Bücher mit dem Tag "tiergarten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tiergarten" gekennzeichnet haben.

16 Bücher

  1. Cover des Buches Zurück in Berlin (ISBN: 9783351036423)
    Verna B. Carleton

    Zurück in Berlin

     (17)
    Aktuelle Rezension von: aba

    "Deutschlands Vergangenheit lasse sich nicht vergessen. Hier sei sie, vor jedermanns Nase, und die Menschen müssten damit umgehen."

    Am 27. Januar, am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, las ich, nur per Zufall,  das richtige Buch: "Zurück in Berlin" von der US-amerikanischen Autorin Verna B. Carleton.

    Der Roman, eine Neuentdeckung aus 1959, ist eine große Überraschung.

    Die Erzählerin fühlt sich ihren deutschen Freunden verpflichtet, so ihre eigenen Worte, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, die ermordet wurden oder die ihre Familie verloren haben. Sie möchte nach Berlin und vor den Überresten von Hitlers Bunker stehen und sich in ihren Namen freuen, dass es dieses "Tausendjährige Reich" nicht mehr gibt.

    1957, auf einem Schiff Richtung Europa. Die Erzählerin freundet sich während der Reise mit einem englischen Paar an. Sie ahnt nicht, welche Überraschungen und großen und wichtigen Erkenntnisse diese Bekanntschaft mit sich bringt.

    Verna B. Carleton scheint nicht so bekannt zu sein. Zumindest gibt es nicht so viel Information über sie. Auch wenn sie mit Frida Kahlo, Sylvia Beach und Gisèle Freund eng befreundet war.

    1957 in Berlin zu sein, ist ein richtiges Abenteuer. Der Krieg ist vorbei, die Menschen versuchen, ihre Normalität zurückzugewinnen, und die Stadt ist geteilt. Für Rückkehrer muss aber eine ganz andere Art von Abenteuer gewesen sein. In dem Land zu sein, aus dem man flüchten musste, sich mit dem  neuen Deutschland auseinanderzusetzen und immer wieder feststellen, dass nicht wenige Deutsche den Nationalsozialismus vermissen…

    Dieses Buch gerade am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu lesen, hat mein Empfinden vertieft, dass solche Lektüren heutzutage wichtiger sind denn je! Noch im Jahr 2021 toben die Rechtsextreme auf den Straßen, nutzen die Pandemie-Lage für ihre Zwecke und verharmlosen den Holocaust.

    Carletons Charaktere sind sicher nicht perfekt und auch nicht immer konsequent, trotzdem finde ich dieses Buch beeindruckend. Damit setzte die Autorin ein Statement. Und für mich ist das ein guter Grund, diesen Roman zu empfehlen.  

  2. Cover des Buches Emil und die Detektive (ISBN: 9783855356034)
    Erich Kästner

    Emil und die Detektive

     (603)
    Aktuelle Rezension von: Buechereule

    Da ich nicht genug Platz in der Kurzmeinung hatte, schreibe ich diese Rezension. Dauert auch nicht lang:

    Das Buch ist sehr gut, wie man es erwartet bei Erich Kästner (à propos: Warum schreiben nicht alle Autoren so lustige Vorworte?).

    Jedoch muss ich mich in aller Form beschwerden, dass nur ein Mädchen (Pony Hütchen, deren echten Namen ich nicht kenne), aber hundert (gleichbedeutend mit (sehr) viele) Jungs vorkommen! Und die typischen Rollenklisches (für Mädchen). Aber das kann man verzeihen, wo das Buch doch so alt ist, damals war das wohl noch normal. 

    Soviel ich auch murre: Das Buch ist zu empfehlen, und zwar für alle, nicht nur für (kleine) Kinder. 

  3. Cover des Buches Genau mein Beutelschema (ISBN: 9783746629407)
    Sebastian Lehmann

    Genau mein Beutelschema

     (51)
    Aktuelle Rezension von: ioreth

    Mark lernt in einem hippen Neuköllner Club eine junge Frau kennen. Natürlich entwickelt sich eine Liebesgeschichte die ihn immer tiefer in das neuköllner Hipster-Millieu führt.

    Dort scheinen seltsame Dinge vorzugehen, immer wieder wachen Hipster vollkommen desorientiert in Tiergarten auf und torkeln dann über den Kurfürstendamm ohne zu wissen wie sie dort hin gekommen sind.

