Bücher mit dem Tag "therapie"
324 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.757)Aktuelle Rezension von: LenaCAcotar gilt als eines der großen modernen Fantasy-Welten, man kommt quasi nicht dran vorbei.
Wir folgen Feyre in der Ich-Perspektive, wie sie in das Reich der Fae hineingezogen wird. Am Spring Court trifft sie auf Tamlin, den mysteriösen High Fae mit der Maske. Feyre wird tief in Jahrhunderte-alte Machenschaften hineingezogen und muss nicht nur ihre Freunde, sondern auch ihr Herz beschützen.
Mir hat der erste Band sehr gut gefallen. Ich mochte die Welt und die Erzählweise, mochte, dass man selbst nicht so richtig wusste, was eigentlich tatsächlich passiert. Die Hauptcharaktere sind differentiert, viele erfüllen das "morally grey" sehr gut. Die Auflösung am Ende war spannend.
Dennoch fand ich es etwas überzogen, wie Feyre sich für einen Mann ins Unheil stürzt, den sie kaum kennt und der quasi kaum Anhaltspunkte gegeben hat, dass sie unsterblich in ihn verliebt sein müsse. Deswegen fand ich relativ merkwürdig, warum sie sich das alles antut. Recht offensichtlich hingegen fand ich auch, das ein gewisser geheimnisvoller Rhysand noch eine größere Rolle spielen würde und nichts so ist wie es scheint.
Alles in allem, ein sehr gutes Fantasy Buch, das Lust auf die nächsten Bände macht.
- Stefanie Stahl
Das Kind in dir muss Heimat finden
(280)Aktuelle Rezension von: julia-elysiaVor über einem Jahr habe ich das Buch "Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen" von Stephanie Stahl gelesen und fand es sehr, sehr gut und hilfreich. "Das Kind in dir muss Heimat finden" ist eines von ihren bekanntesten Büchern, weswegen ich es ebenfalls lesen wollte, allerdings konnte es mich überhaupt nicht überzeugen. Zwischenzeitlich lag es auch mehrere Monate unberührt herum, weil ich mich kaum dazu durchringen konnte, weiterzulesen, und jetzt, wo ich es weitergelesen habe, hatte ich ebenfalls starke Probleme, dranzubleiben.
Ich denke, dass das Buch kaum denjenigen hilft, die sich bereits viel mit mentaler Gesundheit und ihren Traumata auseinandergesetzt haben. Daher konnten mich auch die vielen Übungen nicht wirklich abholen.
Die Aufteilung zwischen dem Sonnen- und dem Schattenkind war mir auch irgendwie viel zu einfach gedacht. Meiner Meinung nach sind Menschen komplex und viele Eigenschaften und Erfahrungen verschwimmen ineinander und sind nicht klar zu trennen. In dem Buch wurde aber jegliches Verhalten entweder als Selbstschutz oder als Folge von irgendetwas bezeichnet, womit ich nicht ganz klar kam.
Ich denke, dass das Buch durchaus hilfreich sein kann, aber insbesondere für diejenigen, die sich nicht allzu viel mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Daher gibt es 1,5 Sterne von mir.
- Laura Kneidl
Berühre mich. Nicht.: Special Edition
(2.340)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteIch habe Berühre mich. Nicht. zum ersten Mal gelesen – und ich war völlig unvorbereitet darauf, wie sehr mich diese Geschichte treffen würde. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, in Sages Gedanken und Ängste hineinzurutschen, als würde ich direkt neben ihr stehen. Laura Kneidl schreibt mit einer leisen Intensität, die sich langsam, aber unaufhaltsam unter die Haut schiebt.
Sage hat mich sofort berührt. Ihre Unsicherheit, ihr Mut, ihre Art, trotz allem weiterzumachen – das alles wirkt so echt, dass man gar nicht anders kann, als mit ihr mitzufühlen. Und dann kommt Luca. Warmherzig, aufmerksam, geduldig auf eine Weise, die man in Liebesgeschichten viel zu selten findet. Er ist kein überzeichneter Held, sondern jemand, der einfach da ist, ohne zu drängen. Genau das macht ihn so unwiderstehlich.
Auch die Nebenfiguren bringen unglaublich viel Herz in die Geschichte. Besonders April und Megan haben mich überrascht – sie sind nicht nur „Freundinnen“, sondern echte Stützen, die Sage Halt geben, ohne sie zu überfordern.
Der Schreibstil hat mich komplett abgeholt. Emotional, klar, atmosphärisch – und gleichzeitig so leicht, dass ich kaum gemerkt habe, wie schnell die Seiten verflogen sind. Besonders beeindruckt hat mich, wie sensibel die ernsten Themen behandelt werden. Nichts wird dramatisiert, nichts verharmlost. Es fühlt sich einfach wahr an.
Und dann dieses Ende. Ich war fassungslos, aufgewühlt und gleichzeitig so dankbar, dass der zweite Band schon bereitlag.
Für mich ist Berühre mich. Nicht. eine dieser Geschichten, die man nicht einfach liest, sondern erlebt. Eine Geschichte über Angst, Vertrauen, Heilung – und eine Liebe, die nicht laut sein muss, um stark zu sein.
- Bianca Iosivoni
Falling Fast
(1.088)Aktuelle Rezension von: Meine_Bucher_Und_Ich𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭:
„Mia wird immer etwas besonderes und ein wichtiger Mensch in meinem Leben sein. Aber sie gehört zu meiner Vergangenheit. Du hingegen, du bist jetzt hier. Du bist die Gegenwart.“
𝐊𝐥𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐭𝐞𝐱𝐭:
Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich trauen, all die Dinge zu tun, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen - und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie längst verloren geglaubt hat. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe ...
𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧:
𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞
Spoiler!!!!!
Hailee DeLuca hat eine Bucketlist, die sie diesen Sommer erfüllen möchte. Als sie ans letzte Reiseziel ankommt, trifft sie da auf Chase. Und es stellt sich heraus, er ist der beste freund ihres besten Freundes. Doch sie hatte ihn vorher noch nie gesehen. Sie verstehen sich gut, doch als sie erfährt wer er wirklich ist möchte sie sich abwenden. Doch die beiden bringt das Schicksal immer wieder zusammen und sie hat vor noch mehr Über ihren Verstorbenen Freund zu erfahren. Doch sie kann nicht lange dort bleiben, denn sie möchte unbedingt zu ihrer Schwester.
Aber als ihr Auto nicht mehr funktioniert, muss dieses in die Werkstatt, also genießt sie die Zeit dort mit Chase und es fängt langsam an zu funken zwischen ihnen. Doch sie darf sich nicht verlieben denn sie bleibt nicht mehr lange dort. Beide versprechen sich nicht mehr als nur Spaß zu haben, aber ob dass so bleibt?
𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥 / 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠
Der schreibstil ist leicht gehalten, so das man sofort in die Geschichte drin ist.
Es ist ein sehr emotionales und tiefgründiges Buch. Das Ende hat einfach mein Herz zerrissen.
Die Geschichte mit Chase und Hailee war süß zu lesen. Die Geheimnisse darin haben es fesselnd gemacht, so das man einfach weiterlesen musste.
- Cody McFadyen
Die Blutlinie
(4.599)Aktuelle Rezension von: Rosalinda„Die Blutlinie“ von Cody McFadyen ist ein äußerst spannender und packender Thriller, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der Autor schafft es, sofort eine düstere und beklemmende Atmosphäre aufzubauen, wodurch man direkt in die Geschichte hineingezogen wird.
Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere, allen voran Smoky Barrett und ihr Team. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch, sodass man gerne mit ihnen mitfiebert und sie auf ihrer gefährlichen Jagd nach dem Täter begleitet. Die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Teams verleihen der Geschichte zusätzlich Tiefe.
Die Handlung bleibt bis zum Ende spannend und überrascht immer wieder mit neuen Entwicklungen und Wendungen. Dadurch entsteht kaum ein Moment der Langeweile. Allerdings enthält das Buch auch einige sehr brutale und verstörende Szenen, die teilweise schwer zu lesen sind. Gerade diese schonungslose Darstellung trägt jedoch zur intensiven und bedrückenden Stimmung des Romans bei.
Insgesamt ist „Die Blutlinie“ ein hervorragend geschriebener Thriller mit einer fesselnden Handlung, interessanten Charakteren und einem hohen Spannungsniveau. Wer düstere und psychologisch anspruchsvolle Thriller mag, wird an diesem Buch sicherlich viel Freude haben.
- Sebastian Fitzek
Die Therapie
(3.997)Aktuelle Rezension von: Lorenz1984ACHTUNG SPOILER!
Selten hat mich ein Roman so gefesselt wie dieser.
Um dann aber leider im dritten Viertel zu bemerken, dass der spannende Hintergrund doch vorhersehbarer war als von mir gewünscht.
Unbefriedigend möchte ich das Gefühl beschreiben, das ich hatte, als ich erfuhr dass nahezu ALLES Einbildung des Hauptcharakters war.
Ich hätte mir einen originelleren Plot-Twist gewünscht am Ende.
- Jilliane Hoffman
Cupido
(2.849)Aktuelle Rezension von: RS1971Die 24-jährige Chloe steht kurz vor ihrem Anwaltsexamen als sie eines Nachts überfallen, gefoltert und grausam vergewaltigt wird. Zum Sterben zurückgelassen wird sie am nächsten Morgen von einer Kommolitonin gefunden und ins Krankenhaus gebracht.
Zehn Jahre später kommt es in Miami Florida zu einer Reihe von brutalen Morden an jungen blonden Frauen. Der Mörder wird von der Presse Cupido getauft, denn er schneidet seinen Opfern bei lebendigem Leib die Herzen heraus. C.J. arbeitet als Staatsanwältin eng mit dem Sonderkommando zusammen, dass diesen Fall bearbeitet.
Bei einer Polizeikontrolle wird im Kofferraum des kontrollierten Wagens die Leiche einer weiteren Vermissten mit einem fehlenden Herzen gefunden. Der Fall scheint klar und C.J. übernimmt die Anklage. Doch als sie dem Verdächtigen im Gerichtssaal begegnet muss sie erkennen, dass es sich bei diesem um ihren Vergewaltiger handelt, als sie noch Chloe hieß …
Der Hype um diesen Thriller ist ewig her, und ich meine ewig in der heutigen Zeit. Ich erinnere mich noch daran, wie man dieses Buch überall antraf, doch damals war ich noch nicht interessiert in Thriller, gleich welcher Art, und ließ das ganze an mir vorübergehen. Dank Second-Hand-Büchern allerdings gelang es mir, mir jetzt ein Exemplar zu sichern, denn mittlerweile interessierte es mich doch, was dort geschrieben steht.
