Bücher mit dem Tag "thronfolge"
27 Bücher
- S.J. Kincaid
Diabolic / Diabolic (1). Vom Zorn geküsst
(405)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDer Anfang des Buches hat mir sehr gefallen. Man wird relativ ausführlich und ruhig in die Geschichte und den teilweise sehr komplexen Hintergrund der verschiedenen Familien eingeführt. Außerdem erfahren wir, wie Diabolics erschaffen werden und wie die Prägung funktioniert. Dadurch ist die Grunddynamik zwischen Nemesis und ihrer Schutzbefohlenen Sidonia von Anfang an klar und benötigte keinen Weiterren Hintergrund. Auch die Phase der Vorbereitung für Nemesis’ Aufenthalt am imperialen Hof fand ich sehr gut dargestellt.
Ab dann flachte die Geschichte für mich leider sehr ab. Die am Hof erwarteten Intrigen blieben größtenteils aus, die Machtspiele sind eher schmückendes Beiwerk. Die Gefühle, die sie für Tyrus zu entwickeln beginnt, kamen für leider mich überhaupt nicht rüber und damit fiel die ganze Liebes-Thematik für mich weg.
Meiner Meinung nach lag der Fokus tatsächlich noch zu wenig auf der Liebe, die Nemesis entwickelt - denn eine künstlich geschaffene Diabolic sollte nur einen Menschen lieben: ihre zu schützende Person, auf die sie geprägt wurde. Das, was hier passiert ist also in dieser Welt etwas noch nie da gewesenes und könnte generell zum Nachdenken anregen. Das tut es leider überhaupt nicht.
Und dann kam das Ende. Dass es relativ offen gehalten ist, stört mich überhaupt nicht, es irritierte mich eher, dass keine offenen Fragen blieben. Im Nachhinein habe ich mich ein wenig erkundigt und erfahren, dass das Buch eigentlich erst als Einzelband gedacht war, und das merkt man. Das Ende kann genau so stehenbleiben.
Für mich ist diese Trilogie also beendet, wie sie ursprünglich gedacht war.
- Hilary Mantel
Brüder
(159)Aktuelle Rezension von: Ana80Aus der Sicht von Danton, Robespierre und Desmoulins erhalten wir in diesem Roman Einblick in die Geschehnisse der Französischen Revolution. Die drei Männer sind und denken sehr unterschiedlich und geraten doch alle in den Sog der Revolution.
Ich habe es erneut mit Hilary Mantel versucht und muss gestehen, auch hier fiel es mir streckenweise schwer. Der Schreibstil der Autorin macht es der Leserschaft einfach nicht Leicht, am Ball zu bleiben. Oft holprige und abgehackte Dialoge, regelmäßige Verwirrung bei mir, wer denn gerade das Wort ergriffen hat.
Ich habe mir sehr bewusst das Buch noch in meine Urlaubszeit gelegt, im normalen Alltag hätte ich es nicht geschafft es durchzulesen. Ich bin bei Mantel immer hin und hergerissen, da ich es eigentlich genial finde, dass sie Geschichte nicht schönt und möglichst bei den Fakten bleibt, andererseits ihr Stil mich immer wieder sehr viel Konzentration und Ausdauer kostet.
Dennoch gefällt mir das Buch. Empfehlen kann ich es allerdings nur Leser/innen, die Vorkenntnisse über die Revolution haben und diese aus der Sicht einiger der wichtigsten Persönlichkeiten der Revolution und zum Teil auch aus Sicht der Frauen betrachten wollen und dafür viel Zeit mitbringen.
- Kiera Cass
The Selection
(1.446)Aktuelle Rezension von: EvieReadsThe Selection von Kiera Cass hat mich von der ersten Seite an begeistert. Die Mischung aus Dystopie und Romance ist erfrischend, und das Setting ist einzigartig. Die Protagonistin America ist nachvollziehbar in ihren Konflikten, besonders im Hinblick auf ihre Gefühle für Maxon und Aspen. Die Spannung steigt mit jeder Seite, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Liebesdreiecksituation hat mich emotional mitgerissen und oft auf die Folter gespannt. Cass’ Schreibstil ist flüssig und einladend, was das Lesen zum Genuss macht. Ein absolutes Muss für alle, die YA-Literatur lieben!
- Julia Dippel
Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe
(531)Aktuelle Rezension von: insanebookpersonHeute habe ich euch den zweiten Teil der Cassardim Reihe mitgebracht, den ich wieder sehr schnell inhaliert habe! Langsam aber sicher beginnt Amaia die Welt Cassardim zu und ihre Eigenheiten zu verstehen und auch keinen Moment zu spät, denn sie ist, ob sie will oder nicht, dazu bestimmt eines Tages die Kaiserin zu werden. Doch wird Amaia dem Druck und den Intrigen am Kaiserhof trotzen können? Gemeinsam mit Noár, seinen Freunden und ihrer Geisterfreundin versucht sie nicht nur ihre Geschwister und Noár und seine Freunde, sondern auch ihr Herz zu schützen. Kann sie überhaupt jemandem trauen?
Ich habe wieder alles an diesem Buch geliebt, ich habe ja bereits von den Charakteren geschwärmt und stehe immer noch zu allem, was ich in der vorherigen Rezi auch gesagt habe! Die Twists und der Herzschmerz haben das Buch zu einer Sucht von mir werden lassen und ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber ich habe Angst den letzten Band der Reihe zu Lesen hahaha.
- Julia Dippel
Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel
(375)Aktuelle Rezension von: Um_Buchseites_BreiteAchtung, hier handelt es sich um Band 3. Diese Rezension wird Spoiler auf die Vorgängerbände enthalten.
Zusammenfassung
Amaia und Noar haben geheiratet, doch das Chaos greift wieder an und die Wolkenfürstin hat den Thron Cassardims an sich gerissen. Ein Plan muss her, der sowohl einen Krieg zwischen Wolkenreich und Schattenreich verhindert und der das Chaos zurückdrängt.
Charaktere und Schreibstil
Die Geschichte hatte für mich zu keiner Zeit eine Länge. Jeder einzelne Kapitel hat Amaia und Noar näher an eine Lösung gebracht. Es war spannend geschrieben.
Auch die Charaktere waren wieder einmal wunderbar aufgearbeitet. Ich habe mit allen mitgefiebert und das ein oder andere Tränchen verdrücken müssen.
