Bücher mit dem Tag "thüringen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "thüringen" gekennzeichnet haben.

82 Bücher

  1. Cover des Buches Das Erlkönig-Manöver (ISBN: 9783492950695)
    Robert Löhr

    Das Erlkönig-Manöver

    (101)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Im noch jungen 19. Jahrhundert schickt Robert Löhr ein wahrhaft meisterliches Sextett in die französische Höhle des Löwen nach Mainz. Dass die Akteure in dieser Zusammensetzung im wahren Leben keine fünf Minuten gemeinsam durchgestanden hätten, beweist die bravbouröse Charakterbeschreibung des Autors jeder einzelnen Figur. Keiner der Protagonisten, bzw. die Protagonistin kommt zu kurz, die Geschichte besticht durch Charme, Witz und besonders die Sprache. Immer wieder tauchen kleine Spitzen und versteckte/nicht versteckte Hinweise zu den Figuren auf, die alle durch kleine aber fein beschriebene Eigenheiten glänzen. Löhr hat mit großem Einfühlungsvermögen einen Erzählraum geschaffen, den es zwar nie gab, von dem man sich aber wünschte, dass er so stattgefgunden hätte. Erstaunlich, dass es nicht Goethe ist, der das Unternehmen zusammenhält, sondern immer wieder Schiller die Situation zu retten weiß. Einiges kommt etwas überspitzt daher, doch wer die romantische Literatur schätzt, dürfte auch mit diesem Buch auf das beste bedient werden.

  2. Cover des Buches Stern 111 (ISBN: 9783518471302)
    Lutz Seiler

    Stern 111

    (52)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Zwei Tage nach dem Mauerfall verkündet das Ehepaar Bischoff ihrem Sohn Carl, dass sie weg gehen. Weg aus ihrem alten Leben, ihrer Heimat und drüben ein neues Leben anfangen wollen. Carl soll zurück bleiben und das Haus hüten und nach dem rechten schauen und sie wollen in Kontakt bleiben. Die Reise der Eltern führt sie durch Auffanglager und verschiedene Arbeite und sie wollen zu ihrem Geheimnis gelangen. Endlich, nach Jahrzehnten! Carl wiederum hat andere Pläne und die Liebe seines Lebens weiß nichts von seinen Gefühlen und vielleicht wird es ja was, oder doch nicht. Er schließt sich einer Gruppe an, die sich verschanzt, selbst befreit und ihren eigenen Weg gehen möchte und auch Carl will selbst laufen lernen, endlich, jetzt. Der Inhalt klingt gut und mit viel Ost Verwandschaft war es für mich auch sehr reizvoll. Lutz Seiler hatte mir in Kruso schon einiges abverlangt und leider, wurde es jetzt auch in Stern111 nicht viel anders. Was aufregend und spannend klingt vom Inhalt her, dass verliert leider viel Blut. Es tröpfelt so dahin und plätschert und ist leider deswegen zum großen Teil bedeutungslos. Die Figur der Mutter gefällt mir da noch am besten und es ist am spannendsten, wie sie im neuen Leben Fuß fassen möchte. Carl ist einfach lahm, sorry, aber ich wollte immer schreien zieh den Stock aus dem Arsch und werde endlich locker. Sprachlich ist das Buch zum Teil echt großartig und begeistert, aber dann reihen sich wieder Metaphern aneinander, die einfach nur Nerven und die Geschichte auch nicht interessanter macht. Literatur ist Gott sei Dank immer Geschmacksache, aber mein Geschmack ist Stern111 leider nicht und die große Überraschung bleibt für mich aus und der ewig lange Epilog ist ein Zeugnis für das Buch, einfach viel zu lang, für so wenig Leben im Buch.

  3. Cover des Buches Machandel (ISBN: 9783328100249)
    Regina Scheer

    Machandel

    (63)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Dieser Roman wurde mir empfohlen und er sprach mich gleich an, da es um zeitgeschichtliches geht in der DDR. Ich mag solche Geschichten sehr und wurde hier nicht enttäuscht. 

    Ich brauchte etwas Zeit um in die Geschichte reinzukommen. Dann jedoch packte es mich und wollte immer weiterlesen. Die verschiedenen Perspektiven gefielen mir sehr gut und die Schicksale berührten mich sehr ubd brachten mich zum Nachdenken. Ein Buch wofür man etwas Zeit braucht aber wichtig gegen das Vergessen ist. Ich werde es irgendwann nochmal lesen und noch mehr von Regina Scheer. 

    Daher eine absolute Leseempfehlung von mir und wohlverdiente 5 Sterne. 

  4. Cover des Buches Der Silberbaum. Die siebente Tugend (ISBN: 9783426529164)
    Sabine Ebert

    Der Silberbaum. Die siebente Tugend

    (58)
    Aktuelle Rezension von: mama2009

    Meine Meinung und Fazit:

    Ein neues Epos, was Freiberg, Meißen, Dresden, Akkon und Jerusalem verbindet.

    In bekannter Weise nimmt mich Sabine Ebert gefangen, mit ihrer Schreibweise, mit ihrem Wissen und den bekannten Herrschern. Sie schafft es, Zusammenhänge zwischen den Adelsgeschlechtern und Verwandtschaftsverhältnisse klarzumachen. Eine oder mehrere lehrreiche Geschichtsstunden,  so macht Geschichte Spaß. 

    Sie zeigt auf, wie wichtig es damals war, sich in den Machtspielen auszukennen und strategisch planen zu können und die passenden Berater an seiner Seit zu wissen. Neben dieser Hauptgeschiccht kommt auch das einfache Volk mit ihren Nöten nicht zu kurz, so habe ich als Leserin ein klares Bild.

    Besonders deutlich ist für mich die "damalige" Vormachtstellung der Kirche aufgestoßen, wie menschenunfreundlich viele Entscheidung und Handlungen gewesen sind. Und die Inquisition wütend überall, vorangetrieben durch Konrad von Marburg "Seine Maxime war es, lieber hundert Unschuldige zu verbrennen als auch nur einen einzigen Schuldigen entkommen zu lassen (Seite 442)".

    Ene klare Leseempfehlung, Geschichtsstunde und Wiedersehen mit bekannten handelnden Personen rund um Marthe und Christian. 