Die Handlung ist spannend geschildert. Wer einen Gerichtsthriller erwartet, der wird hier enttäuscht, denn es dreht sich um C.J. und deren Handlungen und ihr Schicksal. Als Vergewaltigungsopfer hat sie schwer mit Posttraumatischem Stress zu kämpfen, etwas, was ich nur zu gut kenne. Dazu kommen Flashbacks, zu Beginn so gut wie jedes Mal, wenn sie auf ihren Vergewaltiger trifft. Etwas, was ich auch nur zu gut unterstreichen kann. Bei mir allerdings wurde der erste durch einen Geruch ausgelöst. Der Geruch des Deos, was mein Vergewaltiger an jenem Tag trug.
Hoffman ist selbst Anwältin und schreibt aus ihrer Sicht der Dinge. Wie weit würde man gehen, um einen Straftäter hinter Gittern, oder in diesem Fall, auf den Elektrischen Stuhl zu bringen? C.J. geht sehr weit und biegt die Regeln, zerbricht sie aber nicht.
Die psychische Belastung durch den Fall und ihre Vergangenheit sind in diesem Roman herausragend geschildert, ich kann es nicht oft genug wiederholen. Auch wenn ich es selbst nie erlebt habe, aber allein mir vorzustellen, diesem Mann noch einmal gegenüber zu stehen lässt den kalten Schweiß ausbrechen. C.J. muss sich ihren Dämonen stellen – und zerbricht beinahe daran.
Was ich hervorragend gelöst fand in diesem Roman, dass die Spannung und die Twists quasi bis zur letzten Seite anhalten. Es bleibt spannend, selbst nach der Verurteilung. Denn es ist nicht alles so wie man denkt. Vielleicht war der eine Einschub ein kleines bisschen zuviel, andererseits war der Twist am Ende wirklich hervorragend.
Auch die Einsicht in die Arbeit einer Staatsanwältin und vor Gericht waren sehr gut geschildert und nachvollziehbar. In den USA läuft es anders als bei uns hier in Deutschland, doch fand ich einige Details überlappen sich in beiden Ländern.
Zum Schmunzeln hatte man zudem C.J. Sekretärin, mit der sie quasi in einer Dauerfehde lebt. Das ganze las sich immer wieder humorvoll und auch nachvollziehbar. Auch der eigene LoveInterest in dem Special Agent Dominick war gut geschildert, wenn er auch wahrlich eine Engelsgeduld mit C.J. bewies, die vermutlich die wenigsten Männer aufbringen würden. Dennoch gab es Chemie zwischen den beiden Figuren, was ihr langsames Vorankommen Richtung Beziehung nachvollziehbar und natürlich machte für mich als Leser.
Alles in allem ein packender und spannender Thriller, der das Innenleben eines Opfers von sexueller Gewalt beschreibt und ihren Weg, um einen Täter hinter Gitter zu bringen. Wirklich empfehlenswerter Roman.
- Erik Axl Sund
Krähenmädchen
(889)Aktuelle Rezension von: Darryl1208Das Buch beginnt als ein hochinteressanter Thriller, geht dann aber zunehmend in ein Beziehungsdrama über. - die Geschichte über die Beziehung von Jeanette und ihrem Mann ist vollkommen überflüssig. Dazu das Klischee, die Ermittlerin ist die einzige Frau im Team und der Chef natürlich ein Arsch.
Dazu kommt die Selbstüberschätzung und Überheblichkeit der Autoren direkt ihr allererstes Buch mit einem Cliffhanger zu beenden.
Allem die Krone auf, setzt das folgende Zitat.:
"Wir sehen uns dann in ein paar Wochen", sagt sie, ohne zu ahnen, das sie sich schon in weniger als zweiundsiebzig Stunden wieder sehen werden.
Zu diesem Zeitpunkt wird ihr Sohn seit fast vierundzwanzig Stunden verschwunden sein. " (s. 447)
Die letzten elf Seiten des Buches habe ich mir daraufhin geschenkt. Und 2 von 5 Sternen sind wirklich großzügig bewertet. - Jorge Bucay
Komm, ich erzähl dir eine Geschichte
(336)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannBekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Ähnliches gilt wohl für gute Geschichten – zumindest, wenn diese, wie hier geschehen, gut, das heißt passend, erzählt werden. Passend im Sinne von erhellend bzw. auf den Punkt bringend. Es sind allesamt Geschichte mit einem „Aha-Effekt“ (oder: so habe ich das ja noch gar nicht gesehen), eingebettet in einen therapeutischen Prozess. Und in diesem Sinne sowohl erklärend als auch zielführend eingesetzt.
Geschichten bewegen die Menschen seit Genrationen. Man könnte auch sagen: Menschen haben sich mit ihren Geschichten zu dem entwickelt, was sie heute sind. Diese Geschichten erfüllen einen gewissen Qualitätsanspruch, sonst wären sie nicht immer wieder (weiter-)erzählt worden.
Es sind Geschichten, die die menschlichen Tiefen ausloten, zum Nachdenken und teilweise auch zum Schmunzeln anregen. Mit anderen Worten: Sie sind emotionsgeladen sowohl im Sinne von Nachhaltigkeit (wie könnte man die Geschichte des an einen kleinen Pflock festgebundenen Elefanten jemals wieder vergessen?) als auch im Sinne von Wirksamkeit. Man wird nicht umhinkommen, seine eigene Geschichte in diesen „Märchen aus aller Welt, Sufi-Gleichnissen, Zen-Weisheiten, antiken Sagen [sowie] selbst-Erfundenes“ einzubinden.
