaktere alle wesentlichen Charakteristika Heranwachsender ab, sodass sich der Leser in ihnen sehr gut wiederfinden kann. Relevante Nebenprotagonisten treiben die Handlung voran, wirken insgesamt etwas überzeichnet.
Wer zeitlose Geschichten mit Gesellschaftskritik und psychologischer Tiefe mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist dialoglastig, direkt und voller Metaphern und Symbolik.
Einziger Minuspunkt: Sowohl die düstere Gesamtatmosphäre als auch das bedrückende Ende mindern den Lesespaß. - Forrest Leo
Der Gentleman
(58)Aktuelle Rezension von: HerbstroseLondon, Mitte 19. Jahrhundert. In seinem Haus am vornehmen Pocklington Place lebt der Adlige Lionel Savage in der Überzeugung, er sei ein toller Hecht und ein begnadeter Dichter. Er ist 22 Jahre jung, sieht gut aus, ist sehr kultiviert aber auch sehr faul und lebt gerne über seine Verhältnisse. So muss ihm sein treuer Butler Simmons eines Tages mit Bedauern mitteilen, dass das Geld ausgegangen sei. Nun hat Lionel zwei Möglichkeiten, zu arbeiten oder eine reiche Frau heiraten. Ersteres kommt für den Gentleman ja nicht infrage, also bleibt nur der zweite Weg aus dem Desaster. Eine passende junge Dame aus vermögendem Hause ist bald gefunden, es wird geheiratet und Vivien zieht in das Haus am Pocklington Place ein.
Geld ist zwar nun vorhanden, doch Lionel ist seiner Angetrauten bald überdrüssig. Er empfindet sie als geistlos und nörglerisch, verachtet und hasst sie. Zu allem Übel kommt noch seine Schreibblockade hinzu, er kann nicht mehr dichten und ist verzweifelt. Als einzigen Ausweg sieht er seinen Selbstmord, doch die Umstände, die er seinem treuen Butler dadurch machen würde, halten ihn zunächst davon ab. Während er noch nach einer Lösung sucht, beehrt ihn ein eleganter Gentleman mit seinem Besuch, der sich selbst als Teufel vorstellt. Die beiden unterhalten sich freundschaftlich – und als der Teufel gegangen ist, ist auch plötzlich Vivien verschwunden …
Der US-amerikanische Autor Forrest Leo wurde 1990 in Alaska geboren, wo er auch aufwuchs und mit dem Hundeschlitten zur Schule fuhr. Später machte er einen Bachelor in Schauspiel an der New York University und arbeitete in verschiedenen Berufen. Er war erst 27 Jahre alt, als er sein Debüt „Der Gentleman“ schrieb, das von dem 1973 in Göttingen geborenen Literaturwissenschaftler Cornelius Reiber ins Deutsche übersetzt wurde.
Mit viel Witz und spöttischer Ironie werden wir in die Gepflogenheiten der Londoner Oberschicht im viktorianischen Zeitalter eingeführt – oder was man sich heute darunter vorstellt. Wie am Schluss des Buches zu lesen ist, wurde die Geschichte zunächst als Theaterstück konzipiert, was besonders in der furiosen Schlussszene, in der sämtliche Akteure noch einmal zusammenkommen, zu merken ist. Eine Besonderheit ist auch, dass die Geschichte von Lionel Savage selbst erzählt wird und der Herausgeber des Werkes, Mr Hubert Lancester, ein Verwandter von Savage, in zahlreichen Fußnoten seinen Kommentar dazu abgibt bzw. dessen Aussagen richtigstellt.
Eine Figur nach der anderen betritt die „Bühne“, rasch wechseln die „Kulissen“, es werden allerlei Abenteuer erlebt, Duelle ausgefochten und witzige, schlagfertige Dialoge ausgetauscht. Wir machen die Bekanntschaft mit dem besten Butler Großbritanniens, mit einem Erfinder von Flugmaschinen, mit einem gutaussehenden, kräftig gebauten Abenteurer, mit Lizzie, der quirligen jüngeren Schwester von Lionel, mit Vivien, Lionels schöner und intelligenter Frau – und nicht zuletzt mit dem Teufel, der sich als Buchliebhaber und Literaturkenner entpuppt und Dante Alighieri bei sich zu Hause als Gärtner beschäftigt.
Fazit: Eine intelligente Boulevardkomödie mit viel Witz, selbstverständlich leicht übertrieben, aber immer mit Stil – sehr unterhaltsam und äußerst amüsant.
- Peter Weiss
Die Ermittlung
(43)Aktuelle Rezension von: GrossstadtheldinHandlungsüberblick:
"Die Ermittlung" ist ein dokumentarisches Theaterstück, welchem die Frankfurter Ausschwitz-Prozesse als Vorlage dienten.