    Gleichzeitig verschwindet Marks Chef und er muss die Kleinanzeigenabteilung und die Praktikanten selber managen und soll nun auch seinen ersten echten Artikel schreiben, gerade über die Hipster die inzwischen immer wieder im Tiergarten auftauchen.

    Als dies auch einem seiner neuen Freunde passiert beginnt Mark sich ernsthaft Gedanken zu machen. Unterdessen erreicht er seine 15 Minutes of Fame mit einem Video seiner alten Band, die bei den jungen Hipstern besser ankommt als bei seinen damaligen Altersgenossen.

    Die Geschichte ist locker und angenehm geschrieben. Lehmann als meisterhafter Poetry-Slammer und Lesebühnenautor hat natürlich ein gutes Gefühl dafür was sprachlich ankommt. Die Kapitel sind gleichmäßig und kurz gehalten und ziehen einen geradezu durch das Buch. Für mich als gebürtige Neuköllnerin, die jetzt zwar nicht in Tiergarten wohnt (da wohnt ja keiner) aber nah dran, war der Wiedererkennungswert von Straßen, Clubs und Leuten natürlich sehr hoch und viele der witzigsten Stellen funktionieren möglicherweise schlechter wenn man Berlin nicht kennt. Aber das ist kein Grund dieses Buch nicht zu lesen, stattdessen ist es ein guter Anfang um diese Stadt kennenzulernen, denn über Berliner erfährt man von Lehmann mehr als aus allen Reiseführern zusammen.

  4. Cover des Buches Blut will Blut (ISBN: 9783492500074)
    André Kussmaul

    Blut will Blut

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977
    Bei einem Spaziergang im verschneiten Berliner Tiergarten entdeckt Hannah die Leiche eines Mannes, den sie nur zu gut kennt und mit dem sie eine schreckliche Vergangenheit verbindet. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, ist der leblose Körper aus dem Park verschwunden. Hat ihre Psyche Hannah einen grausamen Streich gespielt, oder gibt es jemanden, der Hannah ihre Vergangenheit auf perfide Weise ins Gedächtnis rufen will? Denn Hannah trägt eine Schuld mit sich, die sie nicht loslässt, eine Schuld die lange zurück liegt und sie nun mit voller Wucht wieder einholt…

    Meine Meinung:

    „Blut will Blut“ von André Kussmaul hat mich wegen seines Klappentextes, aber auch weil die Handlung in Berlin und Umgebung spielt, angesprochen und neugierig gemacht. Spannung, Verwirrung und Unglaubwürdigkeit wechseln sich ab, so dass mich der Thriller mit zwiegespaltener Meinung und gemischten Gefühlen zurücklässt.

    Es beginnt spannungsvoll mit düsterem, stimmungsvollen Setting. Eine junge Frau, Hannah, entdeckt eine Leiche, einen Mann, den sie aus ihrer Vergangenheit kennt, doch als sie von ihrem Schock erwacht, ist der Tote verschwunden. Was ist passiert? Nach und nach wird klar, dass an Hannah und ihre drei Freundinnen ca. 20 Jahre zuvor Schreckliches durchmachen mussten. Die Mädchen wurden gefangen gehalten von einem Mann, der seine perfiden und perversen Spielchen mit ihnen trieb. Doch Hannah hätte das Verbrechen verhindern können, eine Schuld, die sie bis heute nicht loslässt.

    Andre Kussmaul hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Er bedient sich diverser Erzählstränge, baut Wendungen und Irrwege ein und legt so verwirrend falsche Fährten. Stellenweise sehr spannend und aufregend, andererseits liegt hier für mich aber auch ein bisschen die Crux des Buches, denn oft war mir nicht klar, ob die Handlung gerade psychische Wahnvorstellung oder die Realität beschreibt. Vieles klingt unlogisch und nicht nachvollziehbar, was mir zudem das Gefühl vermittelte, Hintergrundwissen nicht zu haben, so als gäbe es einen Vorgänger des Buches, welches man aber nicht gelesen hat.

    Die Protagonisten und ihre Charaktereigenschaften konnten mich nicht erwärmen und sind keine wirklichen Sympathieträger. Alle spiegeln Oberflächlichkeit und wenig Tiefgang wider, ihr Handeln und Tun war zum Teil durchschaubar oder aber unrealistisch und fragwürdig.