Dabei wechseln meist kürzere Dialoge zwischen dem Therapeuten Jorge (wahlweise „der Dicke“) und seinem Patienten/Klienten, dem Studenten Demian, und einer dazu passenden Geschichte ab. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine oft zweifelnde Nachdenklichkeit der hilfesuchenden Person. Dieses Wechselspiel ist von einer enormen Intensität, der man sich kaum entziehen kann: “‘Eine Fabel, ein Märchen oder eine Anekdote‘ bekräftigte Jorge, ‚kann man sich hundertmal besser merken als tausend theoretische Erklärungen, psychoanalytische Interpretationen oder formale Lösungsvorschläge.“
Sichtbar wird allerdings auch, wie wichtig ein gutes Therapeuten-Klienten/Patienten-Verhältnis für einen gelingenden therapeutischen Prozess ist: „Der Dicke lächelte und setzte die Miene des verständnisvollen Großvaters auf, die ich bisweilen als ‚wie blöd bist du eigentlich, mein Lieber‘ interpretierte und ansonsten wie eine riesige Umarmung empfand, die besagte, ‚ich bin ja da‘ oder ‚alles ist gut‘.“
Man kann dieses Buch nur weiterempfehlen, nicht nur wegen der hier erzählten Geschichten, sondern auch wegen der besonderen Beziehungsgestaltung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten, die man sich ähnlich auch im nicht-therapeutischen Rahmen wünschen würde.
(3.7.2021)
- Laura Kneidl
Verliere mich. Nicht.: Special Edition
(1.829)Aktuelle Rezension von: LissiannaEin absolut gelungenes Finale, das von Anfang bis Ende mitreißt
Obwohl New-Adult-Lektüren sonst nicht zu meinen festen Favoriten zählen, hat mich bereits das optische Erscheinungsbild dieser Reihe völlig überzeugt. Da mir frühere Jugendromane der Autorin positiv in Erinnerung geblieben waren, musste ich einfach zugreifen – und dieser zweite Teil steht dem hervorragenden Auftakt in nichts nach.
Die Handlung ist unheimlich emotional aufgebaut, sodass die Seiten beim Lesen nur so verfliegen. Ein großes Plus sind diesmal die vielen gemeinsamen Momente der gesamten Freundesgruppe, die für tolle Lacher sorgen und die Charaktere extrem liebenswert machen. Sämtliche offenen Punkte und Geheimnisse rund um die Hauptfigur lösen sich schlüssig auf. Es wird noch einmal richtig dramatisch und spannend: Man fiebert bis zum Schluss mit, ob es ein glückliches Ende gibt und wie die Vergangenheit aufgearbeitet wird.
Besonders beeindruckt hat mich, mit wie viel Feingefühl und Ehrlichkeit ein sehr sensibles, ernstes Thema in die Story eingefügt wurde. Die Mischung aus Herzschmerz, Seufz-Momenten und authentischer Aufarbeitung hat mich voll abgeholt. Ein rundum starker Abschluss, der zu den besten Vertretern dieses Genres gehört. Klare Leseempfehlung und verdiente 4 Sterne!
- Sebastian Fitzek
Splitter
(2.336)Aktuelle Rezension von: FrauFehrmiSplitter war für mich wieder eines dieser Bücher, die mir gezeigt haben, weshalb ich Sebastian Fitzek als Autor so faszinierend finde. Nicht unbedingt, weil mich seine Geschichten atmosphärisch vollkommen einnehmen, sondern weil er es schafft, mich mit einer Handlung so sehr zu verunsichern, dass ich irgendwann selbst nicht mehr weiß, was überhaupt noch möglich ist.
Gerade die Atmosphäre ist für mich einer der wenigen Punkte, an denen Splitter etwas hinter meinen Erwartungen zurückbleibt. Die Orte und Situationen wurden für mein Empfinden nicht so greifbar, dass ich das Gefühl hatte, wirklich Teil dieser Welt zu sein. Mir fehlten manchmal genau jene Details, durch die eine Umgebung im Kopf lebendig wird. Dadurch blieb ich emotional eher auf Abstand und beobachtete die Geschichte von außen.
Der Spannung hat das allerdings nicht geschadet.
Was mich an Splitter besonders gefesselt hat, war vielmehr die zunehmende Gewissheit, dass sich all das eigentlich gar nicht mehr rational erklären lassen kann. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto weniger glaubte ich daran, irgendwann noch eine nachvollziehbare Antwort zu bekommen. Und erstaunlicherweise wollte ich sie irgendwann nicht einmal mehr unbedingt. Dieser Schwebezustand, in dem nichts mehr eindeutig und beinahe jede Erklärung denkbar schien, hatte für mich einen ganz eigenen Reiz.
Irgendwann habe ich deshalb auch aufgehört, selbst nach einer Lösung zu suchen. Ich wollte mich einfach von der Geschichte tragen lassen – und genau das hat hervorragend funktioniert. Die Seiten flogen dahin, während ich immer tiefer in dieses Geflecht aus Wahrnehmung, Erinnerung und Zweifel geriet.
Die spätere Auflösung lässt sich durchaus schlüssig zusammensetzen, auch wenn einzelne Aspekte für mich aus einer Richtung kamen, die ich vorher kaum hätte erahnen können. Gleichzeitig bleibt nicht jedes Detail vollkommen ausgeleuchtet. Ein oder zwei kleine Fragezeichen begleiten mich noch immer – und überraschenderweise gefällt mir genau das. Nicht jede Unklarheit muss beseitigt werden. Manchmal macht gerade ein kleiner Rest an Ungewissheit eine Geschichte im Nachhinein noch interessanter.