Die realen, ungeheuerlichen Geschehnisse aus dem Konzentrationslager finden hier ungeschönt ihren Weg in die Literatur.
entdeckt
...durch das Seminar "Einführung in die Literaturwissenschaft der Nachkriegszeit"
überzeugte
...mich durch die Filmausschnitte, die wir im Seminar gezeigt bekamen
Meine Leseeindrücke:
Manchmal schnürte mir die Lektüre richtiggehend den Hals zu oder brachte mein Herz zum Rasen.
Angst, Abscheu und Scham mischten sich in meiner Gefühlswelt. Trotzdem denke ich, ist es wichtig sich mit diesem Teil unserer Vergangenheit zu beschäftigen und die Erinnerungen daran wach zu halten, damit sowas nicht nochmal geschieht!
Das Theaterstück ist sehr wortgewaltig. Es ist in einzelne "Gesänge" unterteilt. Jeder Gesang endet mit einer ironischen Pointe, die den Leser oder Zuschauer zum Nachdenken anregt.
Viele der Schilderungen aus dem Konzentrationslager waren mir trotz einem vorhergehenden Besuch der Ausschwitz-Gedenkstätte unbekannt. Z.B. das Mützen-Schießen, die Phenol-Injektionen oder die Tatsache, dass die Häftlinge nur morgens auf die Toilette gehen durften.
Textauszug:
Zeuge 3:
In der Latrine standen lange Betonbecken
darauf lagen Bretter mit runden Öffnungen
200 Personen konnten auf einmal Platz nehmen
das Latrinenkommando paßte auf
daß niemand zu lange saß
Die Leute des Kommandos schlugen
mit Stöcken zwischen die Häftlinge
um sie wegzujagen
Bei manchen ging es aber nicht so schnell
und vor Anstrengung trat ihnen der Mastdarm
ein Stück hervor
- Martin Schörle
»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«
(314)Aktuelle Rezension von: ReadingWitchRezension „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamtes“ und „Einladung zum Klassentreffen“
Heute rezensiere ich mal keinen Roman, sondern ein Theaterstück – genaugenommen sind es zwei Theaterstücke in einem Band von Martin Schörle. Das Erste nennt sich „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ und handelt von ebendiesem Beamten namens Hans Fredenbek, der eine satirische Überzeichnung seiner Selbst ist. Das Zweite Stück heißt „Einladung zum Klassentreffen“ und handelt, wie der Name schon sagt, von einem bevorstehenden 20-jährigen Klassentreffen.
Das erste Stück ist ein Monolog des Protagonisten, der in seiner Welt aus Aktenzeichen und Verwaltungsvorschriften gefangen zu sein scheint. Er ist ein Vollblutbeamter, welcher das Leben außerhalb des Büros vollkommen ausblendet und damit seine Liebe zum Beruf demonstriert. Es ist ein kurzes Stück und als Leser fällt es einem sofort auf, dass der Autor jedes Wort und jeden Satz sehr genau ausgesucht hat, um das tragisch-komische der Figur Fredenbek zu beschreiben. Es ist keine bloße Darstellung allgemein bekannter Klischees, sondern ein mit viel Sarkasmus gespitztes Werk über das Überleben in einem Verwaltungsbüro.
Dabei spielt der Schreibstill des Autors eine wesentliche Rolle. Er beschreibt in klarer und sauberer Sprache sehr ausführlich die einzelnen Situationen, in den sich Hans Fedenbek wiederfindet. Als Leser kann man sich gut in das Stück hineinversetzen und mit dem armen Fredenbek mit fiebern. Martin Schörle schafft es den Protagonisten gleichzeitig liebenswert und unsympathisch wirken zu lassen. Er bedient sich dabei langer und verschachtelter Sätze, die ich manchmal etwas verworren fand. An solchen Stellen fiel es mir schwer den Gedanken des Autors zu folgen. Das ist auch der einzige Kritikpunkt von meiner Seite. Ich denke, es ist einfacher das Stück komplett zu erfassen, wenn man es auf der Bühne sieht und nicht nur als Gute-Nacht-Lektüre liest.
Das zweite Stück ist ein Telefonat zwischen zwei ehemaligen Klassenkammeraden, die während der Schulzeit ein Paar waren und sich später aus den Augen verloren haben. Das Gespräch der beiden wirkte wie ein Ping-Pong-Spiel auf mich. Es beginnt harmlos mit Small Talk über alte Klassenkammeraden und die Schule. Doch schnell änderte sich der Ton und die beiden reden über tiefgreifende Themen ihres Lebens. Über gescheiterte Beziehungen, unerfüllte Träume und Erwartungen und schließlich über die Liebe.
In dieser Steigerung des Gesprächs steckt die ganze Spannung der Geschichte und ich muss zugeben, dass ich sofort davon gefesselt war. Dieses Theaterstück habe ich in einem Rutsch durchgelesen und habe die ganze Zeit mit den Protagonisten mitgelitten. Martin Schörle hat es hier geschafft große Gefühle und Emotionen in einfachen und packenden Sätzen umzusetzen. Somit hatte diese Geschichte eine ganz wundervolle Dynamik entwickelt, die den Leser dazu treibt immer weiter zu lesen. Der Inhalt ist insgesamt nichts Neues, doch die Umsetzung ist aufregend.