Fazit
Die Rezension hat ich bewusst etwas kürzer gehalten um ja nicht zu viel vorweg zu nehmen. Die Story hat mir vorallem gefallen, weil der Zusammenhalt sehr gut gezeichnet waren. Die Geschichte hat mich mitgenommen, wegen den Charakteren, der Handlung, der Wendungen, der Kämpfe und der Gefühle. Ein gelungener Abschluss der Reihe. - Tracy Banghart
Iron Flowers – Die Rebellinnen
(465)Aktuelle Rezension von: ButtaIch habe das Hörbuch nur durch Zufall entdeckt muss aber sagen ich war positiv überrascht und es trifft sehr meinen Geschmack. Für so ein Jugendbuch hat es einige Schichten und ist sehr feministisch, was ich toll fand. Natürlich könnte es noch mehr Tiefe und world building haben und natürlich erinnert es an einige Bücher von dieser Zeit. Nichts desto trotz finde ich dass es seinen Job gut macht, ich war wirklich investiert in die Story und super gespannt sich wenn ich den einen Twist geahnt habe. Mir gefiel die ganze Idee die Umsetzung bisher und auch die Sprecher waren gut. Bin auf dem 2ten Teil gespannt
- Rebecca Gablé
Von Ratlosen und Löwenherzen
(175)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinMit diesem Buch gibt Rebecca Gable einen launigen Überblick über das Mittelalter in England, das bei weitem nicht so düster und furchtbar war, wie man oft denkt. Für mich hätte das Buch auch gern doppelt so lang sein können. Absolute Empfehlung für Mittelalter-Fans und Pflichtlektüre für alle, die die Waringham-Reihe mögen.
- P. M. Freestone
Shadowscent - Die Blume der Finsternis
(186)Aktuelle Rezension von: natti_LesemausEigentlich hört sich der Klapptext ja gut an, aber irgendwie bin ich nicht wirklich in das geschehen reingekommen.
ich habe einige Kapitel versucht zu lesen, aber dann irgendwann festgestellt, das es einfach nicht meins ist. Und bei meinem SUb- warum quäle ich mich durch ein Buch, wenn es es noch ettliche andere gibt zum lesen.
Deswegen habe ich es dann irgendwann abgebrochen. Vielleicht versuche ich es irgendwann noch einmal...
- Holly Black
The Cruel Prince (The Folk of the Air)
(25)Aktuelle Rezension von: GingerteabooksEs war wirklich gut. Es gab Action und Spione, Mord und Totschlag, Verrät und Lügen, Politische Intrigen und heimliche Affären. Liebs. Ich mochte besonders, dass es wirklich Enemies to Lovers ist. Jude und Cardan hassen sich. Bin gespannt, wie sich das zwischen den beiden in den nächsten Bänden entwickelt, besonders nach dem Ende.
- Elke Aybar
Back to Wonderland
(54)Aktuelle Rezension von: LillilieIch liebe Alice im Wunderland, deshalb hat es mich so gefreut dieses Buch fangen zu können nur um eher enttäuscht es zu beenden.
Alice in diesem Buch ist eine Junge Frau die eine scheinbar Glückliche Beziehung führt und demnächst eine Bäckerei eröffnen will. Das Buch an sich war sogar noch bis zur Eröffnung der Bäckerei gut zu lesen danach wurde es einfach langweilig.
Achtung enthält Spoiler!!
Ab dem Punkt wo Alice entführt wird ist es einfach nur noch ein Trauerspiel. Es existiert so gut wie keine Spannung und auch wenn ich Alice in diesem Buch nicht leiden kann wird sie einfach aus dem Grund da sie ihrer Mutter ähnlich sieht echt schlecht behandelt. Da wir eh gerade von Alice sprechen bleiben wir doch kurz bei ihr. Kurz und knapp ich kann sie nicht leiden. Sie ist so stur das es fast schon wehtut. So haben wir zum Beispiel die Tatsache das sie essen verweigert da sie Vegetarier ist. Was an sich nicht falsch ist ich bin auch Vegetarier und kann verstehen warum sie kein Fleisch essen will, aber in einer Situation in der du nicht weißt wo du bist und was mit dir passiert ist es die dümmste Entscheidung nicht alles zu essen was man bekommt um an Stärke zu gewinnen. Anfangs fand ich sie sympathisch doch dann hatte ich keine Lust mehr ihren Dialog und ihre Gedanken zu lesen.
Teilweise werden Ideen komplett verworfen. So wurde in einer Erinnerung von Alice angedeutet das ihr Gefühl im Grunde ihr sagt wenn etwas nicht stimmt und anfangs wurde das auch so noch verwendet. Doch irgendwann kam es garnicht mehr vor. Eine Spannung wurde nie wirklich aufgebaut da vieles schon in der Hälfte des Buches klar war, Alice aber erst die Informationen viel später erfährt.
Was zudem etwas blöd gehandhabt wurde war der Perspektiven Wechsel. Man weiß nie direkt am Anfang des Kapitels wessen Gedanken wir gerade folgen was teilweise sehr verwirrend ist.
Natürlich sind noch einige Fragen offen aber ich weiß nicht ob diese Fragen mich so interessieren um den zweiten Band anzufangen.
Grundlegend kann ich sagen das man dieses Buch sofern man es wirklich lesen will, nicht so angehen sollte das es eine gute Alice im Wunderland Interpretation ist. Es gibt Dinge die sich von Alice im Wunderland inspiriert anfühlen aber das Buch wäre glaube ich besser dran wenn es ein ganz normales Fantasy Buch wäre und kein retelling von Alice im Wunderland.
- Jennifer Armintrout
Herrscherin des Lichts
(25)Aktuelle Rezension von: emilayanaHerrscherin des Lichts – Jennifer Armintrout
1. Handlung: Elfen, Drachen, Dämonen und Vampire sind in die Welt der Menschen gekommen, da der Wall durchbrochen wurde. Doch sie leben in der Unterwelt verbannt unter den Städten der Menschen. Aber auch dort herrschen zwei verschiedene Königreiche. Die Lightworld und die Darkworld. In der Lightworld sind die Elfen zu Hause und dort regiert die Elfenkönigin Mabb, während in der Darkworld das Choas regiert. Als die Assassinen Ayla während ihres Auftrags in der Darkworld auf den Todesengel Malachi trefft, verändert sich ihr Leben. Doch er hält die Halbelfe Ayla nur für eine Elfe und berührt sie, aber durch ihre Menschlichkeit wird Malachi seine Unsterblichkeit genommen. Der Engel ist gefallen. Er möchte Rache, aber als Ayla ihm sein Leben rettet, liegen Hass und Liebe plötzlich ganz nah zusammen.