Besonders stark fand ich außerdem die Themen, die Fitzek mit seiner Handlung verbindet. Erinnerung, Trauma, Hochsensibilität und die Frage, wie weit ein Mensch gehen darf, wenn er davon überzeugt ist, im Interesse eines anderen zu handeln. Vor allem der Gedanke, ob man eine traumatische Erinnerung tatsächlich auslöschen wollen würde, beschäftigt mich noch immer. Was bleibt von einem Menschen, wenn man einen Teil seiner Vergangenheit entfernt? Und kann ein vermeintlich guter Zweck tatsächlich jedes Mittel rechtfertigen?
Genau solche Fragen geben einem Thriller für mich noch einmal eine zusätzliche Ebene. Die Geschichte endet, aber bestimmte Gedanken bleiben bestehen.
Auch die Figuren waren für mich insgesamt gut zugänglich, obwohl ich zu keiner von ihnen eine besonders intensive emotionale Bindung aufgebaut habe. Manche Personen lösten bei mir von Beginn an ein merkwürdiges Gefühl aus, anderen begegnete ich mit deutlichem Misstrauen. Gerade weil ich mir meiner Einschätzungen nie vollkommen sicher sein konnte, passte auch das sehr gut zu dieser Geschichte, in der Wahrnehmung ohnehin ständig infrage gestellt wird.
Ein besonderes Highlight sind für mich außerdem Fitzeks kleine interaktive Ideen. Wenn innerhalb des Buches plötzlich Elemente auftauchen, die wie ein tatsächlicher Bestandteil der Geschichte wirken, begeistert mich das sofort. Solche Details verändern für mich das Leseerlebnis, weil die Grenze zwischen Buch und Leser für einen kurzen Moment durchbrochen wird. Ich empfinde das als unglaublich kreativ und wünschte, viel mehr Bücher würden mit solchen Möglichkeiten spielen.
Auf einige der actionreicheren Szenen hätte ich hingegen verzichten können. Für mich entsteht die größte Spannung in Splitter ohnehin aus der psychologischen Verunsicherung. Zusätzliche Verfolgungsjagden oder ähnliche Momente braucht eine Geschichte wie diese deshalb gar nicht zwingend. Wirklich gestört haben sie mich allerdings auch nicht.
Splitter hat mich letztlich nicht durch eine besonders intensive Atmosphäre oder eine starke emotionale Bindung an seine Figuren überzeugt. Stattdessen hat mich das Buch auf einer ganz anderen Ebene gefesselt: durch die permanente Unsicherheit darüber, was real ist, was möglich sein kann und ob sich dieses scheinbare Chaos überhaupt noch ordnen lässt.
Und genau darin lag für mich die große Stärke dieser Geschichte.
- Sarah Kuttner
Mängelexemplar
(1.228)Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee„Mängelexemplar“ war für mich definitiv mal etwas anderes. Der Schreibstil ist sehr flüssig, direkt und angenehm unverkrampft. Gerade diese schonungslose und teilweise flapsige Art zu erzählen, hat das Buch für mich erfrischend anders gemacht.
Im Mittelpunkt steht Karo, deren Leben nach Jobverlust und Beziehungsende zunehmend aus den Fugen gerät und die sich schließlich mit Depressionen und Panikattacken auseinandersetzen muss.
Ich habe vor dem Lesen häufiger gehört, dass das Thema Depression zu flapsig behandelt wird. Das kann ich für mich allerdings überhaupt nicht bestätigen. Für mich passt die Art, wie Karo mit ihrer Situation umgeht und darüber erzählt, einfach zu ihrem Charakter. Ihre direkte, sarkastische und manchmal überspitzte Art macht das Thema nicht weniger ernst, sondern wirkt vielmehr authentisch. Ausserdem wird immer wieder erwähnt, dass Karo lieber mit Witzen von einem Problem ablenkt, als sich damit zu beschäftigen. Stellenweise fand ich das Buch auch echt lustig. Konnte diverse Male kräftig schmunzeln.
Ein absolutes Highlight war das Buch für mich nicht. Aber ich konnte mich sehr gut auf die ungewöhnliche Erzählweise einlassen.
Fazit: definitiv mal etwas ganz anderes für zwischendurch. Wer einen flüssigen, direkten Schreibstil mag und keine klassische, schwere Auseinandersetzung mit dem Thema Depression erwartet, könnte mit „Mängelexemplar“ seinen Spaß haben.
- Kelly Oram
Cinder & Ella
(1.695)Aktuelle Rezension von: Stacy_Ich habe dieses Buch geliebt, ich konnte so mit Ella und Brian mitfühlen. Es kam mir so echt vor. Diese Zweifel und Angst die Ella hat, einfach toll geschrieben.
Die Geschichte ist einfach ein Mädchen Traum.
Ich habe dieses Buch kaum aus den Händen nehmen können. Es wurde so stimmig und auch nicht zu lang gezogen geschrieben.
Die Autorin schreibt aber auch super krass.
Hab dann gleich das 2 gekauft und genauso durch gesuchtet.
