Bücher mit dem Tag "thriller"
7.430 Bücher
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele
(17.920)Aktuelle Rezension von: FineAnders"Die Tribute von Panem" habe ich gelesen, weil meine Tochter sich ganz dringend das Buch gewünscht hatte, und es unbedingt lesen wollte. Als es da war, hab ich´s halt auch gelesen.
An sich fand ich die Geschichte irre toll, spannend und mitreißend, gradezu süchtig machend.
Aber den Schreibstil mochte ich nicht so sehr. Durch die Erzählung aus der Sicht der Hauptdarstellerin ist von vorneherein klar wie es ausgehen wird. Außerdem blieben die anderen Charaktere dadurch eher farblos für mich.
Ja und dann... muss es denn so derartig brutal sein? Das war erschreckend. Ich hätte mir da wenigstens tiefere Hintergrundinformationen gewünscht, wie diese Brutalität zustande kommt.
Trotzdem lese ich auch die restlichen Bücher dieser Reihe. Ich mag Unvollständigkeit nicht und es ist spannend.
- Stephen King
Es
(2.389)Aktuelle Rezension von: RadagastEin Klassiker der bis heute nicht an Glanz verloren hat.
Der Horror beginnt damit das Gegenden von Maine berüchtigt sind "unheimlich" zu sein. Das ein Clown sein Unwesen treibt, ohne diesen je gefasst zu haben. Doch nicht nur als Clown kommt er in Erscheinung, sondern auch in anderer Gestallt. Beim Lesen entwickelt sich zeitweise eine angenehme Gänsehaut. Man möchte weiter lesen, die Neugier weiß das es zu Situationen kommt die einen in Mark und Bein erschüttern wird. Ja, man weiß das einen die Angst packt.
Mit knapp über 1500 Seiten rauschte ich nicht über diesen Roman hinweg, wobei die Geschichte es erlaubt hätte diese zügig durch zu lesen. Es waren die Storys dazwischen die in mich zum inne halten brachten. Es waren genau diese psychologischen Grausamkeiten die mich zum Nachdenken anregten. Ja, zeitweise war es etwas langatmig. Wo ich mir dachte: "Junge, bring es auf den Punkt." Und geschickt spießt Stephen die Handlung der Geschichte wieder auf die Nadel und ich dachte mir beim lesen: "Verdammt. Er hat es wieder getan." Er hat es abermals geschafft mich zu faszinieren und zu schockieren.Was soll ich sagen? Wenn es einen Autor gibt der mich nach 34 Jahren Hobby - Lesen immer noch so grausam abholen kann, dann ist es Stephen.
- Justin Cronin
Der Übergang
(1.268)Aktuelle Rezension von: koechlWas soll ich über ein Buch schreiben, das nicht beschreibbar ist? Das völlig aus meiner Lesenorm fällt? Wenn ich darüber nachdenke, kann ich es überhaupt einen Genre zuordnen. Vampirroman? Nein, ganz und gar nicht. Besonders in der heutigen Welt, in der Vampire gleichgesetzt werden mit glitzernden Womanizern. Dystopie? Ich bitte euch, Justin Cronins Buch lässt sich auch nicht mit Panem auf eine Ebene stellen. Am ehesten passt wohl der Begriff „Endzeit-Roman“ zum Buch. Aber „Der Übergang“ ist viel mehr, ganz anders, erschreckend, grausam, und gleichzeitig so lehrreich, denn er hat mir so viel über die Kunst verraten, berührende Geschichten zu erzählen und gleichzeitig jegliches Klischee zu umgehen.
Amy ist sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in einem Nonnenstift zurückgelassen wird. Sie ist ein merkwürdiges Mädchen, das ein merkwürdiges Leben geführt hat: Von ihrer Mutter, durch das das soziale Netz der Gesellschaft gefallen wie ein Ohrring durch den Abfluss, geliebt, niemals eine Schule oder eine andere derartige Einrichtung besucht, ist sie still, aufmerksam und ernst wie ein viel älteres Wesen. Gleichzeitig forscht eine Regierungsorganisation an einem Virus, der nur schwer kontrollierbar ist. Zwei FBI-Agents schaffen Probanden heran. Es geschieht nicht zufällig, dass sich die beiden Wege kreuzen, die beiden Schicksale verschlingen wie zwei sich verzwirbelnde Taue.
Ich habe sein Können, das Herzblut und die Liebe, die Cronin in den Text gelegt hat, auf jeder Seite gespürt. Natürlich, es war anders als Normal, abseits jeglicher Norm. Große Erzählkonstrukte mit ein paar eingestreuten wörtlichen Reden mögen nicht jedermanns Sache sein. Meine eigentlich auch nicht. Hier jedoch hat mich die Gewalt der Erzählung mitgerissen. Für mich hat sie die Sogwirkung entfaltet - und Achtung - ich bin eigentlich der Typ Leser, der mit süßen fantastischen Helden mitfiebert, nicht mit kleinen Mädchen und einem FBI-Agenten (Wolgast <3) oder mit einer Nonne. Wie erwähnt, das Buch bricht meine Norm richtig gründlich.