    Meine weiteren Lieblingsstellen auf Seite 78

    "Es ist wenig Raum für Liebe auf dem Burgberg. Ja,dachte Lukas. Ein Hort der Macht, der Intrigen. Arglosigkeit und mangelnde Wachsamkeit können hier tödlich sein." Und auf Seite 239 "Ich weiß, wie schwer es ist, eineb geliebten Menschen zu verlieren", sagte er leise. "Aber wenn er vom Himmel auf Euch blickt, wird er gerührt sein, dass Ihr Tränen um ihn vergießen."


  5. Cover des Buches Die Wanderapothekerin (ISBN: 9783426515518)
    Iny Lorentz

    Die Wanderapothekerin

    (106)
    Aktuelle Rezension von: Michelle0902

    Ich liebe diese Buch Reihe . Sie ist ein muss für jeden der in der Apotheke arbeitet. Sie zeigt wie schwer der Anfang war . Aber in einer weise die dazu geführt hat mich ein buch innerhalb kürzerster Zeit durchzulesen .  Am anfang muss man mit den namen erstmal zurecht kommen aber dann einfach nur spannend und lehrreich

  6. Cover des Buches Die Gloriosa-Verschwörung (ISBN: 9783740804244)
    Rolf Sakulowski

    Die Gloriosa-Verschwörung

    (5)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Spannend, kurzweilig, irreführend und hochgradig interessant. – So hat mich noch kein Kriminalroman fesseln können.


    Inhalt: In Erfurt werden Sanierungsarbeiten unter dem Dom durchgeführt. Dabei bricht ein Mitarbeiter der Baufirma durch den Boden und offenbart so ein sehr altes Geheimnis.

    In der gefundenen Höhle findet man Mumien, die um einen Tisch versammelt sind. Alle haben eine seltsame Robe an. Allerdings tanzt eine der Leichen aus der Reihe. Denn diese ist eindeutig jünger, als die anderen.

    Die Polizei bittet den Historiker Jonas Wiesenburg um Hilfe. Gerade hat er sein erstes Buch veröffentlich und nun kann er seine historischen Kenntnisse der Polizei zur Verfügung stellen.

    Jonas und seine Freundin stoßen bei ihrer Recherche auf einen alten Geheimbund, der in Erfurt im Verborgenen gewirkt hat und auf seine Weise gegen die Mainzer Regierung rebellieren wollte.

    Mehr durch Zufall kommt auch ans Tageslicht, wer die jüngere Mumie ist, die mit am Tisch saß, dort aber nicht hingehörte.

    Jonas und seine Freundin gehen in den Ermittlungen auf und helfen der Polizei nicht nur auf dem geschichtlichen Sektor. Sie begeben sich in große Gefahr, ohne es zu ahnen und gehen dem wahren Täter fast auf den Leim. 


    Fazit: Das Cover ist sehr geschickt aus einer Fotomontage gestaltet. Man sieht die Turmspitzen eines Domes, die sich im unteren Teil noch einmal spiegeln. Dazwischen ist in einem weißen Balken der Autor und der Titel des Buches angegeben.

    Ich habe nicht gleich die Verbindung zur berühmten Gloriosa hergestellt, die in Erfurt nur zu besonderen Ereignissen geläutet wird. Als Thüringerin sollte ich mich dafür wohl schämen.


    In die Handlung geht es mit einem wirklich Krausamen Massaker in einer Kirche los. Der Leser wird über das Geschehen aufgeklärt, aber im Dunkeln gelassen, was genau nun dahinter steht. In dem Moment hatte mich der Autor schon. Ein historisches Kernthema kann einfach nur gut sein.

    Ein zweiter Handlungsstrang spielt dann in der Gegenwart, wo die Grotte mit den Mumien entdeckt wird und die aus dem Rahmen fallende Mumie. – Von da an wechselt die Handlung immer mal wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit ab.

    In der Vergangenheit wird das ganze Geheimnis um den Geheimbund und das Geschehen in der kleinen Kirche gelüftet. Immer irgendwie parallel zu den Ermittlungsergebnissen in der Gegenwart.

    In der Gegenwart habe ich mit dem jungen Pärchen komplett mitgefiebert. Wie sie in den Fall eingestiegen sind und nach und nach auf Dinge gekommen sind, die sie laut Vertrag gar nichts mehr angehen. Es war alles vertreten, was es für ein gutes Buch so braucht. Von spannenden historischen Dingen, bis hin zu Familientragödien und sogar eine spannende Erkundung eines Lost Places. 


    Anfangs war ich ja etwas skeptisch, was das Buch anging. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich mal auf die Idee gekommen bin, mir dieses Buch überhaupt auf meine SuB zu packen. Aber mich muss ja mal etwas dazu bewogen haben. Und als ich dann herausgefunden habe, dass das Ganze in ziemlich unmittelbarer Nähe zu meinem Wohnort spielt, war mir schon klar, was mich neugierig gemacht hat.

    Der Autor hat einen wirklich angenehmen Schreibstil. Keine Schachtelsätze, die man kaum versteht und auch die Story selber ist richtig gut aufgebaut gewesen. Dieser Aufhänger in Vergangenheit, die Mumien und der Geheimbund, da hat er sich wirklich etwas gewaltiges einfallen lassen. Es war gut, dass noch einmal explizit erwähnt war, dass es sich hier um eine fiktive Geschichte handelt, die einfach an real existierenden Orten spielt. Ich hätte dem Ganzen wirklich auch abkaufen können, dass es diesen Geheimbund wirklich gegeben hat.

    Es handelt sich hier um einen Kriminalroman, in dem die Ermittlungen der Polizei aber erfrischend wenig Raum haben. Das Augenmerk liegt auf den Ermittlungen der Leien, die sich da in eine Sache hinein verstricken, die ihres Gleichen sucht. – Ich weiß nur, dass auch ich dem wahren Täter komplett auf den Leim gegangen bin und am Ende komplett überrascht war, wie das Ganze wirklich gelagert war.

    Als ich dann richtig drin war, im Geschehen, habe ich das Buch förmlich inhaliert und war vom Gesamtpaket einfach nur zu hundert Prozent überzeugt. Beim Lesen habe ich meine Umwelt komplett ausgeblendet und war komplett gefangen.

    Lesepausen war zwar nicht gerade willkommen, aber sehr gut möglich, da der Wiedereinstieg in die Handlung absolut einfach und schnell möglich war.


    Ich kann dieses Buch wirklich nur wärmstens empfehlen. Schon allein dadurch, dass den polizeilichen Ermittlungen nicht so die Aufmerksamkeit gilt, wie sonst, mach dieses Buch so erfrischend anders. Die spannenden Story und der absolut wahnsinnig Hintergrund tun ihr Übriges.