- Bianca Iosivoni
Flying High
(659)Aktuelle Rezension von: Meine_Bucher_Und_Ich𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭:
„Du kannst dir alles wünschen, was du möchtest. Das ist das Schöne an Wünschen. Und an Sternschnuppen.“
𝐊𝐥𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐭𝐞𝐱𝐭:
Hailee hatte ein Geheimnis. Ein dunkles Geheimnis, das niemand kannte und niemand erfahren sollte. Am allerwenigsten Chase, in den sie sich entgegen all ihrer Pläne Hals über Kopf verliebt hat. Hailee war klar, dass sie Chase verlieren würde. Sie wusste es von der ersten Sekunde an, als sie ihm gegenüberstand. Und doch hat er ihr Herz mit jedem Lächeln und jeder Berührung ein Stück mehr erobert. Aber gibt es für sie beide tatsächlich eine Chance? Oder müssen Hailee und Chase einsehen, dass manchmal nicht einmal Liebe ausreicht, um zwei Menschen zusammenzuhalten?
𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧:
𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞
Spoiler!!!!!
Hailee hat ein dunkles Geheimnis, dieses sollte niemand erfahren. Doch Chase, machte es ihr nicht einfach, denn sie hat sich als über Kopf in ihn verliebt und auch er konnte es nicht leugnen.
Als Chase herausgefunden hat, was Hailee vor hat, ist er sofort auf den Weg zu ihr und er hofft das es nicht zu spät ist.
Nach diesem Ereignis hat sich vieles zwischen ihnen verändert und Hailee gesteht sich ein das sie Hilfe braucht und alleine dort nicht mehr raus kommt. Chase steht ihr dabei zur Seite, doch als ihre Eltern anreisen, merkt er wieder einmal, dass sie nicht für immer bleibt und mit ihren Eltern wieder nach Hause fahren wird.
Doch er hat immer noch Hoffnung, dass es sich Hailee vielleicht doch anders überlegt und den beiden eine Chance gibt. Doch erstmal steht ihre Gesundheit an erste Stelle. Doch wird es für beide eine Chance geben, und wird sie wieder heilen?
𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥 / 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠
Der Schreibstil bleibt auch hier flüssig und der Band schließt gleich am ersten Band an, so das man gleich in der Geschichte bleibt.
Nach dem Bösen Cliffhänger von Band 1 wollte ich unbedingt weiterlesen, aber leider war der zweite Band nicht so gut wie der erste Teil. Trotzdem war es süß die Geschichte von den beiden weiterzulesen. Die Emotionen haben auch hier ihren Auftritt gehabt.
- Ethan Cross
Ich bin die Angst
(601)Aktuelle Rezension von: JuliaspathwayEin «Anarchist», Ein «Prophet» & der berüchtigtste Serienkiller der Gegenwart. Eine Geschichte voller Grössenwahnsinn, psychischen Abgründen und Kindheitstraumata. Auch in diesem Fall wird von Marcus Williams und seinem Team der Shepherd Organization alles abverlangt.
🔸️🔸️🔸️
Ehrlicherweise weiss ich höchstwahrscheinlich nur noch etwa 5% vom Band 1 und vielleicht hatte ich deshalb meine liebe Mühe, in die Geschichte zu finden. Obwohl viel erklärt, beschrieben und ausgeführt wird – über Städte, die ich so oder so nicht kenne, über technische Gegebenheiten, die ich auch nach der Erklärung nicht verstehen werde – zieht die Story im letzten Drittel an, die Schwere verfliegt & wird durch Spannung ersetzt. Die Entwicklung der Geschichte und der Protagonisten fesselten mich dann doch so sehr, dass ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte.
Der Protagonist Marcus Williams ist eine gebrochene Seele mit einem ausgeprägten Messias-Komplex. Eine Tatsache, die mich dann doch zwischendurch geärgert hat. 😬
In der gesamten Geschichte nimmt Francis nur eine Nebenrolle ein, nur um zum Schluss einen bombastischen Auftritt hinzulegen, welcher seinesgleichen sucht. Die Vorfreude auf den Band 3 «Ich bin der Schmerz» ist danach auf jedenfall gross. 😎
- Irvin D. Yalom
Und Nietzsche weinte
(418)Aktuelle Rezension von: irmakvakifliEs gibt Bücher, die man liest – und solche, die einen lesen. Und Nietzsche weinte gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Dieses Werk, das mir einst in einem kleinen Antiquariat empfohlen wurde, hat sich seither mühelos in mein Gedächtnis eingebrannt – und das seit Jahrzehnten.
Irvin D. Yalom, selbst renommierter Psychiater, entwirft eine fiktive Begegnung zwischen Dr. Josef Breuer, einem der Väter der modernen Psychotherapie, und dem großen Philosophen Friedrich Nietzsche. Die Bühne: Wien, Ende des 19. Jahrhunderts – jener Zeitpunkt, an dem Psychiatrie noch geboren wird und Philosophie noch das Leben erklären will. Und genau dort treffen sich zwei Geister, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch eine tiefe Verbindung eingehen.
Yalom gelingt es meisterhaft, komplexe Ideen über Seele, Wille, Freiheit, Leid und Heilung in einen erzählerischen Fluss zu bringen, der sowohl anspruchsvoll als auch zugänglich bleibt. Die Dialoge sind scharf, dicht, aber nie prätentiös. Wer Freude an tiefgründigen Gesprächen, existenziellen Fragen und menschlicher Komplexität hat, wird in diesem Buch einen wahren Schatz finden.
Es ist ein Roman über das Ringen mit sich selbst – über die Angst vor Nähe, die Lust an der Kontrolle, die Notwendigkeit der Veränderung. Breuer und Nietzsche therapieren sich gegenseitig – manchmal wissend, manchmal unbewusst. Diese Spiegelung ist nicht nur psychologisch brillant, sondern auch literarisch hoch elegant umgesetzt.