Oh Schreck, das Experiment und die Forschungen gehen richtig gründlich schief. Okey, das war jetzt nicht die Offenbarung. Auch dass es eine Welt vor und nach der Katastrophe gibt, konnte ich mir gerade noch so ausrechnen.
Aber - und jetzt kommt der Punkt, der mein Herz geöffnet hat: Die Geschichte zählt mit zu den grausamen, zu den hoffnungslosen, zu jenen, in denen es einige Tode zu beweinen gibt. Eigentlich bin ich so gestrickt, dass ich nach einer gewissen Zeit abstumpfe, wenn zu viel davon auf mich einprasselt. Ich spanne meinen mentalen Regenschirm auf, sehe der Geschichte zu, wie sie an der Membran entlang rinnt, lasse sie aber nicht an mich heran. Allen voran, weil ich enttäuscht vom Autor oder der Autorin bin, es hätte sicherlich eine andere weniger tödliche Lösung gegeben. Bei Cronin fieberte ich nicht mit, ich war an Amys Seite (die übrigens lange keinen POV bekommt, andere erzählen ihre Geschichte), die Herzen öffnet, die Liebe erfährt, die Grausamkeit erträgt und die mit dem Herzen hört. Ich habe miterlebt, wie sie Menschen mit einer abstumpfenden Biografie verändert und zu eigentlich unmöglichen bewegt. Cronin hat einfach eine unnachahmliche Art, seine Geschichte in meinen Kopf zu brennen. Ich hatte auch noch lange nach dem Schließen des Buches die Protagonisten vor Augen und werde sie wohl für lange Zeit in meinem Herzen durch die Welt tragen. Für mich hat Cronin einfach funktioniert. Er hat immer genau das richtige Maß an Hoffnung, Vertrauen und Freundschaft vermittelt, um die Dunkelheit nicht übermächtig werden zu lassen. Und davon existiert reichlich im Buch.
Er ist schwierig, es ist kein Mainstream, jedoch auf eine sehr eigentümliche Art und Weise berührend. - Frank Schätzing
Der Schwarm
(5.446)Aktuelle Rezension von: AukjeAn der Küste von Peru verschwindet plötzlich ein Fischer spurlos. Zeitgleich stoßen Ölexperten in Norwegen auf einen merkwürdigen Organismus, der große Teile des Meeresbodens bevölkert und somit in Besitz genommen hat. Auch parallel greifen Wale an der Küste von British Columbia ein Schiff an und viele Fische werden Tod an einer Küste angeschwemmt. Dies ist nur der Beginn einer ökologischen Katastrophe die nach und nach, verdeutlicht das sich die Natur zusammen rottet um sich allmählich an der Menschheit zu rächen…
Ein nach wie vor unheimlich gutes Buch, das damals als es herauskam und heute noch ziemlich aktuell ist. Da es sich eindeutig um eine fiktive Geschichte handelt, ist sie doch so realistisch und nachvollziehbar beschrieben, dass man sich nicht wundern würde, wenn man diese Ereignisse morgen in den Nachrichten hören würde. Sehr empfehlenswert und regt zum Nachdenken an. Zudem ist es unheimlich bildlich beschrieben so das man die Szenarien unheimlich gut vor Augen hat, was die Situation noch viel schlimmer macht.
- Dan Brown
Inferno - Filmbuchausgabe
(1.528)Aktuelle Rezension von: LiviaaIch hatte mich auf Inferno gefreut, aber ich bin dann doch nicht reingekommen. Der Anfang in Florenz war stark, geheimnisvoll, spannend, schnell mitten im Geschehen. Auch die Schauplätze sind wieder ein Highlight. Man merkt, dass der Autor sich auskennt und Lust auf Details hat.
Trotzdem hat mich das Buch nicht so gepackt wie die früheren. Die Struktur ist dieselbe wie in den Vorgängern. Das funktioniert grundsätzlich, aber diesmal hat es sich für mich zu vertraut angefühlt. Ich wusste, was als Nächstes passiert, und dadurch ging Spannung verloren.
Der Mittelteil zieht sich. Manche Erklärungen über Dantes Göttliche Komödie, Kunst und Biotechnologie fand ich interessant, andere haben mich eher ausgebremst. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass die Figuren vor allem gebraucht werden, um Informationen zu liefern, nicht, um emotional zu tragen.
Was bleibt, ist ein gutes Buch mit guten Ideen, einem spannenden Thema (Überbevölkerung, Ethik, Wissenschaft) und schönen Bildern im Kopf, aber ohne die Intensität, die Sakrileg oder Illuminati für mich hatten.