2. Schreibstil: Erst einmal muss man dieses Konzept der mehreren Welten verstehen und das alleine war schon schwer genug. Die ersten 200 Seiten (über die Hälfte des Buches) konnte man das überhaupt nicht nachvollziehen und ich weiß nicht einmal, ob ich es jetzt kapiert habe. Und daran ist vor allem auch der Schreibstil schuld. Ich habe von diesem Buch gar keine Sprache wie die von Albert Camus oder auch Patrick Rothfuss. Allerdings möchte ich keine Sätze lesen, die sich gegenseitig ausschließen oder gar das Gegenteil bedeuten. Zudem mag ich es nicht Sätze doppelt lesen zu müssen, um diese zu verstehen. Und zwar nicht, weil sprachlich wertvolle Metaphern untergebracht waren, sondern weil die Wörter komisch arrangiert waren.
3. Charaktere: Ich finde, dass unsterbliche Charaktere und Kreaturen immer einen besonderen Reiz haben. Allerdings ist es sehr schwierig diese darzustellen, da sie so viel weiser sein müssen und auch irgendwie anders als Menschen. Das schafft die Autorin leider überhaupt nicht. Klar befindet sich Malachi in einer ganz anderen Situation, allerdings ist er noch immer einige hundert, wenn nicht tausend, Jahre alt. Er benimmt sich wie ein kleines Kind und auch das Verhalten der Elfenkönigin war meiner Meinung nach einfach daneben. Schlussendlich kann man wohl nur sagen: Charaktere ohne Entwicklung und mit unlogischen Handlungen.
4. Umsetzung: Der Spannungsaufbau war eigentlich ganz gut während des Buches. Allerdings war einfach die Handlung ziemlich schwachsinnig. Die Liebe zwischen den beiden Hauptcharakteren ist einfach unsinnig. Liebe auf den ersten Blick finde ich nicht besonders gut in Büchern, aber okay. Allerdings nicht auf diese Weise. Aus Hass wird Liebe in Null komme Nichts. Auch das Genre war meiner Meinung nach ein wenig verfehlt. Urban Fantasy, aber wenn man die Welt nicht versteht funktioniert auch das Genre nicht.
5. Cover: Das Cover ist ja ganz hübsch, aber jetzt auch nichts Besonderes und irgendwie finde ich auch den Titel nicht sonderlich passend.
6. Ende: Das Ende war vorhersehbar, aber im Grunde okay für die Handlung, die ziemlich schwach war. Auch dieses war wieder von diesem unglaublich schlechten Schreibstil durchzogen. Man musste bei den „spannenden“ Szenen jeden Satz doppelt lesen und selbst dann hat man nichts verstanden. Am Ende wusste ich noch immer nicht wo und wie der Kampf ablief. Alles in allem muss ich sagen, dass das Buch eine vollkommene Enttäuschung für mich war, aber das merkt man wohl schon an der Klinik.
7. Bewertung:
1. Handlung: 8 / 40
2. Schreibstil: 2 / 15
3. Charaktere: 4 / 20
4. Umsetzung: 3 / 10
5. Cover: 3 / 5
6. Ende 3 / 10
23 / 100
Gesamtwertung: 2.3 P
Genrewertung: 3 P
Bildquelle: Verlag, JPG
Covernutzung: Angaben zu den einzelnen Verlagen lassen sich unter: Kontakt und Covernutzung finden
- Brigid Kemmerer
Ein Herz so dunkel und schön
(106)Aktuelle Rezension von: diepersephone📖 Dieses Mal stehen Grey und die Königstochter Lia Mara im Fokus, mitten in politischen Spannungen, Loyalitätskonflikten und gefährlichen Entscheidungen. Die Geschichte verlagert sich stärker auf höfische Ränke und Machtspiele, während alte Sicherheiten wegbrechen. Es ist düsterer, ernster und weniger märchenhaft, aber voller Wendungen, die richtig wehtun.
💭 Mir haben die alten Protagonisten ehrlich gefehlt, auch wenn Grey und Lia Mara starke Figuren sind. Das Buch war für mich etwas schwächer, weil Politik und Strategie einfach nicht mein absolutes Wohlfühl-Genre sind, und ich dadurch länger gebraucht habe. ABER: die Spannung war da, die neuen Figuren haben überzeugt, das Ende hat mir Tränen in die Augen getrieben und spätestens da wusste ich, Band 3 wird sofort gelesen.
- Bernard Cornwell
Das Königsschwert
(26)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Das Königsschwert" ist der zwölfte Band der Uhtred-Saga von Bernard Cornwell. Uhtred ist endlich in seiner geliebten Heimat Bebbanburg angekommen. Er ist in die Jahre gekommen und eigentlich könnte er auf der Burg sein restliches Leben verbringen. Aber eine Nachricht aus dem Süden und ein alter gegebener Schwur lassen ihn wieder gen Süden ziehen bis nach Lundene (das heutige London). Dort wird der Kampf um die Nachfolge Königs Edwards dem Älteren entschieden und Uhtred muss sich einem brutalem Kämpfer stellen. Einer, der ihm sein geliebtes Schwert Schlangenhauch abgenommen hat. Er kämpft erneut um seine Ehre, sein Schwert und die Erfüllung seines Schwures. Wie Cornwell selbst schreibt, ist über die genauen zeitlichen Umstände der Thronnachfolge von Edward nur wenig bekannt. In diesem Roman lässt er zwar wieder Uhtred im Mittelpunkt agieren, formt aber eine fiktive Geschichte, die sich in die Zeit um das Jahr 924 gut einfügt. England nimmt immer mehr Formen an. Die südlichen Königreiche Wessex, Ostanglien und Mercien sind vereint, aber die Entscheidung zwischen den Halbbrüdern Æthelstan und Ælfweard als Nachfolgekönig steht noch aus. Dieser Band ist auch wieder von vielen blutigen Kämpfen geprägt. Uhtred wird alt und verletzlich, aber Cornwell lässt ihn trotz aller Wunden erneut siegreich sein. Dies ist angesichts seines Alters nicht mehr ganz glaubwürdig. Lässt man dies aber außer acht, ist dieser zwölfte Band durchwegs spannend zu lesen. Tod und Sterben auf dem Schlachtfeld und an der Pest begleiten diesen Teil rund um Uhtred von Bebbanburg. In Summe ein guter Band, der mich gespannt auf den finalen dreizehnten der Saga hinterlässt.
- Johannes Engels
Philipp II und Alexander der Grosse
(3)Aktuelle Rezension von: AdmiralWir befinden uns im Jahr 336 vor unserer Zeitrechnung. Philipp ist ermordert worden. Er ist jedoch nicht irgendwer, nein, sondern der 2. seines Namens und der König von Makedonien. Aus labilen Anfängen hat er seinem Land eine aussichtsreiche Grundlage aus Sicherheit und Macht verschafft, das Alexander III. nun übernimmt.