  7. Cover des Buches Rauch und Schall (ISBN: 9783257248067)
    Charles Lewinsky

    Rauch und Schall

    (27)
    Aktuelle Rezension von: PitC

    Goethe hat eine Schreibblockade. Sein Schwager, der leichte, anspruchslose Texte schreibt, hilft ihm: zuerst schreibt er für ihn ein Auftragsgedicht, dann zeigt er ihm, wie er die Blockade überwinden kann. Weitere Turbulenzen und Verwechslungen. Witziger Text, amüsant, zeigt die Nähe von anspruchsloser zu anspruchsvoller Literatur.

  8. Cover des Buches Morgel und die Riesenameise (ISBN: 9783948777159)
    Jens K. Carl

    Morgel und die Riesenameise

    (1)
    Aktuelle Rezension von: IngeborgLoeffler

    Mein Dank gebührt meinem lieben Freund, dem Autor Herrn Jens K. Carl, der mir die siebte Morgelgeschichte „Morgel und die Riesenameise“ gewidmet hat. Ich hatte das große Glück, diese Geschichte um einen riesigen Ameisenbau und eine eiserne Riesenameise vorab lesen zu dürfen. Sie hat mir auf Anhieb gefallen.

    Ich bekam nicht nur einen Einblick in das Leben eines Ameisenvolkes und seiner Königinnen, sondern ich erfuhr auch einiges über ein ganz reales Eisengefährt. Obendrein war ich Zeuge, wie die märchenhafte Gemeinschaft am Komstkochsteich, unter Leitung des Ältestenrates, eine kolossale Rettungsaktion organisiert.

    Dieses Märchen ist kindgerecht geschrieben, aber wegen des Vorhandenseins eines gewissen Zahlenverständnisses, erst für Kinder ab einem Alter von sechs Jahren zum Selbstlesen geeignet. Bemerkenswert ist die bildhafte Sprache. Ich hatte zu jeder Zeit die Geschehnisse vor Augen. Drei wunderschöne Schwarz-Weiß-Schnitte unterstützen die kindliche Fantasie.

  9. Cover des Buches Der Tod vergisst nie (ISBN: 9783863270346)
    Andreas Hultberg

    Der Tod vergisst nie

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Dies ist der erste Krimi, den ich von Andreas Hultberg gelesen habe und soweit ich weiß, bisher auch leider nur sein einziger? Ihr seht, das Buch hat mir durchaus gefallen......

    Chris Zeller und Lina Bredow werden in einen Dreifachmord mit der Ermittlung beauftragt, dabei ist letztere die Vorgesetzte von Zeller, womit dieser nicht immer klarkommt..... In einem Architekturbüro wurden Chef und zwei Angestellte brutal hingerichtet..... Schon bald geraten mehrere Personen in den Kreis der Verdächtigen, da sich die Firma während der Zeit viele Feinde gemacht hat.... Auch im privaten Umfeld der Toten gibt es Verdächtige, u.a. aufgrund von Eifersuchtsmotiven etc...... Deshalb muss man sich gerade zu Beginn des Buches mit vielen Namen auseinandersetzen, was mir fast schon zu viel war......  

    Nur wenig später gibt es einen weiteren Doppelmord, der beinahe den identischen Tathergang aufweist, aber die Verbindung zum ersten Tatort wird den Ermittlern erst mit der Zeit klar....

    Die Spannung zwischen den Protagonisten ist sichtlich angespannt, vor allem zwischen Bredow und Zeller..... Das kann zuweilen ein bisschen nervig sein bzw. macht vor allem Zeller etwas weniger sympathisch.... Dieser ist nämlich durchaus nicht immer vollkommen korrekt und greift auch zu zwielichtigen Mitteln, um seine Ziele zu erreichen, was ihn selbst allerdings in Gefahr bringt..... In den entscheidenden Momenten und wichtigen Szenen können sie sich aber auf den jeweils anderen verlassen.... Auch die Assistent*innen der beiden fand ich angenehm beschrieben.... 

    Der Erzählstil ist meiner Meinung nach flüssig und die Spannung überwiegend durchgängig hoch, auch, wenn das Buch ab ungefähr der Mitte meiner Meinung nach kleine Längen hat. Zudem findet man verschiedene Erzählperspektiven vor, wie auch diejenige des Antagonisten, den ich wirklich erst gegen kurz vor Schluss erahnt habe... Die Story hat es zudem in sich, und auch die Verbindung zum Prolog hat mich überrascht, diese fand ich sehr gelungen. Auch der Showdown am Ende ist klasseund hat mich schockiert zurückgelassen.....

    Insgesamt ein wirklich guter Thriller, dem ich gute 4 Sterne geben kann. Meinerseits eine Empfehlung an alle, die sich für eine spannende und wendungsreiche Story mit einer Großzahl von privaten Aspekten der Protagonisten begeistern können..... Ich würde mir wünschen, dass Andreas Hultberg noch weitere Bücher schreibt.... 


  10. Cover des Buches Im Wald der Wölfe (Jan-Römer-Krimi 4) (ISBN: 9783548291208)
    Linus Geschke

    Im Wald der Wölfe (Jan-Römer-Krimi 4)

    (131)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Der Journalist Jan Römer braucht Abstand von seinem Job, seine letzten Reportagen gingen ihm zu nah. Sein einsam gelegenes Ferienhaus im Thüringer Wald scheint dafür bestens geeignet, bis eines Abends eine verletzte, verängstigte Frau an seine Hütte klopft.

    Hannah macht ihn auf eine Mordserie aufmerksam die bereits über viele Jahrzehnte bestand hat und dem Gebiet den Namen Wald der Wölfe verlieh. Jan kann nicht anders, er beginnt zu recherchieren und gerät zusammen mit seinen Freunden in die Schusslinie des Täters.

    Solide recherchiert (der Teil mit dem Bunkermuseum war super) und gut geschrieben, doch leider nicht ganz so überzeugend wie die vorherigen Bände der Reihe.