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 2. Gefährliche Liebe
(9.034)Aktuelle Rezension von: FineAndersDer zweite Teil "Der Tribute von Panem" war genauso erschreckend brutal wie der erste Teil. Diese Idee mit den Hungerspielen finde ich ziemlich gruselig und abnormal, aber ich mag Katniss und Peeta und ich wollte wissen, wie es weiter geht mit diesem dyspotischem System.
Aber wieder hätte ich mir eine andere Erzählweise gewünscht, vielleicht erdrückt es mich zu sehr das Ganze im Präsens aus der Ich-Perspektive mit zu erleben. Das Ende war natürlich fies. Jetzt muss ich auch noch den dritten Teil lesen.
- Stephen King
Die Arena
(1.239)Aktuelle Rezension von: SariNeviaStephen Kings Die Arena ist ein meisterhaft konstruierter Roman, der mit erschreckender Präzision zeigt, wie dünn der Schleier der Zivilisation tatsächlich ist. In gewohnt fesselndem Stil wirft King seine Figuren in eine Extremsituation – abgeschnitten vom Rest der Welt unter einer unsichtbaren Kuppel – und beobachtet mit unbarmherzigem Blick, wie sich menschliche Schwächen offenbaren und verstärken.
Besonders beeindruckend ist Kings realitätsnahe Auffassung des gesellschaftlichen Zerfalls. Die Dynamiken innerhalb der eingeschlossenen Kleinstadt Chester’s Mill wirken beklemmend authentisch: Machtgier, Angst, Manipulation und blinder Gehorsam zeigen sich nicht als Ausnahmen, sondern als logische Konsequenz menschlichen Handelns in Krisenzeiten.
King zeichnet keine Schwarz-Weiß-Bilder – seine Charaktere sind komplex, ihre Entscheidungen nachvollziehbar, gerade weil sie oft erschreckend menschlich sind. Die Arena ist weniger Science-Fiction als ein düsterer Spiegel der Gesellschaft, in dem sich Leser:innen immer wieder selbst erkennen können.
Ein kraftvolles, bedrückendes Werk, das zeigt, wie gefährlich der Drang nach Kontrolle werden kann – und wie schnell aus Nachbarn Feinde werden, wenn die Strukturen der Ordnung zusammenbrechen. Stephen King beweist einmal mehr, dass der wahre Horror nicht in Monstern lauert, sondern in uns selbst.
- Marc Elsberg
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
(1.608)Aktuelle Rezension von: MattisTNormalerweise mache ich um Bücher, die an der 800-Seiten-Marke kratzen, eher einen großen Bogen – ich bin da meistens ziemlich kritisch, weil viele Autoren sich in der Länge verlieren. Aber bei „Blackout“ von Mark Elsberg muss ich wirklich sagen: Ich bin absolut begeistert. Es ist für mich vielleicht sogar das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe.
Das Thema ist einfach immer noch wahnsinnig aktuell und das Phänomen wurde hier brillant aufbereitet. Man merkt sofort, wie gut Elsberg recherchiert hat, was dem Ganzen eine beklemmende Realität verleiht. Trotz des Umfangs kam bei mir nie Langeweile auf. Das liegt vor allem an den kurzen Kapiteln, den starken Figuren und den vielen überraschenden Wendungen – die Spannungspunkte sind einfach perfekt gesetzt.
Ich habe wirklich kaum etwas zu kritisieren und war am Ende einfach nur richtig zufrieden. Wer einen packenden, intelligenten Thriller sucht, dem kann ich das Buch nur unheimlich ans Herz legen. Ganz klare fünf Sterne!
- Ursula Poznanski
Erebos (Limited Edition)
(3.802)Aktuelle Rezension von: MissWatson76Nachdem nun Ursula Poznanski wieder einen neuen Roman hervorgebracht hat, habe ich mir dann doch erstmal ihre früheren und sehr bekannten Werke angeschaut. Und zwar geht es hier um Erebos, ein Computerspiel, das sich dann als weit mehr als das herausstellt.
Erebos ist ja nun doch schon etwas älter, aber es hat keineswegs an Aktualität verloren, eher ist es so, dass es gerade im Zeiten wo KI sehr präsent wird, absolut um so interessanter wird.
Es geht hier um den noch jüngeren Nick, der mitbekommt, dass eine geheimnisvolle CD in seiner Schule die Runde macht. Und natürlich ist er auch neugierig. Aber eines Tages bekommt er dann endlich die CD von einem Mitschüler geschenkt. Aber gleich gibt es auch die Verschwiegenheitspflicht dazu und schnell noch weitere Instruktionen.
Nick ist schnell begeistert und doch schon fast süchtig nach dem Spiel. Aber nach und nach geschehen dann merkwürdige Dinge, die gerade in der Realität stattfinden. Und dann beginnt Nick doch darüber nachzudenken und die Inititive zu ergreifen. Aber genau das will Erebos auf gar keinen Fall.