Doch halt. Bevor wir medias in res gehen, noch kurz die ganzen Formalia. Ja, ich weiß, etwas nervig. Aber das sollte schon sein, denke ich. Kennt ihr die Bücherreihe bereits ? Orange-gelber Softcover-Einband mit dunkelblauem Titel. Dazu den Reihentitel "GESCHICHTE KOMPAKT". Ich lese sie auch ganz gerne: die Einführungsreihe des WBG. Sie gibt Bücher zu allen möglichen Themen der Geschichte heraus. Diesen Band "Philipp II. und Alexander der Große" (2012²) hat Johannes Engels verfasst, der sich hier an ein altes, heiß umstrittenes, sehr zeitgebundenes, ideologisch aufgeladenes und äußerst umfangreiches Thema herangewagt hat. Das Thema ist Alexander der Große. Nun entspricht diese Angabe von mir nicht so ganz dem Buchtitel, doch das hat schon seinen Sinn. Denn in seiner Einleitung erklärt Engels recht plausibel, dass Alexanders Erfolge sehr stark auf den Erfolgen und Vorbereitungen seines Vaters (und das ist eben Philipp II.) beruhen (S. 5). Zusätzlich führte Alexander "lediglich" den bereits beschlossenen Kriegszug seines Vaters aus. Denn dieser hatte bereits alles in die Wege geleitet (S. 39).
Somit macht Engels gleichzeitige Behandlung der beiden Personen, Vater und Sohn, durchaus Sinn, auch wenn es dann doch auch andere Beifügungen in diesem Buch gibt, die sich mir nur sehr rudimentär erklären. Doch dazu will ich euch erst später mehr sagen. Zunächst will ich ein wenig mit dem Buch mitgehen. Von den 126 Seiten des Buches sind die ersten 69 Seiten den Quellen (S. 8-19), der Person Philipps mitsamt dem Königreich Makedonien (S. 20-41) und Alexander (S. 42-69) gewidmet. Die Darstellungen sind chronologisch und sind auf die Ereignisgeschichte ausgerichtet.
Ähnlich wie bei den Monographien von Alexander Demandt und John Grainger habe ich auch dieses Buch recht selektiv gelesen, denn meine Lektürefokus lag hauptsächlich auf Alexander dem Großen. Dementsprechend werde ich auch hauptsächlich über die Teile des Buches sprechen, die sich direkt auf Alexander den Großen beziehen. Das Kapitel, dass sich speziell auf Alexander bezieht, ist "IV. Alexander III. der Große, Makedonien, Griechenland und der Verlauf des Alexanderzuges (336-323 v- Chr.)", S. 42-69.
Die Darstellung von Alexander beginnt der Kapitelüberschrift entsprechend (Alexander ist nicht alleiniges Hauptthema) mit einem lediglich kurzen Abriss der persönlichen Vorgeschichte zun de Feldzügen nach Kleinasien und in den weiteren Osten. Engels beschränkt sich hier auf lediglich 3 Aspekte: körperliche und geistige Erziehung, erste Stadtgründungen unter seinem Vater Philipp und die Thronfolgewirren mit der rigorosen Positionsfestigung Alexanders (S. 44-45). Der 3. Punkt leitet zum nächsten Kapitel, in dem Engels die systematische Bekämpfung der Unruhen ud drohenden Revolten durch Alexander nachzeichnet, über. Alexander habe direkt die Balkanregionen und die Gebiete im südlich gelegenen Griechenland für sich und seine Herrscherposition, die auf andere einen labilen Eindruck machte, erneut gefestigt. Als Alexander in die Balkanregionen einmarschierte, habe er bereits die dortige Grenze der bekannten und zivilisierten Welt überschritten: die Donau. Denn Alexander habe hier, von seinem pothos (eine Art innerer und grenzenloser Antrieb) getrieben, nicht nur eine Machtdemonstration präsentieren wollen, sondern sei auch seinem internen Verlangen nach Entdeckungen nachgegangen. Dieses Verhalten beeinflusste Alexander auch in späteren Feldzügen (S. 45-47). Den "Befreiungskrieg" (oder eher "Beutezug"), den er 330 in Kleinasien (damals griechisch bewohnt und von den Perser an das eigene Reich angeschlossen) begann, führte er mit besonderer Schnelligkeit aus und ließ ihn von zahlreichen Propagandamitteln begleiten. So beschrieb einerseits Kallisthenes, der offizielle Hofhistoriker Alexanders, von Anfang an mit umfangreichsten Lobesworten den ganzen Feldzug, und andererseits vollführte Alexander mehrere symbolische Handlungen durch, wie bspw. den Speerwurf auf die Küste Asien als "speergewonnenes Land" (ein wichtiges Propagandamittel wurde später natürlich dann auch die Münze).
4 Jahre später (330) beendete Alexander den panhellenischen Rachfeldzug gegen das Perserreich: er hatte mehrere Schlachten überraschend gewonnen (Granikos, Issos, Gaugamela), hatte Städte belagert und erobert (Tyros, Gaza), hatte Ägypten besucht, wo er zum Pharao ausgerufen worden war, hatte Städte gegründet (Alexandreia !), hatte die persischen Reichsmetropolen besetzt (Babylon, Susa, Persepolis, Ekbatana) und hatte in einer symbolischen Geste die Palastanlagen in Persepolis niedergebrannt. Ab hier griff Alexanders Propaganda der griechischen Rache und Befreiung von der Perserherrschaft nicht mehr und es beginnen seine eigenen persönlichen Feldzüge.
Alexander leitet nun seine Feldzüge ins persische Hinterland weiter, wo er die nächsten 5 Jahre zubringt ("3. Der Alexanderzug von 330 bis zu Alexanders Rückkehr aus Indien", S. 56-63). In sehr verlustreichen Eroberungszügen unterwirft er Gebiete wie Baktrien und Sogdien. Dabei gerät er jedoch immer wieder in Konflikt mit seinen Generälen: der General Philotas soll wohl in Opposition zu Alexander gstanden haben, da Alexander immer mehr persische Praktiken und Verhaltensweisen an den Tag legte. Alexander ließ ihn hinrichten. Ein weiterer Punkt war die heftige Auseinandersetzung um die persische Proskynese, bei der der Untergebene vor dem Herrscher eine besonders unterwürfige Begrüßung vollführen musste. Das war für die Makedonen, die stets eng verbunden mit ihrem Herrscher waren, undenkbar. Alexander ließ hier seinen widerspenstigen Hofhistoriker (ihn habe ich bereits erwähnt) Kallisthenes töten. Doch der wohl berühmteste Fall war wohl die Sache mit Kleitos. Der Offizier Kleitos und Alexander gerieten 328 in völlig betrunkenem Zustand bei einem Trinkgelage aneinander, da Kleitos dem Alexander wohl Übermut und Realitätsferne vorwarf. In blinder Wut und alkoholisiertem Zorn tötete Alexander seinen Offizier "versehentlich". Alexander habe sich danach sogar selbst umbringen wollen (stimmt hier die Zeit-/Modusbildung ? :D). Der Höhepunkt dieser Widersprüchlichkeiten war im Indienfeldzug erreicht. Für Alexander war der Zug erfolgreich, da er die alten Helden der mythischen griechischen Vergangenheit (zB Herakles) übertrumpfen konnte. Doch allgemein betrachtet war der Indienfeldzug alles andere als ein Erfolg. Die Eroberungen konnten nicht gehalten werden und die Verluste an Menschen und Material war unverhältnismäßig hoch (vergleicht hierzu mal das Fazit des Indienfeldzug bei Grainger. Er sieht das noch viel drastischer).
