Bücher mit dem Tag "tierethik"
15 Bücher
- Peter Wohlleben
Die Gefühle der Tiere
(5)Aktuelle Rezension von: katze102In „Die Gefühle der Tiere“ beleuchtet Peter Wohlleben viele Aspekte, die uns vom Tier unterscheiden könnten, aber ganz sicher nicht müssen: Empfinden die Tiere auch Spaß am Sex, Liebe, Trauer, Glück, Freude und Empatie, träumen sie und wie gehen sie mit dem Tod um? Sicher ist, dass man all dieses nicht ausschließen kann und, wenn man die Tiere betrachtet eher zu der Erkenntnis gelangt, dass sie all dieses auch erleben, vielleicht etwas anders als wir Menschen, aber wer weiß das schon... Anhand von vielen Beispielen aus dem Tierreich, z.B. staatenbildender Völker beleuchtet Peter Wohlleben Themen wie gezähmte Emotionen, Spiritualität und religiöses Empfinden, aber auch Überlegungen über Körperhygiene, Traditionen und Symbiosen zwischen Mensch und Tier kommen nicht zu kurz. Einen Bogen spannt Peter Wohlleben auch zu den Pflanzen und stellt Vergleiche an, die er in seinem Buch „Bäume verstehen“ noch viel ausführlicher behandelt. Es folgen Überlegungen, welche Züchtungen sinnvoll waren, welche Tierhaltung vertretbar ist und, ob es eindeutig verwerflich ist, tierische Produkte zu nutzen inkl. Tiere zu essen. Ich fand es sehr interessant seine Überlegungen dazu zu lesen, aber, wie bei so vielem anderen auch, gibt es auch hier keine wirkliche Patentlösung, die alle glücklich machen kann. Ein für mich ganz besonderer und neuer Aspekt war die Betrachtung der Religiösität unter Berücksichtigung der linken Schläfenlappen, die eine körperliche Veranlagung zur Religiösität beinhalten sollen; in diesem Zusammenhang fand ich die Erklärung von religiösen Visionen bei Temporallappenepilepsie ( TLE) äußerst interessant. Und auch in diesem Buch gibt es wieder ein zusätzliches Unterthema, das auf einzelnen Seiten im Buch, quasi parallel zum Buch, abgehandelt wird; in diesem Buch werden alte Redewendungen und Vorurteile über Tiere unte die Lupe genommen: der schlaue Fuchs, die fleißige Biene, der ängstliche Hase.... Was ist dran an diesen alten Sichtweisen?
Fazit: Im Laufe des Buches stellt Peter Wohlleben manche provokante These auf, erklärt und beleuchtet leicht verständlich viele verschiedene Aspekte und gibt dem Leser eine gute Hilfe in die Hand, seine Position zu überdenken und für sich selber Strategien und Grenzen zu erkennen, über Respekt und Achtsamkeit gegenüber Tieren ( nicht nur den niedlichen) nachzudenken und sein Verhalten entsprechend zu ändern. - Paul W. Taylor
Respect for Nature: A Theory of Environmental Ethics (Studies in Moral, Political, and Legal Philosophy)
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Chimaira - Arbeitskreis für Human-Animal Studies
Human-Animal Studies
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Jan Grossarth
Vom Land in den Mund
(2)Aktuelle Rezension von: SokratesIm Ergebnis: ein enttäuschender Blick auf Zustand und Zukunft der Landwirtschaft. Nicht nur, dass auf sehr simplem Niveau bereits bekannte Misstände ein weiteres Mal erörtert werden, schafft es das Buch zudem auch nicht, real zu erkennen, dass sich die gegenwärtigen Ernährungsgewohnheiten der Industrieländern mit den zukünftigen Möglichkeiten nicht werden halten lassen. So ist bspw. täglicher Fleisch- und Milchkonsum zu revidieren; was nicht von "veganer Totalität" motiviert ist, sondern sich schlicht an der Verfügbarkeit von Bioressourcen orientiert. Gleichwohl durchzieht das Buch eine schlichte Verbraucherromantik, die eine Revision der bestehenden Verhältnisse allein darin erschöpft sieht, dass Lebensmittel besser etikettiert werden oder Tiere nicht mehr im Massenbetrieb "gequält" werden. Mir persönlich ging das Buch nicht weit genug; es versucht nur an wenigen Stellschrauben ein klein bisschen zu drehen. An den Grundfunktionsweisen darf sich nichts ändern, Grundüberzeugungen dürfen nicht in Frage stellt werden. Dies halte ich für die - gerade falsche - systemerhaltende Herangehensweise an gesellschaftliche Grundprobleme, die uns zukünftig nur auf Krisen wird handeln lassen, nicht jedoch souverän und intelligent eine Zukunft bauen lässt. - Ursula Wolf
Texte zur Tierethik
(2)Aktuelle Rezension von: WildRosePeter Singer, Tom Regan, Mark Rowlands und viele andere Philosophen beschäftigen sich intensiv mit der Frage, wie man Tiere behandeln sollte. Dieses Buch präsentiert ihre Ansichten anhand gesammelter Texte und bietet dem Leser so einen sehr guten Überblick zum Thema "Tierethik". Zu Wort kommen sowohl Philosophen, die sich stark für den Tierschutz aussprechen als auch Philosophen, die an ersteren Kritik üben.