Ein wirklich sehr spannendes Buch und gerade das Thema der Computerspiele und KI hat mich sehr angesprochen. Und es war zudem natürlich auch sehr spannende geschrieben. Und selbst wenn es eines von Ursula Poznanskis früheren Büchern ist, dann hat sie mit dem Schreibstil immer noch genauso gut überzeugt wie später.
Alles in allem lohnt sich das Buch auf jeden Fall.
Nachdem nun Ursula Poznanski wieder einen neuen Roman hervorgebracht hat, habe ich mir dann doch erstmal ihre früheren und sehr bekannten Werke angeschaut. Und zwar geht es hier um Erebos, ein Computerspiel, das sich dann als weit mehr als das herausstellt.
Erebos ist ja nun doch schon etwas älter, aber es hat keineswegs an Aktualität verloren, eher ist es so, dass es gerade im Zeiten wo KI sehr präsent wird, absolut um so interessanter wird.
Es geht hier um den noch jüngeren Nick, der mitbekommt, dass eine geheimnisvolle CD in seiner Schule die Runde macht. Und natürlich ist er auch neugierig. Aber eines Tages bekommt er dann endlich die CD von einem Mitschüler geschenkt. Aber gleich gibt es auch die Verschwiegenheitspflicht dazu und schnell noch weitere Instruktionen.
Nick ist schnell begeistert und doch schon fast süchtig nach dem Spiel. Aber nach und nach geschehen dann merkwürdige Dinge, die gerade in der Realität stattfinden. Und dann beginnt Nick doch darüber nachzudenken und die Inititive zu ergreifen. Aber genau das will Erebos auf gar keinen Fall.
Ein wirklich sehr spannendes Buch und gerade das Thema der Computerspiele und KI hat mich sehr angesprochen. Und es war zudem natürlich auch sehr spannende geschrieben. Und selbst wenn es eines von Ursula Poznanskis früheren Büchern ist, dann hat sie mit dem Schreibstil immer noch genauso gut überzeugt wie später.
Alles in allem lohnt sich das Buch auf jeden Fall.
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.126)Aktuelle Rezension von: Bookworm26Passagier 23 ist für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe – ein absoluter Favorit! Schon von der ersten Seite an wird man komplett in die Geschichte hineingezogen. Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet; man bekommt das Gefühl, jeden einzelnen Passagier wirklich zu kennen.
Besonders gefallen hat mir, wie alle Handlungsstränge und Figuren harmonisch zusammengeführt werden. Man fiebert mit, versucht selbst zu rätseln und fühlt die emotionale Tiefe der Geschichte. Für alle, die psychologisch spannende Thriller mit einer dichten Atmosphäre, cleveren Wendungen und unvergesslichen Charakteren lieben, ist Passagier 23 ein absolutes Muss.
- Sebastian Fitzek
Das Kalendermädchen
(673)Aktuelle Rezension von: tinusz_booksDas Kalendermädchen – Sebastian Fitzek
Bewertung: ⭐ 4/5
Spice: 🌶️ 0/5
Spannung: 💣 4/5Ein gutes, solides Fitzek-Buch – aber eben kein Banger.
Fitzek macht das, was er kann: Er verwirrt gezielt, zieht falsche Fährten, lässt einen permanent zweifeln, was real ist und was nicht. Die Protagonisten sind greifbar, menschlich, emotional nachvollziehbar, eben genau das, was viele Thriller vermissen lassen.
Was besonders überzeugt: der extrem flüssige Schreibstil. Man fliegt durch die Seiten, ohne es zu merken. Allerdings in Third Person, was für mich persönlich ein kleiner Minuspunkt ist. First Person hätte die emotionale Nähe noch stärker gemacht.
Der Knackpunkt liegt klar im letzten Plot. Der Twist fühlt sich eher meh an als mindblowing. Vor Allem die Auflösung einer der zentralen Fragen wird bewusst offengelassen – und genau das taugt mir nicht. Nicht, weil alles erklärt werden muss, sondern weil es hier schlicht dazugehört hätte. Das wirkt weniger clever als kalkuliert.
Fazit:
Ein spannender, gut geschriebener Fitzek mit starken Figuren und Sogwirkung - aber ohne den finalen Punch, der aus „gut“ ein „wow“ gemacht hätte. - Patrick Süskind
Das Parfum
(10.258)Aktuelle Rezension von: AukjeUm 1738 kommt Jean-Baptiste Grenouille zur Welt und besitzt keinen Eigengeruch. Er wächst als Einzelgänger in verschiedenen Familien in Frankreich auf. Eines Tages stößt er auf den Parfümeur Baldini und beginnt bei ihm eine Ausbildung als Parfümeur. Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass er einen äußerst ausgeprägten Geruchsinn hat und wird in seinem Beruf ziemlich erfolgreich. Doch insgeheim beschließt er 'den perfekten Duft' zu kreieren. Also beginnt der Einzelgänger Frauen die gut riechen nachzustellen und zu ermorden um ihren Duft einzufangen. Irgendwann kommt man ihm auf die Fährte und er soll verurteilt werden. Doch während seiner öffentlichen Verurteilung öffnet er ein Fläschchen seines selbst kreierten Duftes und alle Anwesenden geraten in Ekstase und beginnen sich gegenseitig zu ermorden vor verlangen.