Alexander wollte weiter nach Indien vordringen, doch dann meuterten seine Soldaten. Alexander musste nachgeben und zog sich mit seinen Truppen in einem (vielleicht als Strafe für seine meuternden Soldaten) Todesmarsch durch die gedrosische Wüste nach Karmanien zurück.
Auch in seinen letzten Regierungs- und Lebensjahren hielt sich Alexander nur noch in Persien auf. Nach seiner Rückkehr musste er die persischen Satrapien teilweise wieder neu unterwerfen und begann anschließend mit nicht gerade umfassenden Verwaltungsarbeit (er plante bereits den nächsten Feldzug nach Arabien, um evtl. der Administration zu entkommen). In dem Verbanntedekret destabilisiert er vielleicht bewusst, um sich eine weitere Klientel (der ehemaligen Verbannten) zu verschaffen. Denn mit diesem Dekret muss jede Stadt ihre Verbannten wieder aufnehmen. Bzgl. seines Verwaltungsstabs und seines Heeres in Persien betreibt er eine langsame, aber sichere "Entmakedonisierung": Soldaten schickt er nach Griechenland zurück und nimmt immer mehr Perser in seine Regierung mit auf. Zusätzlich lässt er auch noch die Masenhochzeit von Susa arrangieren, um evtl. eine erweiterte Reichsaristokratie zu schaffen, doch die meisten Ehen hatten keinen Bestand.
323 stirbt Alexander (wahrscheinlich nicht durch einen Giftmord, sondern) an einer kurzen und heftigen Krankheit. Nach seinem Tod begannen die sprichwörtlichen Leichenspiele um seine Person in Form von jahrelangen blutigen Diadochenkriegen.
Was jetzt auf den nächsten Seiten folgt (S. 70-118) hat sich mir nicht ganz erschlossen. Was nun nämlich folgt sind geographisch und thematische Abhandlungen zu Einzelbereichen der Zeitgeschichte zu Philipp und Alexander: Athen (S. 70-82), Sparta (S. 83-94), Theben (S. 95-104), Kleinasien (S. 105-110) und Wirtschafts- und Sozialgeschichte (S. 111-118). Das widerspricht mMn dem Buchtitel, wird jedoch aus der Einleitung eher ersichtlich, wo er eben nicht beginnt, von den beiden titelgebenden Personen zu sprechen, sondern von der politischen Lage in Griechenland. Die Einzeldarstellungen sind ziemlich zielorientiert und beziehen sich zum Ende hin jeweils mehr oder weniger stark auf Alexander und Philipp, doch gibt es zu diesem Thema eine eigene WBG-Darstellung: "Athen und Sparta" von Raimund Schulz. Wie gesagt, machen diese Einzelansichten schon irgendwie Sinn, doch fehlt mir stattdessen evtl. anderes: eine "Bewertung"/"Interpretation"/ein "Kommentar" (was auch immer) zu den beiden Personen oder eine Rezeptionsgeschichte. Und die ist auf jeden Fall äußerst umfassend (bereits in der Antike selbst !). Da eine grobe Richtung zu zeigen, wäre bestimmt sehr hilfreich und interessant gewesen.
Das Buch thematisiert also weniger Philipp II. und Alexander den Großen als Personen (vgl. Titel), sondern vielmehr diese gesamte griechische Epoche Griechenlands bis zum Tod Alexanders 323 (vgl. S. 1). Deher auch die intensiven Thematisierungen der einzelnen Städte und Faktoren, die sich in der 2. Hälfte des Buches befinden. Wer hier eine Abhandlung über Alexander den Großen erwartet, bekommt somit zu dieser Person eher ereignishistorische Aspekte zu lesen, die sich nämlich in das Gesamtthema einbetten sollen.
Alles in allem muss ich natürlich trotzdem sagen, dass die ereignishistorische Darstellung fundiert, gut lesbar und hilfreich ist.
Natürlich fehlen nicht die recht umfangreiche Bibliographie und das Register, die für diese Reihe typisch sind.
Wäre zu diesem Thema allerdings wohl eher nicht meine 1. Wahl.
Seht euch auch uU noch die Rezensionen an, die ich mir ebenfalls zu diesem Buch angesehen habe.
1. Rezension von Sabine Müller, in: H-Soz-Kult, vom 04.07.2006 (http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-7881).
2. Rezension von Gerhard Wirth, in: HZ 283 (2006), S. 715-6. - Peter Heather
Die letzte Blüte Roms
(12)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerLange habe ich gezögert, mir dieses Buch zuzulegen, doch nun hat die Wissenschaftliche Buchgesellschaft eine kostengünstigere Paperback-Ausgabe herausgegeben. Und vorweg: ja, die Anschaffung und Lektüre hat sich gelohnt.