Im zweiten Teil des Buches wird auf "Anwendungsprobleme" eingegangen, wobei diese auf jeden Fall als sehr aktuell zu werten und somit äußerst spannend zu lesen sind. Unter anderem widmen sich die Autoren der Frage, ob Tierversuche moralisch fragwürdig sind und ob es moralisch falsch ist, Tiere zu verzehren.
Für jeden, der sich für Philosophie begeistert und für jeden Tierliebhaber, der Menschen durch Argumente überzeugen will, ist dieses Buch ein absolutes Muss! Natürlich sind die Texte teilweise sehr anspruchsvoll, doch insgesamt ist das Buch auch für Laien ein echter Pageturner! - Rainer Wiedenmann
Tiere, Moral Und Gesellschaft: Elemente und Ebenen humanimalischer Sozialität (German Edition)
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Hilal Sezgin
Artgerecht ist nur die Freiheit
(24)Aktuelle Rezension von: was_mit_buechernÜber dieses Buch bin ich durch Zufall gestolpert, weil ich mich zurzeit mit dem Thema Tierhaltung beschäftige. Daher musste ich es natürlich sofort lesen.
Cover: Ich finde das Cover sehr gelungen, da ein (scheinbar) glückliches Schwein mit Strohresten im Fell in die Kamera „lächelt“ und dabei (zumindest bei mir) schon Mitgefühl, Liebe und das Gefühl es einfach lieb haben zu müssen im Betrachter aufsteigt.
Schreibstil: Hilal Sezgin schreibt in einem sehr überzeugenden sachlichen Stil, der dennoch flüssig zu lesen ist. Einzelne persönliche Eindrücke – die jedoch nie rein subjektiv sind – unterstreichen ihre überzeugenden Argumente. Pro und Contra und sogar mögliche Kompromisslösungen werden angesprochen und diskutiert. So kann sich der Leser stets selbst eine Meinung überlegen und die bisherigen Ansichten überdenken.
Meinung: Ich finde das Buch sehr gelungen, da Hilal Sezgin eine sehr klare Struktur verfolgt. Bei dem Thema werden ja viele Menschen (ob pro oder contra Tiernutzung) schnell sehr persönlich und argumentieren völlig planlos. Sie hingegen gliedert das Buch in deutliche Kapitel: die Definition von Tierethik und schließlich die drei Fragen, ob wir Tiere quälen, töten oder überhaupt nutzen dürfen und sie schließt mit dem Kapitel, wie wir mit Tieren leben können. Es werden überzeugende Argumente geliefert und sachlich erklärt, ohne jemanden anzugreifen oder überzeugen zu wollen. Dennoch ruft sie zum Umdenken auf – liefert aber überzeugende Argumente dafür. Es werden viele Themen aufgegriffen, die man vielleicht beim ersten Gedanken (es geht nicht nur ums Fleischessen) gar nicht berücksichtigt. So erhält der Leser einen umfassenden und sachlichen Einblick in die Tierethik unsrer heutigen Welt.
Fazit: Das Buch ist leicht zu lesen, ob wohl es viele ethische und komplexe Themen behandelt. Hilal Sezgin holt den Leser dort ab, wo er ist – und das können durchaus verschiedene Standpunkte sein. Das Buch ist geeignet für alle Menschen, die sich mit Tierethik beschäftigen wollen, die die Nutzung von Tieren in unserem Alltag hinterfragen wollen und sinnvolle Argumente lesen möchten. Lesenswert und bereichernd – ohne belehrend und beschuldigend wirken zu müssen.