  11. Cover des Buches Der Kuss des Raben (ISBN: 9783401600093)
    Antje Babendererde

    Der Kuss des Raben

    (78)
    Aktuelle Rezension von: Maijas_Leseoase

    Ich habe dieses Hörbuch auf Empfehlung gehört und war positiv überrascht. Ehrlicherweise habe ich irgendwie mit etwas magischen gerechnet aber es war eine schöne Geschichte mit dunklen Geheimnissen. Mila hat eine schreckliche Vergangenheit und möchte diese unbedingt vergessen und versucht mit einem Stipendium in Deutschland einen Neuanfang. Es vergeht eine lange Zeit, in der ihr Leben sich zum Positiven wendet und dann taucht plötzlich ihre Vergangenheit auf und verändert alles, woran sie bisher geglaubt hat. Mir hat die Geschichte gut gefallen und auch der Schreibstil war prima. 

  12. Cover des Buches Die Glasbläserin (Die Glasbläser-Saga 1) (ISBN: 9783548613338)
    Petra Durst-Benning

    Die Glasbläserin (Die Glasbläser-Saga 1)

    (205)
    Aktuelle Rezension von: Vielleserin1957

    Lauscha, ein kleines Glasbläserdorf im Thüringer Wald im Jahr 1890: Der Glasbläser Joost Steinmann stirbt, und die drei Töchter Johanna, Marie und Ruth stehen völlig mittellos da. Als ein amerikanischer Geschäftsmann auf die schönen gläsernen Christbaumkugeln aus Lauscha aufmerksam wird, gibt er eine Großbestellung in Auftrag. Die couragierte Marie wittert ihre Chance und bricht mit allen Regeln: Sie wagt es, als erste Frau kunstvolle Christbaumkugeln zu kreieren. (Klappentext)

     

    Obwohl ich das Buch vor Jahren schon einmal gelesen hatte, hat es mich nach wenigen Seiten wieder in den Bann gezogen und es war schön es nochmals zu lesen. Der Schreibstil ist gut lesbar, ist verständlich und man ist schnell in der Handlung mitten dabei und an der Seite der 3 Schwestern. Die Handlung ist gut aufgebaut, nachvollziehbar und die Seiten fliegen nur so dahin. Auch wenn an manchen Stellen leicht vorhersehbar, so hat das dem Lesegenuss und der entstehenden Leseatmosphäre nicht geschadet. Die verschiedenen Charaktere sind real vorstellbar und entwickeln sich auch entsprechend weiter. Die Spannung ist von Anfang gegeben und interessante Ereignisse und Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Nun freue ich mich auf den Nachfolgeband

  13. Cover des Buches Was uns erinnern lässt (ISBN: 9783959675703)
    Kati Naumann

    Was uns erinnern lässt

    (153)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: 1977 und 2017.

    Die 14-jährige Christine lebt in den 70er Jahren im Grenzgebiet des Thüringer Waldes und sie lernt sich zu arrangieren mit der Einsamkeit, den Einschränkungen und dem Leben im ehemaligen Hotel, das schon lange keine Gäste mehr empfangen kann. Ein Leben im Sperrgebiet, jeder Ausflug muss beantragt werden, ein Übertreten der Grenze ist auch in Notfällen nur mit Passierschein möglich. Sie kennt es nicht anders, wächst gut behütet mit ihren Geschwister am Rennsteig auf bis sich von einem auf den anderen Tag alles verändert. Soldaten räumen das Haus, die Familie wird abtransportiert und es bleibt die Frage, die Christine auch Jahrzehnte später noch beschäftigt: wer war der Denunziant ?


    Zeitsprung ins Jahr 2017: Eine junge Frau namens Milla entdeckt auf ihrer Suche nach sogenannten Lost Places auf eine Falltür mitten im Wald. Darunter verbirgt sich nicht nur ein Keller, sondern ein Stück Geschichte. Familiengeschichte. Grenzgebiete. Erinnerungen. Der bisher unentdeckte Platz übt auf die junge Frau eine magische Anziehungskraft aus. Wer hat hier gelebt und warum ist der Keller gut erhalten, inklusive der Marmeladengläser und das Haus darüber verschwunden. Milla begibt sich auf die Suche und findet die ehemaligen Bewohner des Hauses, die ihr mit Skepsis und Ablehnung begegnen…


    Der Roman macht die Angst, die Willkür, die ständige Bedrohung in der DDR deutlich.

    Erinnern oder Vergessen, Geschichte ruhen lassen oder auch 40 Jahre später noch den Denunzianten finden und ihn zur Verantwortung ziehen ? Vom Loslassen und neu anfangen.


    Das Buch hatte einige unnötige Längen, war aber insgesamt gut geschrieben, gut recherchiert, berührend und interessant.

    Wer wie ich in den alten Bundesländern aufgewachsen ist, mit allen selbstverständlichen Freiheiten und der uneingeschränkten Bewegungs- und Meinungsfreiheit, kann durch das Buch ein Stück besser nachvollziehen, welche Ängste und Vorsicht auch viele Jahre später noch verinnerlicht sind.

    Lesenswert.

  14. Cover des Buches Meine Mutter - Die Jüdin (ISBN: 9781500531003)
  15. Cover des Buches Die Dinge, über die wir schweigen (ISBN: 9783943086560)
    Lea Dittrich

    Die Dinge, über die wir schweigen

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Ostseekind92

    Inhalt:
    Die 14-jährige Mimi lebt alleine mit ihrem Vater. Angeblich sei ihre Mutter bei Mimis Geburt gestorben, doch Mimi glaubt daran nicht, da sie immer wieder Erinnerungsfetzen an sie hat. Deswegen verfolgt und fotografiert sie Frauen, welche ihr ähnlich sehen und die ihre Mütter sein könnten. Als eine Postkarte von ihrem Onkel kommt, beschließt Mimi abzuhauen und die Wahrheit über ihre Mutter herauszufinden.


    Fazit:
    Das Buch ist selbst für Erwachsene einfach schön zu lesen. Es hat einen sehr guten Spannungsbogen, was mich etwas überrascht hat. Die Autorin konnte authentisch die Geschichte über Mimi erzählen, als wäre es ihre eigene. Absolute Leseempfehlung für die ganze Familie.

  16. Cover des Buches Machtverfall (ISBN: 9783844543636)
    Robin Alexander

    Machtverfall

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    „Machtverfall – HB“ ist ein Report aus der Feder des Autors Robin Alexander. 

     

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, es wurde vom Autor selbst vorgelesen. 

     

    Ich verlange von solchen Büchern, dass sie neutral, realistisch, linear und fundiert geschrieben werden. Vor allen Dingen sollten sie neutral gegenüber den Personen in dem Buch sein. 