Peter Heathers Studie "Die letzte Blüte Roms. Das Zeitalter Justinians" stellt im Schwerpunkt die Regierungsjahre (525-565 n.Chr.) dar, eine Zeit, in der es kurze Zeit so aussah, als könne das alte römische Reich wiederaufleben. Gut ein halbes Jahrhundert nach dem Untergang des Weströmischen Reiches eroberte das Byzantinische (Oströmische) Reich in den Vandalenkriegen die reichen nordafrikanischen Provinzen zurück, um danach dem Gotenreich in Italien den Garaus zu machen, einem langwierigen, verlustreichen, aber letztendlich von Erfolg gekröntem Unterfangen. So gesehen kann man tatsächlich von der letzten Blüte Roms sprechen. Aber was war der Preis dafür? Und war es ein Programm, dem Justinian folgte? Das sind die beiden Leitfragen, denen Heather in seiner Studie nachgeht. Die Antworten sind ambivalent. Was die Frage nach dem Programm betrifft, so beantwortet sie Heather mit einem klaren Nein. Jusinian war weniger ein Gestalter als ein Getriebener, wie so viele seiner Vorgänger und auch Nachfolger musste er ständig seine Daseinsberechtigung als Kaiser nachweisen und sich gegen potentielle Mitbewerber durchsetzen. Dazu brauchte es Erfolge, um so mehr, als dass das Regime beim Nika-Aufstand am Rande des Abgrundes stand. Verluste/ausbleibende Erfolge in den Auseinandersetzungen mit den Persern an der Ostgrenze, religiöse Spannungen wegen des Konzils von Calchedon, in dem es um die Frage der göttlichen und menschlichen Natur Jesus ging, die aus heutiger Sicht kaum nachvollziehbar sind, entluden sich in diesem Aufstand der Zirkusparteien, der buchstäblich in letzter Sekunde niedergeschlagen wurde. Und damit beginnt das bis heute bekannte uralte Spiel: Um von innenpolitischen Problemen abzulenken, wird ein Krieg inszeniert. Und da traf es sich eben gut, dass die Perser sich auf einen längeren Waffenstillstand einließen und dass Nachfolgestreitigkeiten im Vandalenreich den Byzantinern Anlass zum Einschreiten gab. Und da das mit eher unklarem Auftrag gestartete Herr gleich nach der Landung in Nordafrika große Erfolge erzielte, beschloss der verantwortliche Feldherr Belisar, gleich das Königreich der Vandalen zu zerschlagen und dem römischen Reich wieder einzugliedern. Damit war der nächste Schritt fast vorprogrammiert, der über Sizilien nach Italien, wobei auch hier die Auseinandersetzungen um die Nachfolge Theoderichs den Vorwand für das Einschreiten der Byzantiner abgaben.Selbstredend verschafften diese militärischen Erfolge Justinian den Rückhalt in seinem Reich, den er brauchte, auch um die nach wie vor schwelenden relgiösen streitereien zu beenden.
Was die Frage nach dem Preis betrifft: es war ein verdammt hoher. Unzählig ist die Zahl der durch die Kriege Getöteten oder Versklavten, was allein schon den wichtigsten Aspekt darstellt. Rein ökonomisch betrachtet vielen die Reichtümer vor allem Nordafrikas an Byzanz, nur müssen die zuvor aufgewendeten Kosten für die militärischen Aktionen dagegen gerechnet werden. Und nicht nur das, Byzanz war nicht (mehr) in der Lage, seine militärische Präsenz an allen Fronten stark zu halten. Von Norden drangen imer wieder fremde Völker zu Raubzügen ins Reich ein, aber in seinen Auswirkungen weitaus schlimmer, die Perser nutzen das Fehlen der im Westen eingesetzten Truppen, um das den Osten des Byzantinischen Reiches zu bedrängen, ein Unterfangen, der zum Untergang der damaligen Weltstadt Antiochia führte. Die Provinzen konnten zwar letztendlich von Byzanz gehalten werden, aber nur, um unter den Nachfolgern Justinians gut hundert Jahre später endgültig verloren zu gehen. Makabrerweise war dies eine Folge des Jahrhunderte langen Dauerkrieges zwische den Römern und den Persern, der letztlich beide Mächte so sehr auszehrte, dass sie den durch den Aufstieg des Islam befeuerten Arabern nichts mehr entgegenzusetzten hatten. Das alles ist nicht Justinians Schuld, wie Heather mehrfach betont. Aber muss man sich nicht auch fragen, ob die Eroberungskriege im Westen nicht doch langfristige Auswirkungen hatten, in dem Sinn, dass die damaligen Verluste eben doch zu einer Schwächung nicht nur des Militärs führte. Aber damit geraten wir in den Bereich der Spekulation.
Kleines Bonmot am Rande, Heather zieht in seiner 2018 erstmals in Großbritannien veröffentlichten Sudie des Öfteren Paralellen zu heute, mein Lieblingszitat ist auf S. 93, wo über den Vorgänger und Onkel Jusitnians heißt: Justin konnte auf ein paar außergewöhnliche erfolgreiche Monate zurückblicken (was mehr ist, als zum Beispiel Donald Trump je von sich wird behaupten können). Dem ist nichts hinzuzufügen.
- Rhys Bowen
Die königliche Spionin
(65)Aktuelle Rezension von: Stefanie_MauerDie junge Lady Giorgiana, genannt Giorgie, ist die Cousine des englischen Königs und die 34. in der Thronfolge. Leider gehört sie nicht zu den reichen Adligen, und so muss sie im London der 1930 versuchen, sich allein zu versorgen. Dabei gerät sie in verschiedene skurrile Situationen, die sie aber mit ihrem schlauen Kopf und ihren Freunden meistert. Als plötzlich in ihrer Badewanne eine Leiche liegt und ihr Bruder verdächtigt wird, braucht sie beides um den wahren Mörder zu finden.
Georgie war mir von Anfang an sympathisch. Hier hat die Autorin es wunderbar geschafft, eine Hauptdarstellerin zu erschaffen, die naiv und gleichzeitig weltgewandt ist. Es macht Spaß, dass Buch zu lesen und mit zu raten, wer der wahre Täter ist. Ich freu mich auf die ganzen folgenden Bücher.
- Susanne Gavénis
Schicksalspfade: Gwailor-Chronik II
(13)Aktuelle Rezension von: ramona_liestIm zweiten Teil der Gwailor Chronik versucht Dayin alles um den Fängen der Prophezeihung zu enfliehen. Immer
wieder werden seine Pläne jedoch vereitelt und die daraus resultierenen Konsequenzen sind schlimmer als er je
zu ahnen gewagt hätte. Das Vertrauen in sich selbst und in seine Begleiter scheint immer mehr zu sinken, bis
zu dem Tag des letzten Attentats auf ihn. Denn nach dieser lebensbedrohlichen Situation ist allen klar wer
all die Jahre sein Leben skrupellos manipuliert hat und die Verantwortung für all die Verluste trägt. Der
Plan der daraufhin entsteht ist ebenso riskant wie lebensgefährlich, aber Dayin hat nur diese eine Chance, um
dem allen ein Ende zu bereiten.
Die Autorin hat es geschafft meine Neugier und Spannung über die beiden Bände kontinuierlich zu steigern,
immer wollte ich wissen was als nächstes passiert, wie man das Leiden der beiden Protagonisten Lilell und
Dayin eindämmen kann und wer für all das Übel verantwortlich ist. Das Komplott des Bösen, welches am Ende
aufgedeckt wird, ist ebenso abscheulich wie genial! Und damit möchte ich nicht zum Ausdruck bringen, dass
ich gut finde, was alles passiert ist, ganz im Gegenteil ich habe jedes Mal mitgelitten, aber die Idee und
die Ausarbeitung die sich über die zwei Bände erstreckt hat mich aus der erzählerischen Sicht beeindruckt. - C. S. Lewis
Prince Caspian
(28)Aktuelle Rezension von: QuibbDen wirklich richtig guten Künsten Philipp Schepmanns zum Trotz, streiche ich die Segel.