- Christine M. Korsgaard
Tiere wie wir
(3)Aktuelle Rezension von: Kristall86Klappentext:
„Hat das Leben eines Tieres einen anderen Wert als das eines Menschen? Nein, sagt die Harvard-Professorin Christine M. Korsgaard und begründet in ihrem Buch "Tiere wie wir", warum Tiere nicht getötet oder benutzt werden dürfen. Sie belässt es aber nicht bei der abstrakten Analyse, sondern erörtert an konkreten Beispielen, warum die handelsüblichen Rechtfertigungen von Massentierhaltung und Tierversuchen moralisch unhaltbar sind. Ihr radikales Buch setzt einen neuen Maßstab in der Debatte und gilt als wichtigster Beitrag zur Tierethik seit Peter Singer.
Christine Korsgaard setzt bei der Grundfrage an, was der Wert eines Lebens ist. In einer klar vorgetragenen, von Kants Moralphilosophie und einer Theorie des Guten nach Aristoteles ausgehenden Argumentation gelangt sie zu weitreichenden Schlussfolgerungen: Menschen sind nicht wichtiger als Tiere, und unsere moralische Natur macht uns Tieren auch nicht überlegen. Stattdessen ist es unsere Empathie, die uns erkennen lässt, dass Tieren als bewussten Wesen ebenso wie Menschen ein "Zweck an sich selbst" im Sinne Kants inne sind. Damit erweitert sie Kants Ideen einer moralischen Gemeinschaft grundlegend: Menschen haben nicht nur gegenüber Mitmenschen, sondern auch gegenüber Tieren moralische Pflichten. Anhand praktischer ethischer Fragen veranschaulicht die Philosophin schließlich, warum das Erniedrigen oder Töten von Tieren in keinem Fall moralisch gerechtfertigt ist.“
Korsgaard‘s Worte gehen definitiv unter die Haut und Sie schlagen dieses Buch zu, und fragen sich nach dem ganzen Warum, aber keine Angst, sie werden nicht gleich zum Vegetarier, nur weil Sie dieses Buch lesen wollen/können/dürfen/möchten.
Korgaard stellt sich gewissen Fragen gegenüber und beantwortet dieses extrem wort- und ausdrucksstark. Sie hat einen extrem hohen Drang, dem Leser ihre Meinung genauestens zu erklären, sie will dem Leser genau erläutern warum sie so denkt und dabei herausgekommen ist dieses geniale Buch, welches mehr als nachhallt. Korsgaard macht hier keine Gehirnwäsche oder ähnliches, sie zeigt sehr sachlich und fundiert auf, was es heißt das Menschenwohl und das Tierwohl zu vergleichen. Sie geht dabei auf viele bekannte Persönlichkeiten ein und erläutert Theorien aber auch Zukunftsvisionen. Die Autorin spricht hier Themen an, die eigentlich niemand gern hören will, wenn er gerade in sein Kalbsschnitzel beißt. Sie bohrt mit ihren Worten in keiner weiteren Wunde, aber sie gießt Salzsäure in bereits bekannte Wunden und genau das fand ich persönlich so bemerkenswert. Sie stellt so viele Fragen, das man manchmal das Buch einfach schließen musste, alles sacken lassen musste und gründlich darüber nachzudenken hatte. Dieses Buch fordert den Leser auf ganz besondere Art und es prägt einen bis ins Mark...5 von 5 Sterne!
Ziegen wie du und ich
(9)Aktuelle Rezension von: Janochka__Die Autorin nimmt uns auf die Reise mit ihren Ziegen mit. Sie nennt ihre Ziegen „die Zwerge“. Es gibt 6 Kapitel und zahlreiche Beispiele aus ihrem Leben mit den Ziegen.
Es war sehr spannend etwas mehr über diese Tiere zu erfahren. Vieles wusste ich vorher einfach nicht. Und so wie jeder Mensch, hat auch jede Ziege einen eigenen/anderen Charakter.
Im Gedächtnis ist mir Frieda, die „Chefin“ der Ziegen, geblieben. Auch Alice und Schwarzes Mädchen.
Der Schreibstil war leicht und auch das Cover leitet sofort in das Thema ein.
Sie hat oft die Ziegen, wie sie leben und alles, mit Gott und uns verglichen beziehungsweise hat sie es bildlich dargestellt und Impulse gegeben. Es war sehr interessant. Denn ich habe Ziegen noch nie aus so einem Blickwinkel gesehen und schon gar nicht daran gedacht, dass man von ihnen was lernen kann. Doch Maria überzeugt den Leser vom Gegenteil.
Kurz vor Ende des Buches stellt sie ihre Ziegen vor. Dort sind Bilder von ihnen und auch von dem Stall abgebildet.
Wenn du auch etwas mehr über Ziegen erfahren und von ihnen lernen möchtest, dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich!- 8
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