Ich habe das Buch nach mehreren Jahren noch einmal gelesen und und hatte fast schon vergessen wie gut er ist. Ich liebe es wie detailliert die einzelnen Gerüche beschrieben werden, so dass man sie während des Lesens das Gefühl bekommt sie wirklich zu riechen. Auch der psychologische Hintergrund und daher die Tat von Grenouille ist unheimlich interessant beschrieben.
- Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.718)Aktuelle Rezension von: Lesefieber22Ein Jahr nachdem Tills Sohn Max verschwunden ist, ist noch immer unklar was mit dem Jungen passiert ist. Als einzige Möglichkeit sieht Till nur noch den Weg, sich als Insasse in die psychiatrische Abteilung der Haftanstalt einweisen zu lassen, um dem mutmasslichen Mörder seines Sohnes nahezukommen und so die Wahrheit zu erfahren...
Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Trotz Schlafmangel nach Silvester habe ich es fast in einem Rutsch durchgelesen, weil es einfach so spannend war. Stellenweise war es zwar wirklich verstörend und brutal, gleichzeitig aber auch faszinierend, wozu Menschen fähig sind. Durch unerwartete Wendungen hatte ich immer wieder neue Theorien, was nun wirklich passiert ist und wer der Schuldige ist. Bis zuletzt blieb so die Spannung hoch. Für mich war es das erste Buch von Sebastian Fitzek, aber bestimmt nicht das letzte.
Spannend, verstörend und dramatisch - die perfekte Lektüre für ein langes Wochenende.
- Dan Brown
Das verlorene Symbol
(2.045)Aktuelle Rezension von: RamonaFroeseMir hat das Buch sehr gut gefallen... Manche fragen inm Buch regen sehr dazu an darüber nach zu denken, bei anderen denke ich mir was zur Hölle...
Die Gechichte als solches um die Jagd nach dem Verlorenen wissen bzw altem Wissen ist sehr gut gemacht.
Ich interessiere mich generell für Geheimbünde und und Logen und da passte das Buch sehr gut.
- Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
(5.007)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …
Meinung: Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu diesem Buch abzugeben, da es sich um ein hochsensibles Thema handelt und Suizid nie die Lösung sein sollte. Hannah Baker ist eine Jugendliche, die sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und am Ende nur noch diese Option sieht. Mit der gesamten Story hatte ich so meine Probleme.
Der Schreibstil ist weder anspruchsvoll noch besitzt er Wiedererkennungswert. Vermutlich ist das gewollt, um die Jugendlichen möglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven – Hannah und Clay – in der ersten Person.
Mit Hannah hatte ich so meine Probleme. Sie kam mir sehr unnahbar vor, ich fand keinen Draht, konnte nicht mal Mitgefühl entwickeln. Ihre Persönlichkeit war einfach nicht tiefgründig genug. Relativ kühl und beinahe herablassend zählt sie die Dinge auf, die andere Schüler ihr angetan haben und stellt Leute an den Pranger, die teilweise nicht mal vorsätzlich gehandelt haben. Das machte sie für mich sehr unsympathisch.
Jeder Mensch reagiert anders auf sein Umfeld und es gibt leider zu viele Opfer von Mobbingattacken und Schlimmerem. In Hannahs Fall einen Klaps auf den Po zu bekommen oder als „Mitfahrgelegenheit“ betitelt zu werden, spiegelt nicht mal ansatzweise die wahren Probleme der Gesellschaft wider. Das Buch sollte vermutlich Augen öffnen. Doch ich bin hier zwiegespalten. Die Message sollte doch sein, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und darüber nachzudenken, wozu Mobbing führen kann. Doch Hannah macht es ihren Mitmenschen nicht leicht. Sie stößt sie von sich weg, wird Zeugin einer Vergewaltigung und sieht dennoch sich selbst als Opfer. Sie verlangt permanent von allen anderen, sich in sie hineinzuversetzen, ist aber nicht eine Sekunde bereit, dasselbe zu tun.
Als sie am Ende auch noch den Vertrauenslehrer die Mitschuld an ihrem Selbstmord gibt, konnte ich beim Lesen nur noch den Kopf schütteln. Sie ist verzweifelt. Sie will Hilfe. Das behauptet sie zumindest. Doch sie lässt sich nicht helfen und läuft stattdessen davon. Ihr Lehrer bittet sie mehrere Male, zu bleiben, doch sie ignoriert dies. Ihm dann noch vorzuwerfen, nicht hartnäckig genug gewesen zu sein, ist nicht fair von ihr.