     

    Von meinen Erwartungen wurde hier nichts, aber absolut nichts eingehalten. Es kam mir eher vor, wie ein schlechter möchte-gern Roman. 

     

    Am Anfang wurde der Punkt „linear“ schon über den Haufen geworfen. Da ging es von mitten in der Corona Pandemie, zu den Anfängen der Flüchtlingskriese, über die Wirtschaftskriese zu den Anfängen der Corona Pandemie und wieder zurück. Zeitweise wusste ich nicht, in welchem Jahr ich mich gerade befand. Für ein Hörbuch ganz schwer mitzukommen. 

     

    Den Punkt „realistisch“ kann man hier auch absolut abhaken. Oder hat der Autor Robin Alexander vielleicht eine Glaskugel, die ihm sagt, was zum Beispiel, zwischen Frau Merkel und Frau Kramp-Karrenbauer bei einem Vier-Augen-Gespräch gesagt wurde. Das Buch sprüht nur so von Gesprächen, Gedanken und Überlegungen, die wohl jeder Politiker gerne einem Autor auf die Nase binden würde ( Ironie off ). Es kam mir einfach nur hineininterpretiert und ausgedacht vor. Bis hin zu dem Brief, der im Kanzleramt rund ging, von dem die kleinen Beamten und vor allen Dingen die Bürger nichts wissen sollten. Aha, da wurde es interessant. Mich interessierte dann, was darin stand und wie der Autor an den Inhalt des Briefes gekommen sein könnte. Nein, der Autor tat das dann ab, dass auch der Autor nicht weiß, was darin stand. Boah, mega! Er weiß nicht, was darin stand? Hat die Glaskugel ihren Dienst versagt? Und warum muss man das dann erwähnen? Es gibt mit Sicherheit hunderte verschlossener Briefe, die nur für den Adressaten bestimmt sind und nicht für andere. Man bedenke seine eigene Post, ist ja auch nicht für den Nachbarn. Also, warum muss man das extra erwähnen?

     

    Den Punkt „neutral“ gibt es erst gar nicht. Das Hörbuch geht 13 Stunden und 15 Minuten. Nach einer Stunde war mir schon klar, aus welchem politischen Lager der Autor kommen muss. Wenn man aus dem politischen Gegenlager kommt, kann man einfach keinen neutralen Report schreiben. So zeigt es sich auch hier, das kann man als neutraler Leser nicht von der Hand weisen. Ich muss dann auch sagen, als die Lobhuddelei auf eine gewisse Partei angefangen hat, habe ich das Hörbuch abgebrochen. 

     

    Zusammen mit den angeblichen Gesprächen und Gedanken wirkt das Buch einfach wie ein schlechter Roman, in dem man das Ur-Böse und seine Machenschaften darstellen will. Es wird ohne Hintergründe zu erwähnen drauf gehauen, was die Tasten hergeben. Das Printbuch müsste eigentlich doppelt so viele Seiten, wie der Text haben, um die ganzen Quellenangaben anzugeben, wo der Herr Autor das alles herhat was er zu Buche bringt. 

     

    So hat er es zum Beispiel nicht einmal nötig, einer Ärztin, die angeblich etwas sehr wichtiges herausgefunden hat, einen Namen zu geben, damit der geneigte Leser dies einmal nachprüfen könnte. Nein, die Dame bleibt anonym. Könnte man also auch einfach mal so erwähnt haben, weil es super in den Text passte. Ob es stimmt? Entweder blind glauben oder sich durch hunderte Seiten im Internet suchen. 

     

    Beispiel seiner Effekthascherei in dem Buch sind folgende Punkte. Er schiebt alles was schlecht an der Pandemie Regelung war, Frau Merkel, Frau Kramp-Karrenbauer, Herrn Laschet und/oder Herrn Söder in die Schuhe. Alles Schlechte ist auf ihrem Mist gewachsen. Wenn ich allerdings zurück denke, wurden die meisten Entscheidungen von allen Länderchefs getroffen. Und nicht nur von seinen drei liebsten Bösewichten. Frau Kramp-Karrenbauer spielt in seinem Buch ja keine große Rolle, daher nehme ich sie da mal raus. Dazu genommen, wenn man den Ausführungen des Autors einmal genau zugehört hat, sind eigentlich alle negativen Entscheidungen vom RKI und der WHO getroffen worden. Die Politiker haben sich auf ihre Berater verlassen und deren Entscheidungen weiter getragen. Was eigentlich auch ganz klar ist. Wenn mir ein Chef des Robert Koch Institutes und jemand aus der Welt Gesundheits-Organisation etwas sagt, dann halte ich mich daran und treffe keine eigenen Entscheidungen. Da ich mit der Materie wenig Ahnung habe, höre ich auf Experten. Warum also, tritt der Autor ständig auf den Entscheidungen der Politiker herum?

     

    Jetzt könnte man dagegen stellen, das Buch geht ja auch nur um die drei/vier Personen und ihre schlechten Entscheidungen, sowie der Streit in der Partei. Aber warum also kommt dann gegen Ende dieser Lobgesang auf die Partei der Grünen und ihre Vorsitzenden? Neutral geht wirklich anders.   

     

    Kurz und gut, ich finde das Buch einfach unmöglich. Viel zu viel aus der Nase des Autors heraus gezogen, zu sehr auf die eigene politische Meinung geschrieben, durcheinander, stümperhaft, effektheischend und bösartig in eine Richtung. Wie schon erwähnt, ich mag solche Bücher, jedoch müssen sie neutral und fundiert geschrieben sein. Wenn es ginge, würde ich hier noch Punkte abziehen, was leider nicht geht und ich auch noch einen Stern vergeben muss.

     

  17. Cover des Buches Rynestig: Veilchenherbst (ISBN: 9781515057079)
    Margarethe ALb

    Rynestig: Veilchenherbst

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“ So oder so ähnlich müssen die Autoren von diversen Sagen – oder Märchenbüchern gedacht haben, als sie einfach irgendwelche Halbwahrheiten abdruckten.

    Damit wird ab sofort aufgeräumt.

    Aber total.

    Aus diesem Grund entschloss sich eine der letzten Waldelfen die Erinnerungen an ihr langes Leben aufzuschreiben. Ihr habt bis jetzt geglaubt, weiße Frauen zu beobachten wäre lustig? Wölfe verspeisten nur so zum Spaß Menschen?