Fazit
Es lohnt sich immer etwas Neues auszuprobieren oder zu lesen. Beide Theaterstücke habe ich gerne gelesen und fühlte mich gut unterhalten. Allerdings muss ich sagen, dass mir das zweite Stück deutlich mehr zusagte, da ich mich mit den Charakteren besser identifizieren konnte und das Thema zugänglicher fand.
https://www.readingwitch.com/post/nichtallt%C3%A4gliches-aus-dem-leben-eines-beamten
- Joël Dicker
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
(42)Aktuelle Rezension von: binesbuecherweltDa das Hörbuch einige Stunden läuft habe ich viele Wochen gebraucht um es zu hören.
Ich finde, durch die ausführliche Ausarbeitung des Falls zieht sich alles sehr in die Länge. Aber andererseits hat es das auch wieder sehr gut gemacht, denn besser kann man so eine Geschichte kaum durchdenken. Und auch die Protagonisten sind absolut realistisch. Das Buch besteht fast durchgehend aus Ermittlungsarbeiten. Außerdem gibt es zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit erfährt man über die Morde am Bürgermeister und seiner Familie, in der Gegenwart geht es zunächst um Stephanie Mailer. Alles hängt miteinander zusammen und wird bis ins kleinste Detail erklärt. Der Leser/Hörer spekuliert zusammen mit den Ermittlern, wer der Mörder sein könnte. Viele Protagonisten werden durch und durch beleuchtet und vieles aus ihrem Leben wird erklärt. Manchmal war das dann doch einfach ein bisschen zu viel. Der Autor versucht natürlich, den Leser durch die vielen Informationen auf die falsche Fährte zu locken, was oft auch gelingt, denn bis zum Ende weiß man nicht, wer der Täter ist. Und das ist eben die andere Seite des Buches, es ist viel zu gut konstruiert um es schlecht zu finden. Aber ein paar Seiten weniger Privatleben der Charaktere hätte dem Buch meiner Meinung nach auch gut getan. Wer ruhige Thriller mit sehr gut ausgearbeiteten Protagonisten mag, der macht mit diesem Buch auf jeden Fall nichts falsch. Für Fans von flotten Thrillern ist das hier aber eher nichts. - Margit Auer
Die Schule der magischen Tiere Neuausgabe 2: Die Schule der magischen Tiere - Voller Löcher!
(108)Aktuelle Rezension von: Jowis_buecherschrankIch habe den zweiten Band
DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE von @auer_margit gelesen,und dieses mal war alles VOLLER LÖCHER! 😉
Was da wohl passiert ist? Auf dem ganzen Schulgelände wurde gegraben,und das ist alles andere als schön. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler doch anderes zu tun als den Täter zu finden. Bald steht doch eine große Theater Aufführung an, denn die Klasse von Miss Cornfield probt gerade fleißig für das Stück Robin Hood.💚
Das Buch war mal wieder richtig schön,und bis auf ein paar Kleinigkeiten war das wirklich eine wundervolle Fortsetzung.👍 Das meiste hat mir echt gefallen,und ich hatte tolle Bilder im Kopf. Ich muss sagen das mir die Reihe schon jetzt sehr ans Herz gewachsen ist, und besonders schön fande ich dieses mal die Botschaften. Es werden so wichtig Themen angesprochen,und besonders für die Zielgruppe ist es echt mutmachend.🍀 Mit den Charakteren kann man sich gut identifizieren,und auch Ida fande ich nun viel sympathischer als noch im ersten Band. Auch war es für mich super schön wie alle Zusammenhalten & es um Freundschaft geht. Man wäre am liebsten selbst auf der Wintersteinschule, und das nicht nur wegen den magischen Tieren. 🥰 Übrigens toll wie sich diese Tiere um ihre Menschlichen Freunde kümmern, und die Kids aus der Geschichte immer wieder von ihnen ermutigt werden. Das konnte mich sehr berühren.💕 Ach so. Wusstet ihr das auch dieses Buch eine Neuausgabe aus dem @carlsen_kinderbuch Verlag ist? Diese Reihe hat jetzt nämlich neue Illustrationen von den FARBFÜCHSEN,und mir persönlich gefallen sie sehr gut.💯 Ich bin schon sehr gespannt auf Band 3, und falls ihr diese Reihe noch nicht kennen solltet, kann ich euch sehr empfehlen es zu ändern. Band zwei war toll, spannend, emotional,und voller Löcher. Ob dieses Problem gelöst werden kann müsst ihr allerdings selber lesen. Auch mit der ein oder anderen Wendung hätte ich nicht gerechnet. Dieser Band bietet euch eine tolle Mischung,und ihr wisst ja, die Magischen Tiere müssen ein Geheimnis bleiben, nur gibt es dieses mal ein klitzekleines Problem. Ida bricht den Schwur & weiht eine Freundin ein. Es wird also spannend.
LG eure Johanna 💚