    Das spannende und unerwartete Ende hat mich dann wieder etwas versöhnt, auch wenn viele Fragen offen bleiben und nicht aufgeklärt werden, was eventuell auf eine Fortsetzung schließen lässt.

    Mein Fazit:

    „Blut will Blut“ von André Kussmaul ist ein Thriller mit einem vielversprechenden Plot, der meiner Meinung nach nicht optimal umgesetzt wurde. Spannung und Nervenkitzel sind definitiv vorhanden, leiden aber unter zu vielen Verwirrspielen und blassen Charakteren. Ein Thriller mit Höhen und Tiefen, der mich am Ende aber leider nicht hundertprozentig packen konnte. 
  5. Cover des Buches Berlin (ISBN: 9783499000584)
    Jens Mühling

    Berlin

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Wilhelma. Der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart (ISBN: 9783877790588)
  7. Cover des Buches Tiergarten (ISBN: 9783546004374)
    Wassili Grossman

    Tiergarten

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Wolkenatlas
    "Was vom Menschen übrig bleibt?" Wassili Grossman, der erst vor einigen Jahren mit der Neuübersetzung seines Antikriegsepos "Leben und Schicksal" gebührende Aufmerksamkeit erreichte, wird nun von Claassen mit einem Erzählungsband bedacht. Die für "Tiergarten" ausgewählten Erzählungen stammen aus dem umfangreicheren Erzählungsband "Wsjo tetschot. Posdnaja Prosa" ("Alles fließt. Späte Prosa", 1994 Moskau). Wassili Semionowitsch Grossman (1905-1964) begann seine Karriere als linientreuer und anerkannter Schriftsteller der Sowjetunion. Die Erfahrungen zweier Weltkriege, die Terror- und Gewaltakte Stalins, sowie das Wissen um die Konzentrationslager Hitlerdeutschlands und die Vernichtung der europäischen Juden veränderten sein Weltbild radikal. Die Hoffnung, dass das Menschliche im Menschen nie aussterben würde, merkt man in allen Erzählungen dieses Bandes deutlich. Erzählungen, in denen es um Verrat, um Vertrauen, Liebe, Enttäuschung, Schuld und Vergebung geht. Die diesen Erzählungen eigene narrative Dichte entsteht durch den bewussten Verzicht auf das Epische. Wassili Grossman treibt seine Geschichten in ruhigem Erzählgestus weiter und erreicht durch die fast lakonische Skizzierung seiner Figuren, durch Andeutungen eine besondere Nähe zu seinen Protagonisten. Schon die früheste Erzählung dieses Bandes "Die Junge und die Alte" (geschrieben 1938 und revidiert 1962) ist ein Meisterwerk. Diese Erzählung, die scheinbar noch in "sozialistisch-realistischen" Bahnen beginnt, erzählt die Geschichte einer jungen Aufsteigerin und einer vom Schicksal gebeutelten älteren Dame, die gemeinsam Urlaub machen. Beeindruckend, wie Wassili Grossmann unspektakulär seine Figurenzeichnung vorantreibt. Virtuos, wie Grossman fließende Perspektivwechsel passieren lässt und die Erzählung in den letzen Sätzen kippt. Der Abwurf der Atombombe über Hiroshima ist Ausgangspunkt der Erzählung "Abel (6. August)". Hier zeichnet Grossman vor dem Hintergrund dieses Ereignisses das Zerbrechen eines direkt beteiligten Piloten. Diese zweiteilige Erzählung ist ein Meisterwerk in formeller und literarischer Hinsicht. Im ersten Teil werden die Protagonisten und die Tatsache vorgestellt, dass diese Mannschaft eine neuartige Bombe über einer japanischen Großstadt abwerfen soll, ohne dass die Piloten wirklich wüssten, was sie tun werden. Der zweite Teil beginnt mit dem frühmorgendlichen Einflug über Japan. Mit der Mannschaft fliegt ein geheimnisvoller Passagier. Die Zeichnung dieses begleitenden Passagiers, der als Einziger weiß, was diese Bombe anrichten wird, ist frei von jeder Art des moralisierenden Tonfalls. "Der Passagier schaute, den großen kahlen Kopf gesenkt, aus dem Kabinenfenster - die düstere Vorwärtsbewegung in der feuchten Finsternis versetzte ihn