Hier war mir einfach die komplette Handlung zu gestellt. Der Autor reihte ein Ereignis um das andere und zeichnete Hannahs Persönlichkeit sehr übertrieben – meiner Meinung nach.
Das Buch war flüssig zu lesen. Immer wieder hoffte ich auf den Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Doch er kam nicht. Psychologische Hilfe wäre hier für die Protagonistin wertvoll gewesen. Stattdessen anderen die Schuld an allem zu geben, ist keine gute Message. Schade fand ich auch, dass nicht auf die Gefühlswelt der Mitschüler und der Lehrer eingegangen worden ist. Mich hätte sehr interessiert, wie sie mit dem Verlust umgehen. Auch Hannahs Eltern kommen nicht zu Wort. Die gesamte Story bezieht sich rein auf Hannahs Erlebnisse in ihrer Bubble. Das war mir etwas zu einseitig. Es fehlte an Abwechslung, an „Leben“. Clay war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen, da das Buch ein wichtiges Thema anspricht, jedoch in der Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen ist.
- Frank Schätzing
Limit
(601)Aktuelle Rezension von: Malte_HermannFrank Schätzings Roman spielt in einer nahen Zukunft, in der Raumfahrt, Energiehunger und Überwachung ineinandergreifen. Ich begleite eine Reise zum Mond – Prestigeprojekt und Versuchslabor –, während auf der Erde Konzerne, Dienste und Hacker um die Vorherrschaft über Energien ringen. Helium-3 gilt als Heilsversprechen, doch je höher die Visionen steigen, desto sichtbarer werden Abhängigkeiten, Spannungen und Grenzen der Machbarkeit. (Mehr: https://love-books-review.com/de/limit-von-frank-schaetzing/ )
Mich reizt die Doppelstruktur: Lunar-Tour und ein bodennahes Ermittlungsnetz, das über globale Schauplätze führt. Die Kapitel wirken filmisch, mit Beschreibungen von Technik, Interfaces und Räumen; ich spüre die Kälte der Algorithmen und den dünnen Atem der Mondoberfläche. Während Drohnen, Daten und Deals den Takt bestimmen, geraten die Figuren in moralische Engpässe: Wie weit darf Fortschritt gehen, wenn seine Kosten Menschen verschleißen?
Schätzing verbindet Detail und Spannung zu einer Kritik am Glauben an grenzenloses Wachstum. Ich lese darin keine Flucht, sondern Erzählung über Verantwortung: Innovation braucht Regeln, sonst kippt sie in Raubtierlogik. Trotz des Tempos bleibt Raum für Staunen – über Ingenieurskunst und Sehnsucht, die Erde von außen zu sehen. Zugleich empfinde ich Beklemmung, weil Macht in Netzen zirkuliert, die niemand kontrolliert.
Limit hinterlässt mich elektrisiert und nachdenklich: ein Panorama aus Weltraumglanz und irdischer Schattenökonomie, das fragt, wo Fortschritt endet – und Menschlichkeit beginnen muss.
- Colleen Hoover
Verity
(2.214)Aktuelle Rezension von: CoffeeToGoInhalt
Lowen soll Veritys erfolgreiche Buchreihe weiterschreiben, da Verity selbst nach einem Unfall nicht mehr dazu in der Lage ist. Zu Recherchezwecken zieht sie bei Verity und ihrem Mann Jeremy ein. Als sie jedoch Veritys Tagebuch findet, hält das Grauen Einzug in Lowens Leben.
Eigene Meinung
Von Anfang an schwingt eine unglaubliche Spannung beim lesen mit, die tatsächlich bis zum Ende gehalten werden konnte.
Die Geschichte entwickelt sich so rasant, dass man kaum mitkommt. Nicht ein Moment zum Durchatmen wurde einem gegönnt, alles geht Schlag auf Schlag.
Am meisten gefallen und auch sehr verstört, haben mich die Passagen, in denen Lowen Veritys Manuskript liest. Unglaublich wie man sich so etwas ausdenken kann. Mich hat es geschüttet vor Grauen!
Aber dem ganzen die Krone aufgesetzt hat der Epilog. Man hat durch andere Rezensionen schon geahnt, dass da noch eine heftige Wendung kommen wird, aber was da genau war, habe ich nicht vorausgesehen, obwohl ich mir Gedanken in alle möglichen Richtungen gemacht habe.
Fazit
Ein unglaublich packendes, rasantes und sehr spannendes Buch! In die Richtung würde ich gerne mehr von Colleen Hoover lesen. - Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.810)Aktuelle Rezension von: isabellepfMit „Das Paket“ beweist Sebastian Fitzek einmal mehr, warum er zu den erfolgreichsten Psychothriller-Autoren gehört. Von der ersten Seite an erzeugt die Geschichte eine bedrückende Atmosphäre, die den Leser direkt in Emmas Angstwelt hineinzieht. Ihre Paranoia, ausgelöst durch ein traumatisches Erlebnis, ist eindringlich geschildert und lässt einen ständig zweifeln: Was ist real und was entspringt ihrer Furcht?