    Oder Zwerge sind kleine, goldgierige Stinker? Na gut, sind sie. Einige von ihnen jedenfalls.

    Als Kräuterfrau und Halbelfe war Margarethe ein turbulentes Leben garantiert. Wer kann denn außer ihr schon von sich behaupten, auf einem Werwolf geritten oder von einer Nymphe aufgeklärt worden zu sein.

    Nach den Aufregungen des ersten Bandes war Margarethes Elfendasein echt im Eimer. Da kam frau aus den engen Tunneln der Zwerge endlich wieder ans Tageslicht, war der Gefahr durch die Bleichen vorerst entronnen, da schien doch das grüne Haus der Kräuterfrauen verloren. Einfach so abgebrannt. Wenigstens stand Clemens fest an meiner Seite. Dachte ich. Bis ich eines Tages erwachte und war allein. Mein Lieblingswolf war verschwunden. Noch dazu wurden die Bleichen um Aeola immer stärker und deren Abwehr verlangte außergewöhnlich dämliche Maßnahmen.

    Immer auf die Elfe. Fand ich mich doch plötzlich zwischen Schlangen und sogar auf einer oder zwei Hochzeiten wieder. Der Kälte aber, wurden wir kaum Herr. Nicht einmal mit dem heißen Kerl, der sich mit Vorliebe vor meinem Fenster herumtrieb. Wenn nicht ein Wunder geschah, würde unsere Welt in Trauer und Frost versinken.


    Rezension:

    Kaum der Entführung ins unterirdische Reich entkommen, muss Margarethe feststellen, dass ihr Clemens spurlos verschwunden ist. Sein eigener Vater, Anführer des örtlichen Werwolf-Clans und Burgherr, hat ihn fortbringen lassen, um die ‚unmögliche Verbindung‘ mit der Halbelfe zu verhindern. Und weil das Haus ihrer Tante von den Bleichen abgefackelt wurde, müssen diese und Margarethe auch noch auf seiner Burg Unterschlupf suchen. Als dann die Bedrohung durch Aeola und ihre Bleichen immer stärker wird, soll unsere Halbelfe sogar ‚freiwillig‘ in Aeolas Unterwelt zurückkehren, um den Gegnern einen vernichtenden Schlag zuzufügen. Und das soll gutgehen? Das erscheint mehr als fraglich.

    Unter dem Pseudonym ihrer Protagonistin setzt die Autorin die in „Wolfsmohn“ begonnene Handlung um die Abenteuer der Halbelfe im südlichen Thüringen beinahe nahtlos fort. Die ständige Erwähnung realer Orte und Gegenden, welche unweit der eigenen Heimat liegen, macht für den Leser natürlich gerade im Fantasy-Genre einen besonderen Reiz aus. Meist lernt man in der Literatur ja nur Werwölfe, (Halb-)Elfen und ähnliche magische Wesen kennen, die ihr Revier in weit entfernten Gegenden haben. Aber auch unabhängig von diesem geographischen Aspekt zieht diese abenteuerliche Geschichte den Leser immer tiefen in ihren Bann. Im Gegensatz zu vielen anderen Fantasy-Stories verstehen sich die unterschiedlichen Wesen hier – abgesehen von gelegentlichen, eher freundschaftlichen Geplänkeln – meist recht gut. Die Verflechtungen innerhalb dieser magischen Welt sind komplex, tauchen neben den allbekannten doch auch eher atypische ‚Arten‘ wie Werottern und Feuerdämonen auf, die alle (bis auf die Weisen Frauen und ihre Anhänger) mehr oder weniger notbedingt zusammenarbeiten. Dem Reihencharakter der „Rynestig“-Geschichte entsprechend endet auch „Veilchenherbst“ wieder offen, sodass man wohl nicht umhinkommt, sich früher oder später auf den nächsten Band zu stürzen.


    Fazit:

    Das Handlungsgeflecht dieser spät-mittelalterlichen Urban Fantasy aus thüringischen Landen wird immer komplexer.


    - Blick ins Buch -

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

    Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.

  18. Cover des Buches Die Wahlverwandtschaften (ISBN: 9783150142165)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Wahlverwandtschaften

    (157)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich habe „Die Wahlverwandtschaften“ vor Kurzem gelesen und muss mich erst einmal davon erholen. Möchte inzwischen ein paar Gedanken dazu loswerden. So geärgert wie dieses Buch, hat mich schon lange nichts mehr. Meiner Meinung nach kann man aus dieser Geschichte kaum etwas lernen – unterhaltsam kann sie unter Umständen sein, die eine oder andere Lebensweisheit ist drinnen, aber das ist dann auch schon alles. Die Protagonisten des Romans haben zu viel Freizeit und steigern sich in irgendwelche Genusssüchte, die nichts mehr mit einem gesunden Leben oder mit einem Alltag zu tun haben, wie wir normale Menschen ihn kennen. Die Geschichte beginnt mit dem Paar Eduard und Charlotte, das sich ein Paradies geschaffen hat; die beiden leben in Abgeschiedenheit und Wohlstand: Es wird lustgewandelt und genossen; es ist alles dermaßen perfekt, dass sie sich von den Langzeitgästen Ottilie und diesem Hauptmann dermaßen aus der Fassung bringen lassen, dass ihr gesamtes Lebenswerk ins Wanken gerät, alles, was sie zusammen geschaffen haben wird durch ihre Gefühlswandlungen leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Das bedeutet auch, dass Eduards und Charlottes gemeinsame Projekte nicht recht anstrengend waren, sonst hätten sie es sich wahrscheinlich zwei Mal überlegt, alles einfach so in den Wind zu schießen. Die arme Ottilie, die eigentlich immer nur sowohl von Eduard, der seinen zweiten Frühling mit ihr erleben möchte, als auch von Charlotte, die sie ab einem bestimmten Zeitpunkt nur mehr unter Kontrolle hält, bedrängt. Ottilie ist eigentlich nur Opfer der übersteigerten Genusssucht dieses emotional instabilen Paares. Am Ende muss sie dann alles bezahlen. Der Autor führt zwar die Figur der Luciane, Tochter von Charlotte, als Genuss-Charakter ein und möchte dadurch wahrscheinlich von der eigentlichen Prunk- und Genusssucht von Charlotte und Eduard ablenken – es funktioniert aber nicht. Goethe zu kritisieren ist ja echt ein starkes Stück, aber ich muss einfach sagen, dass mich dieses Werk echt nicht vom Hocker gerissen hat. Dieser Mensch schwebte irgendwo in einer anderen Welt, es wird nicht gearbeitet, nichts ist anstrengend, man gibt sich den Genüssen hin und steigert sich dermaßen hinein, dass es echt gefährlich wird. Goethe sei ja ein Genie gewesen, heißt es. Na kein Wunder bei dem Lebensstandard.
  19. Cover des Buches Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik (ISBN: 9783548609324)
    Emma Braslavsky

    Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Mrs. Dalloway
    Die Autorin:
    Emma Braslavsky wurde 1971 in Erfurt geboren und ist heute Autorin und Kuratorin. Ein weiterer Roman von ihr ist "Aus dem Sinn". Sie lebt mit Mann und Tochter in Berlin.