Die Atmosphäre des alten Wiens, die Schatten Freuds, die Entstehung eines neuen Verständnisses vom Menschen – all das verleiht dem Buch Tiefe und geschichtliche Verankerung, ohne dass es je trocken oder akademisch wird.
Für mich persönlich: ein Fünf-Sterne-Buch. Nicht nur wegen der klugen Konstruktion, sondern vor allem, weil es etwas tut, was nur wenige Romane können – es verändert den Leser. Nicht laut, nicht belehrend – sondern leise, nachhaltig und auf eine zutiefst menschliche Weise.
- Benjamin von Stuckrad-Barre
Panikherz
(129)Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider
Benjamin von Stuckrad Barre wächst etwas abgeschirmt auf, denn seine Eltern sind typische Ökos und sein Vater Pastor. Als er von seinem Bruder abgelegte Klamotten bekommt und im örtlichen Musikladen Schallplatten entdeckt, ist er plötzlich in einer anderen Welt. Udo Lindenberg wird sein Held, sein Idol und als er heran wächst und anfängt zu arbeiten, schreibt er über Udo und er vernichtet ihn in seinen Kritiken. Sein Held fällt und Benjamin irgendwie auch. Sein Leben ist unstet und wie eine Achterbahnfahrt und er nimmt Drogen, experimentiert mit vielen Stoffen und entwickelt eine Essstörung. Aber er hat auch Höhepunkte und darf Udo treffen und lernt ihn kennen, findet in ihm einen Freund. In den USA trifft er auf einen Held der Buchbranche, Bret Easton Ellis und verbringt berauschte Nächte mit ihm und kommt doch auch wieder runter. Ein Buch mit Udo Lindeberg, über Udo Lindenberg und ein Buch von und über Benjamin von Stuckrad Barre. Er nimmt uns mit auf seinem wilden Ritt durch seine Kindheit und Jugend und sein aufregendes Erwachsenenleben und wir dürfen Backstage sein und viele Prominente treffen. Raschzustände, Sex, Angst, Neuanfang, Absturz, alles ist dabei und am Ende immer ein Udo Song.
- Andreas Gruber
Todesfrist
(1.009)Aktuelle Rezension von: Karandi
Dies ist der Auftakt der Todesreihe von Andreas Gruber. Ich habe tatsächlich alle acht Bände geschenkt bekommen und sie lange Zeit vor mir hergeschoben, aber nun den ersten Schritt gewagt – und ich muss sagen, ich bin zufrieden. Mir liegen diese Art von Thrillern etwas mehr, denn sie erzählen eine deutlich tiefgründigere Geschichte.
Es geht nicht einfach nur um einen Serienmörder, der wahllos Menschen abschlachtet, sondern letztendlich um einen Menschen, der schwer misshandelt wurde und bei dem weggeschaut wurde. Einem Menschen, dem hätte geholfen werden können, dem aber nicht geholfen wurde. Man kann sich nur schwer in die Gefühle anderer Menschen hineinversetzen. Mord scheint niemals eine Lösung zu sein, aber solange man nicht selbst Opfer ist, weiß man nie, wie sehr einen eine Straftat – vor allem im Kindesalter – belasten kann.
Ich sehe den Täter hier nicht als einen wahllos mordenden, kranken Psychopathen, der eine Gefahr für seine Umwelt darstellt, sondern vielmehr als ein Opfer, für das seine Umwelt die eigentliche Gefahr war und das letztendlich versucht, diese Welt auf seine Weise davon zu „bereinigen“. Vielleicht ist das eine kontroverse Meinung, dennoch denke ich, dass es unglaublich wichtig ist, genauer hinzusehen, bevor man den Täter einfach verteufelt.
Ich bin gespannt darauf, wie sich die Charaktere Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder in den nächsten sieben Bänden entwickeln werden. Ihre Charaktere stellt Andreas Gruber unglaublich gut dar. Ich werde die Bücher der Reihe zwar nicht direkt hintereinander lesen, aber der Auftakt ist gemacht, und ich bin jetzt schon fast überzeugt davon, dass mir die anderen Teile ebenfalls gefallen werden – vorausgesetzt, sie sind mit derselben Qualität geschrieben wie der erste Band.
Man sollte Autoren eigentlich nicht miteinander vergleichen, da jeder individuell ist. Trotzdem muss ich sagen, dass Andreas Gruber für mich eher in die Richtung von Andreas Winkelmann geht als in die von Sebastian Fitzek. Für Thrillerfans auf jeden Fall eine absolute Empfehlung.
- Ava Reed
Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen
(638)Aktuelle Rezension von: lxna2002Ava Reed hat in diesem Buch sehr echt und eindrucksvoll dargestellt, wie sich Depressionen und Ängste anfühlen. Auch der Prozess zur Diagnose, Rückschritte und Klinikaufenthalte sind sehr authentisch beschrieben. Als Betroffene fühle ich mich durch dieses Buch sehr gut repräsentiert und nicht mehr alleine. Es gibt mir Hoffnung auf Heilung.
Ich werde es jedem in meinem Umfeld empfehlen, damit sie sich ein Bild von diesen Krankheiten machen können.
- Walter Moers
Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
(331)Aktuelle Rezension von: shrimpdumplingIch glaube, ich habe mit Walter Moers einen neuen Lieblingsautor gefunden. Ich wollte endlich mal etwas von ihm lesen und habe mir Prinzessin Insomnia trotz eher gemischter Bewertungen gekauft; Vor allem wegen der wunderschönen Illustrationen, die mich sofort angesprochen haben.