in Erstaunen. Er sah den gewaltigen Ozean des Dunkels zum ersten Mal, und dieses Schauspiel beunruhigte ihn." Die ruhige Schönheit der Sätze Wassili Grossmans beim Anflug und Abwurf der Bombe auf Hiroshima ist brillant. "In dem Moment, als die Maschine die japanischen Inseln anflog, begann die Sonne aufzugehen. Das erste Morgenlicht streifte das zerzauste blonde Haar des Bombardiers und blieb als leuchtende Wolke um sein Haupt herum stehen. Der junge Mann beugte sich über die Zielvorrichtung, beobachtete mit angehaltenem Atem die Zeiger an den Geräten und überprüfte ein letztes Mal die mit den Geräten abgestimmte langsame, fließende Bewegung des Zielfadens, der noch weit von der Markierung entfernt war ... ... Die starken, alles erfassenden Linsen hoben den Ozean und das Land wie auf einem riesigem Handteller empor und führten sie direkt an Josephs Augen heran. Er erblickte Tausende von Einzelheiten dieses Morgens: das Ozeanwasser, das plätscherte und atmete, die löchrige, weißrosa Gischt der Brandung, die sich bis in die endlose Weite kräuselte, das Grün der Reisfelder, durchzogen von den diamantenen Schuppen der Bewässerung, und die Stadt, die schnell nach Westen abdriftete und von der jener betörende Reiz ausging, den fremde Städte im Übermaß haben, vor allem in den frühen Morgenstunden. Das Auge registrierte schnell das fremdartige Aussehen der Häuser und Straßen, die leuchtenden Farbflecke der Dächer, und das Herz spürte, dass auch in dieser fremden Stadt zu dieser frühen Stunde hübsche Mädchen verschlafen lächelten, Mütter aus den Fenstern ihren in die Schule rennenden Kindern hinterhersahen und alte Menschen sich über einen neuen Morgen mit blauem Himmel, voller Wärme und Licht, freuten ..." In der verstörenden essayistischen Erzählung "Die sixtinische Madonna" stellt Wassili Grossman einen Bezug zwischen der ihr Kind dem Schicksal entgegenstreckenden Mutter und dem schweren Schicksal der Menschen her. Er stellt sich die Frage, warum im Gesicht der Mutter keine Angst vor dem Kommenden zu sehen sei. Er zitiert in dieser Erzählung symbolisch aus seinem Essay "Die Höllen von Treblinka" (1945). In der Erzählung "In ewiger Ruhe" begibt sich Wassili Grossman auf den Wagankowskoje-Friedhof in Moskau. Der Friede von den die Gräber besuchenden Angehörigen wird ebenso dargestellt ("Und nun steht keine Wand mehr zwischen den liebenden Ehegatten, keine Eifersucht, Angst, Ungunst gegenüber dem Kind des ersten Mannes ... ") wie die dubiosen Machenschaften der damaligen Genossenschaften und der Kirche. In der abschließenden Erzählung "Wenn alles einstürzt" sitzt die Familie um das Bett der vermeintlich nichts mehr von ihrer Umwelt mitbekommenden sterbenden Schwester, Tante, Großmutter, Schwiegermutter. Nach Xenia Alexandrownas Tod muss die Familie den Nachlass in einer Nacht aufarbeiten und aufteilen. So lässt Wassili Grossman das Leben der Verstorbenen Revue passieren. Am Ende dieser Nacht macht sich die Enkelin Ira auf den Weg zur Hochschule und hört, wie zwei junge Männer in einer Art Wechselspiel das "Torerolied" aus Georges Bizets Oper "Carmen" pfeifen. Und so schließt diese Erzählung mit den Worten "Ira dachte: 'Da schau an, wie leicht das Erbe von Bizet sich aufteilen lässt.'" Offen bleibt die Frage: Was bleibt vom Menschen? "Tiergarten" ist ein Erzählungsband mit fünfzehn grandiosen Erzählungen eines wunderbar menschlichen Erzählers; eines Erzählers, der obwohl enttäuscht von den Geschehnissen seiner Zeit, unbeirrt an das Gute im Menschen geglaubt hat. Wassili Grossmans facettenreiche Prosa, sein mitfühlender und emotionaler Ton ist eine große Entdeckung. (Roland Freisitzer; 06/2009)
  8. Cover des Buches Scharaden (ISBN: 9783442450268)
    Walter Satterthwait