    Das Buch:
    Sieben Geschwister von zum Teil unterschiedlichen Vätern beerdigen ihre Mutter und stellen Vermutungen über ihre eigene Familiengeschichte an.
    Einer der Brüder ist selbst schon tot und kommt dennoch zu Wort.
    "Ein großes Generationenporträt des 20. Jahrhunderts, angesiedelt an der Schnittstelle von Ost und West, an der Grenze von Leben und Tod", so der Klappentext.
    Die Kapitel sind alle sehr kurz und in jedem kommt ein anderes der mittlerweile erwachsenen Kinder zu Wort.

    Meine Meinung:
    Ich bin ein großer Fan von kurzen Kapiteln, so kann ich auch zwischendurch mal oder beim Bus- und Bahnfahren ein Stückchen lesen ohne abrupt unterbrechen zu müssen. 
    Genau deswegen gefiel mir der Aufbau auch so gut. Klar, am Anfang fiel es mir noch etwas schwer, die Geschwister alle auseinander zu halten (7 sind wirklich nicht wenig). Da wäre vielleicht eine Auflistung am Anfang des Buches sinnvoll, um zu wissen, wer ist der Älteste, der Jüngste, wer hat den gleichen Vater, etc?
    Irgendwann, noch bevor ich die Hälfte gelesen hatte, wurde es immer schwieriger für mich, am Ball zu bleiben.
    Es dreht sich halt alles darum, dass die Kinder am Sarg de Mutter stehen, sich unterhalten und sich zurück erinnern. Ein kleines Highlight ist da vielleicht noch der Bestatter, ein angeblicher Kapo.
    Ansonsten wird es aber ziemlich schnell ziemlich langweilig. Ich habe das Buch auch noch abgebrochen, bevor ich die Hälfte der Seiten erreicht hatte.
    Ich finde, es ist auch einfach zu lang. Etwa die Hälfte der Seiten hätte auch gelangt, denn so viel Spannendes zu sagen haben die Charaktere wirklich nicht.

    Fazit:
    Ein interessanter Ansatz, der meiner Meinung nach aber leider völlig unsinnig in die Länge gezogen wird. Nur etwas für Leser mit Ausdauer!

  20. Cover des Buches Der Sünderchor (ISBN: 9783426516515)
    Claudia Beinert

    Der Sünderchor

    (7)
    Aktuelle Rezension von: LionsAngel
    Inhalt:
    Thüringen im Jahre 1248: Die siebzehnjährige Hortensia verliert bei einem Angriff auf die heimatliche Burg ihre gesamte Familie. Sie hat nichts bei sich außer einem Buch, welches ihr die sterbende Mutter im letzten Moment übergab. Traumatisiert fällt Hortensia dem Meißener Markgrafen Heinrich von Wettin in die Hände, der sie scheinbar fürsorglich aufnimmt. Das mittellose Mädchen lässt sich von ihm überreden, im Haus des grandiosen Bildhauermeisters Matizo von Mainz dessen neue Entwürfe für den Westchor der Naumburger Kathedrale auszuspionieren. Anstatt jedoch die Details über den Chor und die dafür zu schaffenden Stifterstandbilder zu verraten, fühlt Hortensia sich zunehmend zu Matizio hingezogen.

    Mein Leseeindruck:
    Zuerst einmal, ich kenne die ersten beiden Bände “Die Herrin der Kathedrale“ und “Die Kathedrale der Ewigkeit“ nicht, trotzdem konnte ich diesen dritten Band sehr gut lesen.

    Die 17jährige Hortensia überlebt einen Anschlag auf die Burg Neumark, sie flieht und wird vom Markgrafen Heinrich von Wettin gefunden und aufgenommen.
    Hortensia, dankbar für die Fürsorge Heinrichs, lässt sich gern von ihm überreden, in Naumburg für ihn bei seinem Halbbruder Dietrich (Erzbischof von Naumburg) und dem Bildhauermeister Matizio von Mainz die Pläne für den Bau des Westchores der Naumburger Kathedrale auszuspionieren.
    Durch einen Zufall bekommt Hortensia raus, wer für den Anschlag auf die Burg Neumark und den Tod der Eltern und den kleinen Bruder verantwortlich ist.
    Sie schwört Rache und alles wird anders.
    Auch Matizio von Mainz, zu dem Hortensia sich immermehr hingezogen fühlt, birgt ein Geheimnis.
    Wird dieses Geheimnis gelüftet nd wie wirkt es sich aus?

    Mein Fazit:
    Ich bin begeistert von der Geschichte um Hortensia, Heinrich und Matizio.
    Danke für dieses Lesevergnügen.


  21. Cover des Buches Fliederblütenregen (ISBN: 9783746055602)
    Margarethe ALb

    Fliederblütenregen

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Thaleia
    Ein wunderschönes Buch mit einer nicht zu dominanten Liebesgeschichte. In dem Buch bilden die verschiedenen Wesen, Bräuche, Geschichten aus vergangenen Tagen, Probleme, Lösungen, Liebe etc. eine wunderbare Einheit.

    Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und ich war ab der ersten Seite sofort in der Geschichte drin. Alles ist mit so viel Liebe, Herzblut und Hingabe entwickelt. Sogar Wesen, die einen vergleichsweise kurzen Auftritt haben, wachsen einem ans Herz. Wenn man das Buch liest, sieht man die Welt um einen herum, den eigenen Garten etc. anders. Wünscht sich, die Naturgeister würden existieren und im heimischen Garten einen Baum oder einen Strauch bewohnen.