Konnte ich dem dritten Teil noch ein bisschen was abgewinnen, ist es mit dem Prinzen Kaspian nun einfach genug.
Der Band begann sogar einigermaßen vielversprechend, aber als dann wieder das Thema "Narnia ging es halt nur richtig gut, wenn ein Adamssohn" regierte " kam, ist mir der Kragen geplatzt.
Ich muss es einfach akzeptieren, Narnia und ich werden in diesem Leben nicht mehr zusammen finden.
- Elke Aybar
Back to Wonderland
(16)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenIch habe mir den zweiten Teil, wie auch schon Band eins von einer Freundin ausgeliehen. Wir haben über 2 Jahre auf Band zwei gewartet und es wäre gut gewesen, hätte ich Band eins vorher nochmal gelesen. Die beiden Teile sind nicht unabhängig von einander lesbar und leider wird die bisherige Handlung nicht nochmal kurz zusammengefasst.
Nach ungefähr 40 Seiten war ich jedoch wieder drin. Die Geschichte rund um das Drachenritual mit Myrkur und Rodin hat mich fasziniert, aber irgendwie auch gestört. Die Idee ansich finde ziemlich interessant, jedoch wusste ich schon, dass es am Ende schwierig werden würde.
Durch die Verschmelzung des Drachen und Rodins werden die Gedanken und auch Gefühle immer mehr zu einem, auch, wenn dies am Anfang nicht der Fall ist. Alice hat mich dann schließlich fast von Beginn an verwirrt. Sie liebt Rodin und denkt nur an ihn, sobald sie das mit Myrkur versteht, liebt sie ihn auf einmal auch und findet sich in einem Zwiespalt wieder. Ihre Gedanken und Handlungen konnte ich daher nicht oft nachvollziehen. Ich fand sie überwiegend naiv und leicht beeinflussbar, es war mitunter nervig. Die Charaktere machen wohl alle eine Wandlung durch und das war schön mitzuerleben, dennoch war es manchmal auch ziemlich anstrengend, sind alle drei Prota doch eher schwierig.
Hat mir die Gefühlswelt insgesamt nicht so zugesagt, so hat mir die Handlung die die Story nahm umso besser gefallen. Die Abenteuer, die die drei erleben sind gut durchdacht und auch wir als Leser erleben Wynterhaav von neuen Seiten. Die Problematik um die Magie fand ich wahnsinnig spannend, daher habe ich auf was großes am Ende gewartet. Ab der Mitte zog sich das Buch leider etwas und gefühlt wusste die Autorin nicht, wie sie die Problematik jetzt lösen sollte. Innerhalb von gefühlt 10 Seiten war alles vorbei und zufriedenstellend war das Ende leider auch nicht: Zu oberflächlich, insbesondere im Vergleich zum Rest des Buches...
Der Schreibstil war jedoch flüssig und leicht zu lesen. Das Setting hat mir auch sehr gut gefallen
Vielleicht lag es an der langen Wartezeit und den damit verbundenen hohen Erwartungen, aber insgesamt kann ich nur 3,5 Sterne geben. Wer den ersten Teil gelesen hat, sollte auch den zweiten lesen, der Vollständigkeit halber, aber eine richtige Leseempfehlung kann ich hier nicht aussprechen.
- John Christopher
Der Fürst von morgen. Roman-Trilogie
(1)Aktuelle Rezension von: KarinJLukas ist gerade 13 Jahre alt geworden und hatte sich gewünscht, als Kämpfer im jährlichen Turnier zugelassen zu werden. Aber nicht nur ältere Jungen sind vor ihm an der Reihe, sondern auch Jungen, die von höherem Stand sind oder bessere Beziehungen haben. Stand und Rang sind wichtig. Man kann durch Verdienste im Krieg aufsteigen, so wie Lukas' Vater. Aber wie beim Waffenschmied Rudi wird der Stand auch durch die Biologie bestimmt, nach der der Zwerg Rudi Handwerker wurde und die sogenannten Polymoffs Diener. Man könnte meinen, die Geschichte spiele in einem mittelalterlichen Reich, in dem auch Zauberwesen leben. Aber bald gibt es Hinweise, dass es anders ist:
Wer John Christopher kennt, weiß, dass es in seinen Romanen um die Zeit nach einer großen Katastrophe geht, die für die Menschheit zu einem riesigen Umbruch geführt hat. Den ersten Hinweis darauf erhält man durch "ein aus alter Zeit geborgenes Brett", auf dem "RADIO & TV HÄNDL" steht. So wird klar: auch in dieser Geschichte ist unsere Welt "abgebrannt" und die Menschheit wurde zurück ins Mittelalter geworfen.
Der Anschein spielt in diesem Roman eine wichtige Rolle. So darf Lukas doch beim Tunier dabei sein und in einen neuen Lebensabschnitt übertreten. Das Tunier bleibt nicht der einzige Kampf in dieser Geschichte. Es gib Krieg, das Fürstentum verändert sich und das betrifft Lukas, weil sein Vater zum neuen Fürsten ausgerufen wird. Doch wer wird "der Fürst von morgen", der zukünftige Nachfolger des Vaters? Denn Lukas hat noch einen älteren Bruder aus der ersten Ehe des Vaters.Am Ende des ersten Teils der Triloge (Der Fürst von morgen)...
... ist Lukas ist mit Hilfe des Sehers Ezzard geflohen. Als designierter "Fürst von morgen" stand er nach dem Tod des Vaters seinem älteren Bruder auf dem Weg zum Thron im Weg. Er wurde vom Seher in ein Heiligtum gebracht, wo er zu seinem Erstaunen erfuhr, dass man sich dort mit Maschinen und sonstigen Wissenschaften befasst. Das ist nämlich eigentlich verboten. Der Leser erkennt, dass es sich bei den Sehern weniger um eine Glaubensgemeinschaft handelt, sondern um eine geheime Gesellschaft, die die Geschicke des Landes durch allerlei Tricks lenkt. So ist es irgendwann an der Zeit, dass Lukas sich mit seinem älteren Bruder versöhnen soll.
Der zweite Teil der Trilogie (Hinter dem brennenden Land) besteht im Wesentlichen aus einer Expedition "hinter das brennende Land". Nachdem ein Händler es aus der anderen Richtung angeblich überquert hat, soll erforscht werden, was dahinter liegt.