Während des Lesens habe ich mich oft gefragt, wie man so kreativ sein kann und auf solche Ideen kommt. Die Welt und die Darstellung wirken unglaublich fantasievoll und einzigartig.
Besonders schön fand ich auch die Hintergrundgeschichte, wie dieses Werk entstanden ist. Das hat dem Buch noch einmal eine ganz andere Tiefe gegeben.
Insgesamt bin ich wirklich froh, dem Buch eine Chance gegeben zu haben. Für mich ist es ein wunderschönes und besonderes Werk, das vor allem durch seine Atmosphäre und die Illustrationen überzeugt.
- Karsten Dusse
Das Kind in mir will achtsam morden
(348)Aktuelle Rezension von: SpringtimeAuch Band 2 hat mir wieder sehr gut gefallen. Diesmal steht das innere Kind im Mittelpunkt, was auf unterhaltsame Weise mit schwarzem Humor und den bekannten Achtsamkeitsansätzen verbunden wird. Die Geschichte liest sich wieder wunderbar leicht und sorgt für einige herrlich schräge Momente. Besonders Joschka Breitner ist erneut ein echtes Highlight. Eine rundum gelungene Fortsetzung.
- Mona Kasten
Fragile Heart
(533)Aktuelle Rezension von: MelinarFragile Heart von Mona Kasten hat mir genauso gut gefallen wie Band 1 und war wieder eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe richtig mit den Charakteren mitgefühlt und an einigen Stellen sogar ein paar Tränen vergossen.
Besonders schön fand ich wieder die Entwicklung von Rosie und Adam und gleichzeitig auch, wie sehr sich die beiden selbst weiterentwickeln. Vor allem Adam macht eine unglaublich große Entwicklung durch. Man merkt richtig, wie er nach und nach aufblüht und dadurch auch die Menschen um sich herum beeinflusst. Gerade im Vergleich dazu, wie er am Anfang von Band 1 war, ist seine Entwicklung wirklich beeindruckend.
Aber auch Rosie entwickelt sich weiter. Sie wird selbstbewusster, stärkt ihre Beziehung zu ihrem Vater und lässt sich trotz aller Hindernisse nicht unterkriegen. Ich fand es schön zu sehen, wie sie immer mehr für sich selbst einsteht und ihren eigenen Weg findet.
Besonders geliebt habe ich wieder die Beziehung zwischen Rosie und Adam. Die beiden sind nicht nur romantisch füreinander da, sondern unterstützen sich auch auf einer freundschaftlichen und platonischen Ebene. Genau das hat mir an ihrer Beziehung so gut gefallen. Man merkt, dass sie zuerst eine echte Freundschaft aufgebaut haben, aus der sich dann langsam mehr entwickelt hat. Dadurch fühlt sich ihre Verbindung für mich besonders schön und ehrlich an.
Insgesamt wieder eine sehr emotionale Geschichte mit tollen Charakteren, starken Entwicklungen und vielen schönen, aber auch schwierigen Momenten. Ich habe die beiden unglaublich gerne begleitet und fand es schön zu sehen, wie sehr sie sich gegenseitig beeinflussen und dabei selbst wachsen.
- Anya Omah
Regenglanz
(714)Aktuelle Rezension von: Vivien_tsSimon möchte das Tattoo, das er sich für seine Exfreundin gestochen hat, überdecken und geht dann in das Tattoostudio, in dem Alissa, die ihm direkt auffällt.
Ich bin eigentlich kein großer Fan von Tattoos und hatte deswegen auch nicht allzu große Erwartungen an dieses Buch. Außerdem habe ich oft Angst, dass Romane mit mehr als 400 Seiten langweilig sein könnten, weil sie sich zu sehr ziehen, doch dieses Buch hat mich in dieser Hinsicht positiv überrascht.
Der Schreibstil war gut und es gab viele Chatverläufe, was ich ja liebe.
Zur Handlung kann ich sagen, dass ich mit den Wendungen echt gar nicht gerechnet hätte, was das Leseerlebnis natürlich nochmal viel besser gemacht hat. Deswegen haben sich die 500 Seiten auch gar nicht zu lang angefühlt, sondern waren für diesen Inhalt perfekt.
In diesem Buch geht es um so viel mehr als nur Tattoos. Im Vordergrund steht die absolut gesunde Beziehung zwischen Alissa und Simon. Ich war nur an einer kleinen Stelle mal kurz genervt von deren Verhalten, aber ansonsten empfand ich es als sehr positiv, dass die beiden eine so offene Kommunikation miteinander geführt haben ohne Geheimnisse und ohne miscommunication tropes wie man sie oft in anderen Büchern findet.
Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung von mir und zeigt mal wieder, dass sich Vorurteile oft nicht als wahr herausstellen. - Sylvia Day
Crossfire. Offenbarung
(1.199)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Im zweiten Teil nimmt die Entwicklung der Charaktere weiter Fahrt auf: Gideons Vergangenheit und Evas Eifersucht bringen die Beziehung immer wieder in Gefahr. Die Nebenfiguren sorgen für zusätzliche Spannung und Intrigen, während die leidenschaftliche Verbindung der beiden das Zentrum der Handlung bleibt. Der Mix aus Spannung, Gefühl und überraschenden Wendungen macht diesen Band zu einer packenden Fortsetzung – die Seiten fliegen förmlich dahin