    Scharaden

     (14)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    1923 in Berlin: Ausgerechnet das Attentat auf einen Radikalen sollen Jane und Phil im Auftrag der Pinkerton-Detektei aufklären. Doch es scheint aber auch zu einfach zu sein und die Beweise für den Mörder fliegen ihnen gerade zu. Aber den Beiden wird schnell klar, was hier für ein Spiel gespielt wird! Tumultartig wird in Deutschland ermittelt!
  9. Cover des Buches Führer durch den Tierpark Tiergarten Schönbrunn (ISBN: B003TGOLNE)
  10. Cover des Buches Der Tiergarten Schönbrunn (ISBN: 9783850335058)
    Oliver Lehmann

    Der Tiergarten Schönbrunn

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Berlin – Kiez für Kiez (ISBN: 9783949138058)
    Julia Brodauf

    Berlin – Kiez für Kiez

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Unterwegs zu den Hugenotten in Berlin. Historische Spaziergänge (ISBN: 9783897930186)
  13. Cover des Buches Mit Faltern begann's. Mein Leben mit Tieren in Breslau, München und Berlin (ISBN: 9783463007458)
    Katharina Heinroth

    Mit Faltern begann's. Mein Leben mit Tieren in Breslau, München und Berlin

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Kurze Zeit darauf wurde mir in einer Aufsichtsratssitzung ein Schreiben … vorgelegt. Er bat um Ablösung der jetzigen Leitung; zwar könne man es Frau Dr. Heinroth nicht übelnehmen, wenn sie keinen Überblick hätte, aber da gehörte eben ein Mann hin.«

     

    Der Posten, um den es geht, ist der eines Zoodirektors. Katharina Heinroth war von 1945 – 1956 Direktorin des Berliner Zoos. Sie war die erste Zoodirektorin Deutschlands und noch heute zählt der weibliche Zoodirektor als Exot.

     

    Katharina Heinroth wurde 1897 als Katharina Berger in Breslau geboren. Schon als kleines Mädchen standen für sie Lebewesen aller Art im Mittelpunkt des Interesses, ihr weiterer Weg führte sie über ein Studium der Zoologie und diverse Forschungsprojekte zum Berliner Zoo, den sie zwölf Jahre lang leitete. Unter ihrer Leitung wurde der schwierige Wiederaufbau des im 2. Weltkrieg fast komplett zerstörten Zoos betrieben. Für diese Leistung erhielt sie 1957 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Auch nach ihrer Pensionierung blieb sie weiter aktiv, unter anderem im Tierschutz.

    In dieser 1979 erschienenen Autobiographie berichtet sie ausführlich von den vielen Krisenzeiten und Tragödien in ihrem Leben, die sie mit Hilfe ihres Wahlspruchs »Tu was, dann wird dir besser.« bewältigte.

    Tatsächlich war es ein sehr aktives Leben, das sie führte. Ich habe mich mehr als einmal gefragt, wie sie es schaffte, das beschriebene Arbeitspensum zu bewältigen. Nichts wurde ihr leichtgemacht, das Studium musste finanziert werden, dann galt es den Krieg zu überstehen und schließlich eine unglaublich arbeitsintensive Aufgabe durchzuführen, bei der sie fortwährender Kritik ausgesetzt war – einfach aufgrund der Tatsache, dass sie eine Frau war. Beim Lesen merkte ich, wie wütend mich diese Anfeindungen machten! Und dabei hat sie von diesen Punkten nicht einmal besonders umfangreich berichtet. Im Gegenteil.

    Wenn Katharina Heinroth erzählt, dann geht es um Tiere. Sie berichtet detailliert von sämtlichen Revieren ihres Zoos und den dazugehörenden Tieren, erzählt von Zuchtprogrammen und von Handaufzuchten. Auch Schilderungen ihrer diversen Forschungsarbeiten nehmen einen großen Raum ein. Eigene Probleme jedoch (Bombennächte, Krankheit und Tod des Ehemannes, der Eltern, eigene Krankheiten, erlebte Vergewaltigungen und Diskriminierungen) werden zwar erwähnt, aber lang nicht so ausgiebig behandelt. Ich habe mich gefragt, ob der Grund dafür möglicherweise Verdrängung war. Oder eine spezielle Art der Verarbeitung? Ihrem Motto getreu? Schaffte sie es, den Schwerpunkt in ihrem Leben so zu legen, dass alles andere erträglich wurde?

    An vielen Stellen merkte ich, wie sympathisch sie mir war. Neben dem Wohl der Tiere lag ihr stets auch das Wohl ihrer Mitmenschen am Herzen. Und immer wieder berichtete sie von ihren Tierpflegern, nannte dabei Namen und betonte ihre Wichtigkeit und ihre großartigen Leistungen.