Fitzek spielt gekonnt mit Erwartungen, falschen Fährten und überraschenden Wendungen. Besonders stark ist, wie alltägliche Situationen – ein Haus, ein Nachbar, ein Paket – plötzlich zu Auslösern purer Anspannung werden. Die kurzen Kapitel sorgen für ein hohes Tempo und machen das Buch schwer aus der Hand zu legen.
Zwar wirkt die Handlung stellenweise bewusst überzeichnet, doch genau das gehört zum Fitzek-Stil und sorgt für maximalen Nervenkitzel. Das Finale ist überraschend und regt zum Nachdenken an.
Ein spannender, psychologisch intensiver Thriller, der lange nachhallt, nichts für schwache Nerven, aber ein Muss für Fans von Sebastian Fitzek.
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
(1.067)Aktuelle Rezension von: Brina_10Das Lied von Vogel und Schlange nimmt uns noch einmal mit in die Welt von Panem. In eine Welt, in der die sogenannten Hungerspiele für Recht und Ordnung sorgen sollen. Als Leser begleiten wir in diesem Teil die 10. Hungerspiele Panems, in denen der spätere Präsident Coriolanus Snow als Mentor eingesetzt wird...
Ich kannte den Film bereits vor dem Buch und wusste deshalb, was mich inhaltlich erwarten würde. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten und mich so manches Mal gefesselt.
Vor allem die Entwicklung von Snow wurde im Buch meiner Meinung nach nochmal viel deutlicher herausgearbeitet. Seine Gedanken und Gefühle erhalten im Buch einfach viel mehr Ausdruck, sodass seine spätere Rolle in den Hungerspielen viel nachvollziehbarer für mich wurde.
Auch inhaltlich war es detailreicher und stärker als der Film. Die ganzen kleinen Hinweise, die versteckten Andeutungen auf das Panem wie wir es in 64 Jahren kennen fand ich sehr gelungen.
Die Charaktere waren sehr gut herausgearbeitet udn tiefgründig beschrieben. Das Buch lebt jedoch von Lucy Gray Baird, die durch ihre positive und ehrliche Art immer wieder kleine Lichtblicke, Freude und Hoffnung in diese schwere Welt bringt.
Einige Teile des Buches habe ich als Hörbuch gehört, da ich es zwischenzeitlich recht langatmig fand.
Ich mochte dieses Prequel insgesamt sehr gern und denke, jeder der Tribute von Panem kennt und liebt, wird auch mit diesem Buch seine Freude finden.
- Simon Beckett
Die Chemie des Todes
(7.409)Aktuelle Rezension von: Namie_LorentzIn „Die Chemie des Todes“ lernt der Leser Dr. Hunter, einen Dorfarzt, kennen, der sich vor ca. 3 Jahren in die Abgelegenheit einer kleinen Gemeinde geflüchtet hat, um seine Vergangenheit und seinen früheren Beruf, hinter sich zu lassen.
Durch einen Leichenfund der zwei Brüder Neil und Sam wird Dr. Hunter jedoch Schritt für Schritt in seinen alten Beruf als forensischer Anthropologe zurück, gezogen.
Als Koryphäe auf diesem Gebiet kennt er „die Chemie des Todes“ und wird eine wichtige Hilfe bei den Ermittlungen.
Packend beschreibt Simon Beckett, wie sich eine kleine Gemeinde wandelt, wenn der Verdacht besteht, einen Mörder unter sich zu beherbergen. Wer mag es sein und warum? Wird es mehr Opfer geben und wie viele …
Simon Becketts Schreibstil ist wahnsinnig gut. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Er nimmt den Leser auf eine ganz eigene Weise mit. Gibt Einblicke in die unterschiedlichen Charaktere, schafft Verknüpfungen und hält die Spannung hoch, ohne zu übertreiben.
Mehr soll gar nicht verraten werden. Ein Buch, das auf jeden Fall auf die Leseliste von Krimi- und Thrillerliebhabern gehört. Sehr, sehr gut!
- Dan Brown
Illuminati
(5.125)Aktuelle Rezension von: MikeyEines vorneweg, ich kann den Hype um diesen Autor beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, das Buch wenigstens so gut wie die Spielfilme zu finden (von denen ich mich bestens unterhalten gefühlt habe) und normalerweise finde ich die Bücher immer besser als die entsprechende Verfilmung, aber hier kann ich dem Geschriebenen absolut nichts abgewinnen.Mein Hauptkritikpunkt: Dieser Roman ist in sehr einfacher Sprache geschrieben. Kaum ein Satz im Buch geht über zwei Zeilen! Beschreibungen von Umgebungen, Stimmungen oder Motivationen sind wenig bis garnicht zu finden. Eines der 137 Kapitel geht im Durchschnitt über 2 -3 Seiten, oft auch bloß über eine halbe oder ganze Seite. Es gibt also nichts, was dem schnellen Literaturkonsum hinderlich sein könnte.