Wiederum hat mir in diesem Teil der Trilogie sehr gut gefallen, dass sich vielfältige Dinge ereignen. Lukas und damit der Leser erfahren (jetzt, aber auch bereits zum Ende des ersten Teils) einiges, mit dem sich Dinge, die vorher fantastisch erschienen, nun in die Realität einordnen lassen. Die Handlung überrascht immer wieder und Lukas lernt immer mehr dazu, auch was das Zwischenmenschliche betrifft. Das ist am Ende sehr bitter für ihn.
Lukas wurde am Ende des 2. Teils selbst zum Fürsten und zum Nachfolger seines Bruders. Über den Jubel, der ihm entgegenkommt, mag er sich aber nicht freuen. Denn eben noch hatte das Volk ihn verbrennen wollen. Und bald schon wird seine Herrschaft herausgefordert.
Auch im dritten Teil der Trilogie passiert sehr viel. Die Handlung überrascht immer wieder, denn eigentlich hat Lukas an dieser Stelle als Fürst alles erreicht, sollte man meinen. Ihm sowie dem Leser wurde aber bereits am Ende des 2. Teils deutlich gemacht, dass das Volk in seiner Zuneigung wankelmütig ist. Es ist ein stetiger Kampf, Herrscher zu bleiben.
Mir gefallen die Romane von John Christopher alle recht gut. So mag ich auch die Geschichte des Fürsten von morgen. Obwohl man die Geschichte eines Teenagers verfolgt, kann man als Erwachsener gut mitgehen, denn die Dinge, die geschehen (Krieg, Intrigen), sollten eher Erwachsene als Jugendliche angehen. Ob Turnier, Krieg, Jagd oder Expedition, es gibt viele spannende Szenen und, wie bereits gesagt, der Anschein ist wichtig. Es ist interessant, wie Lukas (besonders über den Verlauf der gesamten Trilogie) immer mehr der eigentlichen Geschehnisse entdeckt und nach und nach immer besser versteht, wie die Situation tatsächlich ist. Dabei spielt der obige Spoiler eine Rolle. Aber auch ganz bedeutend sind Intrigen und Verschwörungen, die die Ereignisse lenken. Mir gefällt, dass man Lukas zusehen kann, wie erwachsen wird. Aus dem tatendurstigen Jungen wird letztendlich ein an seinen Einsichten etwas verbitterter Mann. Sein Werdegang mag als Beispiel dienen, selbst genauer hinzusehen, ob etwas Anschein ist oder Realität, ob Gepflogenheiten stets befolgt werden müssen oder ob es nicht sinnvoll und richtig sein kann, etwas zu ändern. Für mich zeigt der Roman, wie vielfältig die Welt und das menschliche Zusammenleben ist. Und das ist nach meiner Meinung eine wichtige Lehre.
- Diandra Linnemann
Lilienschwester
(16)Aktuelle Rezension von: VibieDer Schreibstil beim lesen wirkte auf mich an einigen Stellen immer wieder nicht richtig ausgebaut und oft so,das es eigentlich noch mehr und das ausführlicher was zu erzählen gibt, und dies mich oft eben doch irritierte beim lesen!Die Figuren ansich wurden mir zuwenig erläutert und ohne wirkliche Persönlichkeit die man beim lesen ins Herz schließen hätte können.Der Geschichtenverlauf war eher ruhig und die wenig plötzlichen Aktionen erschienen mir dann doch eher fehl am Platz und zu übertrieben.Mit mehr länge und ausgebauten und interessanteren Stil wie auch mehr Leben den Figuren einzuhauchen,wäre es für mich genau eine der Geschichten die ich gerne lese und bevorzuge.Lieder Schade.......und doch danke ich für das Rezensionsexemplar welches ich persönlich von der Autorin erhalten habe. - Louisa Hawser
Palace of Monaco 1. Broken Royals
(41)Aktuelle Rezension von: Tokki_ReadsWährend Billie versucht, Studium, Nebenjobs und Familie unter einen Hut zu bringen, setzt Prinz Charles alles daran, möglichst negativ aufzufallen – in der Hoffnung, so der neuen Thronfolge zu entgehen. Auf einer exklusiven Party kommt es schließlich zu einer folgenschweren Verwechslung: Charles küsst eine ihm völlig fremde Frau und wird dabei fotografiert. Diese Frau ist Billie, die zunächst gar nicht realisiert, wen sie da geküsst hat – bis am nächsten Morgen plötzlich die Presse vor ihrer Tür steht und sie in den Palast zitiert wird.
Dort erhält Billie ein ungewöhnliches Angebot: Für drei Monate soll sie gegen eine hohe Geldsumme offiziell die Freundin des Prinzen spielen, um sein öffentliches Image aufzupolieren. Das Geld könnte Billie dringend gebrauchen. Charles hingegen ist alles andere als begeistert von der Idee einer Fake-Freundin und versucht zunächst, sie schnell wieder loszuwerden. Doch je besser er Billie kennenlernt, desto schwerer fällt ihm das. Was er jedoch nicht weiß: Billie ist inzwischen einen weiteren Teil der Abmachung eingegangen – diesmal direkt mit seiner Mutter.
Ich war sehr schnell in der Geschichte drin, sie ließ sich wunderbar flüssig lesen. Meine anfängliche Sorge, ständig an den realen Prinz Charles aus England denken zu müssen, war völlig unbegründet. Die Autorin erschafft eine eigene Welt, in die man vollkommen eintaucht, ohne die Figuren miteinander zu verwechseln. Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch mit ihren Sorgen und Problemen – selbst wenn royale Herausforderungen für die meisten von uns nicht alltäglich sind. Besonders die Frage, was mit Charles’ Bruder geschehen ist und warum Charles plötzlich als neuer Thronfolger vorgesehen ist, sorgt für zusätzliche Spannung und lädt dazu ein, eigene Theorien zu entwickeln.
- Elizabeth Fremantle
Im Schatten der Königin
(51)Aktuelle Rezension von: _yvee_Ein Roman, der sich hauptsächlich um die Grey-Schwestern dreht, mit sehr gut recherchierten, getreuen Inhalten, sowie auch Fiktion. Die Geschichte ist sehr spannend und lässt einen auch erschaudern. Mir ist in dem Roman Mary Grey sehr ans Herz gewachsen. Man kann sich in heutiger Zeit kaum vorstellen, damals so gelebt zu haben. Auch diese Abhängigkeiten und Intrigen an jeder Ecke. Mitunter wurde einfach nur gute Miene zu bösen Spiel gehalten, um sein Leben zu schützen.