     

    Natürlich erlebt man hier auch ein ganzes Stück Zoogeschichte mit. Deutlich treten die Unterschiede zwischen damaligen Haltungsbedingungen und heutigen hervor. Bei Katharina Heinroth merkt man immer wieder, wie stark der Tierschutzgedanke bei ihr schon zur damaligen Zeit war. Ich habe das mit großem Interesse gelesen!

     

    Am meisten beeindruckt hat mich der unglaubliche Lebensmut dieser Frau, die so viel geleistet hat und so viel kämpfen musste. Ihr eigener Schlusssatz im Buch sagt alles über ihre Lebenseinstellung aus: »Ich lebe ja so gerne.«

     

    Fazit: Eine Frau mit einem großen Herz für Tiere kämpft sich durchs Leben und leistet ganz nebenbei Großes. Sehr beeindruckend!

  14. Cover des Buches Das Schweigen des Lemming (ISBN: 9783644405714)
    Stefan Slupetzky

    Das Schweigen des Lemming

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dem Lemming gefällt mittlerweile die Stelle im Schönbrunner Tiergarten als Wächter sehr gut. Doch eines Tages bei einer seiner Nachtschichten findet er einen erhängten Pinguin! Der Lemming ist entsetzt und wieder erwacht der Ermittler in ihm. Der Autor hat es wieder geschafft, einen spannenden Krimi zu schreiben. Unbedingt lesen!
  15. Cover des Buches Ich bin kein Berliner (ISBN: 9783894804121)
    Wladimir Kaminer

    Ich bin kein Berliner

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Wladi berichtet uns nunmehr von seiner neuen Heimatstadt ("Rodina"), bei der er gar nicht so genau weiß, warum er mit Olga eigentlich dort klebengeblieben ist. Sein heimlicher Leitspruch "Wurst und Theater" für Berlin trifft es schon ganz gut, um die Seele der Stadt zu beschreiben, wie er sie sieht. Kaminer porträtiert ein gelassenes, weltoffenes Berlin, manche Sätze erschließen sich in ihrem Hintersinn erst beim zweiten oder dritten Mal lesen, und man möchte mit Wladimir gern mal einen Pfefferwodka auf der nächsten Grünen Woche süffeln. Daß die Auswahl der Berlintips von ihm natürlich nicht jeden begeistern kann (Wo ist das Ramones-Museum? Das Sparkassenpferd mit "Meppen" am Hintern?), liegt ja in der Natur der Sache. "Völker der Welt, schaut auf diese Stadt." hihi.
  16. Cover des Buches Tod im Tiergarten (ISBN: 9783869137285)
    Jan Beinßen

    Tod im Tiergarten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo
    Paul Flemming, mehr oder weniger ambitionierter Fotograf, mit dem unwiderstehlichen Hang Detektiv zu spielen, gerät bei seinem neuen Job mitten hinein einen tierisch verwickelten Fall. Spurlos verschwundene Tiere und wenig später ein Toter im Löwengehege des Nürnberger Tiergartens sind für ihn wesentlich interessanter, als Fotos für die geplante Werbekampagne zu schießen. In seinem Übereifer entwickelt er eine Theorie nach der anderen. Doch seine Vermutungen, die sich alle schnell als haltlos erweisen, sorgen eher für Unmut und Verwirrung, geschweige denn dass sie zur Lösung des Falles beitragen.

    Trotzdem gibt er nicht auf, denn an den mittlerweile amtlich bestätigten Selbstmord des Tierpflegers kann und will er, auch nach Abschluss der offiziellen Ermittlungen, nicht recht glauben. So forscht er unermüdlich weiter. Auch wenn er sich damit eher Feinde als Freunde schafft, jetzt aufzugeben entspräche nicht seinem Naturell. Selbst als er dann womöglich auf der richtigen Fährte zu sein scheint und ihm die wahren Zusammenhänge endlich klar werden, schafft er es nicht sich rechtzeitig einzubremsen, um sich nicht in ernsthafte Gefahr zu bringen.

    Fazit
    Eine kurzweilige Lektüre mit viel Lokalkolorit, die Lust auf einen Ausflug nach Nürnberg weckt und nach der erfolgreichen Aufklärung des Falles auch völlig ungefährlich sein sollte.
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