Das Buch wartet mit 700 Seiten auf, die Zahl wird aber schon wieder dadurch relativiert, dass eine Seite max. 32 Zeilen hat (beim Kapitelwechsel sind es 26), wohlgemerkt in relativ großer Schrift (zum Vergleich: bei Ken Folletts "Säulen der Erde" sind es 37 kleingedruckte Zeilen). Das alles mag manchem für eine Rezension belanglos sein, es scheint mir aber damit ein Klientel anzusprechen, zu dem ich nicht gehöre (ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen). Sicher, es ist Trivialliteratur, deswegen muss es aber trotzdem nicht Unlust am Weiterlesen auslösen.
Off-Topic: Ich habe z.B. bei genannten Ken Follett dessen plakative (gut - böse) Figurenzeichnung kritisiert, aber diese Bücher waren trotzdem gut geschrieben und die Spannung zwang einen förmlich, am Weiterlesen zu bleiben. (Ich erwähne das in diesem Kontext nur, um zu zeigen, das Trivialliteratur vom Stil her nicht einfach gestrickt sein muss.)Hier dagegen habe ich keinerlei Ambitionen verspürt, das Buch, wenn ich es beiseite gelegt habe, wieder in die Hand zu nehmen. Die Story mag sicher gut und spannend ausgedacht sein, aber genau das machte es letztendlich auch so lohnenswert, in Hollywood verfilmt zu werden. Als Literatur zum Lesen: Nein.
Dieser simple Schreibstil hat mich, auch wenn ich das garnicht gern mache, dazu bewogen, jetzt zum dritten Mal ein Buch vorzeitig abzubrechen. Ich habe noch "Sakrileg" daliegen, beide Bücher werden jetzt wieder im Büchertauschregal landen. - Stieg Larsson
Verblendung
(6.236)Aktuelle Rezension von: MarleneVDer Fall ist in aller Munde, Mikael Blomkvist, bekannter Journalist, steht plötzlich vor dem Aus. Wegen Verleumdung verurteilt, sieht es finster aus für ihn und sein Magazin. Genau in dieser Phase erreicht ihn ein ungewöhnliches Angebot: Henrik Vanger, ein früherer Großindustrieller, bittet ihn, ein jahrzehntealtes Familienrätsel zu lösen: das Verschwinden seiner Nichte Harriet. Die Polizei ging damals von einem Weglaufen aus, doch Henrik glaubt an Mord.
Blomkvist beginnt zu ermitteln, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens. Erst als Lisbeth Salander, eine eigenwillige und brillante Ermittlerin, hinzukommt, beginnt sich etwas zu bewegen. Gemeinsam decken sie Dinge auf, die tief in die Vergangenheit der Familie reichen – und die einige am liebsten für immer vergraben hätten.
Meine Erwartungen an das Buch waren hoch, vielleicht zu hoch. Die ersten 200 Seiten ziehen sich spürbar. Nicht langweilig, aber eben auch nicht das, was man sich bei all dem Hype erhofft. Viel Vorbereitung, viele Figuren, wenig Dynamik. Aber: Wer dranbleibt, wird belohnt. Nach der Hälfte nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und entfaltet dann auch die Spannung, die man sich von Beginn an gewünscht hätte.
Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall in der Hoffnung lesen, dass der Einstieg dort flüssiger gelingt als bei Verblendung. Für den ersten Teil gibt’s von mir solide 3½ Sterne. Kein perfekter Auftakt, aber ein Buch, das am Ende überzeugt.
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.142)Aktuelle Rezension von: Randaleranke📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.
❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.
✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...
- du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.
- du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.
- du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.
❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...
- du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.
- du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.
- Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.
✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.
P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.731)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Der Start ins Buch hätte spannender sein können, ca die ersten 100 Seiten hat mir die Sogwirkung etwas gefehlt. Es war aber auch nicht langweilig, sondern immer gut lesbar, wenn man mit dem Lesen angefangen hatte.
Der Mittelteil und das Finale waren grandios, da konnte ich dann nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
Das Ende fand ich wiederum ernüchternd. Einer von beiden hätte zum Schluss sterben oder ins Gefängnis wandern müssen. Dass Amy mit ihren Intrigen einfach so davon kommt, nur weil sie am Ende schwanger ist und Nick unbedingt ein Baby wollte, genügt mir nicht und lässt mich als Leser etwas unbefriedigt zurück.
Trotzdem im Großen und Ganzen ein solider, spannender Psychothriller, mit gut ausgearbeiteten Charaktern und einem flüssigen, angenehm zu lesenden, Schreibstil.