    Ich war zuerst skeptisch, aber ich liebe dieses Buch und spreche eine klare Leseempfehlung aus.
  22. Cover des Buches HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland (ISBN: 9783834231215)
    Jens van Rooij

    HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

    (98)
    Aktuelle Rezension von: luckynelli

    Hiergeblieben - ein Titel, der schon alles sagt. Warum in die Ferne schweifen, wenn wir in Deutschland viele tolle Städte und Sehenswürdigkeiten haben. Meist kennen wir uns im Ausland besser aus als in den Städten in unserer unmittelbarer Umgebung. Hiergeblieben ist ein neues Reiseführer-Format, das tolle Fotos, erklärender Text und viele Tipps vereint. Ich war überrascht, welche tollen Dinge es zu entdecken gibt. Und der Vergleich mit bekannten Sehenswürdigkeiten im Ausland und ähnlichen Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Weit fahren muss man wahrlich nicht, um das Interessante zu entdecken. Gerade während der Corona-Krise hat es uns zum Wandern in die nähere Umgebung verschlagen. Auch hier waren wir doch sehr überrascht, wie vielfältig, interessant und schön die Natur so um die Ecke ist. Ein absolut empfehlenswerter Reiseführer.      

  23. Cover des Buches Hummelstich - Ein Mord kommt selten allein (ISBN: 9783741302206)
    Katharina Schendel

    Hummelstich - Ein Mord kommt selten allein

    (13)
    Aktuelle Rezension von: KarinJ

    Nach meiner Meinung liest sich der Roman recht flüssig. Der Schreibstil und die Art der Darstellung hatten mich schnell eingefangen. Das wurde alles lebendig und abwechslungsreich erzählt, so dass ich mich rasch für die Story zu interessieren begann und auch wissen wollte, wie sie ausgeht. Die Figur der Bea von Maarstein war für mich angenehm quirlig und unkonventionell und Sven Grüneis und Borwin Wandelohe waren mir sympathisch. Die zahlreichen Figuren konnte man sich aufgrund der passenden Namen gut merken (z.B. die Bestatter Ruhe und Erdmann).

    Allerdings verrät der Name auch den Täter, na ja.

    Spätestens beim "persönlichkeitsgestörten Papageien" bröckelte dann die Zuneigung etwas, weil der Ausdruck mehrmals wiederholt wurde und ich die Begeisterung für den Begriff oder für die Idee dahinter nicht teilen konnte. Es fiel dann das ein oder andere Klischee auf, Bea stellte ungeschickte Fragen und, als sie zum Apotheker kam, ging mir die künstlerische Freiheit zu weit. Ich finde, dass man sich in einer realistischen Geschichte an die Regeln unserer Wirklichkeit halten muss (auch auf dem Dorf darf ein Apotheker keine Medikamente verschreiben). Die Auflösung war durchaus nett, aber auch unrealistisch und sinnlos aufgebauscht. Das sind Abstriche, mit denen ich zu einer Bewertung von 4 Sternen komme. Der Roman spielt übrigens in einem fiktiven Dorf nahe dem thüringischen Bad Frankenberg mit dem Schiefen Turm.

  24. Cover des Buches Funkenflug (ISBN: 9781503946804)
    Izabelle Jardin

    Funkenflug

    (72)
    Aktuelle Rezension von: Nady

    Rezension:

    Der Roman spielt in zwei Zeitepochen. Im Jahr 2010 bis 2011 lernen wir die Journalistin Faye kennen, sie ist mit Constantin verlobt und möchte gerne die Hochzeit auf dem alten Familienschloss von Constantins Vorfahren feiern. Als sie mit ihm eine Einladung ins Schloss bekommt, ist sie von dem alten Gemäuer mehr als begeistert. Doch ihr zukünftiger Schwiegervater ist alles andere als davon angetan.

    Faye und Constantin dürfen die Nacht in den Schlafräumen seiner Urgroßmutter verbringen. Dort hängt ein riesiges Portrait dieser Dame und Faye ist sofort von Clara Henriette fasziniert. Constantin beginnt Faye die Geschichte seiner Urgroßmutter zu erzählen und diese lässt Faye nicht mehr los und sie beginnt zu recherchieren.

    Die zweite Epoche beginnt im Jahre 1851. Clara Henriette Gräfin von Beiersdorf, lebt in einem kleinen deutschen Dorf, zusammen mit ihrer Familie im Schloss. Ihr Vater ist der Graf dieses Anwesens und Herrscher über das Dorf. Clara ist mit dem Sohn des hiesigen Pfarrers verlobt und sie liebt Martin von ganzem Herzen.

    Bei der Verlobungsfeier hat der Graf eine besondere Überraschung für die zwei Liebenden geplant. Ein großes Feuerwerk soll dieses Fest krönen.

    Doch leider passiert ein Unglück und Funken des Feuerwerkes entzünden die Häuser des Dorfes. Fast alles verbrennt und Claras Vater steht vor dem Aus, zumal Alexander, Claras älterer Bruder, wohl Spielschulden gemacht hat und der Graf ist gezwungen, diese Schulden zu begleichen.

    Um das Dorf und den Wiederaufbau zu gewährleisten, geht der Graf eine Geschäftsbeziehung mit Henry Ames ein. Einem Engländer, der Claras Vater das Geld für den Wiederaufbau des Dorfes geben möchte. Allerdings unter der Bedingung, dass Clara Henriette einer Hochzeit mit ihm zustimmt.

    Was wird Clara machen? Sie liebt Martin, der durch das Feuer verletzt wurde, mehr als alles andere. Wird sie, zum Wohle der Dorfbewohner und ihres Vaters, der Hochzeit zustimmen?

     

    Fazit:

    Ich habe schon einige Bücher von Izabelle Jardin gelesen und sie konnte mich immer begeistern.

    Auch mit diesem Roman hat sie mich nicht enttäuscht. Ihr wunderbarer Schreibstil hat mich wieder direkt gefesselt.

    Sie schafft es wieder, einem die Charaktere lebensecht rüberzubringen und ich begegnete Menschen, die ich liebte, aber auch welche die ich schrecklich fand.

    Bei diesem Roman handelt sich um den 1. Band der „Funken der Vergangenheit-Reihe“, der aber in sich abgeschlossen ist und somit auch als Einzelband gelesen werden kann.

    Nichtsdestotrotz freue ich mich, in absehbarer Zeit den 2. Band zu lesen, in dem es um die Schwester des erwähnten Henry Ames geht.

    Für “Funkenflug” kann ich auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung geben und er bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

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